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DE102009001095A1 - Lüfterrad - Google Patents

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DE102009001095A1
DE102009001095A1 DE102009001095A DE102009001095A DE102009001095A1 DE 102009001095 A1 DE102009001095 A1 DE 102009001095A1 DE 102009001095 A DE102009001095 A DE 102009001095A DE 102009001095 A DE102009001095 A DE 102009001095A DE 102009001095 A1 DE102009001095 A1 DE 102009001095A1
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DE
Germany
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fan
insert
plastic material
fan blade
wheel according
Prior art date
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DE102009001095A
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English (en)
Inventor
Gerd Fiedler
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Bfa Anlagen & System GmbH
BFA ANLAGEN and SYSTEM GmbH
Original Assignee
Bfa Anlagen & System GmbH
BFA ANLAGEN and SYSTEM GmbH
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Abstract

Für ein Lüfterrad in Form eines Kunststoff-Spritzgussteils wird ein neuer Aufbau und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Lüfterrades beschrieben, wobei ein oder mehrere Lüfterschaufeln und eine Bodenscheibe als ein gemeinsames Kunststoffteil in einem Spritzgussvorgang aus einem einheitlichen ersten Kunststoffmaterial hergestellt werden und in die Spritzgussform Einlegeteile eingelegt werden, welche einen Kern innerhalb der Lüfterschaufeln bilden und allseitig von dem ersten Kunststoffmaterial umschlossen werden. Die Einlegeteile können vorteilhafterweise gleichfalls als Kunststoff-Spritzgusskörper ausgeführt sein.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Lüfterrad und ein Verfahren zu dessen Herstellung.
  • Lüfterräder dienen zum Befördern von gasförmigen Fluiden durch Rotation um eine Drehachse. Ein Lüfterrad enthält typischerweise wenigstens einen ersten Trägerkörper, welcher die Drehachse umgibt und einerseits eine Nabe bilden oder mit einer solchen verbunden sein kann und zugleich wenigstens eine, in der Regel mehrere Lüfterschaufeln trägt. Ein zweiter Trägerkörper kann vorteilhafterweise an den dem ersten Trägerkörper abgewandten Enden der Trägerschaufeln mit diesen verbunden sein. Erster und zweiter Trägerkörper werden auch als Boden und Deckel bezeichnet. Die Lüfterschaufeln können getrennt von den Trägerkörpern hergestellt und an diesen befestigt sein. Bei Radiallüftern ist der erste Trägerkörper typischerweise scheibenförmig, bei Axiallüftern ringförmig. In vorteilhafter Ausführungsform können die Lüfterschaufeln einteilig mit dem ersten Trägerkörper ausgeführt sein, z. B. als gebogenes Blechteil oder als Kunststoff-Spritzgussteil. Die Ausführung als Kunststoff-Spritzgussteil ermöglicht auf vorteilhafte Weise besonders strömungsgünstige Ausformungen der Lüfterschaufeln und der von diesen begrenzten Strömungskanäle.
  • Die DE 10 2006 031 165 A1 zeigt ein Laufrad für ein Radialgebläse, bei welchem eine Mehrzahl von Lüfterschaufeln einteilig mit einem Nabenträger als ein erstes Kunststoff-Spritzgussteil ausgeführt ist. Die Lüfterschaufeln ragen in axialer Richtung von dem Trägerkörper ab und weisen im Querschnitt ein Strömungsprofil mit in Strömungsrichtung variierender Dicke auf. In einer ersten Ausführung sind an einteilig und materialhomogen mit dem Träger ausgeführte Schaufelstege in Teilbereichen zusätzliche Profilteile aus einer Weichkomponente ohne tragende Funktion angespritzt. In anderer Ausführung sind die profilierten Lüfterschaufeln als Hohlprofile ausgeführt, bei welchen die Profilhohlräume mit einer Weichkomponente ausgefüllt sein können. Ein in gleicher Art aufgebautes zweites Kunststoffteil wird mit dem ersten Kunststoffteil an den freien Enden der Lüfterschaufeln verbunden.
  • Die EP 1 527 867 A1 zeigt ein Lüfterrad für einen Axiallüfter, bei welchem ein Innenring und von diesem radial nach außen wegführende Lüfterschaufeln einteilig materialhomogen als Kunststoff-Spritzgussteil ausgeführt sind, wobei dem Kunststoffmaterial Fasern beigemengt sind.
  • Die DE 102 53 299 A1 beschreibt ein Lüfterrad aus Kunststoff, bei welchem in dem Kunststoff ein Netz als Stützstruktur eingelagert ist.
  • Ein in der EP 1 457 683 A2 beschriebenes Lüfterrad eines Radiallüfters benutzt Hohlprofilabschnitte als Lüfterschaufeln, welche axial zwischen zwei scheibenförmigen Trägerkörpern angeordnet und an diesen befestigt werden.
  • Bei einem in der WO 2004/104422 A1 beschriebenen Verdichter ist ein Trägerkörper einteilig mit gekrümmten Lüfterschaufeln aus Kunststoff hergestellt, wobei die Lüfterschaufeln gekrümmt, aber unprofiliert mit konstanter Wanddikke ausgeführt sind.
  • In der WO 2004/016952 A1 ist ein Verdichterrad angegeben, dessen Schaufein in sich verwunden und mit einem Trägerkörper einteilig als Kunststoffteil hergestellt sind. Die Schaufeln besitzen eine geringe, annähernd konstante Wanddicke.
  • Lüfterräder mit einem eine Tragscheibe und von dieser axial abstehenden Lüfterschaufeln enthaltenden einstückigen Kunststoffteil sind in großer Stück zahl im Kunststoff-Spritzgussverfahren kostengünstig herstellbar. Es zeigt sich aber, dass insbesondere bei profilierten Lüfterschaufeln häufig eine nicht mehr tolerierbare Verformung der Tragscheibe auftritt.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein kostengünstiges Verfahren zur Herstellung eines Lüfterrads als Kunststoff-Spritzgussteil und ein danach hergestelltes Lüfterrad anzugeben.
  • Erfindungsgemäße Lösungen sind in den unabhängigen Ansprüchen beschrieben. Die abhängigen Ansprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.
  • Durch die Vorfertigung eines Einlegeteils und dessen Umhüllung mit dem für die wenigstens eine, typischerweise mehrere Lüfterschaufeln und Trägerkörper gemeinsamen ersten Kunststoffmaterial kann die Materialdicke des ersten Kunststoffmaterials vorteilhafterweise auch im Bereich der maximalen Schaufeldicke gering gehalten und ein gleichmäßiger verformungsarmer Abkühlprozess beim Spritzgussvorgang mit kurzer Taktzeit erreicht und ein Kunststoffteil mit geringen inneren Spannungen und dadurch auch bei wechselnden Temperaturen hoher Formbeständigkeit und Stabilität hergestellt werden. Die Verwendung von Einlegeteilen in Gussformen ist beim Kunststoff-Spritzguss an sich bekannt.
  • Der Spritzgussvorgang zur Herstellung des den Trägerkörper und die wenigstens eine Lüfterschaufel enthaltenden Kunststoffkörpers kann vorteilhafterweise als ein Einkomponenten-Spritzguss erfolgen, wodurch das Werkzeug gegenüber einem Zweikomponenten-Spritzgussvorgang wesentlich einfacher und kostengünstiger ausgeführt sein kann. Der bei diesem Spritzgussvorgang entstehende und den Trägerkörper und die Lüfterschaufeln mit dem einge schlossenen Einlegeteil enthaltende Kunststoffkörper sei nachfolgend auch als Radkörper bezeichnet. Dieser wird typischerweise noch durch einen an den dem Trägerkörper abgewandten Enden die Lüfterschaufeln befestigten Gegenkörper zu dem Lüfterrad ergänzt.
  • Durch das Einlegeteil, welches beim Einspritzen des geschmolzenen ersten Kunststoffmaterials in die Gussform eine gegenüber diesem niedrige Temperatur besitzt, ergibt sich auch an Stellen größerer Dicke der Lüfterschaufel eine gleichmäßige und im wesentlichen verzugsfreie Verfestigung des ersten Kunststoffmaterials bei vorteilhafterweise kurzer Taktzeit.
  • Das Einlegeteil besteht vorteilhafterweise gleichfalls aus einem Kunststoffmaterial, welches allgemein als zweites Kunststoffmaterial bezeichnet sei. Das zweite Kunststoffmaterial ist vorzugsweise von dem ersten Kunststoffmaterial verschieden. Das zweite Kunststoffmaterial kann vorteilhafterweise durch eingebettete Füllstoffe, insbesondere Glaskugeln und/oder Fasern verstärkt sein, wobei der Füllstoffanteil in bevorzugter Ausführung wenigstens 5 Volumenprozent beträgt. Das aus dem zweiten Kunststoffmaterial bestehende Einlegeteil kann vorteilhafterweise seinerseits als Kunststoff-Spritzgusskörper ausgeführt sein, wobei wegen der geringen Größe des einzelnen Einlegeteils und dessen niedriger Komplexität solche Einlegeteile vorteilhafterweise mit einfachen und kostengünstigen Werkzeugen und auf kleineren Maschinen bei kurzen Taktzeiten kostengünstig hergestellt werden.
  • Das Einlegeteil liegt vorteilhafterweise bei der Anbindung der Lüfterschaufel an den Trägerkörper im wesentlichen mit seiner dem Trägerkörper in Längsrichtung der Lüfterschaufel zugewandten ersten Stirnfläche im wesentlichen in der Fläche, welche von der den Lüfterschaufeln zugewandten Innenfläche des Trägerkörpers aufgespannt ist. Das Einlegeteil erstreckt sich von seiner ge nannten ersten Stirnfläche aus in Längsrichtung zu dem dem Trägerkörper entfernten Ende der Lüfterschaufel vorteilhafterweise über wenigstens 20% der Länge der Lüfterschaufel. Als Längsrichtung einer Lüfterschaufel sei die mittlere Richtung von der Anbindung der Lüfterschaufel an dem Trägerkörper zu deren dem Trägerkörper abgewandten Ende bezeichnet. Im Unterschied dazu verläuft die Strömungsrichtung des im Betrieb erzeugten Luftstroms entlang der Außenfläche der Lüfterschaufel im wesentlichen parallel zu der Innenfläche des Trägerkörpers und eine Querrichtung gleichfalls im wesentlichen parallel zu der Innenfläche und quer zur Strömungsrichtung und zur Längsrichtung. Das Einlegeteil liegt vorteilhafterweise schwimmend mit geringem Spiel von Distanzvorsprüngen gegen die Innenwände der Gussform in der Gussform für den Radkörper ein. Das Einlegeteil wird beim Einbringen des ersten Kunststoffmaterials automatisch weitgehend zentriert, so dass eine annähernd gleichmäßige Schichtdicke des ersten Kunststoffmaterials um das Einlegeteil erreicht werden kann. Das Einlegeteil kann auch gezielt mit Vorsprüngen versehen sein, mit welchen es gegen die Wand der Gussform des Radkörpers abgestützt und unter elastischer Vorspannung festgehalten ist und die durch das erste Kunststoffmaterial bis zur Oberfläche der Lüfterschaufeln ragen und dort sichtbar sind. Solche sichtbaren Vorsprünge können auch als Oberflächengestaltungselemente an den Lüfterschaufeln dienen.
  • Vorzugsweise ist die wenigstens eine Lüfterschaufel nach Strömungsgesichtspunkten profiliert geformt und weist eine im Verlauf des Strömungspfads variierende Schaufeldicke auf. Vorteilhafterweise beträgt an der Position größter Schaufeldicke die Dicke des Einlegeteils wenigstens 50% dieser größten Schaufeldicke.
  • Vorzugsweise enthält das Lüfterrad mehrere um die Drehachse winkelversetzt angeordnete Lüfterschaufeln, welche mit dem gemeinsamen Trägerkörper ein stückig ausgeführt sind. Vorteilhafterweise können die dem Trägerkörper entfernten Enden der Trägerschaufeln über einen gemeinsamen, die Drehachse umgebenden Verbindungskörper untereinander verbunden sein. In bevorzugter Ausführung ist das Lüfterrad als Radial- oder Diagonal-Lüfterrad ausgeführt.
  • Die Erfindung ist nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Abbildungen noch eingehend veranschaulicht. Dabei zeigt:
  • 1 Radkörper und Deckscheibe eines Lüfterrads,
  • 2 einen Ausschnitt aus dem Radkörper,
  • 3 eine erste Schnittdarstellung einer Lüfterschaufel,
  • 4 eine weitere Schnittdarstellung einer Lüfterschaufel.
  • In 1 sind in Schrägdarstellung ein Radkörper RK und ein Deckel DE eines Lüfterrads dargestellt, welche vorteilhafterweise jeweils als Kunststoff-Spritzgusskörper ausgeführt sind. Der Radkörper RK besteht im wesentlichen aus einer Bodenscheibe BO, welche eine Drehachse DA umgibt, und mehreren auf der Bodenscheibe BO angeordneten Lüfterschaufeln LS. Die Bodenscheibe BO sei als im wesentlichen eben angenommen und enthält ein Nabenteil oder Befestigungsvorrichtungen für ein Nabenteil, auf welchem im eingebauten Zustand das Lüfterrad um die Drehachse DA drehbar gelagert ist.
  • Die Lüfterschaufeln stehen von der in 1 sichtbaren, den Lüfterschaufeln zuweisenden Innenfläche IF der Bodenscheibe ab und weisen im skizzierten Beispiel eine nach Strömungsgesichtspunkten gestaltete profilierte gekrümmte Form auf, welche in senkrecht zur Drehachse DA verlaufenden Querschnittsebenen einen in axialer Richtung im wesentlichen gleichbleibenden Querschnitt aufweist. Der Deckel DE wird als Gegenkörper zu der den Trägerkörper bildenden Bodenscheibe BO auf die der Bodenscheibe BO entgegen gesetzten Enden der Lüfterschaufeln LS aufgesetzt und mit diesen fest verbunden, beispielsweise durch Verschrauben oder insbesondere durch Ultraschallverschweißen. Bei auf den Lüfterschaufeln LS befestigtem Deckel bilden sich zwischen in Umfangsrichtung aufeinander folgenden Lüfterschaufeln jeweils Strömungskanäle mit typischerweise im wesentlichen radial nach außen führender Strömungsrichtung. Das skizzierte Lüfterrad besitzt einen für Radiallüfter typischen Aufbau.
  • 2 zeigt einen Ausschnitt aus der Bodenscheibe BO mit einem in geringem axialem Abstand von der Bodenscheibe in einer senkrecht zur Drehachse verlaufenden Schnittebene geschnittenen Lüfterschaufel. Die Lüfterschaufel enthält ein Einlegeteil ET, welches allseitig von einem ersten Kunststoffmaterial umschlossen ist. Mit DR ist die Drehrichtung des Lüfterrads im Betrieb bezeichnet, mit SR die Strömungsrichtung des im Betrieb erzeugten Luftstroms. Die Außenkontur der Lüfterschaufel LS in der Querschnittsebene besitzt zwischen einer einströmenden Kante EK und einer ausströmenden Kante AK ein nach Strömungsgesichtspunkten gestaltetes gekrümmtes Profil, welches im gewählten einfachen Beispiel in einer zur Drehachse DA parallelen Längsrichtung LR der Lüfterschaufel LS als konstant angenommen sei. Als Querrichtung sei dann nachfolgend eine Richtung verstanden, welche im wesentlichen rechtwinklig zur Strömungsrichtung SR und zur Längsrichtung LR verläuft. Durch die gekrümmte Kontur der Lüfterschaufel bilden Strömungsrichtung SR, Längsrichtung LR und Querrichtung kein exakt rechtwinkliges Koordinatensystem. Insbesondere variiert die Ausrichtung der Querrichtung durch die nicht lineare Strömungsrichtung SR und die unterschiedlich gekrümmten gegenüber liegenden Außenflächen der Lüfterschaufel, so dass die Querrichtung lediglich als ungefähre Richtung quer zur Längsrichtung und zur Strömungsrichtung verlaufend definiert werden kann. Die Lüfterschaufeln können in anderer Ausführung auch noch in sich räumlich verdreht sein, was insbesondere bei Lüfterrädern für Diagonallüfter gebräuchlich ist.
  • 3 zeigt einen Querschnitt durch eine Lüfterschaufel in axialer Ansicht. Die Außenkontur der Lüfterschaufel, welche durch die Außenfläche der durch das erste Kunststoffmaterial KM gebildeten Mantelschicht um das Einlegeteil gebildet ist, verläuft zwischen der einströmenden Kante EK und der ausströmenden Kante KA entlang von zwei unterschiedlich gekrümmten Flächen FO und FU. Im Bereich einer mit unterbrochener Linie markierten maximalen Dicke der Lüfterschaufel zwischen den gegenüber liegenden Flächen FU und FO ist eine Querrichtung QR angegeben, welche an dieser Position im wesentlichen senkrecht zur Strömungsrichtung SR an dieser Position verläuft. Die Dicke der Lüfterschaufel in Querrichtung QR ist mit DS bezeichnet, die Dicke des Einlegeteils in dieser Richtung an dieser Position mit DE. Die Dicken der Mantelschicht KM seien zwischen dem Einlegeteil ET und den Außenflächen FU bzw. FO als gleich angenommen und mit DM bezeichnet.
  • Das Einlegeteil ET besitzt eine der Außenkontur der Lüfterschaufel IS ähnliche Kontur mit von einem einströmseitigen Ende EE zu einem ausströmseitigen EA unterschiedlich gekrümmt verlaufenden Flächen TO, TU. Die Kontur des Einlegeteils ET läuft an dem Ende EA in spitzem Winkel aus. Die Dickenangaben der Mantelschicht KM des ersten Kunststoffmaterials seien nur auf den in Strömungsrichtung SR liegenden Bereich bezogen, über welchen sich auch das Einlegeteil ET erstreckt. Bei der Ausströmkante KA der Lüfterschaufel ist die Materialdicke des ersten Kunststoffmaterials allein durch die Außenkontur der Lüfterschaufel bestimmt.
  • Die Dicke DE des Einlegeteils ET beträgt an der durch die Querrichtung in 3 angegebenen Position maximaler Dicke DS der Lüfterschaufel vorteilhafterweise wenigstens 40% der maximalen Dicke DS. Die Dicke DM der Mantelschicht KM aus dem ersten Kunststoffmaterial beträgt an dieser Position in Querrichtung vorteilhafterweise wenigstens 5% der maximalen Dicke DS der Lüfterschaufel. Während die Dicke der Lüfterschaufel und die Dicke des Einlegeteils in Strömungsrichtung stark variieren, ist die Dicke DM der Mantelschicht vorteilhafterweise im Bereich der Umhüllung des Einlegeteils im wesentlichen konstant und variiert vorteilhafterweise um nicht mehr als 20% einer gemittelten Schichtdicke um eine solche Schichtdicke, wobei hierfür die Schichtdicke jeweils in Richtung der Flächennormale auf die Außenfläche der Lüfterschaufel gemessen sei.
  • Das Einlegeteil weist gegenüber seiner der Außenkontur der Lüfterschaufel mit Flächen FU und FO folgenden eigenen Kontur im Querschnitt mit Flächen TU und TO mehrere Vorsprünge ZD auf, mittels welcher das Einlegeteil ET in der Spritzgussform zentriert ist. Das Einlegeteil kann hierbei schwimmend in der Spritzgussform eingelegt sein, wobei die Vorsprünge ZD einen geringen Abstand zu der die Außenflächen FU, FO der Lüfterschaufel bestimmenden Innenwand der Spritzgussform aufweisen. Der mittlere Abstand der Vorsprünge ZD von der Innenwand ist vorteilhafterweise kleiner als 10% der mittleren Dicke DM der Mantelschicht KM und kann insbesondere auch lediglich mehrere hundertstel Millimeter betragen. Beim Einspritzen des ersten Kunststoffmaterials für die Mantelschicht KM wird das schwimmend einliegende Einlegeteil in der Regel automatisch zentriert und es bilden sich typischerweise bei allen Vorsprüngen ZD enge Spalte ZS gegen die Innenwand der Gussform, wobei diese Spalte mit dem ersten Kunststoffmaterial ausgefüllt werden, so dass sich eine optisch einheitlich durchgehende Außenfläche der Lüfterschaufel ergibt.
  • In anderer Ausführungsform können die Vorsprünge auch eine solche Höhe gegenüber den Oberflächen TO, TU des Einlegeteils besitzen, dass das Einlegeteil mit an der Innenwand der Gussform anliegenden Vorsprüngen unter elastischer Vorspannung anliegt und in definierter Position gehalten ist. Die Anlageflächen der Vorsprünge reichen dann in dem fertigen entformten Kunststoffkörper bis zur Oberfläche der Flächen FO, FU und können je nach Materialkombination dort als optisch erkennbare Flächenabschnitte, welche auch gezielt als grafische Gestaltung der Schaufeloberfläche und/oder als Information über den Lüfterradtyp und/oder den Hersteller dienen können, sichtbar sein.
  • 4 zeigt eine Schnittdarstellung durch einen Ausschnitt einer Gussform entlang einer in 3 mit IV-IV bezeichneten gekrümmten Schnittfläche. Zwei Werkzeughälften der Spritzgussform sind mit FA und FB bezeichnet. Die Gussform hat in einem in 4 unten angeordneten Bereich ein Teilvolumen VB für die Ausbildung eines scheibenförmigen Bodens BO als Trägerkörper des Radkörpers und nach oben wegführend ein Teilvolumen VS für die Ausbildung der Lüfterschaufel. Ein Einlegeteil ist in das Gussvolumen des Spritzgusswerkzeugs eingelegt und in in 4 als vertikal dargestellter Längsrichtung IR durch Vorsprünge ZB an der dem Boden BO zuweisenden Stirnkante SK vertikal nach unten abgestützt. Bei vorzugsweise sich über die im wesentlichen vollständige Höhe des Teilvolumens VS erstreckendem Einlegeteil kann das Einlegeteil in Längsrichtung oben durch weitere entsprechende Vorsprünge am Einlegeteil und/oder, wie in 4 dargestellt, durch einen Auswurfstift AS des Werkzeugs abgestützt sein.
  • Die dem Boden BO zuweisende Stirnkante SK liegt vorteilhafterweise im wesentlichen in Längsrichtung auf gleicher Höhe wie die seitlich an die Lüfterschaufel anschließende Innenfläche IF des scheibenförmigen Bodens BO. Die Stirnkante SK verläuft vorzugsweise im wesentlichen parallel zu der durch die Begrenzung des Teilvolumens VB bestimmten Außenfläche des Bodens BO, wobei für diese Betrachtung die Außenfläche ohne die dort typischerweise angebrachten Verstärkungssrippen RI betrachtet sei. Die Dicke DBE des zweiten Kunststoffmaterials im Boden BO im Bereich des Einlegeteils ist vorteilhafterweise zumindest annähernd gleich der Dicke DBF des Bodens in seitlich an die Lüfterschaufel anschließenden Flächenbereichen des Bodens. Die Dicke DBF ist vorteilhafterweise nicht größer als das 1,5-fache der Dicke DBS und vorteilhafterweise nicht kleiner als das 0,2-fache, insbesondere das ,5-fache der Dicke DBS.
  • Die Erstreckung des Einlegeteils kann auch deutlich geringer sein als die Höhe des Teilvolumens VS für die Lüfterschaufel im Werkzeug, wobei in einem solchen Fall das Einlegeteil mit seiner dem Boden zuweisenden Stirnkante SK vorteilhafterweise wiederum in Längsrichtung LR zumindest annähernd bei der seitlich an die Lüfterschaufel anschließenden Innenfläche IF des scheibenförmigen Bodenteils BO liegt und eine Erstreckung HL in Längsrichtung aufweist, welche vorteilhafterweise wenigstens 10%, insbesondere wenigstens 20% der Erstreckung HS der Lüfterschaufel in Längsrichtung über die Innenfläche IF hinaus beträgt. Ein solches sich nur über einen geringen Teil HL der Höhe der Lüfterschaufel erstreckendes Einlegeteil ist in 4 durch einen kreuzschraffierten Bereich angedeutet.
  • Mit III-III ist in 4 die Schnittebene für die Darstellung nach 3 bezeichnet.
  • Die zu 3 beschriebene mittlere Schichtdicke DM der Mantelschicht aus dem ersten Kunststoffmaterial liegt vorteilhafterweise zwischen 20% und 120 %, insbesondere zwischen 40% und 80% der Dicke DBS des scheibenförmigen Bodens BO in Flächenbereichen um die Lüfterschaufel.
  • Das Einlegeteil besteht vorteilhafterweise aus Kunststoff und ist vorzugsweise gleichfalls als Spritzgussteil ausgeführt, welches in einem vorangehenden Arbeitsschritt in einem eigenständigen Werkzeug hergestellt ist und in verfestigtem, abgekühltem Zustand in die Spritzgussform für den Radkörper RK mit Bodenscheibe BO und Lüfterschaufeln eingelegt wird, wobei in jedes eine Lüfterschaufel bestimmende Teilvolumen VS der Gussform ein eigenes Einlegeteil eingelegt wird.
  • Der Radkörper RK kann auch unterschiedliche Typen von Lüfterschaufeln, beispielsweise in radial getrennten Teilbereichen enthalten, wobei bei wenigstens einem Typ der Lüfterschaufeln die Einlegeteile in die Gussform vorgesehen sind. Die Form der Lüfterschaufeln ist weitgehend beliebig und in vielfacher Ausführungsform bekannt. Vorteilhafterweise können das erste Kunststoffmaterial für den scheibenförmigen Boden und die Mantelschicht KM der Lüfterschaufeln einerseits und das Kunststoffmaterial für die Einlegeteile andererseits getrennt für den jeweiligen Anwendungsfall optimiert gewählt werden. Dabei kann insbesondere das erste Kunststoffmaterial unter dem Gesichtspunkt einer strömungsgünstigen Kunststoffoberfläche ausgewählt werden. Das zweite Kunststoffmaterial für die Einlegeteile kann nach anderen Gesichtspunkten optimiert ausgewählt werden, wobei beispielsweise in Betracht kommt, für das zweite Kunststoffmaterial ein durch Füllstoffe und/oder Schäumen geringeres mittleres spezifisches Gewicht zu wählen und hierdurch die im Betrieb des Lüfterrads auftretenden Fliehkräfte zu reduzieren. Nach einem anderen Gesichtspunkt kann das zweite Kunststoffmaterial für das Einlegeteil unter dem Gesichtspunkt einer erhöhten mechanischen Stabilität des Einlegeteils gegen über der Mantelschicht gewählt werden, wobei insbesondere in dem zweiten Kunststoffmaterial ein hoher Anteil von Fasern als Füllstoffen vorgesehen sein kann, welche dem Einlegeteil eine hohe Steifigkeit verleihen, die auch zur Formstabilisierung der Bodenscheibe beiträgt. Als Füllstoffe können in wieder anderer Ausführung auch Mineralien wie z. B. Kreide vorgesehen sein, welche typischerweise in Pulverform dem zweiten Material beigefügt sind. Die Gestaltung der Oberfläche des Einlegeteils ist weitgehend beliebig, so dass das Einlegeteil, beispielsweise bei einem sehr hohen Faseranteil, auch eine rauhe Oberfläche besitzen kann, was auch für die Verankerung des ersten Kunststoffmaterials der Mantelschicht KM und des Bodens BO unter der Stirnkante SK mit dem Einlegeteil von Vorteil sein kann.
  • Die vorstehend und die in den Ansprüchen angegebenen sowie die den Abbildungen entnehmbaren Merkmale sind sowohl einzeln als auch in verschiedener Kombination vorteilhaft realisierbar. Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern im Rahmen fachmännischen Könnens in mancherlei Weise abwandelbar.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102006031165 A1 [0003]
    • - EP 1527867 A1 [0004]
    • - DE 10253299 A1 [0005]
    • - EP 1457683 A2 [0006]
    • - WO 2004/104422 A1 [0007]
    • - WO 2004/016952 A1 [0008]

Claims (21)

  1. Lüfterrad mit einem eine Drehachse umgebenden Trägerkörper und wenigstens einer von dem Trägerkörper abstehenden Lüfterschaufel, wobei Trägerkörper und Lüfterschaufel als ein nahtlos zusammenhängender Kunststoff-Spritzgusskörper aus einem ersten Kunststoffmaterial hergestellt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Lüfterschaufel ein Einlegeteil als Kern enthält, welches dem Luftstrom zuweisend allseitig von dem ersten Kunststoffmaterial des Spritzgusskörpers umschlossen ist.
  2. Lüfterrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeteil aus einem von dem ersten Kunststoffmaterial verschiedenen zweiten Material besteht.
  3. Lüfterrad nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichte des zweiten Materials gleich oder geringer ist als die Dichte des ersten Kunststoffmaterials.
  4. Lüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeteil aus durch Füllstoffe verstärktem Kunststoffmaterial besteht.
  5. Lüfterrad nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoffanteil des Einlegeteils wenigstens 5 Volumenprozent beträgt.
  6. Lüfterrad nach Anspruch 4 oder 5, gekennzeichnet durch Fasern, Kugeln oder Mineralien als Füllstoffe.
  7. Lüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Einlegeteil in einer zwischen dem Ansatz der Lüfterschaufel am Trägerkörper und dem dem Trägerkörper entfernten Ende der Lüfterschaufel verlaufenden Längsrichtung über wenigstens 10%, insbesondere wenigstens 20% der Länge der Lüfterschaufel von dem Trägerkörper weg erstreckt.
  8. Lüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lüfterschaufel in einem mittleren Bereich ihrer Längserstreckung ein Strömungsprofil mit einer quer zu einer im Betrieb des Lüfterrads gegebenen Strömungsrichtung variierenden Dicke aufweist.
  9. Lüfterrad nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in Strömungsrichtung an einer Position maximaler Dicke der Lüfterschaufel die Dicke des Einlegeteils wenigstens 40% der Dicke der Lüfterschaufel beträgt.
  10. Lüfterrad nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Einlegeteils die gemittelte Schichtdicke des das Einlegeteil umgebenden ersten Kunststoffmaterials wenigstens 5% der maximalen Dicke der Lüfterschaufel beträgt.
  11. Lüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die gemittelte Schichtdicke des das Einlegeteil umgebenden ersten Kunststoffmaterials zwischen 20% und 120%, vorzugsweise zwischen 40% und 80% der gemittelten Schichtdicke des ersten Kunststoffmaterials im Trägerkörper beträgt.
  12. Lüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeteil mit wenigstens einem Fortsatz bis zu der Außenfläche des ersten Kunststoffmaterials reicht.
  13. Lüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass dem Trägerkörper entfernte Ende der wenigstens einen Lüfterschaufel axial von dem Trägerkörper beabstandet ist.
  14. Lüfterrad nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Lüfterschaufel an ihrem von dem Trägerkörper entfernten Ende mit einem die Drehachse umgebenden Gegenkörper verbunden ist.
  15. Lüfterrad nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerkörper und/oder der Gegenkörper annähernd scheibenförmig ausgeführt ist.
  16. Lüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Lüfterschaufeln zueinander winkelversetzt um die Drehachse angeordnet sind.
  17. Lüfterrad nach Anspruch 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüfterrad als Radial- oder Diagonal-Lüfterrad ausgeführt ist.
  18. Verfahren zur Herstellung eines Lüfterrads, welches einen Trägerkörper und wenigstens eine von dem Trägerkörper abstehende Lüfterschaufel mit einem Schaufelprofil enthält, wobei Trägerkörper und Lüfterschaufel mittels einer Gussform in einem Kunststoff-Spritzgussverfahren als einteiliger Spritzgusskörper aus einem ersten Kunststoffmaterial hergestellt werden, dadurch gekennzeichnet, dass ein biegesteifes Einlegeteil hergestellt wird, dessen Außenabmessungen allseitig ein Untermaß gegen das Schaufelprofil aufweist, dass das Einlegeteil als Kern in das das Schaufelprofil bestimmende Teilvolumen der Gussform eingelegt und danach durch Einsprit zen des ersten Kunststoffmaterials in die Gussform von dem ersten Kunststoffmaterial umflossen und in dieses eingebettet wird.
  19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeteil aus einem von dem ersten Kunststoffmaterial verschiedenen zweiten Kunststoffmaterial hergestellt wird.
  20. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeteil schwimmend in die Gussform eingelegt wird.
  21. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeteil mit kleinflächigen Abstützungen an den Innenwänden der Gussform unter elastischer Verspannung abgestützt ist.
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