DE102011003172A1 - Kraftstoffzumesseinheit für eine Kraftstoffeinspritzanlage - Google Patents
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Abstract
Kraftstoffzumesseinheit für eine Kraftstoffeinspritzanlage einer Brennkraftmaschine mit einer Hochdruckpumpe, deren Hochdruckpumpenarbeitsraum über die Kraftstoffzumesseinheit mit einer Kraftstoffzuführeinrichtung verschaltet ist, wobei die Zumesseinheit ein von einem Elektromagneten 10 betätigtes Regelventil 11 aufweist und das Regelventil 11 einen gegen die Kraft einer Druckfeder 27 von einem Ankerbolzen 14 des Elektromagneten 10 verstellbaren 32 aufweist. Erfindungsgemäß wird eine Zumesseinheit bereitgestellt, die eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Medienbeständigkeit aufweist. Dies wird dadurch erreicht, dass der Ventilkolben 25 aus einem Nichtstahlwerkstoff gefertigt ist.
Description
- Stand der Technik
- Die Erfindung betrifft eine Kraftstoffzumesseinheit für eine Kraftstoffeinspritzanlage einer Brennkraftmaschine mit einer Hochdruckpumpe, deren Hochdruckpumpenarbeitsraum über die Kraftstoffzumesseinheit mit einer Kraftstoffzuführeinrichtung verschaltet ist, wobei die Zumesseinheit ein von einem Elektromagneten betätigtes Regelventil aufweist und das Regelventil einen gegen die Kraft einer Druckfeder von einem Ankerbolzen des Elektromagneten verstellbaren Ventilkolben zur Steuerung einer Steueröffnung aufweist.
- Eine derartige Kraftstoffzumesseinheit ist aus der
DE 10 242 219 A1 bekannt. Bei dieser Kraftstoffzumesseinheit ist das Regelverhalten im Leerlauf und unteren Teillastbetrieb soweit verbessert, dass auf ein gesondertes Druckregelventil im Hochdruckbereich der Kraftstoffeinspritzanlage verzichtet werden kann. Ansonsten ist diese Kraftstoffzumesseinheit konventionell aufgebaut und weist ein Regelventil auf, das einen aus Stahl gefertigten Ventilkolben aufweist, der gegen die Kraft einer Druckfeder von einem Ankerbolzen eines Elektromagneten verstellbar ist. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zumesseinheit bereitzustellen, die eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Medienbeständigkeit aufweist.
- Offenbarung der Erfindung
- Vorteile der Erfindung
- Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Ventilkolben aus einem Nichtstahlwerkstoff gefertigt ist. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass der Kolben aus einem speziellen medienbeständigen Material gefertigt werden kann. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass entsprechende Kraftstoffeinspritzanlagen einer Brennkraftmaschine zunehmend in Gebieten eingesetzt werden, in denen kein den üblichen Normen und Qualitätsansprüchen genügender Kraftstoff zur Verfügung steht. Solche Schlechtkraftstoffe weisen beispielsweise einen hohen Wasseranteil auf, der Korrosionserscheinungen an herkömmlich aus Stahl gefertigten Ventilkolben bewirkt. Entsprechend den jeweiligen Einsatzbedingungen kann der Ventilkolben beispielsweise aus Aluminiumwerkstoff, Kupferwerkstoff oder anderen metallischen Werkstoffen oder Legierungen oder Kombinationen von metallischen Werkstoffen gefertigt sein.
- In Weiterbildung der Erfindung ist der Ventilkolben aus Kunststoff gefertigt. Dies stellt die bevorzugte Ausführungsform dar, da Kunststoffwerkstoffe allgemein eine gute Beständigkeit gegen verschiedene gegenüber stahlaggressive Medien, wie Säuren, Laugen oder Wasser haben. Ein geeigneter Kunststoffwerkstoff ist beispielsweise ein Duroplast.
- Im Rahmen der Erfindung ist auch vorgesehen, den Kolben aus einem keramischen Werkstoff herzustellen.
- In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist in die Zylinderfläche des Ventilkolbens zumindest ein Verschleißring eingelassen. Dabei kann der Verschleißring nach Art eines Kolbenrings in eine in den dann vorzugsweise aus Kunststoff gefertigten Ventilkolben eingesetzt werden oder aber der Verschleißring wird bei dem Herstellungsvorgang des Ventilkolbens in diesen eingegossen. Bevorzugt sind in beiden axialen Endbereichen des Ventilkolbens entsprechende Verschleißringe angeordnet. Ein solcher Verschleißring kann aus einem hochwertigen und insbesondere medienbeständigen Material gefertigt sein, wobei aufgrund der geringen Abmessungen und der einfachen geometrischen Form ein solcher Verschleißring preiswert herstellbar ist.
- Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Ventilkolbens wird insgesamt auch eine deutliche Gewichtsreduzierung erreicht, so dass die bewegten Massen reduziert werden können. Dadurch kann auch die Druckfeder und entsprechende Anschläge oder Halteteile für den Ventilkolben und die Druckfeder aufwandsreduziert und kostengünstiger hergestellt werden. Auch bei Einsatz von einem oder mehreren Verschleißringen kann das entsprechende Regelventil kostengünstiger als beim Stand der Technik hergestellt werden.
- Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der Zeichnungsbeschreibung zu entnehmen, in der ein in den Figuren dargestelltes Ausführungsbeispiel näher beschrieben ist.
- Kurze Beschreibung der Zeichnungen
- Es zeigen:
-
1 eine Ausführungsform einer Kraftstoffzumesseinheit im vertikalen Längsschnitt und -
2 eine Seitenansicht eines Ventilkolbens und eines Verschleißrings. - Ausführungsform der Erfindung
- Die Kraftstoffzumesseinheit gemäß
1 basiert auf einem Elektromagneten10 mit integriertem Regelventil11 . Im Einzelnen besteht der Elektromagnet10 im Wesentlichen aus einer Magnetspule12 , einem Anker13 mit Ankerbolzen14 und einem Magnettopf15 , der die Magnetspule12 und den Anker13 teilweise umschließt. - Die gesamte Baueinheit Elektromagnet
10 mit integriertem Regelventil11 ist in einer (nicht dargestellten) Kraftstoff-Hochdruckpumpe angeordnet. Diese Kraftstoff-Hochdruckpumpe fördert von einer Kraftstoffzuführeinrichtung zugeführten Kraftstoff unter einem Druck von bis zu 3000 bar in einen Hochdruckspeicher, dem der Kraftstoff von Kraftstoffinjektoren zur Einspritzung in entsprechende Brennräume der Brennkraftmaschine entnommen wird. Der Magnettopf15 dient hierbei gleichzeitig als Abdichtelement, als magnetischer Rückschluss und als Befestigungselement16 des Elektromagneten10 in der Hochdruckpumpe. - Die Magnetspule
12 wird, nachdem sie in den Magnettopf15 eingesetzt ist, vollständig umspritzt. Durch die mit17 bezeichnete Umspritzung ist ein optimaler Wärmeübergang von der Spule12 an den Magnettopf15 gewährleistet. Einer Überhitzung in kritischen Betriebszuständen kann hierdurch entgegengewirkt werden. Weiterhin führt die Umspritzung17 zu einer guten Schwing- und Schüttelfestigkeit, wodurch eine Befestigung der Kraftstoffzumesseinheit an hochbelasteten Stellen, zum Beispiel der Kraftstoff-Hochdruckpumpe, in Bezug auf Schwingungen, Temperatur- und Umweltbelastungen ermöglicht wird. - Des Weiteren wird durch die Umspritzung
17 der Magnetspule12 im Zusammenwirken mit zwei Abdichtstellen18 ,19 gewährleistet, dass die Kontaktstellen der Spule12 zu den Steckerfahnen „trocken” sind. Magnetspulenwicklung und Kontaktstellen sind somit vor Angriffen korrosiver Medien optimal geschützt. - Zur Kontrolle, dass die Umspritzung
17 die Magnetspule12 vollständig umschließt, sind am Umfang des Magnettopfes15 Überlaufbohrungen20 ,21 vorgesehen. - Das Regelventil
11 besitzt ein Ventilgehäuse22 , welches in eine flanschartige Verbreiterung23 übergeht, die zugleich den stirnseitigen Abschluss des Magnettopfes15 bildet. In dem Ventilgehäuse22 ist eine Axialbohrung24 ausgebildet, die koaxial zu einem Ankerbolzen14 des Elektromagneten10 angeordnet ist. Die Axialbohrung24 nimmt einen verschiebbaren linsenförmigen Ventilkolben25 auf, in dessen Innenraum26 eine Druckfeder27 angeordnet ist. Der Ventilkolben25 ist in diesem Ausführungsbeispiel vollständig aus einem Kunststoffwerkstoff hergestellt. Die Druckfeder27 stützt sich vorderseitig an einem Boden28 des Ventilkolbens25 und rückseitig an einem in der Axialbohrung24 des Ventilgehäuses22 befindlichen Federteller29 ab. Ein Absatz30 an der Innenwandung des Ventilkolbens25 sorgt dafür, dass die Druckfeder27 weitgehend berührungsfrei von der Innenwandung in dem Ventilkolben25 liegt. Außen steht der Ventilkolbenboden28 und damit der Ventilkolben25 mit dem vorderen Ende des Ankerbolzens14 in Anlage. - Eine Öffnung
31 verbindet den Innenraum26 des Ventilkolbens25 mit einer nicht dargestellten Kraftstoffzuführeinrichtung des Kraftstoffeinspritzsystems. In dem Ventilgehäuse22 sind des Weiteren mehrere radial gerichtete Steueröffnungen32 angeordnet, von denen eine in1 ersichtlich ist. Die Steueröffnungen32 stehen mit dem Niederdruckbereich der Hochdruckpumpe in hydraulischer Wirkverbindung. - Das Durchströmprinzip kann auch umgekehrt werden. Hierbei wäre dann die Öffnung
31 mit dem Niederdruckbereich der Hochdruckpumpe hydraulisch verbunden, während die Steueröffnung32 mit der Druckseite der Kraftstoffzuführeinrichtung verbunden wäre und somit den Zulauf in die Zumesseinheit bilden würde. - Die obere Hälfte der
1 zeigt oberhalb der gemeinsamen Mittelachse33 von Ventilbohrung24 , Ventilkolben25 und Ankerbolzen14 das Regelventil11 in Öffnungsstellung, in der die Steueröffnung32 durch den Ventilkolben25 vollständig freigegeben ist. - In der unteren Hälfte der
1 ist dagegen das Regelventil11 in vollständiger Schließstellung dargestellt. Hierbei wirkt die Magnetkraft des bestromten Elektromagneten10 über den Ankerbolzen14 auf den Ventilkolben25 und bewegt diesen entgegen dem Widerstand der Druckfeder27 in die besagte Schließstellung des Regelventils11 . Umgekehrt vermag die Druckfeder27 den Ventilkolben25 in Öffnungsstellung zu verschieben, wenn die Bestromung des Elektromagneten10 und damit dessen auf den Anker13 und den Ankerbolzen14 wirkende Magnetkraft entsprechend verringert wird. In Öffnungsstellung des Regelventils10 strömt der dem Regelventil11 bei31 zugeführte Kraftstoff durch die Steueröffnung32 in Richtung der Elemente der Hochdruckpumpe. -
2 zeigt eine Seitenansicht eines derartigen Ventilkolbens25 mit einem in Dreiecksform ausgebildeten Steuerschlitz35 . Im Unterschied zu der Ausführung gemäß1 wirkt hier der Steuerschlitz35 mit der Steueröffnung zusammen und durch das Zusammenwirken von dem Steuerschlitz35 mit der Steueröffnung32 wird das Steuerverhalten bestimmt. Es können auch mehrere Steuerschlitze35 mit einer entsprechenden Anzahl von Steueröffnungen32 zusammenwirken. Die Dreiecksform des Steuerschlitzes35 ermöglicht die Realisierung eines speziell vorgegebenen Steuerverhaltens. - Der Ventilkolben
25 weist weiterhin zwei endseitig angeordnete Ringnuten33 auf. In diese Ringnuten33 des beispielsweise aus einem Kunststoffwerkstoff hergestellten Ventilkolbens25 werden jeweils ein Verschleißring34 eingesetzt. Ein solcher Verschleißring34 ist neben dem Ventilkolben25 in einer Draufsicht und in einer Schnittdarstellung dargestellt. Wird der Verschleißring34 beim Herstellungsvorgang des Ventilkolbens25 in diesen eingespritzt, ist der Verschleißring als geschlossener Ring ausgeführt, während er bei einem nachträglichen Einsetzen in die Ringnut33 einen durchgehenden Trennschlitz aufweist, um eine für den berstreifvorgang notwendige Aufweitung des Verschleißrings zu ermöglichen. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 10242219 A1 [0002]
Claims (4)
- Kraftstoffzumesseinheit für eine Kraftstoffeinspritzanlage einer Brennkraftmaschine mit einer Hochdruckpumpe, deren Hochdruckpumpenarbeitsraum über die Kraftstoffzumesseinheit mit einer Kraftstoffzuführeinrichtung verschaltet ist, wobei die Zumesseinheit ein von einem Elektromagneten (
10 ) betätigtes Regelventil (11 ) aufweist und das Regelventil (11 ) einen gegen die Kraft einer Druckfeder (27 ) von einem Ankerbolzen (14 ) des Elektromagneten (10 ) verstellbaren Ventilkolben (25 ) zur Steuerung einer Steueröffnung (32 ) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkolben (25 ) aus einem Nichtstahlwerkstoff gefertigt ist. - Kraftstoffzumesseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkolben (
25 ) aus Kunststoff gefertigt ist. - Kraftstoffzumesseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkolben (
25 ) aus Keramik gefertigt ist. - Kraftstoffzumesseinheit nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in die Zylinderfläche des Ventilkolbens (
25 ) zumindest ein Verschleißring (34 ) eingelassen ist.
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