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Die
Erfindung betrifft einen hydraulischen Spanner gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1, und betrifft insbesondere Spanner,
um einem endlosen, umlaufenden Zugmittel eines Getriebes, wie beispielsweise
einem Steuerriemen oder einer Steuerkette eines Fahrzeugmotors,
eine geeignete Spannung aufzuerlegen.
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Hydraulische
Spanner mit Rückschlagventilen werden weit verbreitet genutzt,
um Taktsteuerriemen oder Taktsteuerketten, die zur Übertragung
einer Drehbewegung zwischen einer Kurbelwelle und einer oder mehreren
Nockenwellen eines Fahrzeugmotors dienen, eine geeignete Spannung
aufzuerlegen, und um Schwingungen zu unterdrücken.
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Wie
in 7 gezeigt, ist ein herkömmlicher hydraulischer
Spanner 500 üblicherweise an einem Motor benachbart
der lockeren Seite einer Taktsteuerkette C montiert, welche durch
ein Kurbelwellenzahnrad S1 angetrieben wird und Nockenwellenzahnräder
S2 antreibt. Ein Plungerkolben 520 steht in Längsrichtung
verschiebbar über ein Gehäuse 510 über
und erlegt der lockeren Seite der Taktsteuerkette C eine Spannung
auf, indem er gegen die Rückseite eines schwenkbar angebrachten
Hebels L1 drückt, an welchem die Taktsteuerkette C entlang
gleitet. Auf der gespannten Seite der Taktsteuerkette C ist eine feste
Führung L2 vorgesehen. Die Zahnräder und die Kette
bewegen sich in den durch die Pfeile in 12 angedeuteten
Richtungen.
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Wie
in 8 gezeigt, passt bei dem herkömmlichen
hydraulischen Spanner 500 der hohle zylinderformige Plungerkolben 520 verschiebbar
in eine Plungerkolben-Aufnahmeöffnung 511, die
in dem Gehäuse 510 ausgebildet ist. Durch den
Plungerkolben 520 und die Plungerkolben-Aufnahmeöffnung 511 wird
eine Hochdruckölkammer R gebildet. Der Plungerkolben 520 wird
durch eine gewickelte Plungerkolbenfeder 530 in Ausfahrrichtung
vorgespannt.
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Eine
Rückschlagventileinheit 540 ist in den Bodenbereich
der Plungerkolben-Aufnahmeöffnung 511 eingepresst.
Die Rückschlagventileinheit ermöglicht es dem Öl
von einer Ölversorgungsquelle (nicht dargestellt) unter
Druck in die Hochdruckölkammer R zu strömen, aber
blockiert ein Rückströmen von Öl.
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Die
Rückschlagventileinheit 540 weist eine Ventilkugel 541,
eine Kugelführung 542, welche die Ventilkugel 541 umgibt,
einen Rückhalter 543, der an einem Ende der Kugelführung 542 angebracht
ist, und einen Ventilsitz 544 auf, der am gegenüberliegenden
Ende der Kugelführung 542 fixiert ist. Die Ventilkugel
kann sich über einen durch den Rückhalter begrenzten
Bereich in Richtung auf und weg vom Ventilsitz bewegen. Wenn die
Ventilkugel weg von dem Ventilsitz bewegt wird, kann Öl
durch die Rückschlagventileinheit 540 in die Hochdruckölkammer
R strömen. Wenn die Ventilkugel in Kontakt mit dem Ventilsitz
ist, blockiert sie ein Rückströmen von Öl.
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Der
Spanner weist ferner eine am Plungerkolben 220 ausgebildete
Zahnstange 522 und eine Sperrklinke 560 auf, die
schwenkbar am Gehäuse 510 angebracht und durch
eine die Sperrklinke vorspannende Feder 561 in Richtung
der Zahnstange 522 vorgespannt ist. Die Zahnstange und
die Sperrklinke dienen als Klinkenmechanismus, welcher die Einfahrbewegung
des Plungerkolbens auf einen Weg begrenzt, welcher dem Spiel des
Klinkenmechanismus entspricht.
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Während
des Betriebs des Spanners leckt Öl aus der Hochdruckölkammer
R durch einen kleinen Spalt zwischen der Außenumfangsfläche
des Plungerkolbens
520 und der Innenumfangsfläche
der Plungerkolben-Aufnahmeöffnung
511 und wird
nach außerhalb des Gehäuses
510 abgegeben.
Auf Grund der Viskosität des Öls herrscht ein
Strömungswiderstand im Spalt zwischen dem Plungerkolben
und der Plungerkolben-Aufnahmeöffnung. Dieser Strömungswiderstand
ermöglicht es dem Spanner, eine Dämpfungswirkung
auszuüben, Stöße zu absorbieren, die
auf den Plungerkolben
520 wirken, und Schwingungen des
Plungerkolbens
520 zu verringern. Die Kraft, die auf den
Plungerkolben durch den Druck des der Hochdruckölkammer
zugeführten Öls und die drückende Kraft
der Plungerkolbenfeder
530 werden addiert. Ein Beispiel
eines derartigen hydraulischen Spanners mit den oben beschriebenen
Merkmalen ist in der
EP
1 584 843 A2 offenbart.
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Bei
dem herkömmlichen hydraulischen Spanner wird Öl
der Hochdruckölkammer R über eine motorbetriebene
Pumpe zugeführt. Wenn der Motor angehalten wird, wird ebenfalls
die Ölversorgung in die Hochdruckölkammer gestoppt.
Einiges vom in der Hochdruckölkammer verbliebenen Öl leckt
weiter durch den Spalt zwischen dem Plungerkolben und der Innenumfangsfläche
der Plungerkolben-Aufnahmeöffnung, wird nach außen
abgegeben und durch Luft ersetzt. Wenn der Motor wieder gestartet
wird, nachdem er für eine längere Zeit ausgeschaltet
war, ist eine gewisse Zeitspanne erforderlich, um das fehlende Öl
in der Hochdruckölkammer zu ersetzen, weshalb der Dämpfungseffekt
des Spanners verzögert einsetzt. Somit hat der herkömmliche
hydraulische Spanner unterschiedliche Eigenschaften bei einem Motorstart
und während des normalen Motorbetriebs.
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Insbesondere
beim Motorstart, wenn Öl in die Hochdruckölkammer
R ergänzt wird, ist der Beitrag des viskosen Ölstroms
durch den Leckageweg in Bezug auf den Widerstand gegen einen Druck
in Einfahrrichtung auf den Plungerkolben im Wesentlichen null. Der
Widerstand gegen eine Belastung des Plungerkolbens entspricht im
Wesentlichen der von der Plungerkolbenfeder 530 ausgeübten
Gegenkraft sowohl wenn der Plungerkolben sich in Ausfahrrichtung als
auch, wernn der Plungerkolben sich in Einfahrrichtung bewegt. Beim
Motorstart sind die drückende Kraft und die Dämpfungswirkung
des Spanners auf einem niedrigeren Niveau als während des
normalen Motorbetriebs.
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Andererseits
blockiert beim normalen Betrieb des Motors, wenn der Plungerkolben 520 in
Einfahrrichtung gedrückt wird, das Rückschlagventil 540 ein
Strömen von Öl aus der Hochdruckölkammer
R, wie in 9 dargestellt. Somit wird der
Druck innerhalb der Hochdruckölkammer R im Ergebnis des Strömungswiderstands
des Öls durch den kleinen Spalt zwischen dem Plungerkolben 520 und
der Innenumfangsfläche der Plungerkolben-Aufnahmeöffnung 511 erhöht.
Die durch den Plungerkolben 520 ausgeübte drückende
Kraft ist ein Ergebnis der Kraft, die durch den Öldruck
ausgeübt wird, und der Kraft, die durch die Plungerkolbenfeder 530 ausgeübt
wird. Wenn der Plungerkolben 520 sich in Ausfahrrichtung bewegt, öffnet
sich das Rückschlagventil 540, so dass Öl
unter Druck in die Hochdruckölkammer R nachströmen
kann, wie in 10 gezeigt. In diesem Fall ist
die drückende Kraft, die durch den Plungerkolben 520 ausgeübt
wird, die Summe der Kraft, die durch den Druck der Ölversorgung
ausgeübt wird, und der Kraft, die durch die Plungerkolbenfeder 530 ausgeübt
wird.
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Bei
einem Motorstart sind somit die drückende Kraft und die
Dämpfungswirkung des Spanners kleiner als während
des normalen Betriebs des Motors. Die vorstehend beschriebenen Zustände
sind in 11 zusammengefasst.
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Beim
Motorstart sind die durch den Plungerkolben ausgeübte Kraft
T01, wenn er in Einfahrrichtung gedrückt wird, und die
drückende Kraft T02, die ausgeübt wird, wenn der
Plungerkolben ausfährt, beide gleich groß wie
die Kraft Ts, die durch die den Plungerkolben vorspannende Plungerkolbenfeder ausgeübt
wird, d. h. T01 = T02 = Ts
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Beim
normalen Betrieb des Motors ist die durch den Plungerkolben ausgeübte
drückende Kraft T11, wenn der Plungerkolben in Einfahrrichtung
gedrückt wird, gleich der Summe der Kraft Ts, die durch die
den Plungerkolben vorspannende Plungerkolbenfeder ausgeübt
wird, und der Kraft Tp1, die durch das in der Hochdruckölkammer
zusammengedrückte Öl ausgeübt wird, d.
h. T11 = Ts + Tp1.
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Beim
normalen Betrieb des Motors ist die durch den ausfahrenden Plungerkolben
ausgeübte drückende Kraft T12 gleich der Summe
der Kraft Ts, die durch die den Plungerkolben vorspannende Plungerkolbenfeder
ausgeübt wird, und der Kraft Tp2, die durch den Druck der Ölversorgung
ausgeübt wird, d. h. T12 = Ts + Tp2.
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Wenn
die Kräfte T11 und T12, die während des normalen
Betriebs des Motors wirken, auf ihr optimales Niveau eingestellt
werden, sind die Kräfte T01 und T02, die während
des Motorstarts wirken, zu gering. Folglich ist die Kraft, welche
einem umlaufenden Zugmittel auferlegt wird, ungeeignet, die Erzeugung
von Schwingungen und Geräuschen zu verhindern.
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Ferner
werden, wenn die drückende Kraft Ts der den Plungerkolben
vorspannenden Plungerkolbenfeder erhöht wird, um die Kräfte
T01 und T02 zu erhöhen und so die Erzeugung von Schwingungen und
Geräuschen zu verhindern, die drückenden Kräfte
T11 und T12 des Plungerkolbens zu groß. Insbesondere wird
der Taktsteuerkette oder dergleichen eine zu große Spannung
auferlegt, wenn die drückende Kraft T12, die während
des Ausfahrens des Plungerkolbens ausgeübt wird, zu groß wird,
was in Gleitkontaktgeräuschen, einem erhöhten
Verschleiß und dem erhöhten Risiko eines Brechens
der Taktsteuerkette und der Zahnräder des Getriebes resultiert.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen hydraulischen
Spanner der eingangs genannten Art zu verbessern. Insbesondere soll
ein hydraulischer Spanner zur Verfügung gestellt werden,
bei dem Schwingungen und Geräusche während eines
Motorstarts, wenn der Spanner noch mit Öl gefüllt
wird, verringert werden, und der dazu in der Lage ist, eine geeignete
drückende Kraft während des normalen Betriebs
des Motors, wenn der Spanner mit Öl gefüllt ist,
aufrecht zu erhalten.
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Diese
Aufgabe wird gelöst durch einen hydraulischen Spanner mit
den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind
Gegenstand der Unteransprüche.
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Der
erfindungsgemäße hydraulische Spanner weist ein
Gehäuse mit einer hierin ausgebildeten Plungerkolben-Aufnahmeöffnung
und einen Plungerkolben auf, der verschiebbar in der Plungerkolben-Aufnahmeöffnung
aufgenommen ist und durch die Öffnung in Ausfahrrichtung
vorsteht, wobei der Plungerkolben in Verbindung mit der Plungerkolben-Aufnahmeöffnung
eine Hochdruckölkammer bildet. Eine den Plungerkolben in
Ausfahrrichtung vorspannende Plungerkolbenfeder ist in der Hochdruckölkammer
aufgenommen. Ein Rückschlagventil ist im Boden der Plungerkolben-Aufnahmeöffnung angeordnet,
um ein Strömen von Öl in die Hochdruckölkammer
zu ermöglichen und ein Rückströmen von Öl
aus der Hochdruckölkammer zu blockieren. Ferner ist eine
innere Büchsen-Aufnahmeöffnung im Plungerkolben
ausgebildet, wobei die Büchsen-Aufnahmeöffnung
eine Öffnung, welche dem Boden der Hochdruckölkammer
gegenüber liegt, und ein Ende entfernt von dieser Öffnung
aufweist. Eine innere Büchse ist verschiebbar in der Büchsen-Aufnahmeöffnung
aufgenommen und unterteilt die Hochdruckölkammer in zwei
Teile. Eine die innere Büchse vorspannende Büchsenfeder
ist in Kontakt mit dem Ende der Büchsen-Aufnahmeöffnung
und spannt die Büchse in Anlage an das Rückschlagventil vor.
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Während
des normalen Betriebs des Motors wird während einer Ausfahrbewegung
des Plungerkolbens im innerhalb der Büchsen-Aufnahmeöffnung ausgebildeten
Teil der Hochdruckölkammer ein Unterdruck erreicht. Dieser
Unterdruck wirkt der Kraft entgegen, welche durch die Büchsenfeder
auf den Plungerkolben ausgeübt wird. Somit wird durch den Plungerkolben
während des normalen Motorbetriebs keine übermäßige
Kraft ausgeübt, und eine geeignete drückende Kraft
kann aufrechterhalten werden.
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Vorzugsweise
hat die innere Büchse ein vorderes Ende, wobei die Gestalt
des vorderen Endes der Büchse einen Spalt für
ein Strömen von Öl durch das Rückschlagventil
in die Hochdruckölkammer bildet. Im Ergebnis kann der Öldurchfluss
beim erfindungsgemäßen hydraulischen Spanner gleich
sein, wie der Öldurchflusseines herkömmlichen
hydraulischen Spanners ohne innere Büchse, und während des
normalen Motorbetriebs kann der gleiche Dämpfungseffekt
wirken.
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Der
Spanner kann beliebige Arten von Rückschlagventilen verwenden.
Ferner kann die innere Büchse aus einem beliebigen geeigneten
Material bestehen, wie beispielsweise Metall, z. B. Eisen, einem
Kunststoff oder dergleichen.
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Im
Folgenden ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
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1 eine
Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen hydraulischen
Spanners,
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2 eine
Schnittdarstellung des Spanners von 1 bei einem
Motorstart, wenn ein Druck von in Einfahrrichtung auf den Plungerkolben
wirkt,
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3 eine
Schnittdarstellung des Spanners von 1 bei einem
Motorstart, wenn der Plungerkolben ausfährt,
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4 eine
Schnittdarstellung des Spanners von 1 bei einem
normalen Betrieb des Motors, wenn ein Druck von in Einfahrrichtung
auf den Plungerkolben wirkt,
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5 eine
Schnittdarstellung des Spanners von 1 bei einem
normalen Betrieb des Motors, wenn der Plungerkolben ausfährt,
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6 eine
tabellarische Darstellung der verschiedenen, unter unterschiedlichen
Bedingungen auftretenden und durch den Plungerkolben des Spanners
ausgeübten Kräfte,
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7 eine
schematische Darstellung des Taktsteuerantriebs eines herkömmlichen
Fahrzeugmotors,
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8 eine
Schnittdarstellung eines herkömmlichen hydraulischen Spanners,
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9 eine
Schnittdarstellung des herkömmlichen Spanners von 8 bei einem
Motorstart, wenn ein Druck von in Einfahrrichtung auf den Plungerkolben
wirkt,
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10 eine
Schnittdarstellung des herkömmlichen Spanners von 8 bei
einem Motorstart, wenn der Plungerkolben ausfährt, und
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11 eine
tabellarische Darstellung der verschiedenen, unter unterschiedlichen
Bedingungen auftretenden und durch den Plungerkolben des herkömmlichen
Spanners ausgeübten Kräfte.
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Bei
einem hydraulischen Spanner 100, der in 1 gezeigt
ist, ist ein hohler, zylinderförmiger Plungerkolben 120 verschiebbar
in einer in einem Gehäuse 110 ausgebildeten Plungerkolben-Aufnahmeöffnung 111 aufgenommen.
Eine hohle innere Büchse 150 passt verschiebbar
in eine innere Büchsen-Aufnahmeöffnung 121,
die im Plungerkolben 120 ausgebildet ist. Der hohle Plungerkolben
hat ein Sackloch mit einer Öffnung, die in Richtung des
Bodens der Plungerkolben-Aufnahmeöffnung weist, und die
hohle Büchse hat ein Sackloch mit einer Öffnung,
die in entgegengesetzter Richtung weist.
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Die
innere Büchse 150 trennt die Hochdruckölkammer
in zwei Teile R1 und R2. Der erste Teil R1 der Hochdruckölkammer
wird durch die Plungerkolben-Aufnahmeöffnung 111,
den Plungerkolben 120 und das Äußere
der Hülse 150 definiert. Ein begrenzter Ölleckageweg
ist zwischen einem zylinderformigen äußeren Teil
des Plungerkolbens und der Innenwand der Plungerkolben-Aufnahmeöffnung vorgesehen.
Der zweite Teil R2 der Hochdruckölkammer wird durch das
Innere des Plungerkolbens 120 und das Innere der inneren
Hülse 150 definiert. Ein begrenzter Ölleckageweg
ist zwischen einem zylinderformigen äußeren Teil
der Hülse 150 und der zylinderformigen Innenwand
des Plungerkolbens vorgesehen.
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Eine
gewickelte, den Plungerkolben vorspannende Plungerkolbenfeder 130 ist
im ersten Teil R1 der Hochdruckölkammer aufgenommen. Die Plungerkolbenfeder 130 umgibt
die Hülse 150, drückt gegen den Teil
des Plungerkolbens um die Öffnung des im Plungerkolben
ausgebildeten Sacklochs und spannt den Plungerkolben 120 in
Ausfahrrichtung vor.
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Im
zweiten Teil R2 der Hochdruckölkammer, welche durch die
innere Hülse 150 und die Hülsen-Aufnahmeöffnung 121 gebildet
ist, zwängt eine innere, die Hülse vorspannende
Hülsenfeder 155 die Hülse 150 aus
dem Plungerkolben und in Richtung des Bodens der Plungerkolben-Aufnahmeöffnung. Gleichzeitig
vergrößert die Hülsenfeder 155 die
auf den Plungerkolben durch die Plungerkolbenfeder 130 ausgeübte
Kraft. Folglich tragen beide Federn 130 und 155 additiv
zu der den Plungerkolben 120 in Ausfahrrichtung vorspannenden
Kraft bei.
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Eine
Rückschlagventileinheit 140 ist in den Boden der
Plungerkolben-Aufnahmeöffnung 111 eingebaut, um
ein Strömen von Öl von einer Ölversorgungsquelle
(nicht dargestellt) unter Druck in den ersten Teil R1 der Hochdruckölkammer
zu ermöglichen, wobei gleichzeitig ein Rückströmen
von Öl blockiert wird.
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Die
Rückschlagventileinheit 140 weist eine Ventilkugel 141,
einen Ventilsitz 144, eine Kugelführung 142,
welche die Ventilkugel umgibt, wobei sie es der Ventilkugel 141 erlaubt,
sich frei in Richtung zu und weg von dem Ventilsitz 144 zu
bewegen, und einen Rückhalter 143 auf, welcher
an der Kugelführung 142 fixiert ist. Der Rückhalter
hält die Ventilkugel in der Kugelführung, wobei
es der Ventilkugel möglich ist, sich in Richtung zu und
weg vom Ventilsitz 144 in einem begrenzten Bereich zu bewegen.
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Eine
Zahnstange 122, die am Plungerkolben 120 ausgebildet
ist, steht in Eingriff mit einer Sperrklinke 160, die schwenkbar
an dem Gehäuse 110 angebracht ist und durch eine
Feder 161 in Kontakt mit der Zahnstange 122 vorgespannt
ist, um es dem Plungerkolben zu ermöglichen, sich in Ausfahrrichtung
zu bewegen, während sie das Rückfahren des Plungerkolbens
auf einen Weg, der dem Spiel des Klinkenmechanismus entspricht,
beschränkt. Dieser Klinkenmechanismus ist jedoch optional,
d. h. er kann auch entfallen.
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Das
vorstehende Ende 151 der inneren Büchse 150 liegt
an der Kugelführung 142 an, wodurch die Bewegung
der inneren Büchse relativ zum Gehäuse 110 begrenzt
wird. Das vorstehende Ende 151 ist angefast, wobei es die
Gestalt eines Kegelstumpfs aufweist, wodurch ein Spalt für
ein Strömen von Öl durch das Rückschlagventil
in den ersten Teil R1 der Hochdruckölkammer vorgesehen
wird. Wenn der Plungerkolben 120 bei einem Motorstart in
Einfahrrichtung gedrückt wird, wie in 2 dargestellt, befinden
sich beide Teile R1 und R2 der Hochdruckölkammer in einem
entleerten Zustand. Der Strömungswiderstand des Öls
trägt nicht wesentlich zur durch den Plungerkolben ausgeübten
drückenden Kraft bei, und deshalb entspricht die drückende Kraft
T01, die durch den Plungerkolben 120 ausgeübt wird,
der Summe der durch die den Plungerkolben vorspannenden Plungerkolbenfeder 130 ausgeübten Kraft
Ts1 und der durch die die innere Büchse vorspannenden Büchsenfeder 155 ausgeübten
Kraft Ts2, d. h. T01 = Ts1 + Ts2.
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Wenn
beim Motorstart der Plungerkolben 120 sich in Ausfahrrichtung
bewegt, wie in 3 dargestellt, sind beide Teile
R1 und R2 der Hochdruckölkammer noch in einem ölentleerten
Zustand. Also trägt auch in diesem Fall der Strömungswiderstand des Öls
nicht wesentlich zur durch den Plungerkolben ausgeübten
drückenden Kraft bei. Deshalb entspricht die drückende
Kraft T02, die durch den Plungerkolben 120 ausgeübt
wird, der Summe der durch die den Plungerkolben vorspannenden Plungerkolbenfeder 130 ausgeübten
Kraft Ts1 und der durch die die innere Büchse vorspannenden
Büchsenfeder 155 ausgeübten Kraft Ts2,
d. h. T02 = Ts1 + Ts2.
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Während
des normalen Motorbetriebs, wenn die Teile R1 und R2 der Hochdruckölkammer
vollständig mit Öl gefüllt sind, wirken,
wenn der Plungerkolben 120 in Einfahrrichtung gedrückt
wird, die drückende Kraft Ts1 der den Plungerkolben vorspannenden
Plungerkolbenfeder 130 und die drückende Kraft Ts2
der die innere Büchse vorspannenden Büchsenfeder 155 als
Komponenten der drückenden Kraft T11 zusammen, die durch
den Plungerkolben 120 ausgeübt wird. Zusätzlich
wird auf Grund des Strömungswiderstands des viskosen Öls
durch den kleinen Spalt zwischen der Außenumfangsfläche
der inneren Büchse 150 und der Innenumfangsfläche
der Büchsen-Aufnahmeöffnung 121 der Öldruck
in dem zweiten Teil R2 der Hochdruckölkammer erhöht.
Ein Rückströmen von Öl wird durch die
Rückschlagventileinheit 140 blockiert. Ferner
wird als Ergebnis des Strömungswiderstands des Öls
durch den kleinen Spalt zwischen der Außenumfangsfläche
des Plungerkolbens 120 und der Innenumfangsfläche
der Plungerkolben-Aufnahmeöffnung 111 auch der
Druck im ersten Teil R1 der Hochdruckölkammer erhöht. Somit
wirken die drückende Kraft Tp11 auf Grund des Drucks im
ersten Teil R1 der Hochdruckölkammer und die drückende
Kraft Tp21 auf Grund des Drucks im zweiten Teil R2 der Hochdruckölkammer
additiv. Die gesamte drückende Kraft T11, die durch den Plungerkolben
ausgeübt wird ergibt sich durch T11 = Ts1 + Ts2 + Tp11
+ Tp21.
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Wenn
der Plungerkolben 120 während des normalen Betriebs
des Motors in Ausfahrrichtung bewegt wird, wirken die drückende
Kraft Ts1 der Plungerkolbenfeder 130 und die drückende
Kraft Ts2 der Hülsenfeder 155 additiv als Komponenten
der Gesamtkraft T12 zusammen, die durch den Plungerkolben 120 ausgeübt
wird. Somit strömt, da die Rückschlagventileinheit 140 öffnet,
wenn sich der Plungerkolben in Ausfahrrichtung bewegt, Öl
in den ersten Teil R1 der Hochdruckölkammer und der Druck
hierin entspricht dem Ölversorgungsdruck, was in einer drückenden
Kraftkomponente Tp12 resultiert, welche zu den Federkraftkomponenten
Ts1 und Ts2 hinzuaddiert wird.
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Andererseits
gibt es auf Grund der Viskosität des Öls auch
einen Strömungswiderstand gegen ein Strömen von Öl
in den zweiten Teil R2 der Hochdruckölkammer durch den
kleinen Spalt zwischen der Außenumfangsfläche
der inneren Büchse 150 und der Innenumfangsfläche
der Büchsen-Aufnahmeöffnung 121 im Plungerkolben,
wenn sich der Plungerkolben in Ausfahrrichtung bewegt und das Volumen
des zweiten Teils R2 der Hochdruckölkammer vergrößert.
Im Ergebnis wird ein Unterdruck im zweiten Teil R2 der Hochdruckölkammer
erzeugt, welcher der Ausfahrbewegung des Plungerkolbens entgegenwirkt.
Dieser Unterdruck resultiert in einer Kraft Tp22, die in eine Richtung
wirkt, welche den Plungerkolben in die Plungerkolben-Aufnahmeöffnung 111 zwängt.
Diese Kraft Tp22 wird von der Summe der Federkräfte und
der Kraft auf Grund des Ölversorgungsdrucks abgezogen,
mit dem Ergebnis, dass die Kraft T12, die durch den Plungerkolben
ausgeübt wird, sich ergibt durch T12 = Ts1 + Ts2 + Tp12 – Tp22.
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Die
Kräfte, die durch den Plungerkolben 120 unter
den vier oben beschriebenen Bedingungen ausgeübt werden,
sind in der Tabelle von 6 aufgeführt.
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Während
des Motorstarts, wenn die Teile R1 und R2 der Hochdruckölkammer
noch nicht mit Öl gefüllt sind, ist die durch
den Plungerkolben ausgeübte Kraft gegeben durch T01 = T02
= Ts1 + Ts2.
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Während
des normalen Motorbetriebs, bei dem die Teile R1 und R2 der Hochdruckölkammer
mit Öl gefüllt sind, ist, wenn der Plungerkolben
in Einfahrrichtung gedrückt wird, die Kraft T11, die durch
den Plungerkolben ausgeübt wird, gegeben durch T11 = Ts1
+ Ts2 + Tp11 + Tp21.
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Während
des normalen Motorbetriebs, bei dem die Teile R1 und R2 der Hochdruckölkammer
mit Öl gefüllt sind, ist, wenn der Plungerkolben
sich in Ausfahrrichtung bewegt, die Kraft T12, die durch den Plungerkolben
ausgeübt wird, gegeben durch T12 = Ts1 + Ts2 + Tp12 – Tp22.
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Selbst
wenn die Federkräfte Ts1 und Ts2 groß gewählt
sind, um Schwingungen und Geräusche auf Grund einer unzureichenden
Kettenspannung beim Motorstart zu verhindern, kann die drückende
Kraft T12, die durch den Plungerkolben während des normalen
Motorbetriebs ausgeübt wird, durch die Tatsache, dass im
zweiten Teil R2 der Hochdruckölkammer ein Unterdruck herrscht,
wenn der Plungerkolben ausfährt, auf einem geeigneten Niveau
gehalten werden. Deshalb erlegt der Spanner der Kette keine übermäßige
Spannung auf, Gleitkontaktgeräusche und Verschleiß werden
vermieden und das Risiko eines Brechens der Kette und der Kettenräder
werden verringert.
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Ferner
können, wenn die drückende Kraft Ts1 der den Plungerkolben 120 vorspannenden
Plungerkolbenfeder 130, die drückende Kraft Ts2
der die Büchse 150 vorspannenden Büchsenfeder 155 und der
Strömungswiderstand des Öls durch den Spalt zwischen
der inneren Büchse 150 und der Büchsen-Aufnahmeöffnung 121 geeignet
gewählt sind, die drückenden Kräfte T11
und T12, die durch den Plungerkolben 10 während
des normalen Motorbetriebs ausgeübt werden, auf optimale
Werte eingestellt werden.
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Deshalb
verringert der erfindungsgemäße Spanner Geräusche
und Schwingungen während des Motorstarts, und verhindert
ferner, dass der Spanner der Kette während des normalen
Betriebs eine übermäßige Spannung auferlegt.
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- 100
- hydraulischer
Spanner
- 110
- Gehäuse
- 111
- Plungerkolben-Aufnahmeöffnung
- 120
- Plungerkolben
- 121
- Büchsen-Aufnahmeöffnung
- 122
- Zahnstange
- 130
- Plungerkolbenfeder
- 140
- Rückschlagventileinheit, Rückschlagventil
- 141
- Ventilkugel
- 143
- Rückhalter
- 144
- Ventilsitz
- 150
- Büchse
- 155
- Büchsenfeder
- 160
- Sperrklinke
- 161
- Feder
- C
- Taktsteuerkette,
Kette
- L1
- schwenkbarer
Hebel
- L2
- feste
Führung
- R
- Hochdruckölkammer
- R1
- erster
Teil
- R2
- zweiter
Teil
- S1
- Kurbelwellen-Kettenrad
- S2
- Nockenwellen-Kettenrad
- T01,
T02, T11, T12
- Kraft
des Plungerkolbens
- Tp1,
Tp11, Tp12, Tp2, Tp21, Tp22
- Kraft
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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