DE102008021076B4 - Längsträgerteil in einem Fahrzeugaufbau - Google Patents
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Abstract
Längsträgerteil in einem Fahrzeugaufbau für einen Fahrzeuglängsträger, der zur Reparatur am freien Ende des Fahrzeuglängsträgers mit dem Längsträgerteil verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Längsträgerteil aus einem vorgefertigten vorderen Längsträgerabschnitt (2) als Reparatur-Bauteil besteht, welcher miteinander verbundene Trägerschalen (3, 4) und ein innen liegendes Verstärkungselement (5) umfasst und an den freien Enden (10, 10a) des Längsträgerabschnitts (2) jeweils ein Ansatzteil (12) und eine Pralldämpferaufnahme (20) angeordnet ist.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Längsträgerteil in einem Fahrzeugaufbau nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Aus der
EP 0 561 800 B1 ist ein Verfahren zum Austausch eines Längsträgerteils eines Fahrzeuglängsträgers in einer Fahrzeugkarosserie, insbesondere für eine Reparatur bekannt. Ein vorderer Abschnitt eines beschädigten Fahrzeuglängsträgers wird gegen einen neuen Trägerabschnitt ausgewechselt, wobei dieser Trägerabschnitt über Schraubmittel mit dem Fahrzeuglängsträger verbunden wird. - Die
DE 10 2005 021 663 B3 offenbart eine Crashbox zur Eingliederung zwischen einem Stoßfängerquerträger und Längsträgern eines Kraftfahrzeugs, wobei die Crashbox einen in den Längsträger eingreifenden Befestigungsabschnitt aufweist, der über wenigstens einen die sich in Längsrichtung des Längsträgers erstreckende Wandung des Längsträgers durchsetzenden Schraubbolzen mit dem Längsträger verbunden ist. Die Crashbox besteht aus zwei Halbschalen, die schweißtechnisch zu einem rechteckigen Kastenprofil verbunden werden, welches sich in Richtung des Stoßfängerquerträgers im Querschnitt verjüngt. - Die
DE 10 2006 009 290 A1 offenbart eine Tragstruktur für ein Frontend eines Kraftwagens, welche am Ende der Kraftwagenkarosserie über Profilelemente an Befestigungsstellen von zugeordneten Längsträgern zu befestigen ist. - Aufgabe der Erfindung ist es, ein Längsträgerteil für einen Fahrzeuglängsträger zum Austausch bei einer Reparatur in einem Fahrzeugaufbau zu schaffen, das in einfacher Weise mit einem gekürzten Fahrzeuglängsträger zu verbinden ist und der wiederhergestellte Fahrzeuglängsträger eine ursprüngliche Stabilität und Festigkeit gewährleistet.
- Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Merkmale beinhalten die Unteransprüche.
- Die mit der Erfindung hauptsächlich erzielten Vorteile bestehen darin, dass der zum Austausch bei einer Reparatur verwendete Längsträgerabschnitt in einfacher Weise unter Vermeidung einer Verbindungsschweißung mit dem restlichen Fahrzeuglängsträger verbindbar ist. Die Verbindungsschweißung ist aufgrund der aus einem Leichtmetall bestehenden Längsträgerteile in Werkstätten nicht in jedem Fall optimal durchführbar. Es wird daher nach der Erfindung vorgeschlagen, dass das Längsträgerteil aus einem vorgefertigten vorderen Längsträgerabschnitt als Reparatur-Bauteil besteht, welches miteinander verbundene Trägerschalen und ein innen liegendes Verstärkungselement umfasst und an den freien Enden des Längsträgerabschnitts jeweils ein Ansatzteil und eine Pralldämpferaufnahme angeordnet ist. Hierdurch wird in vorteilhafter Weise ein dem entfernten Längsträgerteil entsprechender Längsträgerabschnitt geschaffen, der in einfacher Montageweise an den Fahrzeuglängsträger angesetzt und mit diesem verbunden werden kann.
- Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Trägerschalen einen gleichen Formverlauf wie der Fahrzeuglängsträger aufweist und aus einer Außenschale und einer Innenschale bestehen, die im Querschnitt u-profilförmig ausgeführt sind und abgestellte Flansche aufweisen, die miteinander fest verbindbar sind. Zwischen der Innenschale und der Außenschale ist das Verstärkungselement angeordnet und mit den Schalen beispielsweise über eine Nietung verbunden. Dieser Aufbau des Längsträgerabschnitts entspricht genau dem Aufbau des ausgewechselten Längsträgerteils, so dass hierdurch der ursprüngliche Fahrzeuglängsträger mit gleicher Festigkeit wieder hergestellt werden kann.
- Zur Verbindung des ersetzenden Längsträgerabschnitts mit dem vorderen Ende des Fahrzeuglängsträgers ist ein Ansatzteil vorgesehen, das eine starre ausgerichtete Verbindung zwischen dem Längsträgerabschnitt und dem Fahrzeuglängsträger bewirkt. Hierzu ist vorgesehen, dass am freien Ende der beiden Schalen des Längsträgerabschnitts das Ansatzteil über einen Verbindungsbereich eingesteckt gehalten ist, derart, dass ein anschließender weiterer frei liegender Verbindungsbereich in den Fahrzeuglängsträger eingesteckt angeordnet ist. Das Ansatzteil ist im Längsträgerabschnitt sowie im Fahrzeuglängsträger über eine Klebung und über Verbindungselemente befestigbar. Durch diese kombinierte Verbindungsart mit einer Klebung und beispielsweise einer Nietung wird eine stabile Verbindung des angesetzten Längsträgerabschnitts mit dem Längsträger erzielt.
- Das Ansatzteil besteht aus mehreren übereinander angeordneten rechteckförmigen Hülsenelementen, die über Stege im Abstand zueinander angeordnet sind und zwischen mittleren Abständen der Hülsenelemente das u-pröfilförmige Verstärkungselement im eingesteckten Zustand des Ansatzteils mit seinen beiden Schenkeln angeordnet ist. Durch diese Ausführung des Ansatzteils mit zueinander beabstandeten Hülsenelementen, wird ein. unmittelbarer Anschluss des innen liegenden Verstärkungselements im Längsträgerabschnitt zum Verstärkungselement im Fahrzeuglängsträger hergestellt, welches in gleicher Weise mit seinem Verstärkungselement im Ansatzteil angeordnet ist.
- Durch die Erfindung wird somit in vorteilhafter Weise ein Reparaturkonzept erzielt, bei dem im Reparaturfall der Fahrzeuglängsträger abgeschnitten wird und der vorgefertigte Längsträgerabschnitt über das als Gussteil ausgeführte Ansatzteil mit dem Längsträger am Fahrzeug verbunden werden kann. Dieses Ansatzteil wird mit Kleber versehen und in den Fahrzeuglängsträger eingesteckt und zur Fixierung mit Nieten verbunden.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.
- Es zeigen:
-
1 eine schaubildliche Darstellung des aufgelösten Längsträgerabschnitts und des zusammengesetzten Längsträgerabschnitts, -
2 eine schaubildliche Darstellung eines Längsträgerabschnitts vor einem Verbindungsvorgang mit dem Fahrzeuglängsträger und -
3 eine schaubildliche Darstellung eines mit dem Fahrzeuglängsträger verbundenen Längsträgerabschnitts. - Ein vorderer Längsträger
1 in einem Fahrzeugaufbau erstreckt sich jeweils zu beiden Seiten einer FahrzeuglängsmittenebeneL in FahrtrichtungF . Im Reparaturfall wird ein deformiertes Teil bzw. beschädigtes Teil des Fahrzeuglängsträgers abgeschnitten und durch ein entsprechendes neues Längsträgerteil ersetzt. - Dieses neue Längsträgerteil besteht aus einem Längsträgerabschnitt
2 , welches miteinander verbundene Trägerschalen3 ,4 sowie ein innen liegendes Verstärkungselement5 umfasst. Die Trägerschalen bestehen aus einer im Querschnitt u-profilförmigen Innenschale3 und einer u-profilförmigen Außenschale4 , die jeweils nach außen abgestellte Flansche6 ,7 aufweisen, über welche die Trägerschalen3 ,4 durch Nietung oder dergl. miteinander verbunden sind. - Zwischen den beiden Trägerschalen
3 ,4 ist das Verstärkungselement5 angeordnet und beispielsweise durch Nietung mit den Trägerschalen3 ,4 verbunden. Das Verstärkungselement5 weist die Länge der Trägerschalen3 ,4 auf und ist im Querschnitt u-profilförmig mit nach außen abgestellten Flanschen8 ,9 ausgeführt. Über diese Flansche8 ,9 und/oder über den Steg des Verstärkungselements5 kann eine Verbindung zu den Trägerschalen3 ,4 erfolgen. - An einem dem vorderen Ende
11 des Fahrzeuglängsträgers1 zugerichtetem freien Ende10 ist in dem Längsträgerabschnitt2 ein Ansatzteil12 mit einem VerbindungsbereichV eingesteckt gehalten. Ein weiterer anschließender frei liegender VerbindungsbereichVI ist in dem vorderen Ende11 des Fahrzeuglängsträgers1 eingesteckt gehalten. Das Ansatzteil12 ist über eine Klebung im Fahrzeuglängsträger1 sowie im Längsträgerabschnitt2 befestigt und über Blindniete fixiert und gehalten. - Das Ansatzteil
12 besteht aus einem Gussteil und weist mehrere übereinander angeordnete rechteckförmige Hülsenelemente14 ,15 und16 auf, die mittig über Stege17 beabstandet zueinander angeordnet und verbunden sind. Ein Steg17a ist außerhalb der Hülsenelemente14 ,15 ,16 umlaufend und bildet einen Begrenzungsrand, welcher das Einstecken in den Fahrzeuglängsträger1 bzw. in den Längsträgerabschnitt2 begrenzt. - Die Beabstandung der rechteckförmigen Hülsenelemente
14 ,15 ,16 ist derart ausgeführt, dass bei in den Längsträgerabschnitt2 und in den Längsträger1 eingestecktem Ansatzteil12 , die Schenkel5a ,5b des Verstärkungselements5 zwischen den Hülsenelementen14 ,15 und16 angeordnet sind, so dass sich das Verstärkungselement5 im Längsträgerabschnitt2 unmittelbar an das Verstärkungselement5c im Fahrzeuglängsträger1 anschließen kann, da das Verstärkungselement5c entsprechend im Ansatzteil12 angeordnet ist. - Vorderseitig am freien Ende
10a des Längsträgerabschnitts2 ist - in Bezug auf die FahrtrichtungF gesehen - eine Pralldämpferaufnahme20 angeordnet, die stirnseitig auf die Trägerschalen3 ,4 des Längsträgerabschnitt2 aufgeschoben bzw. aufgesetzt und mit diesem über eine Schweißung, insbesondere eine MIG-Schweißung, verbunden wird. An der Außenschale4 ist des Weiteren eine Aufnahmekonsole21 für einen Kotflügel angeordnet, die über eine sog. Stanznietung mit der Außenschale4 verbindbar ist.
Claims (10)
- Längsträgerteil in einem Fahrzeugaufbau für einen Fahrzeuglängsträger, der zur Reparatur am freien Ende des Fahrzeuglängsträgers mit dem Längsträgerteil verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Längsträgerteil aus einem vorgefertigten vorderen Längsträgerabschnitt (2) als Reparatur-Bauteil besteht, welcher miteinander verbundene Trägerschalen (3, 4) und ein innen liegendes Verstärkungselement (5) umfasst und an den freien Enden (10, 10a) des Längsträgerabschnitts (2) jeweils ein Ansatzteil (12) und eine Pralldämpferaufnahme (20) angeordnet ist.
- Längsträgerteil nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschalen (3, 4) einen gleichen Formverlauf wie der Fahrzeuglängsträger (1) aufweist und aus einer Außenschale (4) und einer Innenschale (3) bestehen, die im Querschnitt u-profilförmig ausgeführt sind und nach außen abgestellte Flansche (6, 7) aufweisen, die miteinander fest verbindbar sind. - Längsträgerteil nach den
Ansprüchen 1 oder2 , dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Innenschale (4) und der Außenschale (3) das Verstärkungselement (5) angeordnet und mit den Trägerschalen (3, 4) über eine Nietung verbunden sind. - Längsträgerteil nach den
Ansprüchen 1 ,2 oder3 , dadurch gekennzeichnet, dass am inneren freien Ende (10) der beiden Trägerschalen (3, 4) das Ansatzteil (12) über einen Verbindungsbereich (V) eingesteckt gehalten ist, derart, dass ein anschließender frei liegender weiterer Verbindungsbereich (VI) im Fahrzeuglängsträger (1) eingesteckt angeordnet ist. - Längsträgerteil nach den
Ansprüchen 1 und4 , dadurch gekennzeichnet, dass das Ansatzteil (12) im Längsträgerabschnitt (2) sowie im Fahrzeuglängsträger (1) über eine Klebung und/oder Verbindungselemente befestigbar ist. - Längsträgerteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ansatzteil (12) aus mehreren übereinander angeordneten rechteckförmigen Hülsenelementen (14, 15, 16) besteht, die über Stege (17) im Abstand zueinander angeordnet sind und zwischen mittleren Abständen der Hülsenelemente (14, 15 und 15, 16) im Verbindungsbereich (V) das u-profilförmige Verstärkungselement (5) im eingesteckten Zustand des Ansatzteils (12) mit seinen Schenkeln (5a, 5b) angeordnet ist.
- Längsträgerteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ansatzteil (12) als Gussteil ausgeführt ist und einen mittig angordneten außen umlaufenden Steg (17a) als Begrenzungskante für die Verbindungsbereiche (V, V1) aufweist.
- Längsträgerteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pralldämpferaufnahme (20) am freien vorderen Ende des Längsträgerabschnitts (2) über eine Schweißung mit den Trägerschalen (3, 4) des Längsträgerabschnitts (2) verbunden ist.
- Längsträgerteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Außenschale (4) des Längsträgerabschnitts (2) eine Aufnahmekonsole (21) für einen Kotflügel über eine Nietung verbunden ist.
- Längsträgerteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe aus einem Leichtmetallwerkstoff besteht.
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