-
Die
Erfindung bezieht sich auf ein Insektengitter zum Einsetzen in einen
Fensterrahmen nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
-
Bekannt
sind Insektengitter, bestehend aus einem umlaufenden Spannrahmenprofil
sowie einem vom Spannrahmenprofil gehaltenen Gitterelement, das
in einen Fensterrahmen eingesetzt und im Fensterrahmen festgeklemmt
wird. Um das Insektengitter gegen ein Herausfallen nach außen zu sichern,
kann am Spannrahmenprofil eine nach außen überstehende, schmale Klemmleiste
(Fahne) ausgebildet sein, die mit dem Schließen des Fensters gegen den
Fensterrahmen gedrückt
wird. Die Fahne liegt hierbei an einem Dichtungsprofil an, welches
am Fensterrahmen angeordnet ist. Insbesondere bei im Extrusionsverfahren
hergestellten Dichtungsprofilen, die einen PVC-Anteil enthalten
und verhältnismäßig steif
ausgebildet sind, ist aber aufgrund der Fahne des Insektengitters
für das
Schließen
des Fensters ein verhältnismäßig starker
Anpressdruck erforderlich, der das Schließen des Fensters erschwert.
Zudem unterliegt das Dichtungsprofil einer erhöhten Belastung, was zu einer
vorzeitigen Alterung führen
kann. Dieses Problem wird bei zusätzlichen Sicherheitsbeschlägen, die
aus Sicherheitsgründen
vorgesehen sein können, auf
Grund des weiter ansteigenden Schließdruckes noch erhöht.
-
Aus
der
DE 93 12 934 U1 ist
ein Insektengitter zum Einsetzen in einen Fensterrahmen bekannt, wobei
das Insektengitter ein umlaufendes Spannrahmenprofil aufweist, welches
Träger
eines Gitterelementes ist. Zur Befestigung des Insektengitters am Fensterrahmen
ist ein mit dem Spannrahmenprofil verbundenes Befestigungselement
in Form einer Z-förmigen
Edelstahlklammer vorgesehen. Eine zusätzliche Haltekraft wird über ein
umlaufendes Dichtungselement in Form einer Bürstendichtung erzielt, die
auf der Außenseite
des Spannrahmenprofils angeordnet ist und eine Reibkraft zwischen
dem Spannrahmenprofil und dem Fensterrahmen erzeugt.
-
Auch
bei diesem Insektengitter ist aufgrund der Reibkraft, welche für das sichere
Halten des Insektengitters im Fensterrahmen erforderlich ist, ein erhöhter Anpressdruck
notwendig.
-
Der
Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, mit einfachen Maßnahmen
ein Insektengitter zum Einsetzen in einen Fensterrahmen zu schaffen,
bei dem der Anpressdruck beim Schließen des Fensters nicht oder
zumindest nicht wesentlich erhöht
ist.
-
Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den
Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Die Unteransprüche
geben zweckmäßige Weiterbildungen
an.
-
Das
erfindungsgemäße Insektengitter
wird in einen Fensterrahmen eingesetzt und weist ein umlaufendes
Spannrahmenprofil sowie ein von dem Spannrahmenprofil gehaltenes
Gitterelement wie beispielsweise ein Drahtgitter auf. Erfindungsgemäß ist vorgesehen,
dass das Spannrahmenprofil zumindest abschnittsweise an seiner Außenseite
mit einer Aufnahmenut versehen ist, die zur Aufnahme eines Abdichtelementes
dient, welches im eingesetzten Zustand des Insektengitters auf Kontakt
mit dem Fensterrahmen steht. Dem Abdichtelement kommt eine Abdichtfunktion
zu, über
das Abdichtelement wird ein enger Kontakt zwischen dem Spannrahmenprofil
und dem Fensterrahmen geschaffen.
-
Des
Weiteren ist zur Befestigung des Insektengitters am Fensterrahmen
ein Befestigungselement vorgesehen, das mit dem Spannrahmenprofil verbunden
ist. Das Befestigungselement sichert das Insektengitter am Fensterrahmen
gegen ein unbeabsichtigtes Herausfallen.
-
Mit
dieser Ausführung
wird eine funktionale Aufteilung der aus dem Stand der Technik bekannten Klemmleiste
auf zwei separat ausgeführte
Bauteile erreicht. Dies hat den Vorteil, dass jedes Bauteil speziell
auf seinen jeweiligen Einsatzzweck hin optimiert werden kann. So
genügt
es beispielsweise, als Abdichtelement ein verhältnismäßig weiches Bauteil zu verwenden,
dem keine Klemm- oder Stützfunktion zukommt,
sondern das nur die Aufgabe hat, zum Schutz vor Insekten einen dichten
Abschluss zwischen dem Spannrahmenprofil und dem Fensterrahmen herzustellen.
Die Position des Abdichtelementes kann außerdem mit Abstand zum Befestigungselement
gewählt
werden, so dass zusätzliche
Gestaltungsmöglichkeiten
bei der konstruktiven Ausführung des
Spannrahmenprofils gegeben sind.
-
Das
Befestigungselement ist separat vom Abdichtelement ausgeführt und
kann ebenso wie das Abdichtelement auf seinen speziellen Einsatzzweck hin
optimiert werden. Das Befestigungselement ist gemäß bevorzugter
Ausführung
als eigenständiges Bauteil
ausgeführt,
welches mit dem Spannrahmenprofil zu verbinden ist. Grundsätzlich möglich ist
aber auch eine einteilige Ausführung
von Spannrahmenprofil und Befestigungselement.
-
Für eine sichere
Verbindung und Halterung des Insektengitters am Fensterrahmen ist
es im Prinzip ausreichend, als Befestigungselement eine winkelförmige Befestigungslasche
vorzusehen, welche einenends mit dem Spannrahmenprofil verbunden wird
und anderenends am Fensterrahmen gehalten ist, insbesondere an dem
am Fensterrahmen umlaufenden Dichtprofil anliegt und bei geschlossenem Fenster
vom Fensterflügel
gegen das Dichtprofil gedrückt
wird. Die Befestigungslasche kann verhältnismäßig schmal ausgebildet sein,
beispielsweise mit einer Breite von 10 mm, so dass auch nur über diese verhältnismäßig geringe
Breite ein erhöhter
Druck am umlaufenden Dichtprofil am Fensterrahmen besteht. Im Unterschied
zur Ausführung
aus dem Stand der Technik liegt somit nur über einen sehr begrenzten Abschnitt
ein zusätzliches
Bauteil am Dichtprofil an, das dementsprechend weniger belastet wird,
so dass zum einen der Anpressdruck geringer ist und die Schließkräfte reduziert
sind und zum andern das Dichtprofil weniger belastet wird und entsprechend eine
erhöhte
Lebensdauer besitzt. Dadurch können Dichtprofile
aus einem verhältnismäßig steifen
Material eingesetzt werden, beispielsweise Dichtprofile mit einem
PVC-Anteil, welche im so genannten Koextrusionsverfahren gemeinsam
mit dem Fensterrahmenprofil gefertigt und an diesem angespritzt
werden.
-
Zweckmäßigerweise
werden über
den Umfang des Insektengitters verteilt nur wenige derartige Befestigungselemente
eingesetzt, was grundsätzlich für eine sichere
Halterung des Insektengitters ausreicht. Es genügt, beispielsweise lediglich
an der oberen und unteren Leiste des Spannrahmenprofils des Insektengitters
jeweils zwei als Befestigungslaschen ausgeführte Befestigungselemente vorzusehen.
-
Es
kann zweckmäßig sein,
zusätzlich
zu der Kombination von in die Aufnahmenut am Spannrahmenprofil eingesetztem
Abdichtelement und Befestigungselement am Spannrahmenprofil auch
noch eine einteilig mit dem Profil ausgebildete Klemmleiste bzw.
Fahne vorzusehen, die wie im Stand der Technik die Funktion von
Abdichtung und Befestigung in sich vereinigt. In dieser Ausführung sind
zweckmäßigerweise
die Klemmleiste sowie die Aufnahmenut mit darin eingesetztem Abdichtelement
und Befestigungselement an unterschiedlichen Seiten des Spannrahmenprofils
angeordnet.
-
Gemäß bevorzugter
Ausführung
ist aber vorgesehen, dass auf die Klemmleiste verzichtet wird und
dass die Aufnahmenut mit dem Abdichtelement sich über den
gesamten Umfang des Spannrahmenprofils erstreckt. Die Befestigungselemente
werden wie vorbeschrieben an ausgewählten Positionen am Spannrahmenprofil
angeordnet.
-
Gemäß weiterer
bevorzugter Ausbildung weist das Spannrahmenprofil einen Profilkörper auf sowie
einen stirnseitig am Profilkörper überstehenden
Profilabschnitt, in den die Aufnahmenut für das Abdichtelement eingebracht
ist. Der Profilkörper dient
zur Aufnahme und Befestigung des Gitterelementes, der Trägerabschnitt,
welcher am Profilkörper übersteht,
dient zweckmäßigerweise
sowohl zur Aufnahme des Befestigungselementes als auch der Aufnahmenut
für das
Abdichtelement. Auf diese Weise wird eine räumliche Trennung zwischen den
Verbindungs- und Abdichtelementen einerseits und dem Gitterelement
des Insektengitters andererseits erreicht, wodurch besser auf räumliche
und konstruktive Gegebenheiten am Fenster Rücksicht genommen werden kann.
-
Zweckmäßigerweise
liegen die Aufnahmenut für
das Abdichtelement sowie ein Klemmvorsprung, welcher zur Befestigung
des Befestigungselementes dient, auf gegenüberliegenden Seiten an dem
Trägerabschnitt.
Der Klemmvorsprung befindet sich insbesondere auf der dem Profilkörper zugewandten
Seite des Trägerabschnittes
und wird im fertig montierten Zustand von dem Befestigungselement
hintergriffen, das zu diesem Zweck gemäß bevorzugter Ausführung als
winkelförmige
Befestigungslasche ausgebildet ist.
-
Gemäß weiterer
bevorzugter Ausführung
ist das Abdichtelement als eine Bürste ausgeführt, die aus einem Grundkörper mit
daran gehaltenen Borsten besteht, wobei der Grundkörper in
der Aufnahmenut aufgenommen ist und die Borsten aus der Aufnahmenut
nach außen
ragen und im montierten Zustand an der zugewandten Seite des Fensterrahmens
anliegen. Da das Abdichtelement keine Halte- oder Klemmkräfte übertragen
muss, können
grundsätzlich
verhältnismäßig weiche
Abdichtelemente verwendet werden.
-
Auf
der Außenseite
des Spannrahmenprofils kann mindestens ein Rastelement angeordnet
sein, das mit einem nach außen überstehenden
Rastnoppen versehen ist, welcher im eingesetzten Zustand des Insektengitters
in einer Raststellung mit dem Fensterrahmen steht. Das Rastelement
ermöglicht ein
Einrasten des Insektengitters im Fensterrahmen. Vorteilhafterweise
sind zwei derartige Rastelemente beispielsweise an der Oberseite
des Insektengitters vorgesehen.
-
Gemäß weiterer
vorteilhafter Ausführung
ist am Spannrahmenprofil mindestens eine Stellschraube angeordnet,
die über
die Außenseite
des Spannprofils herausragt und über
die die gewünschte Klemmkraft
des Insektengitters im Fensterrahmen einstellbar ist. Die Stellschraube
wird insbesondere in den Profilkörper
des Spannrahmenprofils eingeschraubt, wobei die freie Stirnseite
der Stellschraube am Fensterrahmen anliegt, so dass über ein
Verdrehen der Stellschraube die Position des Spannrahmenprofils
relativ zum Fensterrahmen einstellbar ist.
-
Ein
weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Insektengitters kommt bei
einem Einsatz bei zweiflügeligen
Fenstern ohne Mittelholm (Stulpfenster) zum Tragen. Bei derartigen
Fenstern können
auch bei eingesetztem Insektengitter beide Fensterflügel geöffnet werden,
da im Unterschied zum Stand der Technik beide Fensterflügel frei
beweglich sind, wohingegen bei Ausführungen aus dem Stand der Technik das
Dichtungsprofil an einem Fensterflügel vom Insektengitter hintergriffen
wird, so dass dieser Fensterflügel
nicht geöffnet
werden kann.
-
Weitere
Vorteile und zweckmäßige Ausführungen
sind den weiteren Ansprüchen,
der Figurenbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Es zeigen:
-
1 einen
Schnitt durch einen Fensterrahmen mit eingesetztem Insektengitter,
-
2 eine
vergrößerte Darstellung
des oberen Abschnittes eines Spannrahmenprofils des Insektengitters,
-
3 der
untere Abschnitt des Spannrahmenprofils des Insektengitters,
-
4 der
untere Abschnitt des Spannrahmenprofils des Insektengitters in Einzeldarstellung.
-
In
den Figuren sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
-
Wie
in den 1 bis 4 dargestellt, umfasst das Insektengitter 1 aus
einem rechteckförmigen,
umlaufenden Spannrahmenprofil 2, das Träger eines Gitterelementes 3 ist,
welches von dem Spannrahmenprofil 2 eingerahmt ist und
getragen wird. Im montierten Zustand ist das Insektengitter 1 in
einen Fensterrahmen 4 eines Fensters eingesetzt und in dem
Fensterrahmen 4 sicher gehalten. Benachbart zur offenen
Seite des Fensterrahmens 4 ist an diesem ein umlaufendes
Dichtprofil 6 befestigt, an dem im geschlossenen Zustand
ein schwenkbar angeordneter Fensterflügel 5 anliegt. Das
Dichtprofil 6 wird insbesondere im Koextrusionsverfahren
gemeinsam mit dem Fensterrahmen 4 hergestellt und an den Fensterrahmen 4 angespritzt.
-
Das
Spannrahmenprofil 2 des Insektengitters 1 weist
einen Profilkörper 7 auf,
an dem stirnseitig ein Trägerabschnitt 8 einstückig angeformt
ist. In den Trägerabschnitt 8 ist
eine Aufnahmenut 9 eingebracht, in die ein Abdichtelement 10 eingesetzt
ist. Die Aufnahmenut 9 ist zur Außenseite des Spannrahmenprofils 2 geöffnet. Das
Abdichtelement 10 ist gemäß bevorzugter Ausführung als
Bürste
ausgebildet, deren Bürstenkörper 11 in
die Aufnahmenut 9 eingesetzt ist, wobei am Bürstenkörper 11 gehaltene Borsten 12 durch
die Öffnung
der Aufnahmenut 9 nach außen herausragen. Im eingesetzten
Zustand liegen die Borsten 12 auf Kontakt zum Fensterrahmen 4 und
sorgen auf diese Weise für
einen dichten Abschluss zwischen dem Insektengitter 1 und
dem Fensterrahmen 4.
-
Am
Profilkörper 7 des
Spannrahmenprofils 2 ist des Weiteren ein Winkelabschnitt 13 einstückig angeformt,
an dem das Gitterelement 3 befestigt wird. Der Winkelabschnitt 13 erstreckt
sich im wesentlichen vertikal zu dem Trägerabschnitt 8, der
im eingesetzten Zustand auf Kontakt zum Fensterrahmen 4 liegt.
Der Profilkörper 7 ist
als im Querschnitt rechteckförmiges
Hohlprofil ausgebildet, wobei der Trägerabschnitt 8 als
Verlängerung
der außenliegenden
Schmalseite des rechteckigen Profils und ein Teil des Winkelabschnitts 13 annähernd als
Verlängerung
der Längsseite
des rechteckförmigen
Profils des Profilkörpers 7 ausgebildet
sind.
-
Der
Trägerabschnitt 8 des
Spannrahmenprofils 2 nimmt außerdem ein Befestigungselement 14 auf,
welches als winkelförmige
Befestigungslasche ausgeführt
ist und an einem Klemmvorsprung 15 gehalten ist, welcher
am Trägerabschnitt 8 auf
der der Aufnahmenut 9 gegenüberliegenden Seite und dem Profilkörper 7 zugewandt
ausgebildet ist. Ein Schenkel des Befestigungselementes 14 liegt
an der Innenseite des Trägerabschnittes 8 an,
wobei die freie Stirnseite dieses Schenkels U-förmig umgebogen ist und um den
Klemmvorsprung 15 gelegt ist. Der zweite, um 90° umgebogene
Schenkel des Befestigungselementes 14 liegt am Dichtprofil 6 an
und wird bei geschlossenem Fenster von dem Fensterflügel 5 gegen
das Dichtprofil 6 gedrückt.
-
Auf
der dem Fensterrahmen 4 zugewandten Außenseite befindet sich am Spannrahmenprofil 2 ein
als separates Bauteil ausgeführtes
Rastelement 16, das sich über die Schmalseite des Profilkörpers 7 sowie
zum Teil auf der Außenseite
des Trägerabschnittes 8 erstreckt
und Träger
eines Rasthöckers bzw.
-noppens 17 ist. Mit dem Einschieben des Insektengitters 1 in
den Fensterrahmen 4 von der Innenseite des Fensters aus überwindet
der Rastnoppen 17 am Rastelement 16 einen Druckpunkt
an der innen liegenden Seite des Dichtprofils 6 und gelangt in
eine Rastposition, in der das Insektengitter 1 auch bei
geöffnetem
Fensterflügel 5 sicher
gehalten ist.
-
Am
unteren Abschnitt des Spannrahmenprofils 2 ist in den Profilkörper 7 eine
Stellschraube 18 eingeschraubt. Die Stellschraube 18 überragt
die Außenseite
des Spannrahmenprofils 2 und liegt auf Kontakt zum Fensterrahmen 4. Über die
Stellschraube 18 kann die Position des Insektengitters 1 innerhalb
des Fensterrahmens 4 eingestellt werden.
-
Zweckmäßigerweise
sind am oberen, in Querrichtung verlaufenden Abschnitt und am unteren,
ebenfalls in Querrichtung verlaufenden Abschnitt des Spannrahmenprofils 2 jeweils
zwei winkelförmige
Befestigungslaschen 14 vorgesehen. Außerdem sind am oberen, in Querrichtung
verlaufenden Abschnitt auch zwei Rastelemente 16 angeordnet.