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Es
wird ein optoelektronisches Halbleiterbauteil angegeben.
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In
der Druckschrift
DE
100 32 246 A1 ist ein Lumineszenzdiodenchip auf der Basis
von InGaN und ein Verfahren zu dessen Herstellung angegeben.
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Eine
zu lösende Aufgabe besteht darin, ein optoelektronisches
Halbleiterbauteil anzugeben, das bei zumindest zwei voneinander
verschiedenen Emissionswellenlängen eine elektromagnetische Strahlung
emittiert.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
umfasst dieses einen epitaktisch gewachsenen Halbleiterkörper
mit mindestens einer aktiven Schicht. Es ist möglich, dass
der gesamte Halbleiterkörper ausschließlich epitaktisch
erzeugt ist. Beispielsweise umfasst der Halbleiterkörper
genau eine aktive Schicht. Der Halbleiterkörper kann neben
der mindestens einen aktiven Schicht weitere Schichten wie Mantelschichten,
Wellenleiterschichten, Kontaktschichten und/oder Stromaufweitungsschichten
aufweisen. Beispielsweise basiert der Halbleiterkörper
auf einem der folgenden Materialsysteme: GaN, GaP, InGaP, InGaAl,
InGaAlP, GaAs oder InGaAs.
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Die
aktive Schicht umfasst bevorzugt einen pn-Übergang, eine
Doppelheterostruktur, einen Einfach-Quantentopf oder single quantum
well, kurz SQW, oder, besonders bevorzugt, eine Mehrfach-Quantentopfstruktur
oder multi quantum well, kurz MQW, zur Strahlungserzeugung. Besonders
bevorzugt umfasst die aktive Schicht eine Einfach-Quantentopfstruktur
oder single quantum well, kurz SQW. Die Bezeichnung Quantentopfstruktur entfaltet
hierbei keine Bedeutung hinsichtlich der Dimensionalität
der Quantisierung. Sie umfasst somit unter anderem Quantentröge,
Quantendrähte und Quantenpunkte und jede Kombination dieser
Strukturen.
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Im
Betrieb des Halbleiterbauteils wird in der aktiven Schicht eine
elektromagnetische Strahlung erzeugt. Die in der aktiven Schicht
erzeugte Strahlung liegt bevorzugt in einem Wellenlängenbereich zwischen
einschließlich 300 nm und 3000 nm, insbesondere zwischen
einschließlich 360 nm und 1100 nm.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
ist der Halbleiterkörper an einem Träger angebracht.
Bei dem Träger kann es sich um ein Aufwachssubstrat handeln,
auf dem der Halbleiterkörper aufgewachsen ist. Ebenso ist
es möglich, dass der Halbleiterkörper auf einem
Aufwachssubstrat gewachsen ist und anschließend auf einen
vom Aufwachssubstrat verschiedenen Träger umgebondet wird.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
umfasst der Halbleiterkörper mindestens eine Barriereschicht.
Die Barriereschicht ist insbesondere eine solche Schicht, die in
unmittelbarem oder direktem Kontakt zu der mindestens einen aktiven
Schicht steht. Die mindestens eine aktive Schicht und die mindestens
eine Barriereschicht sind mit anderen Worten benachbart. Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils weist
der Halbleiterkörper eine Variationsrichtung auf, die,
im Rahmen der Herstellungstoleranzen, senkrecht zu einer Wachstumsrichtung
des Halbleiterkörpers orientiert ist. Die Variationsrichtung
kann mit anderen Worten eine beliebige Richtung sein, die senkrecht
zur Wachstumsrichtung orientiert ist.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
ist eine Materialzusammensetzung und/oder eine Schichtdicke der
aktiven Schicht und/oder der Barriereschicht variiert. Mit anderen
Worten ändert sich die Materialzusammensetzung und/oder
die Schichtdicke der aktiven Schicht und/oder der Barriereschicht
insbesondere entlang der Variationsrichtung. Die Materialzusammensetzung
und/oder die Schichtdicke ist hierbei gezielt eingestellt.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
ist entlang der Variationsrichtung eine Emissionswellenlänge
einer in der aktiven Schicht erzeugten Strahlung eingestellt. Die
Emissionswellenlänge ist hierbei insbesondere abhängig
von der Materialzusammensetzung und/oder der Schichtdicke der mindestens
einen aktiven Schicht und/oder der wenigstens einen Barriereschicht.
Somit ist die Emissionswellenlänge über die Materialzusammensetzung
und/oder die Schichtdicke der aktiven Schicht und/oder der Barriereschicht
entlang der Variationsrichtung eingestellt.
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In
mindestens einer Ausführungsform des optoelektronischen
Halbleiterbauteils umfasst dieses einen epitaktisch gewachsenen
Halbleiterkörper mit mindestens einer aktiven Schicht.
Weiterhin weist der Halbleiterkörper des Halbleiterbauteils
mindestens eine Barriereschicht auf, wobei die Barriereschicht direkt
an die aktive Schicht grenzt. Entlang einer Variationsrichtung,
senkrecht zu einer Wachstumsrichtung des Halbleiterkörpers,
ist eine Materialzusammensetzung und/oder eine Schichtdicke der
aktiven Schicht und/oder der Barriereschicht variiert. Durch die
Variation der Materialzusammensetzung und/oder der Schichtdicke
der aktiven Schicht und/oder der Barriereschicht ist eine Emissionswellenlänge
einer in der aktiven Schicht erzeugten Strahlung, ebenfalls entlang
der Variationsrichtung, eingestellt.
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Bei
einem solchen Halbleiterbauteil ist es möglich, dass innerhalb
eines einzigen, monolithischen Halbleiterkörpers an verschiedenen
Stellen der aktiven Schicht eine Strahlung mit jeweils unterschiedlichen
Emissionswellenlängen erzeugt werden kann, wobei die Emissionswellenlänge über
die Eigenschaften der aktiven Schicht und/oder der Barriereschicht,
also über deren Dicke und Materialzusammensetzung, gezielt
eingestellt werden kann.
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Beispielsweise
ist es möglich, dass ein solches optoelektronisches Halbleiterbauteil
zum Pumpen eines Lasermediums eingesetzt wird. Ein Lasermedium weist,
abhängig von einer Wellenlänge einer Pumpstrahlung,
unterschiedliche Eindringtiefen bezüglich der Pumpstrahlung
in das Lasermedium auf. Werden unterschiedliche Pumpwellenlängen
verwendet, so kann das Lasermedium homogener gepumpt werden. Dieses
homogenere Pumpen führt zum Beispiel zu einer verbesserten
Modenqualität oder Effizienz einer über das Lasermedium
erzeugten Laserstrahlung.
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Um
ein Lasermedium mit unterschiedlichen Wellenlängen zu pumpen,
können gleichzeitig mehrere verschiedene Halbleiterbauteile
eingesetzt werden, wobei jedes oder mehrere der Halbleiterbauteile bei
jeweils anderen Emissionswellenlängen Strahlung emittieren.
Der Einsatz mehrerer, voneinander verschiedener Halbleiterbauteile
erhöht allerdings den Justageaufwand für die Halbleiterbauteile.
Auch können sich die Halbleiterbauteile leichter dejustieren
und eine Verschlechterung etwa der Modenqualität der im
Lasermedium generierten Laserstrahlung führen.
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Ebenso
können Halbleiterbauteile zum Pumpen eingesetzt werden,
bei denen mehrere aktive Schichten in Wachstumsrichtung des Halbleiterkörpers
aufeinander folgen. Jede der aktiven, in Wachstumsrichtung aufeinander
folgenden Schichten emittiert dann beispielsweise bei einer anderen
Emissionswellenlänge. Ein solches Bauteil weist allerdings einen
vergleichsweise hohen elektrischen Widerstand auf, mit dem vergleichsweise
hohe elektrische Verluste im Halbleiterkörper einhergehen.
Zur Erzeugung verhältnismäßig hoher Strahlungsintensitäten, wie
zum Pumpen eines Lasermediums benötigt, sind derartige
Bauteile daher oft nur bedingt geeignet.
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Eine
weitere Möglichkeit, ein Bauteil zu realisieren, das verschiedene
Emissionswellenlängen erzeugt, besteht darin, verschiedene
aktive Schichten in einer Richtung senkrecht zur Wachstumsrichtung des
Halbleiterkörpers auszubilden. Diese sich lateral nebeneinander
befindenden aktiven Schichten können insbesondere nacheinander
in verschiedenen Verfahrensschritten gewachsen sein. Ein solches
sequenzielles Wachsen von nebeneinander angeordneten aktiven Schichten
ist aufwändig, da zusätzliche, verschiedene epitaktische
Wachstumsschritte erforderlich sind. Dies kann die Ausbeute bei
der Herstellung eines solchen Halbleiterbauteils reduzieren oder
auch zu einer verminderten Qualität und dadurch zu einer
reduzierten Lebensdauer führen.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
weist dieses eine Emissionsrichtung auf. Die Emissionsrichtung ist,
im Rahmen der Herstellungstoleranzen, bevorzugt sowohl senkrecht
zur Wachstumsrichtung als auch senkrecht zu einer der Variationsrichtungen
orientiert. Die Emissionsrichtung ist hierbei insbesondere diejenige
Richtung, entlang der eine maximale Strahlungsintensität
emittiert wird, oder diejenige Richtung, die eine Strahlachse der
erzeugten, emittierten Strahlung darstellt. Hierbei ist nicht ausgeschlossen,
dass eine Emission der Strahlung in zwei einander entgegengesetzten
Richtungen erfolgt.
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Mit
anderen Worten sind die Emissionsrichtung, die Wachstumsrichtung
und diese Variationsrichtung jeweils, im Rahmen der Herstellungstoleranzen,
orthogonal zueinander orientiert. Im Folgenden wird diese Variationsrichtung,
die sowohl zur Wachstumsrichtung als auch zur Emissionsrichtung
senkrecht ausgerichtet ist, als Längsrichtung bezeichnet. Die
Längsrichtung ist also eine spezielle Variationsrichtung.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
ist dieses als kantenemittierender Halbleiterlaser gestaltet. Die im
Halbleiterbauteil erzeugte Strahlung kann also eine kohärente
Laserstrahlung sein. Die Emissionsrichtung ist dann insbesondere
parallel zu einer Resonatorachse eines Laserresonators orientiert,
also bevorzugt senkrecht sowohl zur Längsrichtung als auch
zur Wachstumsrichtung. Beispielsweise ist die Emissionsrichtung
dann senkrecht zu Resonatorspiegeln des Laserresonators angeordnet.
Es ist nicht erforderlich, dass eine Länge des Laserresonators
kleiner ist als eine Ausdehnung des Halbleiterkörpers entlang
der Längsrichtung.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
ist dieses als oberflächenemittierender Halbleiterlaser
gestaltet. Der Halbleiterlaser weist dann bevorzugt einen vertikalen
Resonator auf, insbesondere ist der Halbleiterlaser also ein so
genannter vertical cavity surface emitting laser, kurz VCSEL. Es
ist möglich, dass der Halbleiterkörper dann etwa
als Bragg-Spiegel gestaltete Resonatorspiegel umfasst. Einer der
Resonatorspiegel kann auch als externe Komponente vorliegen.
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Ist
das Halbleiterbauteil als oberflächenemittierender Laser
gestaltet, so ist also bevorzugt die Resonatorachse und somit insbesondere
auch die Emissionsrichtung parallel zur Wachstumsrichtung ausgerichtet.
Weiterhin weist das Halbleiterbauteil dann bevorzugt eine Querrichtung
auf, die senkrecht sowohl zur Längsrichtung als auch zur
Wachstumsrichtung ausgerichtet ist.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
variiert die Materialzusammensetzung und/oder die Schichtdicke der
aktiven Schicht und/oder der Barriereschicht, im Rahmen der Herstellungstoleranzen,
ausschließlich entlang der Längsrichtung oder
einer der Variationsrichtungen. Ist das Halbleiterbauteil zum Beispiel ein
kantenemittierender Halbleiterlaser, so sind die Materialzusammensetzung
und die Schichtdicke also entlang der Resonatorachse des Laserresonators, parallel
zur Emissionsrichtung, im Rahmen der Herstellungstoleranzen konstant.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
befindet sich die Barriereschicht zwischen zwei aktiven Schichten.
Die Barriereschicht grenzt hierbei bevorzugt direkt an die beiden
aktiven Schichten. Weiterhin ist bevorzugt die Materialzusammensetzung und/oder
die Schichtdicke der Barriereschicht entlang der Längsrichtung
oder der Variationsrichtung, insbesondere ausschließlich
längs der Längsrichtung, variiert.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils ändert
sich die Emissionswellenlänge entlang der Längsrichtung oder
entlang der Variationsrichtung an einer Strahlungsdurchtrittsfläche
des Halbleiterkörpers um mindestens 5 nm. Bevorzugt ändert
sich die Emissionswellenlänge entlang der Längsrichtung
oder entlang der Variationsrichtung um mindestens 7 nm, besonders
bevorzugt um mindestens 10 nm, insbesondere um mindestens 15 nm.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
beträgt eine spektrale Breite der in der mindestens einen
aktiven Schicht erzeugten Strahlung mindestens 5 nm, bevorzugt mindestens
7 nm, besonders bevorzugt mindestens 10 nm, insbesondere mindestens
15 nm. Mit anderen Worten emittiert das Halbleiterbauteil dann in
einem im Wesentlichen kontinuierlichen Spektralbereich mit einer
der genannten spektralen Breiten. Die spektrale Breite ist hierbei
insbesondere die volle Breite auf halber Höhe des Maximums,
kurz FWHM. Es ist möglich, dass das Spektrum der erzeugten
Strahlung innerhalb der FWHM-Breite lokale Minima oder Maxima aufweist.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils ändert
sich die Emissionswellenlänge entlang der Längsrichtung oder
entlang der Variationsrichtung im Rahmen der Herstellungstoleranzen
monoton. Definiert die Längsrichtung zum Beispiel eine
x-Achse, so bedeutet dies etwa in dem Fall, dass die Emissionswellenlänge
monoton steigt, dass bei einer Position x1 die Wellenlänge
kleiner oder gleich einer Wellenlänge bei einer Position
x2 ist, wobei x1 kleiner
ist als x2. Entsprechend umgekehrtes gilt
für den Fall, dass die Emissionswellenlänge monoton
fällt.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils ändert
sich die Emissionswellenlänge entlang der Längsrichtung oder
entlang der Variationsrichtung periodisch. Die Emissionswellenlänge
kann beispielsweise einen sägezahnartigen, rechteckartigen
oder sinusartigen Verlauf aufzeigen.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils ändert
sich die Emissionswellenlänge entlang der Längsrichtung oder
entlang der Variationsrichtung ähnlichen einer Stufenfunktion.
Mit anderen Worten ist die Emissionswellenlänge entlang
der Längsrichtung oder entlang der Variationsrichtung abschnittsweise
näherungsweise konstant und ändert sich zwischen
einzelnen Abschnitten sprungartig. Bevorzugt ist die Stufenfunktion
entlang der Längsrichtung oder entlang der Variationsrichtung
monoton fallend oder monoton steigend.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils ändert
sich die Emissionswellenlänge entlang der Längsrichtung oder
entlang der Variationsrichtung, im Rahmen der Herstellungstoleranzen,
linear. Es kann also die Emissionswellenlänge in Abhängigkeit
von einer x-Position näherungsweise durch eine Geradengleichung
beschrieben werden.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
ist der Halbleiterkörper als einstückiger Laserbarren
gestaltet. Beispielsweise ist der Halbleiterkörper ein
quaderartiger, monolithischer Block.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
ist die mindestens eine aktive Schicht entlang der Längsrichtung
oder entlang der Variationsrichtung zusammenhängend. Die
aktive Schicht wird also entlang der Längsrichtung oder
entlang der Variationsrichtung nicht durch beispielsweise geätzte
Gräben unterbrochen.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
weist dieses entlang der Längsrichtung oder entlang der
Variationsrichtung eine Mehrzahl von elektrischen Kontaktbereichen
auf. Die Kontaktbereiche sind hierbei zu einer elektrischen Kontaktierung
des Halbleiterkörpers eingerichtet. Beispielsweise sind
entlang einer Oberseite und/oder einer Unterseite des Halbleiterkörpers,
die dem Halbleiterkörper in eine Richtung parallel zur
Wachstumsrichtung begrenzen, mehrere einzelne, punktartige oder
streifenartige Metallisierungen aufgebracht. Im Falle streifenartiger
Kontaktbereiche erstrecken sich die Streifen bevorzugt entlang der
Emissionsrichtung.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
ist den Kontaktbereichen jeweils eine bestimmte Emissionswellenlänge
zugeordnet. Mit anderen Worten ist, innerhalb eines Kontaktbereichs,
die Emissionswellenlänge näherungsweise konstant.
Es ist dann möglich, dass einzelne Kontaktbereiche, insbesondere
Gruppen von eine bestimmte Emissionswellenlänge aufweisende Kontaktbereiche,
separat elektrisch ansteuerbar sind. Auf diese Weise kann die Intensität bestimmter
Emissionswellenlängen im Verhältnis zur Intensität
anderer Emissionswellenlängen gezielt eingestellt werden.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
weist dieses zwischen einschließlich 10 und 100 Kontaktbereiche
auf, die entlang der Längsrichtung oder entlang der Variationsrichtung
des Halbleiterkörpers angeordnet sind.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
liegt eine Längsausdehnung des Halbleiterbauteils entlang
der Längsrichtung oder entlang der Variationsrichtung zwischen
einschließlich 3 mm und 20 mm, insbesondere zwischen einschließlich
5 mm und 15 mm. Eine Ausdehnung des Halbleiterkörpers entlang
der Emissionsrichtung, insbesondere eine Resonatorlänge, liegt
im Bereich zwischen einschließlich 0,5 mm und 10 mm, insbesondere
zwischen einschließlich 1,5 mm und 4 mm.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
ist dieses dazu eingerichtet, eine mittlere Strahlungsleistung von
mindestens 30 W, insbesondere von mindestens 100 W zu erzeugen.
Das Halbleiterbauteil kann hierbei im Dauerstrichbetrieb, englisch
Continuous Wave oder kurz cw, oder in einem gepulsten Modus betrieben
sein.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
variiert die Schichtdicke der aktiven Schicht und/oder der Barriereschicht
entlang der Längsrichtung oder entlang der Variationsrichtung
zwischen einschließlich 0,3 nm und 3,0 nm, insbesondere
zwischen einschließlich 0,4 nm und 1,5 nm.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
weist die aktive Schicht Indium auf. Beispielsweise ist dann insbesondere über
einen Indiumgehalt die Emissionswellenlänge einstellbar.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils,
bei dem die aktive Schicht Indium aufweist, variiert der Indiumgehalt
der aktiven Schicht entlang der Längsrichtung oder entlang
der Variationsrichtung zwischen einschließlich 0,5 Prozentpunkten
und 10 Prozentpunkten, insbesondere zwischen einschließlich
3 Prozentpunkten und 7 Prozentpunkten. Der Indiumgehalt bezieht
sich hierbei auf den Anteil von zum Beispiel Gallium-Gitterplätzen,
die anstelle von Gallium durch Indium eingenommen sind, etwa im
Falle eines auf AlGaAs basierenden Halbleiterkörpers.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
beträgt der Indiumgehalt der aktiven Schicht zwischen einschließlich
1% und 30% insbesondere zwischen einschließlich 3% und
27% Beispielsweise ist es aber auch möglich, dass der Indiumgehalt
zwischen einschließlich 18% und 27% beträgt.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
umfasst dieses mindestens zwei, bevorzugt mindestens drei aktive
Schichten, die in Wachstumsrichtung aufeinander folgen. Bei mindestens
einer, bevorzugt bei allen aktiven Schichten ist die Materialzusammensetzung
und/oder die Schichtdicke der aktiven Schichten selbst oder der mindestens
einen Barriereschicht entlang einer der Variationsrichtungen, insbesondere ausschließlich
entlang der Längsrichtung, variiert. Besonders bevorzugt
weisen entlang der Wachstumsrichtung benachbarte aktive Schichten,
in einer Richtung parallel zur Wachstumsrichtung, verschiedene Emissionswellenlängen
auf.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform des optoelektronischen Halbleiterbauteils
ist dieses ein kantenemittierender Laser und der Halbleiterkörper
basiert auf dem AlGaAs-Materialsystem. Ein Indiumgehalt der mindestens
einen aktiven Schicht ist entlang der Längsrichtung um
mindestens 0,8 Prozentpunkte variiert. Die Emissionswellenlänge ändert sich
weiterhin entlang der Längsrichtung um mindestens 7 nm.
Zudem ist die Änderung der Emissionswellenlänge
entlang der Längsrichtung durch eine lineare Funktion beschreibbar.
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Es
wird darüber hinaus eine Vorrichtung zum Pumpen eines Lasermediums
angegeben. Beispielsweise kann die Vorrichtung mindestens ein optoelektronisches
Halbleiterbauteil umfassen, wie es in Verbindung mit mindestens
einer der vorhergehenden Ausführungsformen beschrieben
ist.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform der Vorrichtung umfasst diese mindestens
ein Lasermedium, wobei das Lasermedium von dem Halbleiterbauteil
optisch gepumpt ist. Bevorzugt ist das Lasermedium ein Festkörperlasermedium.
Beispielsweise handelt es sich bei dem Lasermedium um einen dotierten
Granat oder um ein dotiertes Glas.
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Gemäß zumindest
einer Ausführungsform der Vorrichtung umfasst diese mindestens
zwei, insbesondere mindestens drei optoelektronische Halbleiterbauteile,
wie in Verbindung mit einer der oben beschriebenen Ausführungsformen
angegeben.
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Neben
der Verwendung zum Pumpen von Lasermedien können hier beschriebene
optoelektronische Halbleiterbauteile auch Anwendung finden in Anzeigeeinrichtungen
oder in Beleuchtungseinrichtungen zu Projektionszwecken. Auch eine
Anwendung in Scheinwerfern oder Lichtstrahlern oder bei der Allgemeinbeleuchtung
ist möglich, ebenso wie in der Materialbearbeitung.
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Nachfolgend
wird ein hier beschriebenes optoelektronisches Halbleiterbauteil
sowie eine hier beschriebene Vorrichtung zum Pumpen eines Lasermediums
unter Bezugnahme auf die Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Gleiche Bezugszeichen geben dabei
gleiche Elemente in den einzelnen Figuren an. Es sind dabei jedoch
keine maßstäblichen Bezüge dargestellt,
vielmehr können einzelne Elemente zum besseren Verständnis übertrieben
groß dargestellt sein.
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Es
zeigen:
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1 eine
schematische dreidimensionale Darstellung eines hier beschriebenen
optoelektronischen Halbleiterbauteils,
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2 bis 4 schematische
Seitenansichten von weiteren Ausführungsbeispielen von
hier beschriebenen optoelektronischen Halbleiterbauteilen,
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5 und 6 schematische
Illustrationen von spektralen Eigenschaften von hier beschriebenen
optoelektronischen Halbleiterbauteilen,
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7 eine
schematische Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels
eines hier beschriebenen optoelektronischen Halbleiterbauteils,
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8 eine
schematische dreidimensionale Darstellung eines Ausführungsbeispiels
einer hier beschriebenen Vorrichtung zum Pumpen eines Lasermediums,
und
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9 und 10 schematische
Darstellungen von weiteren Ausführungsbeispielen von hier
beschriebenen optoelektronischen Halbleiterbauteilen.
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In 1 ist
eine schematische dreidimensionale Darstellung eines Ausführungsbeispiels
eines optoelektronischen Halbleiterbauteils 1 illustriert.
Ein Halbleiterkörper 2 weist eine aktive Schicht 3 auf.
In der aktiven Schicht 3 wird im Betrieb des Halbleiterbauteils 1 eine
elektromagnetische Strahlung erzeugt.
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Bevorzugt
ist das Halbleiterbauteil 1 als kantenemittierender Laser
oder auch als Superlumineszenzdiode ausgestaltet. Die Erzeugung
der Strahlung in der aktiven Schicht 3 basiert also insbesondere
auf stimulierter Emission. Beispielsweise verlässt die
in der aktiven Schicht 3 erzeugte Strahlung den Halbleiterkörper 2 an
einer Strahlungsdurchtrittsfläche 12 mit einer
Hauptabstrahlrichtung senkrecht zur Strahlungsdurchtrittsfläche 12.
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Ist
das Halbleiterbauteil 1 als Laser gestaltet, so bildet
die Strahlungsdurchtrittsfläche 12 und eine der
Strahlungsdurchtrittsfläche 12 gegenüberliegende
Seite des Halbleiterkörpers 2, jeweils mindestens zum
Teil, Resonatorendflächen aus. Eine geometrische Resonatorlänge
und somit insbesondere auch eine Ausdehnung des Halbleiterkörpers 2 entlang
der Emissionsrichtung E beträgt zum Beispiel zwischen einschließlich
1 mm und 5 mm.
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Im
Rahmen der Herstellungstoleranzen ist die aktive Schicht 3 eben
gestaltet. Der Halbleiterkörper 2 ist durch ein
epitaktisches Wachsen erzeugt. Eine Wachstumsrichtung G ist im Rahmen
der Herstellungstoleranzen senkrecht zur Emissionsrichtung E orientiert
und bildet somit eine Normale zur aktiven Schicht 3. Eine
Ausdehnung des Halbleiterkörpers 2 entlang der
Wachstumsrichtung G beträgt bevorzugt weniger als 500 μm,
insbesondere weniger als 200 μm. Nicht halbleitende Materialien
wie Wärmesenken oder metallische Kontakte zählen
hierbei nicht zum Halbleiterkörper 2 und sind
in 1 nicht dargestellt.
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Senkrecht
zur Wachstumsrichtung G und senkrecht zur Emissionsrichtung E ist
eine Längsrichtung L des Halbleiterkörpers 2 orientiert.
Eine Ausdehnung des Halbleiterkörpers 2 entlang
der Längsrichtung L beträgt beispielsweise zwischen
5 mm und 15 mm. Entlang der Längsrichtung L ist eine Materialzusammensetzung
und/oder eine Schichtdicke der aktiven Schicht oder von an die aktive Schicht
angrenzenden Barriereschichten 4 variiert. Über
diese Variation der Schichtdicke und/oder der Materialzusammensetzung
ist, in Abhängigkeit von der Position des Halbleiterkörpers 2 entlang
der Längsrichtung L, eine Emissionswellenlänge λ der Strahlung
eingestellt.
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In 2 ist
eine schematische Seitenansicht auf die Strahlungsdurchtrittsfläche 12 des
Halbleiterbauteils 1 gezeigt. Der Halbleiterkörper 2 ist
auf beispielsweise einem GaAs-Substrat, das einen Träger 9 bildet,
aufgewachsen. Durch den Träger 9 ist ein elektrischer
Kontaktbereich 7a, beispielsweise an einer n-leitenden
Seite des Halbleiterkörpers 2, gebildet. An einer
Oberseite 13 des Trägers 9 ist eine n-Mantelschicht 6a aufgewachsen.
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An
einer dem Träger 9 abgewandten Seite der Mantelschicht 6a befindet
sich eine n-Wellenleiterschicht 5a. In Richtung vom Träger 9 weg
ist die Wellenleiterschicht 5a von der aktiven Schicht 3,
einer p-Wellenleiterschicht 5b, einer p-Mantelschicht 6b und
einem elektrischen Kontaktbereich 7b gefolgt. Der Kontaktbereich 7b kann
durch eine oder mehrere Metallisierungen gebildet sein. Den epitaktisch
gewachsenen Halbleiterkörper 2 bilden also die Mantelschichten 6a, 6b,
die Wellenleiterschichten 5a, 5b sowie die aktive
Schicht 3. Optional kann der Halbleiterkörper 2 auch
mindestens eine epitaktisch gewachsene, in 2 nicht
dargestellte Kontaktschicht umfassen, die sich zwischen der Mantelschicht 6b und
der Kontaktschicht 7b befindet.
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Die
beiden Wellenleiterschichten 5a, 5b stehen in
direktem Kontakt zur aktiven Schicht 3. Es stellen die
Wellenleiterschichten 5a, 5b somit gleichzeitig
die Barriereschichten 4 dar.
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Die
Dicken der Wellenleiterschichten 5a, 5b, der Mantelschichten 6a, 6b sowie
der aktiven Schicht 3 sind über die gesamte Längsrichtung
L im Rahmen der Herstellungstoleranzen konstant. Eine Dicke der Mantelschichten 6a, 6b beträgt
jeweils zirka 1 μm. Die Wellenleiterschichten 5a, 5b weisen
eine Dicke, in Richtung der Wachstumsrichtung G, von zirka jeweils
500 nm auf. Eine Dicke D der aktiven Schicht 3 liegt bei
zirka 8 nm.
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Entlang
der Längsrichtung L ist eine Materialzusammensetzung der
aktiven Schicht 3 variiert. Basiert zum Beispiel der Halbleiterkörper
auf dem AlGaAs-Materialsystem, so ist insbesondere ein Indiumgehalt
der aktiven Schicht 3 um zirka 3 Prozentpunkte bis 7 Prozentpunkte
variiert, so dass die Emissionswellenlänge λ der
Strahlung entlang der Längsrichtung L um zirka 30 nm variiert
ist. Der absolute Indiumgehalt der aktiven Schicht 3 liegt
hierbei beispielsweise zwischen einschließlich 20% und 30%.
Senkrecht zur Strahlungsdurchtrittsfläche 12, also
parallel zur Emissionsrichtung E, ist die Materialzusammensetzung
wie auch die Dicke D der aktiven Schicht 3 im Rahmen der
Herstellungstoleranzen konstant.
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Beim
Ausführungsbeispiel des Halbleiterbauteils 1 gemäß 3 ist
die Dicke der aktiven Schicht 3 variiert. Die Dicke in
Richtung parallel zur Wachstumsrichtung G entspricht an einer Seite
des Halbleiterkörpers 2 einem Wert D1. Die Dicke
wächst entlang der Längsrichtung L im Rahmen der
Herstellungstoleranzen linear auf einen Wert D2 an. Senkrecht zur
Strahlungsdurchtrittsfläche 12 bleibt die Dicke
jeweils, im Rahmen der Herstellungstoleranzen, konstant. Beispielsweise
beträgt die Dicke D1 zirka 7,0 nm und die Dicke D2 zirka
8,5 nm. Die Wellenlänge steigt beispielsweise von zirka
800 nm auf zirka 810 nm im Dickenverlauf von D1 nach D2 an.
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Neben
der Variation der Dicke D1, D2 der aktiven Schicht 3 ist
es optional ebenso möglich, zusätzlich die Materialzusammensetzung
der aktiven Schicht 3 in der Längsrichtung L zu
variieren. Alternativ oder zusätzlich kann auch eine Materialzusammensetzung
der Barriereschichten 4, hier gebildet durch die Wellenleiterschichten 5a, 5b,
variiert sein.
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Beim
Ausführungsbeispiel des Halbleiterbauteils 1 gemäß 4 weist
der Halbleiterkörper 2 zwei aktive Schichten 3a, 3b auf.
Zwischen diesen aktiven Schichten 3a, 3b befindet
sich eine von den Wellenleiterschichten 5a, 5b verschiedene
Barriereschicht 4. Entlang der Längsrichtung L
nimmt die Dicke der Barriereschicht 4 von einem Wert 31 auf
einen Wert 32 ab. Beispielsweise beträgt der Wert 31 zirka
10 nm und der Wert 32 zirka 8 nm.
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Über
die Barriereschicht 4 hinweg erfolgt eine Kopplung der
beiden aktiven Schichten 3a, 3b aneinander. Diese
Kopplung hat einen Einfluss beispielsweise auf eine Energieniveaustruktur
von Quantentrögen der aktiven Schichten 3a, 3b.
Beispielsweise ist die Emissionswellenlänge der in den aktiven
Schichten 3a, 3b erzeugten Strahlung mit abnehmender
Dicke der Barriereschicht 4 zunehmend in den langwelligeren
Spektralbereich verschoben.
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Insbesondere
die in den 2 bis 4 erläuterten
Möglichkeiten zur Einstellung der Emissionswellenlänge λ der
Strahlung können auch in einem einzigen Bauteil miteinander
kombiniert sein. So können beispielsweise die Materialzusammensetzung
der mindestens einen aktiven Schicht 3 und die Dicke der
Barrierenschicht 4 kombiniert variiert und eingestellt
sein.
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In 5 sind
Verläufe der Emissionswellenlänge λ,
aufgetragen gegenüber einer Position entlang der Längsrichtung
L, illustriert. Gemäß 5A ist
eine Wellenlänge konstant und somit entlang der Längsrichtung
L nicht variiert. Ein entsprechendes Halbleiterbauelement emittiert
Strahlung nur in einem vergleichsweise schmalen Spektralbereich.
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In
den 5B bis 5E sind
Verläufe der Emissionswellenlänge λ für
Halbleiterbauteile 1 etwa gemäß den 1 bis 4 gezeigt.
Gemäß 5B nimmt die
Emissionswellenlänge λ entlang der Längsrichtung
L linear ab.
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In 5C ist ein Sinus-artiger Verlauf der Emissionswellenlänge λ entlang
der Längsrichtung L dargestellt. Gemäß 5D steigt die Emissionswellenlänge λ mit
zunehmender Position bezüglich der Längsrichtung
L erst linear an und nimmt anschließend wieder linear ab.
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Beim
Verlauf der Emissionswellenlänge λ gemäß 5E liegt ein stufenfunktionsartiger Verlauf
vor. Das heißt, innerhalb bestimmter Bereiche ist die Emissionswellenlänge λ näherungsweise
konstant und ändert sich zwischen einzelnen Plateaus sprungartig.
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Neben
den in den 5B bis 5E gezeigten Verläufen
sind auch andere Verläufe möglich. Beispielsweise
kann die Emissionswellenlänge λ sich längs
der Längsrichtung L sägezahnartig ändern oder
eine Kombination der gezeigten Verläufe sein.
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In 6 ist
eine Intensität I der vom Halbleiterbauteil 1 emittierten
Strahlung gegenüber der Emissionswellenlänge λ aufgetragen.
Gemäß 6A weist die
Strahlung eine vergleichsweise geringe spektrale Breite w auf. Das
dargestellte Spektrum entspricht etwa dem eines Halbleiterelements gemäß 5A, bei dem die Wellenlänge entlang
der Längsrichtung nicht eingestellt oder variiert ist.
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Die
Intensitätsverteilung gemäß 6B stammt zum Beispiel von einem hier
beschriebenen Halbleiterbauteil 1 gemäß 5B, bei dem die Emissionswellenlänge λ linear
entlang der Längsrichtung L variiert ist. Die Intensitätsverteilung
weist eine vergleichsweise große spektrale Breite w auf.
Das Spektrum zeigt ein breites Maximum, in dem die Intensität I über
einen verhältnismäßig großen
spektralen Bereich näherungsweise konstant ist. Die spektrale Breite
w gemäß 6b ist beispielsweise
mindestens dreimal so groß wie die spektrale Breite w gemäß 6A eines Halbleiterelements, bei dem die Emissionswellenlänge λ nicht
eingestellt und variiert ist.
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Gemäß 6C weist die Intensität I bezüglich
der Emissionswellenlänge λ zwei durch ein ausgeprägtes
Minimum voneinander getrennte Maxima auf. Ein solches Spektrum kann
von einem Halbleiterbauteil 1 beispielsweise gemäß 6E resultieren, bei dem die Emissionswellenlänge λ entlang
der Längsrichtung L einen stufenfunktionsartigen Verlauf aufzeigt.
Anders als in 6C gezeigt, kann das Spektrum
auch deutlich mehr als zwei Maxima aufweisen. Auch gemäß 6C ist die spektrale Breite w deutlich
größer als etwa gemäß 6A.
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Beim
Halbleiterbauteil 1 gemäß 7 ist
an einer dem Träger 9 abgewandten Seite des Halbleiterkörpers 2 eine
Vielzahl von elektrischen Kontaktbereichen 7b aufgebracht.
Beispielsweise sind die Kontaktbereiche 7b streifenartig
gestaltet, wobei sich die Kontaktbereiche 7b hauptsächlich
in eine Richtung senkrecht zur Strahlungsdurchtrittsfläche 12, parallel
zur Emissionsrichtung E, erstrecken. Der Halbleiterkörper 2 weist
hierbei bevorzugt eine geringe elektrische Querleitfähigkeit
in einer Richtung parallel zur Längsrichtung L auf, so
dass eine Bestromung der aktiven Schicht 3 näherungsweise
nur parallel zur Wachstumsrichtung G, ausgehend von den Kontaktbereichen 7b,
erfolgt.
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Die
elektrischen Kontaktbereiche 7b bedecken beispielsweise
einen Flächenanteil der dem Träger 9 abgewandten
Seite des Halbleiterkörpers 2 zwischen einschließlich
10% und 95%, insbesondere zwischen einschließlich 50% und
80% Eine Breite der Kontaktbereiche 7b entlang der Längsrichtung liegt
bevorzugt zwischen einschließlich 10 μm und 300 μm,
insbesondere zwischen einschließlich 50 μm und
200 μm.
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Alternativ
oder zusätzlich ist es ebenso möglich, dass die
elektrischen Kontaktbereiche 7a am Träger 9 ebenfalls
beispielsweise streifenartig strukturiert sind, analog zu den Kontaktbereichen 7b.
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Es
ist insbesondere möglich, dass das Halbleiterbauteil 1 zwischen
einschließlich 5 und 100 solcher Kontaktbereiche 7b aufweist.
Beispielsweise ist jedem der Kontaktbereiche 7b eine in
der aktiven Schicht 3 erzeugte Wellenlänge λ1 bis λn zuordenbar. Ebenso
können die Kontaktbereiche 7b einzeln elektrisch
ansteuerbar sein. Hierdurch ist ein gezieltes Einstellen der Intensität
I der Strahlung in Abhängigkeit von der Emissionswellenlänge λ realisierbar.
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An
einer dem Träger 9 abgewandten Seite der Kontaktbereiche 7b und/oder
des Trägers 9 kann optional zumindest eine Wärmesenke 11 angebracht sein. Über
die wenigstens eine Wärmesenke 11 kann im Betrieb
des Halbleiterbauteils 1 entstehende Wärme effizient
insbesondere aus dem Halbleiterkörper 2 abgeführt
werden. Bei dem Träger 9 und/oder der Wärmesenke 11 kann
es sich um ein Metall, um Saphir, um GaN, um SiC, um GaSb oder um
InP handeln. Ebenso ist es möglich, dass der Träger 9 und die
Wärmesenke 11 Verbundkörper darstellen.
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In 8 ist
ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Pumpen eines
Lasermediums 8 illustriert. Zwei optoelektronische Halbleiterbauteile 1, etwa
gemäß den 1 bis 7,
dienen zum optischen Pumpen des Lasermediums 8. Die Strahlung R,
die die Strahlungsdurchtrittsflächen 12 im Bereich der
aktiven Schicht 3 verlässt, ist direkt zum Lasermedium 8 geführt.
Die Emissionswellenlänge λ ist entlang der aktiven
Schichten 3 parallel zur Längsrichtung L variiert.
Im Lasermedium 8 erfolgt eine über das Volumen
des Lasermediums 8 verhältnismäßig
gleichmäßige Absorption der Pumpstrahlung R.
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Optional
können zwischen den optoelektronischen Halbleiterbauteilen 1 und
dem Lasermedium 8 nicht gezeichnete optische Elemente wie
Lichtleiter, Linsen oder Spiegel angebracht sein, um beispielsweise
ein gleichmäßiges Mischen der von den Halbleiterbauteilen 1 erzeugten
Strahlung R zu realisieren und um eine spektral gleichförmige
Ausleuchtung des Lasermediums 8 zu gewährleisten.
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In 9A ist eine dreidimensionale schematische
Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels gezeigt,
gemäß dem das Halbleiterbauteil 1 als oberflächenemittierender
Laser, kurz VCSEL, gestaltet ist. Die Emissionsrichtung E ist hierbei
parallel zur Wachstumsrichtung G orientiert. Die Strahlungsdurchtrittsfläche 12 ist
ebenfalls senkrecht zur Wachstumsrichtung G orientiert. Eine Querrichtung Q
ist sowohl senkrecht zur Wachstumsrichtung G als auch senkrecht
zur Längsrichtung L ausgerichtet.
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Der
Halbleiterkörper 2 weist drei zusammenhängende
Bereiche auf, in denen eine Strahlung mit voneinander verschiedenen
Emissionswellenlängen λ1, λ2, λ3 emittiert
wird. Die Materialzusammensetzung und/oder die Schichtdicke der
mindestens einen aktiven Schicht des Halbleiterkörpers 2 ist
bevorzugt ausschließlich entlang der Längsrichtung
L variiert, entlang der Querrichtung Q ist die Materialzusammensetzung
und/oder die Schichtdicke also bevorzugt konstant. Beispielsweise
ist die Materialzusammensetzung und/oder die Schichtdicke entlang der
Längsrichtung L ähnlich einer Stufenfunktion, analog
zu 5E, variiert.
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Beim
Ausführungsbeispiel des Halbleiterbauteils 1 gemäß der
Seitenansicht in 9B sind auf dem gemeinsamen
Träger 9 die Halbleiterkörper 2a, 2b, 2c aufgewachsen.
Im Betrieb wird in jedem der Halbleiterkörper 2a, 2b, 2c eine
Strahlung mit einer anderen Emissionswellenlänge λ1, λ2, λ3 erzeugt.
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Gemäß der
Seitenansicht in 10 umfasst das als kantenemittierender
Laser gestaltete Halbleiterbauteil 1 drei aktive Schichten 3a, 3b, 3c,
die entlang der Wachstumsrichtung G aufeinander folgen. Die Strahlungsdurchtrittsfläche 12 ist
parallel zur Zeichenebene ausgerichtet. Zwischen benachbarten aktiven
Schichten 3a, 3b, 3c befinden sich jeweils
die Mantelschichten 6, die Wellenleiterschichten 5 und eine
Tunneldiode 14. In jeder der aktiven Schichten 3a, 3b, 3c ist
die Schichtdicke und/oder die Materialzusammensetzung entlang der
Längsrichtung L variiert. Die Variation erfolgt beispielsweise ähnlich
einer Stufenfunktion, analog zu 5E.
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Für
die Emissionswellenlängen λ1,a, λ2,a, λ3,a der
dem Träger 9 nächsten aktiven Schicht 3a gilt zum
Beispiel: λ1,a < λ2,a < λ3a. Bevorzugt sind die entlang der Wachstumsrichtung
G erzeugten Emissionswellenlängen λ1,a, λ1,b, λ1,c der
aktiven Schichten 3a, 3b, 3c ebenfalls
voneinander verschieden. Beispielsweise gilt, dass λ1,a > λ1,b > λ1,c. Entsprechendes kann auch für
die Emissionswellenlängen λ2,a, λ2,b, λ2,c, λ3,a, λ3,b, λ3,c gelten.
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Mit
anderen Worten ist es möglich, dass die Strahlungsdurchtrittsfläche
in Draufsicht matrixartig angeordnete Teilbereiche aufweist. In
jedem der Teilbereiche kann eine andere Emissionswellenlänge emittiert
werden. Die Emissionswellenlänge ist also beispielsweise
sowohl entlang der Längsrichtung L als auch, über
die stapelartige Anordnung der aktiven Schichten 3a, 3b, 3c,
entlang der Wachstumsrichtung G variiert.
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Die
hier beschriebene Erfindung ist nicht durch die Beschreibung anhand
der Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr
umfasst die Erfindung jedes neue Merkmal sowie jede Kombination
von Merkmalen, was insbesondere jede Kombination von Merkmalen in
den Patentansprüchen beinhaltet, auch wenn dieses Merkmal
oder diese Kombination selbst nicht explizit in den Patentansprüchen
oder Ausführungsbeispielen angegeben ist.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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