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Stand der Technik
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß Anspruch 1, ein Steuergerät gemäß Anspruch 11, sowie ein Computerprogrammprodukt gemäß Anspruch 12.
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Die
DE 102 17 300 C1 offenbart ein Verfahren zum Bereitstellen einer Informationseinheit an einen Benutzer, wobei die Informationseinheit ein Objekt beschreibt, das in einer vorbestimmten räumlichen Beziehung zu dem Benutzer steht. Das Verfahren umfasst das Erfassen einer Art der Bewegung oder einer Position des Benutzers. Abhängig von der erfassten Art der Bewegung oder der Position des Benutzers wird ein geographisches Auswahlkriterium eingestellt, wobei das geographische Auswahlkriterium abhängig von der vorbestimmten räumlichen Beziehung von Objekt zu Benutzer angibt, ob die Informationseinheit bereitgestellt wird oder nicht.
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DE 10 2004 045 010 A1 offenbart eine Aufteilung eines Suchbereichs für ein Fahrzeugnavigationsgerät in Kreissegmente und Winkel beschreibt und die
DE 10 2007 055 411 A1 offenbart eine Aufteilung eines Suchbereichs für ein Fahrzeugnavigationsgerät in mehrere Sektoren (Kreise).
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Die
DE 19628086 A1 beschreibt ein Verfahren zur Selektion von digital codierten Verkehrsmeldungen. Dazu werden empfangenen Verkehrsmeldungen Prioritäten zugeordnet. In Abhängigkeit von der Anzahl der Verkehrsmeldungen werden die auszugebenden Verkehrsmeldungen nach der Priorität selektiert.
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Gemäß dieser Sortiermethode werden Verkehrsmeldungen nach ihrer Schwere sortiert. Es werden also z.B. Geisterfahrer zuerst angezeigt. Ferner wird bei der Sortierung berücksichtigt, ob die Verkehrsmeldungen für die geplante Route relevant sind.
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Die
EP 1269119 B1 beschreibt ein Verfahren zur Zieleingabe an einem Navigationsgerät. Abhängig von der Zieleingabe wird eine Liste von Zielnamen erzeugt. Dabei werden nur solche Zielnamen in die Liste aufgenommen, deren zugeordnete Ziele in einem durch eine Entfernung vom aktuellen Standort definierten Umkreis liegen.
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Eine Umgebungssuche wird dabei meist anhand der absoluten Entfernungen zu den Treffern gefiltert. Beispielsweise werden die nächsten 10 Treffer angezeigt. Die Anzeige kann sortiert nach den absoluten Entfernungen erfolgen. Dazu kann eine zu fahrende Entfernung auf einem Netzwerk, wie beispielsweise einem Straßen-Netzwerk angezeigt werden. Gegebenenfalls kann auch eine Filterung über Ausschnitte des möglichen Suchgebietes, beispielsweise in Form eines Schlauchs entlang einer zu fahrenden Route oder beginnend bei einer Startrichtung erfolgen, um Wichtungen zu erreichen.
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Die bekannten Verfahren haben den Nachteil, dass es Ballungsgebiete von Treffern geben kann. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn in der Nähe eine Stadt liegt. Wird beispielsweise nach einem Restaurant gesucht, so werden alle Restaurants aus dieser Stadt angezeigt. Damit ist die Trefferliste schon gefüllt. Weitere Restaurants in der Umgebung können unter Umständen nicht mehr angezeigt werden. Somit fehlt es häufig an einer gleichmäßigen Verteilung der Treffer um die aktuelle Position herum.
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Offenbarung der Erfindung
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Vor diesem Hintergrund wird mit der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Suche von Objekten in einer Umgebung einer Position, weiterhin ein Steuergerät, das dieses Verfahren verwendet sowie schließlich ein entsprechendes Computerprogrammprodukt gemäß den unabhängigen Patentansprüchen vorgestellt. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den jeweiligen Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung.
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Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass eine Einteilung des Gebietes einer positionsbasierten Suche in (Kreis-)Sektoren vorteilhaft ist. Dadurch lässt sich eine gefühlt gleichmäßige Verteilung der Treffer erhalten. Auf diese Weise ist es auch möglich, Häufungen bzw. Ballungen von Such-Zielen zu behandeln, z.B. durch Zusammenfassen. Auch kann die Suche in bestimmten Richtungen bzw. Richtungsbereichen gewichtet bzw. fokussiert werden.
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Der erfindungsgemäße Ansatz kann zu einer Erhöhung der Nutzerakzeptanz von Suchergebnissen führen. Dies trifft insbesondere bei der Suche nach Treffern in der näheren Umgebung einer Position zu.
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Die vorliegende Erfindung schafft ein Verfahren zur Suche von Objekten in einer Umgebung einer Position, das die folgenden in einem Navigationsgerät eines Fahrzeugs umsetzbaren Schritte umfasst: Empfangen einer Information über ein zu suchendes Objekt über eine Schnittstelle; Empfangen einer Information über die Position in deren Umgebung mögliche Ziel-Objekte gesucht werden sollen, die dem zu suchenden Objekt entsprechen; Aufteilen der Umgebung in einen ersten Sektor und mindestens einen zweiten Sektor, wobei die Umgebung in Abhängigkeit von einer Zielrichtung (240) aufgeteilt wird, wobei die Zielrichtung einer Fahrtrichtung des Fahrzeugs entspricht; Ermitteln eines ersten Ziel-Objekts in dem ersten Sektor und eines zweiten Ziel-Objekts in dem mindestens einen zweiten Sektor, gemäß einer Ermittlungsvorschrift; und Bereitstellen mindestens eines Ziel-Objektes aus einer das erste und das zweite Ziel-Objekt umfassenden Gruppe von Ziel-Objekten, wobei für jeden der Sektoren die jeweils nächstliegenden Ziel-Objekte angezeigt werden.
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Das erfindungsgemäße Verfahren kann beispielsweise in einem Navigationsgerät eines Fahrzeugs umgesetzt werden und zur Umgebungssuche um eine aktuelle Position des Fahrzeugs oder entlang einer Fahrtroute eingesetzt werden. Das zu suchende Objekt kann von einem Fahrzeuginsassen vorgeben werden und über die Schnittstelle eingeben werden. Bei dem zu suchenden Objekt kann es sich um einen Dienstleistungsort, z.B. ein Restaurant oder eine Tankstelle, eine Sehenswürdigkeit oder ähnliches handeln. Die Position kann ebenfalls von dem Fahrzeuginsassen über die Schnittstelle vorgegeben werden. Alternativ kann die Position von einem Steuergerät bestimmt und bereitgestellt werden. Bei der Position kann es sich beispielsweise um einen aktuellen Standort oder um einen bestimmten Ort auf einer Landkarte handeln. Informationen über die Zielobjekte können in einer Datenbank gespeichert sein. Die Zielobjekte können dabei mit einer Positionsangabe versehen sein, so dass ihre Relevanz sowohl in bezug auf eine Eigenschaft des zu suchenden Objekts als auch auf die vorgegebene Position überprüft werden kann. Die Zielobjekte sollen dabei die durch das zu suchende Objekt vorgegebenen Eigenschaften möglichst gut erfüllen. Die Aufteilung der Umgebung in eine Mehrzahl von Sektoren kann gemäß einer vordefinierten Aufteilungsvorschrift oder situationsabhängig erfolgen. Dabei kann die gesamte Umgebung oder zumindest als relevant eingestufte Teilbereiche der Umgebung von den Sektoren abgedeckt werden. Bei der Aufteilung kann sowohl eine Anzahl, eine Form und auch eine Größe der einzelnen Sektoren definiert werden. Gemäß der Ermittlungsvorschrift können zunächst alle möglichen Ziel-Objekte in einem jeweiligen Sektor ermittelt werden. Anschließend können ein oder mehrere spezielle Ziel-Objekte zur Bereitstellung ausgewählt werden. Alternativ können die bereitzustellenden Ziel-Objekte gemäß der Ermittlungsvorschrift direkt ermittelt werden, ohne dass es erforderlich ist, alle möglichen Ziel-Objekte in dem jeweiligen Sektor zu ermitteln. Die Ermittlungsvorschrift kann bekannte Algorithmen zur Durchsuchung von Datenbanken oder Datenstrukturen umsetzten. Alle ermittelten Ziel-Objekte oder eine Auswahl aus den ermittelten Ziel-Objekten können an eine Anzeigeeinrichtung bereitgestellt werden und beispielsweise dem Fahrzeuginsassen angezeigt werden.
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Gemäß der Ermittlungsvorschrift kann das jeweilige Ziel-Objekt ermittelt werden, wenn in dem jeweiligen Sektor zumindest ein mögliches Ziel-Objekt angeordnet ist. Dies deckt den Fall ab, bei dem in einem Sektor kein Zielobjekt gefunden wird, bezüglich diesem Sektor also keine erfolgreiche Suche durchgeführt werden kann.
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Der erste Sektor kann einen ersten Winkelbereich um die Position und der mindestens eine zweite Sektor kann einen zweiten Winkelbereich um die Position abdecken. Der erste und der zweite Winkelbereich können unterschiedlich sein. Auf diese Weise kann jede von der Position ausgehende Richtung eindeutig einem Sektor zugeordnet werden.
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Dabei kann die Aufteilung der Umgebung in eine Mehrzahl von Kreissektoren erfolgen. Kreissektoren bieten eine einfache Aufteilungsmöglichkeit.
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Gemäß einer Ausgestaltung kann das erste Ziel-Objekt als ein der Position nächstgelegenes Ziel-Objekt aus einer Mehrzahl von Ziel-Objekten in dem ersten Sektor ermittelt und das zweite Ziel-Objekt als ein der Position nächstgelegenes Ziel-Objekt aus einer Mehrzahl von Ziel-Objekten in dem zweiten Sektor ermittelt werden. Auf diese Weise kann für jeden Sektor der nächstgelegene Treffer ermittelt werden.
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Vorteilhafterweise können mehrere benachbarte Ziel-Objekte aus einer Mehrzahl von Ziel-Objekten eines der Sektoren zu einem Sammel-Objekt zusammengefasst werden und im Schritt des Bereitstellens kann ferner das Sammel-Objekt bereitgestellt werden. Auf diese Weise kann eine Clusterbildung entfernt liegender Ziel-Objekte durchgeführt werden.
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Dabei können die benachbarten Ziel-Objekte einen vorbestimmten Abstand zu der Position aufweisen. Auf diese Weise kann definiert werden ab welchen Abstand zu der Position eine Clusterbildung durchgeführt werden soll.
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Gemäß einer Ausgestaltung kann das erfindungsgemäße Verfahren einen Schritt des Empfangens einer Information über eine Zielrichtung und/oder über eine Umgebungscharakteristik über eine Schnittstelle umfassen und das Aufteilen der Umgebung in den ersten Sektor und den mindestens einen zweiten Sektor kann basierend auf der Information über die Zielrichtung und/oder über die Umgebungscharakteristik erfolgen. Die Zielrichtung kann einer bevorzugten Suchrichtung entsprechen. Beispielsweise kann eine Größe des ersten Sektors und eine Größe des mindestens einen zweiten Sektors abhängig von einer Lage des ersten Sektors und des mindestens einen zweiten Sektor in Bezug auf die Zielrichtung eingestellt werden. Mittels der Zielrichtung können somit Sektoren unterschiedlicher Größe geschaffen werden. Über die Größe der Sektoren kann eine richtungsabhängige Auflösung der Suche eingestellt werden. Die Ausrichtung der Sektoren muss jedoch nicht von der Zielrichtung abhängig sein. Beispielsweise kann die Umgebungscharakteristik eine Topologie der Umgebung definieren. Somit kann eine Aufteilung und Gestaltung der Sektoren alternativ oder zusätzlich von der Topologie der Umgebung bestimmt werden. Wenn z.B. rechts eine Wüste ist, dann kann dieser Bereich sehr grob abgebildet werden, wenn links die Oasen sitzen.
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Erfindungsgemäß kann im Schritt des Aufteilens eine Größe, eine Form und/oder eine Anordnung des ersten Sektors und des mindestens einen zweiten Sektors eingestellt werden. Somit können die Sektoren optimal an eine aktuelle Suche angepasst werden. Dabei können die Sektorgrenzen gerade sein oder andersartig verlaufen. Beispielsweise kann z.B. eine Sektorgrenze längs eines Flusses verlaufen und somit die Form des Flusses als Begrenzung der Sektorgrenze genommen werden.
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Dabei kann ein näher an der Zielrichtung angeordneter Sektor eine kleinere Größe aufweisen als ein weiter von der Zielrichtung entfernt angeordneter Sektor. Auf diese Weise können vermehrt Ziel-Objekte bereitgestellt werden, die im Bereich der Zielrichtung angeordnet sind.
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Indem die Zielrichtung einer Fahrtrichtung eines Fahrzeugs entspricht, können vermehrt Ziel-Objekte ermittelt werden, die auf einer vorgesehenen Fahrstrecke des Fahrzeugs liegen.
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Entsprechend dazu kann die Position eine Position eines Fahrzeugs sein. Beispielsweise kann es sich um eine aktuelle Position des Fahrzeugs oder um eine prognostizierte Position handeln.
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Die vorliegende Erfindung schafft ferner ein Steuergerät, das ausgebildet ist, um die Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführen bzw. umzusetzen. Auch durch diese Ausführungsvariante der Erfindung in Form eines Steuergeräts kann die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe schnell und effizient gelöst werden.
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Unter einem Steuergerät kann vorliegend ein elektrisches Gerät verstanden werden, das Sensorsignale verarbeitet und in Abhängigkeit davon Steuersignale ausgibt. Das Steuergerät kann eine Schnittstelle aufweisen, die hard- und/oder softwaremäßig ausgebildet sein kann. Bei einer hardwaremäßigen Ausbildung können die Schnittstellen beispielsweise Teil eines sogenannten System-ASICs sein, der verschiedenste Funktionen des Steuergeräts beinhaltet. Es ist jedoch auch möglich, dass die Schnittstellen eigene, integrierte Schaltkreise sind oder zumindest teilweise aus diskreten Bauelementen bestehen. Bei einer softwaremäßigen Ausbildung können die Schnittstellen Softwaremodule sein, die beispielsweise auf einem Mikrocontroller neben anderen Softwaremodulen vorhanden sind.
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Von Vorteil ist auch ein Computerprogrammprodukt mit Programmcode, der auf einem maschinenlesbaren Träger wie einem Halbleiterspeicher, einem Festplattenspeicher oder einem optischen Speicher gespeichert ist und zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen verwendet wird, wenn das Programm auf einem Steuergerät ausgeführt wird.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand der beigefügten Zeichnungen beispielhaft näher erläutert. Es zeigen:
- 1 ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens, gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung; und
- 2 eine schematische Darstellung einer sektorbasierten Umgebungssuche, gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
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Gleiche oder ähnliche Elemente können in den nachfolgenden Figuren durch gleiche oder ähnliche Bezugszeichen versehen sein, wobei auf eine wiederholte Beschreibung verzichtet wird. Ferner enthalten die Figuren der Zeichnungen, deren Beschreibung sowie die Ansprüche zahlreiche Merkmale in Kombination. Einem Fachmann ist dabei klar, dass diese Merkmale auch einzeln betrachtet werden oder sie zu weiteren, hier nicht explizit beschriebenen Kombinationen zusammengefasst werden können. Weiterhin ist die Erfindung in der nachfolgenden Beschreibung eventuell unter Verwendung von unterschiedlichen Maßen und Dimensionen erläutert, wobei eine Nennung dieser Maße und Dimensionen nicht dahingehend zu verstehen ist, dass die Erfindung auf diese Maße und Dimensionen eingeschränkt zu verstehen ist.
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1 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Suche von Objekten in einer Umgebung einer bestimmten Position, gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Dabei können in einem ersten Schritt 102 eine Information über ein zu suchendes Objekt und in einem zweiten Schritt 104 eine Information über eine Position, in deren Umgebung nach dem Objekt zu suchen ist empfangen werden. In einem dritten Schritt 106 kann die Umgebung in eine Mehrzahl von Sektoren aufgeteilt werden. In einem vierten Schritt 108 kann in einem ersten Sektor ein erstes Ziel-Objekt und in mindestens einem weiteren Sektor ein weiteres Ziel-Objekt ermittelt werden. In einem fünften Schritt 110 können Informationen über die ermittelten Ziel-Objekte zur Ausgabe oder zur Weiterverarbeitung bereitgestellt werden. Dabei können einzelne der Verfahrensschritte 102, 104, 106, 108, 110 auch in anderer Reihenfolge oder mehrfach ausgeführt werden.
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2 zeigt eine schematische Darstellung einer sektorbasierten Umgebungssuche, gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Gezeigt ist eine Position 220 in deren Umgebung nach Objekten gesucht werden soll. Dazu ist die Umgebung um die Position 200 gemäß diesem Ausführungsbeispiel in neun Sektoren 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239 aufgeteilt. Jeder Sektor 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239 deckt einen eigenen Winkelabschnitt um die Position 220 ab. Somit kommt es gemäß diesem Ausführungsbeispiel zu keiner Überlappung von zwei Sektoren in Bezug auf einen Winkelabschnitt um die Position 220. Die Sektoren 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239 können unterschiedliche Größen oder unterschiedlich große Winkelbereiche aufweisen. Die Größe kann dabei abhängig davon sein, wie weit ein Sektor 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239 von einer Zielrichtung 240 entfernt ist. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel grenzen die Sektoren 231, 239 direkt an die Zielrichtung 240 an und weisen einen geringeren Öffnungswinkel als beispielsweise die Sektoren 233, 237 auf, die querab der Zielrichtung 240 angeordnet sind. Alternativ können die Sektoren 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239 jeweils gleich groß sein oder andere als die gezeigte Größenabstufung aufweisen. Auch kann der aufzuteilende Umgebungsbereich eine andere Form als die gezeigte Kreisform aufweisen.
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Beispielhaft sind in 2 eine Mehrzahl möglicher Ziel-Objekte 251, 252 in dem Sektor 232 und eine Mehrzahl möglicher Ziel-Objekte 261, 262, 263, 264 in dem Sektor 236 gezeigt. In dem Sektor 232 weist das Ziel-Objekt 251 den geringsten Abstand zu der Position 220 auf. In dem Sektor 236 ist das Ziel-Objekt 261 am nächsten an der Position 220 angeordnet. Gemäß einem Ausführungsbeispiel können für jeden der Sektoren 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, die jeweils nächstliegenden Ziel-Objekte 251, 261 angezeigt werden. Zusätzlich können weitere Ziel-Objekte in den einzelnen Sektoren 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239 angezeigt werden. In dem Sektor 236 sind die Ziel-Objekte 262, 263, 264 benachbart zueinander angeordnet. Die Ziel-Objekte 262, 263, 264 befinden sich dabei in einer relativ großen Entfernung zu der Position 220. Gemäß einem Ausführungsbeispiel können die Ziel-Objekte 262, 263, 264 aufgrund Ihrer Entfernung zu der Position 220 zu einem Sammel-Objekt 271 zusammengefasst werden und anstelle von Einzel-Objekten als ein solches Sammel-Objekt angezeigt werden.
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel können abhängig von den Anforderungen einer Suche um eine vorgegebene Position herum Sektoren festgelegt werden, bei denen es sich um Kreis-Sektoren handeln kann. Für die Sektoren kann jeweils gelten, dass mit jedem gefundenen Treffer innerhalb eines Sektors für diesen das Suchgebiet auf den Radius ausgehend von der Ausgangsposition zu diesem Treffer verringert werden kann, so dass am Ende mindestens ein nächster Treffer pro Sektor gefunden wird, falls in diesem Sektor Treffer möglich sind. Diese Verkleinerung des Suchgebietes erlaubt eine sehr effektive Suche in den möglichen Objekten, wenn z.B. ein Quadtree o.ä. Datenstrukturen zur Suche genutzt werden.
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Als Resultat kann der für jeden Sektor nächstgelegene Treffer ermittelt werden, so dass z.B. bei gleichmäßiger Aufteilung der Sektoren ein „Rundum-Bild“ der nächstgelegenen möglichen Treffer entsteht. Dies kann ohne Ballungen bei dicht nebeneinander liegenden Treffern, z.B. im Zentrum einer nahe gelegenen Stadt erfolgen.
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Wenn die Sektoren in einer bestimmten Richtung, z.B. der Fahrtrichtung besonders schmal, dafür auf den anderen Bereichen des (Um-)Kreises entsprechend weiter ausgelegt werden, so werden in der bestimmten Richtung vermehrt Treffer gefunden. Die gefundenen Treffer sind auch wieder je nach Winkelöffnung des Kreissektors differenziert. Dadurch kann sich, z.B. bei der Parkhaussuche auf die Möglichkeiten in Fahrtrichtung konzentriert werden. Trotzdem kann ein Hinweis auf das nächste Parkhaus hinter der aktuellen Position bereitgestellt werden.
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann eine Clusterung von Punktobjekten erfolgen. Dabei kann nicht nur das nächste Element in einem jeweiligen Sektor gesucht werden, sondern es können alle Elemente in dem jeweiligen Sektor gesucht werden. Die Einteilung in Sektoren kann dann verwendet werden, um die Suchergebnisse zusammenzufassen. So liegen nahe Treffer in verschiedenen Sektoren, weiter entfernte Treffer liegen dagegen meist in einem Sektor und können somit zusammengefasst werden. Beispielsweise kann bei einer Suche nach Restaurants die Information „zum Krug, Dorftreff in A-Dorf und zehn weitere Restaurants in B-Dorf“ angezeigt werden, wenn A-Dorf in der Nähe liegt und B-Dorf weiter weg. Somit ergibt sich ein automatischer Mechanismus zur Clusterbildung von Zielen. Fährt beispielsweise ein Fahrzeug, in dem das erfindungsgemäße Verfahren umgesetzt wird, schließlich auf B-Dorf zu, so werden die zehn weiteren Restaurants automatisch in einzelne Treffer aufgelöst, da sie in verschiedene Sektoren wandern.
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann dabei ein Kolabieren von Flächenobjekten erfolgen. Mit dem erfindungsgemäßen Ansatz ergibt sich automatisch eine Grenze, ab der Flächen- oder Linienobjekte zu Punktzielen zusammengefasst werden können. Liegt beispielsweise das gesamte Objekt in einem Sektor, dann kann es als ein Punkt beschrieben werden.
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann eine Aufteilung mit schmalen Sektoren in Zielrichtung und eine Aufteilung mit breiten Sektoren für den Rest verwendet werden. Auf diese Weise können in Zielrichtung mehr Details auf einer Karte dargestellt werden. Für die abseits liegenden Gebiete können dagegen nur grobe Informationen angezeigt werden.
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Erfindungsgemäß können bei einer Umkreissuche gleichmäßig über alle Richtungen Treffer gefunden werden, die aber nicht zwingend die nächstliegenden sind, dafür aber in ihrem jeweiligen Richtungsbereich die nächstliegenden sind. Alternativ können bei einer Umkreissuche, abhängig von einer Ausrichtung in einem „Vorausgebiet“, in ähnlichen Winkelabständen von einer anderen Suche mit anderer Ausrichtung Treffer gefunden werden, wobei zum Teil nur geringfügig weiter entfernte Treffer nicht berücksichtigt werden, dafür aber in einem bestimmten Winkelabstand andere, noch weiter entfernte.
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Der erfindungsgemäße Ansatz kann beispielsweise im Zusammenhang mit Navigationsgeräten und insbesondere im Zusammenhang mit einer Straßen-Karten-Navigation eingesetzt werden.
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Die beschriebenen Ausführungsbeispiele sind nur beispielhaft gewählt und können miteinander kombiniert werden.