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Die
Erfindung bezieht sich auf einen Aerosol-Generator zum Versprühen bzw.
Vernebeln von Reinigungsmittel, insbesondere Dekontaminations- und/oder
Desinfektionsmittel bestehend aus einem Gehäuse, einer Pumpe und einer
Austrittsdüse
für das
Reinigungsmittel, wobei die Austrittsdüse über eine Leitung mit der am
Gehäuse
angeordneten Pumpe in Durchflussverbindung bringbar ist und Anschlussmittel
vorgesehen sind, über
die die Pumpe mit einem Vorrat an Reinigungsmittel in Durchflussverbindung
bringbar ist. Die Austrittsdüse
ist vorzugsweise über
die Leitung mittelbar mit der Pumpe verbunden. Sie kann auch unmittelbar
mit der Pumpe verbunden sein, wobei sich die Leitung dann auf das Kupplungsstück zwischen
der Austrittsdüse
und der Pumpe reduziert.
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Die
Erfindung bezieht sich ferner auf einen vorstehend beschrieben Aerosol-Generator,
bei dem die Austrittsdüse
eine Austrittsachse aufweist, an einer Haltefläche des Gehäuses befestigt ist und über eine
Leitung mit der Pumpe in Durchflussverbindung bringbar ist.
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Zudem
bezieht sich die Erfindung auf ein Austrittsdüse-Halteteil für einen Aerosol-Generator für Reinigungsmittel,
das eine Austrittsdüse
für Reinigungsmittel
aufweist.
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Ferner
bezieht sich die Erfindung auf die Verwendung einer 3% bis 8%-igen
Wasserstoffperoxid-Lösung,
im Folgenden H2O2-Lösung sowie
auf ein Verfahren zum Reinigen eines Reinraums.
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Zudem
bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Reinigen eines
Reinraums.
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Als
Reinigungsmittel im Sinne dieser Erfindung werden bezeichnet Dekontaminations- und/oder
Desinfektionsmittel wie eine H2O2-Lösung.
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Reinigen
bedeutet im Sinne dieser Erfindung Dekontaminieren und/oder Desinfizieren.
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Als
Reinräume
im Sinne dieser Erfindung werden bezeichnet mikrobiologische Sicherheitswerkbänke (MSW),
Reinraumwerkbänke
(RRB), Inkubatoren bzw. Brutschränke
und/oder Lüftungsanlagen
bzw. -kanäle
(RLT-Anlagen), Laborabzüge, und/oder
Bereiche eines Raums bzw. Reinraums. Die vorstehend genannten Reinräume werden
auch als Betriebsmittel bezeichnet.
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Das
Ausbringen des Reinigungsmittels erfolgt durch vernebeln. Bei der
Vernebelung entstehen durch Verdunstung der Tropfen auch Gase, so
dass mit einer Vernebelung auch eine Begasung des Reinraums einher
geht.
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Es
ist bereits ein Aerosol-Generator für eine H2O2-Lösung
zum Reinigen von Praxisräumen,
insbesondere in Zahnarztpraxen der Firma Schütz Dental bekannt. Dieser Aerosol-Generator besteht
aus einem fahrbaren Gehäuse,
einer Pumpe und einer Austrittsdüse
für das
Reinigungsmittel, wobei die Austrittsdüse über eine Leitung mit der Pumpe
in Durchflussverbindung steht und eine Schlauchleitung vorgesehen
ist, über
die die Pumpe mit einem als Kanister ausgebildeten Vorrat an Reinigungsmittel
in Durchflussverbindung steht. Ein solcher Aerosol-Generator wird
zwecks Benebelung in den zu behandelnden Raum gestellt.
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Reinräume in Kliniken
und Laboren wurden bei Kontamination mit ansteckenden bzw. hochinfiziösen Mikroorganismen
oder Gefahrstoffen mit Formaldehyd begast, also dekontaminiert und/oder
desinfiziert. Hierzu ist es notwendig, das gesamte Zimmer, in dem
der jeweilige Reinraum steht, inklusive der darunter und darüber liegenden
Zimmer im Rahmen der Reinigungsmaßnahmen zu verschließen. Alternativ
wird der jeweilige Reinraum zwecks Abtransport und Begasung demontiert,
was aber ohne vorhergehende Dekontamination und/oder Desinfektion
die geltenden Arbeitsschutzregelungen verletzt.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Aerosol-Generator sowie entsprechende
Mittel und Verfahren derart auszubilden und anzuordnen, dass Reinräume beliebiger
Art wirksam und effizient behandelt werden können.
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Gelöst wird
die Aufgabe erfindungsgemäß durch
einen Aerosol-Generator nach Anspruch 1 oder Anspruch 9, ein Austrittsdüse-Halteteil
nach Anspruch 12, die Verwendung einer H2O2-Lösung
nach Anspruch 14 sowie ein Verfahren nach Anspruch 15.
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Durch
den Einsatz eines Halteteils, an dem die Austrittsdüse angeordnet
ist und welches lösbar am
Gehäuse
angeordnet ist, kann die Austrittsdüse inklusive Halteteil mit
Abstand zum Gehäuse
in einem zu behandelnden Reinraum platziert werden. Die relative
Lage des Halteteils mit der Austrittsdüse ist unabhängig von
dem Gehäuse
bzw. dem Aerosol-Generator
per se frei wählbar.
Damit ist auch eine Austrittsachse der Austrittsdüse frei
positionierbar, so dass die Austrittsrichtung des Aerosols an die
jeweiligen Bedingungen des zu reinigenden Raumes angepasst werden
kann. Somit können
beliebige Reinräume,
insbesondere unter Berücksichtigung
der darin künstlich
erzeugten Luftströmung,
wirkungsvoll und ohne Einsatz von Formaldehyd gereinigt werden.
Wenn die Austrittsrichtung des Aerosols in der voreingestellten
Richtung Anwendung finden kann, ist eine Anpas sung der Austrittsrichtung
des Aerosols nicht unbedingt notwendig.
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Das
Halteteil bzw. die Düse
ist demnach mobil. Das Halteteil dient zum Aufstellen bzw. Platzieren der
Düse innerhalb
des zu reinigenden Raumes. Die Austrittsdüse per se ist auf Anschlussmittel
für Luft und
Sprühmedium
sowie Haltemittel zum Befestigen an einem Lager beschränkt. Sie
ist lediglich derart ausgestaltet, dass sie an einer Fläche montiert
und in Durchflussverbindung gebracht werden kann. Sie ist für sich nicht
separat aufstellbar. Erfindungsgemäß dient das mobile Halteteil
zum Lagern bzw. Befestigen der Austrittsdüse. Das Halteteil stellt demnach einen
entsprechenden Anbau dar, der zum Halten bzw. Aufstellen der Düse dient.
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Ein
Austrittsdüse-Halteteil,
das lösbar
an einem Gehäuse
des Aerosol-Generators anbringbar, mit Abstand zum Gehäuse in einem
zu behandelnden Reinraum platzierbar und über eine Leitungsverbindung
mit Reinigungsmittel vom Aerosol-Generator versorgbar
ist, führt
gleichfalls zu dem erfindungsgemäßen Vorteil,
dass die Austrittsrichtung des Aerosols beliebig verändert bzw.
eingestellt werden kann, so dass beliebige Reinräume, insbesondere unter Berücksichtigung
der darin künstlich
erzeugten Luftströmung,
wirkungsvoll und ohne Einsatz von Formaldehyd gereinigt werden können.
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Dass
in einer weiteren Ausführungsform
die Austrittsachse mit der Haltefläche einen Winkel β2 einschließt und die
Austrittsdüse
bezüglich
des Winkels β2
verstellbar ist, führt
ebenfalls zu dem erfindungsgemäßen Vorteil,
dass die Austrittsrichtung des Aerosols zwecks Reinigung von Reinräumen ohne
Einsatz von Formaldehyd verändert
bzw. einge stellt werden kann. Hierzu ist es nicht notwendig, dass
die relative Lage des Halteteils mit der Austrittsdüse variierbar
ist.
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Die
Verwendung einer 3% bis 8%-igen H2O2-Lösung
zum Reinigen eines Reinraums führt
zu dem erfindungsgemäßen Vorteil,
dass beliebige Reinräume
gereinigt, d. h. dekontaminiert oder desinfiziert werden können, ohne
den Einsatz von Formaldehyd. Eine Desinfektion nach Definition bedeutet eine
Keimreduzierung um 105. Mit Verwendung der 3%
bis 8%-igen H2O2-Lösung können die
Reinräume hintereinander
gereinigt werden, d. h. die Räume werden
etwa 15 Minuten benebelt, so dass 400 ml bis 650 ml Reinigungsmittel
eingebracht sind. Danach ist eine Einwirkzeit von ein bis zwei Stunden
ausreichend. Die Räume
sind je nach Reinigungsmittel nach der Einwirkzeit wieder ohne Weiteres
zugänglich.
Mit einem Aerosol-Generator und mehreren Austrittsdüse-Halteteilen können somit
mehrere Räume
nacheinander behandelt bzw. benebelt werden. Das jeweilige Austrittsdüse-Halteteil verbleibt
in dem behandelten Raum. Lediglich die Schlauchverbindung zum Aerosol-Generator
bzw. dessen Gehäuse wird
unterbrochen, so dass dieser für
das nächste Austrittsdüse-Halteteil
in dem nächsten
Reinraum verwendet werden kann.
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Die
relativ kurze Einwirkzeit ist auch auf den Einsatz von 0,003% bis
0,03% oder 0,01% Silber in der H2O2-Lösung
zurückzuführen. Der
vorstehend genannte Anteil an Silber führt zu einer Silberkristall Bildung,
die die Wirksamkeit deutlich verbessert. Eine solche H2O2-Lösung
wird im Sinne dieser Erfindung auch als H2O2-Lösung
bezeichnet.
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Durch
Einsatz einer H2O2-Lösung kann
das jeweilige Zimmer, in dem sich der Reinraum befindet, während der
Reinigung, also der Beaufschlagung mit Aerosol, benutzt werden.
Die H2O2-Lösung ist
die Gesundheit betreffend weitaus weniger kritisch als hochgiftiges
bzw. toxisches Formaldehyd. Da der Reinraum abgeschottet wird und
teilweise an eine Abluftanlage angeschlossen ist, tritt nahezu kein H2O2-Lösungs-Aerosol in das Zimmer
aus. Selbst wenn es zu einem Austritt kommt, reicht die verbleibende
Aerosolmenge um den Reinraum zu reinigen. Die 3% bis 5%-ige H2O2-Lösung verursacht
bis zu 30 Minuten nach dem Ausbringen lediglich leichte Reizungen
der Schleimhäute.
Die 8%-igen H2O2-Lösung verursacht bis zu 60 Minuten
nach dem Ausbringen starke Reizungen der Schleimhäute, aber
ohne schwerwiegende gesundheitliche Nachteile.
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Im
Rahmen der Erfindung wird ein oben beschriebener Aerosol-Generator
oder ein vorstehend beschriebenes Austrittsdüse-Halteteil unter Einsatz einer
H2O2-Lösung verwendet,
wobei nur das Halteteil oder der gesamte Aerosol-Generator innerhalb des
zu behandelnden Reinraums platziert wird, der Reinraum abgeschottet
wird und die H2O2-Lösung vernebelt
wird. Dadurch, dass die Austrittsdüse innerhalb des Reinraums
platziert wird, ist eine effiziente Reinigung des Reinraums ohne
den Einsatz von Formaldehyd möglich.
Durch die Einstellung der Austrittsrichtung des Aerosols ist die
Reinigungswirkung noch effizienter zu gestalten. Der Reinraum weist
in der Regel eine vertikal verschiebbare Tür auf, die lediglich zwecks
Durchführung
der Schlauchverbindung zur Austrittsdüse bzw. zum Halteteil einen
Spalt weit geöffnet
bleiben muss. Dieser Spalt wird vorzugsweise abgedichtet. Dies kann
mittels Klebeband oder eines entsprechenden Dichtmittels erfolgen, das
zwischen der Tür
und der rahmenseitigen Anschlagfläche für die Tür platziert wird.
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Vorteilhaft
kann es hierzu auch sein, wenn die Austrittsdüse an einer ersten Montagefläche des Halteteils
angeordnet ist und eine Austrittsachse aufweist, die mit der ersten
Montagefläche
einen Winkel β1
einschließt,
und die Austrittsdüse
bezüglich
des Winkels β1
verstellbar ist. Ergänzend
zu der Mobilität des
Halteteils bzw. der Düse
kann somit die Austrittsrichtung des Aerosols eingestellt werden.
Somit ist eine Anpassung an den jeweiligen Reinraum, also dessen
Geometrie sowie die darin vorgesehenen Luftströmungsverhältnisse möglich.
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Ferner
kann es vorteilhaft sein, wenn das Halteteil mindestens zwei oder
drei Aufstelllager aufweist, wobei mindestens ein oder zwei Aufstelllager als
Standfuß ausgebildet
sind. Drei Aufstelllager bilden einen statisch bestimmten und damit
verkippungsfreien Stand. Durch Einsatz eines Standfußes lässt sich
die Qualität
des Aufstelllagers verbessern. Im einfachsten Fall handelt es sich
bei dem Standfuß um
einen Gummifuß,
der ein Verrutschen des entsprechenden Aufstelllagers auf der Aufstellebene
E verhindert.
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Das
Halteteil sollte eine ausreichende große Masse derart aufweisen bzw.
der Standfuß sollte
derart rutschfest ausgebildet sein, dass die Standfestigkeit des
Halteteiles unter Berücksichtigung
des Austrittsimpulses an der Austrittsdüse gewährleistet ist.
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Vorteilhaft
kann es auch sein, wenn das Aufstelllager und/oder der Standfuß spitz
ausgebildet ist und/oder eine punktförmige Aufstellfläche F aufweist. Die
Aufstellfläche
F bildet die Kontaktfläche
mit der Aufstellebene E, somit ist die Kontaktfläche punktförmig bzw. minimal. Die Aufstellfläche F sollte
so klein wie möglich
gehalten wer den, damit der überwiegende
Teil der Aufstellebene E frei bleibt, also für das Aerosol zugänglich ist
und ein möglichst
kleiner Teil der Aufstellebene E durch das Aufstelllager und/oder
den Standfuß bedeckt
ist.
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Dabei
kann es vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass mindestens ein
Standfuß eine
Länge l
aufweist und bezüglich
der Länge
l veränderbar
ausgebildet ist. Somit ist die Lage des Halteteils bzw. ein Winkel α1 zwischen
einer Seitenfläche
des Halteteils und der Horizontalen verstellbar. Mit der Lage des Halteteils
ist auch die Richtung der Austrittsachse, unabhängig von der Verstellbarkeit
der Austrittsdüse selbst,
einstellbar. Der Standfuß ist
vorzugsweise teleskopierbar und/oder ein- bzw. ausschraubbar, so dass
seine Länge
variiert werden kann.
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Alternativ
oder ergänzend
kann für
die vorliegende Erfindung sein, wenn der Standfuß eine Mittelachse aufweist,
die mit einer zweiten Montagefläche des
Halteteils einen Winkel δ einschließt, und
der Standfuß bezüglich des
Winkels δ veränderbar
ausgebildet ist. Somit lässt
sich die Lage des Halteteils relativ zu der Horizontalen bzw. zu
der Aufstellebene E ebenfalls verändern.
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Im
Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Ausbildung und Anordnung
kann es von Vorteil sein, wenn zwischen dem Halteteil und/oder der
Austrittsdüse
einerseits und dem Gehäuse
und/oder der Pumpe andererseits eine oder mehrere lösbare Leitungsverbindungen
vorgesehen sind. Das Halteteil mit der Düse kann somit von dem Gehäuse bzw.
dem Aerosol-Generator
per se getrennt werden. Dies erleichtert zum einen den Transport.
Zum anderen ist die Schlauchverbindung insbesondere der Länge nach
frei wählbar.
Die Schlauchver bindung zwischen der Pumpe und dem Tank kann auch
lösbar
ausgebildet sein.
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Vorteilhaft
kann es ferner sein, wenn am Halteteil und/oder an dem Gehäuse mindestens
eine Schlauchkupplung vorgesehen ist, die mit der Austrittsdüse und/oder
der Pumpe in Durchflussverbindung steht, und dass an die jeweilige
Schlauchkupplung eine als Schlauch ausgebildete Leitung mit einer Schlauchkupplung
anschließbar
ist. Die Schlauchkupplung gewährleistet
das Lösen
der Schlauchverbindung unmittelbar am Halteteil oder am Gehäuse. Somit
können
mittels eines Gehäuses
nacheinander mehrere Halteteile bzw. Austrittsdüsen in verschiedenen Reinräumen versorgt
werden. Es können
auch mehrere Halteteile bzw. Austrittsdüsen in einem oder mehreren
Reinräumen
parallel versorgt werden.
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Ferner
kann es vorteilhaft sein, wenn das Gehäuse kompakt ausgebildet ist
und als Ganzes manuell in einen zu behandelnden Reinraum platzierbar
ist. Je nach Größe des zu
behandelnden Reinraums einerseits bzw. der Größe des Gehäuses andererseits bietet das
Einstellen des ganzen Aerosol-Generators
den Vorteil, dass keine gesonderte Abschottung erfolgen muss. Der
Aerosol-Generator wird innerhalb des Reinraums mit Lösung und
Strom versorgt. Die Türe
kann geschlossen werden. Die Aufstellfläche ist jedoch recht groß, so dass
der entsprechende Teil der Aufstellebene nicht oder nur geringfügig gereinigt
wird.
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Dabei
kann es von Vorteil sein, wenn ein Tank für Reinigungsmittel vorgesehen
ist, wobei der Tank in das Gehäuse
integriert ist. Insbesondere bei der kompakten Bauform kann ein
integrierter Tank, der eine kleine Bauform aufweist, vorteilhaft
sein.
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Schließlich kann
es von Vorteil sein, wenn die Austrittsdüse und/oder ein Düsenkörper der
Austrittsdüse
aus Kunststoff gebildet ist. Als Kunststoff kommt vorteilhafter
Weise Polyamid in Frage, welcher eine relativ hohe Resistenz gegen
Ablagerungen und Oxidieren aufweist.
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Weitere
Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind in den Patentansprüchen und
in der Beschreibung erläutert
und in den Figuren dargestellt. Es zeigt:
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1 einen
Aerosol-Generator mit einem Halteteil;
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2 das
Halteteil im Detail;
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3 das
Halteteil in abgehobenem Zustand;
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4 das
Halteteil platziert auf einer Ebene E;
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5 das
Halteteil nach 4, platziert auf der Ebene E
in der Ansicht von hinten;
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6 eine
Ausführungsform
mit integriertem Halteteil;
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7 einen
Aerosol-Generator in kompakter Bauform.
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Ein
Aerosol-Generator 1 gemäß 1 weist ein
rechteckförmiges
Gehäuse 1.1 auf,
welches auf zwei Stellfüßen 1.7, 1.7' aufstellbar und über eine Radachse 1.6 bewegbar
ist. Der Aerosol-Generator 1 bzw. das Gehäuse 1.1 weist
an einer oberen Lagerfläche 1.4 ein
mobiles bzw. lösbar
angeordnetes Halteteil 3 auf, an welchem eine Austrittsdüse für Reinigungsmittel
vorgesehen ist. Ferner weist das Gehäuse 1.1 eine Aufnahme 1.5 auf,
innerhalb derer ein als Kanister ausgebildeter Vorrat 2 an
Reinigungsmittel platziert ist. Der Kanister 2 wird über ein
Halteband 2.1 innerhalb der hohlraumförmigen Aufnahme 1.5 gehalten
bzw. fixiert. Zum Kippen und Handhaben weist das Gehäuse 1.1 zudem
einen auf der Oberseite vorgesehenen Griff 1.8 auf.
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Eine
Austrittsdüse 4 steht über eine
erste Leitung 5.2 sowie eine zweite Leitung 5.2' mit einer Pumpe 1.2 in
Durchflussverbindung, wobei die Pumpe 1.2 über eine
Schlauchverbindung 5.1 mit dem Vorrat 2 in Durchflussverbindung
steht. Mittels der Pumpe 1.2 wird Druckluft zur Austrittsdüse 4 gefördert, wobei
gleichzeitig Reinigungsmittel aus dem Kanister 2 zur Austrittsdüse 4 gefördert wird.
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Die
Austrittsdüse 4 weist
eine Austrittsachse 4.1 auf, die mit der Horizontalen einen
Winkel α1
einschließt.
Die Austrittsdüse 4 ist
auf einer ersten Montagefläche 3.1 des
Halteteils 3 befestigt. Die Austrittsachse 4.1 schließt mit dieser
ersten Montagefläche 3.1 einen
Winkel β1
ein.
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Die
dargestellten Leitungsverbindungen 5.2, 5.2' können grundsätzlich eine
beliebige Länge
aufweisen, so dass das Halteteil 3 inklusive der Austrittsdüse 4 mit
Abstand zum Gehäuse 1.1 platziert
werden kann.
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Gemäß Ausführungsbeispiel 2 weisen sowohl
das Halteteil 3 als auch das Gehäuse 1.1 für die verschiedenen
Leitungen bzw. Schläuche 5.2, 5.2' entsprechende Schlauchkupplungen 5.3, 5.3', 5.4, 5.4' auf. Die Durchflussverbindung
wird somit über
die beiden Leitungen 5.2, 5.2' mit den an den Leitungen 5.2, 5.2' stirnseitig vorgesehenen Schlauchkupplungen 5.5, 5.5', 5.6, 5.6' und die entsprechenden
Schlauchkupplungen 5.3, 5.3', 5.4, 5.4' am Halteteil 3 und
am Gehäuse 1.1 gewährleistet.
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In
einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
können
die lösbaren
Schlauchkupplungen 5.3, 5.3', 5.4, 5.4' auch nur am
Gehäuse 1.1 vorgesehen sein,
während
die Leitungen 5.2, 5.2' am Halteteil 3 ohne Einsatz
von Schlauchkupplungen 5.3, 5.3', 5.6, 5.6' angeordnet
und unmittelbar mit der Austrittsdüse 4 verbunden sind.
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Gemäß Ausführungsbeispiel 3 ist
das Halteteil 3 teilweise von dem Gehäuse 1.1 bzw. der Lagerfläche 1.4 abgehoben
bzw. mit Abstand angeordnet. Die beiden Leitungen 5.2, 5.2' sind zur Vereinfachung
nicht dargestellt. Die Austrittsdüse 4 bzw. deren Austrittsachse 4.1 schließt mit der
Horizontalen den Winkel α1
ein. Abweichend von der Austrittsachse 4.1, die die Hauptrichtung
bzw. die Hauptausrichtung der Austrittsdüse 4 wiedergibt, tritt
das Aerosol kegelförmig
aus der Austrittsdüse 4 aus.
Die Austrittsachse 4.1 schließt mit der ersten Montagefläche 3.1 den
Winkel β1
ein. Sofern der Winkel β1
90° beträgt, findet
sich der Winkel α1
zwischen der Horizontalen und der Austrittsachse 4.1, ebenso
zwischen der Horizontalen und einer Seitenfläche 3.3 des Halteteils 3.
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Die
Austrittsdüse 4 kann
bezüglich
der Ausrichtung der Austrittsachse 4.1 variabel bzw. verstellbar
ausgebildet sein. Somit ist es möglich,
unabhängig
von der relativen Lage des Halteteils 3 die Richtung der
Austrittsachse 4.1 relativ zur ersten Montagefläche 3.1 bzw.
den Winkel β1
zwischen der Austrittsachse 4.1 und der ersten Montagefläche 3.1 zu verändern.
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Das
Halteteil 3 weist gemäß Ausführungsbeispiel 3 zwei
Standfüße 3a, 3b auf.
Der jeweilige Standfuß weist
eine Mittelachse Ma, Mb auf, die mit einer zweiten Montagefläche 3.2 des
Halteteils 3 einen Winkel δ einschließt. Gemäß Ausführungsbeispiel 3 beträgt der Winkel δ sowie der
Winkel β1 etwa
90°. Der
Winkel α1
beträgt
nach Ausführungsbeispiel 2 etwa
45° und
nach Ausführungsbeispiel 3 aufgrund
der teilweise abgehobenen Position des Halteteils 3 etwa
22°.
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Gemäß Ausführungsbeispiel 4 ist
das Halteteil 3 auf einer Ebene E innerhalb eines zu reinigenden
Reinraumes platziert. Über
die beiden Leitungen 5.2, 5.2' bzw. die beiden Schlauchkupplungen 5.5, 5.5' ist das Halteteil
bzw. die Austrittsdüse 4 mit der
Pumpe 1.2 bzw. dem Vorrat 2 in Durchflussverbindung
bringbar. Die Austrittsdüse 4 weist
einen koaxial zu der Austrittsachse 4.1 angeordneten Düsenkörper 4.2 auf.
Die Austrittsachse 4.1 wie auch die Seitenfläche 3.3 schließt mit der
Horizontalen den Winkel α1
von etwa 45° ein,
da die Austrittsachse 4.1 mit der ersten Montagefläche 3.1 den
Winkel β1
von 90° einschließt.
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In
der Ansicht von hinten gemäß Ausführungsbeispiel 5 sind
die beiden Standfüße 3a, 3b dargestellt.
Die Standfüße 3a, 3b weisen
eine Länge
l auf und sind durch entsprechende nicht dargestellte Schraubgewinde
bezüglich
der Länge
l variierbar, so dass der Winkel α1
gemäß Ausführungsbeispiel 4 variierbar
ist. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn der relative Winkel β1 zwischen
der Austrittsachse 4.1 und der ersten Montagefläche 3.1 nicht
veränderbar
ist.
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Das
Halteteil 3 steht auf drei Aufstelllagern A1, A2, A3 auf
der Ebene E auf. Die beiden Aufstelllager A1 und A2 sind durch Standfüße 3a, 3b gebildet und
weisen eine punktförmige
Aufstellfläche
F auf. Das dritte Aufstelllager A3 wird durch die untere Kante des
Halteteils 3 gebildet und ist somit linienförmig ausgestaltet.
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In
einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
ist das dritte Aufstelllager A3 ebenso wie die beiden Aufstelllager
A1 und A2 punktförmig
ausgestaltet, so dass minimale Aufstellflächen F des Halteteils 3 auf
der Ebene E gewährleistet
werden.
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Gemäß Ausführungsbeispiel 6 ist
das Halteteil 3 in das Gehäuse 1.1 integriert,
also nicht demontierbar. Die Austrittsdüse 4 ist an einer
Haltefläche 1.3 des
Gehäuses 1.1 angeordnet.
Die Austrittsdüse 4 ist
dabei bezüglich
der Ausrichtung ihrer Austrittsachse 4.1 verschwenkbar.
Gemäß Ausführungsbeispiel 6 ist
die Austrittsdüse 4, 4', 4'' in drei Positionen dargestellt.
Die jeweilige Austrittsachse 4.1, 4.1', 4.1'' schließt mit der Haltefläche 1.3 jeweils
einen Winkel β2, β2', β2'' ein. Die Verschwenkbarkeit der Austrittsdüse 4 kann
dabei um mindestens zwei Raumachsen folgen, so dass die Austrittsachse 4.1 in
Bezug auf die Haltefläche 1.3 sowohl nach
oben und unten als auch nach rechts und links bzw. in einer Kombination
hiervon verschwenkt werden kann.
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Ausführungsbeispiel 7 zeigt
einen Aerosol-Generator 1 in kompakter Bauform. Das Gehäuse 1.1 weist
den Vorrat 2 auf, der entsprechend der Baugröße des gesamten
Aerosol-Generators 1 als Tank 2 ausgebildet
und integriert ist. Das Halteteil 3 ist wie auch im Ausführungsbeispiel 6 in
das Gehäuse 1.1 integriert.
Die Austrittsdüse 4 ist
entsprechend dem Ausführungsbeispiel 6 verschwenkbar,
so dass die Austrittsachse 4.1 mit Bezug zur Haltefläche 1.3 beliebig
angestellt werden kann. Der so ausgebildete Aerosol-Generator 1 kann
komplett in den zu behandelnden Reinraum gestellt bzw. in diesem
platziert werden. Hierbei kann der Vorrat 2 auch als integrierter
Bestandteil des Gehäuses 1.1 in
Form eines separaten Hohlraums ausgestaltet sein.
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- 1
- Aerosol-Generator
- 1.1
- Gehäuse
- 1.2
- Pumpe
- 1.3
- Haltefläche
- 1.4
- Lagerfläche
- 1.5
- Aufnahme
- 1.6
- Radachse,
Rad
- 1.7
- Stellfuß
- 1.7'
- Stellfuß
- 1.8
- Griff
- 2
- Vorrat,
Kanister, Tank
- 2.1
- Halteband
- 3
- Halteteil,
Austrittsdüse-Halteteil
- 3.1
- erste
Montagefläche
- 3.2
- zweite
Montagefläche
- 3.3
- Seitenfläche
- 3a
- Standfuß
- 3b
- Standfuß
- 4
- Austrittsdüse
- 4'
- Austrittsdüse
- 4''
- Austrittsdüse
- 4.1
- Austrittsachse
- 4.1'
- Austrittsachse
- 4.1''
- Austrittsachse
- 4.2
- Düsenkörper
- 5.1
- Mittel,
Schlauchverbindung
- 5.2
- Leitung,
Schlauch, Leitungsverbindung
- 5.2'
- Leitung,
Schlauch, Leitungsverbindung
- 5.3
- Schlauchkupplung
- 5.3'
- Schlauchkupplung
- 5.4
- Schlauchkupplung
- 5.4'
- Schlauchkupplung
- 5.5
- Schlauchkupplung
- 5.5'
- Schlauchkupplung
- 5.6
- Schlauchkupplung
- 5.6'
- Schlauchkupplung
- A1
- Aufstelllager
- A2
- Aufstelllager
- A3
- Aufstelllager
- E
- Ebene,
Aufstellebene
- F
- Aufstellfläche
- l
- Länge
- Ma
- Mittelachse
- Mb
- Mittelachse
- α1
- Winkel
- β1
- Winkel
- β2
- Winkel
- β2'
- Winkel
- β2''
- Winkel
- δ
- Winkel