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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein computerimplementiertes Verfahren,
ein System, eine Vorrichtung und ein Computerprogramm zur dreidimensionalen
Darstellung von medizinischen Körperstrukturen
im Rahmen von medizinischen interventionellen Prozeduren, wie z.
B. elektrophysiologischen oder herzchirurgischen Operationen oder
anderen Eingriffen in den menschlichen oder tierischen Körper.
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In
vielen Gebieten der modernen Medizin, insbesondere im Bereich der
Kardiologie, werden zunehmend bildgebende Verfahren beim Einsatz
von kleineren und komplexeren klinischen Prozeduren eingesetzt.
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Die
bildgebenden Verfahren dienen grundsätzlich zum einen dazu, sich
während
des operativen Eingriffs in der Körperstruktur zu orientieren
und zum anderen dazu, medizinische Instrumente, die im Rahmen des
operativen Eingriffs notwendig sind (wie z. B. einen Katheter bei
einer herzchirurgischen Operation oder Operationsbesteck), an der
exakt korrekten Position zu lokalisieren. Ein anderes Beispiel ist die
exakte Positionierung einer Aortenklappen-Prothese bei einer kardiologischen Operation.
Darüber hinaus
dienen diese Verfahren auch der Diagnostik.
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Die
bildgebenden Verfahren können
in unterschiedliche Kategorien klassifiziert werden. So gibt es
zum einen die zweidimensionale Bildgebung. Diese Modalitäten erfassen
zweidimensionale Bilder. Hierzu zählt die Fluoroskopie, die beispielsweise
einen kontinuierlichen Film von zweidimensionalen Röntgen-Durchleuchtungsbildern
in Echtzeit produziert.
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Eine
weitere Kategorie betrifft die dreidimensionale Bildgebung zur Erzeugung
von dreidimensionalen Bildern. Hierzu zählt beispielsweise das C-Bogen-CTC-Bogen-CT.
Bei diesem Verfahren handelt es sich um eine Rotations-Angiografie mit dreidimensionaler
Bildrekonstruktion während
der Intervention an Röntgen-C-Bogen.
Andere Beispiele für
dreidimensionale bildgebende Verfahren sind im Stand der Technik
bekannt (z. B. CT, MR etc.).
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Neben
der vorhergehenden Klassifikation in zweidimensionale und dreidimensionale
bildgebende Verfahren, können
diese auch noch nach dem Auflösungsgrad
klassifiziert werden. So gibt es hochauflösende Verfahren und weniger
hochauflösende
Verfahren. Die hochauflösenden
Verfahren kennzeichnen sich durch einen sehr hohen Detaillierungsgrad. Üblicherweise
sind diese Verfahren jedoch statisch und bieten dem Operateur oder
Untersucher während
eines Eingriffs keine Informationen zu den jeweiligen untersuchten
Körperstrukturen
in Bezug auf die Zeit. Bewegungsinformationen können aus den statischen Bildern
deshalb nicht abgeleitet werden. Üblicherweise werden die statischen
bildgebenden Verfahren prä-operativ
eingesetzt.
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Neben
den statischen Verfahren gibt es die dynamischen bildgebenden Verfahren,
die einen Zeitbezug umfassen. Zu diesen Verfahren zählen z. B.
das Ultraschall, insbesondere ein Herz-Ultraschall, optische Verfahren
(beispielsweise Methoden, bei denen eine Kamera in ein Organ eingeführt wird, um
Bilder zu akquirieren), Infrarottechniken und die Durchleuchtung.
Ebenso ist es möglich,
auch mit Magnetresonanz-Tomographen und Computer-Tomographen dynamische
Bilder zu erzeugen.
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Im
Bereich der interventionellen Medizin wächst der Bedarf an hochauflösenden Echtzeitverfahren
zur dreidimensionalen Bildgebung beständig. Insbesondere im Fachgebiet
der Kardiologie werden zunehmend Prozeduren mit diesem Bedarf ausgeführt, wie
z. B. ein transfemoraler Aortenklappen-Ersatz. Bereits seit längerer Zeit
wird im Bereich der Elektrophysiologie die Behandlung von Vorhofflimmern
mit Hilfe von Verödungsprozeduren
innerhalb des linken Vorhofes durchgeführt.
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Als
problematisch hat es sich bei den bisher bekannten Bildgebungsverfahren
erwiesen, dass die Bildgebung entweder nicht dynamisch ist (z. B.
C-Bogen-CTC-Bogen-CT), oder dass die Bildgebung nicht den aktuellen
Zustand des Patienten wieder gibt (z. B. Computer-Tomographie),
oder dass die akquirierten Bilder nicht die notwendige räumliche
Auflösung haben
(wie z. B. Ultraschall, elektro-anatomisches Mapping, etc.), oder
sie liefern generell keine dreidimensionalen Bilder (wie z. B. die
Fluoroskopie).
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Ausgehend
von dem vorstehend erwähnten Stand
der Technik hat sich die vorliegende Erfindung zur Aufgabe gestellt,
einen Weg aufzuzeigen, mit dem dynamische Informationen, insbesondere
Informationen mit einem Zeitbezug in Bezug auf die zu untersuchende
Körperstruktur,
in eine hochauflösende
und detailgetreue, statische Bildgebung integriert werden können, wobei
die Bildgebung auch intraoperativ oder intraprozedural einsetzbar
ist.
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Diese
Aufgabe wird durch die beiliegenden unabhängigen Ansprüche gelöst, insbesondere durch
ein Verfahren, durch ein System, eine Vorrichtung und ein Computerprogramm
gemäß den beiliegenden
unabhängigen
Ansprüchen.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen
finden sich in den jeweiligen Unteransprüchen.
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Nachstehend
wird die Lösung
der Aufgabe in Bezug auf das Verfahren beschrieben. Hierbei erwähnte Merkmale,
Vorteile oder alternative Ausführungsformen
sind ebenso auch auf die anderen beanspruchten Gegenstände zu übertragen
und umgekehrt. Mit anderen Worten können auch die gegenständlichen
Ansprüche
(die beispielsweise auf ein System oder eine Vorrichtung gerichtet
sind) mit den Merkmalen, die in Zusammenhang mit dem Verfahren beschrieben
oder beansprucht sind, weitergebildet sein. Die entsprechenden funktionalen
Merkmale des Verfahrens werden dabei durch entsprechende gegenständliche
Module, insbesondere durch Hardware-Module, des Systems bzw. der
Vorrichtung ausgebildet.
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Diese
Aufgabe wird insbesondere gelöst durch
ein computerimplementiertes Verfahren zur Darstellung von medizinischen
Körperstrukturen
im Bereich einer interventionellen Medizin und insbesondere im Rahmen
eines herzchirurgischen oder sonstigen Eingriffs, umfassend folgende
Verfahrensschritte:
- – Erfassen eines statischen
Bildes der Körperstruktur
in hoher Auflösung;
- – Ausführen einer
dynamischen Bildgebung zur Erfassung eines dynamischen Bildes;
- – Ausführen einer
Vektoranalyse auf Datensätze des
dynamischen Bildes zur Erfassung von Bewegungsinformationen der
Körperstruktur;
- – Anwenden
der Vektoranalyse auf das statische Bild zum Berechnen eines modifizierten,
statischen Bildes mit Bewegungsinformationen der Körperstruktur;
- – Darstellen
des modifizierten, statischen Bildes mit zugeordneten Bewegungsinformationen
der Körperstruktur.
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Mit
anderen Worten bezieht sich ein wesentlicher Aspekt der vorliegenden
Erfindung darauf, die Vorteile einer hochauflösenden statischen Bildgebung
mit einer dynamischen Bildgebung mit niedrigerer Auflösung zu
kombinieren. Der erfindungsgemäße Ansatz
bietet die Möglichkeit,
dass der Untersucher auch während
der medizinischen Prozedur bzw. des medizinischen Eingriffs auf
eine dynamische Echtzeit-3D-Bildgebung
zurückgreifen
kann, um den weiteren Verlauf des Eingriffs zu planen und/oder zu steuern.
Im Folgenden werden die im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendeten
Begrifflichkeiten näher
spezifiziert.
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Bei
dem ”Körperstrukturen” handelt
es sich insbesondere um Strukturen des menschlichen Körpers, die
für die
jeweilige medizinische Untersuchung relevant sind. Beispielsweise
kann es sich hier um Ausschnitte des Herzens oder um das gesamte
Herz handeln. Weitere Beispiele stellen hier alle Arten und Formen
von komplexen elektrophysiologischen Prozeduren oder abdominal gefäßchirurgischen
Prozeduren dar. Es ist jedoch für
die vorliegende Erfindung nicht zwingend, dass immer ein operativer
Eingriff durchgeführt
werden muss. Ebenso kann der erfindungsgemäße Ansatz auf diagnostische
Verfahren oder prä-operative Verfahren
angewendet werden. Als Oberbegriff dient hier die Formulierung ”interventionelle
Medizin”
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Unter
dem Begriff ”statisches
Bild” sollen
alle bildgebenden Verfahren zur Erfassung von Bildern verstanden
werden, die üblicherweise
in hoher Auflösung
vorliegen, sehr detailgetreu sind und keinen Zeitbezug (und somit
keine dynamischen Informationen) umfassen. Beispiele für statische
Bildgebungsverfahren sind die Computer-Tomographie und das C-Bogen-CT. Alternativ
können
hier MR-Verfahren oder andere funktionale bildgebende Verfahren
eingesetzt werden. Sie können
als 2D- oder als 3D-Bilddatensatz vorliegen.
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Unter
dem Begriff ”dynamische
Bildgebung” sind
alle bildgebenden Verfahren zu verstehen, die einen dynamischen
Aspekt umfassen. Zu den dynamischen bildgebenden Verfahren zählen insbesondere
das Ultraschall, insbesondere das Herz-Ultraschall, das elektro-anatomische
Mapping. Alternativ können
hier jedoch ebenso MR-Verfahren zum Einsatz kommen. Auch die dynamischen
Bilder können als
2D- oder als 3D-Bilddatensatz
vorliegen.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung handelt es sich sowohl bei dem statischen
Bild, als auch bei dem dynamischen Bild um dreidimensionale Bilder.
Alternativ können
hier jedoch wahlweise auch einzeln oder kumulativ zweidimensionale
bildgebende Verfahren zum Einsatz kommen. Mit anderen Worten können das
statische Bild und/oder das dynamische Bild auch in zweidimensionaler
Form vorliegen. Ein Beispiel für
ein zweidimensionales dynamisches bildgebendes Verfahren ist die
Fluoroskopie und vor allem das Ultraschall.
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Unter
dem Begriff ”Vektoranalyse” ist eine Technik
zu verstehen, mittels derer einzelne Körpersegmente in ihrer Bewegung
(Bewegungsrichtung und Bewegungsgeschwindigkeit) quantitativ analysiert
werden können.
Im Bereich der Ultraschall-Technologie ist dieses Verfahren unter
dem Namen ”Axius-Velocity-Vector-Imaging – VVI” von Siemens
Medical Solutions in Erlangen entwickelt worden. Bei diesem Verfahren
werden Ultraschalldaten zur bildlichen Darstellung der Herzschlagmechanik
verwendet, so dass dem Arzt Informationen über die Mechanik der Herzkontraktion
zur Verfügung
gestellt werden können.
Grundsätzlich
kann diese Technologie jedoch nicht nur auf dem Gebiet der Herzchirurgie
angewendet werden, sondern auf allen medizinischen Gebieten. Erfindungsgemäß wird die Vektoranalyse
auf die Datensätze
des dynamischen Bildes angewendet, um Bewegungsinformationen der
Körperstruktur
(z. B. des Herzens) zu erfassen. Die so ermittelten Bewegungsinformationen
werden dann aus dem dynamischen Bild herausgelöst und in das statische, hochaufgelöste Bild
eingebettet bzw. integriert.
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Das
Anwenden der Vektoranalyse setzt voraus, dass ein eineindeutiger
Bezug zwischen dem statischen Bild und dem dynamischen Bild berechnet und
bereitgestellt werden kann. In einer detaillierteren Ausführungsform
umfasst das Verfahren des vor dem Schritt des Anwendens einen weiteren
Verfahrensschritt. Dieser bezieht sich auf eine Registrierung der
Bilddatensätze
in räumlicher
und/oder zeitlicher Hinsicht. Dies dient dazu, um die beiden Datensätze in Bezug
aufeinander referenzieren zu können.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
werden einzelne Punkte des jeweiligen Bildes bzw. die jeweiligen
Datensätze
in Bezug zu einer Zeitachse korreliert. Vorzugsweise dient hierbei
das EKG als Zeitachse und Bezugspunkt. Es ist jedoch ebenso möglich, hier
andere Referenzpunkte zu wählen,
um sozusagen ein ”Mapping” zwischen
den Daten des dynamischen Bildes und den Daten des statischen Bildes
generieren zu können.
Da das dreidimensionale statische Bild in der Regel wesentlich mehr
Matrix- bzw. Bildpunkte umfasst als das dynamische Bild (das ja üblicherweise
in einer geringeren Auflösung vorliegt),
werden bei dem dynamischen Bild die Referenzpunkte interpoliert,
für die
keine Vektorinformationen vorliegen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist es vorgesehen, dass das statische Bild vor einem
Eingriff, also prä-operativ,
erfasst wird. Üblicherweise
wird das dynamische Bild während
einer medizinischen Prozedur erfasst, bereitgestellt und dargestellt.
Alternative Ausführungsformen
können es
jedoch auch vorsehen, dass das statische Bild ebenso während des
medizinischen Eingriffs erfasst wird. Im Rahmen einer medizinischen
Diagnose kann es auch sein, dass das statische Bild und/oder das dynamische
Bild nicht im Rahmen eines medizinischen Eingriffs, sondern lediglich
für diagnostische Zwecke
erfasst werden.
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Gemäß einem
Aspekt der Erfindung wird das Verfahren nur auf Oberflächen von
Körperstrukturen angewendet.
Dies hat den Vorteil, dass lediglich Oberflächen dynamisiert werden.
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In
einer Variante der Erfindung ist es vorgesehen, dass die Darstellung
des modifizierten, statischen Bildes Navigationsinformationen bereitstellt. Mit
den Navigationsinformationen wird es möglich, die operative Prozedur
zu steuern. Insbesondere kann das Operationsbesteck genau positioniert
und relevante Körperstrukturen
lokalisiert werden. Ebenso ist eine vollautomatische, computer-gestützte Positionierung
von operativen Geräten
möglich.
Das dargestellte modifizierte, statische Bild kann auch verwendet
werden, um medizinische Instrumente (wie z. B. einen Herzkatheter)
in der zu untersuchenden Körperstruktur
zu identifizieren und zu lokalisieren. So ist es zum einen möglich, einen
bereits implementierten Herzkatheter in seiner Position zu überprüfen. Zum
anderen ist es möglich,
das Neueinsetzen eines Herzkatheters im Rahmen einer interventionellen
Prozedur exakt zu positionieren und zu steuern.
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Wie
vorstehend bereits erwähnt,
betrifft eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung den Fall, dass sowohl das statische Bild, als auch
das dynamische Bild als dreidimensionaler Datensatz vorliegen. Alternativen
sehen hier jedoch für
das statische Bild und/oder für
das dynamische Bild auch zweidimensionale Datensätze vor.
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Da
ein Aspekt auf die Steuerung einer interventionellen Prozedur gerichtet
ist, wird die dynamische Bildgebung vorzugsweise in Echtzeit ausgeführt. Dies
bietet den wesentlichen Vorteil, dass im Rahmen eines operativen
Eingriffs die medizinischen Strukturen (wie Herzkatheter, OP-Besteck, etc.) vollautomatisch
positioniert und gesteuert werden können.
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Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung ist das statische Bild eine Computer-Tomographie
oder eine C-Bogen-Computer-Tomographie. Bei
dem dynamischen Bild handelt es sich üblicherweise um ein Ultraschallbild,
beispielsweise vom Herzen. Vorzugsweise handelt es sich um ein dreidimensionales
Ultraschallbild.
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Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung können einzelne Schritte des
vorstehend erwähnten
Verfahrens auch iterativ und damit wiederholt ausgeführt werden.
Insbesondere ist es möglich, die
Vektoranalyse erneut auf dem dynamischen Bild auszuführen, die
ausgeführte
Vektoranalyse erneut und damit wiederholt auf das statische Bild
anzuwenden und ebenso das modifizierte, statische Bild erneut und
wiederholt darzustellen. Dies bietet den Vorteil, dass eine erneute
Analyse möglich
wird, falls sich an der Bewegung etwas ändert, ohne eine neue dreidimensionale
C-Bogen-CT-Aufnahme erfassen zu müssen. Änderungen können beispielsweise durch Medikamentengaben
oder im Rahmen der Operation auftreten.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform wird
das Verfahren computer-gestützt
ausgeführt,
semi-automatisch oder vollautomatisch getriggert und/oder gesteuert.
Das bedeutet, dass automatisch erfasst wird, ob zu einer Körperstruktur
ein statisches und ein dynamisches Bild vorliegen. Der Arzt kann dann über eine
bereitgestellte Benutzermaske befragt werden, ob er die Kombination
der beiden Datensätze
wünscht.
Anderenfalls wird die Kombination der Datensätze automatisch bereitgestellt.
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Gemäß einem
Aspekt der Erfindung ist es möglich,
das modifizierte, statische Bild nachzubearbeiten. Dies ist beispielsweise
dann besonders von Vorteil, falls das automatisch dargestellte,
modifizierte, statische Bild an einzelnen Punkten manuelle Anpassungen
erfordert. Beispielsweise kann es sinnvoll sein, einzelne Referenzpunkte
anzupassen, um die Überlagerung
bzw. Einbettung aus dem dynamischen Bild in das statische Bild zu
optimieren. Dies erfolgt vorzugsweise seitens des Untersuchers von Hand.
Es ist jedoch auch möglich,
dass der Arzt hierbei unterstützt
wird. Eine andere Art der Nachbearbeitung sieht eine manuelle oder
automatische Anpassung von Größenausdehnungen
vor. Ebenso liegen Hervorhebungen (farbliche Gestaltungen oder dergleichen)
im Rahmen von möglichen
Nachverarbeitungsschritten.
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Eine
weitere Aufgabenlösung
besteht in einem System zur Darstellung von medizinischen Körperstrukturen
im Bereich der interventionellen Medizin, umfassend:
- – zumindest
eine statische Modalität
zur Erzeugung von statischen Bildern;
- – zumindest
eine dynamische Modalität
zur Erzeugung von dynamischen Bildern;
- – zumindest
ein Berechnungsmodul zum Ausführen
einer Vektoranalyse auf das dynamische Bild zum Erfassen von Bewegungsinformationen
der Körperstruktur,
die dann auf das statische Bild angewendet werden zum Berechnen
eines modifizierten, statischen Bildes mit den Bewegungsinformationen
der Körperstruktur;
- – zumindest
ein Anzeigegerät
zur Darstellung des modifizierten, statischen Bildes mit zugeordneten Bewegungsinformationen
der Körperstruktur,
so wie es vom Berechnungsmodul bereitgestellt wird.
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Üblicherweise
steht das Berechnungsmodul in Datenaustausch mit der statischen
und mit der dynamischen Modalität
und mit dem Anzeigegerät.
In einer einfachen Variante der Erfindung ist dieser Datenaustausch
jedoch unidirektional, so dass lediglich das Übertragen der von den jeweiligen
Modalitäten erfassten
Bilddaten zu dem Berechnungsmodul hin ausgebildet ist.
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Das
Berechnungsmodul kann zusätzlich noch
mit einem internen oder externen Speicher zur Speicherung der Vektoranalyse
ausgebildet sein. Das Ergebnis der Vektoranalyse kann damit sozusagen
auch extern und separat z. B. für
anderen Zwecke genutzt werden.
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Eine
weitere Aufgabenlösung
besteht in einer Vorrichtung zur Darstellung von medizinischen Körperstrukturen
im Bereich der interventionellen Medizin, umfassend:
- – zumindest
ein Berechnungsmodul, das in Datenaustausch mit einer statischen
Modalität
und mit einer dynamischen Modalität steht und das zum Ausführen einer
Vektoranalyse auf Datensätze
des dynamischen Bildes zur Erfassung von Bewegungsinformationen
der Körperstruktur
ausgebildet ist und das zum Anwenden der Vektoranalyse auf das statische
Bild zum Berechnen eines modifizierten, statischen Bildes mit Bewegungsinformationen
der Körperstruktur
ausgebildet ist.
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Vorzugsweise
kann das Berechnungsmodul in Datenaustausch mit einem Monitor stehen,
um das modifizierte, statische Bild auf dem Monitor anzuzeigen.
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Eine
weitere Aufgabenlösung
besteht in einem Computerprogramm, das zur Ausführung des oben beschriebenen
Verfahrens ausgebildet ist, falls die Befehle auf dem Computer ausgeführt werden und
das Programm in dem Computer geladen ist.
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Darüber hinaus
ist es möglich,
dass einzelne Komponenten des vorstehend beschriebenen Verfahrens
in einer verkaufsfähigen
Einheit und die restlichen Komponenten in einer anderen verkaufsfähigen Einheit – sozusagen
als verteiltes System – ausgeführt werden
können.
So kann die Berechnungsinstanz als Bestandteil einer der statischen
oder dynamischen Modalitäten
ausgebildet sein, als separate Instanz dem Netzwerk hinzugefügt werden
oder als Modul in eine Client/Server-Lösung
integriert sein.
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In
der folgenden detaillierten Figurenbeschreibung werden nicht einschränkend zu
verstehende Ausführungsbeispiele
mit deren Merkmalen und weiteren Vorteilen anhand der Zeichnung
besprochen. In dieser zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung einer statischen Bildgebung gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
an einem Beispiel;
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2 eine
beispielhafte Darstellung für
eine dynamische Bildgebung am Beispiel eines transösophagealen
Ultraschall-Datensatzes;
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3 eine
Darstellung eines dynamischen Bildes mit zugeordneten und bereitgestellten
Bewegungsinformationen;
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4 eine
schematische Darstellung eines typischen Ablaufs des erfindungsgemäßen Verfahrens
gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
und
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5 eine
Darstellung einer grundsätzlichen Struktur
des erfindungsgemäßen Systems
gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft das intelligente Kombinieren einer
dynamischen Bildgebung mit niedriger Auflösung und einer statischen,
hochauflösenden
Bildgebung. Aus der dynamischen Bildgebung wird Bewegungsinformation
auf die zu untersuchende Struktur ausgewertet bzw. extrahiert, mit der
das hochauflösende
(aber statisch aufgenommene) Bild bewegt wird.
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1 zeigt
an einem Beispiel ein statisches Bild S, das mit einem C-Bogen-CT
akquiriert worden ist. Von der Firma Siemens ist das Dyna-CT ein
Beispiel einer C-Bogen-Modalität.
Das in 1 dargestellte Beispiel zeigt eine statische,
dreidimensionale Rekonstruktion des Aortenbulbus mit Aorta ascedens und
Ansatz der Koronararterien im unteren Bereich. Das statische Bild
S wird also üblicherweise
mit einer CT- oder
Dyna-CT-Modalität
erfasst.
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2 zeigt
an einem Beispiel ein dreidimensionales dynamisches Bild D am Beispiel
einer Darstellung aus einem transösophagealen Ultraschall-Datensatz.
In diesem Beispiel ist die Mitralklappe bei Mitralklappen-Prolaps
im Fokus (rechtes Bild). Üblicherweise
liegt der Ultraschall-Datensatz in einer geringeren Auflösung vor
und hat ein höheres Rauschen
im Vergleich zur Röntgenbildgebung.
Neben einer Ultraschall-Modalität
zur Erfassung des dynamischen Bildes D können auch andere dynamische
Bildgebungen eingesetzt werden, wie beispielsweise optische Methoden,
Infrarot und eine Durchleuchtung, sowie ebenfalls MR- und CT-Modalitäten.
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In 4 ist
ein typischer Ablauf gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
dargestellt. Das erfindungsgemäße Verfahren
basiert auf der Erfassung des dynamischen Bildes D und des statischen
Bildes S. Alternativ können
hier auch mehrfache Akquisitionsvorgänge umfasst sein. Üblicherweise
wird während
eines operativen Eingriffs oder zur Vorbereitung desselben ein dynamisches
Bildgebungsverfahren zur Erfassung des dynamischen Bildes D ausgeführt.
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In
Schritt 10 wird eine Vektoranalyse auf die Datensätze des
dynamischen Bildes D angewendet. Die Vektoranalyse dient zur Erfassung
von Bewegungsinformationen der zu untersuchenden Körperstruktur.
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In
Schritt 12 werden Bewegungsinformationen zum dynamischen
Bild D bereitgestellt.
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In
Schritt 14 wird die bereitgestellte Bewegungsinformation
auf das statische Bild S angewendet. Dies führt dazu, dass das statische
Bild S mit den erfassten Bewegungsinformationen bewegt werden kann.
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Das
mit den Bewegungsinformationen bewegte, statische Bild S wird als
modifiziertes, statisches Bild in Schritt 16 auf einem
Monitor M dargestellt.
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Ein
Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft also das Einbetten der
erfassten Bewegungsinformationen aus dem dynamischen Bild D in das
statische Bild S, so dass das statische Bild S gemäß den Echtzeitvorgaben
bewegt werden kann. Damit können
die Vorteile einer hochauflösenden
aber statischen Bildgebung mit den Vorteilen einer dynamischen Bildgebung
in geringerer Auflösung
kombiniert werden.
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Eine
alternative Aufgabenlösung
besteht aus einem System, das computer-implementiert ist und zur
dreidimensionalen Darstellung von medizinischen Körperstrukturen
im Rahmen der interventionellen Medizin bestimmt ist. Das System
umfasst eine statische Modalität
zur Erzeugung von statischen Bildern S und eine dynamische Modalität zur Erzeugung
von dynamischen Bildern D und ein Berechnungsmodul 18 zum
Ausführen
einer Vektoranalyse auf den Datensätzen des dynamischen Bildes
D zur Erfassung von Bewegungsinformationen der zu untersuchenden
Körperstruktur.
Das System umfasst darüber
hinaus üblicherweise
(aber optional) ein Anzeigegerät,
insbesondere einen Monitor M zur Darstellung des modifizierten,
statischen Bildes, das anhand der Vorgaben der Vektoranalyse bewegt
wird. Die Informationen zur Bewegung des Bildes werden von dem Berechnungsmodul 18 bereitgestellt.
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5 zeigt
in einer schematischen Darstellung ein solches System, wobei links
oben die statische Modalität
zur Erfassung des statischen Bildes S und links unten die dynamische
Modalität
zur Erfassung des dynamischen Bildes D dargestellt ist. Beide Datensätze werden
erfasst und dem Berechnungsmodul 18 zugeführt, das
mittels einer Vektoranalyse aus dem dynamischen Bild D Bewegungsinformationen
ableitet, um das modifizierte, statische Bild bewegt darzustellen.
Die Darstellung erfolgt auf dem mit dem Bezugszeichen M gekennzeichneten
Monitor.
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3 zeigt
in einer beispielhaften Darstellung ein dynamisches Bild, in dem
Bewegungsinformationen bereitgestellt werden. Als Ergebnis des Verfahrens
wird das modifizierte, statische Bild als ein dynamisches, also
ein bewegtes Bild, dargestellt. Es basiert auf den hochauflösenden Datensätzen des
statischen Bildes S und wird entsprechend den Vorgaben des dynamischen
Bildes D bewegt wird. 3 zeigt im Detail die Darstellung
des dynamischen Herz-Ultraschallbildes am Beispiel einer Vektoranalyse
des linken Ventrikels. Im unteren Bereich der 3 ist
das EKG dargestellt, das in diesem Fall als Zeitachse und Referenzierung
dient.
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Ein
wichtiger Vorteil und wesentlicher Aspekt der vorliegenden Erfindung
ist darin zu sehen, dass das modifizierte, statische Bild in Echtzeit
dargestellt werden kann, so dass es auch während einer Untersuchung zur
Steuerung dienen kann. Im Gegensatz zu bisherigen aus dem Stand
der Technik bekannten Verfahren können die Echtzeitinformationen
dazu verwendet werden, einen Herzkatheter in Relation zur Herzanatomie
auch in Echtzeit darzustellen, so dass dieser korrekt positioniert
werden kann, ohne dass eine separate Durchleuchtung herangezogen werden
muss.
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Ein
weiterer Vorteil gegenüber
Systemen aus dem Stand der Technik ist darin zu sehen, dass die
(vorzugsweise) dreidimensionalen dynamischen Informationen nun auch
in hochauflösender
Form verfügbar
sind, sozusagen als bewegtes C-Bogen-CT-Bild, und damit dem Arzt
die Behandlung oder Operation deutlich erleichtern. Ein weiterer
Aspekt ist in der Echtzeitbearbeitung zu sehen. Dies ist ein besonders
wichtiger Vorteil, da der Prozedurenablauf es ermöglicht,
dass der Untersucher das Gerät in
Echtzeit auch während
des Eingriffs navigieren und steuern kann.
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Erfindungsgemäß also der
prä-operativ
erfasste statische Datensatz mit den Bewegungsinformationen aus
dem dreidimensionalen Echodatensatz bewegt. Zur Vorbereitung kann
das dynamische (z. B. Ultraschall-)Bild auch mit den Bewegungsinformationen,
die aus der Vektoranalyse abgeleitet worden sind, dargestellt werden.
In 3 sind diese Bewegungsinformationen als Vektoren
dem Bild überlagert dargestellt.
Diese Vektoren werden anschließend
auf das hochaufgelöste
statische Bild S angewendet. Das bewegte (und damit nicht mehr statische)
Bild wird auf dem Monitor M dargestellt. Damit wird in Echtzeit
die 3D-Bildgebung mit der statischen detailgenauen 3D-Bildgebung
des C-Bogen-CT fusioniert. Es wird der dynamische Informationsanteil
(also die Echtzeitinformationen) aus den Ultraschalldaten gewonnen
und dem C-Bogen-CT-Bild hinzugefügt
bzw. aufgelagert.
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Um
das statische Bild S mit den Informationen aus dem dynamischen Bild
D bewegen zu können,
ist eine Referenzierung der beiden Bilder S, D notwendig. Dieser
Vorgang wird auch Registrierung genannt. Vorzugsweise wird die Registrierung
semi-automatisch eingeleitet, indem z. B. mehrere exakt übereinstimmende
Fixpunkte oder Referenzpunkte innerhalb beider Datensätze S, D
erfasst und zugeordnet werden. Alternativ dazu können Kanten in den Bilddaten
zur Registrierung herangezogen werden, wie dies bereits im Stand
der Technik bekannt ist und von der Anmelderin in einer separaten Patentanmeldung
angemeldet worden ist. Eine weitere Alternative zur Registrierung
ist die Nutzung eines Positionserkennungssystems am Ultraschallgerät. Diese
Positionserkennung ist im Stand der Technik ebenfalls bekannt und
basiert auf einer weiteren separaten Patentanmeldung der Anmelderin.
Dabei wird z. B. der Positionssensor basierend auf elektromagnetischer
Ortung eingesetzt. Es müssen
das Ortungssystem und das Röntgensystem
registriert werden, damit eine Überlagerung
der Bilder D, S berechnet werden kann.
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Die
Ultraschalldaten umfassen einen Zeitbezug bzw. Zeitdaten (möglichst
in Echtzeit). Aus diesen Daten können
mittels einer Vektoranalyse, insbesondere mittels des VVI-Verfahrens
Bewegungsinformationen abgeleitet werden. Der Bewegungsvektor umfasst
einen Geschwindigkeitsanteil und einen Richtungsanteil in Bezug
auf die jeweilige Bewegung der zu untersuchenden Körperstruktur.
Damit kann die Bewegung der zu untersuchenden Körperstruktur in Echtzeit beschrieben
werden. Diese Bewegungsinformation wird auf das statische Bild S
angewendet. Durch Überlagerung
der Bilder S, D können
diese Vektoren auf den C-Bogen-CT-Datensatz S angewendet werden.
Daraus kann dann ein dynamischer, hochauflösender, dreidimensionaler Datensatz
(mit integrierten Bewegungsinformationen) dargestellt werden. Mit
anderen Worten wird durch die Zuordnung der Bewegungsinformation
zu den entsprechenden C-Bogen-CT-Daten das statische C-Bogen-CT-Modell dynamisiert.
In einer bevorzugten Ausführungsform
ist es vorgesehen, dass zunächst das
statische Bild S erfasst wird, und dass während des Eingriffs eine dynamische
Bildgebung zur Erfassung des dynamischen Bildes D ausgeführt wird.
Alternativ ist jedoch hier eine andere Abfolge der Verfahrensschritte
möglich.
Es ist insbesondere auch möglich,
während
des Eingriffes das dynamische Bild D zu erfassen und daraufhin,
also zu einem späteren Zeitpunkt,
das statische Bild S zu erfassen, das dann modifiziert, nämlich bewegt,
dargestellt werden soll.
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Gemäß einem
Aspekt der Erfindung ist es möglich,
dass vor dem Erfassen der Bilder S, D eine Zielregion bestimmt wird,
die als zu untersuchende Körperstruktur
bestimmt wird. Die zu untersuchende Körperstruktur wird dann mittels
konventioneller CT- oder C-Bogen-CT-Bildgebung erfasst. Es ist möglich, hier
bestimmte Zeittrigger zur Bildakquisition zu bestimmen. Zum Beispiel
kann das Ende einer Diastole bei Prozeduren innerhalb der Herzhauptkammern bestimmt
werden. Alternativ ist als Zeittrigger das Ende der Systole bei
Prozeduren mit Fokus auf die Vorhöfe möglich. In beiden Fällen wird
die jeweils größte Größenausdehnung
der anatomischen Körperstruktur
berücksichtigt.
Daraufhin kann ein Bewegungsfeld der Zielregion bzw. der Körperstruktur
bestimmt werden. Dies kann beispielsweise durch eine Sequenz der
3D-Ultraschalldaten mit deren Analyse der Bewegungsvektoren ausgeführt werden.
Dabei werden die ermittelten Vektoren an den jeweiligen Referenzpunkten
in den C-Bogen-CT-Datensatz in Korrelation zu einer Zeitachse eingefügt. Bei
der Zeitachse kann das EKG herangezogen werden. Alternativ ist das
Bereitstellen einer Referenzzeitachse möglich. Ebenso kann ein manuelles
Mapping erforderlich sein, falls keine übereinstimmende Zeitstruktur
ermittelt werden kann.
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Eine
Referenzierung der beiden Bilder S, D in Bezug auf die Zeit kann
automatisch oder manuell erfolgen. Bei Herzanwendungen enthalten
sowohl statische als auch dynamische Bilder ein EKG-Signal, das
die Herzphase beschreibt und somit der zeitlichen Registrierung
dient. Auch die andere wichtige Bewegung – die Atmung – kann man
messen und parallel aufzeichnen.
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In
beiden Fällen
ist die zeitliche Registrierung dann automatisch möglich. Bei
der automatischen Referenzierung werden grundsätzlich entsprechende Fixpunkte
innerhalb der beiden Bilddatensätze
S, D identifiziert. Bei der manuellen Referenzierung übernimmt
der Arzt diese Zuordnungsfunktion. Dabei kann der Arzt vorteilhafterweise
durch eine computergestützte
Oberfläche
unterstützt
werden.
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Abschließend wird
das registrierte Bewegungsfeld auf die statische 3D-Struktur angewendet. Dies
kann z. B. durch Integration der zeitlichen Vektorbewegung in die
C-Bogen-CT-Gesamtrekonstruktion
erfolgen. Dieser Vorgang umfasst eine computer-gestützte und
damit automatische Interpolation aller 3D-Matrix- oder Referenzpunkte
innerhalb des fusionierten (und damit bewegt dargestellten) C-Bogen-CT-Datensatzes,
für die
keine Vektorinformationen existieren.
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Ein
wichtiger Aspekt der Erfindung ist auch darin zu sehen, dass lediglich
nur Oberflächen
von Körperstrukturen
dynamisiert werden. Damit kann die Darstellung deutlich beschleunigt
werden.
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In
einem letzten Schritt kann die bewegte dreidimensionale Struktur
dargestellt werden.
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Ein
weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung ist darin zu sehen, dass
das modifizierte, statische Bild nachbearbeitet werden kann. Mit
anderen Worten ist es also möglich,
das Bestimmen des Bewegungsfeldes der Zielregion, die Registrierung
der Daten und die Anwendung des registrierten Bewegungsfeldes auf
die statische Struktur, sowie die visuelle Darstellung der bewegten
Struktur wiederholt auszuführen.
Damit wird es möglich,
kleinere Korrekturen bei der Überlagerung
der beiden Bilddatensätze
S, D vorzunehmen. Dies ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn der
Arzt erkennt, dass bei der überlagerten
Darstellung des modifizierten, statischen Bildes Anomalien dargestellt
sind, die beispielsweise durch eine falsche Referenzierung entstehen.
Der Arzt kann dann manuell bestimmte Punkte justieren. Dies erfolgt
vorzugsweise in Echtzeit und mit einer maximalen Verzögerung von
200 Millisekunden.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
kennzeichnet sich also durch eine Neurekonstruktion eines modifizierten
Bilddatensatzes. Es handelt sich also nicht lediglich um eine bloße Fusion
von unterschiedlichen Bilddatensätzen.
Damit wird es für
den untersuchenden oder operierenden Arzt deutlich einfacher, seine
medizinischen Geräte
(wie z. B. Katheter etc.) zu lokalisieren und korrekt zu positionieren.
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Darüber hinaus
wird es möglich,
die gewählte
Position in ihrem funktionalen Zusammenspiel im Gesamtorgan zu überprüfen. So
kann beispielsweise exakt überprüft werden,
ob ein Aortenklappenersatz genau an der richtigen Position im LV-Ausflusstrakt positioniert
ist, so dass er weder die Koronarostien mit dem Aortenklappenersatz
abdeckt, noch die benachbarte Mitralklappe in ihrer Funktion behindert.
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Ein
weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass die Sicherheit der interventionellen
Prozeduren durch eine verbesserte Bildgebung deutlich erhöht werden kann.
Darüber
hinaus kann die Dauer der Prozeduren verringert werden, da der Arzt
die Prozedur durch eine verbesserte Bildgebung schneller ausführen kann.
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Ebenso
kann auch die Strahlungsdauer und insgesamt damit die Strahlungsdosis
reduziert werden.
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Abschließend sei
darauf hingewiesen, dass die Beschreibung der Erfindung und die
Ausführungsbeispiele
grundsätzlich
nicht einschränkend
in Hinblick auf eine bestimmte physikalische Realisierung der Erfindung
zu verstehen sind. Für
einen einschlägigen
Fachmann ist es insbesondere offensichtlich, dass die Erfindung
teilweise oder vollständig
in Soft- und/oder
Hardware und/oder auf mehrere physikalische Produkte – dabei
insbesondere auch Computerprogrammprodukte – verteilt realisiert werden kann.
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Bezugszeichenliste
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- S
- Statisches
Bild
- D
- Dynamisches
Bild
- 10
- Ausführen einer
Vektoranalyse
- 12
- Bereitstellen
von Bewegungsinformationen zum dynamischen Bild
- 14
- Anwenden
der Vektoranalyse auf das statische Bild
- 16
- Darstellen
des modifizierten, statischen Bildes
- 18
- Berechnungsmodul
- M
- Monitor