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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verringerung oder Aufhebung
der Bandlückenverschiebung bei der Herstellung photovoltaischer
Geräte mittels Beschichtung eines Substrats mit einer eine Silicium-Verbindung
enthaltenden Formulierung, z. B. bei der Herstellung einer Solarzelle,
umfassend einen Schritt, bei dem ein Substrat mit einer Flüssigsilan-Formulierung
beschichtet wird. Die Erfindung betrifft auch das Herstellungsverfahren
eines solchen photovoltaischen Gerätes.
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Die
konventionelle Herstellung von Solarzellen besteht entweder in der
Gegendotierung eines dotierten Halbleitersubstrates mittels Implantation oder
Diffusion oder Abscheidung einer gegendotierten Halbleiterschicht
auf einem dotierten Halbleitersubstrat mittels Epitaxie oder in
der Abscheidung von Halbleiterschichten verschiedener Dotierung
aus der Gasphase im Vakuum oder aus Varianten der genannten Verfahren.
Der Nachteil aller dieser Verfahren ist der wirtschaftliche und
preisliche Aufwand, der damit betrieben werden muss.
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Zur
Vermeidung der notwendigen Vakuumtechnik, hoher Temperaturen und/oder
eines teuren Substrates versucht man, Schichten oder Schichtfolgen
aus Silanen der Flüssigphase herzustellen.
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Durch
Abscheiden einer oder mehrerer Schichten dieser Silane auf einem
geeigneten Substrat kann ein p-n Übergang erzeugt werden,
der als Solarzelle wirkt. Die Abscheidung erfolgt mittels eines
sein coaters. Die entstandenen Schichten werden durch eine geeignete
Temperaturbehandlung stabilisiert, so dass sie typischerweise eine
Mischung von mikrokristallinen, nanokristallinen und amorphen (kurz:
polymorphen) Gefügen annehmen. Sofern nicht explizit ausgeführt,
sollen hier alle mikrokristallinen, nanokristallinen und/oder amorphen
Schichten allgemein als ”polymorph” bezeichnet
werden, da eine genaue Unterscheidung und Festlegung in den meisten
Fällen nicht gut möglich ist bzw. für
das erzielte Ergebnis von untergeordneter Bedeutung ist.
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Wie
man Siliciumschichten aus Silanen herstellt, ist an sich bekannt.
So lehrt
GB 2077710 die Herstellung
von Polysilanen der allgemeinen Formel -(SiH
2)
n- mit n ≥ 10 durch gleichzeitige
Reduktion und Polymerisation von SiH
2Cl
2 mit Alkalimetallen. Solche höheren
Silane werden als Precursor für Siliciumschichten benannt,
z. B. für Solarzellen. Im Falle der Silane SinH
2n+2 mit kleineren Werten für n,
nämlich n ≤ 4, lehrt
JP 7267621 die Herstellung von Siliciumschichten
aus Filmen solcher Silane, die zuerst in der Kälte mit
UV bestrahlt, und dann auf Temperaturen über 400°C
erhitzt werden. Des Weiteren lehrt
EP
1284306 , dass man aus cyclischen Silanen der allgemeinen
Formel Si
nH
2n und
offenkettigen Silanen der allgemeinen Formel Si
nH
2n+2, jeweils mit n = 3 bis 10, auf ähnliche
Weise Silicium-Filme herstellen kann. Diese Silane werden dabei
teilweise oder in Gänze oligomerisiert, z. B. durch Erhitzen
und/oder UV-Bestrahlung. Außerdem werden spezielle Phosphor-Verbindungen
bzw. Bor-Verbindungen zugegeben, um eine n- bzw. p-Dotierung zu
erreichen.
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Die
nach dem Stand der Technik hergestellten dünnen Schichten
zeigen eine optisch-elektrische Eigenschaft, die als Blauverschiebung
(blue shift) bezeichnet wird und von anderen untersuchten Messobjekten
her bekannt ist. Sobald charakteristische Größen – im
vorliegenden Fall der Durchmesser der Siliciumpartikel – Werte
im Nanometerbereich aufweist, verschieben sich die optischen Kenngrößen
ins Blaue. Die Absorption von Photonen durch die entstandenen Siliciumschichten
fängt erst im Blauen an, während die Absorption
in den anderen Spektralbereichen der Sonne erheblich geringer ist als
für konventionelles monokristallines Silicium. Es ist aus
der Literatur bekannt, dass Solarzellen dann einen maximalen Wirkungsgrad
aufweisen, wenn das verwendete Material eine Bandlücke
von 1,1 bis 1,5 eV aufweist. Eine Erhöhung der Bandlücke
auf z. B. 1,95 eV bedeutet technisch eine Reduzierung des erreichbaren
Wirkungsgrades auf ca. 71% bei einer 1-Sonne Beleuchtung und auf
57% bei einer Konzentratorbeleuchtung von 1000 Sonnen (Goetzberger,
A. et al.: Crystalline Silicon Solar Cells, Wiley, New York, p.
186 (1994)]. Der Nachweis für die erhöhte
Bandlücke (von 1,4 eV für amorphes zu 1,95 eV
für polymorphes Silicium) ist in der 1 zu
sehen. Die Bandlücke wird mit einem Spektralellipsometer
(J. A. Woollam Co, Inc., Typ WVASE32TM)
bestimmt. Man misst (u. a.) die wellenlängenabhängige
Extinktion und wandelt diese um in den Absorptionskoeffizienten. Weiter
wird die Wurzel aus dem Produkt von Absorptionskoeffizient und Photonenenergie
gegen die Photonenenergie aufgetragen (Tauc-plot). Der Schnittpunkt
des linearen Bereiches dieser Kurve mit der Energie-Achse gibt Bandlücke.
Ein Beispiel für diese Messung ist in 1 zu
sehen.
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Das
Verfahren der Germaniumzugabe in multikristallines, im Tiegel gezogenes
Silicium zur Verbesserung seiner elektrischen und optischen Eigenschaften
ist aus anderen Patenten bekannt. In der
US 2007/0006915 werden in einem
Schmelztiegel nach der casting-Methode multikristalline Silicium-Germanium-Legierungen
hergestellt. Das Verfahren ist energieaufwendig und benötigt
einen hohen apparativen Aufwand. Vorteile sehen die Autoren dabei
in Verbesserungen von elektrischen Eigenschaften und der Quantenausbeute
bei Solarzellen. Dabei wird als Referenzprodukt multikristallines
Silicium, das bereits ein optimales Bandgap von ca. 1,1 eV besitzt
verwendet. Durch Zugabe des Germaniums erfolgt eine Änderung
des Bandgaps zu kleineren Werten, so dass die Lichtausbeute durch
eine erhöhte Absorption im roten Spektralbereich verbessert
wird.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung war es nun, bei Solarzellen auf Basis
einer Abfolge von dünnen polymorphen Siliciumschichten,
welche mittels spin-on-Abscheidung oder eines ähnlichen
Verfahrens hergestellt wurden, den Nachteil der relativ geringen
Energieausbeute des eingestrahlten Sonnenlichtes aufgrund der großen
Bandlückenverschiebung, zu vermeiden, aufzuheben oder zu
kompensieren, ohne dabei auf die kosten- und verfahrensmäßigen
Vorteile verzichten zu müssen, die – im Gegensatz
zu den Solarzellen auf Einkristallbasis – mit den alternativ
hergestellten Solarzellen auf Basis dünner polymorpher
Siliciumschichten verbunden sind. Die kosten- und verfahrensmäßigen
Vorteile bestehen auch im Vergleich mit den Dünnschicht-Verfahren
in aufwändigen Vakuum-Kammern, sog. CVD- oder PECVD-Verfahren,
bei denen Si-haltige Gase, z. B. SiH4, in
der Gasphase zu Silicium zersetzt werden (CVD = chemical vapor deposition,
PECVD = plasma enhanced CVD).
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
ein Verfahren zur Verringerung oder Aufhebung der Bandlückenverschiebung,
die bei einer Solarzelle oder einem anderen photovoltaischen Gerätes
zu beobachten ist, wenn das Herstellungsverfahren dieser Solarzelle
oder des photovoltaischen Gerätes einen Schritt umfasst,
bei dem ein Substrat mit einer Formulierung enthaltend mindestens
eine Silicium-Verbindung beschichtet wird, wobei das Verfahren dadurch
gekennzeichnet ist, dass die Formulierung zusätzlich mindestens
eine Germanium-Verbindung enthält.
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Mit
der Zugabe der Germanium-Verbindung zu der Formulierung, mit der
das Substrat beschichtet wird, kann ein photovoltaisches Gerät
mit einer verbesserten Energieausbeute des eingestrahlten Sonnenlichtes
hergestellt werden. Dazu zählen sowohl Solarzellen mit
nur einer Diodenabfolge als auch Tandemsolarzellen mit mehr als
einer aktiven Diode. Die Energieausbeute kann deshalb verbessert
werden, da die große Bandlückenverschiebung (”Blue
Shift”), die zu beobachten ist, wenn bei der Herstellung
des photovoltaischen Gerätes mit einer nur Siliciumhaltigen
Formulierung gearbeitet wird, durch Zugabe des Germaniums wieder
kompensiert wird, so dass die eigentlich ”schlechte” polymorphe Silicium-Schicht
wieder ”verbessert” wird. Auf diese Weise kann
das Bandgap von typischerweise über 1,9 eV wieder auf Werte
von z. B. 1,3 bis 1,5 eV eingestellt werden. Damit werden wieder
Eigenschaften des polymorphen Siliciums mit der für AM-Strahlung, z.
B. AM1 bis AM1,5-Strahlung, optimalen Bandlücke erreicht,
jedoch mit dem bedeutenden Vorteil dünner Schichtdicke
und eines günstigen Herstellungsverfahrens.
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Der
gewünschte Effekt der ”Korrektur” der Bandlückenverschiebung
kann immer dann erzielt werden, wenn das Germanium gemeinsam mit
dem Silicium eine polymorphe Silicium-Germanium-Schicht bildet,
wobei einerseits der Anteil des Germaniums und andererseits der
Grad und/oder die Art seiner Verteilung innerhalb des Siliciums
die Größe des Bandgap beeinflussen dürfte.
Daher eignen sich im Prinzip alle Germanium-Verbindungen oder auch
Germanium selbst, wenn eine entsprechende Verteilung des Germaniums
in der Silicium-Germanium-Schicht durch das Beschichtungsverfahren
erzielt werden kann.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist die Germanium-Verbindung eine Germanium-Wasserstoff-Verbindung,
vorzugsweise der allgemeinen Formel GenR2n+2 oder GenR2n mit n = 1 bis 10, bevorzugt mit n = 4
bis 8.; ein Germanium-Halogenid; ein Germanium-Organyl; eine oligomere
Germanium-Verbindung GenR2n+2 oder
GenR2n mit n = 8
bis 100 und R = H, Halogen, Organyl, wobei jedes R unabhängig
gewählt sein kann; gemischte Germanium-Silicium-Wasserstoff-Organyle,
z. B. RH2GeSiH3 oder
eine beliebige Mischung solcher Germanium-Verbindungen. Besonders
bevorzugt sind Verbindungen GenR2n+2 oder GenR2n mit n = 4 bis 8 im Gemisch mit oligomeren Germanium-Verbindungen
GenR2n+2 oder GenR2n mit gewichtmittleren
Molekulargewichten von 500 bis 10000 g/mol, bevorzugt 800 bis 5000
g/mol. Des Weiteren solche gemischten Germanium-Silicium-Wasserstoff-Organyle,
wie z. B. GeH2PhSiH3, Oligomere
davon oder auch Cooligomere mit Silanen davon.
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Besonders
bevorzugt werden Germanium-Wasserstoff-Verbindungen, also Germane
und Oligo- bzw. Polygermane, eingesetzt, da diese leicht zugänglich
sind, einen hohen Germanium-Anteil bezogen auf das Molgewicht der
Verbindungen aufweisen und aufgrund ihrer chemisch-physikalischen
Verwandtschaft mit den bevorzugt verwendeten Silanen mit diesen
leicht formuliert werden können. Zahlreiche Beispiele für
grundsätzlich geeignete Polygermane finden sich in der
WO 2007/044429 A2 .
Von den (Oligo-/Poly)germanen eignen sich besonders solche der allgemeinen
Formel Ge
nH
2n+2 oder
Ge
nR
2n mit n = 1
bis 10, bevorzugt n = 4 bis 8, für das erfindungsgemäße
Verfahren, da diese relativ leicht aus GeH
4 durch
Oligomerisieren hergestellt werden können, indem man z.
B. GeH
4 bei reduziertem Druck durch eine
stille elektrische Ladung zirkulieren lässt (siehe z. B.
Hollemann-Wiberg,
Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 101. Auflage, Verlag Walter de Gruyter,
1995, S. 956; oder
E. Wiberg, E. Amberger „Hydrides",
Elsevier, Amsterdam 1971, S. 639–718). Des Weiteren
können die Germanium-Verbindungen auch teilweise oder in
Gänze durch Bestrahlen oder thermische Behandlung oligomerisiert
werden, wobei Molmassen von 500 g/mol bis 10000 g/mol, bevorzugt
800 g/mol bis 5000 g/mol, besonders bevorzugt 1000 bis 3000 g/mol
eingestellt werden können.
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Der
Anteil an Germanium, in der Silicium-haltigen Formulierung mit der
das Substrat beschichtet wird, beträgt vorzugsweise 0,5
bis 15,0 Mol.-%, besonders bevorzugt 3,0 bis 12,0 Mol.-%, ganz besonders
bevorzugt 4,0 bis 10,0 Mol.-%, bezogen auf den Anteil an reinem
Silicium und Germanium. Es ist aus der Literatur bekannt, dass die
Bandlücke bei einer Zugabe von 18% GeH4 etwa
linear von 1,8 eV auf 1,35 eV sinkt, siehe 2 (D.
Tahir, R. A. C. M. M. van Swaaij: High Quality Hydrogenated Amorphous Silicon-Germanium
Allogs for Grading Purposes at the Intrinsic Lager Tandem Solar
Cells, SAFE 2001: proceedings CD-ROM (pp. 191–194), Utrecht:
STW technology foundation, TUD).
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Der
Gegenstand der vorliegenden Erfindung umfasst auch das oben genannte
Herstellungsverfahren selbst, also das Herstellungsverfahren z.
B. einer Solarzelle oder eines anderen photovoltaischen Gerätes,
wenn das Verfahren einen Schritt umfasst, bei dem ein Substrat mit
einer Formulierung enthaltend mindestens eine Silicium-Verbindung
beschichtet wird, und das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist,
dass die Formulierung zusätzlich mindestens eine Germanium-Verbindung
enthält.
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Eine
allgemeine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens zur Herstellung eines photovoltaischen Gerätes
umfassend mindestens eine überwiegend aus Silicium bestehenden
Schicht, vorzugsweise zur Herstellung einer Solarzelle, umfasst
vorzugsweise die Schritte:
- a) Bereitstellen
eines Substrats,
- b) Bereitstellen einer Formulierung enthaltend mindestens eine
Silicium-Verbindung,
- c) Beschichten des Substrats mit der Formulierung,
- d) Bestrahlen und/oder thermisches Behandeln des beschichteten
Substrats unter Bildung einer zumindest teilweise polymorphen und überwiegend
aus Silicium bestehenden Schicht,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Formulierung zusätzlich mindestens eine Germanium-Verbindung enthält,
so dass die gebildete Schicht Germanium in der Weise enthält,
dass eine zumindest teilweise polymorphe und überwiegend
aus Silicium-Germanium bestehende Schicht vorliegt.
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Für
die Herstellung z. B. einer Solarzelle braucht man zumindest einen
pn-Übergang. Dies kann man mit 2 Schichten erreichen, wobei
eine n-Si-Schicht und eine p-Si-Schicht verwendet wird. Zur Herstellung
der n-Si- und p-Si-Schicht werden Dotierstoffe zugesetzt, das sind
im Falle der n-Dotierung z. B. Phosphor-Verbindungen und im Falle
der p-Dotierung z. B. Bor-Verbindungen. Alternativ kann z. B. zusätzlich
auch noch eine undotierte i-Si-Schicht dazwischen angeordnet werden.
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Durch
die vorzugsweise verwendete Menge von 0,5 bis 15,0 Mol.-%, besonders
bevorzugt 3,0 bis 12,0 Mol.-%, ganz besonders bevorzugt 4,0 bis
10,0 Mol.-%, bezogen auf den Anteil an reinem Silicium und Germanium
in der zur Beschichtung eingesetzten Silicium-haltigen Formulierung
liegt auch der Anteil an Germanium in der Silicium-Germanium-Schicht
typischerweise innerhalb dieser Bereiche. Da in Abhängigkeit
der Beschichtungs- und/oder thermischen Behandlungsbedingungen und
in Abhängigkeit der chemisch-physikalischen Eigenschaften
der verwendeten Silicium- und Germanium-Verbindungen unterschiedliche
Verluste an Silicium und Germanium bezogen auf die eingesetzten
Mengen bei der Beschichtung und thermischen Behandlung anfallen
können, können sich abweichende Mol.-%-Gehalte
an Germanium in der eingesetzten Formulierung und der fertigen Silicium-Germanium-Schicht
ergeben. Die Bandgap-Verschiebung kann auch mit der Morphologie
verknüpft sein, d. h. verschiedene Si/Ge-Zusammensetzungen
können sich auch auf die Morphologie auswirken, so dass sich
auch hier eine Abweichung von der rein rechnerischen Wirkung der
Zusammensetzung ergeben kann.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist die Silicium-Verbindung eine Silicium-Wasserstoff-Verbindung,
vorzugsweise der allgemeinen Formel SinH2n+2 mit n = 3 bis 10, bevorzugt n = 4 bis
8 oder SinH2n mit
n = 4 bis 8, bevorzugt n = 5 und 6; ein Silicium-Halogenid; ein Silicium-Organyl; eine
oligomere Silicium-Verbindung SinR2n+2 oder SinR2n mit n = 8 bis 100 und R = H, Halogen,
Organyl, wobei jedes R unabhängig gewählt sein
kann; oder eine beliebige Mischung solcher Silicium-Verbindungen.
Des Weiteren können die genannten Verbindungen teilweise
oder in Gänze oligomerisiert werden, wobei Molmassen von
500 g/mol bis 10000 g/mol, bevorzugt 1000 g/mol bis 5000 g/mol eingestellt
werden. Des Weiteren können auch die Silicium-Verbindungen,
wie die oben beschriebenen Germanium-Verbindungen, teilweise oder
in Gänze durch Bestrahlen oder thermische Behandlung oligomerisiert
werden, wobei Molmassen von 500 g/mol bis 10000 g/mol, bevorzugt
800 g/mol bis 5000 g/mol, besonders bevorzugt 1000 g/mol bis 3000
g/mol, eingestellt werden können.
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Wie
im Falle der Germanium-Verbindungen werden besonders bevorzugt Silicium-Wasserstoff-Verbindungen,
also Silane und Oligo- bzw. Polysilane, eingesetzt, da diese durch
chemische Synthesen oder katalytische Anellierung von SiH
4 zugänglich sind, einen hohen Silicium-Anteil
bezogen auf das Molgewicht der Verbindungen aufweisen und mit den
bevorzugten Germanen leicht formuliert werden können. Zahlreiche
Beispiele für grundsätzlich geeignete Polysilane
finden sich in der
WO
2007/044429 A2 . Von den Silanen eignen sich besonders solche der
allgemeinen Formel Si
nH
2n+2 mit
n = 3 bis 10, bevorzugt n = 4 bis 8, oder Si
nH
2n mit n = 4 bis 8, bevorzugt n = 5 und 6,
für das erfindungsgemäße Verfahren.
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Die
in den erfindungsgemäßen Verfahren verwendete
Silicium- und Germaniumhaltige Formulierung ist typischerweise eine
flüssige Formulierung. Diese besteht aus den vorgenannten
Silicium- und Germanium-Verbindungen und gegebenenfalls im Gemisch
mit Lösungsmitteln. Geeignete Lösungsmittel sind
z. B. bei Raumtemperatur flüssige aliphatische oder aromatische
Kohlenwasserstoffe sowie deren Mischungen. Beispiele sind Oktan,
Nonan, Dekan, Toluol, Xylol, Mesitylen, Cyclooktan. Die Viskosität
der Beschichtungslösung liegt typischerweise bei 200 bis
2000 mPas.
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In
einer Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens
kann die Silicium- und Germanium-haltige Formulierung durch Oligomerisieren
und/oder Polymerisieren eines Gemisches enthaltend mindestens ein
höheres Silan der allgemeinen Formel SinH2n+2 mit n = 3 bis 10, bevorzugt n = 4 bis
8, oder SinH2n mit
n = 4 bis 8, bevorzugt n = 5 und 6, und mindestens ein höheres
German der allgemeinen Formel GenH2n+2 mit n = 3 bis 10, bevorzugt n = 4 bis
8, oder GenH2n mit
n = 4 bis 8, bevorzugt n = 5 und 6, hergestellt werden. Zur Oligomerisierung
mittels UV-Bestrahlung oder Wärmebehandlung werden höhere
Silane und Germane der vorgenannten Formeln mit n ≥ 3 eingesetzt.
Auf diese Weise kann aus einer flüssigen niedrigviskosen
Mischung in einem Schritt eine gewünschte höherviskose
Flüssigmischung enthaltend Oligo-/Polygermane, Oligo-/Polysilane und/oder
entsprechende Copolymere/Cooligomere hergestellt werden. Gegebenenfalls
kann/können zusätzlich Lösungsmittel,
Dotierungsmittel und/oder weitere Hilfsstoffe zugesetzt werden.
Dabei können diese weiteren Mittel bzw. Stoffe unabhängig
voneinander dem Gemisch bereits vor dem Oligomerisieren und/oder
Polymerisieren oder erst danach zugesetzt werden. Werden den Mischungen
Dotierstoffe zugesetzt, können das im Falle der n-Dotierung
z. B. Phosphor-Verbindungen und im Falle der p-Dotierung z. B. Bor-Verbindungen
sein. Auch in diesem Fall kann das Oligomerisieren und/oder Polymerisieren
teilweise oder in Gänze durch Bestrahlen oder thermische
Behandlung erfolgen, wobei Molmassen von 500 g/mol bis 10000 g/mol,
bevorzugt 800 g/mol bis 5000 g/mol, besonders bevorzugt 1000 g/mol
bis 3000 g/mol, eingestellt werden können.
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In
der
WO 2007/044429
A2 findet sich auf Seite 13, Zeile 14 bis Seite 28, Zeile
20 eine große Anzahl an Silicium- und Germanium-haltigen
Verbindungen, die ebenfalls in den erfindungsgemäßen Verfahren
verwendet werden können. Die dort beschriebenen Verbindungen
und Mischungen können Teil der hier beschriebenen Formulierungen
sein oder direkt als diese Formulierungen verwendet werden.
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Die
der Silicium- und Germanium-haltigen Formulierung gegebenenfalls
zusätzlich zugesetzten Lösungsmittel, Dotierungsmittel
und/oder weitere Hilfsstoffe können vor, während
und/oder nach der Beschichtung zugesetzt werden. Der Anteil an Lösungsmittel
bezogen auf die Gesamtformulierung kann 5 bis 93 Gew.-%, bevorzugt
15 bis 60 Gew.-%, besonders bevorzugt 25 bis 45 Gew.-% betragen.
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Das
Beschichten des Substrats mit der Silicium- und Germanium-haltigen
Formulierung kann auf bekannte Weise erfolgen. Typische Verfahren
sind: Aufgießen, spin-on-Abscheidung, Zerstäuben
aus der Flüssigphase, Rakeln und rollcoating. In einer
bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
erfolgt die Beschichtung des Substrats mittels spin-on-Abscheidung.
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Das
Bestrahlen und/oder thermische Behandeln des beschichteten Substrats
kann ebenfalls auf bekannte Weise erfolgen. So wird etwa das mit
der Formulierung beschichtete Substrat auf Temperaturen von 300
bis 1000°C, vorzugsweise 400 bis 900°C, weiter
bevorzugt 500 bis 800°C, erhitzt. Dabei bildet sich erfindungsgemäß eine
zumindest teilweise polymorphe und überwiegend aus Silicium-Germanium
bestehende Schicht. Im Falle frisch hergestellter Schichten kann
auch mit einer UV-Lampe (z. B. Wellenlänge 254 nm, Leistung
15 Watt oder Wellenlänge 180 nm) eine vorgeschaltete Härtung
durch Vernetzung erfolgen. In einer bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das beschichtete
Substrat ohne Bestrahlung einer thermischen Behandlung zugeführt.
Als Heizaggregate kommen z. B. Heizplatten, Infrarot-Felder, Rohröfen
oder Muffelöfen in Frage, jeweils unter weitgehendem Ausschluss
von O2 und H2O.
Die Temperaturen reichen von 300°C bis 1000°C.
Die Schichten können auch nachbehandelt werden durch Erhitzen unter
Formiergas-Mischungen aus Wasserstoff und Stickstoff oder aus Wasserstoff
und Argon (z. B. H2/N2 im
Volumen-Verhältnis 5/95 bis 10/90 oder H2/Ar
im Volumen-Verhältnis 5/95 bis 10/90) bei Temperaturen
von 350°C bis 800°C, bevorzugt 400°C
bis 700°C.
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Als
Substrate kommen in Frage Halbleiterwafer, Metalle, Metall-Legierungen,
Graphit oder sonstige leitfähige Kohlenstoff-Substrate
oder sonstige leitfähige Formulierungen, z. B. Metallflitter
in einer Kohlenstoff-Matrix und mit einem leitenden Material beschichtete
Isolatoren wie Glas, Keramik oder temperaturbeständige
Kunststoffe. Im Fall der beschichteten Isolatoren ist darauf zu
achten, dass die spätere Bedeckung des Substrates mit Silicium-Germanium
flächenmäßig nicht vollständig
erfolgt, damit seitlich eine leitende Verbindung, z. B. zur Stromableitung
bestehen bleibt.
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Ein
weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein photovoltaisches
Gerät, insbesondere eine Solarzelle oder Solarzellenkombinationen, z.
B. Tandemzellen, welche unter Anwendung der hier beschriebenen erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellt wurde bzw. hergestellt werden können.
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Die
vorliegende Erfindung umfasst insbesondere auch die Verwendung einer
Germanium-Verbindung bei einem Herstellungsverfahren für
ein photovoltaisches Gerät, wenn das Verfahren einen Schritt umfasst
bei dem ein Substrat mit einer Formulierung enthaltend mindestens
eine Silicium-Verbindung beschichtet wird und die Formulierung zusätzlich
mindestens eine solche Germanium-Verbindung enthält.
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1 zeigt
eine Tauc-Auftragung zur Ermittlung der Bandlücke von amorphen,
multikristallinen oder polymorphen Halbleitern. Aufgetragen ist
die Quadratwurzel aus dem Produkt von Absorptionskoeffizient (in
cm–1) und Photonenenergie (in eV)
gegen die Photonenergie. Die Vierecke sind die gemessenen Werte;
dazwischen wurden Ausgleichsgeraden gelegt. Der Schnittpunkt der
Geraden mit der Abszisse liefert das Bandgap (Tauc, Grigorovici,
Vancu (1966), Phys. Stat. 501. 15, 627) Die Kurve „Silicium aus
höherem Silan” wurde anhand des Vergleichsbeispiels
1 gewonnen.
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2 zeigt
die optische Bandlücke als Funktion der Ge Zugabe in mol-%.
Die Quadrate sind Werte nach Tahir und van Swaaij (High
Quality Hydrogenated Amorphous Silicon-Germanium Allogs for Grading
Purposes at the Intrinsic Lager Tandem Solar Cells, SAFE 2001: proceedings
CD-ROM (pp. 191–194), Utrecht: STW technology foundation, TUD),
die Kreise sind Werte aus den Ansprüchen. Als eine Lesehilfe
wurden die Werte aus den Ansprüchen mittels einer Ausgleichskurve
verbunden.
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Beispiele
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Vergleichsbeispiel 1
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In
einer Argon-Atmosphäre mit ≤ 0,5 ppm O2 und ≤ 0,5 ppm H2O
(Glove-Box) werden 10 g Cyclopentasilan im offenen Gefäß mit
einer UV-Lampe (Wellenlänge 254 nm, Leistung 15 Watt) im
Abstand von 6 cm 15 min bestrahlt. Dabei wird das dünnflüssige
Silan dickflüssiger. Mit Hilfe der Gelpermeationschromatograhie
(GPC) wird unter Zuhilfenahme einer Polystyrol-Eichkurve das gewichtsmittlere
Molekulargewicht des hochmolekularen Anteils zu Mw =
2400 g/mol bestimmt. Außerdem enthält das Gemisch noch
Reste von monomerem Cyclopentasilan. Die Mischung wird mit 3 Teilen
Toluol verdünnt und mit Hilfe eines Spincoaters auf ein
vorgereinigtes Quarzplättchen (3 cm·3 cm) aufgebracht.
Dann wird mit Hilfe einer Heizplatte die Schicht auf 500°C
erhitzt. Es entsteht eine dunkle Silicium-Schicht. Diese Schicht wird
in einem Ofen unter Inertgas bei 750°C 30 min nachgetempert.
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Die
Schichtdicke, gemessen mit einem einem Profilometer, KLA Tencor,
Gerätetyp P15 (KLA-Tencor Corporation, Film and Surface
Technology; 160 Rio Robles, San Jose, California USA 95134), beträgt
250 nm. Die Leitfähigkeit der Schicht, charakterisiert
als Ohmscher Widerstand mittels einer Messung mit einem Hewlett
Packard P 4156A Analyzer und nach Umrechnung in Ohm·cm
ist größer als 107 Ohm·cm.
Das gemessene Bandgap beträgt 1,95 eV.
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Vergleichsbeispiel 2
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Vergleichsbeispiel
1 wird wiederholt, und der durch UV-Bestrahlung hergestellten Mischung
aus oligomerem Cyclopentasilan mit dem gewichtsmittleren Molekulargewicht
des hochmolekularen Anteils von M 2400 g/mol und monomerem Cyclopentasilan wird
beim Verdünnen zusammen mit dem Toluol Tri(o-Tolyl)Phosphor
als Dotiermittel zugegeben. Die Lösung wird wieder mit
Hilfe eines Spincoaters auf ein vorgereinigtes Quarzplättchen
(3 cm·3 cm) aufgebracht und mit Hilfe einer Heizplatte
die Schicht auf 500°C erhitzt. Es entsteht eine dunkle n-dotierte
Silicium-Schicht. Diese Schicht wird in einem Ofen unter Inertgas
bei 750°C 30 min nachgetempert.
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Die
Schichtdicke, gemessen mit einem Profilometer, KLA Tencor, Gerätetyp
P15 (KLA-Tencor Corporation, Film and Surface Technology; 160 Rio Robles,
San Jose, California USA 95134) beträgt 210 nm. Die Leitfähigkeit
der Schicht, charakterisiert als Ohmscher Widerstand nach der in
Vergleichsbeispiel 1 erläuterten Methode beträgt
40 Ohm·cm. Das Bandgap gemessen mit der in Vergleichsbeispiel
1 beschriebenen Methode beträgt 1,90 eV.
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Vergleichsbeispiel 3
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Vergleichsbeispiel
1 wird wiederholt, und der durch UV-Betrahlung hergestellten Mischung
aus oligomerem Cyclopentasilan mit dem gewichtsmittleren Molekulargewicht
des hochmolekularen Anteils von Mw = 2400
g/mol und monomerem Cyclopentasilan wird beim Verdünnen
zusammen mit dem Toluol Dekaboran-14 als Dotiermittel zugegeben.
Die Lösung wird wieder mit Hilfe eines Spincoaters auf
ein vorgereinigtes Quarzplättchen (3 cm·3 cm)
aufgebracht und mit Hilfe einer Heizplatte die Schicht auf 500°C erhitzt.
Es entsteht eine dunkle p-dotierte Silicium-Schicht. Diese Schicht
wird in einem Ofen unter Inertgas bei 750°C 30 min nachgetempert.
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Die
Schichtdicke, gemessen mit einem Profilometer, KLA Tencor, Gerätetyp
P15 (KLA-Tencor Corporation, Film and Surface Technology; 160 Rio Robles,
San Jose, California USA 95134), beträgt 270 nm. Das Bandgap
gemessen mit der in Vergleichsbeispiel 1 beschriebenen Methode beträgt 1,90
eV. Die Leitfähigkeit der Schicht, charakterisiert als
Ohmscher Widerstand nach der in Vergleichsbeispiel 1 erläuterten
Methode beträgt 15 Ohm·cm.
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Beispiel 1
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In
einer Argon-Atmosphäre mit ≤ 0,5 ppm O2 und ≤ 0,5
ppm H2O (Glove-Box) werden 10,1 g Cyclopentasilan
und 0,76 g PhH2GeSiH3 im
offenen Gefäß mit einer UV-Lampe (Wellenlänge
254 nm, Leistung 15 Watt) im Abstand von 6 cm 35 min bestrahlt. Dabei
wird die Mischung dickflüssiger. Mit Hilfe der Gelpermeationschromatograhie
(GPC) wird unter Zuhilfenahme einer Polystyrol-Eichkurve das gewichtsmittlere
Molekulargewicht des hochmolekularen Anteils zu Mw = 2300 g/mol
bestimmt. Der hochmolekulare Anteil enthält Oligomerisate
des Cyclopentasilans, in die teilweise Germanium über Co-Oligomerisation
eingebaut ist. Außerdem enthält das Gemisch noch
Reste von monomerem Cyclopentasilan und unumgesetztem PhH2GeSiH3. Die Mischung wird
mit 3 Teilen Toluol verdünnt und mit Hilfe eines Spincoaters
auf ein vorgereinigtes Quarzplättchen (3 cm·3
cm) aufgebracht. Dann wird mit Hilfe einer Heizplatte die Schicht
auf 500°C erhitzt. Diese Schicht wird in einem Ofen unter
Inertgas bei 750°C 30 min nachgetempert. Es entsteht eine
dunkle Silicium-Germanium-Schicht.
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Die
Schichtdicke, gemessen mit einem Profilometer, KLA Tencor, Gerätetyp
P15 (KLA-Tencor Corporation, Film and Surface Technology; 160 Rio Robles,
San Jose, California USA 95134) beträgt 240 nm. Das Bandgap
gemessen mit der in Vergleichsbeispiel 1 beschriebenen Methode beträgt
1,85 eV. Die Leitfähigkeit der Schicht, charakterisiert
als Ohmscher Widerstand nach der in Vergleichsbeispiel 1 erläuterten
Methode ist größer als 107 Ohm·cm.
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Beispiel 2
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Beispiel
1 wird wiederholt, wobei aber Tri(o-Tolyl)Phosphor als Dotiermittel
zugegeben wird beim Schritt der Verdünnung des Gemischs
aus Oligomerisaten des Cyclopentasilans, mit teilweisem Germanium-Einbau über
Co-Oligomerisation und monomerem Cyclopentasilan sowie unumgesetztem PhH2GeSiH3. Mit Hilfe
eines Spincoaters wird die Lösung auf ein vorgereinigtes
Quarzplättchen (3 cm·3 cm) aufgebracht. Dann wird
mit Hilfe einer Heizplatte die Schicht auf 500°C erhitzt.
Es entsteht eine dunkle Silicium-Germanium-Schicht. Diese Schicht
wird in einem Ofen unter Inertgas bei 750°C 30 min nachgetempert.
-
Die
Schichtdicke, gemessen mit einem Profilometer, KLA Tencor, Gerätetxp
P15 (KLA-Tencor Corporation, Film and Surface Technology; 160 Rio Robles,
San Jose, California USA 95134) beträgt 220 nm. Das Bandgap
gemessen mit der in Vergleichsbeispiel 1 beschriebenen Methode beträgt
1,84 eV. Die Leitfähigkeit der Schicht, charakterisiert
als Ohmscher Widerstand nach der in Vergleichsbeispiel 1 erläuterten
Methode beträgt 36 Ohm·cm.
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Beispiel 3
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Beispiel
1 wird wiederholt, wobei aber Dekaboran-14 als Dotiermittel zugegeben
wird beim Schritt der Verdünnung des Gemischs aus Oligomerisaten
des Cyclopentasilans, mit teilweisem Germanium-Einbau über
Co-Oligomerisation und monomerem Cyclopentasilan sowie unumgesetztem PhH2GeSiH3. Mit Hilfe
eines Spincoaters wird die Lösung auf ein vorgereinigtes
Quarzplättchen (3 cm·3 cm) aufgebracht. Dann wird
mit Hilfe einer Heizplatte die Schicht auf 500°C erhitzt.
Diese Schicht wird in einem Ofen unter Inertgas bei 750°C
30 min nachgetempert. Es entsteht eine dunkle Silicium-Germanium-Schicht.
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Die
Schichtdicke, gemessen mit einem Profilometer, KLA Tencor, Gerätetxp
P15 (KLA-Tencor Corporation, Film and Surface Technology; 160 Rio Robles,
San Jose, California USA 95134) beträgt 270 nm. Das Bandgap
gemessen mit der in Vergleichsbeispiel 1 beschriebenen Methode beträgt
1,81 eV. Die Leitfähigkeit der Schicht, charakterisiert
als Ohmscher Widerstand nach der in Vergleichsbeispiel 1 erläuterten
Methode beträgt 17 Ohm * cm.
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Beispiel 4
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Beispiel
1 wird wiederholt, wobei im ersten Schritt 10,1 g Cyclopentasilan
und 3,04 g PhH2GeSiH3 der
UV-Oligomerisierung unterworfen werden. Die Mischung wird mit 3
Teilen Toluol verdünnt und mit Hilfe eines Spincoaters
auf ein vorgereinigtes Quarzplättchen (3 cm·3
cm) aufgebracht. Dann wird mit Hilfe einer Heizplatte die Schicht
auf 500°C erhitzt. Es entsteht eine dunkle Silicium-Germanium-Schicht.
Diese Schicht wird in einem Ofen unter Inertgas bei 750°C
30 min nachgetempert.
-
Die
Schichtdicke, gemessen mit einem Profilometer, KLA Tencor, Gerätetxp
P15 (KLA-Tencor Corporation, Film and Surface Technology; 160 Rio Robles,
San Jose, California USA 95134) beträgt 250 nm. Das Bandgap
gemessen mit der in Vergleichsbeispiel 1 beschriebenen Methode beträgt
1,53 eV. Die Leitfähigkeit der Schicht, charakterisiert
als Ohmscher Widerstand nach der in Vergleichsbeispiel 1 erläuterten
Methode ist größer als 10 Ohm·cm.
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Beispiel 5
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Beispiel
4 wird wiederholt, wobei wieder im ersten Schritt 10,1 g Cyclopentasilan
und 3,04 g PhH2GeSiH3 der
UV-Oligomerisierung unterworfen werden. Aber beim Verdünnen
wird zusammen mit dem Toluol Tri(o-Tolyl)Phosphor als Dotiermittel
zugegeben. Die Mischung wird mit Hilfe eines Spincoaters auf ein
vorgereinigtes Quarzplättchen (3 cm·3 cm) aufgebracht.
Dann wird mit Hilfe einer Heizplatte die Schicht auf 500°C
erhitzt. Es entsteht eine dunkle Silicium-Germanium-Schicht. Diese
Schicht wird in einem Ofen unter Inertgas bei 750°C 30
min nachgetempert.
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Die
Schichtdicke, gemessen mit einem Profilometer, KLA Tencor, Gerätetyp
P15 (KLA-Tencor Corporation, Film and Surface Technology; 160 Rio Robles,
San Jose, California USA 95134) beträgt 230 nm. Das Bandgap
gemessen mit der in Vergleichsbeispiel 1 beschriebenen Methode beträgt
1,55 eV. Die Leitfähigkeit der Schicht, charakterisiert
als Ohmscher Widerstand nach der in Vergleichsbeispiel 1 erläuterten
Methode beträgt 42 Ohm·cm.
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Beispiel 6
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Beispiel
4 wird wiederholt, wobei wieder im ersten Schritt 10,1 g Cyclopentasilan
und 6,08 g PhH2GeSiH3 der
UV-Oligomerisierung unterworfen werden. Aber beim Verdünnen
wird zusammen mit dem Toluol Dekaboran-14 als Dotiermittel zugegeben.
Die Mischung wird mit Hilfe eines Spincoaters auf ein vorgereinigtes
Quarzplättchen (3 cm·3 cm) aufgebracht. Dann wird
mit Hilfe einer Heizplatte die Schicht auf 500°C erhitzt.
Es entsteht eine dunkle Silicium-Germanium-Schicht. Diese Schicht
wird in einem Ofen unter Inertgas bei 750°C 30 min nachgetempert.
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Die
Schichtdicke, gemessen mit einem Profilometer, KLA Tencor, Gerätetyp
P15 (KLA-Tencor Corporation, Film and Surface Technology; 160 Rio Robles,
San Jose, California USA 95134) beträgt 260 nm. Das Bandgap
gemessen mit der in Vergleichsbeispiel 1 beschriebenen Methode beträgt
1,53 eV. Die Leitfähigkeit der Schicht, charakterisiert
als Ohmscher Widerstand nach der in Vergleichsbeispiel 1 erläuterten
Methode beträgt 12 Ohm·cm.
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Beispiel 7
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Beispiel
1 wird wiederholt, wobei im ersten Schritt 10,1 g Cyclopentasilan
und 6,08 g PhH2GeSiH3 der
UV-Oligomerisierung unterworfen werden. Die Mischung wird mit 3
Teilen Toluol verdünnt und mit Hilfe eines Spincoaters
auf ein vorgereinigtes Quarzplättchen (3 cm·3
cm) aufgebracht. Dann wird mit Hilfe einer Heizplatte die Schicht
auf 500°C erhitzt. Es entsteht eine dunkle Silicium-Germanium-Schicht.
Diese Schicht wird in einem Ofen unter Inertgas bei 750°C
30 min nachgetempert.
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Die
Schichtdicke, gemessen mit einem Profilometer, KLA Tencor, Gerätetyp
P15 (KLA-Tencor Corporation, Film and Surface Technology; 160 Rio Robles,
San Jose, California USA 95134) beträgt 250 nm. Das Bandgap
gemessen mit der in Vergleichsbeispiel 1 beschriebenen Methode beträgt
1,41 eV. Die Leitfähigkeit der Schicht, charakterisiert
als Ohmscher Widerstand nach der in Vergleichsbeispiel 1 erläuterten
Methode ist größer als 107 Ohm·cm.
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Beispiel 8
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Beispiel
7 wird wiederholt, wobei wieder im ersten Schritt 10,1 g Cyclopentasilan
und 6,08 g PhH2GeSiH3 der
UV-Oligomerisierung unterworfen werden. Aber beim Verdünnen
wird zusammen mit dem Toluol Tri(o-Tolyl)Phosphor als Dotiermittel
zugegeben. Die Mischung wird mit Hilfe eines Spincoaters auf ein
vorgereinigtes Quarzplättchen (3 cm·3 cm) aufgebracht.
Dann wird mit Hilfe einer Heizplatte die Schicht auf 500°C
erhitzt. Es entsteht eine dunkle Silicium-Germanium-Schicht. Diese
Schicht wird in einem Ofen unter Inertgas bei 750°C 30
min nachgetempert.
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Die
Schichtdicke, gemessen mit einem Profilometer, KLA Tencor, Gerätetxp
P15 (KLA-Tencor Corporation, Film and Surface Technology; 160 Rio Robles,
San Jose, California USA 95134) beträgt 220 nm. Das Bandgap
gemessen mit der in Vergleichsbeispiel 1 beschriebenen Methode beträgt
1,39 eV. Die Leitfähigkeit der Schicht, charakterisiert
als Ohmscher Widerstand nach der in Vergleichsbeispiel 1 erläuterten
Methode beträgt 33 Ohm·cm.
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Beispiel 9
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Beispiel
7 wird wiederholt, wobei wieder im ersten Schritt 10,1 g Cyclopentasilan
und 6,08 g PhH2GeSiH3 der
UV-Oligomerisierung unterworfen werden. Aber beim Verdünnen
wird zusammen mit dem Dekaboran-14 als Dotiermittel zugegeben. Die Mischung
wird mit Hilfe eines Spincoaters auf ein vorgereinigtes Quarzplättchen
(3 cm·3 cm) aufgebracht. Dann wird mit Hilfe einer Heizplatte
die Schicht auf 500°C erhitzt. Es entsteht eine dunkle
Silicium-Germanium-Schicht. Diese Schicht wird in einem Ofen unter
Inertgas bei 750°C 30 min nachgetempert.
-
Die
Schichtdicke, gemessen mit einem Profilometer, KLA Tencor, Gerätetxp
P15 (KLA-Tencor Corporation, Film and Surface Technology; 160 Rio Robles,
San Jose, California USA 95134) beträgt 280 nm. Das Bandgap
gemessen mit der in Vergleichsbeispiel 1 beschriebenen Methode beträgt
1,38 eV. Die Leitfähigkeit der Schicht, charakterisiert
als Ohmscher Widerstand nach der in Vergleichsbeispiel 1 erläuterten
Methode beträgt 14 Ohm·cm.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - GB 2077710 [0005]
- - JP 7267621 [0005]
- - EP 1284306 [0005]
- - US 2007/0006915 [0007]
- - WO 2007/044429 A2 [0013, 0020, 0023]
-
Zitierte Nicht-Patentliteratur
-
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A. et al.: Crystalline Silicon Solar Cells, Wiley, New York, p.
186 (1994) [0006]
- - Hollemann-Wiberg, Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 101.
Auflage, Verlag Walter de Gruyter, 1995, S. 956 [0013]
- - E. Wiberg, E. Amberger „Hydrides”, Elsevier, Amsterdam
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- - D. Tahir, R. A. C. M. M. van Swaaij: High Quality Hydrogenated
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Lager Tandem Solar Cells, SAFE 2001: proceedings CD-ROM (pp. 191–194),
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- - Tauc, Grigorovici, Vancu (1966), Phys. Stat. 501. 15, 627 [0030]
- - High Quality Hydrogenated Amorphous Silicon-Germanium Allogs
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