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DE102009013030A1 - Geldbörse für Bargeld - Google Patents

Geldbörse für Bargeld Download PDF

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DE102009013030A1
DE102009013030A1 DE200910013030 DE102009013030A DE102009013030A1 DE 102009013030 A1 DE102009013030 A1 DE 102009013030A1 DE 200910013030 DE200910013030 DE 200910013030 DE 102009013030 A DE102009013030 A DE 102009013030A DE 102009013030 A1 DE102009013030 A1 DE 102009013030A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
money
compartment
purse
disinfection
coin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200910013030
Other languages
English (en)
Inventor
Karlheinz Fitzenberger
Christian Frontzek
Malgorzata-Jadwiga Kolodziej
Siegbert Stroehl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
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Publication of DE102009013030A1 publication Critical patent/DE102009013030A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A45HAND OR TRAVELLING ARTICLES
    • A45CPURSES; LUGGAGE; HAND CARRIED BAGS
    • A45C1/00Purses; Money-bags; Wallets
    • A45C1/08Combinations of purses and wallets
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A45HAND OR TRAVELLING ARTICLES
    • A45CPURSES; LUGGAGE; HAND CARRIED BAGS
    • A45C3/00Flexible luggage; Handbags
    • A45C3/001Flexible materials therefor
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A45HAND OR TRAVELLING ARTICLES
    • A45CPURSES; LUGGAGE; HAND CARRIED BAGS
    • A45C15/00Purses, bags, luggage or other receptacles covered by groups A45C1/00 - A45C11/00, combined with other objects or articles
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A45HAND OR TRAVELLING ARTICLES
    • A45CPURSES; LUGGAGE; HAND CARRIED BAGS
    • A45C1/00Purses; Money-bags; Wallets
    • A45C1/08Combinations of purses and wallets
    • A45C2001/083Combinations of purses and wallets combined with card holders

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Purses, Travelling Bags, Baskets, Or Suitcases (AREA)

Abstract

Eine Geldbörse mit einer Anzahl von Außenwänden und einer Anzahl von Aufbewahrungsfächern, wobei die Aufbewahrungsfächer durch Begrenzungswände voneinander getrennt sind, soll eine unbeabsichtigte Weitergabe von Keimen, Bakterien und anderen Kleinstlebewesen über die Einnahme und Ausgabe von Bargeld wirkungsvoll verhindern oder reduzieren. Dazu ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Begrenzungswände und/oder die dem Innenraum der jeweiligen Aufbewahrungsfächer zugewandten Innenseiten der Außenwände eine Desinfektionseinlage oder Desinfektionsschicht aufweisen.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Geldbörse mit einer Anzahl von Außenwänden und einer Anzahl von Aufbewahrungsfächern, wobei die Aufbewahrungsfächer durch Begrenzungswände voneinander getrennt sind.
  • Geldbörsen für Bargeld, auch Geldbeutel oder Portemonnaie genannt, wobei allen die Funktion als Aufbewahrungstasche für Bargeld eigen ist, sind bekannt, seit der reine Naturaltausch durch eine Form des Geldes ergänzt und/oder abgelöst wurde. Im Mittelalter wurde Geld meist in einer Katze oder Geldkatze oder einem ledernen Geldbeutel aufbewahrt. Bei dem damals verwendeten Geld handelte es sich hauptsächlich um Münzen aus einem Metall oder einer Metalllegierung oder um kleine Wertgegenstände wie Metallstücke oder besonders ausgeformte oder bearbeitete Steine, auch Halbedel- oder Edelsteine. Diese Beutel waren meistens faustgroß, wurden am Gürtel getragen, oft mit einer Schnur oder einem Lederriemen oder Leibgurt verschlossen. Diese Form hat sich bis in das frühe 19. Jahrhundert erhalten.
  • Mit dem zunehmend verkleinerten Format von Ausweisen gegenüber den früher im Gebrauch befindlichen größeren Urkunden und dem Gebrauch von Papiergeld für große Beträge und Kreditkarten wird dem Portemonnaie oder der Geldbörse zunehmend die Aufgabe einer Brieftasche übertragen.
  • Geldbörsen werden meist aus Leder oder Kunststoff hergestellt. Entsprechend den unterschiedlichen Anforderungen gibt es heute verschiedene Formen, die sich geschlechterspezifisch oder nach der Art der Anwendung voneinander unterscheiden. Am weitesten verbreitet sind die im Folgenden aufgeführten Ausführungen:
    Hoch- oder querformatige Herrengeldbörsen sind einmal zusammenklappbar und messen im geschlossenen Zustand maximal ca. 12,5 × 10 cm. Geöffnet bieten sie auf ihrer gesamten Länge Platz für Geldscheine und enthalten weitere, eventuell ausklappbare Fächer für Kreditkarten, Visitenkarten und Ausweise. Vornehmlich in Europa gehört auch ein Fach für Münzen zur üblichen Ausstattung. Üblicherweise wird eine Herrengeldbörse in einer der rückwärtigen, im Idealfall verschließbaren Taschen einer Hose oder in einer der Innentaschen eines Sakkos getragen, so dass die rechteckige Ausgestaltung der Herrengeldbörse an die Form der zugeordneten Aufbewahrungsorte angepasst ist.
  • Unter den Damengeldbörsen existiert eine große Formen- und Farbenvielfalt. Viele Modelle ähneln in der Form den zuvor beschriebenen Herrengeldbörsen, es gibt aber auch wesentlich größere Exemplare mit einem deutlich höheren Platzangebot. Damengeldbörsen werden meist in der Handtasche getragen; daher ist keine bestimnmte Form für Damengeldbörsen vorgesehen.
  • Eine Kellnergeldbörse oder Bedienungsgeldbörse ist üblicherweise ca. 20 × 12 cm groß und besitzt in einer typischen Ausführung fünf bis acht Fächer für ungefaltete Geldscheine und ein sehr geräumiges Münzfach. Meist sind weitere Fächer für Notizblock, Ausweise und ähnliches vorhanden. Die Kellnergeldbörse eignet sich vor allem für Personen, die größere Mengen von Geldscheinen und Münzen mit sich führen und darauf schnellen Zugriff benötigen, beispielsweise Kellner, Taxifahrer oder Kurierfahrer, ist aufgrund ihrer Übersichtlichkeit jedoch auch häufig als private Damen- und Herrengeldbörse im Einsatz.
  • Den Vorteil der Kellnergeldbörse, Papiergeld ungefaltet aufnehmen zu können, bieten auch die aus den USA stammenden trucker wallets. Sie besitzen meist nur ein bis drei Scheinfächer und kein Münzfach, wodurch sie bei ähnlicher Größe wesentlich dünner sind als Kellnergeldbörsen. Trucker wallets sind zum Tragen in der Gesäßtasche oder im Bund einer Hose bestimmt, zu ihrer Ausstattung gehört üblicherweise eine Kette zur Befestigung am Gürtel oder einer anderen zur Anbringung geeigneten Befestigungsposition der Bekleidung.
  • Allen Ausführungen gemeinsam ist die Art der Geldzuführung und Geldentnahme: Sowohl Papiergeld als auch Münzen werden händisch zugeführt und entnommen, wodurch ein direkter Kontakt zwischen dem Geld in der jeweiligen Form und der Haut des Benutzers hergestellt wird. Da Geld in jeder baren Form aber durch viele Hände geht, ist es nicht auszuschließen, dass sich Keime, Bakterien und andere Kleinstlebewesen auf den Geldscheinen und/oder den Münzen ansiedeln und festsetzen. Durch den Austausch des baren Geldes können auch diese Kleinstlebewesen zwischen den verschiedenen Besitzern des Geldes ausgetauscht werden und Krankheiten übertragen, unter Umständen sogar auslösen, sowie deren Verbreitung verursachen und beschleunigen.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Geldbörse für Bargeld anzugeben, die eine unbeabsichtigte Weitergabe von Keimen, Bakterien und anderen Kleinstlebewesen über die Einnahme und Ausgabe von Bargeld wirkungsvoll verhindert oder reduziert.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst, indem die Begrenzungswände und/oder die dem Innenraum der jeweiligen Aufbewahrungsfächer zugewandten Innenseiten der Außenwände eine Desinfektionseinlage oder Desinfektionsschicht aufweisen.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass das Bargeld wie Geldscheine und/oder Münzen in dem Zeitraum zwischen der Einnahme des Bargeldes und der erneuten Ausgabe in mindestens einem der innenliegenden Aufbewahrungsfächer der Geldbörse aufbewahrt ist. Dabei kommt das Bargeld üblicherweise mit den Innenwänden der Geldbörse und/oder der Aufbewahrungsfächer in unmittelbaren oder zumindest mittelbaren Kontakt.
  • Damit ein desinfizierendes Element eine möglichst große desinfizierende Wirkung erzielt, ist mindestens eine der Begrenzungsände der Geldbörse, in optimaler Ausführung alle Begrenzungswände zwischen den jeweiligen Aufnahmefächern, vorteilhafterweise als Desinfektionseinlage ausgebildet.
  • Um eine desinfizierende Wirkung des Desinfektionsmittel an genau der Stelle zu erzielen, an der die mit Keimen und/oder Bakterien behafteten Geldscheine und/oder Münzen in Kontakt mit den Außen- oder Trennwänden der Geldbörse kommen, ist vorteilhafterweise mindestens eine Begrenzungswand und/oder eine dem Innenraum eines Aufbewahrungsfachs zugewandte Innenseite einer Außenwand mit einer Desinfektionsschicht versehen. Damit eine hohe, besonders dauerhafte desinfizierende Wirkung bei gleichzeitiger Neutralität des Desinfektionsmittels gegenüber dem Benutzer der Geldbörse erzielt wird, weist die Desinfektionseinlage oder die Desinfektionsschicht vorteilhafterweise Kupfer als Desinfektionsmittel auf.
  • Um einen besonders hohen Wirkungsgrad und eine schnelle desinfizierende Wirkung zu erreichen, ist das Desinfektionsmittel vorteilhafterweise aus einem Material mit einem überwiegenden Bestandteil Kupfer oder einer überwiegend kupferbasierten Legierung ausgebildet.
  • Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass eine Weitergabe von Keimen und somit eine Multiplikation von Übertragungswegen über Bargeld weitgehend reduziert wird.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
  • 1 die Innenseite einer Geldbörse im aufgeklappten Zustand,
  • 2 eine Geldbörse im aufgeklappten Zustand, aber mit geschlossenem Münzfach in Draufsicht, und
  • 3 eine Geldbörse im aufgeklappten Zustand in Draufsicht mit geöffnetem Münzfach.
  • Gleiche Teile sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.
  • Die 1 zeigt die Innenansicht einer Geldbörse 1 für Bargeld in der Ausführungsform als typische Herrengeldbörse. Zu den wesentlichen Bestandteilen einer solchen Geldbörse 1 in der hier gezeigten Ausführung gehören die Einschubfächer 2 für EC-, Kredit-, Kunden- und andere Karten sowie kleinformatige Ausweise, die in einer einheitlichen Größe gefertigt sind und zur Aufbewahrung und zum Transport in die Einschubfächer 2 eingeschoben werden.
  • Des Weiteren ist in der Geldbörse 1 in üblicher Ausführung ein Münz- oder Hartgeldfach 4 vorgesehen, das typischerweise verschließbar ist, beispielsweise über eine Klappe 6, damit die im Münzfach 4 aufbewahrten Münzen nicht herausfallen können.
  • Typischerweise über die gesamte Höhe und Breite der Geldbörse 1 erstreckt sich parallel zu den Einschubfächern für Kreditkarten 2 und dem Münzfach 4 ein hier nicht dargestelltes Fach für Geldscheine, in das diese entweder gefaltet oder ungefaltet, abhängig von der Größe des Geldscheinfachs und der Geldscheine, eingeschoben werden können. Dieses Geldscheinfach ist üblicherweise nicht in der Art des Münzfachs 4 verschlossen, sondern die Geldscheine verharren im Geldscheinfach aufgrund des Reibungskoffizienten zwischen den Begrenzungswänden des Geldscheinfachs und den Geldscheinen.
  • Die Geldbörse 1 kann auch bei eingelegten Geldscheinen an der Achse 8 geklappt werden, um Aufnahme beispielsweise in einer Hosentasche oder in der Innentasche eines Sakkos zu finden. Darüber hinaus verstärkt das Klappen der Geldbörse 1 um die Achse 8 die Klemmung der Geldscheine im Geldscheinfach.
  • In der 2 ist die Draufsicht auf eine hochkant stehende Geldbörse 1 mit den Einschubfächern für Kreditkarten 2 und dem Münzfach 4 sowie dem Geldscheinfach 10 dargestellt. Das Geldscheinfach 10 umfasst als Begrenzung die Innenseite der rückwärtigen Außenwand 12 der Geldbörse 1 sowie die Trennwand 14. Die rückwärtige Außenwand 12 sowie die Trennwand 14 kommen beim Einlegen von Geldscheinen in direkten Kontakt mit diesen Geldscheinen, so dass eine desinfizierende Wirkung, die von der Außenwand 12 und/oder der Trennwand 14 ausgeht, direkt auf die eingelegten Geldscheine einwirken kann.
  • Dazu weisen die Außenwand 12 sowie die Trennwand 14 eine Desinfektionsschicht auf. Diese Desinfektionsschicht kann auf verschiedene Art und Weise auf die Außenwand 12 sowie die Trennwand 14 aufgebracht werden. Dabei kann es sich um eine Beschichtung handeln, die bei der Herstellung der Geldbörse 1 auf das zu verwendende Material wie Leder oder Kunststoff aufgetragen oder aufdiffundiert wird. Die Desinfektionsschicht kann aber auch nachträglich auf die Außenwand 12 sowie die Trennwand 14 aufgebracht werden, beispielsweise als Folie, wobei diese Folie aufgeklebt oder auf eine andere Art der Befestigung dauerhaft mit der Außenwand 12 sowie der Trennwand 14 verbunden oder in eine dafür vorgesehene Halterung eingeschoben oder eingedrückt werden kann. Alternativ zu einer Beschichtung beispielsweise der Trennwand 14 kann diese auch vollständig aus einer Desinfektionseinlage bestehen.
  • Ebenso in direkten Kontakt mit Bargeld, hier hauptsächlich Münzen, kommen die Innenwände 16 und 18 des Münzfachs 4, in der 3 dargestellt: Die Münzen werden üblicherweise unsortiert in das Münzfach 4 eingelegt. Nach dem Einlegen oder Herausnehmen der Münzen kann das Münzfach 4 verschlossen werden.
  • Dazu ist eine Lasche 6 vorgesehen, die eingeeignetes Verschlusselement 22, beispielsweise einen Druckknopf oder einen Magneten mit dem zugeordneten, hier nicht dargestellten Gegenstück auf der Außenseite des Münzfachs 4 aufweist, wodurch das Münzfach 4 zuverlässig verschließbar ist.
  • Durch den Transport der Geldbörse 1 werden die Münzen im Innenraum des Münzfachs 4 immer wieder unterschiedlich positioniert, so dass davon auszugehen ist, dass ein überwiegender Teil der Münzen im Laufe des Aufenthaltes im Münzfach 4 mit einer der Innenwände 16 oder 18 in Berührung kommt, wobei dann die desinfizierende Wirkung des Desinfizierungsmittels auf die Münzen einwirkt.
  • Als Desinfektionsmittel ist ein Material zu wählen, das verschiedenen Anforderungen genügt. Abgesehen von der zwangsläufig notwendigen desinfizierenden Eigenschaft muss es haltbar sein, das heißt resistent oder zumindest widerstandsfähig gegen auftretende Einwirkungen wie Kratzen oder Schaben durch die vorgehaltenen Münzen. Darüber hinaus muss es sich gegenüber dem Benutzer neutral verhalten, darf also keine Unverträglichkeiten oder sogar allergische Reaktionen bei Hautkontakt, der naturgemäß bei der Anwendung der Geldbörse 1 nicht zu vermeiden ist, hervorrufen. Außerdem soll die desinfiziernde Wirkung des Desinfektionsmittels zuverlässig dauerhaft sein, also nicht flüchtig, wie es bei Desinfektionssprays auf alkoholischer oder anderer flüchtiger Basis vorkommt.
  • Die Idee der Erfindung liegt darin, als Desinfektionsmittel Kupfer oder eine überwiegend kupferhaltige Legierung zu verwenden. Die desinfizierende Wirkung von Kupfer, welches die Basis des Berührungsbereiches darstellt, ist bereits seit dem Altertum bekannt. Kupfer wurde bereits im Altertum, auch noch im Mittelalter, zur Behandlung von Augenkrankheiten und in der Veterinärmedizin verwendet und vor dem 19. Jahrhundert, vor der Anwendung moderner Medikamente, zur Behandlung von Asthma und Keuchhusten genutzt.
  • Aufgrund dieser Eigenschaft ist es die Grundidee der Erfindung, ein Desinfektionsmittel mit einem kupferbasierten Berührungsbereich genau dort zu verwenden, wo die Übertragung von Keimen und Bakterien hoch ist. So können diese desinfizierenden Elemente insbesondere an Stellen eingesetzt werden, an denen sich Keime und Bakterien durch eine Vielzahl von Berührungen oder durch das Vorhandensein einer Vielzahl von Krankheitserregern schnell ausbreiten können. Durch die Verwendung eines Desinfektionsmittels, also desinfizierender Elemente in der Nähe zu keim- und bakterientragendem Bargeld, können so die Übertragung, Ausbreitung und die Überlebenschancen von Bakterien und Keimen wirksam verringert werden.
  • Besonders aufgrund der Resistenz verschiedener Bakterien gegen Antibiotika und Penicillin, zum Beispiel MRSA (Methicillin-Resistenter Staphylococcus Aureus), wurden Testreihen mit unterschiedlichen Elementen aus Kupfer und kupferhaltigen Legierungen durchgeführt. Hierbei konnte festgestellt werden, dass die Überlebenswahrscheinlichkeit der Bakterien mit zunehmendem Kupfergehalt abnimmt. Beispielsweise überlebten die Bakterien auf Elementen aus Stahl mehrere Tage, wohingegen bei der Verwendung von Werkstücken aus Messing mit einem hohen Kupfergehalt bis hin zu Elementen aus reinem Kupfer die Überlebenszeit bis hinunter zu wenigen Minuten stark abnahm. Das Risiko der Übertragung von zum Beispiel Krankheitserregern kann sich also durch die Verwendung von Elementen mit einem hohen Kupferanteil minimieren lassen, wurde aber bisher in Verbindung mit Bargeld noch nicht eingesetzt.
  • Aufgrund des genannten Vorteils eines besonders hohen Kupfergehalts beim Desinfektionsmittel ist ein hoher Beschichtungsgrad der Außenwand 12 und/oder der Trennwand 14 im Bereich des Geldscheinfachs 10 sowie der Innenwände 16 oder 18 des Münzfachs 4 mit Kupfer angestrebt. Dazu ist das Bekleben oder anderweitige dauerhafte Anbringen einer Kupferfolie oder selbstklebenden Kupferfolie vorgesehen. Auch ist es denkbar, dass die Trennwände, beispielsweise die Trennwand 14, nicht nur aus einem mit Kupfer oder Kupferfolie beschichteten Grundmaterial wie Leder oder Kunststoff bestehen, sondern als Kupfertrennwand, beispielsweise aus einem Kupfergeflecht, ausgebildet sind, um ebenfalls eine hohe Flexibilität der Geldbörse 1 und damit einen hohen Tragekomfort und eine optisch ansprechende, hochwertige Anmutung zu erreichen.
  • Ein weiterer Vorteil der Verwendung eines Kupfergeflechts liegt in der naturgemäß größeren Oberfläche des Geflechts auf gleichem Raum gegenüber einer durchgehenden Kupferoberfläche, wie man sie beispielsweise bei einer Kupferfolie vorfindet. Aber auch bei der Verwendung einer Kupferfolie ist eine Vergrößerung der Oberfläche und somit eine Verstärkung des desinfizierenden Effekts durch beispielsweise eine Strukturierung der Oberfläche, im Gegensatz zu einer glatten Oberfläche, zu erreichen.
  • 1
    Geldbörse
    2
    Einschubfächer
    4
    Münzfach
    6
    Lasche
    8
    Achse
    10
    Geldscheinfach
    12
    Innenwand des Geldscheinfachs
    14
    Trennwand
    16
    Außenwand des Münzfachs
    18
    Trennwand
    22
    Verschlusselement

Claims (5)

  1. Geldbörse mit einer Anzahl von Außenwänden und einer Anzahl von Aufbewahrungsfächern, wobei die Aufbewahrungsfächer durch Begrenzungswände voneinander getrennt sind und wobei die Begrenzungswände und/oder die dem Innenraum der jeweiligen Aufbewahrungsfächer zugewandten Innenseiten der Außenwände eine Desinfektionseinlage oder Desinfektionsschicht aufweisen.
  2. Geldbörse nach Anspruch 1, wobei mindestens eine Begrenzungswand als Desinfekt-ionseinlage ausgebildet ist.
  3. Geldbörse nach Anspruch 1, wobei mindestens eine Begrenzungswand und/oder eine dem Innenraum eines Aufbewahrungsfachs zugewandte Innenseite einer Außenwand eine Desinfektionsschicht aufweist.
  4. Geldbörse nach Anspruch 1 bis 3, wobei die Desinfektionseinlage oder Desinfektionsschicht als Desinfektionsmittel Kupfer aufweist.
  5. Geldbörse nach Anspruch 1 bis 4, wobei das Desinfektionsmittel zu einem überwiegenden Teil aus Kupfer oder einer kupferhaltigen Legierung ausgebildet ist.
DE200910013030 2009-03-16 2009-03-16 Geldbörse für Bargeld Withdrawn DE102009013030A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2021184395A1 (zh) * 2020-03-18 2021-09-23 赣州市牧士电子有限公司 一种具有消毒和充电功能的手机收纳便携包

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