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GEBIET DER ERFINDUNG
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Diese
Erfindung betrifft biologisch aktive 19-nor-Analoge von 1α-hydroxylierten
Vitamin D-Verbindungen. Insbesondere betrifft die Erfindung ein neues
Verfahren zur Herstellung von Paricalcitol und Zwischenprodukten
davon.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Die
hormonellen, 1α-hydroxylierten Metaboliten von Vitamin
D – am Wichtigsten 1α,25-Dihydroxyvitamin D3 und
1α,25-Dihydroxyvitamin D2 – sind als hoch wirksame
Regulatoren der Calcium-Homeostase in Tieren und Menschen bekannt,
und kürzlich wurde auch ihre Wirksamkeit bei der zellulären
Differenzierung festgestellt. Als Folge davon wurden viele strukturelle
Analoga dieser Metaboliten, wie zum Beispiel Verbindungen mit unterschiedlichen
Seitenkettenstrukturen, unterschiedlichen Hydroxylierungsmustern
oder unterschiedlicher Stereochemie, hergestellt und getestet. Wichtige
Beispiele solcher Analoga sind 1α-Hydroxyvitamin D3, 1α-Hydroxyvitamin D2,
verschiedene seitenketten-fluorierte Derivate von 1α,25-Dihydroxyvitamin
D3, und Seitenketten-homologisierte Analoga. Von einigen dieser
bekannten Verbindungen wurde gefunden, dass sie eine hochwirksame
Aktivität in vivo oder in vitro zeigen und vorteilhafte
Wirksamkeitsprofile besitzen, und daher bei der Behandlung einer
Vielzahl von Krankheiten, wie zum Beispiel Nieren-Osteodystrophie,
Vitamin D-resistenten Rickets, Osteoporose, Psoriasis und bestimmten
bösartigen Tumoren verwendet werden oder zur Verwendung
vorgeschlagen wurden.
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Paricalcitol
ist ein von Vitamin D
2 abgeleitetes Sterin,
dem die in allen natürlichen Vitamin D-Metaboliten zu findende
Kohlenstoff-19-Methylengruppe fehlt. Eine Klasse von Vitamin D-ähnlichen
Verbindungen, namentlich die 1α-Hydroxy-19-nor-Vitamin D-Analoga,
als auch ein allgemeines Verfahren für deren chemische
Synthese ist offenbart in
US 4,195,027 ,
EP 0,387,077 ,
US 5,086,191 ,
US 5,237,110 ,
US 5,342,975 ,
US 5,880,113 ,
US 5,587,497 und
US 5,710,294 . Die Verbindungen zeigen
eine ausgeprägte Wirksamkeit bei der Calcium-Regulierung
und bei der Hemmung der Proliferation von undifferenzierten Zellen, einschließlich
Tumorzellen, und bei der Induzierung ihrer Differenzierung, und
repräsentieren auf diese Weise neue therapeutische Mittel
zur Behandlung von Tumor- oder anderen Erkrankungen, die durch das
wuchernde Wachstum undifferenzierter Zellen gekennzeichnet sind.
Die
WO 9,103,246 offenbart
die Verwendung der Vitamin D-ähnlichen Verbindungen, um
das erworbene Immundefektsyndrom (acquired immune deficiency syndrome
(AIDS)) und seine verwandten und abgeleiteten Analoga zu behandeln.
Die
EP 0,480,572 offenbart
Zusammensetzungen, die Vitamin D-Verbindungen enthalten, für
kosmetische Verwendungen. Die 19-nor-Vitamin D-Verbindungen besitzen
die Formel:
worin X
1 und
X
2 jeweils ausgewählt sind aus
Wasserstoff, Acyl, Alkylsilyl und Alkoxyalkyl, und worin R ausgewählt
ist aus Alkyl, Wasserstoff, Hydroxyalkyl, wobei das Hydroxyalkyl
2 bis 5 Kohlenstoffatome aufweist, Fluoralkyl und einer Seitenkette
der Formel:
worin R
1 Wasserstoff,
Hydroxy oder O-Acyl repräsentiert, R
2 und
R
3 jeweils ausgewählt sind aus
Alkyl, Hydroxyalkyl und Fluoralkyl, oder, wenn zusammengenommen,
die Gruppe -(CH
2)
m-
repräsentieren, wobei m eine ganze Zahl mit einem Wert
von 2 bis 5 ist, R
4 ausgewählt
ist aus Wasserstoff, Hydroxy, Fluor, O-Acyl, Alkyl, Hydroxyalkyl
und Fluoralkyl, R
5 ausgewählt ist
aus Wasserstoff, Fluor, Alkyl, Hydroxyalkyl und Fluoralkyl, oder
R
4 und R
5 zusammengenommen doppelt-gebundenen
Sauerstoff repräsentieren, R
6 und R
7 jeweils ausgewählt sind aus Wasserstoff,
Hydroxy, O-Acyl, Fluor und Alkyl, oder R
6 und
R
7 zusammengenommen eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung
bilden, und worin n eine ganze Zahl mit einem Wert von 1 bis 5 ist,
und worin jede der Gruppen -CH(CH
3)-, -CH(R
7)- oder -CH(R
6)-
an den Positionen 20, 22 bzw. 23, durch ein Sauerstoffatom ersetzt
werden können, mit der Maßgabe, dass, wenn n 2
bis 5 ist, jedes R
4 unabhängig
ausgewählt ist aus Wasserstoff, Hydroxy, Fluor, O-Acyl,
Alkyl, Hydroxyalkyl und Fluoralkyl, und jedes R
5 unabhängig
ausgewählt ist aus Wasserstoff, Fluor, Alkyl, Hydroxyalkyl und
Fluoralkyl.
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Zwei
Arbeitsbereiche, die im Hinblick auf das Bestreben verfolgt wurden,
neue Vitamin D-Verbindungen mit verminderter kalzemischer Aktivität
zu identifizieren sind (1) die Platzierung der Hydroxylgruppe in
der Seitenkette an C-24 anstelle von C-25 und (2) die Verwendung
von Pro-Pharmaka (wie zum Beispiel
Coutts. et al, "A
stereospecific synthesis of 24(s)-hydroxyvitamin D2, a prodrug for
1α,24(S)-dihydroxyvitamin D2", Organic Process
Research & Development.
2002.6.246~255 oder
US
6,359,012 offenbart die erste stereospezifische Synthese
von 24(S)-Hydroxyvitamin D2.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung stellt eine Verbindung mit der Formel I zur
Verfügung
worin
R
1 C
1-6-Alkoxy ist;
R
2 Wasserstoff,
OH oder Methyl-OH ist;
R
3 Wasserstoff,
OH oder Methyl-OH ist;
R
2 und R
3 zusammengenommen eine Doppelbindung oder
Oxo (=O) bilden;
R
4 Wasserstoff, OH,
O-Acyl, O-C
1-6-Alkylsilyl oder C
1-6-Alkyloxy-C
1-6-Alkyl
ist;
R
5 C
1-6-Alkyl,
C
1-6-Alkyloxy-C
1-6-Alkyl
oder Aryl ist; und
R
6 C
1-6-Alkyl,
C
1-6-Alkyloxy-C
1-6-Alkyl
oder Aryl ist.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch eine Verbindung mit der Formel
II zur Verfügung
worin X
1 Wasserstoff,
Acyl, C
1-6-Alkylsilyl oder C
1-6-Alkyloxy-C
1-6-Alkyl ist;
X
2 Wasserstoff,
Acyl, C
1-6-Alkylsilyl oder C
1-6-Alkyloxy-C
1-6-Alkyl ist;
R
5 C
1-6-Alkyl, C
1-6-Alkyloxy-C
1-6-Alkyl oder Aryl ist; und
R
6 C
1-6-Alkyl, C
1-6-Alkyloxy-C
1-6-Alkyl
oder Aryl ist.
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Die
vorliegende Erfindung stellt weiterhin ein Verfahren zur Herstellung
einer Verbindung mit der Formel
zur Verfügung, worin
X
2 Wasserstoff, Acyl, C
1-6-Alkylsilyl
oder C
1-6-Alkyloxy-C
1-6-Alkyl
ist; und R
4 Wasserstoff, OH, O-Acyl, O-C
1-6-Alkylsilyl oder C
1-6-Alkyloxy-C
1-6-Alkyl ist; wobei das Verfahren das Umsetzen eines
Zwischenprodukts der Formel 16
mit n-Butyl-Lithium und einer
Verbindung mit der folgenden Formel
in trockenem THF umfasst,
worin R
7 C
1-6-Alkylsilyloxy ist.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 veranschaulicht
die Herstellung der Verbindungen der vorliegenden Erfindung.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Verbindung mit der Formel I
worin
R
1 C
1-6-Alkoxy ist;
R
2 Wasserstoff,
OH oder Methyl-OH ist;
R
3 Wasserstoff,
OH oder Methyl-OH ist;
R
2 und R
3 zusammen eine Doppelbindung oder Oxo (=O)
bilden;
R
4 Wasserstoff, OH, O-Acyl,
O-C
1-6-Alkylsilyl oder C
1-6-Alkyloxy-C
1-6-Alkyl ist;
R
5 C
1-6-Alkyl, C
1-6-Alkyloxy-C
1-6-Alkyl oder Aryl ist; und
R6 C
1-6-Alkyl, C
1-6-Alkyloxy-C
1-6-Alkyl oder Aryl ist.
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Bei
der Beschreibung der Verbindungen, Verfahren und Prozesse dieser
Erfindung besitzen die folgenden Ausdrücke die folgenden
Bedeutungen, wenn nicht anders angegeben.
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Der
Begriff ”Alkyl” meint eine einwertige gesättigte
Kohlenwasserstoffgruppe, die linear oder verzweigt sein kann. Wenn
nicht anders angegeben, enthalten solche Alkylgruppen typischerweise
1 bis 6 Kohlenstoffatome. Repräsentative Alkylgruppen beinhalten
beispielsweise Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, sec-Butyl,
Isobutyl, tert-Butyl, n-Pentyl, n-Hexyl und dergleichen.
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Der
Begriff ”Alkoxy” meint eine einwertige Gruppe
der Formel (Alkyl)-O-, wobei Alkyl wie hierin definiert ist. Repräsentative
Alkoxy-Gruppen beinhalten beispielsweise Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy,
Isopropoxy, n-Butoxy, sec-Butoxy, Isobutoxy, tert-Butoxy und dergleichen.
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Der
Begriff ”Aryl” meint einen einwertigen aromatischen
Kohlenwasserstoff mit einem einzelnen Ring (d. h., Phenyl) oder
verbundenen Ringen (d. h., Naphthalin). Wenn nicht anders angegeben,
enthalten solche Arylgruppen typischerweise 6 bis 10 Kohlenstoffringatome.
Repräsentative Arylgruppen beinhalten beispielsweise Phenyl
und Naphthalin-1-yl, Naphthalin-2-yl und dergleichen.
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In
einer bevorzugten Verbindung der Formel I der vorliegenden Erfindung
ist R1 Methoxy.
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In
einer alternativen bevorzugten Verbindung der Formel I der vorliegenden
Erfindung bilden R2 und R3 zusammen
eine Doppelbindung oder ein Oxo.
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In
einer weiteren bevorzugten Verbindung der Formel I der vorliegenden
Erfindung ist R2 OH und R3 ist
Methyl-OH.
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In
einer weiteren bevorzugten Verbindung der Formel I der vorliegenden
Erfindung ist R4 tert-Butyldimethylsilyloxy.
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In
einer noch bevorzugteren Verbindung der Formel I der vorliegenden
Erfindung sind R5 und R6 Phenyl.
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Die
vorliegenden Erfindung stellt auch eine Verbindung mit der Formel
II
zur Verfügung, worin
X
1 Wasserstoff, Acyl, C
1-6-Alkylsilyl
oder C
1-6-Alkyloxy-C
1-6-Alkyl
ist;
X
2 Wasserstoff, Acyl, C
1-6-Alkylsilyl oder C
1-6-Alkyloxy-C
1-6-Alkyl ist;
R
5 C
1-6-Alkyl, C
1-6-Alkyloxy-C
1-6-Alkyl oder Aryl ist; und
R
6 C
1-6-Alkyl, C
1-6-Alkyloxy-C
1-6-Alkyl
oder Aryl ist.
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Die
vorliegende Erfindung stellt weiterhin ein Verfahren zur Herstellung
einer Verbindung mit der Formel
zur Verfügung, worin
X
2 Wasserstoff, Acyl, C
1-6-Alkylsilyl
oder C
1-6-Alkyloxy-C
1-6-Alkyl
ist; und R
4 Wasserstoff, OH, O-Acyl, O-C
1-6-Alkylsilyl oder C
1-6-Alkyloxy-C
1-6-Alkyl ist; wobei das Verfahren umfasst
das Umsetzen eines Zwischenprodukts der Formel 16
mit n-Butyl-Lithium und einer
Verbindung mit der folgenden Formel
in trockenem Tetrahydrofuran
(THF) umfasst, worin R
7 C
1-6-Alkylsilyloxy
ist.
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In
dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird die Verbindung der
Formel 16 durch Umsetzen von Säure mit der Verbindung der
Formel 15
bei 0~65°C hergestellt,
worin R
1 C
1-6-Alkoxy
ist, und R
4 O-C
1-6-Alkylsilyl
oder C
1-6-Alkyloxy-C
1-6-Alkyl
ist.
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In
dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird die Verbindung der
Formel 15 durch Umwandeln der Verbindung der Formel 14
worin R
1 C
1-6-Alkoxy ist, mit TBDMS-Chlorid in Gegenwart
von Amin (wie zum Beispiel Imidazol) in einem organischen Lösungsmittel
(wie zum Beispiel CH
2Cl
2)
bei 0~30°C hergestellt.
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In
dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird die Verbindung der
Formel 14 durch Umsetzen einer Verbindung der Formel 13
worin R
1 C
1-6-Alkoxy ist, in einem organischen Lösungsmittel
(wie zum Beispiel Toluol) und einem Amin (wie zum Beispiel Triethylamin)
mit einem Sulfonylchlorid (wie zum Beispiel MsCl) in trockenem Toluol
und LiAlH
4 in trockenem THF bei –78~20°C
erhalten.
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In
dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird die Verbindung der
Formel 13 durch Umwandeln einer Verbindung der Formel 12,
worin R
1 C
1-6-Alkoxy ist, über Hydridreduktion
hergestellt.
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In
dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird die Verbindung der
Formel 12 hergestellt durch Umwandeln einer Verbindung der Formel
11
mit NaIO
4,
worin R
1 C
1-6-Alkoxy
ist; R
2 OH ist; und R
3 Methyl-OH
ist.
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In
dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird die Verbindung der
Formel 12 hergestellt durch Umwandeln einer Verbindung der Formel
10
über Ozonolyse,
worin
R
1 C
1-6-Alkoxy
ist.
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In
dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird die Verbindung der
Formel 11 hergestellt durch Umwandeln einer Verbindung der Formel
10
mit OsO
4 in
Pyridin.
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In
dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird die Verbindung der
Formel 10 hergestellt durch Umwandeln eines Zwischenprodukts der
Formel 9
mit Essigsäureanhydrid
(Ac
2O) in Gegenwart von Amin (wie zum Beispiel
Pyridin).
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In
dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird ein Zwischenprodukt
der Formel 9 hergestellt durch Umwandeln eines Zwischenprodukts
der Formel 8
mit SeO
2 und
t-Butylhydroperoxid in CH
2Cl
2 und
Pyridin bei –10~30°C.
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In
dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird ein Zwischenprodukt
der Formel 8 erhalten durch Umsetzen von (20S)-Iodomethylcyclovitamin D2 in trockenem THF mit Diphenylphosphin,
n-Butyl-Lithium und H2O2 bei –78~30°C.
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BEISPIEL
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Die
nachstehenden Beispiele sind nicht beschränkend und stellen
lediglich Vertreter verschiedener Aspekte und Merkmale der vorliegenden
Erfindung dar.
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BEISPIEL 1: Herstellung eines SO2-Addukts von (3S)-Tosylat-(20S)-hydroxyrnethyl-9,10-secocholesta-5,7(E),
10(19), 22(E)-trien (4)
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Ein
21 G/L Dreihals-Rundkolben, ausgerüstet mit einem mechanischen
Rührer, wurde unter Stickstoff mit Vitamin D2 (50
g, 126 mmol), Dichlormethan (75 ml), Pyridin (75 ml), 4-Dimethylaminopyridin (DMAP,
3 g, 24,56 mmol) und p-Toluolsulfonylchlorid (36 g, 188,8 mmol)
befüllt.
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Die
Mischung wurde 24 h lang unterhalb von 10°C reagieren gelassen,
und wurde dann mit 50 ml 10%igem NaHCO3 (aq)
abgeschreckt. Die wässrige Phase wurde mit Ethylacetat
extrahiert (100 ml × 2) und der Etheracetat-Extrakt wurde
mit 10%igem NaHCO3 (100 ml × 2)
und H2O (100 ml × 2) gewaschen.
Das Lösungsmittel wurde im Vakuum entfernt und der rohe
Rückstand (74,3 g Vitamin D2 3-tosylat).
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Der
Rückstand wurde in Methylenchlorid (300 ml) gelöst
und Wasser (25 ml) zugegeben. Die Mischung wurde auf unter 10°C
gekühlt und dann wurde 1 Stunde lang bis zur Vervollständigung
der Reaktion (überwacht durch TLC) Schwefeldioxid in die
Lösung einperlen gelassen. Nach Vervollständigung
der Reaktion wurde das überschüssige SO2-Gas unter Vakuum entfernt, um einen Rückstand
zu erhalten. Der Rückstand wurde in Ethylacetat (EA, 200
ml) gelöst und mit 10%igem NaHCO3 (200
ml) gewaschen. Nach der Phasentrennung wurde die erhaltene organische
Phase unter Vakuum bis zur Trockne eingeengt, um einen orangenen
Schaum zu erhalten.
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Dieser
orangene Schaum wurde in Methylenchlorid (300 ml) gelöst
und es wurden Methanol (30 ml) und 10%iges NaHCO3 (30
ml) zugegeben. Die Mischung wird auf –10°C gekühlt.
Es wurde Ozon (erzeugt aus Sauerstoff unter Verwendung eines Ozon-Generators)
2 Stunden lang durch die Lösung perlen gelassen, bis die
TLC-Analyse (Silicagel-Platten 20% Ethylacetat in Hexan) keine weitere Änderung
anzeigte.
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Die
Reaktionsmischung wurde 5 Minuten lang mit Sauerstoff durchgespült
und es wurde Natriumborhydrid (6 g, 88,23 mmol) in fünf
Portionen über 1 Stunde hinzugegeben. Die resultierende
Lösung wurde 1 Stunde lang bei Raumtemperatur gerührt. An
diesem Punkt wurde langsam wässrige 0,5 N Salzsäurelösung
(100 ml) zugegeben, und die Mischung wurde mit 50% Ethylacetat in
Hexan (200 ml × 3) extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte wurden
mit 10%igem NaHCO3 (200 ml × 3)
gewaschen, über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet
und filtriert. Das Filtrat wurde unter vermindertem Druck verdampft,
um 86 g von 4 (eine Mischung von Isomeren) als orangener Schaum
zu erhalten, der ohne Reinigung im nächsten Schritt verwendet
wurde.
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BEISPIEL 2: Herstellung von (20S)-Hydroxymethyl-cyclovitamin
(5)
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Ein
21 Dreihals-Rundkolben, ausgerüstet mit einem Rückflusskühler,
mechanischem Rührer und Thermoelement wurde mit dem SO2-Addukt von (3S)-Tosylat-(20S)-hydroxymethyl-9,10-secocholesta-5,
7(E), 10(19), 22(E)-trien (86 g, 156,7 mmol), Natriumbicarbonat
(100 g, 1,2 Mol) und Methanol (750 ml) befüllt. Die resultierende
Suspension wurde 2,5 Stunden unter Rückfluss erwärmt
oder bis die TLC-Analyse (Silicagel-Platten, 30% Ethylacetat in Hexan)
anzeigte, dass kein Ausgangsmaterial mehr vorhanden war. Die Reaktionsmischung
wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und filtriert, und das
Filtrat wurde unter vermindertem Druck eingeengt. Der rohe Rückstand
wurde in Ethylacetat (200 ml) gelöst und mit H2O
gewaschen (200 ml × 2). Die Extrakte wurden über
wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und filtriert. Das Filtrat
wurde unter vermindertem Druck verdampft, um 58 g von 5 als gelben
Schaum zu erhalten, der ohne Reinigung im nächsten Schritt verwendet
wurde.
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Silicagel-Säulenchromatographie
(20% Ethylacetat in Hexan als Elutionsmittel) ergab eine Verbindung
6 (Mischungen, 6R & 6S)
als gelbes Öl:
NMR (CDCl3,
600 Hz): δ 4,94~4,99 (2H, m, 19-H), 4,84 (Isomer, 1H, s,
19-H), 4,18 (Isomer, 1H, s, 19-H), 4,65 (Isomer, 1H, d, J = 8,76
Hz, 7-H), 4,42 (Isomer, 1H, d, J = 8,82 Hz, 7-H), 4,16 (m, 1H),
3,60~3,61 (1H, m, 22-H), 3,35~3,41 (1H, m, 22-H), 3,28 & 3,21 (3H, s,
OCH3), 1,02 (3H, d, J = 6,6 Hz, 21-CH3), 0,56 (3H, s, 18-CH3).
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BEISPIEL 3: Herstellung von (20S)-Iodomethyl-cyclovitamin
D2 (7)
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Ein
21 Dreihals-Rundkolben, ausgerüstet mit einem mechanischem
Rührer und Thermoelement wurde mit 5 (58 g, 0,17 Mol),
Dichlormethan (75 ml), Pyridin (75 ml), DMAP (3 g, 24,56 mmol) und
p-Toluolsulfonylchlorid (36 g, 188,8 mmol) unter Stickstoff befüllt.
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Die
Mischung wird 2 h bei 30°C reagieren gelassen und dann
mit 50 ml 10%igem NaHCO3 (aq) abgeschreckt.
Die wässrige Phase wird mit Ethylacetat (100 ml × 2)
extrahiert und der Ethylacetatextrakt wird mit 10%igem NaHCO3 (100 ml × 2) und H2O (100
ml × 2) gewaschen. Das Lösungsmittel wird im Vakuum
entfernt und der rohe Rückstand (75 g, 0,15 Mol, (20S)-Tosylat-cyclovitamin
D2). Der Rückstand wurde in Aceton
(500 ml) und Natriumiodid (38 g, 0,25 Mol) gelöst. Die
Mischung wurde 2,5 h lang unter Rückfluss erwärmt
oder bis die TLC-Analyse (Silicagel-Platten, 20% Ethylacetat in
Hexan) anzeigte, dass kein Ausgangsmaterial mehr vorhanden war. Die
Reaktionsmischung wurde abgekühlt und das Lösungsmittel
wurde unter vermindertem Druck verdampft, um einen Rückstand
hervorzubringen. Der Rückstand wurde in Ethylacetat (200
ml) gelöst und mit Wasser (200 ml × 3) gewaschen.
Die Extrakte wurden über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet
und filtriert. Das Filtrat wurde unter vermindertem Druck verdampft,
um 40 g (0,088 Mol) der Verbindung 7 als orangenen Schaum zu erhalten,
der ohne Reinigung im nächsten Schritt verwendet wurde.
1HNMR (CDCl3, 200
MHz): δ 4,98 (d, 1H, J = 10,82 Hz), 4,83 (d, 1H, J = 11,62
Hz), 4,67 (d, 1H, J = 8,76 Hz), 4,44 (d, 1H, J = 8,90 Hz), 3,36
(m, 1H), 3,20 (m, 1H), 3,21 & 3,29
(s, 3H), 1,01 (d, 3H, J = 5,72 Hz), 0,56 (s, 3H).
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BEISPIEL 4: Herstellung von (20S)-Diphenylphosphonium-cyclovitamin
D2 (8)
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Ein
21 Dreihals-Rundkolben, ausgerüstet mit einem mechanischem
Rührer, Thermoelement, Stickstoffrührer und zwei
Tropftrichtern mit Druckausgleich wurde mit Diphenylphosphin (12,96
g, 69,61 mmol) und trockenem THF (320 ml) befüllt. Der
Rührer wurde gestartet und die Lösung wurde auf –78°C gekühlt.
Ein Tropftrichter wurde mit n-Butyl-Lithium (1,5 M-Lösung
in Hexan, 50 ml, 75 mmol) gefüllt und dies wurde langsam
zu der gekühlten Lösung gegeben, was eine rötlich-orange
Mischung erzeugte, die 45 Minuten lang bei –78°C
gerührt wurde. In den zweiten Tropftrichter wurde eine
Lösung der Verbindung 7 (40 g, 88 mmol) in trockenem THF
(160 ml) überführt, und diese Lösung wurde
zu der Reaktion gegeben, die 45 Minuten bei –78°C
gerührt wurde und dann schrittweise auf Umgebungstemperatur
erwärmt, wo sie 3 Stunden lang gerührt wurde.
Die Reaktionsmischung wurde mit Methyl-tert-butylether (TBME, 320
ml) verdünnt und mit gesättigter wässriger
Ammoniumchloridlösung (150 ml) gewaschen. Die organische
Schicht wurde behutsam mit 10%iger Wasserstoffperoxidlösung
(10% H2O2, 320 ml × 3) gewaschen.
Die organische Schicht wurde dann mit gesättigter wässriger
Natriumchloridlösung (150 ml × 2) gewaschen, über
wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und geklärt. Das
gelbe Filtrat wurde unter vermindertem Druck verdampft, um das Rohprodukt als
gelbes Öl (32 g) hervorzubringen. Silicagel-Säulenchromatographie
(30% Ethylacetat in Hexan als Elutionsmittel) lieferte eine 34%ige
Ausbeute der Verbindung 8 (Mischungen) als gelbes Öl:
1HNMR (200 MHz, CDCl3): δ 7,67~7,77
(m, 4H), 7,46~7,41 (m, 6H), 4,93 (m, 1H), 4,79 (m, 1H), 4,43 (1H,
m), 4,14 (m, 1H), 3,26 & 3,21
(s, 3H, 6-OCH3, 6R & 6S-Isomer), 1,29~1,23 (m, 2H), 1,08
(s, 3H), 0,48 (s, 3H).
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BEISPIEL 5: Herstellung von (20S)-Diphenylphosphonium-1-hydroxyl-cyclovitamin
D2 (9)
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Ein
21 Dreihals-Rundkolben, ausgerüstet mit einem mechanischem
Rührer, Thermoelement und Stickstoffrührer wurde
mit 8 (16,8, 31,77 mmol), SeO2 (2,0 g, 18,01
mmol), CH2Cl2 (250
ml) und Pyridin (3 ml) gefüllt. Die Mischung wurde auf
unter 15°C gekühlt und dann wurde tert-Butylhydroperoxid
(70% t-BuOOH in Wasser, 17,7 ml) zugegeben. Die Mischung wurde 5
h reagieren gelassen und wurde dann mit 1700 ml 10%igem NaHCO3 (aq) abgeschreckt. Die wässrige
Phase wurde mit Ethylacetat (500 ml × 2) extrahiert und
der Ethylacetatextrakt wurde mit 10%igem NaHCO3 (100
ml × 2) und H2O (100 ml × 2)
gewaschen. Das Lösungsmittel wurde im Vakuum entfernt und
der rohe Rückstand {22,4 g, (20S)-Diphenylphosphonium-1-hydroxyl-cyclovitamin
D2}. Silicagel-Säulenchromatographie
(30% Ethylacetat in Hexan als Elutionsmittel) lieferte 5,2 g (30%ige
Ausbeute) der Verbindung 9 (Mischungen) als gelbes Öl.
1HNMR (600 MHz, CDCl3): δ 7,68~7,72
(m, 4H), 7,39~7,48 (m, 6H), 5,06~5,24 (m, 2H), 4,88 (d, 1H, J =
9,7 Hz), 4,61 (d, 1H, J = 8,82 Hz), 4,42~4,32 (m, 1H), 3,26 & 3,19 (s, 3H,
6-OCH3, 6R & 6S-Isomer), 129~1,23 (m, 2H), 1,08
(d, 3H, J = 6,1 Hz), 0,48 (s, 3H).
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BEISPIEL 6: Herstellung von 1α-Acetoxy-3,5-cyclo-(20S)-diphenylphosphonium-10-hydroxyl-cyclovitamin
D2 1-acetat, 6-methylether (10)
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Die
Verbindung 9 (4 g, 7,34 mmol, R = H) wurde in trockenem Pyridin
(20 ml) und Essigsäureanhydrid (3,2 ml, 33,85 mmol) gelöst.
Der Reaktion wurde 4-Dimethylaminopyridin (DMAP, 0,24 g, 1,96 mmol)
zugegeben und für ungefähr 1 Stunde bei Raumtemperatur
gehalten, dann mit 10%iger NaHCO3-Lösung
(8 ml) verdünnt. Diese Lösung wird mit Ethylacetat
(8 ml × 3) extrahiert und die organischen Extrakte wurden
mit H2O (8 ml × 3) gewaschen, über
MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel
im Vakuum entfernt, um die Rohverbindung 10 (6,3 g, R = Ac) zu ergeben,
die ohne Reinigung im nächsten Schritt verwendet wurde.
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BEISPIEL 7: Herstellung von 1α-Acetoxy-3,5-cyclo-(20S)-diphenylphosphonium-10-oxo-19-nor-vitamin
D2 1-acetat, 6-methylether (12)
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(a). 10,19-Dihydro-1α-trihydroxy-3,5-cyclo-(20S)-diphenylphosphonium-vitamin
D2 1-acetat, 6-Methylether (11)
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Das
Zwischenprodukt 10 (4,02 g, 6,85 mmol) wurde mit einem leichten
molekularen Überschuss an Osmiumtetroxid in Pyridin gemäß der
von Paaren et al., "Electrophilic Addition of OsO4
to 25-hydroxhchlolecaliferol and Its 3,5-cyclo derivative",
J. Org. Chem. 48, 3819, 1983 beschriebenen allgemeinen Methode
behandelt, um die 10,19-dihydroxilierte derivative Verbindung 11
(R = Ac) zu erhalten. Silicagel-Säulenchromatographie (20%
Ethylacetat in Hexan als Elutionsmittel) ergab 2,22 g (3,57 mmol)
der Verbindung 11 als gelbes Öl.
-
(b). 1α-Acetoxy-3,5-cyclo-(20S)-diphenylphosphonium-10-oxo-19-nor
vitamin D2 1-acetat, 6-Methylether (12, R = Ac)
-
Das
10,19-dihydroxilierte Zwischenprodukt 11 (2,22 g, 3,58 mmol) wurde
mit einer Lösung von Natriummetaperiodat gemäß der
von Paaren et al. (J. Org. Chem., 48, 3819, 1983) beschriebenen
Methode behandelt, um das derivative 10-Oxo-cyclovitamin D (Verbindung
12, R = Ac, 2,51 g) zu erhalten.
-
Es
wurde auch gefunden, dass diese Diol-Spaltungsreaktion keine erhöhten
Temperaturen erfordert, und es ist tatsächlich im Allgemeinen
vorzuziehen, die Reaktion bei ungefähr Raumtemperatur durchzuführen.
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BEISPIEL 8: Herstellung von 1α-Acetoxy-3,5-cyclo-(20S)-diphenylphosphonium-10-oxo-19-nor
vitamin D2 1-acetat, 6-Methylether (12, R = Ac)
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Die
Verbindung 10 (0,5 g, 0,85 mmol) wurde in Methylenchlorid (10 ml)
und Methanol (0,4 ml) gelöst, 10%iges NaHCO3 (0,4
ml) wurde zugegeben. Die Mischung wurde auf –10°C
gekühlt. Ozone (erzeugt aus Sauerstoff unter Verwendung
eines Ozon-Generators) wurde 1 Stunde durch die Lösung perlen
gelassen, bis die TLC-Analyse (Silicagel-Platten, 20% Ethylacetat
in Hexan) keine weiteren Änderungen anzeigte.
-
Die
Reaktionsmischung wurde 5 Minuten lang mit Sauerstoff gespült,
und Me2S (0,4 ml) wurde zugegeben. Die resultierende
Mischung wurde 1 h lang bei Raumtemperatur gerührt. Die
Reaktionsmischung wurde bis zur Trockne eingeengt. Silicagel-Säulenchromatographie
(20% Ethylacetat in Hexan als Elutionsmittel) lieferte 0,2 g der
Verbindung 12 als gelbes Öl.
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BEISPIEL 9: Herstellung von 1α-Acetoxy-3,5-cyclo-(20S)-diphenylphosphonium-10-hydroxyl-19-nor vitamin
D2 1-acetat, 6-Methylether 1-acetat (13)
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In
einen 100 ml Dreihalskolben wurden die derivative 10-Oxo-Verbindung
12 (R = Ac, 2,51 g, 4,04 mmol), Methanol (6,66 ml) und THF (13,32
ml) und Cer(III)chlorid-Hexahydrat (3,0 g, 8,08 mmol) gefüllt.
Die Mischung wurde gerührt und auf unter 10°C gekühlt,
gefolgt von der Zugabe von Natriumborhydrid (0,15 g, 4,04 mmol).
Nach Abschluss der Reaktion wurde die Reaktionsmischung durch Zugabe
von gesättigter Ammoniumchloridlösung (10 ml)
abgeschreckt, die Mischung wurde ungefähr 30 Minuten lang
gerührt und dann unter Vakuum eingeengt, um einen Rückstand
zu ergeben. Zu dem Rückstand wurde 50%iges Ethylacetat
in Hexan (10 ml × 3) gegeben, gefolgt von einer Phasentrennung.
Die organischen Extrakte wurden mit wässrigem NaHCO3 (10 ml) gewaschen, gefolgt von einer Phasentrennung. Die
organische Schicht wurde mit Wasser (10 ml × 2) gewaschen,
gefolgt von der Einengung bis zur Trockne unter Vakuum, um die Rohverbindung
13 (1,89 g) zu ergeben.
1HNMR (200
MHz, CDCl3): δ 7,70~7,78 (m, 4H), 7,42~7,49
(m, 6H), 4,65~4,50 (m, 2H), 4,21 4,18 (m, 1H), 3,41 (Hauptisomer,
s, 3H, 6-OCH3), 3,18 (Nebenisomer, s, 3H,
6-OCH3), 2,25~2,53 (m, 1H), 2,36~2,40 (m,
1H), 2,03 (s, 3H, OAc), 1,05 (3H, m, 21-CH3),
0,45 (3H, s, 18-CH3).
-
BEISPIEL 10: Herstellung von 1α-(tert-Butylmethylsilyloxy)-3,5-cyclo-(20S)-diphenylphosphonium-19-nor
vitamin D2 1-tert-Butylmethylsilyloxy, 6-Methylether 1-(tert-Butylmethylsilyloxy)
(15)
-
Der
10-Alkohol (R = Ac, Verbindung 13, 1,89 g, 3,20 mmol) wurde in wasserfreiem
Toluol und Triethylamin (1,91 g, 18,9 mmol) gelöst. Die
Mischung wurde auf unter 0°C gekühlt, gefolgt
von der Zugabe von Mesylchloridlösung (0,52 g, 4,52 mmol,
0,35 ml Mesylchlorid in 3,5 ml wasserfreiem Toluol). Die Mischung
wurde 2 Stunden lang bei 0°C gerührt oder bis
die Reaktion vollständig war. LiAlH4 (0,72
g, 18,97 mmol) wurde zugegeben, gefolgt von bei 0°C zugegebenem
wasserfreiem THF (5 ml). Die Mischung wurde 2 h lang bei 0°C
gehalten. Überschüssiges LiAlH4 wurde
mit H2O zersetzt, gefolgt von einer Phasentrennung.
Die organische Schicht wurde mit Wasser gewaschen und über
MgSO4 getrocknet, filtriert und verdampft,
um das rohe 19-nor-Produkt (Verbindung 14) zu liefern. Die rohe
Verbindung 14 wird durch Fraktionsentnahme unter Verwendung der Flash-Säulenchromatographie
gereinigt, um die Verbindung 14 (0,69 g, 1,29 mmol) zu ergeben.
-
Die
Verbindung 14 (0,69 g, 1,29 mmol) wurde in Dichlormethan (4,2 ml)
gelöst und es wurden Imidazol (0,26 g, 3,88 mmol) und TBDMS-Chlorid (0,29
g, 1,92 mmol) zugegeben. Die Mischung wurde 90 Minuten lang bei
20°C gerührt und dann zwischen EtOAc (10 ml) und
Wasser (10 ml) aufgeteilt. Die organische Schicht wurde zweimal
mit Wasser und Salzlake gewaschen, getrocknet und eingeengt, um ein
Rohprodukt (Verbindung 15, 0,80 g) zu ergeben.
1HNMR
(600 MHz, CDCl3): δ 7,70~7,74 (m,
4H), 7,41~7,49 (m, 6H), 4,91 (d, 1H, J = 9,18 Hz), 4,08~4,09 (Nebenisomer,
m, 1H, 7-H), 3,90~3,87 (Hauptisomer, m, 1H, 7-H), 3,76 (d, 1H, J
= 9,18 Hz), 3,18 (Hauptisomer, s, 3H, 6-OCH3),
3,13 (Nebenisomer, s, 3H, 6-OCH3), 2,25~2,53
(m, 1H), 2,36~2,40 (m, 1H), 1,05 (3H, m, 21-CH3),
0,84 (s, 9H), 0,45 (3H, s, 18-CH3), 0,05
(s, 6H).
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BEISPIEL 11: Herstellung von 1α-Acetoxy-3-(tert-Butylmethylsilyloxy)-(20S)-diphenylphosphonium-19-nor
vitamin D2 (16)
-
Die
Verbindung 15 (5,11 g, 7,9 mmol) wurde in Essigsäure (51
ml) gelöst und 1 Stunde lang bei 55°C gerührt.
Die Mischung wurde gekühlt, Eiswasser zugegeben und mit
Ethylacetat extrahiert. Die andere Phase wurde mit kalter 10%iger
Natriumbicarbonatlösung und Salzlake gewaschen, über
MgSO4 getrocknet, filtriert und verdampft,
um die Rohverbindung 16 (6,19 g) zu ergeben. Die Rohverbindung 16 wurde
durch Säulenchromatographie gereinigt, um die Verbindung
16 zu ergeben.
1HNMR (200 MHz, CDCl3): δ 7,67~7,76 (m, 4H), 7,46~7,44
(m, 6H), 6,17 (d, 1H, J = 11,12 Hz), 5,78 (d, 1H, J = Hz), 5,06
(br, 1H), 3,96 (br, 1H), 2,46 (m, 3H, 3-COCH3),
1,03~1,06 (m, 2H, 22-CH2), 0,83~0,86 (m,
12H), 0,42 (s, 3H), 0,02 (s, 6H).
-
BEISPIEL 12: Zwischenprodukt für
die Seitenkette
-
(A) Herstellung von Diol (Verbindung S
1)
-
50
g (0,42 Mol) Methyl(S)-(–)-3-hydroxy-1-methylpropionat
wurden in 250 ml wasserfreiem Tetrahydrofuran gelöst und
unter Stickstoffatmosphäre und Eiskühlung zu einer
gerührten Lösung von 720 ml (2,18 Mol) Methylmagnesiumchloridlösung
(22% in THF) in Ether gegeben. Zum Ende der Zugabe wurden 100 ml
wasserfreies Tetrahydrofuran zugegeben, um das Rühren zu
vereinfachen. Die Mischung wurde 2 Std. lang bei Raumtemperatur
gerührt, durch vorsichtige Zugabe von 150 ml 5 N HCl unter
Eiskühlung zersetzt und dreimal mit 200 ml Ether extrahiert.
Jeder Extrakt wurde mit 150 ml gesättigter NaCl-Lösung
gewaschen, vereinigt und über Na2SO4 getrocknet. Verdampfung lieferte 52,3 g
Rohdiol als gelbes Öl.
-
Das
Rohdiol wird durch Fraktionsentnahme unter Verwendung der Flash-Säulenchromatographie
gereinigt, um das Diol zu ergeben (Verbindung S1, 47 g, 0,40 Mol).
1HNMR (200 MHz, CDCl3): δ 3,62~3,74
(m, 2H), 3,00 (s, 2H, OH), 1,73~1,84 (m, 1H), 1,28 (s, 3H, CH3), 1,18 (s, 3H, CH3),
0,82 (d, J = 7,08 Hz, CH3).
-
(B). Herstellung von Aldehyd (Verbindung
S2)
-
47
g (0,40 Mol) Diol wurden in 94 ml Toluol und Wasser (7 ml) gelöst.
Zu dieser Lösung wurden NaBr (12,3 g, 0,12 Mol) und TEMPO
(6,24 g, 0,04 Mol) gegeben. Die Mischung wurde ungefähr
30 Minuten lang gerührt. Dann wurde 12%iges NaOCl (620 ml,
1,0 Mol) zu der Mischung gegeben.
-
Die
Mischung wurde 90 Minuten lang gerührt, dann fand eine
Phasentrennung statt und sie wurde mit Toluol (560 ml × 3)
extrahiert. Die organische Schicht wurde zweimal mit Wasser und
Salzlake gewaschen, getrocknet und eingeengt, um ein Rohprodukt
(Verbindung S2, 46,03 g) zu ergeben.
-
Das
Rohdiol wurde durch Fraktionsentnahme unter Verwendung der Flash-Säulenchromatographie
gereinigt (30% Ethylacetat in Hexan als Elutionsmittel), um die
Verbindung S2 (14 g, 0,12 Mol) zu ergeben.
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(C). Herstellung der Verbindung S3
-
Ein
100 ml Dreihals-Kolben wurde mit der Verbindung S3 (14 g, 0,12 Mol),
Imidazol (0,82 g, 12,0 Mol) und TEA (98,1 g, 0,97 Mol) befüllt.
Die Mischung wurde gerührt und auf unter 10°C
gekühlt, gefolgt von der Zugabe von Trimethylsilylchlorid (TMS-Cl,
72,3 g, 0,66 Mol). Nach der Vervollständigung der Reaktion
wurde die Reaktionsmischung durch Zugabe von Wasser (125 ml) abgeschreckt, die
Mischung wurde ungefähr 30 Minuten lang gerührt
und dann eine Phasentrennung durchgeführt, die organische
Schicht wurde unter Vakuum eingeengt, um einen Rückstand
zu ergeben (24,24 g). Die Verbindung S3 wurde durch Fraktionsentnahme
unter Verwendung der Flash-Säulenchromatographie gereinigt
(10% Ethylacetat in Hexan als Elutionsmittel), um die Verbindung
S3 (10,4 g, 55,2 mmol) zu ergeben.
1HNMR
(200 MHz, CDCl3): δ 9,80 (s, 1H),
2,01~2,37 (m, 1H), 1,29 (s, 3H, CH3), 1,21
(s, 3H, CH3), 1,01 (d, J = 7,0 Hz, CH3), 0,08 (s, 9H, TMS).
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BEISPIEL 13: Herstellung der Verbindung
17
-
Ein
200 ml Dreihals-Rundkolben, ausgerüstet mit einem mechanischem
Rührer, Thermoelement, Tropftrichter und Stickstoffrührer
wurde mit einer Lösung der Verbindung 16 (4,98 g, 7,9 mmol)
in trockenem THF (49,8 ml) gefüllt. Die Lösung
wurde auf –78°C gekühlt und es wurde
n-Butyl-Lithium (1,33 M-Lösung in Hexan, 6,53 ml, mmol)
zugegeben, was eine rote Lösung ergab, die 45 Minuten lang
gerührt wurde. An diesem Punkt wurde eine Lösung
der Verbindung S3 (1,63 g, 8,65 mmol) in trockenem THF (10 ml) über
20 Minuten zugegeben. Die Lösung wurde 1 Std. lang bei –78°C
gerührt, was eine gelbe Lösung ergab. Die Lösung
wurde über 1,5 Stunden auf 0°C erwärmt,
wo Ethylacetat (50 ml) zugegeben wurde. Die Reaktionslösung
wurde mit gesättigter wässriger Ammoniumchloridlösung
(50 ml), Wasser (50 ml) und gesättigter wässriger
Natriumchloridlösung (50 ml) gewaschen. Die organische
Schicht wurde über wasserfreiem MgSO4 getrocknet
und geklärt und die Lösungsmittel wurden unter
vermindertem Druck verdampft, um ein gelbes Öl (8,33 g)
zu ergeben. Dieses Öl wurde in trockenem THF (689 ml) gelöst
und in einen trockenen 200 ml Dreihals-Rundkolben, ausgestattet
mit einem mechanischen Rührer, Thermoelement, Stickstoffrührer
und einem Gummiseptum überführt. Die Reaktion
wurde auf –12°C gekühlt und es wurde
festes Kalium-t-Butoxid (4,25 g, 37,8 mmol) zugegeben, was eine
orange Reaktionsmischung ergab. Die Reaktionsmischung wurde bei dieser
Temperatur 3 Stunden lang weitergerührt, an diesem Punkt
wurde sie mit Ethylacetat (50 ml) verdünnt und mit Wasser
(20 ml × 2) und gesättigter wässriger
Natriumchloridlösung (20 ml × 2) gewaschen. Die
organischen Extrakte wurden über wasserfreiem MgSO4 getrocknet und geklärt und das
Lösungsmittel wurde unter vermindertem Druck verdampft,
was 6,34 g der Rohverbindung 17 als Öl ergab. Dieses Öl
wurde durch Säulenchromatographie gereinigt (10% Ethylacetat
in Hexan als Elutionsmittel), um die Verbindung 17 (1,44 g, 2,51
mmol) zu ergeben.
1HNMR (200 MHz, CDCl3): δ 6,18 (d, 1H, J = 11,6 Hz, 6-H),
5,80 (d, 1H, J = 11,6 Hz, 7-H), 5,45~5,29 (m, 2H, 22 & 23-H), 5,08 (br,
1H, 1-H), 3,96 (br, 1H, 3-H), 2,42 (s, 3H, 3-COCH3),
1,12 (d, 6H, J = 7,6 Hz), 0,95 (s, 3H, 1-CH3),
0,86~0,83 (m, 9H), 0,52 (s, 3H, 18-CH3),
0,03 (s, 6H).
-
BEISPIEL 14: Herstellung von Paricalcitol
-
Die
Verbindung 17 (1,44 g, 2,51 mmol) wurde in Methanol (14,1 ml) und
CH2Cl2 (10 ml) gelöst und
es wurde 20%ige NaOH (4,5 ml) zugegeben. Die Mischung wurde 2 Stunden
lang unter Stickstoffatmosphäre gerührt. Nach
Vervollständigung der Reaktion wurde die Reaktionsmischung
eingeengt, um das organische Lösungsmittel zu entfernen.
Der Rückstand wurde mit Ethylacetat (14,4 ml) extrahiert. Die
organische Phase wurde mit Salzlake gewaschen, über MgSO4 getrocknet, filtriert und verdampft, um
einen Rückstand (1,5 g) zu ergeben, der ohne Reinigung
im nächsten Schritt verwendet wurde.
-
Der
oben erhaltene Rückstand wurde in THF (14,4 ml) gelöst
und es wurden Imidazol (0,03 g, 0,44 mmol) und TRAF (Tetrabutylammoniumfluorid,
1,2 g, 3,80 mmol) zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde 1 Stunde
lang unter Rückfluss erhitzt oder bis die TLC-Analyse (Silicagel-Platten,
50% Ethylacetat in Hexan) ergab, dass kein Ausgangsmaterial mehr vorhanden
war. Die Reaktion wurde auf Raumtemperatur gekühlt und
unter vermindertem Druck eingeengt. Der rohe Rückstand
wurde in Ethylacetat (14,4 ml) gelöst und mit H2O (14,4 ml × 2) gewaschen. Die Extrakte
wurden über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und
filtriert. Zu dem Filtrat wurde Phenylborsäure (0,12 g,
0,98 mmol) gegeben. Die Reaktion wird 1 Stunde lang ausgeführt.
Nachdem die Reaktion abgeschlossen ist, wird die Reaktionsmischung
eingeengt und durch eine Chromatographiesäule gereinigt,
um die Verbindung 1 (Roh-Paricalcitol, 260 mg, R1 =
R = H) und den zyklischen 1,3-boronatester von 1 zu ergeben.
-
NMR von Paricalcitol:
-
- 1HNMR (600 MHz, CDCl3): δ 6,29
(d, 1H, J = 11,28 Hz), 5,82 (d, 1H, J = 11,28 Hz), 5,34~5,28 (m,
2H), 4,10 (br, 1H), 4,02 (br, 1H), 2,76~2,79 (m, 1H), 2,72 (d, J
= 12,12 Hz, 1H), 2,45 (d, J = 13,26 Hz, 1H), 2,17~2,21 (m, 2H),
1,92~2,11 (m, 5H), 1,22~1,79 (m, 13H), 1,15 (s, 3H), 1,11 (s, 3H),
1,01 (d, J = 6,6 Hz, 3H), 0,98 (d, J = 6,84 Hz, 3H), 0,53 (s, 3H).
- 13CNMR (600 MHz, CDCl3):
143,2, 139,4, 131,3, 129,2, 124,0, 115,4, 72,6, 67,6, 67,4, 56,5,
56,3, 48,3, 45,9, 44,7, 42,3, 40,7, 40,4, 37,3, 29,1, 28,0, 27,2,
26,4, 23,6, 22,4, 21,2, 15,9, 12,5.
-
BEISPIEL 15: Kristallisation von Paricalcitol
aus MeOH-CH2Cl2-Methylformiat
-
Rohes
Paricalcitol (260 mg, Reinheit: 97,5%) wurden in einer Mischung
aus 0,5 ml MeOH, 0,05 ml CH2Cl2 und
2,6 ml Methylformiat unter Rühren bei 25°C über
einen Zeitraum von 30 Minuten gelöst. Die Lösung
wurde auf 0°C gekühlt und diese Temperatur wurde
1 Stunde lang beibehalten. Die Kristalle wurden filtriert, mit einer
kalten (–10°C) Mischung von MeOH-CH2Cl2-Methylformiat gewaschen und dann im Hochvakuum
in einem Ofen bei 25°C 16 Stunden lang getrocknet, um eine
Ausbeute von 50 mg (Reinheit: 99,8%) zu erhalten.
-
Kristallisation von Paricalcitol aus Aceton
+ CH2Cl2
-
Roh-Paricalcitol
(160 mg, Reinheit: 97,5%) wurde in eine Mischung von 3,2 ml Aceton
und 0,01 ml CH2Cl2 unter
Rühren bei 25°C über einen Zeitraum von
30 Minuten gelöst. Die Lösung wurde auf 0°C
gekühlt und diese Temperatur wurde 1 Stunde lang beibehalten.
Die Kristalle wurden filtriert, mit einer kalten (–10°C)
Mischung von Aceton-CH2Cl2 gewaschen
und dann im Hochvakuum in einem Ofen bei 25°C 16 Stunden
lang getrocknet, um eine Ausbeute von 20 mg (Reinheit: 99,8%) zu
erhalten.
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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