DE102008059916B3 - Federlenker mit einem Schließblech - Google Patents
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Abstract
Ein Federlenker (1) für eine Radaufhängung eines Kraftfahrzeugs umfasst eine Federlenkerschale (2) mit einem Schließblech (6), wobei das Schließblech (6) gegenüberliegende Schenkel (11, 12) der Federlenkerschale (2) miteinander verbindet, die Federlenkerschale (2) aussteift und eine Durchgangsöffnung (7) mit einem von der Federlenkerschale (2) wegweisenden Kragen (8) aufweist.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Federlenker eines Kraftfahrzeugs, mit den Merkmalen im Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Federlenker dienen der Führung eines Rades und sind Bestandteil einer Radaufhängung eines Kraftfahrzeugs. Solche Federlenker weisen einen erweiterten Abschnitt auf, in welchem die Abstützung eines Endes einer Feder, oder eines Feder-Dämpfersystems erfolgt, deren/dessen anderes Ende gegen den Fahrzeugaufbau abgestützt ist.
- Bedingt durch hohe Feder- und Dämpferkräfte und ständig wechselnden Lasten unterliegen Federlenker hohen Belastungen, was vor allem im Bereich der Federauflage zu einer Profilaufweitung der Federlenkerschale führen kann. Zur Aussteifung eines solchen Federlenkers schlägt die
DE 10 2004 008 957 A1 daher vor, die U-förmige Federlenkerschale durch zwei sichelförmige Blechstreifen zu versteifen. Hierdurch können zwar Gewicht und Bauraum reduziert werden, jedoch könnte die Aussteifung der Federlenkerschale noch verbessert werden, da die Seitenwände nur punktuell durch die Blechstreifen unterstützt werden. - In der
DE 10 2004 003 151 A1 wird die Aussteifung der Federlenkerschale mit einem topfartig ausgebildeten Schließblech beschrieben. Hierbei dient der Boden des topfartigen Schließblechs gleichzeitig als Federauflagefläche. Die Federlenkerschale wird durch das Schließblech quasi ausgekleidet, wodurch zwar die Steifigkeit gesteigert werden kann, aber auch das Gewicht des Federlenkers durch das zusätzliche Material deutlich erhöht wird. Auch wird mehr Bauraum in der Breite benötigt, da das Schließblech mit der Federlenkerschale doppellagig im Bereich der Feder angeordnet ist. Bei gleich bleibendem Federdurchmesser muss die Federlenkerschale also breiter gestaltet werden als ohne Schließblech. - In der gattungsbildenden
DE 10 2004 032 471 A1 wird ein Schließblech mit Kragen beschrieben, wobei der Kragen nach innen ragt, so dass durch die Doppellagigkeit mehr Bauraum in der Breite benötigt wird. - Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Federlenker zu schaffen, bei welchem die Federlenkerschale durch ein Schließblech optimal aussteift und gleichzeitig das Gewicht sowie der Bauraum des Federlenkers reduziert ist.
- Die Aufgabe wird durch einen Federlenker gemäß den Merkmalen von Patentanspruch 1 gelöst.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen des Federlenkers sind Gegenstand der abhängigen Unteransprüche 2 bis 13.
- Der erfindungsgemäße Federlenker für eine Radaufhängung eines Kraftfahrzeugs umfasst eine im Querschnitt U-förmige Federlenkerschale mit einem ersten Endabschnitt und einem zweiten Endabschnitt. Die U-förmige Federlenkerschale weist einen Steg und sich an dessen Längsseiten anschließende Schenkel auf, welche sich vom ersten bis zum zweiten Endabschnitt erstrecken. Zwischen den besagten Endabschnitten ist ein erweiterter Abschnitt zur Abstützung einer Feder vorgesehen. Im Bereich des erweiterten Abschnitts werden die beiden Schenkel der Federlenkerschale durch ein Schließblech miteinander verbunden. Durch die Verbindung der Schenkel mit einem Schließblech wird eine hohe Aussteifung der Federlenkerschale erreicht. Erfindungsgemäß weist das Schließblech eine Durchgangsöffnung für eine Feder auf sowie einen Kragen. Der Kragen weist vom Steg der Federlenkerschale weg. Durch den Kragen wird eine zusätzliche Erhöhung der Steifigkeit des Schließblechs und damit auch des Federlenkers erzielt. Vorteilhaft bei dieser Ausführung ist weiterhin, dass durch den Kragen die Feder zusätzlich auch besser vor Steinschlag geschützt ist.
- Die besondere Orientierung des Kragens, der von dem Steg und damit quasi von der Federlenkerschale weg weist, hat den Vorteil, dass eine Materialverdopplung, die zu einer Reduzierung des Innendurchmessers im Bereich der Feder führen könnte, vermieden wird. Dadurch dass der Kragen nach oben, also von der Federlenkerschale weg weist und nicht in diese hineinragt, muss der Durchmesser der Federlenkerschale im Bereich des Kragens nicht erweitert werden, sondern kann beibehalten werden. Das ermöglicht eine kleinere Baugröße. Der erweiterte Bereich muss gegenüber den schmaleren Endabschnitten weniger ausladend gestaltet werden, was letztendlich auch zur Gewichtsreduzierung des erfindungsgemäßen Federlenkers beiträgt.
- Es wird daher als sehr vorteilhaft angesehen, wenn der Abstand der zueinander weisenden Flächen der Schenkel im erweiterten Abschnitt der Federlenkerschale durchaus kleiner sein kann als der Abstand zwischen zwei zueinander weisenden gegenüberliegenden Punkten auf der Innenfläche des Kragens. Mit anderen Worten ist der Innendurchmesser der Durchgangsöffnung im Schließblech gleichgroß oder größer als der entsprechende Abstand der Schenkel. Das ist nur dann möglich, wenn die Schenkel und der Kragen sich nicht überlappen, sondern ausgehend von der Ebene des Schließblechs in entgegengesetzte Richtungen weisen.
- In bevorzugter Ausgestaltung weisen die Schenkel jeweils einen nach außen gerichteten Flansch auf. An der dem Steg abgewandten Fläche des Flansches ist das Schließblech mit seinen Auflageabschnitten befestigt. Eine feste Verbindung der Auflageflächen des Schließblechs mit den Flanschen der Federlenkerschale wird beispielsweise durch schweißen, nieten oder verschrauben erzielt, also durch geeignete kraft-, form- oder stoffschlüssige Verbindungstechniken. Die Auflageflächen können die gleiche Breite wie die Flansche im erweiterten Abschnitt aufweisen. Sie können aber auch schmaler ausgestaltet sein. Die Geometrie der Auflageabschnitte ist dem Verlauf der Flansche angepasst. Zur weiteren Erhöhung der Steifigkeit können die Auflageabschnitte in Form von Zungen über den erweiterten Abschnitt hinaus dem Flanschverlauf folgen. Bei den Zungen handelt es sich gewissermaßen, um von der Durchgangsöffnung wegweisende Vorsprünge, die nichts mehr mit der Begrenzung der Durchgangsöffnung zu tun haben, sondern zur besseren Anbindung des Schließblechs an die Schenkel dienen. Der Bereich zwischen den Schenkeln wird durch die Zungen nicht beansprucht und bleibt somit frei. Dies führt zu einer sehr gewichtssparenden, zusätzlichen Versteifung der Federlenkerschale mit geringst möglichem zusätzlichen Materialeinsatz Vorteilhafterweise kann am Flansch zur Erhöhung der Steifigkeit eine weitere Abkantung vorgesehen sein. Diese weist vom Schließblech weg, so dass Schenkel, Flansch und Abkantung ebenfalls ein U-förmiges Profil aufweisen, allerdings mit dem Unterschied, dass die Abkantung wesentlich kürzer ist, als der Schenkel.
- Im erweiterten Abschnitt ist der Steg mittig mit einer Öffnung versehen, wobei die Öffnung einen nach innen gerichteten Kragen aufweist. Um die Öffnung herum weist der Steg eine Federauflagefläche auf, wobei der Kragen zur gesicherten Positionierung und Zentrierung der Feder oder des Feder-Dämpfer-Systems dient.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand von drei schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
-
1 eine perspektivische Darstellung eines Federlenkers; -
2 eine schematische Darstellung eines Querschnitts eines Federlenkers und -
3 eine perspektivische Darstellung eines Schließblechs. -
1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Federlenkers1 umfassend eine Federlenkerschale2 mit einem ersten Endabschnitt3 , einem zweiten Endabschnitt4 und einem erweiterten Abschnitt5 . Ein Schließblech6 am erweiterten Abschnitt5 weist eine Durchgangsöffnung7 für eine Feder oder ein Feder-Dämpfer-System auf sowie einen Kragen8 , welcher vom Steg9 der Federlenkerschale2 wegweist. Weiterhin ist hier am zweiten Endabschnitt4 ein Lager10 angeordnet. - Das Profil der Federlenkerschale
20 ist U-förmig und wird durch zwei an einen Steg9 angeschlossene Schenkel11 ,12 gebildet. An die vom Steg9 wegweisende Seite der Schenkel11 ,12 schließt sich jeweils ein nach außen gerichteter Flansch13 ,14 an. Das Schließblech6 ist mit seinen Auflageabschnitten15 ,16 auf den Flanschen13 ,14 angeordnet. Die Auflageabschnitte15 ,16 folgen dem Verlauf der Flansche13 ,14 und sind in dieser Ausführungsform schmaler ausgestaltet, als die Flansche13 ,14 im erweiterten Abschnitt5 . Die Breite C (3 ) der Auflageabschnitte15 ,16 ist in dieser Ausführung schmaler als die Breite D (2 ) der Flansche13 ,14 im erweiterten Abschnitt5 . - Für eine verbesserte Aussteifung erstrecken sich die Auflageabschnitte
15 ,16 in Form von Zungen17 ,18 ,19 ,20 über den erweiterten Abschnitt5 hinaus entlang der Flansche13 ,14 . Der Bereich zwischen den Zungen17 ,18 ,19 ,20 bleibt frei. - In
2 ist die Federlenkerschale2 mit dem Schließblech6 im Querschnitt dargestellt. An die Flansche13 ,14 schließt jeweils eine Abkantung21 ,22 an. Dadurch entsteht zwischen Schenkel11 ,12 , Flansch13 ,14 und Abkantung21 ,22 ein U-förmiges Profil, welches zu einer zusätzlichen Verstärkung führt. - Das Schließblech
6 liegt mit seinen Auflageabschnitten15 ,16 auf den Flanschen13 ,14 auf und ist beispielsweise durch schweißen, nieten oder verschrauben mit diesen fest verbunden. Hierbei steht der Kragen8 senkrecht zu den Auflageabschnitten15 ,16 und weist vom Steg9 weg. Der Abstand A (2 ) zweier zueinander weisender gegenüberliegender Punkte auf der Innenfläche23 des Kragens ist hier größer, als der Abstand B der zueinander weisenden Flächen24 ,25 der Schenkel11 ,12 im erweiterten Abschnitt5 . Durch eine Versteifung der Federlenkerschale2 mit einem derartigen Schließblech6 kann der Abstand der Schenkel11 ,12 im erweiterten Abschnitt5 direkt an den von der Feder oder dem Feder-Dämpfer-System benötigten Bauraum angepasst werden. Dies ermöglicht gegenüber doppellagigen Varianten eine schmalere Bauweise der Federlenkerschale2 , wodurch neben der Platzeinsparung auch Material und Gewicht reduziert werden. Zusätzlich schützt der Kragen8 die Feder besser vor Steinschlägen. - Der Steg
9 weist im erweiterten Abschnitt5 eine Öffnung26 mit einem nach innen gerichteten Kragen27 auf. Der Bereich des Steges9 um diese Öffnung26 herum dient als Federauflagefläche28 , wobei durch den Kragen27 an der Öffnung26 eine genaue und gegen Verrutschen gesicherte Positionierung der Feder oder eines Feder-Dämpfersystems ermöglicht wird. Zusätzlich trägt auch dieser Kragen27 zur Erhöhung der Steifigkeit der Federlenkerschale2 bei. - Die Ausgestaltung des Übergangs zwischen Steg
9 und Schenkeln11 ,12 kann je nach Einsatz des Federlenkers2 unterschiedlich ausgestaltet sein, so dass neben einem einfachen Abwinklung29 auch eine zusätzliche Einbuchtung30 vorgesehen sein. -
- 1
- Federlenker
- 2
- Federlenkerschale
- 3
- erster Endabschnitt
- 4
- zweiter Endabschnitt
- 5
- erweiterter Abschnitt
- 6
- Schließblech
- 7
- Durchgangsöffnung
- 8
- Kragen
- 9
- Steg
- 10
- Lager
- 11
- Schenkel
- 12
- Schenkel
- 13
- Flansch
- 14
- Flansch
- 15
- Auflageabschnitt
- 16
- Auflageabschnitt
- 17
- Zunge
- 18
- Zunge
- 19
- Zunge
- 20
- Zunge
- 21
- Abkantung
- 22
- Abkantung
- 23
- Innenfläche von
8 - 24
- Fläche von
12 - 25
- Fläche von
11 - 26
- Öffnung
- 27
- Kragen
- 28
- Federauflagefläche
- 29
- Abwinklung
- 30
- Einbuchtung
- A
- Abstand
- B
- Abstand
- C
- Breite
- D
- Breite
Claims (13)
- Federlenker für eine Radaufhängung eines Kraftfahrzeugs, welcher eine U-förmige Federlenkerschale (
2 ) mit einem ersten Endabschnitt (3 ) und einem zweiten Endabschnitt (4 ) umfasst, wobei die Federlenkerschale (2 ) einen Steg (9 ) und zwei längsseitig daran angrenzende Schenkel (11 ,12 ) aufweist, wobei zwischen dem ersten Endabschnitt (3 ) und dem zweiten Endabschnitt (4 ) ein erweiterter Abschnitt (5 ) zur Abstützung einer Feder vorgesehen ist, wobei die Schenkel (11 ,12 ) über ein Schließblech (6 ) miteinander verbunden sind, wobei das Schließblech (6 ) eine Durchgangsöffnung (7 ) für eine Feder aufweist und wobei die Durchgangsöffnung (7 ) einen Kragen (2 ) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kragen (8 ) vom Steg (9 ) der Federlenkerschale (2 ) weg weist. - Federlenker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (B) der Schenkel (
11 ,12 ) im Bereich des erweiterten Abschnitts (5 ) gleich groß ist wie oder kleiner ist als der Abstand (A) zweier zueinander weisender gegenüberliegender Punkte auf einer Innenfläche (23 ) des Kragens (8 ). - Federlenker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (
11 ,12 ) einen nach außen gerichteten Flansch (13 ,14 ) aufweisen. - Federlenker nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch eine Abkantung (
21 ,22 ) aufweist. - Federlenker nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließblech (
6 ) auf der vom Steg (9 ) wegweisenden Fläche des Flansches (13 ,14 ) angeordnet ist. - Federlenker nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließblech (
6 ) sich im Bereich der Flansche (13 ,14 ) erstreckende Auflageabschnitte (15 ,16 ) aufweist. - Federlenker nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflageabschnitte (
15 ,16 ) zumindest bereichsweise dem Verlauf der Flansche (13 ,14 ) angepasst sind. - Federlenker nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (C) der Auflageabschnitte (
13 ,14 ) des zumindest bereichsweise die gleiche Breite (D) aufweisen wie Flansche (13 ,14 ) im erweiterten Abschnitt (5 ). - Federlenker nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflageabschnitte (
15 ,16 ) schmaler sind als die Breite (D) der Flansche (13 ,14 ) im erweiterten Abschnitt (5 ). - Federlenker nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließblech (
6 ) mit den Flanschen (13 ,14 ) verschweißt, verschraubt oder vernietet ist. - Federlenker nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (
9 ) des Federlenkers (2 ) im erweiterten Abschnitt (5 ) eine Öffnung (26 ) aufweist. - Federlenker nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (
26 ) einen nach innen gerichteten Kragen (27 ) aufweist. - Federlenker nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (
9 ) der Federlenkerschale (2 ) um die Öffnung (26 ) eine Federauflagefläche (28 ) aufweist.
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