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Die
Erfindung betrifft ein Diplexfilter zum Filtern von Signalen und
Verfahren zum Filtern von Signalen mittels eines Diplexfilters.
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Ein
impedanztransformierendes Diplexfilter muss notwendigerweise Bandpass-Charakter
aufweisen. Zwar ist es theoretisch möglich, übliche
Tiefpassfilter oder Hochpassfilter, die für gleiche Impedanzen
am Ein- und Ausgang dimensioniert sind, derart umzurechnen, dass
diese für unterschiedliche Impedanzen den exakt gleichen
Transmissionsfrequenzgang aufweisen. An ihren Toren haben diese üblichen
Tiefpassfilter oder Hochpassfilter allerdings eine deutliche Fehlanpassung,
da die Abschlussimpedanz bzw. die Quellimpedanz nicht transformiert
wird. Dies ist beispielsweise im Kapitel 11 in A. B. Williams,
F. J. Taylor „Electronic Filter Design Hand Book",
3. Auflage, McGray Hill, 1995, beschrieben.
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Weiter
müssen herkömmlicherweise die beiden Diplexfilterpfade
des Diplexfilters an ihrer Vereinigungsstelle oder ihrem Verbindungsknoten
im Sperrbereich hochohmig sein, also einen Reflexionsfaktor nahe +1
aufweisen. Angenommen ein Zweig Y-A sei der tieffrequentere Zweig
und ein Zweig Y-B sei der hochfrequentere Zweig des Diplexfilters,
so muss im Zweig Y-A zunächst eine Serieninduktivität
und im Zweig Y-B zunächst eine Serienkapazität
angeordnet werden. Weiter dürfen keine Querelemente, so
genannte Shunts, am Verbindungsknoten nach Masse vorhanden sein,
da diese im jeweiligen anderen Frequenzbereich einen Kurzschluss
darstellen würden.
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Diplexfilter
mit Bandpass-Charakter können daher beispielsweise als
Serienelemente Reihenschwingkreise aufweisen, welche bei den Frequenzen
des Zweiges Y-A niederohmig sind und bei den Frequenzen des Zweiges
Y-B dagegen hochohmig sind. Dazu zeigt 1 ein schematisches
Schaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels einer herkömmlichen
impedanztransformierenden Bandpass-Diplexfilterhälfte.
Dabei zeigt die 1 den Zweig Y-A mit dem Reihenschwingkreis
C2, L3 als Serienelement, der Kapazität C1 als Querelement
und einem dazwischen gekoppelten Übertrager Ü mit
den Spulen L1 und L2 sowie der festen Kopplung mittels eines Ferrites.
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Weiterhin
kann zur Impedanztransformation beispielsweise auch eine angezapfte
Spule, zwei induktiv gekoppelte Spulen oder ein kapazitiver Spannungsteiler
im Querzweig an den Toren A und B eingesetzt werden.
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Zur
letztgenannten Variante zeigt 2 ein schematisches
Schaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels einer herkömmlichen
impedanztransformierenden Bandpass-Diplexfilterhälfte zweiter
Ordnung mit dem kapazitiven Spannungsteiler C1, C2. Die Variante
gemäß 2 funktioniert allerdings nur über
eine relativ stark begrenzte Bandbreite.
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Obige
herkömmliche impedanztransformierenden Diplexfilter gemäß der 1 und 2 sind
beispielsweise aus G. Fritsche, „Entwurf passiver
Analog-Vierpole", Netzwerke II, Seite 206–214,
Akademieverlag, 1979, bekannt.
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Allerdings
hat das Ausführungsbeispiel nach 1 den Nachteil,
dass Spezialbauteile, wie der Übertrager, benötigt
werden. Darüber hinaus sind bei einer Anwendung in einem
Magnetfeld, wie bei einem Kernspintomographen, keine Ferrite möglich,
was die Realisierung induktiv gekoppelter Spulen, wie in 1,
stark behindert und höhere Verluste verursacht.
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Des
Weiteren sind aus der Veröffentlichung
„Transformierende
Hoch- und Tiefpässe vierter Ordnung – exakter
Algorithmus mit Beispielen", Ulrich Fleischmann, Elektronikschau
6/1981, Seiten 26–35, impedanztransformierende
Hochpässe und Tiefpässe vierter Ordnung bekannt.
Wie oben bereits ausgeführt, können Filter auf
Grund ihrer inhärenten Eigenschaften über eine
endliche Bandbreite transformieren, so dass die Begriffe „Hochpass” und „Tiefpass” nur
in gewisser Näherung zu verstehen sind. Der Tiefpass hat
also auch eine untere Grenzfrequenz, ab welcher die Transmission
|S
21| dann wieder abfällt. In analoger
Weise hat der Hochpass eine obere Grenzfrequenz oberhalb derer die
Transmission |S
21| abfällt und
zwar bis auf einen Minimalwert:
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Selbstverständlich
ist es möglich, den oben erläuterten Hochpass
und den oben erläuterten Tiefpass prinzipiell zu einem ”Diplexer” oder
zu einem ”Diplexfilter” zusammen zu schalten,
da diese am niederohmigen Tor ein Serienelement aufweisen. Allerdings
hat die Anmelderin mittels Versuchen festgestellt, dass die Sperrwirkungen
im jeweils unerwünschten Frequenzbereiche, dem Sperrfrequenzbereich,
viel zu gering ausfällt, so dass nur eine mangelhafte Trennung
der Frequenzbereiche, Durchlassfrequenzbereich und Sperrfrequenzbereich,
möglich ist. Weiter hat die Anmelderin mittels ihrer Versuche
festgestellt, dass bei einer Zusammenschaltung beider Filter diese
zu stark Wechselwirken, so dass der resultierende Frequenzgang keinen
Diplexer mehr darstellen kann.
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Diese
Problematik wird anhand unten stehenden Beispiels und anhand der 3 bis 7 näher
erläutert.
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Dazu
zeigt 3 ein schematisches Schaltbild eines Ausführungsbeispiels
eines herkömmlichen Tiefpassfilters vierter Ordnung und 4 zeigt
ein schematisches Schaltbild eines Ausführungsbeispiels
eines herkömmlichen Hochpassfilters vierter Ordnung.
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In
diesem Beispiel sei der Durchlassbereich D1 des Hochpassfilters
oder Hochpasszweiges nach 4 11 bis
12,5 MHz und der Durchlassbereich D2 des Tiefpasszweiges oder Tiefpasses
nach 3 sei 7,5 bis 9 MHz. Die jeweilige Abschlussimpedanz
Z1 sei 50 Ω am gemeinsamen Tor Y bei einer Zusammen schaltung
der Filter der 3 und 4. In diesem
Fall soll an den Toren A bzw. B im jeweiligen Durchlassfrequenzbereich
die Impedanz 4·50 Ω = 200 Ω erscheinen.
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Für ϛ =
200/50 ergeben sich nach der Lehre der oben erwähnten Veröffentlichung „Transformierende Hoch-
und Tiefpässe vierter Ordnung – exakter Algorithmus
mit Beispielen” folgende Werte für den ersten Durchlassfrequenzbereich
D1 von 11 bis 12,5 MHz der 4:
L1
= 2,35 μH, C1 = 90,8 pF, L2 = 908 nH sowie C2 = 235 pF
und
folgende Werte für den zweiten Durchlassbereich D2 7,5
bis 9 MHz nach 3:
C1 = 112 pF, L1 = 2,88 μH,
C2 = 288 pF, L2 = 1,12 μH
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Zur
Bereitstellung eines Diplexfilters müssten die Schaltbilder
der 3 und 4 an der Verbindungsstelle oder
dem Knoten Y zusammengeschaltet werden. Dazu zeigt 7 schematisch
die beiden Transmissions-Frequenzgänge einer Zusammenschaltung
des Tiefpassfilters nach 3 und des Hochpassfilters nach 4.
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Dabei
zeigt in 7 das Bezugszeichen T1 die Transmission
des Hochpassfilterzweiges oder im Weiteren auch ersten Filters bei
einer Zusammenschaltung des Hochpassfilters nach 4 mit
dem Tiefpassfilter nach 3.
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Analog
zeigt in 7 das Bezugszeichen T2 die Transmission
des Tiefpassfilterzweiges oder im Weiteren auch zweiten Filters
bei einer Zusammenschaltung des Tiefpassfilters nach 3 mit
dem Hochpassfilter nach 4.
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Weiter
bezeichnet das Bezugszeichen D1 den Durchlassfrequenzbereich des
Hochpassfilterzweiges oder ersten Filters. Der Durchlass-Frequenzbereich
D1 des ersten Filters liegt beispielsweise zwischen 11 und 12,5
MHz.
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Ferner
bezeichnet das Bezugszeichen S1 den Sperrfrequenzbereich des Hochpassfilterzweiges.
Der Sperrfrequenzbereich S1 liegt beispielsweise bei 7,5 bis 9 MHz.
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Entsprechend
bezeichnet das Bezugszeichen D2 den Durchlassfrequenzbereich des
Tiefpassfilterzweiges oder zweiten Filters. Der Sperrfrequenzbereich
S1 liegt beispielsweise zwischen 7,5 und 9 MHz.
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Des
Weiteren bezeichnet das Bezugszeichen D2 den Durchlassfrequenzbereich
des Tiefpassfilterzweiges oder zweiten Filters. Der Durchlassfrequenzbereich
D2 liegt beispielsweise bei 7,5 bis 9 MHz.
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Analog
bezeichnet das Bezugszeichen S2 den Sperrfrequenzbereich des Tiefpassfilterzweiges
oder zweiten Filters. Der Sperrfrequenzbereich S2 liegt beispielsweise
bei 11 bis 12,5 MHz.
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Aus
obigen Werten und der 7 ist ersichtlich, dass sich
zur Ausbildung eines Diplexfilters herkömmlicherweise jeweils
D1 und S2 sowie D2 und S1 entsprechen.
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Allerdings
zeigt 7 auch, dass insbesondere in dem Bereich D2, S1
(7,5 bis 9 MHz) und D1, S2 (11 bis 12,5 MHz), die zusammengeschalteten
Filter, das Tiefpassfilter nach 3 und das
Hochpassfilter nach 4, derart Wechselwirken, dass
sie gerade nicht die gewünschte Aneinanderreihung der Frequenzgänge der 5 und 6 erreichen
und damit kein Diplexfilter ausbilden können.
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Demnach
ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes
Diplexfilter zu schaffen.
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Erfindungsgemäß wird
diese gestellte Aufgabe durch ein Diplexfilter mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 und/oder durch ein Verfahren zum Filtern von
Signalen mit den Merkmalen des Patentanspruchs 16 gelöst.
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Demgemäß wird
ein Diplexfilter zum Filtern von Signalen vorgeschlagen, welches
aufweist:
zwei impedanztransformierende Filter mit getrennten
Durchlass-Frequenzbereichen und mit getrennten Sperr-Frequenzbereichen,
wobei das jeweilige Filter eine erste Anzahl von Querelementen und
eine zweite Anzahl von Längselementen hat, und
einen
Verbindungsknoten, an den zwei Längselemente der beiden
Filter zusammen geschaltet sind, die jeweils als ein Parallelschwingkreis
ausgebildet sind,
wobei der jeweilige Parallelschwingkreis
eine vorbestimmte Reaktanz in einer Bandmitte des jeweiligen Durchlass-Frequenzbereiches
und eine Parallelresonanz in einer Bandmitte des jeweiligen Sperr-Frequenzbereiches
aufweist.
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Weiter
wird ein Verfahren zum Filtern von Signalen mittels eines Diplexfilters
vorgeschlagen, welches folgende Schritte aufweist:
- a) Bereitstellen von zwei impedanztransformierenden Filtern
mit getrennten Durchlass-Frequenzbereichen und mit getrennten Sperr-Frequenzbereichen,
wobei das jeweilige Filter eine erste Anzahl von Querelementen und
eine zweite Anzahl von Längselementen hat;
- b) Verbinden zweier Längselemente der beiden Filter
mittels eines Verbindungsknotens; und
- c) Ausbilden der beiden mittels des Verbindungsknotens zusammen
geschalteten Längselemente jeweils als ein Parallelschwingkreis
zur Ausbildung des Diplexfilters, wobei der jeweilige Parallelschwingkreis
eine vorbestimmte Reaktanz in einer Bandmitte des jeweiligen Durchlass-Frequenzbereiches und
eine Parallelresonanz in einer Bandmitte des jeweiligen Sperr-Frequenzbereiches
aufweist.
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Ein
erstes impedanztransformierendes Filter ist beispielsweise als ein
Hochpassfilter und ein zweites impedanztransformierendes Filter
ist beispielsweise als ein Tiefpassfilter ausgebildet.
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Das
erfindungsgemäß gebildete Diplexfilter ist ein
Drei-Tor mit einem Tor Y zwischen den Verbindungsknoten und Masse,
einem Tor A zwischen einem Anschlussknoten des Tiefpassfilters zum
Anschluss einer externen Impedanz und Masse und einem Tor B zwischen
einem Anschlussknoten des Hochpassfilters zum Anschluss einer anderen
externen Impedanz und Masse.
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Vorteilhafterweise
ist durch die vorliegende Erfindung auf einfache und kostengünstige
Weise ein Diplexfilter ohne Spezialbauteile, wie induktiv gekoppelte
Spulen oder angezapfte Spulen, mit breiten Durchlass- bzw. Sperrbereichen
realisierbar. Bei dem erfindungsgemäßen Diplexfilter
werden zwei Signale mit unterschiedlichen, aber endlich breiten
Frequenzbereichen von den beiden Toren A und B auf ein Tor, dem
Tor Y, zu einem Frequenzmultiplexsignal zusammengefasst. Umgekehrt
kann das Diplexfilter auch ein von dem gemeinsamen Tor Y kommendes
Frequenzmultiplexsignal spektral an die beiden unterschiedlichen
Tore A und B mittels der Hochpass- und Tiefpasstrennung aufteilen.
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Durch
die Verwendung der beiden impedanztransformierenden Filter in dem
erfindungsgemäßen Diplexfilter kann eine am Tor
Y angeschlossene reelle Impedanz Z0 in einem
jeweiligen Frequenzbereich um einen Faktor ϛ skaliert an
den jeweiligen Toren A und B als ϛZ0 abgebildet
werden. Somit kann beispielsweise eine Impedanz am Kollektor einer
Transistorverstärkerstufe, welche normalerweise deutlich
höher als 50 Ω ist, an eine standardisierte 50 Ω Koaxialleitung
am gemeinsamen Ausgang Y ohne zusätzliches Anpassnetzwerk transformiert
werden.
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Da
dieses entfällt sind die Durchgangsverluste in den Pfaden
A-Y und B-Y sehr gering.
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Dadurch,
dass das erfindungsgemäße Diplexfilter ohne Spezialbauteile,
wie ferrithaltige induktive gekoppelte Spulen oder angezapfte Spulen
realisierbar ist, ist das erfindungsgemäße Diplexfilter
auch im Feld eines MR-Magneten einsetzbar.
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Die
Werte für die Kapazität C und die Induktivität
L des Parallelschwingkreises des Hochpassfilters oder Hochpassfilterpfades
sind erfindungsgemäß wie folgt zu berechnen:
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Der
Parameter Cs berechnet sich als die Kapazität
eines impedanztransformierenden Hochpassfilters vierter Ordnung
nach der Lehre von Ulrich Fleischmann „Transformierende
Hoch- und Tiefpässe vierter Ordnung – exakter
Algorithmus mit Beispielen" Elektronikschau 6/1981, Seiten
26–35.
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Der
Parameter fmTP bezeichnet dabei die geometrische
Mittenfrequenz des Durchlassfrequenzbereiches des zweiten Filters
oder Tiefpassfilters des Diplexfilters. In analoger Weise bezeichnet
der Parameter die geometrische Mittefrequenz des Durchlassfrequenzbereiches
des ersten Filters oder Hochpassfilters des Diplexfilters.
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Weiter
sind die Werte für die Kapazität C und die Induktivität
L des Parallelschwingkreises des zweiten Filters oder Hochpassfilters
wie folgt zu berechnen:
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen sowie der Beschreibung unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen.
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Gemäß einer
bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die vorbestimmte Reaktanz
des jeweiligen Parallelschwingkreises zur Ausbildung des jeweiligen
Durchlass-Frequenzbereiches geeignet.
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Vorteilhafterweise
ist durch die Verwendung der vorbestimmten Reaktanz für
den jeweiligen Parallelschwingkreis die Ausbildung des jeweiligen
gewünschten Durchlassfrequenzbereiches möglich.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung ist die jeweilige Parallelresonanz
des jeweiligen Parallelschwingkreises zur Ausbildung des jeweiligen
Sperr-Frequenzbereichs geeignet.
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Vorteilhafterweise
ist durch die jeweilige Parallelresonanz des jeweiligen Parallelschwingkreises
die Ausbildung des jeweiligen Sperr-Frequenzbereiches möglich.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung ist das jeweilige impedanztransformierende
Filter als ein bidirektionales, impedanztransformierendes Filter
ausgebildet.
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Durch
die Ausbildung des impedanztransformierenden Filters als bidirektionales
Filter ist es möglich, zwei unterschiedliche Signale von
den Toren A und B an dem Tor Y als ein Frequenzmultiplexsignal zusammenzufassen
und auf der anderen Seite ein an dem Tor Y ankommendes Frequenzmultiplexsignal
an die beiden unterschiedlichen Tore A und B aufzuteilen.
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Ebenso
kann ein Signal von A nach Y und ein anderes von Y nach B, also
in entgegen gesetzter Richtung, übertragen werden.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung ist das jeweilige Filter als
ein Filter n-ter Ordnung ausgebildet.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung hat das jeweilige Filter n-ter
Ordnung, mit n ≥ 4, n / 2 Längselemente und n / 2 Querelemente,
wenn n gerade ist. Gemäß einer weiteren bevorzugten
Weiterbildung hat das jeweilige Filter n-ter Ordnung, mit n ≥ 4,
(n + 1)/2 Längselemente und (n – 1)/2 Querelemente,
wenn n ungerade ist.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung sind das jeweilige Längselement
und das jeweilige Querelement aus zumindest einer Impedanz ausgebildet.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung ist das jeweilige Filter als
ein Filter vierter Ordnung ausgebildet.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung hat das erste impedanztransformierende
Filter einen ersten höheren Durchlass-Frequenzbereich und
einen ersten niedrigeren Sperr-Frequenzbereich. Weiter hat das zweite
impedanztransformierende Filter vorzugsweise einen zweiten niedrigeren
Durchlass-Frequenzbereich und einen zweiten höheren Sperr-Frequenzbereich.
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Vorteilhafter
Weise entsprechen sich der erste niedrige Durchlassfrequenzbereich
des ersten impedanztransformierenden Filters und der zweite Sperr-Frequenzbereich
des zweiten impedanztransformierenden Filters. In analoger Weise
entsprechen sich vorteilhafterweise der erste Sperr-Frequenzbereich
des ersten impedanztransformierenden Filters und der zweite Durchlassfrequenzbereich
des zweiten impedanztransformierenden Filters.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung ist das jeweilige Filter als
ein Zweitor ausgebildet, welches aus einem ersten Tor zwischen dem
Verbindungsknoten und Masse und aus einem zweiten Tor zwischen dem
Verbindungsknoten und einem Anschlussknoten zum Anschluss einer
externen Impedanz gebildet ist.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung sind die Längselemente
des jeweiligen Filters zwischen dem jeweiligen Anschlussknoten und
dem Verbindungsknoten und die Querelemente zwischen dem Verbindungsknoten
und Masse angeordnet.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung weisen die Querelemente des ersten
Filters zumindest eine Spule auf und/oder die Längselemente
des ersten Filters zumindest einen Kondensator auf und/oder die
Querelemente des zweiten Filters zumindest einen Kondensator auf
und/oder die Längselemente des zweiten Filters zumindest
eine Spule auf.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung sind alle Längselemente
der beiden Filter jeweils als ein Parallelschwingkreis aus zumindest
einer Spule und zumindest einem Kondensator ausgebildet sind.
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Durch
die Ausbildung aller Längselemente der beiden Filter als
Parallelschwingkreis ist die Filterwirkung zwischen den zu trennenden
Frequenzbereichen optimiert.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung sind alle Längselemente
des zweiten Filters jeweils als ein Parallelschwingkreis ausgebildet,
das an dem Verbindungsknoten gekoppelte Längselemente des
ersten Filters ist als ein Parallelschwingkreis ausgebildet und
das mit dem Koppelknoten des ersten Filters gekoppelte Querelement
ist als ein Serienschwingkreis ausgebildet.
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Durch
den Verzicht auf einen Parallelschwingkreis in dieser bevorzugten
Weiterbildung im Gegensatz zu obig ausgeführter Weiterbildung
wird auch auf eine aufwendige und kostenintensive Spule verzichtet.
Die Filterwirkung ist vergleichbar mit der der oben erwähnten
bevorzugten Weiterbildung, bei welcher alle Längselemente
der beiden Filter als Parallelschwingkreise ausgebildet sind.
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Weiter
wird ein Kernspintomograph mit einem wie oben erläuterten
erfindungsgemäßen Diplexfilter vorgeschlagen.
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Vorteilhafterweise
wird das erfindungsgemäße Diplexfilter beispielsweise
in einem Kernspintomograph eingesetzt, insbesondere weil das erfindungsgemäße
Diplexfilter keine induktiv gekoppelte Spule oder angezapfte Spulen
aufweist und somit im Feld eines MR-Magneten eingesetzt werden kann.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren
angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen:
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1 ein
schematisches Schaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels
einer herkömmlichen impedanztransformierenden Bandpass-Diplexerhälfte;
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2 ein
schematisches Schaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels
einer herkömmlichen impedanztransformierenden Bandpass-Diplexerhälfte;
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3 ein
schematisches Schaltbild eines Ausführungsbeispiels eines
herkömmlichen Tiefpassfilters vierter Ordnung;
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4 ein
schematisches Schaltbild eines Ausführungsbeispiels eines
herkömmlichen Hochpassfilters vierter Ordnung;
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5 ein
schematischer Transmissions-Frequenzgang für das Tiefpassfilter
vierter Ordnung nach 3;
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6 ein
schematischer Transmissions-Frequenzgang für das Hochpassfilter
vierter Ordnung nach 4;
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7 ein
schematischer Transmissions-Frequenzgang einer Zusammenschaltung
des Tiefpassfilters nach 3 und des Hochpassfilters nach 4;
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8 ein
schematisches Schaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels
eines Diplexfilters gemäß der Erfindung;
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9 ein
Transmissions-Frequenzgang des Diplexfilters nach 8;
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10 ein
Transmissions-Frequenzgang eines mittels Simulation modifizierten
Diplexfilters nach 8;
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11 ein
schematisches Schaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels
eines Diplexfilters gemäß der Erfindung;
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12 ein
Transmissions-Frequenzgang des Diplexfilters nach 11;
und
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13 ein
schematisches Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels
eines Verfahrens zum Filtern von Signalen mittels eines Diplexfilters.
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In
allen Figuren sind gleiche bzw. funktionsgleiche Mittel und Einrichtungen – sofern
nichts anderes angegeben – mit denselben Bezugszeichen
versehen.
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8 zeigt
ein schematisches Schaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels
eines Diplexfilters 10 gemäß der Erfindung.
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Das
impedanztransformierende Diplexfilter 10 hat zwei impedanztransformierende
Filter 20, 30 mit getrennten Durchlassfrequenzbereichen
D1, D2 und mit getrennten Sperrfrequenzbereichen S1, S2. Das jeweilige
Filter 20, 30 hat eine erste Anzahl von Querelementen 21, 22; 31, 32 und
eine zweite Anzahl von Längselementen 23, 24; 33, 34.
Beispielsweise ist das erste impedanztransformierende Filter 20 ein
Hochpassfilter und das zweite impedanztransformierende Filter 30 ist
ein Tiefpassfilter. Weiter ist die erste Anzahl vorzugsweise gleich
der zweiten Anzahl.
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Das
jeweilige impedanztransformierende Filter 20, 30 ist
vorzugsweise als ein bidirektionales, impedanztransformierendes
Filter 20, 30 ausgebildet. Dabei kann das jeweilige
Filter 20, 30 vorzugsweise als ein Filter n-ter
Ordnung, mit n ≥ 4, ausgebildet sein. Dabei ist n beispielsweise
vier. Vorzugsweise hat das jeweilige Filter 20, 30 n-ter
Ordnung n halbe Längselemente 23, 24; 33, 34 und
n halbe Querelemente 21, 22; 31, 32 wenn
n gerade ist. Gemäß dem Ausführungsbeispiel
nach 8 hat das Hochpassfilter 20 zwei Querelemente 21, 22 und
zwei Längselemente 23, 24. Analoges gilt
für das Tiefpassfilter 30 nach 8.
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Das
Hochpassfilter 20 ist zwischen einem Verbindungsknoten 40 und
einem Anschlussknoten 61 zum Anschluss einer weiteren Impedanz
Z2 geschaltet. Die Impedanz Z2 hat beispielsweise 200 Ω und
ist zwischen dem Anschlussknoten 61 und Masse 50 verbunden.
Demgegenüber sind zwischen den Verbindungsknoten 40 und
Masse 50 eine Impedanz Z1 mit beispielsweise 50 Ω und
eine Spannungsquelle 70 angeschlossen.
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Wie
oben bereits ausgeführt, ist das Hochpassfilter 20 durch
zwei Querelemente 21, 22 und zwei Längselemente 23, 24 gebildet.
Ein erstes Querelement 21 ist zwischen dem Anschlussknoten 61 und
Masse 50 angeschlossen. Ein erstes Längselement 23 aus
der Kapazität C1 und der Induktivität L3 ist auf
der einen Seite an das erste Querelement 21 und auf der
anderen Seite an das zweite Querelement 22 angeschlossen. Das
zweite Querelement 22 hat eine Spule L2, die an Masse 50 angeschlossen
ist.
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Ein
zweites Längselement 24 aus der Kapazität
C2 und der Induktivität L4 ist an das zweite Querelement 22 angeschlossen
und mit dem Verbindungsknoten 40 verbunden.
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Das
Tiefpassfilter 30 hat als Querelemente 31, 32 eine
Kapazität C3 und eine Kapazität C4. Die Längselemente 33, 34 des
Tiefpassfilters 33 sind als ein jeweiliger Parallelschwingkreis
mit einer jeweiligen Induktivität L5 bzw. L6 und einer
jeweiligen Kapazität C5 bzw. C6 ausgebildet.
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Das
Tiefpassfilter 30 ist zwischen dem Verbindungsknoten 40 und
einem Anschlussknoten 62 zum Anschluss einer weiteren externen
Impedanz Z3 geschaltet. Die weitere externe Impedanz Z3 hat beispielsweise 200 Ω und
ist mit dem Anschlussknoten 62 und Masse 50 verbunden.
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9 zeigt
den Transmissions- und Reflexions-Frequenzgang des Diplexfilters 10 nach 8.
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Dabei
zeigt in 9 das Bezugszeichen T1 die Transmission
des Hochpassfilterzweiges 20 oder im Weiteren auch ersten
Filters.
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Analog
zeigt in 9 das Bezugszeichen T2 die Transmission
des Tiefpassfilterzweiges 30 oder im Weiteren auch zweiten
Filters.
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Weiter
bezeichnet das Bezugszeichen D1 den Durchlassfrequenzbereich des
Hochpassfilterzweiges 20 oder ersten Filters. Der Durchlass-Frequenzbereich
D1 des ersten Filters 20 liegt beispielsweise zwischen 11
und 12,5 MHz.
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Ferner
bezeichnet das Bezugszeichen S1 den Sperrfrequenzbereich des Hochpassfilterzweiges 20. Der
Sperrfrequenzbereich S1 liegt beispielsweise bei 7,5 bis 9 MHz.
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Entsprechend
bezeichnet das Bezugszeichen D2 den Durchlassfrequenzbereich des
Tiefpassfilterzweiges 30 oder zweiten Filters. Der Sperrfrequenzbereich
S1 liegt beispielsweise zwischen 7,5 und 9 MHz.
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Des
Weiteren bezeichnet das Bezugszeichen D2 den Durchlassfrequenzbereich
des Tiefpassfilterzweiges 30 oder zweiten Filters. Der
Durchlassfrequenzbereich D2 liegt beispielsweise bei 7,5 bis 9 MHz.
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Analog
bezeichnet das Bezugszeichen S2 den Sperrfrequenzbereich des Tiefpassfilterzweiges 30 oder
zweiten Filters. Der Sperrfrequenzbereich S2 liegt beispielsweise
bei 11 bis 12,5 MHz.
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Aus
obigen Werten und der 9 ist ersichtlich, dass sich
zur Ausbildung eines Diplexfilters 10 D1 und S2 sowie D2
und S1 entsprechen.
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Weiter
zeigt 9 eine Reflexionsdämpfung RD des Diplexfilters 10.
Hier ist bemerkenswert, dass die Reflexionsdämpfung RD
gerade in den Durchlassbereichen D1 und D2 minimal ist und somit
einen minimalen Energieverlust verursacht.
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10 zeigt
den Transmissions-Frequenzgang eines mittels einer Simulation modifizierten
Diplexfilters 10 nach 8. Dabei
werden die Sperrkreise S1, S2 mittels Simulation leicht korrigiert,
um das Sperrverhalten an den jeweiligen Bandgrenzen gleichartig
zu machen. Die Sperrdämpfung beträgt dann mindestens
35 dB.
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11 zeigt
ein schematisches Schaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels
eines Diplexfilters gemäß der Erfindung. Das zweite
Ausführungsbeispiel gemäß 11 unterscheidet
sich von dem ersten Ausführungsbeispiel nach 8 ausschließlich
dahingehend, dass das Längselement 23 nicht mehr
als Parallelschwingkreis ausgebildet ist, sondern nur mit einer
einzigen Kapazität C1 gebildet ist, und dass dafür
das Querelement 21 nicht mehr mittels einer einzigen Spule
L1 gebildet ist, sondern aus einem Serienschwingkreis mit einer
Spule L1 und mit einer Kapazität C0 gebildet ist.
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Bei
einer nach der Lehre von Fleischmann gegebenen Querinduktivität
L
q folgt für den Serienschwingkreis
aus den Elementen L1 und C0:
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Der
Parameter fmTP bezeichnet dabei die geometrische
Mittenfrequenz des Durchlassfrequenzbereiches des zweiten Filters
oder Tiefpassfilters des Diplexfilters. In analoger Weise bezeichnet
der Parameter fmHP die geometrische Mittefrequenz
des Durchlassfrequenzbereiches des ersten Filters oder Hochpassfilters
des Diplexfilters.
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Dazu
zeigt 12 einen entsprechenden Transmissions-Frequenzgang
des Diplexfilters 10 nach 11. Hierbei
ist zu erkennen, dass die Sperrdämpfung nach 12 vergleichbar
mit der Sperrdämpfung nach den 9 und 10 ist.
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In 13 ist
ein schematisches Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Filtern
von Signalen mittels eines Diplexfilters 10 dargestellt.
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Nachfolgend
wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand des
Blockschaltbildes in 13 mit Bezug auf das Schaltbild
in 8 erläutert. Das erfindungsgemäße
Verfahren gemäß 13 weist
die Verfahrensschritte X1–X3 auf:
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Verfahrensschritt X1:
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Zwei
impedanztransformierende Filter 20, 30 mit getrennten
Durchlassfrequenzbereichen D1, D2 und mit getrennten Sperrfrequenzbereichen
S1, S2 werden bereitgestellt, wobei das jeweilige Filter 20, 30 eine
erste Anzahl von Querelementen 21, 22; 31, 32 und
eine zweite Anzahl von Längselementen 23, 24; 33, 34 hat.
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Verfahrensschritt X2:
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Zwei
Längselemente 24, 34 der beiden Filter 20, 30 werden
mittels eines Verbindungsknoten 40 verbunden. Die beiden
Längselemente 24, 34 des jeweiligen Filters 20, 34 sind
dabei mit der jeweiligen Ausgangsleitung des jeweiligen Filters 20, 30 gekoppelt
bzw. verbunden.
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Verfahrensschritt X3:
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Die
beiden mittels des Verbindungsknoten 40 gekoppelten Längselemente 24, 34 werden
jeweils als ein Parallelschwingkreis C3, L5; L7, C7 ausgebildet,
wobei der jeweilige Parallelschwingkreis C2, L4; C6, L6 eine vorbestimmte
Reaktanz in einer Bandmitte des jeweiligen Durchlassfrequenzbereiches
D1, D2 und eine Parallelresonanz in einer Bandmitte des jeweiligen
Sperrfrequenzbereiches S1, S2 aufweist.
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Obwohl
die vorliegende Erfindung vorstehend anhand der bevorzugten Ausführungsbeispiele
beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern
auf vielfältige Art und Weise modifizierbar.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Nicht-Patentliteratur
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- - Kapitel 11
in A. B. Williams, F. J. Taylor „Electronic Filter Design
Hand Book”, 3. Auflage, McGray Hill, 1995 [0002]
- - G. Fritsche, „Entwurf passiver Analog-Vierpole”,
Netzwerke II, Seite 206–214, Akademieverlag, 1979 [0007]
- - „Transformierende Hoch- und Tiefpässe vierter
Ordnung – exakter Algorithmus mit Beispielen”,
Ulrich Fleischmann, Elektronikschau 6/1981, Seiten 26–35 [0009]
- - Ulrich Fleischmann „Transformierende Hoch- und Tiefpässe
vierter Ordnung – exakter Algorithmus mit Beispielen” Elektronikschau
6/1981, Seiten 26–35 [0036]