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DE102009007822A1 - Vorrichtung zur Erzeugung von Strömungsunruhe in einer Probe - Google Patents

Vorrichtung zur Erzeugung von Strömungsunruhe in einer Probe Download PDF

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DE102009007822A1
DE102009007822A1 DE102009007822A DE102009007822A DE102009007822A1 DE 102009007822 A1 DE102009007822 A1 DE 102009007822A1 DE 102009007822 A DE102009007822 A DE 102009007822A DE 102009007822 A DE102009007822 A DE 102009007822A DE 102009007822 A1 DE102009007822 A1 DE 102009007822A1
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Germany
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vertical axis
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laboratory vessel
axis
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DE102009007822A
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English (en)
Inventor
Michael Lülf
Armin A. Dr. Sulzmann
Olivier Triverio
Thomas Schäfer
Bernhard Kaufmann
Christian Stüllein
Christian Kasper
Manuel Wendy
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Pro Design Gesellschaft fur Produktentwicklung Mbh
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PRO DESIGN GES fur PRODUKTENT
Pro Design Gesellschaft fur Produktentwicklung Mbh
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Publication date
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    • B01LCHEMICAL OR PHYSICAL LABORATORY APPARATUS FOR GENERAL USE
    • B01L9/00Supporting devices; Holding devices
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01FMIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
    • B01F29/00Mixers with rotating receptacles
    • B01F29/10Mixers with rotating receptacles with receptacles rotated about two different axes, e.g. receptacles having planetary motion
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01FMIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
    • B01F31/00Mixers with shaking, oscillating, or vibrating mechanisms
    • B01F31/10Mixers with shaking, oscillating, or vibrating mechanisms with a mixing receptacle rotating alternately in opposite directions
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N35/00Automatic analysis not limited to methods or materials provided for in any single one of groups G01N1/00 - G01N33/00; Handling materials therefor
    • G01N2035/00465Separating and mixing arrangements
    • G01N2035/00524Mixing by agitating sample carrier

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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Clinical Laboratory Science (AREA)
  • Mixers With Rotating Receptacles And Mixers With Vibration Mechanisms (AREA)
  • Devices For Use In Laboratory Experiments (AREA)

Abstract

Die Vorrichtung hat eine Halterung für ein Laborgefäß, das die Probe (30) aufnimmt. Das Laborgefäß ist zentralsymmetrisch zu einer Mittelachse (28). Es läßt sich lösbar an der Halterung arretieren. Die Halterung wird in motorisch angetriebene Bewegung bezüglich einer ortsfesten Vertikalachse (18) versetzt. Auf der Vertikalachse (18) liegt ein oberer Punkt (52) der Mittelachse (28) des an der Halterung arretierten Laborgefäßes. Die Mittelachse (28) schließt an diesem Punkt (52) mit der Vertikalachse (18) einen spitzen Winkel ungleich Null ein. Bei angetriebener Halterung ist das Laborgefäß bezüglich der Mittelachse (28) drehfest. Die Mittelachse (28) läuft auf einem Kegelmantel um die Vertikalachse (18) um.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung von Strömungsunruhe in einer Probe mit einer Halterung für ein Laborgefäß, das die Probe aufzunehmen geeignet ist, wobei das Laborgefäß zentralsymmetrisch zu einer Mittelachse und lösbar an der Halterung arretierbar und wobei die Halterung in motorisch angetriebene Bewegung bezüglich einer ortsfesten Vertikalachse versetzbar ist.
  • Laborgefäße sind üblicherweise von axialsymmetrischer Rundform. Man denke an Probenflaschen, -gläser, -röhrchen, -schalen, -teller in diversen Formen und Größen, beispielsweise Erlenmeyer-Kolben, Petri-Schalen, Meßzylinder, Reagenzgläser, Zentrifugenröhrchen.
  • Rüttelgeräte für ein Laborgefäß sind aus der Praxis vielfältig bekannt. Sie dienen dazu, eine Probe in dem Laborgefäß zu durchmischen, Bestandteile der Probe aufzuwirbeln, zu emulgieren, in Lösung zu bringen, Reaktionskinetiken zu beeinflussen u. a. m. Die Proben werden gerüttelt, geschüttelt, gevortext, vibriert und dazu die Laborgefäße motorisch in wiederkehrende (alternierende, oszillierende, periodische, pulsierende, zyklische) Bewegung mit translatorischen und/oder rotatorischen Komponenten versetzt. Die Bewegung der Laborgefäße wird als Dreh-, Kipp-, Kreis-, Orbital-, Pendel-, Schwenk-, Schwing-, Taumel-, Wackel-, Wipp-, Wobbelbewegung, ein- oder mehrdimensionale Horizontal- und/oder Vertikalbewegung, hin- und hergehende (reziproke) Bewegung und Über-Kopf-Bewegung bezeichnet. Unter „Rütteln” einer Probe wird im allgemeinen eine Bewegung mit großer Amplitude und niedriger Frequenz, unter „Vibrieren” eine Bewegung mit kleiner Amplitude und hoher Frequenz verstanden. Die verwendeten Begriffe sind nicht eindeutig und die Übergänge fließend.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung dient dazu, ein Laborgefäß von axialsymmetrischer Rundform, das eine Probe enthält, in motorisch angetriebene Bewegung zu versetzen, um Strömungsunruhe in der Probe zu erzeugen. Dabei kommt es weder auf die Form und Größe des Laborgefäßes, noch auf den Betrag der Bewegungsamplitude, noch auf die Frequenz der wiederkehrenden Bewegung, noch auf deren Richtung und eventuellen Richtungswechsel an. Es steht dahin, die Vorrichtung als Rüttel- oder Vibriergerät zu deklarieren und zum Durchmischen einer Flüssigkeit, Homogenisieren eines Pulvers, Aufmischen eines Pulvers in eine Flüssigkeit, Emulgieren, Lösen u. a. m. zu verwenden.
  • Die Vorrichtung hat eine Halterung für das Laborgefäß, das in Rüttel- oder Vibrierbewegung versetzt werden soll. Das Gefäß nimmt im Betrieb an der Halterung eine Arretierstellung ein. Es wird vor Inbetriebnahme der Vorrichtung in die Arretierstellung gebracht und nach Beendigung des Rüttel- oder Vibriervorgangs aus der Arretierstellung gelöst. Das kann von Hand oder automatisch mit einem Förderer, Roboter oder sonstigen Zusatzgerät geschehen.
  • Die Halterung ist an die Form und Größe des zu rüttelnden oder vibrierenden Laborgefäßes angepaßt. Ein und dieselbe Vorrichtung kann wechselweise mit Halterungen für verschiedene Gefäße bestückt werden.
  • Das Gefäß sitzt während des Rüttel- oder Vibriervorgangs an der Halterung im wesentlichen starr fest. Tatsächlich wird also die Halterung der Vorrichtung in eine motorisch angetriebene Rüttel- oder Vibrierbewegung versetzt, die sich auf das in Arretierstellung befindliche Laborgefäß und die Probe darin überträgt.
  • Unbenommen ist es, die Probe während des Rüttel- oder Vibriervorgangs anderweitig zu behandeln, beispielsweise zu bestrahlen, zu heizen, zu kühlen u. a. m.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die bei unaufwendigem, bedienungsfreundlichen Aufbau ein schnelles, effektives Durchmischen speziell kleiner Proben mit optimal homogenem Ergebnis ermöglicht.
  • Die diese Aufgabe lösende Vorrichtung hat eine in motorische Bewegung angetriebene Halterung für ein Laborgefäß, das die zu rüttelnde oder vibrierende Probe aufnimmt. Das Laborgefäß ist zentralsymmetrisch zu einer Mittelachse. Es nimmt an der Halterung eine Arretierstellung ein. Ein oberer Punkt der Mittelachse des an der Halterung arretierten Laborgefäßes liegt auf einer ortsfesten Vertikalachse. An diesem Punkt schließt die Mittelachse des Gefäßes mit der Vertikalachse einen spitzen Winkel ungleich Null ein. Bei angetriebener Halterung ist das Laborgefäß bezüglich seiner Mittelachse drehfest. Die Mittelachse des Laborgefäßes läuft auf einem Kegelmantel um die Vertikalachse um.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung stellt die Bewegung eines Reagenzglases o. a. langen, schlanken Laborgefäßes nach, das der Benutzer oben zwischen Daumen und Zeigefinger hält und auf einem Kegelmantel um eine Vertikalachse mitten durch den Haltebereich kreisen läßt. Diese Bewegung ist gar nicht so einfach. Das Reagenzglas dreht sich zwischen Daumen und Zeigefinger nicht. Es wird im Handgelenk geschwenkt, d. h. mathematisch betrachtet mit Phasenversatz um zwei zueinander senkrechte Horizontalachsen hin- und hergedreht. Daß so eine gute Durchmischung der Probe in dem Gefäß erreicht wird, ist allgemein bekannt.
  • Der Punkt, mit der die Mittelachse des Laborgefäßes auf der ortsfesten Vertikalachse liegt, ist die stationäre Spitze des Bewegungskegels, den die Mittelachse des Gefäßes beschreibt. Es empfiehlt sich, das Gefäß so mit der Probe zu beschicken und an der Halterung so zu arretieren, daß sich die Kegelspitze auf Höhe des oberen Pegels oder Meniskus der Probe befindet.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform hat die Vorrichtung einen Drehteller, der motorisch in Drehung um die Vertikalachse angetrieben wird. Die Halterung ist in exzentrischer Stellung drehbar an dem Drehteller angebracht und gegen ein Mitdrehen festgehalten.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform trägt der Drehteller eine Ausgleichsmasse, die die Exzentrizität von Halterung und Laborgefäß kompensiert. Die Ausgleichsmasse reduziert die Lagerbelastung, und sie dient der Laufruhe.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform läßt sich die Ausgleichsmasse baulich skalieren und/oder in der Position verstellen. Bei der baulichen Skalierung ist an den Austausch oder die Ergänzung von Ausgleichsmassen zu denken. Dadurch ist eine Anpassung an die Form, Größe und den Füllstand des Laborgefäßes möglich.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Halterung mit einem Gelenkarm gegen das Mitdrehen festgehalten. Der Gelenkarm muß translatorisches Spiel in einer Ebene quer zu der Vertikalachse und Drehspiel um zwei orthogonale Achsen gewährleisten, die diese Ebene aufspannen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist dazu der Gelenkarm mit einem Scharniergelenk ortsfest gelagert. Er greift mit einem zweiten Scharniergelenk an der Halterung an und weist zwischen den Scharniergelenken ein Kugelgelenk auf.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Halterung mit einer Neigung an dem Drehteller angebracht, die dem Winkel zwischen der Mittel achse des an der Halterung arretierten Laborgefäßes und der Vertikalachse entspricht.
  • Die Neigung der Halterung kann sich baulich skalieren und/oder verstellen lassen, und zwar manuell oder motorisch, kontinuierlich oder in Stufen. Eine Voreinstellung der Neigung ist ebenso möglich wie eine Änderung der Neigung im laufenden Betrieb. Dadurch läßt sich die in der Probe hervorgerufene Strömungsunruhe beeinflussen.
  • Die erfindungsgemäße Rüttel- oder Vibrierbewegung eines Laborgefäßes läßt sich mit verschiedenen Geräteaufbauten realisieren. So kann die Halterung für das Laborgefäß auch eine Kurven- oder Nockenscheibe abgreifen, die motorisch in Drehung um die Vertikalachse angetrieben wird.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform wird die Halterung mit gegen die Vertikalachse versetzten, vorzugsweise parallel dazu wirkenden Linearmotoren in der Neigung verstellt.
  • Schließlich kann die Halterung auch ein Kardangelenk mit der Vertikalachse im Zentrum haben und um die beiden zu der Vertikalachse orthogonalen Achsen des Kardangelenks motorisch drehverstellbar sein.
  • In allen Drehfreiheitsgraden der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht die Möglichkeit, Drehrichtung und/oder Drehzahl variabel zu steuern, die Vorrichtung kontinuierlich oder taktweise, hoch- oder niedertourig zu betreiben und insbesondere in mehr oder weniger schnell hin- und hergehende Drehbewegung zu versetzen.
  • Die Erfindung wird im folgenden anhand von fünf in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 die schematische Seitenansicht einer Vorrichtung zur Erzeugung von Strömungsunruhe in einer Probe, teilweise im Schnitt;
  • 2 ein perspektivisches Aufbauschema der Vorrichtung gemäß
  • 1; und 3 bis 6 perspektivische Aufbauschemata von vier weiteren Vorrichtungen.
  • Die Vorrichtung gemäß 1 und 2 hat einen Maschinensockel 10, mit dem sie auf einem Labortisch steht. In den Maschinensockel 10 ist oben bündig ein horizontaler, kreisrunder Drehteller 12 eingelassen. Der Drehteller 12 ist mit einem Kugellager 16 an dem Sockel 10 gelagert und um eine zentrale Vertikalachse 18 in Drehung angetrieben. Dazu dient ein Elektromotor, der auf gleicher Achse mit dem Drehteller 12 in dem Maschinensockel 10 untergebracht ist.
  • An der von außen zugänglichen Oberseite 14 des Drehtellers ist in exzentrischer Anordung eine Halterung für ein Laborgefäß angebracht. In 1 ist die Halterung als U-förmiger Bügel 20 dargestellt. Das Laborgefäß ist ein Reagenzglas 22. In den übrigen Abbildungen sind Halterung und Laborgefäß zusammen als Kreiszylinder 24 stilisiert. Die Zylinderachse 26 repräsentiert eine Mittelachse 28, bezüglich derer das Laborgefäß von zentralsymmetrischer Rundform ist.
  • Das Laborgefäß enthält eine Probe 30, die gerüttelt oder vibriert werden soll. Dazu wird das Laborgefäß an der Halterung in eine Arretierstellung gebracht, in der es wohlpositioniert im wesentlichen starr an der Halterung festsitzt. Nach Beendigung des Rüttel- oder Vibriervorgangs wird das Laborgefäß von der Halterung wieder gelöst.
  • Gemäß 1 und 2 ist die Halterung mit einem exzentrischen Fuß 32 an der Oberseite 14 des Drehtellers 12 befestigt. Der Fuß 32 hat eine Auflagefläche 34 für die Halterung, die gegen die vertikale Drehachse 18 des Drehtellers 12 nach innen geneigt ist.
  • Der Drehteller 12 trägt eine Ausgleichsmasse 36, die die Exzentrizität des Fußes 32 und der Halterung mit dem Laborgefäß und der Probe 30 kompensiert.
  • Die Halterung ist mit einem Kugellager 38 drehbar in den Fuß 32 eingelassen. Die Drehachse 40 der Halterung steht senkrecht zu der Auflagefläche 34 des Fußes 32. Sie ist gegen die Vertikalachse 18 des Drehtellers 12 unter einem spitzen Winkel geneigt. Die Mittelachse 28 des an der Halterung arretierten Laborgefäßes ist parallel zu der Drehachse 40 der Halterung orientiert.
  • Bei angetriebener Drehung des Drehtellers 12 um die Vertikalachse 18 läuft die Halterung dank der Exzentrizität des Fußes 32 um die Vertikalachse 18 um. Die Halterung ist mit einem Gelenkarm gegen ein Mitdrehen um ihre Drehachse 40 festgehalten. Der Gelenkarm hat zwei Schwingen 42, 44, von denen die eine 42 mit einem Scharniergelenk 46 an dem Maschinensockel 10 und die andere 44 mit einem Scharniergelenk 48 an der Halterung angebracht ist. Die Anlenkachsen der Scharniergelenke 46, 48 sind parallel. Die Schwingen 42, 44 sind etwa in Gelenkarmmitte durch ein Kugelgelenk 50 miteinander verbunden.
  • Bei jeder vollen Umdrehung des Drehtellers 12 um die Vertikalachse 18 dreht sich die Halterung einmal im Gegensinn um ihre Achse 40.
  • In Arretierstellung an der Halterung ist das Laborgefäß so positioniert, daß seine Mittelachse 28 die Vertikalachse 18 schneidet, um die sich der Drehteller 12 dreht. Der Schnittpunkt 52 liegt auf Höhe des Meniskus der Probe 30 in dem Laborgefäß.
  • An dem Schnittpunkt 52 bildet die Mittelachse 28 des Laborgefäßes mit der Vertikalachse 18 einen spitzen Winkel, der dem Neigungswinkel der Halterung entspricht. Der Schnittpunkt 52 der Achsen 18, 28 stellt die stationäre Spitze eines Kegels dar, auf dessen Mantel die Mittelachse 28 des Laborgefäßes umläuft, wenn sich der Drehteller 12 dreht. Durch die Halterung ist das Laborgefäß gegen ein Mitdrehen um seine Mittelachse 28 festgehalten. Während die Probe 30 um die Vertikalachse 18 umläuft, vollführt das Laborgefäß eine phasenversetzt hin- und hergehende Schwenkbewegung um zwei zueinander senkrechte Horizontalachsen durch die Kegelspitze 52. Dadurch wird eine effektive Durchmischung der Probe 30 erreicht.
  • Gemäß 2 läßt sich die Halterung für das Laborgefäß an einer Rampe 54 des Fußes 32 in Exzentrizität und Neigung verstellen.
  • Gemäß 3 wird wie vor eine kreisrunde ebene Scheibe 56 um eine zentrale Vertikalachse in angetriebene Drehung versetzt. Die Scheibe 56 ist gegen die Achse geneigt. Ihre Oberseite wird von drei Tastern 58, Fühlern, Stellgliedern o. ä. abgegriffen, die in vertikaler Richtung linear beweglich geführt sind und eine Plattform 60 mit dem Laborgefäß tragen. Die Taster 58, Fühler oder Stellglieder sind auf einem Kreis um die Vertikalachse um 120° winkelversetzt. Sie fahren je nach Winkelstellung der rotierenden Scheibe 56 parallel zu der Vertikalachse mehr oder weniger ein und aus. Dabei ist eine Bewegungsuntersetzung oder -übersetzung möglich.
  • Gemäß 4 wird eine Plattform 60 mit dem Laborgefäß von drei Linearmotoren 62 angetrieben, die in der gleichen Konfiguration wie die Taster 58, Fühler, Stellglieder o. ä. der 3 angeordnet sind.
  • Gemäß 5 und 6 hat die Halterung für das Laborgefäß ein Kardangelenk mit der Vertikalachse im Zentrum. Das Laborgefäß wird motorisch mit Phasenversatz um zwei zueinander senkrechte Horizontalachsen des Kardangelenks hin und her gedreht. Bei 5 geschieht das mit zwei elektrischen Drehmotoren 64, und bei 6 mit zwei Elektromagneten 66.
  • 10
    Maschinensockel
    12
    Drehteller
    14
    Oberseite
    16
    Kugellager
    18
    Vertikalachse
    20
    Bügel
    22
    Reagenzglas
    24
    Kreiszylinder
    26
    Zylinderachse
    28
    Mittelachse
    30
    Probe
    32
    Fuß
    34
    Auflagefläche
    36
    Ausgleichsmasse
    38
    Kugellager
    40
    Drehachse
    42
    Schwinge
    44
    Schwinge
    46
    Scharniergelenk
    48
    Scharniergelenk
    50
    Kugelgelenk
    52
    Schnittpunkt/Kegelspitze
    54
    Rampe
    56
    Scheibe
    58
    Taster
    60
    Plattform
    62
    Linearmotor
    64
    Drehmotor
    66
    Elektromagnet

Claims (14)

  1. Vorrichtung zur Erzeugung von Strömungsunruhe in einer Probe mit einer Halterung für ein Laborgefäß, das die Probe aufzunehmen geeignet ist, wobei das Laborgefäß zentralsymmetrisch zu einer Mittelachse und lösbar an der Halterung arretierbar und wobei die Halterung in motorisch angetriebene Bewegung bezüglich einer ortsfesten Vertikalachse versetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein oberer Punkt (52) der Mittelachse (28) des an der Halterung arretierten Laborgefäßes auf der Vertikalachse (18) liegt, daß an diesem Punkt (52) die Mittelachse (28) mit der Vertikalachse (18) einen spitzen Winkel ungleich Null einschließt, und daß bei angetriebener Halterung das Laborgefäß bezüglich der Mittelachse (28) drehfest ist und die Mittelachse (28) auf einem Kegelmantel um die Vertikalachse (18) umläuft.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Laborgefäß mit der Probe (30) so beschickbar und an der Halterung so arretierbar ist, daß sich der erwähnte Punkt (52) auf Höhe des oberen Pegels oder Meniskus der Probe (30) befindet.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Drehteller (12) hat, der motorisch in Drehung um die Vertikalachse (18) antreibbar ist, und daß die Halterung in exzentrischer Stellung drehbar an dem Drehteller (12) angebracht und gegen ein Mitdrehen festgehalten ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehteller eine Ausgleichsmasse (36) trägt.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichsmasse (36) baulich skalierbar und/oder in der Position verstellbar ist.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung mit einem Gelenkarm gegen das Mitdrehen festgehalten ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Gelenkarm mit einem Scharniergelenk (46) ortsfest gelagert ist, mit einem zweiten Scharniergelenk (48) an der Halterung angreift und zwischen den Scharniergelenken (46, 48) ein Kugelgelenk (50) aufweist.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung mit einer Neigung an dem Drehteller (12) angebracht ist, die dem Winkel zwischen der Mittelachse (28) des an der Halterung arretierten Laborgefäßes und der Vertikalachse (18) entspricht.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der Halterung baulich skalierbar und/oder verstellbar ist, und zwar manuell oder motorisch, kontinuierlich oder in Stufen.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung eine Kurven- oder Nockenscheibe (56) abgreift, die motorisch in Drehung um die Vertikalachse antreibbar ist (3).
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung mit gegen die Vertikalachse versetzten, vorzugsweise parallel dazu wirkenden Linearmotoren (62) in der Neigung verstellbar ist (4).
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung ein Kardangelenk mit der Vertikalachse im Zentrum hat (5 und 6).
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung um die beiden zu der Vertikalachse (18) orthogonalen Achsen des Kardangelenks motorisch drehverstellbar ist.
  14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß sie in Drehrichtung und/oder Drehzahl variabel steuerbar, kontinuierlich oder taktweise, hoch- oder niedertourig betreibbar und insbesondere in mehr oder weniger schnell hin- und hergehende Drehbewegung versetzbar ist.
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