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Allgemeiner Stand der Technik
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Induktive
Bauelemente wie etwa Transformatoren und Induktoren, die durch Spulen
bereitgestellt werden, sind oftmals in Schaltungen mit kleiner,
mittlerer oder sehr großer
Integrationsdichte (VLSI) enthalten. In diese Schaltungen integrierte
induktive Bauelemente verwenden in der Regel große Spulendurchmesser, um einen
guten Gütefaktor
zu erhalten (d. h. Q-Faktor).
Ein guter Q-Faktor ist besonders wichtig für Hochfrequenztechnologieanwendungen (HF).
Spulen mit großem
Durchmesser verwenden jedoch in der Regel einen großen Prozentsatz
der zur Verfügung
stehenden Substratfläche
einer integrierten Schaltung und erhöhen deshalb die Produktionskosten.
Konzentrische Spulen sind in der Regel parallel zu einer Substratoberfläche angeordnet.
Die Spulen werden bei einer Back-End-of-Line-Verarbeitung (BEOL) während eines
Metallisierungsprozesses hergestellt, wobei ein geeignetes Metallisierungsmaterial
verwendet wird. Die Spulen können
in der Regel 50% oder mehr der gesamten Chipfläche verbrauchen. Außerdem eignen
sich die Induktivitäten,
die von den Spulen erzielt werden, üblicherweise nicht für Anwendungen,
bei denen die Spulen nicht nur für
eine Signalübertragung,
sondern auch für
eine Stromübertragung
verwendet werden.
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Aus
diesen und weiteren Gründen
besteht ein Bedarf an der vorliegenden Erfindung.
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Kurze Darstellung der Erfindung
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Eine
Ausführungsform
stellt eine integrierte Schaltung bereit. Die integrierte Schaltung
enthält
ein Substrat und ein induktives Bauelement auf einer ersten Seite
des Substrats. Die integrierte Schaltung enthält ein erstes ferromagneti sches
Material auf einer zweiten Seite des Substrats gegenüber der
ersten Seite.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Die
beiliegenden Zeichnungen sind aufgenommen, um ein eingehenderes
Verständnis
der vorliegenden Erfindung zu vermitteln, und sind in diese Spezifikation
aufgenommen und stellen einen Teil dieser dar. Die Zeichnungen veranschaulichen
die Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung und dienen zusammen mit der Beschreibung
der Erläuterung
der Prinzipien der Erfindung. Andere Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung und viele der damit einhergehenden Vorteile der vorliegenden Erfindung
lassen sich ohne weiteres verstehen, wenn sie durch Bezugnahme auf
die folgende ausführliche Beschreibung
besser verstanden werden. Die Elemente der Zeichnungen sind relativ
zueinander nicht notwendigerweise maßstabsgetreu. Gleiche Bezugszahlen
bezeichnen entsprechende ähnliche
Teile.
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1 veranschaulicht
eine Querschnittsansicht einer Ausführungsform einer integrierten
Schaltung mit einem in einem ferromagnetischen Material gekapselten
induktiven Bauelement.
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2 veranschaulicht
eine Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform einer integrierten
Schaltung mit einem in einem ferromagnetischen Material gekapselten
induktiven Bauelement.
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3 veranschaulicht
eine Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform einer integrierten
Schaltung mit einem in einem ferromagnetischen Material gekapselten
induktiven Bauelement.
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4 veranschaulicht
eine Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform einer integrierten
Schaltung mit einem in einem ferromagnetischen Material gekapselten
induktiven Bauelement.
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5 veranschaulicht
eine Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform einer integrierten
Schaltung mit einem in einem ferromagnetischen Material gekapselten
induktiven Bauelement.
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Ausführliche Beschreibung
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In
der folgenden ausführlichen
Beschreibung wird auf die beiliegenden Zeichnungen Bezug genommen,
die einen Teil hiervon bilden und in denen als Veranschaulichung
spezifische Ausführungsformen
gezeigt sind, in denen die Erfindung praktiziert werden kann. In
dieser Hinsicht wird. Richtungsterminologie wie etwa „Oberseite", „Unterseite", „Vorderseite", „Rückseite", „vorderer", „hinterer" usw. unter Bezugnahme
auf die Orientierung der beschriebenen Figur(en) verwendet. Weil
Komponenten von Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung in einer Reihe verschiedener Orientierungen
positioniert sein können,
wird die Richtungsterminologie zu Zwecken der Darstellung verwendet
und ist in keinerlei Weise beschränkend. Es versteht sich, dass
andere Ausführungsformen
genutzt und strukturelle oder logische Änderungen vorgenommen werden
können, ohne
von dem Schutzbereich der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Die
folgende ausführliche
Beschreibung ist deshalb nicht in einem beschränkenden Sinne zu verstehen,
und der Schutzbereich der vorliegenden Erfindung wird durch die
beigefügten Ansprüche definiert.
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1 zeigt
eine Querschnittsansicht einer Ausführungsform einer integrierten
Schaltung 100a. Die integrierte Schaltung 100a enthält ein Substrat 102,
induktive Bauelemente 104a und 104b, dielektrisches
Material 106, erstes ferromagnetisches Material 108 und
zweites ferromagnetisches Material 110. Bei anderen Ausführungsformen
enthält
die integrierte Schaltung 100a eine beliebige geeignete
Anzahl von induktiven Bauelementen.
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Das
erste ferromagnetische Material 108 und das zweite ferromagnetische
Material 110 kapseln oder umschließen die induktiven Bauelemente 104a und 104b teilweise
oder ganz. Das ferromagnetische Material kann unter Verwendung geeigneter Halbleiterverarbeitungstechniken
während
der Front-End-of-Line-Verarbeitung
(FEOL) und/oder Back-End-of-Line-Verarbeitung (BEOL) aufgebracht werden.
Das ferromagnetische Material kann über den induktiven Bauelementen 104a und 104b,
unter den induktiven Bauelementen 104a und 104b und/oder
auf den Seiten (inneren und äußeren) der induktiven
Bauelemente 104a und 104b positioniert werden.
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Das
erste ferromagnetische Material 108 und das zweite ferromagnetische
Material 110 begrenzen den Magnetfluss innerhalb der induktiven Bauelemente 104a und 104b.
Das Begrenzen des Magnetflusses innerhalb der induktiven Bauelemente 104a und 104b reduziert
die Energieabführung
von den induktiven Bauelementen 104a und 104b aufgrund
von Leckfeldern und magnetischer Kopplung an das Siliziumsubstrat 102.
Indem die Energieabführung
auf diese Weise reduziert wird, wird der Gütefaktor (d. h. Q-Faktor) von
den induktiven Bauelementen 104a und 104b erhöht. Durch
Erhöhen
des Q-Faktors der induktiven Bauelemente 104a und 104b können die
induktiven Bauelemente 104a und 104b sowohl zur
Signalübertragung
als auch Stromübertragung
verwendet werden.
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Die
induktiven Bauelemente 104a und 104b werden in
Metallisierungsschichten auf dem Substrat 102 unter Verwendung
geeigneter Metallisierungsmaterialien ausgebildet. Bei einer Ausführungsform sind
die induktiven Bauelemente 104a und 104b konzentrische
Spulen, die Induktoren, Transformatoren oder andere geeignete Bauelemente
liefern. Das dielektrische Material 106 umgibt das die
induktiven Bauelemente 104a und 104b bildende
Metallmaterial. Bei einer Ausführungsform
ist das Substrat 102 ein Siliziumsubstrat. Die Dicke des
Substrats 102 ist kleiner als der Durchmesser der induktiven
Bauelemente 104a und 104b. Bei einer Ausführungsform wird
Schleifen verwendet, um die Dicke des Substrats 102 auf
zwischen etwa 60–100 μm zu reduzieren.
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Ferromagnetisches
Material wie etwa Co, Fe, Ni oder anderes geeignetes ferromagnetisches Material
wird auf der Rückseite
des Substrats 102 abgeschieden. Das ferromagnetische Material
wird unter Verwendung geeigneter Lithographieprozesse strukturiert,
um Spalten 116 zwischen Abschnitten des ersten ferromagnetischen
Materials 108 zu liefern. Spalten 116 zwischen
Abschnitten des ersten ferromagnetischen Materials 108 werden
geliefert, um Wirbelströme
zu verhindern. Weil das Siliziumsubstrat 102 eine niedrige
elektrische Leitfähigkeit besitzt,
ist die magnetische Kopplung des Magnetfelds der induktiven Bauelemente 104a und 104b in das
Substrat 102 gering. Deshalb schirmt das erste ferromagnetische
Material 108 das Magnetfeld der induktiven Bauelemente 104a und 104b ab.
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Das
ferromagnetische Material, wie etwa Co, Fe, Ni oder ein anderes
geeignetes ferromagnetisches Material, wird auf der Oberseite und
auf den Seiten der induktiven Bauelemente 104a und 104b abgeschieden.
Bei einer Ausführungsform
wird das ferromagnetische Material unter Verwendung geeigneter Lithographieprozesse
strukturiert, um das zweite ferromagnetische Material 110 zu
liefern. Das zweite ferromagnetische Material 110 enthält erste Abschnitte 112 und
zweite Abschnitte 114. Die ersten Abschnitte 112 werden
auf den induktiven Bauelementen 104a und 104b bereitgestellt.
Die zweiten Abschnitte 114 werden auf den äußeren Seitenwänden des
dielektrischen Materials 106 um die induktiven Bauelemente 104a und 104b herum
bereitgestellt. Bei einer Ausführungsform
sind die zweiten Abschnitte 114 auch auf den inneren Seitenwänden des dielektrischen
Materials 106 um die induktiven Bauelemente 104a und 104b herum
bereitgestellt. Bei einer Ausführungsform
verlaufen die Seitenwände
des dielektrischen Materials 106 um die induktiven Bauelemente 104a und 104b herum
senkrecht zu den ersten Abschnitten 112. Bei einer weiteren
Ausführungsform
sind die Seitenwände
des dielektrischen Materials 106 um die induktiven Bauelemente 104a und 104b herum
abgeschrägt.
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2 veranschaulicht
eine Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform einer integrierten
Schaltung 100b. Die integrierte Schaltung 100b enthält das Substrat 102,
das erste ferromagnetische Material 120, die induktiven
Bauelemente 104a und 104b, das dielektrische Material 106 und
das zweite ferromagnetische Material 122 und 124.
Bei dieser Ausführungsform
ist das erste ferromagnetische Material 120 zwischen den
induktiven Bauelementen 104a und 104b und dem
Substrat 102 bereitgestellt. Das erste ferromagnetische
Material 120 ist in einer Metallisierungsschicht auf dem
Substrat 102 ausgebildet. Da sich das erste ferromagnetische
Material 120 zwischen den induktiven Bauelementen 104a und 104b und
dem Substrat 102 befindet, kann die Dicke des Substrats 102 bei
dieser Ausführungsform größer sein
als der Durchmesser der induktiven Bauelemente 104a und 104b.
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Das
zweite ferromagnetische Material 122 wird über die
induktiven Bauelemente 104a und 104b gedruckt.
Bei einer Ausführungsform
wird das zweite ferromagnetische Material 122 unter Verwendung
eines Tintenstrahldruckers oder eines anderen geeigneten Druckers
gedruckt. Als nächstes
wird mit einem galvanischen Prozess das gedruckte ferromagnetische
Material 122 optimiert oder verbessert und das ferromagnetische
Material 124 bereitgestellt. Der galvanische Prozess ist
so ausgewählt,
dass man eine Kombination aus ferromagnetischem Material 122 und 124,
das die gewünschten
ferromagnetischen Eigenschaften liefert, erhält. Die ferromagnetischen Materialien 122 und 124 enthalten
erste Abschnitte 126 und zweite Abschnitte 128.
Die ersten Abschnitte 126 werden auf den induktiven Bauelementen 104a und 104b bereitgestellt.
Die zweiten Abschnitte 128 werden an den äußeren Seitenwänden des
dielektrischen Materials 106 um die induktiven Bauelemente 104a und 104b herum
bereitgestellt. Bei einer Ausführungsform
werden die zweiten Abschnitte 128 auch auf den inneren
Seitenwänden des
dielektrischen Materials 106 um die induktiven Bauelemente 104a und 104b herum
bereitgestellt. Bei dieser Ausführungsform
sind die Seitenwände des
dielektrischen Materials 106 um die induktiven Bauelemente 104a und 104b herum
abgeschrägt,
so dass ein Drucker ferromagnetisches Material 122 auf die
Seitenwände
drucken kann. Das erste ferromagnetische Material 120 und
das zweite ferromagnetische Material 122 und 124 liefern
eine ähnliche
Funktion wie das zuvor unter Bezugnahme auf 1 beschriebene
und dargestellte erste ferromagnetische Material 108 und
das zweite ferromagnetische Material 110.
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3 veranschaulicht
eine Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform einer integrierten
Schaltung 100c. Die integrierte Schaltung 100c ist ähnlich der
zuvor unter Bezugnahme auf 2 beschriebenen
und dargestellten integrierten Schaltung 100b, außer dass
in der integrierten Schaltung 100c das erste ferromagnetische
Material 120 durch das erste ferromagnetische Material 108 ersetzt
ist. Das erste ferromagnetische Material 108 wird wie zuvor
unter Bezugnahme auf 1 beschrieben und dargestellt
abgeschieden und auf der Rückseite
des Wafers 102 strukturiert. Das erste ferromagnetische Material 108 und
das zweite ferromagnetische Material 122 und 124 liefern
eine ähnliche
Funktion wie das zuvor unter Bezugnahme auf 1 beschriebene
und dargestellte erste ferromagnetische Material 108 und
das zweite ferromagnetische Material 110.
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4 veranschaulicht
eine Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform einer integrierten
Schaltung 100d. Die integrierte Schaltung 100d enthält das Substrat 102,
das erste ferromagnetische Material 120, die induktiven
Bauelemente 104a und 104b, ein ferromagnetisches
Formmaterial 130 und ein kapselndes Formmaterial 132.
Bei dieser Ausführungsform
wird das erste ferromagnetische Material 120 zwischen den
indukti ven Bauelementen 104a und 104b und dem
Substrat 102 bereitgestellt. Das erste ferromagnetische
Material 120 wird in einer Metallisierungsschicht auf dem
Substrat 102 ausgebildet. Da sich das erste ferromagnetische
Material 120 zwischen den induktiven Bauelementen 104a und 104b und
dem Substrat 102 befindet, kann die Dicke des Substrats 102 bei
dieser Ausführungsform
größer sein
als der Durchmesser der induktiven Bauelemente 104a und 104b.
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Zusätzlich sind
die induktiven Bauelemente 104a und 104b mit ferromagnetischem
Formmaterial 130 gekapselt oder umschlossen. Bei einer
Ausführungsform
enthält
das ferromagnetische Formmaterial 130 eine geeignete Formmasse,
die mit Ferrit oder einem anderen geeigneten Material gemischt ist,
um ein ferromagnetisches Formmaterial zu erhalten. Das ferromagnetische
Formmaterial wird über
der Oberseite und den Seitenwänden
des dielektrischen Materials 106 und den induktiven Bauelementen 104a und 104b unter
Verwendung eines geeigneten Formprozesses aufgebracht. Ein geeignetes
nicht-ferromagnetisches Kapselungsformmaterial 132 kapselt das
ferromagnetische Formmaterial 130 und das Substrat 102.
Das erste ferromagnetische Material 120 und das ferromagnetische
Formmaterial 130 liefern eine ähnliche Funktion wie das zuvor
unter Bezugnahme auf 1 beschriebene und dargestellte erste
ferromagnetische Material 108 und das zweite ferromagnetische
Material 110.
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5 veranschaulicht
eine Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform einer integrierten
Schaltung 100e. Die integrierte Schaltung 100e ist ähnlich der
zuvor unter Bezugnahme auf 4 beschriebenen
und dargestellten integrierten Schaltung 100d, außer dass
in der integrierten Schaltung 100e das erste ferromagnetische
Material 120 durch das erste ferromagnetische Material 108 ersetzt
ist. Das erste ferromagnetische Material 108 wird wie zuvor
unter Bezugnahme auf 1 beschrieben und dargestellt
auf der Rückseite
des Wafers 102 abgeschieden und strukturiert. Das erste
ferromagne tische Material 108 und das ferromagnetische
Formmaterial 130 liefern eine ähnliche Funktion wie das zuvor
unter Bezugnahme auf 1 beschriebene und dargestellte
erste ferromagnetische Material 108 und das zweite ferromagnetische
Material 110.
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Ausführungsformen
liefern in ferromagnetisches Material eingebettete induktive Bauelemente. Das
ferromagnetische Material schirmt die induktiven Bauelemente ab,
wodurch die Induktivitäten
und Q-Faktoren der induktiven Bauelemente erhöht werden. Durch Erhöhen der
Q-Faktoren der induktiven Bauelemente können die induktiven Bauelemente sowohl
für die
Signalübertragung
als auch Stromübertragung
in Schaltungen mit kleiner, mittlerer oder sehr großer Integrationsdichte
verwendet werden.
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Wenngleich
hierin spezifische Ausführungsformen
dargestellt und beschrieben worden sind, versteht der Durchschnittsfachmann,
dass die gezeigten und beschriebenen spezifischen Ausführungsformen durch
eine Vielzahl alternativer und/oder äquivalenter Implementierungen
substituiert werden können, ohne
von dem Schutzbereich der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Die
vorliegende Anmeldung soll alle Adaptationen oder Variationen der
hierin erörterten
spezifischen Ausführungsformen
abdecken. Deshalb soll die vorliegende Erfindung nur durch die Ansprüche und
die Äquivalente
davon beschränkt
werden.