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DE102008047076A1 - Fügebauteil und Wärmetauscher - Google Patents

Fügebauteil und Wärmetauscher Download PDF

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DE102008047076A1
DE102008047076A1 DE102008047076A DE102008047076A DE102008047076A1 DE 102008047076 A1 DE102008047076 A1 DE 102008047076A1 DE 102008047076 A DE102008047076 A DE 102008047076A DE 102008047076 A DE102008047076 A DE 102008047076A DE 102008047076 A1 DE102008047076 A1 DE 102008047076A1
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DE
Germany
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DE102008047076A
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English (en)
Inventor
Martin Dipl.-Ing. Kaspar
Uwe Dipl.-Ing. Förster
Erwin Dipl.-Ing. Skiba
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Mahle International GmbH
Original Assignee
Behr GmbH and Co KG
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    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Fügebauteil (10, 10') mit wenigstens einem ersten Bauteil (1) und einem zweiten Bauteil (2), die im Bereich (B) einer Fügeverbindung mit einer Fügepassung (3) aneinandergefügt sind, wobei das erste Bauteil (1) das zweite Bauteil (2) wenigstens im Bereich (B) der Fügeverbindung überlappt und die Fügepassung (3) durch einen Formverlauf wenigstens eines der Bauteile (1, 2) ausgebildet ist, wobei das wenigstens eine Bauteil (1, 2) zur Ausbildung der Fügepassung (3) eine Hinterschneidung aufweist, die vom distalen Ende zum proximalen Bereich des wenigstens einen Bauteils (1, 2) zunehmend ausgestaltet ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Fügebauteil mit wenigstens einem ersten Bauteil und einem zweiten Bauteil, die im Bereich einer Fügeverbindung mit einer Fügepassung aneinander gefügt sind, wobei das erste Bauteil das zweite Bauteil wenigstens im Bereich der Fügeverbindung überlappt und die Fügepassung durch einen Formverlauf wenigstens eines der Bauteile ausgebildet ist. Weiter betrifft die Erfindung einen Wärmetauscher.
  • Insbesondere betrifft die Erfindung ein Lötbauteil, wobei die Fügeverbindung in Form einer Lötverbindung gebildet ist.
  • Beim Fügen von Bauteilen besteht oftmals die Problematik, dass die einzelnen Bauteile vor dem Fügen zueinander fixiert sein sollten. Andererseits ist es oftmals notwendig, eine mit einem Spalt zu versehende Fügepassung zur Verfügung zu stellen, um Raum für ein Fügemittel zu schaffen.
  • Dies betrifft insbesondere Lötbauteile mit einem aneinander gelöteten ersten Bauteil und zweiten Bauteil wie es beispielsweise für den Fall eines Abgaskrümmers für einen Verbrennungsmotor in EP 1365121 B1 beschrieben ist. Bei solchen üblichen Lötverbindungen, beispielsweise auch eines Plattenheizkörpers der DE 671 20 448.3 , tritt dieses Problem regelmäßig auf – es ist ein üblicher Fügespalt vorgesehen in unmittelbarer Nähe zu einem Lotdepot, welches durch einen Abstandsraum zwischen dem ersten Bauteil und dem zweiten Bauteil zur Verfügung gestellt wird, beispielsweise ein Lotdepot in Form einer Fase oder einer abgeschrägten Wand eines der Bauteile.
  • Darüber hinaus erweist sich dieses Problem als zunehmend gravierend bei Verbindungen zwischen einem Rohr und einem weiteren Bauteil, beispielsweise einem Flansch oder einem anderen Rohr od. dgl. Probleme der eingangs genannten Art treten bei Lötverbindungen auf selbst wenn, wie in DE 10 2004 038 099 A1 , ein Abstandsraum zwischen dem ersten und zweiten Bauteil als Lotdepot dient und ein Fügespalt kapillare Wirkung entfalten kann. Zwar lässt sich bereits eine vergleichsweise gute Lötverbindung aufgrund der bestehenden Kapillarwirkung in dem Fügespalt zwischen dem ersten und zweiten Bauteil erreichen. Allerdings ist nicht gewährleistet, dass eine ausreichende mechanische Fixierung des ersten und zweiten Bauteils aneinander vor dem Lötvorgang besteht.
  • Solange eines der Bauteile, z. B. mit einer Lotschicht, plattiert ist, sind auch Presspassungen verlötbar, da das Lot bereits in der Fügepassung vorhanden ist und durch Aufschmelzen für eine dichte und feste Lötverbindung sorgt. Bei Verlötung von Bauteilen, die nicht lotplattiert sind, muss Lot z. B. von einem Lotdepot wie in der DE 10 2004 038 099 A1 beschrieben, zugeführt werden. Andererseits kann eine Presspassung nicht vom Lot durchdrungen werden, so dass gegebenenfalls auch kein ausgeprägter Lotmeniskus von beiden Seiten der Verbindung erreichbar ist.
  • EP 0 422 612 B1 sieht ein bereits verbessertes Fügebauteil der eingangs genannten Art vor, bei dem die Fügepassung durch einen Formverlauf wenigstens eines der Bauteile ausgebildet ist. Ein auseinander laufender Bereich am axialen äußeren, d. h. distalen, Ende eines Stutzenteils führt zu einer Wandstärkenverjüngung und schafft so einen Anordnungsbereich am distalen Ende für ein Lotdepot. Allerdings fehlt auch hier eine Fixierung der Bauteile aneinander vor dem Lötvorgang.
  • Wünschenswert wäre eine Fügepassung, welche zur Gewährleistung einer verbesserten Fügeverbindung einerseits eine ausreichende mechanische Fixierung vor dem Fügen ermöglicht und andererseits einen ausreichenden Spalt aufweist, der insbesondere zur Ausbildung einer Kapillarwirkung geeignet ist.
  • An dieser Stelle setzt die Erfindung an, deren Aufgabe es ist, ein Fügebauteil anzugeben, welches eine verbesserte Fügeverbindung ermöglicht. Insbesondere soll das Fügebauteil eine Fügepassung aufweisen, welche eine ausreichende mechanische Fixierung des ersten und zweiten Bauteils vor dem Fügevorgang erlaubt und andererseits einen Spalt aufweist, der vorzugsweise ausreichend ist, um eine vorteilhafte Kapillarwirkung zu entfalten. In besonders bevorzugter Weise soll ein Formverlauf wenigstens eines der Bauteile ausgebildet sein, um die zuvor genannten Aufgaben möglichst vorteilhaft zu lösen.
  • Betreffend das Fügebauteil wird die Aufgabe durch die Erfindung mittels eines Fügebauteils der eingangs genannten Art gelöst, bei dem erfindungsgemäß das wenigstens eine Bauteil zur Ausbildung der Fügepassung eine Hinterschneidung aufweist, die vom distalen Ende zum proximalen Bereich des wenigstens einen Bauteils zunehmend ausgestaltet ist.
  • Unter einer Hinterschneidung, welche zunehmend ausgestaltet ist, ist gemäß dem Konzept der Erfindung insbesondere eine Hinterschneidung zu verstehen, deren Hinterschnitt sich geometrisch vergrößert, d. h. bei dem das Hinterschnittmaß zunimmt.
  • Das Konzept der Erfindung betrifft insbesondere ein Lötbauteil mit wenigstens einem ersten Bauteil und einem zweiten Bauteil, die im Bereich der Lötverbindung mit einer Lötpassung aneinandergelötet sind, wobei das erste Bauteil das zweite Bauteil wenigstens im Bereich der Lötverbindung überlappt und die Lötpassung durch einen Formverlauf wenigstens eines der Bauteile ausgebildet ist. Dabei ist vorgesehen, dass das wenigstens eine Bauteil zur Ausbildung der Lötpassung eine Hinterschneidung aufweist, die vom distalen Ende zum proximalen Bereich des wenigstens einen Bauteils zunehmend ausgestaltet ist.
  • Unter einem proximalen Bereich des Bauteils ist im Vergleich zu einem distalen Bereich der Bereich zu verstehen, der bezüglich eines Bezugspunktes näher gelegen ist als der distale Bereich.
  • Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass aus dem Stand der Technik bekannte Abstandsräume, die zur Ausbildung einer Fügepassung entstehen, ohne dass ein Formverlauf der Bauteile wesentlich geändert ist, die eingangs gestellte Aufgabe nicht erfüllen. Bloße Anfasungen oder Abschrägungen oder Abbiegungen von Randbereichen der beteiligten Bauteile, ohne dass deren Formverlauf wie Wandstärke od. dgl. geändert ist, kann gemäß der Überlegung der Erfindung nicht die von der eingangs gestellten Aufgabe geforderte Wirkung entfalten. Die Erfindung hat erkannt, dass ein Formverlauf des wenigstens einen Bauteils zur Ausbildung der Fügepassung in Form einer Hinterschneidung gebildet werden kann. Zur Erfüllung der eingangs genannten Aufgabe ist die Hinterschneidung vom distalen Ende zum proximalen Bereich des wenigstens einen Bauteils zunehmend ausgestaltet.
  • Dem Konzept der Erfindung folgend hat eine solche Fügepassung insbesondere die Wirkung, dass die Fügepassung einen die Bauteile mechanisch haltenden Bereich ausbildet, welcher dem distalen Ende des wenigstens einen Bauteils zu angeordnet ist. Gegebenenfalls kann die Fügepassung, zusätzlich oder alternativ, auch einen die Bauteile mechanisch haltenden Presspassungsbereich ausbilden, welcher dem distalen Ende des wenigstens einen Bauteils zu angeordnet ist. Es hat sich auch als vorteilhaft erwiesen, dass, dem Konzept der Erfindung folgend, die Fügepassung einen weiteren Bereich mit Spalt aufweist. Vorzugsweise verjüngt sich der Spalt vom proximalen Bereich zum distalen Ende insbesondere kontinuierlich.
  • Im Rahmen einer besonders bevorzugten konstruktiven Weiterbildung gemäß dem Konzept der Erfindung ist vorgesehen, dass das wenigstens eine Bauteil zur Ausbildung der Fügepassung wenigstens im Bereich der Fügeverbindung eine Wandstärkenverjüngung aufweist, die vom distalen Ende zum proximalen Bereich des wenigstens einen Bauteils zunehmend ausgestaltet ist.
  • Solche und ähnliche Maßnahmen gemäß dem Konzept der Erfindung gewährleisten, dass eine Fügepassung zum einen derart ausgebildet ist, dass eine mechanische Halterung des ersten und zweiten Bauteils aneinander bereits vor dem Fügevorgang erfolgen kann und zum anderen ein ausreichender Spaltraum zwischen dem ersten und zweiten Bauteil vor dem Fügen verbleibt; dies beispielsweise um eine für eine Lötverbindung vorteilhafte Kapillarwirkung zu gewährleisten oder ein Lotdepot zur Verfügung zu stellen od. dgl.
  • Das Konzept der Erfindung ist grundsätzlich nicht beschränkt auf eine Lötverbindung, sondern vielmehr können auch andere fügende Verbindungsarten mit dem Konzept der Erfindung vorteilhaft verbessert werden, beispielsweise eine Schweißverbindung oder eine Klebeverbindung.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen und geben im Einzelnen vorteilhafte Möglichkeiten an, das oben erläuterte Konzept im Rahmen der Aufgabenstellung sowie hinsichtlich weiterer Vorteile zu realisieren.
  • Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, dass die Hinterschneidung kontinuierlich verlaufend in Richtung des proximalen Bereichs des wenigstens einen Bauteils ausgebildet ist. Ein kontinuierlicher Verlauf, beispielsweise ein rampenartiger schräger Verlauf mit einem bestimmten Winkel hat eine besonders bevorzugte ausgewogene Wirkung – zum einen zur Ausbildung einer mechanischen Fixierung der Bauteile vor dem Fügen und zum anderen zur Ausbildung eines ausreichend großen Fügespaltes, z. B. zur Entfaltung einer Kapillarwirkung.
  • Darüber hinaus hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass die Hinterschneidung nur an einem, d. h. an einem einzigen, Bauteil zur Ausbildung der Fügepassung angeordnet ist. Besonders bevorzugt ist dazu nur das erste, das zweite Bauteil überlappende Bauteil vorgesehen. Es hat sich gezeigt, dass die Bearbeitung von distalen Enden vor allem bei einem überlappenden Bauteil – oder im Falle eines Stutzens od. dgl., einem umgebenden Bauteil – besonders günstig im Rahmen eines Herstellungsverfahrens erfolgen kann. Vorteilhaft ist dies insbesondere der Fall, wenn das erste Bauteil das zweite Bauteil wenigstens im Bereich der Fügeverbindung umgibt. Vorzugsweise ist das zweite Bauteil ein Rohr.
  • Häufig ist das umfasste zweite Bauteil bereits weiterverarbeitungsfertig. Die vorgenannte Weiterbildung der Erfindung erlaubt eine Bearbeitung beispielsweise eine Innenrändelung, am ersten Bauteil, ohne dass am zweiten Bauteil ein zusätzlicher Herstellungsschritt vorgenommen werden müsste. Insbesondere wird eine Innenpassung am ersten Bauteil meistens maschinell bearbeitet, so dass eine geeignete Ausführung einer Fügepassung gemäß der vorgenannten Weiterbildung keine nennenswerte Kostenrelevanz mit sich bringt.
  • Ist eine Fügeverbindung in Form einer Lotverbindung gebildet hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass die Fügepassung einen weiteren Bereich mit Spalt aufweist, welcher zwischen einem Lotdepot, beispielsweise in Form eines Lotrings od. dgl., und einem mechanisch haltenden Bereich der Fügepassung angeordnet ist. Dies hat den Vorteil, dass der weitere einen Fügespalt aufweisende Bereich bei Aufschmelzen des Lotdepots das Lot durch Kapillarwirkung in den engeren Bereich des Fügespalts – welcher vor dem Fügen zur mechanischen Fixierung der Bauteile dient – leiten kann. Diese synergetische Wirkung führt zur Gewährleistung einer besonders guten Lötverbindung gemäß dem Konzept der Erfindung.
  • Im Rahmen einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist darüber hinaus vorgesehen, dass die Fügepassung einen in Form eines Absatzes gebildeten Grund aufweist, der zum proximalen Bereich hin des wenigstens einen Bauteils gebildet ist. Ein Radius mit endlicher Krümmung leitet zwischen der Hinterschneidung und dem Grund über. Unter einem Radius endlicher Krümmung ist ein Radius zu verstehen, welcher eine Krümmung aufweist, die deutlich über einer üblichen bearbeitungsbedingten Radiuskrümmung liegt. Unter einem Radius ist insbesondere ein Innenradius zu verstehen, vorzugsweise ein Innenradius an einem ersten Bauteil, vorzugsweise dem das zweite Bauteil überlappenden bzw. umgebenden Bauteil. Es hat sich gezeigt, dass ein Lotdepot besonders vorteilhaft im Bereich des Radius, insbesondere im Bereich des Innenradius, angeordnet werden kann. Dies vermeidet eine Anhaftung von Lot wie es beispielsweise aus Kanten oder Eckbereichen bekannt ist, die lediglich eine übliche bearbeitungsbe dingte – in diesem Sinne unendlich kleine – Radiuskrümmung aufweisen. Insbesondere ist bei Innenkanten oder Ecken die Kapillarwirkung hoch, somit würde Lot in diesen Bereichen zurückgehalten. Eine gemäß der zuvor genannten Weiterbildung wird eine effektivere Ausnutzung der eingesetzten Lotmenge im Lotdepot erreicht.
  • Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass das distale Ende des wenigstens einen Bauteils, vorzugsweise des umgebenden oder überlappenden Bauteils, mit einer Fase zum anderen Bauteil versehen ist. Für den Fall, dass die Kapillarwirkung Lot aus dem Fügespalt austreiben sollte, kann die Fase zur Aufnahme von überschüssigem Lot dienen.
  • Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein quer zur Überlappungsrichtung liegender Querschnitt der Fügepassung eine unrunde Form aufweist, beispielsweise eine eckige oder polygonale Form od. dgl. In einer Querschnittsansicht ergibt sich vorteilhaft, dass Eckbereiche einer solchen unrunden Form eines Querschnitts besonders vorteilhafte etwa linienförmige Kapillare ausbilden. Die Eckbereiche verbindende, beispielsweise geradlinige, Strecken der unrunden Form können vorteilhaft zur Anlage zwischen dem ersten und zweiten Bauteil und damit zur mechanischen Fixierung derselben vor dem Fügen dienen. Die Weiterbildung einer unrunden Querschnittsform dient in vorteilhafter Weise zur Verbesserung der synergetischen Wirkung gemäß dem Konzept der Erfindung, welche die Fixierung der Bauteile vor der Fügeverbindung einerseits und die vorteilhafte Ausbildung eines Fügespaltes andererseits erreicht.
  • Mit anderen Worten, eine unrunde Form od. dgl. hat den Vorteil, dass diese regelmäßig bei einem das zweite Bauteil umgebenden ersten Bauteil dazu führt, dass vor allem ein rundes eingeschobenes zweites Bauteil nicht über den gesamten Umfang berührt wird. Dies hat die Wirkung, dass dem Lot ein Weg umfänglich nach außen versperrt ist und das Lot – praktisch in „Lotlinien” – in den Eckbereichen der unrunden Form, beispielsweise eines Polygons od. dgl., durch die Kapillarwirkung geführt wird. Als vorteilhaft haben sich Lot-Kapillarlinien mit Abmessungen im Bereich zwischen 0,05 mm bis 0,15 mm erwiesen.
  • Konstruktive Möglichkeiten zur Realisierung einer unrunden Form sind beispielsweise Verformungen oder Rändelungen sei es am ersten Bauteil außenliegend oder am zweiten Bauteil innenliegend.
  • Im Rahmen einer weiteren besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass wenigstens eine Sperrausnehmung, beispielsweise eine Sperrnut od. dgl., an dem wenigstens einen Bauteil zum proximalen Bereich hin vorgesehen ist. Eine Sperrausnehmung hat sich insbesondere am ersten Bauteil als vorteilhaft erwiesen. Eine oder mehrere Sperrausnehmungen können die Migration von Lot oder Flussmittel od. dgl. insbesondere beim Löten in den Innenbereich des wenigstens einen Bauteils verhindern.
  • Die Aufgabe hinsichtlich des Wärmetauschers wird durch einen Wärmetauscher der eingangs genannten Art gelöst, welcher mit wenigstens einem Fügebauteil gemäß dem Konzept der Erfindung insbesondere einem Fügebauteil gemäß einer der zuvor genannten Weiterbildung versehen ist. Bei dem Fügebauteil handelt es sich insbesondere um ein Lötbauteil. Ein Wärmetauscher ist insbesondere vorgesehen zum Einsatz bei einem Automobil, wie einem PKW oder LKW od. dgl.
  • Ein Wärmetauscher gemäß dem Konzept der Erfindung weist regelmäßig einen zum Wärmetausch vorgesehenen Wärmetauscherblock auf. Ein Wärmetauscherblock ist mit einer Vielzahl von fluidführenden Rohren versehen zur Führung eines ersten Fluids, das mit einem die Rohre umströmenden zweiten Fluid im wärmetauschenden Austausch steht. Die Rohre sind bevorzugt in einem sogenannten Rohrboden gefasst. Ein Rohrboden hat zur besseren Halterung eines Rohres vorteilhaft einen aufragenden Kragen, wobei ein Kragen ein Rohrende insbesondere stutzenartig umfasst.
  • Eine Fügeverbindung gemäß dem Konzept der Erfindung hat sich insbesondere als vorteilhaft erwiesen bei Lötverbindungen von Rohren am Rohrboden oder von Rohrteilen aneinander.
  • Ein Rohrboden ist bevorzugt an einem Gehäuse des Wärmetauschers befestigt, wobei das Gehäuse vorteilhaft den Wärmetauscherblock umgibt und mit Zuführungen für das zweite, die Rohre umströmenden Fluid versehen ist. So dient ein Rohrboden der Zuführung des ersten Fluids zu den Rohren separat vom zweiten Fluid. Die Befestigung eines Rohrbodens am Gehäuse kann ebenfalls vorteilhaft im Rahmen einer Fügeverbindung gemäß dem Konzept der Erfindung erfolgen. Ebenso kann eine Fügeverbindung gemäß dem Konzept der Erfindung für die Verbindung eines Diffusors am Wärmetauschergehäuse und/oder am Rohrboden ausgeführt werden.
  • Andere – konzeptionell analog aufgebaute – Wärmetauscher sehen das Fügen, insbesondere Löten von so genannten Platten vor, um zwischen den Platten rohrartige Räume zur Führung eines Fluids zu bilden. Auch solche und andere Lötverbindungen wie sie bei einem Wärmetauscher anfallen können im Rahmen des Konzepts der Erfindung ausgeführt werden.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. Diese soll die Ausführungsbeispiele nicht notwendigerweise maßstäblich darstellen, vielmehr ist die Zeichnung, wo zur Erläuterung dienlich, in schematisierter und/oder leicht verzerrter Form ausgeführt. Im Hinblick auf Ergänzungen der aus der Zeichnung unmittelbar erkennbaren Lehren wird auf den einschlägigen Stand der Technik verwiesen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass vielfältige Modifikationen und Änderungen betreffend die Form und das Detail einer Ausführungsform vorgenommen werden können, ohne von der allgemeinen Idee der Erfindung abzuweichen. Die in der Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Weiterbildung der Erfindung wesentlich sein. Zudem fallen in den Rahmen der Erfindung alle Kombinationen aus zumindest zwei der in der Beschreibung, der Zeichnung und/oder den Ansprüchen offenbarten Merkmale. Die allgemeine Idee der Erfindung ist nicht beschränkt auf die exakte Form oder das Detail der im folgenden gezeigten und beschriebenen bevorzugten Ausführungsform oder beschränkt auf einen Gegenstand, der eingeschränkt wäre im Vergleich zu dem in den Ansprüchen beanspruchten Gegenstand. Bei angegebenen Bemessungsbereichen sollen auch innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als Grenzwerte offenbart und beliebig einsetzbar und beanspruchbar sein.
  • Im Einzelnen zeigt die Zeichnung in:
  • 1: eine konstruktive Ausführung einer Fügepassung zwischen einem ersten Bauteil und einem zweiten Bauteil bei einem Fügebauteil gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vor dem Fügevorgang;
  • 2: die Fügeverbindung der 1 nach dem Fügevorgang;
  • 3: die Fügeverbindung der 1 vor dem Fügevorgang in einer Draufsicht;
  • 4: beispielhafte Fügebauteile für einen Wärmetauscher gemäß einer bevorzugten Ausführungsform – in Ansicht (A) eine aus zwei Rohren bestehendes Bauteil – in Ansicht (B) ein aus einem Rohr und einem Rohrboden bestehendes Bauteil.
  • Die 1 zeigt schematisch ein Fügebauteil 10 einer besonders bevorzugten Ausführungsform gemäß dem Konzept der Erfindung mit einem ersten Bauteil 1 und einem zweiten Bauteil 2. Das Fügebauteil 10 ist vorliegend in einem Zustand vor dem Fügen gezeigt. Der Zustand des Fügebauteils 10 nach dem Fügen ist als Fügebauteil 10' in 2 gezeigt. Das Fügebauteil 10, 10' ist in einer querschnittlichen Draufsicht in 3 gezeigt.
  • Vorliegend umgibt das erste Bauteil 1 das zweite Bauteil 2 umfänglich im Bereich B der Fügeverbindung. Das erste Bauteil 1 ist vorliegend stutzenartig ausgebildet während das zweite Bauteil 2 in Form eines Rohres gebildet ist, das mit einer Fügepassung 3, welche im Weiteren näher erläutert wird, in das erste Bauteil eingesetzt ist. Die Fügepassung 3 ist vorliegend durch einen Formverlauf nur des ersten Bauteils 1 ausgebildet, d. h. konkret durch Bearbeitung des distalen Endes im Innenbereich des stutzenartigen ersten Bauteils 1.
  • Dazu weist das stutzenartige erste Bauteil 1 vorliegend in Fortsetzung der Stutzenwand 5 einen am distalen Ende angeordneten Stutzenkragen 7 mit im Vergleich zur Stutzenwand 5 verringerter Wandstärke D auf. Die Wandstärke D wird dabei kurz vor dem endgültigen Ende 9 des Stutzenkragens 7 angenommen, nämlich an der mit dem Bezugszeichen 11 bezeichneten Stelle.
  • Zum distalen Ende hin jenseits der Stelle 11, folgt eine die Wandstärke des Stuzenkragens 7 wieder verjüngende Anfasung 13. Die Anfasung 13 hat unter anderem die Wirkung, dass das rohrförmig gebildete zweite Bauteil 2 ohne größere Probleme, gegebenenfalls selbstjustierend, in das stutzenartige erste Bauteil 1 eingesetzt werden kann. Darüber hinaus öffnet die Fase 13 einen Abstandsraum zwischen dem ersten Bauteil 1 und dem zweiten Bauteil 2, welcher gegebenenfalls zur Aufnahme von überschüssigem Lot der vorliegend als Lotverbindung gebildeten Fügeverbindung im Bereich der Fügepassung dienen kann.
  • Dem proximalen Bereich des ersten Bauteils 1 vor der Stelle 11 zu verjüngt sich ebenfalls die Wandstärke des Kragens 7 von dem größten Wert D bis hin zu einem kleinsten Wert d. Der kleinste Wert d wird kurz vor dem Grund G angenommen, welcher stufenartig zwischen der Wandstärke des Stutzenkragens 7 und der dickeren Stutzenwand 5 des ersten Bauteils 1 überleitet. Der Übergang zwischen dem Grund G und dem Bereich der minimalen Wandstärke d des Stutzenkragens 7 wird durch einen vorliegenden Innenradius R im proximalen Bereich der Fügepassung 3 gebildet.
  • Damit ist vorliegend zur Ausbildung der Fügepassung 3 am ersten Bauteil 1 eine Hinterschneidung ausgeführt, welche – durch Verringerung der Wandstärke D des Stutzenkragens 7 zur Wandstärke d des Stutzenkragens 7 – vom distalen Ende zum proximalen Bereich des ersten Bauteils 1 zunehmend ausgestaltet ist; mit anderen Worten nimmt die Hinterschneidung zu während die Wandstärke abnimmt. Dieser so ausgebildete Formverlauf am Stutzenkragen 7 des ersten Bauteils 1 führt zur Ausbildung eines ersten Bereichs B1, der dazu geeignet ist, das zweite rohrförmige Bauteil 2 im stutzenartigen ersten Bauteil 1 bereits vor einem Fügevorgang, vorliegend einem Lötvorgang, mechanisch zu fixieren. Gegebenenfalls kann der erste Bereich B1 auch lotplatiert sein. Diese Maßnahme der zuvor ausgeführten konstruktiven Gestaltung des Formverlaufs am ersten Bauteil 1, d. h. am Stutzenkragen 7, hat den wesentlichen Vorteil, dass zusätzliche Fixiermaßnahmen zum Halten des ersten Bauteils 1 und zweiten Bauteils 2 vor dem Lötvorgang praktisch entfallen können. Dennoch ist durch die zuvor beschriebene Anfasung 13 gewährleistet, dass das zweite Bauteil 2 problemlos selbstjustierend in das erste Bauteil 1 eingesetzt werden kann.
  • Die zuvor beschriebene Fügepassung 3 ist darüber hinaus konstruktiv derart ausgebildet, dass in einem zweiten Bereich B2 ein Spalt ausgebildet ist, der sich vom proximalen Bereich zum distalen Ende des ersten Bauteils 1 hin verjüngt. Vorliegend verjüngt sich der Spalt 15 im zweiten Bereich B2 kontinuierlich. Der Spalt 15 ist vorliegend mit einem Maß von im Mittel 0,1 mm gebildet und erlaubt so eine besonders gute durch die kontinuierlich verjüngende Form noch verstärkte Kapillarwirkung zur Aufnahme eines Lots. Ein Lotvorrat ist vorliegend im dritten Bereich B3 als Lotdepot ausgebildeten Abstandsraum angeordnet. Das Lot 17 ist vorliegend in Form eines Lotrings gebildet. Das Lot 17 ist vorliegend insbesondere an dem Übergangs-Innenradius R angeordnet. Dies hat den wesentlichen Vorteil, dass bei Aufschmelzen des Lots 17 die Adhäsionskräfte des Lots durch Ausbildung des an die Lotform angepassten Innenradius R weitgehend verringert sind, so dass sich eine durch den Spalt hervorgerufene Kapillarwirkung optimal entfalten kann. Mit anderen Worten sind etwaige Adhäsionskräfte im Vergleich zu Kapillarkräften vergleichsweise gering gehalten bei der vorliegenden konstruktiven Ausführung der Fügepassung 3.
  • Wie aus 2 ersichtlich ist, führt die Ausbildung der Hinterschneidung mit einem Winkel α im Bereich von etwa 30° zusammen mit einem Innenradius von etwa 3 mm zu einer besonders bevorzugten Lötverbindung zwischen dem ersten Bauteil 1 und dem zweiten Bauteil 2.
  • Grundsätzlich kann bei anderen Ausführungsformen eine Spaltgröße von im Mittel im Bereich zwischen 0,05 mm bis 0,15 mm ausgeführt werden. Ein Innenradius R kann beispielsweise auch in einem Bereich zwischen 2 mm und 10 mm ausgeführt werden. Der Winkel α der Hinterschneidung zur Ausbildung der Fügepassung 3 kann in einem Bereich zwischen 10° und 45° vorteilhaft gewählt werden. Letztendlich wird eine Auswahl der zuvor genannten Parameter in Abwägung der Wandstärken der zu fügenden Bauteile 1, 2 und der damit notwendigen Stärke einer Lötverbindung ausgewählt.
  • Darüber hinaus weist das erste Bauteil 1 im weiteren axialen Verlauf zum proximalen Bereich hin eine in der Wand 5 eingebrachte Sperrnut 14 auf. Die Sperrnut 14 dient – ganz ähnlich wie die Fase 13 am distalen Ende – im proximalen Bereich des ersten Bauteils 1 zur Aufnahme von überschüssigem Lot oder anderem Flussmittel. Dadurch wird ein Eintreten überlaufenden Lots in den Strömungskanal 25 im Innenraum des ersten und zweiten Bauteils 1, 2 verhindert. Ein Strömungsquerschnitt 25 wird also durch die Sperrnut 14 möglichst optimiert. Andere hier nicht gezeigte Ausführungsformen können darüber hinaus die Sperrnut 14 und/oder die Fase 13 konstruktiv variieren. Ebenso kann bei anderen Ausführungsformen auch mehr als eine Sperrnut 14, beispielsweise hintereinander oder vergrößert ausgeführt werden.
  • Bei der hier vorliegenden Ausführungsform eines Fügebauteils 10, 10' ist zusätzlich eine besonders gute Lötverbindung dadurch gewährleistet, dass, wie aus 3 ersichtlich ist, in einer quer zur Bauteilerstreckung liegenden Schnittebene das erste Bauteil 1 einen polygonalen Innenquerschnitt 19 aufweist – und damit eine unrunde Form, im Vergleich zur runden Form des zweiten Bauteils 2 an dessen Außenquerschnitt. Somit werden Eckbereiche 21 der polygonalen Form 19 und die Eckbereiche 21 verbindende Streckenbereiche 22 der polygonalen Form ausgebildet. Die Eckbereiche 21 sind beabstandet von der runden Form des Außenquerschnitt des zweiten Bauteils 2 und bilden so bei dieser Ausführungsform vorteilhafte achswärts verlaufende linienförmige Lotkapillare 23. In den linienförmig achswärts verlaufenden Lotkapillaren 23 ist die Kapillarwirkung auf das Lot 17 ganz erheblich erhöht. Dies führt zu einer besonders guten Meniskusausbildung und vor allem vorteilhaft großen Steighöhe des Lots 17 in den Lotkapillaren 23. Die vorliegende Lötverbindung wie sie in der Ausführungsform der 1 bis 3 gezeigt ist, eignet sich damit vor allem für vergleichsweise langachsige Verbindungsbereiche B eines Fügebauteils 10, 10'.
  • Darüber hinaus dienen die Streckenbereiche 22 aufgrund ihrer Anlage am ersten und zweiten Bauteil 1, 2 dazu, das erste und zweite Bauteil 1, 2 bereits vor dem Fügen mechanisch aneinander zu halten bzw. zu fixieren.
  • Insgesamt wird eine im Vergleich zum Stand der Technik erheblich verbesserter Halterung eines ersten und zweiten Bauteils 1, 2 bei einem Fügebauteil 10, 10' vor und nach dem Fügen erreicht.
  • 4 zeigt in Ansicht A eine erste Möglichkeit einer Ausführung eines Fügebauteils 10, 10' – hier in Form einer Rohrverbindung 20, bei dem das erste Bauteil 1 und das zweite Bauteil 2 jeweils in Form eines Rohres gebildet ist.
  • Ansicht B der 4 zeigt nur eine zweit Möglichkeit einer Ausführung eines Fügebauteils 10, 10' – hier in Form einer Lötverbindung zwischen einem das erste Bauteil 1 bildenden Rohrboden und das zweite Bauteil 2 bildenden Rohr.
  • Bei den Figuren wurden für gleiche Teile bzw. Teile gleicher Funktion die gleichen Bezugszeichen verwendet.
  • Zusammenfassend betrifft die Erfindung ein Fügebauteil 10, 10' mit wenigstens einem ersten Bauteil 1 und einem zweiten Bauteil 2, die im Bereich B einer Fügeverbindung mit einer Fügepassung 3 aneinander gefügt sind, wobei das erste Bauteil 1 das zweite Bauteil 2 wenigstens im Bereich B der Fügeverbindung überlappt und die Fügepassung 3 durch einen Formverlauf wenigstens eines der Bauteile 1, 2 ausgebildet ist, wobei das wenigstens eine Bauteil 1, 2 zur Ausbildung der Fügepassung 3 eine Hinterschneidung aufweist, die vom distalen Ende zum proximalen Bereich des wenigstens einen Bauteils 1, 2 zunehmend ausgestaltet ist.
  • 1
    erstes Bauteil
    2
    zweites Bauteil
    3
    Fügepassung
    5
    Stutzenwand
    7
    Stutzenkragen
    9
    endgültiges Ende
    11
    Stelle
    13
    Anfasung
    14
    Sperrnut
    15
    Spalt
    17
    Lot
    19
    Innenquerschnitt
    20
    Rohrverbindung
    21
    Eckbereiche
    22
    Streckenbereich
    23
    Lotkapillare
    25
    Strömungskanal, Strömungsquerschnitt
    10, 10'
    Fügebauteil
    B
    Bereich, langachsige Verbindungsbereiche
    B1
    erster Bereich
    B2
    zweiter Bereich
    B3
    dritter Bereich
    D
    Wandstärke
    D
    größter Wert
    d
    kleinster Wert
    G
    Grund
    R
    Innenradius
    α
    Winkel
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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  • Zitierte Patentliteratur
    • - EP 1365121 B1 [0004]
    • - DE 67120448 [0004]
    • - DE 102004038099 A1 [0005, 0006]
    • - EP 0422612 B1 [0007]

Claims (16)

  1. Fügebauteil (10, 10'), insbesondere Lötbauteil, mit wenigstens einem ersten Bauteil (1) und einem zweiten Bauteil (2), die im Bereich (B) einer Fügeverbindung mit einer Fügepassung (3) aneinander gefügt sind, wobei das erste Bauteil (1) das zweite Bauteil (2) wenigstens im Bereich (B) der Fügeverbindung überlappt und die Fügepassung (3) durch einen Formverlauf wenigstens eines der Bauteile (1, 2) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Bauteil (1, 2) zur Ausbildung der Fügepassung (3) eine Hinterschneidung aufweist, die vom distalen Ende zum proximalen Bereich des wenigstens einen Bauteils (1, 2) zunehmend ausgestaltet ist.
  2. Fügebauteil (10, 10') nach Anspruch 1; dadurch gekennzeichnet, dass die Fügepassung (3) einen die Bauteile (1, 2) mechanisch haltenden Bereich (B1) ausbildet und/oder einen Presspassungs-Bereich ausbildet, welcher dem distalen Ende des wenigstens einen Bauteils (1, 2) zu angeordnet ist.
  3. Fügebauteil (10, 10') nach Anspruch 1 oder 2; dadurch gekennzeichnet, dass die Fügepassung (3) einen weiteren Bereich (B2) mit Spalt (15), insbesondere sich vom proximalen Bereich (B) zum distalen Ende verjüngenden, vorzugsweise kontinuierlich verjüngenden, Spalt (15) aufweist.
  4. Fügebauteil (10, 10') nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Bauteil (1, 2) zur Ausbildung der Fügepassung (3) wenigstens im Bereich der Fügeverbindung eine Wandstärkenverjüngung aufweist, die vom distalen Ende zum proximalen Bereich des wenigstens einen Bauteils (1, 2) zunehmend ausgestaltet ist.
  5. Fügebauteil (10, 10') nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterschneidung kontinuierlich verlaufend in Richtung des proximalen Bereichs des wenigstens einen Bauteils (1, 2) ausgebildet ist.
  6. Fügebauteil (10, 10') nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterschneidung nur an einem Bauteil (1, 2), insbesondere nur dem ersten (1), zur Ausbildung der Fügepassung (3) angeordnet ist.
  7. Fügebauteil (10, 10') nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Bauteil (1) das zweite Bauteil (2) wenigstens im Bereich Fügeverbindung umgibt.
  8. Fügebauteil (10, 10') nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens das zweite Bauteil (2) ein Rohr ist.
  9. Fügebauteil (10, 10') nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Fügeverbindung in Form einer Lotverbindung gebildet ist.
  10. Fügebauteil (10, 10') nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fügepassung (3) einen weiteren Bereich mit Spalt (15) aufweist, welcher zwischen einem Lotdepot insbesondere mit einem Lotring, und einem mechanisch haltenden Bereich der Fügepassung (3) angeordnet ist.
  11. Fügebauteil (10, 10') nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fügepassung (3) einen in Form eines Absatzes gebildeten Grund (G) zum proximalen Bereich des wenigstens einen Bauteils (1, 2) hin aufweist und ein Radius mit endlicher Krümmung, insbesondere Innenradius (R), zwischen der Hinterschneidung und dem Grund (G) überleitet.
  12. Fügebauteil (10, 10') nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lotdepot im Bereich des Radius, insbesondere im Bereich (B) des Innenradius (R), angeordnet ist.
  13. Fügebauteil (10, 10') nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das distale Ende des wenigstens einen Bauteils (1, 2) mit einer Fase (13) zum anderen Bauteil (1, 2) versehen ist.
  14. Fügebauteil (10, 10') nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein quer zur Überlappungsrichtung liegender Querschnitt der Fügepassung (3) eine unrunde Form aufweist, insbesondere eine eckige oder polygonale Form.
  15. Fügebauteil (10, 10') nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Sperrnut (14) an dem wenigstens einen Bauteil (1, 2), insbesondere am ersten Bauteil (1), zum proximalen Bereich hin vorgesehen ist.
  16. Wärmetauscher mit wenigstens einem Fügebauteil (10, 10'), insbesondere Lötbauteil, nach einem der Ansprüche 1 bis 15.
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