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DE102008049434A1 - Schaltgeräteanordnung mit einem Kapselungsgehäuse und mit einem Sensor - Google Patents

Schaltgeräteanordnung mit einem Kapselungsgehäuse und mit einem Sensor Download PDF

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DE102008049434A1
DE102008049434A1 DE102008049434A DE102008049434A DE102008049434A1 DE 102008049434 A1 DE102008049434 A1 DE 102008049434A1 DE 102008049434 A DE102008049434 A DE 102008049434A DE 102008049434 A DE102008049434 A DE 102008049434A DE 102008049434 A1 DE102008049434 A1 DE 102008049434A1
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encapsulating
switchgear assembly
sensor
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Hermann Dr. Koch
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Siemens AG
Siemens Corp
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Abstract

Eine Schaltgeräteanordnung weist ein Kapselungsgehäuse (1) auf. Innerhalb des Kapselungsgehäuses (1) sind Schaltstrecken sowie ein Sensor (11, 12) angeordnet. Der Sensor (11, 12) weist einen innerhalb des Kapselungsgehäuses (1) angeordneten Passivbereich (14a, 14b) und einen außerhalb des Kapselungsgehäuses (1) angeordneten Aktivbereich (13a, 13b) auf. An dem Passivbereich (14a, 14b) ist ein Halbleiterchip angeordnet. Das Kapselungsgehäuse (1) ist zugangsfrei fluiddicht verschlossen.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltgeräteanordnung mit einem Kapselungsgehäuse, mit einer innerhalb des Kapselungsgehäuses angeordneten Schaltstrecke und mit einem Sensor.
  • Eine derartige Schaltgeräteanordnung ist beispielsweise aus der Offenlegungsschrift DE 196 08 285 A1 bekannt. Dort ist ein Hochspannungs-Freiluftschalter als Schaltgeräteanordnung ausgeführt, welche ein rohrförmiges Kapselungsgehäuse aufweist. Innerhalb des Kapselungsgehäuses sind jeweils endseitig Stromwandler angeordnet. Bei der bekannten Schaltgeräteanordnung ist vorgeschlagen, leistungsarme Stromwandler zu verwenden oder anstelle konventioneller Stromwandler optische Stromwandler einzusetzen. Weiterhin ist vorgesehen, einen der Stromwandler mit einer zusätzlichen Messelektrode auszustatten, um einen kapazitiven Spannungsteiler auszubilden, so dass eine kapazitive Messung eines Hochspannungspotentials ermöglicht ist.
  • Die bekannten Stromwandler sind auf rohrförmigen Fortsätzen innerhalb des Kapselungsgehäuses angeordnet. Durch die Stromwandler wird bei der bekannten Anordnung sowohl in axialer als auch in radialer Richtung zusätzlicher Raum benötigt, um beispielsweise eine ausreichende Isolationsfestigkeit erzielen zu können.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schaltgeräteanordnung anzugeben, welche einen reduzierten Raumbedarf aufweist.
  • Erfindungsgemäß wird dies bei einer Schaltgeräteanordnung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass der Sensor einen innerhalb des Kapselungsgehäuses angeordneten Passivbereich und einen außerhalb des Kapselungsgehäuses angeordneten Aktivbereich aufweist und der Passivbereich einen Halbleiterchip aufweist.
  • Durch die Aufteilung des Sensors in einen Aktiv- und einen Passivbereich ist es möglich, lediglich die Teile des Sensors innerhalb des Kapselungsgehäuses anzuordnen, die zur Erfassung einer Größe tatsächlich notwendig sind. So ist die Möglichkeit gegeben, den Passivbereich in seinen Abmessungen zu reduzieren, so dass der Passivbereich ergänzend an vielfältigen Positionen innerhalb des Kapselungsgehäuses angeordnet werden kann.
  • Die Verwendung eines Halbleiterchips am Passivbereich ermöglicht, entsprechend volumenreduzierte Passivbereiche zu konstruieren. Durch die Verwendung von Halbleiterchips kann eine Vielzahl von Bauelementen auf kleinem Raum angeordnet werden. Der Halbleiterchip kann einen oder mehrere Messsignalverstärker aufweisen.
  • Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass der Aktivbereich eine Auswertelogik aufweist.
  • Eine Auswertelogik im Aktivbereich ermöglicht es, von dem Passivbereich gelieferte Informationen auszuwerten und zu verarbeiten. Somit ist es möglich, einen im Innern des Kapselungsgehäuses unterzubringenden Bereich in seinem Volumen weiter zu reduzieren.
  • Vorteilhafterweise kann weiter vorgesehen sein, dass der Passivbereich eine physikalische Parameter erfassende Baugruppe aufweist.
  • Mittels der physikalische Größen erfassenden Baugruppe können innerhalb des Kapselungsgehäuses auftretende Erscheinungen detektiert und registriert werden. Dabei ist die Parameter erfassende Baugruppe beispielsweise ein Sensorfeld, welches selbst nicht in der Lage sein muss, die erfassten Informationen weiter zu verarbeiten. Eine weitere Verarbeitung, Bewertung usw. der von dem Passivbereich gelieferten Informationen erfolgt vorzugsweise im Aktivbereich des Sensors. Die physikalischen Parameter erfassende Baugruppe kann als Teil des Halbleiterchips ausgeführt sein.
  • Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass gleichartige Sensoren nach Programmieren einer Logik wahlweise zumindest eine der Größen erfassen: einen elektrischen Strom, eine elektrische Spanung, einen Druck, eine Temperatur, eine Schaltgerätestellung.
  • Durch eine Ausgestaltung des Sensors in universeller Weise ist es möglich, je nach Bedarf verschiedene Parameter zu erfassen. Durch das Programmieren ist auch nachträglich eine Anpassung des Sensors an eine zu überwachende Größe möglich. Vorteilhafterweise können die gleichartigen Sensoren beispielsweise zum Erfassen eines elektrischen Stromes, einer elektrischen Spannung, eines Druckes, einer Temperatur oder einer Schaltgerätestellung Einsatz finden.
  • Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Sensor eine standardisierte, insbesondere eine der IEC 61850 Norm entsprechende Datenschnittstelle aufweist.
  • Durch die Verwendung standardisierter Datenschnittstellen ist die Einbindung des Sensors in Leitsysteme ermöglicht. Beispielsweise können die Sensoren Daten gemäß der IEC-Norm 61850 liefern. Dabei ist es vorteilhaft, wenn eine standardisierte Schnittstelle am Aktivbereich des Sensors befindlich ist.
  • Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Kapselungsgehäuse zugangsfrei fluiddicht verschlossen ist.
  • Das Kapselungsgehäuse stellt ein hermetisch versiegeltes Volumen zur Verfügung, in dessen Inneren ein elektrisches Schaltgerät sowie Sensoren zumindest teilweise angeordnet sein können. Durch ein zugangsfreies fluiddichtes Verschließen des Kapselungsgehäuses sind Fehlerstellen oder Störstellen an dem Kapselungsgehäuse selbst vermieden, die zu einem Aufheben der hermetischen Versiegelung führen könnten. Dabei kann das Kapselungsgehäuse vorzugsweise mit einem Fluid befüllt sein. Das Fluid sollte dabei elektrisch isolierende Eigenschaften aufweisen. Als Fluid eignet sich beispielsweise Schwefelhexafluorid (SF6) in Gasform oder auch Isolierflüssigkeiten wie Isolieröle. Vorteilhaft ist es dabei, wenn das Kapselungsgehäuse zu einem Großteil aus einem elektrisch leitenden Material gebildet ist und ein zugangsfreier Verschluss von Öffnungen, beispielsweise durch ein stoffschlüssiges Fügeverfahren, sichergestellt ist. Öffnungen verschließende Elemente wie Deckel, Stutzen usw. sind derart mit dem Kapselungsgehäuse verbunden, dass ein zerstörungsfreies wiederholtes Öffnen und Verschließen nicht möglich ist. Daneben können an dem Kapselungsgehäuse auch elektrisch isolierende Abschnitte vorgesehen sein, um beispielsweise elektrische Phasenleiter durch eine Gehäusewandung hindurchführen zu können. Dazu können beispielsweise entsprechende Scheibenisolatoren, Freiluftdurchführungen usw. vorgesehen sein.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass das Kapselungsgehäuse mit reinem SF6 befüllt ist.
  • Die Verwendung von reinem SF6 ermöglicht es, bei einem Vorsehen eines entsprechenden Überdruckes im Innern des Kapselungsgehäuses eine Druckgasisolation auszubilden. Durch einen Überdruck des SF6 wird eine hohe Isolationsfestigkeit erzielt und es brauchen nur geringe Abstände zur Isolation zwischen einem Phasenleiter und dem Kapselungsgehäuse bzw. zwischen Phasenleitern untereinander vorgesehen werden. Aufgrund des zugangsfreien, fluiddichten Verschlusses des Kapselungsgehäuses ist ein Austreten von Schwefelhexafluorid kaum möglich. Damit ist eine umweltschonende Schaltgeräteanordnung gebildet.
  • Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass innerhalb des Kapselungsgehäuses mehrere Schaltstrecken angeordnet sind.
  • Eine Anordnung mehrerer Schaltstrecken ermöglicht, dass im Innern des Kapselungsgehäuses befindliche Fluid zur elektrischen Isolierung bzw. Lichtbogenlöschung/Kühlung für verschiedene Schaltstrecken einzusetzen. Die Schaltstrecken sind innerhalb desselben Gasraumes angeordnet. Dabei kann vorgesehen sein, dass die verschiedenen Schaltstrecken unabhängig voneinander betätigbare Schaltstrecken mehrerer Schaltgeräte sind. Diese Schaltstrecken können dabei z. B. elektrisch in Reihe zueinander verschaltet sein und zu verschiedenen Schaltgeräten gehören.
  • Als Schaltstrecke ist beispielsweise eine Schaltstrecke eines Leistungsschalters, eine Schaltstrecke eines Trennschalters oder auch eine Schaltstrecke eines Erdungsschalters anzusehen.
  • Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch in einer Figur gezeigt und nachfolgend näher beschrieben.
  • Dabei zeigt die
  • Figur einen schematischen Schnitt durch eine Schaltgeräteanordnung.
  • Die in der Figur dargestellte Schaltgeräteanordnung weist ein Kapselungsgehäuse 1 auf. Das Kapselungsgehäuse 1 weist vorzugsweise einen metallischen Grundkörper auf, wobei der metallische Grundkörper des Kapselungsgehäuses 1 mit Erdpotential beaufschlagt ist. Das Kapselungsgehäuse 1 ist frei von Öffnungen, die einen wiederholten Zugang zu dem Innern des Kapselungsgehäuses 1 ermöglichen würden. Das Kapselungsgehäuse 1 kann verschiedenste Formen aufweisen. Vorteilhaft sind beispielsweise im Wesentlichen zylindrische Ausgestaltungen des Kapselungsgehäuses 1.
  • Im Innern des Kapselungsgehäuses 1 sind mehrere elektrische Schaltgeräte angeordnet, wobei jedes der Schaltgeräte zumindest eine Schaltstrecke aufweist. Zur Stromleitung weisen die Schaltgeräte Phasenleiter auf. Die Schaltgeräte sind untereinander über Phasenleiter verbunden. Es ist ein Leistungsschalter 2 vorgesehen, welcher relativ zueinander bewegbare Kontaktstücke aufweist. Aufgrund der relativen Bewegung der Kontaktstücke zueinander wird eine Schaltstrecke geöffnet oder geschlossen. Weiterhin sind elektrisch in Reihe mit dem Leistungsschalter 2 ein erster Trennschalter 3 sowie ein zweiter Trennschalter 4 vorgesehen. Die beiden Trennschalter 3, 4 sind dabei derart mit dem Leistungsschalter 2 in Reihe verschaltet, dass der erste Trennschalter 2 unabhängig von einer Schaltstellung der Schaltstrecke des Leistungsschalters 2 mit dem einen Kontaktstück des Leistungsschalters 2 verbunden ist und der zweite Trennschalter 4 unabhängig von der Schaltstellung der Schaltstrecke des Leistungsschalters 2 mit dem anderen Kontaktstück verbunden ist. Dadurch ist eine Reihenschaltung von erstem und zweitem Trennschalter 3, 4 hergestellt, wobei die elektrisch leitende Verbindung zwischen den beiden Trennschaltern 3, 4 über eine Schaltstrecke des Leistungsschalters 2 auftrennbar ist. Im vorliegenden Falle sind die beiden Trennschalter 3, 4 als sogenannte Dreistellungsschalter ausgeführt, so dass jeweils ein bewegbares Kontaktstück der beiden Trennschalter 3, 4 auch mit einem Erdungskontakt 5a, 5b verbindbar ist. Dadurch kann die Schaltstrecke der Trennschalter 3, 4 neben einem geöffneten und geschlossenen Zustand auch über das jeweils bewegbare Kontaktstück als Erdungspfad eines Erdungsschalters fungieren. Nach erfolgter Verbindung des bewegbaren Kontaktstückes des jeweiligen Trennschalters 3, 4 mit einem Erdungskontakt 5a, 5b ist eine Erdung von elektrischen Phasenleitern ermöglicht. Die Erdungskontakte 5a, 5b sind mit dem geerdeten Kapselungsgehäuse 1 elektrisch leitend verbunden.
  • Zur Kontaktierung der Reihenschaltung aus erstem Trennschalter 3, Leistungsschalter 2 und zweitem Trennschalter 4 sind eine erste Freiluftdurchführung 6 sowie eine zweite Freiluftdurchführung 7 an dem Kapselungsgehäuse 1 angeordnet. Über die Freiluftdurchführungen 6, 7 sind außerhalb des Kapselungsgehäuses 1 befindliche elektrische Phasenleiter mit im Innern des Kapselungsgehäuses 1 befindlichen Phasenleitern verbindbar. Das Innere des Kapselungsgehäuses 1 ist mit reinem Schwefelhexafluoridgas befüllt. Das Schwefelhexafluoridgas dient zum einen der Isolation der im Innern des Kapse lungsgehäuses 1 befindlichen Phasenleiter untereinander sowie gegenüber Wandungen des Kapselungsgehäuses 1. Zum anderen dient das Isoliergas Schwefelhexafluorid einem Löschen von ggf. entstehenden Lichtbögen an den Schaltstrecken von Leistungsschalter 2, erstem Trennschalter 3 oder zweitem Trennschalter 4.
  • Um eine Bewegung der bewegbaren Kontaktstücke von Leistungsschalter 2 bzw. den Trennschaltern 3, 4 zu ermöglichen, sind durch eine Wandung des Kapselungsgehäuses 1 Antriebselemente 8a, 8b, 8c hindurchgeführt. Die Antriebselemente 8a, 8b, 8c sind jeweils mit bewegbaren Kontaktstücken des Leistungsschalters 2, des ersten Trennschalters 3 bzw. des zweiten Trennschalters 4 verbunden. Die Antriebselemente 8a, 8b, 8c sind beispielsweise elektrisch isolierende Stangen, welche über außerhalb des Kapselungsgehäuses 1 befindliche Antriebsmechanismen bewegbar sind. Als Antriebsmechanismen eignen sich beispielsweise Handantriebe, Motorantriebe, Federsprungantriebe, Hydraulikantriebe, elektrodynamische Antriebe usw. Die Antriebselemente 8a, 8b, 8c sind dabei fluiddicht beweglich durch die Wandung des Kapselungsgehäuses 1 geführt. Dazu sind entsprechende Faltenbälge 9a, 9b, 9c mit den Antriebselementen 8a, 8b, 8c einerseits sowie mit einer Wandung des Kapselungsgehäuses 1 andererseits fluiddicht verbunden. Die Faltenbälge 9a, 9b, 9c können beispielsweise stoffschlüssig mit dem Kapselungsgehäuse 1 verbunden sein. Ein Stoffschluss kann beispielsweise vorteilhaft durch Schweißen oder Verlöten der Faltenbälge an dem Kapselungsgehäuse 1 erstellt werden. Bezüglich der Antriebselemente 8a, 8b, 8c kann ggf. auch ein Verschweißen, Verlöten, Verkleben oder anderweitig geeignetes Verfahren zum Verbinden mit den Faltenbälgen 9a, 9b, 9c vorgesehen sein, so dass ein dauerhaft fluiddichter Verbund ausgebildet ist. Weiterhin ist innerhalb des Kapselungsgehäuses 1 ein Trockenmittel 10 angeordnet, um innerhalb des Schwefel hexafluoridgases enthaltene Feuchtigkeit zu binden. Alle das Kapselungsgehäuse verschließenden Elemente sind stoffschlüssig mit dem Kapselungsgehäuse verbunden.
  • Weiterhin sind an der in der Figur gezeigten Schaltgeräteanordnung ein erster Nano/Mikrosensor 11 sowie ein zweiter Nano/Mikrosensor 12 angeordnet. Die beiden Nano/Mikrosensoren 11, 12 weisen im Wesentlichen den gleichen Aufbau auf und sind jeweils dazu geeignet, alle an der Schaltgeräteanordnung benötigten Messgrößen, wie Strom, Spannung, Druck, Temperatur, Schaltstellung von Schaltgeräten zu messen und zu erkennen. Die Nano/Mikrosensoren 11, 12 weisen jeweils einen Aktivbereich 13a, 13b sowie einen Passivbereich 14a, 14b auf. Die Passivbereiche 14a, 14b der Nano/Mikrosensoren 11, 12 sind im Innern des Kapselungsgehäuses 1 angeordnet. Die Passivbereiche 14a, 14b weisen jeweils einen Halbleiterchip auf, der eine Baugruppe aufweist, welche physikalische Parameter erfassen kann. Derartige physikalische Parameter sind beispielsweise Strom, Spannung, Druck, Temperatur sowie die Schaltgerätestellung eines Schaltgerätes. Die Passivbereiche 14a, 14b sind mit jeweils zugehörigen Aktivbereichen 13a, 13b verbunden. Die Aktivbereiche 13a, 13b weisen jeweils eine Auswertelogik auf, welche die von den Passivbereichen 14a, 14b gelieferten Informationen verarbeiten. Vorteilhafterweise können die Nano/Mikrosensoren 11, 12 über eine standardisierte Schnittstelle, beispielsweise mit einem Datenübertragungsnetzwerk, verbunden sein. Als standardisierte Schnittstelle eignet sich eine Schnittstelle nach der IEC 61850 Norm, wobei die Schnittstelle am Aktivbereich 13a, 13b der Nano/Mikrosensoren 11, 12 angeordnet sein sollte. Die Aktivbereiche 13a, 13b befinden sich außerhalb des Kapselungsgehäuses 1. Die Anordnung der Passivbereiche 14a, 14b innerhalb des Kapselungsgehäuses 1 erfolgt an den Positionen, die für die jeweilige Messung oder Ermittlung der jeweiligen Größe vor teilhaft ist. Aufgrund der Verwendung von Messsignalverstärkern im Aktivbereich 13a, 13b der Nano-/Mikrosensoren 11, 12 kann im Passivbereich 14a, 14b das Volumen gegenüber herkömmlichen Sensoren reduziert werden. Dadurch können innerhalb des Kapselungsgehäuses 1 flexibel verschiedene geeignete Orte ausgewählt werden, um die Passivbereiche 14a, 14b zu positionieren. Beispielsweise kann ein zur Strom- und Spannungsmessung vorgesehener Nano/Mikrosensoren 11 derart positioniert sein, dass er bezüglich eines Phasenleiters eine elektrische bzw. magnetische Feldstärke erfassen kann. Die erfassten Werte werden dann über eine Messleitung zur Auswertelogik des Aktivbereiches 13a außerhalb des Kapselungsgehäuses 1 übertragen und dort beispielsweise in dem Aktivbereich 13a weiter verarbeitet. Von dort kann ein standardisiertes digitales Signal abgegeben werden. Bei dem zur Schaltstellungserfassung des Leistungsschalters 2 vorgesehenen Nano/Mikrosensor 12 ist der Passivbereich 14b derart innerhalb des Kapselungsgehäuses 1 positioniert, dass Schaltstellungen des Leistungsschalters 2 sicher erkannt werden können. Messsignale werden aus dem Innenraum des Kapselungsgehäuses 1 an eine Auswerteelektronik des Aktivbereiches 13b außerhalb des Kapselungsgehäuses 1 weitergeleitet und stehen dort als digitales Signal zur Verfügung. Für weitere Messgrößen kann entsprechend analog verfahren werden.
  • Durch eine Programmierung einer Logik der Nano/Mikrosensoren 11, 12 können die durch die Nano/Mikrosensoren 11, 12 zu erfassenden Größen ausgewählt werden. So ist es beispielsweise möglich, einen Nano/Mikrosensor 11, welcher zur Erfassung eines Stromes und einer Spannung vorgesehen ist, bedarfsweise umzuprogrammieren und diesen beispielsweise zu einer Druck- oder Temperaturerfassung im Innern des Kapselungsgehäuses 1 einzusetzen.
  • Das Kapselungsgehäuse 1 ist zugangsfrei verschlossen. Beispielsweise kann ein derartiges zugangsfreies Verschließen durch stoffschlüssiges Einfügen, insbesondere durch fluiddichtes Einschweißen von einzelnen Komponenten, wie beispielsweise der Freiluftdurchführungen 6, 7 in eine Wandung des Kapselungsgehäuses 1 erfolgen. Dadurch ist es möglich, einem Verlust von Isoliergas vorzubeugen.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19608285 A1 [0002]
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - IEC 61850 [0014]
    • - IEC-Norm 61850 [0015]
    • - IEC 61850 Norm [0030]

Claims (8)

  1. Schaltgeräteanordnung mit einem Kapselungsgehäuse (1), mit einer innerhalb des Kapselungsgehäuses (1) angeordneten Schaltstrecke (2, 3, 4) und mit einem Sensor (11, 12), dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (11, 12) einen innerhalb des Kapselungsgehäuses (1) angeordneten Passivbereich (14a, 14b) und einen außerhalb des Kapselungsgehäuses (1) angeordneten Aktivbereich (13a, 13b) aufweist und der Passivbereich (14a, 14b) einen Halbleiterchip aufweist.
  2. Schaltgeräteanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktivbereich (13a, 13b) eine Auswertelogik aufweist.
  3. Schaltgeräteanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Passivbereich (14a, 14b) eine physikalische Parameter erfassende Baugruppe aufweist.
  4. Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass gleichartige Sensoren (11, 12) nach Programmieren einer Logik wahlweise zumindest eine der Größen erfassen: einen elektrischen Strom, eine elektrische Spanung, einen Druck, eine Temperatur, eine Schaltgerätestellung.
  5. Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (11, 12) eine standardisierte, insbesondere eine der IEC 61850 Norm entsprechende Datenschnittstelle aufweist.
  6. Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kapselungsgehäuse (1) zugangsfrei fluiddicht verschlossen ist.
  7. Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kapselungsgehäuse (1) mit reinem SF6 befüllt ist.
  8. Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Kapselungsgehäuses (1) mehrere Schaltstrecken (2, 3, 4) angeordnet sind.
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IEC-Norm 61850

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