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DE102008050004A1 - Stromschiene mit mehreren, in Umfangrichtung verteilt angeordneten sowie als Profilteil ausgeführten und elektrisch voneinander getrennten Teilleitern - Google Patents

Stromschiene mit mehreren, in Umfangrichtung verteilt angeordneten sowie als Profilteil ausgeführten und elektrisch voneinander getrennten Teilleitern Download PDF

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DE102008050004A1
DE102008050004A1 DE200810050004 DE102008050004A DE102008050004A1 DE 102008050004 A1 DE102008050004 A1 DE 102008050004A1 DE 200810050004 DE200810050004 DE 200810050004 DE 102008050004 A DE102008050004 A DE 102008050004A DE 102008050004 A1 DE102008050004 A1 DE 102008050004A1
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Germany
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busbar
sub
radially
conductor
circumferential direction
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DE200810050004
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English (en)
Inventor
Frank Dipl.-Ing. Alefelder
Anton Frenzel
Rene Dipl.-Ing. Piotrowski
Olaf Dipl.-Ing. Wellner
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Siemens AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens AG
Siemens Corp
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02BBOARDS, SUBSTATIONS OR SWITCHING ARRANGEMENTS FOR THE SUPPLY OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02B1/00Frameworks, boards, panels, desks, casings; Details of substations or switching arrangements
    • H02B1/20Bus-bar or other wiring layouts, e.g. in cubicles, in switchyards

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Installation Of Bus-Bars (AREA)

Abstract

Es wird eine Stromschiene 1 insbesondere zum Stromtransport und zur Stromverteilung im Niederspannungsbereich vorgeschlagen. Die Stromschiene 1 weist mehrere axial verlaufende Teilleiter 2 auf. Erfindungsgemäß ist die Stromschiene 1 aus mehreren, in Umfangsrichtung verteilt angeordneten sowie als Profilteil ausgeführten und elektrisch voneinander getrennten Teilleitern 2 radial zusammengesetzt.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Stromschiene, insbesondere zum Stromtransport und zur Stromverteilung im Niederspannungsbereich. Die Stromschiene weist mehrere axial verlaufende Teilleiter auf.
  • Die Erfindung betrifft weiterhin einen Verbindungsklemmenring zum mechanischen und elektrischen Verbinden zweier derartiger, fluchtend und insbesondere auf Stoß angeordneter Stromschienen. Sie betrifft weiterhin ein Stromschienensystem mit mehreren derartigen Stromschienen und mit zumindest einem derartigen Verbindungsklemmenring zum elektrischen und mechanischen Verbinden jeweils zweier derartiger Stromschienen.
  • Aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE 82 09 244 ist ein Drehstrom-Leiter mit gegeneinander isolierten Leitern für drei Phasen und Null offenbart. Die Leiter sind konzentrisch umeinander liegende metallische Rohre, zwischen denen Rohre aus Isoliermaterial liegen. Der Umfang der Rohrenden ist mit sektorförmigen Aussparungen versehen, in die Keile einschiebbar sind, die im eingeschobenen Zustand mit den Rohren in Deckung liegende kreisförmige, metallische leitende und isolierte Abschnitte bilden.
  • Die betrachteten Stromschienensysteme sind zur Übertragung von Strömen in einem Bereich von mehreren Hundert bis mehreren Tausend Ampere ausgelegt. Sie werden typischerweise im Niederspannungsbereich, das heißt bis zu Spannungen von 1000 V, eingesetzt. Insbesondere sind diese Stromschienen zur Übertragung und Verteilung mehrphasiger Ströme, insbesondere eines 50 Hz/400 V- oder eines 60 Hz/460 V-Drehstromnetzes eines Energieversorgungsunternehmens, vorgesehen. Die Stromschiene weist mehrere axial verlaufende Teilleiter auf, die voneinander durch Isolierschichten getrennt sind und über die typischerweise die drei Phasen, ein Neutralleiter und gegebenenfalls eine Schutzerde eines Drehstromsystems übertragen werden.
  • Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine mehrphasige Stromschiene zur Übertragung und zur Verteilung von Strömen anzugeben.
  • Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, einen Verbindungsklemmenring zur koaxialen Verbindung zweier derartiger Stromschienen sowie ein Stromschienensystem mit zumindest zwei derartigen Stromschienen und zumindest einem derartigen Verbindungsklemmenring anzugeben.
  • Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst mit einer Stromschiene mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Vorteilhaft Ausführungsformen sind in den Ansprüchen 2 bis 11 angegeben. Im Anspruch 12 ist ein geeigneter Verbindungsklemmenring zu Verbindung zweier derartiger Stromschienen genannt. Im davon abhängigen Anspruch 13 ist eine besonders vorteilhafte Ausführungsform angegeben. Im Anspruch 14 ist ein Stromschienensystem mit zumindest zwei derartigen Stromschienen und zumindest einem derartigen Verbindungsklemmenring genannt.
  • Erfindungsgemäß ist die Stromschiene aus mehreren, in Umfangrichtung verteilt angeordneten sowie als Profilteil ausgeführten und elektrisch voneinander getrennten Teilleitern radial zusammengesetzt. Mit „axial” sind dabei Richtungen parallel zur Längsachse oder Längsmittelachse der zusammenge setzten Stromschiene bezeichnet. Mit „radial” sind Richtungen zur Längsachse und weg von ihr bezeichnet. Mit „tangential” sind Richtungen um die Längsachse herum, das heißt in Umfangrichtung, bezeichnet.
  • Der große Vorteil einer derartigen Stromschiene ist, dass ein Stromabgang oder eine Stromeinspeisestelle an einer beliebigen axialen Stelle der Stromschiene an der radialen Außenseite hergestellt werden kann. Hierzu wird der gewünschte Teilleiter an der entsprechenden Position in Umfangrichtung kontaktiert.
  • Die Profilteile werden im Sinne von Sektoren radial zu der Stromschiene zusammengesetzt. Eine derartige Stromschiene kann auch als Sektorleiter betrachtet werden. Insbesondere ist diese Stromschiene steif ausgebildet. Das heißt, dass sie nicht im Rahmen ihrer Verlegung oder Montage dazu vorgesehen ist, plastisch verformt zu werden, wie z. B. mittels Verbiegen oder Knicken.
  • Nach einer Ausführungsform ist das Profil der Teilleiter derart ausgeführt, dass die radial zusammengesetzte Stromschiene axial verlaufende Hohlräume aufweist oder ausbildet. Dadurch ist eine solche Stromschiene besonders leicht und in Hinblick auf den geringeren Materialaufwand im Vergleich zu massiven Teilleitern besonders günstig herstellbar. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Hohlräume zur Kühlung der Teilleiter herangezogen werden können, indem diese mittels eines Kühlmediums, wie z. B. Luft, beaufschlagt werden.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Profil der Teilleiter derart ausgeführt ist, dass die radial zusammengesetzte Stromschiene einen zentralen, axial verlaufenden Hohlraum aufweist oder ausbildet. Dieser eine für alle Teileiter ge meinsame Hohlraum kann dann auch zur gemeinsamen Kühlung aller Teilleiter verwendet werden.
  • Im Besonderen weist die radial zusammengesetzte Stromschiene einen kreisförmigen oder polygonen Außenrand auf.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Teilleiter ein doppel-T-förmiges Profil auf. Dieses kann zwei sich gegenüberliegende, in Umlaufrichtung verlaufende Querstege und einen diesen verbindenden Radialsteg aufweisen. Dabei kann der Radialsteg, der zugleich auch den größten Teil des Stroms im Teilleiter führt, vorteilhaft in der tangentialen Mitte eines Teilleiterprofils angeordnet sein. Jeweils zwei tangential benachbarte Radialstege angrenzender Teilleiter begrenzen den jeweils tangential dazwischen liegenden, axial verlaufenden Zwischenhohlraum. In radialer Richtung werden die so gebildeten Zwischenhohlräume durch jeweils zwei tangential benachbarte und lediglich durch einen Sektoren- oder Teilleiterisolator getrennte Querstege gebildet. Dadurch können die den Großteil des Stroms transportierenden Radialstege von beiden tangentialen Seiten her besonders gut gekühlt werden. Je nach zu erwartender Strombelastung der einzelnen Teilleiter können die zugehörigen Radialstege eine dickere oder dünnere tangentiale Stegbreite aufweisen. Weiterhin können die Radialstege derart ausgebildet sein, dass deren tangentiale Breite insbesondere linear mit dem radialen Abstand zur Längsachse zunimmt. Mit anderen Worten sind die Radialstege umso breiter, je weiter sie radial außen liegen. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die Ströme in den Teilleitern aufgrund der Stromverdrängung zum radialen Ende hin verdrängt werden.
  • Einer weiteren Ausführungsform zufolge ist die Stromschiene zum Transport und zur Verteilung eines mehrphasigen, insbe sondere eines dreiphasigen Drehstroms, vorgesehen. Es sind jeweils zwei sich radial gegenüberliegende Teilleiter gemeinsam an eine der Phasen, an einen Neutralleiter oder an eine Schutzerde schaltbar. Dadurch können an einer axialen Position der Stromschiene mehrere Stromabgangsstellen bzw. Stromeinspeisestellen geschaffen werden.
  • Im Besonderen ist das Profilteil der jeweiligen Teilleiter nach einer weiteren Ausführungsform ein Strangpressprofil. Derartige Profilteile können kostengünstig bei hoher Genauigkeit hergestellt werden. Weiterhin sind komplexe Profile realisierbar, die in Hinblick auf den Materialeinsatz, das heißt das Gewicht, auf die Stromverteilung und auf die mechanische Stabilität optimiert sind. Als Strangpresswerkstoff kommen insbesondere Aluminium, Kupfer sowie geeignete Legierungen aus Aluminium oder Kupfer in Frage. Weiterhin können die als Strangpressprofilteil ausgeführten Teilleiter zum Schutz gegenüber Korrosion behandelt sein, wie z. B. eloxiert.
  • Vorzugsweise ist die Stromschiene in ein Isolatorrohr aufnehmbar, welches einen im Vergleich zum Außendurchmesser der Stromschienen geringfügig größeren Innendurchmesser aufweist. Ein solches Rohr dient unter anderem zum Personenschutz gegen mögliche Berührungen der spannungsführenden Teilleiter.
  • Nach einer besonders vorteilhaften Ausführungsform weisen die Teilleiter an ihrem radialen Außenrand eine axial verlaufende Längsnut, insbesondere eine T-Nut oder Schwalbenschanznut, auf. Eine solche Längsnut kann bereits im Strangpressprofil vorteilhaft berücksichtigt sein.
  • Vorzugsweise sind mehrere in den Längsnuten verschiebbar und fixierbar angeordnete Nutensteine aufgenommen. Letztere weisen zum Anschließen eines Stromkabels oder zum Auflegen eines Kabelschuhs einen radial außenliegenden Anschluss auf. Im einfachsten Fall weisen die „unverlierbar” in den Längsnuten axial verschiebbaren Nutensteine eine zentrale, radial verlaufende Bohrung mit Innengewinde auf. Mittels einer entsprechenden Schraube ist z. B. dort ein Kabelschuh zum Anschluss eines Stromkabels befestigbar, wobei zugleich der Nutenstein axial fixiert und elektrisch mit dem jeweiligen Teilleiter kontaktiert wird.
  • Die Aufgabe der Erfindung wird weiterhin mit einem Verbindungsklemmenring gelöst, welcher einen Tragring mit einer dort aufgenommen, einer der Anzahl und Position der Längsnuten in Umfangrichtung entsprechende Anzahl von Klemmenelementen aufweist. Die Klemmenelemente sind nach einem axialen Einführen in die zu verbindenden Längsnuten mit diesen über ein Verdrehen des Tragrings in Umfangsrichtung radial verklemmbar. Der Tragring besteht vorzugsweise aus einem nichtleitenden Werkstoff, wie z. B. Kunststoff.
  • Dadurch ist auf denkbar einfache Weise eine schnelle und sichere mechanische sowie mehrphasige elektrische Verbindung zweier erfindungsgemäßer Stromschienen möglich. Zusätzlich kann der Verbindungsklemmenring eine Verdrehsicherung aufweisen, wie z. B. einen Splint, um ein eventuelles Lösen des Verbindungsklemmenrings zu verhindern.
  • Nach einer vorteilhaften Ausführungsform des Verbindungsklemmenrings sind die Klemmenelemente im Tragring und innerhalb eines Verdrehwinkelbereichs in Umfangrichtung beweglich aufgenommen, wie z. B. in Langlöchern. Die Klemmenelemente sind dann bei Verdrehung des Tragrings über eine schiefe Ebene mit den entsprechenden Längsnuten radial verklemmbar. Über die schiefe Ebene sind durch den Hebeleffekt besonders hohe radi ale Kontaktierungskräfte zwischen den Klemmenelementen und den jeweiligen Längsnuten erzielbar.
  • Schließlich wird die Aufgabe der Erfindung durch ein Stromschienensystem gelöst, welches mehrere erfindungsgemäße Stromschienen und zumindest einen erfindungsgemäßen Verbindungsklemmenring zum elektrischen und mechanischen Verbinden jeweils zweier derartiger Stromschienen umfasst.
  • Die Erfindung sowie vorteilhafte Ausführungen der Erfindung werden im Weiteren anhand der nachfolgenden Figuren näher beschrieben. Es zeigen
  • 1 beispielhaft zwei axial miteinander fluchtende, erfindungsgemäße Stromschienen in einer perspektivischen Darstellung,
  • 2 beispielhaft einen erfindungsgemäßen Verbindungsklemmenring zum Verbinden der Stromschienen aus 1,
  • 3 eine Seitenansicht des in 2 dargestellten Verbindungsklemmenrings und der zwei Stromschienen,
  • 4 einen radialen Schnitt durch den Verbindungsklemmenring und durch eine der Stromschienen gemäß der in 3 eingetragenen Schnittlinie IV-IV und
  • 5 eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stromschiene.
  • 1 zeigt beispielhaft zwei axial miteinander fluchtende, erfindungsgemäße Stromschienen 1 in einer perspektivischen Darstellung. Die gezeigten Stromschienen 1 sind zum Stromtransport und zur Stromverteilung im Niederspannungsbereich vorgesehen. Mit dem Bezugszeichen A ist eine gemeinsame Längsachse, das heißt eine Längssymmetrieachse, der zusammengesetzten Stromschienen 1 bezeichnet. Weiterhin weisen die Stromschienen 1 beispielhaft acht axial verlaufende, sektorförmige Teilleiter 2 auf, die erfindungsgemäß in Umfangrichtung verteilt angeordnet sind und jeweils als Profilteil ausgeführt sind. Die Teilleiter 2 sind mittels eines Teilleiterisolators 4 elektrisch voneinander getrennt. Mit L1, L2, L3 sind die Phasen eines Drehstromssystems bezeichnet, an die die jeweiligen Teilleiter 2 zur Stromübertragung und Stromverteilung angeschaltet sind. Mit N ist ein zugehöriger Neutralleiter des Drehstromssystems bezeichnet.
  • Weiterhin ist das jeweilige Profil der Teilleiter 2 derart ausgeführt, dass die radial zusammengesetzten Stromschienen 1 axial verlaufende Zwischenhohlräume AH aufweisen bzw. ausbilden. Diese befinden sich jeweils im tangentialen Bereich zwischen zwei Teilleitern 2. Mit ZH ist ein zentraler, axial verlaufender Hohlraum bezeichnet, der die Längsachse A der beiden Stromschienen 1 mit einschließt. Ferner weisen die beiden radial zusammengesetzten Stromschienen 1 einen kreisförmigen radialen Außenrand auf. Er kann alternativ auch polygon ausgestaltet sein. Die Profilteile der beiden Teilleiter 2 sind zudem als Strangpressprofil, insbesondere aus Aluminium, ausgeführt. Weiterhin sind mit dem Bezugszeichen 3 axial verlaufende, als T-Nut ausgebildete Längsnuten an der radialen Außenseite der beiden Stromschienen 2 vorhanden. Beide Stromschienen 2 sind in tangentialer Richtung so zueinander ausgerichtet, dass die zugehörigen Profilteile 2 mit den dort vorhandenen Längsnuten 3 gleichfalls miteinander fluchten. Die Längsnuten 3 dienen zur Aufnahme nicht weiter dargestellter Nutensteine zum Anschließen eines Stromkabels oder zum Auflegen eines Kabelschuhs. Sie sind dort axial verschiebbar und zugleich in der jeweiligen Längsnut 3 radial und tangential fixiert. Mittels einer Schraube können sie dort auch axial fixiert werden.
  • 2 zeigt beispielhaft einen erfindungsgemäßen Verbindungsklemmenring 10 zum Verbinden der Stromschienen 1 aus 1. Die beiden Stromschienen 1 bilden dabei zusammen mit dem Verbindungsklemmenring 10 ein erfindungsgemäßes Stromschienensystem. Der Verbindungsklemmenring 10 ist zum elektrischen und zugleich zum mechanischen Verbinden jeweils zweier derartiger Stromschienen 1 ausgeführt. Er weist dabei einen vorzugsweise aus einem isolierenden Kunststoff hergestellten Tragring 11 auf, in welchem eine der Anzahl und Position der Längsnuten 3 in Umfangrichtung entsprechende Anzahl von Klemmenelementen 12 aufgenommen ist. Im vorliegenden Beispiel weisen die beiden Stromschienen 2 acht Längsnuten 3, und der Verbindungsklemmenring 10 folglich acht Klemmenelemente 12 auf. Letztere sind nach einem axialen Einführen in die Längsnuten 3 der zu verbindenden, axial miteinander fluchtend und vorzugsweise auf Stoß angeordneten Stromschienen 2 mit diesen über ein manuelles Verdrehen des Tragrings 11 in Umfangsrichtung radial verklemmbar.
  • Die einzelnen Klemmenelemente 12 weisen ein Griffstück 13 und einen Kontaktschlitten 14 auf. Letzterer bildet an seinem gezeigten radialen inneren Ende einen Klemmennutenstein 15 aus. Prinzipiell kann ein solches Klemmenelement 12 für sich alleine in einer der Längsnuten 3 axial verschoben werden. Weiterhin kann das Klemmenelement 12 einteilig, zwei- oder mehrteilig ausgeführt sein. Die Griffstücke 13 der Klemmenelemente 12 sind an ihrem radial außenliegenden Ende jeweils in einem tangential verlaufenden Langloch 17 im Tragring 11 aufgenommen. Dadurch wird ein tangentiales Verdrehen der Klemmenelemente 12 relativ zum Tragring 11 in einem Winkelbereich, wie z. B. von 10° bis 20°, ermöglicht. Vorzugsweise erfolgt die Aufnahme der Griffstücke 13 im jeweiligen Langloch 17 spielbehaftet, um das axiale Einführen insbesondere der Kontaktschlitten 14 in die Längsnuten 3 zu erleichtern. Die Klemmenelemente 12 sind anschließend mittels einer tangentialen Verdrehung des Tragrings 11 über eine schiefe Ebene mit den entsprechenden Längsnuten 3 radial verklemmbar. Dies ist in der nachfolgenden 4 im Detail zu sehen.
  • 3 zeigt eine Seitenansicht des in 2 dargestellten Verbindungsklemmenrings 10 und der zwei Stromschienen 1. Die nicht gezeigte Stoßstelle der beiden Stromschienen 2 liegt etwa im Bereich der für die nachfolgende 3 eingetragenen Schnittlinie IV-IV.
  • 4 zeigt einen radialen Schnitt durch den Verbindungsklemmenring 10 und durch eine der Stromschienen 1 gemäß der in 3 eingetragenen Schnittlinie IV-IV. Im Inneren der 4 ist das Profil der erfindungsgemäßen Stromschiene 1 zu sehen, in deren radial außenliegenden Längsnuten 3 Klemmenelemente 12 eines erfindungsgemäßen Verbindungsklemmenrings 10 eingreifen. In dieser Schnittdarstellung sind die in die T-Nuten 3 eingeschobenen Klemmennutensteine 15 der Klemmenelemente 12 besonders gut zu sehen. Weiterhin sind die tangentialen Langlöcher 17 im Tragring 11 des Verbindungsklemmenrings 10 zu sehen. Durch Verdrehen des Tragrings 11 in Uhrzeigersinn werden, wie hier gezeigt, die Griffstücke 13 jeweils durch ein im Sinne einer schiefen Ebene angeordnetes Spannelement 16 radial nach innen gedrückt.
  • Weiterhin weisen die beispielhaft acht Teilleiter 2 jeweils ein doppel-T-förmiges Profil auf. Die Teilleiter 2 sind in Umfangrichtung beispielhaft gleichmäßig verteilt angeordnet. Das Profil setzt sich jeweils aus zwei sich gegenüberliegenden, in Umlaufrichtung verlaufenden Querstegen 6, 7 und einen diesen verbindenden Radialsteg 5 zusammen. Weiterhin sind gemäß einer Ausführungsform der Stromschiene 1 jeweils zwei sich radial gegenüberliegende Teilleiter 2 gemeinsam an eine der Phasen L1, L2, L3 und an den Neutralleiter N geschaltet.
  • Im vorliegenden Beispiel sind die Profilteile 2 der Phasenleiter L1, L2, L3 identisch ausgebildet, während der Radialsteg 5 des Neutralleiters N eine im Vergleich dazu schmälere radiale Dicke aufweist. Dieser schmale Radialsteg 5 ist aber ausreichend, um die im Drehstrombetrieb auftretenden, typischerweise deutlich kleineren Ausgleichsströme der Phasen L1, L2, L3 zu führen. Zugleich nimmt die tangentiale Dicke der Radialstege 5, insbesondere die der Phasen L1, L2, L3, linear zum radialen Außenrand hin zu, um dort in den Bereich der zugehörigen Längsnut 3 überzugehen. Dadurch ist eine besonders niederohmige Ausleitung oder Einspeisung eines Stroms über die jeweilige Längsnut 3 in den Teilleiter 2 möglich. Zugleich dient der jeweilige Radialsteg 5 zur mechanischen Abstützung der durch den Verbindungsklemmenring 10 radial von außen auf die Teilleiter 2 aufgebrachten Klemmkräfte.
  • Wie die 4 weiter zeigt, sind die axial verlaufenden Zwischenhohlräume AH zwischen benachbarten Teilleitern 2 durch eine radial verlaufende Isolierschicht 4 oder einen radial verlaufenden Isoliersteg 4 getrennt. Diese bzw. dieser ist vorzugsweise aus einem elektrisch nichtleitenden Kunststoff hergestellt. Zusätzlich erstrecken sich diese Isolierstege 4 an ihren radialen Enden tangential entlang der radialen Außenseite der zwei voneinander zu isolierenden Teilleiter 2. Dadurch wird die Spannungsfestigkeit erhöht und zudem das Entstehen möglicher Kriechstrecken verhindert. Es können, wie im Beispiel der 4 dargestellt, zudem mehrere Isolierschichten 4 zu einem Isolatorfächer oder Trennfächer 8 zusammengefasst sein. Bei einem solchen Teil handelt es sich ins besondere um ein Kunststoffspritzteil. In der 4 sind zwei Isolatorfächer 8 gezeigt, durch welche sich alle Profilteile 2 bereits im Sinne einer Vormontage radial zu der erfindungsgemäßen Stromschiene 1 zusammensetzen lassen. Die so gebildete Stromschiene 1 kann weiterhin durch ein Isolatorrohr, in welches die Stromschiene 1 eingeschoben werden kann, zusammengehalten werden. Alternativ kann die Stromschiene 1 über isolierende Spannringe entlang des Außenumfangs fixiert werden. Es können weiterhin alternativ auch die erfindungsgemäßen Verbindungsklemmenringe 10 hierfür verwendet werden.
  • 5 zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stromschiene 1. In diesem Fall bilden die radial zusammengesetzten Teilleiter 2 eine erfindungsgemäße Stromschiene 1 mit einem polygonen Außenumfang. Im Inneren der Stromschiene 1 ist weiterhin ein zentraler, sich in axialer Richtung erstreckender Hohlraum ZH ausgespart. Das vorliegende Beispiel ist nur zur Übertragung von drei Phasen L1, L2, L3 vorgesehen, wobei wiederum zwei sich radial gegenüberliegende Teilleiter 2 zum gemeinsamen Anschluss an eine der Phasen L1, L2, L3 vorgesehen sind. Weiterhin sind die Längsnuten 3 beispielhaft als Schwalbenschwanznuten 3 ausgebildet.
  • Obwohl die Erfindung im Detail durch die Ausführungsbeispiele näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
  • Zusammenfassend wird eine Stromschiene 1 insbesondere zum Stromtransport und zur Stromverteilung im Niederspannungsbereich vorgeschlagen. Die Stromschiene 1 weist mehrere axial verlaufende Teilleiter 2 auf. Erfindungsgemäß ist die Stromschiene 1 aus mehreren, in Umfangrichtung verteilt angeordne ten sowie als Profilteil ausgeführten und elektrisch voneinander getrennten Teilleitern 2 radial zusammengesetzt.
  • 1
    Stromschiene
    2
    Teilleiter, Profilteil, Strangpressprofil
    3
    Längsnut, T-Nut, Schwalbenschwanznut
    4
    Teilleiterisolator, Sektorenisolator
    5
    Radialsteg
    6, 7
    Quersteg
    8
    Isolatorfächer, Trennfächer
    10
    Verbindungsklemmenring
    11
    Tragring
    12
    Klemmenelement
    13
    Griffstück
    14
    Kontaktschlitten
    15
    Klemmennutenstein
    16
    Spannelement
    17
    Langloch, Aufnahme
    A
    Längsachse, Mittelachse, Rotationsachse
    ZH
    zentraler, axial verlaufender Hohlraum
    AH
    axial verlaufender Zwischenhohlraum
    L1–L3
    Phasen, Phasenleiter
    N
    Neutralleiter
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 8209244 U [0003]

Claims (14)

  1. Stromschiene, insbesondere zum Stromtransport und zur Stromverteilung im Niederspannungsbereich, wobei die Stromschiene mehrere axial verlaufende Teilleiter 2 aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschiene aus mehreren, in Umfangrichtung verteilt angeordneten sowie als Profilteil ausgeführten und elektrisch voneinander getrennten Teilleitern 2 radial zusammengesetzt ist.
  2. Stromschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil der Teilleiter 2 derart ausgeführt ist, dass die radial zusammengesetzte Stromschiene axial verlaufende Hohlräume AH aufweist.
  3. Stromschiene nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil der Teilleiter 2 derart ausgeführt ist, dass die radial zusammengesetzte Stromschiene einen zentralen, axial verlaufenden Hohlraum ZH aufweist.
  4. Stromschiene nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die radial zusammengesetzte Stromschiene einen kreisförmigen oder polygonen Außenrand aufweist.
  5. Stromschiene nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilleiter 2 ein doppel-T-förmiges Profil aufweisen.
  6. Stromschiene nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige doppel-T-förmige Profil zwei sich gegenüberliegende, in Umlaufrichtung verlaufende Querstege 6, 7 und einen diesen verbindenden Radialsteg 5 aufweist.
  7. Stromschiene nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschiene zum Transport und zur Verteilung eines mehrphasigen, insbesondere eines dreiphasigen Drehstroms, vorgesehen ist und dass jeweils zwei sich radial gegenüberliegende Teilleiter 2 jeweils gemeinsam an eine der Phasen L1, L2, L3, an einen Neutralleiter N oder an eine Schutzerde schaltbar sind.
  8. Stromschiene nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilteil der jeweiligen Teilleiter 2 ein Strangpressprofil ist.
  9. Stromschiene nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschiene in ein Isolatorrohr aufnehmbar ist, welches einen im Vergleich zum Außendurchmesser der Stromschienen geringfügig größeren Innendurchmesser aufweist.
  10. Stromschiene nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilleiter 2 an ihrem radialen Außenrand eine axial verlaufende Längsnut 3, insbesondere eine T-Nut oder Schwalbenschanznut, aufweisen.
  11. Stromschiene nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere in den Längsnuten 3 verschiebbar und fixierbar angeordnete Nutensteine aufgenommen sind und dass die Nutensteine zum Anschließen eines Stromkabels oder zum Auflegen eines Kabelschuhs einen radial außenliegenden Anschluss aufweisen.
  12. Verbindungsklemmenring zum mechanischen und elektrischen Verbinden zweier fluchtend, insbesondere auf Stoß angeordneter Stromschienen 1 nach Anspruch 10 oder 11, wobei der Verbindungsklemmenring einen Tragring 11 mit einer dort aufgenommen, einer der Anzahl und Position der Längsnuten 3 in Umfangrichtung entsprechende Anzahl von Klemmenelementen 12 aufweist und wobei die Klemmenelemente 12 nach einem axialen Einführen in die zu verbindenden Längsnuten 3 mit diesen über ein Verdrehen des Tragrings 11 in Umfangsrichtung radial verklemmbar sind.
  13. Verbindungsklemmenring nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmenelemente 12 im Tragring 11 und innerhalb eines Verdrehwinkelbereichs in Umfangrichtung beweglich aufgenommen sind und dass die Klemmenelemente 12 bei Verdrehung über eine schiefe Ebene mit den entsprechenden Längsnuten 3 radial verklemmbar sind.
  14. Stromschienensystem mit mehreren Stromschienen 1 nach einem der Ansprüche 10 oder 11 und mit zumindest einem Verbindungsklemmenring 10 nach Anspruch 12 oder 13 zum elektrischen und mechanischen Verbinden jeweils zweier derartiger Stromschienen 1.
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