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Die
Erfindung betrifft ein Rigolensystem, umfassend wenigstens eine,
insbesondere mehrere, in wenigstens einer horizontalen Lage anordenbare Versickerboxen.
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Derartige
Rigolensysteme sind grundsätzlich bekannt
und dienen der Rückhaltung,
Versickerung oder auch Speicherung von Wassermengen unterhalb der
Erde. Dabei werden meist aus Kunststoff gespritzte Versickerboxen
verwendet, die aus zwei oder mehreren gleichartigen, zusammengesetzten
Strukturkörpern
mit einer dreidimensionalen und im Wesentlichen hohlen Struktur
bestehen können.
Auf diese Weise wird unter Einsatz einer relativ geringen Materialmenge
ein großer
Auffang- bzw. Versickerraum unter der Erde geschaffen.
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Die
genannten Versickerboxen werden – je nach der erforderlichen
Größe des Rigolensystems – in einer
oder mehreren horizontalen Lagen übereinander angeordnet und
bilden so ein beliebig dimensionierbares Boxsystem. Um das Eindringen
von Erde und anderen Unreinheiten zu verhindern, werden die entsprechend
angeordneten Versickerboxen auf bekannte Weise mit einem Geovlies
umgeben.
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Das
Rigolensystem soll unter verschiedensten Umständen einsetzbar sein. Während Anwendungen
bekannt sind, bei denen das Rigolensystem unter einer relativ dünnen Schicht
aus Muttererde relativ belastungsfrei angeordnet ist, ist es häufig auch üblich, Rigolensysteme
unter häufig
befahrenen Asphaltflächen,
beispielsweise Parkplätzen,
die einer wechselnden Belastung ausgesetzt sind, anzuordnen. Dafür ist nicht
nur eine relativ hohe vertikale Stabilität und Belastbarkeit des Rigolensystems
gegeben, die meist über
eine entsprechende Ausgestaltung der dreidimensionalen Strukturen
erreicht wird, sondern es ist auch eine horizontale statische Belastbarkeit
zu beachten. Ein Rigolensystem, das vertikal mit unterschiedlichen
Lasten beaufschlagt wird, erfährt
infolge der Lastumverteilung auch eine variable horizontale Belastung.
Durch anstehenden Wasserdruck kann sich diese Belastung ebenfalls
noch deutlich erhöhen.
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Damit
kann es nicht nur zu einer nachteilhaften horizontalen Verschiebung
von einzelnen Versickerboxen kommen, sondern unter ungünstigen
Umständen
auch zu Brüchen
in der Struktur, falls diese nicht ausreichend stabil dimensioniert
ist. Würde man
jedoch lediglich Versickerboxen verwenden, die eine hinreichende
horizontale Stabilität
für alle
denkbaren Einsatzzwecke liefern, wären diese für einen Großteil der tatsächlich auftretenden
Belastungen überdimensioniert
und wirtschaftlich unrentabel.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Rigolensystem anzugeben,
das eine höhere,
insbesondere je nach Einsatzzweck variierbare, horizontale Stabilität im Verbauungszustand
aufweist.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe ist bei einem Rigolensystem mit wenigstens einer,
insbesondere mehreren, in wenigstens einer horizontalen Lage, insbesondere übereinander,
anordenbaren Versickerboxen erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Ober-
und Unterseite der Versickerbox eine insbesondere ineinander eingreifende
Profilierung aufweist und dass das Rigolensystem wenigstens eine an
beiden Seiten eine Profilierung aufweisende Aussteifungsplatte umfasst,
wobei die obere Profilierung der Aussteifungsplatte zum Eingriff
in die untere Profilierung einer Versickerbox und die untere Profilierung
der Aussteifungsplatte zum Eingriff in die obere Profilierung einer
Versickerbox ausgebildet ist. Insbesondere kann vorgesehen sein,
dass die wenigstens zwei Versickerboxen in wenigstens zwei horizontalen Lagen
angeordnet sind und in der Montagestellung die jeweilige Profilierung
der zwischen in vertikaler Richtung aufeinanderfolgenden Versickerboxen
angeordneten Aussteifungsplatte in die Profilierung der gegenüberliegenden
Seiten der Versickerboxen eingreift.
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Die
vorliegende Erfindung erlaubt also bei nicht ausreichender horizontaler
Belastbarkeit für den
jeweiligen Anwendungsfall, zwischen den horizontalen Lagen von Versickerboxen
zusätzlich
wenigstens eine Aussteifungsplatte einzusetzen, die horizontale
Kräfte
aufnehmen kann und die Gesamtstabilität des Rigolensystems wesentlich
erhöht.
Dabei besteht wenig Spielraum für
die Versickerboxen gegeneinander oder gegen die Aussteifungsplatte,
besonders vorteilhaft führt
die Aussteifungsplatte zwischen zwei Versickerplatten zu deren horizontal
verschiebefester Anordnung. Durch die Möglichkeit, die Aussteifungsplatten
nicht im Rigolensystem zu verbauen oder sogar Aussteifungsplatten
verschiedener Stabilität
bzw. Belastbarkeit einzusetzen, ergibt sich eine variable horizontale
Stabilität
des Gesamtrigolensystems, die mit besonderem Vorteil auf den jeweiligen
Anwendungsfall angepasst werden kann.
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Neben
der Erhöhung
der horizontalen Belastbarkeit des Rigolensystems ergibt sich also
auch eine variable Anpassbarkeit, insbesondere, wenn Aussteifungsplatten
verschiedener Stabilität/Belastbarkeit
zur Verfügung
stehen. Auch wenn im Folgenden das Rigolensystem meist mit einer
zwischen zwei horizontalen Lagen eingesetzten Aussteifungsplatte
beschrieben wird, ist doch hervorzuheben, dass sich auch bereits
Vorteile einstellen, wenn beispielsweise nur eine horizontale Lage
vorliegt und eine Aussteifungsplatte oberhalb und/oder unterhalb der
horizontalen Lage, die im Übrigen
auch aus einer einzigen Versickerbox bestehen kann, angeordnet ist.
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Wie
bereits erwähnt,
ist es von besonderem Vorteil, wenn die Profilierungen der Ober-
bzw. Unterseiten der Versickerboxen auch zum gegenseitigen Eingriff
bei einer nicht vorgesehenen Aussteifungsplatte ausgebildet sind.
Dann wird allein durch das übereinander
Anordnen zweier Versickerboxen und den insbesondere verschiebefesten
Eingriff ihrer Profilierungen eine Verschiebung der Versickerboxen
in horizontaler Richtung gegeneinander wirksam verhindert. Dieser
Eingriff kann zweckmäßigerweise form-
und/oder kraftschlüssig
erfolgen.
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Mit
besonderem Vorteil kann die Unterseite der Aussteifungsplatte zum
wenigstens teilweise formschlüssigen
und/oder kraftschlüssigen
Eingriff in die Profilierung einer Oberseite einer Versickerbox und
die Oberseite der Aussteifungsplatte zum wenigstens teilweise formschlüssigen und/oder
kraftschlüssigen
Eingriff in die Profilierung einer Unterseite einer Versickerbox
profiliert sein. Auf diese Weise ist eine hervorragende Verschiebefestigkeit
gegeben und horizontale Kräfte
können
von der Aussteifungsplatte verbessert aufgenommen werden.
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Es
sei an dieser Stelle noch angemerkt, dass, während die Profilierungen für bestimmte
Anwendungszwecke eine Verschiebefestigkeit in nur einer Richtung
definieren können,
es doch besonders zweckmäßig und
vorteilhaft ist, wenn die Verschiebefestigkeit in allen horizontalen
Richtungen gegeben ist.
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Die
Fläche
der Aussteifungsplatte kann dabei der der Oberseite einer Versickerbox
oder einem Vielfachen davon entsprechen. Es kann dabei daran gedacht
werden, die Aussteifungsplatten für den speziellen Anwendungsfall
so anzupassen, dass eine einzige Aussteifungsplatte über die
gesamte Fläche der
Rigole zwei horizontale Lagen von Versickerboxen verbindet.
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Genauso
gut ist es natürlich
denkbar, mehrere Aussteifungsplatten zwischen zwei Lagen zu verwenden,
wobei eine Aussteifungsplatte insbesondere die Ausmaße der Ober-
bzw. Unterseiten der Versickerboxen aufweisen kann. Dies bedeutet
jedoch nicht, dass die Aussteifungsplatte jeweils exakt zwischen
zwei übereinander
positionierten Versickerboxen angeordnet werden muss, vielmehr kann
es zweckmäßig sein,
wenn die Profilierungen so ausgestaltet sind, dass eine Aussteifungsplatte
versetzt angeordnet werden kann, so dass sie mehrere horizontal
benachbarte Versickerboxen ebenso verbindet und zusätzlich stabilisierend
wirkt. In diesem Fall sind mit besonderem Vorteil Endstücke, also
Aussteifungsplatten, deren Fläche
kleiner als die Oberseite einer Versickerbox ist, vorgesehen, mit
denen eine vollständige
Anordnung von Aussteifungsplatten zwischen zwei horizontalen Lagen
trotz versetzter Anordnung von Aussteifungsplatten erreicht werden kann.
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Die
Aussteifungsplatte kann dabei aus einem Kunststoff, insbesondere
aus Polypropylen bestehen, der beispielsweise noch faserverstärkt, insbesondere
durch Glasfasern, sein kann. Zur Herstellung der Aussteifungsplatte
sind verschiedene Verfahren denkbar; so kann sie spritzgegossen
oder auch extrudiert werden. Da es sich um ein der Rückhaltung
und/oder Versickerung dienendes Rigolensystem handelt, sind die
Aussteifungsplatten zudem wenigstens teilweise fluiddurchlässig, insbesondere können über die
Fläche
der Aussteifungsplatten verteilte Öffnungen zum Durchlass von
Flüssigkeit
vorgesehen sein.
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Wie
bereits einleitend diskutiert, sind Versickerboxen bekannt, die
aus zwei zusammengesetzten Strukturkörpern bestehen, die jeweils
eine dreidimensionale, insgesamt hohle Struktur aufweisen. Dabei
kann beispielsweise vorgesehen sein, dass zwei insbesondere im Querschnitt
im Wesentlichen U-förmige
gleichartige Strukturkörper
spiegelsymmetrisch an einer Zusammensetzebene zusammengesetzt werden,
um so die Versickerbox zu bilden. Insbesondere kann auch ein die
Versickerbox durchsetzender mittiger Durchgangskanal gebildet werden. Die
Strukturkörper
können
aus spritzgegossenem Kunststoff bestehen, wobei die Struktur so
ausgebildet ist, dass die gebildete Versickerbox in sich bereits eine
bestimmte Stabilität
aufweist.
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In
einer solchen Ausgestaltung kann mit besonderem Vorteil vorgesehen
sein, dass die zur Verbindung mit einem anderen Strukturkörper zur
Bildung einer Versickerbox vorgesehene Oberseite des Strukturkörpers eine
Profilierung besitzt, in die die Profilierung der Aussteifungsplatte
in der Montagestellung, insbesondere wenigstens teilweise formschlüssig und/oder
kraftschlüssig,
eingreift.
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Diese
Ausgestaltung ermöglicht
es mit besonderem Vorteil, eine Aussteifungsplatte auch als eine
Art Abdeckplatte für
eine nur aus halben Versickerboxen, also einem Strukturkörper, bestehende Lagen
zu bilden. Dazu ist die Profilierung der im Verbauzustand zur Bildung
einer Versickerbox in der horizontalen Zusammensetzebene liegenden
Oberflächen
der Strukturkörper
insbesondere nicht nur so ausgebildet, dass die Aussteifungsplatte
in sie eingreifen kann, insbesondere wenigstens teilweise formschlüssig und/oder
kraftschlüssig,
sondern es kann auch unter Bildung der Versickerbox ein Eingriff der
zusammensetzebenenseitig gelegenen Profilierungen der Strukturkörper vorgesehen
sein, die insbesondere wenigstens teilweise form- und/oder kraftschlüssig ist.
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Zweckmäßigerweise
kann, wenn die Versickerboxen wenigstens eine Aufnahme für diese
in vertikaler Richtung durchsetzende Stabilisierungselemente aufweisen,
welche Stabilisierungselemente mehrere übereinander angeordnete Versickerboxen durchsetzen
oder deren Oberseite überragen,
die Aussteifungsplatte insbesondere zum formschlüssigen und/oder kraftschlüssigen Eingriff
ausgebildete Durchgangsöffnungen
und/oder Endaufnahmen für die
Stabilisierungselemente aufweisen. Die Versickerboxen umfassen dabei
also Aufnahmen, in die vertikal verlaufende Stabilisierungselemente,
die der vertikalen Stützung
dienen, eingesetzt sind. Bei solchen Stabilisierungselementen kann
es sich beispielsweise um Stäbe,
insbesondere Profilstäbe, handeln.
Auch sie bilden somit Teil eines variabel anpassbaren Rigolensystems,
wobei die Stabilisierungselemente im Wesentlichen Einfluss auf die
vertikale Belastbarkeit nehmen. Jedoch können beide Stabilisierungsarten
vorteilhaft miteinander verknüpft werden,
indem die wenigstens eine Aussteifungsplatte Durchgangsöffnungen
und/oder Endaufnahmen für
die Stabilisierungselemente aufweist, durch die die Stabilisierungselemente
insbesondere wenigstens teilweise formschlüssig und/oder kraftschlüssig hindurchragen.
Vertikale und horizontale Stützelemente
befinden sich somit in direktem Kontakt und ergänzen sich in ihrer Stabilisierungswirkung
insbesondere gegenseitig.
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Zweckmäßigerweise
kann zudem vorgesehen sein, dass die Profilierung der Unterseite
der Aussteifungsplatte und insbesondere wenigstens teilweise formschlüssigen und/oder
kraftschlüssigen Eingriff
in die Oberseite einer weiteren Aussteifungsplatte ausgebildet ist.
Dann ist es zusätzlich
möglich, auch
mehrere Lagen von Aussteifungsplatten zu verwenden, um die horizontale
Belastbarkeit weiter zu erhöhen.
Die Aussteifungsplatten werden dann einfach aufeinander gestapelt,
bevor eine neue Lage von Versickerboxen (oder gegebenenfalls halben Versickerboxen)
beginnt.
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Weitere
Vorteile und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus den im Folgenden dargestellten Ausführungsbeispielen sowie anhand
der Zeichnungen. Dabei zeigen:
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1 einen
Schnitt durch ein erfindungsgemäßes Rigolensystem,
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2 eine
Aussteifungsplatte mit Profilierung,
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3 die
Verwendung einer Aussteifungsplatte als Deckplatte,
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4 eine
aus zwei Strukturkörpern
zusammengesetzte Versickerbox des Rigolensystem,
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5 einen
teilweise aufgeschnittenen Strukturkörper der Versickerbox aus 4,
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6 eine
mögliche
Ausgestaltung eines in die Aufnahmen der Versickerbox aus 4 einzusetzenden
Stabilisierungselements,
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7 einen
Querschnitt durch ein Stabilisierungselement
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8 eine
Ausgestaltung der Aussteifungsplatte bei mehreren Lagen von Versickerboxen durchsetzenden
Stabilisierungselementen,
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9 eine
Ausgestaltung der Aussteifungsplatte bei über eine Versickerbox überstehenden
Stabilisierungselementen, und
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10 eine
weitere Ausgestaltung der Profilierung zum kraftförmigen Klemmeingriff.
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1 zeigt
eine Prinzipskizze der Anordnung von vier Versickerboxen 1 im
erfindungsgemäßen Rigolensystem 2.
Die Versickerboxen bestehen aus zwei aus spritzgegossenem Kunststoff
bestehenden Strukturkörpern 3 mit
einer offenen, dreidimensionalen und in sich stabilen Struktur,
die einen Durchgangskanal 4 freilässt. Die beiden Strukturkörper 3 sind
mittig an einer Zusammensetzebene 5 spiegelsymmetrisch
zusammengesetzt.
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Jeweils
oberseitig und unterseitig weisen die Versickerboxen 1 Profilierungen 6, 7 auf,
die offensichtlich so ausgebildet sind, dass die oberseitige Profilierung 7 einer
Versickerbox 1 form- und kraftschlüssig in die unterseitige Profilierung 7 einer
weiteren Versickerbox 1 eingreifen kann, wenn diese wie dargestellt
in horizontalen Lagen übereinander
angeordnet werden.
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Im
vorliegenden Beispiel ist allerdings zwischen den beiden Lagen 8, 9 eine
Aussteifungsplatte 10 angeordnet, die aus einem gegebenenfalls
glasfaserverstärktem
Kunststoff besteht und ebenso eine oberseitige Profilierung 11 und
eine unterseitige Profilierung 12 aufweist. Diese ist so
ausgestaltet, dass ein gleichzeitiger form- und kraftschlüssiger Eingriff der
Profilierung 6 in die Profilierung 11 und der
Profilierung 7 in die Profilierung 12 erfolgen
kann. Auf diese Weise wird eine verbesserte horizontale Stabilisierung
gegeben.
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Es
sei bereits an dieser Stelle angemerkt, dass die Profilierungen,
wie sie in 1 dargestellt sind, zur Vereinfachung
der Darstellung relativ grob dargestellt sind und selbstverständlich auch
feiner und in beliebiger Ausgestaltung vorgesehen sein können. Insbesondere
ist der hier dargestellte form- und kraftschlüssige Eingriff nicht unbedingt
notwendig, solange eine im Wesentlichen verschiebefeste Anordnung
in horizontaler Richtung erreicht wird.
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Obwohl 1 nur
einen Schnitt durch das Rigolensystem 2 zeigt, ist eine
den Profilierungen 6, 7, 11, 12 entsprechende
Profilierung auch in der anderen horizontalen Richtung gegeben,
so dass auch diesbezüglich
eine Verschiebefestigkeit realisiert ist.
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Eine
Aussteifungsplatte 10 kann auch, wie in 1 dargestellt,
als unterer Abschluss des Rigolensystems 2 verwendet werden.
Dabei kann gegebenenfalls zusätzlich
eine nur einseitig profilierte Abschlussplatte 13 vorgesehen
werden. Es ist auch denkbar, eine solche Abschluss-Aussteifungsplatte 13 unmittelbar
am unteren Ende des Rigolensystems wie auch am oberen Ende des Rigolensystems 2 anzuordnen.
Im in der Erde eingebauten Zustand ist das Rigolensystem 2 zusätzlich noch
von einem hier nicht näher
dargestellten Geovlies umgeben.
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Es
sei bereits an dieser Stelle angemerkt, dass auch die an den Zusammensetzebenen 5 gelegenen
Zusammensetzflächen
der Strukturkörper 3 eine
ineinander eingreifende Profilierung 14 aufweisen.
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2 zeigt
nun in einer dreidimensionalen Ansicht die wesentliche Struktur
einer Aussteifungsplatte 10. Zur Vereinfachung ist nur
die Profilierung 11 der Oberseite dargestellt, die ein
schachbrettartiges Muster aufweist, wobei jeweils versetzt quadratische
Erhebungen 15 vorgesehen sind, die quadratische Vertiefungen 16 umgeben.
Wo in der Profilierung 11 eine Erhebung 15 vorgesehen
ist, ist in der Profilierung 12 eine Einsenkung 16 vorgesehen
und umgekehrt. Die Profilierungen 6 und 7 sind
entsprechend versetzt ausgebildet, so dass der form- und kraftschlüssige Eingriff
ermöglicht
wird. Selbstverständlich
ist die hier dargestellte Ausführungsform nur
ein Beispiel und es sind verschiedene Profilierungen denkbar.
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Die
Größe der Aussteifungsplatten 10 kann auch
verschieden gewählt
werden, wobei sie beispielsweise ein Vielfaches oder genau die Fläche der Oberseite
einer Versickerbox 1 haben kann. Dabei können die
Aussteifungsplatten auch versetzt zu Versickerboxen 1 angeordnet
werden.
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Schließlich sei
noch angemerkt, dass die Aussteifungsplatte 10, wie beispielhaft
in lediglich zwei der Einsenkungen 16 und Erhebungen 15 dargestellt,
Durchlassöffnungen 17 für Flüssigkeiten
aufweist, also wenigstens teilweise flüssigkeitsdurchlässig ist.
Zweckmäßig ist
es, solche Öffnungen 17 über die
gesamte Fläche
der Aussteifungsplatte 10 anzuordnen.
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Ersichtlich
kann die horizontale Stabilität
des Rigolensystems 2 variiert werden. Beispielsweise können die
Aussteifungsplatten 10 zumindest teilweise weggelassen
werden. Andererseits ist es denkbar, auch Aussteifungsplatten verschiedener
Ausgestaltung vorzusehen, die je nach Bedarf eingesetzt werden können. Beliebige
Möglichkeiten
sind denkbar.
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Insbesondere
ist es auch möglich,
in der dargestellten Ausgestaltung der Aussteifungsplatte 10 mehrere
Aussteifungsplatten übereinander
anzuordnen, um eine weitere horizontale Stabilisierung zu erreichen,
da die Profilierung 11 auch zum form- und kraftschlüssigen Eingriff
in die Profilierung 12 ausgebildet ist.
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3 zeigt
schließlich
eine Möglichkeit
zur Verwendung der Aussteifungsplatte 10 als Abdeckplatte
für eine
Lage, von unteren Strukturkörpern 3. Ersichtlich
ist die Profilierung 14 ebenso zum form- und kraftschlüssigen Eingriff
in die Profilierung 12 ausgebildet.
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4 zeigt
eine Versickerbox 1. Sie umfasst zwei unter Bildung einer
horizontalen Zusammensetzebene 5 zusammengesetzte gleiche
Strukturkörper 3,
die jeweils eine offene, dreidimensionale und in sich stabile Struktur
aufweisen. Beide Strukturkörper 3 sind
im Wesentlichen U-förmig
und aus einem spritzgegossenen Kunststoff, hier Polypropylen, hergestellt.
Durch die U-förmige
Ausbildung der Strukturkörper 3 ergibt
sich bei spiegelsymmetrischer Zusammensetzung, wie in 4 dargestellt,
zentral der im Wesentlichen runde Durchgangskanal 4.
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Die
gitterartige, ersichtlich aus Gitterelementen, Querverbindungen,
Streben, Säulen
und dergleichen zusammengesetzte dreidimensionale Struktur ist ersichtlich
zumindest abschnittweise fluiddurchlässig und im Wesentlichen hohl,
jedoch dennoch grundsätzlich
tragend realisiert. Möglichkeiten
zur konkreten Ausgestaltung solcher Strukturen sind aus dem Stand
der Technik hinreichend bekannt und müssen hier nicht näher ausgeführt werden.
Ersichtlich bildet demnach schon die Versickerbox 1 alleine ein
tragfähiges
Konstrukt. Zur Verbindung der beiden Strukturkörper 3 können bei 23 angedeutete
Einsteck- oder Einrastelemente vorgesehen sein.
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Ersichtlich
weist nun die Versickerbox 1 zehn beide Strukturkörper 3 durchsetzende
Aufnahmen 24 auf, die sich in vertikaler Richtung, also
senkrecht zur Zusammensetzebene 5, erstrecken. Diese sind,
wie später
noch näher
ausgeführt
werden wird, zum Einsetzen von länglichen
Stabilisierungselementen ausgebildet. Die Aufnahmen 24 sind
auch in der am besten gemeinsam mit der 4 betrachteten 5 deutlich
zu erkennen. Beispielhaft ist in 5 ein eingesetztes
Stabilisierungselement 18 in Form eines Profilstabes 25 dargestellt.
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Die
Aufnahmen 24 weisen nun, wie sowohl in 4 als
auch in 5 dargestellt ist, an ihrem
oberen und unteren Ende die Aufnahme 24 horizontal durchsetzende
Sperrelemente 26 auf, auf denen ein eingesetztes Stabilisierungselement 18 aufsetzen kann
und so gehaltert ist. Alternativ zu den Sperrelementen 26 könnten auch
die Aufnahmen 24 verengende Vorsprünge vorgesehen sein, auf denen
ebenso die Unterseite des Stabilisierungselements 18 aufsetzen
kann.
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Als
weitere Halterungsmöglichkeit
für Stabilisierungselemente 18 sind
in Längsrichtung
der Aufnahmen 24 in 5 zu erkennende
Stege 27 vorgesehen, die eine Klemm- bzw. Presshalterung
der Stabilisierungselemente 18 in den Aufnahmen 24 ermöglichen.
Die Stege 27 können
beispielsweise eine Dicke von drei Millimetern haben, während die
Wand des Stabilisierungselements 18 eine Dicke von fünf Millimetern
haben kann, so dass die Stege 27 um das Stabilisierungselement 18 fest
in der Aufnahme 24 zu halten. Alternativ oder zusätzlich zu
den Stegen 27 kann auch einen hier nicht näher dargestellte
Kombination von Einrastnase und Vertiefung vorgesehen sein, die
eine Halterung des Stabilisierungselements 18 in den Aufnahmen 24 ermöglicht.
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Es
kann vorgesehen sein, dass bei einigen der Aufnahmen 24 die
Stege 27 (und somit auch die Aufnahmen 24 selber)
eine Stufe 28 aufweisen. Eine solche Stufe 28 kann
beispielsweise dazu dienen, ein Verbindungselement zum Verbinden
zweier benachbarter Versickerboxen in dem Rigolensystem aufzunehmen.
Selbstverständlich
kann auch bei allen Aufnahmen 24 eine solche Stufe 28 vorgesehen
sein. Eine Verbreiterung des Durchmessers der Aufnahme 24 benachbart
zu der Zusammensetzebene 5 kann auch zu einer Positionierung
des Stabilisierungselements 18 dienen, wenn dieses mittig
einen weiteren Durchmesser aufweist.
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Wie
bereits erläutert,
ist die Versickerbox 1 prinzipiell aus sich heraus stabil.
Allerdings gibt es Anwendungsfälle,
in denen eine höhere
Belastung der Versickerbox 1 zu erwarten ist, die durch
das Einsetzen von Stabilisierungselementen 18 ermöglicht werden
kann. Nicht in alle der Aufnahmen 24 müssen Stabilisierungselemente 18 eingesetzt
werden, dies kann davon abhängig
gemacht werden, welche Belastung zu erwarten ist. Zudem können auch
unterschiedliche Stabilisierungselemente 18 vorgesehen sein,
die verschiedene vertikal wirkende Kräfte aufnehmen können.
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Ein
Beispiel ist in der Prinzipskizze in 6 gezeigt,
in der in die Versickerbox 1 sechs Stabilisierungselemente 18 in
Form von Profilstäben 25 eingesetzt
sind. Dabei wurden jeweils die in den Ecken liegenden Aufnahmen 24 sowie
die beiden mittleren Aufnahmen 24 besetzt. Durch Variation
der Zahl der Stabilisierungselemente 18 und der Art der
Stabilisierungselemente 18 kann die Versickerbox 1 auf
verschiedenste Anforderungen bezüglich
der Belastbarkeit angepasst werden.
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Allgemein
bleibt anzumerken, dass die Stabilisierungselemente 18 aus
demselben Material wie die Strukturkörper 3 bestehen können. Es
ist jedoch ein anderes Material denkbar, insbesondere ein härteres Material.
Vorliegend ist beispielsweise der Profilstab 25 aus glasfaserverstärktem Polypropylen
hergestellt.
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Ersichtlich
erstrecken sich die Stabilisierungselemente 18 bzw. Profilstäbe 25 über die
gesamte Länge
zwischen den Sperrelementen 26, sind demnach im Wesentlichen
so lang wie die Versickerbox 1 hoch ist. Beim Zusammensetzen
der Versickerbox 1 können
beispielsweise zunächst
die Stäbe 25 in
den unteren Strukturkörper 3 eingesetzt
werden, woraufhin der obere Strukturkörper 3 aufgesetzt
wird. Durch die Stege 27 und die Sperrelemente 26 ergibt sich
eine sehr stabile Halterung, die insbesondere auch Scherkräfte zwischen
den Strukturkörpern 3 aufnehmen
kann.
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7 zeigt
im Querschnitt das Profil des Profilstabes 25. Dieser umfasst
ein äußeres Rohr 29 und
ein inneres Rohr 30 sowie fünf radial verlaufende Verbindungswände 31.
Ebenso sind Stege 32 zu erkennen, die eine Klemm- oder
Presshalterung des Profilstabs 25 in der Aufnahme 24 unterstützen. Durch
das Innenprofil wird die Beulfestigkeit des Profilstabes 25 erhöht, was
weiter zur Stabilität
der Versickerbox 1 beiträgt.
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Wie
bereits erwähnt,
können
die Stabilisierungselemente 18 zur Durchsetzung mehrerer übereinander
angeordneter die Versickerboxen 1 ausgebildet sein. In
diesem Fall folgt eine besondere Ausgestaltung der Aussteifungsplatte 10,
wie sie in 8 dargestellt ist. Darin weist
die Aussteifungsplatte 10 wenigstens eine Durchgangsöffnung 19 für sie in
vertikaler Richtung durchsetzende Stabilisierungselemente 18 auf.
Es ist ein Formschluss gegeben.
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9 zeigt
den Fall, dass die Stabilisierungselemente 18 lediglich
teilweise überstehend ausgebildet
sind. In diesem Fall kann in der Aussteifungsplatte 10 eine
Endaufnahme 20 vorgesehen sein, in der das Stabilisierungselement 18 formschlüssig aufgenommen
wird.
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Auf
die in 8 und 9 dargestellten Arten erfolgt
also eine wechselwirkende Verbindung von vertikalen und horizontalen
Stabilisierungselementen, die insgesamt eine höhere Stabilität des Gesamtrigolensystems
ermöglicht,
die insbesondere variierbar ist.
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Es
sei schließlich
noch angemerkt, dass die in 2 gezeigten Öffnungen 17,
welche dort in jedem quadratischen Teilprofil vorgesehen sind, selbstverständlich so
ausgebildet sein können,
dass sie zum einen als Öffnung 17 zum
Durchtritt von Flüssigkeit
wirken, zum anderen aber auch als Durchgangsöffnung 19 für ein Stabilisierungselement 18 dienen können. Insbesondere
ist dann eine Verschiebbarkeit der Aussteifungsplatte 10 unabhängig von
der horizontalen Position der Stabilisierungselemente 18 gegeben.
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10 zeigt
schließlich
im Prinzip eine andere Möglichkeit
zu einer kraftschlüssigen
klemmverbindenden Profilierung, bei der in einer Aussteifungsplatte 10' ovale Einsenkungen 21 vorgesehen
sind, in die rechteckige, insbesondere etwas zu groß dimensionierte
rechteckige Erhebungen 22 seitens der Versickerboxen 1 eingepresst
werden, so dass ein Kraftschluss entsteht.
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- 1
- Versickerbox
- 2
- Rigolensystem
- 3
- Strukturkörper
- 4
- Durchgangskanal
- 5
- Zusammensetzebene
- 6
- Profilierung
- 7
- Profilierung
- 8
- Lage
- 9
- Lage
- 10
- Aussteifungsplatte
- 10'
- Aussteifungsplatte
- 11
- Profilierung
- 12
- Profilierung
- 13
- Abschlussplatte
- 14
- Profilierung
- 15
- Erhebung
- 16
- Einsenkung
- 17
- Durchlassöffnung
- 18
- Stabilisierungselement
- 19
- Durchgangsöffnung
- 20
- Endaufnahme
- 21
- Einsenkung
- 22
- Erhebung
- 23
- Einsteck-
oder Einrastelemente
- 24
- Aufnahme
- 25
- Profilstab
- 26
- Sperrelement
- 27
- Steg
- 28
- Stufe
- 29
- Rohr
- 30
- Rohr
- 31
- Verbindungswand
- 32
- Steg