DE102008062948A1 - Vorrichtung zum Führen einer Leitung - Google Patents
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- B25—HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (10) zum Führen einer Leitung (14) mit einer Führungseinrichtung (24, 28), in welcher ein erster Abschnitt (18) der Leitung (14) in seiner Längsrichtung gegen die elastische Kraft einer Rückstelleinrichtung (32) linear beweglich geführt ist, wobei sich an den ersten Abschnitt (18) ein eine Längenreserve bildender gebogener zweiter Abschnitt (20) der Leitung (14) anschließt. Dabei ist vorgesehen, dass die Rückstelleinrichtung mindestens ein elastisches Band (32) aufweist, das mit einem ersten Ende (34) mit dem ersten Abschnitt (18) der Leitung (14) und mit einem zweiten Ende (36) mit der Führungseinrichtung (24, 28) fest verbunden ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Führen einer Leitung mit einer Führungseinrichtung, in welcher ein erster Abschnitt der Leitung in seiner Längsrichtung gegen die elastische Kraft einer Rückstelleinrichtung linear beweglich geführt ist, wobei sich an den ersten Abschnitt ein eine Längenreserve bildender gebogener zweiter Abschnitt der Leitung anschließt.
- Eine solche Vorrichtung ist aus der
DE 10 2004 028 577 A1 bekannt. Sie dient zum Führen eines Schlauchs, in welchem Versorgungsleitungen für einen Roboter aufgenommen sind. Die Versorgungsleitungen werden im Schlauch zu einem an einem Roboterarm befestigten Werkzeug geführt, welches durch den Roboter an seinen Einsatzort bewegt wird. Eine Bewegung des Werkzeugs bedingt eine Längenausgleichsbewegung der Versorgungsleitungen bzw. des Schlauchs, so dass eine Längenreserve vorgehalten werden muß. Die Längenreserve wird durch einen U-förmigen Abschnitt des Schlauchs gebildet, dessen U-Schenkel durch eine Bewegung des Werkzeugs verkürzt werden. Um den Schlauch nach einer Rückbewegung des Werkzeugs wieder in seine ursprüngliche Lage zu bringen, ist ein erster, gerader Abschnitt des Schlauchs in einem Rohr aufgenommen und mit einer Schraubenfeder umgeben, deren Rückstellkraft den Schlauch in die Ausgangslage zurückführt. - Eine solche Führungsvorrichtung hat sich in der Praxis zwar bewährt, ist jedoch aufwendig zu fertigen und daher teuer. Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass sie einfacher und günstiger zu fertigen ist.
- Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Rückstelleinrichtung mindestens ein elastisches Band aufweist, das mit einem ersten Ende mit dem ersten Abschnitt der Leitung und mit einem zweiten Ende mit der Führungseinrichtung fest verbunden ist. Die Verbindung des elastischen Bands mit dem ersten Abschnitt der Leitung sowie mit der Führungseinrichtung kann direkt oder auch indirekt über weitere Bauteile erfolgen.
- Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, dass durch die Verwendung eines elastischen Bandes eine einfache, kostengünstige und dennoch hinreichend zuverlässige Möglichkeit bereit gestellt wird, die Leitung nach einem Verschieben des ersten Abschnitts entgegen der Rückstellkraft des elastischen Bandes wieder in die Ausgangsposition zurückzustellen. Als Leitung sind hier alle Arten von Leitungen oder Leitungsbündeln zu verstehen, insbesondere auch Schläuche, Schutzschläuche und Wellschläuche, die der Aufnahme von einzelnen Leitungen, wie elektrischen Kabeln, Druckluftleitungen, Wasserleitungen und dergleichen, dienen.
- Es wird bevorzugt, dass die Rückstelleinrichtung zwei elastische Bänder aufweist, die an einander diametral gegenüberliegenden Stellen mit der Leitung verbunden sind. Dadurch wird eine Symmetrie geschaffen, die eine zuverlässigere Rückführung der Leitung in den ursprünglichen Zustand ermöglicht. Dabei wird bevorzugt, dass sich der Abstand der elastischen Bänder zueinander in einer Richtung vom ersten Abschnitt der Leitung weg vergrößert, so dass in diesem Bereich eine größere Bewegungsfreiheit für den anschließenden zweiten Abschnitt der Leitung gegeben ist.
- Für die Führungseinrichtung sind verschiedenste Ausgestaltungen denkbar. Die einfachste Führungseinrichtung weist lediglich eine Wand mit einer Öffnung auf, durch die der erste Abschnitt der Leitung durchgeführt wird. Ebenso ist es möglich, dass die Führungseinrichtung eine Trompetenhalterung aufweist, in der der erste Abschnitt der Leitung linear verschieblich aufgenommen ist. Schließlich ist es möglich, dass der erste Abschnitt der Leitung auf einer Bodenfläche aufliegt und dass die Führungseinrichtung zwei im Abstand parallel zueinander verlaufende, auf der Bodenfläche befestigte Führungsschienen aufweist, zwischen denen der erste Abschnitt der Leitung angeordnet und linear verschieblich ist. Auch Kombinationen dieser Ausgestaltungen sind möglich.
- Um die Befestigung des elastischen Bands oder der elastischen Bänder zu erleichtern, ist am ersten Abschnitt der Leitung zweckmäßig ein umlaufender Ring angebracht, der Befestigungsmittel für das Band oder die Bänder aufweist. Dieser Ring kann beispielsweise ein handelsüblicher Protektor sein. Um eine ungestörte Bewegung der Längenreserve zu ermöglichen, sind der erste und der zweite Abschnitt der Leitung zweckmäßig in einem Gehäuse aufgenommen, mit dem die Führungseinrichtung fest verbunden ist, beispielsweise indem die Führungseinrichtung eine Öffnung in einer Gehäusewand ist. Dabei wird bevorzugt, dass das Band oder die Bänder mit seinem bzw. ihrem zweiten Ende am Gehäuse befestigt ist bzw. sind. Außen am Gehäuse kann zudem ein Rohr angeordnet sein, das einen sich an den ersten Abschnitt der Leitung anschließenden dritten Abschnitt aufnimmt. Zur Variation seiner Länge wird bevorzugt, dass das Rohr auf einen vom Gehäuse abstehenden Rohrabschnitt aufgesetzt ist und mit diesem an mehreren, axial im Abstand zueinander angeordneten Raststellungen verrastbar ist.
- Während der erste Abschnitt zur Herstellung des Längenausgleichs beweglich sein muß, ist es vorteilhaft, wenn der zweite Abschnitt der Leitung durch eine fest mit der Führungseinrichtung verbundene Zugentlastungseinrichtung geführt ist. Das Band bzw. die Bänder kann bzw. können über ein oder mehrere Umlenkelemente geführt sein oder aber geradlinig gespannt sein. Um die Vorspannung des Bands bzw. der Bänder einstellen zu können, wird eine lösbare Fixierung in einem Befestigungsmittel bevorzugt.
- Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
-
1 eine Vorrichtung zum Führen eines Schlauchs in schematischer Darstellung, welche auf einem Roboterarm montiert ist. - In
1 ist ein Roboter schematisch dargestellt, auf dessen Roboterarm12 eine Führungsvorrichtung10 befestigt ist, die dem Führen eines Kabel aufnehmenden Schutzschlauchs14 dient. Die Führungsvorrichtung10 weist ein Gehäuse16 auf, von dem in der Darstellung in1 der Deckel abgenommen ist. Im Gehäuse16 sind ein erster, im wesentlichen gerader Abschnitt18 und ein zweiter, U-förmig gebogener Abschnitt20 des Schutzschlauchs14 aufgenommen. Der zweite Abschnitt20 ist mit seinem Ende durch eine Zugentlastung22 durchgeführt, die am Gehäuse16 befestigt ist. Der zweite Abschnitt20 dient als Längenreserve, wenn ein am Ende des Roboterarms12 angeordnetes Werkzeug bewegt wird. In diesem Fall wird der erste Abschnitt18 in seiner Längsrichtung ein Stück weit aus dem Gehäuse16 hinaus bewegt. Dabei ist der erste Abschnitt18 zum einen in einer Öffnung24 einer der Gehäusewände26 geführt. Zudem ist außen am Gehäuse16 eine Trompetenhalterung28 befestigt, in der der erste Abschnitt18 ebenfalls linear verschieblich geführt ist. - Wird das Werkzeug in seine Ausgangslage zurück bewegt, so muß auch der Schutzschlauch
14 in seine in1 gezeigte Ausgangslage zurück bewegt werden. Zu diesem Zweck ist am ersten Abschnitt18 ein Protektor30 befestigt, an dem zwei Gummiseile32 mit ihren ersten Enden34 befestigt sind. Die zweiten Enden36 der Gummiseile32 sind am Gehäuse16 befestigt, so dass die Gummiseile32 bei einer Bewegung, bei der der erste Abschnitt18 aus dem Gehäuse16 herausgezogen wird, gespannt werden. Die Gummiseile32 sind an einander diametral gegenüberliegenden Stellen am Protektor30 befestigt, und ihr Abstand vergrößert sich in der Richtung vom Protektor30 weg. Sie sind so angeordnet, dass der zweite Abschnitt20 in einer Richtung quer zu der von ihnen aufgespannten Ebene abgebogen ist. - Die in
1 gezeigte Vorrichtung10 läßt sich noch durch einige Maßnahmen verbessern, die in der Zeichnung nicht dargestellt sind. So kann die Bodenfläche38 des Gehäuses16 zwei im Abstand zueinander parallel verlaufende Führungsschienen aufweisen, zwischen denen der erste Abschnitt18 und/oder der Protektor30 linear verschiebbar geführt ist. Um den Schutzschlauch14 an der Stelle besser zu schützen, an der er aus dem Gehäuse16 austritt, kann statt der Trompetenhalterung28 an dieser Stelle ein fest mit dem Gehäuse16 verbundenes Rohr aufgesetzt sein. Dabei wird bevorzugt, dass das Rohr in verschiedenen Raststellungen, die in seiner Längsrichtung im Abstand zueinander angeordnet sind, mit dem Gehäuse16 verrastbar ist. Des weiteren ist es auch möglich, dass im Inneren des Gehäuses16 und/oder jenseits der Zugentlastung22 der Schutzschlauch14 wegfällt, so dass das in ihm aufgenommene Leitungspaket im ersten und zweiten Abschnitt freiliegt. Der Protektor30 und die Zugentlastung22 bündeln dann die freiliegenden Kabel und/oder sonstigen Leitungen. - Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten:
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung10 zum Führen einer Leitung14 mit einer Führungseinrichtung24 ,28 , in welcher ein erster Abschnitt18 der Leitung14 in seiner Längsrichtung gegen die elastische Kraft einer Rückstelleinrichtung32 linear beweglich geführt ist, wobei sich an den ersten Abschnitt18 ein eine Längenreserve bildender gebogener zweiter Abschnitt20 der Leitung14 anschließt. Dabei ist vorgesehen, dass die Rückstelleinrichtung mindestens ein elastisches Band32 aufweist, das mit einem ersten Ende34 mit dem ersten Abschnitt18 der Leitung14 und mit einem zweiten Ende36 mit der Führungseinrichtung24 ,28 fest verbunden ist. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 102004028577 A1 [0002]
Claims (14)
- Vorrichtung zum Führen einer Leitung (
14 ) mit einer Führungseinrichtung (24 ,28 ), in welcher ein erster Abschnitt (18 ) der Leitung (14 ) in seiner Längsrichtung gegen die elastische Kraft einer Rückstelleinrichtung (32 ) linear beweglich geführt ist, wobei sich an den ersten Abschnitt (18 ) ein eine Längenreserve bildender gebogener zweiter Abschnitt (20 ) der Leitung (14 ) anschließt, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstelleinrichtung mindestens ein elastisches Band (32 ) aufweist, das mit einem ersten Ende (34 ) mit dem ersten Abschnitt (18 ) der Leitung (14 ) und mit einem zweiten Ende (36 ) mit der Führungseinrichtung (24 ,28 ) fest verbunden ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstelleinrichtung zwei elastische Bänder (
32 ) aufweist, die an einander diametral gegenüberliegenden Stellen mit der Leitung (14 ) verbunden sind. - Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Abstand der elastischen Bänder (
32 ) zueinander in einer Richtung vom ersten Abschnitt (18 ) der Leitung (14 ) weg vergrößert. - Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung eine Wand (
26 ) mit einer Öffnung (24 ) aufweist, durch die der erste Abschnitt (18 ) der Leitung (14 ) durchgeführt ist. - Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung eine Trompetenhalterung (
28 ) aufweist, in der der erste Abschnitt (18 ) der Leitung (14 ) linear verschieblich geführt ist. - Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abschnitt (
18 ) der Leitung (14 ) auf einer Bodenfläche (38 ) aufliegt und dass die Führungseinrichtung zwei im Abstand parallel zueinander verlaufende, auf der Bodenfläche (38 ) befestigte Führungsschienen aufweist, zwischen denen der erste Abschnitt (18 ) der Leitung (14 ) angeordnet ist. - Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am ersten Abschnitt (
18 ) der Leitung (14 ) ein umlaufender Ring, vorzugsweise ein Protektor (30 ), fixiert ist, an dem das mindestens eine elastische Band (32 ) befestigt ist. - Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein den ersten und den zweiten Abschnitt (
18 ,20 ) der Leitung (14 ) einschließendes Gehäuse (16 ), mit dem die Führungseinrichtung (24 ,28 ) fest verbunden ist. - Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine elastische Band (
32 ) mit seinem zweiten Ende (36 ) am Gehäuse (16 ) befestigt ist. - Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass außen am Gehäuse (
16 ) ein Rohr angeordnet ist, das einen sich an den ersten Abschnitt (18 ) der Leitung (14 ) anschließenden dritten Abschnitt aufnimmt. - Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr auf einen vom Gehäuse (
16 ) abstehenden Rohrabschnitt aufgesetzt ist und mit diesem an mehreren, axial im Abstand zueinander angeordneten Raststellen verrastbar ist. - Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (
20 ) der Leitung (14 ) durch eine fest mit der Führungseinrichtung (24 ,28 ) verbundene Zugentlastungseinrichtung (22 ) geführt ist. - Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine elastische Band (
32 ) über mindestens ein Umlenkelement geführt ist. - Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine elastische Band (
32 ) zur Variierung seiner Spannung lösbar in einem Befestigungsmittel fixiert ist.
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ID=42194077
Family Applications (1)
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- 2008-12-23 DE DE200810062948 patent/DE102008062948A1/de not_active Ceased
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