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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Handhaben stapelfähiger Gegenstände gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Die
automatische Handhabung von Gegenständen gewinnt zunehmend an Bedeutung.
Vor allem auf dem Transport- und Logistiksektor werden Gegenstände automatisiert
gehandhabt, und zwar vor allem automatisch gestapelt.
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Es
sind Vorrichtung zum automatischen Handhaben, und zwar auch zum
automatischen Stapeln von Gegenständen bekannt, die über Greifer
mit Haltemitteln für
den jeweiligen Gegenstand verfügen. Die
Greifer dieser bekannten Vorrichtungen sind entweder so ausgebildet,
dass sie nur Gegenstände
bestimmter Größe erfassen
können
oder das Erfassen unterschiedlich großer Gegenstände zulassen, die Größenunterschiede
zwischen den Gegenständen aber
nur innerhalb eines relativ kleinen Spektrums liegen. Es gibt aber
Einsatzfälle,
wo Gegenstände unterschiedlichster
Größen, und
zwar auch mit extremen Größenunterschieden,
aufeinanderfolgend vom Greifer erfasst werden müssen. Bekannte Vorrichtungen
sind zum Ergreifen solcher Gegenstände nicht geeignet oder erfordern
verhältnismäßig lange
Zeit zur Umstellung auf unterschiedlich große Gegenstände.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen,
die in rascher Aufeinanderfolge unterschiedlich große Gegenstände, insbesondere
auch in der Größe stark
voneinander abweichende Gegenstände,
handhaben kann.
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Eine
Vorrichtung zur Lösung
der genannten Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs 1 auf. Demnach
verfügt
der Greifer über
angetriebene Einstelleinrichtungen zur Anpassung der Abstände der Haltemittel
an die Größe des jeweiligen
Gegenstands. Die angetriebenen Einstelleinrichtungen erlauben ein
automatisches Verändern
des Abstands der Haltemittel. Durch den Antrieb der Einstelleinrichtungen
ist es möglich,
die Abstände
der Haltemittel rasch zu verändern.
Vor allem kann eine Anpassung an erhebliche Größenunterschiede aufweisende
Gegenstände
schnell erfolgen.
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Die
Erfindung sieht es vor, die Abstände
der Haltemittel in unterschiedlichen Richtungen zu verändern. Vorzugsweise
sind die Abstände
der Haltemittel in zwei rechtwinklig zueinander verlaufenden Richtungen,
also in Längs-
und in Querrichtung des Greifers, von den angetriebenen Einstelleinrichtungen
veränderbar.
Auf diese Weise können
die Haltemittel in einer Ebene verstellt werden, und zwar über einen
recht großen
Verstellbereich. Insbesondere können
alle Haltemittel soweit zusammenbewegt werden, dass sie dicht beieinander
liegen, sich nämlich
nahezu berühren.
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Es
ist weiterhin vorgesehen, die Haltemittel derart dem Greifer zuzuordnen,
dass sie gegenüber seinen
feststehenden Teilen nach unten vorstehen. Dadurch können die
Haltemittel einen beliebig großen
Gegenstand an unterschiedlichen Stellen unter dem Greifer halten
und erfassen. Der Verstellbereich der Haltemittel wird nicht durch über die
Ebene der Haltemittel hinausragende feste Teile des Greifers gestört. Vielmehr
liegen durch diese besondere Ausbildung des Greifers die mit den
Gegenständen
zur Anlage kommenden Flächen
der Haltemittel außerhalb
der Kontur des Greifers. Die Kontur des Greifers beeinflusst dadurch
seinen Arbeitsbereich nicht.
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Bei
einer bevorzugten Ausgestaltung der Vorrichtung weisen die Einstellmittel
zwei in Längsrichtung
des Greifers verlaufende, parallele Längsträger mit jeweils zwei Haltemitteln
auf. Die beiden Längsträger verlaufen
auch parallel zu einer Längsmittelachse
des Greifers, insbesondere seines Greiferkörpers, wobei die Längsträger auf
gegenüberliegenden
Seiten der Längsmittelachse
des Greifers gleiche Abstände
von der Längsmittelachse
aufweisen. Die beiden Längsträger ermöglichen
es, die Haltemittel synchron in Querrichtung und in Längsrichtung
des Greifers zu verfahren. Dabei ist der maximale Abstand der Haltemittel
durch die Länge
der Längsträger festgelegt,
während
der minimale Abstand so klein sein kann, dass die benachbarten Haltemittel,
und zwar am gleichen Längsträger als
auch der gegenüberliegenden
Längsträgern, sich
nahezu berühren.
Auf diese Weise ermöglicht
es die Erfindung, sowohl große
als auch extrem kleine Gegenstände
zu ergreifen, wobei der Abstand von den angetriebenen Einstelleinrichtungen
sowohl in Längsrichtung,
also entlang der Längsträger, als
auch in Querrichtung durch Veränderung
des Abstands der Längsträger beliebig
variierbar ist. Die Abstände
der Haltemittel werden in Querrichtung durch synchrones Zusammen-
oder Auseinanderfahren der Längsträger verändert, wobei
der Abstand der an gegenüberliegenden
Längsträgern angeordneten
Haltemitteln bezüglich
der Längsmittelachse
des Greifers stets der gleiche bleibt.
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In
Längsrichtung
werden die Abstände
der Haltemittel ebenso gleichmäßig verändert durch
synchrones Zusammenfahren der Haltemittel an den unterschiedlichen
Längsträgern. Dabei
können
beide Haltemittel am jeweiligen Längsträger synchron zusammen- und auseinandergefahren
werden oder es wird nur ein Haltemittel jedes Längsträgers verfahren, während das
andere ortsfest am jeweiligen Längsträger angeordnet
ist. In jedem Falle ist durch die genannte Ausbildung der angetriebenen
Einstelleinrichtungen eine automatische synchrone Veränderung
des Abstands der Haltemittel möglich.
Vor allem können
die Haltemittel soweit zusammengefahren werden, dass sie nahezu
aneinanderliegen. Dadurch sind auch verhältnismäßig kleine Gegenstände erfassbar.
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Bevorzugt
ist vorgesehen, die angetriebenen Einstelleinrichtungen durch den
Haltemitteln zugeordnete eigene Antriebe, insbesondere Linearantriebe,
zum Verändern
ihres Abstands in Querrichtung einerseits und in Längsrichtung
andererseits zu bilden. Dadurch können die Haltemittel in Längsrichtung
und in Querrichtung verfahren werden, wobei die Verfahrwege in Längsrichtung
und Querrichtung voneinander abweichen. Denkbar ist auch ein Verfahren
der Haltemittel nur in Längs-
oder Querrichtung, je nachdem, welche Größe der als nächstes zu ergreifende
Gegenstand aufweist.
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In
besonderer Weise erfolgt die Veränderung des
Abstands der Haltemittel in Querrichtung des Greifers. Dazu ist
die Einstelleinrichtung so ausgebildet, dass die die Haltemittel
tragenden Längsträger ihren
Abstand in Querrichtung des Greifers verändern, also der Abstand der
Längsträger zur
Längsmittelachse
des Greifers vergrößert oder
verringert wird. Hierzu werden die Längsträger synchron jeweils um das
gleiche Maß an
die Längsmittelachse
herangefahren oder von dieser wegbewegt. Dabei ist die Einstelleinrichtung
so ausgebildet, dass sich die Position der Haltemittel in Längsrichtung
des Greifers beim Zusammenfahren und Auseinanderfahren der Längsträger nicht ändert, sofern
nicht gleichzeitig die Haltemittel auch in Richtung der Längsträger verfahren
werden. Die Einstelleinrichtungen sind außerdem so ausgebildet, dass
beim Verfahren der Haltemittel in Längs- und Querrichtung die Haltemittel
nur auf einer vorzugsweise horizontalen Ebene bewegt werden, sich
also nur in einer Ebene bewegen, aber nicht senkrecht dazu.
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Zur
Veränderung
des Abstands der Längsträger sind
nach einer bevorzugten Ausbildung der Erfindung Schwenkarme vorgesehen.
Bevorzugt sind jedem Längsträger zwei
gleiche, jedoch gegensinnig bewegliche Schwenkarme zugeordnet. Gegenüberliegende
Endbereiche der Schwenkarme sind einerseits an Endbereichen der
Längsträger und andererseits
an einem auf der Längsmittelachse
des Greifers liegenden Greiferkörper
um Drehachsen verschwenkbar gelagert. Die Drehachsen an den Längsträgern sind
ortsfest, während
die Drehachsen am Greiferkörper
in Längsrichtung
desselben verschiebbar sind. Dazu sind die Drehachsen an am Greiferkörper verfahrbaren
Schlitten angeordnet. Durch Zusammenfahren der Schlitten werden
die Schwenkarme an ihren am Schlitten gelagerten Endbereichen zusammenbewegt
und dabei die Abstände der
Längsträger zur
Längsmittelachse
des Greifers synchron verringert. Dadurch kommt es zum gleichmäßigen, symmetrischen
Verändern
des Abstands der Haltmittel in Querrichtung des Greifers. Die Schwenkarme
stabilisieren dabei die gleichmäßige Zusammen-
und Auseinanderbewegung der Haltemittel in Querrichtung des Greifers.
In Längsrichtung des
Greifers werden beim Zusammen- und Auseinanderbewegen der Längsträger die
Haltemittel in ihrer Position nicht verändert, sofern sie nicht gleichzeitig
an den Längsträgern auch
im Abstand in Längsrichtung
zueinander verändert
werden. Die Schwenkarme gewährleisten
auch, dass die Haltemittel beim Zusammen- und Auseinanderfahren
der diese haltenden Längsträger sich
nur in einer Ebene bewegen, nicht aber in vertikaler Richtung zu
dieser Ebene.
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Eine
bevorzugte Weiterbildung des Greifers der Vorrichtung sieht es vor,
mindestens einem der beiden jedem Längsträger zugeordneten Schwenkarme
wenigstens einen Lenkerarm zuzuordnen. Die Lenkerarme sorgen dafür, dass
die Längsträger beim Zusammen-
und Auseinanderbewegen sich nur der Längsmittelachse nähern bzw.
sich von dieser entfernen und dabei ihre parallele Ausrichtung zueinander und
zur Längsmittelachse
aber stets beibehalten. Außerdem
werden die Längsträger beim
Zusammen- und Auseinanderbewegen nicht in Richtung ihrer Längsachsen
bewegt bzw. verschoben. Auf diese Weise ist es möglich, die Haltemittel nur
quer zur Längsachse
zusammen- oder auseinanderzubewegen, ihre Position in Richtung der
Längsachse
aber nicht zu verändern.
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Bevorzugt
ist es vorgesehen, dass jeder Lenkerarm mit einem Endbereich um
eine feste Drehachse am Greiferkörper
angelenkt ist, während
ein gegenüberliegendes
Ende jedes Lenkerarms an einer ortsfesten Drehachse des Schwenkarms
angelenkt ist, und zwar vorzugsweise auf halber Länge des
jeweiligen Schwenkarms. Insbesondere ist es des Weiteren vorgesehen,
dass die Drehpunkte der Lenkerarme am Greiferkörper und die Drehpunkte der Schwenkarme
an den Endbereichen der Längsträger auf
gemeinsamen gedachten Linien liegen, die quer zur Längsmittelachse
des Greifers und damit des Greiferkörpers verlaufen. Die Lenkerarme
und die Schwenkarme jeder Seite des Greifers bilden so ein Parallelogramm,
das ein exakt geführtes,
spielfreies und synchrones Zusammen- und Auseinanderbewegen der
Längsträger gewährleistet,
wobei stets die Längsträger auf
gegenüberliegenden
Seiten der Längsachse
des Greifers einen gleichen Abstand zur Längsachse aufweisen.
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Des
Weiteren ist bevorzugt vorgesehen, alle Schwenkarme und Lenkerarme
in einer gemeinsamen, vorzugsweise horizontalen, Ebene oder auch
in mehreren parallel zueinander verlaufenden horizontalen Ebenen
anzuordnen, während
die Drehachsen senkrecht zu der jeweiligen horizontalen Ebene verlaufen.
Auf diese Weise werden alle Haltemittel, die vorzugsweise mit gleichem
Abstand unter den Längsträgern angeordnet
sind, auch in einer zu den Ebenen der Schwenkarme und der Lenkerarme
parallelen horizontalen Ebene bewegt, wodurch die Haltemittel unabhängig von
ihrem Abstand stets gemeinsam einen Gegenstand an einer Fläche ergreifen,
die auf der Ebene liegen, in der die Greifmittel angeordnet sind.
So ist sichergestellt, dass insbesondere bei beispielsweise als
Sauger ausgebildeten Haltemitteln alle Sauger gleichmäßig zur
Anlage an einer Fläche
des zu ergreifenden Gegenstands gebracht werden können und
den Gegenstand gleichermaßen halten
können.
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Ein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Vorrichtung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In
dieser zeigen:
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1 eine
perspektivische Ansicht einer zum Stapeln von Kartons eingesetzten
Vorrichtung,
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2 eine
perspektivische Ansicht eines Greifers der in der 1 dargestellten
Vorrichtung mit auseinandergefahrenen Saugern,
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3 eine
Draufsicht auf die Vorrichtung der 2,
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4 eine
Draufsicht auf einen Teil der Vorrichtung der 3,
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5 eine
Seitenansicht der Vorrichtung der 2 bis 4,
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6 eine
Vorderansicht der Vorrichtung gemäß der 2 bis 5,
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7 eine
perspektivische Ansicht des Greifers bei zusammengefahrenen Saugern,
und
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8 eine
Draufsicht analog zu 4 auf den Greifer mit zusammengefahrenen
Saugern.
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Die
hier gezeigte Vorrichtung dient zum Stapeln von Paketen 10.
Die Vorrichtung ist besonders ausgebildet zum Ergreifen und Stapeln
unterschiedlich großer
Pakete 10. Die Vorrichtung eignet sich aber auch zum Stapeln
anderer stapelfähiger
Gegenstände.
Außerdem
ist die Vorrichtung auch einsetzbar zur anderweitigen Handhabung
von Gegenständen
aller Art, vorzugsweise stapelfähigen
Gegenständen.
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Die
Vorrichtung weist einen Greifer 21 auf, der um eine vorzugsweise
senkrecht zur Oberseite 11 des Pakets 10 verlaufende
Drehachse drehbar am Arm 12 einer Handhabungseinrichtung,
im gezeigten Ausführungsbeispiel
einem Roboter 13, angeordnet ist. Der Roboter 13 kann – wie im
gezeigten Ausführungsbeispiel – auf einer
geradlinigen Transportbahn 14 hin- und herbewegbar sein.
Vor einem Ende der Transportbahn 14 ist ein Zuführförderer 15 angeordnet,
von dem die Pakete 10 einzeln vor der Transportbahn 14 positionierbar
sind. Der Zuführförderer 15 richtet
dazu jeweils ein einzelnes Paket 10 an zwei senkrecht zueinander
verlaufenden aufrechten Seitenflächen 16 und 17 gezielt
aus. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
werden die Seitenflächen 16 und 17 gegen
feste, geradlinige Anschläge 18 und 19 bewegt.
Auch die Anschläge 18 und 19 verlaufen
rechtwinklig zueinander. Dadurch wird das Paket 10 an einer
definierten Stelle, nämlich
hier in einer Ecke des Zuführförderers 15,
positioniert und dort ausgerichtet. Vorzugsweise ist die am Anschlag 19 anliegende Seitenfläche 16 des
Pakets 10 parallel zur Längsrichtung der Transportbahn 14,
auf der der Roboter 13 entlangbewegbar ist, ausgerichtet.
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Von
der Vorrichtung ist ein Paket 10 beliebiger Größe vom Zuführförderer 15 ergreifbar
und abstapelbar. Im gezeigten Ausführungsbeispiel befinden sich
auf beiden Seiten neben der Transportbahn 14 Unterlagen
zum Abstapeln der Pakete 10. Bei den Unterlagen handelt
es sich im gezeigten Ausführungsbeispiel
um Paletten 20. Mehrere Paletten 20 sind in der
Darstellung der Figur hintereinanderliegend auf jeder Seite der
Transportbahn 14 angeordnet. Im gezeigten Falle mit Paletten 20 auf
beiden Seiten der Transportbahn 14 werden Pakete 10 bestimmter
Größe auf den
Paletten 20 auf einer Seite der Transportbahn 14 abgestapelt,
während
Pakete 10 anderer Größen auf
den Paletten 20 auf der anderen Seite der Transportbahn 14 gestapelt
werden. Auf eine solche Abstapelweise ist die Erfindung aber nicht
beschränkt.
Insbesondere können
Paletten 20 oder andere Unterlagen auf nur einer Seite
der Transportbahn 14 angeordnet sein. Der Roboter 13 kann
auch ortsfest angeordnet sein, so dass er nicht längs der
Transportbahn 14 verfahrbar ist.
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In
den 2 bis 8 ist der drehbar am freien
Ende des Arms 12 des Roboters 13 angeordnete Greifer 21 in
verschiedenen Konfigurationen, nämlich
mit auseinanderbewegten Haltemitteln (2 bis 6)
und zusammenbewegten Haltemitteln (7 und 8)
dargestellt. Bei den Haltemitteln handelt es sich im gezeigten Ausführungsbeispiel
um Sauger 22. Der gezeigte Greifer 21 verfügt über vier
gleiche Sauger 22. Die Haltemittel könnten aber auch als Elektromagnete,
Haken oder Klemmbackenpaare ausgebildet sein. Der Greifer 21 weist einen
länglichen
Greiferkörper 24 auf,
dessen Längsachse
auf einer Längsmittelachse 25 des
Greifers liegt. Des weiteren verfügt der Greifer 21 über zwei gegenüberliegenden
Seiten der Längsmittelachse 25 zugeordnete
gleiche Längsträger 26.
Die Längsträger 26 verlaufen
parallel zueinander und jeweils mit gleichen Abständen parallel
zur Längsmittelachse 25 des
Greifers 21 bzw. des Greiferkörpers 24. Jeder Längsträger 26 trägt zwei
Sauger 22. Alle vier Sauger 22 des Greifers 21 sind
den Längsträgern 26 so
zugeordnet, dass sie in einer gemeinsamen Ebene liegen und so gleichermaßen ein
Paket 10 an der Oberseite 11 ergreifen können. Die
Ebene, auf der alle Sauger 22 liegen, befindet sich unterhalb
der tiefsten Stelle des Greifers 21, so dass die Oberseite 11 eines Pakets 10,
das von den Saugern 22 gehalten wird, mit keinem Teil des
Greifers 21 kollidiert (5 und 6).
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An
einem Endbereich 27 jedes Längsträgers 26 ist ein Sauger 22 ortsfest
angeordnet. Ein zweiter Sauger 22 ist an jedem Längsträger 26 längsverschieblich
gelagert. Die beweglichen Sauger 22 sind in Richtung der
Längsträger 26 entlang
einer parallel zur Längsmittelachse 25 des
Greifers 21 verlaufenden Bahn verschiebbar. Dazu dient
eine angetriebene Einstelleinrichtung für einen Saugers 22 an
jedem Längsträger 26,
die als ein Lineartrieb ausgebildet ist, und zwar im gezeigten Ausführungsbeispiel
als Gewindespindeltrieb 28. Der Gewindespindeltrieb 28 verfügt über eine
längliche
Gewindespindel 29, die an einem Ende mit einem Elektromotor 30 verbunden und
von diesem drehend antreibbar ist. Das gegenüberliegende freie Ende der
Gewindespindel 29 ist am Endbereich 27 des jeweiligen
Längsträgers 26 gehalten.
Auf der Gewindespindel 29 befindet sich eine Spindelmutter 31,
die bei drehend angetriebener Gewindespindel 29 den Sauger 22 entlang
des Längsträgers 26 verschiebt.
Der verschiebliche Sauger 22 ist befestigt an einer Längsführung aus
einer parallel verlaufend zur Gewindespindel 29 an der
Innenseite des Längsträgers 26 befestigten
Führungsschiene 32 und
einem darauf verfahrbaren Schlitten 33, der den bewegbaren
Sauger 22 trägt
(5).
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Die
Längsträger 26 sind
durch zwei Parallelogrammlenkertriebe 34 zusammen- und
auseinanderbewegbar. Die beiden Parallelogrammlenkertriebe 34 sind
gleich ausgebildet, jedoch in spiegelbildlicher Relativanordnung
der Vorderseite und der Rückseite
des Greifers 21 zugeordnet. Jeder Parallelogrammlenkertrieb 34 weist
zwei gleich lange Schwenkarme 35 und zwei Paare von Lenkerarmen 36 auf.
Der gezeigte Greifer 21 verfügt über insgesamt vier gleiche
Schwenkarme 35 und acht gleiche Lenkerarme 36.
Jedem Schwenkarm 35 sind dadurch zwei Lenkerarme 36 zugeordnet.
Es ist aber auch denkbar, dass jedem Schwenkarm 35 nur
ein Lenkerarm 36 zugeordnet ist. Es reicht auch aus, wenn
nur ein Parallelogrammlenkertrieb 34 zwei oder vier Lenkerarme 36 aufweist.
Alle Schwenkarme 35 liegen in einer gemeinsamen Ebene,
die parallel zur Ebene verläuft,
auf der die Längsträger 26 bzw.
die Sauger 22 liegen. Die übereinander paarweise angeordneten
Lenkerarme 36 befinden sich in zwei parallelen Ebenen über und
unter der dazu parallelen Ebene, auf der die Schwenkarme 35 liegen.
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Jeweils
ein Schwenkarm 35 jedes Parallelogrammlenkertriebs 34 ist
mit einem Ende um eine ortsfeste Drehachse 37 schwenkbar
am Endbereich 27 jedes Längsträgers 26 und am gegenüberliegenden
Endbereich 38 jedes Längsträgers 26 gelagert. Gegenüberliegende
Enden der Schwenkarme 35 sind jeweils um eine längs zum
Greiferkörper 24 verschiebbare
Drehachse 39 verschwenkbar gelagert. Zur Verschiebbarkeit
der Drehachsen 39 längs
des Greiferkörpers 24 sind
die Drehachsen 39 mit an gegenüberliegenden Seiten des länglichen
Greiferkörpers 24 auf
der Längsmittelachse 25 verschieblichen Schlitten 40 verbunden.
Jeweils einer der beiden Schlitten 40 ist einem Parallelogrammlenkertrieb 34 zugeordnet.
Demzufolge sind die mit den Endbereichen 38 der Längsträger 26 verbundenen
Schwenkarme 35 am einen Schlitten 40 gelagert,
während die
den Endbereichen 27 der Längsträger 26 zugeordneten
Schwenkarme 35 am anderen Schlitten 40 schwenkbar
gelagert sind. Die beiden Schlitten 40 sind auf einer geraden
Längsführung auf
der Längsmittelachse 25 des
Greifers 21 verschiebbar. Die Längsführung wird beim hier gezeigten
Greifer 21 gebildet aus zwei parallelen Führungs schienen 41.
Gegebenenfalls kann aber auch eine Führungsschiene 41 zur
verschieblichen Lagerung der Schlitten 40 ausreichen. Beide
Schlitten 40 beinhalten eine Spindelmutter, die sich auf
der Längsmittelachse 25 des Greiferkörpers 24 liegend
durch die Schlitten 40 erstrecken und mit einer gegenläufige Bewegungsgewinde
aufweisenden Gewindespindel korrespondieren. Die in den Figuren
nicht gezeigte Gewindespindel wird von einem Elektromotor, der einem
Ende der Gewindespindel zugeordnet ist, angetrieben. Das andere
freie Ende der Gewindespindel ist drehbar an einem Ende des Greiferkörpers 24 gelagert.
Durch Drehen der Gewindespindel werden aufgrund der gegenläufigen Gewinde
derselben die Schlitten 40 längs der Führungsschienen 41 synchron
zusammen- und auseinanderbewegt. Dabei werden die in einer X-artigen
Anordnung an den am Greiferkörper 24 gegensinnig
längsverfahrbaren
Schlitten 40 und an den Längsträgern 26 gelagerten
Schwenkarme 35 gleichmäßig verschwenkt,
so dass die X-artige Anordnung höher
oder niedriger wird (vgl. 4 und 8).
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Jedem
Schwenkarm 35 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel zwei gleiche
Lenkerarme 36 so zugeordnet, das sie mit einem Ende um
eine gemeinsame Drehachse 42 drehbar in der Mitte des jeweiligen
Lenkerarms 36, also mittig zwischen den Drehachsen 37 und 39,
angelenkt sind, während
die gegenüberliegenden
Enden der beiden Lenkerarme 36 auf einer Drehachse 43 in
einem Eckbereich 44 des länglichen Greiferkörpers 24 drehbar
gelagert sind.
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Die
Drehachsen 43 der Lenkerarme 36 und die Drehachsen 37 der
Schwenkarme 35 jedes Parallelogrammlenkertriebs 34 liegen
auf einer gemeinsam gedachten Linie an gegenüberliegenden Seiten des Greifers 21.
Diese beiden gedachten Linien verlaufen parallel zueinander senkrecht
zur Längsmittelachse 25 des
Greifers 21 und senkrecht zur Längsrichtung der parallelen
Längsträger 26.
Die Drehachsen 42 jedes Parallelogrammlenkertriebs 34 liegen mittig
zwischen der gedachten Linie durch die Drehachsen 37 und 43 einerseits
und die Drehachsen 39 andererseits. Alle Drehachsen 37, 39, 42 und 43 verlaufen
senkrecht zur Ebene, in der die Schwenkarme 35 verschwenkbar
sind und senkrecht zu den Ebenen, in denen die unteren Lenkerarme 36 und
die oberen Lenkerarme 36 liegen.
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Durch
die vorstehend beschriebene Ausbildung der Parallelogrammlenkertriebe 34,
insbesondere ihrer Schwenkarme 35 und ihrer Lenkerarme 36,
sowie die Anordnung der Drehachsen 37, 39, 42 und 43 werden
bei einem Zusammenfahren der die inneren Enden der Schwenkarme 35 lagernden Schlitten 40 längs der
Führungsschienen 41 alle Schwenkarme 35 gleichmäßig und
synchron so verschwenkt, dass sie die Längsträger 26 gleichmäßig zusammenbewegen,
wodurch sich die Abstände
der Sauger 22 in Querrichtung des Greifers 21 verringern.
Dabei bleiben die beiden Längsträger 26 stets parallel
zueinander und zur Längsmittelachse 25 des Greifers 21 ausgerichtet.
Dabei bleibt der Abstand jedes Längsträgers 26 zur
Längsmittelachse 25 stets gleich.
Auch die Positionen der feststehend an den Längsträgern 26 angeordneten
Sauger 22 immer in Richtung der Längsmittelachse 25 ändern sich
beim Zusammenfahren der Längsträger 26 nicht.
Beim Zusammenfahren der Längsträger 26 bleiben
somit die fest an denselben angeordneten Sauger 22 immer auf
einer gedachten geraden Linie, die rechtwinklig zur Längsmittelachse 25 des
Greifers 21 verläuft
(vgl. 4 und 8). Das Verschwenken der Schwenkarme 35 beim
Zusammenfahren der Längsträger 26 wird
synchronisiert und geführt
durch die Lenkerarme 36, und zwar insbesondere durch die
zuvor beschriebene gezielte Anordnung ihrer Drehachsen 42 und 43 auf
der halben Länge
der Schwenkarme 35 einerseits und auf der gedachten Linie
durch die Drehachsen 37. Die Lenkerarme 36 dienen
aber auch zur Stabilisierung der Schwenkarme 35, damit
sie stets spielfrei in der gleichen Ebene parallel zur Ebene aller
Sauger 22 liegen.
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Beim
Auseinanderfahren der Schlitten 40 werden die Schwenkarme 35 geführt von
Lenkerarmen 36 gegensinnig verschwenkt, wodurch die Längsträger 26 gleichmäßig auseinandergefahren werden
(vgl. 4 und 8). Hierbei bleiben die Längsträger 26 stets
parallel zueinander ausgerichtet und es bleibt auch der Abstand
der Längsträger 26 zur
Längsmittelachse 25 jeweils
gleich. Beim Auseinanderbewegen der Längsträger 26 bewegen sich auch
die fest an denselben angeordneten Sauger 22 auf einer
geraden Linie, die unter einem rechten Winkel zur Längsmittelachse 25 des
Greifers 21 verläuft.
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Beim
Zusammen- und Auseinanderbewegen der Längsträger 26 werden alle
vier daran angeordneten Sauger 22 gleichermaßen, nämlich synchron, in
Querrichtung des Greifers 21 auf rechtwinklig zur Längsmittelachse 25 verlaufenden
geradlinigen Bahnen zusammen- bzw. auseinanderbewegt. In Richtung
der Längsmittelachse 25 werden
die Sauger an jedem Längsträger 26 gleichmäßig zusammen-
und auseinanderbewegt durch Entlangfahren jeweils eines Saugers 22 jedes
Längsträgers 26 auf
den diesen zugeordneten Führungsschienen 32.
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Je
nach Größe des Pakets 10,
dem der Abstand der Sauger 22 des Greifers 21 angepasst
werden soll, können
das Zusammen- und Auseinanderfahren der Längsträger 26 und das Verfahren
der beweglichen Sauger 22 entlang der Längsträger 26 zusammen oder
unabhängig
voneinander erfolgen. Bei Gegenständen mit besonderen Geometrien
ist es denkbar, die an den Längsträgern 26 verfahrbaren Sauger 22 unterschiedlich
zu verfahren, so dass der Abstand der beweglichen Sauger 22 von
den feststehenden Saugern an den Längsträgern 26 voneinander
abweicht.
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- 10
- Paket
- 11
- Oberseite
- 12
- Arm
- 13
- Roboter
- 14
- Transportbahn
- 15
- Zuführförderer
- 16
- Seitenfläche
- 17
- Seitenfläche
- 18
- Anschlag
- 19
- Anschlag
- 20
- Palette
- 21
- Greifer
- 22
- Sauger
- 24
- Greiferkörper
- 25
- Längsmittelachse
- 26
- Längsträger
- 27
- Endbereich
- 28
- Gewindespindeltrieb
- 29
- Gewindespindel
- 30
- Elektromotor
- 31
- Spindelmutter
- 32
- Führungsschiene
- 33
- Schlitten
- 34
- Parallelogrammlenkertrieb
- 35
- Schwenkarm
- 36
- Lenkerarm
- 37
- Drehachse
- 38
- Endbereich
- 39
- Drehachse
- 40
- Schlitten
- 41
- Führungsschiene
- 42
- Drehachse
- 43
- Drehachse
- 44
- Eckbereich