DE102008060198A1 - Hufeisen und Verfahren zur Herstellung dieses Hufeisens - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Hufeisen sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung, bei dem das Hufeisen aus einem U-förmigen Grundkörper besteht, der zwei annähernd symmetrisch zur Längsachse (LA) des Hufitte (2, 2') und einen die Schenkelabschnitte (2, 2') miteinander verbindenden Verbindungsabschnitt (3) aufweist. Das Hufeisen (1) weist ferner eine nach dem Beschlagen am Huf anliegende Unterseite (1.1), eine der Unterseite (1.1) gegenüberliegende Oberseite (1.2) sowie eine innere und eine äußere Stirnseite (1.3, 1.4) auf. Besonders vorteilhaft ist im Verbindungsabschnitt (3) im Bereich der inneren Stirnseite (1.3) eine Ausnehmung (4) vorgesehen, so dass der Abstand (bv) zwischen der inneren Stirnseite (1.3) und der äußeren Stirnseite (1.4) im Ausnehmungsbereich kleiner ist als der Abstand (bs) im Bereich der bogenförmigen Schenkelabschnitte (2, 2').
Description
- Die Erfindung betrifft ein Hufeisen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und ein Verfahren zur Herstellung des Hufeisens gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 13.
- Aus dem Stand der Technik sind eine Vielzahl von Vorrichtungen bekannt, mittels derer ein Huf vor Abnutzung geschützt wird. Hierbei finden sowohl Hufeisen, die mechanisch am Huf beispielsweise mit Nägeln befestigt werden, als auch Hufschuhe Verwendung, die mittels Riemen am Huf angebracht werden. Hufschuhe fallen aufgrund der unzureichenden Befestigung am Huf oft bei starker Belastung im Gelände oder während dem Laufen ab und stellen daher für viele Bereiche keinen zufrieden stellenden Hufschutz dar.
- Hufeisen bieten zwar einen guten Abriebschutz, verhindern bzw. schränken aber den natürlichen Hufmechanismus ein, d. h. die beim Auftreten des Tieres vollzogene Aufweitung des Hufs wird behindert. Das führt dazu, dass die beispielsweise durch Nägel realisierte Verbindung zwischen Huf und Hufeisen die auftretenden Kräfte aufnehmen muss, was zu einer Lockerung dieser Verbindung führt. Daher ist die Haltbarkeit des Hufbeschlags nicht durch die Abnutzung des Hufeisens selbst, sondern vielmehr durch den Zustand der Verbindung bzw. eine Lockerung desselben gekennzeichnet.
- Bekannte starre Hufeisen behindern darüber hinaus eine Anpassung des Hufs an unebene Bodenbeschaffenheiten. Dadurch neigt das Tier an Unebenheiten leichter umzuknicken, was zu Verletzungen, insbesondere zu Frakturen im Fuß- und Beinbereich führen kann.
- Ausgehend vom dargelegten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein mechanisch am Huf zu befestigendes Hufeisen aufzuzeigen, das zum einen den natürlichen Hufmechanismus nicht einschränkt, zum anderen eine hohe vertikale Elastizität aufweist, d. h. eine vertikale Relativbewegung der beiden Hufeisenschenkel zueinander erlaubt. Zudem soll ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Hufeisens am Tier aufgezeigt werden. Die Aufgaben werden erfindungsgemäß ausgehend von den Merkmalen des Oberbegriffs der Patentansprüche 1 und 13 jeweils durch deren kennzeichnende Merkmale gelöst.
- Der wesentliche Aspekt des erfindungsgemäßen Hufeisens ist darin zu sehen, dass der Verbindungsabschnitt des Hufeisens im Bereich der inneren Stirnseite eine Ausnehmung derart aufweist, dass der Abstand zwischen der inneren Stirnseite und der äußeren Stirnseite im Ausnehmungsbereich kleiner ist als der Abstand im Bereich der bogenförmigen Schenkelabschnitte. Vorteilhaft lässt sich das Hufeisen im Bereich der Ausnehmung während des Beschlages einfach Schwächen oder sogar Trennen, so dass ein vertikales Verformen der beiden Hufeisenschenkel zueinander möglich wird. Zusätzlich können die bogenförmigen Schenkelabschnitte in vertikaler Richtung gegeneinander reversibel verdreht werden und die Schwächung im Verbindungsabschnitt erlaubt eine Aufweitung des Hufeisens im Bereich der bogenförmigen Schenkelabschnitte und schränkt damit keinesfalls den natürlichen Hufmechanismus des Tieres ein.
- In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Verbindungsabschnitt im Bereich der Ausnehmung bereits eine Soll-Trennstelle auf, die beispielsweise durch Perforierung oder grabenförmige Einkerbungen gebildet wird. Hierdurch wird das Schwächen oder Trennen der gegenüberliegenden Hufeisenschenkel im Rahmen des Beschlagens zusätzlich vereinfacht.
- In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Abstand zwischen innerer Stirnseite und äußerer Stirnseite im Bereich der Ausnehmung etwa 50% kleiner als der Abstand der Stirnseiten in den bogenförmigen Schenkelabschnitten.
- Weitere vorteilhafte Ausbildungen des erfindungsgemäßen Hufeisens sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
- Nachfolgend wird die Erfindung an Ausführungsbeispielen anhand mehrerer Figuren näher beschrieben. Es zeigen:
-
1 eine schematische Draufsicht auf ein Hufeisen mit Ausnehmung und Soll-Trennstelle und -
2 eine schematische Draufsicht auf ein Hufeisen mit durchtrennter Soll-Trennstelle und Quer- und Diagonalstreben. -
1 zeigt ein erfindungsgemäßes Hufeisen1 mit U-förmigem Grundkörper, das aus zwei näherungsweise symmetrisch zur Längsachse LA des Hufeisens1 angeordneten bogenförmigen Schenkelabschnitten2 ,2' und einem die beiden Schenkelabschnitte2 ,2' miteinander verbindenden Verbindungsabschnitt3 besteht. Hierbei weisen die beiden Schenkelabschnitte2 ,2' jeweils ein dem Verbindungsabschnitt3 gegenüberliegendes freies Ende2.1 ,2.1 ' auf. Das erfindungsgemäße Hufeisen kann für Huftiere im Allgemeinen, insbesondere für Pferde verwendet werden. - Das Hufeisen
1 weist eine nach dem Beschlagen am Huf anliegende Unterseite1.1 , eine der Unterseite1.1 gegenüberliegende Oberseite1.2 und eine innere sowie äußere Stirnseite1.3 ,1.4 auf. An der inneren Stirnseite1.3 ist im Bereich des Verbindungsabschnittes3 eine Ausnehmung4 mit einer Weite w vorgesehen. Die Weite w beträgt beispielsweise zwischen 15 mm und 60 mm. Das Hufeisen1 ist vorzugsweise aus Metall oder einer zum Hufbeschlag geeigneten Metalllegierung hergestellt. Es weist eine durch die Oberseite1.1 und Unterseite1.2 begrenzte Dicke zwischen 8 und 12 mm auf, wobei die Dicke abhängig vom verwendeten Material und von den angestrebten Verformungseigenschaften gewählt ist. - Im Bereich der Ausnehmung
4 nimmt der Abstand bv zwischen innerer Stirnseite1.3 und äußerer Stirnseite1.4 im Vergleich zum Abstand bs der inneren und äußeren Stirnseite1.3 ,1.4 im Bereich der bogenförmigen Schenkelabschnitte2 ,2' ab, und zwar wird das Hufeisen1 durch die Ausnehmung4 im Bereich des Verbindungsabschnittes3 derart geschwächt, dass ein zumindest geringfügiges biegeelastisches, vertikales Verformen um eine Torsionsachse TA der beiden Schenkelabschnitte2 ,2' gegeneinander möglich wird. Hierbei verläuft die Torsionsachse TA in etwa senkrecht zur Längsachse LA, und zwar in einer den U-förmigem Grundkörper des Hufeisens1 aufnehmenden gemeinsamen Ebene. Die Verformung ist hierbei reversibel, d. h. das Hufeisen1 nimmt nach der elastischen Verformung wieder seine ursprüngliche Form ein. Durch diese vertikale Elastizität wird ein Umknicken des Tiers aufgrund von Bodenunebenheiten wirkungsvoll verhindert. Zudem ermöglicht die Ausnehmung4 eine seitliche Aufweitung der bogenförmigen Schenkelabschnitte2 ,2' nach außen und unterstützt damit effektiv die beim Auftreten des Tiers vollzogene Aufweitung des Hufs. Dies führt zum einen zu einem geringeren Verletzungsrisiko, zum anderen zu einer verlängerten Haltbarkeit des Hufbeschlags. Wegen der geringeren Belastung auf die das Hufeisen1 mit dem Huf verbindenden Befestigungselemente, beispielsweise Nägel oder Schrauben, ist vornehmlich die Abnützung des Hufeisens1 selbst und nicht die Lockerung der Befestigungselemente der die Haltbarkeit beschränkende Faktor. - Durch die Form und die geometrische Abmessung der Ausnehmung
4 im Verhältnis zu den sonstigen geometrischen Abmessungen des Hufeisens1 kann die vertikale Elastizität bzw. die Aufweitung des Hufeisens1 in ihrer Ausprägung beeinflusst werden. - In einer Ausführungsform weist die Ausnehmung
4 beispielsweise eine längliche Form auf, wobei die durch die innere Stirnseite1.3 des Hufeisens1 gebildete Kante, die näherungsweise eine teilovale Grundform aufweist, unterbrochen wird. Vorzugweise ist die Ausnehmung4 C- bzw. U-förmig ausgebildet, wobei die Ausnehmung4 annähernd gleichmäßig in die bogenförmigen Schenkelabschnitte2 ,2' übergeht. - In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Abstand bv zwischen der inneren und der äußeren Stirnseite
1.3 ,1.4 im Bereich der Ausnehmung4 um 25% bis 65%, vorzugsweise etwa 50% kleiner als der Abstand bs zwischen der inneren und der äußeren Stirnseite1.3 ,1.4 im Bereich der bogenförmigen Schenkelabschnitte2 ,2' . Zusätzlich kann die Dicke des Hufeisens1 zwischen der Oberseite1.1 und der Unterseite1.2 im Bereich der Ausnehmung4 geschwächt sein. - Ferner kann im Bereich der Ausnehmung
4 zumindest eine Soll-Trennstelle5 vorgesehen sein, die beispielsweise als Perforierung oder grabenförmige Einkerbung o. ä. ausgebildet ist und vorzugsweise entlang oder parallel zur Längsachse LA verläuft. Zum einen schwächt eine derartige Soll-Trennstelle5 das Hufeisen1 zusätzlich zur Ausnehmung4 , zum anderen wird durch diese Soll-Trennstelle5 ein späteres Durchtrennen des Hufeisens1 im beschlagenen Zustand erleichtert. Im Falle einer Durchtrennung des Hufeisens1 können zum Erhalt der Hufstabilität und zur Vermeidung des Ausbrechens von Hufteilen zumindest Quer- und/oder Diagonalstreben6 ,7 vorgesehen sein, die starr am Hufeisen1 befestigt werden. - Das Hufeisen
1 weist entlang der bogenförmigen Schenkelabschnitte2 ,2' Öffnungen8 ,8' auf, die für die Fixierung des Hufeisens1 am Huf mittels vorgenannter Befestigungsmittel, beispielsweise Nägeln oder Schrauben vorgesehen sind. Durch die an sich aus dem Stand der Technik bekannte Verbindungstechnik ist ein sicherer Halt des Hufeisens1 am Huf auch unter elastischer Verformung des Hufeisens1 sichergestellt. - Im Folgenden wird ein Verfahren zur Herstellung eines Hufeisens
1 mit den zuvor beschriebenen Verformungseigenschaften beschrieben. - Ausgangselement zur Herstellung dieses Hufeisens ist ein aus dem Stand der Technik hinlänglich bekanntes Hufeisen
1 , welches vorzugsweise aus Eisen oder einer Metalllegierung hergestellt ist und einen U-förmigen Grundkörper mit annähernd symmetrisch zur Längsachse LA des Hufeisens1 angeordneten bogenförmigen Schenkelabschnitten2 ,2' aufweist. Die bogenförmigen Schenkelabschnitte2 ,2' sind über den Verbindungsabschnitt3 miteinander verbunden. Im unbeschlagenen Zustand wird der Verbindungsabschnitt3 durch Anbringen einer Ausnehmung4 an der inneren Stirnseite derart geschwächt, dass der Abstand bv zwischen innerer und äußerer Stirnseite.1.3 ,1.4 im Bereich des Verbindungsabschnitts3 wesentlich kleiner ist als der Abstand bs im Bereich der beiden Schenkelabschnitte2 ,2' . Fall notwendig kann vorzugsweise im unbeschlagenen Zustand am Verbindungsabschnitt3 im Bereich der Ausnehmung eine Soll-Trennstelle5 vorgesehen werden, beispielsweise durch Perforation oder Einbringen von grabenförmigen Einkerbungen. Alternativ kann jedoch auch ein Hufeisenrohling verwendet werden, der bereits eine Ausnehmung4 und ggf. eine Soll-Trennstelle5 aufweist. - Anschließend wird das Hufeisen
1 in aus dem Stand der Technik bekannter Weise an die jeweiligen Gegebenheiten des Hufs, beispielsweise Hufgröße und Hufform angepasst. Zur Befestigung des Hufeisens1 am Huf werden durch die in den bogenförmigen Schenkelabschnitten2 ,2' vorgesehenen Öffnungen8 ,8' Befestigungsmittel, insbesondere Nägel und/oder Schrauben geführt und in den Huf eingebracht. Nach dem Beschlagen wird in einer bevorzugten Ausführungsform im Bereich der Ausnehmung4 eine Querstrebe6 näherungsweise senkrecht zur Längsachse LA am Hufeisen1 angebracht, insbesondere angeschweißt, und zwar vorzugsweise im Übergangsbereich zwischen dem jeweiligen Schenkelabschnitten2 ,2' und den Verbindungsabschnitt3 . - In einer weiteren Ausführungsform können, wie schematisch in
2 gezeigt, zusätzlich zur oder anstelle der Querstrebe6 auch zumindest zwei Diagonalstreben7 ,7' am Hufeisen1 angebracht werden und zwar derart, dass die Diagonalstreben7 ,7' zwischen der an den Verbindungsabschnitt3 angrenzenden Hälfte des einen bogenförmigen Schenkelabschnitts2 ,2' und dem gegenüberliegenden anderen bogenförmigen Schenkelabschnitt2 ,2' eine Verbindung herstellen. Die derart angebrachten Diagonalstreben7 ,7' kreuzen sich, wobei im Kreuzungspunkt keine Verbindung besteht. - Eine Befestigung der Quer- und/oder Diagonalstreben
6 ,7 ,7' kann hierbei entweder an der Oberseite1.1 des Hufeisens oder an der inneren Stirnseite1.3 erfolgen, wobei diese keinesfalls über die Kontur der Oberseite1.1 des Hufeisens1 abstehen und dadurch beim Auftreten des Tiers hinderlich sind. Nach Anbringen der Quer- und/oder Diagonalstreben6 ,7 ,7' wird die Soll-Trennstelle5 mittels eines geeigneten Werkzeugs durchtrennt. Nach dem Durchtrennen wird der entstehende Grad entfernt sowie die Ecken und Kanten an der Trennstelle abgerundet. - Es versteht sich, dass je nach Einsatzbereich des Tieres bzw. Zustand des Hufes das Anbringen der Quer- und/oder Diagonalstreben
6 ,7 ,7' bzw. das Anbringen und/oder das Durchtrennen der Solltrennstelle5 optional ist. - In
3 ist eine weitere Ausführungsform des unter Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellten Hufeisens1 gezeigt. Quer- und/oder Diagonalstrebenabschnitte6 ,7 ,7' werden derart miteinander verbunden bzw. sind aus einem einzigen Formteil gebildet, dass sie näherungsweise eine V- oder U-Form aufspannen. Die Diagonalstrebenabschnitte7 ,7' werden dabei derart angebracht, dass sie jeweils die Enden eines bogenförmigen Schenkelabschnitts2 ,2' , zumindest aber eine erste Hälfte eines bogenförmigen Schenkelabschnitts2 ,2' mit der zweiten, verbinden. Der Querstrebenabschnitt6 stellt eine Verbindung zwischen den bogenförmigen Schenkelabschnitten2 ,2' im Bereich der Ausnehmung4 her. Die sonstigen Verfahrensmerkmale gleichen den vorher bereits ausgeführten. - Die Erfindung wurde voranstehend an Ausführungsbeispielen beschrieben. Es sind zahlreiche Variationen und Änderungen des Anmeldungsgegenstandes möglich, ohne hierdurch den Erfindungsgedanken zu verlassen.
-
- 1
- Hufeisen
- 1.1
- Unterseite des Hufeisen
- 1.2
- Oberseite des Hufeisen
- 1.3
- innere Stirnseite
- 1.4
- äußere Stirnseite
- 2, 2'
- bogenförmiger Schenkelabschnitt
- 2.1, 2.1'
- freie Enden des bogenförmigen Schenkelabschnitts
- 3
- Verbindungsabschnitt
- 4
- Ausnehmung
- 5
- Soll-Trennstelle
- 6
- Querstrebe bzw. Querstrebenabschnitt
- 7, 7'
- Diagonalstrebe bzw. Diagonalstrebenabschnitte
- 8, 8'
- Öffnungen
- LA
- Längsachse des Hufeisens
- TA
- Torsionsachse
- bv
- Abstand zwischen innerer und äußerer Stirnseite im Bereich der Ausnehmung
- bs
- Abstand zwischen innerer und äußerer Stirnseite im Schenkelabschnitt
- w
- Weite der Ausnehmung
Claims (19)
- Hufeisen mit U-förmigem Grundkörper zum Beschlag eines Hufs bestehend aus zwei annähernd symmetrisch zur Längsachse (LA) des Hufeisens angeordneten bogenförmigen Schenkelabschnitten (
2 ,2' ) und einem die Schenkelabschnitte (2 ,2' ) miteinander verbindenden Verbindungsabschnitt (3 ), wobei das Hufeisen (1 ) eine nach dem Beschlagen am Huf anliegende Unterseite (1.1 ), eine der Unterseite (1.1 ) gegenüberliegende Oberseite (1.2 ) sowie eine innere und eine äußere Stirnseite (1.3 ,1.4 ) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (3 ) im Bereich der inneren Stirnseite (1.3 ) eine Ausnehmung (4 ) derart aufweist, dass der Abstand (bv) zwischen der inneren Stirnseite (1.3 ) und der äußeren Stirnseite (1.4 ) im Ausnehmungsbereich kleiner ist als der Abstand (bs) im Bereich der bogenförmigen Schenkelabschnitte (2 ,2' ). - Hufeisen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (
3 ) im Bereich der Ausnehmung (4 ) zumindest eine Soll-Trennstelle (5 ) aufweist. - Hufeisen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Soll-Trennstelle (
5 ) durch eine Perforierung oder eine grabenförmige Einkerbung gebildet ist. - Hufeisen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Soll-Trennstelle (
5 ) entlang der Längsachse (LA) des Hufeisens (1 ) verläuft. - Hufeisen nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (
4 ) symmetrisch zur Längsachse (LA) des Hufeisens (1 ) ausgebildet ist. - Hufeisen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (
4 ) C- oder U-förmig ausgebildet ist. - Hufeisen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die innere Stirnseite (
1.3 ) gebildete Kante eine näherungsweise teil-ovale Grundform ausbildet und diese Grundform durch die Ausnehmung (4 ) unterbrochen ist. - Hufeisen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (bv) zwischen der inneren Stirnseite (
1.3 ) und der äußeren Stirnseite (1.4 ) im Ausnehmungsbereich um 25% bis 65%, vorzugsweise etwa 50% kleiner als der Abstand (bs) im Bereich der bogenförmigen Schenkelabschnitte (2 ,2' ) ist. - Hufeisen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (
4 ) eine Weite (w) zwischen 15 mm und 60 mm aufweist. - Hufeisen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den bogenförmigen Schenkelabschnitten (
2 ,2' ) Öffnungen (8 ,8' ) vorgesehen sind, durch die Befestigungsmittel, insbesondere Nägel und/oder Schrauben zur Fixierung des Hufeisens (1 ) am Huf durchführbar sind. - Hufeisen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hufeisen (
1 ) aus einem Metall oder einer zum Hufbeschlag geeigneten Metalllegierung besteht, insbesondere aus einem zumindest bedingt biegeelastischen Material. - Hufeisen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hufeisen (
1 ) eine Dicke zwischen 8 mm und 12 mm aufweist. - Verfahren zur Herstellung eines Hufeisens (
1 ) mit U-förmigem Grundkörper zum Beschlag eines Hufs bestehend aus zwei annähernd symmetrisch zur Längsachse (LA) des Hufeisens (1 ) angeordneten bogenförmigen Schenkelabschnitten (2 ,2' ) und einem die Schenkelabschnitte (2 ,2' ) miteinander verbindenden Verbindungsabschnitt (3 ), wobei das Hufeisen (1 ) eine nach dem Beschlagen am Huf anliegende Unterseite (1.1 ), eine der Unterseite (1.1 ) gegenüberliegende Oberseite (1.2 ) sowie eine innere und eine äußere Stirnseite (1.3 ,1.4 ) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass an der inneren Stirnseite (1.3 ) im Bereich des Verbindungsabschnittes (3 ) eine Ausnehmung (4 ) eingebracht wird, und zwar derart, dass der Abstand (bv) zwischen innerer und äußerer Stirnseite (1.3 ,1.4 ) im Bereich des Verbindungsabschnitts (3 ) wesentlich kleiner ist als der Abstand (bs) im Bereich der bogenförmigen Schenkelabschnitte (2 ,2' ). - Verfahren zur Herstellung eines Hufeisens nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass am Verbindungsabschnitt (
3 ) im Bereich der Ausnehmung (4 ) eine Soll-Trennstelle (5 ) eingebracht wird, und zwar vorzugsweise durch Perforieren oder durch grabenförmiges Einkerben. - Verfahren zur Herstellung eines Hufeisens nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Ausnehmung (
4 ) eine Querstrebe (6 ) näherungsweise senkrecht zur Längsachse (LA) des Hufeisens (1 ) angebracht, vorzugsweise angeschweißt wird. - Verfahren zur Herstellung eines Hufeisens nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Diagonalstreben (
7 ,7' ) angebracht, vorzugsweise angeschweißt werden, die jeweils eine Verbindung zwischen dem freien Ende (2.1 ,2.1 ') eines bogenförmigen Schenkelabschnitts (2 ,2' ) und dem diagonal gegenüberliegenden Übergangsbereich zwischen dem anderen bogenförmigen Schenkelabschnitt (2 ,2' ) und dem Verbindungsabschnitt (3 ) herstellen. - Verfahren zur Herstellung eines Hufeisens nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Diagonalstreben (
7 ,7' ) angebracht, vorzugsweise angeschweißt werden, die jeweils eine Verbindung zwischen dem freien Ende (2.1 ,2.1 ') eines bogenförmigen Schenkelabschnitts (2 ,2' ) und dem Übergangsbereich zwischen dem selben bogenförmigen Schenkelabschnitt (2 ,2' ) und dem Verbindungsabschnitt (3 ) herstellen. - Verfahren zur Herstellung eines Hufeisens nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Querstrebe (
6 ) und die Diagonalstreben (7 ,7' ) als einstückiges Strebenelement ausgebildet sind. - Verfahren zur Herstellung eines Hufeisens nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Hufeisen (
1 ) an der Soll-Trennstelle (5 ) nach Beschlagen des Hufs durchtrennt wird.
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Effective date: 20120703 |