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DE102009011036B4 - Vorrichtung und Verfahren zum Schweißen von Drähten - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zum Schweißen von Drähten Download PDF

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Abstract

Verfahren zum Schweißen von Drähten mittels einer Laserquelle, dadurch gekennzeichnet, dass die zu verschweißenden Drähte (2) mittels einer Führungseinrichtung (8a, 8b) aufeinandergeführt und anschließend verschweißt werden, wobei mittels eines Kraftelementes (6) die zu verschweißenden Drähte (2) vor dem Verschweißen mit einer vom Kraftelement (6) applizierten Kraft aufeinandergefahren werden, wobei beim Verschweißen der zu verschweißenden Drähte (2) mittels eines bzw. des Kraftelementes (6) die zu verschweißenden Drähte (2) ineinander gefahren werden, wobei mittels eines Wegbegrenzungselementes (7) das Ineinanderfahren der Drähte begrenzt wird, derart, dass beim Verschweißen der Drähte (2) die entstehende Schweißstelle (3) sich nicht im wesentlichen über den radialen Querschnitt der Drähte (2) erstreckt.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Schweißen von Drähten mittels einer Laserquelle, insbesondere von dünnen, insbesondere kohlenstoffhaltigen Drähten.
  • Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Drahtverschweißungsverfahren bekannt, bei denen zu verschweißende Drähte mittels Bestromung verschweißt und anschließend durch eine weitere Bestromung zur Temperaturerhöhung oder in einer Glühkammer nachbehandelt werden, wobei jedoch immer die entstehende Schweißstelle als Verdickung deutlich über den radialen Querschnitt der verschweißten Drähte herausragt. So ist aus der US 4,224,499 A ein Verfahren zum Schweißen von Drähten mittels einer Laserquelle bekannt, bei dem die zu verschweißenden Drähte aufeinander geführt und anschließend verschweißt werden und beim Verschweißen die zu verschweißenden Drähte mittels einer Kraft ineinander gefahren werden. Dabei entsteht wieder ein Schweißgrat, der entweder belassen oder entfernt werden kann. Alle Schweißverfahren nach dem Stand der Technik, die mittels Verschweißung durch Bestromung funktionieren, haben mit geringer werdenden Durchmessern das Problem einer immer schlechter definierten Kontaktstelle (Oberfläche und Beschaffenheit der Kontaktstelle zur Initiierung des Stromflusses), was zu einem hohen Aufkommen an Fehlstellen führt. Des weiteren stellt die Verdickung im Bereich der Schweißstelle ein Problem dar, so dass diese Stelle für relevante Anwendungen, meistens mechanisch egalisiert werden muss und gegebenenfalls dann nochmals ein weiterer Glühbehandlungsschritt sich anschließt, um ausreichende Zug- und Biegebelastungen sicherzustellen, wobei hier beispielsweise auf US 6,311,684 B1 verwiesen wird.
  • Trotz des zweimaligen nachträglichen Glühens weisen die entsprechenden Verschweißungen häufig nicht ausreichende mechanische Zugbelastungs- und Biegebelastungsstandfestigkeiten auf, wobei das mechanische Entfernen (des Verschweißungsgrates) der Verdickung im Bereich der Schweißstelle und das energetisch relativ ungünstige Glühen im Ofen einen hohen Zeit-, Energie- und somit Kostenfaktor darstellt.
  • Das der Erfindung zugrundeliegende Problem bzw. deren Aufgabe liegt darin, die oben genannten Nachteile zumindest teilweise zu verringern bzw. zu vermeiden, insbesondere dahingehend, dass ein mechanisches Entfernen der Verdickung im Bereich der Schweißstelle der Drähte und gleichzeitig ein mehrfaches Glühen auch vermieden wird, um somit ein kostengünstiges, schnelles und sicheres Verschweißungsverfahren von dünnen Drähten bereitzustellen.
  • Dieses Problem wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren nach Anspruch 1 und eine Vorrichtung nach Anspruch 10.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Schweißen von Drähten werden die zu verschweißenden Drähte mittels einer Führungseinrichtung aufeinandergeführt und anschließend verschweißt, wobei mittels eines Kraftelementes die zu verschweißenden Drähte vor dem Verschweißen mittels einer Laserquelle – ziehend oder drückend – aufeinandergefahren werden, um eine definierte zu verschweißende Stelle bereitzustellen. Weiterhin werden beim Verschweißen der zu verschweißenden Drähte mittels eines bzw. des Kraftelementes die zu verschweißenden Drähte – ziehend oder drückend – ineinander gefahren, wobei mittels eines Begrenzungselementes, beispielsweise und insbesondere eines Seils oder einer Stellschraube, das Ineinanderfahren der Drähte begrenzt wird, derart, dass beim Verschweißen der Drähte die entstehende Schweißstelle sich nicht im Wesentlichen über den radialen Querschnitt der Drähte erstreckt. Dies kann beispielsweise und insbesondere realisiert werden mittels einer in 1 dargestellten und entsprechend beschriebenen Vorrichtung sowie entsprechenden Verfahrensschritten. Insbesondere wird über das Vorspannen ein definierter Anpressdruck der beiden zu verschweißenden Drähte sichergestellt, wobei im Augenblick des Verschweißens mittels Laserstrahlung, welches in der Regel nur wenige tausendstel Sekunden dauert, durch das an der Schweißstelle weichgewordene und fließfähige Material beide Drähte sich ineinander leicht zubewegen, so dass über die Begrenzung der Wegstrecke eine entstehende Verdickung der Schweißstelle (Schweißperle) kontrollierend und vorbestimmend begrenzt wird. Servomotoren oder ähnliche Stellelemente wären nicht in der Lage, innerhalb dieser kurzen Zeitspannen reproduzierbar und kontrolliert die Drähte ineinanderfließend nachzuführen, so dass nicht reproduzierbare und in der Regel minderwertige Verschweißungen entstehen würden.
  • Erfindungsgemäß sind unter dem Begriff ”Kraftelement” Elemente zu verstehen, die derart eingestellt werden können, dass sie eine Kraft auf ein angegriffenes Element ausüben, so dass beispielsweise auch Pneumatik- oder Hydraulikzylinderelemente oder aber auch magnetische Elemente hierunter fallen, jedoch insbesondere klassische Federelemente hervorzuheben sind.
  • Vorteilhaft, da in der Praxis bewährt, ist es, wenn es sich beim Kraftelement um ein Element aus der Gruppe pneumatisches, hydraulisches, magnetisches oder Feder-Kraftelement handelt, da diese eine besonders hohe Zuverlässigkeit hinsichtlich der Reproduzierbarkeit der Qualität der Schweißstelle sicherstellen, wobei jedoch wenn auch nicht ganz in diesem Ausmaß schnelle Servomotorkraftelemente durchaus denkbar sind.
  • Zunächst ist es vorteilhaft, wenn bei der Führung der zu verwendenden Drähte diese Drähte umgebende Röhrchen, beispielsweise und insbesondere Glasröhrchen, Glaskeramikröhrchen oder Keramikröhrchen, verwendet werden zur gegenseitigen Ausrichtung der Drähte.
  • Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn das Verschweißen der Drähte unter einem Schutzgas, beispielsweise und insbesondere Argon, durchgeführt wird, um entweder ein Verzundern zu vermeiden bzw. eine hohe Qualität der Schweißstelle zu erreichen.
  • Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn das Schutzgas mittels der Düse für das Heißgas, also der Düse, aus der das Heißgas austritt, appliziert wird, um so einen einfachen apparativen Aufbau zu realisieren.
  • Dabei hat es sich als vorteilhaft in der Praxis herausgestellt, daß der maximale Durchmesser der zu verschweißenden Drähte 2 mm beträgt, was letztlich wohl einer Wärmedissipationen geschuldet ist und das schnelle Einbringen der Energie mittels Laserstrahlung mehr oder weniger obere Grenzen hinsichtlich eines maximalen Durchmessers zur Folge hat.
  • Weiterhin ist es von Vorteil, wenn mittels einer Laserquelle mindestens zwei Drähte miteinander verschweißt werden, wobei beipielsweise und inbesondere als Laserquelle ein gepulster Festkörperlaser in Frage kommt, wobei im Anschluß daran die entstandene Schweißstelle, die sich auch als Schweißstelle (Schweißperle) darstellt und als solche bezeichnet wird, mittels eines insbesondere punktuell gerichteten Heißgasstromes, der insbesondere eine Temperatur aufweist zwischen +250°C und +500°C, einem Annealingprozess (einem Glühen) unterworfen wird.
  • Das Annealing mittels eines insbesondere punktuellen Heißgasstromes zu realisieren bringt neben einer extremen Vereinfachung des Verfahrensprozesses und einer sehr großen Zeitersparnis insbesondere den Vorteil, das nur punktuell die betroffene Schweißzone der thermischen Behandlung unterworfen wird und somit der von der Schweißung nicht betroffene Draht keine, seine Eigenschaften verändernde Behandlung erfährt.
  • Weiterhin ist es von Vorteil, wenn nach dem Annealing ein Zuglasttest durchgeführt wird, um unmittelbar nach der Herstellung die jeweilig notwendigen Mindestbeanspruchungen hinsichtlich Zuglastfestigkeit zu bestimmen, um eventuelle Fehler bereits zu diesem Zeitpunkt zu erkennen.
  • Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn das Verschweißen der Drähte, das Annnealing und der Zuglasttest in einer Vorrichtung durchgeführt werden, um ein kompliziertes Ausspannen der verschweißten Drähte und ein erneutes Einspannen einzusparen, was wiederum Arbeitseinsatz, Zeit und somit Kosten erheblich reduziert.
  • Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn mittels einer Laserquelle die Drähte miteinander verschweißt werden, da sich mit Hilfe eines solchen homogenen und vom Drahtdurchmesser unabhängigen Energieeintrages und unter Zuhilfenahme der oben beschriebenen mechanischen Prozesssteuerungskomponenten eine Schweißstelle bildet, deren räumliche Dimensionen sich im wesentlichen nicht über den radialen Querschnitt der zu verschweißenden Drähte erstreckt, wobei mit dem Applizieren eines Heißgasstromes Vorteile verbunden sind, vorzugsweise und beispielsweise, wenn dieser aus der Gruppe Luft, Stickstoff, Edelgas ausgewählt wird, da sich diese Stoffe in der Praxis sehr bewährt haben, wobei es sich darüber hinaus in der Praxis als ausgesprochen vorteilhaft herausgestellt hat, daß das Heißgas mittels einer Düse an die Schweißstelle appliziert wird, so daß ein gezieltes räumlich eng begrenztes Abgeben von Wärme ermöglicht wird, so daß vorteilhafterweise während des Anealingvorganges die höchste Temperatur in der Schweißstelle herrscht, so daß von der Schweißstelle aus gesehen in längsaxialer Richtung der Drähte ein kontinuierlicher Temperaturabfall festzustellen ist, der im wesentlichen den Erhalt der Materialeigenschaften außerhalb der Annealingzone sicherstellt.
  • Auf diese Art und Weise wird ein Verfahren zum Verschweißen von Drähten bereitgestellt, daß eine sichere und reproduzierbare Verschweißung gewährleistet, die ein mechanisches Entfernen von dem sonst aus dem Stand der Technik überstehenden Verschweißungsgrat an der Verschweißungsstelle entbehrlich macht, was zu erheblichen Zeit- und Geldersparnissen führt, und das auf der anderen Seite durch das spezielle Annealing mittels eines Heißgasstromes und nicht wie aus dem Stand der Technik üblich mittels eines Annealings in einem Ofen oder durch Temperaturerhöhung mittels Bestromung, durch das sich einstellende Temperaturprofil kontrolliert Rekristallisationsvorgänge in der Metallstruktur der verschweißten Drähte stattfindet, um auf diese Art und Weise eine ausgesprochen hohe Biege- und Zugbeanspruchungbarkeit zu generieren bzw. zu gewährleisten.
  • Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn während des Schweißens sich die maximale Temperatur der miteinander zu verschweißenden Drähte im Zentrum der Verschweißung befindet, um auf diese Art und Weise ein zu beiden Seiten hin gleichmäßiges Temperaturgradientenprofil zu erhalten, um später eine optimale Grundlage für das Glühen bereitzustellen, was sich letztlich in hohen Zuglastfestigkeiten und Biegebeanspruchbarkeiten äußert.
  • Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn das Verschweißen der Drähte unter einem Schutzgas, beispielsweise und insbesondere Argon, durchgeführt wird, um entweder ein Verzundern zu vermeiden bzw. eine hohe Qualität der Schweißstelle zu erreichen.
  • Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn das Schutzgas mittels der Düse für das Heißgas, also der Düse, aus der das Heißgas austritt, appliziert wird, um so einen einfachen apparativen Aufbau zu realisieren.
  • Es ist weiterhin ein wichtiger Aspekt der vorliegenden Erfindung, daß die zerstörbaren Präzisionsausgleichsröhrchen, hergestellt vorzugsweise aus Glas, Glaskeramik oder Keramik, verwendet werden zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, da die Glasröhrchen, die für eine sichere Führung und hohe Stabilität der Drähte beim Aufeinanderfahren unter zunehmendem Druck auf die Drahtenden der zu verschweißenden Drähte Sorge tragen, durch einfaches Zerdrücken beispielsweise mittels einer Zange nach dem Verschweißen entfernt werden können, so daß bei insbesondere einer Kombination aus Verwendung von Laserstrahlen mittels einer Laserquelle für das Verschweißen und das anschließende Annealing mittels eines Heißgasstromes letztlich in der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgesprochen elegant und reproduzierbar durchgeführt werden kann.
  • In produktionstechnischer Hinsicht ist es dann weiterhin von großem Vorteil, daß im Anschluß an das Verschweißen und Annealing ein Zuglasttest durchgeführt werden kann, um vor Ort die Schweißstelle auf ihre Mindesterfordernisse hin zu untersuchen und gegebenenfalls mindere Qualität auszuschließen.
  • Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele nichtbeschränkend erläutert.
  • In den Figuren zeigen:
  • 1 – eine schematische Prinzipskizze in Aufsicht,
  • 2 – eine schematische Querschnittsansicht eines Ausschnittes aus 1,
  • 3 – eine schematische Querschnittsansicht der in 1 gezeigten Ausführungsform,
  • 4 – eine schematische Querschnittsansicht eines Ausschnittes einer weiteren Ausführungsform, und
  • 5 – eine schematische Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform.
  • In 1 ist schematisch ein Aufbau einer erfindungsgemäßen Vorrichtung von oben zu erkennen.
  • Die zu verschweißenden Drähte 2 werden in der mittig innenliegenden Seele jeweils eines Glasröhrchen 5 fest in der bewegliche Aufnahme 8a bzw. der feststehenden Aufnahme 8b befestigt.
  • Aufnahme 8a ist mittels eines Seiles X mit der servogesteuerten Rolle 10 verbunden. Aufnahme 8b ist starr mit dem Kraftaufnahmesensor 13 verbunden.
  • Die Feder 6 verbindet Aufnahme 8a mit Aufnahme 8b unter Vorspannung einiger Newton. Zu diesem Prozesszeitpunkt werden die Kräfte der Feder 6 über die Aufnahmen, das Seil X und die Rolle 10 bzw. die starre Verbindung Y an den Kraftaufnahmesensor und dann jeweils an das Gehäuse übertragen.
  • Durch Rotation der Rolle 10 im Uhrzeigersinn bewegt sich Aufnahme 8a jetzt auf Aufnahme 8b, unter der Krafteinwirkung von Feder 6, zu, bis sich die beiden Schweißdrahtenden berühren.
  • Mit dem Berühren der Drähte entsteht eine Verlagerung der Federkräfte von Feder 6 auf die in den Aufnahmen 8a und 8b befestigten Drähte.
  • Seil X und starre Verbindung Y nehmen keine Kräfte mehr auf.
  • Durch eine definierte weitere Rotation der Rolle 10 im Uhrzeigersinn wird das Seil X um eine definierte Wegstrecke weiter freigegeben. Diese Wegstrecke entspricht später exakt der Wegstrecke um die sich die Drähte während des Schweißvorganges, durch die Feder 6 gezogen, ineinander verschieben.
  • Diese Wegstrecke bestimmt den Durchmesser der Schweißperle, welche im Idealfall genau dem Drahtdurchmesser des Drahtes entspricht.
  • Wenn sich die Drähte berühren und die Seilrolle 10 eine definierte weitere Seilfreigabe ausgeführt hat, werden die beiden Drähte mittels Laserstrahlung bei konstantem Andruck und definiertem Weg miteinander verschweißt.
  • Nach Applikation der Laserstrahlung und dem dadurch stattgefundenen Verschweißen der beiden Drähte 2 ist eine Schweißstelle 3 entstanden, die dann mittels einer darauf ausgerichteten Düse 9 mittels eines Heißgasstromes (4) einem Annealing (Glühen) unterworfen wird, wobei die Temperatur des Heißgasstromes in Abhängigkeit von Material und Durchmesser ca. +250°C bis +500°C beträgt und das Heißgas Argon ist. Das Annealing findet unmittelbar nach dem Verschweißen statt.
  • Beim Annealing ist darauf zu achten, daß die Ausrichtung der Düse 9 derart ist, daß sich im Zentrum der Schweißstelle 3 die maximale Temperatur befindet, so daß der Temperaturverlauf stetig nach außen verlaufend absinkend ist und beim endgültigen Abkühlen nach dem Annealing aufgrund der durch das Annealing stattgefundenen Rekristallisationsprozesse dann eine hohe Zuglast und insbesondere Biegebelastbarkeit sich einstellt.
  • Im Anschluß an das Verschweißen und das Annealing wird unmittelbar danach, also insbesondere nach Abkühlen auf Raumtemperatur, die Schweißstelle einem Zuglasttest ausgesetzt, um die eingestellten Mindestanforderungen vor Ort zu überprüfen. Dabei wird die Rolle 10 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht und über das Seil X eine Feder 14 gespannt und die jetzt zunehmende Kraft über die feste Verbindung der Drähte 2 in Aufnahme 8a und 8b sowie die starre Verbindung Y an den Kraftaufnahmesensor 13 geführt. Die gesamte Kraft wird dabei über die Schweißstelle geleitet. Die Kraft der Feder 6 wird durch eine Nullung des Meßsystems vor der Messung kompensiert. Durch die Drehung der Rolle 10 kann die Kraft kontinuierlich bis zum gewünschten Wert gesteigert werden.
  • Wird dabei die Schweißstelle 3 nicht zerstört, so ist die Verschweißung erfolgreich gewesen, so daß im Anschluß daran die beiden miteinander verschweißten Drähte – nunmehr der neue gemeinsame Draht – aus der Vorrichtung entnommen werden können.
  • Es sei lediglich der guten Ordnung halber darauf hingewiesen, daß die zu verschweißenden Drähte an ihren in Bezug auf die Verschweißung distalen Enden klemmend an jeweiligen Klemmelementen der Führungseinrichtung 8 befestigt werden, beispielsweise und insbesondere mittels Klemmbacken, die Teile der Führungseinrichtung 8 sind.
  • Weiterhin sei darauf hingewiesen, daß nach dem Verschweißen und Testen beispielsweise und insbesondere mittels einer Zange die empfindlichen Glasröhrchen einfach quetschend-zerstörend entfernt werden können.
  • In 2 ist auszugsweise und in im Vergleich zu 1 vergrößerter Querschnittsdarstellung nochmals zu erkennen, wie die beiden zu verschweißenden Drähte 2 in den jeweiligen Glasröhrchen 5 angeordnet sind, um dann zusammengefahren verschweißt zu werden.
  • In den 3 bis 5 sind unter Bezugnahme auf die obigen Erläuterungen und Ausführungen zu den 1 und 2 unterschiedliche Ausführungsbeispielprinzipien hinsichtlich der Wegbegrenzungselemente 7 aufgezeigt, wobei in 3 das Seil X als Wegbegrenzungselement 7, in 4 eine Stellschraube 11 und in 5 eine Stellschraube 11 und eine zwischen einem Gegenlager 15 und einem Spacer 12 als Wegbegrenzungselement dient. Bei der Ausführungsform in 3 sei auf die Erläuterungen zu 1 verwiesen. Hinsichtlich der 4 läßt sich feststellen, daß ein ausgesprochen schmaler Spalt S zwischen einem Gegenlager 15 und dem distalen Ende der Stellschraube 11 durch entsprechendes Einstellen der Stellschraube 11 beim Verschweißen die begrenzte Wegstrecke definiert, während dies in 5 durch den Spacer 12 geschieht, der vor dem Verschweißen entfernt wird.
  • Lediglich der guten Ordnung halber sei darauf hingewiesen, daß statt einer die Aufnahmen 8a und 8b zusammenziehenden Feder zwei aufeinanderdrückende Federn oder andere Kraftelemente eingesetzt werden können.

Claims (18)

  1. Verfahren zum Schweißen von Drähten mittels einer Laserquelle, dadurch gekennzeichnet, dass die zu verschweißenden Drähte (2) mittels einer Führungseinrichtung (8a, 8b) aufeinandergeführt und anschließend verschweißt werden, wobei mittels eines Kraftelementes (6) die zu verschweißenden Drähte (2) vor dem Verschweißen mit einer vom Kraftelement (6) applizierten Kraft aufeinandergefahren werden, wobei beim Verschweißen der zu verschweißenden Drähte (2) mittels eines bzw. des Kraftelementes (6) die zu verschweißenden Drähte (2) ineinander gefahren werden, wobei mittels eines Wegbegrenzungselementes (7) das Ineinanderfahren der Drähte begrenzt wird, derart, dass beim Verschweißen der Drähte (2) die entstehende Schweißstelle (3) sich nicht im wesentlichen über den radialen Querschnitt der Drähte (2) erstreckt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Laserquelle mindestens zwei Drähte (2) miteinander verschweißt werden, wobei im Anschluss daran die entstandene Schweißstelle (3) mittels eines Heißgasstromes (4) einem Annealing unterworfen wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass es sich beim Heißgas um eines aus der Gruppe Luft, Stickstoff, Edelgas handelt.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Heißgas mittels einer Düse (9) an die Schweißstelle (3) appliziert wird.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Annealing ein Zuglasttest durchgeführt wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschweißen der Drähte, das Annealing und der Zuglasttest in einer Vorrichtung durchgeführt werden.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschweißen der Drähte unter einem Schutzgas durchgeführt wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgas mittels der Düse (9) für das Heißgas appliziert wird.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Annealing bei einer Temperatur von +250°C bis 500°C durchgeführt wird.
  10. Vorrichtung zum Schweißen von Drähten mittels einer Laserquelle zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch eine Führungseinrichtung (8a, 8b) für die zu verschweißenden Drähte (2), wobei ein Wegbegrenzungselement (7) für die Drähte (2) vorgesehen ist.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftelement (6) ein Element aus der Gruppe Servomotor-, pneumatisches, hydraulisches, magnetisches, Feder-Kraftelement ist.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass für die Führung der zu verschweißenden Drähte (2) diese Drähte (2) umgebende Röhrchen (5) vorgesehen sind.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Röhrchen (5) Glasröhrchen, Glaskeramik- oder Keramikröhrchen sind.
  14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der maximale Durchmesser der zu verschweißenden Drähte (2) 2 mm beträgt.
  15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass es sich beim Heißgas (4) um eines aus der Gruppe Luft, Stickstoff, Edelgas handelt.
  16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass für das Heißgas (4) eine Düse (9) vorgesehen ist.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (9) für das Heißgas auch für das Applizieren des Schutzgases vorgesehen ist.
  18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Drähten (2) um kohlenstoffhaltige Drähte handelt.
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