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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Luftbehandlung
in Wind-Energieanlagen,
insbesondere in Offshore Wind-Energieanlagen, gemäß dem Oberbegriff
der Ansprüche
1 und 21 bis 23.
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Windkraftanlagen
oder korrekter Wind-Energieanlagen und insbesondere Offshore Wind-Energieanlagen bestehen
entsprechend der Prinzipdarstellung in 1 aus einem
im Meeresboden gegründeten
Turm 10, an dessen Spitze eine Gondel 11 angeordnet
ist, in der sich ein Generator befindet, der über eine Antriebswelle und
ein Getriebe mit in dem dargestellten Beispiel drei Rotorblättern 12 verbunden
ist, deren Anstellwinkel im allgemeinen zur Optimierung des Windantriebs
verstellbar sind. Die vom Generator abgegebene elektrische Leistung
wird mittels elektrischer und elektronischer Komponenten und Aggregate 16 wie
Schaltanlagen, Schalteinrichtungen, Steuer- und Regeleinrichtungen,
Transformatoren, Frequenzumrichter etc. aufbereitet und über Kabel
zum Festland übertragen.
Die in einem Aggregatemodul 15 des Turmes 10 angeordneten elektrischen
und elektronischen Aggregate 16 steuern und regeln zudem
den Betrieb des Generators, Anstellung der Rotorblätter etc.
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Zur
Kühlung
der Wärme
abgebenden elektrischen und elektronischen Aggregate 16 wird
Außenluft
AL über
eine im allgemeinen unterhalb des Aggregatemoduls 15 angeordnete Lufteintrittsöffnung 14,
beispielsweise eine Öffnung
in einer Zugangstür im
Turm 10, von einem Luftaufbereitungsgerät 2, dessen Komponenten
in 2 schematisch dargestellt sind und nachstehend
beschrieben werden, angesaugt, gereinigt und mit Überdruck
als Zuluft ZL an den Innenraum des Turmes 10 so abgegeben,
dass der eingebrachte und größtenteils
gereinigte Zuluftstrom ZL das Aggregatemodul 15 durchströmt, die von
den elektrischen und elektronischen Komponenten und Aggregaten 16 abgegebene
Abstrahlungswärme
aufnimmt und über
Abströmöffnungen 13 in der
Gondel 11 als Fortluft FL an die Umgebung abgegeben wird.
Durch den Überdruck
im Innenraum des Turmes 10 wird verhindert, dass über Undichtigkeiten salzhaltige
Seeluft in das Innere des Turmes 10 und die Gondel 11 eindringt
und dadurch Korrosionsprozesse beschleunigt. Dabei strömt die teilweise
entsalzte Luft frei durch das Aggregatemodul 15 und den Turm 10 bis
zur Gondel 11 und kann dort durch Undichtigkeiten per Überdruck
abströmen.
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2 zeigt
in schematischer Darstellung ein konventionelles Luftaufbereitungsgerät 2 zur
Entsalzung der Seeluft und zur Erzeugung eines Überdruckes im Innenraum des
Turmes 10. In einer ersten Stufe weist das Luftaufbereitungsgerät 2 einen
ersten Tropfenabscheider 21 als Hauptabscheider zur groben
Vorabscheidung von Regen, Gischt etc. auf. In einer zweiten Stufe
sind als Aerosol-Filter ausgebildete Koaleszenzabscheider 22, 23 vorgesehen, die
Aerosole binden und größere Tropfen
bilden. In einer dritten Stufe folgt ein zweiter Tropfenabscheider 24 als
Nachabscheider, der die zuvor gebildeten Tropfen abfängt und
abscheidet. Die erforderliche Luftströmung wird mittels eines Außenluft-
oder Überdruckventilators 25 erzeugt.
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Das
in der Offshore Wind-Energieanlage 1 vorgesehene Luftaufbereitungssystem
gemäß 2 erfüllt damit
folgende Aufgaben:
- 1. mit einem gereinigten
Luftstrom wird die Oberflächenwärme der
Komponenten im Turm 10 und in der Gondel 11 abgeführt;
- 2. die eingebrachte Seeluft (Außenluft) wird von den in der
Luft enthaltenen Salzaerosolen zum Schutz der innerhalb des Turmes 10 der
Offshore Wind-Energieanlage 1 im
Aggregatemodul 15 angeordneten elektrischen und elektronischen
Aggregate 16 vor Korrosion gereinigt;
- 3. durch Überdruck
der in den Turm 10 und die Gondel 11 eingebrachten
und größtenteils
gereinigten Zuluft ZL wird verhindert, dass Seeluft mit einem hohen
Salzgehalt eindringt. Dabei wird der Zuluft- und Überdruckventilator 45 in
Abhängigkeit
von der äußeren Windgeschwindigkeit
druckabhängig
betrieben, wobei ein Überdruck
von ca. 2000 Pa erzeugt werden kann, so dass selbst bei Starkwind,
d. h. bei Windgeschwindigkeiten bis 56 m/sec, die eingebrachte,
größtenteils
gereinigte Zuluft ZL über
im wesentlichen in der Gondel 11 vorhandene Undichtigkeiten 3 und
durch entsprechende Überdruckklappen
entweichen, d. h. nach außen
abströmen
kann, während
das Eindringen von ungereinigter, salzhaltiger Seeluft selbst bei Starkwind
in das Innere des Turmes 10 und der Gondel 11 durch
den erzeugten Überdruck
verhindert wird.
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Nachteilig
bei dieser konventionellen Luftaufbereitung in Offshore Wind-Energieanlagen 1 ist, dass
die Aufbereitung der See- oder Außenluft AL durch Entsalzung
zwar eine starke Reduzierung des Salzgehaltes erreicht, jedoch wird
permanent ein Restgehalt an Salz in den Turm 10 eingetragen,
insbesondere in Form von in der Außenluft gelösten Aerosolen, die von den
Tropfen- und Koaleszenzabscheidern des Luftaufbereitungsgerätes 2 nicht
ausgefiltert werden können.
So wird der Sollwert des Restsalzgehaltes der Luft von ca. 0,005
mg/m3 um das 100-fache übertroffen, so dass die elektrischen und
elektronischen Aggregate 16 trotz der Luftaufbereitung
kontaminiert werden und nach verhältnismäßig kurzer Zeit eine erhebliche
Korrosion der elektrischen und elektronischen Aggregate 16 stattfindet.
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Salz
weist in Abhängigkeit
vom Feuchtegehalt unterschiedliche Aggregatzustände auf. Bei einem Feuchtegehalt
von > ca. 70% befindet
sich Salz im flüssigen
Aggregatzustand. Bei einem Feuchtegehalt zwischen ca. 40% und ca.
70% liegt eine Mischform von flüssigem
Salz, Salzaerosolen und Salzpartikeln vor, während bei einem Feuchtegehalt
von < ca. 40% Salz
in gebundenen Partikeln (sozusagen als Staub) vorliegt. Da somit
bei einem Feuchtewert von weniger als ca. 40% Salz zu Partikeln
kristallisiert, ist eine Reduzierung bzw. Eliminierung des Salzgehaltes
mittels Hochleistungsfilter möglich, wenn
in jeder Jahreszeit ein Feuchtegehalt von weniger als ca. 40% erreicht
wird.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabenstellung zugrunde, ein
Verfahren und eine Vorrichtung zur Luftbehandlung in Wind-Energieanlagen und
insbesondere in Offshore Wind-Energieanlagen anzugeben, die eine
Eliminierung bzw. Reduzierung des Salz- und Feuchtegehaltes und
damit der Gefahr der Kondensation (Taupunktunterschreitung) der
an das Aggregatemodul und in den Turm bzw. die Gondel mit Überdruck
abgegebenen Luft gewährleisten.
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Diese
Aufgabenstellung wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 und Vorrichtungen mit den Merkmalen der Ansprüche 21 bis 23
gelöst.
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Die
erfindungsgemäßen Lösungen gewährleisten
eine Eliminierung oder zumindest eine erhebliche Reduzierung des
Salz- und Feuchtegehaltes und damit Verminderung der Gefahr der
Kondensation durch Taupunktunterschreitung eines an das Aggregatemodul
und in den Turm bzw. die Gondel von einem Außenluftventilator mit Überdruck
abgegebenen Außen-
oder Zuluft-Volumenstromes und damit die Gefahr einer Korrosion
der im Aggregatemodul angeordneten elektrischen und elektronischen
Aggregate sowie der Innenwand und den Geräten im Turm und in der Gondel.
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Diese
einfache Luftbehandlungseinrichtung geht davon aus, dass durch Aufheizen
der Außenluft auf
eine relative Feuchte von 40% die zu Partikeln kristallisierten
Salzaerosole in einem Hochleistungsfilter als Salzpartikel abgeschieden
werden können. Damit
ist zwar eine deutliche Reduzierung des Restsalzgehaltes und damit
der Korrosionsgefahr im Aggregatemodul sowie im Innern des Turmes
und in der Gondel verbunden, jedoch kann nicht unter allen klimatischen
Bedingungen und ganzjährig
sichergestellt werden, dass die Luftströmung im Aggregatemodul und
im Innern des Turmes sowie der Gondel in der Weise aufrechterhalten
wird, dass zum einen die von den elektrischen und elektronischen
Aggregaten abgegebene Wärme
hinreichend sicher abgeführt wird
und zum anderen eine Korrosionsgefahr im Innern des Turmes und der
Gondel ausgeschlossen werden kann.
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Darüber hinaus
ist zu berücksichtigen,
dass die Wind-Energieanlage während
vieler Jahresstunden nicht in Betrieb ist, beispielsweise bei Sturm, Schwachwind,
Störfällen und
zu Wartungszwecken. Um auch während
dieser Jahresstunden eine größtmögliche Sicherheit
bezüglich Überdruckhaltung, Salzfreiheit,
Temperaturhaltung, Luftfeuchte und Vermeidung von Kondensation der
an das Aggregatemodul und in den Turm sowie die Gondel abgegebenen
Zuluft zu gewährleisten,
ist ein Notbetrieb erforderlich, der mit diesem Verfahren nur unzureichend gewährleistet
werden kann.
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Ein
verbessertes Luftbehandlungssystem ist daher dadurch gekennzeichnet,
dass die über
die Lufteintrittsöffnung
aus der Umgebung des Turmes angesaugte feuchte und salzhaltige Außenluft
in einer Luftbehandlungseinrichtung abgekühlt und dabei die absolute
Feuchte der Außenluft
herabgesetzt wird, dass die abgekühlte und entfeuchtete Außenluft erwärmt wird
bis eine vorgegebene relative Feuchte der Außenluft erreicht ist, bei der
die in der Außenluft enthaltenen
Salzaerosole zumindest teilweise kristallisiert sind, dass die kristallisierten
Salzaerosole und in der Außenluft
enthaltenen Salzpartikel abgeschieden werden und dass die entfeuchtete
und entsalzte Außenluft
als Zuluft an den Innenraum des Turmes und/oder an das Aggregatemodul
abgegeben wird.
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Durch
die Abkühlung
der feuchten und salzhaltigen Außenluft bei gleichzeitiger
Herabsetzung des absoluten Feuchtegehaltes der Außenluft
und die anschließende
Nachheizung wird ein Feuchtewert der behandelten Außenluft
von kleiner oder gleich 40% relativer Luftfeuchte erreicht, so dass
die noch in der Außenluft
enthaltenen Salzaerosole kristallisiert und abgeschieden werden
können.
Nach der Entfeuchtung und Entsalzung der Außenluft strömt die Zuluft frei und ohne
besondere Luftführungssysteme
in bzw. durch das Aggregatemodul und durch den oberen Teil des Turmes
bis zur Gondel. Dadurch wird erreicht, dass die entfeuchtete und
entsalzte Zuluft selbst bei totaler Wiederabkühlung auf den Temperaturwert
der Außenluft
infolge Abkühlung
auf dem Weg vom Aggregatemodul zur Gondel an keiner Stelle das niedrige
Niveau des Taupunktes, d. h. eine relative Luftfeuchte von 100%,
erreichen kann, was die Gefahr einer Kondensation in der gesamten Wind-Energieanlage
und damit die Gefahr der Korrosion erheblich vermindert.
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Ein
weiter optimiertes Luftbehandlungssystem ist dadurch gekennzeichnet,
dass die über
die Lufteintrittsöffnung
aus der Umgebung des Turmes angesaugte feuchte und salzhaltige Außenluft
oder die abgekühlte
und entfeuchtete Außenluft
einer Luftbehandlungseinrichtung mit getrennten Strömungswegen
zugeführt
wird, in der ein in Wärme
tauschender Verbindung mit der Außenluft stehender Umluftstrom
in einem geschlossenen Kreislauf durch das Aggregatemodul geführt wird
und die durch die Wärmeabgabe
der elektrischen und elektronischen Aggregate aufgenommene Wärmeenergie
an die Außenluft
abgibt, von dem unter Ausschluss des Aggregatemoduls erwärmte Zuluft
mit Überdruck
an den Innenraum des Turmes und der Gondel abgegeben wird.
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Das
optimierte Luftbehandlungssystem gewährleistet eine leistungsstarke
Entwärmung
der Oberflächen-Wärmeabgabe
der elektrischen und elektronischen Aggregate und eine kontrollierte
Temperaturhaltung im Turm bis zur Gondel durch geregelte Wärmeübertragung
mit Speisung aus der Abwärme
der elektrischen und elektronischen Aggregate. Infolge der hermetisch
getrennten Führung
zweier Luftströme
wird erreicht, dass die immer noch mit Salz kontaminierte Außenluft
nicht mehr frei durch das Aggregatemodul strömt und damit die elektrischen
und elektronischen Aggregate nicht kontaminieren kann.
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Vorzugsweise
werden der Volumenstrom der Außenluft
und/oder der Umluft unabhängig
voneinander erzeugt und zur Einstellung des Wärmeübergangs im Aggregatemodul
und/oder der Temperatur oder Feuchte der Zuluft gesteuert und geregelt.
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Die
Steuerung und Regelung der umgewälzten
Umluft ermöglicht
eine stufenlose Anpassung der erforderlichen Umluft und damit eine
Umwälzung
geeigneter Luftmengen. Durch variable Luftmengen sowohl der Außenluft
zur Zuluft als auch der Umluft in Abhängigkeit von Parametern wie
Außenlufttemperatur,
Feuchte und Salzgehalt der Außenluft
sowie in Abhängigkeit
von der im Aggregatemodul geforderten Entwärmungsleistung und einer Notbeheizung bei
Stillstand der Wind-Energieanlage kann die Luftbehandlung erheblich
beeinflusst werden. Insbesondere ist mit einer Einstellung variabler
Luftmengen der Außenluft-Zuluft
bzw. der Umluft ein wesentlicher Einflussfaktor auf den Energieverbrauch
bzw. die Energiekosten gegeben, da eine Absenkung der Außenluft-Zuluft-
und Umluft-Luftmengen
im abgesenkten Betrieb bei entsprechenden Wetterbedingungen und
bei geringeren Wärmelasten
im Aggregatemodul auch Energiekosten einspart.
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In
einer Ausführungsform
enthält
die Luftbehandlungseinrichtung ein Luftbehandlungsgerät mit Wärmerückgewinnung,
durch das die hermetisch voneinander getrennten Strömungswege
des Außenluft-Zuluftstromes
und des Umluftstromes geführt werden
und einen in Strömungsrichtung
des Außenluft-Zuluftstromes
vor und/oder nach dem Luftbehandlungsgerät mit Wärmerückgewinnung angeordneten Kondensator
oder Reheat-Register
einer Entfeuchtungswärmepumpe,
die einen Verdampfer, den mindestens einen Kondensator oder Reheat-Register,
und einen Kompressor enthält.
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Unabhängig von
einer Anordnung des Kondensators der Entfeuchtungswärmepumpe
in Strömungsrichtung
vor oder nach dem Luftbehandlungsgerät mit Wärmerückgewinnung wird der Entfeuchtungszweck,
d. h., die Feuchtereduzierung in gleicher Weise erfüllt.
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Die
Anordnung des Kondensators der Entfeuchtungswärmepumpe in Strömungsrichtung
vor dem Luftbehandlungsgerät
mit Wärmerückgewinnung
mit einer sofortigen Nachheizung (Reheat) nach dem Abkühlen im
Verdampfer der Entfeuchtungswärmepumpe
reduziert zwar den Abkühlungseffekt
des Umluftstromes im Luftbehandlungsgerät mit Wärmerückgewinnung, da der Außenluft-Zuluftstrom
bereits im Kondensator erwärmt
wurde, was technisch nachteilig wäre, die Funktionsfähigkeit
der Entfeuchtungswärmepumpe
aber nicht beeinträchtigen
würde.
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Wird
der Außenluft-Zuluftstrom
unmittelbar nach dem Austritt aus dem Luftbehandlungsgerät mit Wärmerückgewinnung,
d. h. nach der aus vom Umluftstrom abgegebenen Wärme, mit der Energie aus dem
Entfeuchtungsprozess über
den Kondensator bzw. das Reheat-Register zusätzlich erwärmt, so wird ein noch günstigerer,
nämlich
niedrigerer Wert der relativen Feuchte des Außenluft-Zuluftstromes bewirkt.
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Die
Anordnung des Verdampfers und Kondensators ist nicht zwingend am
Lufteintritt oder Luftaustritt des Plattenwärmetauschers erforderlich, sondern
kann auch irgendwo innerhalb des Kanalsystems des in den Turm eingeblasenen
Zuluftstromes vorgesehen werden.
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Alternativ
enthält
die Entfeuchtungswärmepumpe
zwei Kondensatoren oder Reheat-Register, von
denen ein erster Kondensator in Strömungsrichtung des Außenluft-Zuluftstromes vor
dem Luftbehandlungsgerät
mit Wärmerückgewinnung
und der zweite Kondensator in Strömungsrichtung des Außenluft-Zuluftstromes
nach dem Luftbehandlungsgerät
mit Wärmerückgewinnung
angeordnet ist. Durch Umschaltung vom ersten Kondensator auf den
zweiten Kondensator oder durch stufenweise Zuschaltung des zweiten
Kondensators zum ersten Kondensator wird der Zuluftstrom weiter
aufgeheizt.
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Die
Anordnung von zwei Kondensatoren und deren wechselseitige Schaltung
hat den Vorteil, dass den unterschiedlichen Anforderungen zwischen Sommer-
und Winterbetrieb besser entsprochen werden kann, da der Wirkungsgrad
des Luftbehandlungsgeräts
mit Wärmerückgewinnung
beziehungsweise dessen Wärmeübertragung
von der Temperaturdifferenz bestimmt wird. Dem entsprechend wird der
erste Kondensator vorzugsweise im Winter und der zweite Kondensator
vorzugsweise im Sommer genutzt. In Abhängigkeit von den jeweiligen
Anforderungen können
auch beide Kondensatoren im Teillastbe trieb gefahren werden, wobei
beide Kondensatoren im wechselseitigen Betrieb oder mit variablen
Teillasten automatisch geregelt werden.
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Vorzugsweise
wird der Anteil des durch das Luftbehandlungsgerät mit Wärmerückgewinnung geführten Außenluft-Zuluftstromes
in Abhängigkeit
von einer Temperatur- und/oder Feuchteregelung des optimierten Luftbehandlungssystems
eingestellt.
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Durch
die Einstellung des durch das Luftbehandlungsgerät mit Wärmerückgewinnung geführten Außenluft-Zuluftstromes
kann Einfluss auf den Energieaustausch und damit auf das Temperatur- und/oder
Feuchteverhalten der Luftbehandlungseinrichtung genommen werden.
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In
einer weiteren Ausführungsform
ist im Umluftströmungsweg
ein Kondensator angeordnet, auf den bei Heizbedarf im Aggregatemodul
umgeschaltet wird.
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Durch
diese Ausführungsform
kann bei Heizbedarf im Aggregatemodul, beispielsweise in den Wintermonaten
bei niedrigen beziehungsweise zu geringen Temperaturen und/oder
Notbetrieb bei Stillstand der Offshore Wind-Energieanlage, von der
aus dem Verdampfer bzw. Kühler,
Kondensator bzw. Reheat-Register und Kompressor gebildeten Entfeuchtungswärmepumpe
im Außenluft-Zuluftstrom
vom Kondensator der Entfeuchtungswärmepumpe auf den Kondensator
im Umluftstrom umgeschaltet werden, so dass die Entfeuchtungswärmepumpe
im Außenluft-Zuluftstrom
AL/ZL die an das Aggregatemodul abgegebene Zuluft der Umluft des
zweiten Strömungsweges
erwärmt.
Die Energie für
diesen Heizbetrieb wird dabei von anderen der im Verbund betriebenen
Offshore Wind-Energieanlagen
geliefert.
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Durch
einen Bypass vom Zuluftstrom zum Umluftstrom zwischen der aus dem
Verdampfer bzw. Kühler,
Kondensator bzw. Reheat-Register, Kompressor und Hochleistungsfilter
gebildeten Entfeuchtungswärmepumpe
im Umluftstrom zur Überdruckhaltung
im Umluftstrom wird erreicht, dass die durch das Aggregatemodul
strömende
Umluft nicht durch Strömungen
aus anderen Bereichen der Windenergieanlage mit salzhaltiger Luft
kontaminiert wird, wobei die erforderliche Bypass-Luftmenge sehr
klein ist, den Feuchtegehalt der Umluft nicht nennenswert beeinflusst
und verhindert, dass negative Strömungen aus dem Bereich des
Turmes der Windenergieanlage oder der Lufteintrittsöffnung in
das Aggregatemodul eindringen können.
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Vorzugsweise
wird der von der Luftbehandlungseinrichtung an das Turminnere abgegebene
Zuluftstrom über
eine Wärmetauscheinrichtung
geführt wird,
die aus der Abwärme
der elektrischen und elektronischen Aggregate aufgenommene Wärmeenergie
an den Zuluftstrom in Abhängigkeit
von der Lufttemperatur im Innenraum des Turmes und der Gondel abgibt,
wobei die Zuluft zumindest in dem Abschnitt zwischen der Luftbehandlungseinrichtung
und dem Eintritt in den Innenraum des Turmes in einem Zuluftkanal
geführt
wird.
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Die
Wirkung und positiven Folgen der Wärmetauscheinrichtung bestehen
darin, dass zur Vermeidung von Kondensation innerhalb des Turmes und
der Gondel die Luft über
die Wärmetauscheinrichtung
so weit erwärmt
wird, d. h. eine Temperaturerhöhung
bewirkt wird, dass selbst durch den Kühleffekt der Turmwandungen
und ein Wiederabsinken der Temperatur der Zuluft im Turm und der
Gondel der Taupunkt nicht erreicht wird.
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Die
Luftbehandlungseinrichtung bewirkt nicht nur eine Entfeuchtung und
Entsalzung der vom Luftaufbereitungsgerät abgegebenen Außenluft,
sondern übernimmt
auch die Entwärmung
des Aggregatemoduls durch eine gezielte Luftabsaugung aus den einzelnen
Etagen beziehungsweise Plattformen des Aggregatemoduls über Umluft-Abluftkanäle sowie eine
gezielte Luftzufuhr über
Umluft-Zuluftkanäle
in die einzelnen Etagen oder Plattformen des Aggregatemoduls.
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In
einer weiteren Ausführungsform
wird die von der Luftbehandlungseinrichtung abgegebene Zuluft zusätzlich entfeuchtet,
mit der aus dem Entfeuchtungsprozess gewonnenen Energie vor der
Abgabe an den Innenraum des Turmes erwärmt und mit hoher Geschwindigkeit
und vorzugsweise im Zentrum des Turmdurchmessers in den Innenraum
des Turmes eingeblasen.
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Weiterhin
kann die über
die Lufteintrittsöffnung
aus der Umgebung des Turmes angesaugte feuchte und salzhaltige Außenluft über einen
Tropfenabscheider zur groben Vorabscheidung von Regen, Gischt geleitet
werden.
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Vorzugsweise
wird das erfindungsgemäße Luftbehandlungssystem
einem Luftaufbereitungsgerät
zur Entsalzung der Außenluft
und zur Erzeugung eines Überdruckes
im Innenraum des Turmes strömungsmäßig nachgeschaltet,
das vorzugsweise einen ersten Tropfenabscheider zur groben Vorabscheidung
von Regen, Gischt und dergleichen, einen Koaleszenzabscheider zur
Bildung größerer Tropfen, einen
zweiten Tropfenabscheider als Nachabscheider zum Abfangen und Abscheiden
der zuvor gebildeten Tropfen und einen die erforderliche Luftströmung erzeugenden
Außenluft-
oder Überdruckventilator
aufweist.
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Eine
erste Vorrichtung zur Luftbehandlung in Wind-Energieanlagen, insbesondere
in Offshore Wind-Energieanlagen, mit einem Turm, an dessen oberem
Ende eine Gondel mit einem Generator und mindestens einem Rotorblatt
und in dessen Innenraum Wärme
abgebende elektrische und elektronische Aggregate wie Schaltanlagen,
Schalteinrichtungen, Transformatoren, Frequenzumrichter und dergleichen
in einem Aggregatemodul des Turmes angeordnet sind und der mindestens
eine Lufteintrittsöffnung
und eine Luftaustrittsöffnung
aufweist, wobei über
die Lufteintrittsöffnung
aus der Umgebung des Turmes feuchte und salzhaltige Außenluft
angesaugt wird, ist gekennzeichnet durch eine Luftbehandlungseinrichtung
mit einer Heizeinrichtung oder einem Lufterhitzer zum Erwärmen der
Außenluft
oder in einem Luftaufbereitungs- oder Entsalzungsgerät entsalzter
und entfeuchteter Außenluft
und einem Hochleistungsfilter zur Filterung der zu Partikeln kristallisierten
Salzaerosole in der Außenluft
oder entsalzten und entfeuchteten Außenluft und zur Abgabe erwärmter Zuluft über das
Aggregatemodul in den Turm und in die Gondel.
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Diese
einfache Luftbehandlungseinrichtung ermöglicht es, durch Aufheizen
der Außenluft
auf eine relative Feuchte von 40% die zu Partikeln kristallisierten
Salzaerosole in einem Hochleistungsfilter als Salzpartikel abzuscheiden.
Die damit verbundene deutliche Reduzierung des Restsalzgehaltes
und damit der Korrosionsgefahr im Aggregatemodul sowie im Innern
des Turmes und in der Gondel kann jedoch nicht unter allen klimatischen
Bedingungen und ganzjährig
sicherstellen, dass die Luftströmung
im Aggregatemodul und im Innern des Turmes sowie der Gondel in der
Weise aufrechterhalten wird, so dass zum einen die von den elektrischen
und elektronischen Aggregaten abgegebene Wärme hinreichend sicher abgeführt wird
und zum anderen eine Korrosionsgefahr im Innern des Turmes und der Gondel
ausgeschlossen werden kann. Auch ist kein Notbetrieb bei Sturm,
Schwachwind, Störfällen und zu
Wartungszwecken möglich.
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Eine
verbesserte Vorrichtung zur Luftbehandlung in Wind-Energieanlagen,
insbesondere in Offshore Wind-Energieanlagen, mit einem Turm, an dessen
oberem Ende eine Gondel mit einem Generator und mindestens einem
Rotorblatt und in dessen Innenraum Wärme abgebende elektrische und
elektronische Aggregate wie Schaltanlagen, Schalteinrichtungen,
Transformatoren, Frequenzumrichter und dergleichen in einem Aggregatemodul
des Turmes angeordnet sind und der mindestens eine Lufteintrittsöffnung und
eine Luftaustrittsöffnung
aufweist, wobei über
die Lufteintrittsöffnung
aus der Umgebung des Turmes feuchte und salzhaltige Außenluft
angesaugt wird, ist gekennzeichnet durch eine Luftbehandlungseinrichtung
mit einer aus einem Verdampfer zum Herabsetzen des absoluten Feuchtegehaltes
der zugeführten
Außenluft
oder der in einem vorgeschalteten Luftaufbereitungs- oder Entsalzungsgerät entsalzten
und entfeuchteten Außenluft, einem
Kondensator oder ein Reheat-Coil zum Nachheizen der Außenluft
auf eine relative Luftfeuchte kleiner oder gleich 40% und einem
Kompressor bestehenden Entfeuchtungswärmepumpe, und mit einem Hochleistungsfilter
zur Salzabscheidung.
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Mit
der verbesserten Luftbehandlungseinrichtung wird durch die Abkühlung der
feuchten und salzhaltigen Außenluft
bei gleichzeitiger Herabsetzung des absoluten Feuchtegehaltes der
Außenluft und
die anschließende
Nachheizung ein Feuchtewert der behandelten Außenluft von kleiner oder gleich 40%
relativer Luftfeuchte erreicht, so dass die noch in der Außenluft
enthaltenen Salzaerosole kristallisiert und in einem Hochleistungsfilter
abgeschieden werden können.
Nach der Entfeuchtung und Entsalzung der Außenluft strömt die Zuluft frei und ohne
besondere Luftführungssysteme
in bzw. durch das Aggregatemodul und durch den oberen Teil des Turmes
bis zur Gondel. Dadurch wird erreicht, dass die entfeuchtete und
entsalzte Zuluft selbst bei totaler Wiederabkühlung auf den Temperaturwert
der Außenluft
infolge Abkühlung
auf dem Weg vom Aggregatemodul zur Gondel an keiner Stelle das niedrige
Niveau des Taupunktes, d. h. eine relativen Luftfeuchte von 100%,
erreichen kann, was die Gefahr einer Kondensation in der gesamten
Wind-Energieanlage und damit die Gefahr der Korrosion erheblich
vermindert. Allerdings ist damit keine energetisch optimale Lösung und
keine gezielte Luftführung
im Aggregatemodul bzw. Im Turminneren möglich.
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Ein
optimiertes Luftbehandlungssystem mit einer dritten, optimalen Vorrichtung
zur Luftbehandlung in Wind-Energieanlagen, insbesondere in Offshore
Wind-Energieanlagen, mit einem Turm, an dessen oberem Ende eine
Gondel mit einem Generator und mindestens einem Rotorblatt und in
dessen Innenraum Wärme
abgebende elektrische und elektronische Aggregate wie Schaltanlagen,
Schalteinrichtungen, Transformatoren, Frequenzumrichter und dergleichen
in einem Aggregatemodul des Turmes angeordnet sind und der mindestens
eine Lufteintrittsöffnung
und eine Luftaustrittsöffnung
aufweist, wobei über
die Lufteintrittsöffnung
aus der Umgebung des Turmes feuchte und salzhaltige Außenluft
angesaugt wird, ist gekennzeichnet durch eine Luftbehandlungseinrichtung
mit einem Luftbehandlungsgerät
mit rekuperativem Wärmerückgewinnungssystem
und hermetisch voneinander getrennten ersten und zweiten Strömungswegen,
wobei der erste Strömungsweg
die über
die Lufteintrittsöffnung angesaugte
Außenluft
zu der an den Innenraum des Turmes mit Ausnahme des Aggregatemoduls
abgegebenen Zuluft führt
und der zweite Strömungsweg im
Umluftbetrieb Zuluft an das Aggregatemodul abgibt und Abluft bzw.
Rückluft
aus dem Aggregatemodul ansaugt.
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Vorzugsweise
enthält
die Luftbehandlungseinrichtung mit rekuperativem Wärmerückgewinnungssystem
einen Plattenwärmetauscher,
der in Strömungsrichtung
des ersten Strömungsweges nach
einem mit der Lufteintrittsöffnung
verbundenen Luftaufbereitungsgerät
zur Entsalzung der angesaugten Außenluft angeordnet ist.
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Das
optimierte Luftbehandlungssystem gewährleistet eine leistungsstarke
Entwärmung
der Oberflächen-Wärmeabgabe
der elektrischen und elektronischen Aggregate, eine kontrollierte
Temperaturhaltung im Turm bis zur Gondel durch geregelte Wärmeübertragung
mit Speisung aus der Abwärme der
elektrischen und elektronischen Aggregate und infolge der hermetisch
getrennten Führung
zweier Luftströme,
dass die immer noch mit Salz kontaminierte Außenluft nicht mehr frei durch
das Aggregatemodul strömt
und damit die elektrischen und elektronischen Aggregate nicht kontaminieren
kann.
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Vorzugsweise
weist der Plattenwärmetauscher
auf der Eintrittsseite der im Verdampfer der Entfeuchtungswärmepumpe
heruntergekühlten
Außenluft
verstellbare Bypassklappen auf, mit denen die Anzahl der Platten
des Plattenwärmetauschers eingestellt
werden können,
die im Außenluft-Zuluftstrom
zum Energieaustausch genutzt oder am Energieaustausch vorbeigeführt werden
sollen, so dass über
die Verstellung der Bypassklappen Einfluss auf den Energieaustausch
und damit auf das Temperatur- und/oder Feuchteverhalten der Luftbehandlungseinrichtung
genommen werden kann und die Bypassklappen in eine Temperatur- und
Feuchteregelung des optimierten Luftbehandlungssystems einbezogen
werden können.
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In
bevorzugter Ausführungsform
ist der Außenluftventilator
auf der Saugseite, in Strömungsrichtung
der Außenluft
zur Zuluft hinter der Luftbehandlungseinrichtung angeordnet.
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Grundsätzlich kann
der Außenluftventilator sowohl
auf der Saugseite als auch auf der Druckseite angeordnet werden.
Letzteres beispielsweise dann, wenn der Außenluftventilator, bereits
Bestandteil eines vorhandenen, konventionellen Luftbehandlungsgeräts ist und
die Luftbehandlungseinrichtung nachgerüstet wird. Vorteile bietet
jedoch die Anordnung des Außenluftventilator
auf der Saugseite der Luftbehandlungseinrichtung, da er sich hier
in trockener, salzfreier Luft befindet, wodurch die Gefahr einer Korrosion
des Außenluftventilators
erheblich reduziert wird und daher nur geringe Ansprüche an die Materialgüte des Außenluftventilators
zu stellen sind. Darüber
hinaus ermöglicht
die Anordnung des Außenluftventilators
auf der Saugseite Platzierungen des Außenluftventilators, die vom
Aggregatemodul über
sämtliche
Zwischendecks des Turmes bis hin zur Gondel als Aufstellungsort
möglich
und geeignet sind.
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Durch
die Anordnung eines Zuluftkanals von der Luftbehandlungseinrichtung
zu dem vom Aggregatemodul getrennten Innenraum des Turmes wird in konsequenter
Weiterführung
der Trennung der beiden Strömungswege
durch den Plattenwärmetauscher
die entsalzte und entfeuchtete Zuluft im Zuluftkanal isoliert von
der im Aggregatemodul zirkulierenden Umluft zum Turminneren geführt, so
dass in der Zuluft noch enthaltene Feuchte oder Salzaerosole nicht
an die empfindlichen elektrischen und elektronischen Geräte im Aggregatemodul
gelangen können.
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Vorzugsweise
ist der Zuluftkanal mit einem Wärmetauscher
verbunden, der von den im Aggregatemodul angeordneten elektrischen
und elektronischen Aggregate aufgenommene Wärmeenergie an den in den Innenraum
des Turmes führenden
Zuluftstrom des ersten Strömungsweges
abgibt, wobei die vom Wärmetauscher
an den Zuluftstrom abgegebene Wärmeenergie
in Abhängigkeit
von der Temperatur im Innenraum des Turmes und/oder der Gondel regelbar
und mindestens ein die Temperatur im Innenraum des Turmes und/oder
der Gondel erfassender Temperatursensor mit einer Regeleinrichtung verbunden
ist.
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In
analoger Weise wird die Umluft in Zuluft- und Abluftkanälen vom
Plattenwärmetauscher
zum und vom Aggregatemodul geführt,
so dass der Umluftstrom gezielt über
die Luftführungskanäle in die einzelnen
Etagen des Aggregatemoduls geführt
wird, die von den Wärme
abgebenden elektrischen und elektronischen Aggregaten abgegebene
Wärme abtransportiert
und damit verhindert, dass Restfeuchte und Restsalzgehalt in das Aggregatemodul
eindringen können,
wobei die Luftführungskanäle zudem eine
gezielte Luftführung
und Entwärmung
bewirken, so dass die Wärme
abgebenden elektrischen und elektronischen Aggregate unabhängig von
ihrem Standort wirksam gekühlt
werden.
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In
weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist im Umluft-Strömungsweg
ein weiteres Hochleistungsfilter angeordnet, mit dem Salzpartikel,
die in der ersten Behandlungsstufe nicht restlos beseitigt werden
konnten, zusätzlich
abgeschieden werden.
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Um
den Luftwiderstand, der durch die Anordnung des Hochleistungsfilters
im Umluftstrom bedingt ist, und damit den Energieverbrauch der Luftbehandlungseinrichtung
abzusenken, ist das weitere Hochleistungsfilter in einem Bypass
mit zwei Jalousieklappen angeordnet, deren Stellung in Abhängigkeit
von einer Feuchtemessung den Anteil des Umluftstromes festlegt,
der durch das im Bypasskanal angeordnete Hochleistungsfilter geleitet
wird.
-
In
bevorzugter Ausführung
weist der Umluftventilator zur stufenlos variablen Förderung
von Umluftmengen einen geregelten Antrieb auf, wodurch eine weitere
Möglichkeit
zur Temperatursteuerung geschaffen wird. Eine Reduzierung der Luftmenge des
Umluftstromes hat beispielsweise zur Folge, dass weniger Energie
durch den Plattenwärmetauscher
auf den Außenluft-Zuluftstrom übertragen
wird.
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Sowohl
im Außenluft-Zuluftstrom
als auch im Umluftstrom kann eine jeweils aus einem Verdampfer bzw.
Kühler,
Kondensator bzw. Reheat-Register und Kompressor bestehende Entfeuchtungswärmepumpe
angeordnet werden, wobei die Umluft-Entfeuchtungswärmepumpe
vorzugsweise im Abluftkanal der Umluft in Strömungsrichtung vor dem Hochleistungsfilter
angeordnet wird, um im Umluftstrom befindliche Salzpartikel und
Aerosole zu eliminieren, die gegebenenfalls durch Undichtigkeiten,
während
Montagen oder dergleichen in das Aggregatemodul gelangen.
-
Durch
einen Bypass zur Überdruckhaltung im
Umluft-Strömungsweg,
der vom Zuluftkanal abzweigt und an den Umluft-Strömungsweg
an der Verbindung der Umluft-Entfeuchtungswärmepumpe
mit dem Hochleistungsfilter angebunden ist, wird erreicht, dass
die durch das Aggregatemodul strömende
Umluft nicht durch Strömungen
aus anderen Bereichen der Windenergieanlage mit salzhaltiger Luft kontaminiert
wird, wobei die erforderliche Bypass-Luftmenge sehr klein ist, den
Feuchtegehalt der Umluft nicht nen nenswert beeinflusst und verhindert, dass
negative Strömungen
aus dem Bereich des Turmes der Windenergieanlage oder der Lufteintrittsöffnung in
das Aggregatemodul eindringen, so dass die erforderliche Luftmenge
nur geringfügig
ist.
-
Weiterhin
kann im Zuluft-Strömungsweg
der Luftbehandlungseinrichtung hinter dem Plattenwärmetauscher
und vor dem Hochleistungsfilter eine unabhängige Heizeinrichtung, vorzugsweise
ein Elektro-Heizregister, angeordnet werden.
-
Durch
einen Bypass im Strömungsweg
des Umluftstromes mit steuerbaren Bypassklappen und einer Bypassleitung
zum Vorbeileiten des Umluftstromes an dem Hochleistungsfilter und
einen Bypass im Außenluft-Zuluft-Strömungsweg
mit unabhängig
voneinander steuerbaren Bypassklappen und einer Bypassleitung zum
Vorbeileiten des Zuluftstromes an dem Hochleistungsfilter, kann
mit einer Regeleinrichtung eine derartige Position eingestellt werden,
dass die Luftströme
bei günstigen
Feuchtewerten entweder die Hochleistungsfilter durchströmen oder über die
Bypassleitungen an den Hochleistungsfiltern vorbei geführt werden.
-
Damit
wird sicher gestellt, dass Salzkristalle, die in den Hochleistungsfiltern
anfallen und auf der „unreinen” Seite
gespeichert werden, bei erhöhten Feuchtwerten
nicht wieder zu Aerosole zerfallen und auf die „reine” Seite der Hochleistungsfilter
durchdringen und über
die erhöhte
Luftfeuchte in das Aggregatemodul oder in den Turm beziehungsweise
die Gondel hineingetragen werden.
-
Die
im Strömungsweg
des Umluftstromes vorgesehene Entfeuchtungswärmepumpe, die vor der aus der
Abwärme
der elektrischen und elektronischen Aggregate im Aggregatemodul
gespeisten Heizeinrichtung angeordnet ist und aus einem Verdampfer/Kühler, Kompressor,
und einem ersten Kondensator besteht, kann um einen im Außenluft-Zuluftstrom angeordneten
zweiten Kondensator erweitert werden, der dem ersten Kondensator
zugeordnet und mit diesem gemeinsam oder wechselseitig betreibbar
ist. In dieser Anordnung eines Luftbehandlungssystems besteht die
im Außenluft-Zuluft-Strömungsweg
angeordnete Entfeuchtungswärmepumpe
aus einem Verdampfer/Kühler,
einem Kompressor, einem ersten Kondensator und einem zweiten Kondensator
mit wechselseitiger Betriebsweise.
-
Die
so ausgebildeten Entfeuchtungswärmepumpensysteme
im Umluft- und Außenluft-Zuluftstrom bewirken
eine Notbeheizung, beispielsweise zur Frostfreihaltung der Luftbehandlungseinrichtung, oder
zur zusätzlichen
Entsalzung und Entfeuchtung bei niedrigen Temperaturen und Stillstandszeiten
der Windenergieanlage, da die Entfeuchtungswärmepumpensysteme im Außenluft-Zuluftstrom
und Umluftstrom durch einen sehr hohen Wirkungsgrad bei geringstem
Stromverbrauch eine hohe Heizleistung bieten, wohingegen ein Elektro-Heizregister
bei gleicher Wärmeleistung
den mehr als fünffachen
Stromverbrauch verursachen würde.
Durch die Anordnung des zweiten Kondensators der Umluft-Entfeuchtungswärmepumpe
im Außenluft-Zuluftstrom
kann je nach Erfordernis und Wärmebedarf
die Energieabgabe von 0 bis 100% umgeschaltet beziehungsweise geregelt
werden. Da das Entfeuchtungswärmepumpensystem
im Außenluft-Zuluftstrom
ebenfalls über zwei
Kondensatoren verfügt,
kann die Wärmeenergie je
nach Bedarf in Luftrichtung vor oder nach dem Plattenwärmetauscher
abgegeben und von 0 bis 100% geregelt werden.
-
Vorzugsweise
ist eine Weitwurfdüse
zum Einblasen eines Zuluftstromes in den Eintritt des Turmes mit
hoher Geschwindigkeit im Zentrum des Turmdurchmessers angeordnet,
wodurch mit der einfachen Luftbehandlungseinrichtung, der verbesserten
Luftbehandlungseinrichtung oder der optimalen Luftbehandlungseinrichtung
und gegebenenfalls im Wärmetauscher
erwärmte
Zuluft gezielt in den oberen Bereich des Turmes und näher an die
Gondel herangeführt
werden kann, wobei der Luftstrahl mit hoher Geschwindigkeit auf
seinem Strömungsweg
permanent stehende Luft von allen Seiten des Turmes induziert, so
dass Luftschichtungen und Temperaturschichtungen aufgerissen und
Sekundärströmungen vermieden
werden.
-
Die
möglichst
zentrische Anordnung der Weitwurfdüse vermeidet dabei ein Ablenken
und Anlehnen der Strömung
an die Turmwand und somit den sogenannten Koander-Effekt. Zur Lufteinbringung
wird eine Düsen-
oder Diffusor-Form gewählt, weil
dabei die statischen Druckverluste gering gehalten werden.
-
Auf
Zwischendecks des Turmes angeordnete mechanische Luftfördereinrichtungen,
insbesondere Ventilatoren, bewirken eine Erhöhung der dynamischen Geschwindigkeit
des Zuluftstromes, da die über
den Außenluftventilator
eingebrachte Luftmenge aufgrund des großen Druckverhaltens Öffnungen in
Zwischendecks oder Fahrstuhldurchführungen durchdringt, wodurch
sich ein unkontrolliertes Strömungsverhalten
im Turm sowie der Gondel entwickeln kann.
-
Zusätzlich können die
mechanischen Luftfördereinrichtungen
mit vorzugsweise aus der Abwärme der
im Aggregatemodul angeordneten, Wärme abgebenden elektrischen
und elektronischen Aggregate gespeisten Heizeinrichtungen verbunden
werden, was aufgrund des Abkühleffektes
durch die Turmwandungen in Verbindung mit den langen Strömungswegen
vorteilhaft ist. Die Temperaturen im gesamten Turm können dadurch
gegenüber
einer einmaligen zentralen Aufheizung gleichmäßiger gestaltet werden und
das Temperatur-Kondensationsverhalten im Turm vorteilhaft beeinflussen.
-
Das
erfindungsgemäße Verfahren
und die erfindungsgemäße Anordnung
können
auch in Wind-Energieanlagen eingesetzt werden, die anderen Belastungen
ausgesetzt sind, beispielsweise in Wüsten- oder Steppenregionen
mit starker Sandbelastung der angesaugten Außenluft, was den Einsatz spezieller
Filter im Luftaufbereitungsgerät
oder im Nachbehandlungsgerät
erforderlich macht.
-
Anhand
mehrerer in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele sollen die
wesentlichen Merkmale sowie vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
und die damit erzielbaren Vorteile näher erläutert werden. Es zeigen:
-
1 eine
nach dem Stand der Technik ausgebildete konventionelle Einrichtung
zur Luftaufbereitung und Luftströmung
einer Offshore Wind-Energieanlage;
-
2 eine
schematische Darstellung der Aggregate eines konventionellen Luftaufbereitungs- oder
Entsalzungsgeräts
zur Entsalzung der Seeluft und zur Erzeugung eines Überdruckes
im Innenraum des Turmes einer Offshore Wind-Energieanlage;
-
3 eine
schematische Darstellung eines einfachen Luftbehandlungssystems
zur Nachbehandlung und ergänzenden
Luftaufbereitung in einer Offshore Wind-Energieanlage;
-
4 eine
schematische Darstellung eines Teils eines Turms einer Offshore
Wind-Energieanlage mit einer einfachen Luftbehandlungseinrichtung 3 zur
Reduzierung des Salzgehaltes, Abfuhr der von den elektrischen und
elektronischen Aggregaten abgegebenen Wärme und Verbesserung der Feuchtehaltung;
-
5 eine
schematische Darstellung eines Teils eines Turms einer Offshore
Wind-Energieanlage mit einem verbesserten Luftbehandlungssystem zur
Reduzierung des Salzgehaltes, Abfuhr der von den elektrischen und
elektronischen Aggregaten abgegebenen Wärme und Verbesserung der Feuchtehaltung;
-
6 eine
schematische Darstellung einer verbesserten Luftbehandlungseinrichtung
mit einer Entfeuchtungswärmepumpe
und einem Hochleistungsfilter des verbesserten Luftbehandlungssystems
gemäß 5;
-
7 ein
Mollier-h,x–Diagramm
für feuchte Luft
zur Erläuterung
des verbesserten Luftbehandlungssystems gemäß 5;
-
8 und 9 zwei
Ausführungsformen einer
Kombination einer verbesserten Luftbehandlungseinrichtung gemäß 6 mit
einem konventionellen Luftaufbereitungs- oder Entsalzungsgerät;
-
10 eine
schematische Darstellung eines optimierten Luftbehandlungssystems
zur Nachbehandlung und ergänzenden
Luftaufbereitung mit einer optimalen Luftaufbereitungseinrichtung
in einer Offshore Wind-Energieanlage;
-
11 ein
Luftführungs-
und Anlagenschema einer ersten Ausführungsform einer optimalen Luftaufbereitungseinrichtung
für das
optimierte Luftbehandlungssystem gemäß 10;
-
12 einen
Längsschnitt
durch das Gehäuse
der ersten Ausführungsform
der optimalen Luftaufbereitungseinrichtung gemäß 11;
-
13 ein
Luftführungs-
und Anlagenschema einer zweiten Ausführungsform einer optimalen Luftaufbereitungseinrichtung
für das
optimierte Luftbehandlungssystem gemäß 10;
-
14 ein
Luftführungs-
und Anlagenschema einer dritten Ausführungsform einer optimalen Luftaufbereitungseinrichtung
für das
optimierte Luftbehandlungssystem gemäß 10;
-
15 einen
Längsschnitt
durch das Gehäuse
der dritten Ausführungsform
der optimalen Luftaufbereitungseinrichtung gemäß 14;
-
16 bis 18 Luftführungs-
und Anlagenschemen weiterer Ausführungsformen
einer optimalen Luftaufbereitungseinrichtung für das optimierte Luftbehandlungssystem
gemäß 10;
-
19 ein
Mollier-h,x–Diagramm
für Außenluft
und Rückluft
(Umluft) im Sommer- und Winterbetrieb einer optimalen Luftaufbereitungseinrichtung gemäß 18;
-
20 bis 24 Luftführungs-
und Anlagenschemen weiterer Ausführungsformen
einer optimalen Luftaufbereitungseinrichtung für das optimierte Luftbehandlungssystem
gemäß 10;
-
25 bis 27 drei
Ausführungsformen einer
Kombination der optimalen Luftbehandlungseinrichtung gemäß 24 mit
den Aggregaten eines konventionellen Luftaufbereitungs- oder Entsalzungsgeräts;
-
28 eine
Offshore Wind-Energieanlage mit einem optimierten Luftaufbereitungssystem
und einem Nachheizregister oder Wärmetauscher sowie einer Weitwurfdüse zum Einblasen
eines Zuluftstromes in den Turm der Offshore Wind-Energieanlage mit
hoher Geschwindigkeit;
-
29 ein
Mollier-h,x-Diagramm zur Erläuterung
der Wirkung des optimierten Luftbehandlungssystems mit der optimalen
Luftbehandlungseinrichtung;
-
30 eine
Offshore Wind-Energieanlage mit mehreren Zwischendecks und als Düse oder
Diffusor ausgebildeten geschwindigkeitserhöhenden Einrichtungen;
-
31 eine
Detaildarstellung eines Zwischendecks mit Bypass-Strömungen und
einer Düse mit
mechanischer Luftfördereinrichtung;
-
32 eine
schematische Darstellung eines Luftbehandlungssystem für eine Offshore
Wind-Energieanlage in Verbindung mit einem konventionellen Luftaufbereitungs-
bzw. Entsalzungsgerät;
-
33 eine Offshore Wind-Energieanlage mit mechanischen
Luftfördereinrichtungen
und Heizeinrichtungen in mehreren Zwischendecks und
-
34 eine Detaildarstellung eines Zwischendecks
oberhalb eines Aggregatemoduls mit einer Düse mit Ventilator, einem Hochleistungsfilter und
einem Wärmetauscher.
-
Bislang
wird in Verbindung mit dem in 2 schematisch
dargestellten konventionellen Luftaufbereitungs- oder Entsalzungsgerät 2 die
aus der Umgebung einer Offshore Wind-Energieanlage 1 gemäß 1 angesaugte
Außenluft
AL grob entsalzt und entfeuchtet und strömt in unkontrollierter, trudelnder und
freier Luftströmung
als weiterhin feuchte und Salzaerosole enthaltende Zuluft ZL über die
im Aggregatemodul 15 des Turmes 10 angeordneten
elektrischen und elektronischen Aggregate 16 in den oberen
Teil des Turmes 10 bis zur Gondel 11. Dort strömt die dem
Turm 10 und der Gondel 11 zugeführte Zuluft ZL
durch den vom Außenluftventilator 25 in
dem Luftaufbereitungs- oder Entsalzungsgerät 2 gemäß 2 erzeugten Überdruck
als Fortluft FL ab. Der Rest-Salzgehalt der durch das Aggregatemodul 15 und
den Turm sowie die Gondel durchströmenden Zuluft ZL liegt dabei
um ein Hundertfaches über
dem Sollwert, so dass die elektrischen und elektronischen Aggregate 16 und
im Turm 10 bzw. der Gondel 11 angeordneten Geräte und Innenwandungen
des Turmes 10 durch den Einfluss des Salzes und der Restfeuchte
der Zuluft ZL starker Korrosion ausgesetzt sind.
-
Zur
deutlichen Reduzierung des Restsalzgehaltes wird entsprechend der
schematischen Darstellung einer Offshore-Wind-Energieanlage 1 gemäß 3 die über die
Lufteintritts öffnung 14 aus
der Umgebung des Turmes 10 angesaugte feuchte und salzhaltige
Außenluft
AL im Luftaufbereitungs- oder Entsalzungsgerät 2 gemäß 2 grob
entsalzt und entfeuchtet. Die grob entsalzte und entfeuchtete Außenluft
AL wird an eine einfache Luftbehandlungseinrichtung 3 abgegeben,
in der die Außenluft
AL aufgeheizt wird und die dadurch zu Partikeln kristallisierten
Salzaerosole in der Außenluft
AL ausgefiltert werden. Die von der Luftbehandlungseinrichtung 3 abgegebene Zuluft
ZL durchströmt
das Aggregatemodul 15, in freier, ungeführter Strömung, nimmt die von den elektrischen
und elektronischen Aggregaten 16 im Aggregatemodul 15 abgegebene
Strahlungswärme
auf und tritt aus dem Aggregatemodul 15 als erwärmte Zuluft ZL' in unkontrollierter,
trudelnder Luftströmung
in den oberen Teil des Turmes 10 und in die Gondel 11 ein. Dort
strömt
die Zuluft ZL' durch
den vom Außenluftventilator 25 in
dem Luftaufbereitungs- oder Entsalzungsgerät 2 gemäß 2 erzeugten Überdruck
als Fortluft FL in die Umgebung der Offshore-Wind-Energieanlage 1 ab.
-
4 zeigt
in vergrößerter Detaildarstellung den
Bereich des Aggregatemoduls 15 mit dem unterhalb des Aggregatemoduls 15 angeordneten
konventionellen Luftaufbereitungsgerät 2 und der einfachen Luftbehandlungseinrichtung 3,
die eine Heizeinrichtung bzw. einen Lufterhitzer 31 sowie
ein Hochleistungsfilter 32 enthält und die vom Luftaufbereitungs- oder
Entsalzungsgerät 2 aufbereitete
Außenluft
AL als Zuluft ZL an das Aggregatemodul 15 abgibt. In dem
Aggregatemodul 15 strömt
die Zuluft ZL an den elektrischen und elektronischen Aggregaten 16 vorbei,
nimmt die von den elektrischen und elektronischen Aggregaten 16 abgestrahlte
Wärmeenergie auf
und tritt oberhalb des Aggregatemoduls 15 als erwärmte Zuluft
ZL' in den oberen
Teil des Turmes 10 ein, in dem die erwärmte Zuluft ZL als unkontrollierte, trudelnde
Strömung
bis zur Gondel 11 aufsteigt.
-
Der
einfachen Luftbehandlungseinrichtung 3 liegt die Erkenntnis
zugrunde, dass Salzaerosole bei einer relativen Feuchte der Außenluft
von weniger als 40% zu Partikeln kristallisieren. Wird die Außenluft AL
nun soweit aufgeheizt, dass die relative Feuchtekennlinie von 40%
im Mollier-h,x-Diagramm erreicht wird, so können die zu Partikeln kristallisierten
Salzaerosole in das der Heizeinrichtung 31 nachgeordnete
Hochleistungsfilter 32 als Salzpartikel abgeschieden werden.
-
Vorzugsweise
wird die Heizeinrichtung 31 mit Energie aus der Abwärme der
elektrischen und elektronischen Aggregate 16 im Aggregatemodul 15 gespeist,
beispielsweise durch Flüssigkeitskühlung zumindest
eines Teils der elektrischen und elektronischen Aggregate 16 und
Rückkühlung der
in der Kühlflüssigkeit
aufgenommenen Wärme
in einer als Verdampfer ausgebildeten Heizeinrichtung 31.
-
Die
vorstehend beschriebene einfache Luftbehandlungseinrichtung 3 gewährleistet
zwar eine deutliche Reduzierung des Restsalzgehaltes und vermindert
somit die Korrosionsgefahr im Aggregatemodul 15 sowie im
Innern des Turmes 10 und in der Gondel 11 erheblich,
kann jedoch nicht unter allen klimatischen Bedingungen und ganzjährig sicherstellen,
dass die Luftströmung
im Aggregatemodul 15 und im Innern des Turmes 10 sowie
der Gondel 11 in der Weise aufrechterhalten wird, dass
zum einen die von den elektrischen und elektronischen Aggregaten 16 abgegebene
Wärme hinreichend
sicher abgeführt wird
und zum anderen die Korrosionsgefahr im Innern des Turmes 10 und
der Gondel 11 ausgeschlossen werden kann.
-
So
wird in den Wintermonaten zwar die 40%-Feuchtelinie des Mollier-h,x-Diagramms
schnell erreicht und es ist ein genügender Temperaturbereich vorhanden,
der die von den elektrischen und elektronischen Aggregaten 16 des
Aggregatemoduls 15 abgegebene Wärme aufnimmt, ohne dass die
Gefahr einer Übererwärmung im
Aggregatemodul 15 entsteht, die in den oberen Teil des
Turmes 10 eintretende erwärmte Zuluft ZL' gerät jedoch
aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeit
im großen Turmquerschnitt
ins Trudeln und führt
dort unkontrollierte Strömungsbewegungen
aus, die zu Sekundärströmen führen, die
in bestimmten Bereichen an der Innenwand des Turmes 10 auf
den Taupunkt abfallen und zum Kondensieren des Zuluftstromes ZL' führen.
-
Zudem
kann trotz des Absenkens der relativen Feuchte der Zuluft ZL auf
ca. 40% nicht ausgeschlossen werden, dass die Restfeuchte und der
in Salzaerosolen gebundene Restsalzgehalt in der Zuluft ZL zu Korrosionen
an den elektrischen und elektronischen Aggregaten 16 im
Aggregatemodul 15 sowie der mit der Abwärme der elektrischen und elektronischen
Aggregaten 16 zusätzlich
erwärmten
Zuluft ZL' an der
Innenwand des Turmes 10 und der Gondel 11 führt.
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In
den Sommermonaten muss der von der einfachen Luftbehandlungseinrichtung 3 an
das Aggregatemodul 15 abgegebene Zuluftstrom ZL auch die
zusätzliche
Energie aus der Abstrahlung der elektrischen und elektronischen
Aggregate 16 im Aggregatemodul 15 aufnehmen, was
bei entsprechend hoher Temperatur der Außenluft AL und nach der zusätzlichen
Erwärmung
durch den Lufterhitzer 31 zum Kristallisieren der Salzaerosole und
Abscheiden der so gebildeten Salzpartikel im Hochleistungsfilter 32 zu
einer kritischen Temperaturerhöhung
im Aggregatemodul 15 führen
kann, wenn nicht eine hohe Grenzwerttemperatur im Aggregatemodul 15 zugelassen
und/oder eine mögliche Übererwärmung im Aggregatemodul 15 in
Kauf genommen wird.
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Darüber hinaus
ist zu berücksichtigen,
dass die Wind-Energieanlage während
vieler Jahresstunden, beispielsweise bei Sturm, Schwachwind, Störfällen und
zu Wartungszwecken, nicht in Betrieb ist. Um auch während dieser
Jahresstunden eine größtmögliche Sicherheit
bezüglich Überdruckhaltung, Salzfreiheit,
Temperaturhaltung, Luftfeuchte und Vermeidung von Kondensation der
an das Aggregatemodul 15 und in den Turm 10 sowie
die Gondel 11 abgegebenen Zuluft ZL bzw. erwärmten ZL' zu gewährleisten,
ist ein Notbetrieb erforderlich, der mit der einfachen Luftbehandlungseinrichtung 3 nur
unzureichend gewährleistet
werden kann, indem beispielsweise der Lufterhitzer 31 der
einfachen Luftbehandlungseinrichtung 3 mit einer elektrischen
Nachheizeinrichtung verbunden wird, die im Notbetrieb aus dem Versorgungsnetz
gespeist wird, an das die Wind-Energieanlage
im Normalbetrieb elektrische Energie abgibt.
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Weiterhin
ist eine Temperatur- und Feuchtehaltung im Aggregatemodul 15 und
im Innern des Turmes 10 und der Gondel 11 ohne
thermodynamische Behandlung der Außenluft AL bzw. Zuluft ZL nicht
möglich,
zumal die zur Verfügung
stehende Wärme
aus der Wärmeabstrahlung
der elektrischen und elektronischen Aggregate 16 und der
Energie aus der von den elektrischen und elektronischen Aggregaten 16 an
eine Kühlflüssigkeit
zur Wärmeabgabe
und Speisung des Lufterhitzers 31 bzw. eines Verdampfers
der einfachen Luftbehandlungseinrichtung 3 zwischen Volllast
und Teillast Schwankungen unterliegen und im Notbetrieb, d. h. bei
Stillstand der Wind-Energieanlage, überhaupt nicht verfügbar sind.
-
In
den 5 bis 6 ist eine verbesserte Luftbehandlungseinrichtung 4 dargestellt,
die nachstehend näher
beschrieben und in ihrer Funktion erläutert wird.
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Die
verbesserte Luftbehandlungseinrichtung 4 enthält gemäß 6 einen
Verdampfer 41, dem die vom konventionellen Luftaufbereitungsgerät 2 abgegebene,
entsalzte und entfeuchtete Außenluft
AL zugeführt
wird, die zuvor über
die Lufteintrittsöffnung 14 aus
der Umgebung des Turmes 10 als feuchte und salzhaltige
Außenluft
AL angesaugt und im Luftaufbereitungs- oder Entsalzungsgerät 2 gemäß 2 teilweise
entsalzt und ent feuchtet wurde. Weiterhin enthält die verbesserte Luftbehandlungseinrichtung 4 einen
Kondensator oder ein Reheat-Coil 43 und einen Kompressor 42,
die zusammen mit dem Verdampfer 41 eine Entfeuchtungswärmepumpe
bilden, sowie ein Hochleistungsfilter 44 zur Salzabscheidung.
Der vom konventionellen Aufbereitungsgerät 2 abgegebene, teilweise
entsalzte und entfeuchtete Außenluftstrom
AL wird von dem im Strömungsweg der
Außenluft
AL im Luftaufbereitungs- bzw. Entsalzungsgerät 2 gemäß 2 angeordneten
Außenluftventilator 25 an
die verbesserte Luftbehandlungseinrichtung 4 abgegeben,
in der die Außenluft
AL mittels des Verdampfers 41 auf ein niedrigeres Niveau
gekühlt
wird, wobei die absolute Feuchte der Außenluft AL herabgesetzt wird.
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Die
Abkühlung
der feuchten und salzhaltigen Außenluft AL bei gleichzeitiger
Herabsetzung des absoluten Feuchtegehaltes der Außenluft
AL, die durch die Anordnung eines Enteisungssystems im Verdampfer 41 auch
bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt stattfindet, erfolgt in
dem Maße,
dass durch die anschließende
Nachheizung durch den Kondensator bzw. das Reheat-Coil 43 ein
Feuchtewert der behandelten Außenluft
AL von kleiner oder gleich 40% relativer Luftfeuchte erreicht wird.
Durch diesen Vorgang werden die noch in der Außenluft AL enthaltenen Salzaerosole
kristallisiert und können
durch das in Strömungsrichtung
der Außenluft
AL nachgeordnete Hochleistungsfilter 44 abgeschieden werden.
Nach der Entfeuchtung und Entsalzung der Außenluft AL strömt Zuluft
ZL vom Hochleistungsfilter 44 gemäß 5 frei und
ohne besondere Luftführungssysteme
in bzw. durch das Aggregatemodul 15 und durch den oberen
Teil des Turmes 10 bis zur Gondel 11 und kann
dort durch Undichtigkeiten aufgrund des mittels des Außenluftventilator 25 des Luftaufbereitungs-
bzw. Entsalzungsgerätes 2 erzeugten Überdruckes
als Fortluft FL entweichen.
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Durch
diesen Vorgang wird auch erreicht, dass die entfeuchtete und entsalzte
Zuluft ZL selbst bei totaler Wiederabkühlung auf den Temperaturwert der
Außenluft
AL infolge Abkühlung
auf dem Weg vom Aggregatemodul 15 zur Gondel 11 durch
die nicht isolierten Stahlwände
des Turmes 10 an keiner Stelle im Innern des Turmes 10 das
niedrige Niveau des Taupunktes, d. h. eine relativen Luftfeuchte
von 100%, erreichen kann. Beispielsweise liegt der Wert der relativen
Feuchte im gesamten Innenraum des Turmes 10 bei ca. 70%
relativer Feuchte, so dass die Gefahr einer Kondensation in der
gesamten Wind-Energieanlage und damit die Gefahr der Korrosion durch
Reduzierung der Feuchte erheblich vermindert ist.
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Anhand
des in 7 dargestellten Mollier-h,x-Diagramms soll die
Wirkungsweise der verbesserten Luftbehandlungseinrichtung 4 gemäß den 5 und 6 mit
vier Temperaturbeispielen erläutert
werden, in denen von einer relativen Feuchte der Außenluft
AL von 100% ausgegangen wird.
-
Beim
ersten Beispiel beträgt
die Temperatur T11 der Außenluft
AL = 20°C
und wird im Verdampfer 41 auf eine Temperatur T12 = 14°C abgekühlt. Dabei wird
die absolute Feuchte der Außenluft
AL auf etwa 10 g/kg herabgesetzt. Durch anschließendes Erwärmen der abgekühlten und
entfeuchteten Außenluft AL
im Kondensator oder Reheat-Coil 43 auf eine Temperatur
T13 von ca. 32°C
wird die relative Feuchte der Außenluft auf ca. 35% herabgesetzt,
so dass die in der Außenluft
AL enthaltenen Salzaerosole im Wesentlichen kristallisiert sind
und die kristallisierten Salzaerosole und die in der Außenluft
AL enthaltenen Salzpartikel im Hochleistungsfilter 44 abgeschieden werden
können.
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Die
in der Luftbehandlungseinrichtung 4 entfeuchtete und entsalzte
Außenluft
AL wird als Zuluft ZL an das Aggregatemodul 15 und nach
dem Durchströmen
des Aggregatemoduls 15 und Aufnahme der von den elektrischen
und elektronischen Aggregaten 16 abgestrahlten Wärmeenergie
als erwärmte
Zuluft ZL' in den
Innenraum des Turmes 10 abgegeben, wobei durch die Aufnahme
zusätzlicher
Wärmeenergie ein
weiterer Temperaturanstieg gegenüber
der Temperatur T13 erfolgt, die mit einer weiteren Abnahme der relativen
Luftfeuchte verbunden ist. Eine Wiederabkühlung der erwärmten Zuluft
ZL' auf dem Weg durch
den Innenraum des Turmes 10 und der Gondel 11 bis
zur Luftaustrittsöffnung 13,
wo die erwärmte Zuluft
ZL' als Fortluft
FL an die Umgebung abgegeben wird, kann aber lediglich bis zum Wert
der Außentemperatur
T11 von 20°C,
das heißt
bis zum Punkt T14 erfolgen, so dass die Luft im Innenraum des Turmes 10 und
der Gondel 11 nicht wieder auf die Taupunktlinie, das heißt auf die
Linie 100% relativer Luftfeuchte, zurückfallen kann, sondern entsprechend
dem Mollier-h,x-Diagramm gemäß 7 bei einem
Wert der relativen Feuchte von nur ca. 70% verharrt. Dabei bleibt
noch unberücksichtigt,
dass durch die Aufnahme von Wärmeenergie
im Aggregatemodul 15 eine Anhebung der Temperatur T13 erfolgt,
so dass die relative Luftfeuchte noch oberhalb dieses Wertes von
70% liegt.
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Beim
zweiten Beispiel wird von einer Temperatur T21 der Außenluft
AL von 14°C
ausgegangen. Die feuchte und salzhaltige Außenluft AL wird entlang der
Taupunktlinie im Verdampfer 41 auf eine Temperatur T22
von ca. 9°C
abgekühlt
und dabei auf eine abso lute Feuchte von ca. 7 g/kg abgesenkt. Durch anschließendes Erwärmen im
Kondensator oder Reheat-Coil 43 der Entfeuchtungswärmepumpe
auf eine Temperatur T23 von ca. 25°C wird die relative Feuchte
der Außenluft
auf ca. 38% herabgesetzt und die so kristallisierten Salzaerosole
und in der Außenluft
AL enthaltenen Salzpartikel werden im Hochleistungsfilter 44 abgeschieden.
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Im
dritten Beispiel wird von einer Temperatur T31 der Außenluft
AL von 7°C
ausgegangen. Die feuchte und salzhaltige Außenluft AL wird entlang der Taupunktlinie
im Verdampfer 41 auf eine Temperatur T32 von ca. 2°C abgekühlt und
dabei auf eine absolute Feuchte von ca. 4 g/kg abgesenkt. Durch
anschließendes
Erwärmen
im Kondensator oder Reheat-Coil 43 der Entfeuchtungswärmepumpe
auf eine Temperatur T33 von ca. 14°C wird die relative Feuchte
der Außenluft
auf ca. 40% herabgesetzt und die so kristallisierten Salzaerosole
und in der Außenluft
AL enthaltenen Salzpartikel werden im Hochleistungsfilter 44 abgeschieden.
-
Im
vierten Beispiel wird von einer Temperatur T41 der Außenluft
AL von –5°C ausgegangen.
Die feuchte und salzhaltige Außenluft
AL wird entlang der Taupunktlinie im Verdampfer 41 auf
eine Temperatur T42 von ca. –12,5°C abgekühlt und
dabei auf eine absolute Feuchte von ca. 1 g/kg abgesenkt. Durch anschließendes Erwärmen im
Kondensator oder Reheat-Coil 43 der Entfeuchtungswärmepumpe
auf eine Temperatur T43 von ca. 1°C
wird die relative Feuchte der Außenluft auf ca. 25% herabgesetzt
und die so kristallisierten Salzaerosole und in der Außenluft
AL enthaltenen Salzpartikel können
im Hochleistungsfilter 44 abgeschieden werden.
-
Auch
beim zweiten bis vierten Beispiel wird die in der verbesserten Luftbehandlungseinrichtung 4 entfeuchtete
und entsalzte Außenluft
AL als Zuluft ZL an das Aggregatemodul 15 und nach dem
Durchströmen
des Aggregatemoduls 15 und Aufnahme der von den elektrischen
und elektronischen Aggregaten 16 abgestrahlten Wärmeenergie
als erwärmte
Zuluft ZL' in den
Innenraum des Turmes 10 abgegeben. Dabei wird die in der
Luftbehandlungseinrichtung 4 entfeuchtete und entsalzte
Außenluft
AL als Zuluft ZL an das Aggregatemodul 15 und nach dem
Durchströmen
des Aggregatemoduls 15 und Aufnahme der von den elektrischen
und elektronischen Aggregaten 16 abgestrahlten Wärmeenergie
als erwärmte
Zuluft ZL' in den
Innenraum des Turmes 10 abgegeben, wobei durch die Aufnahme
zusätzlicher
Wärmeenergie
ein weiterer Temperaturanstieg gegenüber den Temperaturen T23, T33
und T43 erfolgt, die mit einer weiteren Abnahme der relativen Luftfeuchte
verbunden ist.
-
Eine
Wiederabkühlung
der erwärmten
Zuluft ZL' auf dem
Weg durch den Innenraum des Turmes 10 und der Gondel 11 bis
zur Luftaustrittsöffnung 13, wo
die erwärmte
Zuluft ZL' als Fortluft
FL an die Umgebung abgegeben wird, kann aber lediglich bis zum Wert
der Außentemperatur
T21 von 14°C,
T31 von 7°C
und T41 von –5°C, das heißt bis zu
den Punkten T24, T34 und T44 erfolgen, so dass die Zuluft ZL' im Innenraum des
Turmes 10 und der Gondel 11 nicht wieder auf die
Taupunktlinie oder 100% relative Luftfeuchte zurückfallen kann, sondern entsprechend dem
Mollier-h,x-Diagramm gemäß 7 nur
auf einen Wert der relativen Feuchte von ca. 60% bis 70% zurückfällt. Dabei
bleibt noch unberücksichtigt,
dass durch die Aufnahme von Wärmeenergie
im Aggregatemodul 15 eine Anhebung der Temperaturen T23, T33
und T43 erfolgt, so dass die relative Luftfeuchte noch oberhalb
von 60% bis 70% liegen wird.
-
Die
vier in 7 anhand eines Mollier-h,x-Diagramms
dargestellten Beispiele machen deutlich, dass der Entfeuchtungsprozess
allein durch die aus dem Verdampfer 41, dem Kondensator
oder Reheat-Coil 43 und dem Kompressor 42 gebildete Entfeuchtungswärmepumpe
vollständig
erreicht wird. Die Wärmeabstrahlung
der im Aggregatemodul 15 angeordneten elektrischen und
elektronischen Aggregate 16 und/oder eine eventuelle Nachheizung aus
der Abwärme
dieser Aggregate ist ein zusätzlicher
Positiveffekt, der jedoch bei Stillstand der Wind-Energieanlage
bei Schwach- oder Starkwind, im Falle einer Störung oder einer Abschaltung
zu Wartungszwecken nicht verfügbar
ist. In diesem Fall kann allein die Entfeuchtungswärmepumpe
die Sicherheit der Salzfreiheit und Kondensationsfreiheit liefern
und leisten, wobei das Gesamtsystem unabhängig von einer externen Wärmeabgabe
oder Heizung ist. Dies ist insofern von Bedeutung, als die Stillstandszeiten
sich auf mehr als 2000 Stunden pro Jahr belaufen.
-
In
den 8 und 9 sind zwei Varianten einer
Kombination einer verbesserten Luftbehandlungseinrichtung 4 mit
einem konventionellen Luftaufbereitungsgerät 2 dargestellt und
werden nachstehend näher
erläutert.
-
Bei
der ersten Variante gemäß 8 wird die über die
Lufteintrittsöffnung 14 aus
der Umgebung des Turmes 10 mittels des Außenluftventilators 25 angesaugte
feuchte und salzhaltige Außenluft
AL nicht über
das konventionelle Luftaufbereitungsgerät 2 gemäß
-
2 geleitet,
sondern lediglich über
einen ersten Tropfenabscheider 21 eines ersten vereinfachten
Luftaufbereitungsgeräts 2' und anschließend als
entfeuchtete Außenluft
AL dem Verdampfer 41 zum Abkühlen und Entfeuchten zugeführt. Nach
der Erwärmung
im Kondensator bzw. Reheat-Coil 43 werden die kristallisierten
Salzaerosole und in der Außenluft
AL enthaltenen Salzpartikel im Hochleistungsfilter 44 abgeschieden,
wobei die Luftströmung durch
den in dieser Ausführungsform
vorzugsweise auf der Saugseite des auf den Tropfenabscheider 21 reduzierten
vereinfachten Luftaufbereitungsgerätes 2' und der verbesserten Luftbehandlungseinrichtung 4 angeordnet
ist und die entfeuchtete und entsalzte Zuluft ZL und im Hochleistungsfilter 44 entsalzte
Außenluft
AL als Zuluft ZL in freier Luftströmung an das Aggregatemodul 15 und
als erwärmte
Zuluft ZL' in das
Innere des Turmes 10 und der Gondel 11 abgegeben
wird.
-
In
der Anordnung gemäß 8 entfallen
somit die Koaleszenzabscheider 22 bzw. 23 gemäß 2,
weil durch die aus dem Verdampfer bzw. Kühler 41, Kondensator
bzw. Reheat-Register 43 und Kompressor 42 gebildete
Entfeuchtungswärmepumpe
eine Entfeuchtung und Aufheizung der Außenluft AL in der Weise erfolgt,
dass zunächst
Wasser und damit auch Salzerosole abgeschieden werden und die restlichen
Salzanteile nach der Aufheizung mittels der Entfeuchtungswärmepumpe
kristallisieren, wenn ein Wert der relativen Feuchte von kleiner
oder gleich ca. 40% erreicht ist. Anschließend sorgt das Hochleistungsfilter 44 für die Abscheidung
des kristallisierten Salzes.
-
Als
alternative Lösung
zeigt 9 die Anordnung sowohl der beiden Tropfenabscheider 21, 24 als
auch eines Koaleszensabscheiders 22 in einem Luftaufbereitungsgerät 2''. Bei dieser Ausführungsform
wird die aus der Umgebung mittels des Außenluftventilators 25 angesaugte
Außenluft
AL über
einen ersten Tropfenabscheider 21, einen Koaleszenzabscheider 22 und
einen zweiten Tropfenabscheider 24 des Luftaufbereitungsgerätes 2'' geleitet, dort teilweise entfeuchtet
und entsalzt und anschließend
als teilweise entfeuchtete und entsalzte Außenluft AL der in 8 dargestellten
Entfeuchtungswärmepumpe zugeführt, wo
die Außenluft
AL im Verdampfer 41 abgekühlt und entfeuchtet, im Kondensator
oder Reheat-Coil 43 erwärmt
und die so kristallisierten Salzaerosole und in der Außenluft
AL enthaltenen Salzpartikel im Hochleistungsfilter 44 abgeschieden
werden, bevor die entfeuchtete und entsalzte Zuluft ZL in freier
Luftströmung
an das Aggregatemodul 15 und als erwärmte Zuluft ZL' in das Innere des
Turmes 10 und der Gondel 11 abgegeben wird.
-
Der
in den 8 und 9 auf der Saugseite des Luftaufbereitungsgerätes 2' bzw. 2'' und der verbesserten Luftbehandlungseinrichtung 4 angeordnete
Außenluftventilator 25 kann
alternativ auch auf der Druckseite, d. h. vor dem ersten Tropfenabscheider 21 des
Luftaufbereitungsgerätes 2' bzw. vor dem ersten
Tropfenabscheider 21 des verbesserten Luftaufbereitungsgerätes 2'' oder zwischen dem Luftaufbereitungsgerät 2' bzw. 2'' und der verbesserten Luftbehandlungseinrichtung 4 angeordnet
werden. Die Anordnung des Außenluftventilators 25 auf der
Saugseite des Luftaufbereitungsgerätes 2' bzw. 2'' und
der verbesserten Luftbehandlungseinrichtung 4 weist jedoch
den wesentlichen Vorteil auf, dass der Außenluftventilator 25 nicht
in feuchter Luft, sondern in relativ trockener Luft angeordnet ist,
die zudem von Salz befreit ist, was Vorteile bezüglich des Korrosionsverhaltens
des Außenluftventilator 25 aufweist.
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In 10 ist
eine optimiertes Luftbehandlungssystem 6 mit einer optimalen
Luftbehandlungseinrichtung 5 und Luftführungskanälen 75, 76 im
Aggregatemodul 15 dargestellt, mit dem unter allen klimatischen
Bedingungen, im Ganzjahresbetrieb und im Notbetrieb bei still stehender
Wind-Energieanlage die gegebenenfalls über das Luftaufbereitungsgerät 2 angesaugte
feuchte und salzhaltige Außenluft
AL entfeuchtet, gefiltert und entsalzen wird, eine Entwärmung der
im Aggregatemodul 15 angeordneten Wärme abgebenden elektrischen
und elektronischen Aggregate 16 durchgeführt wird,
eine Überdruckhaltung in
der gesamten Wind-Energieanlage gewährleistet und eine Korrosionsgefahr
im Wesentlichen ausgeschlossen wird.
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Entsprechend
der schematischen Darstellung gemäß 10 wird
die angesaugte feuchte und salzhaltige Außenluft AL im Luftaufbereitungsgerät 2 nur
teilweise beziehungsweise grob entsalzen und teilweise entfeuchtet,
die noch immer feuchte und salzhaltige Außenluft AL' einer optimalen Luftbehandlungseinrichtung 5 zugeführt und
von dieser als entfeuchtete und entsalzte Zuluft ZL über einen
Zuluftkanal 74 durch das Aggregatemodul 15 hindurch geführt, ohne
in Kontakt mit der Luft im Aggregatemodul 15 zu gelangen,
und oberhalb des Aggregatemoduls 15 an den darüber befindlichen
freien Innenraum 100 des oberen Teils des Turmes 10 abgegeben.
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Am
Ende des Zuluftkanals 74 kann optional ein Nachheizregister
oder Wärmetauscher 8 mit
Regelventil angeordnet werden, mit dem die Temperatur im oberen
Bereich des Turmes 10 und in der Gondel 11 geregelt
wird. Gespeist wird der Wärmetauscher 8 aus
der Abwärme
der Wärme
erzeugenden elektrischen und elektronischen Aggregate 16 im
Ag gregatemodul 15. Der Wärmetauscher 8 kann
alternativ bzw. optional auch direkt in oder an der optimierten Luftbehandlungseinrichtung 5 oder
auch an jeder anderen Stelle im Zuluftkanal 74 angeordnet
werden. Darüber
hinaus ist es möglich,
das Nachheizregister bzw. den Wärmetauscher 8 als
statisch wirkendes Element frei im Turm 10 aufzustellen,
wenn man auf die Einflussnahme bezüglich des Strömungsverhaltens
verzichten kann.
-
Die
Wirkung und positiven Folgen des Wärmetauschers 8 bestehen
darin, dass zur Vermeidung von Kondensation innerhalb des Turmes 10 und
der Gondel 11 die Luft über
den Wärmetauscher 8 so weit
erwärmt
wird, d. h. eine Temperaturerhöhung
bewirkt wird, dass selbst durch den Kühleffekt der Turmwandungen
und ein Wiederabsinken der Temperatur im Turm 10 und der
Gondel 11 der Taupunkt nicht erreicht wird. Vorzugsweise
wird ein Sensor für
die Temperaturmessung und Regelung in der Gondel 11 vor
dem Luftaustritt infolge des erzeugten Überdrucks angeordnet.
-
Diese
Wirkung wird aber nur in Verbindung mit einem im Außenluftstrom
AL angeordneten Verdampfer einer Entfeuchtungswärmepumpe erzielt, der zunächst bei
einer nur geringen Abkühlung
eine deutliche Entfeuchtung (Ausscheidung durch Kondensation) bewirkt,
so dass die Luft, die bei vollständiger
Wiederabkühlung
beim Durchströmen
des Turmes 10 durch die Abkühlung der Turmwandungen auf
den Temperaturwert der Außenluft
nicht auf die Feuchtekennlinie 100% zurückfällt, sondern bei gleich niedriger
Temperatur lediglich auf 80% relativer Feuchte abfallen kann.
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Infolge
der hermetisch getrennten Führung zweier
Luftströme
in der optimierten Luftbehandlungseinrichtung 5, von denen
der erste Strömungsweg
gemäß 11 von
der Lufteintrittsöffnung 14 über ein
Luftbehandlungsgerät
mit rekuperativem Wärmerückgewinnungssystem 51,
vorzugsweise einen Plattenwärmetauscher,
alternativ aber auch ein Wärmerohr
oder eine Entfeuchtungswärmepumpe, geführt wird,
während
der in Wärme
tauschender Verbindung mit dem ersten Strömungsweg stehende zweite Strömungsweg
in einem geschlossenen Kreislauf durch das Aggregatemodul 15 führt und
die durch die Wärmeabgabe
der elektrischen und elektronischen Aggregate 16 aufgenommene
Wärmeenergie über das
Luftbehandlungsgerät
mit rekuperativem Wärmerückgewinnungssystem 51 an
den ersten Strömungsweg
abgibt, von dem unter Ausschluss des Aggregatemoduls 15 erwärmte, entfeuchtete
und entsalzte Luft mit Überdruck
an den Innenraum 100 des Turmes 10 und der Gondel 11 abgegeben
wird. Dadurch wird erreicht, dass die immer noch mit Salz kontaminierte
Außenluft
AL' nicht mehr frei
durch das Aggregate modul 15 strömt und damit die elektrischen
und elektronischen Aggregate 16 nicht mehr kontaminieren
kann.
-
Die
Luftbehandlungseinrichtung 5 bewirkt nicht nur eine Entfeuchtung
und Entsalzung der vom Luftaufbereitungsgerät 2 abgegebenen Außenluft AL', sondern übernimmt
auch die Entwärmung
des Aggregatemoduls 15 durch eine gezielte Luftabsaugung
aus den einzelnen Etagen beziehungsweise Plattformen des Aggregatemoduls 15 über Umluft-Abluftkanäle 76 sowie
eine gezielte Luftzufuhr über
Umluft-Zuluftkanäle 75 in
die einzelnen Etagen oder Plattformen des Aggregatemoduls 15.
Wird die Zuluft ZL(UL) der Umluft UL nicht den einzelnen Etagen
des Aggregatemoduls 15 zugeführt, sondern beispielsweise
in die untere Etage eingeblasen und in der oberen Etage abgezogen,
so ist eine entsprechende Luftführung
zwischen den Etagen des Aggregatemoduls 15 vorgesehen.
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Bei
diesem Umluftprozess wird die Energie über den in der optimierten
Luftbehandlungseinrichtung 5 angeordnetem Plattenwärmetauscher 51 zwischen
dem Außenluftstrom 1 und
dem in den Luftführungskanälen 75, 76 geführten Umluftstrom
UL ausgetauscht. Der Außenluftstrom
AL' bzw. Zuluftstrom ZL
kühlt somit
auf indirektem Wege den Umluftstrom UL. Dabei gibt der Umluftstrom
UL die Wärme,
die aus der Oberflächen-Wärmeabgabe
der elektrischen und elektronischen Aggregate 16 entsteht,
an den Zuluftstrom ZL ab, so dass der erwärmte Zuluftstrom ZL'' gemäß 10 vorgeheizt
in den oberen Turm 10 und damit in die Gondel 11 gelangt.
Bei extrem niedrigen Temperaturen kann eine weitere Nachheizung durch
den optional angeordneten Wärmetauscher 8 erfolgen.
-
Aber
auch ohne die Anordnung von Luftführungskanälen 75, 76 zur
gezielten Führung
und Abgabe des Umluftstromes UL an die in den in einzelnen Ebenen
oder Etagen des Aggregatemoduls 15 angeordneten elektrischen
und elektronischen Aggregate 16 ergibt sich eine wesentliche
Verbesserung, weil der Umluftstrom UL, der durch den Plattenwärmetauscher 51 hermetisch
von dem im Zuluftkanal 74 geführten Zuluftstrom ZL getrennt
wird, keine Salzpartikel oder Aerosole enthält, zudem gekühlt wird
und die Oberflächenwärme der
elektrischen und elektronischen Aggregate 16 abführt. Die
Luftführungskanäle 75, 76 für den Umluftstrom
UL sind daher nicht zwingend anzuordnen, jedoch liegt es auf der
Hand, dass eine gezielte Zu- und Abluftführung des Umluftstromes UL
die effektivere Lösung
darstellt
-
Der
Plattenwärmetauscher 51 in
der optimierten Luftbehandlungseinrichtung 5 trennt den
Außenluftstrom
AL' bzw. Zuluftstrom
ZL hermetisch vom Umluftstrom UL und stellt damit sicher, dass eine freie
Durchströmung
durch das Aggregatemodul 15 und damit eine Kontamination
durch salzhaltige, feuchte Außenluft
AL' nicht stattfinden
kann. Das Aggregatemodul 15 befindet sich dadurch sozusagen
in einer salzfreien Zone des Turmkörpers.
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Alternativ
kann das Aggregatemodul 15 auch unterhalb der Lufteintrittsöffnung 14 für die Außenluft AL
angeordnet werden, so dass die optimierte Luftbehandlungseinrichtung 5 die
erwärmte
und entsalzte Luft unmittelbar an den oberen, freien Teil des Turmes 10 abgibt,
während
der Umluftstrom UL in das unterhalb der optimierten Luftbehandlungseinrichtung 5 angeordneten
Aggregatemodul 15 abgegeben wird, wo der Umluftstrom UL
die von den elektrischen und elektronischen Aggregaten 16 abgegebene
Wärme aufnimmt
und diese über
den Plattenwärmetauscher 51 in
den hermetisch abgetrennten Zuluftstrom ZL und damit in den gegebenenfalls über das
Nachheizregister oder den Wärmetauscher 8 erwärmten Zuluftstrom
ZL'' in das Innere des
Turmes 10 einspeist.
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Die
optimierte Luftbehandlungseinrichtung 5 muss nicht notwendigerweise
im Bereich des Aggregatemoduls 15 angeordnet werden, sondern
kann an jedem anderen Platz angeordnet werden, insbesondere, weil
durch Luftführungskanäle eine
gezielte Lufteinbringung in das Aggregatemodul 15 und Luftabsaugung
aus dem Aggregatemodul 15 erzeugt werden kann.
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Auch
muss der in 10 eingetragene Zuluftkanal 74 nicht
notwendigerweise am oberen Deck des Aggregatemoduls 15 enden,
sondern kann auch darüber
hinaus in das Innere des Turmes 10 verlängert werden.
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Die
in 11 als Luftführungs-
und Anlagenschema und in 12 in
einem Längsschnitt
durch ein entsprechendes Klimagerät dargestellte Luftbehandlungseinrichtung 5 zeigt
ein Gehäuse 50 mit
einer Außenluftöffnung für angesaugte
Außenluft
AL, eine Zuluft/Überdrucköffnung zur
Abgabe des erwärmten
Zuluftstromes ZL an den Teil des Turmes 10, der oberhalb
bzw. außerhalb
des Aggregatemoduls 15 liegt, sowie einen Abluft/Rückluftkanal
bzw. -kanäle 76 und
einen Umluft/Zuluftkanal bzw. -kanäle 75, über die
die Umluft in und aus dem Aggregatemodul 15 geführt wird.
In dem Gehäuse 50 der
Luftbehandlungseinrichtung 5 ist ein Plattenwärmetauscher 51 mit
hermetisch getrennten, in Wärme
tauschender Verbindung stehenden Strömungswegen angeordnet, von
denen der erste Strömungsweg
die aus der Umgebung des Turmes 10 über die Luftein trittsöffnung 14 angesaugte
Außenluft
AL über
einen Verdampfer bzw. Kühler 53,
den Plattenwärmetauscher 51,
einen Kondensator bzw. ein Reheat-Register 55 und die Zuluft/Überdrucköffnung und
den Zuluftkanal 74 zum oberen Teil des Turmes 10 führt, während der in
Wärme tauschender
Verbindung mit dem ersten Strömungsweg
stehende zweite Strömungsweg,
der durch einen Umluftventilator 56 erzeugt wird, in einem
geschlossenen Kreislauf vom Aggregatemodul 15 über den
Abluft/Rückluftkanal 76,
den Plattenwärmetauscher 51 und
den Umluft/Zuluftkanal 75 ins Aggregatemodul 15 geführt wird
und die durch die Wärmeabgabe
der elektrischen und elektronischen Aggregate 16 aufgenommene
Wärmeenergie über den Plattenwärmetauscher 51 an
den ersten Strömungsweg
abgibt. Der erste Strömungsweg
führt über den Zuluftkanal 74 unter
Ausschluss des Aggregatemoduls 15 die erwärmte Zuluft
ZL mit Überdruck
an den Innenraum des Turmes 10 und der Gondel 11 ab.
-
Um
die Anzahl der Platten des Plattenwärmetauschers 51 einzustellen,
die im Außenluft-Zuluftstrom zum Energieaustausch
genutzt oder am Energieaustausch vorbeigeführt werden sollen, weist der
Plattenwärmetauscher 51 am
Eintritt der heruntergekühlten
Außenluft
AL' Bypassklappen 52 auf, über deren
Verstellung somit Einfluss auf den Energieaustausch und damit auf
das Temperatur- und/oder Feuchteverhalten der Luftbehandlungseinrichtung 5 genommen
werden kann. Damit können die
Bypassklappen 52 des Plattenwärmetauschers 51 in
eine Temperatur- und Feuchteregelung des optimierten Luftbehandlungssystems 6 einbezogen werden.
-
In
den 11 und 12 nicht
dargestellt ist der Außenluftventilator 25 entsprechend
den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen. Dieser kann
auf der Druckseite des optimierten Luftbehandlungssystems 6 angeordnet
werden, wenn er beispielsweise Teil des Luftbehandlungsgeräts 2 bzw. 2' oder 2'' ist und die optimale Luftbehandlungseinrichtung 5 nachgerüstet wird.
Vorteile bietet jedoch die Anordnung des Außenluftventilators 25 auf
der Saugseite, d. h. in Strömungsrichtung
der Außenluft
AL zur Zuluft ZL hinter der Luftbehandlungseinrichtung 5,
da er sich hier in trockener, salzfreier Luft befindet, wodurch
die Gefahr einer Korrosion erheblich reduziert wird und nur geringe
Ansprüche
an die Materialgüte des
Außenluftventilators 25 zu
stellen sind. Darüber hinaus
ermöglicht
die Anordnung des Außenluftventilators 25 auf
der Saugseite Platzierungen des Außenluftventilators 25,
die vom Aggregatemodul 15 über sämtliche Zwischendecks des Turmes 10 bis
hin zur Gondel 11 als Aufstellungsort möglich und geeignet sind.
-
Da
die Offshore Wind-Energieanlage extremen Witterungseinflüssen mit
allen Temperatureinflüssen
und Windbewegungen permanent ausgesetzt ist, kann es auf der Innenseite
der Turmwandungen zu Kondensationserscheinungen kommen, insbesondere
dann, wenn die Temperatur und Feuchteverhältnisse der Zuluft ZL in der
Nähe des sogenannten
Taupunktes liegen. Solche Verhältnisse treten
beispielsweise dann auf, wenn auf der Nordseite ein eisiger Wind
den Turm 10 anströmt
und der Turm 10 auf der Südseite durch Sonnenstrahlung
erwärmt
wird. Um die Kondensationsgefahr innerhalb des gesamten Turmes 10 auszuschließen oder
zumindest zu reduzieren, weist die Luftbehandlungseinrichtung 5 die
aus dem Verdampfer bzw. Kühler 53 und
dem Kondensator bzw. Reheat-Register 55 und einem Kompressor 54 gebildete
Entfeuchtungswärmepumpe
auf, die so ausgelegt ist, dass eine Entfeuchtung um 1 g/kg Luft
oder mehr erreicht wird. Anschließend erhöht sich die Temperatur der
Außenluft AL' nach dem Durchtreten
des Plattenwärmetauschers 51 auf
eine entsprechend höhere
Temperatur die in einem günstigen
Bereich relativer Luftfeuchte, d. h. möglichst weit entfernt vom Taupunkt
liegt.
-
Eine
Entfeuchtung von 1 g/kg bewirkt bereits, dass bei Wiederabkühlung der
in den Innenraum des Turmes 10 geblasenen Zuluft ZL auf
dem Weg bis zur Austrittsöffnung 13 in
der Gondel 11 auf den Wert der Außenlufttemperatur die Taupunktlinie,
d. h. die Linie 100% Luftfeuchtigkeit im Mollier-h,x-Diagramm, nicht erreicht
wird, so dass keine Kondensationsgefahr im Innern des Turmes 10 und
der Gondel 11 besteht. Eine höhere Entfeuchtung als 1 g/kg,
beispielsweise durch Anordnung einer zusätzlichen elektrischen Heizeinrichtung,
bewirkt, dass der Abstand von der Taupunktlinie im Mollier-h,x-Diagramm weiter erhöht wird,
dafür aber
zusätzliche
Energiekosten verursacht.
-
Gemäß 11 wird
daher die Außenluft
unmittelbar nach dem Austritt aus dem Plattenwärmetauscher 51 mit
der Energie aus dem Entfeuchtungsprozess über den Kondensator bzw. das
Reheat-Register 55 zusätzlich
erwärmt,
was wiederum einen noch günstigeren,
nämlich
einen niedrigeren Wert in der relativen Feuchte bewirkt. Dem in 19 dargestellten
Mollier-h,x-Diagramm ist zu entnehmen, dass die Luft, die den Turm 10 und
die Gondel 11 durchströmt
und über
die Turmwandungen wieder abgekühlt
wird, selbst bei einem einhundertprozentigen Kühleffekt den durch diesen Prozess
erreichten niedrigen Taupunkt nicht unterschreiten kann. Allenfalls kann
der sich abkühlende
Luftstrom aufeine relative Feuchte von maximal 80% ansteigen.
-
Da
Witterungseinflüsse
die Eingangspunkte in der Weise herstellen können, dass der Umluftstrom
UL innerhalb des Plattenwärmetauschers 51 den
Taupunkt erreicht und Kondensat abscheidet, tritt ein positiver
Nebeneffekt auf. Immer dann, wenn der Umluftstrom UL den Taupunkt
nicht erreicht und der Außenluftstrom
AL' eine geringere
absolute Feuchte gegenüber
dem Umluftstrom UL aufweist, bewirkt der Partialdruck eine Reduzierung
des Feuchtegehaltes im Umluftstrom UL und damit eine Trocknung im
Aggregatemodul 15 des Turmes 10. Das bedeutet,
dass der Partialdruck eine günstige Strömung immer
zum Bereich des niedrigeren Druckes, also vom Aggregatemodul 15 zum
Turm 10 bewirkt.
-
Die
Anordnung des Verdampfers 53 und Kondensators 55 ist
nicht zwingend am Lufteintritt oder Luftaustritt des Plattenwärmetauschers 51 erforderlich,
sondern kann auch irgendwo innerhalb des Kanalsystems des in den
Turm 10 eingeblasenen Zuluftstromes ZL, d. h., innerhalb
des Zuluftkanals 74 vorgesehen werden.
-
Wird
der Kondensator 55 nicht in Strömungsrichtung nach dem Plattenwärmetauscher 51 angeordnet,
sondern beispielsweise unmittelbar nach dem Verdampfer 53,
so ergibt sich der Entfeuchtungszweck, d. h., die Feuchtereduzierung
in gleicher Weise. Jedoch würde
die sofortige Nachheizung (Reheat) den Abkühleffekt des Umluftstromes
UL reduzieren, was technisch nachteilig wäre, die Funktionsfähigkeit
der Entfeuchtungswärmepumpe
aber nicht beeinträchtigen
würde.
-
Die
zuvor anhand der 5 bis 9 beschriebene
verbesserte Luftbehandlungseinrichtung 4 stellt bezüglich der
Funktionen Entfeuchten, Nachheizen, Entsalzen, Vermeidung der Kondensation
in der gesamten Wind-Energieanlage, Reduzierung der Korrosion und
Notbeheizung bei Anlagenstillstand durch das Entfeuchtungswärmepumpensystem
bereits eine wesentliche Verbesserung der konventionellen Entfeuchtung
und Entsalzung mittels des Luftaufbereitungsgerätes oder Luftentsalzungsgerätes 2 dar,
ohne dass für
die verbesserte Luftbehandlungseinrichtung 4 hohe Investitionskosten
zu Buche schlagen. Insbesondere wurde bei der verbesserten Luftbehandlungseinrichtung 4 gegenüber dem
vorstehend anhand der 10 und 11 beschriebenen
ersten Ausführungsbeispiel
sowie der nachfolgend anhand der 12 bis 29 beschriebenen weiteren
Ausführungsbeispiele
eines optimalen Luftbehandlungssystemen 6 mit optimaler
Luftbehandlungseinrichtung 5 auf Luftführungskanäle 75, 76 im Aggregatemodul 15 sowie
auf ein Luftbehandlungsgerät
mit Wärmerückgewinnungssystem
(Plattenwärmetauscher) 51 verzichtet, so
dass bei dem verbesserten Luftbehandlungssystem 4 keine
gezielte Luftführung über Luftführungskanäle 75, 76 im
Aggregatemodul 15 und damit keine gezielte Entwärmung sowie
in Verbindung mit dem Fortfall des Luftbehandlungsgerätes mit
Wärmerückgewinnungssystem 51 keine
hermetische Trennung zwischen dem Umluftstrom im Aggregatemodul 15 und
dem Außenluft-
Zuluftstrom gegeben ist. Beim verbesserten Luftbehandlungssystem 4 bilden
das Aggregatemodul 15 und der Innenraum des Turmes 10 sowie
der Gondel 11 eine Einheit bezüglich des Luftraumes.
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Gleichwohl
können
die in den 10 bis 29 beschriebenen
optimalen Luftbehandlungssystemen 6 angeordneten Elemente
und Komponenten zur Luftführung
und Dynamik im Turm 10 wie die Anordnung von Düsen, Heizeinrichtungen,
weiteren Ventilatoren zur erneuten Erzeugung eines Treibstrahls
und dergleichen auch in Verbindung mit der vorstehend beschriebenen
verbesserten Luftbehandlungseinrichtung 4 eingesetzt werden.
-
Auch
findet eine Entwärmung
der Wärme
abgebenden elektrischen und elektronischen Aggregate 16 im
Aggregatemodul 15 bei freier Durchströmung der Zuluft ZL auch ohne
Luftführungskanäle statt.
Sie erfolgt unter Verzicht auf Luftführungskanäle nur mit geringerer Effizient
als eine gezielte Entwärmung
unter Einsatz von Luftführungskanälen.
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Durch
die Anordnung des Plattenwärmetauschers 51 in
der optimalen Luftbehandlungseinrichtung 5 wird eine hermetische
Trennung des Außenluft-Zuluftstromes,
der von der Lufteintrittsöffnung 14 durch
den Zuluftkanal 74 vom Aggregatemodul 15 abgeschottet
durch den Innenraum 100 des Turmes 10 und der
Gondel 11 zur Luftaustrittsöffnung 13 geführt wird,
vom Umluftstrom gewährleistet,
der gezielt über
die Luftführungskanäle 75, 76 in
die einzelnen Etagen des Aggregatemoduls 15 geführt wird
und die von den Wärme
abgebenden elektrischen und elektronischen Aggregaten 16 abgegebene
Wärme abtransportiert.
Dadurch kann keine Restfeuchte und kein Restsalzgehalt in das Aggregatemodul 15 eindringen.
-
Die
Luftführungskanäle 75, 76 bewirken
zudem eine gezielte Luftführung
und gezielte Entwärmung,
so dass die Wärme
abgebenden elektrischen und elektronischen Aggregate 16 unabhängig von
ihrem Standort wirksam gekühlt
werden. Die am Plattenwärmetauscher 51 vorgesehene
Bypassklappe 52 ermöglicht
es zudem, den Energieaustausch zur Temperatur- und/oder Feuchteregelung
variabel zu steuern. Während
der Außen-Zuluftstrom über den Außenluftventilator 25 gefördert wird,
erzeugt der unabhängige
Um luftventilator 56 den Umluftstrom, wobei der drehzahlregelbare
Umluftventilator 56 variable Volumenströme des Umluftstroms erzeugt,
damit auch über
diesen Weg der Wärmeübergang
im Plattenwärmetauscher 51 und
damit die Temperatur und/oder Feuchte gesteuert beziehungsweise
geregelt werden kann.
-
13 zeigt
eine Variante der Ausgestaltung der optimalen Luftbehandlungseinrichtung 5 mit
einem in der Abluft/Rückluftleitung 76 der
Umluft UL angeordneten Reheat-Register 62 in Form eines Kondensators,
auf den bei Heizbedarf im Aggregatemodul 15, beispielsweise
in den Wintermonaten bei niedrigen beziehungsweise zu geringen Temperaturen
und/oder Notbetrieb bei Stillstand der Offshore Wind-Energieanlage,
vom Kondensator 55 umgeschaltet wird, so dass die aus dem
Verdampfer bzw. Kühler 53,
Kondensator bzw. Reheat-Register 55 und Kompressor 54 gebildete
Entfeuchtungswärmepumpe
im Außenluft-Zuluftstrom
AL/ZL die an das Aggregatemodul 15 abgegebene Zuluft ZL(UL)
der Umluft UL des zweiten Strömungsweges
erwärmt. Die
Energie für
diesen Heizbetrieb wird dabei von anderen der im Verbund betriebenen
Offshore Wind-Energieanlagen
geliefert.
-
Bekanntlich
befindet sich Salz bei Luftfeuchtigkeiten > 70% im flüssigen Aggregatzustand. Bei Feuchtegraden
von 40 bis 70% ergibt sich eine Mischform. Bei relativen Feuchten
kleiner als 40% ist Salz in gebundenen Partikeln (sozusagen als
Staub) vorzufinden. In den kalten Wintermonaten können Witterungszustände auftreten,
die aufgrund niedriger Temperaturen, insbesondere (aber auch durch
die Aufheizung der Luft) Feuchtewerte erreichen, die unter 40% liegen.
Um zu verhindern, dass in Folge von Undichtigkeiten oder anderen
Umständen
ungereinigte Luft beziehungsweise Luft mit einem unzulässig hohen
Salzgehalt in das Aggregatemodul 15 eindringt, kann eine
Ausführungsform
der Luftbehandlungseinrichtung gemäß 14 eingesetzt
werden, in der neben dem Plattenwärmetauscher 51, der
aus dem Verdampfer/Kühler 53,
Kompressor 54 und Kondensator/Reheat-Register 55 zusammengesetzten Entfeuchtungswärmepumpe,
dem Hochleistungsfilter 57 und dem Umluftventilator 56 eine
weiterer Hochleistungsfilter 61 im Umluftstrom UL eingesetzt wird,
mit dem Salzpartikel, die in der ersten Behandlungsstufe nicht restlos
beseitigt werden konnten, zusätzlich
abgeschieden werden.
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15 zeigt
einen schematischen Längsschnitt
durch das Gehäuse 50 der
in 14 als Luftführungs-
und Anlagenschema dargestellten Luftbehandlungseinrichtung 5.
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Um
den Luftwiderstand, der durch die Anordnung des Hochleistungsfilters 61 im
Umluftstrom UL bedingt ist, in der Luftbehandlungseinrichtung 6 und damit
den Energieverbrauch der Luftbehandlungseinrichtung 5 abzusenken,
wird das Hochleistungfilter 61 in der Ausführungsform
der Luftbehandlungseinrichtung gemäß 16 in
einem Bypass 60 zur wahlweisen Zu- oder Abschaltung beispielsweise
in Abhängigkeit
von der Luftfeuchtigkeit angeordnet. Der Bypass 60 weist
zwei Jalousieklappen 602, 603 auf, die in Abhängigkeit
von einer Feuchtemessung den Anteil des Umluftstromes UL festlegen,
der über den
Bypasskanal 601 und damit durch das Hochleistungsfilter 61 geleitet
wird.
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Ein
gleichartiger Bypass kann auch im Strömungsweg des Außenluft-Zuluftstromes
in Strömungsrichtung
hinter den Plattenwärmetauscher 51 in
Verbindung mit dem Hochleistungsfilter 57 vorgesehen werden.
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Die
in 17 in einem Luftführungs- und Anlagenschema dargestellte
Ausführungsform
einer optimalen Luftbehandlungseinrichtung 5 unterscheidet sich
von der Luftbehandlungseinrichtung 5 gemäß 14 dahingehend,
dass die Entfeuchtungswärmepumpe
zwei Kondensatoren beziehungsweise Reheat-Register 55 und 59 aufweist,
von denen ein erster Kondensator 55 in Strömungsrichtung
des Außenluft-Zuluftstromes
vor dem Plattenwärmetauscher 51 und
der zweite Kondensator 59 in Strömungsrichtung des Außenluft-Zuluftstromes
nach dem Plattenwärmetauscher 51 angeordnet
ist. Durch Umschaltung vom ersten Kondensator 55 auf den
zweiten Kondensator 59 oder durch stufenweise Zuschaltung
des zweiten Kondensators 59 zum ersten Kondensator 55 kann
der Zuluftstrom ZL nach dem Plattenwärmetauscher 51 weiter
aufgeheizt werden.
-
Diese
wechselseitige Schaltung der Kondensatoren 55, 59 hat
den Vorteil, dass den unterschiedlichen Anforderungen zwischen Sommer-
und Winterbetrieb besser entsprochen werden kann. Da der Wirkungsgrad
des Plattenwärmetauschers 51 beziehungsweise
dessen Wärmeübertragung
von der Temperaturdifferenz bestimmt wird, wird der erste Kondensator 55 vorzugsweise
im Winter genutzt, während
der zweite Kondensator 63 vorzugsweise im Sommer genutzt
wird. In Abhängigkeit
von den jeweiligen Anforderungen können auch beide Kondensatoren 55, 59 im
Teillastbetrieb gefahren werden, wobei beide Kondensatoren 55 und 59 im
wechselseitigen Betrieb oder mit variablen Teillasten automatisch
geregelt werden.
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Eine
weitere Möglichkeit
zur Temperatursteuerung besteht darin, den Umluftventilator 56 mit einem
geregelten Antrieb zu versehen, so dass dieser stufenlos variable
Luftmengen fördern
kann. Eine Reduzierung der Luftmenge des Umluftstromes UL hat beispielsweise
zur Folge, dass weniger Energie durch den Plattenwärmetauscher 51 auf
den Außenluft-Zuluftstrom übertragen
wird. Damit weist die Luftbehandlungseinrichtung 5 neben
den Bypassklappen 52 am Plattenwärmetauscher 51 und
den wechselseitig regelbaren Kondensatoren 55, 59 eine
weitere Einflussgröße zur Temperatur-
und Feuchteregelung auf.
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Die
Luftbehandlungseinrichtung gemäß 18 weist
sowohl im Außenluft-Zuluftstrom
ein Entfeuchtungswärmepumpensystem
aus einem Verdampfer bzw. Kühler 53,
Kondensator bzw. Reheat-Register 55 und Kompressor 54 als
auch im Umluftstrom ein Entfeuchtungswärmepumpensystem aus einem Verdampfer
bzw. Kühler 62,
Kondensator bzw. Reheat-Register 64 und Kompressor 63 auf, das
im Abluftkanal 76 der Umluft UL in Strömungsrichtung vor dem Hochleistungsfilter 61 angeordnet ist.
Dadurch ergibt sich die Möglichkeit,
im Umluftstrom UL befindliche Salzpartikel und Aerosole zu eliminieren,
die gegebenenfalls durch Undichtigkeiten, während Montagen oder dergleichen
in das Aggregatemodul 15 gelangen.
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Anhand
des in 19 dargestellten Mollier-h,x-Diagramm
soll die Wirkungsweise der Luftbehandlungseinrichtung gemäß 18 im
Sommer- und Winterbetrieb erläutert
werden. Mit der Ziffer 1 sind die Feuchtigkeits- und Temperaturzustände der Außenluft
im Sommer, mit der Ziffer 2 der Rückluft beziehungsweise Umluft
im Sommer, mit der Ziffer 3 der Außenluft im Winter und mit der
Ziffer 4 der Rückluft/Umluft
im Winter bezeichnet.
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Im
ersten Schritt erfolgt sowohl für
die Außenluft
AL als auch für
die Umluft UL eine Abkühlung bei
gleichzeitiger Entfeuchtung. Im zweiten Schritt erfolgt sowohl für die Außenluft
AL als auch für
die Umluft UL eine Aufheizung (Reheat) durch den Kondensator 55 beziehungsweise 59 nach
dem Entfeuchtungswärmepumpenprinzip.
Im dritten Schritt erfolgt für
die Außenluft
AL eine weitere Aufheizung durch die Wärmeübertragung aus dem wärmeren, über den Plattenwärmetauscher 51 geführten Umluftstrom
UL. Gleichzeitig erfolgt im dritten Schritt für den Umluftstrom UL, der im
relativ trockenen Bereich, das heißt unterhalb oder um die 40%
relative Feuchtelinie liegt, die Filterung und damit die Eliminierung
der Salzpartikel aus dem Umluftstrom UL. Im vierten Schritt erfolgt
die Filterung und Eliminierung der Salzpartikel aus dem Außenluft-Zuluftstrom,
nachdem der Au ßenluftstrom
Wärme aus
der Übertragung
des Plattenwärmetauschers 51 aufgenommen
hat.
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Dem
Mollier-h,x-Diagramm gemäß 19 ist
zu entnehmen, dass der Außenluft-Zuluftstrom sowohl
im Sommer- als auch im Winterbetrieb jeweils die relative Mindestfeuchte
von kleiner oder gleich ca. 40% erreicht und sogar unterschreitet,
was die Vorraussetzung dafür
ist, dass aus den Aerosolen Salzpartikel gebildet werden, die in
den Hochleistungsfiltern 57, 61 ausgeschieden
werden.
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Selbstverständlich kann
in der Anordnung der Luftbehandlungseinrichtung gemäß 18 auch eine
Aufteilung des im Außenluft-Zuluftstrom
angeordneten Kondensators in einen ersten Kondensator 55 in
Strömungsrichtung
der Außenluft
vor dem Plattenwärmetauscher 51 und
einen zweiten Kondensator 59 im Außenluft-Zuluftstrom hinter
dem Plattenwärmetauscher 51 angeordnet
und im Wechselbetrieb mit dem ersten Kondensator 55 analog
zur Ausführungsform
der Luftbehandlungseinrichtung gemäß 17 betrieben
werden.
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Das
in 20 dargestellte Luftführungs- und Anlagenschema einer
weiteren Ausführungsform
der optimalen Luftbehandlungseinrichtung 5 unterscheidet
sich von der Ausführungsform
gemäß 8 durch
die Anordnung eines Bypasses 70, der vom Zuluftkanal 74 und
damit vom Zuluftstrom ZL zum Umluftstrom UL führt, wo er zwischen dem aus
dem Verdampfer bzw. Kühler 62,
Kondensator bzw. Reheat-Register 64, Kompressor 63 gebildeten
Entfeuchtungswärmepumpensystem
und dem Hochleistungsfilter 61 zur Überdruckhaltung im Umluftstrom
UL angebunden ist.
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Mit
dieser Ausführungsform
der Luftbehandlungseinrichtung 5 wird erreicht, dass die
durch das Aggregatemodul 15 strömende Umluft UL nicht durch Strömungen aus
anderen Bereichen der Windenergieanlage mit salzhaltiger Luft kontaminiert
wird. Die erforderliche Bypass-Luftmenge ist dabei sehr klein und
beeinflusst den Feuchtegehalt der Umluft UL nicht nennenswert und
verhindert lediglich, dass negative Strömungen aus dem Bereich des
Turmes 10 der Windenergieanlage oder der Lufteintrittsöffnung 14 in
das Aggregatemodul 15 eindringen, so dass die erforderliche
Luftmenge nur geringfügig
ist.
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Unabhängig von
der Temperaturhöhe
des über
den Bypass 70 geführten
Umluftteils wird diese aufgrund ihrer äußerst geringen Menge die Temperatur
der Umluft UL insgesamt nicht nennenswert beeinflussen. Zudem wird
der über
den Bypass 70 geführte
Umluftteil dem Zuluftstrom ZL entnommen, der bereits Energie bei
der Durchströmung
des Plattenwärmetauschers 51 aufgenommen
hat. Die Zuführung
des Bypass-Luftstromes zur Umluft UL kann an jeder Stelle des Luftführungssystems
angeordnet werden, beispielsweise kann die Bypass-Luftmenge auch
direkt in das Aggregatemodul 15 ohne Luftführungskanäle einströmen.
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In
den 21 bis 27 sind
weitere Ausführungsbeispiele
für eine
optimale Luftbehandlungseinrichtung 5 eines optimierten
Luftbehandlungssystems für
den Normalbetrieb und Notbetrieb 6 dargestellt, die an
die jeweiligen Anforderungen wie Umgebungsbedingungen, Größe und Leistung
der Windenergieanlage, Investitionskosten und dergleichen angepasst
ausgewählt
werden können.
Die diesen Ausführungsbeispielen
gemeinsame Funktionsweise wird im Anschluss an die Beschreibung
der Luftführungs-
und Anlagenschemen der 21 bis 27 näher beschrieben.
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Das
in 21 dargestellte Ausführungsbeispiel für eine Luftbehandlungseinrichtung 5 unterscheidet
sich von der Luftbehandlungseinrichtung gemäß 20 durch
die zusätzlich
Anordnung einer unabhängigen
Heizeinrichtung 58, vorzugsweise eines Elektro-Heizregisters, im
Zuluft-Strömungsweg ZL
hinter dem Plattenwärmetauscher 51 und
vor dem Hochleistungsfilter 57 der Luftbehandlungseinrichtung 5.
Vom Zuluftkanal 74 zweigt ein Bypass 701 von der
Zuluft ZL zum Aggregatemodul 15 oder optional über den
Bypass 702 zum Umluftstrom UL ab, wobei beide Bypassführungen über eine
motorische Bypassklappe 700 gesteuert, so dass der Zuluftanteil zur Überdruckregelung
im Aggregatemodul 15 geregelt werden kann. Der Verdampfer 53 des
Außenluft-Entfeuchtungswärmepumpensystems
weist vorzugsweise eine Enteisungseinrichtung auf, so dass die gesamte
Leistung des Verdampfers 53 durch zwei getrennte Verdampfersysteme
erbracht wird.
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In
der Ausführungsform
der Luftbehandlungseinrichtung gemäß 22 ist
analog zur Ausführungsform
gemäß 17 eine
Aufteilung des Kondensators des Außenluft-Entfeuchtungswärmepumpensystems
in zwei Kondensatoren beziehungsweise Reheat-Register 55 und 59 vorgesehen,
von denen der erste Kondensator 55 in Strömungsrichtung
des Außenluft-Zuluftstromes
vor dem Plattenwärmetauscher 51 und
der zweite Kondensator 59 in Strömungsrichtung des Außenluft-Zuluftstromes nach
dem Plattenwärmetauscher 51 angeordnet
ist. Durch Umschaltung vom ersten Kondensator 55 auf den
zweiten Kondensator 59 oder durch stufenweise Zuschaltung
des zweiten Kondensators 59 zum ersten Kondensator 55 kann
der Zuluftstrom ZL nach dem Plattenwärmetauscher 51 weiter
aufgeheizt werden.
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Das
in 23 dargestellte Luftführungs- und Anlagenschema eines
weiteren Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemäßen optimalen
Luftbehandlungseinrichtung 5 unterscheidet sich gegenüber dem
in 22 dargestellten Ausführungsbeispiel durch die optionale
Anordnung eines Bypasses 71 im Strömungsweg des Umluftstromes
UL sowie eines Bypasses 72 im Außenluft-Zuluft-Strömungsweg AL/ZL.
Der Bypass 71 im Umluftströmungsweg UL weist Bypassklappen 711, 712 und
eine Bypassleitung 713 auf, während der Bypass 72 im
Außenluft-Zuluft-Strömungsweg
AL/ZL Bypassklappen 721, 722 sowie eine Bypassleitung 723 von
der Außenluft AL
zur Zuluft ZL enthält.
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Die
im Außenluft-
Zuluftstrom AL/ZL und im Umluftstrom UL vorgesehenen Bypässe 71, 72 ermöglichen
es, die Luftströme über die
Bypassleitungen 713 beziehungsweise 723 an den
Hochleistungsfiltern 57, 61 vorbei zuleiten, wenn
die relative Feuchte von kleiner oder gleich ca. 40% nicht erreicht wird
oder gehalten werden kann. Die unabhängig voneinander steuerbaren
Bypassklappen 711, 7182 beziehungsweise 721, 722 können durch
eine Regeleinrichtung in die jeweils erforderliche Position eingestellt
werden, so dass die Luftströme
bei günstigen Feuchtewerten
entweder die Hochleistungsfilter 57, 61 durchströmen oder über die
Bypassleitungen 713, 723 an den Hochleistungsfiltern 57, 61 vorbei
geführt werden.
Damit wird sicher gestellt, dass Salzkristalle, die in den Hochleistungsfiltern 57, 61 anfallen
und auf der „unreinen” Seite
gespeichert werden, bei erhöhten
Feuchtwerten nicht wieder zu Aerosole zerfallen und auf die „reine” Seite
der Hochleistungsfilter 57, 61 durchdringen und über die
erhöhte
Luftfeuchte in das Aggregatemodul 15 oder in den Turm 10 beziehungsweise
die Gondel 11 hineingetragen werden.
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Das
in 24 dargestellte Luftführungs- und Anlagenschema einer
weiteren Ausführungsform
der erfindungsgemäßen optimalen
Luftbehandlungseinrichtung 5 unterscheidet sich von den
vorstehend beschriebenen Luftbehandlungseinrichtungen durch die
zusätzliche
Anordnung von Entfeuchtungswärmepumpensystemen
im Außenluft-Zuluftstrom AL/ZL sowie
im Umluftstrom UL. Das im Strömungsweg
des Umluftstromes UL vor der aus der Abwärme der elektrischen und elektronischen
Aggregate 16 im Ag gregatemodul 15 gespeisten Heizeinrichtung 65 angeordnete
Entfeuchtungswärmepumpensystem
besteht aus dem Verdampfer/Kühler 62,
Kompressor 63 und einem ersten Kondensator 64.
Im Außenluft-Zuluft-Strömungsweg
ist das aus dem Verdampfer/Kühler 53,
dem Kompressor 54 und einem ersten Kondensator/Reheat-Register 55 beziehungsweise
einem zweiten Kondensator/Reheat-Register 59 mit wechselseitiger
Betriebsweise bestehende Entfeuchtungswärmepumpensystem angeordnet.
-
Ein
mit dem im Umluftstrom UL angeordneten Entfeuchtungswärmepumpensystem
verbundenes zweites Kondensator/Reheat-Register 66 ist dem
ersten Kondensator/Reheat-Register 65 zugeordnet
und mit diesem gemeinsam beziehungsweise wechselseitig betreibbar.
Der im Entfeuchtungswärmepumpensystem
des Außenluft-Zuluftstromes AL/ZL
angeordnete Verdampfer 53 weist vorzugsweise eine Enteisungseinrichtung
auf, weshalb die gesamte Leistung des Verdampfers 53 durch
zwei optional voneinander getrennte Verdampferteile aufgebracht
wird.
-
Die
in 24 dargestellte Luftbehandlungseinrichtung mit
Entfeuchtungswärmepumpensystemen
im Umluftstrom UL und Außenluft-Zuluftstrom AL/ZL
kann als Notbeheizung, beispielsweise zur Frostfreihaltung der Luftbehandlungseinrichtung 5, oder
zur zusätzlichen
Entsalzung und Entfeuchtung bei niedrigen Temperaturen und Stillstandszeiten
der Windenergieanlage eingesetzt werden. Die Entfeuchtungswärmepumpensysteme
im Außenluft-Zuluftstrom
AL/ZL und Umluftstrom UL bieten durch einen sehr hohen Wirkungsgrad
bei geringstem Stromverbrauch eine hohe Heizleistung, wohingegen
ein Elektro-Heizregister
bei gleicher Wärmeleistung
den mehr als fünffachen
Stromverbrauch verursachen würde.
Durch die Anordnung eines zweiten Kondensators 66 des Umluft-Entfeuchtungswärmepumpensystems
im Außenluft-Zuluftstrom
AL/ZL kann je nach Erfordernis und Wärmebedarf die Energieabgabe
von 0 bis 100% umgeschaltet beziehungsweise geregelt werden. Das
Entfeuchtungswärmepumpensystem
im Außenluft-Zuluftstrom AL/ZL
verfügt
ebenfalls über
zwei Kondensatoren 55, 59, so dass die Wärmeenergie
je nach Bedarf in Luftrichtung vor oder nach dem Plattenwärmetauscher 51 abgegeben und
von 0 bis 100% geregelt werden kann.
-
In
den 25 bis 27 sind
verschiedene Varianten einer Kombination der Luftbehandlungseinrichtung 5 gemäß 24 mit
einem konventionellen Luftaufbereitungsgerät 2 gemäß 2 dargestellt.
-
In
der Ausführungsform
gemäß 25 besteht
das konventionelle Luftaufbereitungsgerät 2 aus einem ersten
Tropfenabscheider 21, einem Koaleszenzabscheider 22 und
einem zweiten Tropfenabscheider 24, die im Außenluftstrom
AL zwischen der Lufteintrittsöffnung
und der optimalen Luftbehandlungseinrichtung 5 angeordnet
sind. Der Außenluftventilator 25 ist
in diesem Ausführungsbeispiel
druckseitig der Luftbehandlungseinrichtung 5 zwischen dem
ersten Tropfenabscheider 21 und dem Koaleszenzabscheider 22 angeordnet.
-
25 zeigt
in alternativer Ausführungsform die
Anordnung des Außenluftventilators 25 in
gestrichelter Darstellung auf der Saugseite der Luftbehandlungseinrichtung 5,
wo sich der Außenluftventilator 25 nicht
in feuchter, salzhaltiger bzw. nur grob entfeuchteter und entsalzter
Außenluft
AL, sondern in trockener, salzfreier Zuluft befindet, was die Gefahr einer
Korrosion des Außenluftventilators 25 erheblich reduziert
und damit geringere Ansprüche
an die Materialgüte
des auf der Saugseite angeordneten Außenluftventilators 25 sowie
weiterer Komponenten, die wahlweise in Luftströmungsrichtung vor oder hinter
der Luftbehandlungseinrichtung 5 angeordnet werden können, verringert.
Damit verbunden ist eine wesentlich kostengünstigere Konstruktion des optimierten
Luftbehandlungssystems.
-
Die
Ausführungsform
gemäß 26 unterscheidet
sich von der Anordnung gemäß 25 dahingehend,
dass der Außenluftventilator 25 saugseitig
der Luftbehandlungseinrichtung 5 angeordnet ist.
-
In
der Anordnung gemäß 27 besteht
das Luftaufbereitungsgerät 2 lediglich
aus einem Tropfenabscheider 21, der saugseitig des Außenluftventilators 25 angeordnet
ist, der wiederum druckseitig der Luftbehandlungseinrichtung 5 angeordnet
ist. Der Koaleszenzabscheider 22 der Anordnung gemäß den 25 und 26 wurde
hier entfernt, da dessen Aufgabe durch die Luftbehandlungseinrichtung 5 mit übernommen
wird.
-
Die
in dem optimierten Luftbehandlungssystem 6 eingesetzten
Komponenten wie Entfeuchtungswärmepumpensysteme
(Verdampfer, Kondensator/Reheat, Heizregister usw.) können aus
funktionalen Gründen
oder system- oder verfahrensbedingt sowohl in Strömungsrichtung
vor als auch nach dem Plattenwärmetauscher 51 beliebig
angeordnet und miteinander kombiniert werden. Die Kondensatoren/Reheat-Register
können
darüber
hinaus sowohl im Außenluftstrom
AL als auch im Umluftstrom UL angeordnet und belie big mit den Entfeuchtungswärmepumpensystemen
verschaltet werden, je nachdem, wo die von den elektrischen und
elektronischen Aggregaten 16 abgegebene Wärme ihre
günstigste Wirkung
durch Umschaltung und/oder stufenbehaftete beziehungsweise stufenlose
Regelung erzielt. Insoweit zeigen die vorstehend beschriebenen optimierten
Luftbehandlungssysteme 6 nur beispielhaft einige von vielen
Anordnungsmöglichkeiten.
-
Die
in den 10 bis 27 dargestellte
optimale Luftbehandlungseinrichtung 5 eines optimierten
Luftbehandlungssystems 6, die sowohl für den Normalbetrieb als auch
für einen
Notbetrieb bestimmt und geeignet ist, weist gegenüber der
einfachen Luftbehandlungseinrichtung 3 gemäß den 3 und 4 und
der verbesserten Luftbehandlungseinrichtung 4 gemäß den 5 bis 9 folgende
Besonderheiten und Funktionen auf:
Im Normalbetrieb, wenn die
Windenergieanlage in Betrieb ist und Strom erzeugt, wird die Außenluft
AL vom Außenluftventilator 25 des
konventionellen Luftaufbereitungsgerätes 2 an die Luftbehandlungseinrichtung 5 überführt und
durchströmt
zunächst den
Verdampfer 53, der folgende Besonderheiten beziehungsweise
Funktionen aufweist:
- – der Verdampfer 53 ist
vorzugsweise mit einer Enteisungseinrichtung ausgestattet, da im
Offshore-Bereich bei niedrigen Temperaturen und hoher Luftfeuchte
im Bereich des Gefrierpunktes und darunter Vereisungsgefahr aufgrund
der niedrigen Verdampfungstemperatur besteht. Enteisungseinrichtungen
sind aus der Entfeuchtungswärmepumpenkonstruktion
bekannt und bedürfen daher
keiner näheren
Beschreibung. In vorteilhafter Ausführungsform ist der Verdampfer
mit Enteisungsfunktion 53 zweiteilig für einen Teillastbetrieb ausgebildet;
- – der
Verdampfer 53 bewirkt immer dann, wenn die Eintrittstemperatur,
d. h. die Außentemperatur, an
der Taupunktlinie, d. h. bei 100% relativer Feuchte, liegt und damit
eine erhöhte
Kondensationsgefahr innerhalb der Windenergieanlage auftreten kann,
eine Temperaturabsenkung entlang der Taupunktlinie und scheidet
dabei Wasser aus. Dadurch ergibt sich eine Reduzierung der absoluten
Feuchte, so dass die Gefahr der Kondensation gebannt ist. Dabei
wird eine Reduzierung der relativen Feuchte in der Weise angestrebt,
dass in Verbindung mit dem Kondensator beziehungsweise der Reheat-Einrichtung 55 und
gegebenenfalls durch ergänzende
Heizeinrichtungen auf der gesamten Strecke des Strömungsweges
der Zuluft bis zur Gondel 11 und innerhalb der Gondel 11 selbst
bei totaler Rückküh lung des
Zuluftstromes insgesamt oder punktuell durch die enorme Fläche des
Turmes 10 der Taupunkt nicht wieder erreicht wird und Kondensation
auf dem gesamten Strömungsweg
nicht entstehen kann. Wesentlich hierbei ist, dass zur Erreichung
dieses Zieles die Leistungsgröße und damit
der Energieverbrauch der Entfeuchtungswärmepumpe äußerst gering ist, was insbesondere
für den
nachstehend beschriebenen Notbetrieb von Bedeutung ist, weil dann
eine Stromversorgung aus dem von der Windenergieanlage im Normalbetrieb
gespeisten Netz erfolgen muss, da die Windenergieanlage bei Stillstand
keine Energie erzeugt.
Das im Mollier-h,x-Diagramm dargestellte
Beispiel zeigt, dass bereits eine geringe Entfeuchtung von nur 1
g/kg lediglich 8 kJ ausmacht. Nach der Erwärmung durch den Kondensator
beziehungsweise das Reheat-Register 55 und nach gegebenenfalls
weiterer Nachheizung und anschließender totaler Rückkühlung auf
den Außenluft-Temperaturwert
liegt die relative Luftfeuchtigkeit dann bei circa 80% relativer
Feuchte, so dass die Kondensationsgefahr beseitigt ist. Bei Feuchtewerten
oberhalb von ca. 80 bis 90% relativer Feuchte kann eine Kondensation
durch Abkühlung
an den Turmwandungen nicht auftreten, so dass dieser Bereich als
unkritisch angesehen werden kann. Deshalb muss die Entfeuchtungswärmepumpe
bei dieser Wettersituation nicht zwingend betrieben werden, sondern
erfüllt
lediglich optional einen zusätzlichen
Zweck, nämlich die
Aufheizung der Luft auf Temperaturbereiche, die das in Aerosolen
gelöste
Salz kristallisieren lassen, was mit dem Erreichen der 40% Feuchte Linie
erfolgt und damit eine wirksame Filterung ermöglich. Der Kompressor 54 ist über Rohrleitungen
und Regeleinrichtungen mit dem Verdampfer 53 und dem Kondensator 55 verbunden
und kann innerhalb oder außerhalb
des Luftstromes stehen.
-
Nach
dem Entfeuchtungs- und Abkühlprozess
durchströmt
die Außenluft
AL den Kondensator beziehungsweise das Reheat-Register 55 und
wird dort in einer ersten Stufe wieder aufgeheizt. Anschließend nimmt
der Außenluftstrom
AL weitere Wärmeenergie
während
der Durchströmung
des Plattenwärmetauschers 51 auf,
die von der Abluft des Umluftstromes UL abgegeben wird. Dabei trennt
der Plattenwärmetauscher 51 den
Außenluftstrom
AL vom Umluftstrom UL hermetisch ab.
-
Am
Austritt des Plattenwärmetauschers 51 hat
der Zuluftstrom unter normalen Betriebsbedingungen eine Temperatur
erreicht, die im Feuchtebereich von kleiner oder gleich ca. 40%
relativer Feuchte liegt. Die Salzerosole sind durch diesen Prozess kristallisiert
und können
durch den nachgestalteten Hochleistungsfilter 57 abgeschieden
werden.
-
Für den Fall,
dass die Feuchtelinie von kleiner oder gleich ca. 40% relativer
Feuchte nicht erreicht wird, ist eine zusätzliche Heizeinrichtung entsprechend
den in den 21 bis 27 dargestellten
optimalen Luftbehandlungseinrichtungen 5 vorgesehen, bei
der es sich vorzugsweise um eine elektrische Heizeinrichtung handelt,
weil insbesondere auch im Notbetrieb eine Heizung bereitgestellt
werden muss.
-
Ergänzend können auch
mehrere Heizeinrichtungen vorgesehen werden, die beispielsweise im
Normalbetrieb aus der Abwärme
der elektrischen und elektronischen Aggregate 16 im Aggregatemodul 15 gespeist
werden, in Verbindung mit der Anordnung einer zusätzlichen
elektrischen Heizeinrichtung.
-
Mittels
des vorzugsweise mit Bypassklappen 52 versehenen Plattenwärmetauschers 51 kann
in Verbindung mit einer Regeleinrichtung der optimalen Luftbehandlungseinrichtung 5 auf
die Temperatur und Feuchtewerte Einfluss genommen werden, weil damit
variable Energiemengen zum Energieaustausch beziehungsweise zur
Energieübertragung
zur Verfügung
stehen.
-
Die
das Hochleistungsfilter 59 verlassende entfeuchtete und
entsalzte Zuluft ZL kann über
den Zuluftkanal 74 durch das Aggregatemodul 15 hindurch
in den Turm 10 und zur Gondel 11 geführt werden,
wobei die Gefahr der Kondensation und der verstärkten Korrosion innerhalb des
Turmes 10 und der Gondel 11 durch Salzerosole
beseitigt ist. Weitere Maßnahmen
zur Luftbehandlung und Luftströmung im
Turm 10 und in der Gondel 11 werden anhand der 28 bis 34 beschrieben.
-
In
Umluft- Strömungsweg
durch das Aggregatemodul 15 fördert der stufenlos regelbare
Umluftventilator 56 den Abluftstrom Ab(UL) und den Zuluftstrom
ZL(UL) der Umluft UL im Kreislauf. Der Abluftstrom Ab(UL) wird durch
die Wärmeabgabe
der im Aggregatemodul 15 angeordneten elektrischen und elektronischen
Aggregate 16 erwärmt,
so dass in aller Regel ein Feuchtezustand der Umluft UL erreicht wird,
der die Filterung kristallisierter Salzerosole zulässt. Sollte
dies beispielsweise im Winter nicht der Fall sein, wenn bei extrem
niedrigen Temperaturen die Erwärmung
im Aggregatemodul 15 bereits durch Ab kühlung an den Turmwandungen
stark reduziert wird, so kann die 40%-Feuchtlinie durch die beiden nachfolgenden
Einrichtungen beziehungsweise Funktionen erreicht werden:
- – Zunächst kann
in einem ersten Schritt der regelbare Umluftventilator 56 auf
einen reduzierten Volumenstrom zurückgefahren werden, was als
variabler Vorgang in Abhängigkeit
von den Temperatur- und Feuchte-Sollwerten durchgeführt werden kann.
Bei geringerem Volumenstrom werden sowohl eine höhere Ablufttemperatur als auch
eine geringere relative Feuchte der Umluft UL erreicht;
- – da
bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und gegebenenfalls darunter
eine starke Abkühlung durch
die große
Fläche
der Turmwandungen im Aggregatemodul 15 stattfindet, wird
in den Ausführungsformen
der 21 bis 27 eine
zusätzliche
Heizeinrichtung 65 vorgesehen, die beispielsweise aus der
Abwärme
der elektrischen und elektronischen Aggregate 16 im Aggregatemodul 15 gespeist
wird und die die Luft des Abluftstromes Ab(UL) der Umluft UL in
Verbindung mit einem Regelventil auf die erforderliche Temperatur
aufheizt. Diese Einrichtung ist auch aus Sicherheitsgründen vorgesehen,
damit die Temperatur nicht unkontrolliert durch äußere Einflüsse absinkt und damit die erforderliche
Feuchte von kleiner oder gleich ca. 40% relativer Luftfeuchte auch
in derartigen Wettersituationen erreicht werden kann.
-
Nachdem
der Abluftstrom Ab(UL) der Umluft UL die erforderliche Temperatur
erreicht hat und durch den im Umluft-Strömungsweg vorgesehenen Hochleistungs-Feinfilter 61 gereinigt
wurde, durchströmt
die Abluft Ab(UL) den Plattenwärmetauscher 51 und
gibt auf indirektem Wege die Wärmeenergie an
den Außenluft-Zuluftstrom
AL/ZL ab. Der stufenlos regelbare Umluftventilator 56 fördert nun
den Umluftstrom UL als Zuluftstrom ZL(UL) zum Aggregatemodul 15,
gegebenenfalls in die einzelnen Etagen des Aggregatemoduls 15.
-
Nunmehr
steht ein Zuluftstrom ZL(UL) der Umluft UL zur Verfügung, der
genügend
gekühlt
ist, andererseits aber auch über
eine genügende
Mindesttemperatur bei extrem niedrigen Außentemperaturen verfügt, damit
ein Auskühlen
des Aggregatemoduls 15 verhindert wird, um im Umluftprinzip
erneut die Abwärme
der im Aggregatemodul 15 angeordneten elektrischen und
elektronischen Aggregate 16 durch Entwärmung aufzuneh men und dem Aggregatemodul 15 über den
Zuluftkanal 75 salzfreie, entfeuchtete Zuluft ZL(UL) zuzuführen.
-
Um
den unterschiedlichen Anforderungen im Sommer- und Winterbetrieb
zu genügen,
weist die Außenluft-Entfeuchtungswärmepumpe
einen zweiten Kondensator auf, der im Außenluft-Zuluftstrom AL/ZL nach
dem Austritt aus dem Plattenwärmetauscher 51 angeordnet
ist. Dieser zweite Kondensator beziehungsweise Reheat-Register ist
vorgesehen, um die Energie aus dem Entfeuchtungswärmepumpensystem
durch Umschaltung zwischen dem ersten Kondensator und dem zweiten
Kondensator in Abhängigkeit
von der Außentemperatur
sowie der erforderlichen Entwärmungsleistung
zur Entwärmung
der im Aggregatemodul 15 angeordneten elektrischen und
elektronischen Aggregate 16 in Verbindung mit dem jeweils
für das
Aggregatemodul 15 festgelegten Grenzwert der Temperatur
mit dem günstigsten
Effekt zu übertragen.
-
Durch
die Steuerbarkeit des Umluftventilators 56 besteht somit
die Möglichkeit
zur Temperaturregelung, indem durch Regelung der mittels des Umluftventilators 56 umgewälzten Umluft
UL eine stufenlose Anpassung der erforderlichen Umluft UL und damit
die Umwälzung
geeigneter Luftmengen erfolgt.
-
Durch
variable Luftmengen sowohl der Außenluft AL zur Zuluft ZL als
auch der Umluft UL kann das optimierte Luftbehandlungssystem 6 in
Abhängigkeit
von den Parametern der Außenluft,
wie Außenlufttemperatur,
Feuchte und Salzgehalt der Außenluft
AL sowie in Abhängigkeit
von den im Aggregatemodul 15 geforderten Entwärmungsleistungen sowie
einer Notbeheizung bei Stillstand der Wind-Energieanlage erheblich
beeinflusst werden. Insbesondere ist mit einer Einstellung variabler
Luftmengen der Außenluft-Zuluft
bzw. der Umluft ein wesentlicher Einflussfaktor auf den Energieverbrauch
bzw. die Energiekosten gegeben, da eine Absenkung der Außenluft-Zuluft-
und Umluft-Luftmengen im abgesenkten Betrieb bei entsprechenden
Wetterbedingungen und bei geringeren Wärmelasten im Aggregatemodul auch
Energiekosten einspart.
-
Die
Umschaltung zwischen den beiden Kondensatoren der Außenluft-Entfeuchtungswärmepumpe
erfüllt
dabei folgende Aufgaben:
- 1. da die im Aggregatemodul 15 angeordneten Wärme abgebenden
elektrischen und elektronischen Aggregaten 16 im Sommer
eine hohe Wärmeleistung
abgeben, wo bei die Turmwandungen in dieser Zeit nur einen geringen
Kühleffekt
haben, wird der festgelegte, individuelle Grenzwert der Lufttemperatur
im Aggregatemodul 15 erreicht, so dass es günstiger
ist, die Energie aus dem Entfeuchtungswärmepumpenprozess (Reheat) der
Außenluft
AL beziehungsweise Zuluft ZL nach dem Austritt aus dem Plattenwärmetauscher 51 zuzuführen, da
bei einer Übertragung
der Energie (Reheat) vor Eintritt in den Plattenwärmetauscher 51 auch
eine Energieübertragung
auf den Abluftstrom Ab(UL) der Umluft UL stattfinden würde. Die
Temperatur des Zuluftstromes ZL(UL) der Umluft UL wäre dann
zu hoch und könnte
die im Aggregatemodul 15 angeordneten elektrischen und
elektronischen Aggregate 16 nicht ausreichend kühlen.
- 2. bei einer Anordnung nach dem Plattenwärmetauscher 51 bewirkt
der Entfeuchtungsprozess in der Außenluft-Zuluft AL/ZL gleichzeitig
eine Temperaturabsenkung, die im Energieaustausch des Plattenwärmetauschers 51 eine
reduzierende Wirkung auf die Temperatur des Abluftstromes Ab(UL)
der Umluft UL und damit auf die Entwärmungsleistung im Aggregatemodul 15 hat.
- 3. da die Wärmeübertragung
des Plattenwärmetauschers 51 von
der Temperaturdifferenz bestimmt wird, ist der erste Kondensator
vorzugsweise im Winter zu nutzen, während der zweite Kondensator
vorzugsweise im Sommer genutzt wird. In Abhängigkeit von den jeweiligen
Temperaturanforderungen können
beide Kondensatoren auch im Teillastbetrieb gefahren werden, wozu beide
Kondensatoren stufenlos mit wechselseitigen, variablen Teilleistungen
automatisch geregelt werden.
-
Bei
Stillstand der Windenergieanlage realisiert das optimierte Luftbehandlungssystem 6 einen Notbetrieb,
der beispielsweise bei Schwachwind, Sturm oder im Störfall beziehungsweise
bei Wartungsarbeiten an der Windenergieanlage gegeben ist. So haben
beispielsweise Untersuchungen auf der Basis von Wind- und Wetterdaten
für Helgoland
ergeben, dass eine Windenergieanlage mehr als 2000 Stunden pro Jahr
wegen Schwachwindes oder wegen Starkwindes nicht in Betrieb ist.
Im Notbetrieb stellt die Windenergieanlage keine Energie zur Verfügung und
alle Aggregate, die zur Sicherheit und zum Schutz der Windenergieanlage
betrieben werden müssen,
werden aus dem normalen Stromnetz gespeist, in das die Windenergieanlage
im Normalbetrieb Energie einspeist. Das Stromnetz stellt aber in vielen
Fällen
nur begrenzt Energie und in aller Re gel keine Abwärme zur
Beheizung der Systeme und Einrichtungen der Windeenergieanlage zur
Verfügung.
-
Da
insbesondere bei Starkwind und Sturm salzhaltige, feuchte Außenluft
AL aus der Umgebung der Windenergieanlage insbesondere über Undichtigkeiten
in der Gondel 11 der Windenergieanlage in den Turm 10 und
damit auch in das Aggregatemodul 15 gedrückt wird,
ist es erforderlich, den Überdruck im
Innern des Turmes 10 und der Gondel 11 aufrecht zu
erhalten. Aus diesem Grunde wird das konventionelle Luftaufbereitungsgerät 2 mit
dem Überdruck
erzeugenden Außenluftventilator 25 in
Betrieb gehalten und mittels des optimierten Luftbehandlungssystems 6 wird
zusätzlich
sichergestellt, dass die angesaugte feucht und salzhaltige Außenluft
AL entfeuchtet und durch Filterung möglichst vollständig entsalzt
wird.
-
Das
erfindungsgemäße optimierte
Luftbehandlungssystem 6 arbeitet im Notbetrieb prinzipiell wie
zuvor beschrieben im Normalbetrieb, jedoch mit den folgenden Besonderheiten,
da Energie nur begrenzt zur Verfügung
steht:
- – da
die Heizeinrichtungen 58, 65 nicht aus der Abwärme der
elektrischen oder elektronischen Aggregate 16 gespeist
werden können,
ergibt sich bei den über
den Plattenwärmetauscher 51 geführten Umluft-
und Außenluft-Zuluft-Strömen kein
brauchbarer Energieaustausch, da keine Wärmeübertragung stattfindet;
- – der
Umluftventilator 56 steht still und fördert keine Umluft, so dass
keine Umluftströmung
durch das Aggregatemodul 15 fließt;
- – die
Außenluft-Entfeuchtungswärmepumpe
ist in Betrieb, kühlt,
entfeuchtet und heizt den Außenluftstrom
AL auf, kann aber nicht bei jeder Wettersituation die 40%-Feuchte-linie
erreichen;
- – zur
Sicherheit und zur restlichen Nachheizung mit geringfügigem Energieeinsatz
ist vorzugsweise ein Elektro-Heizregister mit Einspeisung aus dem
Versorgungsnetz eingeschaltet und bewirkt eine Erhöhung der
Temperatur des Zuluftstromes, so dass die Feuchtkennlinie von 40%
erreicht wird und das kristallisierte Salz durch das Hochleistungsfilter 57 im
Zuluftstrom abgeschieden werden kann.
- – auf
dem Weg zum oberen Teil des Turmes 10 gibt der über den
Zuluftkanal 74 geführte
Zuluftstrom ZL einen geringen Anteil der Luftmenge über den
Bypass 70 an das Aggregatemodul 15 zur Überdruckhaltung
und zur Reduzierung des Feuchtegehaltes der Umluft ab. Zu diesem
Zweck wird die Bypassklappe 700 (21 bis 23) geöffnet und
auf eine bestimmte, üblicherweise geringe
Luftmenge eingeregelt. Die Bypassluftmenge kann vorzugsweise auch über die
Abluft des Umluftstromes in das Aggregatemodul 15 eingebracht
werden, nämlich über die
Verbindung zwischen dem Bypass und der Abluft der Umluft gemäß den 21 bis 23.
-
Durch
die vorstehenden Maßnahmen
kann weder im Aggregatemodul 15, noch im Turm 10 oder in
der Gondel 11 eine Kondensation der Zuluft ZL beziehungsweise
Umluft UL auftreten.
-
Wie
vorstehend ausgeführt
wurde, kann der Verdampfer 53 der Außenluft-Entfeuchtungswärmepumpe, aber auch der Verdampfer 62 der
Umluft-Entfeuchtungswärmepumpe
mit einer Enteisungsfunktion für
einen Teillastbetrieb ausgestattet werden. Für die Enteisungsfunktion wird
die gesamte Verdampferleistung getrennt in zwei Verdampfer mit separater Einspritzung
und separatem Expansionsventil sowie separaten Absperrklappen über den
Lufteintrittsquerschnitt am jeweiligen Verdampfer aufgeteilt. Zum Zwecke
der Enteisung können
die Absperrklappen optional wechselseitig geöffnet oder geschlossen werden,
wobei im Normalbetrieb beide Absperrklappen geöffnet sind, so dass eine Hälfte des
Verdampfers die Kühlung
und/oder Entfeuchtung vornimmt und die andere Hälfte bei geschlossener Absperrklappe
durch Heizgaseinspritzung enteist wird.
-
Diese
Sonderfunktion wird zusätzlich
dann genutzt, wenn im Teillastbetrieb der Außenluft- Volumenstrom erheblich
abgesenkt wird, was zu einer nicht vollständigen Verdampfung des Kältemittels
der Entfeuchtungswärmepumpe
führen
kann, so dass die Gefahr des Flüssigkeitsaustritts
an der Saugleitung besteht, die durch Flüssigkeitsschläge zur Zerstörung des
Kompressors führen
würde.
Im Teillastbetrieb ist somit ein Kältekreislauf nicht in Betrieb
und eine Absperrklappe wird geschlossen, so dass der reduzierte
Luftvolumenstrom nur über
die Teilfläche des
Verdampfers strömt
und damit sicher stellt, dass das Kältemittel vollständig verdampft
und Flüssigkeitsschläge vermieden
werden.
-
Im
Verhältnis
zum großen
Turmquerschnitt und der großen
Turmhöhe
sowie aufgrund des großen
Luftvolumens ist die üblicherweise
in den Turm eingebrachte Außenluftmenge
eher als gering zu bezeichnen. Dem Strömungsverhalten und dem auch damit
verbundenen Abkühlverhalten
im Turm ist daher besondere Beachtung zu schenken.
-
Wird
die Außenluftmenge – auch unter
Beachtung der Aufheizung – mit
geringer Geschwindigkeit in den Turm 10 eingebracht, so
wird die Strömung
insbesondere von der Thermik getrieben, da wärmere Luft bekanntlich nach
oben steigt. Aufgrund der großen
Turmhöhe
und des großen
Turmdurchmessers kann die Temperatur des Luftstromes, der die Gondel 11 erreicht,
jedoch nicht kontrolliert werden. Auf der Strecke bilden sich durch
Temperaturschichtungen sogenannte Layer und aufgrund unterschiedlicher
Temperaturen der Turmwand, die beispielsweise an der Nordseite und
an der Südseite
mit und ohne Sonnenstrahlung herrschen, entwickeln sich unerwünschte Sekundärströme. So kann
sich beispielsweise die schneller abkühlende Luft an der kühleren Turmseite,
beispielsweise der Nordseite bzw. Kaltwindseite, die nicht von der
Sonne bestrahlt ist, schnell zu einem fallenden Luftstrom entwickeln, der
mit der Bildung von unerwünschten
Kondensationserscheinungen verbunden ist.
-
Um
dies zu vermeiden, weist die in 28 dargestellte
Ausführungsform
einer Vorrichtung zur Nachbehandlung, ergänzenden Luftaufbereitung sowie
gezielten Luftführung
der unterschiedlichen Luftströme
in weiterer Ergänzung
zum Nachheizregister oder Wärmetauscher 8 gemäß 10 eine
Weitwurfdüse 80 zum
Einblasen des Zuluftstromes ZL in den Eintritt des Turmes 10 mit
hoher Geschwindigkeit auf, die vorteilhafterweise im Zentrum des
Turmdurchmessers angeordnet ist. Dadurch kann der in der einfachen
Luftbehandlungseinrichtung 3, der verbesserten Luftbehandlungseinrichtung 4 oder
optimalen Luftbehandlungseinrichtung 5 und gegebenenfalls
im Wärmetauscher 8 erwärmte Zuluftstrom
ZL gezielt in den oberen Bereich des Turmes 10 und näher an die Gondel 11 herangeführt werden.
-
Der
Luftstrahl ZL''' mit hoher Geschwindigkeit induziert
auf seinem Strömungsweg
permanent stehende Luft LS von allen Seiten des Turmes 10, wobei
Luftschichtungen und Temperaturschichtungen aufgerissen und Sekundärströmungen vermieden
werden.
-
Die
möglichst
zentrische Anordnung der Weitwurfdüse 80 vermeidet ein
Ablenken und Anlehnen der Strömung
an die Turmwand und somit den sogenannten Coanda-Effekt.
-
Zur
Lufteinbringung wird eine Düsen-
oder Diffusor-Form gewählt,
weil dabei die statischen Druckverluste gering gehalten werden.
-
In 28 sind
die Außenluft
AL, die freie Zuluftströmung
ZL''' im Turm 10, die Fortluft FL
aus der Gondel 11, das konventionelle Luftaufbereitungsgerät 2 zur
Vorentsalzung und Vorentfeuchtung und die optimale Luftbehandlungseinrichtung 5 zur
Luftaufbereitung mit Plattenwärmetauscher
und Entfeuchtungswärmepumpe,
die Zuluft-Überdruck-Luftführung im
Zuluftkanal 74 durch das Aggregatemodul 15, und
die Umluft UL zur gezielten Absaugung ggf. mit Kanalsystem und ggf.
mit Volumenstromreglern und zur gezielten Zuluftführung mit
Kanalsystem und ggf. mit Volumenstromreglern sowie ein optionaler Wärmetauscher 8 für die Erwärmung der
Zuluft ZL''' in den Turm 10 und die Gondel 11 dargestellt.
-
Anhand
des in 29 dargestellten Mollier-h,x-Diagramm
wird die Wirkung des optimierte Luftbehandlungssystem 6 mit
der optimalen Luftbehandlungseinrichtung erläutert.
-
Ausgehend
von einer Außenluft
mit einer Temperatur von ca. 7°C
bei 100% relativer Feuchte im Punkt P1 wird entsprechend dem Pfeil
A die angesaugte Außenluft über den
Verdampfer 53 geführt und
dabei auf ca. 4°C
bei gleich bleibender relativer Feuchte abgekühlt. In dem Plattenwärmetauscher 51 gemäß den 4 bis 7 wird
die herunter gekühlte
Außenluft
im Plattenwärmetauscher 51 mittels
der im Umluftbetrieb im Aggregatemodul 15 aufgenommenen,
von den elektrischen und elektronischen Aggregaten 16 abgegebenen
Wärme entsprechend dem
Pfeil B von 4°C
auf ca. 21°C
bei einer relativen Feuchte von 30% erwärmt. Durch die anschließende Erwärmung bzw.
Nachheizung im Kondensator 55 der Entfeuchtungswärmepumpe
wird die Zuluft entsprechend dem Pfeil C auf ca. 27°C geheizt
und als Zuluftstrom über
den Zuluftführungskanal 6 in
den oberen Teil des Turmes 10, d. h., außerhalb
des Aggregatemoduls 15 in den Innenraum des Turmes 10 und
der darüber
befindlichen Gondel 11 eingeblasen. Bis zum Erreichen der
Austrittsöffnungen 3 wird
die eingeblasene Zuluft maximal auf eine Temperatur von 7°C bei maximal
80% relativer Feuchte entsprechend dem Pfeil D abgekühlt, wodurch
sichergestellt ist, dass der Taupunkt nicht erreicht werden und
Kondensation nicht entstehen kann.
-
Gleichzeitig
wird die im Umluftbetrieb durch das Aggregatemodul 15 geführt Umluft
entsprechend dem Punkt P2 gemäß 29 entsprechend
dem Pfeil E als Abluft-Rückluft
dem Plattenwärmetauscher 51 mit
einer Temperatur von 30°C
und einer relativen Feuch te von 40% zugeführt und im Plattenwärmetauscher 51 bei
hermetisch gegenüber
dem Außenluft/Zuluft-
und Überdruckstrom
getrennter Führung
durch den Plattenwärmetauscher 51 auf
ca. 15°C
unter Zunahme der relativen Feuchte auf ca. 100% abgekühlt und über die
Umluft/Zuluft-Öffnung des
Nachbehandlungsgeräts 5 an
das Aggregatemodul 15 abgegeben.
-
Der
Pfeil F bezeichnet die Wirkungsrichtung des Partialdruckes, der
eine Reduzierung des Feuchtegehaltes im Umluftstrom und damit eine
Trocknung im Aggregatemodul 15 und damit eine günstige Strömung immer
zum Bereich des niedrigen Druckes, also vom Aggregatemodul 15 zum
Turm 10 entsprechend der vorstehenden Beschreibung bewirkt.
-
Die
Linie G hebt die Linie 80%iger relativer Feuchte hervor.
-
Das
erfindungsgemäße Verfahren
und die erfindungsgemäße Vorrichtung
zur Luftbehandlung in Wind-Energieanlagen, insbesondere in Offshore Wind-Energieanlagen,
erzielen zusammengefasst folgende Wirkungen und Vorteile:
- 1. Führung
der aus der Umgebung angesaugten Außenluft durch einen Luftführungskanal 6 durch das
Aggregatemodul 15 hindurch zu dem oberhalb des Aggregatemoduls 15 liegenden
Teil des Turmes 10 und zu der an dessen Spitze befindlichen
Gondel 11, so dass die im Aggregatemodul 15 angeordneten
elektrischen und elektronischen Aggregate 16 nicht mit
salzhaltiger Luft in Berührung
kommen und daher keine Kontamination der Aggregate 16 erfolgt.
- 2. Führung
der Außenluft
durch einen ersten Strömungsweg
des Nachbehandlungsgerätes 5 mit einem
Plattenwärmetauscher 51 getrennt
von einem zweiten Strömungsweg
zur Führung
eines Umluftstromes durch das Aggregatemodul 15 über Zuluft-
und Abluftkanäle 75, 76 mit
einer hermetischen Trennung der Luftströme bei gleichzeitiger indirekter
Energieübertragung
– zum Zwecke
der Kühlung
der durch das Aggregatemodul 15 geführten Umluft,
– zum Zwecke
der Erwärmung
in den Turm 10 und die Gondel 11 eingeblasenen
Zuluft;
– zum
Zwecke der Entfeuchtung des Umluftstromes bei entsprechenden Temperaturdifferenzen.
- 3. Ein integriertes Entfeuchtungswärmepumpensystem dient der Feuchtereduzierung
der Außenluft
und deren gleichzeitiger Aufheizung mit der Gesamtwirkung, dass
nach Abkühlung
der Außenluft
im Turm 10 der Taupunkt nicht erreicht wird bzw. nicht
erreicht werden kann, so dass eine Kondensation im Turm 10 und
in der Gondel 11 vermieden wird.
- 4. Gezielte Zu- und Rückluftführung nach
dem Umluftprinzip im Aggregatemodul 15 durch Luftführungskanäle 7, 8,
die ggf. mit zusätzlichen
Volumenstromreglern in den einzelnen Zonen bzw. Etagen des Aggregatemoduls 15 zur
optimalen Luftreinigung und zur gezielten Erwärmung der elektrischen und
elektronischen Aggregate 16 versehen werden, deren Wärme über die
Oberflächen
der elektrischen und elektronischen Aggregate 16 abgegeben
wird.
- 5. Ergänzende
Nachheizung der Zuluft, vorzugsweise unter Einbeziehung einer Regeleinrichtung, zum
Turm 10 und der Gondel 11 aus der Abwärme der
elektrischen und elektronischen Aggregate 16 zur Vermeidung
einer Kondensation im Turm 10 und in der Gondel 11.
- 6. Anordnung eines Hochleistungs-Feinfilters 61 zur
weiteren Reduzierung des Salzgehaltes der durch das Aggregatemodul 15 geführten Umluft bei
Feuchtewerten von weniger als 40% relativer Feuchte.
- 7. Optionale Entfeuchtungswärmepumpen-Umschaltung
mit einem zusätzlichen
Kondensator auf Umluft zur Notbeheizung insbesondere im Winterbetrieb
und/oder bei stillgelegter Windenergieanlage.
-
Je
nach Konzeption einer Windenergieanlage sowie in Abhängigkeit
von der Turmhöhe
der Windenergieanlage sind oberhalb des Aggregatemoduls 15 weitere
Zwischendecks, d. h. Trennungen im Querschnitt des Turms 10,
vorgesehen. Dadurch wird der in den Innenraum des Turmes 10 mittels
des Außenluftventilators 25 eingeblasene
Induktionsstrahl der Zuluftführung
auf dem Weg zur Gondel 11 auf seinem Strömungsweg
unterbrochen beziehungsweise behindert. Durch derartige Zwischendecks
verlangsamt sich der Zuluftstrom durch permanente Induktion, d.
h. Strahlenverdickung, so dass es für große Turmhöhen empfehlenswert ist, die
Dynamik des Zuluftstromes zu beschleunigen. Zudem kühlt sich
der erwärmte
Zuluftstrom, der auch durch den thermischen Effekt nach oben in
Richtung zur Gondel 11 getrieben wird, auf dem langen Weg
bis zur Gondel 11 an den Turmwandungen ab, so dass sich
auch der thermische Auftrieb allmählich verlangsamt.
-
Andererseits
bieten Zwischendecks insbesondere bei größeren Turmhöhen eine gute Möglichkeit,
die Dynamik des Zuluftstromes zu erhalten beziehungsweise zu verstärken, indem
eine vorzugsweise zentrisch angeordnete, die Geschwindigkeit der
Zuluftströmung
erhöhende
Einrichtung wie beispielsweise eine Düse oder ein Diffusor die Strömungsgeschwindigkeit
der Zuluft punktuell erhöht und
eine gerichtete Strömung
mit hohem Induktionsverhalten oberhalb eines jeden Zwischendecks
erneut erzeugt. Diese Anordnung kann für jedes Zwischendeck wiederholt
werden, wobei die geschwindigkeitserhöhende Einrichtung so ausgelegt
wird, dass die Strahllänge
die Höhe
des jeweils nächsten Zwischendecks
erreicht und dort von der nächsten geschwindigkeitserhöhenden Einrichtung
aufgenommen und weitergeführt
wird.
-
Diese
technische Lösung
mit Anordnung einer als Düse
oder Diffusor ausgebildeten geschwindigkeitserhöhenden Einrichtung kommt solange ohne
ein mechanisches Hilfsaggregat, wie beispielsweise einen Ventilator,
aus, solange ein Zwischendeck eine luftdichte Abschottung darstellt
und die durch den zentralen Außenluftventilator 25 eingebrachte
Luftmenge aufgrund des erheblichen Überdruckverhaltens lediglich
die Düse
beziehungsweise den Diffusor der geschwindigkeitserhöhenden Einrichtung
durchströmen
kann und das Zwischendeck keine Bypässe in Form von Leckagen aufweist.
Dabei ist der Außenluftventilator
in der Lage, einen ausreichenden Überdruck zu erzeugen, der bis
zur Gondel 11 der Windenergieanlage reicht, so dass die
erforderliche Geschwindigkeitserhöhung über die eingebauten Düsen beziehungsweise
Diffusoren oder vergleichbaren Einrichtungen bewirkt werden kann.
-
Weist
das Zwischendeck jedoch gemäß den 30 und 31 an
seinen Seitenrändern
zur Turmwandung Spaltabstände
auf oder sind im Zwischendeck Öffnungen
zur Durchführung
einer Fahrstuhlkabine oder anderer Einrichtungen vorgesehen, so
sind gemäß 30 mechanische
Zusatzeinrichtungen wie Ventilatoren 80, 81, 82 erforderlich,
um die dynamische Geschwindigkeit des Zuluftstromes ZL, ZL', ZL'', ZL''' zu erhöhen, da die über den
Außenluftventilator
eingebrachte Luftmenge aufgrund des großen Druckverhaltens alle Öffnungen
durchdringt, wodurch sich ein unkontrolliertes Strömungsverhalten
im Turm 10 sowie der Gondel 11 entwickeln kann.
-
31 zeigt
die Erzeugung eines aus der primären
Luft gebildeten Treibstrahls sowie durch Induktion gebildete Sekundärluftströmungen und
im Bereich des Zwischendecks oberhalb des Aggregatemoduls 15 an
den Randbereichen des Zwischendecks auftretende Bypassströmungen entsprechend den
in 31 eingetragenen Pfeilen.
-
Um
eine gezielte Strömung
des Zuluftstromes zu erreichen und dabei Bypass-Strömungen durch
die Randspalte oder Fahrstuhldurchführungen zu vermeiden, ist es
vorteilhaft, die Ventilatoren 80, 81, 82,
die die Strömung
im zentrischen Bereich des Turmes 10 erneut erzeugen, mit
einer geringfügig
erhöhten,
geeigneten Luftmenge von beispielsweise +10%, gegenüber der
Zuluftmenge auszulegen, so dass durch Überdruck oberhalb des jeweiligen
Zwischendecks und Unterdruck unterhalb des jeweiligen Zwischendecks
eine geringe Luftmenge über
die Bypässe
strömt
und so verhindert, dass unkontrollierte Luftströmungen aus dem Überdruckverhalten
des Außenluftventilators 25 entstehen.
-
Die
mechanischen Luftfördereinrichtungen
in Form zusätzlicher
Ventilatoren 80, 81, 82 werden mit einem äußerst geringen
statischen Druck ausgelegt, weil der Außenluftventilator 25 einen
erheblichen Überdruck
erzeugt, der nur nach dem gesamten Weg durch den Turm 10 letztendlich
in der Gondel 11 abströmen
kann und sich erst dort durch Undichtigkeiten und Überdruckklappen
als Fortluft FL verliert. Der Turm 10 ist als hermetisch
geschlossen anzusehen, so dass hier der Überdruck bis zum Eintritt in
die Gondel 11 erhalten bleibt.
-
32 zeigt
das optimierte Luftbehandlungssystem 6 für die in 30 dargestellte Wind-Energieanlage
in Verbindung mit dem konventionellen Luftaufbereitungs- bzw. Entsalzungsgerät 2 zur
Vorentfeuchtung und -entsalzung der Außenluft AL.
-
Aufgrund
des Abkühleffektes
durch die Turmwandungen in Verbindung mit den langen Strömungswegen
erweist es sich gemäß 33 als vorteilhaft, in Verbindung mit der mechanischen
Luftfördereinrichtung 80, 81, 82 den
auf Teilstrecken abgekühlten
Luftstrom durch Heizeinrichtungen 8, 83, 84, die
beispielsweise aus der Abwärme
der im Aggregatemodul 15 angeordneten, Wärme abgebenden
elektrischen und elektronischen Aggregate 16 gespeist wird,
erneut aufzuheizen. Die Temperaturen im gesamten Turm 10 können dadurch
gegenüber
einer einmaligen zentralen Aufheizung gleichmäßiger gestaltet werden und
das Temperatur-Kondensationsverhalten im Turm 10 vorteilhaft
beeinflussen.
-
Die
Anordnung eines Hochleistungsfilters sowie eines Wärmetauschers
beziehungsweise einer zusätzlichen
Heizeinrichtung in der optimalen Luftbehandlungseinrichtung 5 kann
auch gemäß 34 in den Bereich einer Düse mit Ventilator 80 oberhalb des
Aggregatemoduls 15 mit dem Hochleistungsfilter 59 und
dem Wärmetauscher 8 verlagert
oder zusätzlich
angeordnet werden.
-
Die
erfindungsgemäße Lösung wurde
vorstehend am Beispiel einer Offshore Wind-Energieanlage mit den im Meerwasserbereich
herrschenden klimatischen Bedingungen einer feuchten und salzhaltigen
Außenluft
bei jahreszeitlich bedingten sehr kalten oder sehr warmen Außenlufttemperaturen
beschrieben. Daraus resultieren die Erfordernisse einer Entfeuchtung
und Entsalzung der Außenluft
sowie Bereitstellung einer entfeuchteten und entsalzten Zuluft im
Bereich des Aggregatemoduls 15, im Innern des Turmes 10 und
in der Gondel 11 zur Vermeidung von Korrosion und Gewährleistung
der Abfuhr der im Aggregatemodul anfallenden Wärmelasten. Die erfindungsgemäße Lösung ist
jedoch auch auf andere Umgebungsbedingungen anwendbar, beispielsweise auf
eine Umgebung mit sandiger, staubhaltiger oder anderweitig stark
belasteter Außenluft.
Auch unter derartigen Bedingungen ist der Einsatz einer Wärmepumpe
und Filtereinrichtung zur Konditionierung der in das Turminnere
eingeblasenen Luft sowie zur Wärmeabfuhr
der von den elektrischen und elektronischen Aggregaten im Aggregatemodul
abgestrahlten Wärme
von Bedeutung.
-
Unabhängig von
anderen, aggressiven Umgebungsbedingungen ist die Entfeuchtung und
die damit verbundene Sicherheit gegen Kondensation auch bei Land-Windenergieanlagen
ein bedeutsamer Punkt, denn Windenergieanlagen verfügen über elektrische
und elektronische Einrichtungen, die sowohl sensibel auf zu hohe
Feuchtewerte, bei denen sie einer verstärkten Korrosion ausgesetzt
sind, als auch auf unzulässig
hohe Temperaturen reagieren, die zu einer Zerstörung der elektrischen und elektronischen
Einrichtungen führen
können.
-
In
Abwandlung von den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen müssen in
derartigen Wind-Energieanlagen nicht alle Einrichtungen unmittelbar
im Turm angeordnet sein, sondern können auch in Containern oder
Gebäuden
neben dem Turm der Wind- Energieanlage
vorgesehen werden. Auch an derartigen Nebengebäuden oder Containern ist die
Entfeuchtung der Außenluft
bzw. die Vermeidung von Kondensation und gegebenenfalls die Wärmeabfuhr
von den elektrischen und elektronischen Aggregaten von erheblicher
Bedeutung.
-
- 1
- Offshore
Wind-Energieanlage
- 2
- Luftaufbereitungs-
oder Entsalzungsgerät
- 3
- Einfache
Luftbehandlungseinrichtung
- 4
- verbesserte
Luftbehandlungseinrichtung
- 5
- Optimale
Luftbehandlungseinrichtung
- 6
- Optimiertes
Luftbehandlungssystem
- 8
- Heizeinrichtung
- 10
- Turm
- 11
- Gondel
- 12
- Rotorblätter
- 13
- Abströmöffnungen
- 14
- Lufteintrittsöffnung
- 15
- Aggregatemodul
- 16
- elektrische
und elektronische Komponenten und Aggregate
- 21
- Erster
Tropfenabscheider
- 22,
23
- Koaleszenzabscheider
- 24
- zweiter
Tropfenabscheider
- 25
- Außenluft-
oder Überdruckventilator
- 31
- Heizeinrichtung
oder Lufterhitzer
- 32
- Hochleistungsfilter
- 41
- Verdampfer
- 42
- Kompressor
- 43
- Kondensator
oder Reheat-Coil
- 44
- Hochleistungsfilter
- 50
- Gehäuse
- 51
- Luftbehandlungsgerät mit rekuperativem
Wärmerückgewinnungssystem (Plattenwärmetauscher)
- 52
- Bypassklappen
- 53
- Verdampfer
bzw. Kühler
- 54
- Kompressor
- 55
- Kondensator
oder Reheat-Register
- 56
- Umluftventilator
- 57
- Hochleistungsfilter
im Außenluft-Zuluftstrom
- 58
- Heizeinrichtung
- 59
- Zweiter
Kondensator
- 60
- Bypass
- 61
- Hochleistungsfilter
im Umluftstrom
- 62
- Verdampfer
bzw. Kühler
- 63
- Kompressor
- 64
- Kondensator
bzw. Reheat-Register
- 65
- Heizeinrichtung
- 66
- Zweites
Kondensator/Reheat-Register
- 70,
71, 72
- Bypass
- 74
- Zuluftkanal
- 75,
76
- Umluft-Luftführungskanäle
- 80
- Weitwurfdüse
- 81,
82
- Ventilatoren
- 83,
84
- Heizeinrichtungen
- 700
- Bypassklappe
- 701,
702
- Bypass
- 711,
712
- Bypassklappen
- 713
- Bypassleitung
- 721,
722
- Bypassklappen
- 723
- Bypassleitung
- AL
- Außenluft
- ZL
- Zuluft
- FL
- Fortluft
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