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Die
Erfindung betrifft ein Scharnier mit einem ersten und einem zweiten
Scharnierteil, von denen eines an einer Tür und eines an einem Rahmen
befestigbar ist und eines einen Scharnierzapfen aufweist, der in
eine Bohrung des anderen Scharnierteils eingreift und mit der Bohrung
die Drehachse des Scharniers bildet, wobei das erste Scharnierteil
einen fest mit der Tür
oder dem Rahmen verbindbaren Halter und ein an dem Halter verschiebbar
geführtes
und wenigstens eindimensional justierbares Montageteil umfasst,
wobei der Scharnierzapfen oder die diesen aufnehmende Bohrung in
dem Montageteil angeordnet ist und wobei das zweite Scharnierteil
aus einem abgewinkelten Tragarm besteht.
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Bei
einem aus der
DE
10 2004 012 890 B3 bekannten Scharnier der vorgenannten
Art ist eine einfache Einstellmöglichkeit
der Lage der Tür
oder eines Fensters in Bezug auf den Rahmen vorhanden und zwar in
Richtung parallel zur Ebene der Tür oder des Fensters. Weiter
wird bei dem bekannten Scharnier das erste Scharnierteil in eine
am oberen oder am unteren Abschluss der Tür oder des Fensters eingearbeitete
Nut eingesetzt, das erste Scharnierteil also in der Nut an der Tür oder dem
Fenster versenkt montiert, so dass es im Wesentlichen bündig mit
dem oberen oder unteren Abschluss der Tür oder des Fensters abschließt. Es ist
oft lästig
und zumeist auch nachteilig, wenn eine handelsübliche Tür nicht unmittelbar auf der
Baustelle mit Scharnieren versehen und gesetzt werden kann, sondern
vorab noch in eine Schreinerei gegeben werden muss, um mit den für die versenkte
Montage des Scharniers erforderlichen Nuten versehen zu werden.
Die Lage und die Haltbarkeit des Scharniers werden dann zusätzlich durch
die Genauigkeit bestimmt, mit der der Schreiner die Nut herstellt.
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Ein
weiteres Scharnier mit verstellbarer Drehachse ist aus der
CH 348 335 A bekannt.
Bei diesem bekannten Scharnier sind die Scharnierzapfen der beiden
zweiten Scharnierteile, die die Drehachse der Tür oder des Fensters gegenüber dem Rahmen
bilden, in ihrer Lage in Bezug auf den Rahmen fixiert. Mit Hilfe
des ersten Scharnierteils ist zwar die Lage der Tür oder des
Fensters in Bezug auf die Drehachse einstellbar, es ist jedoch auch
hier eine versenkte Montage des Scharniers erforderlich.
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Aus
der
US 3 299 573 A ist
es zwar bekannt, ein zweites Scharnierteil aus einem den Scharnierbolzen
aufnehmenden Tragarm und einem rechtwinkelig dazu abstehenden und
somit parallel zum Scharnierbolzen ausgerichteten, anderen Arm zu
bilden, wobei der andere Arm eine Bohrung und ein Langloch zur Befestigung
am Rahmen mittels Schrauben aufweist, die Einstellmöglichkeiten
des zweiten Scharnierteils in Bezug auf den Rahmen sind dabei jedoch
sehr beschränkt
und von der Geschicklichkeit des Monteurs abhängig. Die Lage des ersten Scharnierteils
gegenüber
der Tür
oder dem Fenster ist praktisch nicht einstellbar, weil für die Befestigung des
ersten Scharnierteils nur zwei Durchgangsbohrungen für Befestigungsschrauben
vorgesehen sind.
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Die
vorliegende Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gestellt, ein Scharnier
der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass auf einfache Art
die Justierbarkeit verbessert und bei geringst möglichem Platzbedarf die Notwendigkeit
einer versenkten Scharniermontage überflüssig gemacht wird.
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Erfindungsgemäß gelingt
dies dadurch, dass der Halter als ein wenigstens zweischenkeliges
Winkelstück
mit zu der Drehachse des Scharniers parallelem Winkelscheitel ausgebildet
ist, wobei das Winkelstück
wenigstens zwei gegeneinander abgewinkelte Befestigungsflächen aufweist,
mit denen es an einer vertikalen Kante der Tür oder des Rahmens auf zwei
sich an der Kante schneidenden Flächen der Tür oder des Rahmens aufsetzbar
ist, und wobei das Montageteil in eine in einem der Schenkel des
Winkelstückes
gebildete Ausnehmung verschiebbar eingesetzt ist.
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Die
erfindungsgemäß vorgesehene
Ausbildung des Halters als ein wenigstens zweischenkeliges Winkelstück ermöglicht,
den Halter auf der Oberfläche
der Tür
oder des Rahmens zu montieren, ohne dass ein Einsenken des Scharniers
erforderlich ist. Die Montage an der Tür oder dem Rahmen erfolgt vorzugsweise
auf deren Innen- oder Vorderseite, d. h. auf der dem Raum zugewandten
Seite der Tür oder
des Rahmens.
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Das
Scharnier erfordert also bei der Montage keinerlei Schreinerarbeiten.
Bohr-, Fräs-
oder andere Bearbeitungsschritte an der fertigen Tür entfallen
somit. Eine Bearbeitung der Tür
an der Anbringungsstelle des Scharniers ist zwar trotzdem durchaus denkbar,
ist jedoch mit dem Scharnier nach der Erfindung einfacher durchführbar, weil
keine Nut hergestellt werden muss. Dabei kann die passende Montageanordnung
je nach Anwendung gewählt
werden, das heißt
das als Winkelstück
ausgebildete erste Scharnierteil kann je nach Bedarf an der Tür oder an dem
Rahmen angebracht werden.
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Weiter
sind bei dem Scharnier nach der Erfindung die Rollen des Montageteils
und des Halters des eingangs erstgenannten bekannten Scharniers vertauscht,
denn erfindungsgemäß ist das
Montageteil in dem Halter angeordnet, der mit zwei Schenkeln flächig auf
der Tür-
oder Rahmenoberfläche
aufliegt und so für
einen festen Halt des Scharniers sorgt.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen des Scharniers nach der Erfindung bilden die Gegenstände der
Unteransprüche.
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In
einer Ausgestaltung des Scharniers nach der Erfindung umfasst das
Montageteil ein Buchsenteil, das in einer Führung in der Ausnehmung des Halters
verschiebbar, jedoch selbsthemmend fixierbar gehalten ist und den
Scharnier zapfen oder die diesen aufnehmende Bohrung aufweist. In
dieser Ausgestaltung ist das Scharnier auf einfache Weise eindimensional
justierbar, indem das Buchsenteil in der Ausnehmung quer verschoben
wird.
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In
einer weiteren Ausgestaltung des Scharniers nach der Erfindung weist
das in die Ausnehmung des Halters eingesetzte Buchsenteil eine quer zur
Drehachse ausgerichtete erste Gewindebohrung auf, in welche ein
verdrehbarer, jedoch axial unverschieblicher erster Gewindestift
eingesetzt ist. Es ist somit eine einfache und sichere Verstellmöglichkeit für das Buchsenteil
gegeben und es wird eine selbsthemmende Halterung und Verstellung
geschaffen.
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In
einer weiteren Ausgestaltung des Scharniers nach der Erfindung ist
das Buchsenteil auf einem ersten Zylinderstift geführt, der
parallel zu dem ersten Gewindestift angeordnet und in dem Halter
fixiert ist, so dass das Buchsenteil quer zur Drehachse des Scharniers
verstellbar, jedoch in Richtung der Drehachse unverschiebbar in
dem Halter des ersten Scharnierteils gehalten ist. Das stellt eine
weitere konstruktive Verbesserung gegenüber der vorgenannten Ausgestaltung
des Scharniers nach der Erfindung dar.
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In
einer weiteren Ausgestaltung des Scharniers nach der Erfindung ist
ein Grundkörper
des Montageteils in einer Führung
in der Ausnehmung des Halters verschiebbar, jedoch selbsthemmend
fixierbar gehalten, und in eine in dem Grundkörper ausgebildete Öffnung ist
ein den Scharnierzapfen oder die diesen aufnehmende Bohrung aufweisendes
Buchsenteil eingesetzt. In dieser Ausgestaltung ist der Scharnierzapfen
oder die diesen aufnehmende Bohrung auf einfache Weise quer zur
Drehachse des Scharniers justierbar.
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In
einer weiteren Ausgestaltung des Scharniers nach der Erfindung ist
das Buchsenteil in der Öffnung
des Grundkörpers
quer zur Verschieberichtung des Grundkörpers in dem ersten Scharnierteil verschiebbar
und selbsthemmend fixierbar angeordnet. In dieser Ausgestaltung
ist der Scharnierzapfen oder die diesen aufnehmende Bohrung in einer
zweiten Richtung quer zu der Drehachse verschiebbar, so dass das
Scharnier insgesamt zweidimensional justierbar ist.
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In
einer weiteren Ausgestaltung des Scharniers nach der Erfindung weist
das Buchsenteil eine Gewindebohrung auf, in die ein mit Außengewinde versehener
Einsatz in Richtung der Drehachse des Scharniers höhenverstellbar
eingreift, der den Scharnierzapfen oder die diesen aufnehmende Bohrung aufweist.
In dieser Ausgestaltung ist der Scharnierzapfen in seiner Längsachse
justierbar, so dass das Scharnier nach der Erfindung insgesamt dreidimensional
justierbar ist.
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In
einer weiteren Ausgestaltung des Scharniers nach der Erfindung weist
das in die Öffnung
des Grundkörpers
eingesetzte Buchsenteil eine quer zur Drehachse ausgerichtete erste
Gewindebohrung auf, in welche ein verdrehbarer, jedoch axial unverschieblicher
erster Gewindestift eingesetzt ist. In dieser Ausgestaltung kann
das Buchsenteil auf einfache Weise quer zur Drehachse und quer zur
Verschieberichtung des Grundkörpers
in diesem verstellt werden. Außerdem
ist somit auch in diesem Fall eine einfache und sichere Verstellmöglichkeit
für das Buchsenteil
gegeben und es wird eine selbsthemmende Halterung und Verstellung
geschaffen.
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In
einer weiteren Ausgestaltung des Scharniers nach der Erfindung weist
das Buchsenteil eine quer zur Drehachse und quer zu der ersten Gewindebohrung
ausgerichtete zweite Gewindebohrung auf, in welche ein verdrehbarer,
jedoch axial unverschieblicher zweiter Gewindestift eingesetzt ist,
der sich jeweils mit seinen freien Enden an der Innenseite des Halters
abstützt,
und der Grundkörper
weist Langlöcher
auf, in denen die freien Enden des zweiten Gewindestiftes verschiebbar
aufgenommen sind. In dieser Ausgestaltung kann der Grundkörper gemeinsam mit
dem Buchsenteil auf einfache Weise quer zur Drehachse justiert werden.
In dieser Ausgestaltung ist so eine einfache und sichere Verstellmöglichkeit für den Grundkörper gegeben
und es wird eine selbsthemmende Halterung und Verstellung geschaffen.
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In
einer weiteren Ausgestaltung des Scharniers nach der Erfindung sind
der Grundkörper
und das Buchsenteil auf einem zweiten bzw. auf dem ersten Zy linderstift
geführt,
die parallel zu dem zweiten bzw. ersten Gewindestift angeordnet
und in dem Halter bzw. in dem Grundkörper fixiert sind und von denen
sich der zweite Zylinderstift in dem Buchsenteil in einem Langloch
erstreckt, so dass der Grundkörper und
das Buchsenteil in einer Richtung quer zu einander und in einer
zweiten Richtung gemeinsam und jeweils quer zur Drehachse des Scharniers
verstellbar, jedoch in Richtung der Drehachse unverschiebbar im Halter
des ersten Scharnierteils gehalten sind. In dieser Ausgestaltung
des Scharniers nach der Erfindung ist durch eine gute Führung des
Grundkörpers im
ersten Scharnierteil und des Buchsenteils im Grundkörper eine
ausreichende Leichtgängigkeit
bei der Justierung gewährleistet.
Außerdem
ist dadurch ein mechanischer gegenseitiger Halt der ineinander verschachtelt
angeordneten Teile möglich.
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In
einer weiteren Ausgestaltung des Scharniers nach der Erfindung sind
die Gewindestifte und der Einsatz, die eine Verstellung und/oder
Fixierung bewirken, in montiertem Zustand des ersten Scharnierteils
von außen
zugänglich
betätigbar.
Es kann daher in eingebautem Zustand der Tür jederzeit deren Einstellung
und damit auch eine Nachjustierung derselben vorgenommen werden.
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In
einer weiteren Ausgestaltung des Scharniers nach der Erfindung weist
der Halter in jedem Schenkel wenigstens eine Bohrung zum Einsetzen einer
Schraube für
die Befestigung des Halters an der Außenfläche einer Tür oder eines Rahmens auf. In
dieser Ausgestaltung kann der Halter des ersten Scharniersteils
einfach und sicher an der Tür
oder dem Rahmen befestigt werden.
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In
einer weiteren Ausgestaltung des Scharniers nach der Erfindung ist
eine die beiden Schenkel des Winkelstückes wenigstens im Bereich
des Winkelscheitels miteinander verbindende Querwand vorhanden.
Das erste Scharnierteil ist in dieser Ausgestaltung des Scharniers
als eine Eckkappe ausgebildet, die am oberen und unteren Ende der
Tür aufgesetzt
werden kann, vorzugsweise aber am unteren Ende, weil dann die zusätzliche
Querwand zwischen den beiden Schenkeln des Winkelstückes die
Last der Tür
aufnehmen kann. Das Türgewicht
kann so genügend über das
Scharnier übertragen
werden. Das obere Scharnier braucht entsprechend nur minimale Kräfte zu übertragen,
so dass dort ein erstes Scharnierteil ohne eine solche Querwand
eingesetzt werden kann.
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In
einer weiteren Ausgestaltung des Scharniers nach der Erfindung ist
der Tragarm L-förmig
aus Blech hergestellt und der eine L-Schenkel des Tragarms erstreckt
sich parallel zu einer ersten Ebene und der andere L-Schenkel des
Tragarms erstreckt sich parallel zu einer zweiten, zu der ersten
Ebene rechtwinkeligen Ebene und in einer zu der ersten Ebene parallelen
Richtung. Dadurch lässt
sich erreichen, dass derjenige Schenkel des Winkelstückes, der
nicht das Montageteil für
den Scharnierzapfen trägt,
beim Schließen
der Tür
in eine Stellung bringbar ist, in welcher er neben dem einen L-Schenkel angeordnet
ist. Zweckmäßig kann
dieser Schenkel des Winkelstückes
die gleiche Dicke wie der eine L-Schenkel aufweisen, so dass sich
bei Bedarf ein äußerst schmaler
Spalt zwischen Tür
und Rahmen realisieren lässt.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
näher beschrieben.
Es zeigt
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1 in
perspektivischer Darstellung eine Ansicht der Vorder- oder Innenseite
einer Tür,
die mit einem Scharnier nach der Erfindung an einem Rahmen drehbar
gehaltert ist,
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2 in
perspektivischer Darstellung eine Ansicht der Rück- oder Außenseite der Tür und des Rahmens
nach 1, jedoch in einer auseinandergezogenen Darstellung,
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3 als
eine Einzelheit die Tür
nach 1 mit einem ersten Scharnierteil,
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4 in
einer Längsschnittansicht
das erste Scharnierteil nach 3 für eine eindimensional
justierbare erste Ausführungsform
des Scharniers nach der Erfindung,
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5 in
gleicher Ansicht wie in 4 das erste Scharnierteil für eine dreidimensional
justierbare zweite Ausführungsform
des Scharniers nach der Erfindung und
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6 in
einer Ansicht wie in 3 das erste Scharnierteil für eine dritte
Ausführungsform
des Scharnier nach der Erfindung, in der das erste Scharnierteil
als eine Eckkappe ausgebildet ist.
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In
der nachstehenden Beschreibung wird ein erfindungsgemäßes Scharnier 12 im
Zusammenhang mit dem Anbau an einer Tür 10 und einem dazu gehörenden Rahmen 20 erläutert. Die
gleichen Voraussetzungen gelten zwar im Zusammenhang mit einem Fenster
und einem entsprechenden Fensterrahmen, vorzugsweise wird das Scharnier 12 aber
als ein Türscharnier
eingesetzt.
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Mit
dem Scharnier 12 wird bei den dargestellten Ausführungsbeispielen
die drehbare Halterung der Tür 10 an
dem Rahmen 20 bewerkstelligt. Die Tür 10 und der Rahmen 20 sind
jeweils nur schematisch als ein Quader bzw. ein Profilteil dargestellt.
Das Scharnier 12 besteht aus wenigstens je einem am oberen
und am unteren Abschluss der Tür 10 montierten
ersten Scharnierteil 13 und wenigstens einem jeweils zugeordneten,
an dem Rahmen 20 befestigten zweiten Scharnierteil 14.
Die Anbringung der beiden Scharnierteile 13, 14 am
unteren Abschluss der Tür
und des Rahmens brauchte in den Zeichnungen nicht dargestellt zu
werden, weil sie spiegelbildlich gleich der Anbringung am oberen
Abschluss sein kann. Es kann als zweites Scharnier statt des hier
beschriebenen Scharniers 12 auch eine beliebige andere
Ausführung
in gespiegelter Version verwendet werden. Dabei kann technisch auch
beliebig zwischen ein-, zwei-, oder dreidimensional justierbaren Scharnieren
kombiniert werden.
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Das
erste Scharnierteil 13 oder das zweite Scharnierteil 14 weist
einen Scharnierzapfen 15 auf, der in eine Bohrung 25 des
anderen Scharnierteils eingreift. In dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel
wird davon ausgegangen, dass der Scharnierzapfen 15 an
dem zweiten Scharnierteil 14 befestigt ist, so dass das
erste Scharnierteil 13 die Bohrung 25 für den Scharnierzapfen 15 aufweist.
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Der
Scharnierzapfen 15 und die diesen aufnehmende Bohrung 25 bilden
die Drehachse 40 (4 und 5)
der Tür 10 gegenüber dem
Rahmen 20. Die den Scharnierzapfen 15 aufnehmende Bohrung 25 ist
in dem gezeigten Ausführungsbeispiel in
einem in dem ersten Scharnierteil 13 verschiebbaren Montageteil 18 ausgebildet,
auf dessen Aufbau im Einzelnen weiter unten näher eingegangen wird. Im Rahmen
der Erfindung ist es durchaus denkbar, den Scharnierzapfen 15 an
dem ersten Scharnierteil 13 und die Bohrung 25 zur
Aufnahme des Scharnierzapfens 15 an dem zweiten Scharnierteil 14 auszubilden.
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Das
erste Scharnierteil 13 umfasst einen fest mit der Tür 10 verbundenen
Halter 16, an dem das Montageteil 18 so verschiebbar
geführt
ist, dass es bei den Ausführungsbeispielen
nach den 1–4 und 6 wenigstens
eindimensional justierbar ist. Das Montageteil 18 kann
aber auch dreidimensional justierbar sein, wie bei dem Ausführungsbeispiel
nach 5, was weiter unten im Einzelnen beschrieben ist.
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Das
zweite Scharnierteil 14, welches den Scharnierzapfen 15 trägt, umfasst
einen abgewinkelten Tragarm 34. Der Tragarm 34 ist
L-förmig
aus Blech hergestellt. Ein L-Schenkel 34a des Tragarms 34 erstreckt
sich parallel zu einer ersten Ebene. Der andere L-Schenkel 34b des
Tragarms 34 erstreckt sich parallel zu einer zweiten, zu
der ersten Ebene rechtwinkeligen Ebene und in einer zu der ersten Ebene
parallelen Richtung, wie es am besten in der Darstellung in 2 zu
erkennen ist. An dem L-Schenkel 34b des Tragarms 34 ist
der Scharnierzapfen 15 befestigt. Der Schenkel 34a des
Tragarms 34 weist zwei Löcher 35 zum Einsetzen
von nicht dargestellten Befestigungsschrauben für die Befestigung an dem Rahmen 20 auf.
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Der
Halter 16 ist als ein wenigstens zweischenkeliges Winkelstück 17 mit
den beiden Schenkeln 17a und 17b und mit einem
zu der Drehachse 40 des Scharniers 12 parallelen
Winkelscheitel 17c ausgebildet. Der Halter 16 hat
zwei an den Schenkeln 17a, 17b des Winkelstückes 17 gebildete,
um 90° gegeneinander
abgewinkelte Befestigungsflächen 16a, 16b,
mit denen er an einer vertikalen Kante 30 der Tür 10 auf
zwei sich an der Kante 30 schneidende Flächen 10a, 10b der
Tür 10 aufsetzbar
ist. Wie der Tragarm 34 hat der Halter 16 Löcher zum
Einsetzen von Befestigungsschrauben 11 für die Befestigung an
der Tür 10.
Weder in die Fläche 10a noch
in die Fläche 10b ist
für diesen
Zweck eine Nut einzuarbeiten. Weiter ist klar, dass sich die Schenkel 17a, 17b und
somit die Befestigungsflächen 16a, 16b nicht rechtwinkelig
zu schneiden brauchen. Wenn die Flächen 10a, 10b der
Tür 10 einen
von 90° verschiedenen
Winkel haben, wird ein Halter 16 mit einem entsprechenden
Winkel zwischen dessen Befestigungsflächen 16a, 16b gewählt.
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Das
Montageteil 18 ist bei den Ausführungsbeispielen nach den 1–4 und 6 als
ein Buchsenteil 39 ausgebildet, das in eine in dem Schenkel 17b des
Winkelstückes 17 gebildete
Ausnehmung 28 verschiebbar eingesetzt ist. Zu diesem Zweck
ist der Schenkel 17b auf seiner von der Innenseite der
Tür 10 abgewandten
Seite als eine Art Gehäuse
ausgebildet, in dessen Oberseite sich die Ausnehmung 28 öffnet.
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Das
Montageteil 18 ist in dem ersten Scharnierteil 13 verschiebbar
angeordnet, damit die von dem Scharnierzapfen 15 und der
Bohrung 25 gebildete Drehachse 40 stufenlos verstellbar
ausgeführt werden
kann, wobei das Montageteil 18 aber in jeder gewünschten
Stellung selbsthemmend fixierbar sein soll.
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Es
werden hier zwei Ausführungsbeispiele des
Scharniers 12 nach der Erfindung beschrieben, nämlich eines,
bei dem das Scharnier eindimensional justierbar ist, was in den 1–4 und 6 gezeigt
ist und eines, bei dem das Scharnier dreidimensional justierbar
ist, was in 5 gezeigt ist. Im Folgenden
wird nun zunächst
das erste Ausführungsbeispiel
näher beschrieben.
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Gemäß der Darstellung
in 4 umfasst das Montageteil 18 das Buchsenteil 39,
das in einer Führung
in der Ausnehmung 28 des Haltes 16 verschiebbar,
jedoch selbsthemmend fixierbar gehalten ist und in dem hier gezeigten
und beschriebenen Fall die den Scharnierzapfen 15 aufnehmende
Bohrung 25 aufweist. Das in die Ausnehmung 28 des
Halters 16 eingesetzte Buchsenteil 39 weist eine
quer zur Drehachse 40 ausgerichtete erste Gewindebohrung 48 auf, in welche
ein verdrehbarer, jedoch axial unverschieblicher erster Gewindestift 52 eingesetzt
ist. Der erste Gewindestift 52 stützt sich mit seinen freien
Enden jeweils an der Innenseite der Ausnehmung 28 des Halters 16 ab.
Der erste Gewindestift 52 hat einen Werkzeuginnenangriff 60,
der über
eine Bohrung 62 in der Wand des Schenkels 17a des
Winkelstückes 17 zugänglich ist.
Das Buchsenteil 39 ist auf einem ersten Zylinderstift 56 geführt, der
parallel zu dem ersten Gewindestift 52 angeordnet und in
zwei einander gegenüberliegenden
Wänden
der Ausnehmung 28 fixiert ist, so dass das Buchsenteil 39 quer
zur Drehachse 40 des Scharniers 12 verstellbar,
jedoch in Richtung der Drehachse 40 unverschiebbar in dem Halter 16 des
ersten Scharnierteils 13 gehalten ist. Die Drehachse 40 des
Scharniers 12 ist bei diesem Ausführungsbeispiel quer verschiebbar
und so das Scharnier 12 eindimensional justierbar.
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Bei
dem in 5 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel, bei dem das
Scharnier 12 dreidimensional justierbar ist, ist ein Grundkörper 19 des Montageteils 18 auf
einer Führung
in der Ausnehmung 28 des Halters 16 verschiebbar,
jedoch selbsthemmend fixierbar gehalten. In eine in dem Grundkörper 19 ausgebildete Öffnung 38 ist
das den Scharnierzapfen 15 in einer Bohrung 25 aufnehmende Buchsenteil 39 eingesetzt,
wie es die Darstellung in 5 zeigt.
Das Buchsenteil 39 ist in der Öffnung 38 des Grundkörpers 19 quer
zur Verschieberichtung des Grundkörpers 19 in dem ersten
Scharnierteil 13 verschiebbar und selbsthemmend fixerbar
angeordnet.
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Das
Buchsenteil 39 weist in diesem Ausführungsbeispiel eine Gewindebohrung 42 auf,
in die ein mit Außengewinde 44 versehener
Einsatz 46 in Richtung der Drehachse 40 des Scharniers 12 höhenverstellbar
eingreift, der die den Scharnierzapfen 15 aufnehmende Bohrung 25 aufweist.
Mit einem solchen Einsatz 46 könnte auch die eindimensional
justierbare Ausführungsform
des Scharniers 12 nach 4 ausgestattet
werden, die auf diese Weise in eine zweidimensional justierbare
Ausführungsform
umgewandelt werden würde.
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Der
in die Ausnehmung 28 des Halters 16 eingesetzte
Grundkörper 19 weist
in seinen beiden einander gegenüber
liegenden Wänden,
von denen in 5 nur die hintere Wand 19a sichtbar
ist, zwei quer zur Drehachse 40 ausgerichtete Langlöcher (in 5 nicht
sichtbar) auf, in welche sich die freien Enden eines verdrehbaren,
jedoch axial unverschieblichen zweiten Gewindestiftes 54 erstrecken.
Der zweite Gewindestift 54, der in den beiden Langlöchern in
deren Längsrichtung
verschiebbar und außerdem
in den Langlöchern
frei drehbar ist, weist eine Länge
auf, welche an die Abmessung der Ausnehmung 28 in dem Halter 16 angepasst
ist. Mit seinen beiden freien Enden steht somit der zweite Gewindestift 54 an
zwei einander gegenüberliegenden Begrenzungswänden der
Ausnehmung 28 an und ist damit axial unverschieblich. Der
zweite Gewindestift 54 ist mit einer zweiten Gewindebohrung 50,
die in dem Buchsenteil 39 quer zu der ersten Gewindebohrung 48 angeordnet
ist, in Eingriff. Beim Verdrehen des zweiten Gewindestiftes 54,
dessen dafür
vorgesehener und von außen
zugänglich
betätigbarer Werkzeuginnenangriff
in 5 nicht sichtbar ist, wird so ein Verschieben
des Buchsenkörpers 39 zusammen
mit dem Grundkörper 19 quer
zu der Drehachse 40 bewirkt. Durch den ständigen Gewindeeingriff
ist auch eine ausreichende Selbsthemmung gewährleistet.
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Wie
bei dem eindimensional justierbaren Ausführungsbeispiel des Scharniers 12 nach 4 weist
das bei dem mehrdimensional justierbaren Ausführungsbeispiel nach 5 in
die Öffnung 38 des
Grundkörpers 19 eingesetzte
Buchsenteil 39 eine quer zur Drehachse 40 und
quer zu dem zweiten Gewindestift 54 ausgerichtete erste
Gewindebohrung 48 auf, in welche der verdrehbare, jedoch
axial unverschiebliche erste Gewindestift 52 eingesetzt
ist.
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Das
Buchsenteil 39 ist in 5 auf dem
ersten Zylinderstift 56 geführt, der parallel zu dem ersten Gewindestift 52 angeordnet
ist. Hingegen sind der Grundkörper 19 und
das Buchsenteil 39 quer dazu auf einem zweiten Zylinderstift 58 geführt, der
parallel zu dem zweiten Gewindestift 54 angeordnet und
in dem Halter 16 fixiert ist. Der zweite Gewindestift 54 stützt sich
jeweils mit seinen freien Enden an der Innenseite des Halters 16 ab.
Der zweite Zylinderstift 58 durchquert das Buchsenteil 39 in
einem Langloch 66, um die Verstellung des Buchsenteils 39 durch den
ersten Gewindestift 52 quer zu der Drehachse 40 nicht
zu behindern. Auf diese Weise sind der Grundkörper 19 und das Buchsen teil 39 entweder
quer zu einander und zu der Drehachse 40 oder beide gemeinsam
und jeweils quer zu der Drehachse 40 des Scharniers 12 verstellbar,
jedoch in Richtung der Drehachse 40 unverschiebbar in dem
Halter 16 des ersten Scharnierteils 13 gehalten.
In diesem dreidimensional justierbaren Ausführungsbeispiel des Scharniers 12 ist
statt der Bohrung 62 nach 4 ein Langloch 68 vorhanden,
damit der Werkzeuginnenangriff 60 des ersten Gewindestifts 52 unabhängig von
der Verschiebung des Buchsenteils 39 und des Grundkörpers 19 in
der Ausnehmung 28 des Halters 16 von außen zugänglich betätigbar bleibt.
Der erste Zylinderstift 56 ist bei dem Ausführungsbeispiel
nach 5 in dem Grundkörper 19 verankert,
hingegen bei dem Ausführungsbeispiel
nach 4 in den Begrenzungswänden der Ausnehmung 28 des
Halters 16.
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Der
Halter 16 hat in jedem Schenkel 16a, 16b eine
oder mehrere Bohrungen zum Einsetzen einer Schraube 11 für die Befestigung
des Halters an den Flächen 10a, 10b der
Tür 10 oder
an der Außenfläche des
Rahmens 20.
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6 zeigt
in einer Ansicht wie in 3 das erste Scharnierteil 13 für eine dritte
Ausführungsform des
Scharniers 12, in der das erste Scharnierteil 13 als
eine Eckkappe ausgebildet ist. Diese Ausbildung ergibt sich dadurch,
dass eine Querwand 17d die beiden Schenkel 17a, 17b des
Winkelstückes 17 wenigstens
im Bereich des Winkelscheitels 17c miteinander verbindet.
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- 10
- Tür
- 10a
- Fläche
- 10b
- Fläche
- 11
- Befestigungsschrauben
- 12
- Scharnier
- 13
- erstes
Scharnierteil
- 14
- zweites
Scharnierteil
- 15
- Scharnierzapfen
- 16
- Halter
- 16a
- Befestigungsfläche
- 16b
- Befestigungsfläche
- 17
- Winkelstück
- 17a
- Schenkel
- 17b
- Schenkel
- 17c
- Winkelscheitel
- 17d
- Querwand
- 18
- Montageteil
- 19
- Grundkörper
- 19a
- hintere
Wand
- 20
- Rahmen
- 25
- Bohrung
(für Scharnierzapfen)
- 28
- Ausnehmung
- 30
- vertikale
Kante
- 34
- Tragarm
- 34a
- L-Schenkel
- 34b
- L-Schenkel
- 35
- Loch
- 38
- Öffnung
- 39
- Buchsenteil
- 40
- Drehachse
- 42
- Gewindebohrung
- 44
- Außengewinde
- 46
- Einsatz
- 48
- erste
Gewindebohrung
- 50
- zweite
Gewindebohrung
- 52
- erster
Gewindestift
- 54
- zweiter
Gewindestift
- 56
- erster
Zylinderstift
- 58
- zweiter
Zylinderstift
- 60
- Werkzeuginnenangriff
- 62
- Bohrung
- 66
- Langloch
- 68
- Langloch