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DE102009017857A1 - Fadenchangiereinrichtung - Google Patents

Fadenchangiereinrichtung Download PDF

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DE102009017857A1
DE102009017857A1 DE102009017857A DE102009017857A DE102009017857A1 DE 102009017857 A1 DE102009017857 A1 DE 102009017857A1 DE 102009017857 A DE102009017857 A DE 102009017857A DE 102009017857 A DE102009017857 A DE 102009017857A DE 102009017857 A1 DE102009017857 A1 DE 102009017857A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thread
cross
fadenchangiereinrichtung
laying arm
control
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE102009017857A
Other languages
English (en)
Inventor
Jochen Cüppers
Dirk Decken
Franz-Josef Flamm
Alexander Marx
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Saurer Spinning Solutions GmbH and Co KG
Original Assignee
Oerlikon Textile GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Oerlikon Textile GmbH and Co KG filed Critical Oerlikon Textile GmbH and Co KG
Priority to DE102009017857A priority Critical patent/DE102009017857A1/de
Publication of DE102009017857A1 publication Critical patent/DE102009017857A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H54/00Winding, coiling, or depositing filamentary material
    • B65H54/02Winding and traversing material on to reels, bobbins, tubes, or like package cores or formers
    • B65H54/28Traversing devices; Package-shaping arrangements
    • B65H54/2827Traversing devices with a pivotally mounted guide arm
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2701/00Handled material; Storage means
    • B65H2701/30Handled filamentary material
    • B65H2701/31Textiles threads or artificial strands of filaments

Landscapes

  • Winding Filamentary Materials (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Fadenchangiereinrichtung zum Herstellen einer Kreuzspule, die im Spulenrahmen einer Spuleinrichtung einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine drehbar gelagert ist, mit einem um eine Schwenkachse begrenzt beweglich gelagerten, durch einen elektromotorischen Antrieb definiert antreibbaren Fadenverlegearm. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Fadenverlegearm (20) während der Changierung eines auf die Kreuzspule (5) auflaufenden Fadens (16) bezüglich seiner Länge (L) verstellbar ist und dass eine Steuereinrichtung (23A, 23B, 23C) vorhanden ist, die die Länge des Fadenverlegearms (20) jeweils von den Umkehrpunkten (50, 51) zur Mitte des Schwenkbereiches hin reduziert.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Fadenchangiereinrichtung zum Herstellen einer Kreuzspule, die im Spulenrahmen einer Spuleinrichtung einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine rotierbar gelagert ist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Bei der Herstellung von Textilspulen, insbesondere bei der Herstellung so genannter Kreuzspulen, müssen bekanntlich wenigstens zwei Voraussetzungen erfüllt werden.
  • Zum Einen muss die Textilspule zum Aufwickeln des Fadens auf den Spulenkörper in Rotation versetzt werden und zum Anderen muss der auf die rotierende Textilspule auflaufende Faden längs der Spulenachse traversiert werden.
  • Da moderne Textilmaschinen, insbesondere Kreuzspulautomaten, bei der Herstellung von Kreuzspulen mit sehr hohen Wickelgeschwindigkeiten arbeiten, müssen auch die Fadenchangiereinrichtungen dieser Textilmaschinen in der Lage sein, sehr hohe Traversiergeschwindigkeiten zu erzielen.
  • Fadenchangiereinrichtungen, die einen Textilfaden beim Aufwickeln mit hoher Geschwindigkeit traversieren können, sind in der Textilmaschinenindustrie in den unterschiedlichsten Ausführungsformen bekannt und in der Patentliteratur ausführlich beschrieben.
  • Bei Kreuzspulautomaten sind beispielsweise so genannte Fadenführungstrommeln weit verbreitet, die sowohl für eine ordnungsgemäße Fadenchangierung als auch gleichzeitig für einen reibschlüssigen Antrieb der betreffenden Kreuzspule sorgen.
  • Mit derartigen Fadenführungstrommeln, die zum Beispiel in der DE 42 37 860 A1 beschrieben sind, können allerdings nur Kreuzspulen in der Wicklungsart „wilde Wicklung” gewickelt werden, das heißt, Kreuzspulen, bei denen das Windungsverhältnis im Laufe der Spulenreise mit zunehmendem Spulendurchmesser kleiner wird.
  • Da bei solchen Fadenführungstrommeln, unabhängig vom Spulendurchmesser, immer ein gleicher Fadenverlegewinkel gegeben ist, kommt es bei bestimmten Windungsverhältnissen, wenn keine besonderen Maßnahmen ergriffen werden, außerdem zu so genannten Wicklungsbildern, zu deren Vermeidung bereits eine Vielzahl von speziellen Bildstörverfahren entwickelt worden ist.
  • Um Kreuzspulen mit einem vorgebbaren Wicklungsbild, zum Beispiel einer Präzisions- oder Stufenpräzisionswicklung, erstellen zu können, muss während der Spulenreise ein konstantes oder zumindest zeitweise konstantes Verhältnis zwischen der Kreuzspulendrehzahl und der Geschwindigkeit der Fadenchangierung eingehalten werden.
  • Zur Erzeugung von Kreuzspulen mit einer solchen Wicklung ist es daher notwendig, den Antrieb zum Rotieren der Kreuzspule vom Antrieb der Fadenchangiereinrichtung zu trennen.
  • Spulvorrichtungen, bei denen der Antrieb zum Rotieren der Kreuzspule vom Antrieb der Fadenchangiereinrichtung getrennt ist, sind zum Beispiel in der DE 103 32 399 A1 oder in der DE 10 2006 057 407 A1 beschrieben.
  • Diese bekannten Spulvorrichtungen weisen jeweils einen einzelmotorischen Antrieb für die Kreuzspule sowie eine separat antreibbare Fadenchangiereinrichtung auf.
  • Bei der Spulvorrichtung gemäß DE 103 32 399 A1 liegt die Kreuzspule während des Spulprozesses auf einer antriebslosen Stützwalze auf und wird durch eine direkt am Spulenrahmen angeordnete, drehzahlregelbare Antriebseinrichtung rotiert, während bei der in der DE 103 32 399 A1 beschriebenen Spulvorrichtung die Kreuzspule reibschlüssig über eine einzelmotorisch beaufschlagbare Spulenantriebstrommel rotiert wird.
  • Bei beiden Spuleinrichtungen weisen die Fadenchangiereinrichtungen einen Fadenverlegearm auf, der jeweils drehfest an der Motorwelle eines reversiblen Fadenführerantriebes angeordnet ist.
  • Durch ständige Weiterentwicklungen sind diese bekannten Fadenchangiereinrichtungen soweit optimiert worden, dass mit solchen Fadenchangiereinrichtungen inzwischen hohe Fadenchangierfrequenzen realisiert werden können.
  • Nachteilig bei derartigen mit einem Fadenverlegearm arbeitenden Fadenchangiereinrichtungen ist allerdings, dass ein endseitig des Fadenverlegearms angeordnetes Fadenführungsmittel während der Traversierung des Fadenverlegearms eine teilkreisförmige Bahn beschreibt, obwohl der auflaufende, durch den Fadenverlegearm traversierte Faden gleichzeitig zwischen Spulenantriebswalze und Kreuzspulenkörper auf einer Geraden abgelegt werden muss.
  • Das heißt, die sich bei solchen Fadenchangiereinrichtungen bei der Traversierung des Fadenverlegearmes einstellende Teilkreisbahn des Fadenführungsmittels verhindert, dass das am Fadenverlegearm angeordnete Fadenführungsmittel optimal, das heißt, möglichst nahe an den Auflaufstellen des Fadens auf die Kreuzspule positioniert werden kann.
  • Bei diesen bekannten Fadenchangiereinrichtungen liegt zwischen dem am Fadenverlegearm angeordneten Fadenführungsmittel und den eigentlichen Auflaufstellen des Fadens auf die Oberfläche der Kreuzspule in der Regel eine relativ große Distanz, die den maximalen Durchmesser der Kreuzspule berücksichtigen muss. In der Praxis bedeutet dies, je größer die Distanz ist, um so mehr eilt der Faden dem Fadenführungsmittel hinterher und um so größer wird beispielsweise die so genannte Schlepplänge bzw. die absolute Hubdifferenz zwischen der Changierbreite des Fadenführungsmittels und der Verlegebreite des Fadens auf der Kreuzspule.
  • Zur Vermeidung solcher Schleppfehler sind daher bereits Spuleinrichtungen mit Fadenchangiereinrichtungen vorgeschlagen worden, die einen Fadenführer aufweisen, der in einem relativ geringen Abstand längs der Oberfläche einer Kreuzspule geradlinig changierbar ist.
  • In der EP 0 453 622 A1 ist beispielsweise eine Spuleinrichtung beschrieben, bei der eine Kreuzspule mittels einer Antriebswalze reibschlüssig rotiert wird und bei der die Fadenchangierung über einen einzelmotorisch angetriebenen Riemenfadenführer erfolgt. Bei dieser bekannten Fadenchangiereinrichtung ist ein in einer Nut geführter Fadenführer über ein Endloszugmittel, das über seitliche Umlenkrollen geführt ist, so an einen mikroprozessorgesteuerten Schrittmotor angeschlossen, dass der Fadenführer während des Spulprozesses parallel zur Kreuzspulenoberfläche hin und her gleitet und dabei den auflaufenden Faden mit nahezu konstanter Schlepplänge in sich kreuzenden Lagen auf der Spulenoberfläche ablegt.
  • Nachteilig bei solchen Fadenchangiereinrichtungen ist nicht nur die vom Fadenführer während seiner Traversierung in seiner Führung verursachte Reibung, sondern auch die relativ große Massenträgheit solcher Fadenchangiereinrichtungen.
  • Das heißt, bei diesen Fadenchangiereinrichtungen muss durch den Schrittmotor neben dem Fadenführer ein verhältnismäßig langes und entsprechend schweres Endloszugmittel sowie zwei Umlenkrollen ständig wechselweise beschleunigt und wieder abgebremst werden.
  • Die vorstehend beschriebenen, an sich bekannten Nachteile solcher Fadenverlegesysteme wirken sich insgesamt negativ auf die realisierbaren Fadenchangiergeschwindigkeiten aus.
  • Des Weiteren ist beispielsweise durch die EP 0 556 212 B1 eine Spulvorrichtung bekannt, deren Fadenchangiereinrichtung mit einem schwenkbar gelagerten Fingerelement ausgestattet ist, das ein spezielles Fadenführungsmittel beaufschlagt.
  • Das Fadenführungsmittel, das zur Changierung des Fadens in einer Bahn geführt ist, die parallel zur Mittenlängsachse der Kreuzspule verläuft, ist außerdem verschiebbar in einem endseitig angeordneten und in Längsrichtung des Fingerelementes verlaufenden Führungsschlitz des antreibbaren Fingerelementes gelagert.
  • Das bedeutet, das Fadenführungsmittel wird zur Fadenchangierung durch das Fingerelement auf einer Bahn verschoben, die parallel zur Mittenlängsachse der Kreuzspule verläuft, wobei das freie Ende des schwenkbar gelagerten Fingerelements gleichzeitig, wie von den Fadenverlegearmen der vorstehend beschriebenen Fadenchangiereinrichtungen bekannt, eine teilkreisförmige Bahn beschreibt.
  • Auch bei der Fadenchangiereinrichtung gemäß EP 0 556 212 B1 verhindert die sich beim Schwenken des Fingerelementes einstellende Teilkreisbahn des freien Endes des Fingerelementes eine optimale Positionierung des Fadenführungsmittels, das heißt, eine Positionierung des Fadenführungsmittels möglichst nahe an den Auflaufstellen des Fadens auf die Kreuzspule.
  • Ausgehend von Fadenchangiereinrichtungen der vorstehend beschriebenen Gattung liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Fadenchangiereinrichtung mit einem Fadenverlegearm zu entwickeln, die die Vorteile der bekannten Fadenchangiereinrichtungen in sich vereinigt, ohne jedoch deren Nachteile aufzuweisen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Fadenchangiereinrichtung mit den im Kennzeichen des Anspruches 1 beschriebenen Merkmalen gelöst.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Die erfindungsgemäße Fadenchangiereinrichtung mit einem Fadenverlegearm, der während der Changierung eines auf die Kreuzspule auflaufenden Fadens bezüglich seiner Länge verstellbar ist, und die über eine Steuereinrichtung verfügt, die die Länge des Fadenverlegearms jeweils von den Umkehrpunkten zur Mitte des Schwenkbereiches hin reduziert, hat nicht nur den Vorteil, dass ein am Fadenverlegearm angeordnetes Fadenführungsmittel stets nahe an den Auflaufstellen des Fadens auf die Kreuzspule positioniert und damit die während der Traversierung des auflaufenden Fadens auftretende Schlepplänge des Fadens minimiert und während der gesamten Spulenreise nahezu konstant gehalten werden kann, sondern eine derartig ausgebildete Fadenchangiereinrichtung ermöglicht auch sehr hohe Changiergeschwindigkeiten und damit sehr hohe Wickelgeschwindigkeiten an den Spulstellen der Kreuzspulen herstellenden Textilmaschinen.
  • Das Verkürzen und Konstanthalten der Schlepplänge des auflaufenden Fadens während der Spulenreise wirkt sich insbesondere bei der Herstellung von Kreuzspulen mit Stufenpräzisionswicklung vorteilhaft aus, da die sich aus der Schlepplänge des Fadens ergebende Hubdifferenz zwischen der Changierbreite des Fadenführungsmittels und der Verlegebreite des Fadens auf der Kreuzspule, die so genannten Schleppfehler, deutlich minimiert werden.
  • Das heißt, die bislang im Bereich der Spulenflanken von Stufenpräzisionsspulen üblichen Ringe, die auf bei Kreuzungswinkelkorrekturen auftretende Schleppfehleränderungen zurückzuführen sind, können weitestgehend vermieden werden.
  • Wie im Anspruch 2 dargelegt, ist in vorteilhafter Ausführungsform vorgesehen, dass der Fadenverlegearm ein Fadenführungselement aufweist, das während der Traversierbewegung des Fadenverlegearms auf einer Linie läuft, die parallel zur Mittelachse der Kreuzspule angeordnet ist. Durch ein derartig geführtes Fadenführungselement kann auf einfache Weise sichergestellt werden, dass die Schlepplänge des auf die Oberfläche der Kreuzspule auflaufenden Fadens während der gesamten Spulenreise konstant bleibt.
  • Gemäß Anspruch 3 ist außerdem vorgesehen, dass das Fadenführungselement so nahe wie möglich an der Oberfläche der Kreuzspule läuft, ohne jedoch die Oberfläche der Kreuzspule zu berühren. Eine solche Ausführungsform führt zu einer maximalen Verkürzung der Distanz zwischen dem Fadenführungsmittel am Fadenverlegearm und den Fadenauflaufpunkten auf der Oberfläche der Kreuzspule, mit der Folge, dass die Schlepplänge des Fadens minimiert ist.
  • Wie im Anspruch 4 beschrieben, ist in vorteilhafter Ausführungsform vorgesehen, dass der Fadenverlegearm mehrteilig ausgebildet ist und über ein drehfest an der Motorwelle des Antriebes des Fadenchangiereinrichtung angeordnetes Basisbauteil sowie über ein während des Traversierens des Fadenverlegearms relativ zum Basisbauteil verschiebbares Teleskopbauteil verfügt, das mit dem Fadenführungselement ausgestattet ist.
  • Mit einem derartig ausgebildeten und ausgestatteten Fadenverlegearm kann eine definierte und jederzeit sichere Führung eines Fadens während dessen Auflaufens auf die Oberfläche einer Kreuzspule gewährleistet werden.
  • Gemäß Anspruch 5 ist eine Steuereinrichtung vorgesehen, die im Wesentlichen aus einem am Teleskopbauteil des Fadenverlegearms angeordneten Positionierelement und einem stationär angeordneten Steuerelement besteht.
  • Das Positionierelement stützt sich während des Traversierens des Fadenverlegearms ständig so am Steuerelement ab, dass der Fadenverlegearm im Bereich der Kreuzspulenmitte seine kürzeste und im Bereich der Spulenflanken jeweils seine größte Länge aufweist.
  • Das heißt, die Steuereinrichtung sorgt dafür, dass die Länge des Fadenverlegearms während der Traversierung stets kontinuierlich zwischen der maximalen Länge im Bereich der Spulenflanken und der minimalen Länge im Bereich der Spulenmitte verstellt wird.
  • Eine vorteilhafte Ausführungsform der im Anspruch 5 beschriebenen Steuereinrichtung ist beispielsweise gegeben, wenn, wie in den Ansprüchen 6 und 7 dargelegt, das stationär angeordnete Steuerelement als kurvenförmige Führungsbahn ausgebildet und das Teleskopbauteil des Fadenverlegarms mit dem drehfest an der Schwenkachse des elektromotorischen Antriebs der Fadenchangiereinrichtung angeordneten Basisbauteil des Fadenverlegarms über ein Kraftglied verbunden ist, das Zug- bzw. Druckkräfte auf das Teleskopbauteil überträgt.
  • Das in Abhängigkeit von der Ausbildung und Anordnung des stationär angeordneten Steuerelementes beispielsweise als Zugfeder oder als Druckfeder ausgebildete Kraftglied sorgt während der Traversierung des Fadenverlegearms ständig für einen ordnungsgemäßen Kontakt zwischen dem am Teleskopbauteil des Fadenverlegearms angeordneten Positionierelement und dem stationär angeordneten Steuerelement und damit für eine ordnungsgemäße Positionierung des Fadenverlegearms während der Fadenchangierung.
  • Anstelle des in den Ansprüchen 5 und 6 beschriebenen, als kurvenförmige Führungsbahn ausgebildeten Steuerelementes kann zur Führung des am Teleskopbauteil des Fadenverlegearms angeordneten Positionierelements allerdings auch ein als Steuerkulisse ausgebildetes Steuerelement zum Einsatz kommen.
  • Eine solche im Anspruch 8 beschriebene Steuerkulisse weist gegenüberliegende teilkreisförmige Führungsflächen auf, zwischen denen das Positionierelement während des Traversiervorganges des Fadenverlegearms sicher geführt ist.
  • Die Verwendung einer solchen Steuerkulisse macht insbesondere den Einsatz eines Kraftgliedes, wie es im Anspruch 7 beschrieben ist, überflüssig.
  • Wie im Anspruch 9 dargelegt, könnte anstelle einer kurvenförmigen Führungsbahn oder einer Steuerkulisse, die jeweils mit einem entsprechenden mechanischen Positionierelement am Teleskopbauteil des Fadenverlegearms korrespondieren, auch eine magnetische Steuereinrichtung vorgesehen sein.
  • Eine solche magnetische Steuereinrichtung verfügt beispielsweise über Permanentmagnete, die im Bereich des Teleskopbauteils des Fadenverlegearms angeordnet sind, und ein als Permanentmagnet ausgebildetes, stationär angeordnetes Steuerelement.
  • Da solche magnetische Steuereinrichtungen berührungslos arbeiten, zeichnen sich derartige Steuereinrichtungen insbesondere durch eine lange Lebensdauer aus.
  • Gemäß Anspruch 10 sind die stationären Elemente der Steuereinrichtung vorzugsweise direkt oder indirekt am Motorgehäuse des Antriebs der Fadenchangiereinrichtung festgelegt.
  • Die stationären Elemente können beispielsweise mittels Schraubenbolzen oder dergleichen auswechselbar am Motorgehäuse bzw. einer am Motorgehäuse befestigten Konsole festgelegt werden und sind in einem solchen Fall, beispielsweise bei einer Änderung des Spulenformats, leicht gegen angepasste Elemente auszutauschen.
  • Allerdings ist es grundsätzlich auch möglich, die stationären Elemente unlösbar festzulegen. Die Elemente sind in einem solchen Fall zum Beispiel mittels eines geeigneten Klebemittels unlösbar an das Motorgehäuse beziehungsweise an eine entsprechende Konsole angeschlossen.
  • Obwohl die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen für eine Steuereinrichtung kostengünstig und zuverlässig sind, soll die Steuereinrichtung ausdrücklich nicht auf die in den Ansprüchen beschriebenen und in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt sein.
  • Die Steuereinrichtung könnte selbstverständlich auch andere Ausführungsformen aufweisen.
  • Zwischen den beiden Bauteilen des Fadenverlegearms könnte beispielsweise auch ein Gelenk vorgesehen werden, das während der Traversierung des Fingerfadenführers eine gewisse Drehbewegung ausführt, die zur Einstellung der jeweiligen Länge des Fadenverlegearms benutzt wird.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
  • Es zeigt:
  • 1 schematisch eine Spulstelle einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine mit einer Fadenchangiereinrichtung, die einen bezüglich seiner Länge verstellbaren Fadenverlegearm aufweist,
  • 2 die in 1 schematisch dargestellte Fadenchangiereinrichtung in Vorderansicht, mit einem Fadenverlegearm, dessen Länge sich während des Changiervorganges ständig ändert, wobei das Teleskopbauteil des Fadenverlegearms ein Positionierelement aufweist, das sich an einer Steuerkurve abstützt,
  • 3 die in 2 dargestellte Fadenchangiereinrichtung in Seitenansicht,
  • 4 die in 2 dargestellte Fadenchangiereinrichtung, wobei das Teleskopbauteil des Fadenverlegearms ein Positionierelement aufweist, das in einer Steuerkulisse geführt ist,
  • 5 die in 2 dargestellte Fadenchangiereinrichtung, wobei die Ansteuerung des Teleskopbauteils des Fadenverlegearms durch eine magnetische Steuereinrichtung erfolgt.
  • In 1 ist schematisch in Seitenansicht eine Arbeitsstelle 2 einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine, im vorliegenden Fall eines so genannten Kreuzspulautomaten 1, dargestellt.
  • Auf den Arbeitsstellen 2 derartiger Kreuzspulautomaten 1 werden, wie bekannt und daher nicht näher erläutert, die auf Ringspinnmaschinen produzierten Spinnkopse 3 zu großvolumigen Kreuzspulen 5 umgespult.
  • Die Kreuzspulen 5 werden nach ihrer Fertigstellung mittels eines (nicht dargestellten) selbsttätig arbeitenden Serviceaggregates, vorzugsweise eines Kreuzspulenwechslers, auf eine maschinenlange Kreuzspulentransporteinrichtung 7 übergeben und zu einer maschinenendseitig angeordneten Spulenverladestation oder dergleichen transportiert.
  • Solche Kreuzspulautomaten 1 weisen in der Regel außerdem eine Logistikeinrichtung in Form eines Spulen- und Hülsentransportsystems 6 auf.
  • In diesem Spulen- und Hülsentransportsystem 6 laufen, auf Transporttellern 11, die Spinnkopse 3 beziehungsweise Leerhülsen um.
  • Vom Hülsentransportsystem 6 sind in der 1 lediglich die Kopszuführstrecke 24, die reversierend antreibbare Speicherstrecke 25, eine der zu den Spulstellen 2 führenden Quertransportstrecken 26 sowie die Hülsenrückführstrecke 27 dargestellt.
  • Jede Arbeitsstelle 2 des Kreuzspulautomaten 1 weist außerdem einen Arbeitsstellenrechner 28, der über eine Busverbindung 17 an eine Zentralsteuereinheit 18 des Kreuzspulautomaten 1 angeschlossen ist, sowie verschiedene weitere Einrichtungen auf, die für einen ordnungsgemäßen Betrieb der Arbeitsstellen 2 notwendig sind.
  • Eine dieser an sich bekannten Einrichtungen ist beispielsweise die Spulvorrichtung 4.
  • Eine solche Spulvorrichtung 4 verfügt unter anderem über einen Spulenrahmen 8, der um eine Schwenkachse 12 beweglich gelagert ist.
  • Wie in 1 weiter angedeutet, liegt die im Spulenrahmen 8 frei rotierbar gehalterte Kreuzspule 5 während des Spulbetriebes mit ihrer Oberfläche auf einer Spulenantriebswalze 9 auf, die durch einen (nicht dargestellten) definiert ansteuerbaren Elektromotor einzelmotorisch beaufschlagbar ist, und wird von der Spulenantriebswalze 9 reibschlüssig rotiert.
  • Zur Changierung des vom Spinnkops 3 abgezogenen Fadens 16 während des Spulprozesses ist eine Fadenchangiereinrichtung 10 vorgesehen, die in 1 lediglich schematisch angedeutet ist. Die Fadenchangiereinrichtung 10 weist, wie nachfolgend anhand der 2 bis 5 erläutert werden wird, einen in seiner Länge verstellbaren Fadenverlegearm 20 auf.
  • Der Fadenverlegearm 20 ist durch einen reversiblen Antrieb 14 so beaufschlagbar, dass der auf die Kreuzspule 5 auflaufende Faden 16 während des Spulprozesses zwischen den Stirnseiten der Kreuzspule 5 traversiert wird.
  • Der Antrieb 14 der Fadenchangiereinrichtung 10 steht über eine Steuerleitung 15 mit dem Arbeitsstellenrechner 28 der betreffenden Arbeitsstelle 2 in Verbindung.
  • Wie in den 2 bis 5 dargestellt, ist der Fadenverlegearm 20 mehrteilig ausgebildet.
  • Das heißt, der Fadenverlegearm 20 besteht im Wesentlichen aus einem drehfest an der Motorwelle 29 des Antriebs 14 der Fadenchangiereinrichtung 10 angeordneten Basisbauteil 20A und einem bezüglich des Basisbauteils 20A verschiebbar gelagerten Teleskopbauteil 20B.
  • Das Telekopbauteil 20B ist im Bereich seines freien Endes mit einem Fadenführungselement 19 ausgestattet und wird an seinem gegenüberliegenden Ende durch eine Steuereinrichtung 23A, 23B, 23C beaufschlagt, die für eine ordnungsgemäße Positionierung des Fadenführungselementes 19 während der Traversierung des auf die Oberfläche 22 der Kreuzspule 5 auflaufenden Fadens 16 sorgt. Die Steuereinrichtung 23A verfügt beispielsweise, wie in. den 2 und 3 dargestellt, über ein am Teleskopbauteil 20B des Fadenverlegearms 20 angeordnetes Positionierelement 32, das mit einer stationären, mechanischen Steuerkurve 33A korrespondiert. Das heißt, das Positionierelement 32 bildet in Verbindung mit der am Motorgehäuse 34 des Antriebs 14 der Fadenchangiereinrichtung 10 festgelegten Steuerkurve 33A sowie einem Kraftglied 35 eine mechanische Steuereinrichtung 23A, die dafür sorgt, dass das Fadenführungselement 19 während der Traversierung des Fadenverlegearms 20 ständig auf einer Linie 21 läuft, die parallel zur Mittelachse 31 der Kreuzspule 5 und benachbart zur Oberfläche 22 der Kreuzspule 5 angeordnet ist. Die Steuereinrichtung 23A gewährleistet dabei, dass der Fadenverlegearm 20 während des Changiervorganges im Bereich der Spulenflanken der Kreuzspule 5 seine maximale Länge L aufweist und auf seinem Weg zur Spulenmitte 40 hin jeweils kontinuierlich verkürzt wird.
  • Gemäß dem in 4 dargestellten Ausführungsbeispiel, weist eine Steuereinrichtung 23B anstelle einer Steuerkurve eine Steuerkulisse 33B auf.
  • In der Steuerkulisse 33B ist das am Teleskopbauteil 20B des Fadenverlegearms 20 angeordnete Positionierelement 32 geführt, so dass auf ein Kraftglied, das das Positionierelement 32 in ordnungsgemäßer Anlage an einer Steuerkurve hält, verzichtet werden kann.
  • Auch durch die Steuereinrichtung 23B ist gewährleistet, dass der Fadenverlegearm 20 während des Changiervorganges im Bereich der Spulenflanken der Kreuzspule 5 seine maximale Länge L aufweist und auf seinem Weg zur Spulenmitte 40 hin jeweils kontinuierlich verkürzt wird.
  • Die 5 zeigt eine magnetische Steuereinrichtung 23C. Bei einer solchen Steuereinrichtung 23C ist das Teleskopbauteil 20B des Fadenverlegearms 20 mit Permanentmagneteinsätzen 50, 51 ausgestattet, die mit einem magnetischen Steuerelement 33C korrespondieren.
  • Das heißt, die am Teleskopbauteil 20B des Fadenverlegearms 20 angeordneten Permanentmagneteinsätze 50, 51 sind magnetisch jeweils so ausgerichtet, dass sie gleichsinnigen Polen am magnetischen Steuerelementes 33C gegenüberstehen.
  • Bei der Steuereinrichtung 23C wird durch die zwischen den Permanentmagneteinsätzen 50, 51 und dem magnetischen Steuerelement 33C herrschenden Magnetkräfte gewährleistet, dass der Fadenverlegearm 20 während des Changiervorganges ordnungsgemäß verkürzt bzw. verlängert wird.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 4237860 A1 [0007]
    • - DE 10332399 A1 [0011, 0013, 0013]
    • - DE 102006057407 A1 [0011]
    • - EP 0453622 A1 [0020]
    • - EP 0556212 B1 [0024, 0027]

Claims (10)

  1. Fadenchangiereinrichtung zum Herstellen einer Kreuzspule, die im Spulenrahmen einer Spuleinrichtung einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine drehbar gelagert ist, mit einem um eine Schwenkachse begrenzt beweglich gelagerten, durch einen elektromotorischen Antrieb definiert antreibbaren Fadenverlegearm, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenverlegearm (20) während der Changierung eines auf die Kreuzspule (5) auflaufenden Fadens (16) bezüglich seiner Länge (L) verstellbar ist und dass eine Steuereinrichtung (23A, 23B, 23C) vorhanden ist, die die Länge des Fadenverlegearms (20) jeweils von den Umkehrpunkten (41, 42) zur Mitte des Schwenkbereiches hin reduziert.
  2. Fadenchangiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenverlegearm (20) ein Fadenführungselement (19) aufweist, das während der Traversierbewegung des Fadenverlegearms (20) auf einer Linie (21) läuft, die parallel zur Mittelachse (31) der Kreuzspule (5) angeordnet ist.
  3. Fadenchangiereinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fadenführungselement (19) so nahe wie möglich an der Oberfläche (22) der Kreuzspule (5) läuft, ohne dabei die Oberfläche (22) der Kreuzspule (5) zu berühren.
  4. Fadenchangiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenverlegearm (20) mehrteilig ausgebildet ist, mit einem drehfest an der Motorwelle (29) des Antriebes (14) der Fadenchangiereinrichtung (10) angeordneten Basisbauteil (20A) und einem während des Traversierens des Fadenverlegearms (20) relativ zum Basisbauteil (20A) verschiebbaren Teleskopbauteil (20B), das mit dem Fadenführungselement (19) ausgestattet ist.
  5. Fadenchangiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (23A) über ein am Teleskopbauteil (20B) des Fadenverlegearms (20) angeordnetes Positionierelement (32) verfügt, das mit einem stationär angeordneten Steuerelement (33A) korrespondiert.
  6. Fadenchangiereinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das stationär angeordnete Steuerelement (33A) als kurvenförmige Führungsbahn ausgebildet ist.
  7. Fadenchangiereinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Teleskopbauteil (20B) des Fadenverlegarms (20) mit dem Basisbauteil (20A) des Fadenverlegarms (20) über ein Kraftglied (35) verbunden ist, das Zug- bzw. Druckkräfte auf das Teleskopbauteil (20B) überträgt und das Positionierelement (32) in Anlage am Steuerelement (33A) hält.
  8. Fadenchangiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (23B) ein am Teleskopbauteil (20B) des Fadenverlegearms (20) angeordnetes Positionierelement (32) aufweist, das in einem als Steuerkulisse ausgebildeten, stationär angeordneten Steuerelement (33B) gleitend geführt ist.
  9. Fadenchangiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (23c) am Teleskopbauteil (20B) des Fadenverlegearms (20) angeordnete Permanentmagnetstücke (50, 51) aufweist, die mit einem als Permanentmagnetteil ausgebildeten, stationär angeordneten Steuerelement (33C) korrespondieren.
  10. Fadenchangiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (23A, 23B, 23C) jeweils ein stationär angeordnetes Steuerelement (33A, 33B, 33C) aufweist, das direkt oder indirekt am Motorgehäuse (34) des Antriebs (14) der Fadenchangiereinrichtung (10) angeordnet ist.
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