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Die Erfindung betrifft eine Zugposaune mit einem einen Schwanenhals aufweisenden Hauptstück, einem Posaunenzug sowie einem Kesselmundstück mit Mundstückkessel und Mundstückschaft, wobei der Posaunenzug ein erstes und ein zweites Innenzugrohr, ein Außenzugrohr mit einem oberen U-Schenkel und einem unteren U-Schenkel, ein Griffstück mit oberem und unterem Griffrohr, eine Mundstückaufnahme und eine Wasserauslaßvorrichtung aufweist und das erste Innenzugrohr im oberen Griffrohr vorgesehen ist, wobei sich an den Schwanenhals des Hauptstücks in Fortsetzung der untere U-Schenkel des Außenzugrohrs kollinear anschließt. Sie betrifft ferner einen Posaunenzug für eine solche Zugposaune.
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Posaunen gehören zu den Blechblasinstrumenten und entstanden in ihrer jetzigen Grundform bereits im 15. Jahrhundert. Seit 1900 sind etliche Modernisierungen erfolgt, die sich mit Verfeinerungen befaßten, an der Grundform jedoch nichts verändert haben. Damit wurde dem Erfordernis Rechnung getragen, daß ein wichtiges Einsatzgebiet der Posaune im klassischen sinfonischen Bereich liegt und es daher erforderlich ist, die Klangqualität der Posaune im wesentlichen unverändert beizubehalten. Eine solche Posaune wird beispielsweise in der
DE 1 225 033 A1 beschrieben. Die deutsche Bauweise unterscheidet sich dabei von der amerikanischen dadurch, daß sie besonders dünnwandige Bleche verwendet, wodurch eine besonders „schmetternde” Klangfarbe erzielt wird. Für diese spezielle Klangfarbe sind die deutschen Posaunen bekannt.
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Die Töne werden dadurch erzeugt, daß die Luftsäule im Posaunenrohr eine bestimmte Generatorfrequenz aufnimmt und durch Reflektion der Luftschwingungen am offenen, trichterförmigen Ende eine stehende Welle erzeugt wird. Die Generatorfrequenz erzeugt der Posaunenspieler, indem er mit seinem Mund die Luft am Mundstück in Schwingungen versetzt. Die mit den verschiedenen möglichen Generatorfrequenzen erzeugten Töne sind die Naturtöne des spezifischen Posaunenkörpers. Je nach Länge und Durchmesser des Hauptrohrs und der damit erzeugbaren Tonlage unterscheidet man die Posaunen beispielsweise in Baßposaune, Tenorbaßposaune bzw. Tenorposaune.
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Das Grundelement einer Posaune ist das Hauptrohr, dessen eines Ende als Aufnahmeöffnung für das einzusetzende Kesselmundstück ausgebildet ist und dessen anderes Ende sich in Form eines Schalltrichters öffnet. Die Abmessungen (Durchmesser und Länge) des Hauptrohrs bestimmen die Höhenlage bzw. das Spektrum der erzeugbaren Posaunentöne. Mit Verlängerungsrohren und Zuschaltventilen kann das Spektrum erweitert werden. Der Posaunenzug erlaubt sieben zusätzliche Halbtöne zwischen den Naturtönen. Beim Ausziehen des Posaunenzugs um jeweils eine Position wird dabei der Naturton der betreffenden Generatorfrequenz durch die entsprechende Verlängerung des Hauptrohrs um einen halben Ton erniedrigt.
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Wegen der für die Klangerzeugung erforderlichen Länge des Hauptrohrs wird dieses zur Handhabbarkeit in S-Form gewunden. Dabei sind die zwei Hauptrohrbögen im Umkehrpunkt des „S” als lösbar miteinander verbundene U-förmige Bögen ausgebildet, so daß die Achsen der U-Schenkel im wesentlichen parallel zueinander verlaufen. Der erste Hauptrohrbogen wird durch das sogenannte Hauptstück gebildet. Dieses umfaßt als einen U-Schenkel das Schallstück mit dem zum Ende auslaufenden Trichter und als anderen U-Schenkel den Schwanenhals, an dessen Ende sich der zweite Hauptrohrbogen, der Posaunenzug anschließt. Der eine U-Schenkel des Posaunenzugs enthält an seinem Ende die Mundstückaufnahme, und der zweite U-Schenkel schließt sich an den Schwanenhals des Hauptstücks an und bildet mit ihm eine gerade Linie. Für das regelmäßig erforderliche Entfernen des mit der Atemluft eingebrachten Kondenswassers ist, wie in der
DE 297 19 673 U1 beschrieben, üblicherweise eine Wasserauslaßvorrichtung am Posaunenzug im Bereich des U-Bogens in Form einer Wasserklappe vorgesehen, die gegen eine Federkraft mit einem Hebel bedienbar ist.
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Zum Spielen wird die Posaune mit angewinkeltem Arm vor dem Körper in Höhe des Halses mit der linken Hand (bei Links- und Rechtshändern gleichermaßen) im Verbindungsbereich zwischen Hauptstück und Posaunenzug gehalten, wobei der Posaunenzug im wesentlichen rechtwinklig zur Körpervorderseite nach vorne ausgerichtet ist. Zum Halten dient das am Posaunenzug befindliche Griffstück, das sich über die Breite des Posaunenzugs zwischen den beiden U-Schenkeln erstreckt. Das Griffstück ist zur Erfüllung seiner Funktion stabilitätsoptimiert ausgebildet, während die restlichen Teile der Posaune klangoptimiert sind. Das Hauptstück ragt dabei mit dem Bogenbereich über die linke Schulter hinaus nach hinten, während das Schallstück mit der Trichteröffnung ebenfalls nach vorne ausgerichtet ist. Mit dem rechten Arm kann der Posaunenzug an einem Quersteg durch Armstreckung und Armbeugung frei vom Körper weg bzw. wieder auf ihn zu bewegt werden. Die Querausrichtung von Hauptstück und Posaunenzug zueinander wird vom jeweiligen Spieler in einem für ihn geeigneten Winkel zueinander eingestellt, üblicherweise auf etwas weniger als 90°. Dadurch stehen Posaunenzug und Hauptstück wie ein breit geöffnetes „V” zueinander, wobei der Schwanenhals in Verlängerung der unteren U-Schenkels des Posaunenzugs über die Schulter hinwegführend die Spitze des „V” bilden (siehe 1b). Das Schallstück mit dem Trichter zeigt vom Spieler weg, während der Posaunenzug mit dem oberen U-Schenkel die andere Hälfte des „V” bildet, die vor der Körpermitte gehalten wird.
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Das in der Mundstückaufnahme des Posaunenzugs befindliche Kesselmundstück muß beim Spielen der Posaune auf die Lippen des Bläsers so aufgesetzt werden, daß es die Lippen und die Mundöffnung symmetrisch abdeckt. Nur so wird ein einwandfreies Aufsetzen des Mundes auf dem Mundstückrand ermöglicht. Diese notwendige Symmetrie wurde bisher nur unzureichend erreicht, weil der Schwanenhals seitlich zu eng am Hals des Spielers vorbeiführte. Um Abhilfe zu schaffen, wurde der U-Bogen des Posaunenzugs so breit wie möglich gebaut, um den Abstand zum Hals des Spielers so groß wie möglich halten zu können. Der U-Bogen kann jedoch nur so breit gebaut werden, wie die Hand des Spielers in ihrer größtmöglichen Griffbreite noch in der Lage ist, den Posaunenzug über beide Zugrohre zu halten.
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Durch diese Bauweitenbegrenzung des Posaunenzuges war keine optimale Positionierung des Mundstückansatzes zu erreichen, ohne daß der Posaunenzug zu breit wurde. Eigentlich müßte der U-Bogen des Posaunenzuges erheblich breiter gebaut werden, um ausreichend am Hals des Spielers vorbeizuführen, so daß ein guter und freier Ansatz des Mundstückes auf dem Mund des Spielers gewährleistet ist. Die Griffbreite der Hand eines Erwachsenen läßt jedoch nur eine Bauweite von bis zu 90 mm zu. Dieses Maß bezieht sich dabei auf die lichte Weite (Griffweite) zwischen den U-Schenkeln des Posaunenzugs. Kinder von etwa acht Jahren benötigen dagegen eine deutlich kleinere Griffweite von ca. nur 60 mm.
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Wird die Griffweite jedoch kleiner als 90 mm ausgeführt, führt der Schwanenhals enger am Hals des Spielers vorbei und engt den Spieler störend ein. Spätestens ab einer Breite von ca. 75 mm kann der Spieler seine Lippen nicht mehr vollständig auf das Mundstück aufsetzen, was die Posaune unspielbar macht. Diese Problematik verschärft sich noch, wenn im Schwanenhals ein Ventil zum Ankoppeln eines Zusatzrohstücks eingebaut wird. Das Ventil drückt ungünstig seitlich auf den Hals.
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Aufgrund der Materialmasse haben Posaunen zudem ein spürbares Gewicht, was sich durch die asymmetrischen Haltung besonders ungünstig auswirkt. Ferner tragen die großen Griffweiten der Posaunenzüge dazu bei, daß Posaunisten Haltebeschwerden mit Hand-, Arm- und Schulterverspannungen bis hin zu entzündlich schmerzhaften Muskelentzündungen bekommen. Der Kern dieses Problems ist, daß der Handballen der Haltehand zur Haltgewinnung an dem unteren Posaunenzugrohr (im Bereich des Griffstücks) angelegt wird. Diese Haltung ist ergonomisch ungünstig, weil die Hand dabei über lange Zeitspannen hinweg Haltearbeit in Form von statischer Muskelanspannung erbringen muß. Die Hand kann nämlich den Griffbereich am Griffstück nicht bequem umschließen, sondern nur weit geöffnet fassen. Dabei müssen Ring- und kleiner Finger die wesentliche Greif- und Haltearbeit leisten. Dieses Problem verschärft sich noch bei Menschen mit kleinen Händen, wie dies insbesondere bei Kindern anzutreffen ist.
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Diese ergonomische Problematik belastet den Körper des Spielenden bei langfristiger Nutzung derart, das dies bei Berufsmusikern bekanntermaßen zu beruflichen Ausfällen bis hin zur völligen Berufsunfähigkeit führen kann. Typische Erscheinungsformen dieser Berufskrankheit sind muskuläre Dysfunktionen. Ganz besonders spürbar wird diese ergonomische Problematik aber auch bei Personen mit schwacher bzw. kleinwüchsiger Konstitution. Dies betrifft neben bereits gesundheitlich beeinträchtigten oder älteren Menschen auch Heranwachsende, insbesondere Kinder. Diese sind dadurch, daß ihr Körper noch in der Entwicklung steckt, durch unergonomische Dauerbelastungen besonders gefährdet.
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Kinder unter acht Jahren sind dabei überhaupt nicht in der Lage, Posaunen der eingangs genannten Art ausreichend lange zu halten, weil sie weder die erforderliche Spannweite in der Haltehand noch ausreichend Kraft zum Halten des Instruments aufweisen. Dadurch können Kinder in der Regel erst ab einem Alter von ca. acht Jahren mit dem Posaunenspiel beginnen, dies anfangs jedoch nur mit relativ kurzen Spielzeiten, um aufgrund der Überbelastung keine gesundheitlichen Schäden zu erleiden. Da die musikalische Ausbildung in den Schulen üblicherweise schon mit dem Schulalter beginnt und zu diesem Zeitpunkt häufig schon die musikalischen Weichen für das spätere Leben gestellt werden, bedeutet dies, daß die Förderung von Posaunistennachwuchs erschwert ist.
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In der
DE 299 10 364 U1 ist als ergonomische Verbesserung eine Stützvorrichtung für Blasinstrumente, einschließlich Posaunen, beschrieben. Diese umfaßt eine auf dem Boden aufzustellende Stützvorrichtung, auf der das Blasinstrument zur Abstützung lösbar befestigt werden kann. Dies ist insbesondere für Posaunen schon deshalb nicht praktikabel, weil es an einem geeigneten Auflagebereich am Instrument fehlt. Hierfür käme wegen der erforderlichen freien Beweglichkeit des Posaunenzugs nämlich nur das Schallstück in Frage, dessen dünne, empfindliche Wandung hierfür nicht geeignet ist. Darüber hinaus, würde es den Posaunenspieler beim Spielen in seiner musikalischen Ausdruckmöglichkeit zu sehr einschränken.
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Die
GB 681,787 A offenbart eine Posaune, bei der der Posaunenzug gegenüber dem Hauptstück und insbesondere gegenüber dem Schwanenhals in Spielhaltung nach unten abgewinkelt ist. Dies soll dem Posaunisten das Spielen auf engem Raum erlauben, ohne daß er die Posaune senken muß, um eine vor ihm befindliche Person nicht zu berühren. Gleichzeitig erleichtert diese Ausgestaltung dem Spieler die Ausbalanzierung des Instruments, weil der Posaunenzug weniger weit vom Körper weggeführt werden muß, was die Armbewegung erleichtert. Eine prinzipielle Griffbreitenverringerung erlaubt diese Ausgestaltung jedoch nicht.
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Die
US 2,258,312 A offenbart ein Mundstück für Blasinstrumente, das insbesondere zur Anpassung an anatomische Gegebenheiten des Posaunisten, wie Lippen und Kiefer, anpaßbar ist. Dies wird dadurch bewirkt, daß das Mundstück so augestaltet ist, daß für die Munstückkesselöffnung, auf die die Lippen aufgelegt werden, im Bereich des Mundstückschafts eine Abwinklung in unterschiedlicher Stärke und in beliebiger Richtung individuell einstellbar ist. Die individuelle Einstellbarkeit eines Mundstücks bei einer Posaune erlaubt somit eine individuelle Anpassung an anatomische oder andere Gegebenheiten, muß aber auch bei jeder Verwendung neu eingestellt werden, was eine verläßlich einheitliche Einstellung erschwert. Eine solche individuelle Einstellbarkeit erlaubt aber insbesondere auch keine prinzipiellen strukturellen Veränderungen des Instruments, insbesondere keine Griffbreitenverringerung.
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Aufgabe der Erfindung ist daher, eine Posaune bereitzustellen, die die oben genannten Nachteile überwindet und die Belastungen des Spielers minimiert, so daß gesundheitliche Schäden vermieden werden können und auch schwächer konstituierte Personen eine Posaune längerfristig spielen können.
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Dies wird mit einer Posaune der eingangs genannten Art mit den Merkmalen a), b) und c) des Anspruchs 1 erreicht, wodurch der Abstand zwischen dem Hals des Spielers und dem Schwanenhals der Posaune vergrößert wird.
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Dies hat den Vorteil, daß die Posaune dadurch nicht mehr gerade nach vorne gehalten werden muß, sondern mit dem nach vorn auskragenden Posaunenzug schräg auf die Körpermittenachse hin orientiert gehalten werden kann, ohne die symmetrische Anordnung des Mundstückkessels vor dem Mund des Spielers zu verlieren. Damit wird der Gewichtsschwerpunkt der Posaune näher zum Körper und zur Körpermitte hin verlagert, was die Haltebelastung verringert. Diese veränderte Haltung bewirkt als weiteren Effekt, daß dadurch der Abstand des Schwanenhalsrohres vom Hals des Spielers vergrößert wird, wodurch die Herstellung von Posaunen mit Griffweiten kleiner als 85 mm ermöglicht wird. Dies erlaubt insbesondere eine kindgerechte Dimensionierung der Griffweite.
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Die Abwinkelung im Bereich der Mundstückaufnahme hat den Vorteil, daß die Orientierung der Abwinklungsrichtung festgelegt ist, d. h. kein unbeabsichtigtes Verstellen des Winkels möglich ist. Dadurch hat der Spieler immer die richtige Ausrichtung des Kesselmundstücks.
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Die Abwinklung der Längsachse der Mundstückaufnahme gegenüber der Längsachse des oberen Griffrohrs kann auf einfache Weise dadurch erreicht werden, daß die Hülse, die das obere Griffrohr bildet, mit ausreichend dicker Wandstärke ausgebildet ist, die die benötigte Abschrägung der Aufnahmeöffnung zuläßt.
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Eine bevorzugte Ausgestaltung sieht eine Abwinklung von ca. 15° vor. Diese ist ideal für die Führung des Posaunenzugs mit dem Zugarm, da dies der natürlichen Auswärtsbewegungsrichtung des Unterarms in der Spielhaltung entspricht.
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Eine Weiterentwicklung sieht vor, die Griffweite als lichte Weite zwischen den U-Schenkeln des Posaunenaußenzugrohrs kleiner als 85 mm auszugestalten. Dies verringert die Belastung der Haltehand bei der Haltearbeit am Griffstück, weil durch eine geringere Griffweite weniger Kraftaufwand erforderlich ist.
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Eine Ausgestaltung sieht eine Griffweite von ca. 80 mm vor. Diese entspricht den ergonomischen Erfordernissen einer Hand eines durchschnittlichen Erwachsenen.
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Eine andere Ausgestaltung sieht ein Griffweite von ca. 70 mm vor. Diese entspricht den ergonomischen Erfordernissen von kleinwüchsigen Erwachsenen und durchschnittlichen Heranwachsenden.
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Eine weitere Ausgestaltung sieht eine Griffweite von ca. 60 mm vor. Diese eignet sich besonders gut für Kinder ab ca. sechs Jahre.
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Eine andere Weiterentwicklung sieht vor, im Griffbereich des unteren Griffrohrs eine asymmetrische Auskragung in Blickrichtung des Spielers nach links als Handballenstütze vorzusehen. Dadurch wird die Haltehand dahingehend unterstützt, daß sie eine statisch günstigere Gegendruckposition bekommt, was die Haltekrafterfordernisse der Haltehand weiter vermindert.
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Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, daß die Handballenstütze am Posaunenzug befestigt ist. Dadurch kann in Einheit mit dem Posaunenzug ein ergonomisch harmonisches Zusammenwirken erreicht werden.
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Eine mögliche Ausführungsform sieht vor, die Handballenstütze als auf dem unteren Griffrohr befestigten Stützstab auszubilden. Dadurch kann eine besonders stabile Konstruktion erzielt werden.
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Eine andere Ausführungsform sieht vor, die Handballenstütze als auf das untere Griffrohr aufgeklebtes Kunststoffpolster auszubilden. Dies ist in der Herstellung einfacher und erlaubt auch einen einfachen Austausch.
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Eine andere Ausgestaltung sieht vor, die Handballenstütze am Hauptstück zu befestigen. Damit kann die ergonomische Verbesserung unabhängig vom Posaunenzug zum Einsatz gebracht werden.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht dabei vor, die Handballenstütze am Hauptquersteg zu befestigen. Dies erlaubt eine einfache Anbringung, insbesondere derart, daß die Verbindung lösbar ausgestaltet werden kann, weil der Quersteg nicht an der Klangbildung beteiligt ist und daher für Belastungen oder Bearbeitung der Oberfläche weniger empfindlich ist.
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Eine ergonomisch sinnvolle Ausgestaltung der Formgebung der Handballenstütze sieht vor, diese in Bogenform ergonomisch an die Hand anzupassen. Dies erlaubt eine besonders bequeme und sichere Auflage des Handballens.
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Eine vorteilhafte Weiterbildung der Posaune sieht ferner vor, daß der Posaunenzug als Wasserauslaßvorrichtung am Außenzugrohr ein Auslaßventil aufweist, das durch Druckbetätigung öffenbar ist. Dies erlaubt eine einfache Bedienung der Auslaßfunktion durch ein Gegendruckelement ohne unmittelbare Handbedienung. Damit entfällt das Erfordernis, für die Entwässerung mit dem rechten Arm bis an das Ende des Posaunenzugs zu greifen, was entweder eine unergonomische Haltung oder ein belastendes Heranziehen und Drehen der Posaune bedeutet, denn nun kann das Ventil durch Drücken gegen ein Gegendruckelement betätigt werden.
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Für eine vorteilhafte Ausgestaltung wird das Auslaßventil im Außenbereich des Außenzugrohrs angeordnet. Das erlaubt eine bequeme Handhabung, die lediglich ein Drücken gegen eine beliebige Fläche als Gegendruckelement verlangt. Insbesondere Kleinwüchsige und Kinder, deren Armspanne für das Erreichen des am Ende des Posaunenzugs angeordneten Wasserklappenhebels nicht ausreicht, können so die Posaune auf einfachste Weise, nämlich durch Druck gegen eine beliebige Fläche, entwässern, und müssen die Posaune nicht mehr zur Betätigung an den Körper heranziehen. Da eine Entwässerung während des Spielens ca. alle zwei bis drei Minuten erforderlich ist, bedeutet dies eine bedeutende ergonomische Entlastung.
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Besonders vorteilhaft ist es, das Auslaßventil im gebogenen Bereich des Außenzugrohrs anzuordnen. Dadurch kann der Gegendruck mit einer im wesentlichen symmetrischen Haltung ausgeübt werden.
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Idealist es, wenn das Auslaßventil mittig im gebogenen Bereich angeordnet ist, was der Position des sonst dort üblicherweise angeordneten Abstellknopfs entspricht. Dies sorgt für einen besonders effektiven Abfluß des Wassers, und es läßt sich besonders bequem, z. B. durch Druck gegen den Fußboden, bedienen. Wird die Posaune in Spielpausen mit dem Posaunenzugbogen in gewohnter Weise auf dem Boden zur Entlastung abgesetzt, kommt es dabei automatisch zur Betätigung des Auslaßventils und damit zur regelmäßigen Entwässerung, ohne daß der Spieler hierfür eine zusätzliche Bewegung ausführen muß.
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Eine weitere Aufgabe besteht darin, einen Posaunenzug für eine Zugposaune der eingangs genannten Art bereitzustellen, mit dem die eingangs genannten Nachteile überwunden werden können.
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Dies wird mit einem Posaunenzug mit den Merkmalen des Anspruchs 18 erreicht. Dies bewirkt bei der Verwendung eines solchen Posaunenzugs mit einer herkömmlichen Posaune, daß der Abstand zwischen dem Hals des Spielers und dem Schwanenhals der Posaune vergrößert wird.
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Dies hat den Vorteil, daß damit bereits existierende Posaunen so nachgerüstet werden können, daß eine solche Posaune nicht mehr gerade nach vorne gehalten werden muß, sondern mit dem nach vorn auskragenden Posaunenzug leicht schräg auf die Körpermittenachse hin orientiert gehalten werden kann. Damit wird der Gewichtsschwerpunkt der Posaune vor dem Körper näher zum Körper hin verlagert, was die Haltebelastung verringert. Diese veränderte Haltung bewirkt als weiteren Effekt, daß dadurch der Abstand des Schwanenhalsrohres vom Hals des Spielers vergrößert wird, wodurch die Herstellung von Posaunen mit Griffweiten kleiner als 85 mm ermöglicht wird. Dies erlaubt insbesondere eine kindgerechte Dimensionierung der Griffweite.
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Eine vorteilhafte Weiterbildung des Posaunenzugs sieht vor, die Griffweite als lichte Weite zwischen den Posaunenaußenzugrohren mit weniger als 85 mm auszugestalten. Dies verringert die Belastung der Haltehand bei der Haltearbeit am Griffstück, weil durch eine geringere Griffweite weniger Kraftaufwand erforderlich ist. Je nach körperlicher Konstitution können die Posaunenzüge mit geeigneten Griffweiten ausgestattet werden, z. B. 80 mm für durchschnittliche Erwachsene, 70 mm für kleinere Erwachsene und Heranwachsende und 60 mm für Kinder, wodurch beliebige existierende Posaunen für bestimmte ergonomische Erfordernisse nachgerüstet werden können.
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Eine vorteilhafte Weiterbildung des Posaunenzugs sieht ferner vor, im Griffbereich des unteren Griffrohrs eine asymmetrische Auskragung in Blickrichtung des Spielers nach links als Handballenstütze anzuordnen. Dadurch wird die Haltehand dahingehend unterstützt, daß sie eine statisch günstigere Auflage bekommt, was die erforderliche Haltekraft der Haltehand weiter vermindert. Solche Handballenstützen können entweder lösbar befestigbar oder fest mit dem Posaunenzug verbunden ausgestaltet sein.
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Eine weitere Weiterbildung sieht vor, daß der Posaunenzug als Wasserauslaßvorrichtung am Außenzugrohr ein Auslaßventil aufweist, das durch Druckbetätigung öffenbar ist. Dies erlaubt eine einfache Bedienung der Auslaßfunktion durch ein Gegendruckelement anstelle einer Handbetätigung. Damit entfällt das Erfordernis, für die Entwässerung mit dem rechten Arm bis an das Ende des Posaunenzugs zu greifen, was entweder eine unergonomische Haltung oder ein belastendes Heranziehen und Drehen der Posaune bedeutet, denn nun kann das Ventil durch Drücken gegen ein Gegendruckelement betätigt werden.
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Die Erfindung wird anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen
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1a eine Posaune nach dem Stand der Technik als Prinzipskizze,
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1b eine Posaune in der üblichen Spielhaltung als Prinzipskizze in Vorderansicht,
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1c eine von einem Spieler gehaltene Posaune nach dem Stand der Technik als Prinzipskizze in Vogelperspektive,
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2 eine erfindungsgemäße Posaune als Prinzipskizze aus Vogelperspektive,
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3a Detail: Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Abwinklung als Prinzipskizze,
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3b Detail: Ausführungsbeispiel von 3a aus anderer Perspektive,
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4a Detail: Griffstück nach Stand der Technik mit Haltehand als Seitenansicht,
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4b Detail wie 4a in gedrehter Blickrichtung,
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5a Detail: Ausführungsbeispiel für Handballenstütze als Prinzipskizze,
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5b Ausschnitt Posaune: Griffstück mit Ausführungsbeispiel für die erfindungsgemäße Handballenstütze gemäß 5a als Seitenansicht,
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5c wie 5a in gedrehter Blickrichtung (entsprechend 4b),
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6a Detail: andere Ausführungsvariante für die Handballenstütze,
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6b Ausschnitt Posaune: Griffstück mit anderer Ausführungsvariante für Handballenstütze als Seitenansicht,
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6c wie 6a in gedrehter Blickrichtung (entsprechend 4b und 5b),
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7 Detail: weitere Ausführungsvariante für Handballenstütze.
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1a zeigt als Prinzipskizze eine Posaune nach dem Stand der Technik bestehend aus Hauptrohr 1 und Kesselmundstück 17. Das Hauptrohr 1 wird unterteilt in das Hauptstück 2 mit dem Schallstück 3 und dem Schwanenhals 4. Im Bogenbereich des Hauptstücks 2 kann ein Stimmzug (nicht dargestellt) zur Feineinstellung vorgesehen sein. Stabilisiert wird der Bogen des Hauptstücks 2 durch den Hauptquersteg 5 zwischen Schallstück 3 und Schwanenhals 4.
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An den Schwanenhals 4 schließt sich in Fortsetzung der untere U-Schenkel 8 des Posaunenzugs 6 an, der an zwei Stellen mit dem oberen U-Schenkel 7 des Posaunenzugs 6 verbunden ist. Der Posaunenzug 6 besitzt ein U-förmig gebogenes Außenzugrohr 9 und in den beiden U-Schenkeln 7, 8 geführte Innenzugrohre 16, 16'. Das die beiden U-Schenkel 7, 8 des Außenzugrohrs 9 verbindende Element ist der Außenzugquersteg 10, mit dem die rechte Hand des Spielers den Posaunenzug 6 betätigt. Der Innenzugquersteg 15 dagegen ist Bestandteil des Griffstücks 11, das zusammen mit dem Innenzugquersteg 15, dem oberen Griffrohr 12 sowie dem unteren Griffrohr 13 eine funktionelle Einheit bildet. Dabei dient das untere Griffrohr 13 neben seiner Funktion als Griffbereich gleichzeitig auch als Aufnahmehülse für die Befestigung des Innenzugrohrs 16' sowie zur Aufnahme eines Verbindungsstücks (nicht dargestellt) mit dem Schwanenhals 4 des Hauptstücks 2. Das obere Griffrohr 12 ist neben seiner Greif-Funktion auch Aufnahmehülse für die Befestigung des Innenzugrohrs 16 und enthält ferner die Mundstückaufnahme 13. In diese wird das Kesselmundstück 17 zur Verbindung mit dem Hauptrohr 1 eingeführt.
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Ein Umlenk- oder Verlängerungsrohr 21, das über das Umlenkventil 22 an das Rohr des Hauptstücks 2 im Bereich des Schwanenhalses 4 angeschlossen ist, ist nur angedeutet. Zur Betätigung des Umlenkventils 22 dient der Betätigungshebel 23.
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Als Wasserauslaßvorrichtung 24 ist eine Wasserklappe dargestellt, deren Öffnung auf der Rückseite des dargestellten Posaunenzugs 6 angeordnet ist und mittels eines Hebels betätigbar ist. Der mittig im äußeren Bogenbereich des Posaunenzugs 6 angeordnete Abstellknopf 31 dient zum Absetzen des Instruments in Spielpausen.
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Die lichte Weite zwischen den U-Schenkeln 7, 8 des Posaunenzugs 6 gilt als das Maß für die sogenannten Griffweite 10', obwohl die Hand des Spielers beim Halten die gesamte Breite des Griffstücks 11 umfaßt.
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Auch bei den übrigen Darstellungen betreffen gleiche Bezugszeichen funktional gesehen die gleichen Elemente einer Posaune, wenn auch erfindungsgemäße Veränderungen und verschiedene Ausführungsformen dargestellt sind.
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1b zeigt in einer weiteren Prinzipskizze als Vorderansicht einen Blick auf eine von einem Spieler gehaltene Posaune in einer typischen Stellung von Hauptstück 2 und Posaunenzug 6 zueinander. Erkennbar vom Hauptstück 2 ist die Trichteröffnung 3', der Hauptquersteg 5 und dahinter der Bogen des Hauptstücks 2. In einem Winkel von etwas weniger als 90° abgewinkelt zum Hauptquersteg 5 ist der Bogenbereich des Posaunenzugs 6 mit den angedeuteten U-Schenkeln des Posaunenzugs 7 und 8 dargestellt. Posaunenzug 6 und Hauptstück 2 werden vom Spieler in der Regel in einem Winkel von etwas weniger als 90° zueinander eingestellt, so daß sie zusammen ein weit geöffnetes „V” bilden, mit dem unteren U-Schenkel 8 als nach unten gerichtete Spitze des „V”. Die konkrete Winkelstellung der „V”-Schenkel zueinander erfolgt am Verbindungsstück zwischen Hauptstück 2 und Posaunenzug 6.
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1c zeigt in einer vereinfachte Prinzipskizze einen Posaunenspieler mit einer Posaune nach dem Stand der Technik aus Vogelperspektive. Zur besseren Darstellung ist die Posaune in vollständig waagerechter Ausrichtung, also nicht mit der in 1b dargestellten „V”-Stellung, abgebildet. Dabei führt das Hauptstück 2 über die linke Schulter 26 des Spielers bis darüber hinaus, wobei im Gegensatz zu dieser vereinfachten Darstellung der Schwanenhals 4 in Verlängerung des unteren U-Schenkels 8 des Posaunenzugs 6 entsprechend der 1b den tiefsten Punkt eines „V” bildet. Gleichzeitig ragen das Schallstück 3 des Hauptstücks 2 und der Posaunenzug 6 nach vorne in Blickrichtung 27 des Spielers. Deutlich erkennbar wird, daß der Schwanenhals 4 eng im Halsbereich des Spielers vorbeiführt (angedeutet durch den Kopf 25), dabei aber nicht auf der Schulter aufliegt. Nicht dargestellt ist das Umlenkventil 22 aus 1a, das hier noch näher am Hals liegen würde.
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2 zeigt in der gleichen Perspektive wie 1c eine von einem Spieler gehaltene Posaune mit der erfindungsgemäßen Abwinklung 20 als Prinzipskizze. Erkennbar ist, daß unter Beibehaltung der Symmetrie des Mundstückkessels 18 vor dem Mund des Spielers die Posaune schräg (im Verhältnis zur Blickrichtung 27 des Spielers) gehalten werden kann, was den Schwerpunkt der Posaune näher zum Körper heran und die Handstellung beider Hände in eine ergonomisch günstigere Position bringt, weil die Schrägstellung der Posaune und damit auch beider Hände der natürlichen Haltestellung und der natürlichen Bewegungsrichtung der beteiligten Gelenke besser entspricht. Deutlich erkennbar ist auch, daß der Abstand zwischen dem Hals des Spielers (angedeutet durch den Kopf 25) und dem Schwanenhals 4 vergrößert ist. Dieser gewonnene Freiraum erlaubt eine engere Biegung des Posaunenzugs 6, wodurch eine kleinere Griffweite 10' erzielt werden kann.
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Die Abwinklung 20 ist im Bereich der Mundstückaufnahme 13 am Posaunenzug 6 ausgeführt.
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Die Abbildung zeigt ferner eine Auslaßvorrichtung 24 am Posaunenzug 6 in Form eines erfindungsgemäßen Auslaßventils 24'. Dieses ist in der optimalen Position dargestellt, nämlich im Außenbereich des Außenzugrohrs 9, und zwar mittig im gebogenen Bereich. Dies ist die Position, an der sich bei Posaunen des Standes der Technik immer ein Abstellknopf befindet, mittels dessen die Posaune zum zwischenzeitlichen Ausruhen des Spielers auf dem Boden abgestützt werden kann. In dieser Position kann das durch das Innenzugrohr 16 (nicht dargestellt) in den Bereich des Posaunenzugs 6 gelangte Wasser besonders gut ablaufen. Da sich das Auslaßventil 24' an der Position des sonst üblichen Abstellknopfs 31 (siehe 1a) befindet, kann dies allein durch das gewohnte Absetzen der Posaune in den Spielpausen auf dem Boden geschehen.
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3a zeigt eine erfindungsgemäße Abwinklung 20 in einem konkreten Ausführungsbeispiel, bei dem die Abwinklung 20 am Posaunenzug 6 im Bereich der Mundstückaufnahme 13 realisiert ist. Dazu wurde das obere Griffrohr 12 mit einer entsprechend dicken Wandstärke ausgeführt. Diese erlaubt eine schräge Führung der Mundstückaufnahme 13, in die das Kesselmundstück 17 mit seinem Mundstückschaft 19 in Richtung 28 eingeführt wird. Dadurch zeigt die Achse 13' der Mundstückaufnahme 13 entsprechend der Achse 18' des Mundstückkessels 18 gegenüber der Achse 12' des oberen Griffrohrs 12 eine Abwinklung 20.
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3b zeigt das gleiche erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel wie die 3a in Blickrichtung des Spielers (entsprechend dem Pfeil 27 der 2) auf den Posaunenzug 6, jedoch ohne Kesselmundstück 17. Dargestellt sind oberes Griffrohr 12 mit Mundstückaufnahme 13 und unteres Griffrohr 14 mit dem sie verbindenden Innenquersteg 15. Dahinter ist die U-förmige Biegung des Posaunenzugs 6 erkennbar. Die Mundstückaufnahme 13 ist exzentrisch im oberen Griffrohr 12 angesetzt und verläuft schräg zur Blickrichtung 27 des Spielers (wie in 2, nicht dargestellt) nach links. Dadurch erhält die Achse 18' des Mundstückkessels 18 nach dem Einführen des Mundstückschafts 19 (nicht dargestellt) in die Mundstückaufnahme 13 die erfindungsgemäße Abwinklung 20 (nicht dargestellt), deren Ausrichtung in Blickrichtung 27 des Spielers (dargestellt in 2) gesehen im wesentlichen nach rechts orientiert ist.
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4a zeigt als Ausschnitt den Bereich des Griffstücks 11 nach dem Stand der Technik samt Haltehand am Griffstück 11. Dabei liegt der Zeigefinger der Haltehand am oberen Griffrohr 12, in das ein Mundstück 17 eingefügt ist. Der Mittelfinger greift den Innenzugquersteg 15, und Ringfinger sowie kleiner Finger umfassen das untere Griffrohr 14. Der Daumen bedient den Betätigungshebel 23 für das Umlenkventil 22 (siehe 1), mit dem das Umlenkrohr 21 (angedeutet in 1) an das Hauptrohr 1 im Bereich des Schwanenhalses 4 angeschlossen werden kann.
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4b zeigt die gleiche Konstellation wie 4a aus einer leicht gedrehten Perspektive. Aus Anschaulichkeitsgründen ist das Mundstück 17 weggelassen. Dafür ist die Mundstückaufnahme 13 im oberen Griffrohr 12 erkennbar.
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5a zeigt eine Handballenstütze 29 in einer erfindungsgemäßen Ausführungsvariante. Dabei ist die Handballenstütze 29 als länglicher Stützstab ausgestaltet, der mit Befestigungsmitteln 29 am Hauptquersteg 5 befestigt ist. Bei dieser Ausführungsform ist somit die Handballenstütze 29 mit dem Hauptstück 2 verbunden und bleibt dies auch beim Lösen des Posaunenzugs 6 vom Hauptstück 2. Diese Befestigungsart ist technisch am unproblematischsten, weil der Hauptquersteg 5 nicht an der Klangbildung beteiligt ist. Außerdem erlaubt es auf einfache Weise eine Nachrüstung bereits existierender Posaunen. Die Handballenstütze 29 führt vom Befestigungselement 29' am Hauptquersteg 5 auf das untere Griffrohr 14 zu, und zwar im Verbindungsbereich zwischen Hauptstück 2 und Posaunenzug 6, die mittels einer Überwurfmutter 30 lösbar miteinander verbunden sind. Sie verläuft dann entlang des unteren Griffrohrs 14, wobei die dargestellte Bogenform für die Auflage des Handballens ergonomisch besonders günstige Auflagefläche bietet.
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5b zeigt den gleichen Ausschnitt mit gleicher Perspektive wie 4a mit dem Ausführungsbeispiel für die erfindungsgemäße Handballenstütze 29 gem. 5a. Die Handballenstütze 29 führt von ihrem nicht dargestellten Befestigungspunkt aus zwischen Daumen und restlichen Fingern in den Bereich des Handballens und bietet dabei dem Daumen zusätzlichen Halt.
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5c zeigt die gleiche Konstellation wie 5b wieder aus der leicht gedrehten Perspektive wie 4b, wobei auch hier aus Übersichtlichkeitsgründen das Mundstück 17 weggelassen wurde.
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6a zeigt eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsvariante der Handballenstütze 29. Hier ist die Handballenstütze 29 mit ihrem Befestigungselement 29' mit dem unteren Griffrohr 14, also mit dem Posaunenzug 6, verbunden. Dies erlaubt eine ergonomisch einheitliche Ausgestaltung von Griffstück 11 mit unterem Griffrohr 14 und Handballenstütze 29. Die Handballenstütze 29 weist dabei ebenso wie die Ausführungsform von 5a einen Bereich entlang des unteren Griffrohrs 14 und einen davon wegführenden Teil auf. Dieser vom unteren Griffrohr 14 seitlich wegführend angeordnete Teil der Handballenstütze 29 dient entsprechend der Ausführungsvariante von 5a dazu, dem Daumen der Haltehand Halt zu geben.
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6b zeigt die Konstellation von 4a mit der Ausführungsform der Handballenstütze 29 gemäß 6a. Das Befestigungselement 29' liegt in Höhe zwischen Daumen und Zeigefinger der Haltehand. Von diesem kragt der hier nicht dargestellte Bereich der Handballenstütze aus, die dem Daumen zusätzlichen Halt gibt.
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6c zeigt die Konstellation von 6b wieder in der gedrehten Perspektive entsprechend den 4c und 5c. Dabei wird der Bereich der Handballenstütze 29 erkennbar, der zwischen Daumen und Zeigefinger hindurchfährt und dem Daumen Halt gibt.
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7 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform der Handballenstütze 29. Diese ist als kissenartiges Gebilde 29 ausgestaltet, daß unmittelbar mit der Oberfläche des unteren Griffrohrs 14, beispielsweise durch Löten oder Kleben, verbunden ist. Dies erlaubt eine besonders einfache Montage, insbesondere als Nachrüstung bereits existierender Posaunen.
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Die in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele stellen nur beispielhaft mögliche Ausgestaltungen dar, um das Erfindungsprinzip zu verdeutlichen. Jede andere handwerklich vorstellbare Form ist von den Ansprüchen mit umfaßt.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Hauptrohr
- 2
- Hauptstück
- 3
- Schallstück, Trichter
- 3'
- Trichteröffnung
- 4
- Schwanenhals
- 5
- Hauptquersteg
- 6
- Posaunenzug
- 7
- oberer U-Schenkel (Posaunenzug)
- 8
- unterer U-Schenkel (Posaunenzug)
- 9
- Außenzug(rohr)
- 10
- Außenzugquersteg
- 10'
- Doppelpfeil: Griffweite, lichte Weite zwischen U-Schenkeln des Posaunenaußenzugs
- 11
- Griffstück
- 12
- oberes Griffrohr, Rohrhülse für Innenzugrohr und Mundstückaufnahme
- 12'
- Achse (oberes Griffrohr)
- 13
- Mundstückaufnahme
- 13'
- Achse (Mundstückaufnahme)
- 14
- unteres Griffrohr, Rohrhülse für Innenzugrohr und Verbindungsstück zum Schwanenhals
- 15
- Innenzugquersteg
- 16, 16'
- Innenzugrohr
- 17
- Kesselmundstück
- 18
- Mundstückkessel
- 18'
- Achse (Mundstückkessel)
- 19
- Mundstückschaft
- 20
- Abwinklung
- 21
- Umlenkrohr, Verlängerungsrohr
- 22
- Umlenkventil
- 23
- Betätigungshebel für Umlenkventil
- 24
- Wasserauslaßvorrichtung
- 24'
- Wasserauslaßventil
- 25
- Kopf des Posaunenspielers
- 26
- Schulter des Posaunenspielers
- 27
- Pfeil: Blickrichtung (Spieler)
- 28
- Pfeil: Einführrichtung
- 29
- Handballenstütze
- 29'
- Befestigungselement
- 30
- Überwurfmutter
- 31
- Abstellknopf