DE102008053801A1 - Kurbelwelle mit Torsionsschwingungsdämpfer - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Kurbelwelle (10) für eine Brennkraftmaschine mit einem Torsionsschwingungsdämpfer, bei welchem eine Sekundärmasse (24) über ein Dämpfungselement (22) drehbar an der Kurbelwelle (10) gelagert ist, wobei eine Drehachse (16) der Sekundärmasse in einem Abstand d1 zu einer Drehachse (16) der Kurbelwelle (10) angeordnet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Kurbelwelle für eine Brennkraftmaschine mit einem Torsionsschwingungsdämpfer nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
- Bei konventionellen Kurbelwellen wird die Dämpfung von Torsionsschwingungen in der Regel über eine an einem Ende der Kurbelwelle angeordnete Dämpfungsriemenscheibe bewerkstelligt. Die Riemenscheibe dient zunächst der Kraftübertragung mittels eines Treibriemens aus Zusatzmechanismen, wie beispielsweise Wasserpumpen, Generatoren und dergleichen. Zur Dämpfung von Schwingungen weist die Dämpfungsriemenscheibe darüber hinaus einen Schwingungsisoliergummi und eine mittels diesem an der Scheibe befestigte Zusatzmasse zur Torsionsschwingungsdämpfung auf. Solche Dämpfungsriemenscheiben können aufgrund des begrenzten Bauraums nicht immer hinreichend groß ausgelegt werden, um eine zureichende Dämpfung der von der Kurbelwelle erzeugten Torsionsschwingungen zu erzielen.
- Aus der
DE 103 25 827 A1 ist eine Kurbelwelle mit einem Dämpfer bekannt, bei welcher eine Schwungmasse über einen Schwingungsisoliergummi, welcher in Umfangsrichtung ein Ausgleichsgewicht der Kurbelwelle umläuft, zur Dämpfung von Torsionsschwingungen an der Kurbelwelle befestigt wird. Hierbei ist die Drehachse der Schwungmasse koaxial mit der Drehachse der Kurbelwelle. Dies vermindert nachteilig die zur Verfügung stehende Ausgleichsmasse beziehungsweise Unwucht des Kurbelwellengegengewichts. Aus diesem Grund müssen solche Kurbelwellen besonders schwer ausgelegt werden, um den genannten Effekt zu minimieren. - Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Kurbelwelle nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1 so weiter zu entwickeln, dass eine verbesserte Dämpfung von Torsionsschwingungen bei kleinerem Bauteilgewicht ermöglicht wird.
- Diese Aufgabe wird durch eine Kurbelwelle mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
- Eine solche Kurbelwelle für eine Brennkraftmaschine weist einen Torsionsschwingungsdämpfer auf, bei welchem eine Sekundärmasse über ein Dämpfungselement drehbar an der Kurbelwelle gelagert ist. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass eine Drehachse der Sekundärmasse in einem Abstand zu einer Drehachse der Kurbelwelle angeordnet ist. In anderen Worten ist die Sekundärmasse nicht mehr, wie im Stand der Technik üblich, koaxial zur Drehachse der Kurbelwelle angeordnet, sondern verläuft beabstandet und bevorzugter Weise parallel zu dieser. Dadurch wird eine Anordnung ermöglicht, in welcher die Sekundärmasse eine kleinere Unwucht in Relation zur eigenen Drehachse, relativ zur Kurbelwellenachse dagegen eine möglichst große Unwucht aufweist. Damit ist eine leichtere Konstruktion der Kurbelwelle ermöglicht.
- Die Sekundärmasse ist dabei bevorzugt asymmetrisch bezüglich ihrer Drehachse ausgebildet. Hierdurch lassen sich die gewünschten Unwuchtverhältnisse bezüglich der beiden Drehachsen besonders einfach realisieren.
- In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Sekundärmasse an einer Fläche einer Kurbelwange der Kurbelwelle gelagert. Bevorzugt handelt es sich hierbei um eine Fläche der ersten Kurbelwange der Kurbelwelle. Der Schwerpunkt der jeweiligen Kurbelwange bleibt durch die zusätzliche Funktion der Schwingungstilgung durch die Sekundärmasse dabei vorteilhafter Weise nahezu unverändert, so dass bei gleichem Bauraumbedarf ohne nennenswerte Gewichtszunahme die Zusatzfunktion der Torsionsschwingungsdämpfung realisiert werden kann.
- Die Bearbeitung einer solchen Kurbelwelle kann dabei als einfache spanende Drehbearbeitung ausgeführt werden, wobei die Masse der Kurbelwelle im Vergleich zum Stand der Technik nicht nennenswert erhöht wird. Im Gegensatz zu ebenfalls aus dem Stand der Technik bekannten Systemen mit mechanischen Federn ist die erfindungsgemäße Ausführungsform der Kurbelwelle zudem in der Lage, sowohl Torsinos- als auch Biegeschwingungen zu dämpfen. Hierdurch werden weitere Funktionen ohne zusätzlichen Bauraumbedarf in die Kurbelwelle integriert. Weiterhin ist vorteilhaft sichergestellt, dass der Hubzapfen, welcher der jeweiligen Kurbelwangen zugeordnet ist, als bearbeitbare Wuchtmasse zugänglich bleibt.
- In einer weiteren Ausführungsform ist das Dämpfungselement aus einem Elastomer ausgebildet. Dies ermöglicht vorteilhaft eine einfachere Ausführungsform als bei ebenfalls aus dem Stand der Technik bekannten viskos gedämpften Sekundärmassen.
- Die Erfindung betrifft weiterhin einen Kraftwagen mit einer Kurbelwelle der genannten Art.
- Im Folgenden soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert werden. Die einzige Figur zeigt hierbei eine schematische Darstellung eines Endbereichs eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Kurbelwelle.
- Die im Ganzen mit
10 bezeichnete Kurbelwelle ist dabei in einer Seitenansicht gezeigt, so dass nur die erste Kurbelwange12 sowie der erste Hubzapfen14 zu sehen sind. Die Drehachse16 der Kurbelwelle10 verläuft durch das Hauptlager18 der Kurbelwelle. Die Kurbelwange12 ist asymmetrisch bezüglich der Drehachse16 ausgebildet, so dass die Kurbelwange12 die Massenkräfte bei der Bewegung der Kurbelwelle10 ausgleichen kann. - Auf einer Fläche
20 der Kurbelwange12 ist mittels eines Dämpfungselementes22 eine Sekundärmasse24 angelagert, wobei eine Drehachse26 der Sekundärmasse24 um einen Abstand d1 zur Drehachse16 der gesamten Kurbelwelle beabstandet ist. Die Drehachsen16 und26 verlaufen dabei parallel. - Das Dämpfungselement
22 bildet im Zusammenspiel mit der Sekundärmasse24 den Torsionsschwingungsdämpfer zum Dämpfen von Torsions- und Biegeschwingungen der Kurbelwelle10 . Durch die Beabstandung der Drehachsen16 und26 um den Abstand d1, sowie die asymmetrische Ausbildung der Sekundärmasse24 , welche zwei flügelartige, verbreiterte Seitenbereiche28 aufweist, welche über relativ schmale Bereiche30 verbunden sind, bewirkt, dass die Sekundärmasse24 eine relativ kleine Unwucht zur eigenen Drehachse26 , jedoch eine große Unwucht zur Kurbelwellendrehachse16 aufweist. - Der Schwerpunkt der ersten Kurbelwange
12 bleibt dabei trotz Hinzufügung der Sekundärmasse24 im Wesentlichen unverändert, so dass die torsionsschwingungsdämpfenden Eigenschaften der Kurbelwelle10 bei gleichem Bauraumbedarf ohne nennenswerte Gewichtszunahme realisiert werden können. Das Dämpfungselement22 ist bevorzugter Weise aus einem Elastomer, beispielsweise Gummi, ausgeführt, so dass keine zusätzlichen Abdichtungen, wie beispielsweise bei Viskodämpfungen notwendig, eingeführt werden müssen. Die Bearbeitung der Kurbelwelle kann als einfache drehende und spanende Bearbeitung ausgeführt werden, wobei auch der Hubzapfen14 für den ersten Zylinder als bearbeitbare Wuchtmasse zugänglich bleibt. Im Gegensatz zu Systemen mit mechanischen Federn kann die Kurbelwelle10 sowohl gegenüber Torsions- als auch gegenüber Biegeschwingungen gedämpft werden. -
- 10
- Kurbelwelle
- 12
- Kurbelwange
- 14
- Hubzapfen
- 16
- Drehachse
- 18
- Hauptlager
- 20
- Fläche
- 22
- Dämpfungselement
- 24
- Sekundärmasse
- 26
- Drehachse
- 28
- Seitenbereich
- 30
- Bereich
- d1
- Abstand
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 10325827 A1 [0003]
Claims (7)
- Kurbelwelle (
10 ) für eine Brennkraftmaschine mit einem Torsionsschwingungsdämpfer, bei welchem eine Sekundärmasse (24 ) über ein Dämpfungselement (22 ) drehbar an der Kurbelwelle (10 ) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Drehachse (16 ) der Sekundärmasse in einen Abstand d1 zu einer Drehachse (16 ) der Kurbelwelle (10 ) angeordnet ist. - Kurbelwelle (
10 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundärmasse (24 ) asymmetrisch bezüglich ihrer Drehachse (26 ) ausgebildet ist. - Kurbelwelle (
10 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundärmasse (24 ) an einer Fläche (20 ) einer Kurbelwange (12 ) der Kurbelwelle (10 ) gelagert ist. - Kurbelwelle (
10 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundärmasse (24 ) an der Fläche (20 ) der ersten Kurbelwange (12 ) der Kurbelwelle (10 ) gelagert ist. - Kurbelwelle (
10 ) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement (22 ) aus einem Elastomer ausgebildet ist. - Kurbelwelle (
10 ) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement (22 ) aus einer viskosen Flüssigkeit ausgebildet ist. - Kraftwagen mit einer Kurbelwelle (
10 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6.
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Citations (1)
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-
2008
- 2008-10-29 DE DE200810053801 patent/DE102008053801A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
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| DE102015117355A1 (de) | 2015-10-12 | 2017-04-13 | Vibracoustic Gmbh | Torsionsschwingungsdämpfer für eine Kurbelwelle |
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