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DE102008061497A1 - Verfahren zur Herstellung von Paricalcitol und Zwischenprodukten davon - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Paricalcitol und Zwischenprodukten davon Download PDF

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DE102008061497A1
DE102008061497A1 DE102008061497A DE102008061497A DE102008061497A1 DE 102008061497 A1 DE102008061497 A1 DE 102008061497A1 DE 102008061497 A DE102008061497 A DE 102008061497A DE 102008061497 A DE102008061497 A DE 102008061497A DE 102008061497 A1 DE102008061497 A1 DE 102008061497A1
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hydrogen
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Chze Siong Ng
Ching-Peng Wei
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Formosa Laboratories Inc
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Formosa Laboratories Inc
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/28Phosphorus compounds with one or more P—C bonds
    • C07F9/50Organo-phosphines
    • C07F9/53Organo-phosphine oxides; Organo-phosphine thioxides
    • C07F9/5325Aromatic phosphine oxides or thioxides (P-C aromatic linkage)

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung von Paricalcitol und Zwischenprodukten davon.

Description

  • GEBIET DER ERFINDUNG
  • Diese Erfindung betrifft biologisch aktive 19-nor-Analoge von 1α-hydroxylierten Vitamin D-Verbindungen. Insbesondere betrifft die Erfindung ein neues Verfahren zur Herstellung von Paricalcitol und Zwischenprodukten davon.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Die hormonellen, 1α-hydroxylierten Metaboliten von Vitamin D – am Wichtigsten 1α,25-Dihydroxyvitamin D3 und 1α,25-Dihydroxyvitamin D2 – sind als hoch wirksame Regulatoren der Calcium-Homeostase in Tieren und Menschen bekannt, und kürzlich wurde auch ihre Wirksamkeit bei der zellulären Differenzierung festgestellt. Als Folge davon wurden viele strukturelle Analoga dieser Metaboliten, wie zum Beispiel Verbindungen mit unterschiedlichen Seitenkettenstrukturen, unterschiedlichen Hydroxylierungsmustern oder unterschiedlicher Stereochemie, hergestellt und getestet. Wichtige Beispiele solcher Analoga sind 1α-Hydroxyvitamin D3, 1α-Hydroxyvitamin D2, verschiedene seitenketten-fluorierte Derivate von 1α,25-Dihydroxyvitamin D3, und Seitenketten-homologisierte Analoga. Von einigen dieser bekannten Verbindungen wurde gefunden, dass sie eine hochwirksame Aktivität in vivo oder in vitro zeigen und vorteilhafte Wirksamkeitsprofile besitzen, und daher bei der Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten, wie zum Beispiel Nieren-Osteodystrophie, Vitamin D-resistenten Rickets, Osteoporose, Psoriasis und bestimmten bösartigen Tumoren verwendet werden oder zur Verwendung vorgeschlagen wurden.
  • Paricalcitol ist ein von Vitamin D2 abgeleitetes Sterin, dem die in allen natürlichen Vitamin D-Metaboliten zu findende Kohlenstoff-19-Methylengruppe fehlt. Eine Klasse von Vitamin D-ähnlichen Verbindungen, namentlich die 1α-Hydroxy-19-nor-Vitamin D-Analoga, als auch ein allgemeines Verfahren für deren chemische Synthese ist offenbart in US 4,195,027 , EP 0,387,077 , US 5,086,191 , US 5,237,110 , US 5,342,975 , US 5,880,113 , US 5,587,497 und US 5,710,294 . Die Verbindungen zeigen eine ausgeprägte Wirksamkeit bei der Calcium-Regulierung und bei der Hemmung der Proliferation von undifferenzierten Zellen, einschließlich Tumorzellen, und bei der Induzierung ihrer Differenzierung, und repräsentieren auf diese Weise neue therapeutische Mittel zur Behandlung von Tumor- oder anderen Erkrankungen, die durch das wuchernde Wachstum undifferenzierter Zellen gekennzeichnet sind. Die WO 9,103,246 offenbart die Verwendung der Vitamin D-ähnlichen Verbindungen, um das erworbene Immundefektsyndrom (acquired immune deficiency syndrome (AIDS)) und seine verwandten und abgeleiteten Analoga zu behandeln. Die EP 0,480,572 offenbart Zusammensetzungen, die Vitamin D-Verbindungen enthalten, für kosmetische Verwendungen. Die 19-nor-Vitamin D-Verbindungen besitzen die Formel:
    Figure 00020001
    worin X1 und X2 jeweils ausgewählt sind aus Wasserstoff, Acyl, Alkylsilyl und Alkoxyalkyl, und worin R ausgewählt ist aus Alkyl, Wasserstoff, Hydroxyalkyl, wobei das Hydroxyalkyl 2 bis 5 Kohlenstoffatome aufweist, Fluoralkyl und einer Seitenkette der Formel:
    Figure 00020002
    worin R1 Wasserstoff, Hydroxy oder O-Acyl repräsentiert, R2 und R3 jeweils ausgewählt sind aus Alkyl, Hydroxyalkyl und Fluoralkyl, oder, wenn zusammengenommen, die Gruppe -(CH2)m- repräsentieren, wobei m eine ganze Zahl mit einem Wert von 2 bis 5 ist, R4 ausgewählt ist aus Wasserstoff, Hydroxy, Fluor, O-Acyl, Alkyl, Hydroxyalkyl und Fluoralkyl, R5 ausgewählt ist aus Wasserstoff, Fluor, Alkyl, Hydroxyalkyl und Fluoralkyl, oder R4 und R5 zusammengenommen doppelt-gebundenen Sauerstoff repräsentieren, R6 und R7 jeweils ausgewählt sind aus Wasserstoff, Hydroxy, O-Acyl, Fluor und Alkyl, oder R6 und R7 zusammengenommen eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung bilden, und worin n eine ganze Zahl mit einem Wert von 1 bis 5 ist, und worin jede der Gruppen -CH(CH3)-, -CH(R7)- oder -CH(R6)- an den Positionen 20, 22 bzw. 23, durch ein Sauerstoffatom ersetzt werden können, mit der Maßgabe, dass, wenn n 2 bis 5 ist, jedes R4 unabhängig ausgewählt ist aus Wasserstoff, Hydroxy, Fluor, O-Acyl, Alkyl, Hydroxyalkyl und Fluoralkyl, und jedes R5 unabhängig ausgewählt ist aus Wasserstoff, Fluor, Alkyl, Hydroxyalkyl und Fluoralkyl.
  • Zwei Arbeitsbereiche, die im Hinblick auf das Bestreben verfolgt wurden, neue Vitamin D-Verbindungen mit verminderter kalzemischer Aktivität zu identifizieren sind (1) die Platzierung der Hydroxylgruppe in der Seitenkette an C-24 anstelle von C-25 und (2) die Verwendung von Pro-Pharmaka (wie zum Beispiel Coutts. et al, "A stereospecific synthesis of 24(s)-hydroxyvitamin D2, a prodrug for 1α,24(S)-dihydroxyvitamin D2", Organic Process Research & Development. 2002.6.246~255 oder US 6,359,012 offenbart die erste stereospezifische Synthese von 24(S)-Hydroxyvitamin D2.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung stellt eine Verbindung mit der Formel I zur Verfügung
    Figure 00030001
    worin
    R1 C1-6-Alkoxy ist;
    R2 Wasserstoff, OH oder Methyl-OH ist;
    R3 Wasserstoff, OH oder Methyl-OH ist;
    R2 und R3 zusammengenommen eine Doppelbindung oder Oxo (=O) bilden;
    R4 Wasserstoff, OH, O-Acyl, O-C1-6-Alkylsilyl oder C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl ist;
    R5 C1-6-Alkyl, C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl oder Aryl ist; und
    R6 C1-6-Alkyl, C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl oder Aryl ist.
  • Die vorliegende Erfindung stellt auch eine Verbindung mit der Formel II zur Verfügung
    Figure 00040001
    worin X1 Wasserstoff, Acyl, C1-6-Alkylsilyl oder C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl ist;
    X2 Wasserstoff, Acyl, C1-6-Alkylsilyl oder C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl ist;
    R5 C1-6-Alkyl, C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl oder Aryl ist; und
    R6 C1-6-Alkyl, C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl oder Aryl ist.
  • Die vorliegende Erfindung stellt weiterhin ein Verfahren zur Herstellung einer Verbindung mit der Formel
    Figure 00050001
    zur Verfügung, worin X2 Wasserstoff, Acyl, C1-6-Alkylsilyl oder C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl ist; und R4 Wasserstoff, OH, O-Acyl, O-C1-6-Alkylsilyl oder C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl ist; wobei das Verfahren das Umsetzen eines Zwischenprodukts der Formel 16
    Figure 00050002
    mit n-Butyl-Lithium und einer Verbindung mit der folgenden Formel
    Figure 00050003
    in trockenem THF umfasst, worin R7 C1-6-Alkylsilyloxy ist.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • 1 veranschaulicht die Herstellung der Verbindungen der vorliegenden Erfindung.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbindung mit der Formel I
    Figure 00060001
    worin
    R1 C1-6-Alkoxy ist;
    R2 Wasserstoff, OH oder Methyl-OH ist;
    R3 Wasserstoff, OH oder Methyl-OH ist;
    R2 und R3 zusammen eine Doppelbindung oder Oxo (=O) bilden;
    R4 Wasserstoff, OH, O-Acyl, O-C1-6-Alkylsilyl oder C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl ist;
    R5 C1-6-Alkyl, C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl oder Aryl ist; und
    R6 C1-6-Alkyl, C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl oder Aryl ist.
  • Bei der Beschreibung der Verbindungen, Verfahren und Prozesse dieser Erfindung besitzen die folgenden Ausdrücke die folgenden Bedeutungen, wenn nicht anders angegeben.
  • Der Begriff ”Alkyl” meint eine einwertige gesättigte Kohlenwasserstoffgruppe, die linear oder verzweigt sein kann. Wenn nicht anders angegeben, enthalten solche Alkylgruppen typischerweise 1 bis 6 Kohlenstoffatome. Repräsentative Alkylgruppen beinhalten beispielsweise Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, sec-Butyl, Isobutyl, tert-Butyl, n-Pentyl, n-Hexyl und dergleichen.
  • Der Begriff ”Alkoxy” meint eine einwertige Gruppe der Formel (Alkyl)-O-, wobei Alkyl wie hierin definiert ist. Repräsentative Alkoxy-Gruppen beinhalten beispielsweise Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy, Isopropoxy, n-Butoxy, sec-Butoxy, Isobutoxy, tert-Butoxy und dergleichen.
  • Der Begriff ”Aryl” meint einen einwertigen aromatischen Kohlenwasserstoff mit einem einzelnen Ring (d. h., Phenyl) oder verbundenen Ringen (d. h., Naphthalin). Wenn nicht anders angegeben, enthalten solche Arylgruppen typischerweise 6 bis 10 Kohlenstoffringatome. Repräsentative Arylgruppen beinhalten beispielsweise Phenyl und Naphthalin-1-yl, Naphthalin-2-yl und dergleichen.
  • In einer bevorzugten Verbindung der Formel I der vorliegenden Erfindung ist R1 Methoxy.
  • In einer alternativen bevorzugten Verbindung der Formel I der vorliegenden Erfindung bilden R2 und R3 zusammen eine Doppelbindung oder ein Oxo.
  • In einer weiteren bevorzugten Verbindung der Formel I der vorliegenden Erfindung ist R2 OH und R3 ist Methyl-OH.
  • In einer weiteren bevorzugten Verbindung der Formel I der vorliegenden Erfindung ist R4 tert-Butyldimethylsilyloxy.
  • In einer noch bevorzugteren Verbindung der Formel I der vorliegenden Erfindung sind R5 und R6 Phenyl.
  • Die vorliegenden Erfindung stellt auch eine Verbindung mit der Formel II
    Figure 00080001
    zur Verfügung, worin X1 Wasserstoff, Acyl, C1-6-Alkylsilyl oder C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl ist;
    X2 Wasserstoff, Acyl, C1-6-Alkylsilyl oder C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl ist;
    R5 C1-6-Alkyl, C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl oder Aryl ist; und
    R6 C1-6-Alkyl, C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl oder Aryl ist.
  • Die vorliegende Erfindung stellt weiterhin ein Verfahren zur Herstellung einer Verbindung mit der Formel
    Figure 00080002
    zur Verfügung, worin X2 Wasserstoff, Acyl, C1-6-Alkylsilyl oder C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl ist; und R4 Wasserstoff, OH, O-Acyl, O-C1-6-Alkylsilyl oder C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl ist; wobei das Verfahren umfasst das Umsetzen eines Zwischenprodukts der Formel 16
    Figure 00090001
    mit n-Butyl-Lithium und einer Verbindung mit der folgenden Formel
    Figure 00090002
    in trockenem Tetrahydrofuran (THF) umfasst, worin R7 C1-6-Alkylsilyloxy ist.
  • In dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird die Verbindung der Formel 16 durch Umsetzen von Säure mit der Verbindung der Formel 15
    Figure 00100001
    bei 0~65°C hergestellt, worin R1 C1-6-Alkoxy ist, und R4 O-C1-6-Alkylsilyl oder C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl ist.
  • In dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird die Verbindung der Formel 15 durch Umwandeln der Verbindung der Formel 14
    Figure 00100002
    worin R1 C1-6-Alkoxy ist, mit TBDMS-Chlorid in Gegenwart von Amin (wie zum Beispiel Imidazol) in einem organischen Lösungsmittel (wie zum Beispiel CH2Cl2) bei 0~30°C hergestellt.
  • In dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird die Verbindung der Formel 14 durch Umsetzen einer Verbindung der Formel 13
    Figure 00110001
    worin R1 C1-6-Alkoxy ist, in einem organischen Lösungsmittel (wie zum Beispiel Toluol) und einem Amin (wie zum Beispiel Triethylamin) mit einem Sulfonylchlorid (wie zum Beispiel MsCl) in trockenem Toluol und LiAlH4 in trockenem THF bei –78~20°C erhalten.
  • In dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird die Verbindung der Formel 13 durch Umwandeln einer Verbindung der Formel 12,
    Figure 00110002
    worin R1 C1-6-Alkoxy ist, über Hydridreduktion hergestellt.
  • In dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird die Verbindung der Formel 12 hergestellt durch Umwandeln einer Verbindung der Formel 11
    Figure 00120001
    mit NaIO4, worin R1 C1-6-Alkoxy ist; R2 OH ist; und R3 Methyl-OH ist.
  • In dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird die Verbindung der Formel 12 hergestellt durch Umwandeln einer Verbindung der Formel 10
    Figure 00120002
    über Ozonolyse, worin
    R1 C1-6-Alkoxy ist.
  • In dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird die Verbindung der Formel 11 hergestellt durch Umwandeln einer Verbindung der Formel 10
    Figure 00130001
    mit OsO4 in Pyridin.
  • In dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird die Verbindung der Formel 10 hergestellt durch Umwandeln eines Zwischenprodukts der Formel 9
    Figure 00130002
    mit Essigsäureanhydrid (Ac2O) in Gegenwart von Amin (wie zum Beispiel Pyridin).
  • In dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird ein Zwischenprodukt der Formel 9 hergestellt durch Umwandeln eines Zwischenprodukts der Formel 8
    Figure 00140001
    mit SeO2 und t-Butylhydroperoxid in CH2Cl2 und Pyridin bei –10~30°C.
  • In dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird ein Zwischenprodukt der Formel 8 erhalten durch Umsetzen von (20S)-Iodomethylcyclovitamin D2 in trockenem THF mit Diphenylphosphin, n-Butyl-Lithium und H2O2 bei –78~30°C.
  • BEISPIEL
  • Die nachstehenden Beispiele sind nicht beschränkend und stellen lediglich Vertreter verschiedener Aspekte und Merkmale der vorliegenden Erfindung dar.
  • BEISPIEL 1: Herstellung eines SO2-Addukts von (3S)-Tosylat-(20S)-hydroxyrnethyl-9,10-secocholesta-5,7(E), 10(19), 22(E)-trien (4)
  • Ein 21 G/L Dreihals-Rundkolben, ausgerüstet mit einem mechanischen Rührer, wurde unter Stickstoff mit Vitamin D2 (50 g, 126 mmol), Dichlormethan (75 ml), Pyridin (75 ml), 4-Dimethylaminopyridin (DMAP, 3 g, 24,56 mmol) und p-Toluolsulfonylchlorid (36 g, 188,8 mmol) befüllt.
  • Die Mischung wurde 24 h lang unterhalb von 10°C reagieren gelassen, und wurde dann mit 50 ml 10%igem NaHCO3 (aq) abgeschreckt. Die wässrige Phase wurde mit Ethylacetat extrahiert (100 ml × 2) und der Etheracetat-Extrakt wurde mit 10%igem NaHCO3 (100 ml × 2) und H2O (100 ml × 2) gewaschen. Das Lösungsmittel wurde im Vakuum entfernt und der rohe Rückstand (74,3 g Vitamin D2 3-tosylat).
  • Der Rückstand wurde in Methylenchlorid (300 ml) gelöst und Wasser (25 ml) zugegeben. Die Mischung wurde auf unter 10°C gekühlt und dann wurde 1 Stunde lang bis zur Vervollständigung der Reaktion (überwacht durch TLC) Schwefeldioxid in die Lösung einperlen gelassen. Nach Vervollständigung der Reaktion wurde das überschüssige SO2-Gas unter Vakuum entfernt, um einen Rückstand zu erhalten. Der Rückstand wurde in Ethylacetat (EA, 200 ml) gelöst und mit 10%igem NaHCO3 (200 ml) gewaschen. Nach der Phasentrennung wurde die erhaltene organische Phase unter Vakuum bis zur Trockne eingeengt, um einen orangenen Schaum zu erhalten.
  • Dieser orangene Schaum wurde in Methylenchlorid (300 ml) gelöst und es wurden Methanol (30 ml) und 10%iges NaHCO3 (30 ml) zugegeben. Die Mischung wird auf –10°C gekühlt. Es wurde Ozon (erzeugt aus Sauerstoff unter Verwendung eines Ozon-Generators) 2 Stunden lang durch die Lösung perlen gelassen, bis die TLC-Analyse (Silicagel-Platten 20% Ethylacetat in Hexan) keine weitere Änderung anzeigte.
  • Die Reaktionsmischung wurde 5 Minuten lang mit Sauerstoff durchgespült und es wurde Natriumborhydrid (6 g, 88,23 mmol) in fünf Portionen über 1 Stunde hinzugegeben. Die resultierende Lösung wurde 1 Stunde lang bei Raumtemperatur gerührt. An diesem Punkt wurde langsam wässrige 0,5 N Salzsäurelösung (100 ml) zugegeben, und die Mischung wurde mit 50% Ethylacetat in Hexan (200 ml × 3) extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte wurden mit 10%igem NaHCO3 (200 ml × 3) gewaschen, über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und filtriert. Das Filtrat wurde unter vermindertem Druck verdampft, um 86 g von 4 (eine Mischung von Isomeren) als orangener Schaum zu erhalten, der ohne Reinigung im nächsten Schritt verwendet wurde.
  • BEISPIEL 2: Herstellung von (20S)-Hydroxymethyl-cyclovitamin (5)
  • Ein 21 Dreihals-Rundkolben, ausgerüstet mit einem Rückflusskühler, mechanischem Rührer und Thermoelement wurde mit dem SO2-Addukt von (3S)-Tosylat-(20S)-hydroxymethyl-9,10-secocholesta-5, 7(E), 10(19), 22(E)-trien (86 g, 156,7 mmol), Natriumbicarbonat (100 g, 1,2 Mol) und Methanol (750 ml) befüllt. Die resultierende Suspension wurde 2,5 Stunden unter Rückfluss erwärmt oder bis die TLC-Analyse (Silicagel-Platten, 30% Ethylacetat in Hexan) anzeigte, dass kein Ausgangsmaterial mehr vorhanden war. Die Reaktionsmischung wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und filtriert, und das Filtrat wurde unter vermindertem Druck eingeengt. Der rohe Rückstand wurde in Ethylacetat (200 ml) gelöst und mit H2O gewaschen (200 ml × 2). Die Extrakte wurden über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und filtriert. Das Filtrat wurde unter vermindertem Druck verdampft, um 58 g von 5 als gelben Schaum zu erhalten, der ohne Reinigung im nächsten Schritt verwendet wurde.
  • Silicagel-Säulenchromatographie (20% Ethylacetat in Hexan als Elutionsmittel) ergab eine Verbindung 6 (Mischungen, 6R & 6S) als gelbes Öl:
    NMR (CDCl3, 600 Hz): δ 4,94~4,99 (2H, m, 19-H), 4,84 (Isomer, 1H, s, 19-H), 4,18 (Isomer, 1H, s, 19-H), 4,65 (Isomer, 1H, d, J = 8,76 Hz, 7-H), 4,42 (Isomer, 1H, d, J = 8,82 Hz, 7-H), 4,16 (m, 1H), 3,60~3,61 (1H, m, 22-H), 3,35~3,41 (1H, m, 22-H), 3,28 & 3,21 (3H, s, OCH3), 1,02 (3H, d, J = 6,6 Hz, 21-CH3), 0,56 (3H, s, 18-CH3).
  • BEISPIEL 3: Herstellung von (20S)-Iodomethyl-cyclovitamin D2 (7)
  • Ein 21 Dreihals-Rundkolben, ausgerüstet mit einem mechanischem Rührer und Thermoelement wurde mit 5 (58 g, 0,17 Mol), Dichlormethan (75 ml), Pyridin (75 ml), DMAP (3 g, 24,56 mmol) und p-Toluolsulfonylchlorid (36 g, 188,8 mmol) unter Stickstoff befüllt.
  • Die Mischung wird 2 h bei 30°C reagieren gelassen und dann mit 50 ml 10%igem NaHCO3 (aq) abgeschreckt. Die wässrige Phase wird mit Ethylacetat (100 ml × 2) extrahiert und der Ethylacetatextrakt wird mit 10%igem NaHCO3 (100 ml × 2) und H2O (100 ml × 2) gewaschen. Das Lösungsmittel wird im Vakuum entfernt und der rohe Rückstand (75 g, 0,15 Mol, (20S)-Tosylat-cyclovitamin D2). Der Rückstand wurde in Aceton (500 ml) und Natriumiodid (38 g, 0,25 Mol) gelöst. Die Mischung wurde 2,5 h lang unter Rückfluss erwärmt oder bis die TLC-Analyse (Silicagel-Platten, 20% Ethylacetat in Hexan) anzeigte, dass kein Ausgangsmaterial mehr vorhanden war. Die Reaktionsmischung wurde abgekühlt und das Lösungsmittel wurde unter vermindertem Druck verdampft, um einen Rückstand hervorzubringen. Der Rückstand wurde in Ethylacetat (200 ml) gelöst und mit Wasser (200 ml × 3) gewaschen. Die Extrakte wurden über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und filtriert. Das Filtrat wurde unter vermindertem Druck verdampft, um 40 g (0,088 Mol) der Verbindung 7 als orangenen Schaum zu erhalten, der ohne Reinigung im nächsten Schritt verwendet wurde.
    1HNMR (CDCl3, 200 MHz): δ 4,98 (d, 1H, J = 10,82 Hz), 4,83 (d, 1H, J = 11,62 Hz), 4,67 (d, 1H, J = 8,76 Hz), 4,44 (d, 1H, J = 8,90 Hz), 3,36 (m, 1H), 3,20 (m, 1H), 3,21 & 3,29 (s, 3H), 1,01 (d, 3H, J = 5,72 Hz), 0,56 (s, 3H).
  • BEISPIEL 4: Herstellung von (20S)-Diphenylphosphonium-cyclovitamin D2 (8)
  • Ein 21 Dreihals-Rundkolben, ausgerüstet mit einem mechanischem Rührer, Thermoelement, Stickstoffrührer und zwei Tropftrichtern mit Druckausgleich wurde mit Diphenylphosphin (12,96 g, 69,61 mmol) und trockenem THF (320 ml) befüllt. Der Rührer wurde gestartet und die Lösung wurde auf –78°C gekühlt. Ein Tropftrichter wurde mit n-Butyl-Lithium (1,5 M-Lösung in Hexan, 50 ml, 75 mmol) gefüllt und dies wurde langsam zu der gekühlten Lösung gegeben, was eine rötlich-orange Mischung erzeugte, die 45 Minuten lang bei –78°C gerührt wurde. In den zweiten Tropftrichter wurde eine Lösung der Verbindung 7 (40 g, 88 mmol) in trockenem THF (160 ml) überführt, und diese Lösung wurde zu der Reaktion gegeben, die 45 Minuten bei –78°C gerührt wurde und dann schrittweise auf Umgebungstemperatur erwärmt, wo sie 3 Stunden lang gerührt wurde. Die Reaktionsmischung wurde mit Methyl-tert-butylether (TBME, 320 ml) verdünnt und mit gesättigter wässriger Ammoniumchloridlösung (150 ml) gewaschen. Die organische Schicht wurde behutsam mit 10%iger Wasserstoffperoxidlösung (10% H2O2, 320 ml × 3) gewaschen. Die organische Schicht wurde dann mit gesättigter wässriger Natriumchloridlösung (150 ml × 2) gewaschen, über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und geklärt. Das gelbe Filtrat wurde unter vermindertem Druck verdampft, um das Rohprodukt als gelbes Öl (32 g) hervorzubringen. Silicagel-Säulenchromatographie (30% Ethylacetat in Hexan als Elutionsmittel) lieferte eine 34%ige Ausbeute der Verbindung 8 (Mischungen) als gelbes Öl:
    1HNMR (200 MHz, CDCl3): δ 7,67~7,77 (m, 4H), 7,46~7,41 (m, 6H), 4,93 (m, 1H), 4,79 (m, 1H), 4,43 (1H, m), 4,14 (m, 1H), 3,26 & 3,21 (s, 3H, 6-OCH3, 6R & 6S-Isomer), 1,29~1,23 (m, 2H), 1,08 (s, 3H), 0,48 (s, 3H).
  • BEISPIEL 5: Herstellung von (20S)-Diphenylphosphonium-1-hydroxyl-cyclovitamin D2 (9)
  • Ein 21 Dreihals-Rundkolben, ausgerüstet mit einem mechanischem Rührer, Thermoelement und Stickstoffrührer wurde mit 8 (16,8, 31,77 mmol), SeO2 (2,0 g, 18,01 mmol), CH2Cl2 (250 ml) und Pyridin (3 ml) gefüllt. Die Mischung wurde auf unter 15°C gekühlt und dann wurde tert-Butylhydroperoxid (70% t-BuOOH in Wasser, 17,7 ml) zugegeben. Die Mischung wurde 5 h reagieren gelassen und wurde dann mit 1700 ml 10%igem NaHCO3 (aq) abgeschreckt. Die wässrige Phase wurde mit Ethylacetat (500 ml × 2) extrahiert und der Ethylacetatextrakt wurde mit 10%igem NaHCO3 (100 ml × 2) und H2O (100 ml × 2) gewaschen. Das Lösungsmittel wurde im Vakuum entfernt und der rohe Rückstand {22,4 g, (20S)-Diphenylphosphonium-1-hydroxyl-cyclovitamin D2}. Silicagel-Säulenchromatographie (30% Ethylacetat in Hexan als Elutionsmittel) lieferte 5,2 g (30%ige Ausbeute) der Verbindung 9 (Mischungen) als gelbes Öl.
    1HNMR (600 MHz, CDCl3): δ 7,68~7,72 (m, 4H), 7,39~7,48 (m, 6H), 5,06~5,24 (m, 2H), 4,88 (d, 1H, J = 9,7 Hz), 4,61 (d, 1H, J = 8,82 Hz), 4,42~4,32 (m, 1H), 3,26 & 3,19 (s, 3H, 6-OCH3, 6R & 6S-Isomer), 129~1,23 (m, 2H), 1,08 (d, 3H, J = 6,1 Hz), 0,48 (s, 3H).
  • BEISPIEL 6: Herstellung von 1α-Acetoxy-3,5-cyclo-(20S)-diphenylphosphonium-10-hydroxyl-cyclovitamin D2 1-acetat, 6-methylether (10)
  • Die Verbindung 9 (4 g, 7,34 mmol, R = H) wurde in trockenem Pyridin (20 ml) und Essigsäureanhydrid (3,2 ml, 33,85 mmol) gelöst. Der Reaktion wurde 4-Dimethylaminopyridin (DMAP, 0,24 g, 1,96 mmol) zugegeben und für ungefähr 1 Stunde bei Raumtemperatur gehalten, dann mit 10%iger NaHCO3-Lösung (8 ml) verdünnt. Diese Lösung wird mit Ethylacetat (8 ml × 3) extrahiert und die organischen Extrakte wurden mit H2O (8 ml × 3) gewaschen, über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel im Vakuum entfernt, um die Rohverbindung 10 (6,3 g, R = Ac) zu ergeben, die ohne Reinigung im nächsten Schritt verwendet wurde.
  • BEISPIEL 7: Herstellung von 1α-Acetoxy-3,5-cyclo-(20S)-diphenylphosphonium-10-oxo-19-nor-vitamin D2 1-acetat, 6-methylether (12)
  • (a). 10,19-Dihydro-1α-trihydroxy-3,5-cyclo-(20S)-diphenylphosphonium-vitamin D2 1-acetat, 6-Methylether (11)
  • Das Zwischenprodukt 10 (4,02 g, 6,85 mmol) wurde mit einem leichten molekularen Überschuss an Osmiumtetroxid in Pyridin gemäß der von Paaren et al., "Electrophilic Addition of OsO4 to 25-hydroxhchlolecaliferol and Its 3,5-cyclo derivative", J. Org. Chem. 48, 3819, 1983 beschriebenen allgemeinen Methode behandelt, um die 10,19-dihydroxilierte derivative Verbindung 11 (R = Ac) zu erhalten. Silicagel-Säulenchromatographie (20% Ethylacetat in Hexan als Elutionsmittel) ergab 2,22 g (3,57 mmol) der Verbindung 11 als gelbes Öl.
  • (b). 1α-Acetoxy-3,5-cyclo-(20S)-diphenylphosphonium-10-oxo-19-nor vitamin D2 1-acetat, 6-Methylether (12, R = Ac)
  • Das 10,19-dihydroxilierte Zwischenprodukt 11 (2,22 g, 3,58 mmol) wurde mit einer Lösung von Natriummetaperiodat gemäß der von Paaren et al. (J. Org. Chem., 48, 3819, 1983) beschriebenen Methode behandelt, um das derivative 10-Oxo-cyclovitamin D (Verbindung 12, R = Ac, 2,51 g) zu erhalten.
  • Es wurde auch gefunden, dass diese Diol-Spaltungsreaktion keine erhöhten Temperaturen erfordert, und es ist tatsächlich im Allgemeinen vorzuziehen, die Reaktion bei ungefähr Raumtemperatur durchzuführen.
  • BEISPIEL 8: Herstellung von 1α-Acetoxy-3,5-cyclo-(20S)-diphenylphosphonium-10-oxo-19-nor vitamin D2 1-acetat, 6-Methylether (12, R = Ac)
  • Die Verbindung 10 (0,5 g, 0,85 mmol) wurde in Methylenchlorid (10 ml) und Methanol (0,4 ml) gelöst, 10%iges NaHCO3 (0,4 ml) wurde zugegeben. Die Mischung wurde auf –10°C gekühlt. Ozone (erzeugt aus Sauerstoff unter Verwendung eines Ozon-Generators) wurde 1 Stunde durch die Lösung perlen gelassen, bis die TLC-Analyse (Silicagel-Platten, 20% Ethylacetat in Hexan) keine weiteren Änderungen anzeigte.
  • Die Reaktionsmischung wurde 5 Minuten lang mit Sauerstoff gespült, und Me2S (0,4 ml) wurde zugegeben. Die resultierende Mischung wurde 1 h lang bei Raumtemperatur gerührt. Die Reaktionsmischung wurde bis zur Trockne eingeengt. Silicagel-Säulenchromatographie (20% Ethylacetat in Hexan als Elutionsmittel) lieferte 0,2 g der Verbindung 12 als gelbes Öl.
  • BEISPIEL 9: Herstellung von 1α-Acetoxy-3,5-cyclo-(20S)-diphenylphosphonium-10-hydroxyl-19-nor vitamin D2 1-acetat, 6-Methylether 1-acetat (13)
  • In einen 100 ml Dreihalskolben wurden die derivative 10-Oxo-Verbindung 12 (R = Ac, 2,51 g, 4,04 mmol), Methanol (6,66 ml) und THF (13,32 ml) und Cer(III)chlorid-Hexahydrat (3,0 g, 8,08 mmol) gefüllt. Die Mischung wurde gerührt und auf unter 10°C gekühlt, gefolgt von der Zugabe von Natriumborhydrid (0,15 g, 4,04 mmol). Nach Abschluss der Reaktion wurde die Reaktionsmischung durch Zugabe von gesättigter Ammoniumchloridlösung (10 ml) abgeschreckt, die Mischung wurde ungefähr 30 Minuten lang gerührt und dann unter Vakuum eingeengt, um einen Rückstand zu ergeben. Zu dem Rückstand wurde 50%iges Ethylacetat in Hexan (10 ml × 3) gegeben, gefolgt von einer Phasentrennung. Die organischen Extrakte wurden mit wässrigem NaHCO3 (10 ml) gewaschen, gefolgt von einer Phasentrennung. Die organische Schicht wurde mit Wasser (10 ml × 2) gewaschen, gefolgt von der Einengung bis zur Trockne unter Vakuum, um die Rohverbindung 13 (1,89 g) zu ergeben.
    1HNMR (200 MHz, CDCl3): δ 7,70~7,78 (m, 4H), 7,42~7,49 (m, 6H), 4,65~4,50 (m, 2H), 4,21 4,18 (m, 1H), 3,41 (Hauptisomer, s, 3H, 6-OCH3), 3,18 (Nebenisomer, s, 3H, 6-OCH3), 2,25~2,53 (m, 1H), 2,36~2,40 (m, 1H), 2,03 (s, 3H, OAc), 1,05 (3H, m, 21-CH3), 0,45 (3H, s, 18-CH3).
  • BEISPIEL 10: Herstellung von 1α-(tert-Butylmethylsilyloxy)-3,5-cyclo-(20S)-diphenylphosphonium-19-nor vitamin D2 1-tert-Butylmethylsilyloxy, 6-Methylether 1-(tert-Butylmethylsilyloxy) (15)
  • Der 10-Alkohol (R = Ac, Verbindung 13, 1,89 g, 3,20 mmol) wurde in wasserfreiem Toluol und Triethylamin (1,91 g, 18,9 mmol) gelöst. Die Mischung wurde auf unter 0°C gekühlt, gefolgt von der Zugabe von Mesylchloridlösung (0,52 g, 4,52 mmol, 0,35 ml Mesylchlorid in 3,5 ml wasserfreiem Toluol). Die Mischung wurde 2 Stunden lang bei 0°C gerührt oder bis die Reaktion vollständig war. LiAlH4 (0,72 g, 18,97 mmol) wurde zugegeben, gefolgt von bei 0°C zugegebenem wasserfreiem THF (5 ml). Die Mischung wurde 2 h lang bei 0°C gehalten. Überschüssiges LiAlH4 wurde mit H2O zersetzt, gefolgt von einer Phasentrennung. Die organische Schicht wurde mit Wasser gewaschen und über MgSO4 getrocknet, filtriert und verdampft, um das rohe 19-nor-Produkt (Verbindung 14) zu liefern. Die rohe Verbindung 14 wird durch Fraktionsentnahme unter Verwendung der Flash-Säulenchromatographie gereinigt, um die Verbindung 14 (0,69 g, 1,29 mmol) zu ergeben.
  • Die Verbindung 14 (0,69 g, 1,29 mmol) wurde in Dichlormethan (4,2 ml) gelöst und es wurden Imidazol (0,26 g, 3,88 mmol) und TBDMS-Chlorid (0,29 g, 1,92 mmol) zugegeben. Die Mischung wurde 90 Minuten lang bei 20°C gerührt und dann zwischen EtOAc (10 ml) und Wasser (10 ml) aufgeteilt. Die organische Schicht wurde zweimal mit Wasser und Salzlake gewaschen, getrocknet und eingeengt, um ein Rohprodukt (Verbindung 15, 0,80 g) zu ergeben.
    1HNMR (600 MHz, CDCl3): δ 7,70~7,74 (m, 4H), 7,41~7,49 (m, 6H), 4,91 (d, 1H, J = 9,18 Hz), 4,08~4,09 (Nebenisomer, m, 1H, 7-H), 3,90~3,87 (Hauptisomer, m, 1H, 7-H), 3,76 (d, 1H, J = 9,18 Hz), 3,18 (Hauptisomer, s, 3H, 6-OCH3), 3,13 (Nebenisomer, s, 3H, 6-OCH3), 2,25~2,53 (m, 1H), 2,36~2,40 (m, 1H), 1,05 (3H, m, 21-CH3), 0,84 (s, 9H), 0,45 (3H, s, 18-CH3), 0,05 (s, 6H).
  • BEISPIEL 11: Herstellung von 1α-Acetoxy-3-(tert-Butylmethylsilyloxy)-(20S)-diphenylphosphonium-19-nor vitamin D2 (16)
  • Die Verbindung 15 (5,11 g, 7,9 mmol) wurde in Essigsäure (51 ml) gelöst und 1 Stunde lang bei 55°C gerührt. Die Mischung wurde gekühlt, Eiswasser zugegeben und mit Ethylacetat extrahiert. Die andere Phase wurde mit kalter 10%iger Natriumbicarbonatlösung und Salzlake gewaschen, über MgSO4 getrocknet, filtriert und verdampft, um die Rohverbindung 16 (6,19 g) zu ergeben. Die Rohverbindung 16 wurde durch Säulenchromatographie gereinigt, um die Verbindung 16 zu ergeben.
    1HNMR (200 MHz, CDCl3): δ 7,67~7,76 (m, 4H), 7,46~7,44 (m, 6H), 6,17 (d, 1H, J = 11,12 Hz), 5,78 (d, 1H, J = Hz), 5,06 (br, 1H), 3,96 (br, 1H), 2,46 (m, 3H, 3-COCH3), 1,03~1,06 (m, 2H, 22-CH2), 0,83~0,86 (m, 12H), 0,42 (s, 3H), 0,02 (s, 6H).
  • BEISPIEL 12: Zwischenprodukt für die Seitenkette
  • (A) Herstellung von Diol (Verbindung S 1)
  • 50 g (0,42 Mol) Methyl(S)-(–)-3-hydroxy-1-methylpropionat wurden in 250 ml wasserfreiem Tetrahydrofuran gelöst und unter Stickstoffatmosphäre und Eiskühlung zu einer gerührten Lösung von 720 ml (2,18 Mol) Methylmagnesiumchloridlösung (22% in THF) in Ether gegeben. Zum Ende der Zugabe wurden 100 ml wasserfreies Tetrahydrofuran zugegeben, um das Rühren zu vereinfachen. Die Mischung wurde 2 Std. lang bei Raumtemperatur gerührt, durch vorsichtige Zugabe von 150 ml 5 N HCl unter Eiskühlung zersetzt und dreimal mit 200 ml Ether extrahiert. Jeder Extrakt wurde mit 150 ml gesättigter NaCl-Lösung gewaschen, vereinigt und über Na2SO4 getrocknet. Verdampfung lieferte 52,3 g Rohdiol als gelbes Öl.
  • Das Rohdiol wird durch Fraktionsentnahme unter Verwendung der Flash-Säulenchromatographie gereinigt, um das Diol zu ergeben (Verbindung S1, 47 g, 0,40 Mol).
    1HNMR (200 MHz, CDCl3): δ 3,62~3,74 (m, 2H), 3,00 (s, 2H, OH), 1,73~1,84 (m, 1H), 1,28 (s, 3H, CH3), 1,18 (s, 3H, CH3), 0,82 (d, J = 7,08 Hz, CH3).
  • (B). Herstellung von Aldehyd (Verbindung S2)
  • 47 g (0,40 Mol) Diol wurden in 94 ml Toluol und Wasser (7 ml) gelöst. Zu dieser Lösung wurden NaBr (12,3 g, 0,12 Mol) und TEMPO (6,24 g, 0,04 Mol) gegeben. Die Mischung wurde ungefähr 30 Minuten lang gerührt. Dann wurde 12%iges NaOCl (620 ml, 1,0 Mol) zu der Mischung gegeben.
  • Die Mischung wurde 90 Minuten lang gerührt, dann fand eine Phasentrennung statt und sie wurde mit Toluol (560 ml × 3) extrahiert. Die organische Schicht wurde zweimal mit Wasser und Salzlake gewaschen, getrocknet und eingeengt, um ein Rohprodukt (Verbindung S2, 46,03 g) zu ergeben.
  • Das Rohdiol wurde durch Fraktionsentnahme unter Verwendung der Flash-Säulenchromatographie gereinigt (30% Ethylacetat in Hexan als Elutionsmittel), um die Verbindung S2 (14 g, 0,12 Mol) zu ergeben.
  • (C). Herstellung der Verbindung S3
  • Ein 100 ml Dreihals-Kolben wurde mit der Verbindung S3 (14 g, 0,12 Mol), Imidazol (0,82 g, 12,0 Mol) und TEA (98,1 g, 0,97 Mol) befüllt. Die Mischung wurde gerührt und auf unter 10°C gekühlt, gefolgt von der Zugabe von Trimethylsilylchlorid (TMS-Cl, 72,3 g, 0,66 Mol). Nach der Vervollständigung der Reaktion wurde die Reaktionsmischung durch Zugabe von Wasser (125 ml) abgeschreckt, die Mischung wurde ungefähr 30 Minuten lang gerührt und dann eine Phasentrennung durchgeführt, die organische Schicht wurde unter Vakuum eingeengt, um einen Rückstand zu ergeben (24,24 g). Die Verbindung S3 wurde durch Fraktionsentnahme unter Verwendung der Flash-Säulenchromatographie gereinigt (10% Ethylacetat in Hexan als Elutionsmittel), um die Verbindung S3 (10,4 g, 55,2 mmol) zu ergeben.
    1HNMR (200 MHz, CDCl3): δ 9,80 (s, 1H), 2,01~2,37 (m, 1H), 1,29 (s, 3H, CH3), 1,21 (s, 3H, CH3), 1,01 (d, J = 7,0 Hz, CH3), 0,08 (s, 9H, TMS).
  • BEISPIEL 13: Herstellung der Verbindung 17
  • Ein 200 ml Dreihals-Rundkolben, ausgerüstet mit einem mechanischem Rührer, Thermoelement, Tropftrichter und Stickstoffrührer wurde mit einer Lösung der Verbindung 16 (4,98 g, 7,9 mmol) in trockenem THF (49,8 ml) gefüllt. Die Lösung wurde auf –78°C gekühlt und es wurde n-Butyl-Lithium (1,33 M-Lösung in Hexan, 6,53 ml, mmol) zugegeben, was eine rote Lösung ergab, die 45 Minuten lang gerührt wurde. An diesem Punkt wurde eine Lösung der Verbindung S3 (1,63 g, 8,65 mmol) in trockenem THF (10 ml) über 20 Minuten zugegeben. Die Lösung wurde 1 Std. lang bei –78°C gerührt, was eine gelbe Lösung ergab. Die Lösung wurde über 1,5 Stunden auf 0°C erwärmt, wo Ethylacetat (50 ml) zugegeben wurde. Die Reaktionslösung wurde mit gesättigter wässriger Ammoniumchloridlösung (50 ml), Wasser (50 ml) und gesättigter wässriger Natriumchloridlösung (50 ml) gewaschen. Die organische Schicht wurde über wasserfreiem MgSO4 getrocknet und geklärt und die Lösungsmittel wurden unter vermindertem Druck verdampft, um ein gelbes Öl (8,33 g) zu ergeben. Dieses Öl wurde in trockenem THF (689 ml) gelöst und in einen trockenen 200 ml Dreihals-Rundkolben, ausgestattet mit einem mechanischen Rührer, Thermoelement, Stickstoffrührer und einem Gummiseptum überführt. Die Reaktion wurde auf –12°C gekühlt und es wurde festes Kalium-t-Butoxid (4,25 g, 37,8 mmol) zugegeben, was eine orange Reaktionsmischung ergab. Die Reaktionsmischung wurde bei dieser Temperatur 3 Stunden lang weitergerührt, an diesem Punkt wurde sie mit Ethylacetat (50 ml) verdünnt und mit Wasser (20 ml × 2) und gesättigter wässriger Natriumchloridlösung (20 ml × 2) gewaschen. Die organischen Extrakte wurden über wasserfreiem MgSO4 getrocknet und geklärt und das Lösungsmittel wurde unter vermindertem Druck verdampft, was 6,34 g der Rohverbindung 17 als Öl ergab. Dieses Öl wurde durch Säulenchromatographie gereinigt (10% Ethylacetat in Hexan als Elutionsmittel), um die Verbindung 17 (1,44 g, 2,51 mmol) zu ergeben.
    1HNMR (200 MHz, CDCl3): δ 6,18 (d, 1H, J = 11,6 Hz, 6-H), 5,80 (d, 1H, J = 11,6 Hz, 7-H), 5,45~5,29 (m, 2H, 22 & 23-H), 5,08 (br, 1H, 1-H), 3,96 (br, 1H, 3-H), 2,42 (s, 3H, 3-COCH3), 1,12 (d, 6H, J = 7,6 Hz), 0,95 (s, 3H, 1-CH3), 0,86~0,83 (m, 9H), 0,52 (s, 3H, 18-CH3), 0,03 (s, 6H).
  • BEISPIEL 14: Herstellung von Paricalcitol
  • Die Verbindung 17 (1,44 g, 2,51 mmol) wurde in Methanol (14,1 ml) und CH2Cl2 (10 ml) gelöst und es wurde 20%ige NaOH (4,5 ml) zugegeben. Die Mischung wurde 2 Stunden lang unter Stickstoffatmosphäre gerührt. Nach Vervollständigung der Reaktion wurde die Reaktionsmischung eingeengt, um das organische Lösungsmittel zu entfernen. Der Rückstand wurde mit Ethylacetat (14,4 ml) extrahiert. Die organische Phase wurde mit Salzlake gewaschen, über MgSO4 getrocknet, filtriert und verdampft, um einen Rückstand (1,5 g) zu ergeben, der ohne Reinigung im nächsten Schritt verwendet wurde.
  • Der oben erhaltene Rückstand wurde in THF (14,4 ml) gelöst und es wurden Imidazol (0,03 g, 0,44 mmol) und TRAF (Tetrabutylammoniumfluorid, 1,2 g, 3,80 mmol) zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde 1 Stunde lang unter Rückfluss erhitzt oder bis die TLC-Analyse (Silicagel-Platten, 50% Ethylacetat in Hexan) ergab, dass kein Ausgangsmaterial mehr vorhanden war. Die Reaktion wurde auf Raumtemperatur gekühlt und unter vermindertem Druck eingeengt. Der rohe Rückstand wurde in Ethylacetat (14,4 ml) gelöst und mit H2O (14,4 ml × 2) gewaschen. Die Extrakte wurden über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und filtriert. Zu dem Filtrat wurde Phenylborsäure (0,12 g, 0,98 mmol) gegeben. Die Reaktion wird 1 Stunde lang ausgeführt. Nachdem die Reaktion abgeschlossen ist, wird die Reaktionsmischung eingeengt und durch eine Chromatographiesäule gereinigt, um die Verbindung 1 (Roh-Paricalcitol, 260 mg, R1 = R = H) und den zyklischen 1,3-boronatester von 1 zu ergeben.
  • NMR von Paricalcitol:
    • 1HNMR (600 MHz, CDCl3): δ 6,29 (d, 1H, J = 11,28 Hz), 5,82 (d, 1H, J = 11,28 Hz), 5,34~5,28 (m, 2H), 4,10 (br, 1H), 4,02 (br, 1H), 2,76~2,79 (m, 1H), 2,72 (d, J = 12,12 Hz, 1H), 2,45 (d, J = 13,26 Hz, 1H), 2,17~2,21 (m, 2H), 1,92~2,11 (m, 5H), 1,22~1,79 (m, 13H), 1,15 (s, 3H), 1,11 (s, 3H), 1,01 (d, J = 6,6 Hz, 3H), 0,98 (d, J = 6,84 Hz, 3H), 0,53 (s, 3H).
    • 13CNMR (600 MHz, CDCl3): 143,2, 139,4, 131,3, 129,2, 124,0, 115,4, 72,6, 67,6, 67,4, 56,5, 56,3, 48,3, 45,9, 44,7, 42,3, 40,7, 40,4, 37,3, 29,1, 28,0, 27,2, 26,4, 23,6, 22,4, 21,2, 15,9, 12,5.
  • BEISPIEL 15: Kristallisation von Paricalcitol aus MeOH-CH2Cl2-Methylformiat
  • Rohes Paricalcitol (260 mg, Reinheit: 97,5%) wurden in einer Mischung aus 0,5 ml MeOH, 0,05 ml CH2Cl2 und 2,6 ml Methylformiat unter Rühren bei 25°C über einen Zeitraum von 30 Minuten gelöst. Die Lösung wurde auf 0°C gekühlt und diese Temperatur wurde 1 Stunde lang beibehalten. Die Kristalle wurden filtriert, mit einer kalten (–10°C) Mischung von MeOH-CH2Cl2-Methylformiat gewaschen und dann im Hochvakuum in einem Ofen bei 25°C 16 Stunden lang getrocknet, um eine Ausbeute von 50 mg (Reinheit: 99,8%) zu erhalten.
  • Kristallisation von Paricalcitol aus Aceton + CH2Cl2
  • Roh-Paricalcitol (160 mg, Reinheit: 97,5%) wurde in eine Mischung von 3,2 ml Aceton und 0,01 ml CH2Cl2 unter Rühren bei 25°C über einen Zeitraum von 30 Minuten gelöst. Die Lösung wurde auf 0°C gekühlt und diese Temperatur wurde 1 Stunde lang beibehalten. Die Kristalle wurden filtriert, mit einer kalten (–10°C) Mischung von Aceton-CH2Cl2 gewaschen und dann im Hochvakuum in einem Ofen bei 25°C 16 Stunden lang getrocknet, um eine Ausbeute von 20 mg (Reinheit: 99,8%) zu erhalten.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
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    • - US 5086191 [0003]
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    • - US 5342975 [0003]
    • - US 5880113 [0003]
    • - US 5587497 [0003]
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  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
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    • - Paaren et al., ”Electrophilic Addition of OsO4 to 25-hydroxhchlolecaliferol and Its 3,5-cyclo derivative”, J. Org. Chem. 48, 3819, 1983 [0044]
    • - Paaren et al. (J. Org. Chem., 48, 3819, 1983) [0045]

Claims (21)

  1. Verbindung der Formel I
    Figure 00270001
    worin R1 C1-6-Alkyoxy ist; R2 Wasserstoff, OH oder Methyl-OH ist; R3 Wasserstoff, OH oder Methyl-OH ist; R2 und R3 zusammengenommen eine Doppelbindung oder Oxo (=O) bilden; R4 Wasserstoff, OH, O-Acyl, O-C1-6-Alkylsilyl oder C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl ist; R5 C1-6-Allyl, C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl oder Aryl ist; und R6 C1-6-Alkyl, C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl oder Aryl ist.
  2. Verbindung nach Anspruch 1, worin R1 Methoxy ist.
  3. Verbindung nach Anspruch 2, worin R2 und R3 zusammen eine Doppelbindung oder ein Oxo bilden.
  4. Verbindung nach Anspruch 1, worin R5 und R6 Phenyl sind.
  5. Verbindung nach Anspruch 1, worin R2 OH und R3 Methyl-OH ist.
  6. Verbindung nach Anspruch 1, worin R4 tert-Butyldimethylsilyloxy ist.
  7. Verbindung der Formel II
    Figure 00280001
    worin X1 Wasserstoff, Acyl, C1-6-Alkylsilyl oder C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl ist; X2 Wasserstoff, Acyl, C1-6-Alkylsilyl oder C1-6-Allyloxy-C1-6-Alkyl ist; R5 C1-6-Alkyl, C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl oder Aryl ist; und R6 C1-6-Alkyl, C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl oder Aryl ist.
  8. Verfahren zur Herstellung einer Verbindung mit der Formel
    Figure 00280002
    worin X2 Wasserstoff, Acyl, C1-6-Alkylsilyl oder C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl ist; und R4 Wasserstoff, OH, O-Acyl, O-C1-6-Alkylsilyl oder C1-6-Alkyloxy-C1-6-Alkyl ist; wobei das Verfahren das Umsetzen einer Zwischenverbindung der Formel 16
    Figure 00290001
    mit n-Butyl-Lithium und einer Verbindung mit der folgenden Formel
    Figure 00290002
    in trockenem THF umfasst, worin R7 C1-6-Alkylsilyloxy ist.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, worin die Verbindung der Formel 16 hergestellt wird durch Umsetzen von Säure mit der Verbindung der Formel 15
    Figure 00300001
    bei 0~65°C, worin R1 C1-6-Alkoxy ist, und R4 O-C1-6-Alkylsilyl oder C1-6-Alkoxy-C1-6-Alkyl ist.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, worin die Verbindung der Formel 15 hergestellt wird durch Umwandeln der Verbindung der Formel 14
    Figure 00300002
    worin R1 C1-6-Alkoxy ist; mit TBDMS-Chlorid in Gegenwart von Amin in einem organischen Lösungsmittel bei 0~30°C.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, worin das Amin Imidazol und das organische Lösungsmittel CH2Cl2 ist.
  12. Verfahren nach Anspruch 10, worin die Verbindung der Formel 14 hergestellt wird durch Umsetzen einer Verbindung der Formel 13
    Figure 00310001
    in einem organischen Lösungsmittel und eines Amins mit einem Sulfonylchlorid, gefolgt von der Zugabe von LiAlH4 in trockenem THF bei –78~20°C; worin R1 C1-6-Alkoxy ist;
  13. Verfahren nach Anspruch 12, worin das organische Lösungsmittel Toluol ist; das Amin Triethylamin ist; und das Sulfonylchlorid MsCl ist.
  14. Verfahren nach Anspruch 12, worin die Verbindung der Formel 13 hergestellt wird durch Umwandeln einer Verbindung der Formel 12
    Figure 00320001
    über Hydridreduktion; wobei R1 C1-6-Alkoxy ist.
  15. Verfahren nach Anspruch 14, worin die Verbindung der Formel 12 hergestellt wird durch Umwandeln einer Verbindung der Formel 11
    Figure 00320002
    mit NaIO4; worin R1 C1-6-Alkoxy ist; R2 OH ist; und R3 Methyl-OH ist.
  16. Verfahren nach Anspruch 14, worin die Verbindung der Formel 12 hergestellt wird durch Umwandeln einer Verbindung der Formel 10
    Figure 00330001
    über Ozonolyse; worin R1 C1-6-Alkyoxy ist.
  17. Verfahren nach Anspruch 15, worin die Verbindung der Formel 11 hergestellt wird durch Umwandeln einer Verbindung der Formel 10
    Figure 00330002
    mit OsO4 in Pyridin; wobei R1 C1-6-Alkoxy ist.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, worin die Verbindung der Formel 10 hergestellt wird durch Umwandeln eines Zwischenprodukts der Formel 9
    Figure 00340001
    mit Essigsäureanhydrid (Ac2O) in Gegenwart von Amin; worin R1 C1-6-Alkoxy ist.
  19. Verfahren nach Anspruch 18, worin das Amin Pyridin ist.
  20. Verfahren nach Anspruch 18, worin die Zwischenverbindung der Formel 9 hergestellt wird durch Umwandeln einer Zwischenverbindung der Formel 8
    Figure 00340002
    mit SeO2 und t-Butylhydroperoxid in CH2Cl2 und Pyridin bei –10~30°C; worin R1 C1-6-Alkoxy ist;
  21. Verfahren nach Anspruch 20, worin die Zwischenverbindung der Formel 8 erhalten wird durch durch Umsetzen von (20S)-Iodomethyl-cyclovitamin D2 in trockenem THF mit Diphenylphosphin, und n-Butyl-Lithium, gefolgt durch die Behandlung mit H2O2 bei –78~30°C.
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