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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Offenbarung bezieht sich allgemein auf Asphaltiermaschinen
und Verfahren und bezieht sich insbesondere auf das Umschalten einer Asphaltiermaschine
zwischen unterschiedlichen Ballastzuständen um unterschiedliche Maschinenoperations-
oder Betriebskonfigurationen zu ermöglichen.
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Hintergrund
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In
der Bauindustrie und damit in Beziehung stehenden Industrien wird
eine große
Verschiedenheit von unterschiedlichen Asphaltiermaschinen verwendet,
um eine Matte bzw. Straßen-
bzw. Asphaltdecke aus Beschichtungsmaterial abzuscheiden, und zwar
typischerweise ein Asphaltmaterial, wobei die Abscheidung auf einer
Arbeitsoberfläche
erfolgt. Derartige Maschinen sind normalerweise selbst angetrieben
und umfassen einen Behälter
für das
Beschichtungsmaterial, einen Screed bzw. eine Bohle für die Verteilung
und Kompaktierung des Beschichtungsmaterials auf einer Arbeitsoberfläche und
eine Transporteinrichtung, die das Beschichtungsmaterial von dem
Behälter
zu der Bohle transferiert oder überträgt. Ein
Merkmal, welches den meisten Bauarten von Asphaltiermaschinen gemeinsam
ist, ist die einstellbare Tragvorrichtung für die Bohle, welche mit einem
Rahmen der Asphaltiermaschine gekoppelt ist und verwendet werden
kann, um die Bohle von einer abgesenkten Beschichtungsposition in
eine höhere Position
zum Transports anzuheben. Da ein Teil der Funktion der Bohlen darin
besteht das Beschichtungsmaterial zu kompaktieren, sind diese typischerweise
schwer. Bohlen besitzen oftmals 25% oder mehr des Gesamtgewichtes
der zugehörigen
Asphaltiermaschine. In der abgesenkten Position wird der größte Teil
des Gewichtes der Bohle von der Arbeitsoberfläche getragen, wobei die Bohle
auf dem Beschichtungsmaterial läuft
oder "schwebt", dem Beschichtungsmaterial,
das durch die Asphaltiermaschine verteilt wird. Wenn sich die Bohle
in der angehobenen Position befindet, so ruht die Bohle nicht auf der
Arbeitsoberfläche
und das gesamte Gewicht wird typischerweise durch die Tragvorrichtung
aufgenommen.
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Wenn
eine Asphaltiermaschine von einem Zustand, in dem die Bohle abgesenkt
ist zu einem Zustand in dem die Bohle angehoben ist, eingestellt wird,
so kann sich der Schwerpunkt der Asphaltiermaschine in signifikanterweise ändern. Insbesondere dann,
wenn die Bohle abgesenkt wird, und der größte Teil oder das gesamte Gewicht
durch die Arbeitsoberfläche
getragen wird, hat der Schwerpunkt der Asphaltiermaschine die Tendenz
relativ weit nach vorne zu liegen. Dieses Phänomen ist im Allgemeinen entgegengesetzt
zu dem was erwünscht
ist, da das Gewicht zum hinteren Ende hin die Zugfähigkeit
verbessern könnte,
wenn die Bohle abgesenkt ist. Wenn die Bohle angehoben ist, so hat
der Schwerpunkt die Tendenz sich zum hinteren Teil der Maschine
zu bewegen. Dies ist ebenfalls im Allgemeinen entgegengesetzt zu
dem was erwünscht
ist, da die Maschinenstabilität
leiden kann, der Lauf behindert wird und möglicherweise rechtliche Anforderungen
für öffentliche
Straßen
und dergleichen verletzt werden.
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In
einem Bemühen
eine Maschine zu konstruieren, die in zuverlässiger Weise ausreichend Zug
für das
Beschichten besitzt, aber ebenfalls Stabilität zum Antrieb der Maschine,
wenn sie nicht beschichtet, haben Ingenieure typischerweise Zusatzgewicht
an bestimmten Stellen an der Asphaltiermaschine strategisch angeordnet.
Es ist üblich,
dass die hinteren Reifen einer Asphaltiermaschine mit einer Flüssigkeit
wie beispielsweise Wasser, Propylen-Glykol usw. gefüllt werden.
Aus solidem Stahl bestehende Platten können auch an den Asphaltiermaschinen an
Stellen zum vorderen Ende hin befestigt werden. Die Hinzufügung von
zusätzlicher
fester Masse kann das Ausmaß verringern,
mit dem sich der Schwerpunkt ändert,
wenn die Bohle zwischen einer angehobenen Position und einer gesenkten
Position bewegt wird, und kann ferner dabei helfen sie herzustellen,
dass hinreichend Gewicht hinter entsprechenden Positionen in unterschiedlichen
Maschinenzuständen
verbleibt. Obwohl diese Strategien erfolgreich waren, ergibt sich
doch reichlich Raum für
Verbesserungen.
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Die
vorliegende Offenbarung richtet sich auf eines oder mehrere der
oben genannten Probleme oder Nachteile.
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Zusammenfassung
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Gemäß einem
Aspekt weist eine Asphaltiermaschine einen Rahmen mit einem Behälter (Fülltrichter)
und einer Bohle auf, sowie einem Transportelement konfiguriert zum
Transfer von Beschichtungsmaterial vom Behälter zu der Bohle. Die Asphaltiermaschine
weist auch Erdeingriffselemente auf, die am Rahmen befestigt sind,
und ferner ein Ballastsystem mit einem ersten Ballastzustand zum Betrieb
der Asphaltiermaschine in einer ersten Betriebskonfiguration und
mindestens einen weiteren Ballastzustand zum Betrieb der Asphaltiermaschine in
einem zweiten Betriebszustand. Das Ballastsystem weist einen Betätiger (Aktuator)
auf und zwar konfiguriert zur Einstellung eines beweglichen Ballastes
um zwischen Ballastzuständen
umzuschalten.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt wird ein Verfahren zum Betrieb einer Asphaltiermaschine
vorgesehen, die einen Rahmen mit einem Behälter aufweist, eine Bohle und
eine Transportvorrichtung konfiguriert zum Transport eines Beschichtungsmaterials vom
Behälter
zu der Bohle. Das Verfahren umfasst die folgenden Schritte: Einstellen
der Asphaltiermaschine zwischen einer ersten Betriebskonfiguration und
einer zweiten Betriebskonfiguration und Befehlen des Umschaltens
der Asphaltiermaschine zwischen einem ersten Ballastzustand entsprechend
der ersten Betriebskonfiguration und einen zweiten Ballastzustand
entsprechend der zweiten Betriebskonfiguration.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt ist ein Ballastsystem vorgesehen, und zwar für eine Asphaltiermaschine
mit einem Rahmen, mit einem Behälter,
einer Bohle und einer Transportvorrichtung konfiguriert zum Transport
von Beschichtungsmaterial vom Behälter zu der Bohle, wobei das
Ballastsystem ein erstes Ballasttragelement aufweist, konfiguriert
zur Anbringung an dem Rahmen der Asphaltiermaschine an einer ersten
Stelle und ein zweites Ballasttragelement konfiguriert zur Anbringung
am Rahmen der Asphaltiermaschine an einer zweiten Stelle. Das Ballastsystem
weist ferner eine Betätigungsvorrichtung auf,
und zwar konfiguriert zum Einstellen eines beweglichen Ballasts
zwischen Ballasttragelementen, um die Asphaltiermaschine zwischen
einem Ballastzustand zum Betrieb der Asphaltiermaschine in einer ersten
Betriebskonfiguration und einem zweiten Ballastzustand zum Betrieb
der Asphaltiermaschine in einem zweiten Betriebskonfiguration umzuschalten.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1 ist
eine teilweise aufgeschnittene Seitenansicht einer Asphaltiermaschine
gemäß einem Ausführungsbeispiel
in einer ersten Betriebskonfiguration; und
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2 ist
eine teilweise aufgeschnittene Seitenansicht einer Asphaltiermaschine
gemäß einem Ausführungsbeispiel
in einer zweiten Betriebskonfiguration.
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Detaillierte Beschreibung
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In 1 ist
eine Asphaltiermaschine 10 gemäß einem Ausführungsbeispiel
dargestellt. Die Asphaltiermaschine 10 kann eine, mit Eigenantrieb
versehene Maschine sein, und zwar mit einem Rahmen 12,
mit einem Satz von hinteren Erdeingriffselementen 14 und
einem Satz von vorderen Erdeingriffselementen 16, die damit
gekuppelt sind. Ein Motor 60 ist vorgesehen und derart
konfiguriert, dass die hinteren Erdeingriffselemente 14 über die
Interaktion mit einer Antriebsachse 18 angetrieben werden
können.
Ein Kraftstofftank 62 ist vorgesehen und liefert Kraftstoff an
den Motor 60 in üblicherweise.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel
kann Motor 60 und Kraftstofftank 62 in einem Motorraum 62 in
einer allgemein üblichen
Anordnung angeordnet werden. Ein (nicht ge zeigtes) hydrostatisches
Antriebssystem kann mit dem Motor gekuppelt sein, um die hintere
Antriebsachse 18 in einigen Ausführungsbeispielen anzutreiben.
In 1 weisen die Erdeingriffselemente 16 und 14 Erdeingriffsräder auf,
und zwar einschließlich
beispielsweise von Gummireifen, wobei jedoch klar ist, dass die
vorliegende Erfindung auch bei Asphaltiermaschinen verwendbar ist,
die einen Satz von Erdeingriffsketten aufweisen oder irgendeine
andere Antriebsanordnung. Die Maschine 10 kann ferner ein Vorderende 20 und
ein Hinterende 22 aufweisen. Ein Behälter 28 zum Speichern
von Beschichtungsmaterial 100 kann benachbart zum vorderen
Ende 20 vorgesehen sein, wohingegen eine Bohle 24 benachbart zum
hinteren Ende 22 angeordnet sein kann. Ein Transportsystem 30 ist
am Rahmen 12 angebracht und konfiguriert zum Transport
von Beschichtungsmaterial 100 vom Behälter 28 zur Bohle 24,
und zwar in üblicherweise.
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Bohle 24 kann
aus einer ersten abgesenkten Position in eine angehobene Position
verstellt werden. Eine Bedienerstation 11 ist am Rahmen 12 angebracht
und weist einen Satz von Sohlensteuerungen 54 auf und auch
andere verschiedne Maschinensteuerungen. In einem Ausführungsbeispiel
können die
Sohlensteuerungen 54 aus elektronischen Steuerungen bestehen
wodurch eine Bedienperson an der Station 11 die Bohle 24 einstellen
kann und zwar zwischen den entsprechenden Positionen bezüglich des Rahmens 12.
Eine Bohlentragvorrichtung 26 kann hydraulische oder andere
Aktuatoren umfassen, wobei die Bohlentragvorrichtung 26 zwischen
Bohle 24 und Rahmen 12 gekuppelt ist. Auf diese
Weise können
die Bohlensteuervorrichtungen 54 geeignet sein, die Bohlentragvorrichtung 26 zu
betätigen,
um die Bohle 24 zwischen ihren entsprechenden Positionen einzustellen.
Typischerweise ist es erwünscht,
die Bohle 24 in einer abgesenkten Position, wie in 1 gezeigt,
zu positionieren und zwar während
des Beschichtens. Der Hauptteil, möglicherweise das gesamte Gewicht
einer Bohle 24 wird typischerweise auf dem Beschichtungsmaterial,
welches auf einer Arbeitsoberfläche
W abgeschieden wird, getragen, und zwar über ein Transportsystem 30,
wenn die Asphaltiermaschine 10 über oder längs der Arbeitsoberfläche W bewegt
wird, so kann die Bohle 24 den Asphalt in eine Matte 101 kompaktieren.
Man erkennt, dass die Bohle 24 nur einen abgesenkten Zustand aufweist,
wie diese in 1 gezeigt ist und einen angehobenen
Zustand, wobei aber in bestimmten Ausführungsbeispielen ein Bereich
von Positionen zwischen dem abgesenkten Zustand und dem abgehobenen
Zustand der Bohle vorgesehen sein könnte. Die Bohle 24 könnte auch
eine Bohle mit verbreiterbarer Breite sein, um unterschiedliche
Beschichtungsbreiten zu ermöglichen
oder aber auch könnte die
Bohle Bohlenheizvorrichtungen aufweisen, sowie andere Subsysteme.
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Wenn
die Maschine 10 durch Fahren beispielsweise einer öffentlichen
Strasse zu einer unterschiedlichen Arbeitsfläche fährt oder einfach auf einer
Transportmaschine, so ist es typischerweise erwünscht, die Bohle 24 aus
ihrer abgesenkten Position in eine angehobene Position zu verstellen. 2 zeigt
die Maschine 10 in einer zweiten Betriebskonfiguration,
wo die Bohle relativ zu der Arbeitsoberfläche W angehoben ist. Es sei
bemerkt, dass die hier beschriebenen unterschiedlichen "Arbeits- oder Betriebskonfigurationen" als unterschiedliche
Zustände der
Maschine selbst angesehen werden, im Gegensatz zu einem Maschinenzustand
und externen Faktoren, die nicht Teil der Maschine sind. Beispielsweise
besitzt eine Maschine einen beladenen Zustand, wo ein Material aufbewahrt
und einen entladenen Zustand, wo kein Material aufbewahrt wird,
wobei man hier nicht vernünftigerweise
auf zwei unterschiedliche "Betriebskonfigurationen" Bezug nehmen würde.
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Eine
relative Beabstandung zwischen der Bohle 24 und der Arbeitsoberfläche W wird über den Abstand
D angegeben, obwohl klar sein sollte, dass eine "angehobene" Position wie sie hier ins Auge gefasst
wird, oder irgendeine andere Position sein könnte, die sich von der unterscheidet,
wo ein Maximalgewicht der Bohle 24 auf einer Arbeitsoberfläche rot.
Somit könnte
die Betätigung
der Tragvorrichtung zum Tragen eines Teils des Gewichtes der Bohle 24 ohne
Anheben der Bohle 24 von der Beschichtungsmaterialmatte
als eine angehobene Position bezeichnet werden. Wie oben diskutiert,
die Einstellung einer konventionellen Asphaltiermaschine zwischen
einer ersten Betriebskonfiguration, wo die Bohle abgesenkt ist und
einer zweiten Betriebskonfiguration, wo die Bohle angehoben ist,
kann bewirken, dass der Schwerpunkt der Ma schine sich von vorne
nach hinten verschiebt. Die vorliegende Offenbarung sieht einzigartige
Mittel vor, um die Lage des Schwerpunkts C der Maschine 10 dann
zu steuern, wenn die Bohle 24 zwischen ihrer relativen
Positionen eingestellt wird. Man erkennt, dass Ausführungsbeispiele ins
Auge gefasst werden, wo eine Änderung
des Ortes, des Schwerpunkts C gesperrt ist und auch Ausführungsbeispiele,
wo die Lage eines Schwerpunkts C sich ändert, wie im Folgenden beschrieben.
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Aus
diesem Grunde weist die Asphaltiermaschine 10 ein Ballastsystem 40 auf,
welches einen ersten Ballastzustand besitzt, um die Maschine in eine
erste Betriebskonfiguration zu betreiben, wo die Bohle 24 abgesenkt
ist, und mindestens einen anderen Ballastzustand zum Betrieb der
Asphaltiermaschine 10 in eine zweite Betriebskonfiguration,
wo die Bohle 24 angehoben ist. Das Ballastsystem 40 könnte auch
einen Bereich von Ballastzuständen
besitzen, beispielsweise entsprechend einer relativen Proportion
des Gewichts der Bohle 24, welches auf der Arbeitsoberfläche W getragen
wird. Ein Bereich von Ballastzuständen könnte auch vorgesehen werden,
um die sich verändernde
Masse des Beschichtungsmaterials im Vorratsbehälter 28 zu verändern, eine
Masse von an Bord befindlichen Kraftstoff im Kraftstofftank 62 usw.
In weiteren Fällen
könnte
das Ballastsystem 40 Ballastzustände besitzen zum Beschichten
unterschiedlicher Oberflächen
wie beispielsweise aufwärtsverlaufender
Oberflächen
gegenüber
nach unten verlaufenden Oberflächen
oder seitlich geneigten Oberflächen.
Jede dieser Bedingungen oder Zustände könnte mit unterschiedlichen Belastzuständen entsprochen
werden und somit mit unterschiedlichen optimalen Gewichtsverteilungen der
Asphaltiermaschine 10.
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Das
Ballastsystem 40 kann einen Sensor 52 aufweisen,
der mit der Bohlentragvorrichtung 26 gekuppelt ist und
zwar konfiguriert zum Abfühlen
des Zustands des Ortes, der Aktivierung usw. der Bohlentragvorrichtung 26 oder
des Zustands der Lage oder den Änderungen
der Bohle 24. Der Sensor 52 könnte auch noch andere Faktoren
abfühlen,
die eine bekannte Beziehung mit der Bohle 24 besitzen oder
mit der Bohlentragvorrichtung 26 um zu ermöglichen, dass
bestimmt wird, ob die Bohle 24 sich in ihrer angehobenen
Position oder in ihrer abgesenkten Position befindet oder in Einstellung
ist. Eine elektronische Steuerung 50 kann mit dem Sensor 52 gekoppelt
sein, derart, dass er das Schalten des Ballastsystems 40 befehlen
kann und zwar zwischen oder unter seinen Ballastzuständen, um Änderungen
in der Betriebskonfiguration der Maschine 10 zu berücksichtigen,
die Änderungen
in der Position der Bohle 24, entsprechen.
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Das
Ballastsystem 40 kann auf diese Weise über eine elektrische Steuereinheit 50 eingestellt werden,
um die Lage des Schwerpunkts C zu steuern und zwar basierend, mindestens
teilweise auf der Lage der Bohle 24. Man erkennt, dass
viele unterschiedliche Mittel vorgesehen sein können, um zu bestimmen, ob die
Bohle 24 angehoben oder abgesenkt ist oder derzeit eingestellt
wird. Beispielsweise könnte
der Sensor 52 einen Positionssensor oder einen Strömungssensor
aufweisen, und zwar gekoppelt bzw. gekuppelt mit dem Hydraulikzylinder
der Tragvorrichtung 26. Der Sensor 52 könnte auch
einen Magnetsensor gekoppelt mit dem Rahmen 12 aufweisen,
der die Lage oder Bewegung eines Teils der Bohle 24 detektiert.
In weiteren Ausführungsbeispielen,
beispielsweise dort wo die Sohlensteuerungen 54 elektronische
Steuerungen aufweisen, könnte ein
Steuersignal von den Sohlensteuerungen 54 durch die elektronische
Steuereinheit 50 empfangen und verwendet werden um darauf
ansprechend das Ballastsystem 40 zwischen seinen Ballastzuständen umzuschalten.
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In
einem Ausführungsbeispiel
kann das Ballastsystem 40 ein erstes Ballasttragelement 42 aufweisen,
um einen beweglichen Ballast zu tragen, und zwar positioniert in
einer nach vorne gelegenen Stelle des Rahmens 12, wobei
ein zweites Ballasttragelement 44 ebenfalls zum Tragen
des beweglichen Ballasts vorgesehen ist und zwar positioniert an
einer nach hinten gelegenen Stelle des Rahmens 12. Die nach
vorne gelegene Stelle des Elements 42 kann unterhalb des
Transportsystems 30 liegen und benachbart zum Front- oder
Vorderende 20, wo hingegen die hintere Lage des Elements 44 oberhalb
der Antriebsachse 18 sich befinden kann und nach vorne gegenüber der
Bohle 24. In anderen Ausführungsbeispielen können die
vorderen und hinteren Lagen unterschiedlich sein, von den Lagen
wie sie in den 1 und 2 dargestellt
sein. Darüberhinaus
gilt Folgendes: statt zwei Ballasttragelementen zu verwenden, könnten mehr
als zwei Ballasttragelemente in anderen Ausführungsbeispielen verwendet
werden. Anstelle des einfachen Bewegens eines beweglichen Ballasts
zwischen einer vorderen Stelle und einer hinteren Stelle könnten eines
oder mehrere bewegliche Ballastelemente von Seite zur Seite der
Maschine 10 bewegt werden oder positioniert werden in einem
Bereich von Stellen zwischen dem Vorderende 20 und dem
Hinterende 22. Das Ballastsystem 40 könnte auch
ansprechend auf Gewichtsverteilungsänderungen betätigt werden,
die sich aus der Änderung
der Menge des Beschichtungsmaterials im Behälter 28 und/oder dem
Verbrauch von Kraftstoff im Kraftstofftank 62 ergeben.
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In
jedem Falle kann das Ballastsystem 40 mindestens einen
Aktuator oder Betätiger
aufweisen, der konfiguriert ist zur Einstellung eines beweglichen Ballasts
zwischen Elementen 42 und 44. In einem Ausführungsbeispiel
kann der Betätiger 48 eine Pumpe
aufweisen, wie beispielsweise eine Zwei-Richtungs-Pumpe, konfiguriert zum Transfer von
einem flüssigen
Ballast 45 zwischen Element 44 und Element 42 über eine
Strömungsmittelleitung 46. Der
Betätiger
oder Aktuator 48 kann mit der Steuereinheit 50 gekuppelt
sein, derart, dass die Steuereinheit 50 die Aktivierung
des Betätigers 48 befehlen kann,
um in die eine oder andere der Richtungen zu pumpen, um flüssigen Ballast 45 zwischen
den Elementen 44 und 42 zu bewegen. Zu diesem
Zweck könnte
jedes der Elemente 42, 44 ein Flüssigkeitsreservoir
aufweisen, getrennt vom Kraftstofftank 42, zwischen welchem
flüssigem
Ballast 45 transferiert wird, abhängig von den Betriebsbedingungen.
In anderen Ausführungsbeispielen
könnten
mehrfache Pumpen in Mehrfachströmungsmittelleitungen
positioniert sein und verwendet werden oder es könnte eine Einrichtungspumpe
verwendet werden, um die Strömungsrichtung
zwischen Elementen 42 und 44 über Ventile usw. umzukehren.
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Industrielle Anwendbarkeit
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Wie
oben diskutiert zeigt 1 eine Maschine 10 in
einer Betriebskonfiguration geeignet zum Beschichten bzw. Asphaltieren.
Die Bohle 24 befindet sich in einer abgesenkten Position
und "schwimmt" auf Matte 101,
wobei das Beschichtungsmaterial kompaktiert wird, typischerweise
unter Berücksichtigung
weiterer Bearbeitung durch Kompaktoren usw. Das Conveyor- oder Transportsystem 30 kann
im Betrieb Beschichtungsmaterial 100 von einem Behälter 28 zur
Bohle 24 übertragen.
Flüssiger Ballast 45 ist
zumindest vorherrschend und womöglicherweise
vollständig
innerhalb des Flüssigkeitsreservoirs 44:
Es gibt mehrere Fälle
in denen es erwünscht
ist, die Maschine 10 von dem Betriebskonfiguration bzw.
-zustand gemäß 1 in
dem Betriebszustand bzw. Betriebskonfiguration gemäß 2 zu
bringen. Beispielsweise könnte
die Asphaltiermaschine 10 einen Abschnitt der Arbeitsoberfläche W der
beschichtet werden soll vollenden, die Abscheidung von Beschichtungsmaterial
aufhören
und zu einer anderen Fläche
oder einem anderen Gebiet fahren und die Beschichtung dort beginnen.
Alternativ könnte
die Asphaltiermaschine 10 in ihren zweiten Betriebskonfiguration
wie 2 gezeigt, eingestellt werden, wo die Arbeit an
einen bestimmten Arbeitstag beendet ist und die Maschine 10 zu
einem Aufbewahrungsplatz gefahren werden muss, auf einen Lastwagen
geladen werden muss usw.
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Wenn
es erwünscht
ist die Asphaltiermaschine 10 einzustellen kann ein Benutzer
an der Benutzerstation 11, Steuerungen 54 aktivieren,
um die Einstellung der Bohle 24 zu befehlen und zwar von
der abgesenkten Beschichtungsposition in deren angehobenen Position.
Die elektronische Steuereinheit 50 kann einen Befehl empfangen
zur Anhebung der Bohle 24 und darauf ansprechend Befehle
an die Tragvorrichtung 26 oder eine zugehörige hydraulische
Steuervorrichtung ausgeben um beispielsweise anzufangen die Bohle 24 anzuheben.
Man erkennt auch, dass die Tragvorrichtung 26 hydraulisch
gesteuert werden könnte
und dass die Steuerungen 54 eine Steuervorrichtung aufweisen
könnte,
die mit einem Pilotventil usw. gekuppelt ist. Der Sensor 52 o der
ein anderes geeignetes Abfühl-
oder Detektionssystem kann das Anheben der Bohle 24 abfühlen und
ein entsprechendes Signal an die elektronische Steuereinheit 50 ausgeben.
Die elektronische Steuereinheit 50 kann ein Signal vom
Sensor 52 empfangen und darf ansprechend die Aktivierung
eines Betätigers
oder Aktuators 48 befehlen, den Übergang des flüssigen Ballasts 45 vom
Reservoir 44 zum Reservoir 42 zu beginnen.
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Es
ist erinnerlich, dass das Anheben einer Bohle aus einer abgesenkten
Position, wo diese auf einer Arbeitsfläche getragen ist, in eine angehobene Position
bewirken kann, dass sich die Lage eines Schwerpunktes der Asphaltiermaschine
nach hinten verschiebt. Gemäß der vorliegenden
Offenbarung kann die Übertragung
von flüssigem
Ballast 45 vom Reservoir 40 zum Reservoir 42 die Änderung
der Lage des Schwerpunkts C sperren, wenn die Bohle 24 angehoben
wird, oder kann die Lage des Schwerpunkts C in eine optimale Stellung
oder Lage für
die Arbeitsmaschine 10 mit angehobener Bohle 24 bringen.
Beispielsweise kann der Ballast 45 eine Masse besitzen,
die ausreicht um die Bewegung des Schwerpunkts C nach vorne für das Fahren
zu gestatten oder dass die Masse des Ballast kann derart sein, dass
der Schwerpunkt C nach hinten bewegt wird, und zwar weniger als
dies der Fall wäre,
durch Einstellen der Bohle in ihrer angehobenen Position. Ferner
gilt Folgendes: die Masse des Ballasts 45 könnte derart
sein, dass deren Bewegung zwischen Flüssigkeitsreservoirs 42 und 44 exakt
die Änderung der
Lage des Schwerpunkts C ausgleicht, eine Änderung, die andernfalls eintreten
würde durch
Einstellen der Bohle 24 zwischen einer abgesenkten Position und
einer angehobenen Position. Sobald die Bohle 24 angehoben
ist, wie in 2 gezeigt, und flüssiger Ballast 45 zum
Reservoir 42 gepumpt ist, befindet sich die Asphaltiermaschine 10 in
einer Konfiguration geeignet für
das Fahren über
Straßen.
Wenn die Asphaltiermaschine 10 wiederum anfängt zu beschichten,
so kann der Prozess im Allgemeinen rückwärts ablaufen, wobei der dickflüssige Ballast 45 zurück zum Reservoir 44 gepumpt
wird, und die Bohle 24 abgesenkt wird.
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Die
vorliegende Offenbahrung sieht beträchtliche Vorteile gegenüber Asphaltiermaschinen des
Standes der Technik vor. Statt Beladens einer Asphaltier maschine
mit einer stationären
Masse, wie beispielsweise befestigter Metallplatten und dergleichen,
kann die tatsächliche
Gewichtungsverteilung der Asphaltiermaschine gemäß Notwendigkeiten gesteuert
werden. Demgemäß wird verschwendete
Energie, verschwendete Materialen und verschwendete Bemühungen vermieden,
die mit festen Ballastelementen verbunden sind. Ferner kann die
Verwendung eines Ballastsystems in der Asphaltiermaschine gemäß Beschreibung,
die Einhaltung rechtlicher Reglementierungen, die sich auf Maschinenstabilität für das Fahren
und dergleichen beziehen, erleichtern.
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Die
vorliegende Erfindung ist lediglich für veranschaulichende Zwecke
gegeben und sollte nicht zur Einschränkung des Rahmens der vorliegenden
Offenbarung in irgendeiner Weise verwendet werden. Der Fachmann
erkennt, dass verschiedene Modifikationen gemacht werden können, und
zwar gegenüber
den beiden Ausführungsbeispielen
ohne den Rahmen der vorliegenden Offenbarung zu verlassen. Beispielsweise
sei bemerkt: obwohl die vorstehende Beschreibung die Änderung
der Lage eines flüssigen
Ballasts betont, um unterschiedliche Maschinenbetriebskonfigurationen
zu akkommodieren, ist die vorliegende Erfindung oder Offenbarung
nicht darauf beschränkt.
Beispielsweise kann anstelle des Pumpens von flüssigem Ballast zwischen Flüssigkeitsreservoirs
ein festes Ballastelement mittels eines Aktuators bewegt werden,
und zwar zwischen unterschiedlichen Positionen der Asphaltiermaschine 10.
In einem derartigen Ausführungsbeispiel
könnten die
Ballasttragelemente 42, 44 mechanische Tragelemente
aufweisen, wobei jedes konfiguriert ist, um einen beweglichen festen
Ballast zu tragen und zwar an entsprechenden vorderen und hinteren
Stellen oder an anderen Stellen, die als geeignet erscheinen. Darüber hinaus
kann anstelle eines Aktuators oder Betätigers, der eine Pumpe ist,
wie beispielsweise Aktuator 48, der verwendete Aktuator
in einem festen Ballastsystem ein hydraulischer oder anderer ausfahrbarer
Aktuator sein. In weiteren Ausführungsbeispielen
könnte
anstelle eines flüssigen
Ballastes, wie beispielsweise Wasser, Kraftstoff, Propylen-Glycol, Kalzium-Chlorid-Wasser usw.
ein Ballst aus festen Materialen verwendet werden mit Strömungsmitteleigenschaften
wie beispielsweise Kugellager und dergleichen.
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Andere
Aspekte, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus dem Studium der
beigefügten
Zeichnungen und der beigefügten
Ansprüche.