-
Stand der Technik
-
Die
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betreiben einer Startvorrichtung
mit einem Startermotor zum Starten einer Brennkraftmaschine, insbesondere
eines Fahrzeuges, wobei der Startermotor durch Beaufschlagung mit
elektrischer Energie von einem elektrischen Energiespeicher über
eine Startersteuerung mit einem Schaltrelais ein- und ausschaltbar
ist. Die Erfindung bezieht sich auf ein Computerprogrammprodukt
und auf eine Starvorrichtung für eine Brennkraftmaschine
eines Fahrzeuges mit einem Startermotor, einem elektrischen Energiespeicher,
einem Schaltrelais, das von einer Startersteuerung ansteuerbar ist
und einen elektrischen Schaltkontakt zwischen dem Startermotor und
dem elektrischen Energiespeicher ausbildet.
-
Es
ist bekannt, eine Startvorrichtung mit einem Startermotor zum Starten
einer Brennkraftmaschine über eine Zuleitung mit einem
Pluspol einem elektrischen Energiespeicher, insbesondere einer Starterbatterie,
direkt zu verbinden und eine Rückleitung mit dem Minuspol
bei Kraftfahrzeugen herkömmlicherweise über die
Karosserie zu verbinden. Die Verkabelung ist im Wesentlichen durch
eine einzige pluspolseitige Leitung relativ günstig in
der Fertigung und bei den Kosten. Die Startvorrichtung wird von
einer mechanischen oder einer elektromechanischen Steuerung, die
mit einer Steuerelektronik verknüpft sein kann, angesteuert.
Ein derartiger Aufbau einer Startvorrichtung ist einfach. Die Startvorrichtung
wird in einem Fahrzeug zum Starten einer Brennkraftmaschine in einem
zum Teil großen Temperaturbereich aufgrund von saisonalen
Temperaturschwankungen betrieben. Auch bei einem Betrieb mit einem
Start-Stopp-System ist der Temperaturbetriebsbereich größer
als bei einem reinen Start mit einer kalten Brennkraftmaschine.
-
Die
DE 102 31 088 A1 beschreibt
eine Schalteinrichtung zum Einschalten eines Startermotors mit zwei
parallel geschalteten Transistoren als Schalteinrichtung, wobei
grundsätzlich nur ein Transistor arbeitet und Mittel zur Überprüfung
der Funktionstätigkeit von jedem Transistor ausgebildet
sind.
-
Es
ist Aufgabe der Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer Startvorrichtung,
ein Computerprogrammprodukt und eine Startvorrichtung der eingangs
genannten Art derart weiterzubilden, so dass die Startvorrichtung
zum Starten einer Brennkraftmaschine eine höhere Lebensdauer
auch bei einem intensiveren Einsatz aufweist.
-
Offenbarung der Erfindung
-
Erfindungsgemäß wird
die Aufgabe durch den Gegenstand der Patentansprüche 1,
7 und 8 gelöst. Die abhängigen Ansprüche
definieren bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung.
-
Es
ist ein Gedanke der Erfindung, das Anforderungsprofil eines Startermotors
zu untersuchen und davon abhängig den Startermotor leistungsorientiert
mit einer elektrischen Energie zu beaufschlagen. Es ist festgestellt
worden, dass das Anforderungsprofil des Startermotors, d. h. die
geforderte Leistung des Startermotors von der erforderlichen Durchdrehleistung
der Brennkraftmaschinen abhängig ist. Das Durchdrehmoment
der Brennkraftmaschine schwankt abhängig von der Temperatur
des Motors hauptsächlich aufgrund der Viskosität
des darin befindlichen Motoröls. Bei einer Normaltemperatur
von beispielsweise um +20°C, ist das Durchdrehmoment kleiner
als bei einem Kaltstart der Brennkraftmaschine. Das herausgefundene
Anforderungsprofil führt dazu, dass die erforderliche elektrische Drehmomentleistung
des Startermotors bei niedrigen Temperaturen höher und
bei höheren Temperaturen niedrig sein sollte. Ferner ist
die elektrische Leistung einer elektrischen Batterie bei niedrigen
Temperaturen herabgesetzt.
-
Die
Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Startermotor im Startvorgang
leistungsreguliert von der Startersteuerung angesteuert wird. Somit
ist es möglich, die maximal zur Verfügung stehende
Leistung des Startermotors zu variieren und einen Verschleiß an
einem Starterritzel, an dem Zahnkranz von der Brennkraftmaschine,
an schleifenden Kohlebürsten am Kommutator, an den Lagern
sowie an den Kontaktstücken am Schaltrelais zu reduzieren.
Außerdem kann eine höhere Schaltzahl vom Startermotor
und der Startvorrichtung insgesamt erreicht werden, was insbesondere
beim Einsatz vom Start-Stopp-Systemen vorteilhaft ist.
-
Zudem
kann durch eine geeignet gewählte Leistungsaufteilung der
Spannungseinbruch auf dem Bordnetz so beeinflusst werden, dass eine
Mindestspannung für zu versorgende elektronische Komponenten
nicht unterschritten wird. Damit können zur Spannungsstabilisierung
verwendete Hilfsmittel wie z. B. sogenannte DC/DC-Wandler eingespart
werden.
-
Gemäß eines
die Erfindung weiterbildenden Verfahrens wird der Startermotor in
diskreten Leistungsstufen leistungsreguliert angesteuert. Möglich wäre
es, den Startermotor variabel direkt abhängig von dem variabel
sich veränderten Motordurchdrehmomenten angepasst anzusteuern.
Eine solche variable Ansteuerung ist jedoch aufwendig. Gemäß einem
einfachen Verfahren sind deshalb diskrete Leistungsstufen vorgesehen.
Eine Steuerung ist somit einfacher und kostengünstiger
umsetzbar.
-
Um
eine Haupteinflussgröße zu erfassen, die das Motordurchdrehmoment
der Brennkraftmaschine bestimmt, werden von der Startersteuerung Informationen über
die Temperatur der Brennkraftmaschine abgefragt und der Startermotor
wird abhängig von einem bestimmten, erfassten aktuellen Temperaturbereich
von der Brennkraftmaschine leistungsreguliert angesteuert.
-
Gemäß einem
vereinfachten Verfahren wird der Startermotor von der Startersteuerung
in drei, bevorzugt vier, Stufen leistungsreguliert angesteuert. Drei
bzw. vier Stufen reichen vorteilhafterweise aus, um die erforderliche
Leistung bzw. das erforderliche Leistungsprofil des Startermotors
in eine minimal erforderliche Leistung, eine erhöhte Leistung,
eine stark erhöhte Leistung und eine maximale Leistung einzuteilen.
Durch diese Einteilung kann der Verschleiß der beim Startvorgang
involvierten Bauteile reduziert werden, sowie die erforderlichen
Ressourcen an elektrischer Leistung sparsam und sorgfältig eingesetzt
werden.
-
Vorzugsweise
werden die Leistungsstufen zeitabhängig von der Steuerung
oder Startersteuerung im Startvorgang geschaltet. Somit kann der Startermotor
mit einer kleinen Leistung einspuren und die Brennkraftmaschine
zum Start mit einer gestuften Leistung antreiben, wobei nach einer
kurzen Anlaufzeit diese Leistung zeitgesteuert von der Startersteuerung
erhöht werden kann. Die zeitabhängige Zuschaltung
kann abhängig oder unabhängig von der Temperatur
der Brennkraftmaschine erfolgen. Die zeitabhängige Steuerung
kann auch typischspezifisch angepasst sein und mit einer Selbstlernfunktion
der Startersteuerung gekoppelt sein, die Alterungsveränderungen
der Startvorrichtung im Startvorgang berücksichtigt und
detektiert.
-
Die
Aufgabe wird auch durch ein Computerprogrammprodukt dadurch gelöst,
dass es in einem Programmspeicher mit Programmbefehlen ladbar ist, um
alle Schritte eines oben beschriebenen Verfahrens auszuführen,
wenn das Computerprogrammprodukt in der Startersteuerung ausgeführt
wird. Das Computerprogrammprodukt hat den Vorteil, dass es für
eine Startvorrichtung zum Starten einer Brennkraftmaschine typischspezifisch
mit Parametern angepasst werden kann und somit eine sehr einfache und
kostengünstige Anpassung möglich ist. Dabei können
Messwerte von bereits vorhandenen Sensoren z. B. von einem oder
mehreren Temperatursensoren oder bereits vorhandenen Zeitschaltuhren
bzw. bei Prozessorlösungen mittels Zählern berücksichtigt werden,
um mittels der Startersteuerung den Startermotor abhängig
von verschiedenen Parametern und leistungsreguliert anzusteuern.
-
Die
Aufgabe wird durch eine Startvorrichtung dadurch gelöst,
dass die Startvorrichtung mit einer Leistungsregulierungseinrichtung
für den Startermotor ausgebildet ist. Die Leistungsregulierungseinrichtung
hat den Vorteil, dass die elektrische Leistung einer Batterie an
den Durchdrehwiderstand der Brennkraftmaschine angepasst wird und
somit der Verschleiß von für den Startvorgang
involvierten Komponenten insgesamt reduziert und mit elektrischer
Energie sparsam umgegangen wird. Die Lebensdauer der Startvorrichtung
erhöht sich somit, insbesondere auch bei einer erhöhten
Schalt- bzw. Zyklenzahl aufgrund eines Start-Stopp-Betriebs des
Fahrzeugs.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform, um die Leistungsregulierungseinrichtung
möglichst einfach auszubilden, weist die Leistungsregulierungseinrichtung
schaltbare Zuleitungen, mit definierten Widerständen auf,
die über die Startersteuerung mittels Leistungsschaltern,
insbesondere mit Schaltrelais ein- und abschaltbar sind. Es ist
ein Gedanke der Erfindung, schaltbare Zuleitungen mit einem Widerstand
z. B. Vorwiderstand vorzusehen, um die zur Verfügung zu
stehenden Leistung anzupassen. Zum Einschalten und zum Abschalten
der Zuleitungen können Hochleistungsschalter z. B. elektronische
Schalter eingesetzt werden, bevorzugt werden elektromechanische
Schaltrelais eingesetzt, da mit diesen hohe Ströme mit
einer langen Lebensdauer problemlos schaltbar sind.
-
Der
Widerstand kann in einem Teilabschnitt der Zuleitung integriert
sein. Der Widerstand kann sich alternativ über die gesamte
Zuleitung als erhöhter innerer Leistungswiderstand erstrecken.
-
Gemäß einer
weiter bevorzugten Ausführungsform sind die schaltbaren
Zuleitungen aus einem Werkstoff mit einem höheren Widerstand
als Kupfer ausgebildet. Bevorzugt sind die schaltbaren Zuleitungen
aus Stahl und/oder Aluminium hergestellt.
-
Stahl
und Aluminium haben einen höheren Widerstand als Kupfer
und sind zudem ein kostengünstigerer Werkstoff als Kupfer.
Stahl ist kostengünstiger als Aluminium und hat zudem einen
höheren Widerstand. Beide Werkstoffe sind also insgesamt
kostengünstig.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform sind die schaltbaren Zuleitungen
zwischen dem Startermotor und dem Energiespeicher, insbesondere der
Batterie, pluspolseitig geschaltet. Somit kann die Rückleitung
wie bei herkömmlichen Startvorrichtungen effizient kurz über
die Fahrzeugkarosserie ausgebildet sein.
-
Die
schaltbaren Zuleitungen sind als Vorwiderstand geschaltet. Durch
Schließen von mehreren Zuleitungen erhöht sich
die zur Verfügung stehende elektrische Leistung gegenüber
einer einzigen Hinleitung deshalb, da die Größe
des ohmschen Widerstandes in der effektiven Zuleitung sich durch
eine Parallelschaltung von Widerständen insgesamt reduziert.
-
Alternativ
kann die Leistungsregulierungseinrichtung zwischen dem Startermotor
und dem minuspolseitigen Energiespeicher geschaltet sein. Durch
mehrere schaltbare Leitungen mit einem größeren
Widerstand aus einem kostengünstigeren Werkstoff als Kupfer,
kann die Leistung zum Betreiben eines Startermotors variiert werden.
Der masseseitige Anbau ist vorzugsweise einfacher zu realisieren,
da diese Leitungen im Normalfall auch einfacher ausgeführt
sind, d. h. es sind tatsächlich komplette Leitungen vom
Starter zur Karosserie oder zur Batterie ohne Unterbrechungen. In
den plusseitigen Anordnungen befinden sich eine Vielzahl zusätzlicher Unterbrechungen
wie Sicherungen, Schalter, Wegfahrsperren und ähnliche
Bauteile, die einen Einbau von mehreren parallelen Zuleitungen erschweren
Außerdem können Halbleiterschaltelemente als sogenannte
Low-side-Schalter im Massezweig etwas einfacher angesteuert werden
als High-side-Schalter im Pluszweig. Prinzipiell ist aber auch hier
kein Unterschied.
-
Es
versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch
zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen
Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen verwendbar sind.
-
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
-
Die
Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
-
1 einen
schematischen Schaltplan einer Startvorrichtung gemäß einer
ersten Ausführungsform,
-
2 einen
Schaltplan einer Startvorrichtung gemäß einer
zweiten Ausführungsform,
-
3 einen
Schaltplan einer Startvorrichtung gemäß einer
dritten Ausführungsform,
-
4 einen
schematischen Schaltplan einer Starvorrichtung gemäß einer
vierten Ausführungsform,
-
5 eine
Tabelle von Betriebszuständen der Startvorrichtung,
-
6 ein
Flussdiagramm eines Ablaufs vom erfindungsgemäßen
Verfahren.
-
Ausführungsformen der Erfindung
-
Die 1 zeigt
eine Startvorrichtung 1 mit einem Startermotor 2 und
mit einem zwischen einer Batterie 4 und dem Startermotor 2 über
eine Hinleitung H0 pluspolseitig geschalteten Schaltrelais 3 beim
Starter wird dieses Relais Einrückrelais genannt, das sowohl
die mechanische Einrückfuntkion des Ritzels als auch die
Schaltfunktion für den Hauptstrom übernimmt, wie
folgend näher erläutert). Ein Starterrelais am
Startermotor 2, das zum Einspuren eines nicht dargestellten
Starterritzels dient, umfasst das Schaltrelais 3. Das Schaltrelais 3 ist
aus dem Stand der Technik bekannt. Hinleitung H0 hat einen ohmschen
Widerstand RH0 und die minuspolseitige Rückleitung
R vom Startermotor 2 zur Batterie 4 hat einen
ohmschen Leitungswiderstand der vereinfacht mit RLR bezeichnet
ist. Die Batterie 4 besitzt einen inneren ohmschen Widerstand
Ri4. Gemäß einer ersten
besonderen Ausführungsform ist die Startvorrichtung 1 pluspolseitig
mit einer Leistungsregulierungseinrichtung 20 ausgebildet.
Die Leistungsregulierungseinrichtung 20 weist mindestens
eine zur Hinleitung H0 parallele, schaltbare Zuleitung 21 auf.
Die parallele, schaltbare Zuleitung 21 hat einen definierten
Leitungswiderstand RLH1. Vorzugsweise ist
der Widerstand RLH1 der parallelen Zuleitung 21 nicht
auf einen einzigen Widerstand räumlich beschränkt,
sondern durch eine geeignete Werkstoffauswahl erstreckt er sich über
die gesamte parallele Zuleitung 21. Bevorzugt ist die schaltbare
Zuleitung 21 mit einem größeren Widerstand
aus einem kostengünstigeren Werkstoff wie beispielsweise
Stahl oder Aluminium als die herkömmliche Hinleitung H0
hergestellt, die aus Kupfer hergestellt ist. Aluminium hat eine Leitfähigkeit
von 37 m/Ω·mm2 und Stahl
eine Leitfähigkeit von 10 m/Ω·mm2 im Gegensatz zur Leitfähigkeit
von Kupfer mit 57 m/Ω·mm2.
Die parallel schaltbare Zuleitung 21 ist mittels eines
Leistungsschalters 212 ein- und ausschaltbar.
-
Der
Leistungsschalter 212 ist entweder ein elektronischer Leistungsschalter
beispielweise ein MOSFET oder ein elektromechanisches Schaltrelais. Der
Leistungsschalter 212 wird von einer Steuerung 5 mit
einer CPU 6 angesteuert. Die Steuerung 5 ist mit
einem Programmspeicher 7 ausgebildet und steht mit einem Thermosensor 8 zur
Detektierung der Temperatur einer nicht angestellten Brennkraftmaschine
in Informationskontakt. Die CPU 6 ist ferner mit einer
elektronischen Uhr 9 verbunden. Die Steuerung 5 bildet
somit zusammen mit der CPU 6 und der Uhr 9 eine
Zeitschaltuhr aus.
-
Nach
Schließung eines Schaltkontaktes S1 durch den Leistungsschalter 212 wird über
die Zuleitung 21, die zur Verfügung stehende elektrische
Leistung des Startmotors 2 erhöht. Somit kann
die elektrische Leistung des Startermotors 2 mit der Leistungsregulierungseinrichtung 20 variiert
werden. Der Startermotor 2 kann ein höheres Drehmoment
abgeben, wenn zum Starten der Brennkraftmaschine eine erhöhte
Motordurchdrehleistung erforderlich ist. Die Motordurchdrehleistung
ist beispielsweise bei einer niedrigen Temperatur aufgrund der Viskosität
des Motoröls erhöht.
-
Die 2 zeigt
eine Startvorrichtung 1 gemäß der 1 mit
dem Unterschied, dass die Leistungsregulierungseinrichtung 20 nicht
nur eine parallel schaltbare Zuleitung 21 umfasst, sondern
mindestens drei parallele Zuleitungen 21, 22, 23 vorgesehen sind.
Alle parallelen Zuleitungen 21, 22, 23 umfassen jeweils
einen schaltbaren Leistungsschalter 212, 222, 232,
die jeweils die Schaltkontakte S1, S2, S3 schließen, wenn
die Steuerung 5 dies vorgibt. Aufgrund von drei parallelen
Zuleitungen 21, 22, 23 ist es möglich,
den Startermotor 2 in einem größeren
differenzierten Bereich leistungsreguliert gegenüber der Ausführungsform
gemäß 1 anzusteuern. Somit wird ein
Leistungsüberschuss beim Einspuren und Starten der Brennkraftmaschine
vermieden. Ein unnötig hoher Verschleiß wird an
dem Starterritzel, Zahnkranz, an den Lagern, sowie an Polen von
Kontaktbolzen im Starterrelais aufgrund einer regulierten Leistung
unterbunden.
-
Gemäß einer
weiter bevorzugten besonderen Ausführungsform, sind die
Zuleitungen 21, 22, 23 mit verschiedenen
ohmschen Widerständen ausgebildet, so dass durch eine bestimmte
Auswahl der Hinzuschaltung der parallelen Zuleitungen 21, 22, 23 eine
definierte Leistungsregulierung 20, von der Steuerung 5 ausgeführt
wird, um den Startermotor 2 definiert anzusteuern.
-
Die 3 und 4 zeigen
jeweils eine alternative Ausführungsform zur 1 und 2 mit dem
Unterschied, dass mindestens eine parallele Zuleitung 21 an
der minuspolseitigen Rückleitung R vom Startermotor 2 und
der Batterie 4 angeordnet ist.
-
Der
Widerstand der Zuleitungen 21, 22, 23 als
Rückleitungen, der sich vorzugsweise, wie oben beschrieben, über
die gesamte Leitung erstreckt ist in der 4 vereinfacht
mit RLR1, RLR2 und
RLR3 bezeichnet und dargestellt.
-
Die 5 zeigt
ein vereinfachtes Diagramm in Form einer Tabelle mit vier Temperaturbereichen
1, 2, 3, 4, in denen die Brennkraftmaschine von der Startvorrichtung 1 jeweils
gestartet wird. Im ersten Temperaturbereich 1., der größer
als +20°C ist, sind alle Schaltkontakte S1, S2, S3 von
den Leistungsschaltern 212, 222, 232 offen.
Der Startermotor 2 wird über die herkömmliche
Zuleitung H0 über ein Schaltrelais 3 angesteuert.
-
In
einem zweiten Temperaturbereich 2. zwischen 0°C und +20°C
ist von der Steuerung 5 ein definierter Leistungsschalter
z. B. 212, 222 oder 232 geschlossen.
Der Gesamtwiderstand des Stromkreises, also eines Stromnetzwerkes,
in der Startvorrichtung 1 ist somit reduziert und die elektrische
Starterleistung erhöht. Der Startermotor 2 bewältigt
somit ein erhöhtes Motordurchdrehmoment an der Brennkraftmaschine.
-
Gemäß einem
dritten Temperaturbereich 3., der zwischen –10°C
und 0°C beispielsweise festgesetzt ist, sind die Schaltkontakte
S1 und S2 geschlossen. Der Schaltkontakt S3 vom Leistungsschalter 232 ist
nicht geschlossen worden. Der Startermotor 2 hat in diesem
Temperaturbereich 3. für einen optimalen Start der Brennkraftmaschine
eine stark erhöhte Leistung.
-
In
einem vierten Temperaturbereich 4. ist die Temperatur kleiner als –10°C.
In diesem Temperaturbereich sind die Leistungsschalter 212, 222, 232 mit ihren
Schaltkontakten S1, S2 und S3 geschlossen, so dass eine maximale
Leistung von der Batterie 4 abgeben wird und der Widerstand
im Gesamtstromkreis der Startvorrichtung 1 am kleinsten
ist, so dass am Startermotor 2 eine maximale elektrische
Leistung zur Verfügung steht, um die Brennkraftmaschine mit
einem erhöhten Motordurchdrehmoment zu starten.
-
Die 6 zeigt
ein Flussdiagramm mit einem Ablauf von Verfahrensschritten, die
die Startersteuerung 5 ausführt, um das erfindungsgemäße Verfahren
auszuführen.
-
In
einem ersten Schritt S10 wird ein Startimpuls beispielsweise durch
Betätigung eines Startknopfes oder durch Betätigung
des Zündschlüssels von der Steuerung 5 über
ein Informationssystem beispielsweise über einen CAN-Bus
erfasst. Bei einem Start-Stopp-System kann der Startimpuls durch das
Lösen einer Fußbremse oder die Betätigung
eines Gaspedals erfasst werden. In einem zweiten Schritt S20 wird
der Temperatursensor 8 nach der aktuellen Temperatur der
Brennkraftmaschine befragt.
-
Darauf
wird in einem dritten Schritt S30 die Temperatur ausgewertet und
einem bestimmten Temperaturbereich 1., 2., 3. oder 4. zugeordnet.
-
In
einem Schritt S40 wird bestimmt, welche Leistungsschalter 212, 222 und/oder 232 in
der Leistungsregulierungseinrichtung 20 geschlossen werden
und welche offen bleiben.
-
Im
Schritt S50 wird der Hauptstrompfad, also die Hinleitung H0, vom
Schaltrelais 3 geschlossen, so dass der Startermotor 2 bestromt
wird und die Brennkraftmaschine gestartet wird.
-
Anschließend
folgt eine Abfrage in einem Abfrageschritt A1, ob innerhalb einer
bestimmten Zeit t die Brennkraftmaschine gestartet ist. Ist dies
der Fall, so wird das Schaltrelais 3 im Schritt S60 ausgeschaltet
und die Startersteuerung 5 kehrt zum Ende des Verfahrensablaufs.
-
Ist
die Brennkraftmaschine nach einer bestimmten Zeit noch nicht gestartet,
so wird in einem Schritt 70 die elektrische Leistung durch
Zuschaltung einer weiteren Zuleitung 21, 22 oder 23 über
einen Leistungsschalter erhöht, sodass sich das Startverhalten
der Brennkraftmaschine verbessert.
-
In
einem Schritt S80 wird als Selbstlernfunktion die neue Schaltkombination
der Startersteuerung 5 mit den tatsächlich gemessenen
Parametern im Programmspeicher 7 gespeichert.
-
Alternativ
können die Einzelschalter 212, 222 und 232 während
eines Startvorgangs langsam hinzugeschaltet werden, so dass der
Startermotor 2 das Bordnetz nicht mit einem plötzlich
sehr hohen Anlaufstrom belastet. Der Starterstrom wird beim Starten
somit gestuft erhöht. Alle Figuren zeigen lediglich schematische
nicht maßstabsgerechte Darstellungen. Im Übrigen
wird insbesondere auf die zeichnerische Darstellungen für
die Erfindung als Wesentlich verwiesen.
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-