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DE202004002132U1 - Vorrichtung zur Inspektion von Kanälen mit einem kurvenlenkbaren Biegemodul - Google Patents

Vorrichtung zur Inspektion von Kanälen mit einem kurvenlenkbaren Biegemodul Download PDF

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DE202004002132U1
DE202004002132U1 DE200420002132 DE202004002132U DE202004002132U1 DE 202004002132 U1 DE202004002132 U1 DE 202004002132U1 DE 200420002132 DE200420002132 DE 200420002132 DE 202004002132 U DE202004002132 U DE 202004002132U DE 202004002132 U1 DE202004002132 U1 DE 202004002132U1
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bending
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fixing
pressure chamber
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JT Elektronik GmbH
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L55/00Devices or appurtenances for use in, or in connection with, pipes or pipe systems
    • F16L55/26Pigs or moles, i.e. devices movable in a pipe or conduit with or without self-contained propulsion means
    • F16L55/28Constructional aspects

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Combustion & Propulsion (AREA)
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Abstract

Vorrichtung zur Inspektion von Kanälen mit einem kurvenlenkbaren Biegemodul (30) das am vorderen freien Ende eines Vorschubgehäuses (3) angeordnet ist und dessen gesteuerter Lenkeinschlag entgegen einer federbelasteten Rückstellkraft von mindestens einem Fixierseil (21, 21a) einstellbar ist, dessen eines Ende am Vorschubgehäuse (3) und dessen anderes Ende in der Nähe des vorderen Endes des Biegemoduls (30) befestigt ist, und am vorderen Ende des Vorschubgehäuses (3) ein drehangetriebener Drehkranz (11) angeordnet ist, an dem das eine Ende einer etwa schlauchförmigen Biegehülle befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass am vorderen freien Ende einer Schubstange (16) das kurvenlenkbare Biegemodul (30) angeordnet ist, welches im Wesentlichen aus einem zylindrischen Körper besteht, der einen gegenüber der Atmosphäre abgedichteten, elastomeren Biegemantel (17) aufweist und der Innenraum im Biegemantel (17) als Druckkammer (7) ausgebildet ist und dass ferner mindestens an einer Seite des Biegemantels (17) eine, die axiale Ausdehnung des Biegemantels (17) verhindernde Fixiereinlage (19) angeordnet ist.

Description

  • Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zur Inspektion von Kanälen mit einem kurvenlenkbaren Biegemodul nach dem Oberbegriff des Schutzanspruches 1. Ein derartiges Biegemodul ist beispielsweise mit dem Gegenstand der DE 198 15 579 C1 bekannt geworden.
  • Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zur Inspektion von Kanälen mit einem Biegemodul nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
  • Ein derartiges Biegemodul ist beispielsweise mit dem Gegenstand der DE 198 15 579 C1 bekannt geworden.
  • Dieses bekannte Biegemodul dient zum Bearbeiten, Beschichten und/oder Reinigen von Rohrleitungen und dergleichen Hohlräumen.
  • An einem Vorschubgehäuse sind am Umfang gleichmäßig versetzt drei unterschiedliche Zugseile angeordnet, die sich durch im gegenseitigen Abstand axial hintereinander angeordnete Klemmstücke erstrecken. Am vorderen freien Ende des letzten, vordersten Klemmstückes ist hierbei die Inspektions- oder Bearbeitungseinheit angeordnet.
  • Die Biegefähigkeit des Biegemoduls wird durch eine Schraubenfeder erreicht, die am Umfang einer zentrisch verlegten Luftzuleitung angeordnet ist.
  • Die Biegefähigkeit des Biegemoduls wird einerseits durch eine im Mittenbereich zentrisch angeordnete Schraubenfeder und andererseits durch radial auswärts in gleichmäßigem Abstand am Umfang verteilte Zugseile erreicht.
  • Die Steuerung des Biegemoduls ist aufwendig. Die gesteuerte Längenveränderung von drei unabhängig voneinander zu bewegenden Zugseilen ist mit einer Steuerelektronik nur schwer zu beherrschen. Weiter besteht der Nachteil darin, dass die Zugseile offen und gegen Beschädigungen ungeschützt verlegt sind. Im übrigen ist auch die Schraubenfeder offen, wodurch Verschmutzungsgefahr besteht. Bei der Inspektion von Kanalrohren, insbesondere Abwasserrohren ist eine derartige Einheit nicht einsetzbar, weil sie sich mit entsprechenden Abfallstoffen zusetzen würde.
  • Weiterer Nachteil des bekannten Biegemoduls ist seine fehlende universelle Einsetzbarkeit. Es kann beispielsweise keine Dichtheitsprüfung durchgeführt werden, die in manchen Fällen bei der Inspektion derartiger Kanäle erforderlich ist.
  • Der Neuerung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Inspektion von Kanälen mit einem Biegemodul der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass sie auch in verschmutzten und mit Abfallstoffen zugesetzten Kanälen verwendet werden kann und sie im Übrigen betriebssicher arbeitet.
  • Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Neuerung durch die technische Lehre des Anspruches 1 gekennzeichnet.
  • Wesentliches Merkmal der Neuerung ist, dass am vorderen freien Ende einer Vorschubstange das kurvenlenkbare Biegemodul angeordnet ist, welches im Wesentlichen aus einem zylindrischen Körper besteht, der einen gegenüber der Atmosphäre abgedichteten, elastomeren Biegemantel aufweist und der Innenraum im Biegemantel als Druckkammer ausgebildet ist und dass ferner mindestens an einer Seite des Biegemantels eine, die axiale Ausdehnung des Biegemantels verhindernde Fixiereinlage angeordnet ist.
  • Mit der gegebenen technischen Lehre ergibt sich somit ein kurvenlenkbares Biegemodul, welches durch Druckbeaufschlagung der im Innenraum befindlichen Druckkammer dazu führt, dass sich der Biegemantel mindestens teilweise bei Druckbeaufschlagung in axiale Richtung ausdehnt.
  • Neuerungsgemäß ist nun ein axiales Fixierelement im Biegemantel, auf dem Biegemantel oder unter dem Biegemantel dergestalt angeordnet, dass im Bereich der Fixiereinlage die axiale Ausdehnung des Biegemantels an dieser Stelle unterbleibt. Es wird dem Biegemantel bei Druckbeaufschlagung deshalb nur erlaubt, sich in allen axialen Richtungen auszudehnen (Längenzunahme), wobei eine Längenzunahme im Bereich der Fixiereinlage unterbunden wird. Aufgrund der unterbundenen Längenzunahme der Fixiereinlage wird sich damit der Biegemantel bei Druckbeaufschlagung genau in der Richtung biegen, in der die Fixiereinlage sich befindet.
  • Damit wird ein besonders einfaches kurvenlenkbares Biegemodul gezeigt, welches ohne mechanisch bewegbare Zugseile oder andere mechanische, angetriebene Elemente arbeitet.
  • Allein die Druckbeaufschlagung reicht aus, den Biegemantel in die Richtung zu bringen, in der die Fixiereinlage angeordnet ist.
  • Zur Lenkung des Biegemoduls gibt es hierbei verschiedene Möglichkeiten:
  • In einer ersten Ausführung ist es vorgesehen, dass der Biegemantel drehfest mit einer sockelartigen Aufnahme am Vorschubgehäuse ausgebildet ist und dass das Vorschubgehäuse insgesamt drehfest auch mit einer Schubstange verbunden ist. Bei Drehung der Schubstange wird somit das gesamte Vorschubgehäuse mit dem im vorderen Bereich angeordneten Biegemodul gedreht, so dass bei Druckbeaufschlagung des Biegemoduls dieses in eine bestimmte Richtung ausweicht und durch Drehung an der Schubstange kann nun die eingeschlagene Biegung des Biegemantels so gedreht werden, dass das gedrehte Vorschubgehäuse in den Nebenkanal eingeführt werden kann.
  • In einer anderen Ausgestaltung der Neuerung ist es vorgesehen, dass der Biegemantel über einen angetriebenen Drehkranz mit dem nicht drehbar ausgebildeten Sockel der Aufnahme verbunden ist.
  • Im Innenraum der Druckkammer ist ein Getriebemotor angeordnet, der den Drehkranz antreibt, um so das gesamte Biegemodul um seine Längsachse zu biegen.
  • Statt eines elektrisch angetriebenen Getriebemotors kann auch ein Luftmotor verwendet werden, weil ohnedies eine Luftbeaufschlagung der Druckkammer im Biegemodul bevorzugt wird.
  • Selbstverständlich lässt die Neuerung es auch zu, die Druckkammer mit einer Flüssigkeit zu beaufschlagen.
  • In einer bevorzugten Ausgestaltung der Neuerung ist es vorgesehen, dass die neuerungsgemäße Fixiereinlage unmittelbar im Biegemantel selbst integriert ist, wodurch sich besonders kleine Außenabmessungen ergeben. Eine solche Fixiereinlage kann beispielsweise aus einem Fixierband bestehen, welches auf einem nicht-längenausdehnbaren Geflecht, z. B. ein Gewebe oder Gewirk besteht. Dieses Geflecht ist als Fixiereinlage in den elastomeren Biegemantel integriert. Die Integration kann durch Vulkanisation, durch Klebung oder auch durch mechanische Verbindungsmittel erreicht werden.
  • In einer anderen Ausgestaltung der Neuerung ist es vorgesehen, dass die Fixiereinlage als Stahlseil ausgebildet ist, welches ein oder mehrere Litzen aufweisen kann. Neben einem einzigen Stahlseil, welches an einer Stelle in Umfangsrichtung in den Biegemantel integriert werden kann, ist es auch möglich, mehrere Stahlseile nebeneinander im Biegemantel anzuordnen.
  • Neben der Verwendung von Stahlseilen kommen auch andere, nicht längenausdehnbare Zugelemente in Betracht, wie z. B. auch Kunststoffseile oder andere Elemente, wie z. B. auch Biegefedern oder Metallfedern.
  • In einer dritten Ausgestaltung der Neuerung ist vorgesehen, dass in den Biegemantel eine ringsumlaufende zylinderförmige Spirale integriert ist, die dem Biegemantel ein besonders günstiges Rückstellvermögen verleiht.
  • Um zu vermeiden, dass sich die Spirale in allen Umfangsrichtungen gleichmäßig ausdehnt, ist es vorgesehen, dass eine bestimmte Zone der Spirale (in Umfangsrichtung gesehen) als Fixierzone ausgebildet ist. In diesem Bereich können die Spiralwindungen miteinander verklebt, verschweißt oder in anderer Weise miteinander verbunden sein.
  • Ebenso ist es möglich, das Biegevermögen der Spiralwindungen in dieser in Längsachse verlaufenden Fixierzone durch physikalische Maßnahmen, wie z. B. durch Härtung, zu verändern.
  • Damit wird gesorgt, dass bei der gleichmäßigen Längenausdehnung des Biegemantels mit der eingebrachten Spirale nur noch die Teile in Längsrichtung einen größeren Längenzuwachs erreichen, als vergleichsweise die Spiralbindungen, die in der Fixierzone angeordnet sind.
  • In einer vierten Ausgestaltung der Neuerung ist es vorgesehen, dass der Biegemantel selbst ein entsprechendes, nur wenig längenausdehnbares Element aufweist, wobei dieses Element werkstoffeinstückig mit dem Biegemantel, z. B. durch Vulkanisation, verbunden ist. Es reicht hierbei aus, an einer bestimmten Stelle in Umfangsrichtung, die Dicke des Biegemantels an dieser Stelle im Vergleich zu den übrigen Stellen zu vergrößern, um zu erreichen, dass genau diese Stelle ein geringeres Längenwachstum hat, als vergleichsweise die anderen in Umfangsrichtung angeordneten Stellen.
  • Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Neuerung ergibt sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen Schutzansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen Schutzansprüche untereinander.
  • Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung, werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
  • Im Folgenden wird die Neuerung anhand von mehrere Ausführungswege darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Neuerung hervor.
  • Es zeigen:
  • 1: schematisiert im Schnitt die Darstellung durch ein Vorschubgehäuse mit einem damit verbundenen Biegemodul vor Einbiegung in einen Nebenkanal
  • 2: Schnitt durch den Biegemantel des Biegemoduls nach 1
  • 3: die Einheit nach 1 beim Einbiegen in den Nebenkanal
  • 4: eine zweite Ausführungsform einer Einheit im Längsschnitt
  • 5: Schnitt gemäß der Linie V–V
  • 6: der Längsschnitt durch eine weitere Einheit in einer dritten Ausführungsform
  • 7: Schnitt gemäß der Linie VII–VII in 6
  • 8: schematisiert eine Fixierspirale
  • 9: Längsschnitt durch ein viertes Ausführungsbeispiel mit einem an einer Stelle verdickten Biegemantel
  • 10: Schnitt gemäß der Linie X–X in 9.
  • In 1 ist allgemein gezeigt, dass eine Vorschubeinheit in einen Hauptkanal 1 eingefahren ist, wobei der Begriff „Hauptkanal" nicht eng zu verstehen ist.
  • Der hier als „Hauptkanal 1" bezeichnete Kanal kann bereits schon ein Nebenkanal sein, von dem ein weiterer Nebenkanal 2 abzweigt.
  • Aufgabe der Neuerung ist es, eine Vorschubeinheit, bestehend aus einem Vorschubgehäuse 3 und einem am vorderen Ende angeordneten Biegemodul 30 so weiterzubilden, dass die gesamte Vorschubeinheit mit einfachen Mitteln von dem Hauptkanal 1 in den Nebenkanal 2 hineingesteuert werden kann, wenn auf die Schubstange 16 ein entsprechend axialer Schub gegeben wird.
  • Hierbei ist gezeigt, dass im Innenraum der Schubstange mehrere Versorgungsleitungen 15 angeordnet sind, die beispielsweise als elektrische Signalleitungen und als ein oder mehrere Druckluftleitungen vorgesehen werden können.
  • Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Schubstange 16 nicht drehbar, sondern sie wird nur in axiale Richtung vorwärts geschoben.
  • In der allgemeinen Beschreibung wurde bereits schon darauf hingewiesen, dass in einer anderen Ausführungsform die Schubstange 16 auch drehbar ausgebildet sein kann.
  • Am vorderen Ende der Schubstange 16 ist eine Aufnahme 14 befestigt, an deren vorderen Ende ein Drehkranz 11 angeordnet ist.
  • Der feste Teil des Drehkranzes ist mit der Aufnahme 14 verbunden, während der drehbare Teil des Drehkranzes 11 das Biegemodul 30 ausbildet.
  • Dieses Biegemodul 30 besteht im Wesentlichen aus einem elastomeren Biegemantel 17, der mindestens in axiale Richtung unter Einwirkung einer inneren Druckbeauflagung ausdehnbar ist.
  • Die Neuerung sieht hierbei auch vor, dass sich der Biegemantel 17 noch so weit ausdehnt, dass er sich mit allen Seiten an die Innenwandung des Hauptkanals 1 oder des Nebenkanals 2 anlegt, um so eine Packerwirkung zu erzielen.
  • In einer anderen Ausgestaltung kann es auch vorgesehen sein, dass statt eines einwandigen Biegemantels 17 ein zweiwandiger Biegemantel vorhanden ist, so dass also zwei unabhängig voneinander beaufschlagbare und koaxial zueinander angeordnete Biegemäntel vorhanden sind.
  • In den Zwischenraum zwischen dem äußersten Biegemantel und dem inneren Biegemantel kann dann ein Druckmedium eingeführt werden, was den äußeren Biegemantel zur Anlage an die Wandung des Haupt- oder Nebenkanals 1, 2 bringt, um so die Packerwirkung zu erzielen.
  • Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Biegemantel 17 jedoch nur einwandig ausgebildet und definiert in seinem Innenraum eine Druckkammer 7.
  • Die Druckkammer wird in Richtung des Drehkranzes 11 durch eine erste Wand 9 gebildet, zu der parallel und im axialen Abstand eine zweite Wand 8 angeordnet ist.
  • Zwischen diesen beiden Wänden 8, 9 und der Wandung des Biegemantels 17 wird die vorher erwähnte Druckkammer 7 ausgebildet. Im Bereich dieser Druckkammer ist bevorzugt der Getriebemotor 10 angeordnet, der den Drehkranz 11 drehbar antreibt.
  • Jenseits und außerhalb der Druckkammer 7 ist eine Kamera 4 angeordnet, die durch ein Objektiv 5 nach vorne blickt, wobei im vorderen Teil der Anordnung noch ein oder mehrere Beleuchtungen 6 angeordnet sind.
  • Statt des starren Kamerakopfes, jenseits der Wand 8, kann auch das gesamte Vorderteil als Schwenkkopf ausgebildet sein.
  • Bei Strombeaufschlagung des Getriebemotors 10 wird jedenfalls das gesamte Biegemodul 30 um die Längsachse 13 herum in Pfeilrichtung 12 oder in Gegenrichtung hierzu gedreht.
  • Wird nun über eine der Versorgungsleitungen 15 die Druckkammer 7 mit Druck beaufschlagt, kommt es zu einer entsprechenden Expansion des Biegemantels 17 in den Pfeilrichtungen 18. Gleichzeitig versucht sich der elastomere Biegemantel 17 in Längsrichtung (Pfeilrichtung 20 in 3) auszudehnen.
  • Dies wird an einer Stelle in Umfangsrichtung am Biegemantel 17 unterbunden. Neuerungsgemäß ist gemäß 2 an einer Stelle in Umfangsrichtung im Biegemantel 17 eine nicht oder nur wenig längenausdehnbare Fixiereinlage 19 integriert, die beispielsweise ein Breite 22 aufweist.
  • Die Breite 22 ist in einem großen Bereich variierbar. Sie kann sich von einem Winkelbereich von einem Grad bis kleiner als 180 Grad erstrecken.
  • Eine gleichmäßige, in axiale Richtung wirkende Längenausdehnung des Biegemantels 17 führt dann dazu, dass die Fixiereinlage 19 an dieser Umfangsstelle die Längenausdehnung verhindert, so dass sich das gesamte Biegemodul 30 gemäß 3 um genau diese Fixiereinlage 19 herumbiegt.
  • Bei entsprechender Drehbeaufschlagung des Drehkranzes 11 kann somit die – vorher willkürliche – Biegung nun in eine gesteuerte Biegung in die Mündung des Nebenkanals 2 umgesetzt werden.
  • Die 4 und 5 zeigen, anstatt eines gewebten oder gewirkten Bandes auch ein oder mehrere Seile, die in das Material des Biegemantels 17 integriert werden können.
  • So ist nach 4 dargestellt, dass ein Fixierseil 21 in das Material des Biegemantels 17 einvulkanisiert ist.
  • Die 5 zeigt, dass auch mehrere Fixierseile 21a in gegenseitigem Abstand nebeneinander liegend angeordnet werden können.
  • Die 6 bis 8 zeigen die Anwendung einer ringsumlaufenden Biegespirale 23, die beispielsweise zylinderförmig gemäß 8 ausgebildet ist und aus einer Vielzahl von Metall- oder Kunststoffverbindungen 24 besteht.
  • Die Biegespirale 23 ist hierbei bevorzugt wiederum in das Material des Biegemantels 17 integriert.
  • Um nun zu erreichen, dass bei der Druckbeaufschlagung und der gleichmäßigen Längenausdehnung des Biegemantels 17 in axiale Richtung nur eine bestimmte Umfangsrichtung nicht an der Längenausdehnung teilnimmt, ist es vorgesehen, dass im Bereich einer bestimmten in axialer Richtung verlaufenden Fixierzone 25 die Längenausdehnung der Biegespirale 23 unterbleibt.
  • Im Bereich der Fixierzone 25 sind beispielsweise die Windungen 24 miteinander verklebt, verhakt oder in anderer Weise mechanisch miteinander verbunden.
  • Ebenso kann das mechanische Federvermögen im Bereich der in axiale Richtung sich erstreckenden Fixierzone 25 verändert werden. Beispielsweise können in diesem Bereich die Windungen 24 gehärtet werden, so dass außerhalb der Fixierzone 25 die Windungen 24 ein anderes Federvermögen haben als im Bereich der Fixierzone 25.
  • Bei Druckbeaufschlagung der Druckkammer 7 wird sich somit der Biegemantel 17 versuchen, in alle Umfangsrichtungen gleichmäßig auszudehnen. Diese gleichmäßige axiale Ausdehnung wird jedoch durch die Fixierzone 25 unterbunden, so dass sich wiederum der gesamte Biegemantel 17 um die Fixierzone 25 herumbiegt, was durch die Pfeilrichtungen 26 in 8 angedeutet ist.
  • Vorteil der Verwendung einer Biegespirale 23 ist, dass sich das elastomere Rückstellvermögen des Biegemoduls 30 wesentlich verbessert, weil das Biegevermögen der Windungen 24 der Biegespirale 23 außerhalb der Fixierzone 25 zu Nutze gemacht wird.
  • Die 9 und 10 zeigen als weitere Ausführungsform, dass auch einfach nur die Wandung des Biegemantels 17 an einer bestimmten Umfangsstelle in axiale Richtung verdickt ausgebildet werden kann, wie dies durch zusätzliche Anbringung einer Fixierbahn 27 in 10 dargestellt ist.
  • Diese Fixierbahn 27 ist als Materialverdickung des Biegemantels 17 anzusehen und ist werkstoffeinstückig mit dem Biegemantel 17 ausgebildet.
  • Wichtig bei allen Ausführungsformen ist, dass die nicht oder nur wendig längenausdehnbare Fixiereinlage zwischen zwei Ankerpunkten eingespannt ist, nämlich einmal an der Wand 8 und zum Zweiten an der Wand 9. Auf diese Weise wird ein Längenwachstum der Druckkammer 7 an diese Umfangsstelle unterbunden, während in den gesamten anderen Umfangsstellen der Biegemantel 17 in Richtung der axialen Länge ausdehnen kann.
  • Allen Ausführungsformen ist im Übrigen gemeinsam, dass es nicht lösungsnotwendig ist, die genannten Fixiereinlagen unmittelbar im Material des Biegemantels 17 selbst zu integrieren.
  • In der allgemeinen Beschreibung wurde schon darauf hingewiesen, dass diese Fixiereinlagen auch oberhalb oder unterhalb des Biegemantels angeordnet sein können.
  • 1
    Hauptkanal
    2
    Nebenkanal
    3
    Vorschubgehäuse
    4
    Kamera
    5
    Objektiv
    6
    Beleuchtung
    7
    Druckkammer
    8
    Wand
    9
    Wand
    10
    Getriebemotor
    11
    Drehkranz
    12
    Pfeilrichtung
    13
    Längsachse
    14
    Aufnahme
    15
    Versorgungsleitung
    16
    Schubstange
    17
    Biegemantel
    18
    Pfeilrichtungen
    19
    Fixiereinlage
    20
    Pfeilrichtung
    21
    Fixierseil 21a
    22
    Breite
    23
    Biegespirale
    24
    Windung
    25
    Fixierzone
    26
    Pfeilrichtung
    27
    Fixierbahn
    28
    29
    30
    Biegemodul

Claims (11)

  1. Vorrichtung zur Inspektion von Kanälen mit einem kurvenlenkbaren Biegemodul (30) das am vorderen freien Ende eines Vorschubgehäuses (3) angeordnet ist und dessen gesteuerter Lenkeinschlag entgegen einer federbelasteten Rückstellkraft von mindestens einem Fixierseil (21, 21a) einstellbar ist, dessen eines Ende am Vorschubgehäuse (3) und dessen anderes Ende in der Nähe des vorderen Endes des Biegemoduls (30) befestigt ist, und am vorderen Ende des Vorschubgehäuses (3) ein drehangetriebener Drehkranz (11) angeordnet ist, an dem das eine Ende einer etwa schlauchförmigen Biegehülle befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass am vorderen freien Ende einer Schubstange (16) das kurvenlenkbare Biegemodul (30) angeordnet ist, welches im Wesentlichen aus einem zylindrischen Körper besteht, der einen gegenüber der Atmosphäre abgedichteten, elastomeren Biegemantel (17) aufweist und der Innenraum im Biegemantel (17) als Druckkammer (7) ausgebildet ist und dass ferner mindestens an einer Seite des Biegemantels (17) eine, die axiale Ausdehnung des Biegemantels (17) verhindernde Fixiereinlage (19) angeordnet ist.
  2. Vorrichtung zur Inspektion von Kanälen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die im Innenraum des Biegemantels (17) befindliche Druckkammer (7) mit einem gasförmigen oder flüssigen Druckmedium beaufschlagt ist.
  3. Vorrichtung zur Inspektion von Kanälen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Biegemantel (17) bei Druckbeaufschlagung der Druckkammer (7) mindestens teilweise in axialer Richtung ausdehnt.
  4. Vorrichtung zur Inspektion von Kanälen nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiereinlage (19) auf, unter oder in dem Biegemantel (17) angeordnet ist.
  5. Vorrichtung zur Inspektion von Kanälen nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiereinlage (19) mindestens ein Fixierband, ein Fixierseil (21a), eine Fixierbahn (27) und/oder eine Biegespirale (23) aufweist.
  6. Vorrichtung zur Inspektion von Kanälen nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegemantel (17) bei Druckbeaufschlagung im Bereich der Fixiereinlage (19) keine axiale Längenausdehnung aufweist.
  7. Vorrichtung zur Inspektion von Kanälen nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Biegemantel (17) bei Druckbeaufschlagung in Richtung der Fixiereinlage (19) biegt.
  8. Vorrichtung zur Inspektion von Kanälen nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegemantel (17) drehfest mit einer sockelartigen Aufnahme (14) am Vorschubgehäuse (3) ausgebildet ist, welches drehfest mit einer Schubstange (16) verbunden ist.
  9. Vorrichtung zur Inspektion von Kanälen nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegemantel (17) mittels einem angetriebenen Drehkranz (11) mit dem nicht drehbar ausgebildeten Sockel der Aufnahme(14) verbunden ist.
  10. Vorrichtung zur Inspektion von Kanälen nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der im Innenraum der Druckkammer (7) befindliche Antrieb des Drehkranzes (11) elektrisch oder pneumatisch ausgebildet ist.
  11. Vorrichtung zur Inspektion von Kanälen nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das der Biegemantel (17) in Umfangsrichtung eine unterschiedliche Materialdicke aufweist, welche eine werkstoffeinstückige Verbindung aufweist.
DE200420002132 2004-02-12 2004-02-12 Vorrichtung zur Inspektion von Kanälen mit einem kurvenlenkbaren Biegemodul Expired - Lifetime DE202004002132U1 (de)

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