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DE102009001189A1 - Auslagevorrichtung einer bogenverarbeitenden Maschine mit einem Bogenfördersystem zum Fördern der Bogen - Google Patents

Auslagevorrichtung einer bogenverarbeitenden Maschine mit einem Bogenfördersystem zum Fördern der Bogen Download PDF

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DE102009001189A1
DE102009001189A1 DE102009001189A DE102009001189A DE102009001189A1 DE 102009001189 A1 DE102009001189 A1 DE 102009001189A1 DE 102009001189 A DE102009001189 A DE 102009001189A DE 102009001189 A DE102009001189 A DE 102009001189A DE 102009001189 A1 DE102009001189 A1 DE 102009001189A1
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Germany
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nachgreifer
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respect
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Gunar Bormann
Volkmar Schumann
Jörg Reber
Volker Kessler
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Koenig and Bauer AG
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Koenig and Bauer AG
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Publication date
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Auslagevorrichtung einer bogenverarbeitenden Maschine mit einem Bogenfördersystem zum Fördern der Bogen in Richtung eines Auslagestapels und einem Nachgreifersystem zum Übernehmen und Ablegen der Bogen, wobei das Nachgreifersystem Nachgreifer enthält, die gelenkig miteinander verbundene Greiferaufschläge und Greiferfinger umfassen, und wobei die Nachgreifer an einer Verbindungsstelle mit einem endlos über Umlenkelemente geführten Antriebselement verbunden sind und wobei die Greiferaufschläge oder Greiferfinger mit einer Koppel verbunden sind. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die die Bogenablage auf dem Auslagestapel verbessert. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass das den Nachgreifern (6) abgewandte Ende der Koppel (8) mit einer Gleitführung bezüglich des Auslagegestells derart geführt ist, dass die Greiferfinger und/oder Greiferaufschläge beim Umlauf der Nachgreifer (6) bezüglich der Verbindungsstelle verdreht werden.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Auslagevorrichtung einer bogenverarbeitenden Maschine mit einem Bogenfördersystem zum Fördern der Bogen, gemäß dem Oberbegriff des 1. Anspruchs.
  • Aus der DE-PS 627 851 ist eine Auslegevorrichtung für Bogendruckmaschinen bekannt. Hierin wird vorgeschlagen, die auszulegenden Bogen durch Nachgreifer zu verzögern, die an zwei untereinander angeordneten umlaufenden Kettensystemen befestigt sind. Die Bogen werden dabei von den Nachgreifern mit Maschinengeschwindigkeit übernommen und im Bereich der Umkehrpunkte der dem Auslegerstapel zugewandten Kettenräder bis auf Horizontalgeschwindigkeit Null verzögert. Nachteilig an dieser Lösung ist, dass das Nachgreifersystem sehr groß baut und damit der Einsatz eines Non-Stop-Rollos nicht möglich ist. Die Bogen werden auch nicht bis zur Endlage geführt, sondern schon im Umkehrpunkt der Nachgreifer freigegeben.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die die Bogenablage auf dem Auslagestapel verbessert.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des 1. Anspruchs gelöst.
  • Die Erfindung hat den Vorteil, dass eine einfache und kostengünstige Bogenablage gewährleistet wird. Durch die erzielbare geringere Bauhöhe wird die Fallhöhe der Bogen enorm verringert und gleichzeitig der Einsatz eines Non-Stop-Rollos ermöglicht.
  • Die Nachgreifer werden über die Maschinenbreite an einer Traverse angeordnet, die jeweils seitlich an umlaufenden Ketten drehbeweglich angelenkt ist. Die Verbindungsstelle wird dabei von der Verbindungslinie zwischen den beiden Drehpunkten gebildet. Je nach Führung der Nachgreifer werden diese mit der Traverse um die Verbindungsstelle, also um die Verbindungslinie der beiden parallel und umlaufend geführten Anlenkpunkte der Ketten, verdreht. Hierdurch wird eine optimierte Bewegung der Greiferfinger und der Greiferaufschläge zur Übernahme der Bogenhinterkante und zu deren Ablage erzielt. Es ist auch denkbar, die Nachgreifer an einer anderen Seite des Auslagestapels anzusetzen.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung hat den Vorteil, dass in einer Kulissenführung nicht nur eine Führung der Greiferaufschläge erfolgt, sondern auch die Greifbewegung der Greiferfinger zur Übernahme der Bogenhinterkante gesteuert wird. Die Nachgreifer werden vorzugsweise diskontinuierlich angetrieben, wobei die Nachgreifer auf das Bogenformat, die Bedruckstoffe, die Fördergeschwindigkeit, die Grammatur usw. einstellbar sind. Vorzugsweise wird für den Antrieb ein Einzelantrieb eingesetzt, der mit der Maschinensteuerung verbunden ist. Die diskontinuierliche Bewegung der Nachgreifer erfolgt taktweise auf die Bogenfolge abgestimmt, so dass jeder Bogen mit Bogenfördergeschwindigkeit sicher an der Hinterkante übernommen und anschließend verzögert wird. Eine axiale Verstellbarkeit der Greiferfinger des Nachgreifersystems ist ebenfalls möglich. Weitere Vorteile liegen in den minimal zu bewegenden Massen und dem minimalen benötigten Hinterkantengreiferrand.
  • Das Bogenfördersystem zum Fördern der Bogen vom letzten Bogenführungszylinder der Druckmaschine zum Auslagestapel umfasst ein Kettengreifersystem mit Greiferwagen zum Fixieren der Bogenvorderkanten, die die Bogen auf einem Bogenförderweg bis über den Auslagestapel transportieren. Auf dem Bogenförderweg sind starre oder umlaufende Bogenleitelemente angeordnet, an denen die Bogen zur Übernahme der Bogenhinterkante vom Nachgreifersystem geführt werden. Zwischen diesen Bogenleitelementen und den Bogen kann ein Luftpolster ausgebildet sein. Zusätzlich kann das Bogenfördersystem ein weiteres Kettengreifersystem mit Greiferwagen zum Fixieren der Bogenhinterkanten umfassen. Hierbei werden die Bogen an Vorder- und Hinterkante gegriffen transportiert. Das Nachgreifersystem übernimmt hierbei die Bogenhinterkanten zur Verzögerung und Ablage von den Hinterkantengreiferwagen.
  • Die Nachgreifer bewegen sich mit gefasster Hinterkante auf einem geradlinig verlaufenden Förderabschnitt, dem sich in einer bevorzugten Ausführungsform ein abfallender Förderabschnitt anschließt, wodurch die vom Nachgreifersystem übernommenen Bogen während deren Verzögerung aus dem Förderweg der Folgebogen geführt werden. Eine Behinderung und Beschädigung des Folgebogens wird so sicher vermieden. Die Verzögerung der Bogen erfolgt einerseits durch den diskontinuierlichen Antrieb der Nachgreifer und andererseits durch die geometrischen Verhältnisse des dem Auslagestapel zugewandten Kettenrades. Dieses Kettenrad wird vorzugsweise so klein dimensioniert, dass die Greiferaufschläge der Nachgreifer aus dem Bereich des Ablagestapels entfernt werden, bevor diese die Oberfläche des Auslagestapels berühren. In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, das Nachgreifersystem entgegen der Bogenförderrichtung zu bewegen, um die Greiferfinger noch schneller aus dem Grundriss des Auslagestapels zu entfernen. Diese Bewegung erfolgt mittels eines Exzenters, Einzelantriebes oder einer Kurve. In alternativen Ausführungsformen können die Nachgreifer von Riemen o. ä. umlaufend angetrieben werden.
  • Im Folgenden soll die Erfindung beispielhaft erläutert werden. Die dazugehörigen Zeichnungen stellen dabei schematisch dar:
  • 1 bis 4: Vor einem Auslagestapel angeordnetes Nachgreifersystem, welches einen geradlinigen Förderabschnitt aufweist;
  • 5 bis 8: vor einem Auslagestapel angeordnetes Nachgreifersystem, welches einen geradlinigen und einen sich anschließenden abfallenden Förderabschnitt aufweist;
  • 9: Nachgreifersystem mit geschwungen ausgebildeter Kulissenführung zur Steuerung der Greiferaufschlagbewegung;
  • 10: Steuerung der Greiferfinger mittels eines Exzenters.
  • Die 1 bis 4 zeigen in einer ersten Ausführungsform der Erfindung einen Auslagestapel 1 einer nicht weiter dargestellten bogenverarbeitenden Maschine, hier eine Bogenoffsetrotationsdruckmaschine, mit einem in Bogenförderrichtung BFR vorgeordneten Nachgreifersystem 2. Die Auslage der Druckmaschine umfasst ein ebenfalls nicht dargestelltes Kettenfördersystem, das Greiferwagen auf einer umlaufenden Bahn antreibt. Die Greiferwagen nehmen die abzulegenden Bogen von einem Bogenführungszylinder der Druckmaschine ab und transportieren diese an der Vorderkante gegriffen auf einem Bogenförderweg in Bogenförderrichtung BFR bis über den Auslagestapel 1. Der Bogenführungszylinder kann ein Druckzylinder oder eine Übergabetrommel eines letzten Druck-, Lack- oder sonstigen Bearbeitungswerkes der Druckmaschine sein. Die Greiferwagen bewegen sich unmittelbar vor und über dem Auslagestapel 1 auf einem nahezu horizontalen Förderabschnitt. Über dem Auslagestapel 1 erfolgt die Freigabe der Bogen mit anschließendem Ausrichten der Bogen an nicht dargstellten Vorderkantenanschlägen. Zur besseren Bogenführung können auf dem Bogenförderweg nicht dargestellte starre oder umlaufende Bogenleitelemente angeordnet sein. Zwischen den Bogenleitelementen und den Bogen kann dabei ein Luftpolster ausgebildet werden. Für Schön- und Widerdruck kann die Druckmaschine mit einer Wendeeinrichtung ausgestattet sein.
  • Das dem Auslagestapel 1 vorgeordnete Nachgreifersystem 2 enthält ein Gestell 3, das seitlich angeordnete Kettenräder 4 trägt. Über diese Kettenräder 4 sind Ketten 5 gelegt, die von den Kettenrädern 4 geführt und angetrieben sind. Zwischen den beiden Ketten 5 ist eine Traverse angeordnet, die mittels Verbindungsstellen an beiden Ketten 5 befestigt ist und somit mit den Ketten 5 umläuft. Die Traverse trägt über die Maschinenbreite voneinander beabstandete Nachgreifer 6, die als Klemmgreifer zum Fixieren der Bogenhinterkanten ausgebildet sind. Jeder Nachgreifer 6 enthält einen beweglichen Greiferfinger, der zum Fixieren der Bogenhinterkante mit einem Aufschlag zusammenwirkt. Durch eine drehbar gelagerte Welle sind die Greiferfinger gegenüber den Aufschlägen zum Fixieren der Bogenhinterkante beweglich gelagert. In einer Alternative ist vorgesehen, die Aufschläge gegen Saugersysteme austauschbar zu gestalten. Die Saugersysteme sind vor allem im Schöndruck einsetzbar.
  • Weiterhin ist dem Gestell 3 des Nachgreifersystems 2 ein Antriebsrad 9 zugeordnet, welches vom Hauptzahnräderzug der Druckmaschine aus oder von einem separaten Einzelantrieb antreibbar ist. Vorzugsweise wird das Antriebsrad 9 diskontinuierlich angetrieben, wobei das Antriebsrad 9 die Bewegung an die Kettenräder 4 überträgt. Somit werden auch die Nachgreifer 6 mit einer diskontinuierlichen Geschwindigkeit umlaufend angetrieben. Der Antrieb der von den Kettenrädern 4 angetriebenen Nachgreifer 6 erfolgt taktweise auf die Bogenfolge abgestimmt. Alternativ können statt der Ketten 5 auch andere Zugmittel, wie Riemen, verwendet werden.
  • Das Gestell 3 ist in bevorzugter Weiterbildung der Erfindung in horizontaler Richtung bewegbar gelagert. Als Antrieb für die Verlagerung des Gestells 3 ist ein Exzenterlager 10 vorgesehen. Mittels des Exzenterlagers 10 wird das Gestell 3 abwechselnd in und entgegen der Bogenförderrichtung BFR bewegt. Zur Formatverstellung ist das Nachgreifersystem 2 insgesamt in und entgegen der Bogenförderrichtung BFR horizontal verlagerbar angeordnet, damit die Bogen stets an den Vorderkantenanschlägen des Auslagestapels 1 abgelegt werden können.
  • Dem Gestell 3 des Nachgreifersystems 2 ist weiterhin eine Führung 7 zugeordnet, die drehbeweglich aber ortsfest am Gestell 3 angebracht ist. Diese Führung 7 wirkt mit einer Koppel 8 zusammen, die mit den Nachgreifern 6 in Verbindung steht. Vorzugsweise sind. hierbei die Greiferaufschläge der Nachgreifer 6 starr mit der Koppel 8 verbunden. Die Führung 7 ist als Gleitführung für die Koppel 8 ausgebildet, so dass sich die Koppel 8 bei einer Bewegung der Nachgreifer 6 in der Führung 7 bewegt. Die Nachgreifer 6 werden durch die Koppel 8 derart geführt, dass sich die oben liegenden Greiferfinger zur Übernahme der Bogenhinterkante oberhalb des Bogenförderweges befinden. Gleichzeitig wird eine lagestabile Position der Greiferaufschläge der Nachgreifer 6 während des gesamten Umlaufs der Nachgreifer 6 sichergestellt. Voraussetzung ist hierfür die Anordnung der Führung 7 in Bogenförderrichtung BFR gesehen vor den vorderen Kettenrädern 4 des Nachgreifersystems 2. In einer nicht dargestellten alternativen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, die Führung 7 und die Koppel 8 durch eine Teleskopführung zu ersetzen.
  • Zur Wirkungsweise: Zur Übernahme der Bogenhinterkante eines von den Greiferwagen horizontal über den Auslagestapel 1 transportierten Bogens werden die Nachgreifer 6 des Nachgreifersystems 2 mit Bogenfördergeschwindigkeit in Bogenförderrichtung BFR angetrieben (1). Nach Ergreifen der Hinterkante werden die Nachgreifer 6 durch den Antrieb des Antriebsrades 9 verlangsamt, wodurch die von den Greiferwagen freigegebenen Bogen verzögert werden. Im Bereich der dem Auslagestapel 1 zugewandten Kettenräder 4 erfolgt durch die geometrischen Gegebenheiten eine zusätzliche Verzögerung der Bogen. Sobald sich die Nachgreifer 6 im Umkehrpunkt der Kettenräder 4 befinden erfolgt die Freigabe der Bogenhinterkante (2). Während der Öffnungsbewegung der Nachgreifer 6 wird das Gestell 3 vom Exzenterlager 10 entgegen der Bogenförderrichtung BFR bewegt, so dass die Greiferfinger und Greiferaufschläge aus dem Grundriss des Auslagestapels 1 bewegt werden. Die Bogen können damit nahezu senkrecht auf den Auslagestapel 1 niedersinken (3). Anschließend werden die Nachgreifer 6 auf ihrem Weg entgegen der Bogenförderrichtung BFR vom Antrieb des Antriebsrades 9 wieder auf Maschinengeschwindigkeit beschleunigt. Während ihrer Bewegung um die vorderen Kettenräder 4 werden die Nachgreifer 6 geöffnet und in geöffnetem Zustand von der Koppel 8 hinter die Hinterkante des nächsten Bogens gebracht. Durch eine Verlagerung des Gestells 3 in Bogenförderrichtung BFR durch das Exzenterlager 10 erreichen die Nachgreifer 6 die Bogenhinterkante zum Ergreifen (4). Von der Koppel 8 wird somit die Lage der Greiferaufschläge der Nachgreifer 6 gesteuert.
  • Die 5 bis 8 zeigen in einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung den Auslagestapel 1 der Bogenoffsetrotationsdruckmaschine mit vorgeordnetem Nachgreifersystem 2. Die Nachgreifer 6 des Nachgreifersystems 2 werden hierbei zur Bogenübernahme auf einer horizontalen, zum Bogenförderweg parallelen Förderabschnitt bewegt, dem sich ein abfallender Förderabschnitt anschließt, den die Nachgreifer 6 mit gegriffener Bogenhinterkante durchlaufen. Der abfallende Förderabschnitt wird von einem dritten, zwischen den beiden Kettenrädern 4 liegenden Rad oder einer Kettenführung gebildet. Auf dem abfallenden Förderbereich werden die Bogen während der Verzögerung aus dem Förderweg des Folgebogens entfernt.
  • Die Führung 7 ist als Kulissenführung ausgebildet und wirkt mit der einen Gleitstein aufweisenden Koppel 8 zusammen. Die Koppel 8 steht mit den Nachgreifern 6 in Verbindung und wird entsprechend der Bewegung des Gleitsteines in der Kulissenführung bewegt. Vorzugsweise ist die Koppel 8 mittel- oder unmittelbar starr mit den Greiferaufschläge der Nachgreifer 6 verbunden, so das die Greiferaufschläge während der gesamten umlaufenden Bewegung durch die Koppel 8 festgelegt ist. Wie in den 4 bis 8 dargestellt, können zwischen der Kulissenführung und dem geführten Gleitstein Energiespeicher, beispielsweise als Druckfeder ausgebildet, angeordnet sein, die durch Energieumwandlung eine Todpunktüberwindung realisieren. Die Wirkungsweise entspricht der zur ersten Ausführungsform beschriebenen, wobei auch hier durch die Koppel 8 die Greiferaufschläge und/oder Greiferfinger der Nachgreifer 6 in ihrer Lage zur Übernahme und Ablage der Bogen gesteuert werden.
  • Die 9 zeigt in einer Weiterbildung dieser Ausführungsform eine geschwungene Kulissenführung. Durch die Koppel 8 bestimmt der in der geschwungenen Kulisse geführte Gleitstein die Bewegung der Greiferaufschläge. Die Bewegung der Greiferaufschläge der Nachgreifer 6 wird somit gezielt gesteuert. Diese geschwungene Kulisse wird vorzugsweise S-förmig liegend ausgeführt. Die Kulissenführung kann den Anforderungen entsprechend optimal angepasst werden. In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, die Greifbewegung der Greiferfinger durch die geschwungene Kulissenführung gegen starr an den Ketten 5 angeordnete Greiferaufschläge zu steuern.
  • Die 10 zeigt in einer Weiterbildung der bevorzugten Ausführungsform eine Koppel 8 mit fest zugeordnetem Greiferaufschlag eines Nachgreifers 6 und dem in einer nicht dargestellten Kulissenführung geführten Gleitstein. Dem Gleitstein ist ein servogesteuerter Greiferexzenter 11 zugeordnet, der mittels eines Koppelgliedes 11.1 mit dem Greiferfinger eines Nachgreifers 6 zusammenwirkt. Das Koppelglied 11.1 kann vom Greiferexzenter 11 um den Punkt 12 verschwenkt werden. Das Koppelglied 11.1 greift dabei an einem Kniehebel zur Bewegungsübertragung an. Bei einer rotatorischen Verdrehung des Greiferexzenters 11 im Uhrzeigersinn wird das Koppelglied 11.1 entsprechend entgegen dem Uhrzeigersinn um Punkt 12 verdreht. Dies bewirkt ein Strecken des Kniehebels und damit eine Greifbewegung des Greiferfingers in Richtung des Greiferaufschlages. Von einer Feder wird das Koppelglied 11.1 wieder in eine Ausgangslage versetzt, bei der der Greiferfinger geöffnet ist. Mittels der Koppel 8 wird somit die Lage der Greiferaufschläge der Nachgreifer 6 und mittels des Koppelgliedes 11.1 die Öffnungs- und Schließbewegung der Greiferfinger der Nachgreifer 6 gesteuert. Am Punkt 13 ist der Nachgreifer 6 an der nicht dargestellten Kette 5 angelenkt. Der Punkt 13 stellt hierbei die Verbindungsstelle der Nachgreifer 6 mit der Kette 5 dar, um die die Greiferaufschläge durch die Gleitführung des Gleitsteins in der Kulisse verdreht werden. Der Servomotor zum Antrieb des Greiferexzenters 11 wird mit dem Gleitstein hin und herbewegt. Die Steuerung des Greiferexzenters 11 kann auf drucktechnische Parameter eingestellt und auch während des Druckbetriebes auch unabhängig geändert werden.
  • 1
    Auslagestapel
    2
    Nachgreifersystem
    3
    Gestell
    4
    Kettenräder
    5
    Ketten
    6
    Nachgreifer
    7
    Führung
    8
    Koppel
    9
    Antriebsrad
    10
    Exzenterlager
    11
    Greiferexzenter
    11.1
    Koppelglied
    12
    Punkt
    13
    Punkt
    BFR
    Bogenförderrichtung
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 627851 [0002]

Claims (15)

  1. Auslagevorrichtung einer bogenverarbeitenden Maschine mit einem Bogenfördersystem zum Fördern der Bogen in Richtung eines Auslagestapels (1) und einem Nachgreifersystem (2) zum Übernehmen und Ablegen der Bogen, wobei das Nachgreifersystem (2) Nachgreifer (6) enthält, die gelenkig miteinander verbundene Greiferaufschläge und Greiferfinger umfassen und wobei die Nachgreifer (6) an einer Verbindungsstelle mit einem endlos über Umlenkelemente geführten Antriebselement verbunden sind und wobei die Greiferaufschläge oder Greiferfinger mit einer Koppel (8) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass das den Nachgreifern (6) abgewandte Ende der Koppel (8) mit einer Gleitführung bezüglich des Auslagegestells derart geführt ist, dass die Greiferfinger und/oder Greiferaufschläge beim Umlauf der Nachgreifer (6) bezüglich der Verbindungsstelle verdreht werden.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitführung einen gestellfesten Führungspunkt umfasst und die Koppel (8) längenveränderbar ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der gestellfeste Führungspunkt drehbeweglich ausgebildet ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitführung als Teleskopführung gebildet ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitführung einen in einer Kulissenführung geführten Gleitstein enthält.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulissenführung geschwungen ausgebildet ist.
  7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachgreifersystem (2) dem Auslagestapel (1) in Bogenförderrichtung (BFR) vorgeordnet ist und einen zumindest annähernd horizontal verlaufend Förderabschnitt aufweist, dem sich ein abfallender Förderabschnitt anschließt.
  8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachgreifersystem (2) um Kettenräder (4) geführte Ketten (5) aufweist, an denen die Nachgreifer (6) über die Verbindungsstellen angelenkt sind und die die Nachgreifer (6) umlaufend antreiben.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachgreifer (6) diskontinuierlich antreibbar sind.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachgreifersystem (2) ein die Kettenräder (4) tragendes Gestell (3) enthält, welches von einem Exzenterlager (10) abwechselnd in und entgegen der Bogenförderrichtung (BFR) bewegbar ist.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Gestells (3) in und entgegen der Bogenförderrichtung (BFR) taktweise auf die Bogenfolge abgestimmt erfolgt.
  12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das komplette Nachgreifersystem (2) zur Formateinstellung in und entgegen der Bogenförderrichtung (BFR) verlagerbar ausgebildet ist.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kulissenführung ein mit dem Gleitstein zusammenwirkender Energiespeicher, insbesondere eine Druckfeder, zum Überwinden eines Todpunktes zugeordnet ist.
  14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gleitstein ein Greiferexzenter (11) zur Steuerung der Greiferbewegung der Greiferaufschläge und/oder der Greiferfinger zugeordnet ist, der mit dem Gleitstein bewegbar ist.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass dem Greiferexzenter (11) ein unabhängig ansteuerbarer Servoantrieb zugeordnet ist.
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