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BEZUGNAHME AUF VERWANDTE ANMELDUNGEN:
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Diese
Anmeldung basiert auf und beansprucht die Priorität der
vorherigen
japanischen Patentanmeldung
2008-067768 , angemeldet am 17. März 2008; deren
gesamter Inhalt durch Bezugnahme hierin aufgenommen ist.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG:
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1. Gebiet der Erfindung:
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Material, das einen Turbinenrotor
einer Dampfturbine bildet, in die Hochtemperaturdampf als Arbeitsfluid
(Strömungsmittel) fliesst, und insbesondere eine Legierung
auf Ni-Basis für einen Turbinenrotor einer Dampfturbine,
die sich bezüglich der Hochtemperaturfestigkeit und dergleichen
auszeichnet, und einen Turbinenrotor einer Dampfturbine, der aus
der Legierung auf Ni-Basis hergestellt ist.
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2. Stand der Technik:
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Eine
Technologie zur Unterdrückung der Emission von Kohlendioxid
für eine Wärmekraftanlage, die eine Dampfturbine
umfasst, wird angesichts des globalen Umweltschutzes mit Interesse
verfolgt, und die Erfordernisse für hochgradig effiziente
Energieerzeugung erhöhen sich.
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Um
die Energieerzeugungseffizienz einer Dampfturbine zu erhöhen,
ist es wirksam, die Turbinendampftemperatur zu einem hohen Grad
zu erhöhen, und bei modernen Wärmekraftanlagen
mit einer Dampfturbine wurde die Dampftemperatur auf 600°C
oder mehr erhöht. Es besteht die Tendenz, dass in der Zukunft die
Dampftemperatur auf 650°C, und weiter auf 700°C,
erhöht werden wird.
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Ein
Turbinenrotor, in den Laufschaufeln eingesetzt sind, die durch Hochtemperaturdampf
rotiert werden, weist durch die Zirkulation von Hochtemperaturdampf
eine hohe Temperatur auf und übt durch die Rotation eine
hohe Belastung aus. Daher muss der Turbinenrotor hohen Temperaturen
und hohen Belastungen standhalten, und es ist für ein Material,
das den Turbinenrotor bildet, erforderlich, dass es eine herausragende Festigkeit/Härte,
Duktilität und Zähigkeit im Bereich von Raumtemperatur
bis zu einer hohen Temperatur aufweist.
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Insbesondere
wenn die Dampftemperatur 700°C übersteigt, ist
ein konventionelles Material auf Eisenbasis bezüglich der
Hochtemperaturfestigkeit unzureichend, so dass z. B. in
JP-A-7-150277 (Kokai;
OS) der Einsatz einer Legierung auf Ni-Basis in Betracht gezogen
wird.
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Eine
Legierung auf Ni-Basis ist weithin als Material hauptsächlich
für Düsen- bzw. Strahltriebwerke und Gasturbinen
eingesetzt worden, weil es bezüglich der Hochtemperaturfestigkeit
und der Korrosionsbeständigkeit herausragend ist. Als typische
Beispiele hiervon sind Inconel 617-Legierung (hergestellt von Special
Metals Corporation) und Inconel 706-Legierung (hergestellt von Special
Metals Corporation) verwendet worden.
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Als
Mechanismus zur Verbesserung der Hochtemperaturfestigkeit der Legierung
auf Ni-Basis werden Al und Ti zugegeben, um die Hochtemperaturfestigkeit
sicherzustellen, indem eine Ausscheidungsphase, die als Gamma-Prime-Phase
(Ni3(Al, Ti)) oder als Gamma-Doppelprime-Phase
bezeichnet wird, oder beide von ihnen, innerhalb des Grundphasenmaterials
der Legierung auf Ni-Basis ausgeschieden wird/werden. Beispielsweise
gibt es die Inconel 706-Legierung, die eine Hochtemperaturfestigkeit
durch Ausscheiden von sowohl der Gamma-Prime-Phase als auch der
Gamma-Doppelprime-Phase sicherstellt.
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Indessen
wird die Hochtemperaturfestigkeit der Inconel 617-Legierung sichergestellt,
indem die Grundphase der Ni-Gruppe verstärkt wird (Festlösungs-
bzw. Mischkristallverfestigung), indem Co und Mo zugegeben werden.
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Wie
vorstehend beschrieben, wird derzeit untersucht, eine Legierung
auf Ni-Basis als Material für einen Turbinenrotor einer
Dampfturbine mit einer Temperatur von mehr als 700°C einzusetzen,
und es wird auch angedacht, dass deren Hochtemperaturfestigkeit
ferner verbessert werden kann. Ausserdem muss die Hochtemperaturfestigkeit
der Legierung auf Ni-Basis durch Modifikationen der Zusammensetzungen
oder dergleichen verbessert werden, während die Schmiedbarkeit
und Schweissbarkeit der Legierung auf Ni-Basis beibehalten wird.
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KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG:
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Entsprechend
stellt die vorliegende Erfindung eine Legierung auf Ni-Basis für
einen Turbinenrotor einer Dampfturbine bereit, deren mechanische
Festigkeit verbessert werden kann, während die Verarbeitbarkeit, wie
z. B. Schmiedbarkeit, beibehalten werden kann, und sie stellt einen
Turbinenrotor einer Dampfturbine bereit.
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Gemäss
einem Aspekt der Erfindung wird eine Legierung auf Ni-Basis für
einen Turbinenrotor einer Dampfturbine bereitgestellt, die in Gew.%
enthält: C: 0,01 bis 0,15, Cr: 15 bis 28, Co: 10 bis 15,
Mo: 8 bis 12, Al: 1,5 bis 2, Ti: 0,1 bis 0,6, B: 0,001 bis 0,006,
Re: 0,5 bis 3 und Rest Ni und unvermeidbare Verunreinigungen.
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Entsprechend
einem Aspekt der Erfindung wird auch eine Legierung auf Ni-Basis
für einen Turbinenrotor einer Dampfturbine bereitgestellt,
die in Gew.% enthält: C: 0,01 bis 0,15, Cr: 15 bis 28,
Co: 10 bis 15, Mo: 8 bis 12, Al: 1,5 bis 2, Ti: 0,1 bis 0,6, B:
0,001 bis 0,006, Ta: 0,1 bis 0,7, Re: 0,5 bis 3 und Rest Ni und
unvermeidbare Verunreinigungen.
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Entsprechend
einem Aspekt der Erfindung wird auch eine Legierung auf Ni-Basis
für einen Turbinenrotor einer Dampfturbine bereitgestellt,
die in Gew.% enthält: C: 0,01 bis 0,15, Cr: 15 bis 28,
Co: 10 bis 15, Mo: 8 bis 12, Al: 1,5 bis 2, Ti: 0,1 bis 0,6, B:
0,001 bis 0,006, Nb: 0,05 bis 0,35, Re: 0,5 bis 3 und Rest Ni und
unvermeidbare Verunreinigungen.
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Entsprechend
einem Aspekt der Erfindung wird auch eine Legierung auf Ni-Basis
für einen Turbinenrotor einer Dampfturbine bereitgestellt,
die in Gew.% enthält: C: 0,01 bis 0,15, Cr: 15 bis 28,
Co: 10 bis 15, Mo: 8 bis 12, Al: 1,5 bis 2, Ti: 0,1 bis 0,6, B:
0,001 bis 0,006, Ta + 2Nb (molares Verhältnis von Ta zu
Nb: 1:2): 0,1 bis 0,7, Re: 0,5 bis 3 und Rest Ni und unvermeidbare
Verunreinigungen.
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Entsprechend
einem Aspekt der Erfindung wird auch ein Turbinenrotor bereitgestellt,
der innerhalb einer Dampfturbine angeordnet ist, in die Hochtemperaturdampf
eingeführt wird, worin zumindest ein vorbestimmter Teil
aus der vorstehend beschriebenen Legierung auf Ni-Basis für
den Turbinenrotor einer Dampfturbine gebildet ist.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN:
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Die
vorliegende Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben,
die lediglich zur Veranschaulichung bereitgestellt wird und die
vorliegende Erfindung in keiner Weise beschränkt.
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1 ist
ein Diagramm, das die Ergebnisse des Gleeble-Tests an individuellen
Proben zeigt.
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GENAUE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG:
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Nachstehend
werden Ausführungsformen der Erfindung beschrieben.
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In
einer Ausführungsform der Erfindung setzt sich eine Legierung
auf Ni-Basis für einen Turbinenrotor einer Dampfturbine
aus den Zusammensetzungskomponenten in den nachstehend gezeigten
Bereichen zusammen. In der folgenden Beschreibung sind die Prozentsätze,
die die Zusammensetzungskomponenten bezeichnen, auf das Gewicht
bezogen, sofern nicht anders angegeben.
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(M1)
Legierung auf Ni-Basis, enthaltend C: 0,01 bis 0,15%, Cr: 15 bis
28%, Co: 10 bis 15%, Mo: 8 bis 12%, Al: 1,5 bis 2%, Ti: 0,1 bis
0,6%, B: 0,001 bis 0,006%, Re: 0,5 bis 3% und Rest Ni und unvermeidbare Verunreinigungen.
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(M2)
Legierung auf Ni-Basis, enthaltend C: 0,01 bis 0,15%, Cr: 15 bis
28%, Co: 10 bis 15%, Mo: 8 bis 12%, Al: 1,5 bis 2%, Ti: 0,1 bis
0,6%, B: 0,001 bis 0,006%, Ta: 0,1 bis 0,7%, Re: 0,5 bis 3% und
Rest Ni und unvermeidbare Verunreinigungen.
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(M3)
Legierung auf Ni-Basis, enthaltend C: 0,01 bis 0,15%, Cr: 15 bis
28%, Co: 10 bis 15%, Mo: 8 bis 12%, Al: 1,5 bis 2%, Ti: 0,1 bis
0,6%, B: 0,001 bis 0,006%, Nb: 0,05 bis 0,35%, Re: 0,5 bis 3% und
Rest Ni und unvermeidbare Verunreinigungen.
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(M4)
Legierung auf Ni-Basis, enthaltend C: 0,01 bis 0,15%, Cr: 15 bis
28%, Co: 10 bis 15%, Mo: 8 bis 12%, Al: 1,5 bis 2%, Ti: 0,1 bis
0,6%, B: 0,001 bis 0,006%, Ta + 2Nb: 0,1 bis 0,7%, Re: 0,5 bis 3%
und Rest Ni und unvermeidbare Verunreinigungen. "Ta + 2Nb" bezeichnet,
dass das molare Verhältnis von Ta zu Nb 1:2 beträgt.
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In
den obigen Legierungen (M1) bis (M4) auf Ni-Basis werden die unvermeidbaren
Verunreinigungen bevorzugt so verringert, dass zumindest der Gehalt
von Si 0,1% oder weniger beträgt und der Gehalt von Mn 0,1%
oder weniger beträgt.
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Die
Legierung auf Ni-Basis mit den vorstehend beschriebenen Bereichen
der Zusammensetzungskomponenten ist als Material geeignet, mit dem
ein Turbinenrotor einer Dampfturbine aufgebaut wird, die während
ihres Betriebs eine Temperatur im Bereich von 680 bis 750°C
aufweist. Es können alle Teile des Turbinenrotors der Dampfturbine
aus der Legierung auf Ni-Basis hergestellt werden, und es können
einige Teile des Turbinenrotors der Dampfturbine, die eine besonders
hohe Temperatur aufweisen, aus dieser Legierung auf Ni-Basis hergestellt
werden. Einige Teile des Turbinenrotors der Dampfturbine, die eine
hohe Temperatur aufweisen, sind spezifisch alle Bereiche eines Hochdruck-Dampfturbinenabschnitts
oder Bereiche, die sich von dem Hochdruck-Dampfturbinenabschnitt
bis zu einigen Teilen eines Dampfturbinenabschnitts mit mittlerem Druck
erstrecken.
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Die
Legierungen auf Ni-Basis mit den vorstehend beschriebenen Bereichen
der Zusammensetzungskomponenten können die mechanische
Festigkeit, einschliesslich der Hochtemperaturfestigkeit, verbessern, während
sie die Verarbeitbarkeit, wie z. B. die Schmiedbarkeit, einer herkömmlichen
Legierung auf Ni-Basis beibehalten. Anders ausgedrückt
wird die Legierung auf Ni-Basis verwendet, um den Turbinenrotor
einer Dampfturbine herzustellen, so dass die Hochtemperaturfestigkeit
des Turbinenrotors verbessert werden und ein Turbinenrotor mit hoher
Zuverlässigkeit in einer Hochtemperaturumgebung hergestellt
werden kann. Ausserdem kann die Verarbeitbarkeit einer herkömmlichen
Legierung auf Ni-Basis beibehalten werden, wenn der Turbinenrotor
der Dampfturbine hergestellt wird.
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Nachstehend
werden die Gründe, warum die Bereiche der individuellen
Zusammensetzungskomponenten der erfindungsgemässen Legierung
auf Ni-Basis beschränkt werden, beschrieben.
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(1) C (Kohlenstoff):
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C
ist als Komponentenelement eines Carbids vom M23C6-Typ nützlich, das eine verfestigende
(härtende) Phase ist, und insbesondere wird die Dauerstandfestigkeit
(Dauerdehngrenze; creep strength) der Legierung durch Ausscheiden
des Carbids vom M23C6-Typ
während des Betriebs der Dampfturbine in einer Hochtemperaturumgebung
von 650°C oder höher beibehalten. Es besitzt auch
eine Wirkung zur Sicherstellung der Fluidität (Fliessfähigkeit)
eines geschmolzenen Metalls zum Zeitpunkt des Giessens. Wenn der
C-Gehalt kleiner als 0,01% ist, kann eine ausreichende Ausscheidungsmenge
von Carbid nicht sichergestellt werden, so dass sich die mechanische
Festigkeit verringert, und die Fluidität des geschmolzenen
Metalls verringert sich zum Zeitpunkt des Giessens beträchtlich.
Wenn der C-Gehalt 0,15% übersteigt, erhöht sich
indessen die Neigung zur Entmischung der Komponenten zum Zeitpunkt
der Herstellung eines grossen Rohblocks, die Bildung eines Carbids
vom M6C-Typ, das eine Versprödungsphase
ist, wird gefördert, und die mechanische Festigkeit wird
verbessert, jedoch verschlechtert sich die Schmiedbarkeit. Daher
wird der C-Gehalt zu 0,01 bis 0,15% bestimmt.
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(2) Cr (Chrom):
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Cr
ist ein unverzichtbares Element zur Verbesserung der Oxidationsbeständigkeit,
der Korrosionsbeständigkeit und der mechanischen Festigkeit
der Legierung auf Ni-Basis.
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Darüber
hinaus ist es als Komponentenelement des Carbids vom M23C6-Typ unverzichtbar, und insbesondere wird
die Dauerstandfestigkeit (Dauerdehngrenze) der Legierung durch Ausscheiden
des Carbids vom M23C6-Typ
während des Betriebs der Dampfturbine in einer Hochtemperaturumgebung
von 650°C oder höher beibehalten. Und Cr verbessert
die Oxidationsbeständigkeit in einer Hochtemperaturdampfumgebung.
Wenn der Cr-Gehalt kleiner als 15% ist, verringert sich die Oxidationsbeständigkeit.
Wenn indessen der Cr-Gehalt 28% übersteigt, wird die Ausscheidung
des Carbids vom M23C6-Typ
beträchtlich beschleunigt, was zu einer Erhöhung
der Tendenz zur Vergröberung führt. Daher wird
der Cr-Gehalt zu 15 bis 28% bestimmt.
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(3) Co (Kobalt):
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In
der Legierung auf Ni-Basis verbessert Co die mechanische Festigkeit
einer Grundphase durch Mischkristallbildung in der Grundphase. Wenn
jedoch der Co-Gehalt 22% übersteigt, wird eine Phase einer
intermetallischen Verbindung gebildet, die die mechanische Festigkeit
verringert, und die Schmiedbarkeit verschlechtert sich. Wenn indessen
der Co-Gehalt weniger als 10% beträgt, verschlechtert sich
die Verarbeitbarkeit und die mechanische Festigkeit wird verringert.
Daher wird der Co-Gehalt zu 10 bis 15% bestimmt.
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(4) Mo (Molybdän):
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Mo
stellt eine Wirkung zur Bildung einer Feststofflösung (Mischkristallbildung)
in einer Ni-Grundphase bereit, um die mechanische Festigkeit der
Grundphase zu erhöhen, und seine teilweise Substitution
in Carbiden vom M23C6-Typ
erhöht die Stabilität des Carbids. Wenn der Mo-Gehalt kleiner
als 8% ist, wird die obige Wirkung nicht ausgeübt, und
wenn der Mo-Gehalt 12% übersteigt, erhöht sich
die Tendenz zur Entmischung der Komponenten, wenn ein grosser Rohblock
hergestellt wird, und die Bildung eines Carbids vom M6C-Typ wird
beschleunigt, welches eine Versprödungsphase ist. Daher
wird der Mo-Gehalt zu 8 bis 12% bestimmt.
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(5) Al (Aluminium):
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Al
bildet eine γ'-Phase (Gamma-Prime-Phase: Ni3Al)
zusammen mit Ni und verbessert auf Grundlage der Ausscheidung die
mechanische Festigkeit der Legierung auf Ni-Basis. Wenn der Al-Gehalt
weniger als 1,5% beträgt, wird die mechanische Festigkeit
im Vergleich zu herkömmlichem Stahl nicht verbessert, und wenn
der Al-Gehalt 2% oder mehr beträgt, wird die mechanische
Festigkeit bzw. Härte verbessert, jedoch verschlechtert
sich die Schmiedbarkeit. Daher wird der Al-Gehalt zu 1,5 bis 2%
bestimmt.
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(6) Ti (Titan):
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Ähnlich
zu Al bildet Ti eine γ'-Phase (Gamma-Prime-Phase: Ni3Ti) zusammen mit Ni und verbessert die mechanische
Festigkeit der Legierung auf Ni-Basis. Wenn der Ti-Gehalt kleiner
als 0,1% ist, wird die obige Wirkung nicht ausgeübt, und
wenn der Ti-Gehalt 0,6% übersteigt, wird die Heissverarbeitbarkeit
verschlechtert und die Kerbempfindlichkeit wird gross. Daher wird
der Ti-Gehalt zu 0,1 bis 0,6% bestimmt.
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(7) B (Bor):
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B
sondert sich in der Korngrenze ab, um die Hochtemperatureigenschaften
zu beeinflussen. Ausserdem besitzt B eine Wirkung zur Verbesserung
der mechanischen Festigkeit einer Ni-Grundphase durch Ausscheidung
in der Grundphase. Wenn der B-Gehalt kleiner als 0,001% ist, wird
die Wirkung zur Verbesserung der mechanischen Festigkeit der Grundphase
nicht ausgeübt, und wenn der B-Gehalt 0,006% übersteigt,
besteht die Möglichkeit, dass die Korngrenze spröde
wird. Daher wird der B-Gehalt zu 0,001 bis 0,006% bestimmt.
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(8) Re (Rhenium):
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Re
besitzt eine Wirkung zur Verbesserung der mechanischen Festigkeit
einer Ni-Grundphase, indem es Mischkristalle (eine Feststofflösung)
in der Grundphase bildet. Wenn der Re-Gehalt kleiner als 0,5 ist,
wird die Wirkung zur Verbesserung der mechanischen Festigkeit der
Grundphase nicht ausgeübt, und wenn der Re-Gehalt 3% übersteigt,
wird eine brüchige Phase gebildet. Daher wird der Re-Gehalt
zu 0,5 bis 3% bestimmt. Ähnlich zu Re besitzen Co und Mo
eine Wirkung zur Verbesserung der mechanischen Festigkeit der Ni-Grundphase
durch Bilden von Mischkristallen in der Grundphase. Wenn jedoch
der Gehalt der gleiche ist, ist Re bezüglich der Verbesserung
der mechanischen Festigkeit am besten und kann die mechanische Festigkeit
erhöhen, ohne die chemische Komponentenzusammensetzung
eines Basismetalls gross zu verändern.
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(9) Ta (Tantal):
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Ta
bildet in einer γ'-Phase (Gamma-Prime-Phase: Ni3(Al, Ti)) einen Mischkristall, um die Festigkeit
zu erhöhen, und es stabilisiert die Ausscheidungsfestigkeit.
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Wenn
der Ta-Gehalt kleiner als 0,1% ist, wird im Vergleich zu herkömmlichem
Stahl keine Verbesserung bezüglich der obigen Wirkungen
beobachtet, und wenn der Ta-Gehalt 0,7% übersteigt, wird
die mechanische Festigkeit verbessert, jedoch verschlechtert sich
die Schmiedbarkeit. Daher wird der Ta-Gehalt zu 0,1 bis 0,7% bestimmt.
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(10) Nb (Niob):
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Ähnlich
zu Ta bildet Nb Mischkristalle in einer γ'-Phase (Gamma-Prime-Phase:
Ni3(Al, Ti)), um die Festigkeit zu erhöhen,
und es stabilisiert die Ausscheidungsfestigkeit. Wenn der Nb-Gehalt
kleiner als 0,05% ist, wird im Vergleich zu herkömmlichem
Stahl keine Verbesserung bei den obigen Wirkungen beobachtet, und wenn
der Nb-Gehalt 0,35% übersteigt, wird die mechanische Festigkeit
verbessert, jedoch verschlechtert sich die Schmiedbarkeit. Daher
wird der Nb-Gehalt zu 0,05 bis 0,35% bestimmt.
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Wenn
sie in einem (Ta + 2Nb)-Gehalt im Bereich von 0,1 bis 0,7% enthalten
sind, bilden sowohl das vorstehend beschriebene Ta als auch Nb Mischkristalle
in einer γ'-Phase (Gamma-Prime-Phase: Ni3(Al,
Ti)), um die Festigkeit zu erhöhen, und sie verbessern
die Ausscheidungsfestigkeit. Wenn der (Ta + 2Nb)-Gehalt kleiner
als 0,1% ist, wird bei den obigen Wirkungen keine Verbesserung im
Vergleich zu herkömmlichem Stahl beobachtet, und wenn der
(Ta + 2Nb)-Gehalt 0,7% übersteigt, wird die mechanische
Festigkeit verbessert, jedoch verschlechtert sich die Schmiedbarkeit.
Ta bzw. Nb sind in einer Menge von 0,01% oder mehr enthalten.
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Da
die spezifische Dichte von Nb etwa 1/2 von Ta beträgt (spezifische
Dichte von Ta: 16,6, spezifische Dichte von Nb: 8,57) kann die Menge
von Mischkristallen durch mehrfache Zugabe von Ta und Nb im Vergleich zu
der Zugabe von Ta allein erhöht werden. Da Ta ausserdem
ein strategisches Material ist, ist seine Beschaffung oder Bevorratung
unzuverlässig, jedoch sind die Nb-Reserven etwa 100 mal
grösser als die von Ta, und Nb kann zuverlässig
zur Verfügung gestellt werden. Ta besitzt einen Schmelzpunkt,
der höher ist als der von Nb (Ta hat einen Schmelzpunkt
von etwa 3.000°C, Nb hat einen Schmelzpunkt von etwa 2.470°C),
seine γ'-Phase ist bei hoher Temperatur verstärkt
und seine Oxidationsbeständigkeit ist der von Nb überlegen.
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(9) Si (Silicium), Mn (Mangan), Cu (Kupfer),
Fe (Eisen) und S (Schwefel):
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Si,
Mn, Cu, Fe und S sind in der erfindungsgemässen Legierung
auf Ni-Basis als unvermeidbare Verunreinigungen klassifiziert. Die
Restgehalte der unvermeidbaren Verunreinigungen werden wünschenswerterweise
auf 0% verringert, und es ist wünschenswert, dass zumindest
der Gehalt von Si und Mn in den unvermeidbaren Verunreinigungen
auf 0,1% oder niedriger verringert wird.
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Si
wird zu herkömmlichem Stahl zugegeben, um die Korrosionsbeständigkeit
zu unterstützen. Da jedoch die Legierung auf Ni-Basis einen
grossen Cr-Gehalt aufweist, um eine ausreichende Korrosionsbeständigkeit
sicherzustellen, wird der Restgehalt an Si in der erfindungsgemässen
Legierung auf Ni-Basis zu 0,1% oder kleiner bestimmt, und es ist
wünschenswert, dass der Restgehalt so weit wie möglich
auf 0% verringert wird.
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In
herkömmlichem Stahl vermeidet Mn die Brüchigkeit,
die sich aus S (Schwefel) ergibt, in der Form von MnS. Da jedoch
in der Legierung auf Ni-Basis der S-Gehalt sehr klein ist, ist es
nicht notwendig, Mn zuzugeben. Daher wird der Restgehalt an Mn in
der erfindungsgemässen Legierung auf Ni-Basis zu 0,1% oder
kleiner bestimmt, und es ist gewünscht, dass der Restgehalt
so weit wie möglich auf 0% verringert wird.
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Die
vorstehend beschriebene erfindungsgemässe Legierung auf
Ni-Basis wird hergestellt, indem die Zusammensetzungskomponenten,
die die Legierung auf Ni-Basis aufbauen, in einem Vakuuminduktionsschmelzofen
geschmolzen werden, der erhaltene Rohblock (Barren) einer Haltebehandlung
(soaking treatment) unterworfen wird, er geschmiedet wird und eine
Behandlung zur Bildung von Mischkristallen (solution treatment)
durchgeführt wird.
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Es
ist bevorzugt, dass die Haltebehandlung bei einer Temperatur im
Bereich von 1.050 bis 1.250°C für 5 bis 72 Stunden
durchgeführt und die Behandlung zur Bildung von Mischkristallen
bei einer Temperatur im Bereich von 1.100 bis 1.200°C für
4 bis 5 Stunden durchgeführt wird. Hier wird die Temperatur
der Behandlung zur Bildung von Mischkristallen so bestimmt, dass
eine homogene Feststofflösung der γ'-Phasen-Ausscheidungen
gebildet wird, und wenn die Temperatur niedriger als 1.100°C
ist, wird eine Feststofflösung (Mischkristalle) nicht adäquat
gebildet. Wenn die Temperatur 1.200°C übersteigt,
werden die Kristallkörner vergröbert und die Festigkeit
verringert sich. Auch wird das Schmieden bei einer Temperatur im
Bereich von 950 bis 1.150°C durchgeführt.
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Wenn
die vorstehend beschriebene erfindungsgemässe Legierung
auf Ni-Basis zum Aufbau eines Turbinenrotors einer Dampfturbine
verwendet wird, z. B. mit einem Verfahren (Doppelschmelze; double
melt), das Ausgangsmaterial eines Vakuuminduktionsschmelzen (VIM)
und einem Elektroschlacke-Umschmelzen (electro-slag remelting; ESR)
unterzogen und dann in eine vorbestimmte Form gegossen. Anschliessend
werden ein Schmieden/Schlagpressen (forging) und eine Wärmebehandlung
durchgeführt, um den Turbinenrotor herzustellen. In einem
anderen Verfahren (Doppelschmelze) wird das Ausgangsmaterial einem
Vakuuminduktionsschmelzen (VIM) und Vakuumboden-Umschmelzen (vacuum
arc remelting) unterzogen und dann in eine vorbestimmte Form gegossen.
Anschliessend werden ein Schmieden/Schlagpressen und eine Wärmebehandlung
durchgeführt, um den Turbinenrotor herzustellen. In einem
weiteren Verfahren (Dreifachschmelzen; triele melt) wird das Ausgangsmaterial
einem Vakuuminduktionsschmelzen (VIM), einem Elektroschlacke-Umschmelzen
(ESR) und einem Vakuumbogen-Umschmelzen (vacuum arc remelting; VAR)
unterzogen und dann in eine vorbestimmte Form gegossen. Anschliessend
werden eine Schmiedebehandlung und eine Wärmebehandlung
durchgeführt, um den Turbinenrotor herzustellen. Die mit
den vorstehenden Verfahren hergestellten Turbinenrotoren werden
durch Ultraschalluntersuchung oder dergleichen überprüft.
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Nachstehend
wird beschrieben, dass die erfindungsgemässe Legierung
auf Ni-Basis bezüglich der mechanischen Festigkeit und
der Schmiedbarkeit herausragend ist.
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Zugfestigkeitstest und Bewertung der Schmiedbarkeit:
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Nachstehend
wird beschrieben, dass die Legierung auf Ni-Basis mit den erfindungsgemässen
Bereichen der chemischen Zusammensetzung eine herausragende mechanische
Festigkeit und Schmiedbarkeit aufweist. Tabelle 1 zeigt die chemischen
Zusammensetzungen von Probe 1 bis Probe 8, die für den
Zugfestigkeitstest und zur Bewertung der Schmiedbarkeit verwendet
wurden. Probe 1 bis Probe 7 sind Legierungen auf Ni-Basis mit den
Bereichen der chemischen Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung,
und Probe 8 ist eine Legierung auf Ni-Basis, deren Zusammensetzung
nicht innerhalb der Bereiche der chemischen Zusammensetzung der
vorliegenden Erfindung fällt und die als Vergleichsbeispiel
verwendet wird. Die Probe 8 besitzt eine chemische Zusammensetzung,
die dem konventionellen Stahl Inconel 617 entspricht. Die Legierung
auf Ni-Basis mit den erfindungsgemässen Bereichen der chemischen
Zusammensetzung enthält Fe (Eisen), Cu (Kupfer) und S (Schwefel)
als unvermeidbare Verunreinigungen, zusätzlich zu Si und
Mn.
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In
dem Zugfestigkeitstest wurden die Legierungen auf Ni-Basis von Probe
1 bis Probe 8 mit den in Tabelle 1 gezeigten chemischen Zusammensetzungen,
jeweils 20 kg, in einem Vakuuminduktionsschmelzofen geschmolzen,
um Rohblöcke herzustellen. Die Rohblöcke wurden
einer Haltebehandlung bei 1.050°C für 5 Stunden
unterzogen. Sie wurden bei einer Temperatur im Bereich von 950 bis
1.100°C (Wiedererwärmen auf 1.100°C)
geschmiedet und einer Behandlung zur Bildung von Mischkristallen
bei 1.180°C für 4 Stunden unterzogen. Und es wurden
Teststücke einer vorbestimmten Grösse aus den
hergestellten geschmiedeten Stählen hergestellt.
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Die
Teststücke der Proben wurden bezüglich der 0,2%-Dehngrenze
vermessen, indem ein Zugfestigkeitstest unter Temperaturbedingungen
von 23°C, 700°C und 800°C gemäss
JIS G 0567 (Verfahren für einen Hochtemperatur-Zugfestigkeitstest
für eisenhaltige Materialien und wärmebeständige
Legierungen) durchgeführt wurde. Die Temperaturbedingungen
von 700°C und 800°C in dem Zugfestigkeitstest
wurden unter Berücksichtigung der Temperaturbedingungen
im normalen Betrieb eines Turbinenrotors einer Dampfturbine und von
Temperaturen unter Berücksichtigung eines Sicherheitspuffers
bestimmt.
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Die
entsprechenden Proben wurden bezüglich der Schmiedbarkeit
bewertet. Zur Bewertung der Schmiedbarkeit wurden die Legierungen
auf Ni-Basis von Probe 1 bis Probe 8 mit den in Tabelle 1 gezeigten chemischen
Zusammensetzungen, jeweils 20 kg, in einem Vakuuminduktionsschmelzofen
geschmolzen, und es wurden zylindrische Rohblöcke mit einem
Durchmesser von 114 mm und einer Länge von 200 mm hergestellt.
Die Rohblöcke wurden einer Haltebehandlung bei 1.050°C
für 5 Stunden unterzogen. Sie wurden mit einer 500 kgf-Schmiedemaschine bei
einer Temperatur im Bereich von 950 bis 1.100°C (Wiedererwärmen
auf 1.100°C) geschmiedet, und es wurde eine Behandlung
zur Bildung von Mischkristallen bei 1.180°C für
4 Stunden durchgeführt, um Teststücke herzustellen.
Zur Schmiedbarkeit wurde die vorstehend beschriebene Schmiedebehandlung
durchgeführt, bis das Schmiedeverhältnis 3 betrug.
Die Schmiedbarkeit wurde auf Grundlage der Anzahl von Wiedererwärmungsschritten,
bis das Schmiedeverhältnis 3 betrug, und der An- oder Abwesenheit
eines Schmiederisses, wenn das Schmiedeverhältnis 3 betrug,
bewertet.
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Das
Schmiedeverhältnis ist definiert durch die Teilung der
Querschnittsfläche eines zu schmiedenden Objekts senkrecht
zur Richtung, in die das zu schmiedende Objekt gestreckt wird, vor
dem Schmieden durch die Querschnittsfläche eines zu schmiedenden
Objekts senkrecht zur Richtung, in die das zu schmiedende Objekt
gestreckt wird, nach dem Schmieden. Entsprechend der normalen Schmiedebehandlung
wird, falls sich die Temperatur des geschmiedeten Objekts verringert,
nämlich wenn sich das geschmiedete Objekt verhärtet, die
Schmiedebehandlung durch Wiedererwärmen wiederholt. Die
Anzahl der Wiedererwärmungsschritte bezeichnet die Häufigkeit
mit der das geschmiedete Objekt in der Schmiedebehandlung wiedererwärmt
wurde, bis das Schmiedeverhältnis 3 betrug. Ausserdem wurde
das geschmiedete Objekt, das der Schmiedebehandlung unterzogen wurde,
visuell bezüglich der An- oder Abwesenheit eines Schmiederisses
untersucht. Falls kein Riss vorliegt, wird dies als "keiner" angezeigt,
und die Schmiedbarkeit wird als "O" bewertet, um anzuzeigen, dass
die Schmiedbarkeit herausragend ist. Wenn andererseits ein Riss
vorliegt, wird dies als "ja" bezeichnet, und die Schmiedbarkeit
wird als "x" bewertet, um anzuzeigen, dass die Schmiedbarkeit schlecht
ist.
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Tabelle
2 zeigt die Ergebnisse, die durch Vermessen der entsprechenden Proben
bezüglich der 0,2%-Dehngrenze erhalten wurden, und die
Ergebnisse, die durch Bewertung der Schmiedbarkeit erhalten wurden.
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Wie
in Tabelle 2 gezeigt ist, wurde gefunden, dass die Proben 1 bis
7 eine hohe 0,2%-Dehngrenze bei den entsprechenden Temperaturen
im Vergleich zu dem herkömmlichen Stahl von Probe 8 besassen.
Es wurde auch gefunden, dass ihre Schmiedbarkeit herausragend war,
was anzeigt, dass die Schmiedbarkeit von herkömmlichem
Stahl beibehalten wurde. Es wird angenommen, dass Probe 1 bis Probe
7 einen grossen Wert der 0,2%-Dehngrenze aufwiesen, weil die Ausscheidungsverfestigung
und die Mischkristallverfestigung gefördert wurden. Da
der herkömmliche Stahl von Probe 8 eine geringe mechanische
Festigkeit aufwies, wurde kein Ergebnis erhalten, das sowohl die
mechanische Festigkeit als auch die Schmiedbarkeit zufriedenstellt.
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Gleeble-Test:
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Nachstehend
ist beschrieben, dass die Legierung auf Ni-Basis mit den Bereichen
der chemischen Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung eine exzellente
Warmumformbarkeit aufweist. Die in Tabelle 1 gezeigten entsprechenden
Proben wurden einem Gleeble-Test unterzogen (gebräuchliches
Testverfahren in der Stahlindustrie).
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Tabelle
3 zeigt die Ergebnisse des Gleeble-Tests bei den vorstehend beschriebenen
entsprechenden Proben. 1 ist ein Diagramm, das die
Ergebnisse des Gleeble-Tests an den entsprechenden, in Tabelle 3 gezeigten
Proben zeigt. Die Verringerungsrate der Querschnittsfläche
(Verringerung der Fläche), die auf der vertikalen Achse
in 1 gezeigt ist, bezeichnet das Verhältnis
der Querschnittsfläche eines Teils des getesteten (gerissenen)
Teststücks, reduziert von der Querschnittsfläche
vor dem Test, zur Querschnittsfläche des Teststücks
vor dem Test. Das heisst, wenn der obige Wert gross ist, bedeutet
dies, dass die Warmumformbarkeit herausragend ist.
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Wie
in Tabelle 3 und 1 gezeigt, wurden bei den Proben
1 bis 7 der Legierungen auf Ni-Basis mit den Bereichen der chemischen
Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung und Probe 8 der Legierung
auf Ni-Basis aus herkömmlichem Stahl im Temperaturbereich
von 900 bis 1.300°C, einschliesslich des Schmiedetemperaturbereichs
(etwa 950 bis 1.150°C), im wesentlichen die gleichen Gleeble-Testergebnisse
erhalten. Somit wurde gefunden, dass für die Legierung
auf Ni-Basis mit den Bereichen der chemischen Zusammensetzung der
vorliegenden Erfindung eine gute Warmumformbarkeit, ähnlich
zu der Legierung auf Ni-Basis aus herkömmlichem Stahl,
erhalten werden konnte.
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Alterungseigenschaften:
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Nachfolgend
ist beschrieben, dass die mechanische Festigkeit beibehalten werden
kann, sogar wenn die Legierung auf Ni-Basis mit den Bereichen der
chemischen Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung für
eine vorbestimmte Zeit bei einer hohen Temperatur gehalten wird.
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Ähnlich
zum Verfahren zur Herstellung der Teststücke in dem vorstehend
beschriebenen Zugfestigkeitstest wurden die Legierungen auf Ni-Basis
von Probe 1 bis Probe 7 mit den in Tabelle 1 gezeigten chemischen
Zusammensetzungen, jeweils 20 kg, in einem Vakuuminduktionsschmelzofen
geschmolzen, um Rohblöcke herzustellen. Die Rohblöcke
wurden dann einer Haltebehandlung bei 1.050°C für
5 Stunden unterzogen. Dann wurden sie im Temperaturbereich von 950
bis 1.100°C (Wiedererwärmung bei 1.100°C)
geschmiedet, und es wurde eine Behandlung zur Bildung von Mischkristallen
für 4 Stunden bei 1.180°C durchgeführt. Es
wurden Teststücke mit einer vorbestimmten Grösse
aus den hergestellten geschmiedeten Stählen hergestellt.
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Die
entsprechend hergestellten Teststücke wurden 2.000 Stunden
bei 750°C gehalten, einem Zugfestigkeitstest unter Bedingungen
von 700°C gemäss JIS G 0567 unterzogen (Verfahren
für einen Hochtemperatur-Zugfestigkeitstest für
eisenhaltige Materialien und wärmebeständige Legierungen)
und bezüglich der 0,2%-Dehngrenze vermessen. Die entsprechenden
Teststücke vor der Wärmebehandlung wurden einem
Zugfestigkeitstest unter Bedingungen von 700°C unterzogen
und bezüglich der 0,2%-Dehngrenze vermessen.
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Die
Teststücke wurden bei 750°C gehalten, weil die
maximale Verwendungstemperatur des vorstehend beschriebenen Turbinenrotors
berücksichtigt wurde, um Sicherheitsdaten zu erhalten.
Indessen wurde die Temperaturbedingung von 700°C im Zugfestigkeitstest
unter Berücksichtigung der Temperaturbedingungen bestimmt,
bei denen der Turbinenrotor einer Dampfturbine normalerweise betrieben
wird.
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Tabelle
4 zeigt die Ergebnisse der Messung der 0,2%-Dehngrenze der entsprechenden
Proben. TABELLE 4
| | 0,2% Dehngrenze,
MPa |
| Vor
der Wärmebehandlung | Nach
Halten bei 700°C für 2.000 Stunden |
| Probe
1 | 350 | 307 |
| Probe
2 | 382 | 312 |
| Probe
3 | 366 | 324 |
| Probe
4 | 378 | 352 |
| Probe
5 | 369 | 340 |
| Probe
6 | 370 | 348 |
| Probe
7 | 380 | 351 |
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Wie
in Tabelle 4 gezeigt, wurde gefunden, dass die 0,2%-Dehngrenze der
Teststücke nach der Wärmebehandlung geringfügig
verringert war, jedoch die mechanische Festigkeit vor der Wärmebehandlung
im wesentlichen beibehalten wurde. Es wird somit angenommen, dass
im wesentlichen keine Beschaffenheitsveränderung über
die Zeit stattfindet.
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Obwohl
die Erfindung vorstehend unter Bezugnahme auf erfindungsgemässe
Ausführungsformen beschrieben worden ist, ist die Erfindung
nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt. Es ist klar, dass Modifikationen und Variationen
der Ausführungsformen durchgeführt werden können,
ohne vom Geist und Umfang der Erfindung abzuweichen.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - JP 2008-067768 [0001]
- - JP 7-150277 A [0006]