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DE102008062101A1 - Rückblickspiegel für ein Kraftfahrzeug und Verfahren zur Herstellung eines Rückblickspiegels - Google Patents

Rückblickspiegel für ein Kraftfahrzeug und Verfahren zur Herstellung eines Rückblickspiegels Download PDF

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Abstract

Ein Rückblickspiegel (1) für ein Kraftfahrzeug mit einem eine Hauptspiegelfläche (4) bildenden verspiegelten Substrat (2), das in einem Teilbereich mit einem Totwinkel-Zusatzspiegel (6) versehen ist, soll bei gering gehaltenem Herstellungsaufwand eine besonders hohe Wiedergabequalität des reflektierten Bildes. Dazu ist erfindungsgemäß der Totwinkel-Zusatzspiegel (6) über einen transparenten, lichtbeständigen Klebstoff auf der von der Lichteinfallsrichtung des Substrats (2) abgewandten Seite auf dieses aufgeklebt.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf einen Rückblickspiegel für ein Kraftfahrzeug mit einem eine Hauptspiegelfläche bildenden verspiegelten Substrat, das in einem Teilbereich mit einem Totwinkel-Zusatzspiegel versehen ist. Sie betrifft weiter ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Rückblickspiegels.
  • Einfache Rückblickspiegel für Kraftfahrzeuge, insbesondere im Außenbereich des Kraftfahrzeugs montierte Außenspiegel, weisen geometrie- und bauartbedingt üblicherweise einen für den Fahrer nicht einsehbaren Raumbereich auf, den sogenannten toten Winkel. Um die durch diesen toten Winkel möglicherweise gegebene Unfallgefahr zu begrenzen oder ganz zu vermeiden, können die Rückblickspiegel für ein Kraftfahrzeug insbesondere bei einer vorgesehenen Verwendung als Außenspiegel daher mit zusätzlichen Komponenten versehen sein, um den toten Winkel für den Fahrer einsehbar zu machen. Zu diesem Zweck kann der Rückblickspiegel in seiner Gesamtheit als asphärisch gebogener Spiegel ausgeführt sein, um auf diese Weise eine Sichtfeldvergrößerung zu erreichen. Allerdings ist dabei die Proportionen- und Konturtreue des Spiegels nur begrenzt, und Einzelheiten können nur begrenzt wahrnehmbar sein. Darüber hinaus sind asphärisch gebogene Spiegel z. B. in den USA derzeit nicht zugelassen.
  • Alternativ kann der Rückblickspiegel im Wesentlichen eine von einem verspiegelten Substrat gebildete Hauptspiegelfläche aufweisen, die in einem Teilbereich mit einem Zusatzelement für den toten Winkel versehen ist. Dieses kann als asphärischer Bereich der Spiegelfläche ausgebildet sein, so dass die Einsichtnahme in den toten Winkel ermöglicht wird. Eine derartige Ausgestaltung ist jedoch hinsichtlich Ästhetik und leichter Reinigbarkeit nicht zufriedenstellend. Sie bedingt insbesondere Verzerrungen in der Darstellung, die die bildliche Wahrnehmung für den Fahrer erschweren oder sogar ganz unmöglich machen können. Alternativ kann zur Erfassung des totel Winkels im Teilbereich ein planzylindrischer Spiegel vorgesehen sein, der zwar Einsicht in den toten Winkel gewährt, andererseits aber die Proportionen im wiedergegebenen Bild verändert. Alternativ besteht die Möglichkeit, im die Hauptspiegelfläche bildenden verspiegelten Substrat in dem für den Totwinkel-Zusatzspiegel vorgesehenen Teilbereich rückseitig eine gewölbte Kontur oder Kalotte einzuschleifen, wobei hinsichtlich der Bildwiedergabe vergleichsweise gute Ergebnisse erzielt werden. Dieses Konzept bedingt aber einen vergleichsweise aufwendigen und damit kostenintensiven Herstellungsprozess und ist somit insbesondere für eine Serienfertigung in großer Stückzahl nur bedingt geeignet.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Rückblickspiegel für ein Kraftfahrzeug der oben genannten Art anzugeben, mit dem bei gering gehaltenem Herstellungsaufwand eine besonders hohe Wiedergabequalität des reflektierten Bildes erreichbar ist. Zudem soll ein für die Herstellung des Rückblickspiegels besonders geeignetes Verfahren angegeben werden.
  • Bezüglich des Rückblickspiegels wird diese Aufgabe erfindungsgemäß gelöst, indem der Totwinkel-Zusatzspiegel über einen transparenten, lichtbeständigen Klebstoff auf der von der Lichteinfallsrichtung des Substrats abgewandten Seite auf dieses aufgeklebt ist.
  • Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus, dass für eine hohe bildliche Wiedergabequalität und damit eine besonders hohe betriebliche Sicherheit beim Einsatz des Rückblickspiegels grundsätzlich auf die günstigen Ergebnisse bei in der ergänzenden Hauptspiegelfläche vorgesehener Verwendung gekrümmter zusätzlicher Konturen zurückgegriffen werden sollte. Um dabei allerdings den Herstellungsaufwand und die damit verbundenen Kosten gerade im Hinblick auf eine mögliche Eignung für eine Großserienfertigung besonders gering zu halten, sollte konsequent auf die beispielsweise bei der Einbringung von Kalotten oder derglei chen in die Hauptspiegelfläche erforderlichen Behandlungsverfahren wie Fräs- oder Ätztechniken verzichtet werden. Wie sich nunmehr überraschend herausgestellt hat, sind unter Einhaltung dieser Kriterien qualitativ besonders hochwertige Wiedergabeergebnisse auch dadurch erreichbar, dass der Totwinkel-Zusatzspiegel in der Art eines zusätzlichen Bauteils eigenständig vorgefertigt und anschließend unter Verwendung eines geeigneten transparenten und lichtdurchlässigen Klebers auf die Hauptspiegelfläche aufgeklebt wird.
  • Gerade durch die Verwendung zweier im Wesentlichen unabhängiger Ausgangskomponenten, die anschließend über den Klebstoff geeignet zusammengefügt werden, sind zusätzliche Freiheitsgrade oder Parameter bereitgestellt, die eine individualisierte Anpassung des Spiegelsystems an spezifische Erfordernisse, beispielsweise abhängig von der vorgesehenen Kraftfahrzeugbauweise oder dergleichen, ermöglichen. Insbesondere ist durch geeignete Positionierung des Totwinkel-Zusatzspiegels in Relation zur Hauptspiegelfläche insbesondere durch eine geeignete Verkippung des Totwinkel-Zusatzspiegels relativ zur Hauptspiegelfläche, eine Voreinstellung und Festlegung des durch den Totwinkel-Zusatzspiegel erfassbaren Sichtfeldes in Relation zum Sichtfeld der Hauptspiegelfläche möglich. Um eine derartige bedarfsgerechte Ausrichtung des Totwinkel-Zusatzspiegels relativ zur Hauptspiegelfläche zu ermöglichen, ist in vorteilhafter Ausgestaltung zwischen dem verspiegelten Substrat und dem Totwinkel-Zusatzspiegel eine Anzahl von Abstandshaltern angeordnet. Durch geeignete Wahl dieser Abstandshalter und ihrer Geometrieparameter, wie beispielsweise Dicke, Neigung der Anschlagsflächen und dergleichen, ist eine dauerhafte belastbare relative Positionierung der Komponenten relativ zueinander in vergleichsweise einfacher Weise erreichbar.
  • Vorteilhafterweise ist das zur Bildung der Hauptspiegelfläche vorgesehene verspiegelte Substrat im Wesentlichen im Rahmen üblicher Geometrieparameter für Kraftfahrzeugspiegel ausgeführt, also insbesondere im Wesentlichen planar oder als Kalotte mit einem vergleichsweise großen Krümmungsradius von mehr als 1000 mm. Um eine zuverlässige Erfassung des Totwinkel-Bereichs durch den Totwinkel-Zusatzspiegel zu gewährleisten, weist dieser hingegen in weiterer vorteilhafter Ausgestaltung bei einer Ausführung als verspiegelte Kalotte einen im Vergleich zum verspiegelten Substrat kleineren Krümmungsradius, vorzugsweise einen Krümmungsradius von weniger als 1000 mm, auf. Gerade durch Einhaltung dieser Geometrieparameter ist der Rückblickspiegel in seiner Gesamtheit selbst bei der Verwendung der beiden genannten Hauptkomponenten nur geringfügig breiter als herkömmliche Spiegel, so dass im Hinblick auf die Einbindung der umgebenden Komponenten im Wesentlichen auf Standardkomponenten und -verfahren zurückgegriffen werden kann. Um dies noch weiter zu erleichtern, ist der Totwinkel-Zusatzspiegel gerade bei einer Ausbildung als verspiegelte Kalotte vorteilhafterweise auf Basis von vergleichsweise dünnem Glas, vorzugsweise einer mittleren Dicke von höchstens 1,6 mm, ausgeführt. Wegen der stärkeren Krümmung der Totwinkel-Kalotte im Vergleich zum Spiegelsubstrat ist zudem ein blasenfreies Verkleben dieser Komponenten miteinander besonders einfach möglich, so dass Beeinträchtigungen der Wiedergabequalität durch die Verwendung des Klebstoffs im Sichtfeld besonders gering gehalten werden können.
  • Eine besonders vorteilhafte Bauweise, insbesondere im Hinblick auf Schutz vor Beschädigungen der Reflektorschicht durch äußere Einflüsse und dergleichen, ist erreichbar, in dem das Substrat zweckmäßigerweise auf seiner von der Lichteinfallsrichtung abgewandten Seite (sogenannte „Position 2”-Bauweise) und der Totwinkel-Zusatzspiegel auf seiner der Lichteinfallsrichtung zugewandten Seite (sogenannte „Position 1”-Bauweise) verspiegelt ist.
  • Als Klebstoff kommt grundsätzlich jeder transparente, lichtbeständige Klebstoff in Betracht. Besonders vorteilhaft ist als Klebstoff aber ein Silikon, ein Acrylat, ein Epoxid, Urethan oder eine Mischung aus diesen Materialien vorgesehen.
  • Im Hinblick auf übliche moderne Spiegelkonzepte ist der Rückblickspiegel vorteilhafterweise beheizbar ausgestaltet, insbesondere um ein Beschlagen zu erschweren oder zu verhindern. Dazu ist das die Hauptspiegelfläche bildende verspie gelte Substrat des Rückblickspiegels vorteilhafterweise rückseitig mit einer Heizfolie beklebt. Diese ist in weiterer vorteilhafter Ausgestaltung im Bereich des Totwinkel-Zusatzspiegels geschlitzt ausgeführt, so dass eine problemlose Verklebung auch im Bereich des Totwinkel-Zusatzspiegels möglich ist.
  • Bezüglich des Verfahrens wird die genannte Aufgabe gelöst, indem ein zur Bildung der Hauptspiegelfläche vorgesehenes Substrat in einem Teilbereich mit einer Maske versehen und anschließend durch Aufbringung eines Reflektormaterials unter Aussparung des Teilbereichs verspiegelt wird, wobei nach Entfernung der Maske auf den Teilbereich ein Totwinkel-Zusatzspiegel aufgeklebt wird.
  • Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass durch das Aufkleben des Totwinkel-Zusatzspiegels auf das die Hauptspiegelfläche bildende verspiegelte Substrat mit besonders einfachen Mitteln und mit besonders gering gehaltenem Herstellungsaufwand eine besonders hohe Wiedergabequalität auch für den Raumbereich des toten Winkels für den Rückblickspiegel bereitgestellt werden kann. Der Rückspiegel ist dabei in seiner Gesamtheit besonders einfach gehalten, wobei bei der Herstellung kein Rückgriff auf besonders aufwendige Bearbeitungs- oder Behandlungsschritte wie Schleifen oder dergleichen, wie sie beispielsweise für zusätzliche Linsen, Prismen oder eingearbeitete Sphären erforderlich wären, notwendig ist. Des Weiteren ist auch kein Rückgriff auf Kunststoff-Komponenten, beispielsweise aus PMMA oder dergleichen, erforderlich, die wegen schlechter Beschichtbarkeit, wegen unterschiedlicher Ausdehnungskoeffizienten zu Glas und wegen begrenzter Lebensdauer und Formbeständigkeit bei Wasseraufnahme ohnehin problematisch für Außenanwendungen sind. Stattdessen ist vorliegend eine hohe Wiedergabetreue auch bei Rückgriff auf vergleichsweise einfach gehaltene, insbesondere glasbasierte Komponenten (insbesondere Totwinkel-Zusatzspiegel und verspiegeltes Substrat) möglich, die lediglich noch durch lichtbeständigen Klebstoff ergänzt sind. Der Klebstoff bietet im Übrigen zudem noch die Funktionalität eines Splitterschutzes für den betroffenen Teilbereich, so dass in diesem Sinne die allgemeine Sicherheit des Systems noch weiter erhöht ist.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
  • 1 einen Rückblickspiegel in Frontansicht,
  • 2 einen Rückblickspiegel nach 1 im Querschnitt,
  • 3 bis 7 das Substrat des Rückblickspiegels gemäß 1 in unterschiedlichen Phasen der Spiegelherstellung, und
  • 8 bis 11 jeweils eine Heizfolie zum Aufbringen auf das Substrat des Rückblickspiegels.
  • Gleiche Teile sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.
  • Der Rückblickspiegel 1 gemäß 1 ist zum Einsatz als Außenspiegel eines Kraftfahrzeugs vorgesehen. Er umfasst im Wesentlichen eine von einem verspiegelten Substrat 2 gebildete Hauptspiegelfläche 4, die dem Fahrer des Kraftfahrzeugs Informationen aus dem rückwärtigen, nicht in seinem Sichtbereich liegenden Raumbereich übermitteln soll. Im Hinblick auf gängige Größen- und Proportionalitätserfordernisse ist die Hauptspiegelfläche 4 im Wesentlichen planar ausgeführt. Dies bedingt die Entstehung eines für den Fahrer nicht einsehbaren Raumbereichs, den sogenannten toten Winkel.
  • Zur Erhöhung des erreichbaren Sicherheitniveaus, und um durch den toten Winkel bedingte Unfallgefahren besonders gering zu halten, ist der Rückblickspiegel 1 in einem Teilbereich des verspiegelten Substrats 2 mit einem als Verkleinerungs spiegel ausgeführten Totwinkel-Zusatzspiegel 6 versehen, der die Einsehbarkeit des toten Winkels für den Fahrer gewährleisten soll.
  • Wie der Querschnittsdarstellung in 2 entnehmbar ist, ist das die Hauptspiegelfläche 4 bildende Spiegelsubstrat 2 als so genannter „Position 2”-Spiegel ausgeführt und aus Materialschutzgründen an seiner rückseitigen, von der durch den Pfeil 10 symbolisierten Lichteinfallsrichtung abgewandten Seite mit einer Reflektorschicht 12 aus einem geeignet gewählten Reflektormaterial, vorzugsweise Chrom, beschichtet. Ausgenommen von der ansonsten im Wesentlichen durchgängig gehaltenen Reflektorschicht 12 ist dabei allerdings der zur Anbringung des Totwinkel-Zusatzspiegels 6 vorgesehene Teilbereich. In diesem Teilbereich ist rückseitig, also ebenfalls auf der von der Lichteinfallsrichtung abgewandten Seite, der Totwinkel-Zusatzspiegel 6 unter Verwendung einer Klebstoffschicht 14 auf das Substrat 2 aufgeklebt.
  • Der Totwinkel-Zusatzspiegel 6 ist dabei als Verkleinerungsspiegel ausgeführt und unter Verwendung einer Kalotte gefertigt, die im Vergleich zum Substrat 2 einen deutlich kleineren Krümmungsradius von weniger als 1000 mm aufweist. Der Totwinkel-Zusatzspiegel 6 ist zudem als sogenannter „Position 1”-Spiegel ausgeführt und an seiner der Lichteinfallsrichtung zugewandten Seite mit einer Reflektorschicht 18 aus geeignet gewähltem Reflektormaterial, im Ausführungsbeispiel ebenfalls Chrom, beschichtet. Als Klebstoff zur Verbindung des Totwinkel-Zusatzspiegels 6 mit dem Substrat 2 ist ein Silikonklebstoff oder ein Klebstoff auf Acrylatbasis vorgesehen, der insbesondere für eine hochpräzise Bearbeitbarkeit im UV-Licht aushärtbar sein sollte. Rückseitig ist das durch das verspiegelte Substrat 2 und den Totwinkel-Zusatzspiegel 6 gebildete Spiegelsystem mit einer im Bereich des Totwinkel-Zusatzspiegels 6 geschlitzt ausgeführten Heizfolie 20 beklebt.
  • Bei der Herstellung des Rückblickspiegels 1 wird, wie dies in 3 zu sehen ist, zunächst eine zur Bildung des verspiegelten Substrats 2 geeignet gewählte Kalotte 22 mit einer Flächengröße von beispielsweise 150 × 220 mm2 mit einer zur Bildung einer Maske 24 vorgesehenen Schutzfolie beklebt. Mit dieser Schutzfolie werden zunächst, beispielsweise durch Laserbehandlung, eine Kontur 26 zur Markierung des vorgesehen Teilbereichs und Konturen 28 für Referenzmarkierungen ausgeschnitten.
  • Anschließend wird die solchermaßen vorbehandelte Schutzfolie abgezogen, wobei, wie dies in 4 dargestellt ist, im Bereich der vorgesehenen Referenzmarkierungen und im Teilbereich für den Totwinkel-Zusatzspiegel 6 Folienreste auf der Kalotte 22 verbleiben und die Maske 24 bilden. In diesem Zustand wird die Kalotte 22 zur Bildung der Reflektorschicht 12 mit geeignetem Reflektormaterial, im Ausführungsbeispiel Chrom, beschichtet. Nach der Beschichtung werden die noch verbliebenen Reste der Schutzfolie abgezogen, so dass der für die Anbringung des Totwinkel-Zusatzspiegels 6 vorgesehene Teilbereich und auch die Bereiche der Referenzmarkierungen beschichtungsfrei bleiben.
  • Wie in 5 dargestellt, wird der unbeschichtete Teilbereich der Kalotte 22 anschließend mit dem ausgewählten Klebstoff, im Ausführungsbeispiel der unter der Bezeichnung „Photobond 4494” erhältliche Klebstoff auf Acrylatbasis der Fa. DELO, versehen (5a) und anschließend der geeignet vorbereitete, aus einer Kalotte ausgeschnittene und ebenfalls mit Reflektormaterial beschichtete Totwinkel-Zusatzspiegel 6 auf den Teilbereich aufgeklebt und angedrückt (5b). Wie in 6 in der Querschnittsdarstellung erkennbar ist, wird das dabei erhaltene Ensemble anschließend einem Aushärteschritt durch Bestrahlung mit UV-Licht unterworfen, wobei der transparente, lichtdurchlässige Klebstoff sich geeignet verfestigt. Die Bestrahlung mit UV-Licht kann dabei rückseitig oder auch durch das Substrat 2 hindurch erfolgen.
  • Anschließend wird, wie dies in 7 dargestellt ist, unter Rückgriff auf die eingebrachten Referenzmarkierungen die Spiegelkontur 30 aus der Kalotte 22 ausgeschnitten, beispielsweise durch geeignete Schneidverfahren wie Laserschneiden. Auf das dabei erhaltene konturierte Substrat 2 wird anschließend die in den 8 bis 11 in jeweils unterschiedlichen Ausführungen dargestellte Heizfolie 20 aufgeklebt, deren eingebrachte Schlitze 32 geeignet in Relation zum Teilbereich positioniert sind, in dem der Totwinkel-Zusatzspiegel 6 aufgesetzt ist.
  • Wie lediglich in 8 dargestellt, aber grundsätzlich auch in den Ausführungen nach 9 bis 11 vorgesehen, umfasst die Heizfolie 20 dabei jeweils einen integrierten, elektrisch ansteuerbaren Heizdraht 34. Die Schlitze 32 sind in den einzelnen Varianten dabei derart geführt, dass ein weitgehend störungsfreies Aufbringen der Heizfolie 20 auf das Substrat 2 auch im Bereich des Totwinkel-Zusatzspiegels 6 möglich ist, wobei insbesondere die Kontur des jeweiligen Schlitzes 32 im Hinblick auf die Kontur des Totwinkel-Zusatzspiegels 6 geeignet gewählt ist.
  • 1
    Rückblickspiegel
    2
    verspiegeltes Substrat
    4
    Hauptspiegelfläche
    6
    Totwinkel-Zusatzspiegel
    10
    Pfeil
    12
    Reflektorschicht
    14
    Klebstoffschicht
    18
    Reflektorschicht
    20
    Heizfolie
    22
    Kalotte
    24
    Maske
    26
    Kontur zur Markierung
    28
    Kontur zur Referenzmarkierung
    30
    Spiegelkontur
    32
    Schlitze

Claims (9)

  1. Rückblickspiegel (1) für ein Kraftfahrzeug mit einem eine Hauptspiegelfläche (4) bildenden verspiegelten Substrat (2), das in einem Teilbereich mit einem Totwinkel-Zusatzspiegel (6) versehen ist, wobei der Totwinkel-Zusatzspiegel (6) über einen transparenten, lichtbeständigen Klebstoff auf der von der Lichteinfallsrichtung des Substrats (2) abgewandten Seite auf dieses aufgeklebt ist.
  2. Rückblickspiegel (1) nach Anspruch 1, bei dem zwischen dem verspiegelten Substrat (2) und dem Totwinkel-Zusatzspiegel (6) eine Anzahl von Abstandshaltern angeordnet sind.
  3. Rückblickspiegel (1) nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der Totwinkel-Zusatzspiegel (6) aus einer verspiegelten Kalotte mit einem im Vergleich zum verspiegelten Substrat (2) kleineren Krümmungsradius, vorzugsweise mit einem Krümmungsradius von weniger als 1000 mm, gefertigt ist.
  4. Rückblickspiegel (1) nach Anspruch 3, bei dem der Totwinkel-Zusatzspiegel (6) eine mittlere Dicke von höchstens 1,6 mm aufweist.
  5. Rückblickspiegel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem das Substrat (2) auf seiner von der Lichteinfallsrichtung abgewandten Seite und der Totwinkel-Zusatzspiegel (6) auf seiner der Lichteinfallsrichtung zugewandten Seite verspiegelt ist.
  6. Rückblickspiegel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem als Klebstoff ein Silikon oder Acrylat vorgesehen ist.
  7. Rückblickspiegel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, der rückseitig mit einer Heizfolie (20) beklebt ist.
  8. Rückblickspiegel (1) nach Anspruch 7, dessen Heizfolie (20) im Bereich des Totwinkel-Zusatzspiegels (6) geschlitzt ausgeführt ist.
  9. Verfahren zur Herstellung eines Rückblickspiegels (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem ein zur Bildung der Hauptspiegelfläche (4) vorgesehenes Substrat (2) in einem Teilbereich mit einer Maske versehen und anschließend durch Aufbringung eines Reflektormaterials unter Aussparung des Teilbereichs verspiegelt wird, und bei dem nach Entfernung der Maske auf den Teilbereich ein Totwinkel-Zusatzspiegel (6) aufgeklebt wird.
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