DE102009010850A1 - Hydraulisches Fahrwerksystem - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein hydraulisches Fahrwerksystem (10) zur Wankstabilisierung und Niveauregulierung eines Fahrzeugs, umfassend eine bidirektionale Pumpe (12), ein Reservoir (14) für Hydraulikfluid, einen ersten, als Zylinder/Kolben-Einheit ausgebildeten Dämpfer (16), der eine erste Aktivkammer (18) aufweist, und einen zweiten, als Zylinder/Kolben-Einheit ausgebildeten Dämpfer (20), der eine zweite Aktivkammer (22) aufweist, wobei die Aktivkammern (18, 22) über die bidirektionale Pumpe (12) miteinander gekoppelt sind, und wobei zwischen die Aktivkammern (18, 22) ein Wegeventil (24) geschaltet ist, welches die Aktivkammern (18, 22) in einer ersten Ventilstellung über die Pumpe (12) miteinander verbindet, und welches die Aktivkammern (18, 22) in einer zweiten Ventilstellung zum einen direkt miteinander und zum andern über die Pumpe (12) mit dem Reservoir (14) verbindet.
Description
- Die Erfindung betrifft ein hydraulisches Fahrwerksystem zur Wankstabilisierung und Niveauregulierung eines Fahrzeugs, umfassend eine bidirektionale Pumpe, ein Reservoir für Hydraulikfluid, einen als Zylinder/Kolben-Einheit ausgebildeten ersten Dämpfer, der eine erste Aktivkammer aufweist, und einen als Zylinder/Kolben-Einheit ausgebildeten zweiten Dämpfer, der eine zweite Aktivkammer aufweist, wobei die Aktivkammern über die bidirektionale Pumpe miteinander gekoppelt sind.
- Fahrwerksysteme, welche zur Verbesserung der Fahrzeugsicherheit und des Insassenkomforts Wankbewegungen eines Fahrzeugaufbaus aktiv entgegenwirken und darüber hinaus innerhalb vorgegebener Zuladungsgrenzen ein weitgehend konstantes Niveau des Fahrzeugaufbaus aufrechterhalten können, sind allgemein aus dem Stand der Technik bekannt.
- So zeigt beispielsweise die
DE 195 21 746 A1 eine Einrichtung zur Wankstabilisierung eines Fahrzeugs, mit an den Rädern einer Fahrzeugachse jeweils zwischen einem Radführungselement und dem Fahrzeugaufbau angeordneten Hydraulikzylindern, die sich über ein Federelement am Fahrzeugaufbau abstützen und jeweils eine Arbeitskammer aufweisen. Die Arbeitskammern sind über eine bidirektionale Hydraulikpumpe miteinander verbunden, wobei die Pumpe zur Wankstabilisierung des Fahrzeugs einen Volumenstrom von der Arbeitskammer eines Hydraulikzylinders in die Arbeitskammer des anderen Hydraulikzylinders fördern kann. Ein hydraulisches System, welches sowohl eine Wankstabilisierungsfunktion als auch eine Niveauregulierungsfunktion aufweist, ist nicht explizit offenbart. In der Beschreibung wird jedoch darauf hingewiesen, dass die vorgeschlagene Ein richtung zur Wankstabilisierung eines Fahrzeugs durch eine Niveauregelung ergänzt werden kann. - Die
DE 102 27 417 A1 beschreibt ein Federungssystem für ein Fahrzeug, mit dem sich unter anderem eine Wankstabilisierung und eine Niveauregulierung des Fahrzeugaufbaus realisieren lassen. Das Federungssystem ist jedoch insgesamt recht aufwendig und komplex. Insbesondere sind im Hydraulikkreis mehrere Ventile vorgesehen, die zur Realisierung der gewünschten Systemfunktion elektromagnetisch geschaltet werden müssen. Diese Magnetventile sind in Summe teuer und verursachen einen beachtlichen Steuerungsaufwand. Im Übrigen steigt die Anfälligkeit für Systemstörungen in der Regel mit der Anzahl der im Hydrauliksystem eingebauten Einzelkomponenten. - Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein möglichst einfaches und preiswertes Fahrwerksystem zu schaffen, welches eine besonders zuverlässige Wankstabilisierung und Niveauregulierung eines Fahrzeugs bereitstellt.
- Die Aufgabe wird gelöst durch ein hydraulisches Fahrwerksystem der eingangs genannten Art, bei dem zwischen die Aktivkammern ein Wegeventil geschaltet ist, welches die Aktivkammern in einer ersten Ventilstellung über die Pumpe miteinander verbindet und welches die Aktivkammern in einer zweiten Ventilstellung zum einen direkt miteinander und zum anderen über die Pumpe mit dem Reservoir verbindet. Das Schalten lediglich eines Wegeventils ermöglicht hierbei in einfacher Weise den Wechsel zwischen einer Wankstabilisierungsfunktion und einer Niveauregulierungsfunktion des hydraulischen Fahrwerksystems. So befindet sich das Wegeventil im Fahrbetrieb des Fahrzeugs bevorzugt in der ersten Ventilstellung zur Wankstabilisierung und schaltet bei stehendem Fahrzeug bevorzugt in die zweite Ventilstellung zur Niveauregulierung.
- Um das Systemverhalten bei äußeren Einwirkungen zu verbessern, insbesondere bei hochfrequenten äußeren Einwirkungen, ist in einer Ausführungsform des hydraulischen Fahrwerksystems ein zur Pumpe parallel geschaltetes erstes Drucksteuerventil vorgesehen, das bei einem vordefinierbaren Druck einen Hydraulikfluidfluss von der ersten Aktivkammer zur zweiten Aktivkammer freigibt.
- Besonders bevorzugt ist ferner ein zur Pumpe und zum ersten Drucksteuerventil parallel geschaltetes zweites Drucksteuerventil vorgesehen, das bei einem vordefinierbaren Druck einen Hydraulikfluidfluss von der zweiten Aktivkammer zur ersten Aktivkammer freigibt. Bei plötzlich auftretenden Druckschwankungen infolge äußerer Anregungen, beispielsweise einseitigen Radauslenkungen durch Straßenschäden, ermöglichen diese Drucksteuerventile einen schnellen und ausreichend großen Fluidfluss zwischen den Aktivkammern, um die Druckschwankungen auszugleichen.
- In jedem Dämpfer sind bevorzugt zwei durch einen Dämpferkolben getrennte Dämpferkammern vorgesehen.
- Darüber hinaus können die Dämpfer jeweils eine gasgefüllte Druckkammer aufweisen. Sind im Hydraulikzylinder eines als Zylinder/Kolben-Einheit ausgebildeten Dämpfers zwei Dämpferkammern, eine gasgefüllte Druckkammer und eine Aktivkammer ausgebildet, so ergibt sich ein besonders kompaktes Fahrwerksystem, welches hervorragende Federungs- und Dämpfungseigenschaften aufweist sowie darüber hinaus die Möglichkeit einer aktiven Wankstabilisierung und Niveauregulierung bietet.
- Zweckmäßige Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer bevorzugten Ausführungsform beschrieben, die in der beigefügten Zeichnung dargestellt ist.
- Dabei zeigt die einzige Figur ein erfindungsgemäßes hydraulisches Fahrwerksystem
10 zur Wankstabilisierung und Niveauregulierung eines nicht dargestellten Fahrzeugs. Das Fahrwerksystem10 umfasst eine bidirektionale Pumpe12 , ein Reservoir14 für Hydraulikfluid, einen als Zylinder/Kolben-Einheit ausgebildeten ersten Dämpfer16 , der eine erste Aktivkammer18 aufweist, und einen als Zylinder/Kolben-Einheit ausgebildeten zweiten Dämpfer20 , der eine zweite Aktivkammer22 aufweist, wobei die Aktivkammern18 ,22 über die bidirektionale Pumpe12 miteinander gekoppelt sind. Die Pumpe wird in diesem Fall als reversible oder bidirektionale Pumpe12 bezeichnet, da sie zwei Betriebsrichtungen aufweist und dementsprechend Hydraulikfluid in die eine oder andere Richtung fördern kann. - Die beiden Dämpfer
16 ,20 sind einer Fahrzeugachse zugeordnet. So ist beispielsweise der erste Dämpfer16 mit einem linken Rad der Fahrzeugachse und der zweite Dämpfer20 mit einem rechten Rad derselben Fahrzeugachse gekoppelt. - Zwischen die Aktivkammern
18 ,22 der Zylinder/Kolben-Einheiten16 ,20 ist ein Wegeventil24 geschaltet, welches die Aktivkammern18 ,22 in einer ersten Ventil stellung über die Pumpe12 miteinander verbindet und welches die Aktivkammern18 ,22 in einer zweiten Ventilstellung zum einen direkt miteinander und zum andern über die Pumpe12 mit dem Reservoir14 verbindet. - Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Wegeventil
24 ein 4/2-Wegeventil, welches von einer Druckfeder26 in seine erste Ventilstellung beaufschlagt wird. Diese erste Ventilstellung entspricht somit einer Grundstellung des Wegeventils24 , die eine aktive Wankstabilisierung des Fahrzeugs ermöglicht. Der Hydraulikkreislauf ist in diesem Fall geschlossen, und die bidirektionale Pumpe12 fördert zur Wankstabilisierung in geeigneter Weise lediglich Hydraulikfluid von der ersten Aktivkammer18 zur zweiten Aktivkammer22 oder umgekehrt. - Gemäß der Figur ist das Wegeventil
24 elektromagnetisch angesteuert. Es weist einen Ansteuermagnet28 auf, der das Wegeventil24 bei einer Bestromung in die zweite Ventilstellung bewegt. Diese zweite Ventilstellung ist also eine Betätigungsstellung, in der die Aktivkammern18 ,22 zum einen direkt miteinander und zum andern über die Pumpe12 mit dem Reservoir14 verbunden sind. Je nach Förderrichtung der reversiblen Pumpe12 strömt somit Hydraulikfluid vom Reservoir14 in die Aktivkammern18 ,22 bzw. aus den Aktivkammern18 ,22 in das Reservoir14 . Folglich lässt sich in der zweiten Ventilstellung des Wegeventils24 eine Niveauregulierung realisieren. Wird Hydraulikfluid in die Aktivkammern18 ,22 gepumpt, so werden letztlich Kolbenstangen30 der Zylinder/Kolben-Einheiten16 ,20 ausgefahren, um einen Fahrzeugaufbau an der zugeordneten Fahrzeugachse anzuheben. Wird hingegen Hydraulikfluid aus den Aktivkammern18 ,22 abgelassen, so werden die Kolbenstangen30 eingefahren, um den Fahrzeugaufbau an der entsprechenden Fahrzeugachse abzusenken. - Von der Pumpe
12 ausgehend ist in der Figur eine Leckageleitung32 eingezeichnet, welche als Pumpenleckage austretendes Hydraulikfluid wieder zu einer Pumpensaugseite zurückführt. Um einen Fluidfluss von einer Pumpendruckseite über die Leckageleitung32 zur bidirektionalen Pumpe12 zu verhindern, sind in der Leckageleitung32 zwei Rückschlagventile34 vorgesehen, die einen entsprechenden Fluidfluss sperren. - Im Folgenden wird kurz auf die Konstruktion der als Zylinder/Kolben-Einheiten ausgebildeten Dämpfer
16 ,20 eingegangen. Jeder Dämpfer16 ,20 umfasst einen Hydraulikzylinder36 und einen im Hydraulikzylinder36 geführten Dämpferkolben38 , wobei der Dämpferkolben38 mit der Kolbenstange30 verbunden ist, die sich aus dem Hydraulikzylinder36 erstreckt und an einem Fahrzeugaufbau angreift. In jedem Dämpfer16 ,20 sind zwei durch den Dämpferkolben38 getrennte Dämpferkammern42 ,44 vorgesehen. Diese Dämpferkammern42 ,44 stehen über im Dämpferkolben38 angeordnete Dämpferventile46 miteinander in Verbindung. Eine derartige Konstruktion aus Dämpferkammern42 ,44 und einem Dämpferkolben38 mit Dämpferventilen46 ist aus dem Stand der Technik bekannt und bewirkt eine zuverlässige Schwingungsdämpfung zwischen dem Fahrzeugaufbau und ungefederten Fahrzeugkomponenten. - In der Ausführungsform des Fahrwerksystems
10 gemäß der Figur weisen die Dämpfer16 ,20 jeweils eine gasgefüllte Druckkammer48 auf, welche mit einem kompressiblen Gas gefüllt ist und einen Volumenausgleich im zugeordneten Dämpfer16 ,20 ermöglicht. So kann im dargestellten Ausführungsbeispiel durch Kompression oder Expansion des Gasvolumens in der Druckkammer48 z. B. das Volumen der Kolbenstange30 beim Verschieben des Dämpferkolbens38 kompensiert werden. - Die gasgefüllte Druckkammer
48 ist durch einen verschieblichen Kolben50 von der jeweiligen Aktivkammer18 ,22 des Dämpfers16 ,20 getrennt. Dieser Kolben50 ist im Hydraulikzylinder36 geführt und entlang einer Zylinderachse A beweglich. Dabei gleitet der Kolben50 im Wesentlichen dicht an einer Umfangswand52 des Hydraulikzylinders36 , sodass keine Verbindung zwischen der Aktivkammer18 ,22 und der Druckkammer48 besteht. - Auf einer der Aktivkammer
18 ,22 gegenüberliegenden Seite der Druckkammer48 grenzt die Druckkammer48 an die Dämpferkammer44 an. Die Druckkammer48 ist dabei von der Dämpferkammer44 durch einen weiteren beweglichen Kolben54 im Wesentlichen dicht getrennt, wobei der Kolben54 ebenfalls im Hydraulikzylinder36 geführt und entlang der Zylinderachse A beweglich ist. - Bei der Ausführungsform des Fahrwerksystems
10 gemäß der Figur ist ein zur Pumpe12 parallel geschaltetes erstes Drucksteuerventil56 vorgesehen, das in der ersten Ventilstellung des Wegeventils24 bei einem vordefinierbaren Druck einen Hydraulikfluidfluss von der ersten Aktivkammer18 zur zweiten Aktivkammer20 freigibt. Dieses Drucksteuerventil56 ist vorzugsweise als Druckminderventil ausgebildet und erlaubt einen raschen Druckausgleich zwischen den Dämpfern16 ,20 . Wird beispielsweise die Kolbenstange30 des ersten Dämpfers16 aufgrund äußerer Einwirkungen plötzlich in den Hydraulikzylinder36 eingefahren, so steigt der Druck in der ersten Aktivkammer18 stark an und kann mittels eines Fluidflusses von der ersten Aktivkammer18 über das erste Drucksteuerventil56 zur zweiten Aktivkammer22 abgebaut werden. Um einen unerwünschten Fluidfluss in die Gegenrichtung zu verhindern, ist das erste Drucksteuerventil56 in Reihe geschaltet mit einem Rückschlagventil58 , das einen Hydraulikfluidfluss von der zweiten Aktivkammer22 zur ersten Aktivkammer18 sperrt. - Um bei einem plötzlichen Druckanstieg in der zweiten Aktivkammer
22 ebenfalls einen raschen Druckausgleich zu ermöglichen, ist ein zur Pumpe12 und zum ersten Drucksteuerventil56 parallel geschaltetes zweites Drucksteuerventil60 vorgesehen, das bei einem vordefinierbaren Druck einen Hydraulikfluidfluss von der zweiten Aktivkammer22 zur ersten Aktivkammer18 freigibt. Um einen Fluidfluss in die Gegenrichtung zu verhindern, ist auch dieses zweite Drucksteuerventil60 vorzugsweise in Reihe geschaltet mit einem Rückschlagventil62 , das einen Hydraulikfluidfluss von der ersten Aktivkammer18 zur zweiten Aktivkammer22 sperrt. - Besonders bevorzugt sind die Drucksteuerventile
56 ,60 durch einen Elektromagneten64 mit einstellbarer Bestromung angesteuert. Über die Bestromung des Elektromagneten64 wird der vordefinierbare Druck festgelegt, ab dem der Hydraulikfluidfluss von der ersten Aktivkammer18 zur zweiten Aktivkammer22 freigegeben wird. Somit lässt sich über die Bestromung der Elektromagnete64 auf einfache Art und Weise ein gewünschtes Dämpfungs- und Federungsverhalten des hydraulischen Fahrwerksystems10 einstellen. - Die Drucksteuerventile
56 ,60 bilden zusammen mit ihren jeweils in Reihe geschalteten Rückschlagventilen58 ,62 eine Ventilvorrichtung66 , die in der Figur gestrichelt angedeutet ist. Diese Ventilvorrichtung66 ermöglicht in hydraulischen Fahrwerksystemen10 zur Wankstabilisierung und Niveauregulierung eines Fahrzeugs bei äußeren Anregungen, insbesondere hochfrequenten Anregungen, einen raschen Druckausgleich zwischen den Dämpfern16 ,20 einer Fahrzeugachse. Hierdurch können z. B. Überlastsituationen im hydraulischen Fahrwerksystem10 vermieden werden. - Obwohl das Fahrwerksystem
10 prinzipiell auch ohne die Ventilvorrichtung66 funktionsfähig wäre, sind die genannten Vorteile der Ventilvorrichtung66 für eine zuverlässige Systemfunktion von besonderer Bedeutung. Um einen raschen Druckausgleich und die damit einhergehenden Vorteile zu erzielen, kann die Ventilvorrichtung66 optional auch bei hydraulischen Fahrwerksystemen zur Wankstabilisierung und Niveauregulierung eines Fahrzeugs eingesetzt werden, die nicht über das oben beschriebene 4/2-Wegeventil24 gesteuert werden, sondern über eine alternative Ventilanordnung. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
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- - DE 19521746 A1 [0003]
- - DE 10227417 A1 [0004]
Claims (12)
- Hydraulisches Fahrwerksystem zur Wankstabilisierung und Niveauregulierung eines Fahrzeugs, umfassend eine bidirektionale Pumpe (
12 ), ein Reservoir (14 ) für Hydraulikfluid, einen als Zylinder/Kolben-Einheit ausgebildeten, ersten Dämpfer (16 ), der eine erste Aktivkammer (18 ) aufweist, und einen als Zylinder/Kolben-Einheit ausgebildeten, zweiten Dämpfer (20 ), der eine zweite Aktivkammer (22 ) aufweist, wobei die Aktivkammern (18 ,22 ) über die bidirektionale Pumpe (12 ) miteinander gekoppelt sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die Aktivkammern (18 ,22 ) ein Wegeventil (24 ) geschaltet ist, welches die Aktivkammern (18 ,22 ) in einer ersten Ventilstellung über die Pumpe (12 ) miteinander verbindet, und welches die Aktivkammern (18 ,22 ) in einer zweiten Ventilstellung zum einen direkt miteinander und zum anderen über die Pumpe (12 ) mit dem Reservoir (14 ) verbindet. - Fahrwerksystem nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein zur Pumpe (
12 ) parallelgeschaltetes erstes Drucksteuerventil (56 ) vorgesehen ist, das bei einem vordefinierbaren Druck einen Hydraulikfluidfluss von der ersten Aktivkammer (18 ) zur zweiten Aktivkammer (22 ) freigibt. - Fahrwerksystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein zur Pumpe (
12 ) parallelgeschaltetes erstes Drucksteuerventil (56 ) vorgesehen ist, das bei einem vordefinierbaren Druck einen Hydraulikfluidfluss von der ersten Aktivkammer (18 ) zur zweiten Aktivkammer (22 ) freigibt. - Fahrwerksystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Drucksteuerventil (
56 ) in Reihe geschaltet ist mit einem Rückschlagventil (58 ), das einen Hydraulikfluidfluss von der zweiten Aktivkammer (22 ) zur ersten Aktivkammer (18 ) sperrt. - Fahrwerksystem nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein zur Pumpe (
12 ) und zum ersten Drucksteuerventil (56 ) parallelgeschaltetes zweites Drucksteuerventil (60 ) vorgesehen ist, das bei einem vordefinierbaren Druck einen Hydraulikfluidfluss von der zweiten Aktivkammer (22 ) zur ersten Aktivkammer (18 ) freigibt. - Fahrwerksystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Drucksteuerventil (
60 ) in Reihe geschaltet ist mit einem Rückschlagventil (62 ), das einen Hydraulikfluidfluss von der ersten Aktivkammer (18 ) zur zweiten Aktivkammer (22 ) sperrt. - Fahrwerksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Dämpfer (
16 ,20 ) einen Hydraulikzylinder (36 ) und einen im Hydraulikzylinder (36 ) geführten Dämpferkolben (38 ) umfasst, wobei der Dämpferkolben (38 ) mit einer Kolbenstange (30 ) verbunden ist, die sich aus dem Hydraulikzylinder (36 ) erstreckt. - Fahrwerksystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Dämpfer (
16 ,20 ) zwei durch den Dämpferkolben (38 ) getrennte Dämpferkammern (42 ,44 ) vorgesehen sind. - Fahrwerksystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpferkammern (
42 ,44 ) über im Dämpferkolben (38 ) angeordnete Dämpferventile (46 ) miteinander in Verbindung stehen. - Fahrwerksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfer (
16 ,20 ) jeweils eine gasgefüllte Druckkammer (48 ) aufweisen. - Fahrwerksystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die gasgefüllte Druckkammer (
48 ) durch einen verschieblichen Kolben (50 ) von der jeweiligen Aktivkammer (18 ,22 ) des Dämpfers (16 ,20 ) getrennt ist. - Fahrwerksystem nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Dämpfer (
16 ,20 ) zwei durch einen Dämpferkolben (38 ) getrennte Dämpferkammern (42 ,44 ) ausgebildet sind, wobei die gasgefüllte Druckkammer (48 ) durch einen verschieblichen Kolben (54 ) von einer benachbarten Dämpferkammer (42 ,44 ) getrennt ist.
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