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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Abgasreinigungseinrichtung
zum Reinigen des Abgases eines Motors, und insbesondere auf eine Abgasreinigungseinrichtung
mit einem NOx-Katalysator vom ammoniakselektiven Reduktionstyp,
welcher im Abgas enthaltenes NOx durch Nutzung von Ammoniak als
Reduktionsmittel reduziert, welches vom in das Abgas zugeführten
Harnstoffwassergemisch produziert wird.
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Beschreibung des Standes der
Technik
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Eine
herkömmliche bekannte Abgasreinigungseinrichtung reinigt
Abgas durch Entziehen von NOx (Stickstoffoxid), welches ein im Abgas
des Motors enthaltener Schadstoff ist. Diese Abgasreinigungseinrichtung
umfasst einen NOx-Katalysator vom ammoniakselektiven Reduktionstyp
(im Folgenden als ein SCR-Katalysator bezeichnet), welcher in den
Abgasweg des Motors eingefügt ist. Der SCR-Katalysator
wird mit Ammoniak versorgt, welches als Reduktionsmittel arbeitet.
Das Abgas wird durch Reduktion des NOx mit Hilfe des Ammoniaks gereinigt.
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Im
Allgemeinen führt solch eine Abgasreinigungseinrichtung
Harnstoffwassergemisch, was leichter handhabbar ist als Ammoniak,
zwecks Bereitstellung von Ammoniak am SCR-Katalysator dem Abgas
zu. Das Harnstoffwassergemisch wird in das Abgas unter Benutzung
eines Harnstoffwassergemisch-Einspritzventils oder dergleichen eingespritzt. Das
zerstäubte Harnstoffwassergemisch, welches vom Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil
in das Abgas zugeführt wurde, wird durch die Abgashitze hydrolisiert.
Das als Ergebnis der Hydrolyse produzierte Ammoniak wird dem SCR-Katalysator
zugeführt. Der SCR-Katalysator adsorbiert das an ihn zugeführte
Ammoniak, und der SCR-Katalysator begünstigt die Denitrierreaktion
zwischen dem Ammoniak und dem im Abgas enthaltenen NOx. Auf diese Weise
wird das NOx reduziert, und das Abgas wird gereinigt. In diesem
Prozess wird ein Teil des zerstäubten Harnstoffwassergemisches,
welches vom Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil eingespritzt wurde,
durch Kollision mit den Innenwänden des Abgasweges oder
anderen Stellen verflüssigt, und haftet am Abgasweg, dem
Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil, etc. an. Das anhaftende
Harnstoffwassergemisch wird zu einem Feststoff wie beispielsweise
einem Harnstoffkristall (im Folgenden als fester Harnstoff bezeichnet),
wenn die im Harnstoffwassergemisch enthaltene Feuchtigkeit verdampft ist.
Der feste Harnstoff wächst an den Innenwänden des
Abgasweges und dem Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil an. Aufgrund
der latenten Verdampfungswärme, welche während
des Verdampfens der im anhaftenden Harnstoffwassergemisch enthaltenden
Feuchtigkeit produziert wird, werden kalte Stellen dort erzeugt,
wo das Harnstoffwassergemisch angehaftet ist. Aus diesem Grund neigt mehr
zerstäubtes Harnstoffwassergemisch zur Verflüssigung
und haftet an den Stellen an, an denen das Harnstoffwassergemisch
bereits angehaftet ist, sowie an den umgebenden Flächen
dieser Stellen. Dies begünstigt die Bildung des festen
Harnstoffes.
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Solch
ein kontinuierliches Anwachsen des festen Harnstoffes kann den Abgasstromwiderstand im
Abgasweg vergrößern und den Abgasweg blockieren.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, Betriebsprobleme des
Harnstoffwassergemisch-Einspritzventils hervorzurufen. Die ungeprüfte
japanische Patentveröffentlichung
Nr. 2005-273503 (im Folgenden als Dokument 1 bezeichnet)
schlägt eine Abgasreinigungseinrichtung vor, welche den
an einem Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil angewachsenen festen
Harnstoff durch zeitweises Injizieren des Harnstoffwassergemisches
vom Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil entfernt, um die oben
genannten Probleme zu lösen. Die in Dokument 1 beschriebene
Abgasreinigungseinrichtung führt die zeitweise Harnstoffwassergemisch-Injektion
mit dem Harnstoff-Wasser-Einspritzventil durch. Folglich wird der am
Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil angewachsene feste Harnstoff
aufgelöst oder weggeblasen und dann vom Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil
abgelöst.
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Die
Abgasreinigungseinrichtung aus Dokument 1 löst den festen
Harnstoff durch die zeitweise Injektion auch dann ab, wenn der SCR-Katalysator eine
niedrigere Temperatur hat als die Aktivierungstemperatur, d. h.
wenn der SCR-Katalysator keine Ammoniakzufuhr benötigt.
Das für die Entfernung des festen Harnstoffes benutzte
Harnstoffwassergemisch trägt daher nicht zur Abgasreinigung
des SCR-Katalysators bei, sodass zusätzliches Harnstoffwassergemisch
verbraucht wird.
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Weiterhin
ist die Abgasreinigungseinrichtung aus Dokument 1 geeignet, zum
Entfernen des am Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil angewachsenen
festen Harnstoffes durch Harnstoffwassergemisch-Injektion, aber
nicht zum Entfernen des am Abgasweg angewachsenen festen Harnstoffes.
Es entsteht ein weiteres Problem, dass das für die Entfernung
des festen Harnstoffes eingespritzte Harnstoffwassergemisch verflüssigt
wird und an den Wänden des Abgasweges anhaftet, was ein
Anwachsen des festen Harnstoffes an den Wänden des Abgasweges
begünstigt.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung wurde gemacht, um die vorgenannten Probleme
zu lösen. Es ist eine Aufgabe der Erfindung eine Abgasreinigungseinrichtung
vorzuschlagen, welche geeignet ist, erfolgreich zu verhindern, dass
ein Feststoff wie beispielsweise ein Harnstoffkristall, in einem
Abgasweg und an einem Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil anwächst,
während Harnstoffwassergemisch in das Abgas effizient zugeführt
wird.
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Um
die obige Aufgabe zu lösen, umfasst die Abgasreinigungseinrichtung
für einen Motor gemäß der Erfindung einen
NOx-Katalysator vom ammoniakselektiven Reduktionstyp, welcher in
einen Abgasweg eines Motors eingefügt ist, um im Abgas
enthaltenes NOx durch Nutzung von Ammoniak als Reduktionsmittel
selektiv zu reduzieren; ein Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel,
welches eingerichtet ist für die Zufuhr von Harnstoffwassergemisch
in das stromaufwärts des NOx-Katalysators vom ammoniakselektiven
Reduktionstyp existierende Abgas; und ein Steuermittel, welches
eingerichtet ist zum Steuern des Harnstoffwassergemisch-Zuführmittels
derart, dass das Harnstoffwassergemisch zeitweise gemäß einer
vorbestimmten Zufuhrzeitdauer und einer vorbestimmten Zufuhrpause
zugeführt wird wenn das Harnstoffwassergemisch vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
zwecks Bereitstellung von Ammoniak an den NOx-Katalysator vom ammoniakselektiven
Reduktionstyp zugeführt wird.
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Gemäß der
derart konstruierten Abgasreinigungseinrichtung wird das Harnstoffwassergemisch, wenn
es vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel zugeführt
wird, um das Ammoniak am NOx-Katalysator vom ammoniakselektiven
Reduktionstyp bereit zustellen, zeitweise vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
in das Abgas zugeführt, welches stromaufwärts
des NOx-Katalysators vom ammoniakselektiven Reduktionstyp existiert,
und zwar gemäß der vorbestimmten Zuführzeitdauer
und der vorbestimmten Zufuhrpause. Auch wenn ein Feststoff, wie
beispielsweise ein Harnstoffkristall, aus dem während der
Zufuhrzeitdauer in das Abgas zugeführten Harnstoffwassergemisch
gebildet wird, ist die Abgasreinigungseinrichtung geeignet, den
gebildeten Feststoff während der Zufuhrpause in Ammoniak
zu verwandeln und dadurch den Feststoff zu vernichten. Dementsprechend
ist es möglich, das Anwachsen des Feststoffes, wie beispielsweise
einen Harnstoffkristall, am Abgasweg und am Harnstoff-Wasser-Zuführmittel
zu unterdrücken. Im Ergebnis ist es möglich, eine
Steigerung des Abgasstromwiderstandes und das Blockieren des Abgasweges
erfolgreich zu verhindern, welche durch das Anwachsen des Feststoffes,
wie beispielsweise Harnstoffkristall, hervorgerufen werden, und
weiterhin Betriebsprobleme des Harnstoffwassergemisch-Zuführmittels
zu verhindern.
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Die
unterbrochene Zufuhr des Harnstoffwassergemisches wird somit durchgeführt,
wenn das Harnstoffwassergemisch vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
zwecks Bereitstellung des Ammoniaks am NOx-Katalysator vom ammoniakselektiven Reduktionstyp
zugeführt wird. Das bereitgestellte Harnstoffwassergemisch
wird dann zur selektiven Reduktion des NOx im NOx-Katalysator vom
ammoniakselektiven Reduktionstyp benutzt. Weil es nicht notwendig
ist, weiteres Harnstoffwassergemisch in das Abgas zuzuführen,
um das Anwachsen des Feststoffs wie beispielsweise des Harnstoffkristalls
zu verhindern, kann das Harnstoffwassergemisch effizient genutzt
werden.
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Insbesondere
kann das Steuermittel das Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
steuern, indem die Zufuhrzeitdauer und die Zufuhrpause als vorbestimmte
fixe Werte benutzt werden.
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In
diesem Fall sind die Zufuhrzeitdauer und die Zufuhrpause des Harnstoffwassergemisches, welches
zeitweise vom Harnstoff-Wasser-Zuführmittel zugeführt
wird, beide fixiert. Das Steuermittel braucht daher die Zufuhrzeitdauer
und die Zufuhrpause nicht jedes Mal zu berechnen, und eine Rechenlast
des Steuermittels wird reduziert. Weiterhin wird die Speicherkapazität
einer Speichereinrichtung oder dergleichen, welche notwendig ist
zum vorläufigen Speichern der Daten zum Setzen der Zufuhrzeitdauer
und der Zufuhrpause, reduziert.
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Alternativ
kann die Abgasreinigungseinrichtung weiterhin ein Abgastemperaturdetektionsmittel umfassen,
welches eingerichtet ist zum Detektieren der Temperatur des Abgases,
in welches das Harnstoffwassergemisch vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
zugeführt wird, und das Steuermittel kann die Zufuhrzeitdauer
und die Zufuhrpause gemäß der durch das Abgastemperaturdetektionsmittel
detektierten Abgastemperatur abändern.
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In
diesem Fall sind die Zufuhrzeitdauer und die Zufuhrpause des Harnstoffwassergemisches, welches
zeitweise vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel zugeführt
wird, in ihrer Länge verändert, und zwar gemäß der
Temperatur des Abgases, in welches das Harnstoffwassergemisch vom
Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel zugeführt
wird. Je niedriger die Abgastemperatur ist, desto wahrscheinlicher wird
der Feststoff, wie beispielsweise Harnstoffkristall, gebildet. Je
höher die Abgastemperatur ist, desto wahrscheinlicher wird
der Feststoff, wie beispielsweise Harnstoffkristall, in Ammoniak umgewandelt,
um vernichtet zu werden. Dies bedeutet, dass wenn die Zufuhrzeitdauer
und die Zufuhrpause des Harnstoffwassergemisches gemäß der
Abgastemperatur angepasst werden, es möglich ist, das Anwachsen
des Feststoffes, wie beispielsweise Harnstoffkristall, genau und
zuverlässig zu unterdrücken, auch wenn es eine
Fluktuation bei der Abgastemperatur gibt, welche die Bildung und
das Anwachsen des Feststoffes, wie beispielsweise Harnstoffkristall,
beeinflusst.
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Alternativ
kann die Abgasreinigungseinrichtung weiterhin ein Abgastemperaturdetektionsmittel umfassen,
welches eingerichtet ist zum Detektieren der Temperatur des Abgases,
in welches das Harnstoffwassergemisch vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
zugeführt wird, und das Steuermittel kann die Zufuhrzeitdauer
und die Zufuhrpause gemäß der durch das Abgastemperaturdetektionsmittel
detektierten Abgastemperatur und einer Abgasausstoßmenge
vom Motor abändern.
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In
diesem Fall werden die Zufuhrzeitdauer und die Zufuhrpause des Harnstoffwassergemisches,
welches zeitweise vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
zugeführt wird, in ihrer Länge gemäß der
Temperatur des Abgases, in welches das Harnstoffwassergemisch vom
Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel zugeführt
wird, und der Abgasausstoßmenge vom Motor angepasst. Die
Bildung und Vernichtung des Feststoffes, wie beispielsweise Harnstoffkristall,
werden nicht nur durch die Abgastemperatur, sondern auch durch die
Abgasausstoßmenge des Motors beeinflusst. Je kleiner die
Abgasausstoßmenge ist, desto wahrscheinlicher wird Feststoff,
wie beispielsweise Harnstoffkristall, gebildet. Je größer
die Abgasausstoßmenge ist, desto wahrscheinlicher wird
die Vernichtung des Feststoffes, wie beispielsweise Harnstoffkristall.
Dies bedeutet, dass, wenn die Zufuhrzeitdauer und die Zufuhrpause
des Harnstoffwassergemisches gemäß der Abgastemperatur
und der Abgasausstoßmenge abgeändert werden, das
Anwachsen des Feststoffes wie beispielsweise Harnstoffkristall genau
und zuverlässig verhindert werden kann, auch wenn es eine
Fluktuation der Abgastemperatur und/oder Abgasausstoßmenge gibt,
was die Bildung und Vernichtung des Feststoffes, wie beispielsweise
Harnstoffkristall, verhindert.
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Alternativ
kann die Abgasreinigungseinrichtung weiterhin ein Abgastemperaturdetektionsmittel umfassen,
welches eingerichtet ist zum Detektieren der Temperatur des Abgases,
in welches das Harnstoffwassergemisch vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
zugeführt wird, und das Steuermittel kann die Zufuhrzeitdauer
gemäß der durch das Abgastemperaturdetektionsmittel
detektierten Abgastemperatur und einer Harnstoffwassergemisch-Zufuhrmenge
des Harnstoffwassergemisch-Zuführmittels abändern
und die Zufuhrpause gemäß der durch das Abgastemperaturdetektionsmittel
detektierten Abgastemperatur abändern.
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In
diesem Fall wird die Länge der Harnstoffwassergemisch-Zuführzeitdauer
gemäß der Abgastemperatur, in welches das Harnstoffwassergemisch vom
Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel zugeführt wird,
und der Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
abgeändert, wenn das Harnstoffwassergemisch zeitweise vom
Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel zugeführt wird.
Die Länge der Zuführpause wird gemäß der
Abgastemperatur, in welches das Harnstoffwassergemisch vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
zugeführt wird, abgeändert.
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Die
Bildung des Feststoffes, wie beispielsweise Harnstoffkristall, wird
nicht nur durch die Abgastemperatur, sondern auch durch die Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge
vom Harnstoffwassergemisch Zuführmittel beeinflusst. Mit
anderen Worten, wird eine Bildung des Feststoffes, wie beispielsweise Harnstoffkristall,
wahrscheinlicher, wenn die Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge
erhöht wird. Dies bedeutet, dass wenn die Zuführzeitdauer
des Harnstoffwassergemisches gemäß der Abgastemperatur und
der Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge zusätzlich
zur Anpassung der Zufuhrpause gemäß der Abgastemperatur
abgeändert wird, das Anwachsen des Feststoffes, wie beispielsweise
Harnstoffkristall, genau und zuverlässig verhindert wird,
auch wenn es eine Fluktuation bei der Abgastemperatur, welche die Bildung
und Vernichtung des Feststoffes, wie beispielsweise Harnstoffkristall,
beeinflusst, und/oder bei der Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge
gibt, welche die Bildung des Feststoffes beeinflusst.
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Alternativ
kann die Abgasreinigungseinrichtung weiterhin ein Abgastemperaturdetektionsmittel umfassen,
welches eingerichtet ist zum Detektieren der Temperatur des Abgases,
in welches das Harnstoffwassergemisch vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
zugeführt wird, und das Steuermittel kann die Zufuhrzeitdauer
gemäß der durch das Abgastemperaturdetektionsmittel
detektierten Abgastemperatur, der Harn stoffwassergemisch-Zufuhrmenge
des Harnstoffwassergemisch-Zuführmittels und der Abgasausstoßmenge
vom Motor abändern und die Zufuhrpause gemäß der
durch das Abgastemperaturdetektionsmittel detektierten Abgastemperatur
und der Abgasausstoßmenge vom Motor abändern.
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In
diesem Fall wird die Länge der Harnstoffwassergemisch-Zufuhrzeitdauer
gemäß der Abgastemperatur, in welches das Harnstoffwassergemisch vom
Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel zugeführt wird,
der Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
und der Abgasausstoßmenge vom Motor abgeändert,
wenn das Harnstoffwassergemisch zeitweise vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
zugeführt wird. Die Länge der Zufuhrpause wird
gemäß der Abgastemperatur, in welches das Harnstoffwassergemisch
vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel zugeführt
wird, und der Abgasausstoßmenge vom Motor abgeändert.
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Die
Bildung des Feststoffes, wie beispielsweise Harnstoffkristall, wird
durch die Abgastemperatur, die Harnstoffwassergemisch-Zufuhrmenge
vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel und der Abgasausstoßmenge
vom Motor beeinflusst. Die Vernichtung des Feststoffes, wie beispielsweise
Harnstoffkristall, wird durch die Abgastemperatur und die Abgasausstoßmenge
vom Motor beeinflusst. Wenn die Zufuhrzeitdauer und die Zufuhrpause
wie oben beschrieben abgeändert werden, dann wird das Anwachsen
des Feststoffes, wie beispielsweise Harnstoffkristall, genau und
zuverlässig verhindert, auch wenn es ein Fluktuation der
Abgastemperatur, der Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge
und/oder der Abgasausstoßmenge gibt.
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Alternativ
kann die Abgasreinigungseinrichtung weiterhin ein Abgastemperaturdetektionsmittel umfassen,
welches eingerichtet ist zum Detektieren der Temperatur des Abgases,
in welches das Harnstoffwassergemisch vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
zugeführt wird und die Zufuhrzeitdauer gemäß der
durch das Abgastemperaturdetektionsmittel detektierten Abgastemperatur
und der Harnstoffwassergemischdichte innerhalb des Abgases abändern
und die Zufuhrpause gemäß der durch das Abgastemperaturdetektionsmittel
detektierten Abgastemperatur und der Abgasausstoßmenge
vom Motor abändern.
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In
diesem Fall, wird die Länge der Harnstoffwassergemisch-Zuführzeitdauer
gemäß der Abgastemperatur, in welches das Harnstoffwassergemisch vom
Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel zugeführt wird,
und der Harnstoffwassergemischdichte innerhalb des Abgases abgeändert,
wenn das Harnstoffwassergemisch zeitweise vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
zugeführt wird. Die Länge der Zufuhrpause wird
gemäß der Abgastemperatur, in welches das Harnstoffwassergemisch
vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel zugeführt
wird, und der Abgasausstoßmenge vom Motor abgeändert.
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Die
Bildung des Feststoffes, wie beispielsweise Harnstoffkristall, wird
nicht nur durch die Abgastemperatur, sondern auch durch die Harnstoffwassergemischdichte
innerhalb des Abgases beeinflusst. Mit anderen Worten, wird der
Feststoff, wie beispielsweise Harnstoffkristall, umso wahrscheinlicher
gebildet, desto höher die Harnstoffwassergemischdichte
ist. Wenn die Harnstoffwassergemisch-Zuführzeitdauer gemäß der
Abgastemperatur und der Harnstoffwassergemischdichte innerhalb des
Abgases zusätzlich zur Abänderung der Zufuhrpause
gemäß der Abgastemperatur und der Abgasausstoßmenge
angepasst wird, dann kann das Anwachsen des Feststoffes, wie beispielsweise
Harnstoffkristall, genau und zuverlässig verhindert werden,
auch wenn es eine Fluktuation der Abgastemperatur, der Harnstoffwassergemischdichte
innerhalb des Abgases und/oder der Abgasausstoßmenge gibt.
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Als
besondere Steuerung der zeitweisen Harnstoffwassergemisch-Zufuhr,
kann, wenn das Harnstoffwassergemisch vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
zugeführt wird, das Steuermittel einen ersten Beurteilungswert
durch Addition eines Additionswertes, welcher mit einer Bildungsmenge eines
aus dem Harnstoffwassergemisch gebildeten Feststoffes korrespondiert,
und durch Subtraktion eines Subtraktionswertes, welcher mit einer
Vernichtungsmenge des Feststoffes in jedem vorbestimmten Zyklus
korrespondiert, unter Benutzung eines vorbestimmten unteren Grenzwertes
als initialen Wert berechnen, bestimmen, dass die Zufuhrzeitdauer
abgelaufen ist wenn der erste Beurteilungswert bis zu einem vorbestimmten
oberen Grenzwert ansteigt, und dann die Harnstoffwassergemischzufuhr
vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel stoppen. In diesem Fall,
wenn die Harnstoffwassergemischzufuhr vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
temporär aussetzt, kann das Steuermittel einen zweiten
Beurteilungswert durch Subtraktion des Subtraktionswertes in jedem
vorbestimmten Zyklus unter Benutzung des oberen Grenzwertes als
initialen Wert berechnen, bestimmen, dass die Zufuhrpause abgelaufen
ist wenn der zweite Beurteilungswert bis zum unteren Grenzwert hin
abgefallen ist, und dann die Harnstoffwassergemischzufuhr vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
starten.
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Der
erste Beurteilungswert, welcher benutzt wird zur Bestimmung der
Harnstoffwassergemisch-Zufuhrzeitdauer für das zeitweise
Zuführen des Harnstoffwassergemisches durch das Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel,
wird erhalten durch Addition des Additionswertes, welcher mit der
Bildungsmenge des in jedem vorbestimmten Zyklus vom Harnstoffwassergemisch
gebildeten Feststoff korrespondiert, und durch Subtraktion des Subtraktionswertes,
welcher mit der Vernichtungsmenge des Feststoffes in jedem vorbestimmten
Zyklus korrespondiert. Der erste Beurteilungswert wird als Reaktion
auf die Bildung und Vernichtung des vom Harnstoffwassergemisch gebildeten
Feststoff, wie beispielsweise Harnstoffkristall, abgeändert.
Anders ausgedrückt, wenn die Feststoffbildungsmenge größer
ist als die Feststoffvernichtungsmenge, je größer also
die Differenz zwischen diesen Werten ist, desto schneller erreicht
der erste Beurteilungswert den oberen Grenzwert, und desto kürzer
wird die Harnstoffwassergemisch-Zufuhrzeitdauer.
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Dies
ermöglicht die genaue Einstellung der Menge des Feststoffes,
wie beispielsweise Harnstoffkristall, welche während der
Harnstoffwassergemisch-Zufuhr vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
gebildet wird, und dann ein genaues und zuverlässiges Unterdrücken
des Anwachsens des Feststoffes, wie beispielsweise Harnstoffkristall.
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Der
zweite Beurteilungswert, welcher benutzt wird zur Bestimmung der
Harnstoffwassergemisch-Zufuhrpause, wenn das Harnstoffwassergemisch
zeitweise vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel zugeführt
wird, wird erhalten durch Subtraktion des Subtraktionswertes, welcher
mit der Vernichtungsmenge des in jedem vorbestimmten Zyklus vom
Harnstoffwassergemisch vernichteten Feststoff korrespondiert. Der
zweite Beurteilungswert wird in Abhängigkeit auf eines
Vernichtungszustand des Feststoffes, wie beispielsweise Harnstoffkristall,
welcher aus dem Harnstoffwassergemisch gebildet wird, abgeändert.
Mit anderen Worten, je größer die Feststoffvernichtungsmenge
ist, desto schneller erreicht der zweite Beurteilungswert den unteren
Grenzwert, und desto kürzer wird die Harnstoffwassergemisch-Zufuhrpause.
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Die
Harnstoffwassergemisch-Zufuhr kann daher neu gestartet werden, wenn
der Feststoff, wie beispielsweise Harnstoffkristall, während
der Unterbrechung der Harnstoffwassergemisch-Zufuhr vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
innerhalb des Abgases auf eine angemessene Menge reduziert wurde.
Dies ermöglicht es, es zu verhindern, dass die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr
länger als notwendig unterbrochen wird und eine Verminderung
der Abgasreinigungsleistung zu unterdrücken, welche durch
die Unterbrechung der Harnstoffwassergemisch-Zufuhr hervorgerufen
wird.
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Um
konkreter zu werden, wenn das Harnstoffwassergemisch zeitweise vom
Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel durch Nutzung des ersten
und zweiten Beurteilungswertes wie oben beschrieben zugeführt
wird, kann die Abgasreinigungseinrichtung weiterhin ein Abgastemperaturdetektionsmittel
umfassen, welches eingerichtet ist zum Detektieren der Temperatur
des Abgases, in welches das Harnstoffwassergemisch vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
zugeführt wird und der Additionswert kann gemäß der
durch das Abgastemperaturdetektionsmittel detektierten Abgastemperatur,
der Abgasausstoßmenge vom Motor und der Harnstoffwassergemischzufuhrmenge
vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel verändert
werden. In diesem Fall kann der Subtraktionswert gemäß der
Abgastemperatur und der Abgasausstoßmenge verändert
werden.
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Wie
oben erwähnt, wird die Bildung des Feststoffes, wie beispielsweise
Harnstoffkristall, durch die Abgastemperatur, die Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge
vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel, und die Abgasausstoßmenge
des Motors beeinflusst. Die Vernichtung des Feststoffes, wie beispielsweise
Harnstoffkristall, wird durch die Abgastemperatur und die Abgasausstoßmenge
des Motors beeinflusst. Wenn die Additions- und Subtraktionswerte auf
diese Weise gesetzt werden, dann können die Additions-
und Subtraktionswerte genau gemäß der gegenwärtigen
Bildung und Vernichtung des Feststoffes, wie beispielsweise Harnstoffkristall,
gesetzt werden. Folglich ist es, auch wenn es eine Fluktuation bei
der Abgastemperatur, der Harnstoffwassergemisch-Zufuhrmenge und/oder
Abgasausstoßmenge gibt, möglich, eine Verschlechterung
der Abgasreinigungseffizienz zu unterdrücken, welche durch
das Aussetzen der Harnstoffwassergemisch-Zufuhr verursacht wird,
und gleichzeitig das Anwachsen des Feststoffes, wie beispielsweise
Harnstoffkristall, genau und zuverlässig zu unterdrücken.
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Insbesondere,
wenn die Abgasausstoßmenge und die Harnstoffwassergemisch-Zufuhrmenge
fixiert sind, kann der Additionswert gesetzt werden um bei einer
Erhöhung der Abgastemperatur reduziert zu werden. Wenn
die Abgasausstoßmenge und die Harnstoffwassergemischzufuhrmenge
fixiert sind, kann der Additionswert gesetzt wird um bei einer Erhöhung
der Abgasausstoßmenge reduziert zu werden. Wenn die Abgastemperatur
und die Harnstoffwassergemischzufuhrmenge fixiert sind kann der
Additionswert gesetzt werden um bei einer Verringerung der Harnstoffwassergemischzufuhrmenge
reduziert zu werden. Wenn die Abgastemperatur und die Abgasausstoßmenge
fixiert sind kann der Subtraktionswert gesetzt werden um bei einer
Erhöhung der Abgastemperatur erhöht zu werden,
wenn die Abgasausstoßmenge fixiert ist, und der Subtraktionswert gesetzt
wird um bei einer Erhöhung der Abgasausstoßmenge
erhöht zu werden wenn die Abgastemperatur fixiert ist.
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Durch
Setzen der Additions- und Subtraktionswerte auf diese Weise, können
die Additions- und Subtraktionswerte genau gemäß der
gegenwärtigen Einflüsse der Abgastemperatur, der
Harnstoffwassergemisch-Zufuhrmenge und der Abgasausstoßmenge bis
zur Bildung und Vernichtung des Feststoffes, wie beispielsweise
Harnstoffkristall, gesetzt werden. Folglich ist es, auch wenn es
eine Fluktuation der Abgastemperatur, der Harnstoffwassergemisch-Zufuhrmenge
und/oder Abgasausstoßmenge gibt, möglich, eine
Verschlechterung der Abgasreinigungseffizienz erfolgreich zu unterdrücken,
welche durch die Aussetzung der Harnstoffwassergemisch-Zufuhr hervorgerufen
wird, und gleichzeitig das Anwachsen des Feststoffs, wie beispielsweise
Harnstoffkristall, genauer und zuverlässiger zu unterdrücken.
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Um
konkreter zu werden, kann alternativ, wenn das Harnstoffwassergemisch
zeitweise Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel unter Benutzung des
ersten und zweiten Beurteilungswertes wie oben beschrieben zugeführt
wird, die Abgasreinigungseinrichtung weiterhin ein Abgastemperaturdetektionsmittel
umfassen, welches eingerichtet ist zum Detektieren der Temperatur
des Abgases, in welches das Harnstoffwassergemisch vom Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel
zugeführt wird, und der Additionswert kann gemäß der
durch das Abgastemperaturdetektionsmittel detektierten Abgastemperatur
und der Harnstoffwassergemischdichte innerhalb des Abgases verändert
werden. In diesem Fall kann der Subtraktionswert gemäß der
Abgastemperatur und der Abgasausstoßmenge vom Motor verändert
werden.
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Wie
oben beschrieben, wird die Bildung des Feststoffes, wie beispielsweise
Harnstoffkristall, durch die Abgastemperatur und die Harnstoffwassergemischdichte
innerhalb des Abgases beeinflusst. Die Vernichtung des Feststoffes,
wie beispielsweise Harnstoffkristall, wird durch die Abgastemperatur
und durch die Abgasausstoßmenge des Motors beeinflusst.
Durch Setzen des Additions- und Subtraktionswertes auf die obige
Art und Weise können die Additions- und Subtraktionswerte
gemäß der gegenwärtigen Bildung und Vernichtung
des Feststoffes, wie beispielsweise Harnstoffkristall, genau gesetzt werden.
Folglich ist es, auch wenn es eine Fluktuation bei der Abgastemperatur
und/oder der Harnstoffwassergemischdichte innerhalb des Abgases
gibt, möglich, eine Verschlechterung der Abgasreinigungseffizienz
zu unterdrücken, welche durch das Aussetzen der Harnstoffwassergemisch-Zufuhr
verursacht wird, und gleichzeitig das Anwachsen des Feststoffes
wie beispielsweise Harnstoffkristall genau und verlässlich
zu unterdrücken.
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Insbesondere
wenn die Harnstoffwassergemischdichte fixiert ist, kann der Additionswert
bei einer Erhöhung der Abgastemperatur reduziert werden.
Wenn die Abgastemperatur fixiert ist kann der Additionswert bei
einer Verringerung der Harnstoffwassergemischdichte reduziert werden.
In diesem Fall wenn die Abgasausstoßmenge fixiert ist kann
der Subtraktionswert bei einer Erhöhung der Abgastemperatur
erhöht werden. Wenn die Abgastemperatur fixiert ist kann
der Subtraktionswert bei einer Erhöhung der Abgasausstoßmenge
erhöht werden.
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Durch
Setzen des Additions- und Subtraktionswertes auf die obige Art und
Weise können die Additions- und Subtraktionswerte gemäß der
gegenwärtigen Einflüsse von Abgastemperatur, Harnstoffwassergemischdichte
innerhalb des Abgases und der Abgasausstoßmenge bis hin
zur Bildung und Vernichtung des Feststoffes, wie beispielsweise
Harnstoffkristall, genau gesetzt werden. Folglich ist es, auch wenn
es eine Fluktuation bei der Abgastemperatur, der Harnstoffwassergemischdichte
innerhalb des Abgases und/oder Abgasausstoßmenge gibt, möglich,
eine Verschlechterung der Abgasreinigungseffizienz zu unterdrücken,
welche durch das Aussetzen der Harnstoffwassergemisch-Zufuhr verursacht
wird, und gleichzeitig das Anwachsen des Feststoffes, wie beispielsweise
Harnstoffkristall, genauer und zuverlässiger zu unterdrücken.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die
vorliegende Erfindung wird durch die im Folgenden gegebene detaillierte
Beschreibung und durch die angefügten Zeichnungen verständlicher, welche
nur zu Illustrationszwecken bereitgestellt werden und daher die
vorliegende Erfindung nicht begrenzen:
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1 ist
eine Ansicht, welche einen Gesamtaufbau eines Motorsystems zeigt,
bei welchem eine Abgasreinigungseinrichtung gemäß einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung Anwendung findet;
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2 ist
ein Flussdiagramm einer Harnstoffwassergemisch-Zuführsteuerung,
welche durch eine ECU implementiert wird;
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3 ist
ein Graph, welcher eine Beziehung von einem Additionswert, Abgastemperatur
und dem Verhältnis einer Harnstoffwassergemisch-Zufuhrmenge
zu einer Abgasausstoßmenge in einer Additionswerttabelle
zeigt, welche bei der Harnstoffwassergemisch-Zuführsteuerung
benutzt wird; und
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4 ist
ein Graph, welcher eine Beziehung eines Subtraktionswertes, Abgastemperatur
und einer Abgasausstoßmenge in einer Subtraktionswerttabelle
zeigt, welche für die Harnstoffwassergemisch-Zuführsteuerung
benutzt wird.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Eine
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nun mit
Bezug zu den beiliegenden Zeichnungen beschrieben. 1 ist
eine Ansicht, welche einen Gesamtaufbau eines Motorsystems umfassend
einen Vier-Zylinder-Dieselmotor (im folgenden als Motor bezeichnet) 1 zeigt,
auf welches eine Abgasreinigungseinrichtung gemäß der Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung angewandt wird. Bezüglich 1 wird
der Aufbau des Motorsystems detailliert beschreiben.
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Der
Motor 1 hat einen Hochdrucksammler (im folgenden als Common
Rail bezeichnet) 2, welcher gemeinsam an den Zylinder vorgesehen
ist. Hochdrucktreibstoff, welcher von einer nicht gezeigten Treibstoffeinspritzpumpe
zugeführt wird und im Common Rail 2 gespeichert
wird, wird an die an den Zylindern vorgesehenen Treibstoffeinspritzventile
zugeführt. Der Hochdrucktreibstoff wird dann von den Einspritzventilen 4 in
die jeweiligen Zylinder eingespritzt.
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Ein
Turbolader 8 ist an einem Ansaugweg 6 befestigt.
Ansaugluft, welche von einem nicht gezeigten Luftfilter angesaugt
wird, strömt von dem Ansaugweg 6 in einen Kompressor 8a des
Turboladers 8. Die Ansaugluft, welche vom Kompressor 8a turbogeladen
wird, wird den Ansaugverteiler 14 durch einen Ladeluftkühler 10 und
Ansaugsteuerventil 12 eingeführt. Ein Ansaugluftstromsensor 16 zum
Erkennen eines Durchsatzes der in den Motor 1 angesaugten Ansaugluft
ist in den Ansaugweg 6 eingefügt, um stromaufwärts
vom Kompressor 8a angeordnet zu werden.
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Nicht
gezeigte Abgasauslässe, durch welche Abgas aus den Zylindern
des Motors 1 ausgestoßen wird, sind mit einer
Abgasleitung 20 über einen Abgasverteiler 18 verbunden.
Zwischen dem Abgasverteiler 18 und dem Ansaugverteiler 14 ist
ein EGR-Weg 24 angeordnet, welcher den Abgasverteiler 18 und
den Ansaugverteiler 14 miteinander mit einem EGR-Ventil 22 verbindet,
welches dazwischen eingefügt ist.
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Eine
Turbine 8b des Turboladers 8 ist in den Abgasweg 20 eingefügt
und ist mit einer Abgasnachbehandlungseinrichtung 28 über
ein Abgasdrosselventil 26 verbunden, welches stromabwärts
der Turbine 8b eingesetzt ist. Die Turbine 8b hat
eine rotierende Welle, welche mechanisch mit einer rotierenden Welle
des Kompressors 8a gekoppelt ist. Die Turbine 8b,
welche das Abgas empfangen hat, welches durch den Abgasweg 20 geströmt
ist, treibt den Kompressor 8a an.
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Die
Abgasnachbehandlungseinrichtung 28 umfasst ein Oberstromgehäuse 30 und
ein Unterstromgehäuse 34, welches mit der Stromabwärts-Seite
des Oberstromgehäuses 30 über einen Verbindungsweg 32 verbunden
ist. Das Oberstromgehäuse 30, der Verbin dungsweg 32 und
das Unterstromgehäuse 34 bilden einen Abgasweg
der vorliegenden Erfindung zusammen mit der Abgasleitung 20.
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Das
Oberstromgehäuse 30 nimmt einen Vorstufenoxidationskatalysator 36 und
einen Partikelfilter (im folgenden als Filter bezeichnet) 38 auf,
welcher stromabwärts des Vorstufenoxidationskatalysators 36 angeordnet
ist. Der Filter 38 fangt Partikel ein, die im Abgas enthalten
sind, und reinigt so das Abgas des Motors 1.
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Der
Vorstufenoxidationskatalysator 36 oxidiert NO (Stickstoffmonoxid),
welches im Abgas enthalten ist, um NO2 (Stickstoffdioxid)
zu produzieren. Da der Vorstufenoxidationskatalysator 36 stromaufwärts
des Filters 38 angeordnet ist, strömt das in Vorstufenoxidationskatalysator 36 produzierte
NO2 in den Filter 38. Die aufgefangenen
und im Filter 38 gebundenen Partikel werden in Reaktion
mit dem NO2 oxidiert, welches vom Vorstufenoxidationskatalysator 36 zugeführt
wird. Im Ergebnis wird eine kontinuierliche Regeneration des Filters 38 durchgeführt.
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Das
Unterstromgehäuse 34 nimmt einen NOx-Katalysator
vom ammoniakselektiven Reduktionstyp (im folgenden als SCR-Katalysator
bezeichnet) 40 auf, welcher im Abgas enthaltenes Ammoniak adsorbiert
und das Ammoniak als Reduktionsmittel zum selektiven Reduzieren
des NOx (Stickstoffoxid) benutzt, welches im Abgas enthalten ist,
um das Abgas zu reinigen. Stromabwärts des SCR-Katalysators 40 innerhalb
des Unterstromgehäuses 34 ist ein Nachstufenoxidationskatalysator 42 angeordnet, zum
Entfernen des Ammoniaks aus dem Abgas, welches aus dem SCR-Katalysator 40 heraus
geströmt ist. Der Nachstufenoxidationskatalysator 42 hat
eine Funktion zum Oxidieren von CO (Kohlenstoffmonoxid), welches
produziert wird, wenn die Partikel bei der Erzwungenen Regeneration
des Filters 38 verbrannt werden, und dann CO2 (Kohlenstoffdioxid) auszustoßen,
welches bei der Oxidation des CO produziert wird.
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Im
Verbindungsweg 32 ist ein Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil
(Harnstoffwassergemisch-Zuführmittel) 44 eingefügt,
welches Harnstoffwassergemisch ins im Verbindungsweg 32 existierende
Abgase einspritzt. Das Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44 wird über
eine nicht gezeigte Harnstoffwassergemisch-Zuführpumpe
mit dem Harnstoffwassergemisch von einem Harnstoffwassergemisch-Tank 46 versorgt,
in welchem Harnstoffwassergemisch bevorratet ist. Das zugeführte
Harnstoffwas sergemisch wird von dem Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44 in
das Abgas innerhalb des Verbindungsweges 32 aufgrund des Öffnens
und Schließens des Harnstoffwassergemisch-Einspritzventils 44 eingespritzt.
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Das
zerstäubte Harnstoffwassergemisch, welches Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44 eingespritzt
wurde, wird durch die Abgashitze hydrolisiert, was Ammoniak produziert.
Das produzierte Ammoniak wird zusammen mit dem Abgas an den SCR-Katalysator 40 geleitet.
Der SCR-Katalysator 40 adsorbiert das zugeführte
Ammoniak und begünstigt eine Denitrierreaktion zwischen
dem Ammoniak und dem im Abgas enthaltenen NOx. Im Ergebnis wird
das im Abgas enthaltene NOx reduziert und in unschädliches
N2 oder dergleichen umgewandelt. Wenn das
Ammoniak nicht mit dem NOx reagiert und aus dem SCR-Katalysator 40 herausströmt,
dann wird das Ammoniak vom Abgas durch den Nachstufenoxidationskatalysator 42 getrennt.
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Ein
Abgastemperatursensor (Abgastemperaturdetektionsmittel) 48 zum
Detektieren der Abgastemperatur ist im Unterstromgehäuse 34 eingesetzt, um
stromaufwärts des SCR-Katalysators 40 angeordnet
zu werden. Der Abgastemperatursensor 48 detektiert die
Temperatur des Abgases, welches in dem SCR-Katalysator strömt.
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Eine
ECU (Steuermittel) 50 ist eine Steuereinrichtung zum Durchführen
einer umfangreichen Steuerung umfassend die Betriebssteuerung des Motors 1.
Die ECU 50 wird durch ein CPU, Speichereinrichtungen, Taktzähler,
etc. gebildet. Die ECU 50 berechnet verschiedene Steuerwerte
und steuert verschiedene Einrichtungen gemäß den
berechneten Steuerwerten.
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Zusätzlich
zum Ansaugluftströmungssensor 16 und dem Abgastemperatursensor 48 sind
weitere verschiedene Sensoren, umfassend ein Drehzahlsensor 52 zur
Erkennung der Drehzahl des Motors 1, ein Beschleunigungsbetätigungssensor 54 zum
Detektieren einer Druckmenge eines Gaspedals (nicht gezeigt) etc.,
mit einer Eingangsseite der ECU 50 zwecks der Sammlung
von Information verbunden, welche für die verschiedenen
Steuerungen notwendig sind.
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Mit
einer Ausgangsseite der ECU 50 sind verschiedene Einrichtungen
verbunden, umfassend die Treibstoffeinspritzventile 4 der
Zylinder, das Ansaugsteuerventil 12, das EGR-Ventil 22,
das Abgasdrosselventil 26, das Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44,
etc. welche gemäß den berechneten Steuerwerten
gesteuert werden.
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Die
ECU 50 führt weiterhin die Berechnung einer Treibstoffzufuhrmenge
an die Zylinder des Motors 1 durch sowie die Treibstoffzufuhrsteuerung
zur Steuerung der Treibstoffeinspritzventile 4 gemäß der berechneten
Treibstoffzuführmängel. Die Treibstoffzuführmenge
(Haupteinspritzmenge), welche für den Betrieb des Motors 1 erforderlich
ist, wird aus einer vorgespeicherten Tabelle basierend auf der Drehzahl des
Motors 1 ausgelesen, welche durch den Drehzahlsensor 52 detektiert
wurde, und der Gaspedalbetätigung, welche durch den Gaspedalbetätigungssensor 54 detektiert
wurde. Die jedem Zylinder zugeführte Treibstoffmenge wird
gemäß einer Ventilöffnungsdauer des jeweiligen
Treibstoffeinspritzventils 40 eingestellt. Die ECU 50 öffnet
jedes der Treibstoffeinspritzventile 4 über eine
Betriebsperiode gemäß der bestimmten Treibstoffmenge,
um dadurch die Hauptinjektion des Treibstoffs in den jeweiligen
Zylinder durchzuführen. Dies ermöglicht die Treibstoffzufuhr
in den erforderlichen Mengen für den Betrieb des Motors 1.
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Neben
der oben genannten Treibstoffzufuhrsteuerung führt die
ECU 50 die erzwungene Regeneration des Filters 38 und
die Harnstoffwassergemisch-Zufuhrsteuerung zum Bereitstellen des
Ammoniaks am SCR-Katalysator 40 durch. Die erzwungene Regeneration
des Filters 38 ist bereits bekannt, und eine detaillierte
Beschreibung davon wird ausgelassen. Die Harnstoffwassergemisch-Zufuhrsteuerung,
welche durch die ECU 50 implementiert ist, wird nun detailliert
beschrieben.
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Die
ECU 50 erhält eine Abgasausstoßmenge vom
Motor 1 pro Zeiteinheit und eine NOx-Ausstoßmenge
vom Motor 1 pro Zeiteinheit basierend auf der Treibstoffzufuhrmenge
der Hauptinjektion von den Einspritzventilen 4, der Drehzahl
des Motors 1, welche durch den Drehzahlsensor 52 detektiert
wurde, dem Durchsatz der in den Motor 1 angesaugten Ansaugluft,
welche durch den Ansaugluftstromsensor 16 detektiert wurde,
etc.. Die ECU 50 erhält ferner eine Zielzufuhrmenge
des Harnstoffwassergemischs von der Ammoniakmenge, welche für
die NOx-selektive Reduktion des SCR-Katalysators 40 erforderlich ist
bezüglich der erhaltenen NOx-Ausstoßmenge. Die
ECU 50 steuert die Harnstoffwassergemisch-Einspritzventile 44 gemäß der
Zielzufuhrmenge und veranlasst die Harnstoffwassergemisch-Einspritzventile 44,
Harnstoffwassergemisch in das stromaufwärts des SCR-Katalysators 40 existierende
Abgas einzuspritzen.
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Wie
oben erwähnt wird das zerstäubte Harnstoffwassergemisch,
welches durch das Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44 eingespritzt
wurde, durch die Abgashitze hydrolisiert, und dadurch wird Ammoniak
produziert. Das produzierte Ammoniak wird an den SCR-Katalysator 40 zusammen
mit dem Abgas geleitet. Der SCR-Katalysator 40 adsorbiert das
zugeführte Ammoniak und begünstigt die Denetrifizieraktion
zwischen dem Ammoniak und dem im Abgas enthaltenen NOx. Im Ergebnis
wird das NOx reduziert und in unschädliches N2 umgewandelt.
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Um
die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr unter Benutzung der Harnstoffwassergemisch-Einspritzventile 44 geeignet
durchzuführen, führt die ECU 50 die Harnstoffwassergemisch-Zuführsteuerung
in vorbestimmten Steuerzyklen gemäß des in 2 gezeigten
Flußdiagrammes aus. Die Harnstoffwassergemisch-Zuführsteuerung
wird zusammen mit dem Start des Motors 1 gestartet und
wird als Reaktion auf das Stoppen des Motors 1 beendet.
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Wenn
die Steuerung gestartet ist, bestimmt die ECU 50 in Schritt
S1, ob die Ammoniakzufuhr zum SCR-Katalysator 40 notwendig
ist, und zwar basierend auf einer Beurteilung, ob eine Bedingung
für die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr erfüllt
ist. Insbesondere bestimmt die ECU 50, ob der SCR-Katalysator 40 aktiviert
ist, basierend auf der Abgastemperatur des Motors 1, welche
durch den Abgastemperatursensor 48 detektiert wurde. Wenn
die Abgastemperatur des Motors 1 leicht oder höher
wird als ein vorbestimmte Referenztemperatur basierend auf einer
Aktivierungstemperatur des SCR-Katalysators 40, dann bestimmt
die ECU 50, dass der SCR-Katalysator 40 aktiviert
wird, und dann das die Bedingung für die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr
erfüllt ist. Zusammengefasst bestimmt die ECU 50 aus
der Aktivierung des SCR-Katalysators 40, dass Ammoniak an
den SCR-Katalysator 40 geleitet werden muss.
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Wenn
die ECU 50 im Schritt S1 bestimmt, dass die Bedingung für
die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr erfüllt ist, dann setzt
die ECU 50 den Vorgang mit dem Schritt S2 fort.
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Wenn
die ECU 50 in Schritt S1 bestimmt, dass die Bedingung für
die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr nicht erfüllt ist, dann
beendet die ECU 50 eine gegenwärtigen Steuerzyklus,
und die ECU 50 bestimmt in den folgenden Steuerzyklus Schritt
S1 erneut, ob die Bedingung für die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr
erfüllt ist. Nur wenn die ECU 50 Schritt S1 bestimmt,
dass die Bedingung für die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr
erfüllt ist, und nur wenn die Ammoniakzufuhr zum SCR-Katalysator 40 erforderlich
ist, dann schreitet die ECU 50 im Vorgang zu Schritt S2.
Zusammengefasst wird die Harnstoffwassergemisch-Zufuhrsteuerung
bezüglich der Harnstoffwassergemisch-Zufuhr zum Bereitstellen
des Ammoniaks am SCR-Katalysator 40 ausgeführt.
Die folgende Erklärung basiert auf der Annahme, dass die
Bedingung für die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr erfüllt
ist und dass die ECU 50 den Vorgang von Schritt S1 zu Schritt
S2 fortsetzt.
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In
Schritt S2 bestimmt die ECU 50, ob ein Identifizierungswert
F1 ist. Der Identifizierungswert F zeigt an, ob die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr
vom Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44 gestoppt werden
soll. Wenn der Identifizierungswert F0 ist, zeigt er eine Erlaubnis
zur Harnstoffwassergemisch-Zufuhr an. Wenn der Identifizierungswert
F1 ist, zeigt er die Unterbrechung der Harnstoffwassergemisch-Zufuhr
an. Ein initialer Identifizierungswert F wird auf 0 gesetzt. Zu
Beginn der Harnstoffwassergemisch-Zuführsteuerung wird
die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr erlaubt, wenn die Bedingung für
die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr erfüllt ist.
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Wenn
die ECU 50 in Schritt S2 bestimmt, dass der Identifizierungswert
F nicht 1 ist, und den Vorgang mit Schritt S3 fortsetzt, liest die
ECU 50 einen Additionswert An und
entsprechend einen Subtraktionswert Dn aus,
welche im gegenwärtigen Steuerzyklus aus den vorgespeicherten
Additions- und Subtraktionswerttabellen benutzt werden. Ein tiefgestelltes „n"
zeigt an, dass ein Additions- oder Subtraktionswert zum gegenwärtigen
Steuerzyklus gehört. Ein tiefgestelltes Zeichen „n – 1"
zeigt dem entsprechend einen vorherigen Steuerzyklus an.
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Die
Additionswerttabelle, welche zum Auslesen des Additionswertes An benutzt wird, definiert den Additionswert
An, welcher gemäß eines
Zuführmengenverhältnisses zwischen dem Harnstoffwassergemisch,
welches vom Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44 pro
Zeiteinheit zugeführt wird, und einer Abgasausstoßmenge
des Motors 1 pro Zeiteinheit, geändert wird, nämlich
einem Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge/Abgasausstoßmengenverhältnis,
und die Temperatur des Abgases in welches das Harnstoffwassergemisch
zugeführt wird.
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Der
Additionswert An korrespondiert mit einer Bildungsmenge
des Feststoffes pro Zeiteinheit, umfassend ein Harnstoffkristall,
welches gebildet wird von in das Abgas zugeführte Harnstoffwassergemisch
(im Folgenden werden die Feststoff alle als fester Harnstoff bezeichnet).
Wenn die Menge des in das Abgas zugeführten Harnstoffwassergemischs
erhöht wird, wird eine Bildung des festen Harnstoffes wahrscheinlicher.
Je kleiner die Abgasausstoßmenge vom Motor 1 ist,
desto wahrscheinlicher wird fester Harnstoff gebildet. Je niedriger
die Abgastemperatur ist, desto wahrscheinlicher wird fester Harnstoff gebildet.
Das Verhältnis der Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge
pro Zeiteinheit zur Abgasausstoßmenge pro Zeiteinheit ist
proportional zur Harnstoffwassergemischdichte innerhalb des Abgases. Mit
anderen Worten, wird die Bildung des festen Harnstoffes umso wahrscheinlicher,
je höher die Harnstoffwassergemischdichte innerhalb des
Abgases ist.
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In
der in 3 gezeigten Additionswerttabelle wird der Additionswert
An so gesetzt, dass er zusammen mit der
Erhöhung des Verhältnisses zwischen der Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge und
der Abgasausstoßmenge und zusammen mit der Verringerung
der Abgastemperatur erhöht wird. Gemäß der
vorliegenden Ausführungsform, ist die Additionswerttabelle
eine dreidimensionale Tabelle, in welcher der Additionswert An bestimmt wird durch das Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge/Abgasausstoßmengen-Verhältnis
und die Abgastemperatur. Dennoch kann die Additionswerttabelle eine
vierdimensionale Tabelle sein, in welcher der Additionswert An bestimmt wird durch die Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge,
die Abgasausstoßmenge und die Abgastemperatur. Eine Beziehung
zwischen allen Parametern und dem Additionswert An ist
vergleichbar mit der in der Additionswerttabelle der vorliegenden
Ausführungsform gezeigten Beziehung.
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Die
Subtraktionswerttabelle, welche zum Auslesen des Subtraktionswertes
Dn benutzt wird, definiert den Subtraktionswert
Dn, welcher gemäß der
Abgasausstoßmenge vom Motor 1 pro Zeiteinheit und
der Temperatur des Abgases, in welches das Harnstoffwassergemisch
zugeführt wird, geändert wird.
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Der
Subtraktionswert Dn korrespondiert mit einer
Vernichtungsmenge des festen Harnstoffes pro Zeiteinheit, welche
eine Menge des festen Harnstoffes ist, die im Abgas in zu vernichtendes
Ammoniak umgewandelt wird. Je größer die Abgasausstoßmenge
vom Motor 1 ist, desto wahrscheinlicher wird der feste
Harnstoff in zu vernichtendes Ammoniak umgewandelt. Je höher
die Abgastemperatur ist, desto wahrscheinlicher wird der feste Harnstoff
in zu vernichtendes Ammoniak umgewandelt. In der in 4 gezeigten
Subtraktionswerttabelle wird der Subtraktionswert Dn so
bestimmt, dass er zusammen mit der Erhöhung der Abgasausstoßmenge
und zusammen mit der Erhöhung der Abgastemperatur erhöht
wird.
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In
Schritt S3 liest die ECU 50 die korrespondierenden Additionswerte
An aus der Additionswerttabelle aus, und
zwar gemäß der durch den Abgastemperatursensor 48 im
gegenwärtigen Steuerzyklus detektierten Abgastemperatur,
und der Ziel-Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge der Abgasausstoßmenge
vom Motor 1, welche durch die ECU 50 berechnet
wurde. Zeitgleich liest die ECU 50 den korrespondierenden
Subtraktionswert Dn aus der Subtraktionswerttabelle
aus, und zwar gemäß der Abgastemperatur und der
Abgasausstoßmenge.
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Im
nachfolgenden Schritt S4 berechnet die ECU 50 einen ersten
Beurteilungswert Xn unter Benutzung des
Additionswertes An und des Subtraktionswertes
Dn, welche in Schritt S3 ausgelesen wurden.
Insbesondere erhält die ECU 50 den gegenwärtigen
ersten Beurteilungswert Xn durch Addition
des Additionswertes An zum und Subtraktion
des Subtraktionswertes Dn vom ersten Beurteilungswert
Xn – 1, welcher durch die ECU 50 im
vorigen Steuerzyklus berechnet wurde. Ein Initialwert des ersten
Beurteilungswertes Xn – 1 ist ein
vorbestimmter unterer Grenzwert, welcher bei der vorliegenden Ausführungsform
0 ist. Wenn die ECU 50 den Vorgang von Schritt S2 zu Schritt
S3 und dann zu Schritt S4 zum ersten mal nach dem die Bestimmung
in Schritt S1 vom „NEIN" auf „JA" oder nach dem
die Bestimmung in Schritt S2 von „JA" auf „NEIN"
geändert wurde, fortsetzt, wird ein durch Subtraktion des
Subtraktionswertes Dn vom Additionswert
An erhaltener Wert der gegenwärtige
erste Beurteilungswert Xn.
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Der
gegenwärtige erste Beurteilungswert Xn wird
so erhalten und die ECU 50 setzt den Vorgang mit Schritt
S5 fort. In Schritt S5 führt die ECU 50 einen
Bestimmung durch, ob der gegenwärtige in Schritt S4 erhaltene
erste Beurteilungswert Xn gleich oder größer
wird als ein vorbestimmter oberer Grenzwert L, d. h. ob der gegenwärtige
erste Beurteilungswert Xn den oberen Grenzwert
L erreicht. Wenn bestimmt, dass der gegenwärtige erste
Beurteilungswert Xn den oberen Grenzwert
L nicht erreicht hat, dann setzt die ECU 50 den Vorgang
mit S6 fort und erlaubt die Harnstoffwassergemisch-Injektion. Im
Ergebnis wird die Harnstoffwassergemisch-Injektion von der Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44 kontinuierlich
ausgeführt.
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Wenn
der gegenwärtige Steuerzyklus beendet wird und der Folgesteuerzyklus
beginnt, dann startet die ECU 50 den Vorgang erneut von
Schritt S1 und setzt den Vorgang mit Schritt S2 fort.
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Weil
der Wert des Identifizierungswertes F immer noch 0 ist, setzt die
ECU 50 den Vorgang von Schritt S2 mit Schritt S3 und dann
mit Schritt S4 fort. In Schritt S4 berechnet die ECU 50 wie
oben erwähnt den ersten gegenwärtigen Beurteilungswert
Xn unter Benutzung des Additionswertes An und des Subtraktionswertes Dn,
welche in Schritt S3 ausgelesen wurden, und des ersten Beurteilungswertes
Xn – 1, welcher im vorigen Steuerzyklus
berechnet wurde. In Schritt S4 berechnet die ECU 50 den
gegenwärtigen ersten Beurteilungswert Xn in
jeden Steuerzyklus, unter Benutzung des Additionswertes An, des Subtraktionswertes Dn,
und des ersten Beurteilungswertes Xn – 1,
welcher im vorigen Steuerzyklus wie oben beschreiben berechnet wurde,
und der erste Beurteilungswert Xn wird so
aktualisiert.
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Wenn
das Verhältnis der Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge
zur Abgasausstoßmenge relativ niedrig ist oder wenn die
Temperatur des Abgases in welches das Harnstoffwassergemisch zugeführt wird,
relativ niedrig ist, dann wird fester Harnstoff leicht gebildet.
In diesen Fällen ist der Additionswert An entsprechend
relativ groß. Wenn die Abgasausstoßmenge relativ
klein ist oder wenn die Temperatur des Abgases, in welches das Harnstoffwassergemisch
zugeführt wird, relativ niedrig ist, ist es schwierig,
den festen Harnstoff in Ammoniak zu verwandeln und die Vernichtungsmenge
des festen Harnstoffes wird verringert. In diesen Fällen
ist der Subtraktionswert Dn entsprechend
relativ klein. Weil der Subtraktionswert Dn relativ
zum Additionswert An klein wird, wird der
erste Beurteilungswert Xn, welcher im Steuerzyklus
in Schritt S4 wiederholt berechnet wird, allmählich erhöht.
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Wenn
der erste Beurteilungswert Xn, welcher in
Schritt S4 berechnet wird, erhöht wird und die ECU 50 in
Schritt S5 bestimmt, dass der erste Beurteilungswert Xn den
oberen Grenzwert L erreicht, dann setzt die ECU 50 den
Vorgang mit Schritt S7 fort, welcher die Harnstoffwassergemisch-Injektion
durch das Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44 stoppt. Die
ECU 50 setzt dann den Vorgang mit Schritt S8 fort.
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Die
ECU 50 setzt den Identifizierungswert F in Schritt S8 auf
1 und setzt den Vorgang mit Schritt S9 fort. In Schritt S9 setzt
die ECU 50 den gegenwärtigen ersten Beurteilungswert
Xn auf einen unteren 0-Grenzwert zurück,
welcher ein Initialwert des ersten Beurteilungswertes Xn – 1
ist, wenn der Vorgang bei oder nach den folgenden Steuerzyklus mit
Schritt S4 fortgesetzt wird. Die ECU 50 beendet dann den gegenwärtigen
Steuerzyklus.
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Wenn
der Additionswert An und der Subtraktionswert Dn gemäß der
Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge, der Abgasausstoßmenge
und der Abgastemperatur erhöht oder verringert werden und
im Ergebnis der erste Beurteilungswert Xn den
oberen Grenzwert L erreicht, stoppt die ECU 50 die Harnstoffwassergemisch-Injektion
durch das Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44, welche
bis dahin kontinuierlich ausgeführt wurde. Eine Harnstoffwassergemisch-Zuführzeitdauer
bis zu einem Punkt, bei welchem die Zufuhr auf diese Weise gestoppt
wird, wird nicht nur durch den oberen Grenzwert L, sondern auch
durch den Additionswert An und den Subtraktionswert
Dn bestimmt, welche aus der Additionswerttabelle
und der Subtraktionswerttabelle entsprechend herausgelesen werden.
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Eine
Beziehung zwischen dem Additionswert An und
jedem Parameter der Additionswerttabelle und eine Beziehung zwischen
dem Subtraktionswert Dn und jedem Parameter
der Subtraktionswerttabelle ist oben beschrieben. Der obere Grenzwert
L, der Additionswert An und der Subtraktionswert
Dn werden auf solche Werte gesetzt, so dass
der erste Beurteilungswert Xn den oberen
Grenzwert L während der Harnstoffwassergemisch-Injektion
erreicht, und zwar unmittelbar bevor der feste Harnstoff beginnt
anzuwachsen, und die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr wird dann gestoppt.
Es gibt verschiedene Verfahren zum Setzen des oberen Grenzwertes
L, des Additionswertes An und des Subtraktionswertes
Dn. Ein Beispiel dieser Verfahren wird nun
beschrieben.
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Nach
dem die ECU 50 in Schritt S5 bestimmt, dass der erste Beurteilungswert
Xn den oberen Grenzwert L erreicht und der
Steuerzyklus durch Ausführung von den Schritten S7 bis
S9 auf die oben beschriebene Art und Weise beendet wird, setzt die ECU 50 den
Vorgang von Schritt S1 und Schritt S2 mit dem folgenden Steuerzyklus
fort. Da der Identifizierungswert F zu diesem Zeitpunkt 1 ist, setzt
die ECU 50 den Vorgang mit Schritt S10 fort.
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In
Schritt S10 liest die ECU 50 aus der Subtraktionswerttabelle
den Subtraktionswert Dn aus, welcher in
gegenwärtigen Steuerzyklus benutzt wird. Die Subtraktionswerttabelle
definiert den Subtraktionswert Dn, welcher
gemäß der Abgasausstoßmenge vom Motor 1 pro
Zeiteinheit und der Temperatur des Abgases, in welches das Harnstoffwassergemisch
zugeführt wird, abgeändert wird. Wie in 4 gezeigt,
wird der Subtraktionswert Dn so gesetzt, dass
er zusammen mit der Erhöhung der Abgasausstoßmenge
und zusammen mit der Erhöhung der Abgastemperatur erhöht
wird. Gemäß der durch den Abgastemperatursensor 48 im
gegenwärtigen Steuerzyklus detektierten Abgastemperatur
und der Abgasausstoßmenge vom Motor 1, welche
durch die ECU 50 berechnet wurde, liest die ECU 50 den
korrespondierenden Subtraktionswert Dn aus
der Subtraktionswerttabelle aus.
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Im
folgenden Schritt S11 wird ein zweiter Beurteilungswert Yn unter Benutzung des Subtraktionswertes
Dn berechnet, welcher in Schritt S10 ausgelesen
wurde. Insbesondere erhält die ECU 50 den gegenwärtigen
zweiten Beurteilungswert Yn durch Subtraktion
des Subtraktionswertes Dn, welcher in Schritt S10
ausgelesen wurde, vom zweiten Beurteilungswert Yn – 1,
welcher durch die ECU 50 in einem vorigen Steuerzyklus
berechnet wurde. Ein Initialwert des zweiten Beurteilungswertes
Yn – 1 ist ein oberer Grenzwert
L, welcher in Schritt S5 benutzt wird. Wenn der Vorgang von Schritt
S2 zu Schritt S10 und weiterhin zu Schritt S11 fortgesetzt wird,
zum ersten mal nach dem die Beurteilung in Schritt S2 von „NEIN"
auf „JA" abgeändert wurde, ist ein durch Subtraktion
des Subtraktionswertes Dn vom oberen Grenzwert
L erhaltener Wert der gegenwärtige zweite Beurteilungswert
Yn.
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Der
gegenwärtige zweite Beurteilungswert Yn wird
so erhalten und die ECU 50 setzt den Vorgang mit Schritt
S12 fort. In Schritt S12 führt die ECU 50 eine
Bestimmung durch, ob der gegenwärtige zweite Beurteilungswert
Yn, welcher in Schritt 511 erhalten wurde,
gleich oder höher wird als ein vorbestimmter unterer Grenzwert
0, welcher ein Initialwert des ersten Beurteilungswertes Xn – 1 ist, d. h. ob der gegenwärtige
zweite Beurteilungswert Yn bis zum unteren
Grenzwert 0 abgenommen hat. Wenn bestimmt wird, dass der gegenwärtige
zweite Beurteilungswert Yn den unteren Grenzwert
0 nicht erreicht hat, dann setzt die ECU 50 den Vorgang
mit Schritt S13 fort und veranlasst die Harnstoffwassergemisch-Injektion
zu stoppen. Im Ergebnis wird die Harnstoffwassergemisch-Injektion
vom Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil44 fortwährend
unterbrochen.
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Nach
dem der gegenwärtige Steuerzyklus beendet ist, startet
die ECU 50 im folgenden Steuerzyklus den Vorgang erneut
mit Schritt S1 und setzt den Vorgang mit Schritt S2 fort.
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Weil
der Identifizierungswert F immer noch 1 ist, setzt die ECU 50 den
Vorgang von Schritt S2 zu Schritt S10 fort und dann zu Schritt S11.
In Schritt S11 berechnet die ECU 50 den gegenwärtigen
zweiten Beurteilungswert Yn unter Benutzung
des Subtraktionswertes Dn, welcher in Schritt
S10 ausgelesen wurde, und des zweiten Beurteilungswertes Yn – 1, welcher im vorigen Steuerzyklus
berechnet wurde. In Schritt S11 berechnet die ECU 50 den
gegenwärtigen zweiten Beurteilungswert Yn in
jeden Steuerzyklus unter Benutzung des Subtraktionswertes Dn und des zweiten Beurteilungswertes Yn – 1, welcher im vorigen Steuerzyklus,
wie oben beschrieben, berechnet wurde, und der zweite Beurteilungswert
Yn wird so aktualisiert. Weil der gegenwärtige
zweite Beurteilungswert Yn so aktualisiert
wurde, nimmt der zweite Beurteilungswert Yn allmählich
ab.
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Wenn
der zweite Beurteilungswert Yn, welcher in Schritt S11 berechnet
wurde, abnimmt und die ECU 50 in Schritt S12 bestimmt,
dass der zweite Beurteilungswert Yn den unteren Grenzwert 0 erreicht, setzt
die ECU 50 den Vorgang mit Schritt S14 fort. In Schritt
S14 erlaubt die ECU 50 die Harnstoffwassergemisch-Injektion
durch das Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44 und
setzt den Vorgang mit Schritt S15 fort.
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Die
ECU 50 setzt den Identifizierungswert F in Schritt S15
auf 0 und setzt den Vorgang mit Schritt S16 fort. In Schritt S16
setzt die ECU 50 den gegenwärtigen zweiten Beurteilungswert
Yn zurück auf den oberen Grenzwert
L, wenn der Vorgang in oder nach dem folgenden Steuerzyklus mit
Schritt S11 fortgesetzt wird, welcher ein Initialwert des zweiten
Beurteilungswertes Yn – 1 ist.
Die ECU 50 beendet dann den gegenwärtigen Steuerzyklus.
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Wenn
der zweite Beurteilungswert Yn den unteren
Grenzwert 0 erreicht, startet die ECU 50 die Harnstoffwassergemisch-Injektion
durch das Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44 erneut,
welche fortwährend unterbrochen worden war. Eine Harnstoffwassergemisch-Zufuhrpause
bis zu einem Punkt, bei dem die Zufuhr auf diese Weise neu gestartet
wird, wird mit Hilfe des oberen Grenzwertes L und des Subtraktionswertes
Dn bestimmt, welcher aus der Subtraktionswerttabelle
ausgelesen wird.
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Der
Subtraktionswert Dn in der Subtraktionswerttabelle
wird gemäß der Abgasausstoßmenge des
Motors 1 pro Zeiteinheit und der Temperatur des Abgases,
in welches das Harnstoffwassergemisch zugeführt wird, abgeändert.
Der obere Grenzwert L und der Subtraktionswert Dn beeinflussen
die Zeitdauer der Harnstoffwassergemisch-Zuführung durch die
Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44. Der obere Grenzwert
L und der Subtraktionswert Dn werden so
gesetzt, dass der zweite Beurteilungswert Yn den
unteren Grenzwert 0 erreicht, und die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr
erneut gestartet wird, wenn der feste Harnstoff, welcher während
der kontinuierlichen Harnstoffwassergemisch-Zuführung gebildet wird,
in Ammoniak umgewandelt wird, um während die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr
kontinuierlich unterbrochen wird, vernichtet zu werden.
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Es
gibt verschiedene Verfahren zum Setzen des oberen Grenzwertes L
und des Subtraktionswertes Dn sowie des
Additionswertes An, welche zur Berechnung des ersten Beurteilungswertes
Xn benutzt werden. Das folgende ist ein
Beispiel dieser Verfahren.
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In
einem ersten Schritt wird der Motor 1 vorläufig
versuchsweise in einem vorbestimmten Referenzbetriebszustand betrieben.
Dieser Schritt findet dann als Referenzzufuhrzeitdauer eine Zeit,
die so lange dauert bis der feste Harnstoff, welcher vom Harnstoffwassergemisch
gebildet wird, beginnt anzuwachsen, falls das Harnstoffwassergemisch
kontinuierlich vom Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44 in
das Abgas während des obigen Betriebs im vorbestimmten
Referenzbetriebszustand zugeführt wird. Ein folgender Schritt
betreibt den Motor 1 im Referenzbetriebszustand und findet
als Referenzzufuhrpause eine Zeit, die so lange dauert, bis der
feste Harnstoff, welcher im Falle gebildet wird, wenn das Harnstoffwassergemisch
für die Referenzzufuhrzeitdauer zugeführt wird,
in Ammoniak umgewandelt wird und nach dem die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr
gestoppt wurde, vernichtet wird. Der obere Grenzwert L und der Subtraktionswert
Dn werden in Referenzbetriebszustand so
bestimmt, dass wenn der zweite Beurteilungswert Yn auf
die oben beschriebene Weise berechnet wird, der zweite Beurteilungswert
Yn den unteren Grenzwert 0 bei der Referenzzufuhrpause
erreicht. Basierend auf dem oberen Grenzwert L und der Subtraktionswert
Dn im Referenzbetriebszustand, welche wie
oben beschrieben bestimmt werden, wird der Additionswert An im Referenzbetriebszustand so bestimmt,
dass wenn der erste Beurteilungswert Xn auf
die oben beschriebene Weise berechnet wird, der erste Beurteilungswert
Xn den oberen Grenzwert L bei der Referenzzufuhrzeitdauer
erreicht.
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Ein
nächster Schritt findet eine Referenzzufuhrzeitdauer und
eine Referenzzufuhrpause für den Fall, bei dem der Betriebszustand
des Motors 1 verschiedenartig vom Referenzbetriebszustand
abweicht. Der Additionswert An und der Subtraktionswert
Dn werden in jedem Betriebszustand so bestimmt,
dass der zweite Beurteilungswert Yn den
unteren Grenzwert 0 nach der korrespondierenden Referenzzufuhrpause
erreicht, wenn der zweite Beurteilungswert Yn wie
beschrieben berechnet wird, und dass der erste Beurteilungswert
Yn zu der korrespondierenden Referenzzufuhrzeitdauer
den oberen Grenzwert L erreicht, wenn der erste Beurteilungswert
Yn wie beschrieben berechnet wird, basierend auf
dem Additionswert An und dem Subtraktionswert Dn im Referenzbetriebszustand. Der Additionswert
An und der Subtraktionswert Dn,
welche auf die obige Art und Weise erhalten wurde, werden in jedem
Betriebszustand in der Additionswerttabelle und der Subtraktionswerttabelle
gesetzt, und zwar korrespondierend mit der Harnstoffwassergemisch-Zufuhrmenge
und der Abgasausstoßmenge in jedem Betriebszustand sowie
der Temperatur des Abgases, in welches das Harnstoffwassergemisch
zugeführt wird.
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Wenn
die ECU 50 in Schritt S12 bestimmt, dass der zweite Beurteilungswert
Yn den unteren Grenzwert 0 erreicht und
den Vorgang von Schritt S14 zu Schritt S16 durchführt,
um den gegenwärtigen Steuerzyklus zu beenden, setzt die
ECU 50 den Vorgang von Schritt S1 und Schritt S2 mit dem
folgenden Steuerzyklus fort. Weil der Identifika tionswert F zu diesem
Zeitpunkt 0 ist, setzt die ECU 50 den Vorgang mit Schritt
S3 fort. In Schritt S3 liest die ECU 50 den Additionswert
An und den Subtraktionswert Dn aus
der Additionswerttabelle und der Subtraktionswerttabelle entsprechend
aus. Die ECU 50 berechnet den ersten Beurteilungswert Xn in Schritt S4 wie zuvor beschrieben. Die
Harnstoffwassergemisch-Injektion vom Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44 wird
fortwährend erlaubt, bis in Schritt S5 bestimmt wird, dass
der erste Beurteilungswert Xn den oberen Grenzwert
L erreicht. Die folgende Steuerung ist wie oben beschrieben.
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Wenn
der SCR-Katalysator 40 aktiviert wird, um die Bedingung
für die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr zu erfüllen,
und Ammoniak an den SCR-Katalysator 40 zugeführt
werden soll, führt die ECU 50 die Harnstoffwassergemisch-Zufuhrsteuerung
gemäß dem Flussdiagramm aus 2 durch, sodass
das Harnstoffwassergemisch zeitweise vom Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44 in
das Abgas eingespritzt wird. Bei der zeitweisen Harnstoffwassergemisch-Zufuhr
wird die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr so lange fortgeführt,
bis der erste Beurteilungswert Xn so lange
erhöht wurde, dass er den oberen Grenzwert L erreicht,
und wird die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr wird unterbrochen, bis
der zweite Beurteilungswert Yn so lange
verkleinert wird, dass er den unteren Grenzwert 0 erreicht.
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Wie
oben beschrieben, werden obere Grenzwert L und der Additionswert
An und der Subtraktionswert Dn,
welche für die Berechnung des ersten Beurteilungswertes
Xn und des zweiten Beurteilungswertes Yn benutzt werden, so gesetzt, dass die Zeit,
die vergeht bis der erste Beurteilungswert Xn bis
hin zum oberen Grenzwert L erhöht wurde gleich der Zeit
ist, die bis zum Moment unmittelbar bevor der feste Harnstoff beginnt
anzuwachsen vergeht, wenn das Harnstoffwassergemisch kontinuierlich
zugeführt wird, und so, dass die Zeit, die vergeht bis
der zweite Beurteilungswert Yn bis hin zum
unteren Grenzwert 0 abgenommen hat gleich der Zeit ist, die vergeht
bis der feste Harnstoff in Ammoniak umgewandelt wurde, um während
des Aussetzens der Harnstoffwassergemisch-Zufuhr vernichtet zu werden.
Auch wenn der feste Harnstoff aus dem vom Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44 in
das Abgas eingespritzten Harnstoffwassergemisch gebildet wird, wird
ein Anwachsen des festen Harnstoffes am Abgasweg erfolgreich verhindert,
welcher aus dem Oberstromgehäuse 30 dem Verbindungsweg 32 und
dem Unterstromgehäuse 34 sowie dem Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44 gebildet
wird. Es ist möglich, den gebildeten festen Harnstoff in
Ammoniak umzuwandeln und den Ammoniak für die selektive NOx-Reduktion
zu benutzen, in dem das Ammoniak am SCR-Katalysator 40 bereit
gestellt wird.
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Folglich
ist es daher möglich, eine Erhöhung des Abgasstromwiderstandes
im Oberstromgehäuse 30, dem Verbindungsweg 32 und
dem Unterstromgehäuse 34, sowie eine Fehlfunktion
des Harnstoffwassergemisch-Einspritzventils 44 zuverlässig
zu verhindern, welche dem Anwachsen des festen Harnstoffes zu zurechnen
sind. Die Zufuhrpause während der zeitweisen Harnstoffwassergemisch-Zufuhr
wird gleich der Zeit gesetzt, bevor der feste Harnstoff in Ammoniak
umgewandelt wird, um während der Harnstoffwassergemisch-Zufuhrpause
vernichtet zu werden, sodass die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr nicht
länger als nötig unterbrochen werden muss. Aus
diesem Grund ist es möglich, die Auswirkung der Harnstoffwassergemisch-Zufuhrpause
auf die Ammoniakzufuhr zum SCR-Katalysator 40 zu minimieren.
Weil die zeitweise Harnstoffwassergemisch-Zufuhr ausgeführt
wird, wenn der SCR-Katalysator 40 die Aktivierungstemperatur
hat und mit Ammoniak versorgt werden muss, ist es nicht notwendig,
weiteres Harnstoffwassergemisch zuzuführen, um das Anwachsen
des festen Harnstoffes zu verhindern, und das Harnstoffwassergemisch
kann effektiv genutzt werden.
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Der
Additionswert An, welcher für die
Berechnung des ersten Beurteilungswertes Xn benutzt
wird, wird so gesetzt, dass er zusammen mit der Erhöhung des
Verhältnisses der Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge
pro Zeiteinheit zur Abgasausstoßmenge vom Motor 1 pro
Zeiteinheit und zusammen mit der Verringerung der Abgastemperatur,
in welches das Harnstoffwassergemisch zugeführt wird, erhöht
wird. Wenn der Subtraktionswert Dn fix ist,
schnellt der erste Beurteilungswert Xn nach
oben und erreicht den oberen Grenzwert L schnell, relativ gesehen
zu der Erhöhung des Verhältnisses der Harnstoffwassergemisch-Zufuhrmenge
zur Abgasausstoßmenge und der Erhöhung der Abgastemperatur.
Mit anderen Worten, wird die Harnstoffwassergemisch-Zufuhrzeitdauer
während der zeitweisen Harnstoffwassergemisch-Zufuhr vom
Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44 gemäß der
Harnstoffwassergemisch-Zufuhrmenge, der Abgasausstoßmenge
vom Motor 1 und der Abgastemperatur angepasst. Als Ergebnis
dieser Anpassung wird die Zufuhrzeitdauer umso kürzer,
je höher das Verhältnis der Harnstoffwassergemisch-Zufuhrmenge
zur Abgasausstoßmenge ist und umso niedriger die Abgastemperatur ist.
Die Einflüsse der Harnstoffwassergemisch-Zufuhrmenge, der
Abgasausstoßmenge des Motors 1 und der Abgastemperatur
bis zur Bildung des festen Harnstoffes werden passend in der Zufuhrzeitdauer widergespiegelt.
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Der
Subtraktionswert Dn, welcher zur Berechnung
des zweiten Beurteilungswertes Yn benutzt wird,
wird so gesetzt, dass er zusammen mit einer Erhöhung der
Abgasausstoßmenge des Motors 1 pro Zeiteinheit
und zusammen mit einer Erhöhung der Temperatur des Abgases,
in welches das Harnstoffwassergemisch zugeführt wird, erhöht
wird. Entsprechend wird der zweite Beurteilungswert Yn in
absteigende Richtung verringert und erreicht schnell den unteren
Grenzwert 0, wenn die Abgasausstoßmenge verringert wird
und die Abgastemperatur ansteigt. Mit anderen Worten, wird die Harnstoffwassergemisch-Zufuhrpause
während der zeitweisen Harnstoffwassergemisch-Zufuhr vom
Harnstoffwassergemisch-Einspritzventil 44 gemäß der
Abgasausstoßmenge vom Motor 1 und der Abgastemperatur
angepasst. Als Ergebnis dieser Anpassung wird die Zufuhrpause umso
kleiner, je größer die Abgasausstoßmenge
ist und je größer die Abgastemperatur ist. Die Einflüsse
der Abgasausstoßmenge des Motors 1 und der Abgastemperatur
bis hin zur Vernichtung des festen Harnstoffes werden passend in
der Zufuhrpause widergespiegelt.
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Weil
die Abgastemperatur verringert wird, wird die Bildung des festen
Harnstoffes von in das Abgas zugeführten Harnstoffwassergemisches
wahrscheinlicher. Je kleiner die Abgasausstoßmenge des Motors 1 ist
und je größer die Harnstoffwassergemisch-Zufuhrmenge
ist, desto wahrscheinlicher wird fester Harnstoff aus den in das
Abgas zugeführte Harnstoffwassergemisch gebildet. Je höher
die Abgastemperatur ist und je größer die Abgasausstoßmenge
des Motors 1 ist, desto wahrscheinlicher wird fester Harnstoff
im zu vernichtendes Ammoniak umgewandelt.
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Auch
wenn die Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge, die Abgasausstoßmenge
des Motors 1 oder die Abgastemperatur aufgrund von Veränderung
des Betriebszustandes des Motors 1 abgeändert
werden, ist es möglich, die Bildung des festen Harnstoffes
genau zu unterdrücken, und zwar durch Anpassung der Zuführzeitdauer
gemäß der Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge,
der Abgasausstoßmenge des Motors 1 und der Abgastemperatur und
durch anpassen der Zuführpause gemäß der
Abgasausstoßmenge vom Motor 1 und der Abgastemperatur
wie oben beschrieben während des zeitweisen Zuführen
des Harnstoffwassergemisches. Demzufolge ist es möglich,
Probleme wie beispielsweise eine Erhöhung des Abgasstromwiderstandes
und eine Fehlfunktion des Harnstoffwassergemisch-Einspritzventils 44 zuverlässig
zu vermeiden.
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Auch
wenn der Betriebszustand des Motors 1 geändert
wird, wird die Harnstoffwassergemisch-Zufuhrpause während
des zeitweisen Zuführens des Harnstoffwassergemisches abgeändert,
in dem sie verkürzt wird, wenn die Abgasausstoßmenge
sich erhöht und wenn die Abgastemperatur steigt. Folglich
wird die Harnstoffwassergemisch-Zuführpause während
des zeitweisen Zuführens von Harnstoffwassergemisch auf
eine minimale Länge gesetzt, sodass eine Auswirkung auf
die Ammoniakzufuhr an den SCR-Katalysator 40 minimiert
werden kann, und gleichzeitig der feste Harnstoff zuverlässig in
Ammoniak umgewandelt werden kann um vernichtet zu werden. Dies ermöglicht
es, eine Verringerung der Abgasreinigungsleistung zu unterdrücken
und das Anwachsen des festen Harnstoffes erfolgreich abzuwenden.
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Dies
ist das Ende der Beschreibung der Abgasreinigungseinrichtung gemäß der
einen Ausführungsform der Erfindung. Die Erfindung ist
aber dennoch nicht auf diese vorherige Ausführungsform
beschränkt.
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Beispielsweise
werden gemäß der Ausführungsform die
Zufuhrdauer und -pausenzeiten während des zeitweisen Zuführens
des Harnstoffwassergemisches gemäß dem ersten
und zweiten Beurteilungswertes Xn und Yn bestimmt, welcher unter Benutzung des oberen
Grenzwertes L, des unteren Grenzwertes 0, des Additionswertes An und des Subtraktionswertes Dn berechnet
werden. Dennoch müssen die Zufuhrdauer und -pausenzeiten
nicht notwendiger Weise auf diese Weise gesetzt werden. Die Zufuhrdauer
und -pausenzeiten während des zeitweisen Zuführens
des Harnstoffwassergemisches können direkt in einer Tabelle
oder dergleichen gesetzt werden, sodass sie mit der Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge
pro Zeiteinheit, der Abgasausstoßmenge vom Motor 1 pro
Zeiteinheit und der Abgastemperatur korrespondieren. In diesem Fall
werden die Zufuhrdauer und -pausenzeiten korrespondierend zur gegenwärtigen
Harnstoffwassergemisch-Zufuhrmenge, Abgasstoßmenge und
Abgastemperatur aus der zu setzenden Tabelle ausgelesen.
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Gemäß der
Ausführungsform werden die Zufuhrdauer und -pausenzeiten
während der zeitweisen Zufuhr des Harnstoffwassergemisches
gemäß der Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge
pro Zeiteinheit, der Abgasausstoßmenge des Motors pro Zeiteinheit
und der Abgastemperatur angepasst. Stattdessen können die
Zufuhrdauer und -pausenzeiten gemäß der Abgastemperatur
allein oder gemäß zweien von der Harnstoffwassergemisch-Zufuhrmenge,
der Abgasausstoßmenge und der Abgastemperatur gesetzt werden.
Insbesondere wenn die Zufuhrzeitdauer gemäß zweier
Faktoren angepasst wird, nämlich der Harnstoffwassergemisch-Zufuhrmenge und
der Abgasausstoßmenge, wird die Zufuhrzeitdauer gemäß der
Harnstoffwassergemischdichte innerhalb des Abgases angepasst, weil
das Verhältnis der Harnstoffwassergemisch-Zuführmenge
zur Abgasausstoßmenge proportional zur Harnstoffwassergemischdichte
ist.
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Es
ist ebenso möglich, fixe Werte zu benutzen, welche als
Zufuhrdauer- und -pausenzeiten vorbestimmt sind. Auch wenn das Anwachsen
des festen Harnstoffes mit höchster Genauigkeit bei Anwendung
der Ausführungsform unterdrückt werden kann, kann
eine Rechenbelastung der ECU 50 weiterhin reduziert werden
um Speicherkapazität eines Speichers zur Datenspeicherung
für die Anpassung kann gespart werden, weil die Anzahl
der Parameter, welche als Basis der Anpassung dienen, verringert
wird. Wenn Zufuhrdauer und -pausenzeiten während des zeitweisen
Zuführens des Harnstoffwassergemisches vorbestimmte fixe
Werte sind, kann die Rechenbelastung der ECU 50 entsprechend
am besten reduziert werden und der Speicherplatz des Speichers zur
Datenspeicherung für die Anpassung kann am besten gespart
werden.
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In
der Ausführungsform ist der untere Grenzwert, welcher für
die Bestimmung der Harnstoffwassergemisch-Zufuhrdauer und -pausenzeiten
benutzt wird, 0. Dennoch ist der untere Grenzwert nicht auf 0 beschränkt.
Der untere Grenzwert kann geeignet abgeändert werden, abhängig
davon, wie viel Bildung von festen Harnstoff und wie viel Vernichtung
von festen Harnstoff während des zeitweisen Zuführends des
Harnstoffwassergemisches vorbestimmt werden.
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Bei
der Harnstoffwassergemisch-Zuführsteuerung der Ausführungsform
wird die Zufuhr des Harnstoffwassergemisches während des
zeitweisen Zuführens des Harnstoffwassergemisches sofort
fortgesetzt, bevor aufgrund der Harnstoffwassergemisch-Zufuhr der
feste Harnstoff beginnt anzuwachsen.
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Dennoch
kann die Harnstoffwassergemisch-Zufuhrsteuerung so ausgeführt
werden, dass die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr fortgeführt
wird bis der feste Harnstoff bis zu einer gegebenen Menge angewachsen
ist. In diesem Fall wird die Harnstoffwassergemisch-Zufuhrpause
gleich der Zeit gesetzt, welche benötigt wird, den festen
Harnstoff, welcher durch das zugeführte Harnstoffwassergemisch
gebildet wird und einschließlich des angewachsenen festen
Harnstoffes, in Ammoniak umzuwandeln und dann zu vernichten.
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Wenn
der SCR-Katalysator 40 aktiviert ist, bestimmt die ECU 50 gemäß der
Ausführungsform, dass die Bedingung für die Harnstoffwassergemisch-Zufuhr
erfüllt ist, und dass der SCR-Katalysator mit Ammoniak
versorgt werden muss. Dennoch ist dies kein alleiniges Kriterium
zur Bestimmung, dass die Ammoniakzufuhr an den SCR-Katalysator 40 notwendig
ist. Beispielsweise kann die Bestimmung unter Betrachtung der Harnstoffwassergemischtemperatur
oder der Betriebszustände einschließlich der Abgastemperatur,
des Abgasdurchsatzes, der Belastung des Motors 1 oder dergleichen
durchgeführt werden.
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In
der Ausführungsform passt die ECU 50 die Harnstoffwassergemisch-Zufuhrdauer
und -pausenzeiten während des zeitweisen Zuführens
des Harnstoffwassergemisches gemäß der Abgastemperatur an,
welche durch den Abgastemperatursensor 48 detektiert wird,
welcher stromaufwärts des SCR-Katalysators 40 angeordnet
ist. Dennoch kann die Abgastemperatur an anderen Positionen detektiert
werden. Es ist möglich, eine geeignete Detektionsposition
aus Positionen zu wählen, bei denen die Temperatur des Abgases,
welches vom Motor 1 ausgestoßen wird, detektiert
werden kann.
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Auch
wenn der Motor 1 in der Ausführungsform ein Vier-Zylinder-Dieselmotor
ist, ist die Anzahl der Zylinder und die Art des Motors nicht darauf
beschränkt. Die Erfindung kann auf jeden Motor angewendet
werden, so lange wie der Motor eine Abgasreinigungseinrichtung aufweist,
welche konstruiert ist, Harnstoffwassergemisch in das Abgas zwecks Bereitstellung
von Ammoniak am SCR-Katalysator 40 zuzuführen.
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Es
ist offensichtlich, dass die zuvor beschriebene Erfindung auf viele
verschiedene Weisen variiert werden kann. Derartige Variationen
sollen nicht als ein Abweichen vom Gedanken und Schutzbereich der
Erfindung betrachtet werden und wie für einen Fachmann
offensichtlich, sollen alle Modifikationen vom Schutzbereich der
folgenden Ansprüche erfasst sein.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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