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DE102009005203A1 - Glättungsverfahren - Google Patents

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Publication number
DE102009005203A1
DE102009005203A1 DE200910005203 DE102009005203A DE102009005203A1 DE 102009005203 A1 DE102009005203 A1 DE 102009005203A1 DE 200910005203 DE200910005203 DE 200910005203 DE 102009005203 A DE102009005203 A DE 102009005203A DE 102009005203 A1 DE102009005203 A1 DE 102009005203A1
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DE
Germany
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regression
time interval
signal
signal value
sum
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE200910005203
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English (en)
Inventor
Ruediger Kress
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Individual
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Individual
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Publication of DE102009005203A1 publication Critical patent/DE102009005203A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03HIMPEDANCE NETWORKS, e.g. RESONANT CIRCUITS; RESONATORS
    • H03H17/00Networks using digital techniques
    • H03H17/02Frequency selective networks
    • H03H17/0248Filters characterised by a particular frequency response or filtering method
    • H03H17/026Averaging filters

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Hardware Design (AREA)
  • Mathematical Physics (AREA)
  • Measurement Of Optical Distance (AREA)

Abstract

Die Signalglättung geschieht mittels der linearen Regression und der Anpassung des jeweils aktuellen Signalwerts derart, dass seine Distanz zur Regressionsgeraden durch einen Divisor vermindert wird und der geglättete Signalwert aus der Summe seiner Einzeländerungen gebildet ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Glättungsverfahren für digitalisierte Signale mittels linearer Regression mit reduzierter Messpunkteanzahl.
  • Gewöhnlich werden zur Glättung von digitalisierten Signalen Filter aller Art eingesetzt um störendes Signalrauschen und Signalspitzen weitgehend zu unterdrücken. Wenn der Bauteile- und Speicheraufwand gering gehalten werden soll, lohnen sich keine aufwendigen Digitalfilter. In solchen Fällen bieten sich Mittelwertbildungen wie gleitender Mittelwert oder das arithmetische Mittel an. Die gleitende Mittelwertbildung benötigt zwar weniger Variablen, der Signalverzug ist aber bedeutend größer als der bei Verwendung der arithmetischen Mittelbildung.
  • Die Signalglättung betreffend, weisen beide Methoden ein entscheidendes Manko auf: die Verbindungen der Abtastpunkte bleiben bei entsprechendem Signalrauschen mit akzeptablem Signalverzug zackig. Die Erfindung erlaubt es nun über die lineare Regression, die im Nutzsignal enthaltenen und durch die Abtastung veränderten Signalstörungen, im Vergleich zu Mittelwertbildungen bei annähernd gleichem Signalverzug, mit wenig Aufwand stärker zu schmälern. Unterschiedliche Abtastzeiten haben wie üblich, Auswirkungen auf den Frequenzverlauf des Nutzsignals.
  • Der gleitende Mittelwert m ergibt sich aus der gleichteiligen Rückrechnung des aktuellen Mittelwerts m[i] beim Schrittindex i, dem anteiligen aktuellen Signalwert z[i] und der Anzahl n der angenommenen Glieder. Bei allen Darstellungen wird ein gleichbleibender Messabstand Δt (Abtastung) vorausgesetzt. Der gleitende Mittelwert m beträgt
    Figure 00010001
    und (1) umgestellt ergibt den Altwert m[i] plus Zuwachs, als Bruchteil des Abstands vom Signalwert z[i] zum Altwert m[i]
    Figure 00010002
  • Im Gegensatz dazu beträgt bekanntlich das arithmetische Mittel ma über n Werte z
    Figure 00010003
  • Die Summe der Differenz z[i] – m[i – 1] des gleitenden Mittelwerts in (2) entspricht bei n = 1 dem Ursprungswert z[i] und der Glättungseffekt steigt mit n an. Mit n steigt auch der Signalverzug. Die Signalnachführung geschieht kontinuierlich mit dem aktuellen Mittelwert m[i]. Auch das arithmetische Mittel lässt sich nachführen, indem die jeweils letzten n Werte der Messwertefolge in (3) herangezogen und zwischengespeichert werden.
  • Z. B. sei das arithmetische Mittel mit n = 2 nachgeführte gemittelte Werte sowie der gleitende Mittelwert, ebenfalls mit n = 2 gegeben. Die Folgewerte seien gleich groß mit z[i] = z[i – 1]. Jeder gleitende Mittelwert m[i] der Folgewerte wird dividiert durch jedes arithmetische Mittel ma[i]. Das ergibt mit n = 2 für jeden Folgewert i und i ≥ n
    Figure 00020001
  • Die Näherung des Quotienten gegen 1 erfolgt bei konstantem z allmählich. Da das arithmetische Mittel dabei wie z konstant ist, eilt der gleitende Mittelwert dem arithmetischen Mittel nach. Das ist auch verallgemeinernd beim Signalverzug der Fall, da beim gleitenden Mittelwert mehr Zyklen nötig sind, die Differenz bis zu einer definierten Istwertnähe zu überbrücken.
  • Nach (2) verkleinert sich bei größerem n der Zuwachs und der Pegel des Mittelwerts läuft dem Originalsignal stärker hinterher, der Signalverzug vergrößert sich. Der Zuwachs in (2) lässt sich auch aus einer Punktefolge mit dem konstanten Abstand Δt mit
    Figure 00020002
    aus der Steigung substituieren.
  • Bringt man in (4) das n als nt auf die andere Seite, so ist die Steigungsbasis auf nt Punkte erweitert. Dann lassen sich Schwankungen der Punktewerte, bezogen auf die erweiterte Steigungsbasis nt·Δt, mindern. Hierzu ist die lineare Regression bei jedem Punkt über die jeweils letzten nt Punkte herangezogen (Regressionsfensterbreite). Der Regressionskoeffizient entspricht nun tanψ und für die Signalglättung ergibt sich daraus der geglättete Signalwert mr aus der Summe der Distanzen tanψ[i]·Δt des zugrunde gelegten Regressionskoeffizienten mit mr[i] = mr[i – 1] + tanψ[i]·Δt. (5)
  • Allerdings ist nachteilig, dass nt Vergangenheitswerte (z. B. nt = 32) gehalten werden müssen. Nimmt man dagegen einen etwas erhöhten Signalverzug in Kauf (was oft möglich ist), so lässt sich nt stark verkleinern. Dazu ist der jeweils aktuelle Signalwert z[i] für die Regression zum Rechenwert z_neu[i] angepasst, indem sein Abstand zum vorherigen Wert zh[i – 1] der Regressionsgeraden aus den vorangegangenen Signalwerten, mit dem Divisor (nt + nx) verkleinert ist mit
    Figure 00030001
  • Der Festwert nx dient der Wirkungserhöhung und er beträgt z. B. nx = 8. Die Anzahl der Regressionspunkte nt beträgt z. B. auch nt = 8 oder kann zum Wechsel der Regressionsfensterbreite verändert werden. Der Festwert nx bleibt hiervon unberührt. zh[i – 1] ist ein äußerer Wert auf der Regressionsgeraden, der für jede Abtastung neu berechnet wird. Der Divisor (nt + nx) > 1 bestimmt den Glättungsgrad.
  • Zur Realisierung sind nur die Signalwerte selbst verwendet, die Zeitebene ist generiert. Dazu werden jeweils die letzten nt Signalwerte des Signaldatenstroms in den Datenfeldelementen y[0] bis y[nt – 1] gehalten, wobei y[0] die Elementeseite mit dem aktuellen Rechenwert z_neu[i] ist. Für die Zeitachse sind zur Vereinfachung ganzzahlige Hilfsparameter genutzt, die allesamt Produkte der konstanten Abtastzeit Δt mit gleichen Faktoren darstellen. Als rechnerisch zugeordnete x-Größen zur linearen Regression, entsprechen sie den Indexwerten 0 bis nt – 1.
  • Bei der linearen Regression gilt bekanntlich für die Regressionsgerade yr mit dem Regressionskoeffizienten b und dem Koeffizienten a über nt Punkte
  • Figure 00030002
  • Die Lage von zh[i – 1] auf der Regressionsgeraden yr ist für die Anwendung variierbar. Der Wert zh[i – 1] ist dem aktuellen Signalwert z[i] zugeordnet und bereits bei der vorangegangenen Abtas tung berechnet worden, als bei der aktuellen Abtastung das Datenelement y[0] mit z_neu[i] überschrieben wurde. Zum Berechnungszeitpunkt von z_neu[i] gelten zh[i – 1] und der Regressionskoeffizient b der vorangegangenen Abtastung mit Δt fortgeführt zh[i – 1] = a[i – 1] + b[i – 1]·nt. (7)
  • Der vorausgreifende Wert ist zh[i] für die nachfolgende Abtastung und es gilt zur aktuellen Regressionsfensterbreite zh[i] = a[i] + b[i]·(nt – 1). (8)
  • Für die Anwendung geeignet ist zur aktuellen Abtastung zh[i] = a[i] + b[i]·(nt – k), mit k ≥ 0. (9)
  • Bei k > 1 macht sich der Signalverzug bereits stärker bemerkbar, sodass sich bei (7) und (8), angewendet in (9) mit 0 ≤ k ≤ i, Glättung und Signalverzug gut einstellen lassen.
  • Bei jeder Abtastung Δt werden nun im ersten Rechenschritt die Rechenwerte der Regressionspunkte mit den abwärts laufenden Datenelementen y[nt – 1] bis y[0] um 1 Stelle verschoben (Schieberegister) und schließlich wird der aktuelle Rechenwert z_neu[i] aus dem Signalwert z[i] nach (6) berechnet und im frei gewordenen Datenelement y[0] gehalten. Dazu steht der aus dem vorherigen Durchgang des zweiten Rechenschritts gemerkte äußere Wert zh[i – 1] auf der Regressionsgeraden yr, zur Verfügung.
  • Der zweite Rechenschritt ermittelt zuerst den Koeffizienten a und den Regressionskoeffizienten b des abwärts durchlaufenen Zeitintervalls Δt·(nt – 1) bis Δt·0 zu den Signalwerten y[nt – 1] bis y[0]. Anschließend wird nach (9) mit Hilfe der Koeffizienten a und b, der äußere Wert zh[i] der aktuellen Regressionsgeraden yr zur nachfolgenden Abtastung berechnet. Für die Zeitwerte x[i] der Signalwerte z[i] ist wie bereits erwähnt, zur linearen Regression der ganzzahlige Index der Datenelemente y[] verwendet.
  • Im dritten Rechenschritt wird nach (5) der geglättete Signalwert mr[i] ermittelt. Für den Regressionskoeffizienten b gilt tanψ[i] = b[i]und da im Zeitintervall für jeden Signalpunkt mit x[i] der rechnerische Zeitabstand Δt = 1 besteht, ist damit in (5) als Regressionskoeffizient multipliziert mit dem Zeitabstand Δt, die Distanz verkürzt gegeben mit tanψ[i]·Δt = tan ψ[i].
  • Wird anstatt (5) das arithmetische Mittel als mr → Σy[i]/nt herangezogen, so ist die Signalglättung im Detail weniger gut.
  • Die Indizierung 0 vom aktuellen Signalwert beginnend, bis nt – 1 geschieht rückläufig, weshalb der Regressionskoeffizient b ein negatives Vorzeichen erhält.
  • Die Glättung ist über die Änderung der Pegeldifferenzen je Abtastung Δt mit
    Figure 00050001
    besonders grafisch vorteilhaft zu vermitteln. Dagegen vergrößert sich der Korrelationskoeffizient in Richtung Nulllinie stark und ist daher als Veranschaulichung der Glättung weniger geeignet. Das Frequenzspektrum gibt zwar die Größenrelationen der Signalveränderungen wieder, der Darstellungsaufwand hierfür ist allerdings größer.
  • Es folgen zwei ablauffähige kleine Musterprogramme. Im ersten Muster ist eine Regressionsfensterbreite von nt = 8 Stellen fest eingerichtet und es gibt zur schnelleren Abarbeitung keine Schleifen. Im zweiten Muster werden gleichzeitig jeweils 4 Stellen abgearbeitet. Die freie Wahl von nt ist möglich, soweit nt durch 4 teilbar ist. 1. Muster:
    Figure 00050002
    Figure 00060001
    2. Muster:
    Figure 00060002
    Figure 00070001

Claims (1)

  1. Glättungsverfahren für digitalisierte Signale dadurch gekennzeichnet, a) dass eine Regressionsgerade mittels der linearen Regression in der Weise erzeugt ist, dass immer die letzten nt Signalwerte zum Zeitpunkt einer Abtastung im Zeitabstand Δt, zur linearen Regression herangezogen sind und b) dass die Distanz des jeweils aktuellen Signalwerts zur Regressionsgeraden der vorangegangenen Signalwerte, durch einen Divisor vermindert ist, der die Anzahl der nt Signalwerte enthält und c) dass bei einer Abtastung die Summe aller einzelnen Regressionskoeffizienten der Abtastungen, die jeweils mit dem Zeitabstand Δt multipliziert sind, den geglätteten Signalwert ergibt.
DE200910005203 2009-01-20 2009-01-20 Glättungsverfahren Withdrawn DE102009005203A1 (de)

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DE200910005203 DE102009005203A1 (de) 2009-01-20 2009-01-20 Glättungsverfahren

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DE200910005203 DE102009005203A1 (de) 2009-01-20 2009-01-20 Glättungsverfahren

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DE (1) DE102009005203A1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102009037839A1 (de) 2009-02-18 2010-08-19 Kress, Rüdiger Regler
US20240001280A1 (en) * 2022-07-03 2024-01-04 Station10, Llc Automatic Spray Dispenser

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102009037839A1 (de) 2009-02-18 2010-08-19 Kress, Rüdiger Regler
US20240001280A1 (en) * 2022-07-03 2024-01-04 Station10, Llc Automatic Spray Dispenser

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