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Die
Erfindung betrifft eine Verstellvorrichtung zum Verstellen eines
Verstellteils eines Kraftfahrzeugs nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 und ein Verfahren zur Montage einer Verstellvorrichtung.
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Eine
derartige Verstellvorrichtung weist mindestens eine an einem Fahrzeugteil
zu montierende Führungsschiene zur Führung des
Verstellteils an dem Fahrzeugteil auf, die in einem Montagezustand fest
mit dem Fahrzeugteil verbunden ist. Die Verstellvorrichtung kann
beispielsweise als Antrieb für ein Sonnenrollo, als Fensterheber,
als Antrieb für eine Kofferraum- oder Schiebedachabdeckung
oder auch als Sitzverstelleinrichtung ausgebildet sein. Die Verstellvorrichtung
kann – beispielsweise bei einem einsträngigen
Seilfensterheber – lediglich eine Führungsschiene
oder – beispielsweise bei einem zweisträngigen
Seilfensterheber – zwei Führungsschienen aufweisen,
entlang derer das Verstellteil, bei einem Fensterheber die Fensterscheibe,
geführt ist.
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Im
Rahmen der Montage einer Verstellvorrichtung muss die Führungsschiene
der Verstellvorrichtung an einem Fahrzeugteil befestigt werden. Beispielsweise
wird ein Sonnenrolloantrieb an einem Türinnenblech einer
Fahrzeugtür befestigt, wobei die Montage des Sonnenrolloantriebs
herkömmlich an einer einem Nassraum der Fahrzeugtür
zugewandten Seite des Türinnenblechs erfolgt, ein Montagearbeiter
dabei den Sonnenrolloantrieb im Nassraum halten und von der dem
Trockenraum zugewandten Seite des Türinnenblechs mit dem
Türinnenblech verschrauben muss. Dadurch, dass der Sonnenrolloantrieb
zur Montage manuell an dem Türinnenblech gehalten werden
muss, ist eine zweihändige Montage durch nur einen Montagearbeiter
schwierig.
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An
einer aus der
DE 42
40 030 A1 bekannten Führungsschiene eines Fensterhebers
sind Befestigungsstellen vorgesehen, über die die Führungsschiene
fest an einem Türinnenblech einer Fahrzeugtür
angeordnet werden kann. Im Bereich der Befestigungsstellen der Führungsschiene
können hakenförmige Montagehilfen vorgesehen sein,
die als Einhänge- und Justierhilfen den Montageprozess
der Führungsschiene an dem Türinnenblech erleichtern sollen.
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Aus
der
DE 33 30 221 A1 bekannte
Verbindungselemente zum lösbaren Verbinden zweier Bauteile
sind jeweils hakenförmig an einem der Bauteile ausgebildet
und greifen in zugeordnete Befestigungsstellen an dem anderen der
Bauteile ein.
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Bei
einer aus der
DE 198
18 916 A1 bekannten Bauteilverbindung weist ein erstes
Bauteil eine oder mehrere Verbindungsabschnitte auf, die nach Durchgreifen
einer dafür vorgesehenen Öffnung eines zweiten
Bauteils eine formschlüssige Verbindung zwischen den Bauteilen
herstellen.
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Bei
der Montage einer insbesondere aus Kunststoff hergestellten Führungsschienen,
beispielsweise bei einer Führungsschiene eines Sonnenrolloantriebs,
kann das zusätzliche Problem bestehen, dass die Führungsschiene
in einem Ausgangszustand vor Montage an einer Fahrzeugtür
in etwa gerade ausgebildet ist, in einem Montagezustand an der Fahrzeugtür
jedoch gekrümmt sein soll, um ein Verstellteil entlang
einer gekrümmten Bahn – beispielsweise das Sonnenrollo
entlang der gekrümmten Fensterscheibe – zu verstellen.
Die Führungsschiene muss somit bei der Montage gekrümmt und
in diesem Zustand an dem zugeordneten Fahrzeugteil befestigt werden,
was die Montage zusätzlich erschwert.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, eine Verstellvorrichtung mit
einer Führungsschiene und ein Verfahren zur Montage einer
Verstellvorrichtung zur Verfügung zu stellen, die die Montage
einer bei der Montage zu krümmenden Führungsschiene an
einem Fahrzeugteil vereinfachen.
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Diese
Aufgabe wird durch einen Gegenstand mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
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Dabei
ist vorgesehen, dass die Führungsschiene mindestens ein
Verbindungselement als Montagehilfe aufweist, das die Führungsschiene
in einem Vormontagezustand, in dem die Führungsschiene
relativ zu einem Ausgangszustand der Führungsschiene verkrümmt
ist, zur anschließenden Überführung in
den Montagezustand rastend an dem Fahrzeugteil hält.
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Durch
das Vorsehen eines oder mehrerer als Montagehilfe dienender Verbindungselemente
kann die Montage der Führungsschiene der Verstellvorrichtung
an dem zugeordneten Fahrzeugteil vereinfacht werden. Die Führungsschiene,
die beispielsweise als extrudierte Kunststoffschiene ausgebildet sein
kann, liegt vor Beginn der Montage in einem Ausgangszustand vor,
in dem sie in ihre Längsrichtung beispielsweise gerade
ausgebildet ist, und muss zur Montage an dem Fahrzeugteil ausgehend
von dem Ausgangszustand in vorbestimmter Weise gekrümmt
werden, um die Führungsschiene einer gewünschten
Führungsbahn des Verstellteils anzupassen. Hierzu wird
die Führungsschiene bei der Montage zunächst über
ein oder mehrere Verbindungselemente, die als Montagehilfe dienen,
an dem Fahrzeugteil angeordnet und somit in einen Vormontagezustand
gebracht, in dem die Führungsschiene in gewünschter
Weise gekrümmt ist und an dem Fahrzeugteil gehalten wird.
Die Verbindung über das eine oder die mehreren Verbindungselemente
erfolgt dabei rastend. Erst anschließend wird die Führungsschiene
in ihren endgültigen Montagezustand überführt
und hierzu beispielsweise durch Anbringen vorbestimmter Schraubverbindungen
fest mit dem Fahrzeugteil verbunden.
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Durch
das Vorsehen des mindestens einen Verbindungselementes, das die
Führungsschiene in gekrümmter Weise in dem Vormontagezustand
vor dem endgültigen Befestigen der Führungsschiene
an dem Fahrzeugteil hält, wird die Montage vereinfacht und
kann ohne Weiteres in zweihändiger Weise durch lediglich
einen Montagearbeiter durchgeführt werden. Die Führungsschiene
wird hierzu zunächst rastend und in gewünschter
Weise gekrümmt an dem Fahrzeugteil angeordnet und anschließend
fest mit dem Fahrzeugteil verbunden.
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Das
mindestens eine Verbindungselement kann beispielsweise nach Art
eines Hakens ausgebildet sein, der mit einer als Öffnung
ausgebildeten Befestigungsstelle am Fahrzeugteil formschlüssig
in Eingriff bringbar ist.
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Alternativ
kann das mindestens eine Verbindungselement auch als Clipselement
ausgebildet sein, das mit einer das Clipselement aufnehmenden Befestigungsstelle
am Fahrzeugteil formschlüssig in Eingriff bringbar ist.
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In
einer kinematischen Umkehr ist auch denkbar, das mindestens eine
Verbindungselement an dem Fahrzeugteil vorzusehen und mit einer
geeigneten Befestigungsstelle an der Führungsschiene zur
Vormontage rastend in Eingriff zu bringen.
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Mittels
eines hakenförmigen oder eines clipsenden Verbindungselementes
wird eine rastende Verbindung der Führungsschiene mit dem
Fahrzeugteil hergestellt, wobei die Verbindung vorteilhafterweise
zerstörungsfrei lösbar ausgebildet ist. Das mindestens
eine Verbindungselement stellt eine formschlüssige Verbindung
der Führungsschiene mit dem Fahrzeugteil her, indem über
die Befestigungsstelle das Fahrzeugteil formschlüssig hintergriffen wird.
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Unter
einer rastenden Verbindung wird vorliegend eine formschlüssige
Verbindung verstanden, die durch einfaches Fügen beispielsweise
unter Verwendung von hakenförmigen oder clipsenden Verbindungselementen
hergestellt werden kann.
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In
einer vorteilhaften Ausgestaltung sind zwei Verbindungselemente
an der Führungsschiene vorgesehen, die entlang der Führungsschiene
voneinander beabstandet sind. Beispielsweise kann ein erstes dieser
zwei Verbindungselemente an einem mit einem oberen Ende der Führungsschiene
verbundenen Gehäuseteil einer Antriebseinheit der Verstellvorrichtung
oder an einem mit einem oberen Ende der Führungsschiene
verbundenen Haltewinkel angeordnet sein. Ein zweites Verbindungselement
ist dann beabstandet beispielsweise an einem mit einem unteren Ende
der Führungsschiene verbundenen Endstück vorgesehen.
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Über
die Verbindungselemente wird die Führungsschiene in dem
Vormontagezustand in gekrümmter Weise an dem Fahrzeugteil
gehalten. Die Verbindung der Führungsschiene mit dem Fahrzeugteil über
die Verbindungselemente erfolgt dabei rastend, beispielsweise indem
die hakenförmigen Verbindungselemente jeweils an eine Befestigungsstelle am
Fahrzeugteil angesetzt werden und die Führungsschiene durch
Verschieben der Verstellvorrichtung relativ zum Fahrzeugteil – beispielsweise
in vertikaler Richtung – mit dem Fahrzeugteil verrastet wird.
In verrastetem Zustand halten die Verbindungselemente dann die Führungsschiene
so an dem Fahrzeugteil, dass die Führungsschiene in gewünschter
Weise gekrümmt ist, wobei die Verbindungselemente und die
zugeordneten Befestigungsstellen zur Aufnahme der rückstellenden
Biegekräfte der Führungsschiene in geeigneter
Weise ausgelegt sein müssen.
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Die
Verbindungselemente können auch dadurch mit zugeordneten
Befestigungsstellen am Fahrzeugteil verrastet werden, dass sie relativ
zueinander verschoben werden. Bei Verbindungselementen, die als
aufeinander zu gerichtete Haken ausgebildet sind, können
die Verbindungselemente beispielsweise zunächst an die
zugeordneten Befestigungsstellen angesetzt und durch Verschieben
der Verbindungselemente aufeinander zu mit dem Fahrzeugteil verrastet
werden. Umgekehrt ist auch möglich, durch Verschieben der
Verbindungselemente voneinander weg die Verrastung herzustellen.
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Zur
Verbindung der Führungsschiene mit dem Fahrzeugteil werden
die Verbindungselemente an zugeordnete Befestigungsstellen angesetzt,
die beispielsweise als Öffnungen in dem Fahrzeugteil ausgebildet
sein können und von den Verbindungselementen formschlüssig
umgriffen werden. Dabei muss sichergestellt werden, dass durch die
Befestigungsstellen eine Nass-Trockenraum-Trennung der Fahrzeugtür
nicht unterbrochen wird. Hierzu kann an jedem Verbindungselement
ein Dichtungselement vorgesehen sein, das eine zugeordnete Befestigungsstelle
feuchtigkeitsdicht abdichtet und bei montierter Führungsschiene
einen feuchtigkeitsdichten Übergang zwischen der Führungsschiene
und dem Fahrzeugteil herstellt.
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Bei
einer als Sonnenrolloantrieb oder als Fensterhebervorrichtung ausgebildeten
Verstellvorrichtung kann die Führungsschiene im Nassraum oder
im Trockenraum einer Fahrzeugtür montiert sein. Beispielsweise
ist möglich, die Führungsschiene an einer dem
Nassraum der Fahrzeugtür zugewandten Seite eines Türinnenblechs
der Fahrzeugtür anzuordnen und hierzu zunächst über
Verbindungselemente rastend mit dem Türinnenblech zu verbinden.
Umgekehrt ist auch denkbar, die Führungsschiene an der
dem Trockenraum zugewandten Seite des Türinnenblechs anzuordnen,
wobei in dem Vormontagezustand die Führungsschiene über
die Verbindungselemente an dem Türinnenblech gehalten wird.
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Die
Aufgabe wird darüber hinaus durch ein Verfahren zur Montage
einer Verstelleinrichtung an einem Fahrzeugteil gelöst,
bei dem eine Führungsschiene zur Führung des Verstellteils
an dem Fahrzeugteil montiert wird, indem die Führungsschiene
- – über mindestens ein an
der Führungsschiene angeordnetes Verbindungselement rastend
an dem Fahrzeugteil angeordnet wird und sich dann in einem Vormontagezustand
befindet, in dem die Führungsschiene relativ zu einem Ausgangszustand
der Führungsschiene verkrümmt ist, und
- – anschließend zur Überführung
in einen Montagezustand über Befestigungsstellen fest mit
dem Fahrzeugteil verbunden wird.
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Das
Verfahren verwendet als Montagehilfen ein oder mehrere Verbindungselemente,
die zur Vormontage der Führungsschiene an dem Fahrzeugteil eine
rastende Verbindung der Führungsschiene mit dem Fahrzeugteil
herstellen, wobei in dem Vormontagezustand die Führungsschiene
bereits in gewünschter Weise gekrümmt an dem Fahrzeugteil
angeordnet ist. Die Verbindungselemente stellen somit zum einen
die Verbindung der Führungsschiene mit dem Fahrzeugteil
her und halten die Führungsschiene zum zweiten in ihrem
gekrümmten Zustand, wobei die Verbindung der Verbindungselemente
mit dem Fahrzeugteil in geeigneter Weise für die Aufnahme der
rückstellenden Biegekräfte der Führungsschiene ausgelegt
sein muss. Erst anschließend wird die Führungsschiene
endgültig an dem Fahrzeugteil befestigt und muss dabei
nicht mehr durch einen Montagearbeiter manuell an dem Fahrzeugteil
gehalten werden, sondern wird über die Verbindungselemente rastend
an dem Fahrzeugteil gehalten.
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Der
der Erfindung zugrunde liegende Gedanke soll nachfolgend anhand
der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher
erläutert werden. Es zeigen:
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1A, 1B Ansichten
eines an einem Türinnenblech einer Fahrzeugtür
montierten Sonnenrolloantriebs;
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2 eine
Prinzipdarstellung eines Sonnenrolloantriebs;
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3A, 3B Ansichten
eines Sonnenrolloantriebs in einem Ausgangszustand und in einem gekrümmten
Vormontagezustand;
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4A–4C Ansichten
unterschiedlich orientierter, hakenförmig ausgebildeter
Verbindungselemente an einem Sonnenrolloantrieb;
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5A–5C Ansichten
der Anordnungen gem. 4A–4C jeweils
in einem Vormontagezustand;
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6 eine
Ansicht von als Clipselemente ausgebildeten Verbindungselementen
an einem Sonnenrolloantrieb;
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7 eine
Ansicht eines Haltewinkels an einer Antriebseinheit eines Sonnenrolloantriebs;
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8A, 8B Ansichten
eines hakenförmig ausgebildeten Verbindungselementes an
einer Befestigungsstelle eines Türinnenblechs einer Fahrzeugtür;
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9 eine
Ansicht eines als Clipselement ausgebildeten Verbindungselements
mit zugeordnetem Dichtungselement;
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10 eine
Ansicht eines als Clipselement ausgebildeten Verbindungselements
und
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11A–11C Ansichten
eines hakenförmig ausgebildeten Verbindungselementes.
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1A und 1B zeigen
in perspektivischen Ansichten ein Türinnenblech 11 einer
Fahrzeugtür 1, an dem eine als Sonnenrolloantrieb
zur Verstellung eines Sonnenrollos ausgebildete Verstellvorrichtung 2 angeordnet
ist. 1A zeigt hier eine einem Trockenraum T der Fahrzeugtür 1 zugewandte
Seite, 1B hingegen eine einem Nassraum
N der Fahrzeugtür 1 zugewandte Seite des Türinnenblechs 11.
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An
der dem Trockenraum T zugewandeten Seite weist das Türinnenblech 11 einen
Aufnahmeabschnitt 110 zum Anordnen eines Aggregateträgers an
dem Türinnenblech 11 und eine Öffnung 111 auf, über
die die Verstellvorrichtung 2 in Form des Sonnenrolloantriebs
an dem Türinnenblech 11 befestigt werden kann.
Die Verstellvorrichtung 2 ist über Befestigungsstellen 113, 114, 115 im
Nassraum N mit dem Türinnenblech 11 verbunden,
wobei eine Schubstange 22 der Verstellvorrichtung 2 sich
zum Verstellen eines mit der Verstellvorrichtung zu verbindenden
Sonnenrollos durch eine Öffnung 112 in einem oberen
Abschnitt des Türinnenblechs 11 erstreckt.
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Die
als Sonnenrolloantrieb ausgebildete Verstellvorrichtung 2 dient
zum Verstellen eines Sonnenrollos entlang einer Fensteröffnung
der Fahrzeugtür 1. Die Verstellvorrichtung 2 weist
hierzu eine als extrudiertes Kunststoffrohr ausgebildete Führungsschiene 21,
in der die Schubstange 22 geführt ist, und eine
Antriebseinheit 20 auf, die zum Verstellen des Sonnenrollos
eine Verstellkraft erzeugt und die Schubstange 22 zum Verstellen
des Sonnenrollos antreibt.
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Im
Bereich der Öffnung 112 des Türinnenblechs 11 wird
die Schubstange 22 im Nassraum N in einem mit der Antriebseinheit 20 verbundenen
Führungsabschnitt 21' geführt, der beispielsweise
von oben in die Öffnung 112 des Türinnenblechs 11 zur Verbindung
mit der Antriebseinheit 20 eingesteckt werden kann.
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Die
frei geschnittene Ansicht gemäß
2 illustriert
die Funktionsweise der Verstellvorrichtung
2, wie sie beispielsweise
auch aus der
DE
10 2006 047 348 A1 bekannt ist. Die Verstellvorrichtung
2 ist
als Sonnenrolloantrieb nach Art eines einsträngigen Seilfensterhebers
ausgebildet und weist eine Seiltrommel
200 auf, die über
eine Antriebswelle
201 der Antriebseinheit
20 angetrieben
wird. Mit der Seiltrommel
200 ist ein Zugmittel
23 beispielsweise
in Form eines Stahlseils verbunden, das sich ausgehend von der Seiltrommel
200 im
Inneren der Führungsschiene
21 (in
2 nicht
dargestellt) erstreckt, mit einem gleitend in der Führungsschiene
21 geführten
Mitnehmer
24 verbunden ist, über eine untere Umlenkung
25 umgelenkt
wird und sich längs der Führungsschiene
21 zurück
zur Seiltrommel
200 erstreckt. Im Betrieb der Verstellvorrichtung
2 versetzt
die Antriebseinheit
20 über die Antriebswelle
201 die
Seiltrommel
200 in eine Drehbewegung, so dass ein Ende
des Zugmittels
23 auf die Seiltrommel
200 aufgewickelt
und das andere Ende des Zugmittels
23 von der Seiltrommel
200 abgewickelt
wird und sich das Zugmittel
23 bei konstanter Seilschlaufenlänge in
der Führungsschiene
21 verschiebt. Über
den Mitnehmer
24 ist das Zugmittel
23 mit der
Schubstange
22 gekoppelt, so dass über das Zugmittel
23 eine Verstellkraft
auf die Schubstange
22 und über die Schubstange
22 auf
ein mittels eines Verbindungsglieds
220 mit der Schubstange
22 gekoppeltes
Sonnenrollo übertragen wird.
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3A und 3B zeigen
Seitenansichten der Verstellvorrichtung 2 vor Montage an
dem Türinnenblech 11 der Fahrzeugtür 1 (3A)
und nach Montage in einem Montagezustand (3B). Vor Montage
an dem Türinnenblech 11 liegt die als extrudiertes
Kunststoffrohr ausgebildete Führungsschiene 21 in
einem Ausgangszustand vor, in dem sie in ihre Längsrichtung
gerade ausgebildet ist und der dem Zustand nach Fertigung der Führungsschiene 21 entspricht.
In dem Montagezustand hingegen, dargestellt in 3B,
ist die Führungsschiene 21 relativ zu ihrem Ausgangszustand
gemäß 3A gekrümmt, beispielsweise
um eine gekrümmte Führungsbahn für die
zu verstellende Schubstange 22 zu erhalten.
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Die
im Montagezustand gekrümmte Führungsschiene 21 zeigt
auch 1A.
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Die
Krümmung der Führungsschiene 21 erfolgt
bei der Montage der Verstellvorrichtung 2 am Türinnenblech 11,
wobei die Befestigung an dem Türinnenblech 11 zum
einen zum Halten der Verstellvorrichtung 2 am Türinnenblech 11 und
zum anderen zur Aufnahme der rückstellenden Biegekräfte
der Führungsschiene 21 ausgelegt sein muss.
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Um
die Montage der Verstellvorrichtung 2 an dem Türinnenblech 11 zu
vereinfachen, sind Verbindungselemente an der Führungsschiene 21 vorgesehen,
die als Montagehilfe dienen und die Führungsschiene 21 in
einem Vormontagezustand zur anschließenden Überführung
in den Montagezustand gemäß 3B rastend
an dem Fahrzeugteil halten, wobei die Verbindungselemente so ausgelegt
sind, dass sie die Führungsschiene 21 in dem Vormontagezustand
bereits in gekrümmter Weise halten.
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Ausführungsformen
von hakenförmig ausgebildeten Verbindungselementen 3a–3c, 4a–4c sind
in 4A bis 4C dargestellt.
In 4A bis 4C ist
die Verstellvorrichtung 2 dabei jeweils vor der Montage
an dem Türinnenblech 11, während 5A bis 5C jeweils
den Vormontagezustand darstellt.
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An
der Führungsschiene 21 sind jeweils zwei Verbindungselemente 3a–3c, 4a–4c angeordnet,
wobei ein oberes Verbindungselement 3a–3c an
einem Gehäuseteil 202 der Antriebseinheit 20 und
ein unteres Verbindungselement 4a–4c an
einem mit der Führungsschiene 21 verbundenen Endstück 250 vorgesehen
ist. Das Endstück 250 ist beispielsweise endseitig
auf ein unteres Ende der Führungsschiene 21 aufgesteckt
und enthält die Umlenkung 25 zur Umlenkung des
Zugmittels 23.
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Die
Ausführungsformen gemäß 4A bis 4C, 5A bis 5C unterscheiden
sich durch die Ausrichtung der hakenförmig ausgebildeten
Verbindungselemente 3a–3c, 4a–4c.
Bei der Ausführungsform gemäß 4A, 5A sind
die zwei an der Führungsschiene 21 angeordneten,
hakenförmig ausgebildeten Verbindungselemente 3a, 4a jeweils
nach unten gerichtet. Zur Anordnung der Verstellvorrichtung 2 an
dem Türinnenblech 11 werden die Verbindungselemente 3a, 4a an
als Öffnungen ausgebildeten Befestigungsstellen am Türinnenblech 11 angesetzt
und durch Verschieben der Verstellvorrichtung 2 nach unten
mit den Befestigungsstellen verrastet. Die Verbindungselemente 3a, 4a durchgreifen
hierbei die Befestigungsstellen und stellen eine formschlüssige
Verbindung der Verstellvorrichtung 2 mit dem Türinnenblech 11 her,
wobei, wie in 5A dargestellt, in dem Vormontagezustand
die Führungsschiene 21 gekrümmt an dem
Türinnenblech 11 (siehe 3B) gehalten
wird.
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Bei
der Ausführungsform gemäß 4B, 5B sind
die hakenförmig ausgebildeten Verbindungselemente 3b, 4b so
ausgerichtet, dass sie aufeinander zu zeigen. Wiederum wird die
Verstellvorrichtung 2 über die Verbindungselemente 3b, 4b an dem
Türinnenblech 11 vormontiert, indem die Verbindungselemente 3b, 4b an
Befestigungsstellen am Türinnenblech 11 angesetzt
werden. Die Verrastung der Verbindungselemente 3b, 4b mit
dem Türinnenblech 11 erfolgt dadurch, dass die
Verbindungselemente 3b, 4b aufeinander zu und
dadurch zum Umgreifen der Befestigungsstellen relativ zu den Befestigungsstellen
bewegt werden. Zum Verschieben der Verbindungselemente 3b, 4b kann
das Gehäuseteil 202 und/oder das Endstück 250 relativ
zu der Führungsschiene 21 verschieblich sein,
so dass der Abstand zwischen den Verbindungselementen 3b, 4b zum
Verrasten mit den Befestigungsstellen am Türinnenblech 11 verringert
werden kann. Die Verstellvorrichtung 2 in ihrem gekrümmten
Vormontagezustand ist in 5B dargestellt.
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Bei
der Ausführungsform gemäß 4C, 5C sind
die Verbindungselemente 3c, 4c so ausgerichtet,
dass sie voneinander weg weisen. In diesem Fall werden die Verbindungselemente 3c, 4c mit dem
Türinnenblech 11 verrastet, indem die Verbindungselemente 3c, 4c voneinander
weg verschoben werden, indem das Gehäuseteil 202 und/oder
das Endstück 250 relativ zu der Führungsschiene 21 bewegt
werden. 5C zeigt wiederum die Verstellvorrichtung 2 in
ihrem Vormontagezustand bei gekrümmter Führungsschiene 21.
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Wie
in 3B angedeutet ist, wird die Krümmung
der Führungsschiene 21 durch Anlage der Führungsschiene 21 an
dem Türinnenblech 11 festgelegt. Durch den formschlüssigen
Eingriff der Verbindungselemente 3a–3c, 4a–4c mit
dem Türinnenblech 11 wird dabei die Führungsschiene 21 in
dem Vormontagezustand in gekrümmter Weise an dem Türinnenblech 11 gehalten,
wobei die Verbindungselemente 3a–3c, 4a–4c zur
Aufnahme der rückstellenden Biegekräfte der Führungsschiene 21 ausgelegt sein
müssen.
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Bei
den Ausführungsformen gemäß 4A bis 4C, 5A bis 5C sind
die Verbindungselemente 3a–3c, 4a–4c derart
an der Verstellvorrichtung 2 angeordnet, dass die Verstellvorrichtung 2 an
einer dem Trockenraum T zugewandten Seite des Türinnenblechs 11 befestigt
werden kann, so dass eine umständliche Montage der Verstellvorrichtung 2 im
Nassraum N der Fahrzeugtür 1 nicht erforderlich
ist.
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6 zeigt
eine Ausführungsform von an der Führungsschiene 21 angeordneten
Verbindungselementen 3d, 4d, die als Clipselemente
ausgebildet sind und eine rastende Verbindung der Führungsschiene 21 mit
dem Türinnenblech 11 der Fahrzeugtür 1 durch
einen clipsenden Eingriff in entsprechende Befestigungsstellen des
Türinnenblechs 11 herstellen. Wiederum ist ein
oberes Verbindungselement 3d an dem Gehäuseteil 202 der
Antriebseinheit 20 der Verstellvorrichtung 2 und
ein unteres Verbindungselement 4d an dem Endstück 250 angeordnet.
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Bei
der Ausführungsform gemäß 7 ist ein
oberes Verbindungselement 3e an einem Haltewinkel 26 angeordnet,
der die Antriebseinheit 20 umgreift und Befestigungsstellen 261, 262 zur
festen Verbindung der Verstellvorrichtung 2 mit dem Türinnenblech 11 aufweist.
Das Verbindungselement 3e ist als Clipselement ausgebildet
und durchgreift im Vormontagezustand eine entsprechend als Öffnung ausgebildete
Befestigungsstelle des Türinnenblechs 11. Ein
analog ausgebildetes Verbindungselement 4e kann an dem
unteren Ende der Führungsschiene 21 angeordnet
sein.
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Schematische
Detailansichten eines hakenförmig ausgebildeten Verbindungselements 3f, 4f zeigen 8A und 8B.
Das hakenförmige Verbindungselement 3f, 4f weist
einen Zapfen 30 mit einer nach unten offenen Kerbe 31 auf
und wird zur Verbindung mit dem Türinnenblech 11 in
eine als Öffnung ausgebildete Befestigungsstelle 116 eingesetzt.
Zum Verrasten wird das Verbindungselement 3f, 4f nach
unten verschoben (siehe 8B), so dass
die Kerbe 31 mit dem Rand der Befestigungsstelle 116 in
Eingriff gelangt und das Verbindungselement 3f, 4f formschlüssig
an der Befestigungsstelle 116 gehalten wird.
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An
dem Verbindungselement 3f, 4f ist ein Dichtungselement 5 angeordnet,
das dichtend zwischen dem Verbindungselement 3f, 4f und
dem Türinnenblech 11 wirkt und somit einen feuchtigkeitsdichten Übergang
zwischen der Führungsschiene 21 und dem Türinnenblech 11 herstellt.
Das Dichtungselement 5 ist ringförmig ausgebildet
und umschließt den Zapfen 30 des Verbindungselements 3f, 4f,
wobei das ringförmige Dichtungselement 5 so breit
ausgebildet ist, dass auch bei verschobenem Verbindungselement 3f, 4f das
Dichtungselement 5 umfänglich noch zuverlässig
dichtend an dem Türinnenblech 11 anliegt (siehe 8B).
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Der
Zapfen 30 des Verbindungselements 3f, 4f kann
beispielsweise einen Durchmesser zwischen 6 und 7 mm bei kreisrundem
Querschnitt aufweisen. Der Durchmesser der als Öffnung
ausgebildeten Befestigungsstelle 116 ist geringfügig
größer, so dass der Zapfen 30 durch die Öffnung
der Befestigungsstelle 116 hindurchgeführt werden
kann. Die Kerbe 31 kann beispielsweise eine Tiefe von 2
bis 3 mm aufweisen.
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Eine
Detailansicht eines als Clipselement ausgebildeten Verbindungselements 3g, 4g ist
in 9 dargestellt. Das Verbindungselement 3g, 4g durchgreift
mit einem Rastelement 32 eine zur Aufnahme des Rastelements 32 ausgelegte
Befestigungsstelle 116 des Türinnenblechs 11 und
hält die Führungsschiene 21 rastend an
dem Türinnenblech 11. An dem Verbindungselement 3g, 4g ist
ein ringförmiges Dichtungselement 5 ausgebildet,
das die Befestigungsstelle 116 feuchtigkeitsdicht abdichtet.
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Bei
der Ausführungsform gemäß 10 ist das
Verbindungselement 3h, 4h als Clipselement ausgebildet
und weist ein mit der Führungsschiene 21 bzw.
einem Gehäuseteil 202 oder einem Endstück 250 verbundenes
Halteteil 33 auf, an dem ein Raststück 34 clipsend
angeordnet ist. Das Raststück 430 durchgreift
eine zur Aufnahme des Raststücks 34 ausgelegte
Befestigungsstelle 116 am Türinnenblech 11 und
stellt eine formschlüssige Verbindung mit dem Türinnenblech 11 her.
An dem Raststück 34 ist ein Dichtungselement 35 angeordnet
(beispielsweise einstückig in Form einer an das Raststück 34 angeformten
Dichtlippe), das zwischen dem Halteteil 33 und dem Türinnenblech 11 zur
feuchtigkeitsdichten Abdichtung der Befestigungsstelle 116 wirkt.
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Bei
der Ausführungsform gemäß 11A bis 11C weist
ein Verbindungselement 3i, 4i ein Hakenelement 36 auf,
das eine als Öffnung ausgebildete Befestigungsstelle 116 am
Türinnenblech 11 durchgreift. Das Verbindungselement 3i, 4i stellt über das
abschnittsweise flexible, beispielsweise aus Kunststoff ausgebildete
Hakenelement 36 eine clipsende Verbindung mit dem Türinnenblech 11 her,
wobei das Hakenelement 36 derart flexibel ausgebildet ist,
dass es, wie in 11B dargestellt, durch die Befestigungsstelle 116 geführt
werden kann und in eingeführtem Zustand, wie in 11A dargestellt, die Befestigungsstelle 116 formschlüssig
umgreift.
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Der
der Erfindung zugrundeliegende Gedanke ist nicht auf die vorangehend
geschilderten Ausführungsbeispiele beschränkt,
sondern lässt sich auch bei gänzlich anders gearteten
Ausführungsformen verwirklichen. Insbesondere sind gänzlich
anders geartete Verbindungselemente denkbar, die rastend zwischen
einer zu montierenden Führungsschiene und einem Fahrzeugteil
wirken.
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Zudem
ist die Erfindung, obwohl sie vorangehend anhand einer als Sonnenrolloantrieb
ausgebildeten Verstellvorrichtung geschildert worden ist, überall
dort einsetzbar, wo eine Führungsschiene in gekrümmter
Weise an einem Fahrzeugteil anzuordnen ist. Die Verbindungselemente
vereinfachen die Montage einer solchen Führungsschiene
an dem Fahrzeugteil dann dadurch, dass sie die Führungsschiene
in gekrümmter Weise in einem Vormontagezustand zur anschließenden
endgültigen Montage an dem Fahrzeugteil halten.
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- 1
- Fahrzeugtür
- 11
- Türinnenblech
- 110
- Aufnahmeabschnitt
- 111
- Öffnung
- 112
- Öffnung
- 113,
114, 115
- Befestigungsstelle
- 116
- Befestigungsstelle
- 2
- Verstellvorrichtung
- 20
- Antriebseinheit
- 200
- Seiltrommel
- 201
- Antriebswelle
- 202
- Gehäuseteil
- 21
- Führungsschiene
- 21'
- Führungsabschnitt
- 22
- Schubstange
- 220
- Verbindungsglied
- 23
- Zugmittel
- 24
- Mitnehmer
- 25
- Umlenkung
- 250
- Endstück
- 26
- Haltewinkel
- 260
- Verbindungselement
- 261,
262
- Befestigungsstelle
- 3a–3i,
4a–4i
- Verbindungselement
- 30
- Zapfen
- 31
- Kerbe
- 32
- Rastelement
- 33
- Halteteil
- 34
- Raststück
- 35
- Dichtungselement
- 36
- Hakenelement
- 5
- Dichtungselement
- N
- Nassraum
- T
- Trockenraum
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
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- - DE 4240030
A1 [0004]
- - DE 3330221 A1 [0005]
- - DE 19818916 A1 [0006]
- - DE 102006047348 A1 [0041]