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DE102009027422A1 - Vorrichtung zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen, insbesondere für eine Handwerkzeugmaschine und zur Verwendung in Handwerkzeugmaschinen - Google Patents

Vorrichtung zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen, insbesondere für eine Handwerkzeugmaschine und zur Verwendung in Handwerkzeugmaschinen Download PDF

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DE102009027422A1
DE102009027422A1 DE200910027422 DE102009027422A DE102009027422A1 DE 102009027422 A1 DE102009027422 A1 DE 102009027422A1 DE 200910027422 DE200910027422 DE 200910027422 DE 102009027422 A DE102009027422 A DE 102009027422A DE 102009027422 A1 DE102009027422 A1 DE 102009027422A1
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DE
Germany
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additional mass
movement
compensation
tool
vibrations
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200910027422
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Sieber
Otto Baumann
Elisabeth Michl
Hardy Schmid
Holger Ruebsaamen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Robert Bosch GmbH filed Critical Robert Bosch GmbH
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Priority to EP10161761.1A priority patent/EP2269781A3/de
Priority to CN201010222788.2A priority patent/CN101941199B/zh
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Withdrawn legal-status Critical Current

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (100) zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen, insbesondere für eine Handwerkzeugmaschine, mit mindestens einem beweglich gelagerten Ausgleichskörper (102) und einem auf den Ausgleichskörper (102) wirkenden Antriebsmechanismus (104), durch welchen der mindestens eine Ausgleichskörper (102) antreibbar ist. Es wird vorgeschlagen, dass an und/oder in dem Ausgleichskörper (102) mindestens eine gegenüber dem Ausgleichskörper (102) relativbewegliche, vorzugsweise begrenzt relativbewegliche, Zusatzmasse (140) vorgesehen ist.

Description

  • Stand der Technik
  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen nach der Gattung der unabhängigen Ansprüche.
  • Aus der bislang unveröffentlichten Patentanmeldung DE 10 2008 000 677 ist schon eine Vorrichtung zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen, insbesondere für eine Handwerkzeugmaschine bekannt. Unter „Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen” sollen dabei insbesondere Maßnahmen und/oder Mittel und/oder deren Wirkungen verstanden werden, welche insbesondere in Handwerkzeugmaschinen auftretenden, durch innere und/oder äußere Kräfte verursachten Vibrationen entgegenwirken. Aus DE 10 2008 000 677 ist eine Handwerkzeugmaschine, insbesondere ein Bohr- und/oder Meißelhammer, mit einem repetierenden Schlagantrieb für schlagend antreibbare Werkzeuge, insbesondere Einsatzwerkzeuge, bekannt, bei der ein, über eine Huberzeugungsvorrichtung als Antriebsmechanismus antreibbarer, vorzugsweise repetierend antreibbarer Ausgleichskörper vorgesehen ist.
  • Der Schlagantrieb weist im Beispiel der DE 10 2008 000 677 mindestens ein vorwiegend axial repetierend angetriebenes Hubelement und ein weithin bekanntes Luftfederschlagwerk auf. Die repetierende Bewegung des Hubelements und die periodisch auftretenden Kraftimpulse des Luftfederschlagwerks regen die Handwerkzeugmaschine zu Vibrationen an. Eine Bewegung des Ausgleichskörpers der Handwerkzeugmaschine nach DE 10 2008 000 677 ist dabei in einer Phasenlage zur Bewegung des Hubelements so abgestimmt, dass durch die Bewegung des Ausgleichskörpers eine periodische Kraft erzeugt wird, welche als Gegenkraft reduzierend und/oder kompensierend auf die, die Vibrationen verursachenden Kräfte wirkt.
  • Die repetierende Bewegung des Ausgleichskörpers folgt zeitlich dabei im Wesentlichen einer Sinusform, wobei die periodischen Kräfte insbesondere bei einer Umkehr der Bewegungsrichtung erzeugt werden und einen impulsartigen Einzelverlauf zeigen.
  • Auf Grund der Überlagerung verschiedener über eine Periode des Schlagantriebs auftretender, vibrationsanregender Kräfte, welche aus dem Schlagantrieb und/oder aus Rückschlägen der im Betrieb auf das Einsatzwerkzeug aufgebrachten Schlagimpulse und/oder anderen Quellen herrühren, zu einer vibrationsanregende Effektivkraft, weist diese Effektivkraft ein komplexes Zeitprofil über eine Periode auf. In Abhängigkeit von charakteristischen Unterschieden im Zeitprofil von vibrationsanregender Effektivkraft und durch den Ausgleichskörper verursachter Gegenkraft, kann die vibrationskompensierende Wirkung des Ausgleichskörpers beschränkt sein.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Vorteile der Erfindung
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung mit den Merkmalen des Hauptanspruchs hat den Vorteil, dass mindestens eine gegenüber dem Ausgleichskörper relativbewegliche, vorzugsweise begrenzt relativbewegliche Zusatzmasse vorgesehen ist, welche bei einer periodischen Bewegung des Ausgleichskörpers ein Zeitprofil der durch den Ausgleichskörper hervorgerufenen Gegenkraft vorteilhaft formt bzw. verformt, vorzugsweise an die vibrationsanregenden Effektivkraft anpasst. Als weiterer Vorteil ist dabei anzusehen, dass durch die erfindungsgemäße Weiterentwicklung des Ausgleichskörpers eine geringere Spitzenbelastung des Antriebsmechanismus erreichbar ist.
  • Unter „relativbeweglich” wird dabei insbesondere verstanden, dass sich die Zusatzmasse gegenüber dem Ausgleichskörper bewegen, vorzugsweise verschieben und/oder drehen kann. Unter „begrenzt relativbeweglich” ist hier insbesondere zu verstehen, dass eine Bewegung die Zusatzmasse gegenüber dem Ausgleichskörper begrenzt, insbesondere in einer Erstreckung oder Amplitude kleiner ist als eine räumliche Erstreckung des Ausgleichskörpers und/oder als eine Erstreckung oder Amplitude einer Bewegung des Ausgleichskörpers ist. Unter „vorgesehen” wird dabei insbesondere „ausgerüstet sein”, „ausgestattet sein” oder „ergänzt sein” verstanden. Unter „der vibrationsanregenden Effektivkraft anpassen” wird dabei insbesondere verstanden, dass sich die vibrationsanregende Effektivkraft und die Gegenkraft möglichst weitgehend kompensieren oder aufheben.
  • Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen ergeben sich vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Merkmale.
  • Bei einer besonders kompakten und montagefreundlichen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die mindestens eine Zusatzmasse innerhalb des Ausgleichskörpers angeordnet. Unter „innerhalb angeordnet” wird dabei insbesondere verstanden, dass die Zusatzmasse im Wesentlichen durch den Ausgleichskörper aufgenommen oder vom Ausgleichskörper umschlossen ist. Vorzugsweise ist die mindestens eine Zusatzmasse in dem Ausgleichskörper geführt, insbesondere an mindestens einer Führungsfläche am Ausgleichskörper geführt angeordnet.
  • Ist die mindestens eine Zusatzmasse an oder auf dem Ausgleichskörper angeordnet, so kann dadurch eine besonders gut abstimmbare Ausführungsform erreicht werden. Vorzugsweise ist dabei die Zusatzmasse am Ausgleichskörper geführt angeordnet.
  • In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen ist die Zusatzmasse aus einer Mehrzahl von Massenkörpern, insbesondere einer Vielzahl von Massenkörpern gebildet. Vorzugsweise weist dabei der Ausgleichskörper mindestens einen Aufnahmeraum auf, in welchem die Massenkörper aufgenommen sind. Vorzugsweise ist die Zusatzmasse aus einem granularen Medium gebildet. Das granulare Medium kann dabei fallweise im Wesentlichen aus Massenkörpern einer Art und/oder Größe oder aber aus einer Mischung verschiedener Massenkörpern gebildet sein. Die Mischung kann dabei homogen oder heterogen im Aufnahmeraum verteilt sein.
  • Eine besonders wirksame Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen wird dadurch erreicht, dass die mindestens eine Zusatzmasse mindestens einen ersten Freiheitsgrad der Bewegung relativ zum Ausgleichskörper aufweist, wobei sich die Zusatzmasse sowohl in eine Vorwärtsrichtung als auch eine Rückwärtsrichtung dieses ersten Freiheitsgrades bewegen kann. Weiters ist ein Mittel zur Beeinflussung der Bewegung der Zusatzmasse vorgesehen, durch welches die Bewegung in die Vorwärtsrichtung ein gegenüber der Rückwärtsrichtung geändertes Bewegungsverhalten aufweist. Das „Mittel zur Beeinflussung der Bewegung” kann dabei auch als „Mittel zur richtungsabhängigen Beeinflussung der Bewegung” verstanden werden. Unter einem „Freiheitsgrad der Bewegung” wird dabei insbesondere, eine Beweglichkeit in eine Raumachse und/oder eine Drehbeweglichkeit um eine Raumachse verstanden. Unter einem „geänderten Bewegungsverhalten” wird dabei insbesondere, eine richtungsabhängig unterschiedliche Bewegungsgeschwindigkeit der Zusatzmasse gegenüber dem Ausgleichskörper und/oder eine zeitliche Verschiebung, beispielsweise eine Verzögerung, des Bewegungsablaufs und/oder einer Bewegungsamplitude verstanden. Die „Mittel zur Beeinflussung der Bewegung” können dabei insbesondere mechanischer und/oder pneumatischer und/oder hydraulischer und/oder magnetischer und/oder elektrischer Natur sein.
  • In besonders wirkungsvoller Weise können die Mittel zur Beeinflussung der Bewegung eingesetzt werden, wenn der eine erste Freiheitsgrad der Bewegung der Zusatzmasse im Wesentlichen parallel zu einem Freiheitsgrad der Bewegung des Ausgleichskörpers ausgerichtet ist.
  • In einer vorteilhaften Weiterentwicklung weist die mindestens eine Zusatzmasse der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine durch mindestens ein Rückstellelement vermittelte Ruheposition auf. In besonders robuster Ausführung ist das Rückstellelement mit einem Ende mit dem Ausgleichskörper verbunden. Vorzugsweise ist das Rückstellelement mit einem zweiten Ende an der Zusatzmasse abgestützt und/oder mit der Zusatzmasse verbunden.
  • In einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung umfasst das Rückstellelement ein Fluid, insbesondere besteht das Rückstellelement aus dem Fluid. Das Fluid kann dabei gelartig, flüssig, insbesondere ölartig, oder gasförmig sein. Vorzugsweise ist das gasförmige Fluid Luft.
  • In einer weiteren vorteilhaften Weiterentwicklung wirkt die mindestens eine Zusatzmasse der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einem Dämpfungsglied zusammen. Unter „zusammenwirken” wird dabei insbesondere ein Dämpfen der Bewegung der Zusatzmasse mittels des Dämpfungsgliedes verstanden. Das Dämpfungsglied kann dabei ein granulares oder gummiartiges oder elastomeres Dämpfungselement aufweisen. Vorzugsweise umfasst das Dämpfungsglied ein Fluid, insbesondere besteht es aus dem Fluid.
  • In einer besonders gut integrierbaren Ausführung ist der der Ausgleichskörper der erfindungsgemäßen Vorrichtung durch den Antriebsmechanismus zu einer vorwiegend periodischen, insbesondere oszillierenden Bewegung mit einer Periode P1 antreibbar ausgeführt.
  • In einer besonders wirksamen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind Mittel zur Beeinflussung einer Phasenlage zwischen der Bewegung der Zusatzmasse und der Bewegung des Ausgleichskörpers vorgesehen, durch welche die Phasenlage wählbar festlegbar ist.
  • In einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine vorteilhafte Handwerkzeugmaschine mit einer Antriebsvorrichtung zum Antrieb eines Werkzeugs, wobei Vibrationen in der Handwerkzeugmaschine verursacht werden, vorgeschlagen, welche eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Reduktion und/oder Kompensation dieser Vibrationen umfasst.
  • In einer bevorzugten kompakten Ausführung der Handwerkzeugmaschine ist die Antriebsvorrichtung motorisch, insbesondere elektromotorisch angetrieben und der Antriebsmechanismus der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen ist mit der Antriebsvorrichtung wirkverbunden. Insbesondere ist der Antriebsmechanismus mit der Antriebsvorrichtung gekoppelt.
  • In einer besonders bevorzugten Ausführung der Handwerkzeugmaschine umfasst die Antriebsvorrichtung zum Antrieb des Werkzeugs einen Schlagwerksmechanismus, insbesondere ein Luftfederschlagwerk, durch welchen das Werkzeug vorwiegend in einer Axialrichtung impulsartig, insbesondere periodisch impulsartig antreibbar ist. Insbesondere ist die Handwerkzeugmaschine als ein Bohr- und/oder Meißelhammer ausgebildet.
  • In einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen in einer Handwerkzeugmaschine, insbesondere einer Handwerkzeugmaschine mit einem motorisch, vorzugsweise elektromotorisch angetriebenen Werkzeug zur Reduktion und/oder Kompensation von durch eine Antriebsvorrichtung für den Antrieb des Werkzeugs und/oder durch einen Einsatz des Werkzeugs hervorgerufenen Vibrationen verwendet oder eingesetzt.
  • Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung entnimmt der Fachmann den im Nochfolgenden dargestellten Figuren sowie der Beschreibung der Ausführungsbeispiele.
  • Beschreibung der Zeichnungen
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der folgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine schematische Seitendarstellung eines erstes Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen
  • 2 eine schematische Darstellung eines Bohr- und/oder Schlaghammers als Beispiel einer Handwerkzeugmaschine mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen
  • 3 eine Variante des Ausführungsbeispiels nach 1 mit einem alternativen Antriebsmechanismus
  • 4 eine schematische Seitendarstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen
  • 5a eine schematische Seitendarstellung eines dritten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen
  • 5b eine Variante der Vorrichtung zur Reduktion und/oder Kompensation nach 3a als viertes Ausführungsbeispiel
  • 6a eine schematische Seitendarstellung eines fünftes Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen
  • 6b eine Variante der Vorrichtung zur Reduktion und/oder Kompensation nach 4a als sechstes Ausführungsbeispiel
  • 7 eine schematische Seitendarstellung eines siebten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen, wobei zwei Varianten dargestellt sind
  • 8 eine schematische Seitendarstellung eines achten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen
  • Beschreibung der Ausführungsbeispiele
  • 1 zeigt eine schematische Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 100 zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen. Die Vorrichtung 100 umfasst einen beweglich gelagerten Ausgleichskörper 102 und einen Antriebsmechanismus 104. Der Antriebsmechanismus 104 wird der Art auf den Ausgleichskörper 102, dass dieser durch den Antriebsmechanismus 104 antreibbar, vorzugsweise repetierend antreibbar ist. In einer bevorzugten Ausführung ist der Ausgleichskörper geometrisch einfach, beispielsweise im Wesentlichen zylindrisch oder kubisch ausgeführt.
  • Im vorliegenden Beispiel ist der Antriebsmechanismus 104 als ein Taumelscheibenantrieb 106 ausgebildet. Der Taumelscheibenantrieb 106 weist eine über ein Taumellager 108 auf einer drehend antreibbaren Antriebswelle 110 angeordnete und durch die Antriebswelle 110 antreibbare Taumelscheibe 112 auf. An der Taumelscheibe 112 ist ein Taumelfinger 114 vorgesehen. Die Antriebswelle 110 erstreckt sich dabei entlang einer Drehachse 116, um welche sie drehend antreibbar ist. Das Taumellager 108 umfasst Lagerelemente 118, welche auf einer hier nicht dargestellten, um einen Winkel WT gegenüber der Drehachse 116 geneigten Lagerbahn laufen. Der Taumelfinger 114 erstreckt sich in diesem Beispiel radial von der Taumelscheibe 112 im Wesentlichen senkrecht zu einer Normalenrichtung 120 einer Ebene der Lagerbahn. Es können jedoch auch andere Ausrichtungen des Taumelfingers 114 vorteilhaft sein, ohne dass dadurch vom Erfindungsgedanken abgewichen würde. Wird die Antriebswelle 110 nun drehend angetrieben, so wird eine Drehbewegung 122 der Antriebswelle 110 in eine im Wesentlichen oszillierende Bewegung 124 des Taumelfingers 114 umgesetzt. Dabei überstreicht der der Winkel WT einen Winkelbereich zwischen zwei Umkehrpunkten.
  • Der Taumelfinger 114 greift mit seinem freien Ende in oder durch eine am Ausgleichskörper 102 vorgesehene Gelenkaufnahme 126. Die Gelenkaufnahme 126 kann dabei beispielsweise als ein Scharniergelenk mit einem Gelenkbolzen, wie es unter anderem aus der DE 10 2008 041 890 bekannt ist, oder als ein Kugelgelenk ausgeführt sein.
  • In einer bevorzugten Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind Mittel 128 zur Führung und Lagerungen des Ausgleichskörpers 102 vorgesehen. In der Ausführung nach 1 ist der Ausgleichskörper 102 auf mindestens einem Führungselement 130 in mindestens einer Bewegungsachse 132 axial beweglich geführt angeordnet. Die Bewegungsachse 132 erstreckt sich dabei im Wesentlichen parallel zur Drehachse 116. Wird der Taumelfinger 114 zu einer oszillierenden Bewegung 124 angeregt, so führt der Ausgleichskörper 102 eine axial oszillierende Pendelbewegung 134 in der Bewegungsachse 132 aus.
  • Der Ausgleichskörper 102 weist weiters einen Aufnahmeraum 138 auf. In dem Aufnahmeraum 138 ist eine Zusatzmasse 140 beweglich aufgenommen. In einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Aufnahmeraum 138 und die Zusatzmasse 140 im Wesentlichen zylindrisch oder kubisch ausgeformt. Im vorliegenden Beispiel nach 1 weist die Zusatzmasse 140 einen ersten Freiheitsgrad der Bewegung 142 relativ zum Ausgleichskörper 102 auf. Dieser erste Freiheitsgrad der Bewegung 142 ist dabei als eine Axialverschieblichkeit 144 ausgebildet, wobei die Axialverschieblichkeit 144 im Wesentlichen parallel zur Bewegungsachse 132 des Ausgleichskörpers 102 orientiert ist.
  • Der Aufnahmeraum 138 weist ein vorzugsweise geschlossenes Ende 146 und ein, durch ein Verschlusselement 148 vorzugsweise verschlossenes Ende 150 auf. Die Zusatzmasse 140 ist daher im Wesentlichen zwischen dem vorzugsweise geschlossenen Ende 146 und dem Verschlusselement 148 begrenzt relativbeweglich zum Ausgleichskörper 102. Vorzugsweise ist mindestens eine Innenmantelfläche 152 des Aufnahmeraums 138 und einer Mantelfläche 154 der Zusatzmasse 140 jeweils als eine Führungsfläche ausgebildet, so dass die Zusatzmasse 140 im Aufnahmeraum 138 geführt beweglich angeordnet ist.
  • In einer bevorzugten Weiterentwicklung ist in mindestens einem Ende 146, 150 ein Entlüftungsmittel zur Entlüftung des Aufnahmeraums 138 vorgesehen, welches vorzugsweise durch eine Entlüftungsbohrung beispielsweise im Verschlusselement 148 oder einen Entlüftungsbypass verwirklicht sein kann. In einer besonders einfachen Ausführung ist mindestens eines der Enden 146, 150 zumindest teilweise offen ausgebildet. Alternativ oder ergänzend kann auch die Zusatzmasse 140 mindestens ein Entlüftungsmittel aufweisen, welches im Wesentlichen die beiden durch die Zusatzmasse 140 entstehenden Teilräume des Aufnahmeraums zwecks Druckausgleich verbinden.
  • Die Zusatzmasse 140 ist weiters zwischen zwei Rückstelleelemente 156a, 156b angeordnet. Das erste Rückstelleelement 156a erstreckt sich dabei zwischen dem geschlossenen Ende 146 des Aufnahmeraums 138 und einer ersten Stirnseite 158a der Zusatzmasse 140, insbesondere stützt sich das erste Rückstelleelement 156a an dem geschlossenen Ende 146 und an der ersten Stirnseite 158a ab. Das zweite Rückstelleelement 156b erstreckt sich zwischen dem verschlossenen Ende 150 und einer zweiten Stirnseite 158b der Zusatzmasse 140, insbesondere stützt sich das zweite Rückstellelement 156b an dem verschlossenen Ende 150 und an der zweiten Stirnseite 158b ab. Vorzugsweise sind die Rückstelleelemente 156a, 156b mit jeweils einem Ende mit dem Ausgleichskörper 102 verbunden. Alternativ oder ergänzend können die Rückstelleelemente 156a, 156b mit ihren jeweiligen anderen Ende mit der Zusatzmasse 140 verbunden sein. Unter „verbunden” wird dabei insbesondere „befestigt” verstanden.
  • Die Rückstelleelemente 156a, 156b sind im vorliegenden Beispiel nach 1 als Schraubenfedern, vorzugsweise Schraubendruckfedern ausgebildet. Dem Fachmann sind jedoch alternative Ausführungen von Rückstelleelementen 156a, 156b bekannt, wie z. B. andere Federelemente – z. B. Blattfedern oder Tellerfedern – oder aber elastische Dämpfungselemente aus einem Elastomer oder gummiartigen Material, welche in einer erfindungsgemäßen Vorrichtung vorteilhaft eingesetzt werden können. Auch ist es denkbar, dass die Zusatzmasse 140 magnetisch, vorzugsweise permanentmagnetisch ausgeführt ist und an mindestens einem der beiden Enden 146, 150 des Aufnahmeraums 138 ebenfalls ein Magnet vorgesehen ist. In besonders bevorzugter Weise sind die Felder der Magnete der Zusatzmasse 140 und an dem mindestens einen Ende 146, 150 so ausgerichtet, dass die Zusatzmasse 140 bei einer Annäherung an das mindestens eine Ende 146, 150 eine abstoßende Kraft erfährt. Die beiden Rückstelleelemente 156a, 156b können dabei gleichartige, insbesondere identisch ausgeführt oder aber verschiedenartig und/oder verschiedene ausgeführt sein. Der Fachmann wird dabei fallweise die jeweils vorteilhafteste Ausführung auswählen.
  • Die Rückstelleelemente 156a, 156b üben im vorliegenden Beispiel jeweils eine rücktreibende Kraft auf die Zusatzmasse 140 aus. Wirken keine äußeren Kräfte auf die Zusatzmasse 140, so wird die Zusatzmasse 140 durch die rücktreibenden Kräfte der Rückstelleelemente 156a, 156b in eine Ruheposition SO bezogen auf den Ausgleichskörper 102 verschoben.
  • Weiters kann es vorteilhaft sein, wenn anstelle oder zusätzlich zu den Rückstellelementen 156a, 156b mindestens ein, hier nicht gezeigtes Dämpfungsglied 160a, 160b mit der Zusatzmasse 140 zusammenwirkt.
  • Wird Ausgleichskörper 102 im Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung über den Taumelfinger 114 zu axial oszillierenden Pendelbewegungen 134 angeregt, so reagiert das System aus Zusatzmasse 140 und den Rückstelleelementen 156a, 156b zeitlich verzögert auf die Bewegung des Ausgleichskörpers 102. Die Zusatzmasse 140 bildet zusammen mit den Rückstelleelementen 156a, 156b ein so genanntes Masse-Feder-System, dessen Eigenschaften, insbesondere Resonanzeigenschaften dem Fachmann hinlänglich bekannt sind. Abhängig von einer Frequenz F0 und/oder einer Amplitude A0 der oszillierenden Pendelbewegung 134 des Ausgleichskörpers 102 wird sich bei der Zusatzmasse 140 ebenfalls eine oszillierende Pendelbewegung 162 mit variabler Amplitude AZ um die Ruheposition S0 einstellen. Durchgeeignete Wahl der elastischen Eigenschaften der Rückstelleelemente 156a, 156b und/oder der Dämpfungseigenschaften des mindestens einen Dämpfungsglieds 160a, 160b und/oder einer Masse der Zusatzmasse 140 kann weiters auch eine Phasenlage zwischen der Pendelbewegung 162 der Zusatzmasse 140 und der Pendelbewegung 134 des Ausgleichskörpers 102 beeinflusst werden.
  • In einer bevorzugten Weiterentwicklung ist das Verschlusselement 148 gegenüber dem Ausgleichskörper insbesondere axial verstellbar ausgeführt. Ist beispielsweise das Verschlusselement 148 als Einschraubelement ausgeführt, können durch Wahl einer Einschraubtiefe die Resonanzeigenschaften des Masse-Feder-Systems einstellbar ausgeführt werden. Dies kann insbesondere bei der Montage der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorteilhaft sein.
  • 2 zeigt einen Bohr- und/oder Meißelhammer 10 als Beispiel einer Handwerkzeugmaschine mit einer Antriebsvorrichtung 12 zum Antrieb eines Werkzeugs 14 und einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen 100. Der Bohr- und/oder Meißelhammer 10 weist mindestens ein Maschinengehäuse 16 auf, an dessen einen Stirnseite 18 ein Werkzeughalter 20 mit einer nicht dargestellten Werkzeugaufnahme zur Aufnahme, insbesondere zu wechselbaren Aufnahme des Werkzeugs 14 vorgesehen ist. Das Werkzeug 14 ist dabei im Werkzeughalter 20 drehend und/oder schlagenden antreibbar und definiert über eine Längserstreckung eine Axialrichtung 15. An einem der Stirnseite 18 gegenüberliegenden Ende 22 ist am Maschinengehäuse 16 eine Handgriffvorrichtung 24 vorgesehen. Die Handgriffvorrichtung 24 weist im vorliegenden Beispiel einen Geräteschalter 26 zu einer Inbetriebnahme des Bohr- und/oder Meißelhammers 10 auf. Benachbart zu dem Werkzeughalter 20 ist am Maschinengehäuse 16 ein Zusatzhandgriff 28 vorgesehen. Dieser kann insbesondere lösbar, besonders bevorzugt in einer Position und/oder in einer Ausrichtung veränderbar mit dem Maschinengehäuse 16 verbunden sein.
  • Die Antriebsvorrichtung 12 ist im Wesentlichen innerhalb des Maschinengehäuse 16 angeordnet und nur schematisch angedeutet dargestellt. Die Antriebsvorrichtung 12 umfasst einen Motor 30, insbesondere einen Elektromotor 32, und eine Getriebevorrichtung 34 zur Übertragung und/oder Übersetzung einer Bewegung des Motors 30, 32 in Bewegung des Werkzeugs 14 relativ zum Maschinengehäuse 16. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 100 zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen ist im vorliegenden Beispiel mit der Getriebevorrichtung 34 wirkverbundenen, insbesondere direkt mit dieser gekoppelt.
  • Die Getriebevorrichtung 34 umfasst im Falle des vorliegenden Bohr- und/oder Meißelhammers 10 einen Schlagwerksmechanismus 36, insbesondere ein Luftfederschlagwerk 38, wie es dem Fachmann hinlänglich bekannt ist. Durch den Schlagwerksmechanismus 36, 38 ist das Werkzeug 14 vorwiegend in der Axialrichtung 15 impulsartig, insbesondere periodisch impulsartig antreibbar. Im Betrieb des Bohr und/oder Meißelhammers 10 verursacht der Schlagwerksmechanismus 36, 38 und/oder das impulsartig beaufschlagte Werkzeug 14 in einer Rückwirkung Vibrationen im Bohr und/oder Meißelhammer 10, insbesondere am Maschinengehäuse 16 und/oder an der Handgriffvorrichtung 24 und/oder am Zusatzhandgriff 28.
  • Der Schlagwerksmechanismus 36, 38 umfasst eine Kolbeneinheit 40, welche axial verschieblich in einem Hammerrohr 42 angeordnet ist. Die Kolbeneinheit 40 wird dabei über eine Antriebseinheit 44, welche Teil der Getriebevorrichtung 34 ist, axial oszillierend im Hammerrohr 42 angetrieben. Im vorliegenden Beispiel ist die Antriebseinheit 44 als eine Taumeleinheit 46 ausgebildet. Durch die axial oszillierende Bewegung der Kolbeneinheit 40 werden sogenannte Massenkräfte hervorgerufen, welche eine Quelle zur Anregung von Vibrationen im Bohr- und/oder Schlaghammer 10 sind.
  • In der in 2 gezeigten sehr einfachen Ausführung eines Bohr- und/oder Meißelhammers 10 ist im Hammerrohr 42 vor der Kolbeneinheit 40 weiters eine Schlägereinheit 48 axial verschieblich angeordnet. Zwischen der Kolbeneinheit 40 und der Schlägereinheit 48 ist eine Luftfeder 50 vorgesehen. Durch die axial oszillierende Bewegung der Kolbeneinheit 40 wird die Luftfeder 50 verdichtet bzw. entspannt, wodurch Druckkräfte entstehen, welche über die Kolbeneinheit 40 und/oder das Hammerrohr 42 auf den Bohr- und/oder Schlaghammer 10 übertragen werden können. Die Druckkräfte können so ebenfalls als Quelle zur Anregung von Vibrationen im Bohr- und/oder Schlaghammer 10 verstanden werden.
  • Die Schlägereinheit 48 wird durch die Druckkräfte wechselnd in Richtung auf den Werkzeughalter 20 zu oder von dem Werkzeughalter 20 weg beschleunigt. In einem vorderen Punkt überträgt die Schlägereinheit 48 einen Schlagimpuls auf ein nicht gezeigtes Schaftende des Werkzeugs 14. Dieser Schlagimpulse bereitet sich über das Werkzeug 14 auf eine Arbeitsspitze hin aus und wird dort auf eine Arbeitsfläche übertragen. In einer Rückwirkung bereitet sich ein umgekehrter Impuls über das Werkzeug 14 auf den Werkzeughalter 20 und/oder die Schlägereinheit 48 aus. Diese umgekehrter Impuls stellt eine weitere Quelle zur Anregung von Vibrationen im Rohr- und/oder Schlaghammer 10 dar.
  • Neben diesen Kräfte sind weitere mögliche Quellen zur Anregung von Vibrationen im Bohr- und/oder Schlaghammer 10 bekannt. Über einen Schlagzyklus betrachtet ergibt sich auf Grund der unterschiedlichen Anregungseigenschaften und/oder Zeitabhängigkeiten ein komplexer Zeitverlauf einer Vibrationen anregenden Effektivkraft.
  • Neben der in 2 dargestellten einfachen Ausführung eines Bohr- und/oder Meißelhammers 10 sind dem Fachmann weitere Ausführungen bekannt. Insbesondere kennt der Fachmann alternative und/oder weiterentwickelte Ausführungen von Luftfederschlagwerken 38. Diese können beispielsweise neben der Kolbeneinheit 40 und der Schlägereinheit 48 eine Schlagbolzeneinheit umfassen, welche die Schlagimpulse der Schlägereinheit 48 aufnehmen und an das Werkzeug 14 weitergeben. Beispielsweise ist aus DE 10 2006 046 472 A1 ein Luftfederschlagwerk 38a mit einer zusätzlichen Schlagbolzeneinheit bekannt, auf deren Offenbarung an dieser Stelle verwiesen wird.
  • Abhängig von der konkreten Ausführung des Schlagwerksmechanismus 36, 38 ändert sich die Vibrationen verursachende Effektivkraft und damit Ausprägung des Vibrationsspektrums nicht jedoch der Wirkmechanismus der erfindungsgemäßen Vorrichtung 100, so dass die hier gezeigten Ausbildungen von Schlagwerksmechanismen nur Beispielcharakter haben, welche für die Erfindung selbst ohne weiteren Einfluss sind.
  • Durch entsprechende Abstimmung der Parameter der Zusatzmasse 140 und/oder der Rückstellelemente 156a, 156b und/oder des Dämpfungsglieds 160a, 160b ist es dem Fachmann mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung 100 zu Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen möglich, einen auf den komplexen Zeitverlauf der Effektivkraft abgestimmte Gegenkraft hervorzurufen. Die Gegenkraft überlagert sich derart mit der Effektivkraft, dass die Vibrationen anregende Restkraft möglichst verschwindend ist oder aber nur Vibrationen anregt, welche durch zusätzliche Dämpfungsmaßnahmen möglichst optimal gedämpft werden können. In den weiter unten beschriebenen Ausführungsbeispielen werden Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die erfindungsgemäße Vorrichtung 100 zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen vorgestellt, mit welchem dem Fachmann weitere Möglichkeiten zu Erreichung des beschriebenen Ziels einräumen können.
  • Zunächst zeigt jedoch 3 eine abgewandelte Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung 100 nach 1, wobei der Antriebsmechanismus 104 als ein Exzenterantrieb ausgebildet ist. Derartige Antriebe sind dem Fachmann hinlänglich bekannt und dienen wie der im Vorhergehenden beschriebene Taumelantrieb der Umwandlung einer Drehbewegung 122 in eine oszillierende Axialbewegung 134. Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung 100 entspricht dabei der Wirkungsweise des ersten Ausführungsbeispiels, so dass auf die vorhergehende Beschreibung verwiesen wird.
  • Aus DE 10 2008 000 677 sind weitere alternative Antriebsmechaniken wie z. B. Nocken-, Kulissen- oder Hebelsysteme zur Erzeugung einer oszillierenden Axialbewegung bekannt, welche vorteilhaft in einem Antriebsmechanismus 104 einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 100 eingesetzt werden können. Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung 100 entspricht dabei der Wirkungsweise des ersten Ausführungsbeispiels, so dass auf die vorhergehende Beschreibung verwiesen wird. Bezüglich der Beschreibung der alternativen Antriebsmechaniken wird auf die DE 10 2008 000 677 verwiesen, welche hiermit ausdrücklich in die Offenbarung mit eingeschlossen wird. Des weiteren ist es auch denkbar das der Antriebsmechanismus 104 einen elektromagnetischen, elektromotorischen, piezoelektrischen, magnetostriktiven oder anderes gearteten Antrieb umfasst, insbesondere aus diesem besteht.
  • 4 zeigt die schematische Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 100 zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen. Das zweite Ausführungsbeispiel nach 4 unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel in der Ausführung der Zusatzmasse 140, welche im Aufnahmeraum 138 des Ausgleichskörpers 102 beweglich, insbesondere entlang der Bewegungsachse 132 axial verschieblich angeordnet ist.
  • Der Antriebsmechanismus 104 der erfindungsgemäßen Vorrichtung 100 entspricht dabei der aus dem ersten Ausführungsbeispiel bereits bekannten Form, auf dessen Beschreibung an dieser Stelle verwiesen wird.
  • Der Aufnahmeraum 138 ist im vorliegenden Beispiel zumindest teilweise mit einem Fluid 164 gefüllt, wobei das Fluid 164 als Rückstellelement 156, 156a, 156b und/oder als Dämpfungsglied 160, 160a, 160b wirken kann. Das Fluid 164 kann dabei gelartig, flüssig oder gasförmig sein. In besonders bevorzugter Ausführung ist das Fluid 164 ein Gas 166 – z. B. Luft –, eine Flüssigkeit 168 – z. B. Wasser oder ein Öl – oder ein Flüssigkeits-Gas-Gemisch 170 sein.
  • Das den Aufnahmeraum 138 verschließende Verschlusselement 148 ist dabei mit einer Dichtung im Wesentlichen dicht gegenüber dem Fluid 164 ausgeführt. Hierbei meint „dicht” insbesondere „dicht über die Lebensdauer der Handwerkzeugmaschine gegenüber einem Austritt des Fluids 164 aus dem Aufnahmeraum 138''.
  • Die Zusatzmasse 140 weist vorzugsweise mindestens Dichtelement 172 auf. In besonders bevorzugter Weise ist das Dichtelement 172 in Umfangsrichtung um die Zusatzmasse 140 umlaufend ausgebildet. So kann das Dichtelement 172 insbesondere als ein O-Ring oder ein Formdichteelement ausgeführt sein. Das Dichtelement 172 unterteilt den Aufnahmeraum 138 bezüglich einer Beweglichkeit des Fluids 164, 166, 168, 170 in zwei voneinander im Wesentlichen getrennte Segmente 138a, 138b. Insbesondere kann es vorteilhaft sein, dass nur eines der Segmente 138a, 138b mit einem Fluid 164, 166, 168 ist oder aber beide Segmente 138a, 138b mit unterschiedlichen Fluiden 164a, 164b, 166a, 166b, 168a, 168b gefüllt sind.
  • Erfährt die Zusatzmasse 140 eine sie bezüglich des Ausgleichskörpers 102 relativ beschleunigende Kraft, so wird das Fluid 164, 166, 168, 170, welches in der Bewegungsrichtung vor der Zusatzmasse 140 liegenden Segment 138a, 138bvorhanden ist, verdichtet. Ist das Fluid 164 im Wesentlichen ein Gas 166, so wirkt das Gas 166a, 166b im betreffenden Segment 138a, 138b wie eine verdichtete Gasfeder. Ist das Fluid 164 hingegen im Wesentlichen eine Flüssigkeit 168, so wird die Bewegung der Zusatzmasse durch einen rasch ansteigenden Flüssigkeitsdruck im betreffenden Segment 138a, 138b stark gedämpft. Bei einem Flüssigkeits-Gas-Gemisch 170 hängt die Feder- und Dämpfungswirkung von der Zusammensetzung, also insbesondere vom Füllgrad der Segmente mit der Flüssigkeit ab. Ein Fluid 164, 166, 168, 170 in einem der Bewegungsrichtung der Zusatzmasse 140 entgegengesetzten Segment 138a, 138b des Aufnahmeraums 138 wird analog verdünnt.
  • Das zweite Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung 100 nach 4 ist in Wirkungsweise ähnlich zu der bereits im Vorhergehenden beschriebenen Wirkung des ersten Ausführungsbeispiels, so dass auf die dortige Beschreibung verwiesen wird.
  • In einer Weiterentwicklung des zweiten Ausführungsbeispiels ist in der Zusatzmasse 140 eine Drosselvorrichtung 174, vorzugsweise eine richtungsabhängige Drosselvorrichtung 174 vorgesehen. Insbesondere bei Fluiden 170 mit einer überwiegenden flüssigen Komponente oder reinen Flüssigkeiten 168 kann über derartige Drosselvorrichtung die Dämpfungswirkung einstellbar beeinflusst werden.
  • 5a zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 100 zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen in eine schematische Seitenansicht.
  • Der Antriebsmechanismus 104 der erfindungsgemäßen Vorrichtung 100 entspricht dabei der aus dem ersten Ausführungsbeispiel bereits bekannten Form, auf dessen Beschreibung an dieser Stelle verwiesen wird.
  • Analog zum zweiten Ausführungsbeispiel ist der Aufnahmeraum 138 zumindest teilweise mit einem Fluid 164, insbesondere mit einer Flüssigkeit 168 oder einem Flüssigkeits-Gas-Gemisch 170, vorzugsweise mit einem Öl gefüllt, welches als Rückstellelement 156, 156a, 156b und/oder als Dämpfungsglied 160, 160a, 160b wirken kann. In bevorzugter Ausführung ist der Aufnahmeraum 138 im Wesentlichen zylinderähnlich ausgebildet.
  • Die mindestens eine Zusatzmasse 140 bis dritten Ausführungsbeispiels weist eine ellipsoidale, vorzugsweise kugelförmige Gestalt auf. Eine Quererstreckung, insbesondere ein Durchmesser d der Zusatzmasse ist dabei kleiner als ein Durchmesser D des Aufnahmeraums 138. Eine Durchmesserdifferenz Δ des Durchmessers D und des Durchmessers d bestimmt dabei einen Querschnitt einer Spaltdrossel 176.
  • Die Spaltdrossel 176 teilt den Aufnahmeraum 138 bezüglich des Fluids 164, 168, 170 in zwei Segmente 138a, 138b auf. Wird die Zusatzmasse 140 durch eine äußere Kraft aus einer Ruhelage zu einer Bewegung in Richtung auf das Segment 138a veranlasst, so werden Volumenanteile des Fluids 164, 168, 170 aus dem Segment 138a über die Spaltdrossel 176 in das Segment 138b verdrängt. Eine Dämpfungswirkung des Fluids einer 164, 168, 170 auf die Beweglichkeit der Zusatzmasse 140 hängt dabei von der Größe der Spaltdrossel 176, insbesondere der Durchmesserdifferenz Δ ab.
  • In der Wirkungsweise entspricht das dritte Ausführungsbeispiel im Wesentlichen dem zweiten Ausführungsbeispiel, wobei in der Zusatzmasse 140 eine Drosseleinrichtung 174 vorgesehen ist.
  • 5b zeigt eine Weiterentwicklung des dritten Ausführungsbeispiels nach 5a, wobei ein über eine Axialerstreckung T veränderlicher Querschnitt, insbesondere Durchmesser D(T) des Aufnahmeraum 138 vorgesehen ist. Der veränderliche Querschnitt hat zur Folge, dass auch die Durchmesserdifferenz Δ(T) und damit der Querschnitt der Spaltdrossel 176 über die Axialerstreckung T veränderlich ist. Damit hängt die Dämpfungswirkung der Spaltdrossel 176 von der aktuellen Position der Zusatzmasse 140 im Aufnahmeraum 138 ab. Die so ausgebildete Spaltdrossel 176 bildet dabei ein Mittel zur Beeinflussung der Bewegung der mindestens einen Zusatzmasse 140, durch welches die Bewegung in eine Vorwärtsrichtung der Zusatzmasse gegenüber der Bewegung in eine Rückwärtsrichtung ein geändertes Bewegungsverhalten aufweist. In der in 5b gezeigten Ausführung ist die Innenmantelfläche 152 im Wesentlichen fassartig gewölbt ausgeführt. Es kann jedoch vorteilhaft sein, dass die Innenmantelfläche 152 eine kegelartige, doppelkegelartige oder andersartig gewölbte Oberfläche aufweist.
  • 6a zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 100 in einer schematischen Seitenansicht.
  • Der Aufnahmeraum 138 des Ausgleichskörpers 102 ist beim vierten Ausführungsbeispiel zumindest teilweise mit einer Vielzahl von Massenkörpern 180, z. B. einem Granulat wie beispielsweise Stahlschrot, gefüllt ausgeführt. Die Massenkörper 180 bilden dabei die Zusatzmasse 140 der erfindungsgemäßen Vorrichtung 100. Analog wie die Zusatzmassen 140, 140, 140 der im Vorhergehenden beschriebenen Ausführungsbeispiele können die Massenkörper 180 durch äußere Kräfte, beispielsweise durch den Antriebsmechanismus 104 veranlasste oszillierende Pendelbewegung 134 des Ausgleichskörpers 102 verursachte Trägheitskräfte, aus einer relativ auf den Ausgleichskörper 102 bezogenen Ruhelage relativ zu diesem bewegt werden.
  • In einer bevorzugten Ausführung sind die Massenkörper 180 in ein Trägermedium 182, vorzugsweise in ein elastisches Trägermedium 182 eingebettet. Das Trägermedium 182 wirkt dabei insbesondere als Rückstellelement 156 und/oder Dämpfungsglied 160. Jeder einzelne der Massenkörper 180 wirkt so wie eine verkleinerte Ausführung der Zusatzmasse 140 bis ersten Ausführungsbeispiels. Insbesondere kann das Trägermedium 182 ein rheologisches oder ein elektromagnetisch-sensitives Fluid sein. Vorzugsweise sind dabei in der erfindungsgemäßen Vorrichtung 100 Mittel zur Beeinflussung der mechanischen Eigenschaften, insbesondere der viskosen und/oder elastischen Eigenschaften des rheologischen oder elektromagnetisch-sensitiven Fluids vorgesehen. Diese Mittel können in besonders bevorzugter Ausführung auch als Mittel zur richtungsabhängigen Beeinflussung der Bewegung der mindestens einen Zusatzmasse 140 eingesetzt werden.
  • 6b zeigt eine Abwandlung des vierten Ausführungsbeispiels bei dem die Zusatzmasse 140 aus einem Gemisch einer Vielzahl von Massenkörpern 180a, 180b von mindestens zweierlei unterschiedlicher Art und/oder Größe besteht. Es können jedoch auch Gemische mehrerer Arten und/oder Größen von Massenkörpern 180 von Vorteil sein, ohne dass dadurch der Erfindungsgedanke verlassen würde.
  • In einer Hälfte unterhalb der strich-punktierten Linie des Aufnahmeraums 138 ist zudem ein mit einem Anstellwinkel zur Bewegungsachse 132 gerichtetes Gitter aus Lamellen 184 gezeigt, welches eine Beweglichkeit der Massenkörper 180 richtungsabhängig beeinflusst. Die Lamellen 184 wirken entgegen dem Anstellwinkel als größerer Bewegungswiderstand auf eine Bewegung der Massenkörper als auf eine Bewegung in Richtung des Anstellwinkels. Diese Lamellen 184 stellen damit ein Mittel zur richtungsabhängigen Beeinflussung der Bewegung der mindestens einen Zusatzmasse 140 dar.
  • 7 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 100.
  • Entgegen der im Vorhergehenden beschriebenen Ausführungsbeispiele ist die Zusatzmasse 140 auf einer Außenfläche 186 des Ausgleichskörpers 102 beweglich angeordnet. Vorzugsweise ist die Zusatzmasse 140 auf der Außenfläche 186 geführt angeordnet. Die Zusatzmasse 140 kann dabei sowohl einseitig am Ausgleichskörper 102 angeordnet sein als auch eine Gestalt aufweisen, welche den Ausgleichskörper 102 zumindest teilweise, vorzugsweise nahezu ganz umschließt. Dieses durch die gestritten Linien in 7 angedeutet.
  • Des Weiteren sind am Ausgleichskörper 102 zwei Anlageelemente 188a, 188b vorgesehen, insbesondere mit dem Ausgleichskörper 102 verbunden. Die Anlageelemente 188a, 188b begrenzen die axiale Relativbeweglichkeit der Zusatzmasse 140 gegenüber dem Ausgleichskörper 102. Zwischen den Stirnseiten 158a, 158b und den korrespondierenden Anlageelementen 188a, 188b ist jeweils ein Rückstellelement 156a, 156b und/oder ein Dämpfungsglied 160a, 160b vorgesehen. In einer bevorzugten Ausführung ist mindestens eines der Anlageelemente 158a, 158b gegenüber dem Ausgleichskörper 102 axial feststellbar mit dem Ausgleichskörper 102 verbunden.
  • In seiner Wirkungsweise entspricht das fünfte Ausführungsbeispiel der Wirkungsweise bis im Vorhergehenden beschriebenen ersten Ausführungsbeispiels, auf dessen Beschreibung hier verwiesen wird.
  • 8 zeigt ein sechstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 100.
  • In dieser Ausführungsform sind der Ausgleichskörper 102 und die Zusatzmasse 140 im Wesentlichen entlang der Bewegungsachse 132 axial benachbart zueinander angeordnet. Bevorzugte Ausführung entspricht die Zusatzmasse 140 in ihrer Gestaltung im Wesentlichen einem verlängerten Teil des Ausgleichskörpers 102. Die Zusatzmasse 140 ist dabei über ein elastisches Element 190 mit dem Ausgleichskörper 102 verbunden. In der hier gezeigten Ausführung ist die Zusatzmasse 140 an ihrer dem Ausgleichskörper 102 zugewandten Stirnfläche über das elastische Element 190 mit der korrespondierenden Stirnseite des Ausgleichskörpers 102 verbunden. Das elastische Element 190 kann dabei insbesondere aus einem Elastomer oder einem gummiartigen Material bestehen. Alternativ oder ergänzend kann das elastische Element 190 auch ein Federelement umfassen.
  • In seiner Wirkungsweise entspricht dieses Ausführungsbeispiel den bereits beschriebenen Ausführungsbeispiele, auf deren Beschreibung hier verwiesen wird.
  • Weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterentwicklungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung 100 zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen können sich unter anderem aus der Kombination von Merkmalen der im Vorhergehenden beschriebenen Ausführungsbeispiele ergeben.
  • Neben der hier beispielhaft beschriebenen Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung 100 in einem Bohr und/oder Schlaghammer 10 kann diese auch sehr vorteilhaft z. B. in Säbelsägen, Stichsägen, Bohrmaschinen, Schlagbohrmaschine oder anderen Werkzeugmaschinen, insbesondere Handwerkzeugmaschinen mit vorzugsweise einem axial oszillierend wirkenden Antrieb eines Werkzeugs zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen eingesetzt werden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Claims (18)

  1. Vorrichtung (100) zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen, insbesondere für eine Handwerkzeugmaschine, mit mindestens einem beweglich gelagerten Ausgleichskörper (102) und einem auf den Ausgleichskörper (102) wirkenden Antriebsmechanismus (104), durch welchen der mindestens eine Ausgleichskörper (102) antreibbar, vorzugsweise repetierend antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass an und/oder in dem Ausgleichskörper (102) mindestens eine gegenüber dem Ausgleichskörper (102) relativbewegliche, vorzugsweise begrenzt relativbewegliche Zusatzmasse (140) vorgesehen ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Zusatzmasse (140) innerhalb des Ausgleichskörpers (102) angeordnet ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Zusatzmasse (140) an oder auf dem Ausgleichskörper (102) angeordnet, vorzugsweise geführt ist.
  4. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Zusatzmasse (140) aus einer Mehrzahl von Massenkörpern (180, 180a, 180b), vorzugsweise einer Vielzahl von Massenkörpern (180, 180a, 180b) aufgebaut ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Massenkörper (180, 180a, 180b) zumindest eingeschränkt gegeneinander relativ beweglich sind.
  6. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Zusatzmasse (140) mindestens einen ersten Freiheitsgrad der Bewegung relativ zum Ausgleichskörper (102) aufweist, wobei sich die Zusatzmasse (140) sowohl in eine Vorwärtsrichtung als auch eine Rückwärtsrichtung dieses ersten Freiheitsgrades bewegen kann, und dass Mittel (152, 174, 176, 184) zur richtungsabhängigen Beeinflussung der Bewegung der mindestens einen Zusatzmasse (140) vorgesehen sind, durch welche die Bewegung in die Vorwärtsrichtung ein gegenüber der Rückwärtsrichtung geändertes Bewegungsverhalten aufweist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der eine erste Freiheitsgrad der Bewegung der Zusatzmasse (140) im Wesentlichen parallel zu einem Freiheitsgrad der Bewegung des Ausgleichskörpers (102) ausgerichtet ist.
  8. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Zusatzmasse (140) eine durch mindestens ein Rückstellelement (156, 156a, 156b, 190) vermittelte Ruheposition SO bezogen auf den Ausgleichskörper (102) aufweist.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückstellelement (156, 156a, 156b, 190) mit einem Ende mit dem Ausgleichskörper (102) verbunden ist.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückstellelement (156, 156a, 156b) ein Fluid (164, 166, 168, 170, 182) umfasst, insbesondere aus dem Fluid (164, 166, 168, 170, 182) besteht.
  11. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Zusatzmasse (140) mit mindestens einem Dämpfungsglied (160, 160a, 160b, 190) zusammenwirkt.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungsglied (160, 160a, 160b, 190) ein Fluid (164, 166, 168, 170, 182) umfasst, insbesondere aus dem Fluid (164, 166, 168, 170, 182) besteht.
  13. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgleichskörper (102) durch den Antriebsmechanismus (104) zu einer vorwiegend periodischen, insbesondere oszillierenden Bewegung antreibbar ausgeführt ist.
  14. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Beeinflussung einer Phasenlage zwischen der Bewegung der Zusatzmasse (140) und Bewegung des Ausgleichskörper (102) vorgesehen sind, durch welche die Phasenlage wählbar festlegbar ist.
  15. Handwerkzeugmaschine (10) mit einer Antriebsvorrichtung (12) zum Antrieb eines Werkzeugs (14), wobei Vibrationen in der Handwerkzeugmaschine (10) verursacht werden, und einer Vorrichtung (100) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche zur Reduktion und/oder Kompensation dieser Vibrationen.
  16. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (12) motorisch, insbesondere elektromotorisch angetrieben wird und dass der Antriebsmechanismus (104) der Vorrichtung (100) zur Reduktion und/oder Kompensation von Vibrationen mit der Antriebsvorrichtung (12) zusammenwirkt, insbesondere mit dieser gekoppelt ist.
  17. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (12) zum Antrieb des Werkzeugs (14) einen Schlagwerksmechanismus (36, 38), insbesondere ein Luftfederschlagwerk umfasst, durch welchen das Werkzeug (14) vorwiegend in einer Axialrichtung impulsartig, insbesondere periodisch impulsartig antreibbar ist.
  18. Verwendung einer Vorrichtung (100) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 14 in einer Handwerkzeugmaschine (10), insbesondere einer Handwerkzeugmaschine (10) mit einem motorisch, vorzugsweise elektromotorisch mittels einer Antriebsvorrichtung (12) angetriebenen Werkzeug (14), zur Reduktion und/oder Kompensation von durch die Antriebsvorrichtung (12) für den Antrieb des Werkzeugs (14) und/oder durch einen Einsatz des Werkzeugs (14) hervorgerufenen Vibrationen.
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