[go: up one dir, main page]

DE102009014586A1 - Verwendung von Alginit als Filtrierhilfsmittel in der Bio- und Lebensmitteltechnologie - Google Patents

Verwendung von Alginit als Filtrierhilfsmittel in der Bio- und Lebensmitteltechnologie Download PDF

Info

Publication number
DE102009014586A1
DE102009014586A1 DE200910014586 DE102009014586A DE102009014586A1 DE 102009014586 A1 DE102009014586 A1 DE 102009014586A1 DE 200910014586 DE200910014586 DE 200910014586 DE 102009014586 A DE102009014586 A DE 102009014586A DE 102009014586 A1 DE102009014586 A1 DE 102009014586A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reaction media
alginite
reactions
whole
cell
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE200910014586
Other languages
English (en)
Inventor
Martin Prof. Bertau
Ines Pieper
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Tnr Terra Natural Resources De GmbH
Original Assignee
Bergakademie Freiberg
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bergakademie Freiberg filed Critical Bergakademie Freiberg
Priority to DE200910014586 priority Critical patent/DE102009014586A1/de
Publication of DE102009014586A1 publication Critical patent/DE102009014586A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P41/00Processes using enzymes or microorganisms to separate optical isomers from a racemic mixture
    • C12P41/002Processes using enzymes or microorganisms to separate optical isomers from a racemic mixture by oxidation/reduction reactions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P7/00Preparation of oxygen-containing organic compounds
    • C12P7/62Carboxylic acid esters

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft die Verwendung von Alginit als Filtrierhilfsmittel in der Biotechnologie, der Lebensmitteltechnologie und -verfahrenstechnik, z. B. der Brauereitechnologie. Aufgabe der Erfindung ist es, aus Ganzzellbiotransformationen resultierende Reaktionsmedien, aus Reaktionen mit Mikroorganismen resultierende Reaktionsmedien (einschließlich Lebensmitteltechnologie) sowie aus Enzymreaktionen resultierende Reaktionsmedien schnell, einfach, kostengünstig und effektiv aufzuarbeiten. Die technische Aufgabe wird dadurch gelöst, dass Alginit als Filtrierhilfsmittel bei der Aufarbeitung dieser Reaktionsmedien eingesetzt wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft die Verwendung von Alginit als Filtrierhilfsmittel und Additiv in der Biotechnologie, der Lebensmitteltechnolgie und -verfahrenstechnik, z. B. der Brauereitechnologie. Die Erfindung wird angewendet bei der Aufarbeitung von biotechnologischen Fermentationen und Biotransformationen, bei der Aufarbeitung von Reaktionsgemischen aus Ganzzellprozessen und Enzymreaktionen sowie zur Klärung von Umsetzungen mit Mikroorganismen (Pilzen, Bakterien), z. B. bei der Bier- und Weinherstellung.
  • Alginit ist ein kerogenhaltiges Sedimentgestein und findet insbesondere als Bodenverbesserungsmittel Anwendung. Dabei ist die komplexe Wirkungsweise auf die einzigartige Zusammensetzung von Alginit zurückzuführen. Weitere Einsatzgebiete liegen auf medizinischem und therapeutischem Gebiet, z. B. als Bestandteil von Salben und kosmetischen Produkten und als Mittel in der Rheumatherapie. Alginit lässt sich nicht synthetisch herstellen.
  • Die Aufarbeitung von Reaktionsmedien aus Ganzzell-Biotransformationen sowie enzymatischen Reaktionen, insbesondere mit Enzymen technischer Reinheit, die Klärung von Reaktionen mit Mikroorganismen und die Aufarbeitung von Reaktionsgemischen aus Enzymreaktionen bereitet oft Probleme und erfordert mehrstufige Prozesse.
  • Gegenwärtig sind zur Aufarbeitung von Ganzzellkatalysatoren enthaltenden Biotransformations-Reaktionsmedien diverse Methoden bekannt. Ein allgemeines Problem dabei besteht in dem Auftreten von Emulsionen beim Extraktionsvorgang, einhergehend mit sehr langen, wirtschaftlich nicht akzeptablen Aufarbeitungszeiten, insbesondere Extraktions- und Filtrationszeiten. Als typisches Beispiel hierfür kann die Veröffentlichung von G. Jörg, K. Leppchen, T. Daussmannm, M. Bertau, Chem. Ing. Techn. 2004, 76, 1739–1742 angegeben werden, wonach die zentrale Komplikation bei der extraktiven Aufarbeitung der Hochzelldichte-Ganzzellbiotransformation die Bildung stabiler Gele und Schleime im Kontakt mit dem organischen Lösungsmittel darstellt. Daraus resultieren die Notwendigkeit einer nachgeschalteten destillativen Reinigung des Produkts und starke Ausbeuteverluste beim Downstream-Processing, einhergehend mit verringerter Gesamtökonomie des Verfahrens und hohen Produktionskosten.
  • In der DE 103 29 819 B4 ist ein Verfahren zur extraktiven Isolierung von organischen Komponenten aus Zellsuspensionen und zellfreien Medien beschrieben, dass dadurch gekennzeichnet ist, dass vor der Extraktion der Zellsuspension oder dem Zellkulturmedium zum enzymatischen Abbau der von den Hefezellen ausgeschiedenen Bioemulgatoren eine Hydrolasekomponente aus mindestens einer Protease und/oder Glycosylase zugesetzt wird und nach einem anschließenden Inkubationsschritt die Extraktion mit dem organischen Lösungsmittel erfolgt. Mit diesem Verfahren konnte das Problem der Gelbildung durch die aus dem Ganzzellkatalysator stammenden Bioemulgatoren, die von den Mikroorganismen in das Medium abgegeben werden, zurückgedrängt werden. Nachteilig ist allerdings die Notwendigkeit einer weiteren enzymatischen Komponente, insbesondere wenn diese nur in aufwändiger Weise zugänglich ist. Ein weiteres Problem stellt das Auftreten von Nebenreaktionen, verursacht durch die zugegebenen Proteasen, dar.
  • Nach DE 10 2005 031 536 B4 werden der Zellsuspension oder dem zellfreien Kulturmedium nach der Biotransformation Bakterien zugesetzt, die in der Zellsuspension oder im zellfreien Kulturmedium enthaltene emulgierende Substanzen abbauen, wobei Bakterien, die zum Abbau der emulgierenden Substanzen zugesetzt werden, sich von den Bakterien, die zur Biotransformation eingesetzt werden, unterscheiden und die Auswahl der zum Abbau der emulgierenden Substanzen eingesetzten Bakterien durch den zur Biotransformation verwendeten Mikroorganismus und das zu isolierende Produkt bestimmt wird. Nachteilig sind der erhebliche Zeitaufwand und die Vielzahl der zu realisierenden Verfahrensschritte.
  • Nach EP 1 870 390 B1 wird ein Verfahren zur Aufarbeitung von Reaktionsmedien, die Ganzzellkatalysatoren, eine wässrige Komponente und eine organische Komponente mit dem anzureichernden Produkt enthalten, beschrieben, dass dadurch gekennzeichnet ist, dass in einem ersten Schritt der pH-Wert auf kleiner 4 eingestellt wird, in einem zweiten Schritt das Reaktionsmedium in Anwesenheit eines Filterhilfstoffes, vorzugsweise in dem Reaktionsmedium, filtriert wird und danach optional das in der organischen Komponente enthaltene Produkt weiter angereichert oder aufgereinigt wird. Als Filterhilfsstoffe können alle bekannten Filterhilfsstoffe verwendet werden Bevorzugt sind jedoch Filterhilfsstoffe ausgewählt aus der Gruppe Cellulose, Kieselgel, Kieselgur, Perlit, Cristobalit, Filterquarzkies, Aktivkohle, Holzkohle, Holzmehl, Filterhilfsstoffe auf Kunstharzbasis sowie Gemische derselben. Nachteilig bei diesem Verfahren ist, dass bei einem pH-Wert von kleiner als 4 gearbeitet werden muss. pH-Werte von kleiner 4 sind für die Gewinnung von stereoisomerenreinen β-Hydroxy-estern prohibitiv, da bei diesen pH-Werten bereits partielle Racemisierung sowie Dehydratisierung stattfinden.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, aus Ganzzellbiotransformationen resultierende Reaktionsmedien, aus Reaktionen mit Mikroorganismen resultierende Reaktionsmedien sowie aus Enzymreaktionen resultierende Reaktionsmedien schnell, einfach, kostengünstig und effektiv aufzuarbeiten.
  • Die technische Aufgabe wird dadurch gelöst, dass Alginit als Filtrierhilfsmittel bei der Aufarbeitung von Reaktionsmedien aus Ganzzellbiotransformationen, von Reaktionsmedien die aus Reaktionen mit Mikroorganismen resultieren sowie von Reaktionsmedien aus Enzymreaktionen verwendet wird. Überraschenderweise wurde gefunden, dass durch die Verwendung von Alginit als Filtrierhilfsmittel die Phasentrennzeit tP bei der extraktiven Aufarbeitung von Fermentationen und Biotransformationen (Ganzzellprozesse und enzymatische Umsetzungen) extrem verkürzt wurde. Dabei wurden die Phasentrennzeiten auf bis zu 30 s verkürzt, wodurch sich die mit Alginit behandelten Reaktionsgemische für eine kontinuierliche Extraktion (tP max. 60 s) eignen. Dabei kann der Alginit roh eingesetzt werden, wird aber zweckmäßigerweise vordem Einsatz gewaschen, z. B. mit Wasser. Die Korngrößenverteilung hat keinen Einfluß auf die Eignung von Alginit als Filtrierhilfsmittel, zweckmäßigerweise beträgt sie ≤ 1,0 mm. Aufgrund der überraschend guten Filtrationseigenschaften in Gegenwart von Alginit können nach der Filtration weitere Aufreinigungsschritte wie die Deemulgierung oder auch Wasserdampfdestillation eingespart werden. Zudem entfällt der Verfahrensschritt Biomasseseparation, was Alginit sehr interessant für Anwendungen in der Lebensmittel- und Biotechnologie macht. Dabei kann Alginit beispielsweise auch in Form von Filterpatronen bzw. als Füllung von Filterpatronen eingesetzt werden. Die Vorzüge der Anwendung von Alginit als Filtrierhilfsmittel in der Bio- und Lebensmitteltechnologie soll anhand der nachfolgenden Beispiele verdeutlicht werden:
  • Beispiel 1 (Allgemeine Versuchsvorschrift zur Herstellung der Reaktionsmischung für die Aufarbeitungsversuche; 64,6 mM Substratkonzentration)
  • Für die Reduktion von 2-Cyclohexanoncarbonsäure-ethylester (1) zu (1R,2S)-cis-2-Hydroxycyclohexancarbonsäure-ethylester (2) in einer Ganzzellbiotransformation mit Saccharomyces cerevisiae wird wie folgt verfahren:
    In einen mit 1,0 l Leitungswasser gefüllten Fermenter werden 60 g (Trockenmasse) Bäckerhefe (Saccharomyces cerevisiae) der Firma Fala, F-Strasbourg und 100 g Saccharose gegeben. Nach 30 min. Inkubation bei 30,0°C werden zu der belüfteten Kultur (2,0 l Luft pro Liter Reaktionsmedium und Minute) 10,0 ml 2-Cyclohexanoncarbonsäure-ethylester (1) (entspricht 11 g bzw. 64,6 mmol) kontinuierlich innerhalb von 20 h zugegeben, wobei der pH-Wert bei 6,3 gehalten wird. Die Reaktion wird mittels Gaschromatographie überwacht.
  • Beispiel 2 (Vergleichsbeispiel nach Stand der Technik)
  • 1. Wasserdampfdestillation
  • Das Reaktionsgemisch wird in einem 4 l-Rundkolben mit Wasserdampfdestillationsaufsatz und einer 4 l-Vorlage unter Rühren auf 90°C erhitzt. Dann beginnt man mit dem Einblasen von Dampf.
  • 2. Extraktion
  • Anschließend werden die 2600 ml Wasserdampfdestillat in einem 4/Rührkolben mit 750 g Kochsalz versetzt, welches durch Rühren gelöst wird. Man extrahiert dreimal mit je 370 g (500 ml) t-Butyl-methylether je min. 60 Minuten.
  • 3. Destillation des Rohprodukts
  • Danach werden die vereinigten organischen Phasen in einer Destillationsapparatur (bzw. Rotationsverdampfer) vorgelegt. Nach Trocknung über MgSO4 wird der t-Butylmethylether bei Normaldruck oder bei leicht vermindertem Druck, z. B. 500–600 mbar, abdestilliert.
  • 4. Feindestillation
  • Im Anschluss daran wird das Rohprodukt über eine Destillationskolonne (Sdp.: 120–125°C (20 mm Hg) feindestilliert.
  • Das Produkt, (1R,2S)-cis-2-Hydroxycyclohexancarbonsäure-ethylester (2), wird nach dieser Vorschrift in 66% Ausbeute erhalten und erfüllt folgende Spezifikationen:
    Figure 00050001
  • Beispiel 3 (Vergleichsbeispiel nach DE 103 29 819 )
  • 1. Zentrifugation
  • Das Reaktionsgemisch wird für jeweils 20 min bei 3000 × g und 20000 × g zentrifugiert, um die Hefezellen vollständig abzutrennen. Der Überstand wird abgenommen und das Pellet dreimal gewaschen und zentrifugiert. Die wäßrigen Phasen werden vereinigt.
  • 2. Inkubation des zellfreien Mediums mit Enzym
  • Die Kulturbrühe wird zur Produktisolation mit 60 kU/l Pronase E versetzt, 5 h bei 30°C inkubiert.
  • 3. Extraktion
  • Die in Arbeitsschritt 2 erhaltene Reaktionsmischung wird dreimal mit je 370 g (500 ml) t-Butyl-methylether während je min. 60 Minuten extrahiert. Danach werden die vereinigten organischen Phasen in einer Destillationsapparatur (bzw. Rotationsverdampfer) vorgelegt. Nach Trocknung über MgSO4 wird der t-Butyl-methylether bei Normaldruck oder bei leicht vermindertem Druck, z. B. 500–600 mbar, abdestilliert.
  • Das Produkt, (1R,2S)-cis-2-Hydroxycyclohexancarbonsäure-ethylester (2), wird nach dieser Vorschrift in 80% Ausbeute erhalten und erfüllt folgende Spezifikationen:
    Figure 00060001
  • 1. Zentrifugation
  • Das Reaktionsgemisch wird für jeweils 20 min bei 3000 × g und 20000 × g zentrifugiert, um die Hefezellen vollständig abzutrennen. Der Überstand wird abgenommen und das Pellet dreimal gewaschen und zentrifugiert. Die wäßrigen Phasen werden vereinigt.
  • 2. Vorkultur von Bacillus subtilis
  • Für die Herstellung der Vorkulturen wird ein Vereinzelungsausstrich von B. subtilis auf Hefenährbouillon-Agar hergestellt und für 48 h bei 30°C kultiviert. Von der bewachsenen Agarplatte wird eine einzelne Kolonie in die Vorkultur, eine Hefenährbouillon, überführt. Die Vorkultur wird bei 30°C und 150 U/min kultiviert bis die optische Dichte bei 600 nm 0,8 Absorptionseinheiten entspricht.
  • 3. Inkubation des zellfreien Mediums mit B. subtilis
  • Für die Inkubation des zellfreien Mediums wird das 1,6fache Volumen an Vorkultur B. subtilis bei 3000 × g zentrifugiert. Die Zellen werden geerntet und dem zellfreien Medium zugeben, so dass die Konzentration an Trockengewicht B. subtilis im zellfreien Medium 0,044% (m/v) beträgt. Die Inkubation des zellfreien Mediums mit B. subtilis erfolgt sauerstofflimitiert für 48 h bei 30°C und 100 U/min. Für die Schaffung sauerstofflimitierten Bedingungen werden die Inkubationsgefäße luftdicht abgeschlossen, so dass nur der restliche Sauerstoff über dem Medium genutzt werden kann. Unter diesen Bedingungen ist das Wachstum der Bazillen und damit auch die Synthese eigener, störender Bioemulgatoren reduziert, und dennoch werden die Bioemulgatoren der Hefe als einzige Kohlenstoff- und Energiequelle verwertet.
  • 4. Extraktion
  • Die in Arbeitsschritt 3 erhaltene Reaktionsmischung wird dreimal mit je 370 g (500 ml) t-Butyl-methylether während je min. 60 Minuten extrahiert. Danach werden die vereinigten organischen Phasen in einer Destillationsapparatur (bzw. Rotationsverdampfer) vorgelegt. Nach Trocknung über MgSO4 wird der t-Butyl-methylether bei Normaldruck oder bei leicht vermindertem Druck, z. B. 500–600 mbar, abdestilliert.
  • Das Produkt, (1R,2S)-cis-2-Hydroxycyclohexancarbonsäure-ethylester (2), wird nach dieser Vorschrift in 80% Ausbeute erhalten und erfüllt folgende Spezifikationen:
    Figure 00070001
  • Beispiel 5 (erfindungsgemäßes Beispiel)
  • 1. Filtration
  • Das Reaktionsgemisch wird mit 25 g Alginit (mit Wasser gewaschen, Korngröße ≤ 5,0 mm) versetzt, 2 min. bei 120 UpM gerührt und über einen Büchnertrichter filtriert.
  • 2. Extraktion
  • Man extrahiert dreimal mit je 370 g (500 ml) t-Butyl-methylether während je min. 10 Minuten. Danach werden die vereinigten organischen Phasen in einer Destillations apparatur (bzw. Rotationsverdampfer) vorgelegt, und bei Normaldruck oder bei leicht vermindertem Druck, z. B. 500–600 mbar, wird der t-Butyl-methylether abdestilliert.
  • Das Rohprodukt ist chemisch rein, i. e. frei von Verunreinigungen und bedarf keiner weiteren Reinigungsschritte!
  • Das Produkt, (1R,2S)-cis-2-Hydroxycyclohexancarbonsäure-ethylester (2), wird nach dieser Vorschrift in 80% Ausbeute erhalten und erfüllt folgende Spezifikationen:
    Figure 00080001
  • Beispiel 6 (erfindungsgemäßes Beispiel)
  • 1. Filtration
  • Das Reaktionsgemisch wird über einen Büchnertrichter filtriert, der mit 25 g befeuchtetem (1 g Wasser/g Alginit) Alginit (mit Wasser gewaschen, Korngröße ≤ 5,0 mm) belegt ist.
  • 2. Extraktion
  • Man extrahiert dreimal mit je 370 g (500 ml) t-Butyl-methylether während je min. 10 Minuten. Danach werden die vereinigten organischen Phasen in einer Destillationsapparatur (bzw. Rotationsverdampfer) vorgelegt, und bei Normaldruck oder bei leicht vermindertem Druck, z. B. 500–600 mbar, wird der t-Butyl-methylether abdestilliert.
  • Das Rohprodukt ist chemisch rein, i. e. frei von Verunreinigungen und bedarf keiner weiteren Reinigungsschritte!
  • Das Produkt, (1R,2S)-cis-2-Hydroxycyclohexancarbonsäure-ethylester (2), wird nach dieser Vorschrift in 80% Ausbeute erhalten und erfüllt folgende Spezifikationen:
    Figure 00090001
    Zusammenfassung der Ergebnisse
    Bsp. Verfahren Arbeitsschritte Ausbeute Reinheit Zeitaufwand
    2 Vergleich (Stand der Technik) 4 66% ≥ 97% 16 h 45 min
    3 Enzymatisch ( DE 103 29 819 ) 3 80% ≥ 97% 7 h 35 min
    4 Mikrobiell ( DE 10 2005 031 536 ) 4 80% ≥ 97% 49 h 45 min
    5 Alginit (Aufschlämmung) 2 80% ≥ 99% 2 h 35 min
    6 Alginit (Filterbelegung) 2 80% ≥ 99% 2 h 35 min
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 10329819 B4 [0005]
    • - DE 102005031536 B4 [0006]
    • - EP 1870390 B1 [0007]
    • - DE 10329819 [0015, 0032]
    • - DE 102005031536 [0032]
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - G. Jörg, K. Leppchen, T. Daussmannm, M. Bertau, Chem. Ing. Techn. 2004, 76, 1739–1742 [0004]

Claims (1)

  1. Verwendung von Alginit als Filtrierhilfsmittel bei der Aufarbeitung von Flüssigphasen aus Fermentationen sowie Reaktionsmedien aus Ganzzellbiotransformationen, von Reaktionsmedien, die aus Reaktionen mit Mikroorganismen resultieren sowie von Reaktionsmedien aus Enzymreaktionen sowie ferner zur Aufarbeitung, Klärung und Filtration in der Lebensmitteltechnologie.
DE200910014586 2009-03-24 2009-03-24 Verwendung von Alginit als Filtrierhilfsmittel in der Bio- und Lebensmitteltechnologie Ceased DE102009014586A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200910014586 DE102009014586A1 (de) 2009-03-24 2009-03-24 Verwendung von Alginit als Filtrierhilfsmittel in der Bio- und Lebensmitteltechnologie

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200910014586 DE102009014586A1 (de) 2009-03-24 2009-03-24 Verwendung von Alginit als Filtrierhilfsmittel in der Bio- und Lebensmitteltechnologie

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102009014586A1 true DE102009014586A1 (de) 2010-09-30

Family

ID=42663993

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200910014586 Ceased DE102009014586A1 (de) 2009-03-24 2009-03-24 Verwendung von Alginit als Filtrierhilfsmittel in der Bio- und Lebensmitteltechnologie

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102009014586A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102009051687A1 (de) 2009-10-23 2011-04-28 Technische Universität Bergakademie Freiberg Verwendung von Alginit als Reaktionsadditiv bei Biotransformationen

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3867285A (en) * 1972-02-22 1975-02-18 Jr Howard F Keller Oil-water separation process
DE10329819A1 (de) 2003-06-25 2005-01-20 Technische Universität Dresden Verfahren zur extraktiven Isolierung von organischen Komponenten aus Zellsuspensionen und zellfreien Medien
DE102005031536A1 (de) 2005-06-30 2007-01-04 Technische Universität Dresden Verfahren zur mikrobiellen Deemulgation
EP1870390B1 (de) 2006-06-21 2009-01-14 Evonik Degussa GmbH Aufarbeitung von Reaktionslösungen aus Ganzzell-Biotransformationen

Patent Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3867285A (en) * 1972-02-22 1975-02-18 Jr Howard F Keller Oil-water separation process
DE10329819A1 (de) 2003-06-25 2005-01-20 Technische Universität Dresden Verfahren zur extraktiven Isolierung von organischen Komponenten aus Zellsuspensionen und zellfreien Medien
DE10329819B4 (de) 2003-06-25 2006-11-02 Technische Universität Dresden Verfahren zur extraktiven Isolierung von organischen Komponenten aus Zellsuspensionen und zellfreien Medien
DE102005031536A1 (de) 2005-06-30 2007-01-04 Technische Universität Dresden Verfahren zur mikrobiellen Deemulgation
DE102005031536B4 (de) 2005-06-30 2007-10-18 Technische Universität Dresden Verfahren zur Isolierung von Produkten einer Biotransformation aus einer Zellsuspension oder dem zellfreien Kulturmedium
EP1870390B1 (de) 2006-06-21 2009-01-14 Evonik Degussa GmbH Aufarbeitung von Reaktionslösungen aus Ganzzell-Biotransformationen

Non-Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
Chemical Abstracts, Vol.149,Nr.420540 *
G. Jörg, K. Leppchen, T. Daussmannm, M. Bertau, Chem. Ing. Techn. 2004, 76, 1739-1742

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102009051687A1 (de) 2009-10-23 2011-04-28 Technische Universität Bergakademie Freiberg Verwendung von Alginit als Reaktionsadditiv bei Biotransformationen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE68928956T2 (de) Verfahren zur Herstellung von optisch aktivem 1,3-Butanediol
DE69123041T2 (de) Herstellungsverfahren für optisch aktiven 3-phenyl-1,3-propandiol
DE10017256B4 (de) Verfahren zur Herstellung organischer Säuren mittels hochleistungsfähiger kontinuierlicher Fermentation
EP1999264B1 (de) Verfahren zur enzymatischen herstellung von 2-hydroxy-2-methylcarbonsäuren
DE3049773C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Pektin aus Pflanzengeweben
DE69132472T2 (de) Verfahren zur Herstellung von optisch aktivem 1,3-Butandiol
DE3217908C2 (de)
US10017797B2 (en) Continuous biotransformation of substituted aromatic carboxylic acids to their selective aldehydes and alcohols
EP0502525B1 (de) Biotechnologisches Verfahren zur Herstellung von S-(+)-2,2-Dimethylcyclopropancarboxamid und R-(-)-2,2-Dimethylcyclopropancarbonsäure
DE102009014586A1 (de) Verwendung von Alginit als Filtrierhilfsmittel in der Bio- und Lebensmitteltechnologie
DE102011004915A1 (de) Verfahren zur Extraktion von 2,3-Butandiol aus einer wässrigen Mischung
DE69019396T2 (de) Verfahren zur fermentativen Oxydation reduzierender Disaccharide.
CH576487A5 (en) Validamycin a - from the hydrolysis ofvalidamycin c, e, and f
EP1223223B1 (de) Verfahren zur Herstellung von D- oder L-Menthol
EP0583687A2 (de) Verfahren zur Herstellung substituierter Methoxyphenole und dafür geeignete Mikroorganismen
DE3041224C2 (de)
DE10329819B4 (de) Verfahren zur extraktiven Isolierung von organischen Komponenten aus Zellsuspensionen und zellfreien Medien
DE3878264T2 (de) Monoacetylierung von diolen mit einem biokatalysator aus corynebakteriumoxidans.
DE69801789T2 (de) Verfahren zur Herstellung von optisch aktiven 1,2,4,-Butantriolen
CN108315375B (zh) 一种氧化型烟酰胺腺嘌呤二核苷酸磷酸的生产方法
DE68924482T2 (de) Verfahren zur herstellung optisch aktiver 2-hydroxy-4-phenyl-3-butensäure.
DE2616673C2 (de) Mikrobiologisches Verfahren zur Herstellung von L(+)-Weinsäure und deren Salzen
DE102005031536B4 (de) Verfahren zur Isolierung von Produkten einer Biotransformation aus einer Zellsuspension oder dem zellfreien Kulturmedium
DE2058371A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 6-Aminopenicillansaeure
DE69817763T2 (de) Verfahren zur biologischen Racematspaltung

Legal Events

Date Code Title Description
OM8 Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
R016 Response to examination communication
R081 Change of applicant/patentee

Owner name: TNR GMBH TERRA NATURAL RESOURCES, DE

Free format text: FORMER OWNER: TECHNISCHE UNIVERSITAET BERGAKADEMIE FREIBERG, 09599 FREIBERG, DE

Effective date: 20130116

R016 Response to examination communication
R002 Refusal decision in examination/registration proceedings
R003 Refusal decision now final
R003 Refusal decision now final

Effective date: 20140729