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Stand der Technik
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Die
Erfindung geht aus von einem elektronischen Bauelement gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Elektronische
Bauelemente, die mindestens eine Elektrode und mindestens einen
gassensitiven Bereich aufweisen, der mit mindestens einer gassensitiven
Schicht belegt ist, sind zum Beispiel gassensitive Feldeffekttransistoren.
Diese werden eingesetzt, um in einem Gasstrom bestimmte Gasspezies
zu detektieren. Hierzu ist die mindestens eine gassensitive Schicht
so ausgewählt,
dass möglichst
spezifische Gasreaktionen erreicht werden. Die gassensitiven Schichten
enthalten dazu im Allgemeinen metallische Komponenten, die teilweise
katalytisch aktiv sind und teilweise in nanokristalliner Form vorliegen. Um
eine schnelle Gasreaktion zu ermöglichen,
sind die gassensitiven Schichten im Allgemeinen sehr dünn und zumindest
zum Teil porös.
Durch die Porosität
wird eine große
spezifische Oberfläche
erzielt, durch die die Gasreaktion beschleunigt werden kann.
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Um
einen Arbeitspunkt für
den als Signalgeber arbeitenden Feldeffekttransistor einstellen
zu können,
ist es notwendig, die mindestens eine gassensitive Schicht elektrisch
zu kontaktieren. Durch die Gasreaktion an der gassensitiven Schicht ändert sich
dann das auf den Kanal des Feldeffekttransistors einwirkende resultierende
Potential und damit der Strom durch den Transistor. Um eine möglichst große Gasreaktion
und damit eine möglichst
große Änderung
des resultierenden Potentials zu erreichen, wird bei den aus dem
Stand der Technik bekannten Feldeffekttransistoren möglichst
der gesamte gassensitive Bereich mit der gassensitiven Schicht belegt
und die Elektroden werden außerhalb
des gassensitiven Bereiches platziert.
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Bei
derzeit hergestellten gassensitiven Feldeffekttransistoren werden
die Elektroden zur elektrischen Anbindung des gassensitiven Materials
der gassensitiven Schicht bereits bei der Prozessierung des Signalgebers
aufgebracht. Im Allgemeinen weisen diese eine andere Zusammensetzung
und einen anderen Aufbau auf als das gassensitive Material. Dies
kann zu Problemen, zum Beispiel durch Kantenabrisse an den Kontaktierungsstellen
zwischen der Elektrode und der gassensitiven Schicht, bei thermisch
hoch belasteten Bauteilen führen.
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Offenbarung der Erfindung
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Vorteile der Erfindung
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Ein
erfindungsgemäß ausgebildetes
elektronisches Bauelement umfasst mindestens eine Elektrode und
mindestens einen gassensitiven Bereich, der mit mindestens einer
elektrisch leitfähigen,
gassensitiven Schicht belegt ist. Die Elektrode kontaktiert die
gassensitive Schicht. Mindestens ein Teil der mindestens einen Elektrode überdeckt
einen Teil des gassensitiven Bereichs.
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Durch
das Überdecken
eines Teils des gassensitiven Bereichs durch die mindestens eine
Elektrode wird eine dauerhafte, zuverlässige und überprüfbare Kontaktierung der gassensitiven
Schicht erzielt.
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Ein
weiterer Vorteil des erfindungsgemäß ausgebildeten elektronischen
Bauelementes ist, dass bereits bei der Herstellung ein Funktionstest durchgeführt werden
kann, bevor die gassensitive Schicht aufgebracht wird. Dies ist
dadurch möglich, dass
die mindestens eine Elektrode einen Teil des gassensitiven Bereichs,
der als Gate-Bereich wirkt, überdeckt,
und so, anders als bei den aus dem Stand der Technik bekannten Feldeffekttransistoren,
den gassensitiven Bereich, der als Gate-Bereich wirkt, direkt kontaktiert.
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Das
Material, aus dem die mindestens eine Elektrode gefertigt ist, ist
vorzugsweise ein Edelmetall, beispielsweise Palladium, Platin, Gold,
Rhenium, Ruthenium sowie Legierungen daraus, oder ein elektrisch
leitfähiges
und chemisch beständiges
Material wie Titan, Titannitrid oder Tantalnitrid. Um die Haftung
von Edelmetallen als Material für
die Elektrode auf Halbleitern, beispielsweise Galliumnitrid oder
Siliciumcarbid zu verbessern, werden oftmals Titan, Zirkon, Titannitrid,
Tantalsilizid, Nickel-Chrom-Legierungen und deren korrespondierende
Oxide eingesetzt.
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Als
Material für
den als Gate-Bereich dienenden gassensitiven Bereich eignen sich
isolierende Materialien, zum Beispiel Oxide wie Siliciumoxid (SiO2), Aluminiumoxid (Al2O3), Zirkonoxid (ZrO2)
oder Hafniumoxid (HfO2), Nitride wie Siliciumnitrid
(Si3N4) oder Bornitrid
(BN), Carbide wie Siliciumcarbid (SiC) sowie Silizide wie Tantalsilicid
(TaSi2) oder Wolframsilicid (WSi2) oder Diamant.
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Das
Material, aus dem die mindestens eine gassensitive Schicht gefertigt
ist, ist vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Edelmetallen wie Palladium, Platin,
Gold, Rhenium, Rhodium oder Ruthenium sowie Legierungen daraus und Nanostrukturen
aus Edelmetallen und/oder Metallen, Metalloxiden und/oder weitere
Oxide oder Carbide.
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Das
Aufbringen der Elektroden erfolgt zum Beispiel durch Aufdampfen,
Sputtern oder andere dem Fachmann bekannte Dünnschichttechnologien. Bevorzugt
wird die mindestens eine Elektrode durch Aufdampfen oder Sputtern
aufgebracht. Weiterhin ist es möglich,
durch mehrfaches Aufbringen einer dünnen gassensitiven Schicht
in bestimmten Bereichen eine dickere Elektrodenfläche zu schaffen,
die mit einem geringeren Flächenwiderstand
eine niederohmige elektrische Anbindung der gassensitiven Schicht ermöglicht.
Dieses Verfahren erlaubt auch die Ausformung von abgerundeten Kanten
zwischen der gassensitiven Schicht und den Elektroden.
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Das
Aufbringen der mindestens einen gassensitiven Schicht erfolgt ebenfalls
vorzugsweise durch Aufdampfen oder Aufsputtern. Alternativ kann die
gassensitive Schicht auch als Materialien aufgebaut werden, die
sich in einem flüssigen,
gasförmigen
oder plasmaartigen Medium befinden und die nach Trocknung oder Abscheidung
eine feste, kompakte oder perkolierende sensitive Schicht bilden.
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Um
zu vermeiden, dass Kantenabrisse im Kontaktierungsbereich der Elektrode
mit der gassensitiven Schicht auftreten, ist es bevorzugt, dass
die mindestens eine Elektrode aus dem gleichen Material gefertigt
ist, wie die mindestens eine gassensitive Schicht. Alternativ ist
es auch möglich,
die mindestens eine Elektrode aus einem Material zu fertigen, das
gleiche oder ähnliche
Eigenschaften aufweist wie das Material der gassensitiven Schicht.
Insbesondere ist es bevorzugt, wenn das Material der Elektrode und
das Material der gassensitiven Schicht einen im Wesentlichen gleichen
Temperaturausdehnungskoeffizienten aufweisen. Dies führt dazu,
dass die Temperaturausdehnung der gassensitiven Schicht und der
Elektrode im Wesentlichen gleich ist, so dass kein Kantenabriss
an der Grenzfläche
zwischen der gassensitiven Schicht und der Elektrode auftritt.
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Um
einen möglichst
guten Kontakt zwischen der Elektrode und der gassensitiven Schicht
zu erzielen, ist es weiterhin bevorzugt, wenn die Elektrode eine
Struktur mit Einbuchtungen und Vorsprüngen aufweist. Durch die Einbuchtungen
und Vorsprünge wird
eine Vergrößerung der
Oberfläche
erzielt, woraus sich ein größerer Kontaktbereich
zwischen der Elektrode und der gassensitiven Schicht ergibt. Dies hat
den Vorteil, dass selbst bei einem Kantenabriss in einem Bereich
der Elektrode andere Bereiche weiterhin die gassensitive Schicht kontaktieren
und es so nicht zu einem Funktionsverlust des elektronischen Bauelementes
kommt.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung kontaktieren mindestens zwei Elektroden die gassensitive
Schicht, wobei jede Elektrode mindestens einen Teil des gassensitiven
Bereichs überdeckt.
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Bei
mindestens zwei Elektroden, die die gassensitive Schicht kontaktieren,
ist es möglich,
die elektrische Kontaktierung der sensitiven Schicht sowie die Eigenschaften
der sensitiven Schicht, zum Beispiel eine Konstanz des Schichtwiderstands,
zu messen. Die Messung kann zum Beispiel über eine Vierpunktmessung erfolgen.
Durch die Möglichkeit der
Messung der Eigenschaften der gassensitiven Schicht ist es möglich, mögliche Veränderungen
oder auch eine Ablösung
der gassensitiven Schicht frühzeitig
zu detektieren. Auf diese Weise ist ein rechtzeitiger Austausch
des elektronischen Bauelementes vor einem Ausfall der Funktion möglich.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung kontaktieren zwei Elektroden die gassensitive Schicht
und die Struktur der Elektroden ist eine Interdigitalstruktur. Bei
einer Interdigitalstruktur weist jede Elektrode Vorsprünge in Form
von Fingern auf, wobei die Vorsprünge jeweils kammartig ineinander
greifen. Ein direkter Kontakt der Elektroden wird dabei jedoch vermieden.
Der Bereich zwischen den Elektroden wird von dem Material der gassensitiven
Schicht vollständig
oder teilweise ausgefüllt.
Die gassensitive Schicht kann alternativ den gesamten Sensorbereich
inklusive der Elektroden abdecken.
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Im
Allgemeinen umfasst das elektronische Bauelement mindestens eine
weitere Elektrode, die den gassensitiven Bereich nicht kontaktiert.
Wenn das elektronische Bauelement ein Feldeffekttransistor ist,
so sind im Allgemeinen mindestens zwei weitere Elektroden umfasst,
die den gassensitiven Bereich nicht kontaktieren. Die zwei Elektroden
dienen dabei als Source-Elektrode und als Drain-Elektrode.
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Wenn
das elektronische Bauelement mindestens eine weitere Elektrode umfasst,
die den gassensitiven Bereich nicht kontaktiert, ist es möglich, über die
Elektroden einen Funktionstest während
des Betriebes durchzuführen.
Hierzu werden zweckmäßigerweise
alle Elektroden, die die gassensitive Schicht kontaktieren, auf
ein definiertes Potential gelegt. Elektroden, die die gassensitive
Schicht nicht kontaktieren, werden im Potential verändert.
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Die
Elektroden, die den gassensitiven Bereich nicht kontaktieren, sind
zum Beispiel solche, die unter oder neben der gassensitiven Schicht
parallel zum Kanal oder orthogonal zum Kanal liegen.
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Durch
die Elektrodenflächen,
die die gassensitive Schicht nicht kontaktieren, können Veränderungen
am Kanal des Signalgebers gemessen werden. Insbesondere können auf
diese Weise Änderungen an
der Isolation zwischen dem Gate-Bereich und dem Kanal detektiert
werden.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
ist der gassensitive Bereich des elektronischen Bauelementes ein
Gate-Bereich eines gassensitiven Feldeffekttransistors. In Abhängigkeit
von dem Material der gassensitiven Schicht, die auf den gassensitiven
Bereich aufgebracht ist, können
unterschiedliche Gase detektiert werden. Um zum Beispiel mehrere
unterschiedliche Gase mit einem gassensitiven Feldeffekttransistor
zu detektieren, ist es zum Beispiel möglich, mehrere gassensitive
Schichten auf den gassensitiven Bereich aufzubringen. In diesem
Fall ist es zum Beispiel möglich,
dass mit jeder gassensitiven Schicht ein anderes Gas oder andere Bestandteile
eines Gases detektiert werden können.
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Wenn
der gassensitive Bereich ein Gate-Bereich eines gassensitiven Feldeffekttransistors
ist, so ist vorzugsweise die mindestens eine Elektrode, die die
Schicht aus dem gassensitiven Material kontaktiert und die einen
Teil des gassensitiven Bereichs überdeckt,
eine Gate-Elektrode des Feldeffekttransistors.
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Bei
Verwendung des gleichen oder eines ähnlichen Materials für die Elektrode
und die gassensitive Schicht ist es zum Beispiel möglich, das
Material der Elektrode derart zu modifizieren, dass dieses einen
geringeren spezifischen Widerstand aufweist als das Material der
gassensitiven Schicht. Dies hat den Vorteil, dass mögliche gasabhängige Widerstandsänderungen überwiegend
in definierten Bereichen außerhalb
der Elektroden stattfinden, so dass sich die elektrische Anbindung
des Sensorbereichs nur unwesentlich ändert.
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Weiterhin
ist es zum Beispiel auch möglich, dass
das Material, aus dem die Elektrode gefertigt wird, in einer größeren Schichtdicke
als das Material für
die gassensitive Schicht aufgetragen wird. Dies kann zum Beispiel
dadurch erfolgen, dass mehrere Schichten des Materials für die Elektrode
aufgebracht werden. Durch die größere Schichtdicke
der Elektrode oder die Modifikation des Materials für die Elektrode,
zum Beispiel den geringeren spezifischen Widerstand, ist es möglich, einen
Kantenabriss an der Grenzfläche
zwischen der gassensitiven Schicht und der Elektrode zum Beispiel
unter thermischem Stress zu vermeiden.
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Bei
Aufbringung mehrerer Schichten kann zudem eine gegen Kantenabriss
optimierte Kantenform, beispielsweise eine Abrundung, erreicht werden.
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Neben
dem Einsatz als gassensitiver Feldeffektor können die hier beschriebenen
Elektrodenanordnungen auch in weiteren chemischen Gassensoren zum
Beispiel in Form einer CV-Struktur
oder einer Schottkydiode eingesetzt werden.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung näher
erläutert.
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Es
zeigen
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1 eine
Draufsicht auf ein erfindungsgemäß ausgebildetes
elektronisches Bauelement in einer ersten Ausführungsform,
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2 eine
Draufsicht auf ein erfindungsgemäß ausgebildetes
elektronisches Bauelement in einer zweiten Ausführungsform,
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3.1 bis 3.5 alternative
Ausführungsformen
zur Ankontaktierung der Gate-Beschichtung eines Feldeffekttransistors.
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Ausführungsformen der Erfindung
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In 1 ist
eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäß ausgebildetes elektronisches
Bauelement in einer ersten Ausführungsform
dargestellt.
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Ein
elektronisches Bauelement 1, das zum Beispiel als Signalgeber
zur Detektion von Gasen eingesetzt wird, umfasst einen gassensitiven
Bereich 3.
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Wenn
das elektronische Bauelement ein gassensitiver Feldeffekttransistor
ist, so ist der gassensitive Bereich 3 im Allgemeinen der
Gate-Bereich des Feldeffekttransistors. Der gassensitive Bereich 3 kann
zum Beispiel mit unterschiedlichen gassensitiven Schichten belegt
werden. Durch die unterschiedlichen gassensitiven Schichten können möglichst spezifische
Gasreaktionen erreicht werden. Im Allgemeinen enthalten die gassensitiven
Schichten metallische Komponenten. Diese können zumindest teilweise katalytisch
aktiv sein. Alternativ ist es selbstverständlich auch möglich, dass
die gesamte gassensitive Schicht aus einem katalytisch aktiven Material
gefertigt ist.
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Im
Allgemeinen liegen die metallischen Komponenten der gassensitiven
Schicht zumindest teilweise in nanokristalliner Form vor. Durch
die nanokristalline Form kann eine schnelle Gasreaktion an bzw.
in der gassensitiven Schicht realisiert werden, da diese vorzugsweise
sehr dünn
und im Allgemeinen zumindest teilweise porös ist. Die Schichtdicken der
gassensitiven Schicht können
dabei im Allgemeinen in Bereichen von 10 nm bis 10 μm liegen.
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Als
Material für
die gassensitiven Schichten eignen sich – in Abhängigkeit vom zu detektierenden Gas
oder zu detektierenden Bestandteil eines Gases – zum Beispiel Edelmetalle
wie Palladium, Platin, Gold, Rhenium, Rhodium oder Ruthenium sowie
Legierungen daraus und Nanostrukturen aus Edelmetallen und/oder
Metallen, Metalloxiden und/oder weitere Oxide oder Carbide. Die
das jeweils für
die zu detektierende Spezies geeignete Material ist dem Fachmann
bekannt.
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Um
ein definiertes Potential und damit einen Arbeitspunkt für den Signalgeber
einstellen zu können,
ist es notwendig, die gassensitiven Schichten elektrisch zu kontaktieren.
Die elektrische Kontaktierung der gassensitiven Schichten erfolgt
dabei durch mindestens eine Elektrode 5. Wenn das elektronische
Bauelement 1 ein Feldeffekttransistor ist, handelt es sich
bei den Elektroden 5 um Gate-Elektroden. Die elektrische
Kontaktierung der Elektroden 5 erfolgt jeweils über einen
elektrischen Anschluss 7. Der elektrische Anschluss 7 der
Elektroden 5 kann dabei auf jede beliebige, dem Fachmann
bekannte Art erfolgen.
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Erfindungsgemäß ist die
Elektrode 5 so ausgebildet, dass ein Teil der Elektrode 5 den
gassensitiven Bereich 3 überdeckt. In der in 1 dargestellten
Ausführungsform
sind die Elektroden 5 hierzu L-förmig ausgebildet, wobei ein
erster Schenkel 9 der Elektrode außerhalb des gassensitiven Bereichs 3 angeordnet
ist und ein zweiter Schenkel 11 am Rand des gassensitiven
Bereichs 3 auf dem gassensitiven Bereich 3 aufliegt.
Eine Überdeckung
des gassensitiven Bereichs 3 durch die Elektrode 5 erfolgt
somit am zweiten Schenkel 11.
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Die
Fläche
des gassensitiven Bereichs 3, die nicht von der Elektrode 5 überdeckt
ist, wird von der mindestens einen gassensitiven Schicht belegt.
Die gassensitive Schicht grenzt dabei an die Elektroden 5 an.
Es bildet sich eine Grenzfläche
zwischen der Elektrode 5 und der gassensitiven Schicht
aus. Diese Grenzfläche
dient gleichzeitig als elektrischer Kontakt zwischen Elektrode 5 und
gassensitiver Schicht.
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Um
zu vermeiden, dass an der Grenzfläche zwischen Elektrode 5 und
gassensitiver Schicht bei Auftreten von thermischen Spannungen ein
Kantenabriss erfolgt, ist es vorteilhaft, die Elektroden 5 und die
gassensitive Schicht aus dem gleichen Material auszubilden. Alternativ
ist es auch möglich,
zum Beispiel Elektroden 5 und die gassensitive Schicht
aus zwei unterschiedlichen Werkstoffen auszubilden, wobei diese
einen im Wesentlichen gleichen Temperaturausdehnungskoeffizienten
aufweisen.
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Wenn
die Elektroden 5 und die gassensitive Schicht das gleiche
Material enthalten, so ist es möglich,
die Elektroden 5 zum Beispiel in einer größeren Schichtdicke
als die gassensitive Schicht auszubilden. Die größere Schichtdicke kann zum
Beispiel dadurch erzielt werden, dass ein mehrfacher Auftrag von
Material auf die Elektrodenbereiche erfolgt. Wenn die Elektroden
und die gassensitive Schicht aus dem gleichen Material gefertigt
sind, so können die
Elektroden und die gassensitive Schicht zum Beispiel im gleichen
Arbeitsgang gefertigt werden. Weiterhin ist es auch möglich, das
Material der Elektroden 5 zum Beispiel leicht zu modifizieren,
um an den Elektroden beispielsweise einen geringeren Widerstand
zu erzielen. Die Modifikation des Materials für die Elektroden 5 erfolgt
dabei zum Beispiel durch Zugabe von gut elektrisch leitfähigem Material.
Dieses kann dann zum Beispiel in Form einer Legierung mit dem Material,
aus dem auch die gassensitive Schicht gebildet ist, vorliegen.
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Das
als Feldeffekttransistor ausgebildete elektronische Bauelement 1 umfasst
weiterhin einen Kanalbereich 13. Der Kanalbereich 13 umfasst
im Allgemeinen den Source- und dem Drain-Anschluss des Feldeffekttransistors.
Der Source-Anschluss und der Drain-Anschluss weisen im Allgemeinen
keinen direkten Kontakt mit der gassensitiven Schicht, die durch
die Elektroden 5 kontaktiert wird, auf.
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Im
Allgemeinen sind der Kanalbereich 13 mit dem Source-Anschluss
und dem Drain-Anschluss, die
Elektroden 5 und der gassensitive Bereich 3 mit den
entsprechenden gassensitiven Schichten auf einem Halbleitermaterial
als Substrat aufgebracht. Als Halbleitermaterial für das Substrat
werden üblicherweise
Si, SiC oder (Al) GaN oder weitere Halbleiter mit einer Bandlücke größer als
2 eV eingesetzt.
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Dadurch,
dass die Elektroden 5 den gassensitiven Bereich 3 zum
Teil überdecken,
ist ein Funktionstest zum Beispiel schon während der Produktion des Signalgebers
möglich.
Insbesondere lässt
sich ein Funktionstest bereits durchführen, bevor die gassensitive
Schicht auf den gassensitiven Bereich 3 aufgebracht ist.
Auch während
des Betriebes kann ein Funktionstest mit dem elektronischen Bauelement 1 durchgeführt werden.
Hierzu werden zum Beispiel die Elektroden 5, die die gassensitive
Schicht kontaktieren, auf ein definiertes Potential gelegt. Die im
Kanalbereich 13 angeordnete Source-Elektrode und Drain-Elektrode, die
zum Beispiel parallel zum Kanal 13 oder orthogonal zum
Kanal liegen, werden im Potential verändert. Durch die Elektrodenflächen ohne
Verbindung zur gassensitiven Schicht können Veränderungen am Kanal 13 des
Signalgebers gemessen werden. Insbesondere können Änderungen an der Isolation
zwischen dem Gate-Bereich und dem Kanalbereich 13 detektiert
werden.
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Bei
mindestens zwei Elektroden 5, wie dies auch in 1 dargestellt
ist, ist es weiterhin möglich, die
elektrische Kontaktierung der gassensitiven Schicht sowie deren
Eigenschaften, zum Beispiel eine Konstanz des Schichtwiderstands,
zu messen. Die Messung erfolgt dann beispielsweise über eine Vierpunktmessung.
Auf diese Weise können
mögliche
Veränderungen
oder eine Ablösung
der Schicht frühzeitig
detektiert werden. Ein rechtzeitiger Austausch des elektronischen
Bauelementes 1 ist dadurch möglich.
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In 2 ist
ein elektronisches Bauelement 1 in einer zweiten Ausführungsform
dargestellt.
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Das
in 2 dargestellte elektronische Bauelement 1 unterscheidet
sich von dem in 1 dargestellten elektronischen
Bauelement 1 durch die Gestalt der Elektroden 5.
Im Unterschied zu den L-förmigen
Elektroden 5, wie diese in 1 dargestellt
sind, weisen die Elektroden 5 gemäß 2 jeweils
fingerartige Vorsprünge 15 auf.
Zwischen den fingerartigen Vorsprüngen 15 sind jeweils
Einbuchtungen 17 ausgebildet. Auf dem gassensitiven Bereich 3 liegen
zwei Elektroden 5 auf, wobei die Vorsprünge 15 der einen Elektrode
jeweils in die Einbuchtungen 17 der anderen Elektrode 5 eingreifen. Hierdurch
entsteht eine Interdigitalstruktur der Elektroden 5. Durch
die Interdigitalstruktur kann ein guter Kontakt der Elektroden 5 mit
dem gassensitiven Bereich 3 und der gassensitiven Schicht
erzielt werden und es können
kleine Widerstände
im Übergang
erreicht werden. Zudem weisen die Elektroden aufgrund ihrer Struktur,
wie diese in 2 dargestellt ist, eine sehr
viel größere Grenzfläche zur
gassensitiven Schicht auf, als dies zum Beispiel bei den Elektroden gemäß 1 der
Fall ist. Hierdurch kann ein Kantenabriss, der beispielsweise an
einem Teil der Elektrode auftritt, durch den Kontakt in anderen
Bereichen kompensiert werden.
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Neben
den in 1 und 2 dargestellten Strukturen der
Elektroden 5 können
die Elektroden 5 jedoch auch jede beliebige andere Gestalt
annehmen. Durch die beliebige Gestaltung der Elektroden 5 ist
es möglich,
den gassensitiven Bereich 3, der von der gassensitiven
Schicht bedeckt wird, in einer beliebigen, gewünschten Form zu gestalten.
Auf diese Weise kann ein genau definierter Bereich geschaffen werden,
in dem die gassensitive Schicht aufgebracht wird. Bei der Gestaltung
der Elektroden 5 ist dabei jeweils lediglich darauf zu
achten, dass diese einen Teil des gassensitiven Bereichs 3 überdecken.
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In
den 3.1 bis 3.5 sind
Draufsichten auf alternative Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Ankontaktierung
der Gate-Beschichtung dargestellt.
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In 3.1 ist die Elektrode 5 zur elektrischen Kontaktierung
der gassensitiven Schicht 3 ringförmig ausgebildet. Hierbei liegt
die Elektrode zumindest teilweise auf der gassensitiven Schicht
auf. Die Elektrode 5 kann dabei entweder vollständig auf
der gassensitiven Schicht aufliegen, wobei die äußeren Abmessungen der gassensitiven
Schicht und der Elektrode 5 gleich sind oder die Elektrode 5 überlappt
den gassensitiven Bereich 3.
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In
der in 3.2 dargestellten Ausführungsform
sind die Elektroden 5 so ausgebildet, dass diese jeweils
ungefähr
ein Drittel des gassensitiven Bereichs 3 überdecken.
Die Elektroden 5 sind dabei rechteckförmig ausgebildet.
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Eine
Ausführungsform
mit L-förmigen
Elektroden 5 ist in 3.3 dargestellt.
Im Wesentlichen entspricht die in 3.3 dargestellte
Ausführungsform
der in 1 dargestellten Ausführungsform. Jedoch ist aufgrund
der rechteckigen Gestaltung des gassensitiven Bereichs 3 die
nicht von den Elektroden 5 überdeckte Fläche des
gassensitiven Bereichs 3 kleiner als bei der in 1 dargestellten
Ausführungsform.
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Zwei
weitere alternative Ausführungsformen sind
in den 3.4 und 3.5 dargestellt.
Hierbei sind die Elektroden jeweils in Form einer Interdigitalstruktur
auf einem rechteckförmigen
gassensitiven Bereich 3 ausgebildet, bei der die Elektroden 5 jeweils
mit fingerartigen Vorsprüngen
ineinander greifen. Die Vorsprünge
sind dabei einmal wie in 3.4 dargestellt
in Richtung der elektrischen Anschlüsse 7 ausgebildet
und einmal, wie in 3.5 dargestellt, quer zur Richtung
der elektrischen Anschlüsse 7. Das
heißt,
dass bei der in 3.4 dargestellten Ausführungsform
der Stromfluss des Feldeffekttransistors im Gate-Bereich quer zu den Fingern der Elektroden 5 verläuft und
in 3.5 in Richtung der Finger der Elektroden 5.