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DE102008045637B4 - Anschlussschelle und Satz mit derartigen Anschlussschellen zur radialen Kontaktierung eines axialen Endes einer mehrphasigen koaxialen Stromschiene - Google Patents

Anschlussschelle und Satz mit derartigen Anschlussschellen zur radialen Kontaktierung eines axialen Endes einer mehrphasigen koaxialen Stromschiene Download PDF

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DE102008045637B4 DE200810045637 DE102008045637A DE102008045637B4 DE 102008045637 B4 DE102008045637 B4 DE 102008045637B4 DE 200810045637 DE200810045637 DE 200810045637 DE 102008045637 A DE102008045637 A DE 102008045637A DE 102008045637 B4 DE102008045637 B4 DE 102008045637B4
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    • H02G5/061Tubular casings

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Abstract

Anschlussschelle zur radialen Kontaktierung eines axialen Endes (AE) einer mehrphasigen Stromschiene (1) mit koaxial angeordneten, rohrförmigen Teilleitern (2) und mit dazwischenliegenden Isolierschichten (3), wobei die Teilleiter (2) und die Isolierschichten (3) an zumindest einem axialen Ende (AE) der Stromschiene (1) eine radial von außen nach innen zunehmende axiale Länge aufweisen, um in axialer Richtung abwechselnd radial von außen zugängliche, ringförmige Kontaktbereiche (2') und Isolationsbereiche (3') mit einer vorzugsweise einheitlichen Kontaktringbreite (AB) auszubilden, und wobei die Anschlussschelle einen Schellenring (13) aufweist, dessen axiale Ringbreite in etwa mit der Kontaktringbreite (AB) übereinstimmt.

Description

  • In der deutschen Offenlegungsschrift DE 1 803 363 A1 sind elektrische Mittelspannungsleiter mit koaxial angeordneten, rohrförmigen Phasenleitern mit dazwischen angeordneten Isolationsschichten beschrieben. Die dortigen Mittelspannungsleiter sind für Stromstärken von etlichen 10 kA und Spannungswerten von etlichen 10 kV ausgelegt.
  • In der deutschen Offenlegungsschrift DE 196 03 215 A1 ist ein mehrphasiges Sammelschienensystem mit konzentrisch zu einer zentral angeordneten Achse verlaufenden zylindrischen Phasenleitern beschrieben. Dabei sind die Phasenleiter von einer mit einem isolierenden Gas gefüllten Kapselung druckdicht umschlossen und untereinander sowie von der Kapselung mittels isolierender Elemente distanziert. Das dort beschriebene Sammelschienensystem dient dem Transport von elektrischer Energie über größere Entfernungen, wobei zum Eintritt des Sammelschienensystems in eine metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage die Aufhebung des konzentrischen Aufbaus vorgesehen ist. Hierzu sind an die axialen Enden der einzelnen Phasenleiter, die eine radial von außen nach innen zunehmende axiale Länge aufweisen, jeweils rechtwinklig zur zentralen Achse verlaufende, rohrförmig ausgebildete Leiter angeschweißt oder angeschraubt.
  • Aus der deutschen Patentanmeldung 10 2007 047 555.3 sind ein rohrförmiger Stromleiter für eine Stromschiene, eine Stromschiene sowie ein Verfahren zum Herstellen eines rohrförmigen Stromleiters als Stand der Technik gemäß §3 Abs. 2 PatG bekannt. Damit Durchmesser und Querschnitt des Stromleiters bei der Herstellung besonders einfach und flexibel vorgegeben werden können, weist der Stromleiter mehrere aus einem Leiterband durchgehend gewickelte Lagen auf. Bei einer dortigen Ausführungsform sind die Lagen an den Enden des Stromleiters mittels eines Kontaktrings untereinander elektrisch untereinander verbunden. Der Kontaktring umfasst hierzu die Lagen axial von außen (siehe 3).
  • Die hier betrachteten koaxialen Stromschienensysteme sind zur Übertragung von Strömen in einem Bereich von mehreren Hundert bis mehreren Tausend Ampere ausgelegt. Sie werden typischerweise im Niederspannungsbereich, das heißt bis zu Spannungen von 1000 V, eingesetzt. Insbesondere sind diese Stromschienen zur Übertragung und Verteilung mehrphasiger Ströme, insbesondere eines 50 Hz/400 V- oder eines 60 Hz/460 V-Drehstromnetzes eines Energieversorgungsunternehmens, vorgesehen. Die ko axiale Stromschiene weist mehrere rohrförmige Teilleiter auf, die voneinander durch rohrförmige Isolierschichten getrennt sind und über die typischerweise die drei Phasen, ein Neutralleiter und gegebenenfalls eine Schutzerde eines Drehstromsystems übertragen werden.
  • Es ist somit eine Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum besonders einfachen Anschließen eines axialen Endes einer mehrphasigen Stromschiene anzugeben.
  • Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, einen Satz mit derartigen Anschlussschellen sowie ein Stromschienensystem mit einem derartigen Satz mit Anschlussschellen anzugeben.
  • Die Aufgabe der Erfindung wird mit einer Anschlussschelle mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. In den abhängigen Ansprüchen 2 bis 5 sind vorteilhafte Ausführungsformen der Anschlussschelle angegeben. Im Anschluss 6 ist ein Satz mit derartigen Anschlussschellen genannt. Schließlich ist im Patentanspruch 7 ein Stromschienensystem angegeben, welches unter anderem einen derartigen Satz mit Anschlussschellen aufweist.
  • Erfindungsgemäß ist die Anschlussschelle zur radialen Kontaktierung eines axialen Endes einer mehrphasigen Stromschiene mit koaxial angeordneten, rohrförmigen Teilleitern und mit dazwischen liegenden Isolierschichten vorgesehen. Die Teilleiter und Isolierschichten weisen an zumindest einem axialen Ende der Stromschiene eine radial von außen nach innen zunehmend axiale Länge auf, um in axialer Richtung abwechselnd radial von außen zugängliche, ringförmige Kontaktbereiche und Isolationsbereiche mit einer vorzugsweise einheitlichen Kontaktringbreite auszubilden. Die Anschlussschelle weist einen Schellenring auf, dessen axiale Ringbreite in etwa mit der Kontaktringbreite übereinstimmt.
  • Dadurch ist vorteilhaft ein beliebiger rohrförmiger Teilleiter im Endbereich der mehrphasigen Stromschiene kontaktierbar. Mit „radial” sind dabei Richtungen von und zu einer Längsachse bzw. Rotationsachse der koaxialen Stromschiene bezeichnet. Mit „axial” sind Richtungen parallel zur Längsachse und mit „tangential” Richtungen um diese Längsachse herum bezeichnet.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform weist die Anschlussschelle zumindest eine kreissegmentartige, am Außenumfang verteilt angeordnete Montageebene auf. Dadurch ist auf einfache Weise ein mehrfacher Anschluss von Stromkabeln entlang des Umfangs der Anschlussschelle möglich. Durch ein Verdrehen der Anschlussschelle in Umfangrichtung ist weiterhin eine Justierung der korrespondierenden Stromabgangsstellen bzw. Stromeinspeisestellen möglich.
  • Nach einer Ausführungsform dazu weist die Anschlussschelle zumindest einen an der Montageebene angebrachten Kabelschuh zum Anschließen eines Stromkabels auf. Der Kabelschuh kann beispielsweise an der Montageebene angeschraubt, angeschweißt oder auf andere bekannte Art und Weise lösbar oder unlösbar mit der Anschlussschelle verbunden sein. Vorzugsweise weist der Kabelschuh eine Kabelhülse auf, welche zur Aufnahme eines freigelegten, das heißt abisolierten Kabelendes vorgesehen ist. Ein solches Kabelende kann im Anschluss mit dieser Hülse vercrimpt oder verpresst werden.
  • Alternativ dazu kann an den Montageebenen jeweils ein Anschlussflansch angebracht sein, welcher radial von dem Schel lenring wegzeigt. Diese Flansche können zur Anbringung, wie z. B. eines Kabelschuhs, ausgebildet sein.
  • Einer weiteren Ausführungsform zufolge weist die Anschlussschelle mehrere in Innenumfangrichtung des Schellenrings verteilt angeordnet Radialspalte auf, welche sich ausgehend von der radialen Innenseite in Richtung zur radialen Außenseite des Schellenrings erstrecken. Dadurch wird die Biegeelastizität einer solchen Anschlussschelle in tangentialer Richtung, das heißt in Umfangrichtung, erhöht. Das Aufsetzen und die Montage einer solchen Anschlussschelle auf das Wellenende werden dadurch vorteilhaft vereinfacht.
  • Nach einer weiteren Ausführungsform ist der Schellenring im radialen Bereich zwischen der Innenseite und der Außenseite verjüngt ausgebildet. Dadurch wird vorteilhaft der Materialaufwand, insbesondere der Aufwand an Kupfer oder Aluminium für eine derartige Anschlussschelle, verringert. Eine solche Anschlussschelle ist im Vergleich zu nicht verjüngt ausgeführten Anschlussschellen erheblich leichter und kostengünstiger.
  • Die Aufgabe der Erfindung wird weiterhin durch einen Satz mit derartigen Anschlussschellen zur radialen Kontaktierung eines axialen Endes einer mehrphasigen Stromschiene gelöst. Die Teilleiter der Isolierschichten einer solchen Stromschiene weisen an zumindest einem axiales Ende der Stromschiene eine radial von außen nach innen zunehmende axiale Länge auf, um in axialer Richtung abwechselnd radial von außen zugängliche, ringförmige Kontaktbereiche und Isolationsbereiche einer vorzugsweise einheitlichen Kontaktringbreite auszubilden. Gemäß der vorliegenden Erfindung weisen die Anschlussschellen einen der Anzahl von Teilleitern entsprechenden, auf den Außendurchmesser des jeweiligen Teilleiters abgestimmten Ringin nendurchmesser auf. Die Anschlussschellen weisen jeweils einen gleichen Ringaußendurchmesser auf.
  • Dadurch wird erreicht, dass alle Anschlussschellen, insbesondere deren Montageebenen, einen gleichen radialen Abstand zur Längsachse der Stromschiene aufweisen. Dadurch wird die Montage von Stromkabeln zum Anschließen an die jeweilige Phase, bzw. an den Neutralleiter oder an die Schutzerde vereinfacht.
  • Schließlich wird die Aufgabe der Erfindung durch ein Stromschienensystem gelost, welches eine mehrphasige Stromschiene mit koaxial angeordneten, rohrförmigen Teilleitern und mit dazwischen liegenden Isolierschichten aufweist, wobei die Teilleiter und die Isolierschichten an zumindest einem axialen Ende der Stromschiene eine radial von außen nach innen zunehmende axiale Länge aufweisen, um in axialer Richtung abwechselnd radial von außen zugängliche, ringförmige Kontaktbereiche und Isolationsbereiche mit einer vorzugsweise einheitlichen Kontaktringbreite auszubilden. Erfindungsgemäß weist ein derartiges Stromschienensystem einen erfindungsgemäßen Satz mit Anschlussschellen auf, die ein axiales Ende der Stromschiene radial kontaktieren können.
  • Das erfindungsgemäße Stromschienensystem ermöglicht auf besonders einfache Weise einen einheitlichen elektrischen Anschluss der radial zugänglichen Phasen, des Neutralleiters und gegebenenfalls der Schutzerde der mehrphasigen koaxialen Stromschiene.
  • Die Erfindung sowie vorteilhaft Ausführungen der Erfindung werden des Weiteren im Beispiel von Figuren ausgeführt. Es zeigen
  • 1 ein axiales Ende einer mehrphasigen koaxialen Stromschiene mit beispielhaft zwei Anschlussschellen zur radialen Kontaktierung gemäß der Erfindung,
  • 2 eine axiale Ansicht der Anschlussschelle gemäß der in 1 eingetragenen Blickrichtung II,
  • 3 eine axiale Ansicht der Anschlussschelle gemäß der in 1 eingetragenen Blickrichtung III,
  • 4 einen Längsschnitt durch eine beispielhafte mehrphasige koaxiale Stromschiene mit fünf rohrförmigen Teilleitern und mit fünf Anschlussschellen mit unterschiedlichen Innendurchmessern gemäß der Erfindung,
  • 5 einen Längsschnitt durch eine beispielhafte mehrphasige koaxiale Stromschiene mit beispielhaft vier rohrförmigen Teilleitern und mit vier Anschlussschellen mit unterschiedlichen Innendurchmessern gemäß einer Ausführungsform,
  • 6 ein axiales Wellenende einer mehrphasigen koaxialen Stromschiene mit zwei Anschlussschellen nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,
  • 7 eine axiale Ansicht der Anschlussschelle gemäß der in 6 eingetragenen Blickrichtung VII und
  • 8 eine axiale Ansicht der Anschlussschelle gemäß der in 6 eingetragenen Blickrichtung VIII.
  • 1 zeigt ein axiales Ende AE einer mehrphasigen koaxialen Stromschiene 1. Sie weist beispielhaft fünf rohrförmige Teilleiter 2 und vier dazwischen liegende Isolierschichten 3 auf.
  • Üblicherweise weist eine solche Stromschiene 1 einen Außendurchmesser im Bereich von 10 bis 30 cm, wie z. B. 15 cm, auf. Vorzugsweise ist die Stromschiene 1 aus Kupfer, Aluminium oder aus einer geeigneten Kupfer- oder Aluminiumlegierung hergestellt. Mit H ist ein zentraler, axial verlaufender Hohlraum bezeichnet, der im Inneren des innersten Teilleiters 2 liegt. Mit A ist die Längsachse bzw. die Rotationsachse oder Rotationssymmetrieachse der gezeigten Stromschiene 1 bezeichnet. Weiterhin weisen die Teilleiter 2 und die Isolierschichten 3 an zumindest einem axialen Ende AE der Stromschiene 1 eine radiale, von außen nach innen zunehmende axiale Länge auf. An dem trichterförmigen, sowohl in axialer wie radialer gestuften Wellenende AE, sind somit abwechselnd radial von außen zugängliche, ringförmige Kontaktbereiche 2' und Isolationsbereiche 3' mit einer vorzugsweise einheitlichen Kontaktringbreite AB ausgebildet. Die gesamte axiale Länge einer solchen Stromschiene 1 kann im Bereich von mehreren Metern liegen.
  • Weiterhin sind im Beispiel der 1 radial vom Schellenring 13 wegweisende Anschlussflansche 15 zur möglichen Anbringung eines Kabelschuhs 20 angebracht. In den jeweiligen Kabelschuhen 20 kann zur Bildung eines Stromabgangs oder einer Stromeinspeisestelle jeweils ein Kabelende eines Stromkabels befestigt sein. Ferner sind die beiden erfindungsgemäßen Anschlussschellen 10 einteilig ausgeführt. Zur radialen Befestigung bzw. Kontaktierung mit dem jeweiligen, ringförmigen Kontaktierungsbereich 2' weisen diese Anschlussschellen 10 ein radial abstehendes Spannelement 11 auf. Es weist zwei sich tangential gegenüberliegende und dabei einen Montagespalt SP ausbildende Spannelementschenkel auf. In diesen ist vorzugsweise jeweils eine nicht weiterbezeichnete Bohrung eingebracht, welche zur Aufnahme eines Verbindungselementes 17, insbesondere einer Schraube, dient. Über diese lässt sich eine auf den vorgesehenen Kontaktierungsbereich 2' aufgezogene Anschlussschelle 10 in tangentialer Richtung spannen und dadurch eine radiale Kontaktierungskraft auf den zugehörigen Teilleiter 2 aufbringen.
  • Alternativ können die Anschlussschellen 10 zweitteilig ausgeführt sein. In diesem Fall weist der Schellenring 13 zwei über ein Scharnier verbundene Schellenringhälften auf.
  • Die beiden gezeigten Anschlussschellen 10 sind Teil eines erfindungsgemäßen Satzes mit Anschlussschellen 10 zur radialen Kontaktierung einer solchen koaxialen mehrphasigen Stromschiene 1. Vorzugsweise weist ein solcher Satz einen der Anzahl von Teilleitern 2 entsprechende, auf den Außendurchmesser des jeweilige Teilleiters 2 abgestimmten Ringinnendurchmesser auf, wobei die Anschlussschellen 10 dann jeweils einen gleichen Ringaußendurchmesser aufweisen. Im vorliegenden Beispiel würde ein solcher Satz für eine koaxiale Stromschiene 1 mit fünf Teilleitern 2 auch fünf Anschlussschellen 10 aufweisen, von denen aus Gründen der Übersichtlichkeit nur zwei dargestellt sind.
  • 2 zeigt eine axiale Ansicht der Anschlussschelle 10 gemäß der in 1 eingetragenen Blickrichtung II. 3 zeigt eine axiale Ansicht der weiteren Anschlussschelle 10 gemäß der in 1 eingetragenen Blickrichtung III. Letztere Anschlussschelle 10 weist einen Ringinnendurchmesser DI2 auf, der im Vergleich zum Ringinnendurchmesser DI1 der in 2 gezeigten Anschlussschelle 10 deutlich größer ist. Mit RD1 und RD2 sind die unterschiedlichen radialen Dicken der Schellenringe 13 der beiden Anschlussschellen 10 bezeichnet. Mit 16 sind die Bohrungen in den beiden nicht weiter bezeichneten Spannelementschenkeln des Spannelementes 17 bezeichnet.
  • 4 zeigt einen Längsschnitt durch eine beispielhafte mehrphasige koaxiale Stromschiene 1 mit fünf rohrförmigen Teilleitern 1 und mit fünf Anschlussschellen 10 mit unterschiedlichen Innendurchmessern DI1, DI2 gemäß der Erfindung. Mit AB ist wiederum eine axiale Kontaktringbreite bezeichnet, die für alle Teilleiterrohre 2 gleich ist. Mit AI ist eine axiale Isolatorringbreite bezeichnet, die gleichfalls gleich für alle Isolierschichten 3 ist. Im vorliegenden Beispiel sind zudem beide axialen Breiten AB, AI gleich ausgeführt. Beide Breiten AB, AI können auch voneinander abweichen. Wie die 4 weiter zeigt, stimmt die radiale Ringbreite RB im Wesentlichen mit der axialen Kontaktringbreite AB überein.
  • Der in 4 gezeigte erfindungsgemäße Satz mit Anschlussschellen 10 umfasst fünf Anschlussschellen 10 entsprechend der Anzahl von Teilleitern 2. Die Anschlussschellen 10 weisen jeweils einen auf den Außendurchmesser des jeweiligen zu kontaktierenden Teilleiters 2 abgestimmten Ringinnendurchmesser auf. Zugleich weisen alle Anschlussschellen 10 jeweils einen gleichen Ringaußendurchmesser auf. Dadurch ist ein einheitlicher Anschluss der jeweiligen Teilleiter 2 in einem gleichen radialen Abstand von der Längsachse A der Stromschiene 1 vorteilhaft möglich. Mit L1, L2, L3 sind beispielhaft die drei Phasen eines Drehstromnetzes bezeichnet, an welche die Teilleiter 2 angeschaltet sind. Mit N ist ein Neutralleiter und mit PE eine Schutzerde bezeichnet.
  • 5 zeigt einen Längsschnitt durch eine beispielhafte mehrphasige koaxiale Stromschiene 1 mit beispielhaft vier rohrförmigen Teilleitern 2 und mit vier Anschlussschellen 10 mit unterschiedlichen Innendurchmessern DI1, D12 gemäß einer Ausführungsform. Im Vergleich zum 4 fehlt im vorliegenden Beispiel der Neutralleiter N.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die jeweilige Schellenringe 13 der Anschlussschellen 10 im radialen Bereich zwischen der Innenseite und der Außenseite verjüngt ausgebildet. Dadurch wird deren Gewicht deutlich verringert. Zugleich erhöht sich vorteilhaft, insbesondere bei einer Anschlussschelle 10 mit der größten radialen Ringdicke, die Biegeelastizität in Umfangrichtung erheblich. Weiterhin zeigt 5, dass der jeweilige verjüngte Bereich eines Schellenrings 13 an den beiden radialen Enden einen Ringfuß 14 ausbildet. Dadurch ist eine besonders niederohmige Kontaktierung des jeweiligen Teilleiters 2 gegeben. Auf der anderen Seite kann der Ringfuß 14 die in Umfangrichtung verteilt angeordneten Montageebenen ausbilden. Dies ist in den nachfolgenden Figuren 6 bis 8 im Detail gezeigt.
  • Weiterhin können zwischen den Anschlussschellen 10 elektrisch isolierende Abstandhalteringe 4 auf den jeweiligen Isolierschichten 3 aufgesteckt sein. Dadurch werden die Anschlussschellen 10 zusätzlich axial stabilisiert. Besonders vorteilhaft ist es, wenn ein derartiges Satz mit Anschlussschellen 10 mit solchen dazwischen liegenden Abstandhalteringen 4 eine elektrische Anschlusseinheit als Baueinheit bilden. Vorzugsweise werden die Anschlussschellen 10 eines Satzes mit den dazwischen liegenden Abstandhalteringe 4 über nicht weiter gezeigte, axial verlaufende und elektrisch isolierte Verbindungsstege zusammengehalten.
  • 6 zeigt ein axiales Wellenende AE einer mehrphasigen koaxialen Stromschiene 1 mit zwei Anschlussschellen 10 nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. Wie die 6 zeigt, sind nun beispielhaft drei radial verteilte Kabelschuhe 20 entlang des Schellenrings 13 zur Bildung eines möglichen Stromabgangs oder einer Stromeinspeisestelle angeordnet.
  • 7 zeigt eine axiale Ansicht der Anschlussschelle 10 gemäß der in 6 eingetragenen Blickrichtung VII. In dieser Darstellung sind die kreissegmentartigen, am Außenumfang verteilt angeordneten Montageebenen ME besonders gut zu sehen. Dort angebrachte Kabelschuhe 20 dienen zum Anschließen eines nicht weiter gezeigten Stromkabels. Weiterhin zeigt 7 nach einer Ausführungsform, dass die Anschlussschelle 10 mehrere Radialspalte RS im Schellenring 13 aufweisen kann. Die Radialspalte RS sind in Innenumfangrichtung des Schellenrings 13 verteilt angeordnet. Sie erstrecken sich ausgehend von der radialen Innenseite in radialer Richtung nach außen. Die tangentiale Breite der gezeigten Radialspalte RS liegt vorzugsweise in einem Bereich von einem bis wenigen Millimetern. Dadurch ist insbesondere bei Anschlussschellen 10, welche eine große radiale Dicke RD2 aufweisen, vorteilhaft eine besonders hohe tangentiale Federelastizität erreichbar.
  • 8 zeigt eine axiale Ansicht der weiteren Anschlussschelle 10 gemäß der in 6 eingetragenen Blickrichtung VIII. Die gezeigte Anschlussschelle 10 weist dabei einen im Vergleich zur Anschlussschelle 10 gemäß 7 einen deutlich größeren Ringinnendurchmesser DI2 auf.
  • Obwohl die Erfindung im Detail durch die Ausführungsbeispiele näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
  • Zusammenfassend wird eine Anschlussschelle 10 zur radialen Kontaktierung eines axialen Endes AE einer mehrphasigen Stromschiene 1 mit koaxial angeordneten, rohrförmigen Teilleitern 2 und mit dazwischenliegenden Isolierschichten 3 vorgeschlagen. Die Teilleiter 2 und die Isolierschichten 3 wei sen an zumindest einem axialen Ende AE der Stromschiene 1 eine radial von außen nach innen zunehmende axiale Länge auf, um in axialer Richtung abwechselnd radial von außen zugängliche, ringförmige Kontaktbereiche 2' und Isolationsbereiche 3' mit einer vorzugsweise einheitlichen Kontaktringbreite AB auszubilden. Die Anschlussschelle 10 weist einen Schellenring 13 auf, dessen axiale Ringbreite in etwa mit der Kontaktringbreite AB übereinstimmt.
  • 1
    koaxiale Stromschiene
    2
    Teilleiter, Teilleiterrohr
    3
    Isolierschicht, Isolatorrohr
    4
    Abstandhaltering
    10
    Anschlussschelle
    11
    Spannelement
    12, 16
    Loch, Bohrung
    13
    Schellenring
    14
    Ringfuß
    15
    Anschlussflansch, Flansch
    17
    Verbindungselemente, Schraube
    20
    Kabelschuh
    A
    Mittelachse, Rotationsachse
    AB
    axiale Kontaktringbreite
    AE
    axiales Ende der Stromschiene
    AI
    axiale Isolatorringbreite
    DA
    Ringaußendurchmesser
    DI1, DI2
    Ringinnendurchmesser
    H
    Hohlraum
    L1–L3
    Phasen, Phasenleiter
    ME
    Montageebene
    N
    Neutralleiter
    PE
    Schutzerde
    RB
    axiale Ringbreite
    RD1, RD2
    radiale Ringdicken
    RS
    Radialspalt
    SP
    Montagespalt

Claims (7)

  1. Anschlussschelle zur radialen Kontaktierung eines axialen Endes (AE) einer mehrphasigen Stromschiene (1) mit koaxial angeordneten, rohrförmigen Teilleitern (2) und mit dazwischenliegenden Isolierschichten (3), wobei die Teilleiter (2) und die Isolierschichten (3) an zumindest einem axialen Ende (AE) der Stromschiene (1) eine radial von außen nach innen zunehmende axiale Länge aufweisen, um in axialer Richtung abwechselnd radial von außen zugängliche, ringförmige Kontaktbereiche (2') und Isolationsbereiche (3') mit einer vorzugsweise einheitlichen Kontaktringbreite (AB) auszubilden, und wobei die Anschlussschelle einen Schellenring (13) aufweist, dessen axiale Ringbreite in etwa mit der Kontaktringbreite (AB) übereinstimmt.
  2. Anschlussschelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussschelle zumindest eine kreissegmentartige, am Außenumfang verteilt angeordnete Montageebene (ME) aufweist.
  3. Anschlussschelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussschelle zumindest einen, an der Montageebene (ME) angebrachten Kabelschuh (20) zum Anschließen eines Stromkabels aufweist.
  4. Anschlussschelle nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussschelle mehrere in Innenumfangrichtung des Schellenrings (13) verteilt angeordnet Radialspalte (RS) aufweist, welche sich ausgehend von der radialen Innenseite in Richtung zur radialen Außenseite des Schellenrings (13) erstrecken.
  5. Anschlussschelle nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schellenring (13) im radialen Bereich zwischen der Innenseite und der Außenseite verjüngt ausgebildet ist.
  6. Ein Satz mit Anschlussschellen (10) nach einem vorangegangenen Ansprüche zur radialen Kontaktierung eines axialen Endes (AE) einer mehrphasigen Stromschiene (1) mit koaxial angeordneten, rohrförmigen Teilleitern (2) und mit dazwischenliegenden Isolierschichten (3), wobei die Anschlussschellen (10) einen der Anzahl von Teilleitern (2) entsprechenden, auf den Außendurchmesser des jeweiligen Teilleiters (2) abgestimmten Ringinnendurchmesser (DI1, DI2) aufweisen und wobei die Anschlussschellen (10) jeweils einen gleichen Ringaußendurchmesser (DA) aufweisen.
  7. Stromschienensystem, insbesondere für den Niederspannungsbereich, welches aufweist – eine mehrphasige Stromschiene (1) mit koaxial angeordneten, rohrförmigen Teilleitern (2) und mit dazwischen liegenden Isolierschichten (3), wobei die Teilleiter (2) und die Isolierschichten (2) an zumindest einem axialen Ende (AE) der Stromschiene (1) eine radial von außen nach innen zunehmende axiale Länge aufweisen, um in axialer Richtung abwechselnd radial von außen zugängliche, ringförmige Kontaktbereiche (2') und Isolationsbereiche (3') mit einer vorzugsweise einheitlichen Kontaktringbreite (AB) auszubilden, und – einen Satz mit Anschlussschellen (10) nach Anspruch 6, welche das zumindest eine axiale Ende (AE) der Stromschiene (1) radial kontaktieren.
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