DE102009026005A1 - Verfahren zum Aufbringen eines Belages auf einer bestehenden Brücke - Google Patents
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Classifications
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- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01D—CONSTRUCTION OF BRIDGES, ELEVATED ROADWAYS OR VIADUCTS; ASSEMBLY OF BRIDGES
- E01D22/00—Methods or apparatus for repairing or strengthening existing bridges ; Methods or apparatus for dismantling bridges
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erneuerung eines Belages auf einer bestehenden Brücke mit folgenden Verfahrensschritten: a) Entfernen eines Altbelages und/oder einer alten Abdichtung bis zu einer Schicht aus Altbeton, b) Aufrauen der Schicht aus Altbeton mittels Wasserstrahlung und/oder Feinfräsung, c) Anordnen einer Netzbewehrung auf der aufgerauten Schicht aus Altbeton, d) Aufbringen eines neuen Fahrbahnbelages.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erneuerung eines Belages auf einer bestehenden Brücke.
- Aus der Praxis ist es bekannt, bei der Erneuerung eines Belages auf einer bestehenden Brücke den Altbelag wie auch die alte Abdichtung bis zu einer bestehenden Schicht aus Altbeton zu entfernen.
- Anschließend wird in der Praxis eine Netzbewehrung auf der Schicht aus Altbeton angeordnet. Diese Netzbewehrung muss fixiert werden. Vorschrift sind in Deutschland derzeit acht Dübel pro Quadratmeter zur Fixierung dieser Netzbewehrung.
- Da eine Brücke üblicherweise eine sehr große Brückenfläche aufweist, ist eine Vielzahl von Dübeln bei acht Dübeln pro Quadratmeter anzuordnen. Bei einer 500 m langen Brücke, die 15 m breit ist, erhält man eine Fläche von 7.500,00 m2. Bei acht Dübeln pro Quadratmeter müssen 60.000 Dübel eingebracht werden. Das bedeutet, dass für jeden Dübel ein Loch zu bohren ist und anschließend nach dem Bohren der Belag wieder zu säubern ist. Anschließend muss der Dübel eingebracht werden.
- Damit ist dieses aus der Praxis bekannte Verfahren extrem aufwändig und damit teuer.
- Das der Erfindung zugrunde liegende Problem besteht darin, ein Verfahren zur Erneuerung eines Belages auf einer bestehenden Brücke anzugeben, welches kostengünstig durchführbar ist.
- Dieses technische Problem wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 gelöst.
- Das erfindungsgemäße Verfahren zur Erneuerung eines Belages auf einer bestehenden Brücke weist folgende Verfahrensschritte auf:
- a) Entfernen eines Altbelages und/oder einer alten Abdichtung bis zu einer Schicht aus Altbeton,
- b) Aufrauen der Schicht aus Altbeton mittels Wasserstrahlung und/oder Feinfräsung,
- c) Anordnen einer Netzbewehrung auf der aufgerauten Schicht aus Altbeton,
- d) Aufbringen eines neuen Fahrbahnbelages.
- Zusätzlich kann auch eine Nivellierung der Oberfläche durchgeführt werden.
- Dadurch, dass die Schicht aus Altbeton, das heißt, der Beton des Überbaues abgetragen wird und dadurch, dass anschließend die Oberfläche wassergestrahlt wird, wird der Altbeton aufgeraut.
- Durch das Aufrauen ist es nicht mehr erforderlich, einen Haftgrund zu verwenden, um eine Netzbewehrung auf dem alten Beton anzuordnen. Das Justieren der Netzbewehrung mit acht Dübeln pro Quadratmeter entfällt ebenfalls.
- Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es ausreichend, maximal zwei Dübel pro Quadratmeter zu verwenden. In den meisten Fällen wird sogar ein Dübel reichen oder es ist überhaupt kein Dübel oder beispielsweise nur noch ein Dübel pro zwei Quadratmetern erforderlich.
- Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird durch das Aufrauen der Schicht aus Altbeton zwischen der Netzbewehrung und der Schicht aus Altbeton eine Haftzugfestigkeit von mindestens 2 N/mm2 erzeugt. Hierdurch ist gewährleistet, dass die geringe Anzahl von Dübeln ausreicht.
- Durch das Aufrauen der Schicht aus Altbeton ist es auch möglich, auf den bisher verwendeten Haftgrund zu verzichten, was ebenfalls eine weitere Kostenersparnis und auch Arbeitsersparnis, nämlich die Zeit, die zum Aufbringen des Haftgrundes erforderlich ist, mit sich bringt.
- Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung möglich, einen Ausgleich eines Tragwerkgradienten (Nivellette) für Fahrbahndecken durchzuführen. Es ist auch möglich, eine Änderung einer Quer- oder Längsneigung durchzuführen. Darüber hinaus kann gemäß weiteren Ausführungsformen der Erfindung eine Verstärkung von Fahrbahnplatten, insbesondere von orthotropen Fahrbahnplatten durchgeführt werden.
- Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich anhand der zugehörigen Zeichnung, in der mehrere Ausführungsbeispiele eines erneuerten Belages nur beispielhaft dargestellt sind. In der Zeichnung zeigen:
-
1 einen Querschnitt durch ein Tragwerk (Brücke) mit erneuertem Belag; -
2 einen Querschnitt durch ein Tragwerk. -
1 zeigt ein Tragwerk1 in Form einer Brücke. Auf der Brücke ist eine Schicht2 angeordnet, die aus einem bewehrten Dicht-, Verschleiß- und Verstärkungsbeton besteht. Die Bewehrung ist mit3 gekennzeichnet. Die Schicht2 , das heißt die Tragwerksverstärkung und der Verschleißbeton sind in einem Arbeitsgang hergestellt worden. Hierzu ist der Altbeton des Tragwerkes1 durch Wasserstrahlen aufgeraut worden, so dass in einem Arbeitsgang die Tragwerksverstärkung und der Verschleißbeton aufgebracht werden konnten. - Bei einer Instandsetzung der Brücke gemäß
2 wird die Oberfläche des Altbetons4 des Tragwerkes1 circa fünf Zentimeter abgefräst. Anschließend erfolgt ein Hochdruckwasserstrahlen. Im Anschluss hieran erfolgt eine Aufnahme der Nivellette und Deckenberechnung. Anschließend wird eine Schicht2 mit einer aufgedübelten Bewehrung3 auf dem bearbeiteten Altbeton4 angeordnet. Danach wird ein neuer Aufbeton in Form der Schicht5 aufgetragen. - Im Randbereich des Tragwerkes können Fertigteile
6 aus Stahl, Faserbeton oder Ähnlichem angeordnet werden. - In
2 sind beispielhaft Dübel7 zur Fixierung der Netzbewehrung3 dargestellt, und zwar maximal zwei Dübel7 pro Quadratmeter. -
- 1
- Tragwerk
- 2
- Schicht aus bewehrtem Dicht-, Verschleiß- und Verstärkungsbeton
- 3
- Bewehrung
- 4
- Schicht aus Altbeton
- 5
- neuer Aufbeton
- 6
- Fertigteil aus Stahl-, Faserbeton oder Ähnlichem
- 7
- Dübel
Claims (8)
- Verfahren zur Erneuerung eines Belages auf einer bestehenden Brücke (
1 ) mit folgenden Verfahrensschritten: a) Entfernen eines Altbelages und/oder einer alten Abdichtung bis zu einer Schicht (4 ) aus Altbeton, b) Aufrauen der Schicht (4 ) aus Altbeton mittels Wasserstrahlung und/oder Feinfräsung, c) Anordnen einer Netzbewehrung (3 ) auf der aufgerauten Schicht (4 ) aus Altbeton, d) Aufbringen eines neuen Fahrbahnbelages (2 ,5 ). - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Aufrauen der Schicht (
4 ) aus Altbeton zwischen der Netzbewehrung (3 ) und der Schicht (4 ) aus Altbeton eine Haftzugfestigkeit von mindestens 2,0 Newton pro Quadratmillimeter erzeugt wird. - Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Netzbewehrung (
3 ) ohne Haftgrund auf der aufgerauten Schicht (4 ) aus Altbeton angeordnet wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass pro Quadratmeter Brückenoberfläche maximal zwei Dübel (
7 ) für eine Verankerung der Netzbewehrung angeordnet werden. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ausgleich eines Tragwerksgradienten für Fahrbahndecken durchgeführt wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Änderung einer Quer- und/oder Längsneigung durchgeführt wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verstärkung von Fahrbahnplatten durchgeführt wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verstärkung von orthotropen Fahrbahnplatten durchgeführt wird.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN111676824A (zh) * | 2020-06-19 | 2020-09-18 | 中建富林集团有限公司 | 一种桥梁施工方法 |
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2009
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