-
Die
Erfindung betrifft eine Gasfeder mit einer Mittellängsachse
und einem geschlossenen ersten Ende, einem mit einem unter Druck
stehenden Fluid gefüllten Zylinder, einem in dem Zylinder
verschiebbar angeordneten Kolben, der den Zylinder in eine dem geschlossenen
Ende nahe erste Arbeitskammer und eine dem geschlossenen Ende ferne
zweite Arbeitskammer unterteilt und einer einseitig an dem Kolben
angeordneten Kolbenstange, die die zweite Arbeitskammer durchragt
und durch eine Führungs- und Dichtungseinrichtung abgedichtet
aus dem Zylinder herausgeführt ist.
-
Aus
der deutschen Patentschrift
DE
28 55 560 C2 ist eine Gasfeder mit einer vom Innendruck abhängig
wirkenden, mechanischen Blockiervorrichtung bekannt. Die Blockiervorrichtung
weist einen zwischen Zylinder und Kolbenstange wirksamen Klemmkörper
auf. Der Kolben umfasst zur Bildung der Blockiervorrichtung einen
Druckgasraum, der von einem Ringkolben und einem Kolbenzylinder
gebildet ist, die gegeneinander verschiebbar und mittels einer Dichtung
abgedichtet sind, während die Kolbenstange mittels Dichtungen
abgedichtet durch den Kolben geführt ist und dessen Ringkolben
und Kolbenzylinder auf der Kolbenstange verschiebbar sind und der
Kolben über Federelemente an fest mit der Kolbenstange
verbundenen Anschlagkörpern abgestützt ist, wobei
ein mit der Innenwand des Zylinders zusammenwirkender Klemmkörper
zwischengeschaltet ist
-
Die
DE 36 17 726 C2 zeigt
eine Gasfeder mit einer verformbaren Kammer, deren Innenraum über ein
Klappenventil mit den beiden Arbeitskammern der Gasfeder verbindbar
ist. Das Klappenventil ist geöffnet, wenn der Druck in
einer den Arbeitskammern größer ist als ein vorgegebener
Druckwert in der verformbaren Kammer. Das Klappenventil wird geschlossen,
wenn ein Druckabfall in den Arbeitskammern auftritt. Durch die dann
zwischen den Arbeitskammern der Gasfeder und der verformbaren Kammer
vorhandene Druckdifferenz wird die Wandung der verformbaren Kammer
entweder gegen die Kolbenstange oder die Innenwand der Arbeitskammern gedrängt,
wodurch die Kolbenstange bzw. der Kolben blockiert wird.
-
Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Gasfeder der eingangs
genannten Art zu schaffen, die eine bei einem Gasdruckabfall wirksam
werdende mechanische. Ausfallsicherung bereitstellt und einen einfachen
Aufbau aufweist.
-
Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass der Kolben eine mit der Außenumgebung des Zylinders
verbundene oder verbindbare Kolbenkammer aufweist und ein erstes
Sicherungselement und ein zweites Sicherungselement die mechanische
Blockiervorrichtung bilden, wobei das erste Sicherungselement bei
zu niedrigem Druck innerhalb des Zylinders die erste Arbeitskammer über
die Kolbenkammer mit der Außenumgebung verbindet und das
zweite Sicherungselement in Anlage an die Innenwand des Zylinders
bringt.
-
In
weiterer Ausgestaltung ist in der Kolbenkammer eine der ersten Öffnung
gegenüberliegende zweite Öffnung vorgesehen ist,
welche die Kolbenkammer mit der ersten Arbeitskammer verbindet.
-
Um
das erste Sicherungselement über einen Schieber axial in
Richtung erste Arbeitskammer vorzuspannen, ist ein Federelement
in der Kolbenkammer angeordnet.
-
Vorteilhafterweise
umfasst das erste Sicherungselement einen Ventilstift.
-
In
weiterer Ausgestaltung ist an der zweiten Öffnung ein Dichtungselement
angeordnet, über das der Ventilstift die zweite Öffnung
zur ersten Arbeitskammer hin öffenbar verschließt.
-
Damit
die zweite Öffnung gasdicht verschlossen ist, ist an der
ersten Öffnung wenigstens ein Dichtungselement angeordnet
ist, über das der Ventilstift die erste Öffnung
zur Bohrung der Kolbenstange hin öffenbar verschließt.
-
In
weiterer Ausgestaltung umfasst das zweite Sicherungselement sich
vom Kolben in die erste Arbeitskammer erstreckende Arme.
-
Jeder
Arm weist an seinem dem Kolben abgewandten Ende einen Vorsprung
auf, der sich zum Kolben hin verjüngt, so dass eine Schrägfläche
entsteht, die mit dem ersten Sicherungselement in Wirkverbindung
steht.
-
Alternativ
umfasst das zweite Sicherungselement ein Klemmelement, wobei das
zweite Sicherungselement vorzugsweise mehrere Klemmelemente umfasst.
-
Vorteilhafterweise
weist jedes Klemmelement an der der Innenwand zugewandten Seite
eine Nut auf, in die ein die Klemmelemente radial zur Mittellängsachse
vorspannendes elastisches Ringelement eingelegt ist.
-
In
weiterer Ausgestaltung sind die Klemmelemente mittels Drähten
an dem Kolben befestigt, damit diese mit dem Kolben verbunden sind.
-
An
der der Mittellängsachse zugewandten Seite sind in axialer
Richtung eine oder mehrere umlaufende Schrägflächen
hintereinander ausgebildet.
-
In
weiterer Ausgestaltung ist den Schrägflächen gegenüberliegend
konzentrisch zur Mittellängsachse eine Klemmhülse
angeordnet, die komplementär zu den Schrägflächen
ausgebildete Schrägflächen aufweist.
-
Die
Schrägflächen und sind in einem definierten Abstand
zueinander angeordnet und bilden einen ringraumähnlichen
Zwischenraum, in dem Lagerelemente in Form von Kugeln oder Rollen
angeordnet sind.
-
In
vorteilhafter Ausgestaltung erstreckt sich vom Kolben in Richtung
erstes Ende des Zylinders wenigstens ein Stützarm, an dessen
freiem Ende ein Halteelement angeordnet ist, das wiederum als Axialanschlag
für die Klemmelemente vorgesehen ist, wenn sich der Kolben
bzw. die Kolbenstange in Ausfahrrichtung bewegen, wobei der Stützarm
an der der Innenwand zugewandten Seite eine Nut aufweist in der
das Ringelement angeordnet ist.
-
Bei
einer alternativen Ausgestaltung weist die die im Kolben ausgebildete
Kolbenkammer mit der zweiten Arbeitskammer verbindende erste Öffnung
drei Abschnitte mit unterschiedlichen Innendurchmessern auf.
-
In
weiterer Ausgestaltung weist der der Kolbenkammer abgewandte erste
Abschnitt einen Innendurchmesser auf, der im Wesentlichen dem Außendurchmesser
der Kolbenstange entspricht, wobei im ersten Abschnitt das eine
Ende der hohlen Kolbenstange eingesetzt ist, und Material des Kolbens
in eine in der Kolbenstange angeordneten radial umlaufenden Nut
eingeknautscht ist, um den Kolben mit der Kolbenstange zu verbinden.
-
An
den ersten Abschnitt schließt sich ein zweiter Abschnitt
mit einem geringeren Innendurchmesser an, in dem ein Stützring
und eine O-Ringdichtung angeordnet sind und an den zweiten Abschnitt schließt
sich ein dritter Abschnitt mit einem weiter reduzierten Innendurchmesser
an, der direkt mit der Kolbenkammer in Verbindung steht, wobei durch
die unterschiedlichen Innendurchmesser der drei Abschnitte ein stufenförmiger
Aufbau entsteht.
-
Bei
einer alternativen Ausführungsform weist die zweite Öffnung
einen Durchmesser auf, der dem Durchmesser der Kolbenkammer entspricht,
wobei sich an die Kolbenkammer ein koaxial zur Mittellängslinie
in Richtung erste Arbeitskammer ausgebildeter kreisförmiger
Raum anschließt, in dem der Schieber angeordnet ist
-
In
weiterer Ausgestaltung weist der Raum einen größeren
Durchmesser als die Kolbenkammer auf, so dass am Übergang
von dem Raum zur Kolbenkammer eine Stufe entsteht, an welcher der Schieber
im Normalbetrieb anliegt.
-
Ferner
erstrecken sich von einer den Raum umgebenden Ringwand ein oder
mehrere Stützarme in die zweite Arbeitskammer, wobei an
den freien Enden der Stützarme Vorsprünge vorgesehen
sind.
-
Bei
einer weiteren Ausführungsform erstreckt sich der an dem
Keilelement ausgebildete Ventilstift durch den Schieber, die Kolbenkammer und
die drei Abschnitte der ersten Öffnung in Richtung Kolbenstange,
wobei das der Kolbenstange zugewandte Ende des Ventilstiftes eine
Axialnut oder Abflachung aufweist, die sich im Normalbetrieb in dem
ersten Abschnitt der ersten Öffnung befindet.
-
Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher
beschrieben. Es zeigen:
-
1 einen
Längsschnitt einer erfindungsgemäßen
Gasfeder im Normalbetrieb
-
2 einen
Längsschnitt der in 1 gezeigten
Gasfeder bei Druckabfall
-
3 einen
Längsschnitt einer weiteren erfindungsgemäßen
Ausführungsform einer Gasfeder im Normalbetrieb
-
4 eine
Detailansicht der in 3 dargestellten Gasfeder im
Normalbetrieb
-
5 eine
Detailansicht der in 3 dargestellten Gasfeder bei
Druckabfall
-
6 einen
Querschnitt durch die in der 3 dargestellte
Gasfeder
-
7 einen
Längsschnitt einer weiteren erfindungsgemäßen
Ausführungsform einer Gasfeder im Normalbetrieb
-
8 eine
Detailansicht der in 7 dargestellten Gasfeder im
Normalbetrieb
-
9 eine
Detailansicht der in 7 dargestellten Gasfeder bei
Druckabfall
-
10 einen
Querschnitt durch die in der 7 dargestellte
Gasfeder
-
11 eine
Detailansicht einer weiteren erfindungsgemäßen
Ausführungsform im Längsschnitt
-
12 Eine
dreidimensionale Ansicht eines in 11 dargestellten
Bauteils
-
In
den 1 und 2 ist ein Kolben-Zylinderaggregat
in Form einer Gasfeder 1 dargestellt, die einen Zylinder 2 mit
einem geschlossenen ersten Ende 3 und einem dem geschlossenen
Ende 3 gegenüberliegenden zweiten Ende 4 umfasst.
Durch das zweite Ende 4 ist eine Kolbenstange 5 mittels
einer Dichtungs- und Führungseinrichtung 6 konzentrisch
zu einer Mittellängsachse A der Gasfeder 1 aus dem
Zylinder 2 abgedichtet herausgeführt.
-
Am
geschlossenen Ende 3 des Zylinders 2 ist üblicherweise
ein hier nicht gezeigtes Anschlusselement in Form einer Kugelpfanne
oder eines Gelenkauges und an dem sich außerhalb des Zylinders 2 befindlichen
Ende der Kolbenstange 5 ein weiteres nicht gezeigtes Anschlusselement
angeordnet, mit denen die Gasfeder 1 zwischen zwei relativ
zueinander bewegbaren Teilen, beispielsweise eine Klappe und eine
Karosserie eines Kraftfahrzeugs, befestigt wird.
-
An
dem im Zylinder 2 liegenden Ende der Kolbenstange 5 ist
ein Kolben 7 angeordnet, der den Zylinder 2 in
eine erste Arbeitskammer 8 und eine zweite Arbeitskammer 9,
durch die sich die Kolbenstange 5 erstreckt, teilt. Damit
das im Zylinder 2 befindliche, unter Druck stehende Gas
von einer Arbeitskammer in die andere strömen kann, können
bei Gasfedern als bekannt vorausgesetzte und hier nicht gezeigte Überströmeinrichtungen,
beispielsweise eine sich in axialer Richtung erstreckende Nut im
Zylinder 2 oder ein unterströmbarer Kolbenring
vorgesehen sein. Der in den Figuren dargestellte Kolbenring ist
als ein einfacher O-Ring 7a dargestellt.
-
Im
Kolben 7 ist eine Kolbenkammer 10 ausgebildet,
die eine konzentrisch zur Mittellängsachse A angeordnete
erste Öffnung 11 an der der zweiten Arbeitskammer 9 zugewandten
Seite des Kolbens 7 aufweist, die in eine sich durch die
Kolbenstange 5 erstreckende Bohrung 12 mündet.
Auf der der ersten Öffnung 11 gegenüberliegenden
Seite ist eine konzentrisch zur Mittellängsachse ausgebildete
zweite Öffnung 13 vorgesehen, welche die Kolbenkammer 10 mit
der ersten Arbeitskammer 8 verbindet. Die zweite Öffnung 13 weist
an der der ersten Arbeitskammer 8 zugewandten Seite eine
Durchmessererweiterung 14 auf, in der ein Dichtungselement 15 angeordnet
ist.
-
In
der Kolbenkammer 10 ist ein Federelement 16 angeordnet,
die an der der zweiten Arbeitskammer 9 zugewandten Innenwand
der Kolbenkammer 10 und an der gegenüberliegenden
Seite an einem scheibenförmigen Schieber 17 anliegt.
Der Schieber 17 liegt wiederum an einem Ventilstift 18 an oder
ist mit diesem einstückig verbunden. Der Ventilstift 18 erstreckt
sich von der Kolbenkammer 10 durch die zweite Öffnung 13 in
die erste Arbeitskammer 8 und umfasst einen ersten Abschnitt 19 mit
geringem Durchmesser, wobei der Durchmesser des ersten Abschnitts 19 wenigstens
geringfügig kleiner ist als der Innendurchmesser der zweiten Öffnung 13, und
einen zweiten konisch ausgebildeten Abschnitt 20.
-
An
der dem ersten Abschnitt 19 gegenüberliegenden
Seite ist der zweite Abschnitt 20 des Ventilstiftes 18 mit
einem kegelstumpfartigen Keilelement 22 verbunden, das
zusammen mit dem Ventilstift 18 ein erstes Sicherungselement 23 bildet.
Der Ventilstift 18 und das Keilelement 22 können
beispielsweise miteinander verschraubt, verklebt oder verschweißt
sein. Ebenso ist eine einteilige Ausführung von Ventilstift 18 und
Keilelement 22 denkbar.
-
Von
dem Kolben 7 erstrecken sich mehrere ein zweites Sicherungselement 24 bildende
Arme 25 in die zweite Arbeitskammer 9. Die Arme 25 weisen an
ihren dem Kolben 7 abgewandten Enden einen Vorsprung 26 auf,
der sich zum Kolben 7 hin verjüngt, so dass eine
Schrägfläche 27 entsteht, die mit dem ersten
Sicherungselement 23 in Wirkverbindung steht.
-
Im
Normalbetrieb, wie in 1 dargestellt, wird der zweite
Abschnitt 20 des Ventilstifts 18 durch den Gasdruck
in der Gasfeder abdichtend gegen das Dichtungselement 15 gepresst.
-
Bei
abnehmendem Gasdruck, beispielsweise durch Gasverlust, wird die
Kraft des in der Kolbenkammer 10 angeordneten Federelements 16 größer als
die auf den Ventilstift 18 wirkende effektive Gaskraft.
Der Ventilstift 18 wird, wie in 2 dargestellt, axial
in Richtung erstes Ende 3 des Zylinders 2 bewegt
und der konische zweite Abschnitt 20 von dem Dichtungselement 15 abgehoben.
Dadurch erfolgt ein sofortiger Flächenausgleich am Ventilstift 18,
so dass die angreifende Gaskraft richtungsunabhängig wird
und die Kraft des Federelements 16 den Ventilstift 18 ohne
Gegenkraft durch den Gasdruck schnell in Richtung erstes Ende 3 des
Zylinders 2 bewegt.
-
Das
durch den Ventilstift 18 und dem Keilelement 22 gebildete
erste Sicherungselement 23 wird durch die Kraft des Federelements 16 gegen
die Schrägflächen 27 der Arme 25 verschoben
und bewegt diese radial gegen die Innenwand 28 des Zylinders 2,
so dass eine drastische Reibungserhöhung und somit eine
Blockierung des Kolbens 7 und somit der Kolbenstange 5 erfolgt.
-
Bei
der in den 3 bis 6 dargestellten Ausführungsform
umfasst das zweite Sicherungselement 24' mehrere, nahe
der Innenwand 28 umlaufend angeordnete Klemmelemente 29.
An der der Innenwand 28 zugewandten Seite weisen die Klemmelemente 29 jeweils
eine Nut 30 auf, in die ein elastisches Ringelement 31,
beispielsweise ein aus einem Elastomer hergestellter O-Ring oder
eine Ringfeder, eingelegt ist. Das Ringelement 31 spannt
die Klemmelemente 29 radial nach innen vor und ist so tief
in die Nut 30 eingelegt, dass das Ringelement 31 die
Innenwand 28 des Zylinders 2 auch dann nicht berührt, wenn
die Klemmelemente 29 in Radialrichtung gegen die Innenwand 28 bewegt
werden. Die Klemmelemente 29 sind mittels Drähten 32 an
dem Kolben 7 befestigt. An der der Mittellängsachse
A zugewandten Seite sind in axialer Richtung vorzugsweise zwei umlaufende
Schrägflächen 33 hintereinander ausgebildet.
-
Den
Schrägflächen 33 gegenüberliegend
ist konzentrisch zur Mittellängsachse A eine Klemmhülse 34 angeordnet,
die komplementär zu den Schrägflächen 33 ausgebildete
Schrägflächen 35 aufweist. Die Klemmhülse 34 bildet
zusammen mit dem Keilelement 22 und dem Ventilstift 18 das
erste Sicherungselement 23'. Die Schrägflächen 33 und 35 sind in
einem definierten Abstand zueinander angeordnet und bilden einen
ringraumähnlichen Zwischenraum 36, in dem Lagerelemente 37 in
Form von Kugeln oder Rollen angeordnet sind. Die Schrägflächen 33 und 35 sind
dabei so ausgebildet, dass die Lagerelemente 37 nicht aus
dem Zwischenraum 36 herausfallen können. Dazu
ist an den Enden der Schrägflächen 33 und 35 beispielsweise
ein Kragen 38 ausgebildet, an dem die Lagerelemente zur
Anlage kommen können. Die Klemmhülse 34 weist
ferner einen Innenkonus 39 auf, der auf das Keilelement 22 aufgesetzt
ist.
-
Bei
einem Druckabfall durch Entweichen des in dem Zylinder 2 befindlichen
Gases bewegt das Federelement 16, wie in 5 gezeigt,
den Ventilstift 18 und somit das Keilelement 22 und
die Klemmhülse 34 entlang der Mittellängsachse
A in Richtung erstes Ende 3 des Zylinders 2. Gleichzeitig
bewegt sich der Kolben 7 mit der Kolbenstange 5 in
den Zylinder 2 hinein. Dabei wird eine selbstverstärkende
Klemmung über den mit dem Kolben 7 in Zugrichtung über
die Drähte 32 fest verbundenen Klemmelemente 29 an der
Innenwand 28 herbeigeführt. Hierbei reduzieren die
Lagerelemente 37 die Reibung zwischen der Klemmhülse 34 und
den Klemmelementen 29. Die Selbstverstärkung der
Klemmelemente 29 tritt dann auf, wenn der Reibungswinkel
zwischen den äußeren Klemmelementen 29 und
der Innenwand 28 des Zylinders 2 größer
ist als die Summe des Reibungswinkels zwischen der Klemmhülse 34 und
den Klemmelementen 29 und dem gewählten Steigungswinkel bzw.
Keilwinkel α.
-
Die 7 bis 10 stellen
eine weitere Ausführungsform der Erfindung dar, bei der
das Keilelement 22 und die in den 3 bis 6 gezeigte Klemmhülse 34 einteilig
ausgebildet sind. Vom Kolben 7 erstrecken sich in Richtung
erstes Ende 3 des Zylinders 2 drei Stützarme 40,
an deren freien Enden 41 ein Halteelement 42 angeordnet
ist, die wiederum als Axialanschlag für die Klemmelemente 29 vorgesehen
ist, wenn sich der Kolben 7 bzw. die Kolbenstange 5 in
Ausfahrrichtung bewegen. Die Stützarme 40 weisen
an der der Innenwand 28 zugewandten Seite eine Nut 43 auf.
Das Ringelement 31 ist bei dieser Ausführungsform
sowohl in den Nuten 30 der Klemmelemente 29 als
auch in den Nuten 43 der Stützarme 40 angeordnet.
-
Wie
in 10 dargestellt, sind die Lagerelemente 37 als
Rollen ausgebildet und das erste Sicherungselement 23' weist
in dem Bereich, wo es mit dem zweiten Sicherungselement 24' zusammenwirkt,
einen Querschnitt auf, der im Wesentlichen der Form eines Dreiecks
mit abgerundeten Ecken entspricht. Falls das sich im Zylinder 2 befindende
Gas entweicht bewegt das Federelement 16 das erste Sicherungselement 23' entlang
der Mittellängsachse A in Richtung erstes Ende 3 des
Zylinders 2, wie in 9 gezeigt.
Gleichzeitig wird noch mehr Gas aus dem Zylinder 2 in die
Außenumgebung freigesetzt und der Kolben 7 bewegt
sich mit der Kolbenstange 5 aufgrund des Gasverlustes in
den Zylinder 2 hinein und die Klemmelemente 29 über
die Lagerelemente 37 radial nach außen gegen die
Innenwand 28 des Zylinders 2. Dabei wird eine
selbstverstärkende Klemmung über die mit dem Kolben 7 in
Zugrichtung über das Halteelement 42 verbundenen
Klemmelemente 29 an der Innenwand 28 herbeigeführt.
-
Die 11 zeigt
die Detailansicht einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
Die erste Öffnung 11, welche die im Kolben 7 ausgebildete
Kolbenkammer 10 mit der Bohrung 12 in der Kolbenstange 5 verbindet,
weist drei Abschnitte mit unterschiedlichen Innendurchmessern auf.
Der erste Abschnitt 44, welcher der Kolbenkammer 10 abgewandt ist,
weist einen Innendurchmesser auf, der im Wesentlichen dem Außendurchmesser
der Kolbenstange 5 entspricht. In dem ersten Abschnitt 44 ist
das eine Ende der hohlen Kolbenstange 5 eingesetzt, wobei
Material des Kolbens 7 in eine in der Kolbenstange angeordneten
radial umlaufenden Nut 45 eingeknautscht ist, um den Kolben 7 mit
der Kolbenstange 5 zu verbinden. An den ersten Abschnitt 44 schließt sich
ein zweiter Abschnitt 46 mit einem geringeren Innendurchmesser
an, in dem ein Stützring 47 und eine O-Ringdichtung 48 angeordnet
sind. An den zweiten Abschnitt 46 schließt sich
ein dritter Abschnitt 49 mit einem weiter reduzierten Innendurchmesser
an, der direkt mit der Kolbenkammer 10 in Verbindung steht. Durch
die unterschiedlichen Innendurchmesser der drei Abschnitte 44, 46 und 49 entsteht
ein stufenförmiger Aufbau, durch den der Stützring 47 und
die O-Ringdichtung 48 in axialer Richtung fixiert sind.
-
Die
der ersten Öffnung 11 gegenüberliegende
zweite Öffnung 13 weist einen Durchmesser auf, der
dem Durchmesser der Kolbenkammer 10 entspricht. An die
Kolbenkammer 10 schließt sich ein koaxial zur
Mittellängslinie A ausgebildeter kreisförmiger
Raum 50 an, in dem der Schieber 17 angeordnet ist.
Der Raum 50 weist einen größeren Durchmesser als
die Kolbenkammer 10 auf, so dass am Übergang von
Raum 50 zur Kolbenkammer 10 eine Stufe 51 entsteht,
an welcher der Schieber 17 im Normalbetrieb anliegt. Es
ist jedoch ersichtlich, dass der Schieber 17 einteilig
mit dem Keilelement 22 ausgebildet sein kann. Von einer
den Raum 50 umgebenden Ringwand 52 erstrecken
sich die Stützarme 40 in die erste Arbeitskammer 8.
An den freien Enden der Stützarme 40 sind in weiterer
Ausgestaltung Vorsprünge 53 vorgesehen, die als
Anschläge für die Klemmelemente 29 dienen,
wenn die Kolbenstange 5 aus den Zylinder 2 bewegt
wird.
-
Der
an dem Keilelement 22 ausgebildete Ventilstift 18' erstreckt
sich durch den Schieber 17, die Kolbenkammer 10 und
die drei Abschnitte 44, 46 und 49 der
ersten Öffnung 11 in Richtung Kolbenstange 5.
Das der Kolbenstange 5 zugewandte Ende des Ventilstiftes 18' weist
eine Axialnut oder Abflachung 54 auf, die sich im Normalbetrieb
in dem ersten Abschnitt 44 der ersten Öffnung 11 befindet.
-
Bei
Druckverlust bewegt das Federelement 16 den Schieber 17 und
somit das erste Sicherungselement 23' entlang der Mittellängsachse
A in Richtung erste Arbeitskammer 8. Die Nut oder die Abflachung 54 des
Ventilstiftes 18' gelangt in den zweiten Abschnitt 46 der
ersten Öffnung 11 und noch mehr Gas kann entweichen.
Gleichzeitig bewegt sich der Kolben 7 mit der Kolbenstange 5 aufgrund
des Gasverlustes in den Zylinder 2 hinein und die Klemmelemente 29 über
die Lagerelemente 37 radial nach außen gegen die
Innenwand 28 des Zylinders 2. Dabei wird eine
selbstverstärkende Klemmung über die mit dem Kolben 7 in
Zugrichtung über die Vorsprünge 53 verbundenen
Klemmelemente 29 an der Innenwand 28 herbeigeführt.
-
Die 12 zeigt
den in 11 dargestellten Kolben in einer
dreidimensionalen Ansicht, aus der die Anordnung der Vorsprünge 53 an
den Stützarmen 40 klar zu erkennen ist.
-
- 1
- Gasfeder
- 2
- Zylinder
- 3
- erstes
Ende
- 4
- zweites
Ende
- 5
- Kolbenstange
- 6
- Dichtungs-
und Führungseinrichtung
- 7
- Kolben
- 7a
- Kolbenring
- 8
- erste
Arbeitskammer
- 9
- zweite
Arbeitskammer
- 10
- Kolbenkammer
- 11
- erste Öffnung
- 12
- Bohrung
- 13
- zweite Öffnung
- 14
- Durchmessererweiterung
- 15
- Dichtungselement
- 16
- Federelement
- 17
- Schieber
- 18
- Ventilstift
- 18'
- Ventilstift
- 19
- Erster
Abschnitt
- 20
- Zweiter
Abschnitt
- 22
- Keilelement
- 23
- erstes
Sicherungselement
- 23'
- erstes
Sicherungselement
- 24
- zweites
Sicherungselement
- 24'
- zweites
Sicherungselement
- 25
- Arm
- 26
- Vorsprung
- 27
- Schrägfläche
- 28
- Innenwand
- 29
- Klemmelement
- 30
- Nut
- 31
- Ringelement
- 32
- Draht
- 33
- Schrägfläche
- 34
- Klemmhülse
- 35
- Schrägfläche
- 36
- Zwischenraum
- 37
- Lagerelement
- 38
- Kragen
- 39
- Innenkonus
- 40
- Stützarm
- 41
- freies
Ende
- 42
- Halteelement
- 43
- Nut
- 44
- erster
Abschnitt
- 45
- Nut
- 46
- zweiter
Abschnitt
- 47
- Stützring
- 48
- O-Ringdichtung
- 49
- dritter
Abschnitt
- 50
- Raum
- 51
- Stufe
- 52
- Ringwand
- 53
- Vorsprung
- 54
- Abflachung
- A
- Mittellängsachse
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 2855560
C2 [0002]
- - DE 3617726 C2 [0003]