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DE102009010114A1 - Sitz- oder Liegemöbel mit Polsterelement - Google Patents

Sitz- oder Liegemöbel mit Polsterelement Download PDF

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DE102009010114A1
DE102009010114A1 DE102009010114A DE102009010114A DE102009010114A1 DE 102009010114 A1 DE102009010114 A1 DE 102009010114A1 DE 102009010114 A DE102009010114 A DE 102009010114A DE 102009010114 A DE102009010114 A DE 102009010114A DE 102009010114 A1 DE102009010114 A1 DE 102009010114A1
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DE
Germany
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furniture
seating
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upholstery
outdoor
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Withdrawn
Application number
DE102009010114A
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English (en)
Inventor
Peter Hintzen
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Individual
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    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47CCHAIRS; SOFAS; BEDS
    • A47C7/00Parts, details, or accessories of chairs or stools
    • A47C7/62Accessories for chairs
    • A47C7/72Adaptations for incorporating lamps, radio sets, bars, telephones, ventilation, heating or cooling arrangements or the like
    • A47C7/74Adaptations for incorporating lamps, radio sets, bars, telephones, ventilation, heating or cooling arrangements or the like for ventilation, heating or cooling
    • A47C7/748Adaptations for incorporating lamps, radio sets, bars, telephones, ventilation, heating or cooling arrangements or the like for ventilation, heating or cooling for heating

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  • Mattresses And Other Support Structures For Chairs And Beds (AREA)
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sitz- oder Liegemöbel (10) aus Metall für den Außenbereich, umfassend wenigstens ein auf einer Sitz- oder Liegefläche des Möbels positionierbares Polsterelement (11, 12), dessen Polsterbezug wasserundurchlässig ist. Erfindungsgemäß ist das auf das Sitz- oder Liegemöbel (10) auflegbare Polsterelement (11, 12) beheizbar. Die Erfindung macht es möglich, hochwertige Möbel für den Außenbereich zur Verfügung zu stellen, die dauerhaft auch bei ungünstigen Witterungsbedingungen im Freien verbleiben können und dabei dem Benutzer einen sehr hohen Sitzkomfort bieten. Der Bezug des Polsterelements ist absolut wasserundurchlässig, so dass ein elektrisches Heizelement im Inneren nicht beeinträchtigt wird. Die Unterkonstruktion (13, 14, 15) des Möbels kann aus Edelstahl bestehen und ist damit korrosionsbeständig. Die hochwertige Anmutung des Sitz- oder Liegemöbels wird noch weiter unterstützt durch die Möglichkeit, dieses bei Dunkelheit zu beleuchten.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sitz- oder Liegemöbel aus Metall für den Außenbereich, umfassend wenigstens ein auf einer Sitz- oder Liegefläche des Möbels positionierbares Polsterelement, dessen Polsterbezug wasserundurchlässig ist.
  • Die Anforderungen an die Witterungsbeständigkeit von Sitz- und Liegemöbeln für den Außenbereich, das heißt beispielsweise Stühle, Sessel, Bänke, Liegen für Gärten, Parks, Restaurants oder öffentliche Bereiche sind besonders hoch, wenn diese Möbel anders als dies meist üblich ist, dauerhaft im Freien verbleiben sollen. Insbesondere ist die Witterungsbeständigkeit des Polsterbezugs und des Polsterelements insgesamt gefordert. Der Polsterbezug muss strapazierfähig sein und sollte eine vergleichsweise hohe Reißfestigkeit aufweisen. Das Polsterelement ist bedingt durch die Witterung hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt sowie aufgrund der Sonneneinstrahlung auch UV-Strahlung. Um eine Reinigung des Bezugs zu ermöglichen sollte der Polsterbezug auch von dem Polsterelement, welches in der Regel eine Schaumstofffüllung umfasst, abnehmbar sein. Dazu wird häufig ein Reißverschluss verwendet, so dass man den Bezug auftrennen und die Füllung herausnehmen kann. Allerdings werden dadurch wiederum Probleme im Hinblick auf die Witterungsbeständigkeit geschaffen, da eine Reißverschlussverbindung im allgemeinen nicht ausreichend wasserdicht ist.
  • Nicht nur der Polsterbezug, sondern auch das Polster muss bei herkömmlichen Polsterelementen den Anforderungen an die Witterungsbeständigkeit genügen. Da der Bezug nicht ausreichend wasserdicht ist, wird der Schaumstoff der Feuchtigkeit ausgesetzt. Temperaturschwankungen der Umgebung betreffen ebenfalls den Schaumstoff der Füllung. Weitere Anforderungen ergeben sich daraus, dass das Polster insbesondere bei Sitz- oder Liegemöbeln Bequemlichkeit und hohen Sitzkomfort gewährleisten sollte. Da am Markt bislang keine absolut wasserundurchlässigen Polsterbezüge für den Außeneinsatz bekannt sind, sind bei Polsterelementen die genannten Anforderungen meist nicht hinreichend erfüllt, so dass diese nur eine beschränkte Lebensdauer haben.
  • Die meisten handelsüblichen Sitz- oder Liegemöbel erfüllen nicht nur hinsichtlich der Polsterelemente sondern auch in Bezug auf das Möbel selbst die Anforderungen für einen dauerhaften Verbleib im Freien nicht. In der Regel bestehen zumindest Teile des Möbels aus Holz oder holzartigen Werkstoffen, die bei längerer Einwirkung von Feuchtigkeit und Frost Schaden nehmen, selbst wenn sie eine entsprechende Lackierung aufweisen. Bei Möbeln aus Metall ist es so, dass diese oft im Bereich der Sitzfläche textile Materialien oder Bespannungen aus Bast, Rattan, Korbgeflechte oder dergleichen umfassen, die ebenfalls bei andauerndem Einfluss der Witterung verschleißen. Auch Möbel aus Kunststoff sind nicht dauerhaft witterungsbeständig und können beispielsweise nicht in den Wintermonaten ungeschützt im Freien stehen. Auch der Kunststoff erodiert, wobei neben Frost und Feuchtigkeit auch die Sonneneinstrahlung zu Korrosion und Verfärbung beiträgt.
  • Bei Sitz- oder Liegemöbeln aus Metall unterliegen die metallischen Bauteile ebenfalls im Freien der Korrosion, sofern diese aus Eisenmetallen bestehen.
  • In der DE 10 2005 041 585 A1 ist ein Polsterelement beschrieben. Es handelt sich um eine witterungsbeständige Auflage für Stühle oder Liegen, die insbesondere für die Verwendung im Freien vorgesehen ist. Diese Auflage umfasst eine nachgiebige Füllung, die von einem Bezug umhüllt wird. Der Bezug besteht im Wesentlichen aus Kunststoff, das Material ist jedoch so ausgebildet, dass es für Wasserdampf und auch für flüssiges Wasser durchlässig ist. Dazu haben die Bezugteile Durchbrechungen, durch die das Wasser hindurch treten kann. Die Auflage soll dadurch rasch trocknen. Der von dem Bezug umhüllte Schaumstoff der Füllung wird jedoch nicht gegen Feuchtigkeit geschützt. Um die Bezugteile mit einer erhöhten Reißfestigkeit zu versehen, wird hier ein Gewirk als Träger verwendet, bei dem Fasern aus Kunststoff wie zum Beispiel Polyester mit einem Weich-PVC bestrichen werden. Es soll auch ein gewisser Schutz gegen Temperaturschwankungen und UV-Strahlung erzielt werden.
  • In der DE 20 2005 013 622 U1 ist ein abnehmbarer Polsterbezug für ein Möbelstück beschrieben, bei dem ein Bezugsstoff verwendet wird mit einer Innenwand und einer Außenwand, der so auf das Polsterstück gespannt werden kann, dass er sich teilweise doppellagig über das als Schaumelement ausgebildete Polsterstück erstreckt. Der Bezugsstoff selbst ist jedoch einlagig. Die Innenwand des Bezugsstoffs kann aus einem anderen Material bestehen als die Außenwand, zum Beispiel aus einem kostengünstigen und strapazierfähigen Vlies. Bei diesem bekannten Polsterbezug geht es in erster Linie um ein einfaches Aufbringen bzw. Abnehmen des Bezugs von dem Möbelstück. In an sich bekannter Weise kann der Polsterbezug einen Schlitz aufweisen, der über einen Reißverschluss verschließbar ist.
  • In der DE 72 20 867 ist ein Sitzpolster bestehend aus einem textilen Überzug mit einer rückseitigen Versiegelungsschicht und einem in-situ-Schaumstoffkern beschrieben. Der textile Überzug besteht aus einer dehnbaren Maschen- oder einer dehnbaren Flockware, die Versiegelungsschicht besteht aus einem Elastomeren und der Schaumstoffkern beruht auf einer Kaltschaumrezeptur. Für die Versiegelungsschicht kann auch eine Folie dienen. Bei diesem bekannten Sitzpolster wird die Versiegelungsschicht an der Rückseite des textilen Gewebes deshalb verwendet, um bei Verziehen der Kett- und Schussfäden ein Durchscheinen des Schaumstoffkerns zu vermeiden. Die Versiegelungsschicht ist ausreichend dehnbar und es wird Faltenbildung in dem Bezug vermieden. Jedoch wird bei diesem bekannten Sitzpolster der dehnbare textile Überzug mit dem Schaumstoff hinterschäumt, so dass eine unlösbare Verbindung zwischen Schaumstoff und Überzug gegeben ist. Der Bezug lässt sich somit nicht zu Reinigungszwecken abnehmen.
  • Die Schweizer Patentschrift CH 364 479 beschreibt ebenfalls eine elastische Werkstoffbahn für Polsterbezüge, die eine Schicht aus einer gummielastischen Masse aufweist, welche auf einer Seite mit einem mit ihr verbundenen flächenförmigen Textilprodukt versehen ist. Die gummielastische Masse ist hier eine Schaumstoffschicht, die durch rückseitiges Aufgießen mit dem textilen Gewebe verbunden wird. Auch hier geht es darum, eine hohe Elastizität der Werkstoffbahn zu erreichen. Da eine Schaumstoffschicht Poren aufweist, ist davon auszugehen, dass der Bezug nicht eine für den Außenbereich ausreichende Wasserdichtigkeit aufweist. Die Druckschrift enthält dazu auch keine Aussage. Da dieser Polsterbezug für Automobile und Eisenbahnwagen (somit für den Innenbereich) verwendet wird, spielt diese Anforderung auch keine Rolle. Ebenso wenig ist es üblich, derartige Bezüge vom Polster abzunehmen.
  • Aus dem Stand der Technik sind ebenfalls Matratzenbezugsstoffe bekannt. Beispielsweise beschreibt die DE 203 09 793 U1 einen solchen Matratzenbezugsstoff, bei dem an der der Matratze zugewandten Unterseite des mehrschichtigen Bezugsstoffs eine flüssigkeitsundurchlässige Sperrschicht angeordnet ist. Allerdings sind die Anforderungen an Matratzen andere als an Polsterbezüge, die für den Außenbereich vorgesehen sind. Folglich ist auch bei dem bekannten Matratzenbezugsstoff vorgesehen, dass die Oberschicht wasserdampfdurchlässig ausgebildet ist. Der Bezug kann daher zunächst Feuchtigkeit aufnehmen, es soll lediglich der Matratzenkern vor Feuchtigkeit geschützt werden. Zudem ist bei dieser Matratze nicht vorgesehen, den Bezugsstoff vom Matratzenkern abzunehmen, was bei Matratzen üblicherweise nicht erforderlich ist. Weiterhin werden Matratzen im Innenbereich verwendet, so dass der Bezugsstoff auch nicht so stark beansprucht wird, wie bei Polsterbezügen, die über einen längeren Zeitraum der Witterung ausgesetzt sind, das heißt Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und UV-Licht. Bei Sitzpolstern kommt noch die besondere Beanspruchung durch Bewegungen der auf dem Polster sitzenden Person hinzu. In der Regel unterliegen daher Polsterbezüge im Außenbereich einem enormen Verschleiß und in den meisten Fällen werden diese nicht dauerhaft im Freien belassen.
  • Ein weiteres Problem ergibt sich bei der Herstellung der Polsterbezüge. Selbst wenn man Bahnen von vollkommen wasserundurchlässigen Bezugsstoffen verwendet, müssen diese zu der entsprechenden Form eines Sitzpolsters oder dergleichen vernäht werden. In den Nahtbereichen wird daher beim Nähen der Bezugsstoff durchstochen und dadurch zwangsläufig undicht. Lässt man ein solches Polster ungeschützt im Freien liegen, dringt das Niederschlagswasser durch die Nähte und Feuchtigkeit gelangt in das Innere, wo sie nicht mehr entweichen kann. Das Polsterelement ist somit zum Sitzen nicht mehr geeignet, es besteht die Gefahr der Schimmelbildung und das Polsterelement verwittert.
  • In der älteren nicht vorveröffentlichten Deutschen Patentanmeldung DE 10 2007 049 207.5 vom 13.10.2007 ist ein wasserundurchlässiges witterungsbeständiges Polsterelement mit reißfestem Bezug beschrieben, welches für einen dauerhaften Verbleib im Außenbereich geeignet ist. Diese Anmeldung enthält jedoch keine detaillierten Ausführungen über die Sitz- oder Liegemöbel, bei denen derartige Polsterelemente verwendet werden.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein hochwertiges Sitz- oder Liegemöbel für den Außenbereich der eingangs genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, welches mit weiteren Funktionen ausgestattet ist, die dessen Komfort und Gebrauchswert weiter erhöhen.
  • Die Lösung dieser Aufgabe liefert ein Sitz- oder Liegemöbel der eingangs genannten Gattung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs.
  • Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das auf das Sitz- oder Liegemöbel auflegbare Polsterelement beheizbar ist. Dadurch hat der Benutzer bei kühler Witterung die Möglichkeit, die Heizvorrichtung für das Polsterelement einzuschalten und sich so einen hohen Sitz- oder Liegekomfort zu verschaffen. Das Sitz- oder Liegemöbel kann also auch bei niedrigen Außentemperaturen, beispielsweise an kühlen Sommerabenden oder in den Herbst- oder Win termonaten bequem genutzt werden. Beheizbare Sitzpolster sind bislang nur aus dem Innenbereich beispielsweise im Automobilbau bekannt. Dort handelt es sich jedoch um fest eingebaute Sitze und nicht als Auflage dienende Polsterelemente im Sinne der vorliegenden Erfindung. Zudem weist ein Autositz keinen Bezug auf, der wasserundurchlässig und uneingeschränkt witterungsbeständig ist. Bei als Sitzauflagen dienenden Polsterelementen ist hingegen bislang keine Beheizbarkeit gegeben, da diese ohnehin bei ungünstiger Witterung nicht auf dem Sitz- oder Liegemöbel im Außenbereich verbleiben, so dass sich die Aufgabe, ein solches Polsterelement beheizbar auszubilden, gar nicht stellt.
  • Das Polsterelement für das erfindungsgemäße Möbel ist hingegen nicht nur beheizbar, sondern auch so ausgebildet, dass man es auch bei harschen Witterungsbedingungen (strömender Regen, Hitze, starke Sonneneinstrahlung, Kälte etc.) dauerhaft im Freien belassen kann. Lediglich bei einer erforderlichen Reinigung des Polsterbezugs kann dieser gegebenenfalls vom Polsterelement abgenommen und gereinigt werden.
  • Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist im Inneren des Polsterelements eine mit Niedervoltspannung betreibbare elektrische Heizvorrichtung vorgesehen, die vorzugsweise über durch Solarzellenelemente erzeugten Strom gespeist wird. Man kann natürlich auch einen Netzanschluss beispielsweise an das Stromnetz in einem benachbarten Gebäude vorsehen. Bei Verwendung von Solarzellenelementen ist man jedoch vom Vorhandensein eines solchen Netzanschlusses unabhängig und betreibt zudem die Beheizung des Polsterelements besonders energiesparend. Möglich ist es zum einen, das Solarzellenelement in das Möbel zu integrieren oder man verwendet, wenn mehr Fläche benötigt wird, externe Solarzellenelemente, die beispielsweise mobil sein können oder im Freigelände aufgestellt werden zum Beispiel mittels eines Stativs. Alternativ können solche Solarzellenelemente auch beispielsweise an Freiflächen, Mauern, einer Wandhalterung oder dergleichen angebracht werden.
  • Über diese Solarzellen oder über das allgemeine Netz kann man auch eine bevorzugt weiterhin an dem Sitz- oder Liegemöbel vorhandene Beleuchtungsvorrichtung betreiben. Bevorzugt werden die erfindungsgemäßen Möbel aus Edelstahl gefertigt, einem Werkstoff, der anders als Holzwerkstoffe, Kunststoff, gewöhnlicher Stahl oder andere eisenhaltige Metall absolut korrosionsbeständig ist. Das Möbel weist demnach eine Edelstahlunterkonstruktion auf, auf die Polsterelemente mit wasserdichtem Polsterbezug aufgelegt werden. Die Beleuchtungsvorrichtung befindet sich im Bereich der Edelstahlunterkonstruktion. Für die Beleuchtung der Möbel eignen sich besonders Leuchtdioden, die verhältnismäßig wenig Platz benötigen und sich in die Möbelkonstruktion integrieren lassen. Daher ist vorzugsweise an der Möbelunterkonstruktion wenigstens eine bevorzugt mittels Niedervolt betreibbare Leuchtdiode (LED) angeordnet. Zu deren Versorgung aus dem Netz kann man ein geeignetes Netzteil verwenden mit beispielsweise einem Trennwandler, der die Netzspannung in Niederspannung umwandelt. Die Stromstärke richtet sich nach der Anzahl der zu beleuchtenden Sitzeinheiten. Über die Stromzufuhr aus dem Netz oder alternativ aus den Solarzellenelementen kann man auch die Heizvorrichtungen für die Polsterelemente versorgen.
  • Die genannten Beleuchtungsvorrichtungen können beispielsweise in Rahmenbauteile der Unterkonstruktion wie beispielsweise Holme oder Streben integriert oder an diesen angebracht sein oder an der Unterseite der Sitzfläche angeordnet sein. Besonders bevorzugt stahlen diese ähnlich wie ein downlight ihr Licht nach unten ab und dienen so einer Effektbeleuchtung, durch die die Möbel besonders akzentuiert werden. Es handelt sich in diesen Fällen somit weniger um eine Beleuchtung, die Licht in der Umgebung der Möbel schafft, um dort die Sicht zu verbessern.
  • Die Betätigung der Heizvorrichtung kann beispielsweise über einen im Bereich des Möbels angebrachten manuellen Ein-Aus-Schalter erfolgen. Eine für den Benutzer noch bequemere und somit bevorzugte Variante sieht vor, dass die Betätigung der Heizvorrichtung mittels Fernbedienung erfolgt, so dass der Benutzer beispielsweise aus einem Wohnhaus heraus sowohl die Beheizung als auch die Beleuchtung der Sitzmöbel bewirken kann. Dadurch sind die Polsterelemente bei der Benutzung bereits vorgeheizt, was bei niedrigen Außentemperaturen besonders komfortabel ist. Die Datenübertragung kann über an sich bekannte Verfahren erfolgen, beispielsweise per Funk Infrarot oder dergleichen. Die Übermittlung der für Schaltvorgänge benötigten Information mittels elektromagnetischer Strahlung kann beispielsweise über einen Sender erfolgen, der mit einer zentralen Installationseinrichtung im Außenbereich in Kontakt tritt. Von dieser Installationseinrichtung aus können dann die notwendigen Kabelverbindungen zu den einzelnen Möbeln oder Möbelgruppen ausgehen, die angesprochen werden sollen, so dass dann dort die Heizvorrichtung, Beleuchtung etc. jeweils individuell eingeschaltet und reguliert werden kann.
  • Eine mögliche bevorzugte konstruktive Ausführungsvariante sieht vor, dass sich an einem Sitz- oder Liegemöbel ein Dämmerungsschalter befindet, so dass über diesen bei Einbruch der Dämmerung die Beleuchtung automatisch eingeschaltet werden kann. Nach Tagesanbruch kann eine automatische Ausschaltung erfolgen. Dies ist energiesparend, da es einen Schaltvorgang für das Ausschalten erübrigt. Zudem erzielt man einen besonderen Effekt, wenn bei Einbruch der Dunkelheit sich die Beleuchtung an den Möbeln selbsttätig einschaltet und diese dadurch besonders zur Geltung gebracht werden. Hier ist anzumerken, dass die Erfindung insbesondere bei sehr hochwertigen Möbeln mit exklusivem Design zur Anwendung kommt.
  • Die beheizbaren wasserdichten Polsterelemente können an der metallischen Unterkonstruktion der Möbel abnehmbar festgelegt werden, beispielsweise mit Hilfe von Clips- oder Rastelementen.
  • Als besonders geeignete Heizvorrichtung für die Polsterelemente der erfindungsgemäßen Sitz- oder Liegemöbel haben sich beispielsweise Karbon-Heizmatten erwiesen, die in das Innere des Polsterelements eingebracht werden können und dort durch den wasserdichten Bezug gegen Feuchtigkeit geschützt sind. Die Polsterelemente für die erfindungsgemäßen Sitz- oder Liegemöbel können insbesondere Sitzpolsterelemente und/oder gegebenenfalls zu diesen separate Rückenpolsterelemente sein, so dass für einen hohen Sitzkomfort gesorgt ist, wenn diese jeweils beheizbar sind.
  • Um alle Kriterien hinsichtlich der dauerhaften Witterungsbeständigkeit zu erfüllen, kommen verschiedene Bezugsstoffe für den Polsterbezug bevorzugt in Betracht. Beispielsweise kann der Polsterbezug einen Schichtaufbau aufweisen, bei dem die Textilschicht eine äußere Schicht ist, die mit einer weiter innen liegenden gummiartigen Schicht zu einem Laminat fest verbunden ist. Diese Lösung ermöglicht die Schaffung eines strapazierfähigen Polsterbezugs mit sehr hoher Reißfestigkeit und ästhetisch ansprechendem Aussehen, bedingt durch die Beschaffenheit der äußeren Textilschicht, der dabei gleichzeitig Wasserundurchlässigkeit aufweist, die ihm die gummiartige Schicht des Laminats verleiht, wobei beide Schichten fest verbunden, vorzugsweise stoffschlüssig miteinander verbunden sind.
  • Besonders bevorzugt hat dabei der Polsterbezug gemäß einer Variante einen mindestens dreischichtigen Aufbau, umfassend wenigstens eine eine innere Oberflächenschicht bildende Polymerschicht. In diesem Fall ist es demnach so, dass die äußerste oberste Schicht eine strapazierfähige Textilschicht ist, eine gummiartige Schicht eine mittlere Schicht bildet und eine dritte innerste bzw. unterste Schicht vorhanden ist, die vorzugsweise ebenfalls mit den beiden anderen Schichten einen Verbund bildet und insbesondere mit der darüber liegenden Schicht stoffschlüssig verbunden ist. Diese innere Schicht kann eine textile Schicht sein, beispielsweise auf Basis von Kunststofffasern wie zum Beispiel Polyester oder dergleichen.
  • Es ergibt sich dann ein dreischichtiger Polsterbezug, der im Bereich der beiden Schichten, die eine äußere bzw. innere Oberfläche des Bezugs bilden, jeweils eine Oberfläche mit tex tilartiger Haptik und Anmutung hat. Durch die zwischen diesen beiden Schichten angeordnete Schicht aus einem gummiartigen Material wird die Wasserundurchlässigkeit geschaffen.
  • Die die äußere Oberfläche bildende Schicht kann bei Bedarf stärker strukturiert sein. Auch die die innere Oberfläche des Bezugs bildende und somit dem Polster zugewandte Schicht, kann gegebenenfalls eine (geringfügige) Oberflächenstruktur aufweisen.
  • Um die Wasserdichtigkeit im Bereich der Nähte zu schaffen, ist vorzugsweise weiterhin vorgesehen, dass der Polsterbezug im Bereich von Nähten eine zusätzliche Nahtabdichtung durch Verkleben aufweist. Dazu kann beispielsweise im Nahtbereich ein Polyurethan oder ein copolymerer Klebstoff aufgetragen werden. Der Kleber geht eine dauerhafte und schwer lösbare Verbindung mit dem Untergrund ein. Die bevorzugte Verwendung eines Klebers mit einer hohen Viskosität schafft einen dauerelastischen Kleber.
  • Alternativ dazu kann auch beispielsweise mittels eines elastischen Dichtbandes eine Nahtabdichtung erfolgen, wobei dieses über einen zwei Komponenten-Kleber mit dem Untermaterial verbunden werden kann. Es kann auch zum Beispiel ein elastisches thermisch aktivierbares Dichtband aufgebracht werden, welches erhitzt wird und über eine Druckanpressung mit dem Untermaterial verbunden wird.
  • Durch die genannten Maßnahmen wird auch die elektrisch betätigte Heizvorrichtung im Polsterelement selbst bei starkem Regen gegen Feuchtigkeit geschützt.
  • Bevorzugt ist es weiterhin so, dass das Polster dadurch von dem Polsterbezug getrennt werden kann, dass der Polsterbezug wenigstens einen Reißverschluss aufweist, entlang dessen wenigstens eine Dichtung angeordnet ist. Die Abdichtung im Bereich des Reißverschlusses ermöglicht es, dass auch die sonst gegen Feuchtigkeitsdurchtritt sensiblen Bereiche des Bezugs, die an den Reißverschluss angrenzen, eine hohe Wasserdichtigkeit, insbesondere eine völlige Wasserundurchlässigkeit aufweisen.
  • Als mögliche alternative Lösung kommt ein Polsterbezug in Betracht, der ebenfalls dekorativ und extrem witterungsbeständig ist, durch die Verwendung eines geeigneten Textilleders (Kunstleders). Dieses hat ein ansprechendes Aussehen sowie Wasserundurchlässigkeit, wobei eine solche Textillederschicht beispielsweise geeignete Kunststoffe wie Polyvinylchlorid umfassen kann. Bei dieser Variante kann also ein lediglich einschichtiger Polsterbezug die genannten Kriterien erfüllen. Zur Erhöhung der Reißfestigkeit kann man beispielsweise auch die Textillederschicht rückseitig durch ein Gewebe verstärken, zum Beispiel ein gitter netzartiges Gewebe welches beispielsweise auch aus natürlichen Faserstoffen wie Baumwolle oder dergleichen bestehen kann. Auch bei dieser Variante ist der Bezugsstoff selbst zwar vollkommen wasserundurchlässig, beim Vernähen wird jedoch wiederum im Bereich der Nähte eine zusätzliche Nahtabdichtung vorgesehen, um dort ein Eindringen von Feuchtigkeit zu vermeiden. Um den Polsterbezug vom Polster abzunehmen kann auch bei dieser Variante beispielsweise ein Reißverschluss eingearbeitet werden, der gegebenenfalls zusätzlich abgedichtet wird.
  • Vorzugsweise ist weiterhin vorgesehen, dass der erfindungsgemäße Polsterbezug eine hohe Reißfestigkeit aufweist. Wenn in den Polsterbezug wie oben beschrieben ein Reißverschluss eingearbeitet ist, sollte dieser bevorzugt eine hohe Querreißfestigkeit aufweisen, beispielsweise eine Querreißfestigkeit (Kette) von wenigstens etwa 250 N/cm, vorzugsweise von wenigstens etwa 300 N/cm. Weiterhin ist der Polsterbezug vorzugsweise so ausgelegt, dass er einem Innendruck (Überdruck) von wenigstens etwa 0,3, bar vorzugsweise von wenigstens etwa 0,35 bar standhält. Dies kann man beispielsweise dadurch testen, dass man in das innere des Bezugs Luft oder ein Gas mit einem vorgegebenen Druck einbläst und dann das Polster in Wasser eintaucht und feststellt, ob Luftblasen durch den Bezug hindurch treten.
  • Gemäß der Definition der Erfindung besteht ein Polsterelement jeweils aus dem wasserundurchlässigen Polsterbezug und dem im Inneren des Bezugs aufgenommenen Polster. Das Polster ist somit von dem Bezug allseits umhüllt. Unter „wasserundurchlässig” wird im Sinne der vorliegenden Erfindung verstanden, dass man das Polsterelement unter fließendes Wasser halten kann und das Polster im Inneren dabei trocken bleibt.
  • Es wurde bereits zuvor ausgeführt, dass ein weiteres Anliegen der vorliegenden Erfindung darin besteht, ein Polsterelement für das Sitz- oder Liegemöbel zur Verfügung zu stellen, welches einen hohen Komfort für den Benutzer liefert. Eine besonders bevorzugte konstruktive Ausgestaltung gemäß einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Aufgabenlösung sieht dazu vor, dass das Polster aus wenigstens zwei Einheiten aufgebaut ist, die aus verschiedenen Werkstoffen bestehen. Dies macht es möglich, für das Polster zum Beispiel verschiedene Schaumstoffe zu verwenden, deren Eigenschaften sich dann kombinieren. Dabei ist es zum Beispiel möglich, weichere und härtere Schaumstoffe zu kombinieren. Diese Materialien kann man in Sandwichbauweise miteinander verkleben. Vorzugsweise ist wenigstens eine erste weichere Polstereinheit aus einem weicheren Polsterschaumstoff mit einer Stauchhärte von weniger als 3 kPa vorgesehen ist und/oder wenigstens eine zweite härtere Polstereinheit aus einem festeren Polsterschaumstoff mit einer Stauchhärte von mehr als 5 kPa vorgesehen. Der weichere Schaumstoff kann ein thermoelastisches Material sein, wel ches sich bei Einwirkung von Wärme verändert und druckpunktentlastend wirkt, so dass eine Reaktion eintritt, wenn sich eine Person auf das Polsterelement setzt und sich dieses quasi an die Körperform anpasst, was zu einem hohen Sitz-/Liegekomfort beiträgt.
  • Die elektrische Heizvorrichtung im Inneren des Polsterelements kann bevorzugt mit Niederspannung betrieben werden, wobei die elektrische Versorgung der Heizvorrichtung entweder über einen Anschluss an das Festnetz und Zwischenschaltung eines Transformators gewährleistet werden kann. Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist es aber auch möglich an dem Möbel selbst oder außerhalb dieses geeignete Solarelemente vorzusehen, so dass das im Außenbereich stehende Möbel von dem Vorhandensein einer Netzversorgung unabhängig ist.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist weiterhin eine Anlage umfassend wenigstens ein Sitz- oder Liegemöbel der zuvor beschriebenen Art, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass diese weiterhin wenigstens eine zentrale Installationseinrichtung, bevorzugt im Außenbereich umfasst, die wenigstens eine Empfangseinheit umfasst, dass weiter wenigstens eine Sendeeinheit vorgesehen ist, welche geeignet ist, aus der Entfernung mit der Empfangseinheit in Kontakt zu treten und dass wenigstens eine elektrische Verbindung und/oder eine Datenverbindung von der Installationseinrichtung zu wenigstens einem Sitz- oder Liegemöbel oder einer Gruppe solcher Möbel vorgesehen ist, so dass Heizvorrichtungen und/oder Beleuchtungsvorrichtungen an den Möbeln über die Sendeeinheit aus der Entfernung betätigbar sind. Eine solche Anlage bietet dem Benutzer die Möglichkeit, beispielsweise bequem aus einem Wohnhaus heraus aus der Entfernung die Heizvorrichtungen in den Polsterelementen und/oder die Beleuchtungsvorrichtungen an den Sitzmöbeln jeweils unabhängig voneinander und nach individuellem Bedarf zu schalten. Da es hier um sehr hochwertige Möbel für den Außenbereich geht, die dafür konzipiert sind, dauerhaft im Freien zu verbleiben, lohnt es sich auch, eine dauerhafte Installation dieser Art mit der zentralen Installationseinrichtung und entsprechenden Kabelverbindungen zu den einzelnen Möbeln oder Möbelgruppen im Außenbereich fest zu installieren.
  • Die in den Unteransprüchen genannten Merkmale betreffen bevorzugte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Aufgabenlösung. Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Detailbeschreibung.
  • Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben.
  • Dabei zeigen:
  • 1 eine Ansicht eines Sitzmöbels mit Polsterelement gemäß einer beispielhaften Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung;
  • 2 eine schematisch vereinfachte Ansicht eines Längsschnitts durch ein Polsterelement gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
  • 3 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Anlage mit Sitzgruppe von Möbeln und Installationseinrichtung sowie Mitteln zur Betätigung.
  • Zunächst wird auf die 1 Bezug genommen. Die Darstellung zeigt in perspektivischer Ansicht eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnete erfindungsgemäße Sitzbank, auf der beheizbare Polsterelemente 11, 12 aufliegen, nämlich ein Sitzpolsterelement 11 und ein Rückenpolsterelement 12. Die Sitzbank 10 umfasst eine Unterkonstruktion aus Edelstahl mit Beinen 13, einem Rahmen mit seitlichen Streben 14, einer vorderen gekrümmten Strebe 15, die zwei seitliche Streben miteinander verbindet, einer in der Ansicht nicht sichtbaren hinteren Strebe und einem Rückenteil 16, von dem nur ein kleiner Ausschnitt sichtbar ist. An diesem Rückenteil 16 ist das Rückenpolsterelement 12 angebracht. Das Rückenteil 16 des Rahmens kann beispielsweise vertikale Streben umfassen. Außerdem hat das Sitzmöbel 10 eine beispielsweise aus Lochblech bestehende Sitzfläche, auf der das Sitzpolsterelement 11 aufliegen kann. Da diese Unterkonstruktion bevorzugt vollständig aus Edelstahl besteht ist sie absolut korrosionsbeständig und kann bei jeder Witterung dauerhaft im Freien verbleiben.
  • In die Unterkonstruktion integriert sind verschiedene Beleuchtungsvorrichtungen 19, die beispielsweise mit LEDs bestückt sind und mit Solarstrom betrieben werden können. Diese Beleuchtungsvorrichtungen 19 liegen unter der Sitzfläche des Sitzmöbels in der Unterkonstruktion oder sie sind beispielsweise in die Streben 14 der Unterkonstruktion aus Edelstahl eingebaut. Sie können weißes oder beispielsweise auch farbiges Licht abgeben und die als Leuchtmittel verwendeten LEDs können entsprechend angesteuert werden. In dem Ausführungsbeispiel strahlen die Beleuchtungsvorrichtungen 19 ihr Licht nach unten hin ab, so dass es sich quasi um downlights handelt, welche eine beleuchtete Fläche 20 auf dem Boden unter dem Sitzmöbel 10 schafften. Das Licht wird also als indirektes Licht vom Boden reflektiert. Dies erzeugt eine Effektbeleuchtung, durch die das Sitzmöbel betont und optisch hervorgehoben wird. Der von den Beleuchtungsvorrichtungen 19 geschaffene Lichtkegel unter dem Sitzmöbel kann über eine Steuerung in einer Installationseinrichtung 27 veränderbar sein, die nachfolgend noch näher erläutert werden wird.
  • Die Polsterelemente 11, 12 sind mit einem völlig wasserundurchlässigen Polsterbezug versehen. Sie sind in dem Beispiel vergleichsweise stark ausgebildet, so dass man auf ihnen sehr bequem sitzt oder liegt. Im Inneren dieser Polsterelemente 11, 12 befinden sich jeweils durch den Bezug gegen die Witterung geschützt Heizelemente beispielsweise in Form von Karbon-Heizmatten, so dass das Polsterelement bei Bedarf erwärmt werden kann. In dem Ausführungsbeispiel gemäß 1 können die notwendigen Kabel 17, 18 für die elektrische Versorgung der Beleuchtungsvorrichtung 19 und der Heizelemente sowie deren Schaltung und Steuerung von außen zugeführt und beispielsweise in den Beinen 13 und den seitlichen Streben 14 verlegt sein, so dass sie das optische Erscheinungsbild des Sitzmöbels 10 nicht stören.
  • Nachfolgend wird auf 2 Bezug genommen, die einen schematisch vereinfachten Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes Polsterelement 11 zeigt. Man erkennt, dass unterhalb des eine wasserdichte Außenhülle bildenden Polsterbezugs 33 eine als Heizelement dienende Karbon-Heizmatte 34 angeordnet ist. Unter dieser Heizmatte 34 befindet sich ein Schaumstoffkern 35, der als eigentliches Polster dient. Unterseitig und natürlich auch seitlich befindet sich ebenfalls der wasserdichte Polsterbezug 33, der Polster und Heizelement allseits wasserundurchlässig umhüllt, wobei im Bereich der Nähte eine spezielle Abdichtung vorgesehen ist.
  • Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf 3, die eine schematisch vereinfachte Darstellung zeigt, eine Anlage mit einer Gruppe von erfindungsgemäßen Sitzmöbeln und die Betriebsweise einer solchen Anlage näher im Detail erläutert. Gezeigt ist eine Gruppe aus erfindungsgemäßen Sitzmöbeln mit gebogenen kleineren Sitzbänken 22 oder Stühlen und Bänken 23, 24, 25, 26, die im Außenbereich, beispielsweise im einem Garten oder auf einer Terrasse aufgestellt werden. Die gebogenen kleineren Sitzbänke 22 und die übrigen Bänke 23, 24, 25, 26 sind unterschiedlich groß und verschieden geformt mit oder ohne Radius und teilweise mit einseitiger Schräge, so dass sich eine Sitzgruppe mit Teilkreiselementen ergibt, die sich auf verschiedene Weise zusammenstellen lassen. Separat zu dieser Sitzgruppe ist eine Installationseinrichtung 27, beispielsweise ein Installationskasten angeordnet, in dem elektrotechnische Bauteile und Steuerungselemente untergebracht sind, um Heizvorrichtungen für die Polsterelemente der Sitzgruppe und gegebenenfalls die Beleuchtungsvorrichtungen an den Unterkonstruktionen der Sitzmöbel ein- und auszuschalten oder zu regeln. Dazu sind entsprechende Kabelverbindungen 28, 29 für die elektrische Versorgung und die Steue rung der Heiz- und/oder Beleuchtungsvorrichtungen zwischen der Installationseinrichtung 27 und den Möbeln der Sitzgruppe vorgesehen. Gemäß einer Variante der Erfindung ist die Versorgung der Installationseinrichtung über Solarstrom vorgesehen, wozu Solarelemente 30 vorhanden sind, die über eine Versorgungsleitung 31 mit der Installationseinrichtung 27 verbunden sind. Weiterhin kann beispielsweise eine Fernsteuerung 32 im Innenbereich vorgesehen sein, die über eine Sendereinheit verfügt und mit einer Empfängereinheit der Installationseinrichtung 27 in Kontakt tritt, so dass dann der Benutzer aus der Entfernung die gewünschten Schaltvorgänge zur Betätigung und Regelung der Heiz- und Beleuchtungsvorrichtungen der einzelnen Möbel der Sitzgruppe vornehmen kann.
  • Die Sitzmöbel 22 und 24 in der in 3 dargestellten Sitzgruppe können beispielsweise Sitzbänke oder Stühle des in 1 dargestellten Typs sein. Diese und auch die anderen Sitzbankelemente 23, 25 sind so geformt und gegebenenfalls mit einem Radius versehen, dass sich die Sitzmöbel in den unterschiedlichsten Varianten zu Sitzgruppen zusammenstellen lassen, so dass sie nahtlos aneinandergrenzen. In der Regel sind diese Sitzgruppen jedoch nach der Aufstellung fest installiert, so dass die benötigte Kabelzuführung für Beleuchtung und Heizvorrichtung unproblematisch ist.
  • Beispiel Polsterelement
  • Nachfolgend wird ein Beispiel für einen spezifischen Aufbau eines für die erfindungsgemäßen Sitzmöbel verwendbaren witterungsbeständigen Polsterelements mit dreischichtigem Polsterbezug und zweischichtigem Polsterkern beschrieben, wobei die wesentlichen Kennwerte der verwendeten Materialien tabellarisch wiedergegeben sind. Tabelle 1
    Bereiche des Polsterelements Material Kennwerte/Eigenschaften
    Obere Schicht 16 Cordura Innendruckprüfung 0,4 bar Temperaturbereich –25–+80
    Mittlere Schicht 20 Butylgummi
    Untere Schicht 19 Polyester
    Reißverschluss 13 Dynat SEY 85 oder G2 Querreißfestigkeit Kette DIN 3419 DIM N/cm 320 –25 bis +95°C
    Nahtabdichtung Polyurethan, mit Pinsel aufgetragen oder Copolymerer Klebstoff Viskosität 10.500 mPa·s
    Elastisches Dichtband 15 Neopren Gummiband aufgeklebt mit zwei-Komponenten-Kleber
    härtere Polstereinheit Schaumstoff dumo 35/35 Stauchhärte 5,4 kPa Eindruckhärte 25% 180 N
    weichere Polstereinheit Schaumstoff Dumergo 50 M Stauchhärte 2,2 kPa Eindruckhärte 25% 60 N
  • Beispiel Polsterbezug
  • Nachfolgend wird ein für den Polsterbezug beispielhaft verwendbares Material näher beschrieben. Es wird ein Lederimitat aus Polyvinylchlorid eingesetzt, welches schwer entflammbar ist und eine hohe Lichtechtheit von beispielsweise Stufe 7 laut ISO 105 B02 aufweist, was dem zweithöchsten Wert entspricht. Die Scheuerfestigkeit nach Martindale liegt bei 100.000 Touren.
  • Das verwendete Textilleder besitzt eine absolute Wasserundurchlässigkeit, ist schmutzabweisend, haut- und umweltfreundlich, sehr abriebfest, licht- und farbecht. Die Abriebfestigkeit wurde trocken und nass nach ISO 105 X12 geprüft und lag bei 5.
  • Ein Zuschnitt aus dem genannten Bezugsstoff aus Textilleder wird anschließend zu einem im Umriss etwa rechteckigen doppellagigen Polsterbezug für ein Sitzkissen vernäht, wobei die Nähte innenseitig sorgfältig mit einem für dieses Material besonders geeigneten Kleber abgedichtet werden. Der Polsterbezug wird so vernäht, dass er anschließend allseits geschlos sen ist bis auf eine Seite, die offen bleibt, so dass man dort später das Polster einführen kann. An dieser offenen Seite wird ein Reißverschluss eingenäht, wobei innenseitig entlang des Reißverschlusses beidseitig eine Dichtung angeordnet wird.
  • 10
    Sitzmöbel (Sitzbank)
    11
    Polsterelement
    12
    Polsterelement
    13
    Bein
    14
    seitliche Strebe
    15
    vordere gebogene Strebe
    16
    Rückenteil
    17
    Kabel (Beleuchtung)
    18
    Kabel (Heizelement)
    19
    Beleuchtungsvorrichtung
    20
    beleuchtete Fläche (Lichtkegel)
    22
    Sitzbank
    23
    Bank
    24
    Bank
    25
    Bank
    26
    Bank
    27
    Installationseinrichtung
    28
    Kabel
    29
    Kabel
    30
    Solarzellenelement
    31
    Versorgungsleitung
    32
    Fernsteuerung
    33
    Polsterbezug
    34
    Heizmatte
    35
    Schaumstoffkern
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
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    • - DE 7220867 [0008]
    • - CH 364479 [0009]
    • - DE 20309793 U1 [0010]
    • - DE 102007049207 [0012]
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - DIN 3419 [0050]
    • - ISO 105 B02 [0051]
    • - ISO 105 X12 [0052]

Claims (12)

  1. Sitz- oder Liegemöbel aus Metall für den Außenbereich, umfassend wenigstens ein auf einer Sitz- oder Liegefläche des Möbels positionierbares Polsterelement, dessen Polsterbezug wasserundurchlässig ist, dadurch gekennzeichnet, dass das auf das Sitz- oder Liegemöbel auflegbare Polsterelement (11, 12) beheizbar ist.
  2. Sitz- oder Liegemöbel aus Metall für den Außenbereich nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren des Polsterelements (11, 12) eine mit Niedervoltspannung betreibbare elektrische Heizvorrichtung vorgesehen ist, die vorzugsweise über durch Solarzellenelemente (30) erzeugten Strom gespeist wird.
  3. Sitz- oder Liegemöbel aus Metall für den Außenbereich nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Möbels ein manueller Ein-Aus-Schalter für die Heizvorrichtung vorgesehen ist oder die Betätigung der Heizvorrichtung und/oder einer Beleuchtungsvorrichtung (19) per Fernbedienung (32) vorgesehen ist.
  4. Sitz- oder Liegemöbel aus Metall für den Außenbereich nach einem der Ansprüche 1 bis, dadurch gekennzeichnet, dass dieses aus Edelstahl gefertigt ist und mindestens eine Beleuchtungsvorrichtung (19) an dem Sitz- oder Liegemöbel (10) vorgesehen ist.
  5. Sitz- oder Liegemöbel aus Metall für den Außenbereich nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Edelstahlunterkonstruktion wenigstens eine bevorzugt mittels Niedervolt betreibbare Leuchtdiode (LED) angeordnet ist.
  6. Sitz- oder Liegemöbel aus Metall für den Außenbereich nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungsvorrichtung (19) und/oder die Heizvorrichtung über durch in das Möbel integrierte oder externe bevorzugt mobile Solarzellenelemente (30) erzeugten Strom speisbar sind.
  7. Sitz- oder Liegemöbel aus Metall für den Außenbereich nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Dämmerungsschalter für die Betätigung der Beleuchtungsvorrichtung (19) und/oder der Heizvorrichtung vorgesehen ist.
  8. Sitz- oder Liegemöbel aus Metall für den Außenbereich nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizvorrichtung mindestens eine in das Innere des Polsterelements (11, 12) eingebrachte Karbon-Heizmatte (34) umfasst.
  9. Sitz- oder Liegemöbel aus Metall für den Außenbereich nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Sitzpolsterelemente (11) und/oder gegebenenfalls zu diesen separate Rückenpolsterelemente (12) aufweist.
  10. Sitz- oder Liegemöbel aus Metall für den Außenbereich nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Beleuchtungsvorrichtung (19) Licht nach unten hin abstrahlt und den Bodenbereich unter dem Möbel erhellt, so dass eine indirekte Beleuchtung erzeugt wird.
  11. Sitz- oder Liegemöbel aus Metall für den Außenbereich nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die konstruktiven Bauteile des Möbels (13, 14, 15) (Unterkonstruktion) aus Edelstahl bestehen.
  12. Anlage umfassend wenigstens ein Sitz- oder Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass diese weiterhin wenigstens eine zentrale Installationseinrichtung (27), bevorzugt im Außenbereich umfasst, die wenigstens eine Empfangseinheit umfasst, dass weiter wenigstens eine Sendeeinheit (32) vorgesehen ist, welche geeignet ist, aus der Entfernung mit der Empfangseinheit in Kontakt zu treten und dass wenigstens eine elektrische Verbindung (28, 29) und/oder eine Datenverbindung von der Installationseinrichtung (27) zu wenigstens einem Sitz- oder Liegemöbel (22, 25) oder einer Gruppe solcher Möbel vorgesehen ist, so dass Heizvorrichtungen und/oder Beleuchtungsvorrichtungen an den Möbeln über die Sendeeinheit aus der Entfernung betätigbar sind.
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