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DE102009002004A1 - Sensoranordnung zum Erfassen von hohen Drücken - Google Patents

Sensoranordnung zum Erfassen von hohen Drücken Download PDF

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DE102009002004A1
DE102009002004A1 DE102009002004A DE102009002004A DE102009002004A1 DE 102009002004 A1 DE102009002004 A1 DE 102009002004A1 DE 102009002004 A DE102009002004 A DE 102009002004A DE 102009002004 A DE102009002004 A DE 102009002004A DE 102009002004 A1 DE102009002004 A1 DE 102009002004A1
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DE
Germany
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sensor element
sensor
membrane
carrier
passage opening
Prior art date
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Withdrawn
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DE102009002004A
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English (en)
Inventor
Marcus Ahles
Hubert Benzel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
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Publication date
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Priority to PCT/EP2010/051138 priority patent/WO2010112246A1/de
Priority to US13/138,674 priority patent/US20120073379A1/en
Priority to EP10701550A priority patent/EP2414802A1/de
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
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    • G01L9/0041Transmitting or indicating the displacement of flexible diaphragms
    • G01L9/0042Constructional details associated with semiconductive diaphragm sensors, e.g. etching, or constructional details of non-semiconductive diaphragms
    • GPHYSICS
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    • G01L7/02Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements in the form of elastically-deformable gauges
    • G01L7/08Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements in the form of elastically-deformable gauges of the flexible-diaphragm type
    • G01L7/082Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements in the form of elastically-deformable gauges of the flexible-diaphragm type construction or mounting of diaphragms

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Abstract

Es wird ein einfacher und kostengünstiger Aufbau mit einer hohen Überlastsicherheit für eine Sensoranordnung (10) zum Erfassen von hohen Drücken vorgeschlagen. Die Sensoranordnung (10) umfasst ein mikromechanisches Sensorelement (11), das auf einem Träger (1) angeordnet ist und über diesen Träger (1) beispielsweise in einem Gehäuse montiert wird. In der Oberseite des Sensorelements (11) ist eine Membran (12) ausgebildet, die eine Kaverne (13) mit einer rückseitigen Öffnung (14) überspannt. Der Träger (1) weist eine Durchgangsöffnung (2) auf und ist so mit der Rückseite des Sensorelements (11) verbunden, dass die Durchgangsöffnung (2) in die rückseitige Öffnung (14) der Kaverne (13) mündet. Erfindungsgemäß ist in der Rückseite des Sensorelements (11) eine ringförmige Vertiefung (15) ausgebildet, die über dem Randbereich der Durchgangsöffnung (2) angeordnet ist, so dass die Verbindungsfläche zwischen Sensorelement (11) und Träger (1) nicht an den Rand der Durchgangsöffnung (2) heranreicht.

Description

  • Stand der Technik
  • Die Erfindung betrifft eine Sensoranordnung zum Erfassen von hohen Drücken mit einem mikromechanischen Sensorelement, das auf einem Träger angeordnet ist und über diesen Träger, beispielsweise auf einem Metallsockel oder in einem Gehäuse, montiert wird. In der Oberseite des Sensorelements ist eine Membran ausgebildet, die eine Kaverne mit einer rückseitigen Öffnung überspannt. Der Träger weist eine Durchgangsöffnung auf und ist so mit der Rückseite des Sensorelements verbunden, dass die Durchgangsöffnung in die rückseitige Öffnung der Kaverne mündet.
  • Eine derartige Sensoranordnung mit einem Silizium-Chip als Sensorelement wird in der deutschen Offenlegungsschrift DE 10 2004 006 199 A1 beschrieben. In der Chip-Oberseite ist eine Membran ausgebildet, in die Piezowiderstände zur Signalerfassung integriert sind. Die Membran wurde hier durch Ätzen der Rückseite des Chipsubstrats freigelegt. Dementsprechend ist der Durchmesser der rückseitigen Öffnung der dabei entstehenden Kaverne unter der Membran mindestens so groß wie der Membrandurchmesser. Das Sensorelement wurde dann auf einen Glasträger mit metallisierter Rückseite gebondet, so dass der Glasträger mit dem Sensorelement auf einen Metallträger gelötet werden kann. Der Glasträger dient bei diesem Aufbau zur Reduzierung des bei der Montage entstehenden und auf das Sensorelement wirkenden mechanischen Stresses. Die Druckbeaufschlagung der Sensormembran erfolgt hier über eine Durchgangsöffnung im Glasträger, die in die Kaverne unter der Membran mündet. Diese Durchgangsöffnung wird üblicherweise durch Ultraschallbohrung, Laserbehandlung, Sandstrahlung oder Temperaturbehandlung mittels Prägung im Glasträger erzeugt. Dabei entstehen Mikrodefekte in der Seitenwandung der Durchgangs öffnung, während die Oberseite des Glasträgers weitgehend frei von solchen Defekten ist.
  • Insbesondere bei der Erfassung hoher Drücke ist der gesamte Aufbau der bekannten Sensoranordnung besonderen Stressbelastungen ausgesetzt, die in Überlastsituationen auch zu einem Bruch in der Sensoranordnung führen können. Dabei spielt die Tatsache, dass die Bruchfestigkeit von Silizium größer ist als die von Glas, eine wesentliche Rolle.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Mit der vorliegenden Erfindung wird ein einfacher und kostengünstiger Aufbau mit einer hohen Überlastsicherheit für eine Sensoranordnung der eingangs genannten Art vorgeschlagen.
  • Erfindungsgemäß ist dazu in der Rückseite des Sensorelements eine ringförmige Vertiefung ausgebildet, die über dem Randbereich der Durchgangsöffnung des Trägers angeordnet ist, so dass die Verbindungsfläche zwischen Sensorelement und Träger nicht an den Rand der Durchgangsöffnung heranreicht.
  • Die ringförmigen Vertiefungen können rund, rechteckig oder quadratisch ausgeführt werden, vorteilhafter weise an die Form der Membran angepasst. Dabei ist die Form der Durchgangsöffnung im Träger unabhängig davon.
  • Erfindungsgemäß ist zunächst erkannt worden, dass an der Stelle, an der das Siliziumsubstrat auf die Glasoberfläche trifft, ein mechanisches Spannungsmaximum innerhalb des Glasträgers auftritt, das proportional zum zu messenden Druck ist. Je nach dem, ob die rückseitige Öffnung im Siliziumsubstrat größer oder kleiner als die Durchgangsöffnung im Glasträger ist, liegt dieses Spannungsmaximum also entweder in einem Bereich unterhalb der defektfreien Glasoberfläche oder im Randbereich der Durchgangsöffnung, deren Wandung Mikrodefekte ausweist. Im Berstfall bilden sich zunächst am Ort des Spannungsmaximums Risse im Glas knapp unterhalb der Silizium-Glas-Verbindung, die letztlich zu einem Auseinanderbrechen im Verbindungsbereich führen können. Es ist ferner erkannt worden, dass Sensoranordnungen, deren mechanisches Spannungsmaximum im Bereich unterhalb der defektfreien Glasoberfläche liegt, einen deutlich höheren Berstdruck haben, als Sensoranordnungen, bei denen das mechanische Spannungsmaximum in der Nähe der mikrodefektbehafteten Wandung der Durchgangsöffnung liegt, da sich in diesem Bereich im Belastungsfall bevorzugt Risse ausbilden bzw. wachsen.
  • Davon ausgehend wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, das mechanische Spannungsmaximum zwischen Sensorelement und Träger durch ein geeignetes Layout der Rückseite des Sensorelements gezielt in einen möglichst defektarmen Bereich zu verlagern, und zwar unabhängig von der Form und Größe der Sensormembran. Die Sensormembran kann dabei, wie es für die Erfassung hoher Drücke von Vorteil ist, relativ klein sein, auch wenn die Durchgangsöffnung im Träger größer als die Membran ist. Die Durchgangsöffnung sollte nämlich eine Mindestgröße nicht unterschreiten, da sich in zu kleinen Bohrungen Partikel, Schmutz oder sonstige Medien sammeln und festsetzten können, was die Funktion der Sensoranordnung beeinträchtigt.
  • Vorteilhafterweise erfordert die Umsetzung der erfindungsgemäßen Maßnahmen lediglich eine einfache Modifikation des Standard-Herstellungsprozesses der Sensorelemente. Sowohl der Träger als auch das Gehäuse bzw. die Montagefläche bleiben davon unberührt.
  • Wie bereits erwähnt, sollte die Membranfläche für Messungen in höheren Druckbereichen relativ klein sein. Da die Membrangröße aufgrund der erfindungsgemäß ausgebildeten Vertiefung in der Rückseite des Sensorelements unabhängig von der Größe der Durchgangsöffnung ist, kann die Membranfläche auch kleiner sein als die Querschnittsfläche der Durchgangsöffnung, wobei die Membranform beliebig ist. So kann die Membran rund oder auch eckig sein, wie z. B. rechteckig bzw. quadratisch. Zur weiteren Reduzierung der Empfindlichkeit, kann die Membran ringförmig als Bossmembran ausgebildet werden. Der besondere Vorteil ist hierbei, dass im versteiften Mittelbereich einer solchen Ringmembran Schaltungsteile angeordnet werden können, um die Chipfläche möglichst klein zu halten.
  • In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sensoranordnung geht die ringförmige Vertiefung in der Rückseite des Sensorelements in die rückseitige Öffnung der Kaverne über. In diesem Fall kann mit Hilfe der umlaufenden Vertiefung auf einfache Weise ein Justageversatz zwischen dem Sensorelement und dem Träger ausgeglichen werden.
  • Ist die Membran sehr klein im Vergleich zur Durchgangsöffnung im Träger, so kann die umlaufende Vertiefung in der Rückseite des Sensorelements auch mit Abstand zur rückseitigen Öffnung der Kaverne ausgebildet werden.
  • In einer besonders vorteilhaften Variante der erfindungsgemäßen Sensoranordnung ist im äußeren Randbereich der ringförmigen Vertiefung in der Sensorelementrückseite eine Nut ausgebildet. Dadurch ist der auf dem Träger aufsitzende Randbereich der Vertiefung geringfügig elastisch, was zu einer besseren Verteilung des auf die Verbindung zwischen Sensorelement und Träger wirkenden mechanischen Stresses führt.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Wie bereits voranstehend erörtert, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu wird einerseits auf die dem unabhängigen Patentanspruch 1 nachgeordneten Patentansprüche verwiesen und andererseits auf die nachfolgende Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele der Erfindung. Anhand der Figuren werden auch zwei Verfahrensvarianten für die Herstellung einer erfindungsgemäßen Sensoranordnung und insbesondere eines geeigneten Sensorelements erläutert.
  • 1 zeigt eine schematische Schnittdarstellung einer ersten erfindungsgemäßen Sensoranordnung 10,
  • 2 zeigt eine schematische Schnittdarstellung einer zweiten erfindungsgemäßen Sensoranordnung 20,
  • 3 zeigt eine schematische Schnittdarstellung einer dritten erfindungsgemäßen Sensoranordnung 30,
  • 4a bis 4d veranschaulichen eine erste Verfahrensvariante zur Herstellung der in 1 dargestellten Sensoranordnung 10 anhand von schematischen Schnittdarstellungen und
  • 5a bis 5d veranschaulichen eine zweite Verfahrensvariante zur Herstellung der in 1 dargestellten Sensoranordnung 10 anhand von schematischen Schnittdarstellungen.
  • Ausführungsformen der Erfindung
  • Die in 1 dargestellte Sensoranordnung 10 dient zum Erfassen von hohen Drücken. Dazu umfasst die Sensoranordnung 10 ein mikromechanisches Sensorelement 11, das auf einem Träger 1 mit einer Durchgangsöffnung 2 angeordnet ist. Das Sensorelement 11 wird über den Träger 1 beispielsweise in einem Gehäuse oder auf einem Haltesockel montiert, wobei der Träger 1 zur Reduzierung der dabei entstehenden mechanischen Spannungen dient.
  • Bei dem Sensorelement 11 handelt es sich um einen Siliziumchip, in dessen Oberseite eine Membran 12 ausgebildet ist mit piezoresistiven Wandlerelementen 16 zur Signalerfassung. Das Sensorelement 11 könnte aber auch aus einem anderen Halbleitermaterial gefertigt sein. Die Membran 12 überspannt eine Kaverne 13, die durch Trenchätzen der Chiprückseite erzeugt worden ist.
  • Bei dem Träger 1 handelt es sich um einen Glasträger 1 mit einer glatten, defektfreien Oberseite, die weitgehend frei von Mikrodefekten ist. Die Durchgangsöffnung 2 im Glasträger 1 wurde in Form einer Bohrung 2 realisiert. Dementsprechend ist die Wandung der Durchgangsöffnung 2 rau und mikrorissbehaftet. Das Sensorelement 11 ist so auf dem Glasträger 1 angeordnet, dass die Bohrung 2 in die rückseitige Öffnung 14 der Kaverne 13 mündet. Die Verbindung zwischen Sensorelement 11 und Glasträger 1 wurde durch anodisches Bonden hergestellt.
  • Da die Bruchfestigkeit von Glas kleiner ist als die von Silizium, tritt bei hoher Druckbelastung ein mechanisches Spannungsmaximum an der Stelle im Glasträger auf, an der die Siliziumoberfläche auf den Glasträger trifft. Die Schwachstelle der hier beschriebenen Sensoranordnung 10 liegt also indem Bereich des Glasträgers 1, der an den Rand der Verbindungsfläche zwischen Siliziumchip 11 und Glasträger 1 angrenzt.
  • Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Membrandurchmesser kleiner als der Durchmesser der Bohrung 2. Um zu vermeiden, dass die Verbindungsflä che zwischen Siliziumchip 11 und Glasträger 1 bis an den Rand der Bohrung 2 heranreicht, wurde in der Chiprückseite eine ringförmige Vertiefung 15 erzeugt, die über dem Randbereich der Bohrung 2 angeordnet ist. Die Vertiefung 15 stellt hier eine oberflächliche Erweiterung der rückseitigen Öffnung 14 der Kaverne 13 dar, da die Vertiefung 15 in die Kaverne 13 übergeht. Mit Hilfe der ringförmigen Vertiefung 15 wurde das mechanische Spannungsmaximum 3 aus dem bruchkritischen Randbereich der Bohrung 2 in einen Bereich unterhalb der mikrodefektfreien Trägeroberseite verlagert. Da die statische und dynamische Festigkeit des Glases im Bereich der glatten Oberfläche wesentlich besser ist als im Bereich der mikrorissbehafteten Bohrung, ist der Berstdruck der hier dargestellten Sensoranordnung 10 vergleichsweise hoch.
  • Zur Messung höherer Drücke werden üblicherweise Sensorelemente mit relativ kleiner Sensormembran und relativ großer Membrandicke verwendet. Deshalb ist die Sensormembran dieser Sensorelemente häufig deutlich kleiner als die Durchgangsöffnung im Träger. Diese kann nämlich nicht beliebig verkleinert werden, da zu enge Durchgangsöffnungen leicht verstopfen, so dass die Sensorfunktion gestört ist.
  • 2 zeigt eine Sensoranordnung 20 mit einer besonders kleinen Sensormembran 22, die mittels eines rückseitigen Trenchprozesses und einer im Silizium des Sensorelements 21 vergrabenen Stoppschicht 27 hergestellt wurde. Die Stoppschicht 27 kann beispielsweise aus einer Oxidschicht bestehen, die ganzflächig oder auch strukturiert in einen Siliziumwafer eingebracht wurde. Nach dem Freilegen der Membran 22 kann die Stoppschicht 27 optional entfernt werden, beispielsweise durch einen nasschemischen Ätzprozess oder einen Trockenätzprozess, auch möglich ist ein HF-Dampf- oder Gasphasenätzschritt. In die Membran 22 wurden Piezowiderstände 26 zur Signalerfassung integriert, und seitlich von der Membran 22 sind Teile einer Auswerteschaltung 28 angeordnet.
  • Wie im Falle der Sensoranordnung 10 wurde auch das Sensorelement 21 auf einen polierten Glasträger 1 mit einer Durchgangsbohrung 2 gebondet, so dass die Bohrung 2 in die Kaverne 23 unter der Sensormembran 22 mündet. Erfindungsgemäß ist in der Rückseite des Sensorelements 21 eine ringförmige Vertiefung 25 ausgebildet, die konzentrisch und hier mit Abstand zur rückseitigen Öffnung 24 der Kaverne 23 über dem Randbereich der Durchgangsöffnung 2 angeordnet ist, so dass die Verbindungsfläche zwischen Sensorelement 21 und Träger 1 nicht an den Rand der Durchgangsöffnung 2 heranreicht und das Spannungsmaximum 3 in einem Bereich unterhalb der glatten Trägeroberseite liegt. Die Breite der Vertiefung 25 wurde entsprechend den Herstell- und Justagetoleranzen bei der Verbindung von Siliziumchip 21 und Glasträger 1 gewählt.
  • In 3 ist eine Sensoranordnung 30 mit einer ringförmigen Membran 32 dargestellt, die auch als Bossmembran bezeichnet wird. Derartige Ringmembranen weisen eine vergleichsweise geringe Empfindlichkeit und einen relativ hohen Membranberstdruck auf und eignen sich daher besonders für die Erfassung hoher Drücke. In den äußeren Randbereich der Ringmembran 32 sind auch hier Piezowiderstände 36 zur Erfassung der Membranauslenkung integriert. Seitlich von der Membranstruktur sind Teile einer Auswerteschaltung 38 angeordnet. An dieser Stelle sei angemerkt, dass auch im versteiften Mittelbereich 321 der Membranstruktur Schaltungsteile angeordnet werden können, um die für das Sensorelement erforderliche Chipfläche zu reduzieren.
  • Auch die Ringmembran 32 wurde mittels eines rückseitigen Trenchprozesses und einer im Silizium des Sensorelements 31 vergrabenen Stoppschicht 37 freigelegt. Dabei wurde unterhalb der Ringmembran 32 eine ringförmige Kaverne 33 mit einer ringförmigen rückseitigen Öffnung 34 erzeugt. Außerdem wurde in der Rückseite des Sensorelements 31 eine ringförmige Vertiefung 35 ausgebildet, die konzentrisch und hier mit Abstand zur rückseitigen Öffnung 34 der Kaverne 33 angeordnet ist. Mit dem Trenchprozess sind neben runden ringförmigen Strukturen auch rechteckige oder quadratische möglich.
  • Wie in den Fällen der Sensoranordnungen 10 und 20 wurde auch das Sensorelement 31 auf einen polierten Glasträger 1 mit einer Durchgangsbohrung 2 gebondet, so dass die Bohrung 2 in die ringförmige Kaverne 33 unter der Ringmembran 32 mündet. Die ringförmige Vertiefung 35 wurde dabei über dem Randbereich der Durchgangsöffnung 2 positioniert, so dass die Verbindungsfläche zwischen Sensorelement 31 und Träger 1 nicht an den Rand der Durchgangsöffnung 2 heranreicht und das Spannungsmaximum 3 in einem Bereich unterhalb der glatten Trägeroberseite liegt.
  • Die ringförmige Vertiefung 35 in der Rückseite des Sensorelements 31 wurde hier in einem zweistufigen Trenchschritt erzeugt, um eine Nut 39 im äußeren Randbereich der ringförmigen Vertiefung 35 auszubilden. Diese Nut 39 bzw. die angrenzende elastische Lippe 391 in der Chiprückseite trägt zusätzlich zur Stressreduzierung im Glasträger 1 bei, was die Berstfestigkeit der Sensoranordnung 30 insgesamt erhöht.
  • Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die Herstellung eines Sensorelements, wie es in Verbindung mit den 1, 2 und 3 beschrieben worden ist. Nachfolgend werden zwei besonders vorteilhafte Verfahrensvarianten, nämlich ein Einmaskenprozess anhand der 4a bis 4d und ein Zweimaskenprozess anhand der 5a bis 5d, beschrieben.
  • In beiden Fällen werden zunächst Schaltungselemente, wie z. B. Piezowiderstände 16 zur Signalerfassung und Schaltungsteile 18 zur Signalverarbeitung und Signalauswertung auf der Vorderseite eines Siliziumwafers 40 bzw. 50 erzeugt.
  • Im Fall des Einmaskenprozesses werden die Kaverne unter der Sensormembran und auch die erfindungsgemäße ringförmige Vertiefung mit Hilfe einer einzigen Maske erzeugt, die auf die Waferrückseite aufgebracht wird. Dabei kann es sich beispielsweise um eine Lackmaske oder auch eine Oxidmaske handeln. 4a zeigt einen Ausschnitt aus einem Siliziumwafer 40, in dessen Oberseite Piezowiderstände 16 und Schaltungsteile 18 von drei Sensorelementen integriert sind und dessen Rückseite mit einer entsprechenden Maskierschicht 41 versehen ist.
  • In einem ersten isotropen Ätzschritt, bei dem nicht nur in die Tiefe sondern auch in lateraler Richtung geätzt wird, wobei die Maske 41 unterätzt wird, werden breite Ausnehmungen 42 erzeugt. Das Ergebnis dieses Ätzschritts ist in 4b dargestellt.
  • Das Freilegen der Sensormembranen 12 erfolgt in einem zweiten Ätzschritt durch Trenchen. Bei dem Trenchprozess handelt es sich um eine Abfolge von isotropem Plasmaätzen mit SF6 im Wechsel mit einer Seitenwandpassivierung, so dass der Materialabtrag im wesentlichen nur in der Tiefe und nicht in lateraler Richtung erfolgt. Der Trenchprozess beginnt hier mit einem Passivierschritt, bei dem die Wandungen der breiten Ausnehmungen 42 passiviert werden. Durch den Ionenbeschuss beim anschließenden Ätzschritt wird zunächst die Passivierung am Boden der Ausnehmungen 42 wieder entfernt und dann weiter in die Tiefe geätzt. Die Passivierung an der Seitenwandung der Ausnehmung 42 bleibt dabei erhalten. Der Trenchprozess wird solange fortgesetzt, bis die gewünschte Membrandicke erreicht ist. Dazu kann der Trenchprozess beispielsweise zeitlich begrenzt werden, durch eine Insitu-Tiefenmessung oder auch durch eine Stoppschicht innerhalb des Wafers. 4c zeigt den Siliziumwafer 40 nach Abschluss des Trenchprozesses, bei dem die Kavernen 13 unter den Sensormembranen 12 entstanden sind. Die Ausnehmungen 42 bilden eine Erweiterung der rückseitigen Öffnungen 14 dieser Kavernen 13. Jeweils der Randbereich einer Ausnehmung 42 stellt eine erfindungsgemäße ringförmige Vertiefung in der Rückseite eines Sensorelements dar, die hier in die Kaverne 13 unter der Sensormembran 12 übergeht.
  • Anschließend wird die Maskierschicht 41 entfernt, bevor der Siliziumwafer 40 mit seiner strukturierten Rückseite auf einen polierten Glasträger 1 mit Durchgangsbohrungen 2 gebondet wird. Die Durchgangsbohrungen 2 sind so angeordnet, dass sie jeweils in eine Kaverne 13 unter einer Sensormembran 12 münden und die ringförmige Ausnehmungen 42 in der Waferrückseite jeweils über dem Randbereich einer Durchgangsbohrung 2 angeordnet sind. Erst nach dem Bondprozess werden die Sensorelemente 11, beispielsweise durch Sägen, vereinzelt, wobei auch der Glasträger 1 durchtrennt wird. 4d zeigt die Sensoranordnungen 10 nach dem Vereinzelungsprozess und vor der Montage in einem Gehäuse.
  • Wie beim Einmaskenprozess kann auch beim Zweimaskenprozess eine Nut erzeugt werden. Bei zweistufiger Auslegung des ersten Ätzschritts des voranstehend beschriebenen Einmaskenprozess kann auch eine Nut im äußeren Randbereich der ringförmigen Vertiefung erzeugt werden.
  • Im Unterschied zu der voranstehend beschriebenen Verfahrensvariante wird beim Zweimaskenprozess zunächst eine erste Maske 51 in Form einer strukturierten Oxidschicht auf die Rückseite des Siliziumwafers 50 aufgebracht. Mit dieser ersten Maske 51, beispielsweise aus Oxid, werden Größe, Form und Position der erfindungsgemäßen ringförmigen Vertiefung in der Rückseite der Sensorelemente definiert. Auf die so maskierte Rückseite des Siliziumwafers 50 wird eine zweite Maske 52 aufgebracht, mit der die Größe, Form und Position der Kavernen und damit auch der Sensormembranen definiert wird. Dabei kann es sich beispielsweise um eine Lackmaske handeln. 5a zeigt einen Siliziumwafer 50 mit einer dermaßen zweifach maskierten Rückseite. Die Öffnungen in der zwei ten Maske 52 sind hier kleiner als die Öffnungen in der ersten Maske 51 und innerhalb des Bereichs dieser Öffnungen in der ersten Maske 51 angeordnet.
  • In einem ersten Trenchschritt werden nun über die Öffnungen in der zweiten Maske 52 Kavernen 13 in der Waferrückseite erzeugt, was in 5b dargestellt ist.
  • Nachdem die zweite Maske 52 entfernt worden ist, erfolgt ein zweiter Trenchschritt über die Öffnungen in der ersten Maske 51, die einen größeren Öffnungsquerschnitt aufweisen als die Kavernen 13. Dementsprechend werden in diesem zweiten Trenchschritt nicht nur die Kavernen 13 weiter vertieft, um die Sensormembranen 12 freizulegen. Außerdem werden auch die rückseitigen Öffnungen 14 der Kavernen 13 oberflächlich erweitert, was durch 5c veranschaulicht wird. Diese Erweiterungen der rückseitigen Öffnungen 14 stellen jeweils eine ringförmig umlaufende Vertiefung 15 in der Waferrückseite dar, die in eine Kaverne 13 unter einer Sensormembran 12 übergeht.
  • Der Zweimaskenprozess ermöglicht auch die Herstellung einer umlaufenden Vertiefung 25 bzw. 35, die wie in 2 und 3 dargestellt mit Abstand zur rückseitigen Öffnung 24 bzw. 34 angeordnet ist, so dass die Verbindungsfläche zwischen Sensorelement 21 bzw. 31 und Träger 1 nicht an den Rand der Durchgangsöffnung 2 heranreicht. Hierzu wird die Maske 51 derart strukturiert, dass ein Ring außerhalb der rückseitigen Öffnung 24 bzw. 34 und innerhalb der Rille 25 bzw. 35 stehen bleibt.
  • Wie beim Einmaskenprozess wird der Siliziumwafer 50 mit seiner strukturierten Rückseite auf einen polierten Glasträger 1 mit Durchgangsbohrungen 2 gebondet, nachdem auch die erste Maskierschicht 51 entfernt worden ist. Die Durchgangsbohrungen 2 sind auch hier so angeordnet und dimensioniert, dass sie jeweils in eine Kaverne 13 unter einer Sensormembran 12 münden und die ringförmige Erweiterung 15 der rückseitigen Öffnungen 14 jeweils über dem Randbereich einer Durchgangsbohrung 2 angeordnet ist. Erst danach werden die Sensorelemente 11, beispielsweise durch Sagen, vereinzelt, wobei auch der Glasträger 1 durchtrennt wird. 5d zeigt die resultierenden Sensoranordnungen 10 vor der Montage in einem Gehäuse.
  • Eine Nut im äußeren Randbereich der ringförmigen Vertiefung in der Chiprückseite kann hier einfach durch Modifikation des zweiten Trenchschritts erzeugt werden. Außerdem können mit Hilfe des voranstehend beschriebenen Zweimaskenprozesses bei entsprechender Auslegung der ersten Maskierschicht auch Sensorelemente erzeugt werden, bei denen die ringförmige Vertiefung in der Chiprückseite von der rückseitigen Öffnung der Kaverne beabstandet ist.
  • Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass die erfindungsgemäße Struktur des Sensorelements der beanspruchten Sensoranordnung alternativ auch in einem isotropen oder anisotropen nasschemischen Prozess erzeugt werden kann. Zudem beschränkt sich die Erfindung nicht auf Sensoranordnungen mit piezoresistivem Wandlerprinzip sondern umfasst beispielsweise auch Sensoranordnungen mit einer kapazitiven, induktiven oder piezoelektrischen Signalerfassung.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102004006199 A1 [0002]

Claims (7)

  1. Sensoranordnung (10) zum Erfassen von hohen Drücken mit einem mikromechanischen Sensorelement (11), das auf einem Träger (1) angeordnet ist und über diesen Träger (1) montiert wird, – wobei in der Oberseite des Sensorelements (11) eine Membran (12) ausgebildet ist, die eine Kaverne (13) mit einer rückseitigen Öffnung (14) überspannt, und – wobei der Träger (1) eine Durchgangsöffnung (2) aufweist und so mit der Rückseite des Sensorelements (11) verbunden ist, dass die Durchgangsöffnung (2) in die rückseitige Öffnung (14) der Kaverne (13) mündet; dadurch gekennzeichnet, dass in der Rückseite des Sensorelements (11) eine ringförmige Vertiefung (15) ausgebildet ist, die über dem Randbereich der Durchgangsöffnung (2) angeordnet ist, sodass die Verbindungsfläche zwischen Sensorelement (11) und Träger (1) nicht an den Rand der Durchgangsöffnung (2) heranreicht.
  2. Sensoranordnung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche der Membran (12) kleiner ist als die Querschnittsfläche der Durchgangsöffnung (2).
  3. Sensoranordnung (30) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (32) ringförmig als Bossmembran ausgebildet ist.
  4. Sensoranordnung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ringförmige Vertiefung (15) in der Rückseite des Sensorelements (11) in die Kaverne (13) übergeht.
  5. Sensoranordnung (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ringförmige Vertiefung (25) in der Rückseite des Sensor elements (21) mit Abstand zur rückseitigen Öffnung (24) der Kaverne (23) ausgebildet ist.
  6. Sensoranordnung (30) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im äußeren Randbereich der ringförmigen Vertiefung (35) eine Nut (39) ausgebildet ist.
  7. Sensoranordnung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorelement (11) ausgehend von einem Halbleitersubstrat, insbesondere einem Siliziumsubstrat (40), gefertigt ist, dass es sich bei dem Träger (1) um einen Glasträger handelt und dass die Rückseite des Sensorelements (11) gegen den Glasträger (1) gebondet ist.
DE102009002004A 2009-03-31 2009-03-31 Sensoranordnung zum Erfassen von hohen Drücken Withdrawn DE102009002004A1 (de)

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PCT/EP2010/051138 WO2010112246A1 (de) 2009-03-31 2010-02-01 Sensoranordnung zum erfassen von hohen drücken
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