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Die
Erfindung betrifft eine Stromschiene, insbesondere zum Stromtransport
und zur Stromverteilung im Niederspannungsbereich. Die Stromschiene weist
mehrere axial verlaufende Teilleiter auf.
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Die
Erfindung betrifft weiterhin einen Verbindungsklemmenring zum mechanischen
und elektrischen Verbinden zweier derartiger, fluchtend und insbesondere
auf Stoß angeordneter Stromschienen. Sie betrifft weiterhin
ein Stromschienensystem mit mehreren derartigen Stromschienen und
mit zumindest einem derartigen Verbindungsklemmenring zum elektrischen
und mechanischen Verbinden jeweils zweier derartiger Stromschienen.
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Aus
dem deutschen Gebrauchsmuster
DE 82 09 244 ist ein Drehstrom-Leiter mit
gegeneinander isolierten Leitern für drei Phasen und Null
offenbart. Die Leiter sind konzentrisch umeinander liegende metallische
Rohre, zwischen denen Rohre aus Isoliermaterial liegen. Der Umfang
der Rohrenden ist mit sektorförmigen Aussparungen versehen,
in die Keile einschiebbar sind, die im eingeschobenen Zustand mit
den Rohren in Deckung liegende kreisförmige, metallische
leitende und isolierte Abschnitte bilden.
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Die
betrachteten Stromschienensysteme sind zur Übertragung
von Strömen in einem Bereich von mehreren Hundert bis mehreren
Tausend Ampere ausgelegt. Sie werden typischerweise im Niederspannungsbereich,
das heißt bis zu Spannungen von 1000 V, eingesetzt. Insbesondere
sind diese Stromschienen zur Übertragung und Verteilung mehrphasiger
Ströme, insbesondere eines 50 Hz/400 V- oder eines 60 Hz/460
V-Drehstromnetzes eines Energieversorgungsunternehmens, vorgesehen.
Die Stromschiene weist mehrere axial verlaufende Teilleiter auf,
die voneinander durch Isolierschichten getrennt sind und über
die typischerweise die drei Phasen, ein Neutralleiter und gegebenenfalls eine
Schutzerde eines Drehstromsystems übertragen werden.
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Es
ist eine Aufgabe der Erfindung, eine mehrphasige Stromschiene zur Übertragung
und zur Verteilung von Strömen anzugeben.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, einen Verbindungsklemmenring
zur koaxialen Verbindung zweier derartiger Stromschienen sowie ein Stromschienensystem
mit zumindest zwei derartigen Stromschienen und zumindest einem
derartigen Verbindungsklemmenring anzugeben.
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Die
Aufgabe der Erfindung wird gelöst mit einer Stromschiene
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Vorteilhaft Ausführungsformen
sind in den Ansprüchen 2 bis 11 angegeben. Im Anspruch
12 ist ein geeigneter Verbindungsklemmenring zu Verbindung zweier
derartiger Stromschienen genannt. Im davon abhängigen Anspruch
13 ist eine besonders vorteilhafte Ausführungsform angegeben.
Im Anspruch 14 ist ein Stromschienensystem mit zumindest zwei derartigen
Stromschienen und zumindest einem derartigen Verbindungsklemmenring
genannt.
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Erfindungsgemäß ist
die Stromschiene aus mehreren, in Umfangrichtung verteilt angeordneten sowie
als Profilteil ausgeführten und elektrisch voneinander
getrennten Teilleitern radial zusammengesetzt. Mit „axial” sind
dabei Richtungen parallel zur Längsachse oder Längsmittelachse
der zusammenge setzten Stromschiene bezeichnet. Mit „radial” sind Richtungen
zur Längsachse und weg von ihr bezeichnet. Mit „tangential” sind
Richtungen um die Längsachse herum, das heißt
in Umfangrichtung, bezeichnet.
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Der
große Vorteil einer derartigen Stromschiene ist, dass ein
Stromabgang oder eine Stromeinspeisestelle an einer beliebigen axialen
Stelle der Stromschiene an der radialen Außenseite hergestellt werden
kann. Hierzu wird der gewünschte Teilleiter an der entsprechenden
Position in Umfangrichtung kontaktiert.
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Die
Profilteile werden im Sinne von Sektoren radial zu der Stromschiene
zusammengesetzt. Eine derartige Stromschiene kann auch als Sektorleiter betrachtet
werden. Insbesondere ist diese Stromschiene steif ausgebildet. Das
heißt, dass sie nicht im Rahmen ihrer Verlegung oder Montage
dazu vorgesehen ist, plastisch verformt zu werden, wie z. B. mittels
Verbiegen oder Knicken.
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Nach
einer Ausführungsform ist das Profil der Teilleiter derart
ausgeführt, dass die radial zusammengesetzte Stromschiene
axial verlaufende Hohlräume aufweist oder ausbildet. Dadurch
ist eine solche Stromschiene besonders leicht und in Hinblick auf
den geringeren Materialaufwand im Vergleich zu massiven Teilleitern
besonders günstig herstellbar. Ein weiterer Vorteil ist,
dass die Hohlräume zur Kühlung der Teilleiter
herangezogen werden können, indem diese mittels eines Kühlmediums,
wie z. B. Luft, beaufschlagt werden.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn das Profil der Teilleiter derart ausgeführt
ist, dass die radial zusammengesetzte Stromschiene einen zentralen,
axial verlaufenden Hohlraum aufweist oder ausbildet. Dieser eine
für alle Teileiter ge meinsame Hohlraum kann dann auch zur
gemeinsamen Kühlung aller Teilleiter verwendet werden.
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Im
Besonderen weist die radial zusammengesetzte Stromschiene einen
kreisförmigen oder polygonen Außenrand auf.
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Nach
einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Teilleiter
ein doppel-T-förmiges Profil auf. Dieses kann zwei sich
gegenüberliegende, in Umlaufrichtung verlaufende Querstege
und einen diesen verbindenden Radialsteg aufweisen. Dabei kann der Radialsteg,
der zugleich auch den größten Teil des Stroms
im Teilleiter führt, vorteilhaft in der tangentialen Mitte
eines Teilleiterprofils angeordnet sein. Jeweils zwei tangential
benachbarte Radialstege angrenzender Teilleiter begrenzen den jeweils
tangential dazwischen liegenden, axial verlaufenden Zwischenhohlraum.
In radialer Richtung werden die so gebildeten Zwischenhohlräume
durch jeweils zwei tangential benachbarte und lediglich durch einen Sektoren-
oder Teilleiterisolator getrennte Querstege gebildet. Dadurch können
die den Großteil des Stroms transportierenden Radialstege
von beiden tangentialen Seiten her besonders gut gekühlt
werden. Je nach zu erwartender Strombelastung der einzelnen Teilleiter
können die zugehörigen Radialstege eine dickere
oder dünnere tangentiale Stegbreite aufweisen. Weiterhin
können die Radialstege derart ausgebildet sein, dass deren
tangentiale Breite insbesondere linear mit dem radialen Abstand
zur Längsachse zunimmt. Mit anderen Worten sind die Radialstege
umso breiter, je weiter sie radial außen liegen. Damit
wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die Ströme in
den Teilleitern aufgrund der Stromverdrängung zum radialen
Ende hin verdrängt werden.
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Einer
weiteren Ausführungsform zufolge ist die Stromschiene zum
Transport und zur Verteilung eines mehrphasigen, insbe sondere eines
dreiphasigen Drehstroms, vorgesehen. Es sind jeweils zwei sich radial
gegenüberliegende Teilleiter gemeinsam an eine der Phasen,
an einen Neutralleiter oder an eine Schutzerde schaltbar. Dadurch
können an einer axialen Position der Stromschiene mehrere
Stromabgangsstellen bzw. Stromeinspeisestellen geschaffen werden.
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Im
Besonderen ist das Profilteil der jeweiligen Teilleiter nach einer
weiteren Ausführungsform ein Strangpressprofil. Derartige
Profilteile können kostengünstig bei hoher Genauigkeit
hergestellt werden. Weiterhin sind komplexe Profile realisierbar,
die in Hinblick auf den Materialeinsatz, das heißt das
Gewicht, auf die Stromverteilung und auf die mechanische Stabilität
optimiert sind. Als Strangpresswerkstoff kommen insbesondere Aluminium,
Kupfer sowie geeignete Legierungen aus Aluminium oder Kupfer in Frage.
Weiterhin können die als Strangpressprofilteil ausgeführten
Teilleiter zum Schutz gegenüber Korrosion behandelt sein,
wie z. B. eloxiert.
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Vorzugsweise
ist die Stromschiene in ein Isolatorrohr aufnehmbar, welches einen
im Vergleich zum Außendurchmesser der Stromschienen geringfügig
größeren Innendurchmesser aufweist. Ein solches
Rohr dient unter anderem zum Personenschutz gegen mögliche
Berührungen der spannungsführenden Teilleiter.
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Nach
einer besonders vorteilhaften Ausführungsform weisen die
Teilleiter an ihrem radialen Außenrand eine axial verlaufende
Längsnut, insbesondere eine T-Nut oder Schwalbenschanznut,
auf. Eine solche Längsnut kann bereits im Strangpressprofil vorteilhaft
berücksichtigt sein.
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Vorzugsweise
sind mehrere in den Längsnuten verschiebbar und fixierbar
angeordnete Nutensteine aufgenommen. Letztere weisen zum Anschließen
eines Stromkabels oder zum Auflegen eines Kabelschuhs einen radial
außenliegenden Anschluss auf. Im einfachsten Fall weisen
die „unverlierbar” in den Längsnuten
axial verschiebbaren Nutensteine eine zentrale, radial verlaufende
Bohrung mit Innengewinde auf. Mittels einer entsprechenden Schraube ist
z. B. dort ein Kabelschuh zum Anschluss eines Stromkabels befestigbar,
wobei zugleich der Nutenstein axial fixiert und elektrisch mit dem
jeweiligen Teilleiter kontaktiert wird.
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Die
Aufgabe der Erfindung wird weiterhin mit einem Verbindungsklemmenring
gelöst, welcher einen Tragring mit einer dort aufgenommen,
einer der Anzahl und Position der Längsnuten in Umfangrichtung
entsprechende Anzahl von Klemmenelementen aufweist. Die Klemmenelemente
sind nach einem axialen Einführen in die zu verbindenden
Längsnuten mit diesen über ein Verdrehen des Tragrings
in Umfangsrichtung radial verklemmbar. Der Tragring besteht vorzugsweise
aus einem nichtleitenden Werkstoff, wie z. B. Kunststoff.
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Dadurch
ist auf denkbar einfache Weise eine schnelle und sichere mechanische
sowie mehrphasige elektrische Verbindung zweier erfindungsgemäßer
Stromschienen möglich. Zusätzlich kann der Verbindungsklemmenring
eine Verdrehsicherung aufweisen, wie z. B. einen Splint, um ein
eventuelles Lösen des Verbindungsklemmenrings zu verhindern.
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Nach
einer vorteilhaften Ausführungsform des Verbindungsklemmenrings
sind die Klemmenelemente im Tragring und innerhalb eines Verdrehwinkelbereichs
in Umfangrichtung beweglich aufgenommen, wie z. B. in Langlöchern.
Die Klemmenelemente sind dann bei Verdrehung des Tragrings über
eine schiefe Ebene mit den entsprechenden Längsnuten radial
verklemmbar. Über die schiefe Ebene sind durch den Hebeleffekt
besonders hohe radi ale Kontaktierungskräfte zwischen den
Klemmenelementen und den jeweiligen Längsnuten erzielbar.
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Schließlich
wird die Aufgabe der Erfindung durch ein Stromschienensystem gelöst,
welches mehrere erfindungsgemäße Stromschienen
und zumindest einen erfindungsgemäßen Verbindungsklemmenring
zum elektrischen und mechanischen Verbinden jeweils zweier derartiger
Stromschienen umfasst.
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Die
Erfindung sowie vorteilhafte Ausführungen der Erfindung
werden im Weiteren anhand der nachfolgenden Figuren näher
beschrieben. Es zeigen
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1 beispielhaft
zwei axial miteinander fluchtende, erfindungsgemäße
Stromschienen in einer perspektivischen Darstellung,
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2 beispielhaft
einen erfindungsgemäßen Verbindungsklemmenring
zum Verbinden der Stromschienen aus 1,
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3 eine
Seitenansicht des in 2 dargestellten Verbindungsklemmenrings
und der zwei Stromschienen,
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4 einen
radialen Schnitt durch den Verbindungsklemmenring und durch eine
der Stromschienen gemäß der in 3 eingetragenen
Schnittlinie IV-IV und
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5 eine
Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Stromschiene.
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1 zeigt
beispielhaft zwei axial miteinander fluchtende, erfindungsgemäße
Stromschienen 1 in einer perspektivischen Darstellung.
Die gezeigten Stromschienen 1 sind zum Stromtransport und
zur Stromverteilung im Niederspannungsbereich vorgesehen. Mit dem
Bezugszeichen A ist eine gemeinsame Längsachse, das heißt
eine Längssymmetrieachse, der zusammengesetzten Stromschienen 1 bezeichnet.
Weiterhin weisen die Stromschienen 1 beispielhaft acht
axial verlaufende, sektorförmige Teilleiter 2 auf,
die erfindungsgemäß in Umfangrichtung verteilt
angeordnet sind und jeweils als Profilteil ausgeführt sind.
Die Teilleiter 2 sind mittels eines Teilleiterisolators 4 elektrisch
voneinander getrennt. Mit L1, L2, L3 sind die Phasen eines Drehstromssystems
bezeichnet, an die die jeweiligen Teilleiter 2 zur Stromübertragung
und Stromverteilung angeschaltet sind. Mit N ist ein zugehöriger
Neutralleiter des Drehstromssystems bezeichnet.
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Weiterhin
ist das jeweilige Profil der Teilleiter 2 derart ausgeführt,
dass die radial zusammengesetzten Stromschienen 1 axial
verlaufende Zwischenhohlräume AH aufweisen bzw. ausbilden.
Diese befinden sich jeweils im tangentialen Bereich zwischen zwei
Teilleitern 2. Mit ZH ist ein zentraler, axial verlaufender
Hohlraum bezeichnet, der die Längsachse A der beiden Stromschienen 1 mit
einschließt. Ferner weisen die beiden radial zusammengesetzten Stromschienen 1 einen
kreisförmigen radialen Außenrand auf. Er kann
alternativ auch polygon ausgestaltet sein. Die Profilteile der beiden
Teilleiter 2 sind zudem als Strangpressprofil, insbesondere
aus Aluminium, ausgeführt. Weiterhin sind mit dem Bezugszeichen 3 axial
verlaufende, als T-Nut ausgebildete Längsnuten an der radialen
Außenseite der beiden Stromschienen 2 vorhanden.
Beide Stromschienen 2 sind in tangentialer Richtung so
zueinander ausgerichtet, dass die zugehörigen Profilteile 2 mit
den dort vorhandenen Längsnuten 3 gleichfalls
miteinander fluchten. Die Längsnuten 3 dienen
zur Aufnahme nicht weiter dargestellter Nutensteine zum Anschließen
eines Stromkabels oder zum Auflegen eines Kabelschuhs. Sie sind
dort axial verschiebbar und zugleich in der jeweiligen Längsnut 3 radial und
tangential fixiert. Mittels einer Schraube können sie dort auch
axial fixiert werden.
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2 zeigt
beispielhaft einen erfindungsgemäßen Verbindungsklemmenring 10 zum
Verbinden der Stromschienen 1 aus 1. Die beiden
Stromschienen 1 bilden dabei zusammen mit dem Verbindungsklemmenring 10 ein
erfindungsgemäßes Stromschienensystem. Der Verbindungsklemmenring 10 ist
zum elektrischen und zugleich zum mechanischen Verbinden jeweils
zweier derartiger Stromschienen 1 ausgeführt.
Er weist dabei einen vorzugsweise aus einem isolierenden Kunststoff
hergestellten Tragring 11 auf, in welchem eine der Anzahl
und Position der Längsnuten 3 in Umfangrichtung
entsprechende Anzahl von Klemmenelementen 12 aufgenommen
ist. Im vorliegenden Beispiel weisen die beiden Stromschienen 2 acht
Längsnuten 3, und der Verbindungsklemmenring 10 folglich
acht Klemmenelemente 12 auf. Letztere sind nach einem axialen Einführen
in die Längsnuten 3 der zu verbindenden, axial
miteinander fluchtend und vorzugsweise auf Stoß angeordneten
Stromschienen 2 mit diesen über ein manuelles
Verdrehen des Tragrings 11 in Umfangsrichtung radial verklemmbar.
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Die
einzelnen Klemmenelemente 12 weisen ein Griffstück 13 und
einen Kontaktschlitten 14 auf. Letzterer bildet an seinem
gezeigten radialen inneren Ende einen Klemmennutenstein 15 aus.
Prinzipiell kann ein solches Klemmenelement 12 für
sich alleine in einer der Längsnuten 3 axial verschoben
werden. Weiterhin kann das Klemmenelement 12 einteilig, zwei-
oder mehrteilig ausgeführt sein. Die Griffstücke 13 der
Klemmenelemente 12 sind an ihrem radial außenliegenden
Ende jeweils in einem tangential verlaufenden Langloch 17 im
Tragring 11 aufgenommen. Dadurch wird ein tangentiales
Verdrehen der Klemmenelemente 12 relativ zum Tragring 11 in
einem Winkelbereich, wie z. B. von 10° bis 20°,
ermöglicht. Vorzugsweise erfolgt die Aufnahme der Griffstücke 13 im
jeweiligen Langloch 17 spielbehaftet, um das axiale Einführen
insbesondere der Kontaktschlitten 14 in die Längsnuten 3 zu
erleichtern. Die Klemmenelemente 12 sind anschließend
mittels einer tangentialen Verdrehung des Tragrings 11 über
eine schiefe Ebene mit den entsprechenden Längsnuten 3 radial
verklemmbar. Dies ist in der nachfolgenden 4 im Detail
zu sehen.
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3 zeigt
eine Seitenansicht des in 2 dargestellten
Verbindungsklemmenrings 10 und der zwei Stromschienen 1.
Die nicht gezeigte Stoßstelle der beiden Stromschienen 2 liegt
etwa im Bereich der für die nachfolgende 3 eingetragenen
Schnittlinie IV-IV.
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4 zeigt
einen radialen Schnitt durch den Verbindungsklemmenring 10 und
durch eine der Stromschienen 1 gemäß der
in 3 eingetragenen Schnittlinie IV-IV. Im Inneren
der 4 ist das Profil der erfindungsgemäßen
Stromschiene 1 zu sehen, in deren radial außenliegenden
Längsnuten 3 Klemmenelemente 12 eines
erfindungsgemäßen Verbindungsklemmenrings 10 eingreifen.
In dieser Schnittdarstellung sind die in die T-Nuten 3 eingeschobenen Klemmennutensteine 15 der
Klemmenelemente 12 besonders gut zu sehen. Weiterhin sind
die tangentialen Langlöcher 17 im Tragring 11 des
Verbindungsklemmenrings 10 zu sehen. Durch Verdrehen des Tragrings 11 in
Uhrzeigersinn werden, wie hier gezeigt, die Griffstücke 13 jeweils
durch ein im Sinne einer schiefen Ebene angeordnetes Spannelement 16 radial
nach innen gedrückt.
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Weiterhin
weisen die beispielhaft acht Teilleiter 2 jeweils ein doppel-T-förmiges
Profil auf. Die Teilleiter 2 sind in Umfangrichtung beispielhaft
gleichmäßig verteilt angeordnet. Das Profil setzt
sich jeweils aus zwei sich gegenüberliegenden, in Umlaufrichtung
verlaufenden Querstegen 6, 7 und einen diesen
verbindenden Radialsteg 5 zusammen. Weiterhin sind gemäß einer
Ausführungsform der Stromschiene 1 jeweils zwei
sich radial gegenüberliegende Teilleiter 2 gemeinsam
an eine der Phasen L1, L2, L3 und an den Neutralleiter N geschaltet.
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Im
vorliegenden Beispiel sind die Profilteile 2 der Phasenleiter
L1, L2, L3 identisch ausgebildet, während der Radialsteg 5 des
Neutralleiters N eine im Vergleich dazu schmälere radiale
Dicke aufweist. Dieser schmale Radialsteg 5 ist aber ausreichend, um
die im Drehstrombetrieb auftretenden, typischerweise deutlich kleineren
Ausgleichsströme der Phasen L1, L2, L3 zu führen.
Zugleich nimmt die tangentiale Dicke der Radialstege 5,
insbesondere die der Phasen L1, L2, L3, linear zum radialen Außenrand hin
zu, um dort in den Bereich der zugehörigen Längsnut 3 überzugehen.
Dadurch ist eine besonders niederohmige Ausleitung oder Einspeisung
eines Stroms über die jeweilige Längsnut 3 in
den Teilleiter 2 möglich. Zugleich dient der jeweilige
Radialsteg 5 zur mechanischen Abstützung der durch
den Verbindungsklemmenring 10 radial von außen
auf die Teilleiter 2 aufgebrachten Klemmkräfte.
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Wie
die 4 weiter zeigt, sind die axial verlaufenden Zwischenhohlräume
AH zwischen benachbarten Teilleitern 2 durch eine radial
verlaufende Isolierschicht 4 oder einen radial verlaufenden
Isoliersteg 4 getrennt. Diese bzw. dieser ist vorzugsweise
aus einem elektrisch nichtleitenden Kunststoff hergestellt. Zusätzlich
erstrecken sich diese Isolierstege 4 an ihren radialen
Enden tangential entlang der radialen Außenseite der zwei
voneinander zu isolierenden Teilleiter 2. Dadurch wird
die Spannungsfestigkeit erhöht und zudem das Entstehen
möglicher Kriechstrecken verhindert. Es können,
wie im Beispiel der 4 dargestellt, zudem mehrere
Isolierschichten 4 zu einem Isolatorfächer oder
Trennfächer 8 zusammengefasst sein. Bei einem
solchen Teil handelt es sich ins besondere um ein Kunststoffspritzteil.
In der 4 sind zwei Isolatorfächer 8 gezeigt, durch
welche sich alle Profilteile 2 bereits im Sinne einer Vormontage
radial zu der erfindungsgemäßen Stromschiene 1 zusammensetzen
lassen. Die so gebildete Stromschiene 1 kann weiterhin
durch ein Isolatorrohr, in welches die Stromschiene 1 eingeschoben
werden kann, zusammengehalten werden. Alternativ kann die Stromschiene 1 über
isolierende Spannringe entlang des Außenumfangs fixiert
werden. Es können weiterhin alternativ auch die erfindungsgemäßen
Verbindungsklemmenringe 10 hierfür verwendet werden.
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5 zeigt
eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Stromschiene 1. In diesem Fall bilden die radial zusammengesetzten
Teilleiter 2 eine erfindungsgemäße Stromschiene 1 mit
einem polygonen Außenumfang. Im Inneren der Stromschiene 1 ist
weiterhin ein zentraler, sich in axialer Richtung erstreckender
Hohlraum ZH ausgespart. Das vorliegende Beispiel ist nur zur Übertragung
von drei Phasen L1, L2, L3 vorgesehen, wobei wiederum zwei sich
radial gegenüberliegende Teilleiter 2 zum gemeinsamen
Anschluss an eine der Phasen L1, L2, L3 vorgesehen sind. Weiterhin
sind die Längsnuten 3 beispielhaft als Schwalbenschwanznuten 3 ausgebildet.
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Obwohl
die Erfindung im Detail durch die Ausführungsbeispiele
näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung
nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und
andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet
werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
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Zusammenfassend
wird eine Stromschiene 1 insbesondere zum Stromtransport
und zur Stromverteilung im Niederspannungsbereich vorgeschlagen.
Die Stromschiene 1 weist mehrere axial verlaufende Teilleiter 2 auf.
Erfindungsgemäß ist die Stromschiene 1 aus
mehreren, in Umfangrichtung verteilt angeordne ten sowie als Profilteil
ausgeführten und elektrisch voneinander getrennten Teilleitern 2 radial zusammengesetzt.
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- 1
- Stromschiene
- 2
- Teilleiter,
Profilteil, Strangpressprofil
- 3
- Längsnut,
T-Nut, Schwalbenschwanznut
- 4
- Teilleiterisolator,
Sektorenisolator
- 5
- Radialsteg
- 6,
7
- Quersteg
- 8
- Isolatorfächer,
Trennfächer
- 10
- Verbindungsklemmenring
- 11
- Tragring
- 12
- Klemmenelement
- 13
- Griffstück
- 14
- Kontaktschlitten
- 15
- Klemmennutenstein
- 16
- Spannelement
- 17
- Langloch,
Aufnahme
- A
- Längsachse,
Mittelachse, Rotationsachse
- ZH
- zentraler,
axial verlaufender Hohlraum
- AH
- axial
verlaufender Zwischenhohlraum
- L1–L3
- Phasen,
Phasenleiter
- N
- Neutralleiter
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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