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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Ablagefach für Fahrzeuge
mit einem das Fach verschließenden Deckel, der durch eine
Feder in Öffnungsrichtung vorgespannt ist. Insbesondere
betrifft die Erfindung Ablagefächer, die mit zwei Deckeln
ausgestattet sind und bei denen sich die Deckel gemeinsam öffnen
und schliefen.
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Stand der Technik
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Ablagefächer
mit synchron bewegbaren Deckeln sind im Stand der Technik hinlänglich
bekannt. Die Deckel sind mit Federn in Öffnungsrichtung
vorgespannt und das synchrone Bewegen der Deckel wird über
Zahnräder (siehe z. B.
DE 10 2005 057 402 A1 ), Gestänge
oder Bügel gewährleistet. Ferner sind aus dem
Stand der Technik, zum Beispiel der
DE 102 47 453 A1 , Gewinde-, Schraub- oder
Bolzensysteme bekannt, die die Wirkung einzelner Windungen der den
Deckel vorspannenden Feder freigeben oder blockieren und somit die
Vorspannung ändern. Die Synchronisation mithilfe der genannten
mechanischen Mittel bedeutet jedoch zusätzliche Komponenten,
die die Herstellung und Montage komplizierter, zeitaufwändiger
und damit teurer machen.
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Insbesondere
bei den genannten Fächern mit zwei synchronisiert bewegten
Deckeln können sich in der Herstellung Unterschiede in
der Einbaulage oder dem Gewicht des Deckels, oder der Spannung der
jeweiligen Feder ergeben, die zu einem unterschiedlichen Öffnungsverhalten
der beiden Deckel, beispielsweise aufgrund unterschiedlicher Reibungskräfte,
führen können. In einem solchen Fall müssten
die Deckel dann, wie im bisherigen Stand der Technik, durch aufwändige
mechanische Vorrichtungen synchronisiert werden. Die Verwendung
solcher Systeme kann bisher nur dadurch verhindert werden, dass
eine der Federn der Deckel ausgebaut, zurecht gebogen und wieder
eingebaut wird, bis ein befriedigender Zustand eingestellt ist.
Dies bedeutet allerdings, dass das betreffende Ablagefach aus der Produktion
zu einem separaten Nachbearbeitungsplatz ausgeschleust werden muss,
was wieder eine längere Produktionszeit und damit höhere
Produktionskosten nach sich zieht.
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Somit
besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein vorbestimmbares Öffnungsverhalten
auch bei unbekannter Federvorspannung und bei Variationen der Einbaulage
oder des Gewichts des Deckels zu erzielen, ohne dabei das Federelement
ausbauen zu müssen oder komplizierte Synchronisationsmechanismen
verwenden zu müssen.
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Darstellung der Erfindung
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Ablagefach
gemäß Anspruch 1 bzw. eine Verwendung gemäß Anspruch
10 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind in
den Unteransprüchen definiert. Gemäß der
vorliegenden Erfindung wird ein Ablagefach für Fahrzeuge
bereitgestellt, das einen zwischen einer das Fach öffnenden
und einer das Fach schließenden Position überführbaren
Deckel sowie eine Feder umfasst, die den Deckel in eine Öffnungsrichtung
vorspannt. Das Ablagefach ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen
einem fest stehenden Ende der Feder und einer Wandung des Fachs
ein Keil vorgesehen ist, der das fest stehende Ende der Feder von
der Wandung beabstandet und so die Federvorspannung erhöht.
Mit fest stehendem Ende ist hierbei dasjenige Ende der Feder gemeint,
das sich im Gebrauch unmittelbar oder mittelbar am Gehäuse bzw.
einer Wandung des Fachs abstützt.
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Aufgrund
des Vorsehens des Keils kann somit das Öffnungsverhalten
des Deckels eingestellt werden, beispielsweise um sich mit einem
zweiten Deckel synchron zu öffnen. Des Weiteren ist es
nicht mehr nötig, bei ungenügender Vorspannung
die Feder auszubauen, da der Keil im eingebauten Zustand der Feder
zwischen das fest stehende Ende der Feder und die Wandung eingeschoben
werden kann. Auch ist der Aufbau des Ablagefachs denkbar einfach,
da der Öffnungs- und Schließmechanismus keine
weiteren aufwändigen mechanischen Komponenten zur Synchronisierung
benötigt.
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Bevorzugt
weist der Keil einen Anschlag oder eine Aufnahme für das
fest stehende Ende der Feder auf, der bzw. die das Abrutschen des
fest stehenden Endes der Feder vom Keil verhindert. Auf diese Weise
sichert der Keil die Feder selbst und sorgt so dafür, dass
die Feder ihre geänderte Vorspannung beibehält.
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Weiterhin
ist bevorzugt, dass der Keil einen Vorsprung aufweist, der in eine
Aussparung in der Wandung des Ablagefachs einrastbar ist. Somit
kann auch der Keil in Bezug auf die Wandung des Ablagefachs gesichert
werden, obwohl die Feder nun keine direkte Verbindung mehr zur Wandung
des Ablagefachs besitzt.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform sind in der Wandung
mehrere Aussparungen vorgesehen, die es somit erlauben, den Keil
in mehreren Positionen zu sichern. Die Aussparungen sind dabei bevorzugt
in Einschubrichtung des Keils gestaffelt angeordnet. Aufgrund der
Verlagerung des Keils in Funktion der jeweiligen Aussparungen wird auch
der Abstand des fest stehenden Federendes von der Wandung geändert
und so die Federvorspannung in Stufen den jeweiligen Bedürfnissen
angepasst. Alternativ kann eine Änderung der Federvorspannung
auch durch unterschiedliche Keilgrößen erreicht
werden.
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Vorteilhafterweise
ist der Vorsprung in die Einraststellung vorgespannt. Dies kann
zum Beispiel dadurch erreicht werden, dass der Vorsprung aus einem
elastischen Material besteht. Durch entsprechende Kraftausübung
kann somit der Keil zwischen das fest stehende Ende und die Wandung
geschoben werden bis der Vorsprung in der Aussparung der Wandung
einrastet.
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Besonders
bevorzugt ist hierbei der Vorsprung eine federgelagerte Rastnase,
die je nach gewünschter bzw. richtiger Lage automatisch
in eine der Aussparungen einrasten kann und somit den Keil sichert.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst das
Fach einen zweiten, zwischen einer das Fach öffnenden und
einer das Fach verschließenden Position überführbaren
Deckel, der von einer zweiten Feder in eine Öffnungsrichtung vorgespannt
ist.
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Vorzugsweise
sind dabei die beiden Deckel synchron beweglich. Indem die Vorspannung
einer der beiden Federn durch den Keil anpassbar ist, kann diese
Synchronisation genau eingestellt werden.
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Das
Ablagefach ist vorzugsweise in eine Mittelkonsole integrierbar.
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Die
Erfindung sieht weiter die Verwendung eines Keils zur Erhöhung
der Federvorspannung einer Feder vor, die einen Deckel eines Ablagefachs
für Fahrzeuge in eine Öffnungsrichtung vorspannt,
wobei der Keil zwischen einem feststehenden Ende der Feder und einer
Wandung des Fachs vorgesehen wird und so das feststehende Ende von
der Wandung beabstandet. Dadurch kann das Öffnungsverhalten des
Deckels, insbesondere die Geschwindigkeit und der Bewegungsablauf,
präzise eingestellt werden. Es können somit Ablagefächer
mit nicht zufriedenstellendem Öffnungsverhalten mit geringstem
Aufwand an Material und Arbeitszeit nachgerüstet werden.
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Vorteilhafterweise
besitzt der Keil einen Anschlag oder eine Aufnahme für
das feststehende Ende der Feder, der bzw. die das Abrutschen des feststehenden
Endes der Feder vom Keil verhindert. Auf diese Weise sichert der
Keil die Feder selbst und sorgt so dafür, dass die Feder
ihre geänderte Vorspannung beibehält.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform der Verwendung weist
der Keil einen Vorsprung auf, der in eine oder mehrere Aussparungen in
der Wandung des Ablagefachs eingerastet wird. Somit kann auch der
Keil in Bezug auf die Wandung des Ablagefachs gesichert werden,
obwohl die Feder nun keine direkte Verbindung mehr zur Wandung des Ablagefachs
besitzt. Bei mehreren Aussparungen wird der Keils in Funktion der
Position dieser Aussparungen verlagert und somit wird auch der Abstand des
fest stehenden Federendes von der Wandung geändert, so
dass sich die Federvorspannung in Stufen den jeweiligen Bedürfnissen
angepasst.
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Bei
einer besonders bevorzugten Verwendung umfasst das Fach einen zweiten,
zwischen einer das Fach öffnenden und einer das Fach verschließenden
Position überführbaren Deckel umfasst, der von
einer zweiten Feder in eine Öffnungsrichtung vorgespannt
ist, und der Keil beabstandet das feststehende Ende der Feder des
ersten Deckels derartig von der Wandung und stellt so die Federvorspannung
derartig ein, dass die beiden Deckel beim öffnen synchron
bewegt werden. In anderen Worten ist die Vorspannung einer der beiden
Federn durch den Keil anpassbar, und die Synchronisation kann so genau
eingestellt werden.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1a zeigt eine hintere Schnittansicht des Öffnungsmechanismus
eines Deckels des erfindungsgemäßen Ablagefachs.
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1b zeigt eine seitliche Schnittansicht des Öffnungsmechanismus
des Deckels des erfindungsgemäßen Ablagefachs.
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1c zeigt eine seitliche Schnittansicht
einer Ausführungsform des Keils des erfindungsgemäßen
Ablagefachs
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1d zeigt eine seitliche Schnittansicht
einer weiteren Ausführungsform des Keils des erfindungsgemäßen
Ablagefachs
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2 zeigt
eine hintere Schnittansicht eines Öffnungsmechanismus gemäß dem
Stand der Technik.
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Wege zur Ausführung
der Erfindung
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In 1a ist der Öffnungsmechanismus
eines erfindungsgemäßen Ablagefachs 1 dargestellt. Eine
Spiralfeder 6 ist um einen Stift 5 gewickelt,
der mit dem Gehäuserahmen 2 des Ablagefachs verbunden
ist. An einem Ende der Feder 6 ist ein beweglicher Federschenkel 7 enthalten,
der mit einem, zwischen einer Öffnungs- und einer Schließposition
verschwenkbaren Deckel (nicht gezeigt) verbunden ist. Eine Kulissenführung 13 für
den beweglichen Federschenkel 7 bzw. für einen
Ansatz des Deckels, in den der Federschenkel 7 eingesetzt
ist, ist ebenfalls dargestellt. Das andere Ende der Feder 6 ist
ein fest stehender Federschenkel 8, der sich im Stand der
Technik (siehe 2) direkt am Gehäuserahmen 2,
und zwar in einer Aussparung 4 in einer Wandung 3 abstützt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird zwischen
den fest stehenden Federschenkel 8 und die Wandung 3 ein
Keil 9 eingeschoben, der den fest stehenden Federschenkel 8 weiter von
der Wandung 3 entfernt und somit die Vorspannung der Feder 6 erhöht.
Wie in 1b) gezeigt ist, wird der feststehende
Federschenkel von einem Anschlag 10 am Abrutschen gehindert.
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In 1c ist eine weitere Ausführungsform gezeigt,
wobei das Ende des fest stehenden Federschenkels 8 alternativ
in einer Aufnahme 11 aufgenommen und so vor dem Abrutschen
bewahrt wird.
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Aus
den 1a bis c ist ersichtlich, wie
der Keil 9 wiederum mit einem Vorsprung 12 in
der Aussparung 4 der Wandung 3 einrastet und so
seinerseits gegen ein Verschieben entlang der Wandung 3 gesichert
ist. Werden senkrecht zur Bildebene der 1a mehrere
Aussparung in der Wand vorgesehen (1d),
so kann der Keil 9 je nach erwünschter Vorspannung
weiter vorgeschoben werden, wobei der fest stehende Federschenkel 8 auf
dem Keil 9 weiter aufgleitet und somit sein Abstand zur
Wandung 3 erhöht wird. Wird nur eine Aussparung 4 in der
Wandung 3 vorgesehen (wie in 1c),
so kann der Abstand zwischen festen Federschenkel 8 und Wandung 3 auch
durch Verwendung unterschiedlicher Keilgrößen
geändert werden.
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Der
Keil 9 wird bevorzugt aus Kunststoff hergestellt, beispielsweise
durch Spritzguss. Es ist aber ebenso denkbar, ihn aus Aluminium
oder anderen Metallen herzustellen. Das Ablagefach ist vorzugsweise
mit zwei federbelasteten Deckeln versehen, wobei die Feder 6 eines
Deckels mit dem erfindungsgemäßen Keil 9 in
Wirkverbindung steht, um die Vorspannung dieser Feder 6 so
anzupassen, dass sich beide Deckel trotz produktionsbedingter Unterschiede
synchron öffnen. Es kann somit auf aufwendige Synchronisationsmechanismen
oder das Nachbiegen von Federn verzichtet werden.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 102005057402
A1 [0002]
- - DE 10247453 A1 [0002]