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Die
Erfindung betrifft eine Düsenbaugruppe für einen
Kraftstoffinjektor, insbesondere einen Common-Rail-Kraftstoffinjektor,
für einen
Verbrennungsmotor. Ferner betrifft die Erfindung einen Kraftstoffinjektor
mit einer erfindungsgemäßen Düsenbaugruppe.
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Immer
strenger werdende, gesetzliche Vorschriften bezüglich zulässiger Schadstoffemissionen von
Verbrennungsmotoren für
Kraftfahrzeuge machen es erforderlich, Maßnahmen zu treffen, durch welche
die Schadstoffemissionen gesenkt werden können. Ein Ansatzpunkt hierbei
ist es, eine verbesserte Gemischaufbereitung in den Zylindern des
Verbrennungsmotors zu erzielen. Eine entsprechend verbesserte Gemischaufbereitung
kann erreicht werden, wenn Kraftstoff unter einem bestimmten Druck mittels
Kraftstoffinjektoren zugemessen wird. Im Falle eines Diesel-Verbrennungsmotors
betragen solche Kraftstoffdrücke
bis über
2.000 bar.
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Bei
einem Kraftstoffinjektor erfolgt eine Steuerung einer Einspritzung
von Kraftstoff üblicherweise mittels
einer Düsennadel,
die in einer Düsenbaugruppe
des Kraftstoffinjektors verschiebbar gelagert ist und ein oder eine
Mehrzahl von Spritzlöchern
eines Düsenkörpers der
Düsenbaugruppe
in Abhängigkeit von
ihrer Stellung für
den einzuspritzenden Kraftstoff freigibt oder verschließt. Eine
mechanische Ansteuerung der Düsennadel
erfolgt üblicherweise
durch einen Aktor, bevorzugt einen Piezoaktor, der entweder mechanisch
mit der Düsennadel,
oder über
ein Servoventil und einen Steuerraum auf ein Übertragungsglied (Kolben) wirkt,
welches mit der Düsennadel
mechanisch zusammenwirkt oder mit dieser integral ausgebildet ist.
Die Düsennadel
und das Übertragungsglied
sind hierbei üblicherweise
in einer Gleitführung
mit einem gerin gen Spiel gleitgelagert, wobei eine Schmierung dieser
Lagerung in der Regel durch den einzuspritzenden Kraftstoff erfolgt.
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Um
die Schadstoffemissionen zu senken und auch einen Verbrauch des
Verbrennungsmotors so gering wie möglich zu halten, ist es wünschenswert, eine
möglichst
optimale Verbrennung innerhalb der Zylinder des Verbrennungsmotors
zu erzielen. Für eine
gute Prozessführung
bzw. Steuerung/Regelung einer Verbrennung in den Zylindern des Verbrennungsmotors
ist es notwendig, den einzuspritzenden Kraftstoff möglichst
genau dosieren zu können,
um zu jedem Zeitpunkt eine möglichst
optimale Verbrennung und/oder eine möglichst vollständige Regenerierung
eines Partikelfilters zu erreichen. Problematisch hierbei sind insbesondere
Einzeleinspritzungen, die nur mit einem geringen Hub der Düsennadel durchgeführt werden.
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Gerade
die Applizierung von geringen Kraftstoffmengen bei einer Vor- oder
Nacheinspritzung einer Einspritzsequenz sind nicht unproblematisch,
da diese meist nur durch einen vergleichsweise geringen Düsennadelhub
realisiert werden. D. h. es kann dabei passieren, dass einerseits
die betreffende Einspritzung gar nicht oder mit einer falschen,
meist zu großen
Menge abgesetzt wird. Dies wiederum hat Auswirkungen auf die Schadstoffemissionen
und den Verbrauch des Verbrennungsmotors. Für den Fall, dass eine Nacheinspritzung
nicht oder mit einer falschen Menge abgesetzt wurde, ergeben sich
Probleme mit der Regenerierung des Partikelfilters, was wiederum
einen erhöhten
Schadstoffausstoß und/oder
eine mangelhafte Regenerierung des Partikelfilters zur Folge hat.
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Es
ist eine Aufgabe der Erfindung eine verbesserte Düsenbaugruppe
für einen
Kraftstoffinjektor, sowie einen verbesserten Kraftstoffinjektor,
insbesondere einen verbesserten Common-Rail-Kraftstoffinjektor anzugeben. Erfindungsgemäß soll eine Applizierung
von möglichst
exakt einzustellenden, geringen Kraftstoffmengen reproduzierbar
möglich sein,
um insbesondere Vor- und Nacheinspritzungen möglichst genau dosieren zu können. Hierbei
sollten sich auf größere Einspritzmengen
eines Kraftstoffinjektors, wie beispielsweise für eine Haupteinspritzung, möglichst
wenig Auswirkungen ergeben. Bevorzugt sollen durch die Erfindung
die Einspritzmengen für
einen kleinen Hub einer Düsennadel
des Kraftstoffinjektors begrenzt werden können, bzw. im Vergleich mit
dem Stand der Technik, gleiche Einspritzmengen bei gleichem Kraftstoffdruck
mit einem größeren Hub
der Düsennadel
realisierbar sein. Des Weiteren sollte die Erfindung bei bereits
existierenden Kraftstoffinjektoren angewendet werden können, bzw.
in ein bestehendes Design einer Düsenbaugruppe eines Kraftstoffinjektors
bzw. eines Kraftstoffinjektors möglichst
wenig eingegriffen werden.
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Die
Aufgabe der Erfindung wird mittels einer Düsenbaugruppe für einen
Kraftstoffinjektor eines Verbrennungsmotors, nach Anspruch 1; und
mittels eines Kraftstoffinjektors, insbesondere eines Common-Rail-Kraftstoffinjektors,
nach Anspruch 19 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
abhängigern
Ansprüchen.
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Eine
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Düsenbaugruppe
für einen
erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektor,
weist einen Düsenkörper auf,
in dessen Düsennadelbohrung
eine Düsennadel
beweglich geführt
ist. In einem Einlaufbereich der Düsennadelbohrung für einen
Kraftstoff, ist je nach einer Stellung der Düsennadel eine Fluiddrossel
ausgebildet oder nicht. Hierbei ist der betreffende Bereich der Düsennadel
und der Düsenbaugruppe
bzw. des Düsenkörpers derart
ausgebildet, dass die Fluiddrossel in einem Betrieb des Kraftstoffinjektors
in einer Schließstellung
oder einer Teilhubstellung mit einem vergleichsweise kleinem Hub
der Düsennadel
im Wesentlichen aktiv, und in einer Offenstellung oder einer Teilhubstellung
mit einem vergleichsweise großem Hub
der Düsennadel
im Wesentlichen inaktiv ist.
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Die
erfindungsgemäße Fluiddrossel
ist also im Betrieb des Kraftstoffinjektors nur temporär ausgebildet.
In der Schließstellung
oder der Teilhubstellung mit kleinem Hub der Düsennadel ist die Fluiddrossel
eingerichtet bzw. vorhanden. In der Offenstellung oder der Teilhubstellung
mit großem
Hub der Düsennadel
sind diejenigen Abschnitte des Düsenkörpers und
der Düsennadel,
welche in der Schließstellung
oder der Teilhubstellung mit kleinem Hub die Fluiddrossel zwischen
sich ausgebildet haben, derart weit voneinander entfernt, dass sie
bei den beteiligten Kraftstoffen, Kraftstoffdrücken und -temperaturen, keine
Drosselwirkung bzw. nur noch eine marginale Auswirkung auf einen
Fluss des Kraftstoffs besitzen. D. h. je nach einer Stellung der
Düsennadel bildet
sich zwischen dem Düsenkörper und
der Düsennadel
eine Drosselstelle aus oder nicht.
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Durch
die erfindungsgemäße Drosselstelle im
Einlaufbereich des Kraftstoffs in die Düsennadelbohrung bzw. an einem
Abschnitt der Düsennadelbohrung,
wird der Querschnitt für
einen Zulauf des Kraftstoffs zu dem oder den Spritzlöchern der
Düsenbaugruppe
begrenzt. Hierdurch ergibt sich eine Drosselung der Strömung und
eine Verringerung eines Volumenstroms, insbesondere bei einem kleinen Hub
der Düsennadel.
Hierdurch lässt
sich erfindungsgemäß eine Einspritzverlaufs-Formung
besser realisieren. Eine Größe der Fluiddrossel,
insbesondere eine Spaltdicke und -höhe sind durch die geometrischen
Maße der
Düsennadel
und des Einlaufbereichs der Düsennadelbohrung
bzw. des Düsenkörpers einstellbar.
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Mit
der Schließstellung
der Düsennadel
ist hierbei eine vollständig
geschlossene Düsennadel gemeint,
wobei eine Dichtfläche
einer Düsenadelspitze
dichtend auf einem Düsennadelsitz
des Düsenkörpers sitzt;
die Düsennadel
weist keinen Hub auf, eine Einspritzung kann nicht stattfinden.
Mit der Offenstellung der Düsennadel
ist insbesondere eine vollständige
Offenstellung der Düsennadel
gemeint. D. h. die Düsennadel
ist gänzlich
offen, meist befindet sie sich dazu mit ihrer der Düsennadelspitze
abgewandten Stirnseite an einem mechanischen Anschlag; die Düsennadel
besitzt ihren Maximalhub, eine Einspritzung, insbesondere eine Haupteinspritzung,
kann stattfinden.
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Die
Stellungen der Düsennadel
zwischen der Schließstellung
und der vollständigen
Offenstellung, gliedern sich gemäß der Erfindung
in (Teil-)Offenstellungen bzw. Teilhubstellungen, bei welchen die
Fluiddrossel im Wesentlichen ausgebildet und in (Teil-)Offenstellungen
bzw. Teilhubstellungen, in welchen die Fluiddrossel im Wesentlichen
nicht ausgebildet ist. Ab welchem Düsennadelhub die Fluiddrossel
nicht mehr eingerichtet ist, bestimmt sich durch die geometrischen
Maße der
Fluiddrossel in der Schließstellung
der Düsennadel.
Somit ist die Spalthöhe
der Fluiddrossel in Längsrichtung
der Düsennadelbohrung
kürzer
als ein Maximalhub der Düsennadel,
d. h. keine Drosselwirkung bei Maximalhub der Düsennadel. Bevorzugt ist die
Spalthöhe
aber größer als
ein bestimmter kleiner Teilhub der Düsennadel, bei welchem üblicherweise
geringe Einspritzmengen realisiert werden; d. h. vorhandene Drosselwirkung bei
vergleichsweise kleinem Teilhub der Düsennadel.
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Daher
ist es gemäß der Erfindung
einerseits möglich,
geringe Einspritzmengen bei einem Teilhub der Düsennadel besser zu realisieren,
als dies bisher der Fall war; andererseits hat die Erfindung keinerlei Auswirkungen
auf ein Verhalten des Kraftstoffinjektors bei einem Maximalhub der
Düsennadel.
Um dieselbe Kraftstoffmenge wie im Stand der Technik bei einem kleinen
Teilhub der Düsennadel
einzuspritzen, kann erfindungsgemäß die Düsennadel beispielsweise länger geöffnet bleiben,
wodurch sich eine bessere Dosierbarkeit ergibt. Ferner ist es erfindungsgemäß darüber hinaus
auch möglich,
dieselbe Menge in derselben Zeit mit einem größeren Teilhub der Düsennadel
darzustellen, allerdings unter der Voraussetzung, dass die Fluiddrossel
noch eingerichtet ist. Diese beiden Möglichkeiten können natürlich auch gemeinsam
realisiert werden.
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In
der Schließstellung
der Düsennadel
bzw. bei einem geringen Teilhub der Düsennadel ist die Fluiddrossel
ein Ringspalt zwischen einer Innenwand der Düsennadelbohrung und einer Außenwand
der Düsennadel,
wobei der Ringspalt in einem Kraftstoff-Zulaufbereich des Düsenkörpers mündet. Hierbei
ist es bevorzugt, dass die Fluiddrossel zwischen einem Düsennadelkolben,
insbesondere einem Führungskolben
oder einem Nadelkolben der Düsennadel,
und der Düsennadelbohrung
ausgebildet ist. Zur Realisierung der Fluiddrossel weisen die Düsennadel und
die Düsennadelbohrung
entsprechende Drosselabschnitte auf. Eine Überdeckungslänge des
Drosselabschnitts der Düsennadel
mit der Düsennadelbohrung
bzw. eine Überdeckungslänge der
beiden korrespondierenden Drosselabschnitte ist dabei kleiner als
ein vergleichsweise großer
Teilhub, insbesondere kleiner als der Maximalhub, der Düsennadel.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung ist die Düsennadel
derart dimensioniert, dass sie in ihrer Schließstellung im Einlaufbereich
der Düsennadelbohrung
eine ringförmige
Stufe aufweist. Hierbei kann im Einlaufbereich je nach einer Ausführungsform
der Erfindung, ein von der Stufe aus einer Injektorbaugruppe zugewandter
Abschnitt der Düsennadel
im Durchmesser kleiner oder größer sein,
als ein von der Stufe aus der Düsenbaugruppe
zugewandter Abschnitt. Bei ersterer Ausführungsform ist es bevorzugt,
dass der Drosselabschnitt der Düsennadel,
an einem der Düsennadelspitze
abgewandten Abschnitt des Führungskolbens,
und bei letzterer Ausführungsform
an einem der Düsennadelspitze
abgewandten Abschnitt des Nadelkolbens vorgesehen ist.
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In
Ausführungsformen
der Erfindung ist der Drosselabschnitt der Düsennadel an einem Düsennadelkolben
oder einem der Düsennadelspitze
abgewandten Abschnitt des betreffenden Düsennadelkolbens vorgesehen,
wobei der Drosselabschnitt einen im Wesentlichen kreisrunden Umfang
besitzt. In bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung ist der Drosselabschnitt am oder stromaufwärts des
Führungskolbens
der Düsennadel
angeordnet. In der Schließstellung
der Düsennadel
ist deren Drosselab schnitt wenigstens teilweise in der Düsennadelbohrung
aufgenommen, und in der Offenstellung ist deren Drosselabschnitt
vollständig
außerhalb
der Düsennadelbohrung
angeordnet. Hierbei befindet sich der Drosselabschnitt bevorzugt
vollständig
im Zulaufbereich des Düsenkörpers für den einzuspritzenden Kraftstoff.
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In
bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung weist die Düsennadel
im Bereich der oben erwähnten
Stufe eine Nut, insbesondere eine um ihren radialen Umfang vollständig umlaufende
Ringnut, auf. Hierbei ist die einem Transport des Kraftstoffs dienende
Nut an einer der Düsennadelspitze
zugewandten Seite des Drosselabschnitts der Düsennadel in diese eingearbeitet.
Ferner erstreckt sich von der Nut eine Facette oder 3 oder 4 Flächen in
Richtung der Düsennadelspitze
weg. Hierbei dient die Facette oder 3 oder 4 Flächen einem Weitertransport des
Kraftstoffs in Richtung Düsennadelspitze.
Ferner kann eine rotationssymmetrische Übergangskontur vom Zulauf-
in den Einlaufbereich als eine Stufe ausgestaltet sein, deren Innenwinkel
größer oder
gleich einem rechten Winkel ist.
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Die
Erfindung wird im Folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beigefügte
Zeichnung näher
erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
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1 eine
erste Ausführungsform
einer Düsenbaugruppe
bzw.
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eines
Kraftstoffinjektors mit einer erfindungsgemäßen temporären Fluiddrossel;
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2 eine
zweite Ausführungsform
einer Düsenbaugruppe
bzw. eines Kraftstoffinjektors mit der erfindungsgemäßen temporären Fluiddrossel;
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3 eine
dritte Ausführungsform
einer Düsenbaugruppe
bzw. eines Kraftstoffinjektors mit der erfindungsgemäßen temporären Fluiddrossel;
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4 eine
Detailansicht einer gemäß der Erfindung
gerade aktiven Fluiddrossel; und
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5 eine
Detailansicht einer gemäß der Erfindung
inaktiven Fluiddrossel.
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand von drei Ausführungsbeispielen von Common-Rail-Kraftstoffinjektoren
für Dieselkraftstoffe
näher verläutert. Die
Erfindung soll jedoch nicht auf solche Ausführungsformen beschränkt sein,
sondern auf sämtliche Kraftstoffinjektoren
für sämtliche
fluidische Kraftstoffe angewendet werden können, wie z. B. Pumpe-Düse-Kraftstoffinjektoren
und Benzininjektoren.
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Wenn
in der Spezifikation, z. B. nur in Bezug auf ein einzelnes Bauteil
des betreffenden Kraftstoffinjektors, von einem stromaufwärtigen oder
einem stromabwärtigen
Bereich die Rede ist, so soll damit derjenige Bereich gemeint sein,
zu welchem der Kraftstoff in einem Betrieb des Kraftstoffinjektors
hin fließen
würde.
Hierbei sollen Leckageströme
des Kraftstoffinjektors außer
Acht bleiben. Darüber
hinaus sollen unter einer Düsennadelbohrung
ausschließlich
zylindrische Bohrungen mit einer engen Toleranz verstanden werden,
die eine gedrosselte oder eine ungedrosselte Führung für eine Düsennadel realisieren. D. h.
zwar, dass diese Bohrungen abschnittsweise, z. B. durch einen Ringraum
unterbrochen sein können,
dieser Abschnitt selbst aber, also vorliegend der Ringraum, nicht
zur Düsennadelbohrung
gehören
soll.
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Die 1 zeigt
einen Kraftstoffinjektor 1, der eine Düsenbaugruppe 10 und
eine Injektorbaugruppe 30 umfasst. Die Düsenbaugruppe 10 und
die Injektorbaugruppe 30 sind mittels einer Düsenspannmutter 40 fluiddicht
aneinander festgelegt.
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Die
Injektorbaugruppe 30 weist einen Injektorkörper 300 auf,
an oder in welchem ein Aktor 320 vorgesehen ist. Der Aktor 320 ist
bevorzugt als ein Piezoaktor 320 ausgebildet, kann z. B.
jedoch auch als ein elektromagnetischer Aktor 320 ausgelegt
sein. Der Aktor 320 kann mit einem hydraulischen (in der Zeichnung
nicht dargestellt) oder mechanischen Übertrager verbunden sein, der
im Injektorköper 300 angeordnet
ist. Der Aktor 320 und der Übertrager bilden dann einen
Stellantrieb.
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Der
Injektorkörper 300 weist
ferner einen hochdruckseitigen Fluidanschluss 302 für einen
einzuspritzenden Kraftstoff K auf, wobei der Fluidanschluss 302 mit
einer im Injektorkörper 300 ausgebildeten
Hochdruckleitung 310 hydraulisch gekoppelt ist. Über den
Hochdruckanschluss 302 ist der Kraftstoffinjektor 1 mit
einem in der Zeichnung nicht dargestellten Hochdruckfluidkreis eines
Verbrennungsmotors hydraulisch verbindbar. Die Hochdruckleitung 310 versorgt
einen im Injektorkörper 300 ausgebildeten
Steuerraum 350 sowie die Düsenbaugruppe 10 (s.
u.) mit Kraftstoff K unter Fluidhochdruck pH.
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Am
(in der Zeichnung nicht dargestellt) oder im Steuerraum 350 ist
ein Ventilglied 352 vorgesehen, welches in einer mechanischen
Verbindung mit dem Aktor 320 steht. In Abhängigkeit
von der Stellung des Ventilglieds 352 ist der Steuerraum 350 mit einer
Niederdruckseite (pN) des Kraftstoffinjektors 1 hydraulisch
ge- oder entkoppelt. Der Druck im Steuerraum 350 wirkt
mittels eines Kolbens 360 und eines Steuerkolben 362 über eine
Stirnseite 201 auf/in eine Düsennadel 200 der Düsenbaugruppe 20 ein.
Hierbei ist die Stirnseite 201 der Düsennadel 200 einem Düsennadelsitz 109 bzw.
einer Düsennadelspitze 210 abgewandt.
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Ferner
wird die Düsennadel 200 über eine
in einem Federraum 340 des Injektorkörpers 30 angeordnete
Düsennadelfeder 342 entweder
direkt oder wie in der Zeichnung dargestellt, über den Steuerkolben 362 in
Richtung ihres Düsennadelsitzes 109 gedrückt, um
bei einem Nichtanliegen des Fluidhochdrucks pH sicher
geschlossen zu sein. In Ausführungsformen
der Erfindung kann der Kolben 360 mit dem Steuerkolben 362 stofflich
einstückig
ausgebildet sein.
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Die
Düsenbaugruppe 10 des
Kraftstoffinjektors 1 weist einen Düsenkörper 100 mit einer
Düsennadelbohrung 110 und
einen Zulaufbereich 160 für den Kraftstoff K an der Düsennadelbohrung 110 auf, wobei
in der Düsennadelbohrung 110 die
bevorzugt stofflich einstückig
ausgebildete Düsennadel 200 verschieblich
angeordnet ist. Der im Düsenkörper 100 ausgebildete
und die Düsennadel 200 im
Bereich ihrer Düsennadelschulter 204 umgebende
Zulaufbereich 160 ist mit der Hochdruckleitung 310 des
Injektorkörpers 30 hydraulisch
verbunden, wodurch, bei einem Anliegen des Fluidhochdrucks pH am Hochdruckanschluss 302, im
Zulaufbereich 160 nahezu immer der Fluidhochdruck pH anliegt.
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Je
nach einem Druck im Steuerraum 350 wird die Düsennadel 200 entweder
in ihren Düsennadelsitz 109 gepresst
(Ventilglied 352 in Schließposition, im Steuerraum 350 herrscht
Fluidhochdruck pH) oder bewegt sich, falls
der Steuerraum 350 mit einem Niederdruckbereich (pN) des Kraftstoffinjektors 1 hydraulisch
verbunden ist (Ventilglied 352 in Offenposition), aufgrund
des Fluidhochdrucks pH im Zulaufbereich 160 und
der an ihr ausgebildeten Düsennadelschulter 204 von
ihrem Düsennadelsitz 109 weg,
wodurch Kraftstoff K durch wenigstens ein in der 1 nicht
dargestelltes Spritzloch 107 des Düsenkörpers 100 in einen
Zylinder 2 des Verbrennungsmotors eingespritzt werden kann.
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Die
Düsennadel 200 gliedert
sich in diesem Ausführungsbeispiel
in einen Führungskolben 202 (Düsennadelkolben 202)
und in einen Nadelkolben 206 (Düsennadelkolben 206),
die in einem Führungsschaft 102 des
Düsenkörpers 100 geführt sind.
Hierbei ist ein zwischen einer entsprechenden Führungsbohrung 112 des
Düsenkörpers 100 und
dem Führungskolben 202 ausgebildeter
Führungsspalt 113 fluiddrosselnd,
und ein zwischen einer entsprechenden Nadelbohrung 116 des
Düsenkörpers 100 und dem
Nadelkolben 206 ausgebildeter Nadelspalt 117 im
Wesentlichen nicht fluiddrosselnd ausgebildet. Zwischen dem Führungskolben 202 und
dem Nadelkolben 206 ist die im Zulaufbereich 160 angeordnete Düsennadelschulter 204 vorgesehen.
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In
einem Einlaufbereich 120 des Kraftstoffs K in die Düsennadelbohrung 110 bzw.
die Nadelbohrung 116 stromabwärts der Düsennadelschulter 204, ist
zwischen der Düsennadel 200 bzw.
deren Nadelkolben 206 und dem Düsenkörper 100 bzw. dessen Nadelbohrung 116 eine
erfindungsgemäße, als
ein Ringspalt 122 ausgebildete Fluiddrossel 122 eingerichtet,
welche weiter unten näher
erläutert
wird.
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Die 2 zeigt
nun ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines Kraftstoffinjektors 1, dessen Düsennadel 200 jedoch
nicht wie bei dem Ausführungsbeispiel
nach 1 mittels eines Servoventils betätigbar ist,
sondern mittels eines mechanischen Übertragers der Düsenbaugruppe 10.
Ferner ist bei dem Kraftstoffinjektor 1 die Düsenbaugruppe 10 anders konfiguriert,
wobei die Düsennadel 200 vollständig in einem
Hochdruckbereich des Kraftstoffinjektors 1 bewegbar vorgesehen
ist. Ansonsten kann dieser Kraftstoffinjektor 1 im Wesentlichen
wie der oben erläuterte
ausgebildet sein.
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Der
vom Aktor 320 betätigbare
mechanische Übertrager
weist einen in einem Gehäuse 500 einer Hubumkehr-Einrichtung 50 verschieblich
gelagerten Druckstift 510 auf, der eine mechanische Kopplung zwischen
dem Piezoaktor 320, insbesondere dessen Kopfplatte 324,
und einer Glocke 520 bzw. einer Druckglocke 520 realisiert,
die in einer Ausnehmung 502 des Gehäuses 500 vorgesehen
ist. Bevorzugt erstreckt sich die Ausnehmung 502 des Gehäuses 500 von
einer dem Düsenkörper 100 zugewandten
Seite des Gehäuses 500 in
dieses hinein. Von dieser Seite aus ist die Druckglocke 520 in
das Gehäuse 500 einsetzbar.
Auf einer dieser gegenüberliegenden
Seite ist das Gehäuse 500 mittels
einer Decke im Wesentlichen geschlossen.
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Der
Druckstift 510 ist in einer Bohrung der Decke des Gehäuses 500 mit
einer engen, fluiddrosselnden Passung geführt und überträgt in einem Betrieb des Kraftstoffinjektors 1 Druckkräfte vom
Piezoaktor 320 auf die in der Gehäuseausnehmung 502 befindliche
Druckglocke 520. In einer Richtung der Druckkraft des Piezoaktors 320 schließen sich
an die Druckglocke 520 wenigstens ein, bevorzugt jedoch zwei
Hebel 522, 524 an, die von Schenkeln bzw. einem
dem Düsenkörper 100 zugewandten
Rand der Druckglocke 520 bevorzugt noch innerhalb des Gehäuses 500 betätigbar sind.
Die beiden Hebel 522, 524 liegen da bei auf einer
zwischen dem Gehäuse 500 und
dem Düsenkörper 100 angeordneten
Zwischenscheibe 530 auf.
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Die
Hebel 522, 524 erstrecken sich dabei bevorzugt
von einer inneren Seitenwand der Ausnehmung 502 des Gehäuses 500 radial
nach innen in das Gehäuse 500 hinein
und greifen mit einem inneren freien Endabschnitt jeweils an einem
Vorsprung der Düsennadel 200 an.
Der bzw. die Vorsprünge
der Düsennadel 200 werden
bevorzugt von einem an einem freien Längsendabschnitt der Düsennadel 200 vorgesehenen
Teller 208 gebildet, wobei die beiden Hebel 522, 524 an
einem der Düsennadelspitze 210 zugewandten
Rand des Tellers 208 angreifen.
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Damit
sich die Düsennadel 200 in
die Ausnehmung 502 des Gehäuses 500 hineinerstrecken kann,
weist die Zwischenscheibe 530 bevorzugt mittig eine Bohrung
auf, durch welche sich der freie Längsendabschnitt der Düsennadel 200 mit
ihrem Teller 208 hindurcherstrecken kann (207).
In anderen Ausführungsformen
der Erfindung kann die Zwischenscheibe 230 auch weggelassen
werden, wobei dann die Hebel 522, 524 an einer
Stirnseite des Düsenkörpers 100 aufliegen.
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Längt sich
nun der Piezoaktor 320, so wird dessen Längsausdehnung über den
Druckstift 510 auf die Druckglocke 520 übertragen.
Hierbei stützt sich
der Piezoaktor 320 an einem Widerlager des Kraftstoffinjektors 1 ab,
welches bezüglich
des Piezoaktors 320 auf einer der Hubumkehr-Einrichtung 50 abgewandten
Seite des Kraftstoffinjektors 1 angeordnet ist. Die Druckglocke 520 wiederum
betätigt
die beiden in das Gehäuse 500 hineinstehenden
Hebel 522, 524, die daraufhin den Teller 208 der
Düsennadel 200 anheben
und somit die Düsennadel 200 aus ihrem
Düsennadelsitz 109 bewegen – eine Einspritzung
beginnt. Beim Beenden der Einspritzung zieht sich der Piezoaktor 320 zusammen,
die Düsennadel 200 wird
von einer Rückstellfeder 140,
die zwischen einer Schulter 205 der Düsennadel 200 und der
Zwischenscheibe 530 vorgespannt sitzt, wieder in ihren Düsennadelsitz 109 gepresst,
wobei die Spritzlöcher 102 vom
Hochdruck getrennt werden – die
Einspritzung ist beendet.
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Der
sich an den mechanischen Übertrager anschließende Teil
der Düsenbaugruppe 10 umfasst den
Düsenkörper 100 mit
der Düsennadelbohrung 110.
Die Düsennadelbohrung 110 wird über den Hochdruckanschluss 302,
die Hochdruckleitung 310 (beides in der 2 nicht
dargestellt) und den Zulaufbereich 160 im Düsenkörper 100 mit
dem unter Hochdruck pH stehenden Kraftstoff
K versorgt. Der Kraftstoff K fließt dabei am Piezoaktor 320 vorbei
und mündet
bevorzugt in einer Leitung in der Decke des Gehäuses 500 der mechanischen
Hubumkehr-Einrichtung 50 (ebenfalls in der 2 nicht
dargestellt). Hiervon ausgehend, gelangt der Kraftstoff K direkt
in die Ausnehmung 520 des Hebelgehäuses 500, strömt von dort
aus in die Bohrung der Zwischenscheibe 530 und gelangt
schließlich
in den sich daran stromabwärts
anschließenden
Zulaufbereich 160.
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Die
Düsennadelbohrung 110 des
Düsenkörpers 100 kann
sich hier wieder, wie oben dargestellt, in zwei Abschnitte, nämlich in
die Führungsbohrung 112 und
in die zur Führungsbohrung 112 mit
gleichem Durchmesser koaxial liegende Nadelbohrung 106,
aufgliedern. Es ist in einer in 2 nicht
dargestellten Alternative möglich,
im Wesentlichen nur eine Führungsbohrung 112 oder
nur eine Nadelbohrung 116 vorzusehen, da die Düsennadel 200 hierbei
nur mehr noch im Wesentlichen einen Führungskolben 202 bzw.
einen Nadelkolben 206 besitzt. Der Führungsspalt 113 und/oder
der Nadelspalt 117 sind bei diesen Ausführungsformen der Erfindung
beide im Wesentlichen ungedrosselt. Eine Passung für eine Führung hat
zwar nur ein geringes Spiel von ca. 2..4 μm, aber eine Entdrosselung einer
Fluidpassage zur Düsennadelspitze 210 erfolgt
durch eine Facette 230 bzw. 3 oder 4 Flächen 230 in der Düsennadel 200 bzw.
dem entsprechenden Düsennadelkolben 202, 206.
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Eine
dritte Ausführungsform
eines Kraftstoffinjektors 1 zeigt 3, wobei
der Düsenkörper 100 und
die Düsennadel 200,
sowie der Injektorkörper 30 eine ähnliche
Konfiguration besit zen wie Ausführungsformen
von Kraftstoffinjektoren 1 gemäß 2. Insbesondere
ist in 3 noch eine Führungshülse 150 für die Düsennadel 200 zu
erkennen, in dessen Hülsenbohrung 152 ein
Führungsabschnitt 203 der
Düsennadel 200 gleitgelagert
ist. Hierbei kann die Führungshülse 150 druckausgeglichen sein.
Eine Rückstellkraft
für die
Düsennadel 200 ergibt
sich aus der Düsennadelfeder 140,
welche zwischen der Führungshülse 150 und
der davon stromabwärts
befindlichen Schulter 205 der Düsennadel 200 vorgespannt
sitzt. Das folgende, zur dritten Ausführungsform des Kraftstoffinjektors 1 erläuterte,
ist auch auf Ausführungsformen
von Kraftstoffinjektoren 1 gemäß der 2 anwendbar.
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Die
Düsennadel 200 selbst
wird von einem Hubeinstellbolzen 370 betätigt, der
wiederum von einem Steuerkolben 362 o. ä. betätigbar ist. Der Hubeinstellbolzen 370 ist
hierbei Teil eines Bereichs des Kraftstoffinjektors 1,
in welchem Niederdruck pN herrscht. D. h.
die Düsennadel 200 ist
mit ihrem Führungsabschnitt 203 gedrosselt
in der Führungshülse 150 geführt, die
ihrerseits dichtend an einer Zwischenscheibe 330 anliegt.
Der aus dem Injektorkörper 30 kommende
Kraftstoff K fließt
durch eine Bohrung in der Zwischenscheibe 330 hindurch
in einen Abschnitt des Zulaufbereichs 160, in welchem die Führungshülse 150 angeordnet
ist.
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Bei
den beiden gemäß den 2 und 3 beschriebenen
Ausführungsformen
der Kraftstoffinjektoren 1, weist ein jeweiliger Einlaufbereich 120 für den Kraftstoff
K zur/in die Düsennadelbohrung 110 bzw.
die Führungsbohrung 112,
stromabwärts
der Schulter 205 der Düsennadel 200,
wiederum zwischen der Düsennadel 200 bzw.
deren Führungskolben 202,
und dem Düsenkörper 100 bzw.
dessen Führungsbohrung 112,
die erfindungsgemäße, ebenfalls
als ein Ringspalt 122 ausgebildete Fluiddrossel 122 auf,
welche im Folgenden näher
erläutert
wird. In der alternativen Ausführungsform
des Kraftstoffinjektors 1 gemäß 1 befindet
sich die erfindungsgemäße Fluiddrossel 122 zwischen
dem Nadelkolben 206 und dem Düsenkörper 100 bzw. der
Nadelbohrung 116.
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Andere
Ausführungsformen
von Kraftstoffinjektoren 1 sind anwendbar. So ist es z.
B. möglich, die
Düsennadel 200 mittels
des Aktors 320 direkt und/oder invers anzusteuern. Darüber hinaus
ist es beispielsweise möglich,
eine nach außen öffnende Düsennadel 200 anzuwenden.
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Die
erfindungsgemäß eingerichtete
Fluiddrossel 122 ist in der 4 gut zu
erkennen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Fluiddrossel 122 nur
in einer Schließstellung
S oder in einer Teilhubstellung T mit einem vergleichsweise geringem
Hub H der Düsennadel 200 eingerichtet
ist. In einer offeneren als in der in 4 dargestellten
Stellung befindet sich die Düsennadel 200 in
einer Offenposition O oder einer Teilhubstellung mit einem vergleichsweise großem Hub
H. Hierbei ist die Fluiddrossel 122 ausgerückt, was
in 5 dargestellt ist; d. h. es existiert in der Offenposition
O oder einer Teilhubstellung mit einem vergleichsweise großem Hub
H der Düsennadel 200 keine
Fluiddrossel 122 mehr. Erfindungsgemäß ist damit in einer Teilhubstellung
T mit einem vergleichsweise geringem Hub H der Düsennadel 200 ein nur
gedrosselter Zulauf, und in einer Teilhubstellung mit einem vergleichsweise
großem
Hub H oder einer vollständigen
Offenstellung O der Düsennadel 200 ein
ungehinderter Zulauf von Kraftstoff K zu den Spritzlöchern 107 möglich.
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Um
diese erfindungsgemäße, je nach
einem Hub H der Düsennadel 200 vorhandene
oder nicht vorhandene Drosselstelle 122 vorzusehen, muss sich
diese mit der Düsennadel 200 derart
mitbewegen, dass ein für
die Fluiddrossel 122 maßgeblicher Abschnitt in einen
Bereich bewegbar ist, in welchem dieser drosselnd, und in einen
anderen Bereich bewegbar ist, in welchem dieser nicht mehr drosselnd wirken
kann. D. h., dass sich die erfindungsgemäße Fluiddrossel 122 insbesondere
durch zwei Bauteile bzw. Abschnitte des Kraftstoffinjektors 1 konstituiert. Eines
dieser Bauteile ist vorteilhafterweise die Düsennadel 200 selbst,
und ein anderes ein mit ihr zusammenwirkender Ab schnitt innerhalb
des Düsenkörpers 100,
insbesondere die Düsennadelbohrung 110.
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Erfindungsgemäß sind diese
beiden Abschnitte derart zueinander angeordnet, dass sie wenigstens
in der Offenstellung O der Düsennadel 200 für den Kraftstoff
K nicht mehr drosselnd wirken. Bevorzugt wird die sich mit einer
Hubbewegung der Düsennadel 200 bildende
(Schließstellung
S und kleiner Teilhub H der Düsennadel 200)
und wieder ausrückende
(Offenstellung O und großer
Teilhub H der Düsennadel 200)
Fluiddrossel 122 mittels eines Drosselabschnitts 220 an
der Düsennadel 200 eingerichtet,
der mit der Düsennadelbohrung 110 drosselnd
zusammenwirken kann. Hierbei ist der Drosselabschnitt 220 bzw.
nur ein Abschnitt davon derart in die Düsennadelbohrung 110 hinein-
und vollständig wieder
herausbewegbar, dass sich eine erfindungsgemäße Drosselwirkung ergibt.
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Gemäß der Erfindung
ist der Drosselabschnitt 220 derart an der Düsennadel 200 vorgesehen,
dass er sich mit der Düsennadelbohrung 110 teilweise überdeckt.
Hierbei ist es bevorzugt, dass sich der Drosselabschnitt 220 in
einem Einlaufbereich 120 der Düsennadelbohrung 110 mit
dieser überdeckt,
und sich darüber
hinaus ein Abschnitt des Drosselabschnitts 220 aus dem
Einlaufbereich 120 heraus in den Zulaufbereich 160 erstreckt,
was gut in der 4 zu erkennen ist. Der Zulaufbereich 160 dient
einem Zulauf des Kraftstoffs K zur Düsennadelbohrung 110 hin
bzw. in diese hinein. Ferner zeigt die 4 durch
Pfeile an, wie der Kraftstoff K aus dem Zulaufbereich 160,
durch die Fluiddrossel 122 hindurch in Richtung der Spritzlöcher 107 strömt.
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Befindet
sich die Düsennadel 200 z.
B. in ihrer in 5 gezeigten Offenstellung O,
so ist der Drosselabschnitt 220 der Düsennadel 200 vollständig aus
der Düsennadelbohrung 110 bzw.
ihrem Einlaufbereich 120 herausbewegt, sodass der Kraftstoff K
auf seinem Weg zu den Spritzlöchern 207 einen ungedrosselten
Zutritt in die Düsennadelbohrung 110 besitzt.
Für eine
Entdrosselung der Fluidpassage zwischen einer Innenwand der Düsennadelbohrung 100 und
einer Außenwand
der Düsennadel 200, weist
die Düsennadel 200 sich
in Längsrichtung
L des Kraftstoffinjektors 1 erstreckende Facetten 230 bzw.
3 oder 4 Flächen 230 auf.
Ferner ist es bevorzugt, dass sich stromabwärts des Drosselabschnitts 220 eine
Ringnut 222 in der Düsennadel 200 befindet,
welche einen Zufluss des Kraftstoffs K in die durch die Facetten 230 bzw.
3 oder 4 Flächen 230 geschaffenen
Freiräume
erleichtert.
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Je
nach einer Lage des Zulaufbereichs 130 des Kraftstoffinjektors 1 kann
der Drosselabschnitt 220 der Düsennadel 200 an einem
Führungskolben 202 (siehe
Ausführungsformen
gemäß 2 und 3)
oder einem Nadelkolben 206 (siehe Ausführungsformen gemäß 1)
der Düsennadel 200 vorgesehen
sein. Hierbei ist unter Zulaufbereich 130 derjenige, mit
Kraftstoff K gefüllte
Bereich des Düsenkörpers 100 stromaufwärts desjenigen
Abschnitts der Düsennadelbohrung 110 gemeint,
welcher unmittelbar zu den Spritzlöchern 207 führt. An
den Zulaufbereich 130 schließt sich stromabwärts unmittelbar der
Einlaufbereich 120 der Düsennadelbohrung 110 an.
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Eine
Drosselcharakteristik ist über
die geometrischen Maße
der als Ringspaltdrossel 122 ausgebildeten Fluiddrossel 122 einstellbar.
Dies betrifft insbesondere eine Höhe des Ringspalts in Längsrichtung
L und eine Spaltdicke D in radialer Richtung. Die maximale Höhe der Fluiddrossel 122 ergibt
sich aus einer Überdeckungslänge Ü des Drosselabschnitts 220 mit
der Düsennadelbohrung 110 bzw. deren
Einlaufbereich 120. Die Überdeckungslänge Ü berechnet
sich gemäß 3 zu: Ü = L2 + Hmax – L1. Hierbei ist L1 ein
Abstand eines Beginns der Düsennadelbohrung 110 bis
zur Anschlagscheibe 330, 530, L2 ein
Abstand eines Düsennadelkolben-seitigen
Beginns des Drosselabschnitts 220 zur Stirnseite 201 der
Düsennadel 200 und
Hmax der maximale Hub der Düsennadel 200.
Ferner ergibt sich die Spaltdicke D zu D = (D2 – D1)/2, wobei D1 ein
Durchmesser des Drosselabschnitts 220 und D2 ein
Durchmesser des betreffenden Düsennadelkolbens 202, 206 ist.
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Ist
im Betrieb des Kraftstoffinjektors 1 der Hub H der Düsennadel 200 kleiner
als die Überdeckungslänge Ü, erfolgt
also ein geringer Teilhub H der Düsennadel 200 (Teilhubstellung
T), so strömt
der Kraftstoff K durch eine Querschnittsverengung aufgrund der Fluiddrossel 122,
ggf. durch die Ringnut 222 und über die Facetten 230 bzw.
3 oder 4 Flächen zu
den Spritzlöchern 207.
Ist der Hub H der Düsennadel 200 größer als
die Überdeckungslänge Ü, erfolgt
also wenigstens ein großer
Teilhub H der Düsennadel 200 oder
befindet sich die Düsennadel 200 in ihrer
Offenstellung O, so strömt
der Kraftstoff K ungedrosselt zu den Spritzlöchern 207.