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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren
zum Steuern und Regeln eines Radbremszylinderdrucks eines Kraftfahrzeugs auf
der Grundlage einer Bremsbetätigung durch den Fahrer und/oder
eines Fahrzustands des Fahrzeugs.
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In
den letzten Jahren wurden verschiedene automatische Bremsvorrichtungen
vorgeschlagen und entwickelt. Eine solche Bremsvorrichtung wurde in
der provisorischen
japanischen
Patentveröffentlichung Nr. 2004-9914 (nachfolgend
als „
JP2004-009914 "
bezeichnet) offenbart.
25 ist ein
Hydraulikkreislaufdiagramm, das eine hydraulische Systemkonfiguration
der in
JP2004-009914 offenbarten
Bremsvorrichtung (Vergleichsbeispiel) zeigt. Die in
25 gezeigte Bremsvorrichtung ist ausgelegt, einen
Radbremszylinderdruck direkt unter Verwendung eines Bremsflüssigkeitsdrucks,
der durch eine Bremsbetätigung des Fahrers bei normalem
Bremsmodus erzeugt wird, aufzubauen, und außerdem eine
automatische Radzylinderdrucksteuerung (einfacher eine automatische
Bremssteuerung) unter Verwendung des Pumpenauslassdrucks durchzuführen.
Solch eine automatische Bremssteuerung kann für verschiedene
Fahrzeugsteuerungen angewandt werden, wie z. B. eine Antiblockiersteuerung (nachfolgend
als „ABS-Steuerung" bezeichnet), eine Fahrzeugdynamiksteuerung
(nachfolgend als „VDC-Steuerung" bezeichnet), eine Bremsunterstützungssteuerung
(nachfolgend als „BA-Steuerung" bezeichnet) und dergleichen.
Hierbei bedeutet „ABS-Steuerung" eine automatische Bremssteuerung,
gemäß welcher ein Druckaufbau, eine Druckaufrechterhaltung
und eine Druckverringerung für den Radzylinderdruck wiederholt
durchgeführt werden, um einen Sperrzustand des Rads zu
verhindern und somit eine maximal wirksame Bremsung bereitzustellen,
wenn die Bremsen so stark betätigt werden, dass die Räder
dazu neigen, nicht mehr zu drehen und sich somit eine Blockierung
entwickeln kann. „VDC-Steuerung" bedeutet eine automatische Bremssteuerung,
gemäß welcher Radzylinderdrücke der Räder,
die einer Fahrzeugdynamiksteuerung unterworfen sind, gesteuert werden,
um das Fahrzeugverhalten zu stabilisieren, wenn das Fahrzeug übermäßige Übersteuerungs-
bzw. Untersteuerungstendenzen während einer Kurvenfahrt
erfährt. „BA-Steuerung" bedeutet eine automatische
Bremssteuerung, die einen höheren Druckaufbau des Radzylinderdrucks
in dem Radbremszylinder im Vergleich zu einem tatsächlichen
Bremsflüssigkeitsdruck, der in einem Hauptzylinder während
einer Bremsbetätigung des Fahrers (Herabdrücken
des Bremspedals durch den Fahrer) erzeugt wird, ermöglicht.
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24 zeigt den Kraftfluss (insbesondere den Fluss
einer Betätigungskraft, die durch die Bremsbetätigung
durch den Fahrer erzeugt wird, und den Fluss des Arbeitsfluiddrucks,
der durch eine Fluiddruckquelle, wie eine Pumpe, erzeugt wird) und
einen Bremsflüssigkeitsfluss während eines Radzylinder-Druckaufbaus
in der in
25 gezeigten Hydrauliksystemkonfiguration.
Wie deutlich aus
24 zu ersehen ist, wird im
Falle der Bremsvorrichtung, die in
JP2004-009914 offenbart ist, während
eines Radzylinderdruckaufbaus, der durch die Bremsbetätigung
des Fahrers erzielt wird, die Betätigungskraft des Fahrers
vom Bremspedal über einen Bremskraftverstärker,
einen Hauptzylinder, ein Hauptzylinderdruck-Absperrventil (einfacher:
ein Hauptabsperrventil), und ein Druckaufbausteuerventil, in dieser Reihenfolge,
zum Radbremszylinder übertragen. Im Gegensatz dazu fließt
das Arbeitsfluid (die Bremsflüssigkeit) während
eines Radzylinderdruckaufbaus, der durch die Betätigung
der Fluiddruckquelle (der Pumpe) erzielt wird, von einem Bremsflüssigkeitsbehälter
durch den Hauptzylinder, die Pumpe und das Druckaufbausteuerventil,
in dieser Reihenfolge, zum Radbremszylinder.
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In
der in
JP2004-009914 offenbarten
Bremsvorrichtung ist jedoch während entweder (i) eines durch
die Bremsbetätigung des Fahrers erzielten Radzylinderdruckaufbaus
oder (ii) eines durch die Betätigung der Fluiddruckquelle
(d. h. der Pumpe) erzielten Radzylinderdruckaufbaus das hydraulische Bremssystem
so ausgelegt, dass es Bremsflüssigkeit sowohl über
den Hauptzylinder als auch das Druckaufbausteuerventil zum Radbremszylinder
zuführt. Somit besteht das Problem einer unerwünschten Überschneidung
zwischen (i) dem durch die Bremsbetätigung des Fahrers
erzielten Radzylinderdruckaufbaus und (ii) dem durch die Betätigung
der Fluiddruckquelle erzielten Radzylinderdruckaufbaus, wobei dies
sowohl im Hauptzylinder als auch im Druckaufbausteuerventil auftreten
kann. Dies führt zu einer verringerten Steuerbarkeit des
Radzylinderdrucks und einer verringerten Funktionalität
der Bremsen, mit anderen Worten eine schlechte Griffigkeit des Bremspedals
bei einem Fahrzeug, das mit der automatischen Bremsvorrichtung ausgestattet
ist. Genauer weist die in
JP2004-009914 offenbarte
Bremsvorrichtung die folgenden Nachteile auf:
Als Erstes sei,
zum Beispiel während der VDC-Steuerung, angenommen, dass
das Bremspedal vom Fahrer weiter herabgedrückt wird. In
solch einem Fall bleibt das Hauptabsperrventil geschlossen, und
somit kann keine Bremsflüssigkeit vom Hauptzylinder zum
Radbremszylinder zugeführt werden, ohne die Pumpe zu passieren.
Es ist schwierig, eine Intention des Fahrers zur Erhöhung
einer Fahrzeugverlangsamungsrate (eine negative Längsbeschleunigung
G) direkt zu reflektieren, wodurch die Steuerbarkeit des Radzylinderdrucks
verringert wird. Zusätzlich wird zu diesem Zeitpunkt der
Radzylinderdruck (= der steigende Druck des Druckaufbausteuerventils
= der Pumpendruck) höher als der Hauptzylinderdruck, was
eine Verringerung der Pumpeneinlassfließrate verursacht.
Dies führt zu einer Schwierigkeit bei der Bereitstellung
eines Bremspedalhubs, mit dem Ergebnis einer schlechten oder ungedämpften
Griffigkeit des Bremspedals bei dem mit der automatischen Bremsvorrichtung
ausgestatten Fahrzeug.
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Als
Zweites sei angenommen, dass eine BA-Steuerung durch die Betätigung
der Pumpe gestartet wird, gleichzeitig mit einem Radzylinderdruckaufbau,
der durch den Hauptzylinder erzielt wird, während das Hauptabsperrventil
offen gehalten wird. Zu diesem Zeitpunkt wird, aufgrund eines Hubs
des Hauptzylinderkolbens, die Fluidverbindung zwischen dem Behälter
und dem Hauptzylinder blockiert, und somit gibt es keine Bremsflüssigkeitszufuhr
vom Behälter zur Pumpe. Dadurch wird die Menge an Bremsflüssigkeit,
die durch die Pumpeneinlassöffnung eingeleitet wird, auf
die Menge an Bremsflüssigkeit beschränkt, die
vom Hauptzylinder ausgegeben wird. Somit ist es während
der BA-Steuerung schwierig, den Radzylinderdruck schnell mit einer Geschwindigkeit,
welche die Bewegungsgeschwindigkeit des Hauptzylinderkolbens übersteigt,
aufzubauen, und somit ist es unmöglich, die Steuerbarkeit des
Bremssteuersystems zu verbessern.
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Drittens
sei angenommen, dass der Ventilsitz, auf welchem das Ventilelement
des Druckaufbausteuerventils angeordnet ist, so konstruiert ist, dass
er einen großen Ventilsitzdurchmesser aufweist. Wegen des
großen Durchmessers des Ventilsitzes ist es möglich,
die Reaktionsfreudigkeit des Bremssystems während eines
normalen Bremsmodus, bei dem der Radzylinderdruck durch eine Bremsbetätigung
des Fahrers aufgebaut wird, zu verbessern. Jedoch führt
die Verwendung des Ventilsitzes mit großem Durchmesser
zu einer verringerten Fluiddruck-Steuergenauigkeit während
der automatischen Bremssteuerung (mit anderen Worten: während
eines Steuerbremsmodus), bei der ein Aufbau des Radzylinderdrucks
durch die Pumpe erzielt wird. Somit ist es schwierig, die verbesserte
Reaktionsfreudigkeit des Bremssystems während des normalen
Bremsmodus und die verbesserte Fluiddruck-Steuergenauigkeit während
der automatischen Bremssteuerung durch die Verwendung des Ventilsitzes
mit großem Durchmesser in Einklang zu bringen.
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Im
Hinblick auf die vorgenannten Nachteile des Standes der Technik
ist es somit Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren
zum Steuern und Regeln von Bremsen bereitzustellen, mit deren Hilfe
die gesamte Steuerbarkeit eines Bremssteuersystems und die Bedienbarkeit
der Bremsen (insbesondere eine Griffigkeit eines Bremspedals) verbessert
werden können.
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Diese
Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1, 15 bzw.
22 gelöst. Die jeweiligen Unteransprüche betreffen
Weiterbildungen der Erfindung.
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Um
das vorgenannte und andere Ziele der vorliegenden Erfindung zu erreichen,
umfasst eine Vorrichtung zur Steuerung von Bremsen einen Hauptzylinder,
einen Radbremszylinder, einen Bremskraftverstärker, um
den Hauptzylinder für eine Druckerhöhung der Bremsflüssigkeit
in dem Hauptzylinder zu betätigen, einen ersten Bremskreislauf, um
Bremsflüssigkeit, die vom Bremskraftverstärker druckbeaufschlagt
ist, zum Radbremszylinder zuzuführen, ein erstes Steuerventil,
das in dem ersten Bremskreislauf angeordnet ist, um eine Fluidverbindung
zwischen dem Hauptzylinder und dem Radbremszylinder herzustellen
oder zu blockieren. eine Fluiddruckquelle, die getrennt vom Bremskraftverstärker
für eine Druckerhöhung der Bremsflüssigkeit vorgesehen
ist, einen zweiten Bremskreislauf, der parallel zum ersten Bremskreislauf
angeordnet und ausgelegt ist, Bremsflüssigkeit, die von
der Fluiddruckquelle druckbeaufschlagt ist, zum Radbremszylinder
zuzuführen. ein zweites Steuerventil das in dem zweiten
Bremskreislauf angeordnet ist, um eine Fluidverbindung zwischen
der Fluiddruckquelle und dem Radbremszylinder herzustellen oder
zu blockieren, und eine Steuereinheit, die vorgesehen ist, um die
Funktionen des ersten Steuerventils, des zweiten Steuerventils und
der Fluiddruckquelle zu steuern, wobei die Steuereinheit ausgelegt
ist, wahlweise das erste Steuerventil und das zweite Steuerventil
zu steuern, wenn ein Radzylinderdruck in dem Radbremszylinder aufgebaut
wird, und die ferner ausgelegt ist, den Radzylinderdruck aufzubauen,
indem die Fluiddruckquelle betätigt wird, wenn zumindest
das zweite Steuerventil auf eine offene Ventilposition gestellt
ist.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung umfasst eine Vorrichtung zur Steuerung
von Bremsen einen Hauptzylinder, einen Radbremszylinder, einen Bremskraftverstärker,
um den Hauptzylinder für eine Druckerhöhung der
Bremsflüssigkeit in dem Hauptzylinder zu betätigen,
einen ersten Bremskreislauf, um Bremsflüssigkeit, die vom
Bremskraftverstärker druckbeaufschlagt ist, zum Radbremszylinder
zuzuführen, eine Fluiddruckquelle, die getrennt vom Bremskraftverstärker
für eine Druckerhöhung der Bremsflüssigkeit
vorgesehen ist, einen zweiten Bremskreislauf, der parallel zum ersten
Bremskreislauf angeordnet und ausgelegt ist, Bremsflüssigkeit, die
von der Fluiddruckquelle druckbeaufschlagt ist, zum Radbremszylinder
zuzuführen. einen Stellgrößendetektor,
um eine Stellgröße des Bremspedals zu erfassen,
und eine Steuereinheit, die ausgelegt ist, einen von dem ersten
Bremskreislauf erzielten Druckaufbau oder einen von dem zweiten
Bremskreislauf erzielten Druckaufbau auszuwählen, wobei die
Steuereinheit während des von dem zweiten Bremskreislauf
erzielten Druckaufbaus eine Brake-by-Wire-Steuerung durchführt,
die das Bremsfluid in dem Radbremszylinder automatisch in Reaktion auf
die erfasste Stellgröße mit Druck beaufschlagt.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung umfasst ein Verfahren zur Steuerung
von Bremsen, welches ein Bremssteuersystem mit einem Hauptzylinder,
einem Radbremszylinder, einem Bremskraftverstärker zum
Betätigen des Hauptzylinders für eine Druckerhöhung
einer Bremsflüssigkeit in dem Hauptzylinder, einem ersten
Bremskreislauf zum Zuführen einer Bremsflüssigkeit,
die vom Bremskraftverstärker druckbeaufschlagt ist, zum Radbremszylinder,
einer vom Bremskraftverstärker getrennt vorgesehenen Fluiddruckquelle
für eine Druckerhöhung der Bremsflüssigkeit
und einem zweiten Bremskreislauf, der parallel zum ersten Bremskreislauf
angeordnet und ausgelegt ist, Bremsflüssigkeit, die von
der Fluiddruckquelle druckbeaufschlagt ist, zum Radbremszylinder
zuzuführen, verwendet, ein Steuern einer Umschaltung zwischen
einem nur durch den ersten Bremskreislauf erzielten Druckaufbau,
einem nur durch den zweiten Bremskreislauf erzielten Druckaufbau,
und einem durch den ersten Bremskreislauf und den zweiten Bremskreislauf
erzielten Druckaufbau in Reaktion auf eine Stellgröße
eines Bremspedals.
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Die
weiteren Ziele und Merkmale dieser Erfindung werden auch der nachfolgenden
Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
verständlich, in denen
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1 ein
Hydraulikkreislaufdiagramm ist, das ein erstes Ausführungsbeispiel
eines Bremssteuersystems darstellt.
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2 ist
eine axiale Querschnittsansicht, die ein erstes Druckaufbausteuerventil
der Vorderradseite zeigt, eingesetzt im Bremssteuersystem des ersten
Ausführungsbeispiels.
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3 ist
eine axiale Querschnittsansicht, die ein erstes Druckaufbausteuerventil
der Hinterradseite zeigt, eingesetzt im Bremssteuersystem des ersten
Ausführungsbeispiels.
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4 ist
ein Kennliniendiagramm, das das Verhältnis zwischen einem
elektrischen Stromwert des durch eine Spule fließenden
Stroms, einer Ventilöffnung Xv und einem Druckunterschied Δp
zwischen dem Hauptzylinderdruck Pm und dem Radzylinderdruck Pw in
dem ersten Druckaufbausteuerventil der Vorderradseite darstellt.
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5 ist
ein Kennliniendiagramm, das das Verhältnis zwischen einem
elektrischen Stromwert des durch eine Spule fließenden
Stroms, einer Ventilöffnung Xv und einem Druckunterschied Δp'
zwischen dem Radzylinderdruck Pw und dem Hauptzylinderdruck Pm in
dem ersten Druckaufbausteuerventil der Hinterradseite darstellt.
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6 ist
ein allgemeines Blockdiagramm, das eine Steuereinheit zeigt, die
in dem Bremssteuersystem des Ausführungsbeispiels integriert
ist.
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7 ist
ein Ablaufdiagramm, das den normalen Bremsmodus und die automatische
Radzylinderdrucksteuerung (VDC-Steuerung) zeigt, die durch die Steuereinheit
des Systems des ersten Ausführungsbeispiels erreicht wird.
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8 ist
ein Ablaufdiagramm, das eine ABS-Steuerroutine zeigt, die von dem
System des ersten Ausführungsbeispiels bei einem großen Bremspedalhub
ausgeführt wird.
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9 ist
ein Ablaufdiagramm, das eine ABS-Steuerroutine zeigt, die von dem
System des ersten Ausführungsbeispiels bei einem kleinen Bremspedalhub
ausgeführt wird.
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10 ist ein Ablaufdiagramm, das eine Radzylinderdrucksteuerungs-Beendigungsprozedur zeigt,
die von dem System des ersten Ausführungsbeispiels durchgeführt
wird.
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11 ist ein Ablaufdiagramm, das eine BA-Steuerroutine
zeigt, die vom System des ersten Ausführungsbeispiels durchgeführt
wird.
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12 ist ein Ablaufdiagramm, das eine BA-Steuerroutine
zeigt, die vom System des dritten Ausführungsbeispiels
durchgeführt wird.
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13 ist eine schematische Darstellung, die einen
Bremsflüssigkeitsfluss während einer Radzylinderdruckverringerung
in dem System des vierten Ausführungsbeispiels darstellt.
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14 ist ein Ablaufdiagramm, das eine Druckverringerungs-Steuerroutine
darstellt, die von dem System des vierten Ausführungsbeispiels durchgeführt
wird.
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15 ist ein Hydraulikkreislaufdiagramm, das ein
fünftes Ausführungsbeispiel eines Bremssteuersystems
darstellt.
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16 ist ein Ablaufdiagramm, das eine Druckakkumulations-Steuerroutine
darstellt, die von dem System des fünften Ausführungsbeispiels durchgeführt
wird.
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17 ist ein Hydraulikkreislaufdiagramm, das ein
sechstes Ausführungsbeispiel eines Bremssteuersystems darstellt.
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18 ist ein Ablaufdiagramm, das eine hinterradseitige
Radzylinderdruck-Steuerroutine darstellt, die von dem System des
sechsten Ausführungsbeispiels durchgeführt wird.
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19 ist ein Hydraulikkreislaufdiagramm, das ein
siebtes Ausführungsbeispiel eines Bremssteuersystems darstellt.
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20 ist ein Hydraulikkreislaufdiagramm, das ein
achtes Ausführungsbeispiel eines Bremssteuersystems darstellt.
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21 ist ein Hydraulikkreislaufdiagramm, das ein
neuntes Ausführungsbeispiel eines Bremssteuersystems darstellt.
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22 ist eine axiale Querschnittsansicht, die ein
drittes Druckaufbausteuerventil darstellt, das in dem Bremssteuersystem
des neunten Ausführungsbeispiels eingesetzt wird.
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23 ist eine schematische Darstellung, die einen
Bremsflüssigkeitsfluss während eines Radzylinderdruckaufbaus
in den Bremssteuersystemen der gezeigten Ausführungsbeispiele
zeigt.
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24 ist eine schematische Darstellung, die einen
Bremsflüssigkeitsfluss während eines Radzylinderdruckaufbaus
in dem Bremssteuersystem des in 25 gezeigten
Vergleichsbeispiels zeigt.
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25 ist ein Hydraulikkreislaufdiagramm, das eine
Hydrauliksystemkonfiguration der automatischen Bremsvorrichtung
des Vergleichsbeispiels zeigt.
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Erstes Ausführungsbeispiel
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Bezugnehmend
auf die Zeichnungen, insbesondere auf 1, wird
nun das Bremssteuersystem des ersten Ausführungsbeispiels
in einem Kraftfahrzeug mit vier Rädern erläutert.
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Hydraulikkreislauf des Bremssteuersystems
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Wie
in 1 gezeigt, umfasst das Bremssteuersystem des ersten
Ausführungsbeispiels einen Hauptzylinder MC, dessen Kolbenstange über
einen Bremskraftverstärker BS mit einem Bremspedal BP verbunden
ist, eine Fluiddruck-Steuereinheit (oder eine hydraulische Steuereinheit)
HCU, um einen Hauptzylinderdruck zu jedem der Radbremszylinder 5a–5d des
vorderen linken Rads FL, des vorderen rechten Rads FR, des hinteren
linken Rads RL und des hinteren rechten Rads RR zuzuführen,
und eine elektronische Steuereinheit CU. Die hydraulische Steuereinheit
HCU umfasst eine Pumpe P und eine Vielzahl von elektromagnetischen
Ventilen, bestehend aus einer Vielzahl von ersten Druckaufbausteuerventilen 6a–6d,
die gemeinsam als „erstes Druckaufbausteuerventil 6'' bezeichnet
werden, einer Vielzahl von zweiten Druckaufbausteuerventilen 7a–7d, die
gemeinsam als „zweites Druckaufbausteuerventil 7'' bezeichnet
werden, einer Vielzahl von Druckverringerungssteuerventilen 8a–8d,
die gemeinsam als „Druckverringerungssteuerventil 8'' bezeichnet
werden, und dergleichen. Die hydraulische Steuereinheit HCU ist
ausgelegt, in Reaktion auf einen Steuerbefehl von der elektronischen
Steuereinheit CU eine automatische Bremssteuerung durchzuführen,
z. B. eine ABS-Steuerung, eine VDC-Steuerung, eine BA-Steuerung
und dergleichen. Bei der Erläuterung der gezeigten Ausführungsbeispiele
wird, falls nötig, zur Unterscheidung zwischen hydraulischen
Systembestandteilen, die zu den jeweiligen Rädern FL, FR, RL
und RR gehören, ein Suffix „a" angehängt,
um Bauteile zu bezeichnen, die mit dem vorderen linken Rad FL in
Verbindung stehen, in Suffix „b” wird angehängt,
um Bauteile zu bezeichnen, die mit dem vorderen rechten Rad FR in
Verbindung stehen, ein Suffix „c" wird angehängt,
um Bauteile zu bezeichnen, die mit dem hinteren linken Rad RL in
Verbindung stehen, und ein Suffix „d" wird angehängt,
um Bauteile zu bezeichnen, die mit dem hinteren rechten Rad RR in
Verbindung stehen.
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Wie
aus der Hydrauliksystemkonfiguration der 1 zu ersehen
ist, ist das hydraulische Bremssystem in zwei unabhängige
hydraulische Kreisläufe unterteilt, nämlich einen
ersten Bremskreislauf 1 und einen zweiten Bremskreislauf 2.
Der erste Bremskreislauf 1 entspricht einem normalen Bremskreislauf, über
den der Hauptzylinder MC, das erste Druckaufbausteuerventil 6 und
jeder der Radbremszylinder 5a–5d, die
gemeinsam als „Radbremszylinder 5" bezeichnet
werden, miteinander verbunden sind. Der zweite Bremskreislauf 2 entspricht
einem Steuerbremskreislauf, über den ein Bremsflüssigkeitsbehälter
RES, die Pumpe P, das zweite Druckaufbausteuerventil 7 und
der Radbremszylinder 5 miteinander verbunden sind. Außerdem
ist ein Rücklaufkreislauf vorgesehen, über den
der Radbremszylinder 5, das Druckverringerungssteuerventil 8 und der
Behälter RES miteinander verbunden sind. Ein Teil der Bremsflüssigkeitsleitungen,
die in dem Rücklaufkreislauf enthalten sind, werden gemeinsam
mit dem zweiten Bremskreislauf 2 genutzt.
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Das
Bremspedal BP dient dazu, eine Bremsbetätigung des Fahrers
an den Bremskraftverstärker BS zu übertragen.
Ein Hubsensor 11 ist am Bremspedal BP befestigt, um einen
Hub des Bremspedals BP zu erfassen und ein Sensorsignal, das den
erfassten Bremspedalhub angibt, für die Steuereinheit CU
zu erzeugen.
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Der
Bremskraftverstärker BS ist mechanisch mit einem Gestänge
des Bremspedals BP verbunden, um eine über das Bremspedal
BP übertragene Kraft zu verstärken oder zu vervielfachen,
wobei ein Vakuum von einer Vakuumquelle, wie ein Motoransaugkrümmer,
verwendet wird, und ist ausgelegt, die verstärkte Kraft über
ein Hauptzylindergestänge zu einem Kolben des Hauptzylinders
MC zu übertragen, so dass die Bremsbemühungen
des Fahrers (d. h. eine herabdrückende Kraft, die vom Fahrer
auf das Bremspedal BP ausgeübt wird) unterstützt
werden. An Stelle der Verwendung des vorgenannten unterstützenden
Bremskraftverstärkers kann ein mit einem Elektromotor angetriebener
Bremskraftverstärker verwendet werden, um bei der Betätigung
der Bremsen zu helfen.
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In
dem gezeigten Ausführungsbeispiel wird ein Tandem-Bremsflüssigkeitsbehälter,
bestehend aus einem Haupt-Bremsflüssigkeitsbehälterabschnitt und
einem Neben-Bremsflüssigkeitsbehälterabschnitt,
als der Behälter RES verwendet, um Bremsflüssigkeit
zu lagern. Der Behälter RES ist mit dem zweiten Bremskreislauf 2 sowie
mit dem Hauptzylinder MC verbunden. An Stelle der Verwendung des Tandem-Bremsflüssigkeitsbehälters
kann ein üblicher Behälter (ein Einzel-Bremsflüssigkeitsbehälter) verwendet
werden.
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Der
Hauptzylinder MC ist ausgelegt, eine Kraft, die vom Bremskraftverstärker
BS zu den Hauptzylinderkolben übertragen wird, in Hydraulikdruck
umzuwandeln, um einen Hauptzylinderdruck zu erzeugen, der in direkter
Proportion zu der vom Bremskraftverstärker BS übertragenen
Kraft steht. Wie in 1 zu sehen, ist der Hauptzylinder
MC als Tandem-Hauptzylinder mit zwei Hauptzylinderkolben, die hintereinander
angeordnet sind, aufgebaut. Somit umfasst der Tandem-Hauptzylinder
MC zwei getrennte Fluiddruckkammern (mit anderen Worten Druckaufbringungskammern),
die voneinander durch zwei Hauptzylinderkolben getrennt sind. Die
zwei Fluiddruckkammern erlangen die Zufuhr von Bremsflüssigkeit
von dem Behälter getrennt voneinander. Die erste der zwei
Fluiddruckkammern des Hauptzylinders MC ist mit einem Abzweigungskreislauf 1A des
ersten Bremskreislaufs 1 verbunden, während die
zweite Fluiddruckkammer des Hauptzylinders MC mit dem anderen Abzweigungskreislauf 1B des
ersten Bremskreislaufs 1 verbunden ist. Wie aus dem Hydraulikkreislaufdiagramm
der 1 ersichtlich ist, ist der erste Abzweigungskreislauf 1A des
ersten Bremskreislaufs 1 in einem ersten Abschnitt enthalten
(genauer einem Vorderrad-Hydraulikbremssystem, das mit dem vorderen
linken FL und dem vorderen rechten Rad FR in Verbindung steht),
während der andere Abzweigungskreislauf 1B des
ersten Bremskreislaufs 1 in einem hinteren Abschnitt enthalten
ist (genauer einem Hinterrad-Hydraulikbremssystem, das mit dem hinteren
linken Rad RL und dem hinteren rechten Rad RR in Verbindung steht).
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Zusätzlich
umfasst der Hauptzylinder MC zwei Gegendruckkammern, die durch zwei
Hauptzylinderkolben voneinander getrennt sind. Jede dieser Gegendruckkammern
ist mit dem Behälter RES verbunden.
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Wenn
das Bremspedal BP vom Fahrer heruntergedrückt wird, tritt
ein Hub jedes Hauptzylinderkolbens auf. Dadurch werden Hauptzylinderdrücke
in den entsprechenden Fluiddruckkammern erzeugt. Die zwei Hauptzylinderdrücke
haben die gleiche Stärke. Die Hauptzylinderdrücke
werden den jeweiligen Abzweigungskreisläufen 1A–1B des
ersten Bremskreislaufs 1 zugeführt. Eine Dichtung
ist am Außenumfang jedes Hauptzylinderkolbens vorgesehen,
um eine Druckbeaufschlagung des Bremsfluids in jeder der Fluiddruckkammern
zu ermöglichen, indem die Fluidverbindung zwischen jeder
der Fluiddruckkammern (der Druckaufbringungskammern) und dem Behälter
RES während des Hauptzylinderkolbenhubs blockiert wird.
Zu diesem Zeitpunkt gibt es keine Zufuhr von Bremsflüssigkeit
vom Behälter ES zu jedem der Abzweigungskreisläufe 1A–1B des ersten
Bremskreislaufs 1. Somit wird nur die Bremsflüssigkeit,
die in der ersten Fluiddruckkammer des Hauptzylinders MC gespeichert
ist, zum Abzweigungskreislauf 1A zugeführt, während
nur die Bremsflüssigkeit, die in der zweiten Fluiddruckkammer
des Hauptzylinders MC gespeichert ist, zum Abzweigungskreislauf 1B zugeführt
wird.
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Unter
der Annahme, dass die Behälterseite eine stromaufwärtige
Seite und die Radbremszylinderseite eine straomabwärtige
Seite ist, verzweigt die stromabwärtige Seite des Abzweigungskreislaufs 1A des
ersten Bremskreislaufs 1 in zwei Fluidleitungen 1a–1b.
Das stromabwärtige Ende der Fluidleitung 1a ist
mit dem vorderen linken Radbremszylinder 5a verbunden,
während das stromabwärtige Ende der Fluidleitung 1b mit
dem vorderen rechten Radbremszylinder 5b verbunden ist.
Erste Druckaufbausteuerventile 6a–6b sind
in den jeweiligen Fluidleitungen 1a–1b angeordnet.
In ähnlicher Weise wie beim Abzweigungskreislauf 1A verzweigt
auch die stromabwärtige Seite des Abzweigungskreislaufs 1B des
ersten Bremskreislaufs 1 in zwei Fluidleitungen 1c–1d. Das
stromabwärtige Ende der Fluidleitung 1c ist mit dem
hinteren linken Radbremszylinder 5c verbunden, während
das stromabwärtige Ende der Fluidleitung 1d mit
dem hinteren rechten Radbremszylinder 5d verbunden ist.
Erste Druckaufbausteuerventile 6c–6d sind
in den jeweiligen Fluidleitungen 1c–1d angeordnet.
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Ein
Hauptzylinder-Drucksensor 12 ist in dem ersten Bremskreislauf 1 eingebaut
und an der Fluidleitung 1d stromaufwärts des ersten
Druckaufbausteuerventils 6d befestigt, um den Hauptzylinderdruck
zu erfassen und ein Sensorsignal, das den erfassten Hauptzylinderdruck
anzeigt, für die Steuereinheit CU zu erzeugen.
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Das
erste Druckaufbausteuerventil 6 ist ein drucklos geöffnetes,
federversetztes, elektromagnetisches 2-Wegeventil. Genauer dient
das erste Druckaufbausteuerventil 6 als ein sog. Proportionalventil,
das ausgelegt ist, seine Ventilöffnung proportional zu
verändern, in Abhängigkeit von einem Stromwert
des durch eine Spule des elektromagnetischen Ventils fließenden
Stroms. Die Öffnungs- und Schließfunktionen des
ersten Druckaufbausteuerventils 6a–6d werden
in Reaktion auf entsprechende Steuerbefehle von der Steuereinheit
CU gesteuert, um das Durchfließen von Bremsflüssigkeit
durch die entsprechenden Fluidleitungen 1a–1d zu
ermöglichen oder zu blockieren. Wenn der Hauptzylinderdruck
höher als der Radzylinderdruck in dem Radbremszylinder 5 wird,
wird der Hauptzylinderdruck zum Radbremszylinder 5 zugeführt,
wobei das erste Druckaufbausteuerventil 6 offen gehalten
wird. Wenn das erste Druckaufbausteuerventil 6 geschlossen
gehalten wird, ist die Zufuhr des Hauptzylinderdrucks zum Radbremszylinder 5 unterbrochen.
Wenn umgekehrt der Radzylinderdruck höher als der Hauptzylinderdruck
wird, wird der Radzylinderdruck zum Hauptzylinder MC zugeführt,
wobei das erste Druckaufbausteuerventil 6 offen gehalten
wird. Wird das erste Druckaufbausteuerventil 6 geschlossen,
ist die Zufuhr des Radzylinderdrucks zum Hauptzylinder MC unterbrochen.
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Ein
Radzylinder-Drucksensor 13a ist in dem stromabwärtigen
Bereich der Fluidleitung 1a eingebaut und liegt zwischen
dem ersten Druckaufbausteuerventil 6a und dem vorderen
linken Radbremszylinder 5a, um den Fluiddruck in dem Radbremszylinder 5a (d.
h. den vorderen linken Radzylinderdruck) zu erfassen und ein Sensorsignal,
das den erfassten vorderen linken Radzylinderdruck anzeigt, für die
Steuereinheit CU zu erzeugen. In ähnlicher Weise wie der
vordere linke Radzylinder-Drucksensor 13 sind ein vorderer
rechter Radzylinder-Drucksensor 13b, ein hinterer linker
Radzylinder-Drucksensor 13c und ein hinterer rechter Radzylinder-Drucksensor 13d in
den jeweiligen stromabwärtigen Bereichen der Fluidleitungen 1b–1d eingebaut,
um die Fluiddrücke in den Radbremszylindern 5b–5d zu
erfassen und Sensorsignale, die den erfassten vorderen rechten Radzylinderdruck,
den erfassten hinteren linken Radzylinderdruck und den erfassten
hinteren rechten Radzylinderdruck anzeigen, für die Steuereinheit
CU zu erzeugen.
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Wie
oben erwähnt, werden die Sensorsignale von den vier Radzylinder-Drucksensoren 13a–13d verwendet,
um die jeweiligen Radzylinderdrücke PWFL–PWRR zu erfassen. Außerdem kann der
Prozessor der Steuereinheit CU auf der Grundlage der vier Radzylinderdruck-Sensorsignale
festlegen oder bestimmen, welcher der Radbremszylinder ausfällt. Wenn
also ein Ausfall eines bestimmten Radbremszylinders der vier Radbremszylinder 5a–5d auftritt, dann
erzeugt die Steuereinheit CU einen Steuerbefehl für das
erste Druckaufbausteuerventil 6, das mit dem ausgefallenen
Radbremszylinder in Verbindung steht, um das verbundene erste Druckaufbausteuerventil
abzuschalten (vollständig zu schließen). Die Radzylinder-Drucksensoren 13a–13d werden
gemeinsam als „Radzylinder-Drucksensor 13" bezeichnet.
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Auf
der anderen Seite ist, in Bezug auf den zweiten Bremskreislauf 2,
das stromaufwärtige Ende des zweiten Bremskreislaufs 2 mit
dem Behälter RES verbunden. Die Pumpe P (genauer die Pumpeneinlassöffnung)
ist mit der stromabwärtigen Seite des zweiten Bremskreislaufs 2 verbunden.
Die Pumpe P saugt Bremsflüssigkeit vom Behälter
RES an und somit wird die in die Pumpeneinlassöffnung eingeleitete Bremsflüssigkeit
unter Druck gesetzt. Die druckbeaufschlagte Bremsflüssigkeit
wird in die weiter stromabwärtige Seite des zweiten Bremskreislaufs 2 zugeführt
(d. h. in Richtung zu den zweiten Druckaufbausteuerventilen 7a–7d).
In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein Pumpenmotor
M ein Elektromotor. Die Drehzahl des Motors M wird in Reaktion auf einen
Steuerbefehl von der Steuereinheit CU gesteuert, und somit kann
der Antriebszustand der Pumpe P mittels der Pumpenmotordrehzahlsteuerung
gesteuert und geregelt werden. Als Quelle für die Antriebskraft
kann auch eine andere Antriebsquelle als ein Elektromotor verwendet
werden, um die Pumpe P anzutreiben.
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Ein
Rückschlagventil (ein Einweg-Steuerventil) 9 ist
in dem Bereich des zweiten Bremskreislaufs 2 stromabwärts
der Pumpenauslassöffnung vorgesehen, um ein freies Durchfließen
in einer Richtung zu ermöglichen und einen Rückfluss
in der entgegengesetzten Richtung (jeglicher Rückfluss
von der stromabwärtigen Seite zurück zur stromaufwärtigen
Seite) zu verhindern.
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Der
zweite Bremskreislauf 2 verzweigt in zwei Abzweigungskreisläufe 2A und 2B,
stromabwärts des Rückschlagventils 9.
Die stromabwärtige Seite des Abzweigungskreislaufs 2A des
zweiten Bremskreislaufs 2 verzweigt weiter in zwei Fluidleitungen 2a–2b.
In ähnlicher Weise verzweigt die stromabwärtige
Seite des Abzweigungskreislaufs 26 des zweiten Bremskreislaufs 2 weiter
in zwei Fluidleitungen 2c–2d. Die Fluidleitungen 2a–2d sind
mit den entsprechenden Fluidleitungen 1a–1d stromabwärts der
ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6d verbunden,
und somit sind die Fluidleitungen 2a–2d über
die Fluidleitungen 1a–2d mit den entsprechenden
Radbremszylindern 5a–5d verbunden. Zweite
Druckaufbausteuerventile 7a–7d sind in
den entsprechenden Fluidleitungen 2a–2d angeordnet.
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Das
zweite Druckaufbausteuerventil 7 ist ein drucklos geschlossenes,
federversetztes, elektromagnetisches 2-Wegeventil. Genauer dient
das zweite Druckaufbausteuerventil 7 als ein sog. Proportionalventil,
das ausgelegt ist, seine Ventilöffnung proportional zu
verändern, in Abhängigkeit von einem Stromwert
des durch eine Spule des elektromagnetischen Ventils fließenden
Stroms. Die Öffnungs- und Schließfunktionen des
zweiten Druckaufbausteuerventils 7a–7d werden
in Reaktion auf entsprechende Steuerbefehle von der Steuereinheit
CU gesteuert, um das Durchfließen von Bremsflüssigkeit
durch die entsprechenden Fluidleitungen 2a–2d zu
ermöglichen oder zu blockieren. Wird das zweite Druckaufbausteuerventil 7 offen
gehalten, so wird Pumpendruck, erzeugt von der Pumpe P, zum Radbremszylinder 5 zugeführt.
Umgekehrt, wenn das zweite Druckaufbausteuerventil 7 geschlossen
ist, dann ist die Pumpendruckzufuhr zum Radbremszylinder 5 unterbrochen.
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Fluidleitungen 3a–3d sind
mit den entsprechenden stromabwärtigen Seiten der Fluidleitungen 2a–2d der
zweiten Druckaufbausteuerventile 7a–7d verbunden.
Die Fluidleitungen 3a–3d sind mit dem zweiten
Bremskreislauf 2 stromaufwärts der Pumpe P verbunden,
und somit sind die Fluidleitungen 3a–3d über
den zweiten Bremskreislauf 2 mit dem Behälter
RES verbunden. Druckverringerungssteuerventile 8a–8d sind
in den entsprechenden Fluidleitungen 3a–3d angeordnet.
Der vorher beschriebene Rücklaufkreislauf, der für
einen Rückfluss vom Radbremszylinder 5 zum Behälter
RES vorgesehen ist, ist ausgelegt, einen Rückflusspfad
zu bilden, der als ein Pfad der Radbremszylinder 5 (→ Fluidleitungen 1a–1d → Fluidleitungen 2a–2d Fluidleitungen 3a–3d) → Druckverringerungssteuerventile 8a–8d (→ Fluidleitungen 3a–3d → zweiter
Bremskreislauf 2) → Reservoir RES definiert ist.
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Jedes
der Druckverringerungssteuerventile 8a–8d ist
als ein federversetztes, elektromagnetisches 2-Wegeventil aufgebaut.
Genauer dient das Druckverringerungssteuerventil 8 als
ein sog. Proportionalventil, das ausgelegt ist, seine Ventilöffnung proportional
in Abhängigkeit von einem Stromwert des durch eine Spule
des elektromagnetischen Ventils fließenden Stroms zu verändern.
Die Öffnungs- und Schließfunktionen der Druckverringerungssteuerventile 8a–8d werden
in Reaktion auf entsprechende Steuerbefehle von der Steuereinheit
CU gesteuert, um das Durchfließen von Bremsflüssigkeit
durch die entsprechenden Fluidleitungen 3a–3d zu
ermöglichen oder zu blockieren. Wenn das Druckverringerungssteuerventil 8 offen
gehalten wird, fließt Bremsflüssigkeit vom Radbremszylinder 5 zurück
zum Behälter RES, und somit wird der Radzylinderdruck freigesetzt
und verringert. Wenn das Druckverringerungssteuerventil 8 umgekehrt
geschlossen ist, wird eine Druckfreisetzung (eine Druckverringerung)
des Radzylinderdrucks verhindert. Die Druckverringerungssteuerventile 8a–8b der
Vorderradseite sind drucklos geschlossene Ventile, während
die Druckverringerungssteuerventile 8c–8d der
Hinterradseite drucklos geöffnete Ventile sind.
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Ein
Ende einer Entlastungsfluidleitung 2e ist mit dem Bereich
des zweiten Bremskreislaufs 2 zwischen der Pumpe P (genauer
der Pumpenauslassöffnung) und dem Rückschlagventil 9 verbunden.
Das andere Ende der Entlastungsfluidleitung 2e ist mit
einem der Bereiche der Fluidleitungen 3a–3d,
welche die jeweiligen stromaufwärtigen Seiten der Druckverringerungssteuerventile 8a–8d verbinden,
verbunden. Somit ist die Entlastungsfluidleitung 2a über
die Fluidleitungen 3a–3d und den zweiten
Bremskreislauf 2 mit dem Behälter RES verbunden.
Statt dessen kann die Entlastungsfluidleitung 2a auch direkt
mit dem zweiten Bremskreislauf 2 stromaufwärts
der Pumpe P verbunden sein. Ein Druckentlastungsventil 10 ist
in der Entlastungsfluidleitung 2e angeordnet. Das Entlastungsventil 10 öffnet
sich, wenn der Pumpendruck (ein Druck der von der Pumpe P ausgegebenen
Bremsflüssigkeit) größer oder gleich
einem bestimmten Druckwert wird (z. B. einem Widerstandsdruck des
in 1 gezeigten hydraulischen Bremskreislaufs). Wird
das Entlastungsventil 10 offen gehalten, ist die Auslassseite
der Pumpe P (d. h. die Pumpenauslassöffnung) mit dem Behälter
RES verbunden, und somit wird der Pumpendruck zum Behälter
RES freigesetzt, um zu verhindern, dass der Pumpendruck (der Innendruck
des hydraulischen Bremssystems) über den bestimmten Druckwert steigt.
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Erste Druckaufbausteuerventile
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Der
genaue Aufbau des ersten Druckaufbausteuerventils 6 wird
nachfolgend unter Bezugnahme auf 2 bis 3 beschrieben. 2 zeigt
den axialen Querschnitt jedes vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventils 6a–6d.
Bei der Erläuterung des genauen Aufbaus jedes vorderradseitigen
ersten Druckaufbausteuerventils 6a–6d sei
angenommen, dass die axiale Richtung des ersten Druckaufbausteuerventils 6 durch
den Pfeil x, der die X-Achsenrichtung bezeichnet, dargestellt wird,
und die X-Achsenrichtung von einem Plungerkolben 64 zu
einem Anker 67 ist eine positive X-Achsenrichtung. Wie
in 2 gezeigt, besteht das erste Druckaufbausteuerventil 6 aus
einem Gehäuse 61, einer ersten Öffnung 62,
einem Ventilsitz 63, einem Plungerkolben 64, einer
zweiten Öffnung 65, einer Rückstellfeder 66,
einem Anker 67 und einer Spule 68.
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Die
Spule 68 ist am Außenumfang auf der Seite der
positiven X-Achsenrichtung des Gehäuses 61 eingebaut.
Eine erste Zylinderkammer 61a mit großem Durchmesser
ist auf der Seite der positiven X-Achsenrichtung des Gehäuses 61 definiert.
Eine zweite Zylinderkammer 61b mit kleinem Durchmesser
ist in dem Zwischenbereich des Gehäuses 61 in einer
solchen Weise definiert, dass sie sich von der ersten Zylinderkammer 61a in
einer negativen X-Achsenrichtung erstreckt.
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Zusätzlich
ist die erste Öffnung 62 als eine längliche
axiale Bohrung mit sehr kleinem Durchmesser (ein axiales Durchgangsloch)
ausgelegt, die auf der Seite der negativen X-Achsenrichtung des
Gehäuses 61 in einer solchen Weise ausgebildet
ist, das sie sich von der zweiten Zylinderkammer 61b in
der negativen X-Achsenrichtung weiter nach unten erstreckt (siehe 2).
Das innerste Öffnungsende der ersten Öffnung (axiale
Bohrung) 62 öffnet sich in das untere Ende der
zweiten Zylinderkammer 61b oder steht mit diesem in Verbindung.
Die ersten Öffnungen 62, 62 der ersten
Druckaufbausteuerventile 6a–6b der Vorderradseite
sind mit den entsprechenden stromaufwärtigen Seiten der
Fluidleitungen 1a–1b verbunden und somit über
die Fluidleitungen 1a–1b mit dem Hauptzylinder
MC verbunden. Das heißt, die erste Öffnung 62 jedes
vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventils 6a–6b dient
als eine Hauptzylinderdrucköffnung.
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Weiterhin
weist das Gehäuse 61 eine zweite Öffnung 65 auf,
die in diesem ausgebildet ist. Die zweite Öffnung 65 ist
als eine radiale Bohrung (ein radiales Durchgangsloch) ausgelegt,
die in dem Zwischenbereich des Gehäuses 61 nahe
dem gegenüberliegenden axialen Ende des Gehäuses 61 in
einer solchen Weise ausgebildet ist, dass sie sich von dem unteren
Ende der zweiten Zylinderkammer 61b radial nach außen
erstreckt (siehe 2). Das innerste Öffnungsende
der zweiten Öffnung (radiale Bohrung) 65 öffnet
sich in das untere Ende der zweiten Zylinderkammer 61b oder
steht mit diesem in Verbindung. Die zweiten Öffnungen 65, 65 der
ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6b der
Vorderradseite sind mit den entsprechenden stromabwärtigen
Seiten der Fluidleitungen 1a–1b verbunden
und somit über die Fluidleitungen 1a–1b mit
den entsprechenden vorderradseitigen Radbremszylindern 5a–5b verbunden.
Das heißt, die zweite Öffnung 65 jedes
vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventils 6a–6b dient
als eine Radzylinderdrucköffnung.
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Der
Anker 67 ist in der ersten Zylinderkammer 61a in
einer solchen Weise untergebracht, dass er in den X-Achsenrichtungen
gleiten kann. Der Plungerkolben 64 ist in der zweiten Zylinderkammer 61b in
einer solchen Weise untergebracht, dass er in den X-Achsenrichtungen
gleiten kann. Die Rückstellfeder 66 ist zwischen
einem Stufenbereich 64B des Plungerkolbens 64 und
der Endfläche (der untersten Endfläche) auf der
Seite der negativen X-Achsenrichtung der zweiten Zylinderkammer 61b angeordnet,
so dass die Rückstellfeder 66 den Plungerkolben 64 ständig
in die positive X-Achsenrichtung drängt. Das heißt,
die Federkraft der Rückstellfeder 66 drängt
die Endfläche (die oberste Endfläche) auf der
Seite der positiven X-Achsenrichtung des Plungerkolbens 64 in
Kontakt mit der Endfläche (der untersten Endfläche)
auf der Seite der negativen X-Achsenrichtung des Ankers 67.
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Ein
Ventilsitz 63 ist einstückig mit dem Stufenbereich
des Gehäuses 61 an der unteren Endfläche
der zweiten Zylinderkammer 61b ausgebildet (mit anderen
Worten: am innersten Öffnungsende der ersten Öffnung 62,
die sich in das untere Ende der zweiten Zylinderkammer 61b öffnet).
Die Spitze 64A auf der Seite der negativen X-Achsenrichtung des
Plungerkolbens 64 ist angeordnet, um dem Ventilsitz 63 gegenüberzuliegen.
Eine axiale Bewegung des Plungerkolbens 64 in der negativen
X-Achsenrichtung bringt die Spitze 64A des Plungerkolbens 64 in
anliegenden Eingriff mit dem Ventilsitz 63, und dann sitzt
die Spitze 64A des Plungerkolbens 54, die als
Ventilelement dient, auf dem Ventilsitz 63. Wenn die Spitze 64A auf
dem Ventilsitz 63 gehalten wird, ist das innerste Öffnungsende
der ersten Öffnung 62 vollständig geschlossen,
und somit ist die Verbindung zwischen der ersten Öffnung 62 und
der zweiten Zylinderkammer 61b blockiert (unterbrochen). Andererseits
sind die zweite Öffnung 65 und die zweite Zylinderkammer 65 immer
miteinander in Verbindung.
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Als
Nächstes wird der genaue Aufbau der ersten Druckaufbausteuerventile 6c–6d der
Hinterradseite unter Bezugnahme auf 3 beschrieben, welche
den axialen Querschnitt jedes hinterradseitigen ersten Druckaufbausteuerventils 6c–6d zeigt.
Es sei angemerkt, dass, wie aus einem Vergleich der Querschnitte
der 2 und 3 ersichtlich ist, die Lage
der Hauptzylinderdrucköffnung jedes vorderradseitigen ersten
Druckaufbausteuerventils 6a–6b durch
die Lage der Radzylinderdrucköffnung jedes hinterradseitigen
ersten Druckaufbausteuerventils 6c–6d ersetzt
ist, während die Lage der Radzylinderdrucköffnung
jedes vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventils 6a–6b durch
die Lage der Hauptzylinderdrucköffnung jedes hinterradseitigen
ersten Druckaufbausteuerventils 6c–6d ersetzt
ist.
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Das
heißt, die ersten Öffnungen 62, 62 der ersten
Druckaufbausteuerventile 6c–6d der Hinterradseite
sind mit den entsprechenden stromabwärtigen Seiten der Fluidleitungen 1c–1d und
somit über die Fluidleitungen 1c–1d mit
den entsprechenden hinterradseitigen Radbremszylindern 5c–5d verbunden.
Das heißt, die erste Öffnung 62 jedes
hinterradseitigen ersten Druckaufbausteuerventils 6c–6d dient
als eine Radzylinderdrucköffnung. Auf der anderen Seite
sind die zweiten Öffnungen 65, 65 der hinterradseitigen
ersten Druckaufbausteuerventile 6c–6d mit
den entsprechenden stromaufwärtigen Seiten der Fluidleitungen 1c–1d und
somit über die Fluidleitungen 1c–1d mit
dem Hauptzylinder MC verbunden. Das heißt, die zweite Öffnung 65 jedes
hinterradseitigen ersten Druckaufbausteuerventils 6c–6d dient
als eine Hauptzylinderdrucköffnung. Der weitere Aufbau
der hinterradseitigen ersten Druckaufbausteuerventile 6c–6d,
der in 3 gezeigt ist, ist identisch
zu den in 2 gezeigten vorderradseitigen
ersten Druckaufbausteuerventilen 6a–6b.
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Die
Funktion und die Betätigung der vorderradseitigen ersten
Druckaufbausteuerventile 6a–6b (siehe 2)
werden nachfolgend genau beschrieben. Der Anker 67, zusammen
mit dem Plungerkolben 64, gleitet oder verlagert sich in
der X-Achsenrichtung durch die vorgenannte Federkraft der Rückstellfeder 66,
eine elektromagnetische Kraft (wird später beschrieben)
und einen Hydraulikdruck (wird später beschrieben). Aufgrund
einer axialen Verlagerung des Ankers 67, zusammen mit dem
Plungerkolben 64, tritt eine Veränderung des Abstands
Xv zwischen der Spitze 64A des Plungerkolbens 64 und dem
Ventilsitz 63 auf. Der Abstand Xv entspricht der Ventilöffnung
jedes vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventils 6a–6b.
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Wenn
der Abstand Xv größer als „0" ist und somit
die Spitze 64A des Plungerkolbens 64 vom Ventilsitz 63 abhebt,
wird eine Fluidverbindung zwischen der ersten Öffnung 62 und
der zweiten Zylinderkammer 61b hergestellt, wodurch ein
Durchfluss von Bremsflüssigkeit zwischen der ersten Öffnung 62 (der
Hauptzylinderdrucköffnung in jedem vorderradseitigen ersten
Druckaufbausteuerventil 6a–6b) und der
zweiten Öffnung 65 (der Radzylinderdrucköffnung
in jedem vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventil 6a–6b)
ermöglicht wird. Das heißt, die ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6b werden offen
gehalten. Wenn die vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6b offen
gehalten werden, ist ein Durchfließen von Bremsflüssigkeit
durch den ersten Bremskreislauf 1 (Fluidleitungen 1a–1b) erlaubt.
Somit stehen der Hauptzylinder MC und jeder der vorderen Radbremszylinder 5a–5b über
den ersten Bremskreislauf 1 (über entsprechende
Fluidleitungen 1a–1b) miteinander in
Verbindung. Wenn der Abstand Xv zwischen der Spitze 64A des
Plungerkolbens 64 und dem Ventilsitz 63 einen
Maximalwert Xvo erreicht und somit die Ventilöffnung jedes vorderradseitigen
ersten Druckaufbausteuerventils 6a–6b maximal
wird, arbeiten diese ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6b in
ihren vollständig geöffneten Zuständen.
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Umgekehrt,
wenn der Abstand Xv „0" wird und somit die Spitze 64A des
Plungerkolbens 64 in anliegendem Eingriff mit dem Ventilsitz 63 bleibt,
ist die Fluidverbindung zwischen der ersten Öffnung 62 und
der zweiten Zylinderkammer 61b (d. h. der zweiten Öffnung 65)
blockiert, wodurch ein Durchfluss von Bremsflüssigkeit
zwischen der ersten Öffnung 62 (der Hauptzylinderdrucköffnung
in jedem vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventil 6a–6b)
und der zweiten Öffnung 65 (der Radzylinderdrucköffnung
in jedem vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventil 6a–6b)
verhindert wird. Das heißt, die ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6b bleiben geschlossen.
Wenn die ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6b geschlossen
sind, ist der erste Bremskreislauf 1 (die Fluidleitungen 1a–1b)
blockiert oder unterbrochen, und somit ist die Fluidverbindung zwischen
dem Hauptzylinder MC und jedem der vorderen Radbremszylinder 5a–5b blockiert.
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Wie
oben erläutert, wirkt die Federkraft der Rückstellfeder 66,
die den Plungerkolben 64 ständig in die positive
X-Achsenrichtung drängt, in einer Richtung zum Öffnen
eines vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventils (6a; 6b).
Mit anderen Worten wirkt die Federkraft der Rückstellfeder 66 in
einer Richtung, die den Durchfluss von Bremsflüssigkeit durch
den ersten Bremskreislauf 1 (die Fluidleitungen 1a–1b)
ermöglicht.
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Wenn
elektrischer Strom von der Steuereinheit CU an der Spule 68 angelegt
wird, erzeugt der Stromfluss durch die Spule 68 eine elektromagnetische
Kraft. Die elektromagnetische Kraft verändert sich in Abhängigkeit
von einem elektrischen Stromwert I des durch die Spule 68 fließenden
Stroms. Je größer der Stromwert I, desto größer
die von der Spule 68 erzeugte elektromagnetische Kraft.
Die elektromagnetische Kraft zieht den Anker 67 in der negativen
X-Achsenrichtung an, so dass sich der Anker 67, zusammen
mit dem Plungerkolben 64, in der negativen X-Achsenrichtung
verlagert. Das heißt, die elektromagnetische Kraft wirkt
in einer Richtung zum Schließen des vorderradseitigen ersten
Druckaufbausteuerventils (6a; 6b). Mit anderen
Worten wirkt die elektromagnetische Kraft in einer Richtung zum Blockieren
(Unterbrechen) des ersten Bremskreislaufs 1 (der Fluidleitungen 1a–1b).
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Zusätzlich
wirkt eine axiale Kraft, die von dem auf den Plungerkolben 64 aufgebrachten
Hydraulikdruck herrührt, auf den Plungerkolben 64.
Genauer wirkt eine Kraft (= ΔpxS), erhalten durch Multiplizieren
des Druckunterschieds Δp (= Pm – Pw) zwischen
dem Hauptzylinderdruck Pm und dem Radzylinderdruck Pw mit dem Plungerkolben-Querschnitt
S (ein druckaufnehmender Bereich des Plungerkolbens 64 in
einer Richtung senkrecht zur axialen Richtung), auf den Plungerkolben 64.
Wenn der Hauptzylinderdruck Pm höher als der Radzylinderdruck
Pw ist (d. h. Pm > Pw),
wird der Druckunterschied Δp (= Pm – Pw) größer
als „0" (d. h. Δp > 0). Im Falle von Δp > 0 wirkt der Hydraulikdruck
auf den Plungerkolben 64 in der positiven X-Achsenrichtung.
Das heißt, der Hydraulikdruck wirkt in einer Richtung zum Öffnen
des vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventils (6a; 6b).
Mit anderen Worten wirkt der Hydraulikdruck in einer Richtung, welche
den Durchfluss von Bremsflüssigkeit durch den ersten Bremskreislauf 1 (Fluidleitungen 1a–1b)
erlaubt. Umgekehrt, wenn der Hauptzylinderdruck Pm geringer als
der Radzylinderdruck Pw ist (d. h. Pm < Pw), dann wird der Druckunterschied Δp
(= Pm – Pw) kleiner als „0" (d. h. Δp < 0). Im Fall von Δp < 0 wirkt der Hydraulikdruck
auf den Plungerkolben 64 in der negativen X-Achsenrichtung.
Das heißt, der Hydraulikdruck wirkt in einer Richtung zum
Schließen des vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventils
(6a; 6b). Mit anderen Worten wirkt der Hydraulikdruck
in einer Richtung, welche den ersten Bremskreislauf 1 (die
Fluidleitungen 1a–1b) blockiert (unterbricht).
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Eine
axiale Verlagerung des Ankers 67, zusammen mit dem Plungerkolben 64,
d. h. der Abstand Xv (nachfolgend als „Ventilöffnung
Xv" bezeichnet) wird in Abhängigkeit von einem Ausgleich der
vorgenannten Federkraft, der elektromagnetischen Kraft und des Hydraulikdrucks
(genauer der Kraft ΔpxS) bestimmt.
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Bezugnehmend
auf 4 wird das I-Xv Kennliniendiagramm gezeigt, das
das Verhältnis zwischen dem Stromwert I des durch die Spule 68 fließenden
Stroms, der Ventilöffnung Xv und dem Druckunterschied Δp
zwischen Hauptzylinderdruck Pm und Radzylinderdruck Pw bei einem
vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventil (6a; 6b),
das als ein Proportionalventil dient, darstellt. Es sei angenommen,
dass der Hauptzylinderdruck Pm gleich dem Radzylinderdruck Pw ist
(d. h. Δp = Pm – Pw = 0). Dann wird der Hydraulikdruck,
der auf den Plungerkolben 64 wirkt, gleich "0". Gleichzeitig
sei angenommen, dass der Stromwert I des durch die Spule 68 fließenden
Stroms „0" ist (d. h. I = 0). Dann wird die auf den Anker 67 wirkende
elektromagnetische Kraft „0". Unter diesem Bedingungen
(wenn Δp = 0 und I = 0) wird der Anker 67 zusammen
mit dem Plungerkolben 64 durch die Federkraft der Rückstellfeder 66 in
die positive X-Achsenrichtung gedrängt, und somit erhält
die Ventilöffnung Xv den Maximalwert Xvo. Dadurch arbeitet
das vorderradseitige erste Druckaufbausteuerventil (6a; 6b)
in seinem vollständig geöffneten Zustand. Die
Federkräfte der Rückstellfedern 66, 66 der
vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6b werden
einzeln in geeigneter Weise festgelegt, wobei die individuellen
Unterschiede der hergestellten Druckaufbausteuerventile ausreichend
berücksichtigt werden.
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Der
Anker 67 wird zusammen mit dem Plungerkolben 64 von
der elektromagnetischen Kraft, deren Größe zunimmt,
in der negativen X-Achsenrichtung angezogen, wenn der Stromwert
I steigt. Der Anker 67, zusammen mit dem Plungerkolben 64,
bewegt sich oder verlagert sich gegen die Federkraft in der negativen
X-Achsenrichtung, und somit nimmt die Ventilöffnung Xv
ab, wenn der Stromwert I zunimmt. Wenn der Stromwert I einen Stromwert
Io erreicht (d. h. I = Io), wird die Ventilöffnung Xv „0"
(siehe die neutrale I-Xv Kennlinie, die durch ein dickes durchgehendes
gerades Liniensegment zwischen den und einschließlich der
zwei Koordinaten (Io, 0) und (0, Xvo) in 4 angezeigt
ist). Somit wird das vorderradseitige erste Druckaufbausteuerventil
(6a; 6b) vollständig geschlossen gehalten.
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Als
Nächstes sei angenommen, dass der Hauptzylinderdruck Pm
den Radzylinderdruck Pw übersteigt (d. h. Δp =
(Pm – Pw) > 0).
In diesem Fall wird der Anker 67 zusammen mit dem Plungerkolben 64 durch
die Hydraulikkraft (d. h. die Kraft ΔpxS) in die positive
X-Achsenrichtung gedrängt, und somit wird das vorderradseitige
erste Druckaufbausteuerventil (6a; 6b) durch den
Hydraulikdruck wie auch durch die Federkraft vollständig
offen gehalten. Um die Ventilöffnung Xv von der maximalen
Ventilöffnung Xvo (dem vollständig geöffneten
Zustand) durch eine axiale Verlagerung des Ankers 67 zusammen
mit dem Plungerkolben 64 in der negativen X-Achsenrichtung
(d. h. in der Richtung zum Schließen des vorderradseitigen
ersten Druckaufbausteuerventils) zu verringern, muss somit die elektromagnetische Kraft
(mit anderen Worten der Stromwert I) zusätzlich um eine
Erhöhung, die dem Hydraulikdruck (d. h. der Kraft ΔpxS)
entspricht, verstärkt werden. Wenn der Druckunterschied Δp
von „0" ansteigt, neigt deshalb die I-Xv Kennlinie, welche
das Verhältnis zwischen Stromwert I und Ventilöffnung
Xv anzeigt, dazu, sich nach rechts zu verlagern (siehe 4).
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Im
Gegensatz dazu sei angenommen, dass der Hauptzylinderdruck Pm geringer
als der Radzylinderdruck Pw wird (d. h. Δp = (Pm – Pw) < 0). In diesem Fall
wird der Anker 67 zusammen mit dem Plungerkolben 64 durch
die Hydraulikkraft (d. h. die Kraft ΔpxS) in die negative
X-Achsenrichtung gedrängt. Um die Ventilöffnung
Xv vom maximalen Wert Xvo (dem vollständig geöffneten
Zustand) mit einer axialen Verlagerung des Ankers 67 zusammen
mit dem Plungerkolben 64 in der negativen X-Achsenrichtung (d.
h. in der Richtung zum Schließen des vorderradseitigen
ersten Druckaufbausteuerventils) zu verringern, kann somit die elektromagnetische
Kraft (mit anderen Worten der Stromwert I) um eine Verminderung,
welche dem Hydraulikdruck (d. h. der Kraft ΔpxS) entspricht,
verringert werden. Wenn der Druckunterschied Δp von „0"
abnimmt, neigt deshalb die I-Xv Kennlinie dazu, sich nach links
zu verlagern (siehe 4). Wenn also der Druckunterschied Δp geringer
als „0" ist, auch wenn I = 0, dann neigt der Anker 67 zusammen
mit dem Plungerkolben 64 dazu, sich durch den Hydraulikdruck
(d. h. die Kraft ΔpxS, die durch den Druckunterschied Δp < 0 entsteht) gegen
die Federkraft in der negativen X-Achsenrichtung zu verlagern. Dies
führt zu einer Verringerung der Ventilöffnung
Xv von ihrem Maximalwert Xvo.
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Die
Funktion und die Betätigung der hinterradseitigen ersten
Druckaufbausteuerventile 6c–6d (siehe 3)
werden nachfolgend genau beschrieben. Wenn die hinterradseitigen
ersten Druckaufbausteuerventile 6c–6d offen
gehalten werden (d. h. Xv > 0),
wird der Durchfluss von Bremsflüssigkeit durch den ersten
Bremskreislauf 1 (die Fluidleitungen 1c–1d)
ermöglicht. Somit stehen der Hauptzylinder MC und jeder
der hinteren Radbremszylinder 5c–5d über
den ersten Bremskreislauf (über entsprechende Fluidleitungen 1c–1d)
miteinander in Verbindung. Umgekehrt, wenn die hinterradseitigen
ersten Druckaufbausteuerventile 6c–6d geschlossen
sind (d. h. Xv = 0), dann ist der erste Bremskreislauf 1 (Fluidleitungen 1c–1d)
blockiert oder unterbrochen, und somit ist die Fluidverbindung zwischen
dem Hauptzylinder MC und jedem der hinteren Radbremszylinder 5c–5d blockiert.
Die Wirkungsrichtung der Federkraft der Rückstellfeder 66 und
die Wirkungsrichtung der elektromagnetischen Kraft, die von der
Spule 68 erzeugt wird, sind für die hinterradseitigen
ersten Druckaufbausteuerventile 6c–6d (siehe 3)
die gleichen wie die für die vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6b (siehe 2)
Beschriebenen.
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Zusätzlich
wirkt eine axiale Kraft, die von dem auf den Plungerkolben 64 aufgebrachten
Hydraulikdruck herrührt, auf den Plungerkolben 64.
Genauer wirkt eine Kraft (= Δp'xS), erhalten durch Multiplizieren
des Druckunterschieds Δp' (Pw – Pm) zwischen dem
Radzylinderdruck Pw und dem Hauptzylinderdruck Pm mit dem Plungerkolben-Querschnitt
S auf den Plungerkolben 64. Wenn der Hauptzylinderdruck
Pm geringer als der Radzylinderdruck Pw ist (d. h. Pm < Pw), wird der Druckunterschied Δp'
(= Pw – Pm) größer als „0" (d.
h. Δp' > 0).
Im Falle von Δp' > 0
wirkt der Hydraulikdruck auf den Plungerkolben 64 in der
positiven X-Achsenrichtung, um das hinterradseitige erste Druckaufbausteuerventil
(6c; 6d) zu öffnen, wodurch der Durchfluss
von Bremsflüssigkeit durch den ersten Bremskreislauf 1 (Fluidleitungen 1a–1b)
erlaubt wird. Umgekehrt, wenn der Hauptzylinderdruck Pm größer
als der Radzylinderdruck Pw ist (d. h. Pm > Pw), dann wird der Druckunterschied Δp'
(= Pw – Pm) kleiner als „0" (d. h. Δp' < 0). Im Fall von Δp' < 0 wirkt der Hydraulikdruck
auf den Plungerkolben 64 in der negativen X-Achsenrichtung,
um so das hinterradseitige erste Druckaufbausteuerventil (6c; 6d)
zu schließen, wodurch der erste Bremskreislauf 1 (die
Fluidleitungen 1c–1d) blockiert (unterbrochen)
wird.
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Bezugnehmend
auf 5 wird das I-Xv Kennliniendiagramm gezeigt, das
das Verhältnis zwischen dem Stromwert I, der Ventilöffnung
Xv und dem Druckunterschied Δp' zwischen Radzylinderdruck
Pw und Hauptzylinderdruck Pm bei einem hinterradseitigen ersten
Druckaufbausteuerventil (6c; 6d), das als ein Proportionalventil
dient, darstellt. Wenn der Hauptzylinderdruck Pm geringer als der Radzylinderdruck
Pw ist (d. h. Δp' = (Pw – Pm) > 0), dann wird der Anker 67 zusammen
mit dem Plungerkolben 64 durch die Hydraulikkraft (d. h.
die Kraft Δp'xS) in die positive X-Achsenrichtung geschoben, und
somit wird das hinterradseitige erste Druckaufbausteuerventil (6c; 6d)
durch den Hydraulikdruck wie auch durch die Federkraft vollständig
offen gehalten. Um die Ventilöffnung Xv von der maximalen
Ventilöffnung Xvo mit einer axialen Verlagerung des Ankers 67 zusammen
mit dem Plungerkolben 64 in der negativen X-Achsenrichtung
zu verringern, muss somit die elektromagnetische Kraft (mit anderen
Worten der Stromwert I) zusätzlich um eine Erhöhung,
die dem Hydraulikdruck (d. h. der Kraft Δp'xS) entspricht, erhöht
werden. Wenn der Druckunterschied Δp' von „0"
ansteigt, neigt deshalb die I-Xv Kennlinie, welche das Verhältnis
zwischen Stromwert I und Ventilöffnung Xv anzeigt, dazu
sich nach rechts zu verlagern (siehe 5). Im
Gegensatz dazu, wenn der Hauptzylinderdruck Pm höher als
der Radzylinderdruck Pw ist (d. h. Δp' = (Pw – Pm) < 0), dann wird der
Anker 67 zusammen mit dem Plungerkolben 64 durch
den Hydraulikdruck (d. h. die Kraft Δp'xS) in die negative X-Achsenrichtung
geschoben. Um die Ventilöffnung Xv von der maximalen Ventilöffnung
Xvo mit einer axialen Verlagerung des Ankers 67 zusammen
mit dem Plungerkolben 64 in der negativen X-Achsenrichtung
zu verringern, kann somit die elektromagnetische Kraft (mit anderen
Worten der Stromwert I) um eine Verminderung, welche dem Hydraulikdruck
(d. h. der Kraft Δp'xS) entspricht, verringert werden. Wenn
der Druckunterschied Δp' von „0" abnimmt, neigt
deshalb die I-Xv Kennlinie dazu, sich nach links zu verlagern (siehe 5).
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Zweite Druckaufbausteuerventile
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Das
zweite Druckaufbausteuerventil 7 ist in seinem grundsätzlichen
Aufbau ähnlich zum ersten Druckaufbausteuerventil 6.
Jedoch unterscheidet sich das zweite Druckaufbausteuerventil 7 geringfügig
vom ersten Druckaufbausteuerventil 6, da das erste Druckaufbausteuerventil 6 ein
drucklos geöffnetes elektromagnetisches Ventil ist, während
das zweite Druckaufbausteuerventil 7 ein drucklos geschlossenes
elektromagnetisches Ventil ist. Zusätzlich ist der Durchmesser
eines Ventilsitzes, auf welchem das Ventilelement des zweiten Druckaufbausteuerventils 7 sitzt,
so bemessen, dass er kleiner als der des Ventilsitzes 63 des
ersten Druckaufbausteuerventils 6 ist.
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Steuereinheit
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Bezugnehmend
auf 6 ist das allgemeine Blockdiagramm einer Steuereinheit
CU gezeigt, die in dem Bremssteuersystem des gezeigten Ausführungsbeispiels
integriert ist. Die Steuereinheit CU umfasst allgemein einen Mikrocomputer.
Die Steuereinheit CU umfasst eine Eingabe-/Ausgabe-Schnittstelle
(I/O), Speicher (RAM, ROM) und einen Mikroprozessor oder eine zentrale
Recheneinheit (CPU). Die Eingabe-/Ausgabe-Schnittstelle (I/O) der
Steuereinheit CU empfängt eingehende Informationen von verschiedenen
Sensoren, nämlich dem Hubsensor 11, dem Hauptzylinderdrucksensor 12 und
den Radzylinderdrucksensoren 13a–13d,
und empfängt außerdem eingehende Informationen über
einen Fahrzustand des Fahrzeugs von Motor-/Fahrzeugschaltern und
Sensoren, zum Beispiel von Raddrehzahlsensoren, die vorgesehen sind,
um Raddrehzahlen VWFL–VWRR der vier Räder FL, FR, RL und
RR am Fahrzeug zu erfassen, von einem Bremsschalter, einem seitlichen
G-Sensor, einem Gierratensensor und dergleichen.
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Innerhalb
der Steuereinheit CU ermöglicht die zentrale Recheneinheit
(CPU) den Zugriff durch die I/O-Schnittstelle auf die Eingangsinformations-Datensignale
von den vorgenannten Sensoren. Die CPU der Steuereinheit CU ist
verantwortlich für die Durchführung des in den
Speichern gespeicherten Steuerprogramms und kann notwendige arithmetische
und logische Operationen durchführen. Berechnungsergebnisse
(arithmetische Berechnungsergebnisse), d. h. berechnete Ausgangssignale,
werden durch die Ausgangs-Schnittstellenschaltung der Steuereinheit
CU zu Ausgabestufen übertragen, d. h. zu verschiedenen
Aktuatoren in dem Fluiddrucksteuersystem, genauer dem ersten Druckaufbausteuerventil 6,
dem zweiten Druckaufbausteuerventil 7, dem Druckverringerungssteuerventil 8 und
dem Pumpenmotor M.
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Ein
Berechnungsabschnitt 101 für die vom Fahrer benötigte
Bremskraft ist ausgelegt, um auf der Grundlage von Eingangsinformationen
(z. B. einer erfassten Bremsbetätigung des Fahrers, genauer eine
Stellgröße des Bremspedals BP, das vom Fahrer
herabgedrückt wird) vom Hubsensor 11 und vom Hauptzylnderdrucksensor 12 eine
Bremskraft zu berechnen, die vom Fahrer benötigt wird (nachfolgend als „vom
Fahrer benötigte Bremskraft" bezeichnet).
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Ein
Berechnungsabschnitt 102 für die vom Fahrzeugsteuersystem
benötigte Bremskraft (einfacher ein Berechnungsabschnitt
für die vom Fahrzeug benötigte Bremskraft) ist
ausgelegt, um auf der Grundlage von Eingangsinformationen über
einen Fahrzustand des Fahrzeugs von Motor-/Fahrzeugschaltern und
Sensoren (z. B. den Raddrehzahlsensoren, einem Bremsschalter, einem
seitlichen G-Sensor, einem Gierratensensor, und dergleichen) eine
Bremskraft integriert zu berechnen, die für die Fahrzeugsteuerungen
benötigt wird, zum Beispiel für die ABS-Steuerung,
die VDC-Steuerung, eine Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Abstandssteuerung,
eine Kollisionsvermeidungssteuerung und dergleichen. Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Abstandssteuerung
bedeutet eine automatische Bremssteuerung, gemäß welcher ein
Kraftfahrzeug, häufig „Host-Fahrzeug" oder „Fahrzeug
mit anpassungsfähiger Geschwindigkeitssteuerung" genannt,
einem vorausfahrenden Fahrzeug automatisch folgen kann, während
der Abstand des Host-Fahrzeugs vom vorausfahrenden Fahrzeug auf
einer gewünschten Entfernung zwischen den Fahrzeugen gehalten
wird. Kollisionsvermeidungssteuerungssystem bedeutet ein aktives
Sicherheitssystem, das mit dem automatischen Bremssystem zusammenwirkt,
um Frontalzusammenstöße zu vermeiden. Die Bremskraft,
die für jede der vorgenannten automatischen Fahrzeugsteuerungen
erforderlich ist, wird nachfolgend als „vom Fahrzeug benötigte
Bremskraft" bezeichnet. Zum Beispiel ist der Berechnungsabschnitt 102 für
die vom Fahrzeug benötigte Bremskraft ausgelegt, um auf
der Grundlage von Eingangsinformationen über das Fahrzeugdynamikverhalten,
wie eine Gierrate und/oder eine seitliche Beschleunigung, Fahrzeugdynamiksteuerungs-Bremskräfte
(VDC-Bremskräfte) der einzelnen Räder zu berechnen,
welche für die durch das Fahrzeugdynamiksteuersystem erzielte
Giermomentsteuerung benötigt werden. Der Berechnungsabschnitt 102 für
die vom Fahrzeug benötigte Bremskraft ist außerdem
ausgelegt, um unterstützende Bremskräfte, die
für das Kollisionsvermeidungssteuersystem erforderlich
sind, zu berechnen.
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Ein
Ziel-Radzylinderdruck-Berechnungsabschnitt 103 ist ausgelegt,
um auf der Grundlage der berechneten, vom Fahrer benötigten
Bremskraft und der berechneten, vom Fahrzeug benötigten
Bremskraft (z. B. VDC-Bremskräfte oder unterstützende Bremskräfte)
die Ziel-Radzylinderdrücke PWFL*–PWRR* für die einzelnen Radbremszylinder 5a–5d zu
berechnen. Dann gibt der Ziel-Radzylinderdruck-Berechnungsabschnitt 103 die
berechneten Ziel-Radzylinderdrücke PWFL*–PWRR* an einen Fluiddruck-Servoabschnitt (oder
einen automatischen Bremsflüssigkeits-Steuerabschnitt) 104 aus.
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Der
Ziel-Radzylinderdruck-Berechnungsabschnitt 103 ist ferner
ausgelegt, einen Straßenoberflächenreibungskoeffizienten μ auf
der Grundlage der erfassten Radzylinderdrücke PWFL–PWRR während
der ABS-Steuerung zu schätzen, und um die Ziel-Radzylinderdrücke
PWFL*–PWRR*,
welche die maximal wirksame Bremsung bereitstellen, zu berechnen,
während ein Blockierzustand des Rads verhindert wird, indem
ein Reifenmodell verwendet wird. Stattdessen kann eine sogenannte
Pseudofahrzeuggeschwindigkeit Vc auf der Grundlage der höchsten
der vier Raddrehzahldaten PWFL–PWRR geschätzt werden. Dann werden
vier Schlupfverhältnisse Si (i = FL, FR, RL, RR) auf der
Grundlage der Pseudofahrzeuggeschwindigkeit Vc und den entsprechenden
Raddrehzahldaten Vwi (i = FL, FR, RL, RR) aus der Gleichung Si =
{(Vc – Vwi)/Vc} × 100 berechnet. Das heißt,
dass in herkömmlicher Weise die Ziel-Radzylinderdrücke PWFL*–PWRR*
(gewünschte Werte für Druckaufbau/Druckverringerung
für die Radzylinderdrücke) auf der Grundlage der
geschätzten Pseudofahrzeuggeschwindigkeit, der erfassten
Raddrehzahlen PWFL–PWRR und
der Radbeschleunigungen dVWFL/dt–dVWRR/dt berechnet werden können,
um ein geeignetes Schlupfverhältnis für die einzelnen
Räder zu realisieren.
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Der
Fluiddruck-Servoabschnitt 104 erzeugt Steuerbefehlssignale,
deren Signalwerte auf der Grundlage der berechneten Ziel-Radzylindersdrücke PWFL*–PWRR*
und der tatsächlichen Radzylinderdrücke PWFL–PWRR,
erfasst von den Radzylinderdrucksensoren 13a–13d,
bestimmt werden, für die jeweiligen Aktuatoren (genauer
das erste Druckaufbausteuerventil 6, das zweite Druckaufbausteuerventil 7, das
Druckverringerungssteuerventil 8 und den Pumpenmotor M),
um die tatsächlichen Radzylinderdrücke PWFL–PWRR an
die entsprechenden Ziel-Radzylinderdrücke PWFL*–PWRR* anzunähern.
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Funktionsweise des Bremssteuersystems
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Nachfolgend
wird der Fluiddruck-Steuerungsablauf, der innerhalb des Prozessors
der Steuereinheit CU durchgeführt wird, beschrieben (Fluiddruck-Servoabschnitt 104)
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Während des normalen Bremsmodus,
während der VDC-Steuerung
-
Bezugnehmend
auf 7 ist ein Ablaufdiagramm bezüglich der
Radzylinderdruck-Steuerroutine gezeigt, die mit der Steuereinheit
CU während der VDC-Steuerung (siehe Schritte S101–S113)
ausgeführt wird, und welche den Vorgang beim normalen Bremsmodus
enthält (siehe den Sprung im Ablauf von Schritt S101 zu
Schritt S108). Die Steuerroutine der 7 wird
als zeitausgelöste Unterbrechungsroutinen durchgeführt,
die zu jedem vorbestimmten Abtastzeitintervall, zum Beispiel 10
Millisekunden, ausgelöst wird.
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In
Schritt S101 wird eine Überprüfung für
die Ausführung (Initiierung) der Radzylinderdrucksteuerung
durchgeführt, auf der Grundlage des Ergebnisses der Berechnung
des Berechnungsabschnitts 102 für die vom Fahrzeug
benötigte Bremskraft für jeden Radbremszylinder 5a–5d.
Mit anderen Worten wird eine Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage des Ergebnisses der Berechnung des Berechnungsabschnitts 102 für
die vom Fahrzeug benötigte Bremskraft zu bestimmen, ob
eine VDC-Steuerung gestartet werden soll. Wenn bestimmt wird, dass
zumindest einer der Radzylinderdrücke PWFL–PWRR der vier Räder gesteuert bzw.
geregelt werden soll, werden die Ziel-Radzylinderdrücke
PWFL*–PWRR*
eingegeben und dann wird die automatische Fluiddrucksteuerung (Radzylinderdrucksteuerung)
auf der Grundlage der eingegebenen Ziel-Radzylinderdrücke
gestartet. Danach geht die Routine von Schritt S101 zu Schritt S102.
Wenn andererseits bestimmt wird, dass keiner der Radzylinderdrücke
PWFL–PWFR gesteuert
bzw. geregelt werden soll, dann geht die Routine von Schritt S101
zu Schritt S108, um so einen normalen Bremsmodus (wird später
beschrieben) durchzuführen. Zumindest eines der Räder FL–RR,
das einer VDC-Steuerung unterworfen wird, wird nachfolgend als „VDC-gesteuertes
Rad" bezeichnet. Andere Räder, die keiner VDC-Steuerung unterworfen
werden, werden nachfolgend als „Nicht-VDC-gesteuerte Räder"
bezeichnet.
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In
Schritt S102 wird das erste Druckaufbausteuerventil 6,
das mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, unter Strom
gesetzt oder aktiviert (EIN) und geschlossen gehalten, um so den
ersten Bremskreislauf 1 (d. h. jede der Fluidleitungen 1a–1d, die
mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht) zu unterbrechen.
Danach geht es weiter mit Schritt S103.
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In
Schritt S103 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage einer Abweichung zwischen dem berechneten Ziel-Radzylinderdruck
Pw* (einem VDC-Befehl-Radzylinderdruck) und dem erfassten Radzylinderdruck
Pw (dem tatsächlichen Radzylinderdruck) zu bestimmen, ob
der Radzylinderdruck Pw des VDC-gesteuerten Rads aufgebaut werden
soll. Wenn die Antwort in Schritt S103 positiv ist (JA), d. h. wenn
ein Aufbau eines Radzylinderdrucks Pw des VDC-gesteuerten Rads erforderlich ist,
geht die Routine von Schritt S103 zu Schritt S104. Wenn andererseits
die Antwort in Schritt S103 negativ ist (NEIN), d. h. wenn ein Aufbau
des Radzylinderdrucks Pw des VDC-gesteuerten Rads nicht erforderlich
ist, dann geht die Routine von Schritt S103 zu Schritt S109.
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In
Schritt S104 wird das zweite Druckaufbausteuerventil 7,
das mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, aktiviert (EIN)
und offen gehalten, um so einen Durchfluss von Bremsflüssigkeit
durch den zweiten Bremskreislauf 2 (d. h. jede der Fluidleitungen 2a–2d,
die mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht) zu ermöglichen.
Auf der anderen Seite wird das Druckverringerungssteuerventil 8,
das mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, geschlossen
gehalten. Zusätzlich wird der Motor M unter Strom gesetzt,
um die Pumpe P anzutreiben. Dadurch wird der Pumpendruck (ein von
der Pumpe P erzeugter Auslassdruck) durch das zweite Druckaufbausteuerventil 7,
das mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, d. h. über
den zweiten Bremskreislauf 2 zum Radbremszylinder 5 des VDC-gesteuerten
Rads zugeführt. Auf diese Weise wird ein Aufbau eines Radzylinderdrucks
Pw des VDC-gesteueren Rads durch den Pumpendruck erzielt. Danach
geht die Routine von Schritt S104 zu Schritt S105.
-
Wie
oben erwähnt, wird das erste Druckaufbausteuerventil 6,
das mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, während
der VDC-Steuerung geschlossen gehalten (siehe Schritt S102). Somit
gibt es keine Zufuhr von Hauptzylinderdruck Pm zum Radbremszylinder 5 des
VDC-gesteuerten Rads, auch wenn das Bremspedal BP vom Fahrer heruntergedrückt
wird. Andererseits werden die ersten Druckaufbausteuerventile, die
mit den Nicht-VDC-gesteuerten Rädern in Verbindung stehen,
stromlos oder deaktiviert (AUS) und offen gehalten (seihe Ablauf
von Schritt S101 zu Schritt S108 bezüglich des normalen
Bremsmodus). Die Möglichkeit, dass alle vier Räder
einer Radzylinderdrucksteuerung unterworfen werden, besteht kaum,
und somit ist es möglich, einen geeigneten Bremspedalhub
bei Auftreten eines Herabdrückens des Bremspedals durch
den Fahrer sicherzustellen, auch während der automatischen
Fluiddrucksteuerung (auch während der VDC-Steuerung).
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In
Schritt S105 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage des tatsächlichen Radzylinderdrucks,
der von dem mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung stehenden
Radzylinderdrucksensor 13 erfasst wurde, zu bestimmen,
ob der Radzylinderdruck Pw des VDC-gesteuerten Rads seinen Ziel-Radzylinderdruck
Pw* erreicht. Wenn der Ziel-Radzylinderdruck Pw* erreicht wurde,
geht die Routine von Schritt S105 zu Schritt S106. Umgekehrt, wenn
der Ziel-Radzylinderdruck Pw* nicht erreicht wurde, kehrt die Routine
von Schritt S105 zurück zu Schritt S104, um einen Aufbau
des Radzylinderdrucks Pw des VDC-gesteuerten Rads erneut durchzuführen.
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In
Schritt S106 wird das zweite Druckaufbausteuerventil 7,
das mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, deaktiviert
(AUS) und geschlossen gehalten, um so den zweiten Bremskreislauf 2 (d.
h. jede der Fluidleitungen 2a–2d, die
mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht) zu unterbrechen. Zusätzlich
wird der Motor M stromlos (AUS), um den Betrieb der Pumpe P zu stoppen,
wodurch ein Radzylinderdruck-Aufbaumodus auf der Grundlage des Pumpendrucks
beendet wird. Danach geht es weiter zu Schritt S107.
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In
Schritt S107 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage des Ergebnisses der Berechnung des Berechnungsabschnitts 102 für
die vom Fahrzeug benötigte Bremskraft zu bestimmen, ob
der Radzylinderdruck Pw des VDC-gesteuerten Rads wiederholt gesteuert
oder reguliert werden soll. Wenn bestimmt wird, dass die Radzylinderdrucksteuerung
des VDC-gesteuerten Rads wiederholt durchgeführt werden
soll, werden die Ziel-Radzylinderdrücke PWFL*–PWRR* eingegeben und dann kehrt die Routine
zurück zu Schritt S103, um die automatische Fluiddrucksteuerung
(Radzylinderdrucksteuerung) für das VDC-gesteuerte Rad
erneut durchzuführen. Wenn umgekehrt bestimmt wird, dass
die Radzylinderdrucksteuerung des VDC-gesteuerten Rads nicht erneut
durchgeführt werden soll und somit die VDC-Steuerung beendet
werden soll, dann geht die Routine von Schritt S107 zu Schritt S108.
-
In
Schritt S108 wird bezüglich des VDC-gesteuerten Rads, das
zu einer Beendigung der VDC-Steuerung führt, oder bezüglich
der Nicht-VDC-gesteuerten Räder, die nicht im VDC-Steuerbremsmodus
betätigt werden, das erste Druckaufbausteuerventil 6 deaktiviert
(AUS) und offen gehalten, das zweite Druckaufbausteuerventil 7 wird
deaktiviert (AUS) und geschlossen gehalten, und das Druckverringerungssteuerventil 8 wird
geschlossen gehalten. Zum gleichen Zeitpunkt wird der Motor M stromlos
(AUS), um den Betrieb der Pumpe P zu stoppen. Somit wird ein Durchfluss
von Bremsflüssigkeit durch den ersten Bremskreislauf 1 (d.
h. jede der Fluidleitungen 1a 1d, die mit dem
VDC-gesteuerten Rad verbunden ist, weitergehend zu einer Beendigung
der VDC-Steuerung, oder andere Fluidleitungen, die mit Nicht-VDC-gesteuerten
Rädern in Verbindung stehen, welche nicht im VDC-Steuerbremsmodus
betätigt werden) ermöglicht, wodurch die Zufuhr
von Hauptzylinderdruck Pm über das erste Druckaufbausteuerventil 6 zum
Radbremszylinder 5 möglich wird. Wenn vier Räder
FL–RR alle im normalen Bremsmodus arbeiten, bei dem das
erste Druckaufbausteuerventil 6 offen gehalten wird, das
zweite Druckaufbausteuerventil 7 und das Druckverringerungssteuerventil 8 geschlossen
gehalten werden, dann kann Hauptzylinderdruck Pm über die
ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6d zu
den entsprechenden Radbremszylindern 5a–5d zugeführt
werden. Das heißt die Radzylinderdrücke PWFL–PWRR können
durch die Bremsbetätigung des Fahrers (oder die Bremsbemühungen
des Fahrers) aufgebaut werden. Auf diese Weise endet die VDC-Steuerung.
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Anstatt
einer Umschaltung des ersten Druckaufbausteuerventils 6 zum
vollständig geöffneten Zustand durch einfaches
Deaktivieren des ersten Druckaufbausteuerventils 6 in Schritt
S108 kann die Ventilöffnung des ersten Druckaufbausteuerventils 6 auf
einen bestimmten Wert gesteuert werden, um eine Griffigkeit des
Bremspedals während der VDC-Steuerungsbeendigungsprozedur
zu verbessern.
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In
Schritt S109 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage einer Abweichung zwischen dem berechneten Ziel-Radzylinderdruck
Pw* (einem VDC-Befehls-Radzylinderdruck) und dem erfassten Radzylinderdruck
Pw (dem tatsächlichen Radzylinderdruck) zu bestimmen, ob
der Radzylinderdruck Pw des VDC-gesteuerten Rads verringert werden
soll. Wenn die Antwort in Schritt S109 positiv ist (JA), d. h. wenn
eine Verringerung des Radzylinderdrucks Pw des VDC-gesteuerten Rads
erforderlich ist, dann geht die Routine von Schritt S109 zu Schritt
S110. Umgekehrt, wenn die Antwort in Schritt S109 negativ ist (NEIN),
d. h. wenn eine Verringerung des Radzylinderdrucks Pw des VDC-gesteuerten Rads
nicht erforderlich ist, dann geht die Routine von Schritt S109 zu
Schritt S113.
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In
Schritt S110 wird das zweite Druckaufbausteuerventil 7,
das mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, deaktiviert
(AUS) und geschlossen gehalten, um so den zweiten Bremskreislauf 2 (d.
h. jede der Fluidleitungen 2a–2d, die
mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht) zu blockieren (zu unterbrechen).
Andererseits wird das Druckverringerungssteuerventil 8,
das mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, offen gehalten,
um so eine Fluidverbindung zwischen dem Behälter RES und
jedem der Radbremszylinder 5a–5d, der
mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, herzustellen, wodurch
ermöglicht wird, dass der Radzylinderdruck zum Behälter
RES freigesetzt wird. Auf diese Weise wird eine Verringerung des
Radzylinderdrucks Pw des VDC-gesteuerten Rads erreicht. Danach geht
die Routine von Schritt S110 zu Schritt S111.
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In
Schritt S111 wird eine Überprüfung vorgenommen,
um auf der Grundlage des tatsächlichen Radzylinderdrucks,
der von dem mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung stehenden
Radzylinderdrucksensor 13 erfasst wird, zu bestimmen, ob
der Radzylinderdruck Pw des VDC-gesteuerten Rads den Ziel-Radzylinderdruck
Pw* erreicht. Wenn der Ziel-Radzylinderdruck Pw* erreicht wurde,
geht die Routine von Schritt S111 zu Schritt S112. Umgekehrt, wenn
der Ziel-Radzylinderdruck Pw* nicht erreicht wurde, geht die Routine
von Schritt S111 zurück zu Schritt S110, um so eine Verringerung
des Radzylinderdrucks Pw des VDC-gesteuerten Rads erneut durchzuführen.
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In
Schritt S112 wird das mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung
stehende Druckverringerungssteuerventil 8 geschlossen gehalten,
um so eine Fluidverbindung zwischen dem Gehälter RES und
jedem der Radbremszylinder 5a–5d, der
mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, zu blockieren,
wodurch ein Radzylinderdruck-Verringerungsmodus beendet wird. Danach
geht die Routine von Schritt S112 zu Schritt S107.
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In
Schritt S113 wird ein Druckhaltemodus für das VDC-gesteuerte
Rad durchgeführt. Genauer wird das zweite Druckaufbausteuerventil 7,
das mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, deaktiviert
(AUS) und geschlossen gehalten, um so den zweiten Bremskreislauf 2 (d.
h. jede der Fluidleitungen 2a–2d, die
mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht) zu unterbrechen.
-
Zusätzlich
wird das Druckverringerungssteuerventil 8, das mit dem
VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, geschlossen gehalten, um
so eine Fluidverbindung zwischen dem Behälter RES und jedem der
Radbremszylinder 5a–5d, der mit dem VDC-gesteuerten
Rad in Verbindung steht, zu blockieren. Andererseits wurde das erste
Druckaufbausteuerventil 6, das mit dem VDC-gesteuerten
Rad in Verbindung steht, bereits aktiviert (EIN) und wird bis Schritt
S102 geschlossen gehalten. Unter diesen Bedingungen wird Bremsflüssigkeit
in dem Radbremszylinder 5 des VDC-gesteuerten Rads durch
das erste und zweite Druckaufbausteuerventil 6 und 7 und
das Druckverringerungssteuerventil 8, die alle mit dem VDC-gesteuerten
Rad in Verbindung stehen und vollständig geschlossen sind,
eingeschlossen, und somit bleibt der Radzylinderdruck Pw des VDC-gesteuerten
Rads unverändert. Danach geht die Routine weiter von Schritt
S113 zu Schritt S107.
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Während der ABS-Steuerung
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Bezugnehmend
auf 8 bis 10 werden
Ablaufdiagramme gezeigt, welche die Radzylinderdruck-Steuerroutine
zeigen, die von der Steuereinheit CU während der ABS-Steuerung
durchgeführt wird. Die Steuerroutine der 8 bis 10 wird
ebenfalls als zeitausgelöste Unterbrechungsroutinen ausgeführt.
-
In
Schritt S201 wird ein Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage des Ergebnisses der Berechnung des Berechnungsabschnitts 102 für
die vom Fahrzeug benötigte Bremskraft zu bestimmen, ob
die ABS-Steuerung gestartet werden soll. Wenn bestimmt wird, dass
die ABS-Steuerung gestartet werden soll, werden die Ziel-Radzylinderdrücke PWFL*–PWRR*
eingegeben und dann geht die Routine von Schritt S201 zu Schritt
S202. Wenn umgekehrt bestimmt wird, dass die ABS-Steuerung nicht
gestartet werden soll, geht die Routine von Schritt S201 zu Schritt
S225 (siehe 10), um den normalen Bremsmodus
auszuführen.
-
In
Schritt S202 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um zu bestimmen, ob ein Hub SBP des Bremspedals
BP größer oder gleich einem vorbestimmten Schwellenwert
So ist (d. h. SBP ≥ So). Wenn SBP ≥ So, geht die Routine von Schritt
S202 zu Schritt S203.
-
Wenn
umgekehrt SBP < So ist, dann geht die Routine von
Schritt S202 zu Schritt S214 (siehe 9). Der
Bremspedalhub SBP wird auf der Grundlage
des Sensorsignals vom Hubsensor 11 bestimmt. In dem ersten
Ausführungsbeispiel ist der vorbestimmte Schwellenwert
So auf einen geeigneten Hub festgesetzt, im Bereich von 30 mm bis
40 mm oder mehr, bei dem der Fahrer niemals eine schlechter oder
ungedämpfte Griffigkeit des Bremspedals BP erfährt.
-
In
Schritt S203 werden die ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6d aller
Räder FL–RR aktiviert (EIN) und geschlossen gehalten,
um so den ersten Bremskreislauf 1 (d. h. alle Fluidleitungen 1a–1d)
zu blockieren (zu unterbrechen), um somit zu verhindern, dass Hauptzylinderdruck
Pm, der durch das Herabdrücken des Bremspedals durch den
Fahrer erzeugt wird, zu einem der Radbremszylinder 5a–5d zugeführt
wird. Danach geht es weiter mit Schritt S204.
-
In
Schritt S204 wird eine Überprüfung auf die Ausführung
(Initiierung) eines Druckaufbaumodus der ABS-Steuerung für
jeden Radbremszylinder 5a–5d durchgeführt,
auf der Grundlage einer Abweichung zwischen dem berechneten Ziel-Radzylinderdruck
Pw* (einem ABS-Befehl-Radzylinderdruck) und dem erfassten Radzylinderdruck
Pw (dem tatsächlichen Radzylinderdruck). Wenn die Antwort
in Schritt S204 positiv ist (JA), d. h. wenn ein Aufbau eines Radzylinderdrucks
Pw erforderlich ist, geht die Routine von Schritt S204 zu Schritt
S205.
-
Umgekehrt,
wenn die Antwort in Schritt S204 negativ ist (NEIN), d. h. wenn
ein Aufbau eines Radzylinderdrucks Pw nicht erforderlich ist, geht
die Routine von Schritt S204 zu Schritt S209. Zumindest eines der
Räder FL–RR, das dem Druckaufbaumodus der ABS-Steuerung
unterworfen wird, wird nachfolgend als „Druckaufbaumodus-ABS-gesteuertes
Rad" bezeichnet.
-
In
Schritt S205 wird das mit dem Druckaufbau-ABS-gesteuerten Rad in
Verbindung stehende zweite Druckaufbausteuerventil 7 aktiviert
(EIN) und offen gehalten, um so einen Durchfluss von Bremsflüssigkeit
durch den zweiten Bremskreislauf 2 (d. h. eine der Fluidleitungen 2a–2d,
die mit dem Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten Rad in Verbindung steht)
zu ermöglichen. Andererseits wird das mit dem Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten
Rad in Verbindung stehende Druckverringerungssteuerventil 8 geschlossen
gehalten. Zusätzlich wird der Motor M unter Strom gesetzt,
um die Pumpe P anzutreiben. Dadurch wird der Pumpendruck durch das
mit dem Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten Rad in Verbindung stehende
zweite Druckaufbausteuerventil 7 zugeführt, d.
h. über den zweiten Bremskreislauf 2 zum Radbremszylinder 5 des
Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten Rads. Auf diese Weise wird der
Aufbau des Radzylinderdrucks Pw des Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten
Rads durch den Pumpendruck erreicht. Danach geht die Routine weiter von
Schritt S205 zu Schritt S206.
-
In
Schritt S206 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage des tatsächlichen Radzylinderdrucks,
der von dem mit dem Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten Rad in Verbindung
stehenden Radzylinderdrucksensor 13 erfasst wird, zu bestimmen,
ob der Radzylinderdruck Pw des Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten
Rads den Ziel-Radzylinderdruck Pw* erreicht. Wenn der Ziel-Radzylinderdruck
Pw* erreicht wurde, geht die Routine von Schritt S206 weiter zu
Schritt S207. Umgekehrt, wenn der Ziel-Radzylinderdruck Pw* nicht
erreicht wurde, kehrt die Routine von Schritt S206 zu Schritt S205
zurück, um so einen Aufbau des Radzylinderdrucks Pw des
Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten Rads erneut durchzuführen.
-
In
Schritt S207 wird das mit dem Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten Rad
in Verbindung stehende zweite Druckaufbausteuerventil 7 deaktiviert (AUS)
und geschlossen gehalten, um so den zweiten Bremskreislauf 2 (d.
h. jede der Fluidleitungen 2a–2d, die
mit dem Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten Rad in Verbindung steht)
zu unterbrechen. Zusätzlich wird der Motor M stromlos (AUS),
um den Betrieb der Pumpe P zu stoppen, wodurch ein Radzylinderdruckaufbaumodus
auf der Grundlage des Pumpendrucks beendet wird. Danach geht es
weiter mit Schritt S208.
-
In
Schritt S208 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage des Berechnungsergebnisses des Berechnungsabschnitts 102 für
die vom Fahrzeug benötigte Bremskraft zu bestimmen, ob
der Radzylinderdruck Pw des ABS-gesteuerten Rads wiederholt gesteuert
oder reguliert werden soll. Wenn bestimmt wird, dass die Radzylinderdrucksteuerung
des ABS-gesteuerten Rads wiederholt durchgeführt werden
soll, dann werden die Ziel-Radzylinderdrücke PWFL*–PWRR* eingegeben und dann kehrt die Routine
zu Schritt S204 zurück, um so die automatische Fluiddrucksteuerung
(Radzylinderdrucksteuerung) für das ABS-gesteuerte Rad
wiederholt durchzuführen. Wenn umgekehrt bestimmt wird, dass
die Radzylinderdrucksteuerung des ABS-gesteuerten Rads nicht erneut
durchgeführt werden soll und somit die ABS-Steuerung beendet
werden soll, geht die Routine von Schritt S208 weiter zu Schritt S225
(siehe 10).
-
In
Schritt S209 wird eine Überprüfung auf eine Ausführung
(Initiierung) einer Druckverringerung der ABS-Steuerung für
jeden Radbremszylinder 5a–5d durchgeführt,
auf der Grundlage einer Abweichung zwischen dem berechneten Ziel-Radzylinderdruck
Pw* (einem ABS-Befehl-Radzylinderdruck) und dem erfassten Radzylinderdruck
Pw (dem tatsächlichen Radzylinderdruck). Wenn die Antwort
in Schritt S209 positiv ist (JA), d. h. wenn eine Verringerung des
Radzylinderdrucks Pw erforderlich ist, geht die Routine von Schritt
S209 zu Schritt S210.
-
Umgekehrt,
wenn die Antwort in Schritt S209 negativ ist (NEIN), d. h. wenn
eine Verringerung des Radzylinderdrucks Pw nicht erforderlich ist,
geht die Routine von Schritt S209 weiter zu Schritt S213. Zumindest
eines der Räder FL–RR, das dem Druckverringerungsmodus
der ABS-Steuerung unterworfen ist, wird nachfolgend als „Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuertes
Rad" bezeichnet.
-
In
Schritt S210 wird das mit dem Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten
Rad in Verbindung stehende zweite Druckaufbausteuerventil 7 deaktiviert
(AUS) und geschlossen gehalten, um so den zweiten Bremskreislauf 2 (d.
h. jede der Fluidleitungen 2a–2d, die
mit dem Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten Rad in Verbindung
steht) zu blockieren (zu unterbrechen). Andererseits wird das mit
dem Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten Rad in Verbindung stehende
Druckverringerungssteuerventil 8 offen gehalten, um so
eine Fluidverbindung zwischen dem Behälter RES und einem der
mit dem Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten Rad in Verbindung
stehenden Radbremszylinder 5a–5d herzustellen,
wodurch ermöglicht wird, dass der Radzylinderdruck freigesetzt
wird oder zum Behälter RES entweichen kann. Auf diese Weise
wird eine Verringerung des Radzylinderdrucks Pw des Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten
Rads erreicht. Danach geht die Routine von Schritt S210 zu Schritt
S211.
-
In
Schritt S211 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage des tatsächlichen Radzylinderdrucks,
der von dem mit dem Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten Rad
in Verbindung stehenden Radzylinderdrucksensor 13 erfasst wird,
zu bestimmen, ob der Radzylinderdruck Pw des Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten
Rads den Ziel-Radzylinderdruck Pw* erreicht. Wenn der Ziel-Radzylinderdruck
Pw* erreicht wurde, geht die Routine von Schritt S211 weiter zu
Schritt S212. Umgekehrt, wenn der Ziel-Radzylinderdruck Pw* nicht erreicht
wurde, kehrt die Routine von Schritt S211 zu Schritt S210 zurück,
um so eine Verringerung des Radzylinderdrucks Pw des Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten
Rads erneut durchzuführen.
-
In
Schritt S212 wird das mit dem Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten
Rad in Verbindung stehende Druckverringerungssteuerventil 8 geschlossen
gehalten, um so eine Fluidverbindung zwischen dem Behälter
RES und einem der mit dem Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten
Rad in Verbindung stehenden Radbremszylinder 5a–5d zu blockieren,
wodurch ein Radzylinderdruckverringerungsmodus beendet wird. Danach
geht die Routine von Schritt S212 weiter zu Schritt S208.
-
In
Schritt S213 wird ein Druckhaltemodus für das ABS-gesteuerte
Rad durchgeführt. Zumindest eines der Räder FL–RR,
das dem Druckhaltemodus der ABS-Steuerung unterworfen ist, wird
nachfolgend als „Druckhaltemodus-ABS-gesteuertes Rad" bezeichnet.
Genauer wird das mit dem Druckhaltemodus-ABS-gesteuerten Rad in
Verbindung stehende zweite Druckaufbausteuerventil 7 deaktiviert (AUS)
und geschlossen gehalten, um so den zweiten Bremskreislauf 2 (d.
h. jede der Fluidleitungen 2a–2d, die
mit dem Druckhaltemodus-ABS-gesteuerten Rad in Verbindung steht)
zu unterbrechen. Zusätzlich wird das mit dem Druckhaltemodus-ABS-gesteuerten Rad
in Verbindung stehende Druckverringerungssteuerventil 8 geschlossen
gehalten, um die Fluidverbindung zwischen Behälter RES
und einem der mit dem Druckhaltemodus-ABS-gesteuerten Rad in Verbindung
stehenden Radbremszylindern 5a–5d zu blockieren.
Andererseits wurde das mit dem ABS-gesteuerten Rad in Verbindung
stehende erste Druckaufbausteuerventil 6 während
des Schritts S203 bereits aktiviert (EIN) und geschlossen gehalten.
Unter diesen Bedingungen wird die Bremsflüssigkeit in dem
Radbremszylinder 5 des Druckhaltemodus-ABS-gesteuerten
Rads mittels des ersten und zweiten Druckaufbausteuerventils 6 und 7 und
des Druckverringerungssteuerventils 8, die alle mit dem Druckhaltemodus-ABS-gesteuerten
Rad in Verbindung stehen und vollständig geschlossen sind,
abgedichtet, und somit bleibt der Radzylinderdruck Pw des Druckhaltemodus-ABS-gesteuerten
Rads unverändert. Danach geht die Routine von Schritt S213
zu Schritt S208.
-
Wie
oben erwähnt, springt die Routine von Schritt S202 zu Schritt
S214 (siehe 9), wenn der Bremspedalhub
SBP geringer als der vorbestimmte Schwellenwert
So ist (d. h. SBP < So).
-
In
Schritt S214 werden die zweiten Druckaufbausteuerventile 7a–7d aller
Räder FL–RR deaktiviert (AUS) und geschlossen
gehalten, um so den zweiten Bremskreislauf 2 (d. h. alle
Fluidleitungen 2a–2d) zu blockieren (zu
unterbrechen). Danach geht es weiter zu Schritt S215.
-
In ähnlicher
Weise wie bei Schritt S202 wird in Schritt S215 eine Überprüfung
auf Durchführung (Initiierung) eines Druckaufbaumodus der
ABS-Steuerung auf der Grundlage einer Abweichung zwischen dem berechneten
Ziel-Radzylinderdruck Pw* (einem ABS-Befehl-Radzylinderdruck) und
dem erfassten Radzylinderdruck Pw (dem tatsächlichen Radzylinderdruck)
für jeden Radbremszylinder 5a–5d durchgeführt.
Wenn die Antwort in Schritt S215 positiv ist (JA), d. h. wenn ein
Aufbau eines Radzylinderdrucks Pw erforderlich ist, geht die Routine
von Schritt S215 zu Schritt S216. Umgekehrt, wenn die Antwort in Schritt
S215 negativ ist (NEIN), d. h. wenn ein Aufbau eines Radzylinderdrucks
Pw nicht erforderlich ist, geht die Routine von Schritt S215 weiter
zu Schritt S220.
-
In
Schritt S216 wird das mit dem Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten Rad
in Verbindung stehende erste Druckaufbausteuerventil 6 deaktiviert (AUS)
und offen gehalten, um so ein Durchfließen von Bremsflüssigkeit
durch den ersten Bremskreislauf 1 (d. h. jede der Fluidleitungen 1a–1d,
die mit dem Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten Rad in Verbindung steht)
zu ermöglichen. Andererseits wird das mit dem Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten Rad
in Verbindung stehende Druckverringerungssteuerventil 8 geschlossen
gehalten. Zusätzlich wird der Motor M nicht mehr mit Strom
versorgt, um den Betrieb der Pumpe P zu stoppen. Dadurch wird Hauptzylinderdruck
Pm durch das erste Druckaufbausteuerventil 6, das mit dem
Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten Rad in Verbindung steht, d. h. über
den ersten Bremskreislauf 1 zum Radbremszylinder 5 des
Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten Rads zugeführt. Auf diese
Weise wird ein Aufbau des Radzylinderdrucks Pw des Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten
Rads erreicht.
-
Weiterhin
ermöglicht die Zufuhr von Hauptzylinderdruck Pm zu dem
Radbremszylinder 5 des Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten
Rads einen Hub des Bremspedals BP in Gegenwart eines Herabdrückens
des Bremspedals durch den Fahrer, sogar während der automatischen
Fluiddrucksteuerung (auch während der ABS-Steuerung). Danach
geht die Routine von Schritt S216 zu Schritt S217.
-
In ähnlicher
Weise wie bei Schritt S206 wird in Schritt S217 eine Überprüfung
durchgeführt, um auf der Grundlage des tatsächlichen
Radzylinderdrucks, der von dem mit dem Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten
Rad in Verbindung stehenden Radzylinderdrucksensor 13 erfasst
wird, zu bestimmen, ob der Radzylinderdruck Pw des Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten
Rads seinen Ziel-Radzylinderdruck Pw* erreicht. Wenn der Ziel-Radzylinderdruck
Pw* erreicht wurde, geht die Routine von Schritt S217 zu Schritt
S218. Umgekehrt, wenn der Ziel-Radzylinderdruck Pw* nicht erreicht
wurde, kehrt die Routine von Schritt S217 zu Schritt S216 zurück, um
einen Aufbau des Radzylinderdrucks Pw des Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten
Rads erneut durchzuführen.
-
In
Schritt S218 wird das mit dem Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten Rad
in Verbindung stehende erste Druckaufbausteuerventil 6 aktiviert
(EIN) und geschlossen gehalten, um so den ersten Bremskreislauf 1 (d.
h. jede der Fluidleitungen 1a–1d, die mit
dem Druckaufbaumodus-ABS-gesteuerten Rad in Verbindung steht) zu
unterbrechen, wodurch ein Radzylinderdruckaufbaumodus auf Grundlage
des Hauptzylinderdrucks Pm beendet wird. Danach geht es weiter zu
Schritt S219.
-
In ähnlicher
Weise wie bei Schritt S208 wird in Schritt S219 eine Überprüfung
durchgeführt, um auf der Grundlage des Berechnungsergebnisses
des Berechnungsabschnitts 102 für die vom Fahrzeug benötigte
Bremskraft zu bestimmen, ob der Radzylinderdruck Pw des ABS-gesteuerten
Rads erneut gesteuert oder reguliert werden soll. Wenn bestimmt wird,
dass der Radzylinderdruck des ABS-gesteuerten Rads erneut durchgeführt
werden soll, werden Ziel-Radzylinderdrücke PWFL*–PWRR* eingegeben und dann kehrt die Routine
zu Schritt S215 zurück, um die automatische Fluiddrucksteuerung
(Radzylinderdrucksteuerung) für das ABS-gesteuerte Rad
wiederholt durchzuführen. Umgekehrt, wenn bestimmt wird, dass
die Radzylinderdrucksteuerung des ABS-gesteuerten Rads nicht nochmals
durchgeführt werden soll und somit die ABS-Steuerung beendet
werden soll, geht die Routine von Schritt S219 weiter zu Schritt
S225 (siehe 10).
-
In ähnlicher
Weise wie bei Schritt S209 wird in Schritt S220 eine Überprüfung
auf eine Ausführung (Initiierung) eines Druckverringerungsmodus
der ABS-Steuerung für jeden Radbremszylinder 5a–5d durchgeführt,
auf der Grundlage einer Abweichung zwischen dem berechneten Ziel-Radzylinderdruck Pw*
(einem ABS-Befehl-Radzylinderdruck) und dem erfassten Radzylinderdruck
Pw (dem tatsächlichen Radzylinderdruck). Wenn die Antwort
in Schritt S220 positiv ist (JA), d. h. wenn eine Verringerung des Radzylinderdrucks
Pw erforderlich ist, geht die Routine von Schritt S220 zu Schritt
S221. Umgekehrt, wenn die Antwort in Schritt S220 negativ ist (NEIN), d.
h. wenn eine Verringerung des Radzylinderdrucks Pw nicht erforderlich
ist, geht die Routine von Schritt S220 weiter zu Schritt S224. In
Schritt S221 wird das mit dem Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten
Rad in Verbindung stehende erste Druckaufbausteuerventil 6 aktiviert
(EIN) und geschlossen gehalten, um so den ersten Bremskreislauf 1 (d.
h. jede der Fluidleitungen 1a–1d, die
mit dem Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten Rad in Verbindung steht)
zu blockieren (zu unterbrechen). Andererseits wird das mit dem Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten
Rad in Verbindung stehende Druckverringerungssteuerventil 8 offen
gehalten, um so eine Fluidverbindung zwischen dem Behälter
RES und einem der mit dem Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten
Rad in Verbindung stehenden Radbremszylinder 5a–5d herzustellen,
wodurch ermöglicht wird, dass der Radzylinderdruck freigesetzt wird
oder zum Behälter RES entweichen kann. Auf diese Weise
wird eine Verringerung des Radzylinderdrucks Pw des Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten
Rads erreicht. Danach geht die Routine von Schritt S221 zu Schritt
S222.
-
In ähnlicher
Weise wie bei Schritt S211 wird in Schritt S222 eine Überprüfung
durchgeführt, um auf der Grundlage des tatsächlichen
Radzylinderdrucks, der von dem mit dem Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten
Rad in Verbindung stehenden Radzylinderdrucksensor 13 erfasst
wird, zu bestimmen, ob der Radzylinderdruck Pw des Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten
Rads seinen Ziel-Radzylinderdruck Pw* erreicht. Wenn der Ziel-Radzylinderdruck
Pw* erreicht wurde, geht die Routine von Schritt S222 zu Schritt
S223. Umgekehrt, wenn der Ziel-Radzylinderdruck Pw* nicht erreicht
wurde, kehrt die Routine von Schritt S222 zu Schritt S221 zurück,
um so eine Verringerung des Radzylinderdrucks Pw des Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten
Rads erneut durchzuführen.
-
In
Schritt S223 wird das mit dem Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten
Rad in Verbindung stehende Druckverringerungssteuerventil 8 geschlossen
gehalten, um so eine Fluidverbindung zwischen dem Behälter
RES und einem der mit dem Druckverringerungsmodus-ABS-gesteuerten
Rad in Verbindung stehenden Radbremszylinder 5a–5d zu blockieren,
wodurch ein Radzylinderdruckverringerungsmodus beendet wird. Danach
geht die Routine von Schritt S223 weiter zu Schritt S219.
-
In
Schritt S224 wird ein Druckhaltemodus für das ABS-gesteuerte
Rad durchgeführt. Genauer wird das mit dem Druckhaltemodus-ABS-gesteuerten Rad
in Verbindung stehende erste Druckaufbausteuerventil 6 aktiviert
(EIN) und geschlossen gehalten, um so den ersten Bremskreislauf 1 (d.
h. jede der Fluidleitungen 1a–1d, die
mit dem Druckhaltemodus-ABS-gesteuerten Rad in Verbindung steht)
zu unterbrechen. Zusätzlich wird das mit dem Druckhaltemodus-ABS-gesteuerten
Rad in Verbindung stehende Druckverringerungssteuerventil 8 geschlossen
gehalten, um die Fluidverbindung zwischen Behälter RES
und einem der mit dem Druckhaltemodus-ABS-gesteuerten Rad in Verbindung
stehenden Radbremszylindern 5a–5d zu
blockieren. Andererseits wurde das mit dem ABS-gesteuerten Rad in Verbindung
stehende zweite Druckaufbausteuerventil 7 während
des Schritts S214 bereits deaktiviert (AUS) und geschlossen gehalten.
Unter diesen Bedingungen wird die Bremsflüssigkeit in dem
Radbremszylinder 5 des Druckhaltemodus-ABS-gesteuerten
Rads mittels des ersten und zweiten Druckaufbausteuerventils 6 und 7 und
des Druckverringerungssteuerventils 8, die alle mit dem
Druckhaltemodus-ABS-gesteuerten Rad in Verbindung stehen und vollständig
geschlossen sind, abgedichtet, und somit bleibt der Radzylinderdruck
Pw des Druckhaltemodus-ABS-gesteuerten Rads unverändert.
Danach geht die Routine von Schritt S224 zu Schritt S219.
-
Wenn
entweder in Schritt S208 oder in Schritt S219 bestimmt wird, dass
die Radzylinderdrucksteuerung des ABS-gesteuerten Rads nicht wiederholt
ausgeführt werden soll und somit die ABS-Steuerung beendet
werden soll, geht die Routine weiter zu Schritt S225.
-
In
der Radzylinderdrucksteuerungs-Beendigungsprozedur, die in Schritt
S225 ausgeführt wird, werden das ABS-gesteuerte Rad, das
zu einer Beendigung der ABS-Steuerung führt, und ein BA-gesteuertes
Rad (wird später unter Bezugnahme auf das in 11 gezeigte Ablaufdiagramm erläutert),
das zu einer Beendigung der BA-Steuerung führt, gemeinsam
als „gesteuertes Rad" bezeichnet.
-
In
Schritt S225 wird bezüglich des gesteuerten Rads, das zu
einer Beendigung der ABS-Steuerung (oder BA-Steuerung) führt,
das erste Druckaufbausteuerventil 6 deaktiviert (AUS) und
offen gehalten, das zweite Druckaufbausteuerventil 7 wird
deaktiviert (AUS) und geschlossen gehalten, und das Druckverringerungssteuerventil 8 wird
geschlossen gehalten. Zur gleichen Zeit wird der Motor M stromlos (AUS),
um den Betrieb der Pumpe P zu stoppen. Somit wird ein Durchfließen
von Bremsflüssigkeit durch den ersten Bremskreislauf 1 (d.
h. jede der Fluidleitungen 1a–1d, welche
mit dem gesteuerten Rad, das zu einer Beendigung der Radzylinderdrucksteuerung führt,
in Verbindung steht) erlaubt, wodurch ein Aufbau von Radzylinderdruck
Pw durch die Bremsbetätigung des Fahrers (oder die Bremsbemühung
des Fahrers) ermöglicht wird. Auf diese Weise kann Hauptzylinderdruck
Pm über die ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6d zu
den jeweiligen Radbremszylindern 5a–5d zugeführt
werden, nachdem die Betriebsmodi der vier Räder FL–RR
alle auf normalen Bremsmodus umgeschaltet haben, wodurch eine normale
Bremsaktion durch den Fahrer ermöglicht wird. Auf diese
Weise endet der Ablauf der ABS-Steuerung (oder der BA-Steuerung).
-
An
Stelle des Umschaltens des ersten Druckaufbausteuerventils 6 in
seinen vollständig geöffneten Zustand durch einfaches
Deaktivieren des ersten Druckaufbausteuerventils 6 in Schritt
S225 kann die Ventilöffnung des ersten Druckaufbausteuerventils 6 auf
einen vorbestimmten Wert geregelt werden, um die Bremspedalgriffigkeit
während einer ABS-Steuerungsbeendigungsprozedur (oder eine BA-Steuerungsbeendigungsprozedur)
zu verbessern.
-
Während der BA-Steuerung
-
Bezugnehmend
auf 11 ist ein Ablaufdiagramm bezüglich
der Radzylinderdruck-Steuerroutine gezeigt, die von der in der Bremssteuervorrichtung
des ersten Ausführungsbeispiels integrierten Steuereinheit
CU während der BA-Steuerung durchgeführt wird.
Die Steuerroutine der 11 wird ebenfalls als zeitausgelöste
Unterbrechungsroutinen durchgeführt.
-
In
Schritt S301 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage des Berechnungsergebnisses des Berechnungsabschnitts 102 für
die vom Fahrzeug benötigte Bremskraft zu bestimmen, ob
eine BA-Steuerung gestartet werden soll. Um zum Beispiel eine mögliche
Kollision zu vermeiden, werden, wenn in Schritt S301 bestimmt wird,
dass die BA-Steuerung gestartet werden soll, Ziel-Radzylinderdrücke
PWFL*–PWRR*
eingegeben, und dann geht die Routine von Schritt S301 zu Schritt
S302. Wenn umgekehrt bestimmt wird, dass die BA-Steuerung nicht
gestartet werden soll, geht die Routine von Schritt S301 zu Schritt
S225 (siehe 10), um so den normalen Bremsmodus,
der vorher erläutert wurde, durchzuführen.
-
In
Schritt S302 werden die ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6d aller
Räder FL–RR deaktiviert (AUS) und offen gehalten,
und die Druckverringerungssteuerventile 8a–8d aller
Räder FL–RR werden geschlossen gehalten. Dadurch
wird ein Durchfließen von Bremsflüssigkeit durch
den ersten Bremskreislauf 1 (Fluidleitungen 1a–1d)
ermöglicht, und somit kann der Hauptzylinderdruck Pm über
die ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6d zu
den entsprechenden Radbremszylindern 5a–5d zugeführt werden.
Somit können einerseits die Radzylinderdrücke
PWFL–PWRR durch
die Bremsbetätigung des Fahres (oder die Bremsbemühung
des Fahrers) aufgebaut werden. Zur gleichen Zeit werden die zweiten Druckaufbausteuerventile 7a–7d aktiviert
(EIN) und offen gehalten, um das Durchfließen von Bremsflüssigkeit
durch den zweiten Bremskreislauf 2 (Fluidleitungen 2a–2d)
zu ermöglichen, und zusätzlich wird der Motor
M unter Strom gesetzt, um die Pumpe P anzutreiben. Dadurch kann
der Pumpendruck (ein von der Pumpe P erzeugter Auslassdruck) durch
die zweiten Druckaufbausteuerventile 7a–7d zu
den entsprechenden Radbremszylindern 5a–5d zugeführt werden.
Somit kann andererseits durch den Pumpendruck ein Aufbau eines Radzylinderdrucks
Pw in dem Radbremszylinder 5 erzielt werden.
-
Wie
vorher erläutert, saugt die Pumpe P, bezüglich
des zweiten Bremskreislaufs 2, die Bremsflüssigkeit
direkt aus dem Behälter RES an, um den Pumpendruck über
Fluidleitungen 2a–2d zu den entsprechenden
Radbremszylindern 5a–5d zuzuführen.
-
Ungeachtet
der Existenz oder Nichtexistenz einer Bremsbetätigung durch
den Fahrer (eines Herabdrückens des Bremspedals durch den
Fahrer), zuständig für den ersten Bremskreislauf 1,
d. h. ungeachtet der Existenz oder Nichtexistenz einer Fluidverbindung
zwischen dem Hauptzylinder MC und dem Behälter RES, kann
Bremsflüssigkeit über den zweiten Bremskreislauf 2 zu
jedem der Radbremszylinder 5a–5d zugeführt
werden. Somit ist es unter bestimmten Bedingungen, wenn die ersten
und zweiten Druckaufbausteuerventile 6a–6d und 7a–7d alle
offen gehalten werden, die Druckverringerungssteuerventile 8a–8d alle
geschlossen gehalten werden und der Motor M unter Strom gesetzt
ist, möglich, den Radzylinderdruck Pw mit einer größeren
Geschwindigkeit, welche die Bewegungsgeschwindigkeit des Hauptzylinderkolbens
(d. h. eine Betätigungsgeschwindigkeit für die
Bremsbetätigung des Fahrers) übersteigt, aufzubauen,
indem der Pumpendruck über den zweiten Bremskreislauf 2 zu
den Radbremszylindern 5a–5d zugeführt
wird, während der Hauptzylinderdruck Pm, der durch das
Herabdrücken des Bremspedals durch den Fahrer erzeugt wird, über
den ersten Bremskreislauf 1 zu den entsprechenden Radbremszylindern
zugeführt wird.
-
In
Schritt S303 wird für jeden Radbremszylinder auf der Grundlage
von Sensorsignalen vom Hauptzylinderdrucksensor 12 und
vom Radzylinderdrucksensor 13 überprüft,
ob der Radzylinderdruck Pm nicht geringer als der Hauptzylinderdruck
Pm ist. Mit anderen Worten wird in Schritt S303 eine Überprüfung
durchgeführt, um auf der Grundlage von Sensorsignalen vom
Hauptzylinderdrucksensor 12 und vom Radzylinderdrucksensor 13 zu
bestimmen, ob ein Risiko des Rückflusses von Bremsflüssigkeit vom
Radbremszylinder 5 durch den ersten Bremskreislauf 1 (durch
das erste Druckaufbausteuerventil 6) zurück zum
Hauptzylinder MC besteht. Wenn Pw ≥ Pm, dann geht die Routine
von Schritt S303 zu Schritt S304. Umgekehrt, wenn Pw < Pm, kehrt die Routine
von Schritt S303 zu Schritt S302 zurück, um einen Aufbau
des Radzylinderdrucks Pw erneut durchzuführen.
-
Hierbei
bedeutet eine bestimmte Bedingung (Pw ≥ Pm), bei welcher
der Radzylinderdruck Pw größer oder gleich dem
Hauptzylinderdruck Pm ist, dass ein Aufbau des Radzylinderdrucks
Pw, erzielt durch den Pumpendruck über den zweiten Bremskreislauf 2,
dominanter wird als der Hauptzylinderdruck Pm, der durch das Herabdrücken
des Bremspedals durch den Fahrer über den ersten Bremskreislauf 1 erzeugt wird.
-
In
Schritt S304 wird das erste Druckaufbausteuerventil 6,
das mit dem BA-gesteuerten Rad in Verbindung steht, dessen Radzylinderdruck
Pw nicht geringer als der Hauptzylinderdruck Pm ist, aktiviert (EIN)
und geschlossen gehalten, um den ersten Bremskreislauf 1 zu
blockieren (zu unterbrechen), wodurch ein Zurückfließen
von Bremsflüssigkeit vom Radbremszylinder 5 durch
den ersten Bremskreislauf 1 zurück zum Hauptzylinder
MC verhindert wird, auch unter der bestimmten Bedingung Pw ≥ Pm.
Dies verhindert wirksam ein Abfallen der Druckaufbaugeschwindigkeit
des Radzylinderdrucks Pw. Zusätzlich wird durch die Verhinderung
des unterwünschten Rückflusses möglich
zu verhindern, dass das Bremspedal BP aufgrund einer Erhöhung
des Hauptzylinderdrucks Pm zurückschlägt. Danach
geht es weiter mit Schritt S305.
-
In
Schritt S305 wird eine Überprüfung auf die Ausführung
(Initiierung) eines Druckaufbaumodus der BA-Steuerung für
jeden Radbremszylinder 5a–5d durchgeführt,
auf der Grundlage einer Abweichung zwischen dem berechneten Ziel-Radzylinderdruck Pw*
(einem BA-Befehl-Radzylinderdruck) und dem erfassten Radzylinderdruck
Pw (dem tatsächlichen Radzylinderdruck). Wenn die Antwort
in Schritt S305 positiv ist (JA), d. h. wenn ein Aufbau eines Radzylinderdrucks
Pw erforderlich ist, geht die Routine von Schritt S305 zu Schritt
S306.
-
Umgekehrt,
wenn die Antwort in Schritt S305 negativ ist (NEIN), d. h. wenn
ein Aufbau eines Radzylinderdrucks Pw nicht erforderlich ist, geht
die Routine von Schritt S305 weiter zu Schritt S310. Zumindest eines
der Räder FL–RR, das dem Druckaufbaumodus der
BA-Steuerung unterworfen wird, wird nachfolgend als „Druckaufbaumodus-BA-gesteuertes
Rad" bezeichnet.
-
In
Schritt S306 wird das mit dem Druckaufbau-BA-gesteuerten Rad in
Verbindung stehende zweite Druckaufbausteuerventil 7 aktiviert
(EIN) und offen gehalten, um so einen Durchfluss von Bremsflüssigkeit
durch den zweiten Bremskreislauf 2 (d. h. eine der Fluidleitungen 2a–2d,
die mit dem Druckaufbaumodus-BA-gesteuerten Rad in Verbindung steht) zu
ermöglichen. Andererseits wird das mit dem Druckaufbaumodus-BA-gesteuerten
Rad in Verbindung stehende Druckverringerungssteuerventil 8 geschlossen
gehalten. Zusätzlich wird der Motor M unter Strom gesetzt,
um die Pumpe P anzutreiben. Dadurch wird der Pumpendruck durch das
mit dem Druckaufbaumodus-BA-gesteuerten Rad in Verbindung stehende
zweite Druckaufbausteuerventil 7 zugeführt, d.
h. über den zweiten Bremskreislauf 2 zum Radbremszylinder 5 des
Druckaufbaumodus-BA-gesteuerten Rads. Auf diese Weise wird ein Aufbau
des Radzylinderdrucks Pw des Druckaufbaumodus-BA-gesteuerten Rads
durch den Pumpendruck erreicht. Danach geht die Routine weiter von
Schritt S306 zu Schritt S307
-
In
Schritt S307 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage des tatsächlichen Radzylinderdrucks,
der von dem mit dem Druckaufbaumodus-BA-gesteuerten Rad in Verbindung
stehenden Radzylinderdrucksensor 13 erfasst wird, zu bestimmen,
ob der Radzylinderdruck Pw des Druckaufbaumodus-BA-gesteuerten Rads
den Ziel-Radzylinderdruck Pw* erreicht. Wenn der Ziel-Radzylinderdruck
Pw* erreicht wurde, geht die Routine von Schritt S307 zu Schritt
S308. Umgekehrt, wenn der Ziel-Radzylinderdruck Pw* nicht erreicht
wurde, kehrt die Routine von Schritt S307 zu Schritt S306 zurück, um
so einen Aufbau des Radzylinderdrucks Pw des Druckaufbaumodus-BS-gesteuerten
Rads erneut durchzuführen.
-
In
Schritt S308 wird das mit dem Druckaufbaumodus-BA-gesteuerten Rad
in Verbindung stehende zweite Druckaufbausteuerventil 7 deaktiviert (AUS)
und geschlossen gehalten, um so den zweiten Bremskreislauf 2 zu
unterbrechen. Zusätzlich wird der Motor M stromlos (AUS),
um den Betrieb der Pumpe P zu stoppen, wodurch ein Radzylinderdruckaufbaumodus
auf der Grundlage des Pumpendrucks beendet wird. Danach geht es
weiter mit Schritt S309.
-
In
Schritt S309 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage des Berechnungsergebnisses des Berechnungsabschnitts 102 für
die vom Fahrzeug benötigte Bremskraft zu bestimmen, ob
der Radzylinderdruck Pw des BA-gesteuerten Rads wiederholt gesteuert
oder reguliert werden soll. Wenn bestimmt wird, dass die Radzylinderdrucksteuerung
des BA-gesteuerten Rads wiederholt durchgeführt werden
soll, dann werden die Ziel-Radzylinderdrücke PWFL*–PWRR* eingegeben und dann kehrt die Routine
zu Schritt S305 zurück, um so die automatische Fluiddrucksteuerung
(Radzylinderdrucksteuerung) für das BA-gesteuerte Rad wiederholt
durchzuführen. Wenn umgekehrt bestimmt wird, dass die Radzylinderdrucksteuerung
des BA-gesteuerten Rads nicht erneut durchgeführt werden
soll und somit die BA-Steuerung beendet werden soll, geht die Routine
von Schritt S309 weiter zu Schritt S225 (siehe 10).
-
In
Schritt S310 wird eine Überprüfung auf eine Ausführung
(Initiierung) einer Druckverringerung der BS-Steuerung für
jeden Radbremszylinder 5a–5d durchgeführt,
auf der Grundlage einer Abweichung zwischen dem berechneten Ziel-Radzylinderdruck
Pw* (einem BA-Befehl-Radzylinderdruck) und dem erfassten Radzylinderdruck
Pw (dem tatsächlichen Radzylinderdruck). Wenn die Antwort
in Schritt S310 positiv ist (JA), d. h. wenn eine Verringerung des
Radzylinderdrucks Pw erforderlich ist, geht die Routine von Schritt
S310 zu Schritt S311.
-
Umgekehrt,
wenn die Antwort in Schritt S310 negativ ist (NEIN), d. h. wenn
eine Verringerung des Radzylinderdrucks Pw nicht erforderlich ist,
geht die Routine von Schritt S310 weiter zu Schritt S314. Zumindest
eines der Räder FL–RR, das dem Druckverringerungsmodus
der BA-Steuerung unterworfen ist, wird nachfolgend als „Druckverringerungsmodus-BA-gesteuertes
Rad" bezeichnet.
-
In
Schritt S311 wird das mit dem Druckverringerungsmodus-BA-gesteuerten
Rad in Verbindung stehende zweite Druckaufbausteuerventil 7 deaktiviert
(AUS) und geschlossen gehalten, um so den zweiten Bremskreislauf 2 (d.
h. jede der Fluidleitungen 2a–2d, die
mit dem Druckverringerungsmodus-BA-gesteuerten Rad in Verbindung
steht) zu blockieren (zu unterbrechen). Andererseits wird das mit dem
Druckverringerungsmodus-BA-gesteuerten Rad in Verbindung stehende
Druckverringerungssteuerventil 8 offen gehalten, um so
eine Fluidverbindung zwischen dem Behälter RES und einem
der mit dem Druckverringerungsmodus-BA-gesteuerten Rad in Verbindung
stehenden Radbremszylinder 5a–5d herzustellen,
wodurch ermöglicht wird, dass der Radzylinderdruck freigesetzt
wird oder zum Behälter RES entweichen kann. Auf diese Weise
wird eine Verringerung des Radzylinderdrucks Pw des Druckverringerungsmodus-BA-gesteuerten
Rads erreicht. Danach geht die Routine von Schritt S311 zu Schritt S312.
-
In
Schritt S312 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage des tatsächlichen Radzylinderdrucks,
der von dem mit dem Druckverringerungsmodus-BA-gesteuerten Rad in
Verbindung stehenden Radzylinderdrucksensor 13 erfasst wird,
zu bestimmen, ob der Radzylinderdruck Pw des Druckverringerungsmodus-BA-gesteuerten
Rads den Ziel-Radzylinderdruck Pw* erreicht. Wenn der Ziel-Radzylinderdruck
Pw* erreicht wurde, geht die Routine von Schritt S312 zu Schritt
S313. Umgekehrt, wenn der Ziel-Radzylinderdruck Pw* nicht erreicht
wurde, kehrt die Routine von Schritt S312 zu Schritt S311 zurück,
um so eine Verringerung des Radzylinderdrucks Pw des Druckverringerungsmodus-BA-gesteuerten
Rads erneut durchzuführen.
-
In
Schritt S313 wird das mit dem Druckverringerungsmodus-BA-gesteuerten
Rad in Verbindung stehende Druckverringerungssteuerventil 8 geschlossen
gehalten, um so eine Fluidverbindung zwischen dem Behälter
RES und einem der mit dem Druckverringerungsmodus-BA-gesteuerten
Rad in Verbindung stehenden Radbremszylinder 5a–5d zu blockieren,
wodurch ein Radzylinderdruckverringerungsmodus beendet wird. Danach
geht die Routine von Schritt S313 weiter zu Schritt S309.
-
In
Schritt S314 wird ein Druckhaltemodus für das BA-gesteuerte
Rad durchgeführt. Zumindest eines der Räder FL–RR,
das dem Druckhaltemodus der BA-Steuerung unterworfen ist, wird nachfolgend als „Druckhaltemodus-BA-gesteuertes
Rad" bezeichnet. Genauer wird das mit dem Druckhaltemodus-BA-gesteuerten
Rad in Verbindung stehende zweite Druckaufbausteuerventil 7 deaktiviert
(AUS) und geschlossen gehalten, um so den zweiten Bremskreislauf 2 (d.
h. jede der Fluidleitungen 2a–2d, die
mit dem Druckhaltemodus-BA-gesteuerten Rad in Verbindung steht)
zu unterbrechen. Zusätzlich wird das mit dem Druckhaltemodus-BA-gesteuerten
Rad in Verbindung stehende Druckverringerungssteuerventil 8 geschlossen
gehalten, um die Fluidverbindung zwischen Behälter RES
und einem der mit dem Druckhaltemodus-BA-gesteuerten Rad in Verbindung
stehenden Radbremszylindern 5a–5d zu
blockieren. Andererseits wurde das mit dem BA-gesteuerten Rad in
Verbindung stehende erste Druckaufbausteuerventil 6 während
des Schritts S304 bereits aktiviert (EIN) und geschlossen gehalten.
Unter diesen Bedingungen wird die Bremsflüssigkeit in dem Radbremszylinder 5 des Druckhaltemodus-BA-gesteuerten
Rads mittels des ersten und zweiten Druckaufbausteuerventils 6 und 7 und
des Druckverringerungssteuerventils 8, die alle mit dem
Druckhaltemodus-BA-gesteuerten Rad in Verbindung stehen und vollständig
geschlossen sind, abgedichtet, und somit bleibt der Radzylinderdruck
Pw des Druckhaltemodus-BA-gesteuerten Rads unverändert.
Danach geht die Routine von Schritt S314 zu Schritt S309.
-
Wirkungen des ersten Ausführungsbeispiels
-
Eine
Vorrichtung und eine Verfahren zur Steuerung und Regelung von Bremsen
gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
können die folgenden Funktionen und Wirkungen bereitstellen.
- (1) Eine Vorrichtung zur Steuerung von Bremsen (ein
Bremssteuersystem) gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
einen Hauptzylinder MC, einen Radbremszylinder 5, einen
Bremskraftverstärker BS, um den Hauptzylinder MC für
eine Druckerhöhung der Bremsflüssigkeit in dem
Hauptzylinder MC zu betätigen, einen ersten Bremskreislauf 1, um
Bremsflüssigkeit, die vom Bremskraftverstärker
BS druckbeaufschlagt ist, zum Radbremszylinder 5 zuzuführen,
ein erstes Steuerventil (d. h. ein erstes Druckaufbausteuerventil 6),
das in dem ersten Bremskreislauf 1 angeordnet ist, um eine Fluidverbindung
zwischen dem Hauptzylinder MC und dem Radbremszylinder 5 herzustellen
oder zu blockieren. eine Fluiddruckquelle (d. h. eine Pumpe P),
die getrennt vom Bremskraftverstärker BS für eine
Druckerhöhung der Bremsflüssigkeit vorgesehen
ist, einen zweiten Bremskreislauf 2, der parallel zum ersten
Bremskreislauf 1 angeordnet und ausgelegt ist, Bremsflüssigkeit,
die von der Fluiddruckquelle (d. h. der Pumpe P) druckbeaufschlagt
ist, zum Radbremszylinder 5 zuzuführen. ein zweites
Steuerventil (d. h. ein zweites Druckaufbausteuerventil 7),
das in dem zweiten Bremskreislauf 2 angeordnet ist, um
eine Fluidverbindung zwischen der Fluiddruckquelle (d. h. der Pumpe
P) und dem Radbremszylinder 5 herzustellen oder zu blockieren,
und eine Steuereinheit CU, die vorgesehen ist, um die Funktionen des
ersten Steuerventils (d. h. des ersten Druckaufbausteuerventils 6),
des zweiten Steuerventils (d. h. des zweiten Druckaufbausteuerventils 7) und
der Fluiddruckquelle (d. h. der Pumpe P) zu steuern. Die Steuereinheit
ist ausgelegt, wahlweise das erste Steuerventil und das zweite Steuerventil
(das erste und zweite Druckaufbausteuerventil 6 und 7)
zu steuern, wenn ein Radzylinderdruck Pw in dem Radbremszylinder 5 aufgebaut wird,
und ist ferner ausgelegt, den Radzylinderdruck Pw aufzubauen, indem
die Fluiddruckquelle (d. h. die Pumpe P) betätigt wird,
wenn zumindest das zweite Steuerventil (zumindest das zweite Druckaufbausteuerventil 7)
auf eine offene Ventilposition gestellt ist.
-
Das
heißt, im Falle der Bremssteuervorrichtung des gezeigten
Ausführungsbeispiels sind, wie aus der schematischen Darstellung
der 23 zu ersehen ist, als Fluiddurchflusspfad
der Bremsflüssigkeitszufuhr zum Radbremszylinder 5 der
erste Bremskreislauf 1, zuständig für
die Bremsbetätigung des Fahrers oder ein Herabdrücken
des Bremspedals durch den Fahrer (mit andere Worten des Hauptzylinders
MC), und der zweite Bremskreislauf 2, zuständig
für die Fluiddruckquelle (d. h. die Pumpe P), getrennt
voneinander vorgesehen. Zusätzlich wird ein Aufbau des
Radzylinderdrucks Pw erreicht, indem in geeigneter Weise entweder
der erste Bremskreislauf 1 oder der zweite Bremskreislauf 2 ausgewählt
wird. Deshalb ist es möglich, die Steuerbarkeit der Radzylinderdrucksteuerung
und eine Funktionalität der Bremsen (insbesondere eine
Griffigkeit des Bremspedals) zu verbessern, indem eine unerwünschte
Wechselwirkung zwischen (i) einem Aufbau des Radzylinderdrucks Pw,
erzeugt durch die Bremsbetätigung des Fahrers, und (ii)
einem Aufbau des Radzylinderdrucks Pw, erzeugt durch die Fluiddruckquelle,
vermieden wird. Genauer kann die Bremssteuervorrichtung des gezeigten
Ausführungsbeispiels die folgenden Wirkungen bereitstellen.
-
Als
Erstes wird zum Beispiel während der VDC-Steuerung der
zweite Bremskreislauf 2 für die Radzylinderdrucksteuerung
des Radbremszylinders 5 des VDC-gesteuerten Rads ausgewählt
(siehe Schritte S102–S104 in 7). Andererseits
wird der erste Bremskreislauf 1 für die Radzylinderdrucksteuerung
des Radbremszylinders 5 des Nicht-VDC-gesteuerten Rads
ausgewählt (siehe Ablauf von Schritt S101 zu Schritt S108
in 7). Somit ermöglicht bei Vorhandensein
eines weiteren Herabdrückens des Bremspedals durch den
Fahrer während der VDC-Steuerung der erste Bremskreislauf 1,
dass Bremsflüssigkeit vom Hauptzylinder MC direkt zu dem
mit dem Nicht-VDC-gesteuerten Rad in Verbindung stehenden Radbremszylinder 5 zugeführt
wird. Deshalb ist es möglich, eine Intention des Fahrers, eine
Fahrzeugabbremsungsrate (eine negative Längsbeschleunigung
G) zu erhöhen (d. h. das Fahrzeug stärker abzubremsen),
direkt zu reflektieren, wodurch eine Steuerbarkeit der Radzylinderdrucksteuerung
verbessert wird. Weiterhin wird es dank des ersten Bremskreislaufs 1,
der eine Zufuhr von Bremsflüssigkeit vom Hauptzylinder
MC direkt zu dem mit dem Nicht-VDC-gesteuerten Rad in Verbindung
stehenden Radbremszylinder 5 erlaubt, möglich,
einen geeigneten Bremspedalhub bei Vorhandensein eines weiteren
Herabdrückens des Bremspedals durch den Fahrer sicherzustellen,
auch während der VDC-Steuerung, wodurch eine schlechte oder
ungedämpfte Griffigkeit des Bremspedals BP unterdrückt
wird, und folglich eine Bremspedalgriffigkeit verbessert wird.
-
Zweitens
wird während eines normalen Bremsmodus, bei dem ein Aufbau
eines Radzylinderdrucks Pw durch die Bremsbetätigung des
Fahrers (ein Herabdrücken des Bremspedals durch den Fahrer)
erzielt wird, der erste Bremskreislauf 1 ausgewählt,
so dass der Aufbau des Radzylinderdrucks Pw durch den Hauptzylinderdruck
Pm, der durch das erste Druckaufbausteuerventil 6 zugeführt
wird, erzeugt wird. Im Gegensatz dazu wird während eines
Bremssteuermodus (zum Beispiel während eines VDC-Bremssteuermodus),
bei dem ein Aufbau des Radzylinderdrucks Pw des gesteuerten Rads
durch eine Fluiddruckquelle (d. h. die Pumpe P) erzielt wird, der
zweite Bremskreislauf 2 ausgewählt, so dass der Aufbau
des Radzylinderdrucks Pw des gesteuerten Rads durch den von der
Fluiddruckquelle erzeugten Fluiddruck (d. h. den von der Pumpe P
erzeugten Pumpendruck) erzeugt wird und dann durch das zweite Druckaufbausteuerventil 7 zugeführt
wird. Eine Radzylinderdrucksteuerungs-Kennlinie, erzielt durch den
ersten Bremskreislauf 1, und eine Radzylinderdrucksteuerungs-Kennlinie,
erzielt durch den zweiten Bremskreislauf 2, können
unabhängig voneinander festgelegt werden. Zum Beispiel
kann der Ventilsitzdurchmesser des ersten Druckaufbausteuerventils 6 auf
einen Durchmesser festgelegt werden, der für den normalen
Bremsmodus geeignet ist, während der Ventilsitzdurchmesser
des zweiten Druckaufbausteuerventils 7 auf einen Durchmesser
festgelegt werden kann, der für den Bremssteuermodus (die
Radzylinderdrucksteuerung) geeignet ist. Somit ist es möglich,
die Reaktionsfreudigkeit des verbesserten Bremssystems während
des normalen Bremsmodus und die verbesserte Fluiddrucksteuerungs-Genauigkeit
während des Bremssteuermodus (während der Radzylinderdrucksteuerung)
zu vereinen.
-
Drittens
ist es während der BA-Steuerung möglich, den Pumpendruck über
den zweiten Bremskreislauf 2 zuzuführen, der in
der Lage ist, Bremsflüssigkeit ungeachtet der Bremsbetätigung
des Fahrers zum Radbremszylinder 5 zuzuführen,
während gleichzeitig der Hauptzylinderdruck Pm, der durch die
Bremsbetätigung des Fahrers erzeugt wird, über den
ersten Bremskreislauf 1 zum Radbremszylinder 5 zugeführt
wird. Bezüglich des zweiten Bremskreislaufes 2 ist
die Fluiddruckquelle (d. h. die Pumpe P) so ausgelegt, dass sie
die Bremsflüssigkeit direkt vom Behälter RES,
jedoch nicht vom Hauptzylinder MC, ansaugt. Somit ist es möglich,
den Radzylinderdruck Pw schnell aufzubauen, ungeachtet der Bewegungsgeschwindigkeit
des Hauptzylinderkolbens. Deshalb ist es während der BA-Steuerung
möglich, den Radzylinderdruck Pw schnell mit einer höheren Geschwindigkeit
als eine Betätigungsgeschwindigkeit für die Bremsbetätigung
des Fahrers aufzubauen, indem die Fluiddruckquelle (d. h. die Pumpe
P) betätigt wird, während der Radzylinderdruck
Pw durch den Hauptzylinder MC aufgebaut wird (siehe Schritt S302
in 11). Dementsprechend ist es möglich,
die Reaktionsfreudigkeit des Bremssystems für einen Aufbau
des Radzylinderdrucks Pw während der BA-Steuerung zu verbessern.
-
Sogar
wenn ein Ausfall im elektrischen System, das vorgesehen ist, um
die Fluiddruckquelle (d. h. die Pumpe P) zu betätigen,
auftritt und somit ein Aufbau des Radzylinderdrucks Pw, erzielt
durch den zweiten Bremskreislauf 2, deaktiviert wird, kann
die Kraft des Fahrerfußes von einem Bremskraftverstärker,
der den Hauptzylinder MC betätigt, unterstützt werden.
Das heißt, sogar bei einem elektrischen Systemausfall ist
es möglich, einen Aufbau des Radzylinderdrucks Pw durch
den ersten Bremskreislauf zu erreichen, und somit besteht weniger
Risiko für das Abfallen der Bremskraft. Dies beseitigt
auch die Notwendigkeit eines dualen elektrischen Systems (einem
dualen Steuerungssystem, bestehend aus einer Haupt-CPU und einer
Neben-CPU, einem dualen Sensorsystem, bestehend aus einem Hauptsensor und
einem Nebensensor), wodurch kürzere Systeminstallationszeiten
und geringere Kosten sowie Raumanforderungen des Gesamtsystems ermöglicht werden.
- (2) Der Ventilsitzdurchmesser des ersten Steuerventils
(erstes Druckaufbausteuerventil 6) ist so bemessen, dass
er größer ist als der des zweiten Steuerventils
(zweites Druckaufbausteuerventil 7).
-
Wie
aus den Querschnitten der 2 bis 3 ersichtlich
ist, wird die Fließrate der Bremsflüssigkeit durch
das erste Druckaufbausteuerventil 6 oder das zweite Druckaufbausteuerventil 7 (insbesondere
einen Fluiddurchgang zwischen der ersten Öffnung 62 und
der zweiten Öffnung 65) auf der Grundlage (i)
des Abstands Xv (d. h. der Ventilöffnung) zwischen der
Spitze 64A des Plungerkolbens 64 und dem Ventilsitz 63,
und (ii) des Ventilsitzdurchmessers bestimmt. Für die gleiche
Ventilöffnung gilt: je größer der Ventilsitzdurchmesser,
desto größer die Fließrate der Bremsflüssigkeit,
die durch das erste Druckaufbausteuerventil 6 (der das
zweite Druckaufbausteuerventil 7) fließen kann.
Das heißt, ein so großer Ventilsitzdurchmesser
trägt zu der verbesserten Reaktionsfreudigkeit des Bremssystems
für einen Aufbau des Radzylinderdrucks Pw bei. Im Gegensatz dazu
gilt bei gleicher Ventilöffnung: je kleiner der Ventilsitzdurchmesser,
desto geringer die Fließrate der Bremsflüssigkeit,
die durch das erste Druckaufbausteuerventil 6 (oder das
zweite Druckaufbausteuerventil 7) fließen kann.
Das heißt, solch ein kleiner Ventilsitzdurchmesser trägt
zu der verringerten Änderung der Fließrate in
Bezug auf die Ventilöffnung Xv bei (mit anderen Worten,
der Stromwert I des durch die Spule 68 fließenden
Stroms), wodurch die verbesserte Fluidflusssteuerungsgenauigkeit
während der Radzylinderdrucksteuerung sichergestellt wird.
-
Aus
den oben genannten Gründen ist es durch Einstellen des
Ventilsitzdurchmessers des ersten Druckaufbausteuerventils 6 auf
einen Wert größer als der des zweiten Druckaufbausteuerventils 7 möglich,
die Reaktionsfreudigkeit des Bremssystems für einen Aufbau
des Radzylinderdrucks Pw während des normalen Bremsmodus
verbessern, bei dem der Radzylinderdruckaufbau durch den Hauptzylinderdruck
Pm, der durch das erste Druckaufbausteuerventil 6 zugeführt
wird, erzeugt wird. Mit anderen Worten: Durch Festlegen des Ventilsitzdurchmessers des
zweiten Druckaufbausteuerventils 7 auf einen Wert, der
kleiner als derjenige des ersten Druckaufbausteuerventils 6 ist,
ist es möglich, die Genauigkeit der Fluiddrucksteuerung
(oder die Genauigkeit der Fluidflusssteuerung) während
des Bremssteuermodus zu verbessern, bei dem der Radzylinderdruckaufbau
des gesteuerten Rads durch den Pumpendruck, der durch das zweite
Druckaufbausteuerventil 7 zugeführt wird, erzeugt
wird.
- (3) Die Vorrichtung zur Steuerung von
Bremsen gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
umfasst einen Behälter RES, der mit einer Gegendruckkammer
des Hauptzylinders MC verbunden ist, einen dritten Bremskreislauf
(einen Rücklaufkreislauf), über den der Radbremszylinder 5 und
der Behälter RES miteinander verbunden sind, und ein drittes
Steuerventil (Druckverringerungssteuerventil 8), das in
dem dritten Bremskreislauf (den Rücklaufkreislauf) angeordnet
ist, um eine Fluidverbindung zwischen dem Radbremszylinder 5 und
dem Behälter RES herzustellen oder zu blockieren.
-
Das
heißt, dass im Falle der Bremsvorrichtung des in 25 gezeigten Vergleichsbeispiels während
des Druckverringerungsmodus der ABS-Steuerung die Bremsflüssigkeit
zur Druckaufbringungskammer des Hauptzylinders MC zurückgeführt
wird, und somit das Bremspedal zurückschlägt. Solch
eine Rückschlagkraft würde wahrscheinlich ein ziemlich
unangenehmes Gefühl beim Fahrer hinterlassen. Im Gegensatz
dazu wird im Falle der Bremssteuervorrichtung des ersten Ausführungsbeispiels, wenn
der Radzylinderdruck Pw über den Rücklaufkreislauf
(den dritten Bremskreislauf) verringert wird, wobei das Druckverringerungsventil 8 während
des Druckverringerungsmodus der ABS-Steuerung offen gehalten wird,
die Bremsflüssigkeit im Radbremszylinder 5 durch
das Druckverringerungssteuerventil 8 über den
Rücklaufkreislauf zum Behälter RES (d. h. die
Gegendruckkammer des Hauptzylinders MC) zurückgeführt.
Dies beseitigt einen unerwünschten Rückschlag
des Bremspedals BP, wodurch eine Griffigkeit des Bremspedals während
des Druckverringerungsmodus der ABS-Steuerung verbessert wird.
- (4) Das erste Steuerventil (erstes Druckaufbausteuerventil 6)
ist als drucklos geöffnetes Ventil konstruiert, während
das zweite Steuerventil (zweites Druckaufbausteuerventil 7)
als drucklos geschlossene Ventil aufgebaut ist.
-
Das
heißt, dass während des normalen Bremsmodus, bei
dem das erste Druckaufbausteuerventil 6 offen und das zweite
Druckaufbausteuerventil 7 geschlossen gehalten wird, ein
Aufbau des Radzylinderdrucks Pw durch den Hauptzylinderdruck Pm, der
durch das erste Druckaufbausteuerventil 6 zugeführt
wird, unter Verwendung des ersten Bremskreislaufs 1 erzeugt
oder erzielt wird. Umgekehrt wird während der automatischen
Bremssteuerung (während des Bremssteuermodus), wie während
einer VDC-Steuerung, bei der das zweite Druckaufbausteuerventil 7 offen
und das erste Druckaufbausteuerventil 6 geschlossen gehalten
wird, ein Aufbau des Radzylinderdrucks Pw, der mit dem gesteuerten
Rad in Verbindung steht, durch den Pumpendruck, der durch das zweite
Druckaufbausteuerventil 7 zugeführt wird, unter
Verwendung des zweiten Bremskreislaufs 2 erzeugt oder erzielt.
Somit ist es durch den Aufbau des ersten Druckaufbausteuerventils 6 als
drucklos geöffnetes Ventil und des zweiten Druckaufbausteuerventils 7 als
drucklos geschlossenes Ventil möglich, einen Aufbau des
Radzylinderdrucks Pw während des normalen Bremsmodus (während der
normalen Bremsaktion) über einen vergleichsweise langen
Betriebszeitraum zu realisieren, wobei das erste und das zweite
Druckaufbausteuerventil 6 und 7 nicht stromführend
sind (deaktiviert). Umgekehrt wird während der automatischen
Bremssteuerung (während des Bremssteuermodus) mit einem vergleichsweise
kurzen Betriebszeitraum ein Aufbau des Radzylinderdrucks Pw realisiert,
wobei das erste und das zweite Druckaufbausteuerventil 6 und 7 stromführend
sind (aktiviert). Deshalb ist es möglich, die Gesamtzeit,
während der die Steuerventile stromführend sind,
wirksam zu verringern oder zu verkürzen. Dies trägt
zu einem verringerten Stromverbrauch bei.
- (5)
Das vorgenannte drucklos geöffnete Ventil (d. h. das erste
Druckaufbausteuerventil 6) ist so angeordnet oder ausgelegt,
dass es ein Wirken des Fluiddrucks (des Hauptzylinderdrucks Pm)
vom Hauptzylinder MC in einer Richtung zum Öffnen des Ventils
erlaubt (siehe 2).
-
Bezüglich
der Funktionsweise und des Betriebs des drucklos geöffneten
Ventils (insbesondere der ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6b)
wirkt, wie in 2 gezeigt, der Hydraulikdruck
auf den Plungerkolben 64 in der positiven X-Achsenrichtung (d.
h. in der Richtung zum Öffnen des ersten Druckaufbausteuerventils 6),
wenn der Hauptzylinderdruck Pm höher als der Radzylinderdruck
Pw ist (d. h. Pm > Pw).
Somit ist es möglich, den Hydraulikdruck einfach mit der
elektromagnetischen Kraft, die in der entgegengesetzten Richtung
(der negativen X-Achsenrichtung) wirkt, auszugleichen. Deshalb ist
es möglich, die Steuerbarkeit des ersten Druckaufbausteuerventils 6 zu
verbessern, wenn der Radzylinderdruck Pw durch Herstellen des ersten
Bremskreislaufs 1 durch Öffnen des ersten Druckaufbausteuerventils 6 und
durch Zuführen des Hauptzylinderdrucks Pm über
das erste Druckaufbausteuerventil 6 (über den
ersten Bremskreislauf 1) zum Radbremszylinder aufgebaut
wird.
-
Umgekehrt,
wenn der Hauptzylinderdruck Pm geringer als der Radzylinderdruck
Pw ist (d. h. Pm < Pw),
dann wirkt der Hydraulikdruck auf den Plungerkolben 64 in
der negativen X-Achsenrichtung (d. h. in der Richtung zum Blockieren
(Unterbrechen) des ersten Bremskreislaufs 1). Wenn das
erste Druckaufbausteuerventil 6 gemäß einem
Anstieg der elektromagnetischen Kraft geschlossen wird, d. h. wenn
der erste Bremskreislauf 1 (erstes Druckaufbausteuerventil 6)
gemäß einem Anstieg des Stromwerts 1 des
an die Spule 68 angelegten Stroms unterbrochen wird, dann
kann der Hydraulikdruck als unterstützende Kraft auf den
Anker 67, zusammen mit dem Plungerkolben 64, aufgebracht
werden, kombiniert mit der elektromagnetischen Kraft. Durch das
Aufbringen des Hydraulikdrucks, der als eine Unterstützungskraft
dient und in der gleichen Wirkungsrichtung wie die elektromagnetische
Kraft wirkt, ist es möglich, das erste Druckaufbausteuerventil 6 schnell abzuschalten.
Somit können die folgenden Wirkungen bereitgestellt werden.
-
Während
der ABS-Steuerung ist es möglich, eine Steuerbarkeit der
Radzylinderdrucksteuerung zu verbessern, wenn der Radzylinderdruck
Pw durch Herstellen des ersten Bremskreislaufs 1 durch Öffnen
des ersten Druckaufbausteuerventils 6 und durch Zuführen
des Hauptzylinderdrucks Pm über das erste Druckaufbausteuerventil 6 (über
den ersten Bremskreislauf 1) zum Radbremszylinder 5 aufgebaut
wird (siehe Schritt S216 der 9). Zu
diesem Zeitpunkt (siehe Schritt S216) wird ein Hub des Bremspedals
BP, das vom Fahrer herabgedrückt wird, zugelassen, wodurch
eine sanfte Bewegung des Bremspedals BP sichergestellt wird, wenn
der Hauptzylinderdruck Pm zum Radbremszylinder 5 zugeführt
wird, d. h. eine gute Griffigkeit des Bremspedals.
-
Während
der BA-Steuerung, wenn der erste Bremskreislauf 1 durch
Schließen des ersten Druckaufbausteuerventils 6 blockiert
(unterbrochen) ist, nachdem der Radzylinderdruck Pw den Hauptzylinderdruck
Pm überschritten hat (siehe Schritt S304 der 11), kann das erste Druckaufbausteuerventil 6 schnell
geschlossen werden, wodurch die Steuerbarkeit des Bremssteuersystems
verbessert wird.
- (6) Das vorgenannte drucklos
geöffnete Ventil (d. h. das erste Druckaufbausteuerventil 6)
kann so angeordnet oder ausgelegt sein, dass es eine Wirkung eines
Fluiddrucks (Radzylinderdruck Pw) vom Radbremszylinder 5 in
einer Richtung zum Öffnen des Ventils zulässt
(siehe 3).
-
Bezüglich
der Funktionsweise und des Betriebs des drucklos geöffneten
Ventils (insbesondere der ersten Druckaufbausteuerventile 6c–6d)
wirkt, wie in 3 gezeigt, der Hydraulikdruck
auf den Plungerkolben 64 in der positiven X-Achsenrichtung (d.
h. in der Richtung zum Öffnen des ersten Druckaufbausteuerventils 6),
wenn der Hauptzylinderdruck Pm geringer als der Radzylinderdruck
Pw ist (d. h. Pm < Pw).
Somit ist es möglich, den Hydraulikdruck einfach mit der
elektromagnetischen Kraft, die in der entgegengesetzten Richtung
(der negativen X-Achsenrichtung) wirkt, auszugleichen. Deshalb ist
es möglich, die Steuerbarkeit des ersten Druckaufbausteuerventils 6 zu
verbessern, wenn der Radzylinderdruck Pw durch Herstellen des ersten
Bremskreislaufs 1 durch Öffnen des ersten Druckaufbausteuerventils 6 und
durch Zuführen des Radzylinderdrucks Pw über das
erste Druckaufbausteuerventil 6 (über den ersten
Bremskreislauf 1) zum Radbremszylinder aufgebaut wird.
-
Umgekehrt,
wenn der Hauptzylinderdruck Pm höher als der Radzylinderdruck
Pw ist (d. h. Pm > Pw),
dann wirkt der Hydraulikdruck auf den Plungerkolben 64 in
der negativen X-Achsenrichtung (d. h. in der Richtung zum Blockieren
(Unterbrechen) des ersten Bremskreislaufs 1). Wenn das
erste Druckaufbausteuerventil 6 gemäß einem
Anstieg der elektromagnetischen Kraft geschlossen wird, d. h. wenn
der erste Bremskreislauf 1 (erstes Druckaufbausteuerventil 6)
gemäß einem Anstieg des Stromwerts I des an die
Spule 68 angelegten Stroms unterbrochen wird, dann kann
der Hydraulikdruck als unterstützende Kraft auf den Anker 67,
zusammen mit dem Plungerkolben 64, aufgebracht werden,
kombiniert mit der elektromagnetischen Kraft. Durch das Aufbringen
des Hydraulikdrucks, der als eine Unterstützungskraft dient
und in der gleichen Wirkungsrichtung wie die elektromagnetische
Kraft wirkt, ist es möglich, das erste Druckaufbausteuerventil 6 schnell abzuschalten.
Somit können die folgenden Wirkungen bereitgestellt werden.
-
Wenn
das Bremspedal BP vom Fahrer während der ABS-Steuerung
freigegeben wird und dann der Hauptzylinderdruck Pm geringer als
der Radzylinderdruck Pw wird, dann endet die Radzylinderdrucksteuerung.
Zu diesem Zeitpunkt kann der Radzylinderdruck Pw verringert werden,
indem der erste Bremskreislauf 1 durch Öffnen
des ersten Druckaufbausteuerventils 6 hergestellt wird
und der Radzylinderdruck Pw über das erste Druckaufbausteuerventil 1 (über
den ersten Bremskreislauf 1) zum Hauptzylinder MC zugeführt
wird (siehe Schritt S225 der 10).
Da der Hydraulikdruck einfach durch die elektromagnetische Kraft,
die in der entgegengesetzten Richtung wirkt, ausgeglichen werden
kann, ist es möglich, die Steuerbarkeit des ersten Druckaufbausteuerventils 6 zu
verbessern, wenn der Radzylinderdruck Pw verringert wird, und außerdem
eine sanfte Änderung des Radzylinderdrucks Pw sicherzustellen.
Dies verbessert die Griffigkeit des Bremspedals.
-
Wenn
der erste Bremskreislauf 1 durch Schließen des
ersten Druckaufbausteuerventils 6 zu Beginn der ABS-Steuerung,
bei welcher der Bremspedalhub SBP größer
oder gleich einem vorbestimmten Schwellenwert So ist, d. h. SBP ≥ So, unterbrochen wird (siehe
Schritt S203 der 8), dann wird der Hauptzylinderdruck
Pm größer als der Radzylinderdruck Pw (d. h. Pm > Pw). Zu diesem Zeitpunkt kann
das erste Druckaufbausteuerventil 6 dank der Konfiguration
des Ventils schnell geschlossen werden, wodurch die Steuerbarkeit
der Radzylinderdrucksteuerung verbessert wird.
- (7)
Der erste Bremskreislauf 1 (Fluidleitungen 1a–1d)
und der zweite Bremskreislauf 2 (Fluidleitungen 2a–2d)
sind für jedes einzelne Rad FL–RR vorgesehen.
Das erste Steuerventil (erstes Druckaufbausteuerventil 6)
ist als drucklos geöffnetes Ventil konstruiert. Von diesen
drucklos geöffneten Ventilen (erste Druckaufbausteuerventile 6a–6d) der
Räder FL–RR ist jedes der mit den entsprechenden
vorderen Rädern FL–FR in Verbindung stehenden
drucklos geöffneten Ventile (erste Druckaufbausteuerventile 6a–6b)
so angeordnet oder ausgelegt, dass sie eine Wirkung des Fluiddrucks
(Hauptzylinderdruck Pm) vom Hauptzylinder MC in einer Richtung zum Öffnen
des Ventils erlauben (siehe 2). Andererseits
ist jedes der drucklos geöffneten Ventile (erste Druckaufbausteuerventile 6c–6d),
die mit den entsprechenden hinteren Rädern RL–RR
in Verbindung stehen, so angeordnet oder ausgelegt, dass sie eine
Wirkung des Fluiddrucks (Radzylinderdrucks Pw) vom Radbremszylinder 6 in
einer Richtung zum Öffnen des Ventils erlauben (siehe 3).
-
Durch
die vorgenannte Ventilanordnung der vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6b ist
es möglich, Bremsflüssigkeit effizient mit einer
höheren Steuerbarkeit zu den vorderradseitigen Radbremszylindern 5a–5b (mit
einer höheren Fließrate der verbrauchten Bremsflüssigkeit
verglichen mit den hinterradseitigen Radbremszylindern 5c–5d)
zuzuführen, wenn ein Radzylinderdruck Pw durch Herstellen
des ersten Bremskreislaufs 1 (indem ein Durchfließen
von Bremsflüssigkeit durch die Fluidleitungen 1a–1b ermöglicht
wird) durch Öffnen der ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6b und
durch Zuführen von Hauptzylinderdruck Pm über
die ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6b (über
den ersten Bremskreislauf 1) zu den Radbremszylindern 5a–5b während
der ABS-Steuerung aufgebaut wird (siehe Schritt S216 der 9).
Zusätzlich steigt eine Fließrate der Bremsflüssigkeit,
die vom Hauptzylinder MC zu den Radbremszylindern 5a–5b zugeführt
wird, durch die Fließrate der Bremsflüssigkeit,
die von den vorderradseitigen Radbremszylindern 5a–5b verbraucht
wird, wodurch ein Hub des Bremspedals BP sichergestellt oder erlaubt
wird, und folglich eine gute Griffigkeit des Bremspedals ermöglicht
wird.
-
Andererseits
ist es durch die vorgenannte Ventilanordnung der hinterradseitigen
ersten Druckaufbausteuerventile 6c–6d möglich,
eine Steuerbarkeit der hinterradseitigen Radzylinderdrücke
zu Beginn der ABS-Steuerung zu verbessern (siehe Schritt S203 der 8).
Weiterhin ist es möglich, die Steuerbarkeit der hinterradseitigen
Radzylinderdrücke zu verbessern, wenn der Radzylinderdruck
Pw durch den ersten Bremskreislauf 1 (d. h. Fluidleitungen 1c–1d)
durch Öffnen der hinterradseitigen ersten Druckaufbausteuerventile 6c–6d verringert
wird (siehe Schritt S225 der 10),
wenn eine Freigabe des Bremspedals durch den Fahrer zu einer Beendigung der
ABS-Steuerung führt. Das heißt, zu Beginn der ABS-Steuerung
wie auch beim Ende der ABS-Steuerung ist es möglich, die
Steuerbarkeit der hinterradseitigen Radzylinderdrücke zu
verbessern. Dies trägt zu einer verbesserten Fahrstabilität
(d. h. verbesserte Fahrbarkeit des Fahrzeugs und verbesserte Fahrzeugstabilität)
bei.
- (8) Die Vorrichtung zur Steuerung von
Bremsen gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
umfasst ein Bremspedal BP, mit dem ein Fahrer seine Bremsbetätigung
durchführt, und einen Stellgrößendetektor
(d. h. den Hubsensor 11), der eine Stellgröße
(d. h. den Bremspedalhub SBP) des Bremspedals
BP erfasst. Die Steuereinheit CU ist ausgelegt, die ersten und zweiten
Steuerventile (erste und zweite Druckaufbausteuerventile 6 und 7)
auf der Grundlage der erfassten Stellgröße des Bremspedals
BP wahlweise zu steuern, und ist ferner ausgelegt, das zweite Steuerventil
(zweites Druckaufbausteuerventil 7) in einen offenen Ventilzustand
zu bewegen, wenn die erfasste Stellgröße (der
Bremspedalhub SBP) des Bremspedals BP größer
oder gleich einem vorbestimmten Schwellenwert So ist (d. h. SBP ≥ So).
-
Das
heißt, während der ABS-Steuerung führt die
Steuereinheit CU auf der Grundlage der Stellgröße
(Bremspedalhub SBP) des Bremspedals BP eine Umschaltung
zwischen dem ersten und dem zweiten Bremskreislauf durch. Wenn die
Stellgröße (der Bremspedalhub SBP)
des Bremspedals BP geringer als der vorbestimmte Schwellenwert So
ist (d. h. SBP < So), dann wählt die Steuereinheit
CU den ersten Bremskreislauf 1 für die Radzylinderdrucksteuerung (siehe
den Ablauf von Schritt S202 in 8 zu Schritt S214–S224
in 9). Umgekehrt, wenn die Stellgröße
(der Bremspedalhub SBP) des Bremspedals
BP größer oder gleich dem vorbestimmten Schwellenwert
So ist (d. h. SBP ≥ So), dann wählt
die Steuereinheit CU den zweiten Bremskreislauf 2 für
die Radzylinderdrucksteuerung (siehe den Ablauf von Schritt S202
in 8 bis Schritt S203–S213 in 8).
Der vorbestimmte Schwellenwert So ist auf einen geeigneten Hub festgelegt,
der von 30 mm bis 40 mm und mehr reicht. Bei diesem Hub erfährt
der Fahrer niemals eine schlechte oder ungedämpfte Griffigkeit
des Bremspedals BP. Somit ist es innerhalb eines kleinen Hubbereichs
(SBP < So),
der kleiner als der vorbestimmte Schwellenwert So ist, bei dem der
Fahrer eine schlechte oder ungedämpfte Griffigkeit des Bremspedals
erfahren kann, möglich, einen Bremspedalhub bis zu einem
bestimmten Grad zu ermöglichen, indem der Hauptzylinderdruck
Pm direkt zum Radbremszylinder 5 zugeführt wird, wodurch
eine schlechte oder ungedämpfte Griffigkeit des Bremspedals
BP verhindert wird.
- (9) Bei einem Verfahren
zur Steuerung von Bremsen gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel,
welches ein Bremssteuersystem mit einem Hauptzylinder MC, einem
Radbremszylinder 5, einem Bremskraftverstärker
BS zum Betätigen des Hauptzylinders MC für eine
Druckerhöhung einer Bremsflüssigkeit in dem Hauptzylinder
MC, einem ersten Bremskreislauf 1 zum Zuführen
einer Bremsflüssigkeit, die vom Bremskraftverstärker BS
druckbeaufschlagt ist, zum Radbremszylinder 5, einer vom
Bremskraftverstärker BS getrennt vorgesehenen Fluiddruckquelle
(d. h. Pumpe P) für eine Druckerhöhung der Bremsflüssigkeit
und einem zweiten Bremskreislauf 2, der parallel zum ersten
Bremskreislauf 1 angeordnet und ausgelegt ist, Bremsflüssigkeit,
die von der Fluiddruckquelle (d. h. der Pumpe P) druckbeaufschlagt
ist, zum Radbremszylinder 5 zuzuführen, wird eine Umschaltung
zwischen (i) einem nur durch den ersten Bremskreislauf 1 erzielten
Druckaufbau, (ii) einem nur durch den zweiten Bremskreislauf 2 erzielten
Druckaufbau, und (iii) einem durch den ersten Bremskreislauf 1 und
den zweiten Bremskreislauf 2 erzielten Druckaufbau in Reaktion
auf eine Stellgröße (Bremspedalhub SBP)
eines Bremspedals BP gesteuert.
-
Demgemäß kann
das Bremssteuerungsverfahren des gezeigten Ausführungsbeispiels
die gleiche Wirkung (1), wie oben erläutert, hervorbringen. Zum
Beispiel ist es durch den Druckaufbau des Radzylinderdrucks Pw,
der durch den ersten und den zweiten Bremskreislauf 1 und 2 erzielt
wird, möglich, die BA-Steuerung durchzuführen,
welche die Bremsbetätigung des Fahrers (d. h. die Bremsbemühungen des
Fahrers) unterstützt.
-
Zweites Ausführungsbeispiel
-
Ventilanordnung des zweiten
Ausführungsbeispiels
-
Eine
Vorrichtung zur Steuerung von Bremsen gemäß dem
zweiten Ausführungsbeispiel weist fast die gleiche Konfiguration
des ersten Druckaufbausteuerventils 6 wie die Bremssteuervorrichtung des
ersten Ausführungsbeispiels auf, aber eine Richtung der
Anordnung jedes einzelnen vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventils 6a–6b und
eine Richtung der Anordnung jedes einzelnen hinterradseitigen ersten
Druckaufbausteuerventils 6c–6d sind bei
den Bremssteuervorrichtungen des ersten und zweiten Ausführungsbeispiels
umgekehrt. Genauer gesagt, sind beim zweiten Ausführungsbeispiel
die ersten Öffnungen 62, 62 der ersten
Druckaufbausteuerventile 6a–6b der Vorderradseite
mit den entsprechenden stromabwärtigen Seiten der Fluidleitungen 1a–1b verbunden,
und somit über die Fluidleitungen 1a–1b mit
den entsprechenden vorderradseitigen Radbremszylindern 5a–5b verbunden.
Das heißt, die erste Öffnung 62 jedes
vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventils 6a–6b dient
als eine Radzylinderdrucköffnung. Auf der anderen Seite
sind die zweiten Öffnungen 65, 65 der
vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6b mit
den entsprechenden stromaufwärtigen Seiten der Fluidleitungen 1a–1b verbunden,
und somit über die Fluidleitungen 1a–1b mit
dem Hauptzylinder MC verbunden. Das heißt, die zweite Öffnung 65 jedes
vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventils 6a–6b dient als
eine Hauptzylinderdrucköffnung. Andererseits sind die ersten Öffnungen 62, 62 der
ersten Druckaufbausteuerventile 6c–6d der
Hinterradseite mit den entsprechenden stromaufwärtigen
Seiten der Fluidleitungen 1c–1d verbunden,
und somit über die Fluidleitungen 1c–1d mit
dem Hauptzylinder MC verbunden. Das heißt, die erste Öffnung 62 jedes
hinterradseitigen ersten Druckaufbausteuerventils 6c–6d dient
als eine Hauptzylinderdrucköffnung. Die zweiten Öffnungen 65, 65 der
ersten Druckaufbausteuerventile 6c–6d der
Hinterradseite sind mit den entsprechenden stromabwärtigen
Seiten der Fluidleitungen 1c–1d verbunden,
und somit über die Fluidleitungen 1c–1d mit
den entsprechenden hinterradseitigen Radbremszylindern 5c–5d verbunden.
Das heißt, die zweite Öffnung 65 jedes
hinterradseitigen Druckaufbausteuerventils 6c–6d dient
als eine Radzylinderdrucköffnung.
-
Wirkungen des zweiten Ausführungsbeispiels
-
- (10) Der erste Bremskreislauf 1 (Fluidleitungen 1a–1d)
und der zweite Bremskreislauf 2 (Fluidleitungen 2a–2d)
sind für jedes einzelne Rad FL–RR des Kraftfahrzeugs
vorgesehen. Das erste Steuerventil (erstes Druckaufbausteuerventil 6)
ist als drucklos geöffnetes Ventil konstruiert. Von diesen drucklos
geöffneten Ventilen (erste Druckaufbausteuerventile 6a–6d)
der Räder FL–RR ist jedes der mit den entsprechenden
vorderen Rädern FL–FR in Verbindung stehenden
drucklos geöffneten Ventile (erste Druckaufbausteuerventile 6a–6b)
so angeordnet oder ausgelegt, dass sie eine Wirkung des Fluiddrucks
(Radzylinderdruck Pw) vom Radbremszylinder 5 in einer Richtung zum Öffnen
des Ventils erlauben (siehe 3). Andererseits
ist jedes der drucklos geöffneten Ventile (erste Druckaufbausteuerventile 6c–6d), die
mit den entsprechenden hinteren Rädern RL–RR in
Verbindung stehen, so angeordnet oder ausgelegt, dass sie eine Wirkung
des Fluiddrucks (Hauptzylinderdrucks Pm) vom Hauptzylinder MC in
einer Richtung zum Öffnen des Ventils erlauben (siehe 2).
-
Durch
die vorgenannte Ventilanordnung der vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6b ist
es in der Bremssteuervorrichtung des zweiten Ausführungsbeispiels
möglich, Bremsflüssigkeit effizient mit einer
hohen Steuerbarkeit von den vorderradseitigen Radbremszylindern 5a–5b (mit
einer höheren Fließrate der verbrauchten Bremsflüssigkeit verglichen
mit den hinterradseitigen Radbremszylindern 5c–5d)
auszugeben, wenn ein Radzylinderdruck Pw durch den ersten Bremskreislauf 1 (d.
h. Fluidleitungen 1a–1b) durch Öffnen
der vorderradseitigen ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6b (siehe Schritt
S225 in 10) verringert wird, wenn aufgrund
der Freigabe des Bremspedals durch den Fahrer eine Beendigung der
ABS-Steuerung ansteht. Dadurch ist es möglich, die Steuerbarkeit
des Radzylinderdrucks Pm der Vorderradseite (FL–FR), die
im Vergleich zur Hinterradseite (RL–RR) eine höhere Bremskraftverteilung
aufweist, zu verbessern, wodurch eine sanfte Änderung der
Fahrzeugabbremsungsrate (Verlangsamung G) sichergestellt wird.
-
Zusätzlich
steigt eine Fließrate der Bremsflüssigkeit, die
von den Radbremszylindern 5a–5b zum Hauptzylinder
MC zugeführt wird, durch die Fließrate der Bremsflüssigkeit,
die von den vorderradseitigen Radbremszylindern 5a–5b verbraucht wird,
wodurch die Griffigkeit des Bremspedals verbessert wird.
-
Drittes Ausführungsbeispiel
-
BA-Steuerung des dritten Ausführungsbeispiels
-
Bezugnehmend
auf 12 ist der Ablauf der Radzylinderdrucksteuerroutine,
die von der in der Bremssteuervorrichtung des dritten Ausführungsbeispiels
integrierten Steuereinheit CU während der BA-Steuerung
durchgeführt wird, gezeigt. Die Steuerroutine der 12 wird ebenfalls als zeitausgelöste
Unterbrechungsroutinen ausgeführt. Die BA-Steuerroutine
des dritten in 12 gezeigten Ausführungsbeispiels
ist ähnlich zu dem in 11 gezeigten ersten
Ausführungsbeispiel, mit der Ausnahme, dass Schritt S303
der 11 durch Schritt S303A der 12 ersetzt wird. Somit werden die gleichen Schrittnummern,
die zur Bezeichnung der Schritte in der Routine in 10 verwendet wurden, auch für die entsprechenden
Schritte der BA-Steuerroutine in 11 verwendet,
damit das erste und das dritte Ausführungsbeispiel vergleichbar
sind. Schritt S303A wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen genau beschrieben, während eine genaue Beschreibung
der Schritt S301, S302 und S304–S314 weggelassen wird,
da deren obige Beschreibung selbsterklärend scheint.
-
In
Schritt S303A wird eine Überprüfung durchgeführt,
um zu bestimmen, ob ein Hub SBP des Bremspedals
BP größer oder gleich einem vorbestimmten Schwellenwert
So ist (d. h. SBP ≥ So). Wenn SBP ≥ So, dann geht die Routine von
Schritt S303A zu Schritt S304. Umgekehrt, wenn SBP < So, dann geht die
Routine von Schritt S303A zu Schritt S302, um so einen Aufbau des
Radzylinderdrucks Pw erneut durchzuführen. Der vorgenannte
Bremspedalhub SBP wird auf der Grundlage
des Sensorsignals vom Hubsensor 11 bestimmt. In dem dritten
Ausführungsbeispiel ist der vorbestimmte Schwellenwert
So auf einen geeigneten Hub festgelegt, der von 30 mm bis 40 mm
oder mehr reicht. Bei diesem Hub erfährt der Fahrer niemals
eine schlechte oder ungedämpfte Griffigkeit des Bremspedals
BP.
-
Wirkungen des dritten Ausführungsbeispiels
-
- (11) Die Vorrichtung zur Steuerung von Bremsen gemäß dem
dritten Ausführungsbeispiel umfasst ein Bremspedal BP,
mit dem ein Fahrer seine Bremsbetätigung durchführt,
und einen Stellgrößendetektor (d. h. den Hubsensor 11),
der eine Stellgröße (d. h. den Bremspedalhub SBP) des Bremspedals BP erfasst. Die Steuereinheit
CU ist ausgelegt, die ersten und zweiten Steuerventile (erste und
zweite Druckaufbausteuerventile 6 und 7) auf der
Grundlage der erfassten Stellgröße des Bremspedals
BP wahlweise zu steuern, und ist ferner ausgelegt, das zweite Steuerventil
(zweites Druckaufbausteuerventil 7) in einen offenen Ventilzustand
zu bewegen, wenn die Stellgröße (der Bremspedalhub
SBP) des Bremspedals BP größer oder
gleich einem vorbestimmten Schwellenwert So ist (d. h. SBP ≥ So).
-
Deshalb
kann die Vorrichtung des dritten Ausführungsbeispiels zusätzlich
zu der oben unter Punkt (8) dargelegten Wirkung, die durch die Vorrichtung
des ersten Ausführungsbeispiels erreicht wird, die folgende
Wirkung bereitstellen.
-
Das
heißt, während der BA-Steuerung führt die
Steuereinheit CU auf der Grundlage der Stellgröße
(Bremspedalhub SBP) des Bremspedals BP eine Umschaltung
zwischen dem ersten und dem zweiten Bremskreislauf durch. Wenn die
Stellgröße (der Bremspedalhub SBP)
des Bremspedals BP geringer als der vorbestimmte Schwellenwert So
ist (d. h. SBP < So), dann wählt die Steuereinheit
CU die beiden Bremskreisläufe 1 und 2 für
die Radzylinderdrucksteuerung (siehe den Ablauf von Schritt S303A
zu Schritt S302 in 12). Umgekehrt, wenn die Stellgröße
(der Bremspedalhub SBP) des Bremspedals
BP größer oder gleich dem vorbestimmten Schwellenwert
So ist (d. h. SBP ≥ So), dann wählt
die Steuereinheit CU nur den zweiten Bremskreislauf 2 für
die Radzylinderdrucksteuerung (siehe den Ablauf von Schritt S303A
zu Schritt S304–S314 in 12).
Somit ist es innerhalb eines kleinen Hubbereichs (SBP < So), der kleiner
als der vorbestimmte Schwellenwert So ist, bei dem der Fahrer eine
schlechte oder ungedämpfte Griffigkeit des Bremspedals
erfahren kann, möglich, einen Bremspedalhub bis zu einem
bestimmten Grad zu ermöglichen, indem der Hauptzylinderdruck
Pm direkt zum Radbremszylinder 5 zugeführt wird,
wodurch eine schlechte oder ungedämpfte Griffigkeit des
Bremspedals BP verhindert wird.
-
Viertes Ausführungsbeispiel
-
Druckverringerungsverfahren des vierten
Ausführungsbeispiels
-
Bezugnehmend
auf 13 ist der Bremsfluidfluss
während einer Verringerung des Radzylinderdrucks Pw in
der Vorrichtung (dem Bremssteuersystem) des vierten Ausführungsbeispiels
gezeigt. Wie oben dargelegt, ist der Rücklaufkreislauf
(der dritte Bremskreislauf), über den der Radbremszylinder 5, das
Druckverringerungssteuerventil 8 und der Behälter
RES verbunden sind, parallel zum ersten Bremskreislauf 1 angeordnet,
so dass ein Teil der Fluidleitungen im Rücklaufkreislauf
gemeinsam mit dem zweiten Bremskreislauf 2 genutzt wird.
In dem Bremssteuersystem des vierten Ausführungsbeispiels
wird eine Verringerung des Radzylinderdrucks Pw nur durch den Rücklaufkreislauf
während des normalen Bremsmodus (siehe Bremsflüssigkeitsfluss auf
der linken Seite der 13 vom Radbremszylinder 5 durch
den Rücklaufkreislauf und das Druckverringerungssteuerventil 8 zum
Behälter RES) erzielt. Im Gegensatz dazu wird unter einer
bestimmten Bedingung, wenn eine gewünschte Druckverringerungsgeschwindigkeit
Vp* des Radzylinderdrucks Pw hoch ist, eine Verringerung des Radzylinderdrucks Pw
durch den ersten Bremskreislauf 1 wie auch den Rücklaufkreislauf
erreicht (siehe sowohl den Bremsflüssigkeitsfluss auf der
linken Seite der 13 vom Radbremszylinder 5 durch
den Rücklaufkreislauf und das Druckverringerungssteuerventil 8 zum
Behälter RES und den Bremsflüssigkeitsfluss auf
der rechten Seite in 13 vom Radbremszylinder 5 durch
den ersten Bremskreislauf 1, das erste Druckaufbausteuerventil 6 und
den Hauptzylinder MC zum Behälter RES). Somit ist es möglich,
eine höhere Druckverringerungsgeschwindigkeit des Radzylinderdrucks
Pw zu realisieren.
-
Bezugnehmend
auf 14 ist die Druckverringerungssteuerroutine,
die innerhalb der in der Bremssteuervorrichtung des vierten Ausführungsbeispiels
integrieren Steuereinheit CU ausgeführt wird (siehe schematische
Darstellung der 13). Der Druckverringerungssteuerungsablauf
der 14 ist vorgesehen, um die Auswahl
zwischen einer höheren Druckverringerungsgeschwindigkeit
und einer normalen Druckverringerungsgeschwindigkeit zu ermöglichen.
Wenn zum Beispiel der Radzylinderdruck Pw höher als der
Hauptzylinderdruck Pm ist, wird der Druckverringerungssteuerungsablauf
der 14 anstelle der Schritte S110–S112
der 7 während der VDC-Steuerung oder anstelle
der Schritte S210–S212 der 8 während
der ABS-Steuerung oder anstelle der Schritte S221–S223
der 9 oder anstelle der Schritte S311–S313
der 11 während der BA-Steuerung
durchgeführt.
-
In
Schritt S401 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um zu bestimmen, ob eine gewünschte Druckverringerungsgeschwindigkeit
Vp* des Radzylinderdrucks Pw größer oder gleich
einem vorbestimmten Geschwindigkeitswert Vpo ist (d. h. Vp* ≥ Vpo),
und somit eine schnelle Verringerung des Radzylinderdrucks Pw erforderlich
ist. Wenn Vp* ≥ Vpo, mit anderen Worten, wenn eine schnelle
Druckverringerung erforderlich ist, geht die Routine von Schritt S401
zu Schritt S402. Umgekehrt, wenn Vp* < Vpo, mit anderen Worten, wenn keine
schnelle Druckverringerung erforderlich ist, geht die Routine von
Schritt S401 weiter zu Schritt S405. In dem vierten Ausführungsbeispiel
wird der vorbestimmte Geschwindigkeitswert Vpo auf einen geeigneten
Geschwindigkeitswert festgelegt, der im Wesentlichen gleich einer maximalen
Druckverringerungsgeschwindigkeit ist, die erhalten wird, wenn eine
Verringerung des Radzylinderdrucks Pw nur durch den Rücklaufkreislauf (Druckverringerungssteuerventil 8)
erzielt wird. Die gewünschte Druckverringerungsgeschwindigkeit
Vp* wird auf der Grundlage einer Abweichung zwischen dem berechneten
Ziel-Radzylinderdruck Pw* (einem Steuerbefehl-Radzylinderdruck)
und dem erfassten Radzylinderdruck Pw (dem tatsächlichen
Radzylinderdruck) berechnet oder bestimmt.
-
In
Schritt S402 wird das mit dem gesteuerten Rad in Verbindung stehende
zweite Druckaufbausteuerventil 7 deaktiviert (AUS) und
geschlossen gehalten, um den zweiten Bremskreislauf 2 (d.
h. jede der Fluidleitungen 2a–2d, die
mit dem gesteuerten Rad in Verbingung steht) zu blockieren (zu unterbrechen).
Andererseits wird das mit dem gesteuerten Rad in Verbindung stehende
Druckverringerungssteuerventil 8 offen gehalten, um so
eine Fluidverbindung zwischen dem Behälter RES und einem
der mit dem gesteuerten Rad in Verbindung stehenden Radbremszylinder 5a–5d herzustellen,
wodurch ermöglicht wird, dass der Radzylinderdruck freigesetzt
wird oder zum Behälter RES entweicht. Zur gleichen Zeit wird
das mit dem gesteuerten Rad in Verbindung stehende erste Druckaufbausteuerventil 6 deaktiviert (AUS)
und offen gehalten, um so ein Durchfließen von Bremsflüssigkeit
durch den ersten Bremskreislauf 1 (d. h. jede der Fluidleitungen 1a–1d,
die mit dem gesteuerten Rad in Verbindung steht) zu ermöglichen.
Somit kann eine gleichzeitige Verringerung des Radzylinderdrucks
Pw durch Zuführen des Radzylinderdrucks Pw über
das erste Druckaufbausteuerventil 6 (den ersten Bremskreislauf 1),
das mit dem gesteuerten Rad in Verbindung steht, zum Hauptzylinder
MC realisiert werden. Dementsprechend kann eine Verringerung des
Radzylinderdrucks Pw mittels des Druckverringerungssteuerventils 8 (den
Rücklaufkreislauf) sowie des ersten Druckaufbausteuerventils 6 (den
ersten Bremskreislauf 1) erreicht werden. Dadurch ist es
möglich, eine tatsächliche Druckverringerungsgeschwindigkeit
Vp des Radzylinderdrucks Pw effizient zu erhöhen, im Vergleich
zu einer Verringerung des Radzylinderdrucks Pw, die nur durch das
Druckverringerungssteuerventil 8 (den Rücklaufkreislauf)
erreicht wird. Danach geht die Routine von Schritt S402 zu Schritt
S403.
-
In
Schritt S403 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage des tatsächlichen Radzylinderdrucks,
der von dem mit dem gesteuerten Rad in Verbindung stehenden Radzylinderdrucksensor 13 erfasst
wird, zu bestimmen, ob der Radzylinderdruck Pw des gesteuerten Rads
den Ziel-Radzylinderdruck Pw* erreicht. Wenn der Ziel-Radzylinderdruck
Pw* erreicht wurde, geht die Routine weiter von Schritt S403 zu
Schritt S404. Wenn andererseits der Ziel-Radzylinderdruck Pw* nicht
erreicht wurde, kehrt die Routine von Schritt S403 zu Schritt S402 zurück,
um eine Verringerung des Radzylinderdrucks Pw des gesteuerten Rads
erneut durchzuführen.
-
In
Schritt S404 wird das mit dem gesteuerten Rad in Verbindung stehende
erste Druckaufbausteuerventil 6 aktiviert (EIN) und geschlossen
gehalten, um den ersten Bremskreislauf 1 zu blockieren
(zu unterbrechen), und zur gleichen Zeit wird das mit dem gesteuerten
Rad in Verbindung stehende Druckverringerungssteuerventil 8 geschlossen
gehalten, um so die Fluidverbindung zwischen dem Behälter
RES und einem der Radbremszylinder 5a–5d,
der mit dem gesteuerten Rad in Verbindung steht, zu blockieren. Auf
diese Weise endet ein schneller Radzylinderdruckverringerungsmodus
(bei einer höheren Druckverringerungsgeschwindigkeit).
-
In
Schritt S405, der bei einer bestimmten Bedingung ausgeführt
wird, die durch eine Ungleichheit Vp* < Vpo definiert ist, wird das mit dem
gesteuerten Rad in Verbindung stehende erste Druckaufbausteuerventil 6 aktiviert
(EIN) und geschlossen gehalten, um den ersten Bremskreislauf 1 (d.
h. jede der Fluidleitungen 1a–1d, die
mit dem gesteuerten Rad in Verbindung steht) zu blockieren (zu unterbrechen),
um einen normalen Radzylinderdruckverringerungsmodus (mit einer
normalen Druckverringerungsgeschwindigkeit) zu starten. Andererseits
wird das mit dem gesteuerten Rad in Verbindung stehende zweite Druckaufbausteuerventil 7 deaktiviert
(AUS) und geschlossen gehalten, um den zweiten Bremskreislauf 2 (d.
h. jede der Fluidleitungen 2a–2d, die
mit dem gesteuerten Rad in Verbindung steht) zu blockieren (zu unterbrechen).
Weiterhin wird das mit dem gesteuerten Rad in Verbindung stehende
Druckverringerungssteuerventil 8 offen gehalten, um so
eine Fluidverbindung zwischen dem Behälter RES und einem mit
dem gesteuerten Rad in Verbindung stehenden Radbremszylinder 5a–5d herzustellen,
wodurch ermöglicht wird, dass der Radzylinderdruck freigesetzt wird
oder zum Behälter RES entweicht. Danach geht die Routine
von Schritt S405 zu Schritt S406.
-
In
Schritt S406 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage des tatsächlichen Radzylinderdrucks,
der von dem mit dem gesteuerten Rad in Verbindung stehenden Radzylinderdrucksensor 13 erfasst
wird, zu bestimmen, ob der Radzylinderdruck Pw des gesteuerten Rads
den Ziel-Radzylinderdruck Pw* erreicht. Wenn der Ziel-Radzylinderdruck
Pw* erreicht wurde, geht die Routine weiter von Schritt S406 zu
Schritt S407. Wenn andererseits der Ziel-Radzylinderdruck Pw* nicht
erreicht wurde, kehrt die Routine von Schritt S406 zu Schritt S405 zurück,
um eine Verringerung des Radzylinderdrucks Pw des gesteuerten Rads
erneut durchzuführen.
-
In
Schritt S407 wird das mit dem gesteuerten Rad in Verbindung stehende
Druckverringerungssteuerventil 8 geschlossen gehalten,
um eine Fluidverbindung zwischen dem Behälter RES und einem mit
dem gesteuerten Rad in Verbindung stehenden Radbremszylinder 5a–5d zu
blockieren. Auf diese Weise endet ein normaler Radzylinderdruckverringerungsmodus
(mit einer normalen Druckverringerungsgeschwindigkeit).
-
Wirkungen des vierten Ausführungsbeispiels
-
- (12) Die Vorrichtung zur Steuerung von Bremsen gemäß dem
vierten Ausführungsbeispiel umfasst einen Behälter
RES, der mit einer Gegendruckkammer des Hauptzylinders MC in Verbindung steht,
einen dritten Bremskreislauf (Rücklaufkreislauf), über
den der Radbremszylinder 5 und der Behälter RES
miteinander verbunden sind, und ein drittes Steuerventil (Druckverringerungssteuerventil 8),
das in dem dritten Bremskreislauf (dem Rücklaufkreislauf)
angeordnet ist, um eine Fluidverbindung zwischen dem Radbremszylinder 5 und
dem Behälter RES herzustellen oder zu blockieren. Wenn
eine gewünschte Druckverringerungsgeschwindigkeit Vp* des
Radzylinderdrucks Pw in dem Radbremszylinder 5 größer oder
gleich einem vorbestimmten Geschwindigkeitswert Vpo ist (d. h. Vp* ≥ Vpo),
dann steuert die Steuereinheit CU das erste Steuerventil (erstes
Druckaufbausteuerventil 6) und das dritte Steuerventil
(Druckverringerungssteuerventil 8) in ihre geöffneten
Ventilpositionen.
-
Das
heißt, wenn die gewünschte Druckverringerungsgeschwindigkeit
Vp* auf einen hohen Geschwindigkeitswert gesetzt wird (d. h. Vp* ≥ Vpo), dann
wird eine Verringerung des Radzylinderdrucks Pw durch den ersten
Bremskreislauf 1 wie auch den Rücklaufkreislauf
erzielt. Somit ist es möglich, eine höhere Druckverringerungsgeschwindigkeit
zu realisieren.
-
Fünftes Ausführungsbeispiel
-
Hydraulikkreislauf des fünften
Ausführungsbeispiels
-
Bezugnehmend
auf 15 ist der Hydraulikkreislauf
des Bremssteuersystems des fünften Ausführungsbeispiels
gezeigt. Das Bremssteuersystem des fünften Ausführungsbeispiels
unterscheidet sich von dem des ersten Ausführungsbeispiels,
das in 1 gezeigt ist, dadurch dass
im fünften Ausführungsbeispiel weiterhin ein Druckakkumulator
ACC als eine zusätzliche Fluiddruckquelle vorgesehen ist.
-
Wie
aus dem Hydraulikkreislauf der 15 ersichtlich,
ist eine Fluidleitung 2a ferner mit dem zweiten Bremskreislauf 2 stomabwärts
des Rückschlagventils 9 verbunden (genauer dem
Abzweigungspunkt der Abzweigungskreisläufe 2A–2B).
Der Akkumulator ACC ist über die Fluidleitung 2f mit
dem zweiten Bremskreislauf 2 verbunden. Der Akkumulator
ACC ist eine Vorrichtung, die eine Hochdruck-Bremsflüssigkeit,
die von der Pumpe P zugeführt wird, zeitweise sammelt oder speichert.
Ein Akkumulatordrucksensor 14 ist in der Fluidleitung 2f eingebaut,
um den Fluiddruck im Akkumulator ACC zu erfassen und ein Sensorsignal,
das den erfassten Akkumulatordruck anzeigt, für die Steuereinheit
CU zu erzeugen.
-
Wenn
die Hochdruck-Bremsflüssigkeit in dem Akkumulator ACC gespeichert
ist, kann die Bremsflüssigkeit vom Akkumulator ACC über
den zweiten Bremskreislauf 2 zu den Radbremszylindern 5a–5d mit
den zweiten Druckaufbausteuerventilen 7a–7d zugeführt
werden, wodurch der Radzylinderdruck Pw aufgebaut werden kann. Das
heißt, durch vorheriges Ansammeln oder Speichern von Hochdruck-Bremsflüssigkeit
im Akkumulator ACC gemäß dem in 16 gezeigten Druckansammlungssteuerungsablauf
(wird später erläutert), ist es möglich,
einen Aufbau des Radzylinderdrucks Pw einfach nur durch Steuern
der zweiten Druckaufbausteuerventile 7a–7d in
ihre offenen Ventilzustände zu realisieren. In dem vorher
beschriebenen Radzylinderdrucksteuerungsablauf, der von dem System
des ersten Ausführungsbeispiels (siehe 7 bis 11)
oder dem System des zweiten Ausführungsbeispiels (das sich geringfügig
vom ersten Ausführungsbeispiel unterscheidet, indem eine
Richtung der Anordnung jedes einzelnen vorderradseitigen ersten
Druckaufbausteuerventils 6a–6b und eine
Richtung der Anordnung jedes einzelnen hinterradseitigen ersten
Druckaufbausteuerventils 6c–6d umgedreht
sind) durchgeführt wird, oder in dem vorher beschriebenen
Radzylinderdrucksteuerungsablauf, der von dem System des dritten
Ausführungsbeispiels durchgeführt wird, muss der
Motor M stromführend sein, um die Pumpe P für
jeden Druckaufbauzyklus anzutreiben. Durch die Verwendung des Akkumulators
ACC (in dem Bremssteuersystem des fünften Ausführungsbeispiels,
das in den 15–16 gezeigt
ist), ist es nicht mehr nötig, den Motor M unter Strom
zu setzen, um die Pumpe P für jeden Druckaufbauzyklus anzutreiben.
-
Bezugnehmend
auf 16 ist der Druckansammlungssteuerungsablauf,
der von der in dem System des fünften Ausführungsbeispiels
integrierten Steuereinheit CU ausgeführt wird, gezeigt,
wenn die Hochdruck-Bremsflüssigkeit durch Antreiben der Pumpe
P in dem Akkumulator ACC gespeichert ist. Der Druckansammlungssteuerungsablauf
der 16 wird als zeitausgelöste
Unterbrechungsroutinen ausgeführt, die zu jedem vorbestimmten
Abtastzeitintervall ausgelöst werden, und zwar bei einer
bestimmten Bedingung, bei der alle zweiten Druckaufbausteuerventile 7a–7d vollständig
geschlossen sind.
-
In
Schritt S501 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage eines Akkumulatordrucks Pa, der von dem Akkumulatordrucksensor 14 erfasst
wird, zu bestimmen, ob der Akkumulatordruck Pa geringer als ein
vorbestimmter unterer Grenzwert Pa1 (ein vorbestimmter unterer Akkumulatordruck-Schwellenwert)
ist (d. h. Pa < Pa1).
Wenn Pa < Pa1,
dann geht die Routine zu Schritt S502. Umgekehrt, wenn Pa ≥ Pa1,
dann geht die Routine zu Schritt S503. Der vorbestimmte untere Grenzwert Pa1
wird auf einen Druckwert festgelegt, so dass der Akkumulatordruck
Pa, erhalten nachdem ein Akkumulatordruckabfall, der im Wesentlichen
einer Menge der vom Akkumulator ACC zu den Radbremszylindern 5a–5d für
einen Aufbau des Radzylinderdrucks Pw zugeführten Bremsflüssigkeit
entspricht, aufgetreten ist, höher als ein maximaler Wert
des erforderlichen Radzylinderdrucks wird.
-
In
Schritt S502 wird der Motor M unter Strom gesetzt (EIN), um die
Pumpe P anzutreiben, und somit wird Bremsflüssigkeit vom
Behälter RES angesaugt und dann wird die druckbeaufschlagte
Hochdruck-Bremsflüssigkeit von der Pumpe P über
das Rückschlagventil 9 und die Fluidleitung 2f zum
Akkumulator ACC zugeführt. Der Akkumulator ACC kann die
Hochdruck-Bremsflüssigkeit speichern. Auf diese Weise endet
ein Ausführungszyklus des Druckansammlungssteuerungsablaufs.
-
In
Schritt S503 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage des vom Akkumulatordrucksensor 14 erfassten
Akkumulatordrucks Pa zu bestimmen, ob der Akkumulatordruck Pa größer
oder gleich einem vorbestimmten oberen Grenzwert (einem vorbestimmten
oberen Akkumulatordruck-Schwellenwert) Pa2 ist (d. h. Pa ≥ Pa2).
Wenn Pa ≥ Pa2, dann geht die Routine von Schritt S503 zu Schritt
S504. Umgekehrt, wenn Pa < Pa2,
dann geht die Routine von Schritt S503 zu Schritt S505. Der vorbestimmte
obere Grenzwert Pa2 wird auf einen Druckwert unterhalb eines Widerstanddrucks
des in 15 gezeigten hydraulischen
Bremskreislaufs festgelegt.
-
In
Schritt S504 wird der Motor M stromlos (AUS), um den Betrieb der
Pumpe P zu stoppen, wodurch die Zufuhr von Bremsflüssigkeit
zum Akkumulator ACC stoppt. Auf diese Weise endet ein Ausführungszyklus
des Steuerungsablaufs.
-
In
Schritt S505 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage einer Abweichung zwischen dem vorherigen Wert
Pa{old} des Akkumulatordrucks Pa und dem aktuellen Wert Pa{new}
des Akkumulatordrucks Pa, die beide vom Akkumulatordrucksensor 14 erfasst
werden, zu bestimmen, ob der Akkumulatordruck Pa ansteigt. Wenn
der Akkumulatordruck Pa weiter ansteigt, geht die Routine von Schritt
S505 zu Schritt S502. Wenn allerdings der Akkumulator Pa nicht weiter
steigt, dann geht die Routine von Schritt S505 zu Schritt S504.
-
Durch
die Ausführung des vorgenannten Druckansammlungssteuerungsablauf
der 16 kann der Akkumulatordruck
Pa auf einen bestimmten Wert Pac (Pa1 ≤ Pac ≤ Pa2)
gesteuert werden, der vom vorbestimmten unteren Grenzwert Pa1 zum
vorbestimmten oberen Grenzwert Pa2 reicht.
-
Andere
Radzylinderdruck-Steuerungsablaufe (außer der Hinzufügung
des Druckansammlungssteuerungsablaufs der 16),
die von dem in 15 gezeigten fünften
Ausführungsbeispiel ausgeführt werden, sind identisch
zu einem modifizierten Steuerungsablauf, der geringfügig
modifiziert ist, um die Einschaltung (EIN) des Motors M aus dem
Radzylinderdruckaufbauschritt S104 der 7 (dem
ersten und zweiten Ausführungsbeispiel) zu löschen,
einem modifizierten Steuerungsablauf, der geringfügig modifiziert
ist, um die Einschaltung (EIN) des Motors M aus dem Radzylinderdruckaufbauschritt
S205 der 8 (dem ersten und zweiten Ausführungsbeispiel) zu
löschen, einem modifizierten Steuerungsablauf, der geringfügig
modifiziert ist, um die Einschaltung (EIN) des Motors M aus dem
Radzylinderdruckaufbauschritt S306 der 11 (dem
ersten und zweiten Ausführungsbeispiel) zu löschen,
und einem modifizierten Steuerungsablauf, der geringfügig
modifiziert ist, um die Einschaltung (EIN) des Motors M aus dem Radzylinderdruckaufbauschritt
S306 der 12 (dem dritten Ausführungsbeispiel)
zu löschen.
-
Wirkungen des fünften
Ausführungsbeispiels
-
- (13) Als eine Fluiddruckquelle umfasst eine
Vorrichtung zur Steuerung von Bremsen (ein Bremssteuersystem) gemäß dem
fünften Ausführungsbeispiel eine Pumpe P und einen
Akkumulator ACC, der eine Hochdruck-Bremsflüssigkeit speichert,
die durch den Betrieb der Pumpe P erzeugt wird.
-
Durch
den Aufbau des Hydrauliksystems, der den Akkumulator ACC sowie die
Pumpe P als Fluiddruckquelle umfasst, kann die Bremsflüssigkeit vom
Akkumulator ACC über den zweiten Bremskreislauf 2 zu
den Radbremszylindern 5a–5d zugeführt werden,
wenn die Hochdruck-Bremsflüssigkeit im Akkumulator ACC
gespeichert ist, indem das zweite Druckaufbausteuerventil 7a–7d geöffnet
wird, wodurch der Radzylinderdruck Pw aufgebaut werden kann. Das
heißt, durch vorheriges Ansammeln oder Speichern von Hochdruck-Bremsflüssigkeit
im Akkumulator ACC ist es möglich, einen Aufbau des Radzylinderdrucks
Pw einfach nur durch Steuern der zweiten Druckaufbausteuerventile 7a–7d in
ihre geöffneten Ventilzustände zu realisieren.
Durch die Verwendung des Akkumulators ACC ist es nicht nötig, den
Motor M unter Strom zu setzen, um die Pumpe P für jeden
Druckaufbauzyklus anzutreiben. Zusätzlich ist es beim Druckaufbaumodus
(während der VDC-Steuerung, während der ABS-Steuerung,
oder während der BA-Steuerung) durch die Verwendung der
im Akkumulator ACC gespeicherten Hochdruck-Bremsflüssigkeit
möglich, den Aufbau des Radzylinderdrucks Pw mit einer
schnellen Druckaufbaugeschwindigkeit zu erzielen.
-
Sechstes Ausführungsbeispiel
-
Hydraulikkreislauf des sechsten
Ausführungsbeispiels
-
Bezugnehmend
auf 17 wird der Hydraulikkreislauf
des Bremssteuersystems des sechsten Ausführungsbeispiels
gezeigt. Das Bremssteuersystem des sechsten Ausführungsbeispiels
unterscheidet sich von dem in 1 gezeigten
ersten Ausführungsbeispiel dadurch, dass im sechsten Ausführungsbeispiel
der erste Bremskreislauf 1 und das erste Druckaufbausteuerventil 6 nur
für die Vorderradseite (vorderes linkes Rad FL und vorderes
rechtes Rad FR) vorgesehen sind.
-
Wie
aus dem Hydraulikkreislauf der 17 zu
ersehen, ist der Abzweigungskreislauf 1A des ersten Bremskreislaufs 1,
der mit der ersten Fluiddruckkammer (der ersten Druckaufbringungskammer)
des Hauptzylinders MC verbunden ist, über das erste Druckaufbausteuerventil 6a mit
dem vorderen linken Radbremszylinder 5a verbunden. Der
Abzweigungskreislauf 1A des ersten Bremskreislaufs 1 entspricht der
Fluidleitung 1a des Systems des ersten Ausführungsbeispiels.
In ähnlicher Weise ist der Abzweigungskreislauf 1B des
ersten Bremskreislaufs 1, der mit der zweiten Fluiddruckkammer
(der zweiten Druckaufbringungskammer) des Hauptzylinders MC verbunden
ist, über das erste Druckaufbausteuerventil 6b mit
dem vorderen rechten Radbremszylinder 5b verbunden. Der
Abzweigungskreislauf 1B des ersten Bremskreislaufs entspricht
der Fluidleitung 1b des Systems des ersten Ausführungsbeispiels.
In dem sechsten Ausführungsbeispiel sind der erste Bremskreislauf 1 und
das erste Druckaufbausteuerventil 6 nicht mit den hinteren
Radbremszylindern 5c–5d verbunden. Nur
der zweite Bremskreislauf 2 ist mit den hinteren Radbremszylindern 5c–5d verbunden.
Die restliche Konfiguration des Hydrauliksystems des sechsten Ausführungsbeispiels
in 17 ist identisch zu der des ersten Ausführungsbeispiels,
das in 1 gezeigt ist.
-
Durch
die vorgenannte Konfiguration des Hydrauliksystems des sechsten
Ausführungsbeispiels ermöglicht das Bremssteuersystem
die Auswahl des ersten Bremskreislaufs 1 oder des zweiten Bremskreislaufs 2 nur
für die Vorderradseite (vordere Räder FL–FR).
Andererseits wird, in Bezug auf die Hinterradseite (hintere Räder
RL–RR), ein Aufbau des Radzylinderdrucks Pw jedes hinteren
Radbremszylinders 5c–5d nur durch den
zweiten Bremskreislauf 2 erzielt. Das heißt, bezüglich
der Hinterradseite (hintere Räder RL–RR) ist jeder
einzelne hintere Radbremszylinder 5c–5d mechanisch
vom Bremspedal BP, über das die Kraft des Fußes
des Fahrers eingegeben wird, getrennt, und ein Bremsflüssigkeitsdruck,
der im Wesentlichen der Bremsbetätigung durch den Fahrer
(d. h. das Herabdrücken des Bremspedals durch den Fahrer)
entspricht, kann erzeugt werden, indem die Aktuatoren (z. B. die
Pumpe P, das zweite Druckaufbausteuerventil 7 und das Druckverringerungssteuerventil 8)
elektronisch gesteuert werden, um somit ein sog. Brake-by-Wire-Steuerungssystem
(ein elektronisch betätigtes, hydraulisches Bremssystem)
für die Hinterradseite bereitzustellen. In gleicher Weise
wie beim System des ersten Ausführungsbeispiels der 1 stellt
das System des sechsten Ausführungsbeispiels der 17 eine Reaktion (eine Rückschubkraft)
des Bremspedals sicher, mit anderen Worten eine gute Griffigkeit
des Bremspedals.
-
Bezugnehmend
auf 18 ist das Ablaufdiagramm der
hinterradseitigen Radzylinderdrucksteuerungsroutine, die von der
im System des in 17 gezeigten sechsten Ausführungsbeispiels
integrierten Steuereinheit CU ausgeführt wird, während
der VDC-Steuerung gezeigt (siehe Schritt S601–S612), wobei
auch der Ablauf beim normalen Bremsmodus enthalten ist (siehe den
Sprung im Ablauf von Schritt S601 zu Schritt S607).
-
In
Schritt S601 wird eine Überprüfung auf Durchführung
(Initiierung) der Radzylinderdrucksteuerung auf der Grundlage der
Berechnungsergebnisse des Berechnungsabschnitts 102 für
die vom Fahrzeug benötigte Bremskraft und dem Ziel-Radzylinderdruck-Berechnungsabschnitt 103 für
jeden der hinteren Radbremszylinder 5c–5d durchgeführt. Wenn
bestimmt wird, dass zumindest einer der hinteren Radzylinderdrücke
PWRL–PWRR der
hinteren Räder gesteuert werden soll, werden die hinteren
Ziel-Radzylinderdrücke PWRL*–PWRR* eingegeben und dann wird die automatische
Fluiddrucksteuerung (Radzylinderdrucksteuerung) auf der Grundlage
der eingegebenen Ziel-Radzylinderdrücke gestartet. Danach geht
die Routine von Schritt S601 zu Schritt S602. Wenn umgekehrt bestimmt
wird, dass keiner der hinteren Radzylinderdrücke PWRL–PWRR gesteuert
werden soll, geht die Routine von Schritt S601 zu Schritt S607,
um so einen normalen Bremsmodus (wird später beschrieben)
auszuführen.
-
In ähnlicher
Weise wie in Schritt S103 wird in Schritt S602 eine Überprüfung
durchgeführt, um auf der Grundlage einer Abweichung zwischen
dem berechneten Ziel-Radzylinderdruck Pw* (einem VDC-Befehl-Radzylinderdruck)
und dem erfassten Radzylinderdruck Pw (dem tatsächlichen
Radzylinderdruck) zu bestimmen, ob der Radzylinderdruck Pw des VDC-gesteuerten
Rads aufgebaut werden soll. Wenn die Antwort in Schritt S602 positiv
ist (JA), d. h. wenn ein Aufbau eines Radzylinderdrucks Pw des VDC-gesteuerten
Rads erforderlich ist, geht die Routine von Schritt S602 zu Schritt
S603. Wenn andererseits die Antwort in Schritt S602 negativ ist (NEIN),
d. h. wenn ein Aufbau des Radzylinderdrucks Pw des VDC-gesteuerten
Rads nicht erforderlich ist, dann geht die Routine von Schritt S602
zu Schritt S608.
-
In
Schritt S603 wird das zweite Druckaufbausteuerventil 7,
das mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, aktiviert (EIN)
und offen gehalten, um so einen Durchfluss von Bremsflüssigkeit
durch den zweiten Bremskreislauf 2 (d. h. jede der Fluidleitungen 2c–2d,
die mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht) zu ermöglichen.
Auf der anderen Seite wird das Druckverringerungssteuerventil 8,
das mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, geschlossen
gehalten. Zusätzlich wird der Motor M unter Strom gesetzt,
um die Pumpe P anzutreiben. Dadurch wird der Pumpendruck (ein von
der Pumpe P erzeugter Auslassdruck) durch das zweite Druckaufbausteuerventil 7,
das mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, d. h. über
den zweiten Bremskreislauf 2 zum Radbremszylinder 5 des VDC-gesteuerten
Rads zugeführt. Auf diese Weise wird ein Aufbau eines Radzylinderdrucks
Pw des VDC-gesteueren Rads durch den Pumpendruck erzielt. Danach
geht die Routine von Schritt S603 zu Schritt S604.
-
In
Schritt S604 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage des tatsächlichen Radzylinderdrucks,
der von dem mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung stehenden
Radzylinderdrucksensor 13 erfasst wurde, zu bestimmen,
ob der Radzylinderdruck Pw des VDC-gesteuerten Rads seinen Ziel-Radzylinderdruck
Pw* erreicht. Wenn der Ziel-Radzylinderdruck Pw* erreicht wurde,
geht die Routine von Schritt S604 zu Schritt S605. Umgekehrt, wenn
der Ziel-Radzylinderdruck Pw* nicht erreicht wurde, kehrt die Routine
von Schritt S604 zurück zu Schritt S603, um einen Aufbau
des Radzylinderdrucks Pw des VDC-gesteuerten Rads erneut durchzuführen.
-
In
Schritt S605 wird das zweite Druckaufbausteuerventil 7,
das mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, deaktiviert
(AUS) und geschlossen gehalten, um so den zweiten Bremskreislauf 2 (d.
h. jede der Fluidleitungen 2c–2d, die
mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht) zu unterbrechen. Zusätzlich
wird der Motor M stromlos (AUS), um den Betrieb der Pumpe P zu stoppen,
wodurch ein Radzylinderdruck-Aufbaumodus auf der Grundlage des Pumpendrucks
beendet wird. Danach geht es weiter zu Schritt S606.
-
In
Schritt S606 wird eine Überprüfung durchgeführt,
um auf der Grundlage des Berechnungsergebnisses des Berechnungsabschnitts 102 für
die vom Fahrzeug benötigte Bremskraft und dem Ziel-Radzylinderdruck-Berechnungsabschnitt 103 zu bestimmen,
ob der Radzylinderdruck Pw des VDC-gesteuerten Rads wiederholt gesteuert
oder reguliert werden soll. Wenn bestimmt wird, dass die Radzylinderdrucksteuerung
des VDC-gesteuerten Rads wiederholt durchgeführt werden
soll, werden die hinteren Ziel-Radzylinderdrücke PWRL*–PWRR*
eingegeben und dann kehrt die Routine zurück zu Schritt
S602, um die automatische Fluiddrucksteuerung (Radzylinderdrucksteuerung)
für das VDC-gesteuerte Rad erneut durchzuführen.
Wenn umgekehrt bestimmt wird, dass die Radzylinderdrucksteuerung
des VDC-gesteuerten Rads nicht erneut durchgeführt werden
soll und somit die VDC-Steuerung beendet werden soll, dann geht
die Routine von Schritt S606 zu Schritt S607.
-
In
Schritt S607 wird bezüglich des VDC-gesteuerten Rads, das
zu einer Beendigung der VDC-Steuerung führt, oder bezüglich
der Nicht-VDC-gesteuerten Räder, die nicht im VDC-Steuerbremsmodus
betätigt werden, das zweite Druckaufbausteuerventil 7 deaktiviert
(AUS) und geschlossen gehalten, und das Druckverringerungssteuerventil 8 wird
geschlossen gehalten. Zum gleichen Zeitpunkt wird der Motor M stromlos
(AUS), um den Betrieb der Pumpe P zu stoppen. Somit wird der zweite
Bremskreislauf 2 (d. h. jede der Fluidleitungen 1c–1d,
die mit dem VDC-gesteuerten Rad verbunden ist, das zu einer Beendigung
der VDC-Steuerung führt, oder die andere Fluidleitung,
die mit dem Nicht-VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, welche
nicht im VDC-Steuerbremsmodus betätigt wird) blockiert,
um eine Fluidverbindung zwischen dem Behälter RES und einem
der Radbremszylinder 5c–5d, der mit dem
VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, herzustellen, wodurch ermöglicht
wird, dass der Radzylinderdruck freigesetzt wird oder zum Behälter
RES entweichen kann. Auf diese Weise endet die VDC-Steuerung.
-
In ähnlicherer
Weise wie in Schritt S109 wird in Schritt S608 eine Überprüfung
durchgeführt, um auf der Grundlage einer Abweichung zwischen
dem berechneten Ziel-Radzylinderdruck Pw* (einem VDC-Befehls-Radzylinderdruck)
und dem erfassten Radzylinderdruck Pw (dem tatsächlichen
Radzylinderdruck) zu bestimmen, ob der Radzylinderdruck Pw des VDC-gesteuerten
Rads verringert werden soll. Wenn die Antwort in Schritt S608 positiv
ist (JA), d. h. wenn eine Verringerung des Radzylinderdrucks Pw
des VDC-gesteuerten Rads erforderlich ist, dann geht die Routine
von Schritt S608 zu Schritt S609. Umgekehrt, wenn die Antwort in
Schritt S608 negativ ist (NEIN), d. h. wenn eine Verringerung des
Radzylinderdrucks Pw des VDC-gesteuerten Rads nicht erforderlich
ist, dann geht die Routine von Schritt S608 zu Schritt S612.
-
In
Schritt S609 wird das zweite Druckaufbausteuerventil 7,
das mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, deaktiviert
(AUS) und geschlossen gehalten, um so den zweiten Bremskreislauf 2 (d.
h. jede der Fluidleitungen 2c–2d, die
mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht) zu blockieren (zu unterbrechen).
Andererseits wird das Druckverringerungssteuerventil 8,
das mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, offen gehalten,
um so eine Fluidverbindung zwischen dem Behälter RES und
einem der Radbremszylinder 5c–5d, der
mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, herzustellen, wodurch
ermöglicht wird, dass der Radzylinderdruck freigesetzt
wird oder zum Behälter RES entweicht. Auf diese Weise wird
eine Verringerung des Radzylinderdrucks Pw des VDC-gesteuerten Rads erreicht.
Danach geht die Routine von Schritt S609 zu Schritt S610.
-
In
Schritt S610 wird eine Überprüfung vorgenommen,
um auf der Grundlage des tatsächlichen Radzylinderdrucks,
der von dem mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung stehenden
Radzylinderdrucksensor 13 erfasst wird, zu bestimmen, ob
der Radzylinderdruck Pw des VDC-gesteuerten Rads den Ziel-Radzylinderdruck
Pw* erreicht. Wenn der Ziel-Radzylinderdruck Pw* erreicht wurde,
geht die Routine von Schritt S610 zu Schritt S611. Umgekehrt, wenn
der Ziel-Radzylinderdruck Pw* nicht erreicht wurde, geht die Routine
von Schritt S610 zurück zu Schritt S609, um so eine Verringerung
des Radzylinderdrucks Pw des VDC-gesteuerten Rads erneut durchzuführen.
-
In
Schritt S611 wird das mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung
stehende Druckverringerungssteuerventil 8 geschlossen gehalten,
um so eine Fluidverbindung zwischen dem Behälter RES und
einem der Radbremszylinder 5c–5d, der
mit dem VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, zu blockieren,
wodurch ein Radzylinderdruck-Verringerungsmodus beendet wird. Danach
geht die Routine von Schritt S611 zu Schritt S606.
-
In ähnlicher
Weise wie bei Schritt S113 wird in Schritt S612 ein Druckhaltemodus
für das VDC-gesteuerte Rad durchgeführt. Genauer
wird das zweite Druckaufbausteuerventil 7, das mit dem
VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, deaktiviert (AUS) und geschlossen
gehalten, um so den zweiten Bremskreislauf 2 (d. h. eine
der Fluidleitungen 2c–2d, die mit dem
VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht) zu unterbrechen. Zusätzlich
wird das Druckverringerungssteuerventil 8, das mit dem
VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, geschlossen gehalten, um
so eine Fluidverbindung zwischen dem Behälter RES und einem
der Radbremszylinder 5c–5d, der mit dem
VDC-gesteuerten Rad in Verbindung steht, zu blockieren. Unter diesen
Bedingungen wird Bremsflüssigkeit in dem Radbremszylinder 5 des
VDC-gesteuerten Rads durch das zweite Druckaufbausteuerventil 7 und
das Druckverringerungssteuerventil 8, die mit dem VDC-gesteuerten
Rad in Verbindung stehen und vollständig geschlossen sind, eingeschlossen,
und somit bleibt der Radzylinderdruck Pw des VDC-gesteuerten Rads
unverändert. Danach geht die Routine weiter von Schritt
S612 zu Schritt S606.
-
Wie
aus einem Vergleich zwischen (i) der Radzylinderdruck-Steuerungsroutine
der 7, die durch das System des ersten in 1 gezeigten Ausführungsbeispiels
während der VDC-Steuerung durchgeführt wird, und
(ii) der hinterradseitigen Radzylinderdruck-Steuerungsroutine der 18, die von dem System des sechsten in 17 gezeigten Ausführungsbeispiels während
der VDC-Steuerung durchgeführt wird, ersichtlich ist, ist
die hinterradseitige Radzylinderdruck-Steuerungsroutine (siehe Ablauf
der hinterradseitigen VDC-Steuerung in 18) des
Systems des sechsten Ausführungsbeispiels identisch zu
einem modifizierten Steuerungsablauf, der geringfügig modifiziert
ist, um (i) den Schritt S102 der 7 bezüglich
des erten Druckaufbausteuerventils 6 und (ii) die Aktivierung
(EIN = Schließen des Ventils) des ersten Druckaufbausteuerventils 6 in dem
Aktuatorsteuerungsschritt S108 der 7 zu löschen.
In ähnlicher Weise ist der hinterradseitige ABS-Steuerungsablauf,
der von dem System des sechsten Ausführungsbeispiels ausgeführt
wird, identisch zu einem modifizierten Steuerungsablauf, der geringfügig
modifiziert ist, um (i) den Schritt S203 der 8 bezüglich
des ersten Druckaufbausteuerventils 6, (ii) die Deaktivierung
(AUS = Öffnen des Ventils) des ersten Druckaufbausteuerventils 6 in
den Aktuatorsteuerschritten S216 (siehe 9) und S225
(siehe 10), (iii) den Schritt S218
der 9 bezüglich des ersten Druckaufbausteuerventils 6, und
(iv) die Aktivierung (EIN = Schließen des Ventils) des
ersten Druckaufbausteuerventils 6 in den Aktuatorsteuerschritten
S211 und S224 der 9 zu löschen. In ähnlicher
Weise ist der hinterradseitige BA-Steuerungsablauf identisch zu
einem modifizierten Steuerungsablauf, der geringfügig modifiziert
ist, um (i) die Deaktivierung (AUS = Öffnen des Ventils) des
ersten Druckaufbausteuerventils 6 in dem Aktuatorsteuerschritt
S302 der 11 und (ii) den Schritt S304
der 11 bezüglich des ersten
Druckaufbausteuerventils 6 zu löschen.
-
Im
Hinblick auf die Radzylinderdrucksteuerung für die Vorderradseite
(vordere Räder FL–FR) sind die Steuerungsschritte,
die von den Systemen des ersten Ausführungsbeispiels (siehe 1)
und des sechsten Ausführungsbeispiels (siehe 17) durchgeführt werden, gleich. Deshalb
wird eine genaue Beschreibung der Vorderradbremszylinder-Drucksteuerung,
die von dem System des sechsten Ausführungsbeispiels durchgeführt
wird, weggelassen, das die obige Beschreibung hierzu selbsterklärend
scheint.
-
Wirkungen des sechsten Ausführungsbeispiels
-
- (14) Eine Vorrichtung zur Steuerung von Bremsen (ein
Bremssteuersystem) gemäß dem sechsten Ausführungsbeispiel
umfasst einen Hauptzylinder MC, einen Radbremszylinder 5,
einen Bremskraftverstärker BS, um den Hauptzylinder MC
für eine Druckerhöhung der Bremsflüssigkeit
in dem Hauptzylinder MC zu betätigen, einen ersten Bremskreislauf 1,
um Bremsflüssigkeit, die vom Bremskraftverstärker
BS druckbeaufschlagt ist, zum Radbremszylinder 5 zuzuführen,
eine Fluiddruckquelle (d. h. eine Pumpe P), die getrennt vom Bremskraftverstärker
BS für eine Druckerhöhung der Bremsflüssigkeit
vorgesehen ist, einen zweiten Bremskreislauf 2, der parallel
zum ersten Bremskreislauf 1 angeordnet und ausgelegt ist, Bremsflüssigkeit,
die von der Fluiddruckquelle (d. h. der Pumpe P) druckbeaufschlagt
ist, zum Radbremszylinder 5 zuzuführen, einen
Stellgrößendetektor (d. h. einen Hubsensor 11),
um eine Stellgröße (d. h. einen Bremspedalhub
SBP) des Bremspedals BP zu erfassen, und
eine Steuereinheit CU, die ausgelegt ist, um einen vom ersten Bremskreislauf 1 erzielten
Druckaufbau oder einen vom zweiten Bremskreislauf 2 erzielten Druckaufbau
auszuwählen. Während des vom zweiten Bremskreislauf 2 (d.
h. den Fluidleitungen 2c–2d) erzielten Druckaufbaus
führt die Steuereinheit CU eine Brake-by-Wire-Steuerung
(BBW) durch, welche die Bremsflüssigkeit im Radbremszylinder 5 (d.
h. den hinteren Radbremszylindern 5c–5d)
in Reaktion auf die erfasste Stellgröße (den Bremspedalhub
SBP) automatisch unter Druck setzt.
-
Mit
anderen Worten kann das System des sechsten Ausführungsbeispiels
als ein bestimmter Fall betrachtet werden, bei dem in dem Bremssteuerverfahren
des ersten Ausführungsbeispiels (siehe Punkt (9)) eine
Brake-by-Wire-Steuerung in einer Weise durchgeführt wird,
dass die Bremsflüssigkeit in den hinteren Radbremszylindern 5c–5d in
Reaktion auf die erfasste Stellgröße (den Bremspedalhub
SBP) während eines Druckaufbaus,
der nur durch den zweiten Bremskreislauf 2 (Fluidleitungen 2c–2d)
erzielt wird, unter Druck gesetzt wird.
-
Somit
kann das System des sechsten Ausführungsbeispiels durch
die Auswahl eines durch den ersten Bremskreislauf 1 erzielten
Druckaufbaus oder eines durch den zweiten Bremskreislauf 2 erzielten Druckaufbaus
die gleichen Wirkungen, wie in Punkt (1) aufgeführt, bereitstellen.
Im Hinblick auf die Hinterradseite (hintere Räder RL–RR)
werden die Radzylinderdrücke PWRL–PWRR in den hinteren Radbremszylindern 5c–5d auch
während des normalen Bremsmodus automatisch durch den zweiten
Bremskreislauf 2 (d. h. die Fluidleitungen 2c–2d)
gesteuert. Wie oben erwähnt, können die Radzylinderdrücke PWRL–PWRR der
Hinterradseite (hintere Radbremszylinder 5c–5d)
nur durch den zweiten Bremskreislauf 2 aufgebaut werden.
Das heißt, die hintere Radzylinderdrücke können
automatisch gesteuert werden, ungeachtet des Hauptzylinderdrucks
Pm. Somit ist es möglich, den Freiheitsgrad der Radzylinderdrucksteuerung
zu erhöhen, während die große Reaktionsfreudigkeit
des Bremssystems erhalten bleibt.
-
Das
System des sechsten Ausführungsbeispiels wird beispielhaft
als Brake-by-Wire-Steuerung dargestellt, die so ausgeführt
wird, dass Bremsflüssigkeit in den hinteren Radbremszylindern 5c–5d automatisch
in Reaktion auf die erfasste Stellgröße (Bremspedalhub
SBP) unter Druck gesetzt wird, während
eines Druckaufbaus, der nur durch den zweiten Bremskreislauf 2 (Fluidleitungen 2c–2d)
erzielt wird. Solche eine Brake-by-Wire-Steuerung kann auch auf der
Vorderradseite (vordere Räder FL–FR) durchgeführt
werden, wie nachfolgend beschrieben wird.
-
Wenn
zum Beispiel die erfasste Stellgröße (Bremspedalhub
SBP) größer oder gleich
dem vorbestimmten Schwellenwert So ist (d. h. SBP ≥ So),
dann werden die Radzylinderdrücke PWFL–PWFR der Vorderradseite (vordere Radbremszylinder 5a–5b)
nur durch den zweiten Bremskreislauf 2 (Fluidleitungen 2a–2b)
aufgebaut. Umgekehrt, wenn die erfasste Stellgröße
kleiner als der vorbestimmte Schwellenwert So ist (d. h. SBP < So),
dann werden die Radzylinderdrücke PWFL–PWFR der Vorderradseite nur durch den ersten
Bremskreislauf 1 (Fluidleitungen 1a–1b) aufgebaut.
Mit dieser modifizierten Anordnung ist es möglich, die
gleichen Wirkungen, wie unter Punkt (8) und (11) beschrieben, bereitzustellen.
- (15) Der erste Bremskreislauf 1 ist
nur für das Vorderradbremssystem vorgesehen, das die Radzylinderdrücke
PWFL–PWFR in
den vorderen Radbremszylindern 5a–5b des
Kraftfahrzeugs aufbaut. Mit anderen Worten, der erste Bremskreislauf 1 ist
nicht für das Hinterradbremssystem vorgesehen, das die
Radzylinderdrücke PWRL–PWRR in den hinteren Radbremszylindern 5c–5d aufbaut.
-
Somit
ist der erste Bremskreislauf 1 während des normalen
Bremsmodus mit der Vorderradseite (vordere Räder FL–FR)
in einer Weise verbunden, um den Hauptzylinderdruck Pm über
die ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6b (Abzweigungskreisläufe 1A–1B des
ersten Bremskreislaufs 1) zum den Radbremszylindern 5a–5b zuzuführen.
Das heißt, die Radzylinderdrücke PWFL–PWFR der Vorderradseite werden durch die Bremsbetätigung
des Fahrers aufgebaut. Bezüglich der Hinterradseite (hintere Räder
RL–RR) ist andererseits nur der zweite Bremskreislauf 2 mit
den hinteren Radbremszylindern 5c–5d in
einer Weise verbunden, um Pumpendruck über die zweiten
Druckaufbausteuerventile 7c–7d (Fluidleitungen 2c–2d)
zu den hinteren Radbremszylindern 5c–5d zuzuführen.
Das heißt, die Radzylinderdrücke PWRL–PWRR der Hinterradseite werden durch den Betrieb
der Pumpe P aufgebaut. Wie oben dargelegt, wird der Hauptzylinderdruck
Pm nur auf die Vorderradseite (genauer die vorderen Radbremszylinder 5a–5b)
aufgebracht. Im System des sechsten Ausführungsbeispiels
kann die Menge an Bremsflüssigkeit, die vom Hauptzylinder
MC zum Radbremszylinder 5 zugeführt wird, im Vergleich
zum ersten Ausführungsbeispiel verringert werden, da keine
Bremsflüssigkeit vom Hauptzylinder MC zu den hinteren Radbremszylindern 5c–5d zugeführt
wird.
-
Aufgrund
der verringerten Menge der vom Hauptzylinder MC zugeführten
Bremsflüssigkeit kann das System des sechsten Ausführungsbeispiels
den erforderlichen Hub des Bremspedals BP, das vom Fahrer betätigt
wird, verringern. Dies verbessert die Funktionalität der
Bremsen, insbesondere für das vom Fahrer betätigte
Bremspedal BP.
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Aufgrund
der oben genannten verringerten Menge an Bremsflüssigkeit,
die vom Hauptzylinder MC zugeführt wird, kann außerdem
der Hauptzylinder MC verkleinert werden, und somit kann der Bremskraftverstärker
BS verkleinert werden. Der kompakte und leichtere Hauptzylinder
und die kompakte und kleinere Bremskraftverstärkereinheit
ermöglichen eine einfachere Installation (bessere Befestigungsmöglichkeit)
im Fahrzeug, eine größere Flexibilität
beim Design und geringere Platzanforderungen des gesamten Bremssystems.
-
Die
Systeme der gezeigten Ausführungsbeispiele nutzen einen
Vakuum-Bremsverstärker, der mit einem Bremspedalgestänge
verbunden ist, um eine über das Bremspedal BP übertragene
Kraft zu verstärken, wobei ein Vakuum von einer Vakuumquelle,
wie dem Bremskraftverstärker BS, genutzt wird. Somit ist
es an Stelle der Verringerung der Größe des Bremskraftverstärkers
BS durch die vorgenannte verringerte Menge an Bremsflüssigkeit,
die vom Hauptzylinder MC zugeführt wird, möglich,
das auf den Bremskraftverstärker BS aufgebrachte Vakuum
zu verringern. Es ist möglich, einen erforderlichen Wert
des Radzylinderdrucks Pw auch bei Verbrennungsmotoren, in denen
das von der Vakuumquelle (z. b. einem Einlasskrümmer des
Motors) erzeugte Vakuum (unter atmosphärischem Druck) gering
ist, zufriedenstellend sicherzustellen.
-
Weiterhin
wird das System des sechsten Ausführungsbeispiels anhand
der hinterradseitigen Brake-by-Wire-Steuerung veranschaulicht, gemäß welcher
die Radzylinderdrücke PWRL–PWRR der Hinterradseite (hintere Radbremszylinder 5c–5d)
nur durch den zweiten Bremskreislauf 2 aufgebaut werden
können. Stattdessen können die Radzylinderdrücke PWFL–PWFR der
Vorderradseite (vordere Radbremszylinder 5a–5b),
als Modifikation, nur durch den zweiten Bremskreislauf 2 aufgebaut
werden. Diese Modifikation kann die gleichen Funktionen und Wirkungen
wie oben erläutert bereitstellen.
-
Siebtes Ausführungsbeispiel
-
Hydraulikkreislauf des siebten
Ausführungsbeispiels
-
Bezugnehmend
auf 19 ist der Hydraulikkreislauf
des Bremssteuersystems des siebten Ausführungsbeispiels
gezeigt. Der Hydraulikkreislauf des Bremssteuersystems des in 19 gezeigten siebten Ausführungsbeispiels
unterscheidet sich etwas von dem in 1 gezeigten
ersten Ausführungsbeispiel, wie nachfolgend erläutert
wird.
-
Im
Hinblick auf den Hydraulikkreislauf des Systems des ersten Ausführungsbeispiels
(siehe 1) gehören das Rückschlagventil 9,
die Pumpe P, der Motor M und das Entlastungsventil 10 sowohl zur
Vorderradseite (vordere Räder FL–FR) als auch zur
Hinterradseite (hintere Räder RL–RR). Im Hinblick
auf den Hydraulikkreislauf des Systems des siebten Ausführungsbeispiels
(siehe 19) sind ein Rückschlagventil 9A,
eine Pumpe P(A), ein Motor M(A) und ein Entlastungsventil 10A für
die Vorderradseite (vordere Radbremszylinder 5a–5b)
vorgesehen, während ein Rückschlagventil 9B,
eine Pumpe P(B), ein Motor M(B) und ein Entlastungsventil 10B für
die Hinterradseite (hintere Radbremszylinder 5c–5d)
vorgesehen sind. Die restliche Konfiguration des Hydraulikkreislaufs
des Systems des in 19 gezeigten siebten Ausführungsbeispiels
ist identisch zu dem in 1 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel.
Somit werden die gleichen Bezugszeichen, die zur Bezeichnung der
Bauteile in dem System des siebten Ausführungsbeispiel
in 19 verwendet werden, auch im System des ersten
Ausführungsbeispiels in 1 verwendet,
um das erste und das siebte Ausführungsbeispiel vergleichen
zu können. Das Rückschlagventil 9A, die
Pumpe P(A), der Motor M(A) und das Entlastungsventil 10A für
die Vorderradseite und das Rückschlagventil 9B,
die Pumpe P(B), der Motor M(B) und das Entlastungsventil 10B für
die Hinterradseite werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, während eine genaue Beschreibung
der übrigen Bauteile weggelassen wird, das deren obige Beschreibung
selbsterklärend erscheint.
-
Wie
aus dem Hydraulikkreislauf der 19 ersichtlich
ist, verzweigt die stromabwärtige Seite des zweiten Bremskreislaufs 2 in
zwei Abzweigungskreisläufe 2A und 2B.
Die Pumpe P(A), die vom Motor M(A) angetrieben wird, ist mit der
stromabwärtigen Seite des Abzweigungskreislaufs 2A des
zweiten Bremskreislaufs 2 verbunden. Die Pumpe P(A) saugt
Bremsflüssigkeit vom Behälter RES an und somit
wird die Bremsflüssigkeit, die in die Pumpeneinlassöffnung
eingeleitet wird, unter Druck gesetzt. Die druckbeaufschlagte Hochdruck-Bremsflüssigkeit wird
in die weiter stromabwärtige Seite des Abzweigungskreislaufs 2 (d.
h. in Richtung zu den zweiten Druckaufbausteuerventilen 7a–7b)
zugeführt. Das Rückschlagventil 9A (ein
Einweg-Steuerventil) ist in dem Bereich des Abzweigungskreislaufs 2A stromabwärts
der Pumpenauslassöffnung vorgesehen, um ein freies Fließen
in einer Richtung zu ermöglichen und ein Rückfließen
in die entgegengesetzte Richtung (jeglichen Rückfluss von
der stromabwärtigen Seite zurück zur stromaufwärtigen
Seite zu verhindern. Der Abzweigungskreislauf 2A des zweiten Bremskreislaufs 2 verzweigt
weiter in zwei Fluidleitungen 2a und 2b stromabwärts
des Rückschlagventils 9A. Die stromabwärtigen
Seiten der Fluidleitungen 2a–2b sind
mit den entsprechenden vorderen Radbremszylindern 5a–5b verbunden.
Die zweiten Druckaufbausteuerventile 7a–7b sind
in den entsprechenden Fluidleitungen 2a–2b angeordnet.
-
Ein
Ende der linken Entlastungsfluidleitung 2e ist mit dem
Bereich des Abzweigungskreislaufs 2A des zweiten Bremskreislaufs 2 zwischen
der Pumpe P(A) und dem Rückschlagventil 9A verbunden.
Das andere Ende der linken Entlastungsfluidleitung 2e ist
mit der Fluidleitung verbunden, die mit dem Behälter RES
in Verbindung steht, d. h. dem Bereich des zweiten Bremskreislaufs 2 stromaaufwärts der
Pumpe P(A), oder einem der Bereiche der Fluidleitungen 3a–3d,
die mit den entsprechenden stromaufwärtigen Seiten der
Druckverringerungssteuerventile 8a–8d verbunden
sind. Somit ist die linke Entlastungsfluidleitung 2e über
die Fluidleitungen 3a–3d und den Abzweigungskreislauf 2A mit
dem Behälter RES verbunden. Das Druckentlastungsventil 10A ist in
der linken Entlastungsfluidleitung 2e angeordnet. Der Aufbau
der Hydraulikkreisläufe hinsichtlich der Rückschlagventile 9A–9B,
der Pumpen P(A)–P(B), der Motoren M(A)–M(B) und
der linken und rechten Entlastungsventile 10A–10B ist
im vorderradseitigen Abzweigungskreislauf 2A und im hinterradseitigen Abzweigungskreislauf 2B gleich.
Somit wird eine genaue Beschreibung des Rückschlagventils 9B,
der Pumpe P(B), des Motors M(B) und des Entlastungsventils 10B für
die Hinterradseite weggelassen.
-
Der
automatische Bremssteuerungsablauf (d. h. der Ablauf der VDC-Steuerung,
der ABS-Steuerung und der BA-Steuerung), der innerhalb der Steuereinheit
CU des Systems des siebten Ausführungsbeispiels durchgeführt
wird (siehe 19), ist ähnlich zu
dem des ersten Ausführungsbeispiels (siehe 1),
mit der folgenden Ausnahme:
Beim Aufbau der Radzylinderdrücke
PWFL–PWFR in den
vorderen Radbremszylindern 5a–5b wird
der Motor M(A) unter Strom gesetzt (EIN), um die Pumpe P(A) anzutreiben.
Wenn die Radzylinderdrücke PWRL–PWRR in den hinteren Radbremszylindern 5c–5d aufgebaut
wird, wird der Motor M(B) unter Strom gesetzt (EIN), um die Pumpe
P(B) anzutreiben.
-
Wirkungen des siebten Ausführungsbeispiels
-
- (16) Eine Vorrichtung zur Steuerung von Bremsen (eine
Bremssteuersystem) gemäß dem siebten Ausführungsbeispiel
umfasst als Fluiddruckquelle eine Pumpe P, die vom Elektromotor
M angetrieben wird. Die Pumpe P(A) für die Vorderradseite (vordere
Radbremszylinder 5a–5b) des Fahrzeugs
und die Pumpe P(B) für die Hinterradseite (hintere Radbremszylinder 5c–5d)
des Fahrzeugs sind unabhängig voneinander vorgesehen. Somit können
die Pumpe P(A) und der Motor M(A), geeignet für eine Belastbarkeit
der vorderen Radbremszylinder 5a–5b,
und die Pumpe P(B) und der Motor M(B), geeignet für eine
Belastbarkeit der hinteren Radbremszylinder 5c–5d unabhängig
voneinander ausgelegt oder festgelegt werden. Somit können
die Pumpe P(A) und der Motor M(A) für die Vorderradseite
und die Pumpe P(B) und der Motor M(B) für die Hinterradseite,
die in dem System des siebten Ausführungsbeispiel eingesetzt
werden, verkleinert werden, verglichen mit der Pumpe P und dem Motor
M, die im System des ersten Ausführungsbeispiels eingesetzt
werden. Aus den oben genannten Gründen ermöglicht
das System des siebten Ausführungsbeispiels eine Verringerung
des Stromverbrauchs (verbrauchter elektrischer Strom) im Vergleich zum
System des ersten Ausführungsbeispiels, wenn eine Radzylinderdrucksteuerung
nur der Vorderradseite oder ein Radzylinderdrucksteuerung nur der
Hinterradseite ausgeführt wird.
-
Zusätzlich
müssen im System des ersten Ausführungsbeispiels
vier Radzylinderdrücke PWFL–PWRR in den Radbremszylindern 5a–5d automatisch
mit Hilfe der einzelnen Pumpe P und des einzelnen Motors M gesteuert
werden. Im Gegensatz dazu muss das System des siebten Ausführungsbeispiels nur
zwei Radzylinderdrücke (z. B. zwei vordere Radzylinderdrücke
PWFL–PWFR in
den Radbremszylindern 5a–5b) mit Hilfe
einer Pumpe (z. B. der vorderradseitigen Pumpe P(A)) und eines Motors
(z. B. des vorderradseitigen Motors M(A)) steuern. Somit ist es möglich,
sowohl die Reaktionsfreudigkeit des Druckaufbaus als auch die Steuergenauigkeit
während der Radzylinderdrucksteuerung zu verbessern.
-
Achtes Ausführungsbeispiel
-
Hydraulikkreislauf des achten
Ausführungsbeispiels
-
Bezugnehmend
auf 20 ist der Hydraulikkreislauf
des Bremssteuersystems des achten Ausführungsbeispiels
gezeigt. Der Hydraulikkreislauf des Bremssteuersystems des in 20 gezeigten achten Ausführungsbeispiels
unterscheidet sich etwas von dem in 17 gezeigten
sechsten Ausführungsbeispiel, wie nachfolgend erläutert
wird.
-
Im
Hinblick auf den Hydraulikkreislauf des Systems des sechsten Ausführungsbeispiels
(siehe 17) gehören das Rückschlagventil 9,
die Pumpe P, der Motor M und das Entlastungsventil 10 sowohl zur
Vorderradseite (vordere Räder FL–FR) als auch zur
Hinterradseite (hintere Räder RL–RR). Im Hinblick
auf den Hydraulikkreislauf des Systems des achten Ausführungsbeispiels
(siehe 20) sind ein Rückschlagventil 9C,
eine Pumpe P(C), ein Motor M(C) und ein Entlastungsventil 10C für
die Vorderradseite (vordere Radbremszylinder 5a–5b)
vorgesehen, während ein Rückschlagventil 9D,
eine Pumpe P(D), ein Motor M(D) und ein Entlastungsventil 10D für
die Hinterradseite (hintere Radbremszylinder 5c–5d)
vorgesehen sind. Die restliche Konfiguration des Hydraulikkreislaufs
des Systems des in 20 gezeigten achten Ausführungsbeispiels
ist identisch zu dem in 17 gezeigten
sechsten Ausführungsbeispiel. Somit werden die gleichen
Bezugszeichen, die zur Bezeichnung der Bauteile in dem System des achten
Ausführungsbeispiel in 20 verwendet werden,
auch im System des sechsten Ausführungsbeispiels in 17 verwendet, um das sechste und das achte Ausführungsbeispiel
vergleichen zu können. Das Rückschlagventil 9C,
die Pumpe P(C), der Motor M(C) und das Entlastungsventil 10C für
die Vorderradseite und das Rückschlagventil 9D,
die Pumpe P(D), der Motor M(D) und das Entlastungsventil 10D für
die Hinterradseite werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, während eine genaue Beschreibung der übrigen
Bauteile weggelassen wird, das deren obige Beschreibung selbsterklärend
erscheint.
-
Wie
aus einem Vergleich der zwei Hydraulikkreisläufe in 19 und 20 ersichtlich
wird, unterscheidet sich das System des achten Ausführungsbeispiels
(siehe 20) von dem des siebten Ausführungsbeispiels
(siehe 19) dadurch, dass im achten
Ausführungsbeispiel der erste Bremskreislauf 1 und
das erste Druckaufbausteuerventil 6 nur für die
Vorderradseite (vorderes linkes Rad FL und vorderes rechts Rad FR)
vorgesehen sind.
-
Wie
aus dem Hydraulikkreislauf der 20 ersichtlich,
ist die erste Gruppe aus Pumpe P(C), Motor M(C) und Rückschlagventil 9C für
die Vorderradseite in dem Abzweigungskreislauf 2A des zweiten Bremskreislaufs 2 vorgesehen,
während die zweite Gruppe aus Pumpe P(D), Motor M(D) und
Rückschlagventil 9D für die Hinterradseite
in dem Abzweigungskreislauf 2B des zweiten Bremskreislaufs 2 vorgesehen
ist. Ein Ende der linken Entlastungsfluidleitung 2e ist
mit dem Bereich des Abzweigungskreislaufs 2A zwischen der
Pumpe P(C) und dem Rückschlagventil 9C verbunden.
Das andere Ende der linken Entlastungsfluidleitung 2e ist
mit der Fluitleitung verbunden, die mit dem Behälter RES
in Verbindung steht. In ähnlicher Weise ist ein Ende der
rechten Entlastungsfluidleitung 2e mit dem Bereich des
Abzweigungskreislaufs 2B zwischen der Pumpe P(D) und dem
Rückschlagventil 9D verbunden. Das andere Ende
der rechten Entlastungsfluidleitung 2e ist mit der Fluidleitung
verbunden, die mit dem Behälter RES in Verbindung steht.
Das Druckentlastungsventil 10C ist in der linken Fluidentlastungsleitung 2e angeordnet,
während das Druckentlastungsventil 10D in der
rechten Entlastungsfluidleitung 2e angeordnet ist. Der
restliche Aufbau des Hydraulikkreislaufs des Systems des achten Ausführungsbeispiels
in 20 ist identisch zu dem des sechsten Ausführungsbeispiels
in 17.
-
Der
automatische Bremssteuerungsablauf (d. h. der Ablauf der VDC-Steuerung,
der ABS-Steuerung und der BA-Steuerung), der innerhalb der Steuereinheit
CU des Systems des achten Ausführungsbeispiels durchgeführt
wird (siehe 20), ist ähnlich zu
dem des sechsten Ausführungsbeispiels (siehe 17), mit der folgenden Ausnahme:
Beim Aufbau
der Radzylinderdrücke PWFL–PWFR in den vorderen Radbremszylindern 5a–5b wird
der Motor M(C) unter Strom gesetzt (EIN), um die Pumpe P(C) anzutreiben.
Wenn die Radzylinderdrücke PWRL–PWRR in den hinteren Radbremszylindern 5c–5d aufgebaut
wird, wird der Motor M(D) unter Strom gesetzt (EIN), um die Pumpe
P(D) anzutreiben.
-
Wirkungen des achten Ausführungsbeispiels
-
- (17) Der erste Bremskreislauf 1 ist
nur für das Vorderradbremssystem vorgesehen, das die Radzylinderdrücke
PWFL–PWFR in
den vorderen Radbremszylindern 5a–5b des
Fahrzeugs aufbaut. Eine Vorrichtung zur Steuerung von Bremsen (ein Bremssteuersystem)
gemäß dem achten Ausführungsbeispiel
umfasst als eine Fluiddruckquelle eine Pumpe P, die von einem Elektromotor
M angetrieben wird. Die Pumpe P(C) für die Vorderradseite
(vordere Radbremszylinder 5a–5b) des Fahrzeugs
und die Pumpe P(D) für die Hinterradseite (hintere Radbremszylinder 5c–5d)
des Fahrzeugs sind unabhängig voneinander vorgesehen. Deshalb
kann das System des achten Ausführungsbeispiels (20) die gleichen Wirkungen wie das sechste Ausführungsbeispiel
(17) bereitstellen. Zusätzlich können
(i) die Pumpe P(C) und der Motor M(C), geeignet für eine
Belastbarkeit der vorderen Radbremszylinder 5a–5b,
und (ii) die Pumpe P(D) und der Motor M(D), geeignet für
eine Belastbarkeit der hinteren Radbremszylinder 5c–5d unabhängig
voneinander ausgelegt oder festgelegt werden. Somit können
die Pumpe P(C) und der Motor M(C) für die Vorderradseite
und die Pumpe P(D) und der Motor M(D) für die Hinterradseite,
die in dem System des achten Ausführungsbeispiel eingesetzt
werden, verkleinert werden, verglichen mit der Pumpe P und dem Motor
M, die im System des sechsten Ausführungsbeispiels eingesetzt
werden. Aus den oben genannten Gründen ermöglicht
das System des siebten Ausführungsbeispiels eine Verringerung
des Stromverbrauchs (verbrauchter elektrischer Strom) im Vergleich
zum System des sechsten Ausführungsbeispiels, wenn eine
Radzylinderdrucksteuerung nur der Vorderradseite oder ein Radzylinderdrucksteuerung
nur der Hinterradseite ausgeführt wird.
-
Bezüglich
der Vorderradseite (vordere Räder FL–FR) wird
insbesondere während des normalen Bremsmodus eine Fluidverbindung
zwischen dem ersten Bremskreislauf 1 (Abzweigungskreisläufe 1A–1B)
und den vorderen Radbremszylindern 5a–5b hergestellt,
so dass der Hauptzylinderdruck Pm über die ersten Druckaufbausteuerventile 6a–6b (Abzweigungskreisläufe 1A–1B)
zu den Radbremszylindern 5a–5b zugeführt
wird. Das heißt, die Radzylinderdrücke PWFL-PFR in den vorderen Radbremszylindern 5a–5b können
durch die Bremsbetätigung des Fahrers aufgebaut werden.
Im Gegensatz dazu wird bezüglich der Hinterradseite (hintere
Räder RL–RR) eine Fluidverbindung zwischen dem
zweiten Bremskreislauf 2 (Abzweigungskreislauf 26)
und den hinteren Radbremszylindern 5c–5d hergestellt,
so dass Pumpendruck über die zweiten Druckaufbausteuerventile 7c–7d (Fluidleitungen 2c–2d)
zu den Radbremszylindern 5c–5d zugeführt
wird. Das heißt, die Radzylinderdrücke PWRL–PWRR der
Hinterradseite werden durch den Betrieb der Pumpe P aufgebaut. Bei
der Systemanordnung des achten Ausführungsbeispiels (20) müssen die Pumpe P(D) und der Motor
M(D) im Hinblick auf die Hinterradseite auch während des
normalen Bremsmodus betätigt (unter Strom gesetzt) werden,
und dadurch müssen die Pumpe P(D) und der Motor M(D) der
Hinterradseite häufig genutzt oder betätigt werden.
Aus dem gleichen Grund müssen bei der Systemanordnung des sechsten
Ausführungsbeispiels (17)
im Hinblick auf die Hinterradseite, auch während des normalen Bremsmodus,
die Pumpe P und der Motor M, die zur Vorderradseite und zur Hinterradseite
gehören, betätigt (unter Strom gesetzt) werden,
und dadurch müssen die Pumpe P und der Motor M häufig
genutzt oder betätigt werden. Wegen der oben erläuterten Verkleinerung
der Pumpe P(D) und des Motors M(D) des Systems des achten Ausführungsbeispiels
im Vergleich zur Pumpe P und dem Motor M des Systems des sechsten
Ausführungsbeispiels ermöglicht das System des
achten Ausführungsbeispiels (20)
eine Verringerung des Stromverbrauchs (verbrauchter elektrischer
Strom).
-
Zusätzlich
müssen im System des ersten Ausführungsbeispiels
(siehe 1) vier Radzylinderdrücke
PWFL–PWRR in
den Radbremszylindern 5a–5d automatisch
mit Hilfe der einzelnen Pumpe P und des einzelnen Motors M gesteuert
werden. Im Gegensatz dazu muss das System des achten Ausführungsbeispiels
(siehe 20), ähnlich wie das
System des siebten Ausführungsbeispiels (siehe 19) nur zwei Radzylinderdrücke (z. B.
zwei vordere Radzylinderdrücke PWFL–PWFR in den Radbremszylindern 5a–5b)
mit Hilfe einer Pumpe (z. B. der vorderradseitigen Pumpe P(C)) und
eines Motors (z. B. des vorderradseitigen Motors M(C)) steuern.
Somit ist es möglich, sowohl die Reaktionsfreudigkeit des
Druckaufbaus als auch die Steuergenauigkeit während der Radzylinderdrucksteuerung
zu verbessern.
-
Neuntes Ausführungsbeispiel
-
Hydraulikkreislauf des neunten
Ausführungsbeispiels
-
Bezugnehmend
auf 21 ist der Hydraulikkreislauf
des Bremssteuersystems des neunten Ausführungsbeispiels
gezeigt. Der Hydraulikkreislauf des Bremssteuersystems des in 21 gezeigten neunten Ausführungsbeispiels
ist ähnlich zu dem in 1 gezeigten
ersten Ausführungsbeispiel, außer dass im neunten
Ausführungsbeispiel (siehe 21)
das erste Druckaufbausteuerventil 6 und das zweite Druckaufbausteuerventil 7 zu
einem 3-Wegeventil vereint sind (nachfolgend als „drittes
Druckaufbausteuerventil 4" bezeichnet.
-
Wie
aus dem Hydraulikkreislauf der 21 ersichtlich,
ist das dritte Druckaufbausteuerventil 4 im System des
neunten Ausführungsbeispiels in den Bereichen der ersten
und zweiten Bremskreisläufe 1 und 2 vorgesehen,
in denen das erste Druckaufbausteuerventil 6 und das zweite
Druckaufbausteuerventil 7 des Systems des ersten Ausführungsbeispiels angeordnet
sind. Das dritte Druckaufbausteuerventil 4 ist ein drucklos
geöffnetes, federversetztes elektromagnetisches 3-Wegeventil.
Genauer dient das dritte Druckaufbausteuerventil 4 als
ein sog. Proportionalventil, das ausgelegt ist, seine Ventilöffnung
in Abhängigkeit von einem Stromwert des durch eine Spule
des elektromagnetischen Ventils fließenden Stroms proportional
zu verändern, wodurch eine unendliche Positionierung ermöglicht
wird (angezeigt durch zwei parallele horizontale Balken in dem Ventilsymbol
jedes dritten Druckaufbausteuerventils 4a–4d in 21). Vier dritte Druckaufbausteuerventile 4a–4d,
die gemeinsam als „drittes Druckaufbausteuerventil 4'' bezeichnet
werden, sind in den entsprechenden Fluidleitungen 1a–1d angeordnet.
Die stromabwärtigen Enden der Fluidleitungen 2a–2d sind
ebenfalls mit den entsprechenden Druckaufbausteuerventilen 4a–4d verbunden.
Der Hauptzylinder MC und die Pumpe P sind über die dritten
Druckaufbausteuerventile 4a–4d mit den
entsprechenden Radbremszylindern 5a–5d verbunden.
Der weitere Aufbau des Hydraulikkreislaufs des Systems des in 21 gezeigten neunten Ausführungsbeispiels
ist identisch zu dem des in 1 gezeigten
ersten Ausführungsbeispiels.
-
Die Öffnung
und Schließung der dritten Druckaufbausteuerventile 4a–4d wird
in Reaktion auf entsprechende Steuerbefehle von der Steuereinheit CU
gesteuert, um das Durchfließen von Bremsflüssigkeit
durch den ersten Bremskreislauf 1 (Fluidleitungen 1a–1d)
zu ermöglichen oder zu blockieren, und um das Durchfließen
von Bremsflüssigkeit durch den zweiten Bremskreislauf 2 (Fluidleitungen 2a–2d) zu
ermöglichen oder zu blockieren. Wenn der Hauptzylinderdruck
Pm höher als der Radzylinderdruck Pw wird (d. h. Pm > Pw), während
das dritte Druckaufbausteuerventil 4 stromlos (AUS) ist,
dann wird die Zufuhr von Hauptzylinderdruck Pm zum Radbremszylinder 5 erlaubt.
Wenn das dritte Druckaufbausteuerventil 4 stromführend
ist (EIN), ist die Zufuhr von Hauptzylinderdruck Pm zum Radbremszylinder 5 unterbrochen.
Umgekehrt, wenn der Radzylinderdruck Pw höher als der Hauptzylinderdruck
Pm wird (d. h. Pw > Pm),
während das dritte Druckaufbausteuerventil 4 stromlos
(AUS) ist, dann wird die Zufuhr von Radzylinderdruck Pw zum Hauptzylinder
MC erlaubt. Wenn das dritte Druckaufbausteuerventil 4 stromführend
ist (EIN), dann ist die Zufuhr von Radzylinderdruck Pw zum Hauptzylinder
MC unterbrochen. Außerdem wird die Zufuhr von Pumpendruck
zum Radbremszylinder 5 ermöglicht, wenn das dritte
Druckaufbausteuerventil 4 stromführend ist (EIN).
Wenn das dritte Druckaufbausteuerventil 4 stromlos ist (AUS),
ist die Zufuhr von Pumpendruck zum Radbremszylinder 5 unterbrochen.
-
Drittes Druckaufbausteuerventil
-
Der
genaue Aufbau des dritten Druckaufbausteuerventils 4 wird
nachfolgend unter Bezugnahme auf 22 beschrieben. 22 zeigt den axialen Querschnitt des dritten Druckaufbausteuerventils 4. Bei
der Erläuterung des genauen Aufbaus des dritten Druckaufbausteuerventils 4 sei
angenommen, dass die axiale Richtung des dritten Druckaufbausteuerventils 4 durch
den Pfeil y angegeben ist, der eine Y-Achsenrichtung bezeichnet,
und die Y-Achsenrichtung, die von einem ersten Plungerkolben 402 zu
einem Anker 405 gerichtet ist, ist eine positive Y-Achsenrichtung.
Wie in 22 zu sehen ist, umfasst das dritte
Druckaufbausteuerventil 4 ein Gehäuse 401, den
ersten Plungerkolben 402, einen zweiten Plungerkolben 403,
einen dritten Plungerkolben 404, den Anker 405,
eine erste Stange 406, eine zweite Stange 407,
eine erste Feder 408, eine zweite Feder 409, eine
dritte Feder 410, eine Spule 411, eine Hauptzylinderdrucköffnung 412,
eine Radzylinderdrucköffnung 413, eine Pumpendrucköffnung 414,
einen ersten Ventilsitz 415, einen zweiten Ventilsitz 416,
einen dritten Ventilsitz 417, einen ersten Durchgang 418 und
einen zweiten Durchgang 419.
-
Die
Spule 411 ist auf dem Außenumfang auf der Seite
der positiven Y-Achsenrichtung des Gehäuses 401 eingebaut.
Eine erste Zylinderkammer 401a, eine zweite Zylinderkammer 401b,
eine dritte Zylinderkammer 401c und eine vierte Zylinderkammer 401d sind
in dem Gehäuse 401 in dieser Reihenfolge definiert,
von der Seite der negativen Y-Achsenrichtung des Gehäuses 401 zu
der Seite der positiven Y-Achsenrichtung des Gehäuses 401.
-
Die
Hauptzylinderdrucköffnung 412 ist als eine radiale
Bohrung (ein radiales Durchgangsloch) konstruiert, die in dem Gehäuse 401 auf
der Seite der positiven Y-Achsenrichtung der ersten Zylinderkammer 401a ausgebildet
ist. Die Hauptzylinderdrucköffnung 412 öffnet
sich in die erste Zylinderkammer 401a oder steht mit dieser
in Verbindung. Die Hauptzylinderdrucköffnung 412 ist
außerdem über den ersten Bremskreislauf 1 (die
stromaufwärtigen Seiten der Fluidleitungen 1a–1d)
mit dem Hauptzylinder MC verbunden. Die Radzylinderdrucköffnung 413 ist
als eine radiale Bohrung (ein radiales Durchgangsloch) konstruiert,
die in dem Gehäuse 401 im Wesentlichen an einem
Mittelpunkt der zweiten Zylinderkammer 401b ausgebildet
ist. Die Radzylinderdrucköffnung 413 öffnet
sich in die zweite Zylinderkammer 401b oder steht mit dieser
in Verbindung. Die Radzylinderdrucköffnung 413 ist
außerdem über den ersten Bremskreislauf 1 (die
stromabwärtigen Seiten der Fluidleitungen 1a–1d)
mit dem Radbremszylinder 5 verbunden. Die Pumpendrucköffnung 414 ist
als eine radiale Bohrung (ein radiales Durchgangsloch) konstruiert,
die in dem Gehäuse 401 auf der Seite der negativen
Y-Achsenrichtung der dritten Zylinderkammer 401c ausgebildet
ist. Die Pumpendrucköffnung 414 öffnet
sich in die dritte Zylinderkammer 401c oder steht mit dieser
in Verbindung. Die Pumpendrucköffnung 414 ist
außerdem über den zweiten Bremskreislauf 2 (Fluidleitungen 2a–2d)
mit der Pumpe P verbunden.
-
Der
erste Durchgang 418 ist als ein Verbindungsdurchgang mit
kleinem Durchmesser (ein axiales Durchgangsloch, das sich in der
Y-Achsenrichtung erstreckt) ausgelegt, der in dem Gehäuse 401 zwischen
der ersten Zylinderkammer 401a und der zweiten Zylinderkammer 401b ausgebildet
ist, um so die erste Zylinderkammer 401a und die zweite
Zylinderkammer 401b zu verbinden. In ähnlicher
Weise ist der zweite Durchgang 419 ist als ein Verbindungsdurchgang
mit kleinem Durchmesser (ein axiales Durchgangsloch, das sich in
der Y-Achsenrichtung erstreckt) ausgelegt, der in dem Gehäuse 401 zwischen
der zweiten Zylinderkammer 401b und der dritten Zylinderkammer 401c ausgebildet
ist, um so die zweite Zylinderkammer 401b und die dritte
Zylinderkammer 401c zu verbinden.
-
Der
erste Plungerkolben 402 ist in der ersten Zylinderkammer 401a so
angeordnet, dass er in der Y-Achsenrichtung gleiten kann. Die erste
Stange 406 ist in dem ersten Durchgang 418 so
angeordnet, dass sie in der Y-Achsenrichtung gleiten kann. Der zweite Plungerkolben 403 ist
in der zweiten Zylinderkammer 401b so angeordnet, dass
er in der Y-Achsenrichtung gleiten kann. Die zweite Stange 407 ist
in dem zweiten Durchgang 419 so angeordnet, dass sie in
der Y-Achsenrichtung gleiten kann. Der dritte Plungerkolben 404 ist
in der dritten Zylinderkammer 401c so angeordnet, dass
er in der Y-Achsenrichtung gleiten kann. Der Anker 405 ist
in der vierten Zylinderkammer 401d so angeordnet, dass
er in der Y-Achsenrichtung gleiten kann.
-
Die
erste Feder 408 ist zwischen der Endfläche auf
der Seite der negativen Y-Achsenrichtung des ersten Plungerkolbens 402 und
der Endfläche auf der Seite der negativen Y-Achsenrichtung
der ersten Zylinderkammer 401a angeordnet, so dass die
Feder 408 den ersten Plungerkolben 402 ständig in
die positive Y-Achsenrichtung zwingt. Die zweite Feder 409 ist
zwischen der Endfläche auf der Seite der negativen Y-Achsenrichtung
des zweiten Plungerkolbens 403 und der Endfläche
auf der Seite der negativen Y-Achsenrichtung der zweiten Zylinderkammer 401b angeordnet.
Die dritte Feder 410 ist zwischen der Endfläche
auf der Seite der positiven Y-Achsenrichtung des Ankers 405 und
der Endfläche auf der Seite der positiven Y-Achsenrichtung
der vierten Zylinderkammer 401d angeordnet, so dass die dritte
Feder 410 den Anker 405 ständig in die
negative Y-Achsenrichtung zwingt. Das heißt, die Federkraft
der dritten Feder 410 zwingt die Endfläche auf der
Seite der negativen Y-Achsenrichtung des Ankers 405 in
Kontakt mit der Endfläche auf der Seite der positiven X-Achsenrichtung
des dritten Plungerkolbens 404.
-
Der
erste Ventilsitz 415 ist einstückig mit dem Stufenbereich
des Gehäuses 401 an der Endfläche auf
der Seite der positiven Y-Achsenrichtung der ersten Zylinderkammer 401a ausgebildet
(mit anderen Worten, am rechten Öffnungsende des ersten
Durchgangs 418, dessen offenes Ende sich in die erste Zylinderkammer 401a öffnet).
Die Spitze 402a auf der Seite der positiven Y-Achsenrichtung
des ersten Plungerkolbens 402 ist angeordnet, um dem ersten Ventilsitz 415 gegenüberzuliegen.
Eine axiale Bewegung des ersten Plungerkolbens 402 in die
positive Y-Achsenrichtung bringt die Spitze 402a des ersten Plungerkolbens 402 in
anliegenden Eingriff mit dem ersten Ventilsitz 415, und
dann sitzt die Spitze 402a des ersten Plungerkolbens 402,
die als ein Ventilelement dient, auf dem ersten Ventilsitz 415.
Wenn die Spitze 402a auf dem ersten Ventilsitz 415 gehalten wird,
ist das rechte Öffnungsende des ersten Durchgangs 418 (d.
h. der erste Ventilsitz 415) vollständig geschlossen.
-
Der
zweite Ventilsitz 416 ist einstückig mit dem Stufenbereich
des Gehäuses 401 an der Endfläche auf
der Seite der positiven Y-Achsenrichtung der zweiten Zylinderkammer 401b ausgebildet
(mit anderen Worten, am rechten Öffnungsende des zweiten Durchgangs 419,
dessen offenes Ende sich in die zweite Zylinderkammer 401b öffnet).
Die Spitze 403a auf der Seite der positiven Y- Achsenrichtung
des zweiten Plungerkolbens 403 ist angeordnet, um dem zweiten
Ventilsitz 416 gegenüberzuliegen. Eine axiale
Bewegung des zweiten Plungerkolbens 403 in die positive
Y-Achsenrichtung bringt die Spitze 403a des zweiten Plungerkolbens 403 in
anliegenden Eingriff mit dem zweiten Ventilsitz 416, und
dann sitzt die Spitze 403a des zweiten Plungerkolbens 403,
die als ein Ventilelement dient, auf dem zweiten Ventilsitz 416.
Wenn die Spitze 403a auf dem zweiten Ventilsitz 416 gehalten
wird, ist das rechte Öffnungsende des zweiten Durchgangs 419 (d.
h. der zweite Ventilsitz 416) vollständig geschlossen.
-
Der
dritte Ventilsitz 417 ist einstückig mit dem Stufenbereich
des Gehäuses 401 an der Endfläche auf
der Seite der negativen Y-Achsenrichtung der dritten Zylinderkammer 401c ausgebildet
(mit anderen Worten, am linken Öffnungsende des zweiten Durchgangs 419,
dessen offenes Ende sich in die dritte Zylinderkammer 401c öffnet).
Die Spitze 404a auf der Seite der negativen Y-Achsenrichtung
des dritten Plungerkolbens 404 ist angeordnet, um dem dritten
Ventilsitz 417 gegenüberzuliegen. Eine axiale Bewegung
des dritten Plungerkolbens 404 in die negative Y-Achsenrichtung
bringt die Spitze 404a des dritten Plungerkolbens 404 in
anliegenden Eingriff mit dem dritten Ventilsitz 417, und
dann sitzt die Spitze 404a des dritten Plungerkolbens 404,
die als ein Ventilelement dient, auf dem dritten Ventilsitz 417.
Wenn die Spitze 404a auf dem dritten Ventilsitz 417 gehalten
wird, ist das linke Öffnungsende des zweiten Durchgangs 419 (d.
h. der dritte Ventilsitz 417) vollständig geschlossen.
-
Wenn
der erste Ventilsitz 415 offen gehalten wird, wird eine
Fluidverbindung zwischen der Hauptzylinderdrucköffnung 412 und
der Radzylinderdrucköffnung 413 hergestellt, und
somit wird ein Durchfließen von Bremsflüssigkeit
durch den ersten Bremskreislauf 1 ermöglicht.
Umgekehrt, wenn der erste Ventilsitz 415 geschlossen gehalten
wird, dann ist die Fluidverbindung zwischen der Hauptzylinderdrucköffnung 412 und
der Radzylinderdrucköffnung 413 blockiert, und
somit ist der erste Bremskreislauf 1 blockiert. Wenn der
zweite Ventilsitz 416 und auch der dritte Ventilsitz 417 offen
gehalten wird, wird eine Fluidverbindung zwischen der Pumpendrucköffnung 414 und
der Radzylinderdrucköffnung 413 hergestellt, und
somit wird ein Durchfließen von Bremsflüssigkeit
durch den zweiten Bremskreislauf 2 ermöglicht.
Wenn andererseits der zweite Ventilsitz 416 und der dritte
Ventilsitz 417 geschlossen gehalten werden, dann ist die
Fluidverbindung zwischen der Pumpendrucköffnung 414 und
der Radzylinderdrucköffnung 413 blockiert, und
somit ist der zweite Bremskreislauf 2 blockiert.
-
Die
Funktionsweise und die Betätigung des dritten Druckaufbausteuerventils 4 (siehe 22) wird nachfolgend genau beschrieben. Wenn Strom von
der Steuereinheit CU an der Spule 411 angelegt wird, erzeugt
der durch die Spule 411 fließende Strom eine elektromagnetische
Kraft. Die elektromagnetische Kraft variiert in Abhängigkeit
von einem elektrischen Stromwert I des durch die Spule 411 fließenden
Stroms: Je größer der Stromwert I, desto größer
die von der Spule 411 erzeugte elektromagnetische Kraft.
Die elektromagnetische Kraft zieht den Anker 405 in der
positiven Y-Achsenrichtung an, so dass der Anker 405 sich
in der positiven Y-Achsenrichtung verlagert.
-
Wenn
der Stromwert I des durch die Spule 411 fließenden
Stroms „0" ist (d. h. I = 0), dann wird die elektromagnetische
Kraft, die auf den Anker 405 wirkt, „0". Andererseits
wirkt die Federkraft der dritten Feder 410 auf den Anker 405 in
der negativen Y-Achsenrichtung. Der dritte Plungerkolben 404 (in
anliegendem Eingriff mit dem Anker 405) wird zusammen mit
dem Anker 405 in die negative Y-Achsenrichtung gedrängt
oder geschoben. Die axiale Bewegung des dritten Plungerkolbens 404 in
der negativen Y-Achsenrichtung bringt die Spitze 404a des
dritten Plungerkolbens 404 in anliegenden Eingriff mit
dem dritten Ventilsitz 417, und somit wird der dritte Ventilsitz 417 geschlossen.
Weiterhin werden die zweite Stange 407 (in anliegendem
Eingriff mit dem dritten Plungerkolben 404), der zweite
Plungerkolben 403 (in anliegendem Eingriff mit der zweiten
Stange 407), die erste Stange 406 (in anliegendem
Eingriff mit dem zweiten Plunger 403) und der erste Plungerkolben 402 (in
anliegendem Eingriff mit der ersten Stange 406) durch die
Federkraft der dritten Feder 410 in die negative Y-Achsenrichtung
gedrängt oder geschoben. Somit wird die Spitze 403 des
zweiten Plungerkolbens 403 von dem zweiten Ventilsitz 416 weggedrängt,
und gleichzeitig wird die Spitze 402a des ersten Plungerkolbens 402 von
dem ersten Ventilsitz 415 weggedrängt. Dadurch
werden der zweite Ventilsitz 416 und der erste Ventilsitz 415 offen
gehalten.
-
Zu
diesem Zeitpunkt wirkt die Federkraft der zweiten Feder 409 auf
den zweiten Plungerkolben 403 in der positiven Y-Achsenrichtung.
Zusätzlich wirkt die Federkraft der ersten Feder 408 auf
den ersten Plungerkolben 402 in der positiven Y-Achsenrichtung.
Wegen der Federkrafteinstellungen, die durch die Ungleichheit von
(Federkraft F3 der dritten Feder 410) > (Federkraft F2 der zweiten Federkraft 409)
+ (Federkraft F1 der ersten Feder 408) definiert ist, kann
der oben genannte Zustand der axialen Positionen der Plungerkolben 402 bis 403 und
des Ankers 405 unter bestimmten Bedingungen aufrechterhalten werden,
wenn der Stromwert I des durch die Spule 411 fließenden
Stroms gleich „0" ist (d. h. I = 0).
-
Wie
oben erwähnt, wird der dritte Ventilsitz 417 geschlossen
gehalten, und der zweite Ventilsitz 416 und der erste Ventilsitz 415 werden
offen gehalten, wenn I = 0, wobei eine axiale Verlagerung Xa (wird
später beschrieben) des Ankers 405 „0"
ist. Solch ein Ventilzustand (d. h. I = 0 und Xa = 0) des dritten
Druckaufbausteuerventils 4 entspricht einem Zustand, bei
dem in dem System des ersten Ausführungsbeispiels das erste
Druckaufbausteuerventil 6 offen gehalten und das zweite
Druckaufbausteuerventil 7 geschlossen gehalten wird, und
somit der zweite Bremskreislauf 2 blockiert ist und ein
Durchfließen von Bremsflüssigkeit durch den ersten Bremskreislauf 1 erlaubt
ist.
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Unter
der Annahme, dass der Abstand zwischen der Spitze 402a des
ersten Plungerkolbens 402 und dem ersten Ventilsitz 415 durch
das Bezugszeichen L1 gekennzeichnet wird und der Abstand zwischen
der Spitze 403a des zweiten Plungerkolbens 403 und
dem zweiten Ventilsitz 416 durch das Bezugszeichen 12 gekennzeichnet
wird, ist das Verhältnis zwischen diesen Abständen
L1–L2 so festgelegt, dass es die Ungleichheit L1 < L2 erfüllt,
wenn I = 0 (Nullstrom).
-
Wenn
der Stromwert I allmählich von „0" ansteigt, steigt
auch die elektromagnetische Kraft allmählich von „0"
an. Der Anker 405 wird durch die elektromagnetische Kraft,
die gemäß einem Anstieg des Stromwerts I größer
wird, in der positiven Y-Achsenrichtung angezogen. Aufgrund dieses
Anstiegs des Stromwerts I beginnt der Anker 405, sich geringfügig
gegen die Federkraft der dritten Feder 410 in der positiven
Y-Achsenrichtung zu verlagern. Unter der Annahme, dass die axiale
Verlagerung des Ankers 405, erzeugt durch die Anziehungskraft
der Spule 411, mit „Xa” bezeichnet wird,
verlagert sich der dritte Plungerkolben 404 in der positiven
Y-Achsenrichtung um die gleiche axiale Verlagerung Xa wie der Anker 405,
während er durch die Federkraft der zweiten Feder 409,
die über den zweiten Plungerkolben 403 und die
zweite Stange 407 zum dritten Plungerkolben 404 übertragen
wird, in anliegendem Eingriff mit dem Anker 405 gehalten
wird. Dadurch wird der dritte Ventilsitz 417 offen gehalten.
-
Zur
gleichen Zeit verlagert sich der Kolben 403 in der positiven
Y-Achsenrichtung um die gleiche axiale Verlagerung Xa wie der Anker 405,
während er durch die Federkraft der zweiten Feder 409 in
anliegendem Eingriff mit der zweiten Stange 407 gehalten wird.
Der erste Plungerkolben 402 verlagert sich ebenfalls in
der positiven Y-Achsenrichtung um die gleiche axiale Verlagerung
Xa wie der Anker 405, während er durch die Federkraft
der ersten Feder 408 in anliegendem Eingriff mit der ersten
Stange 406 gehalten wird.
-
Wenn
die Verlagerung Xa des Ankers 405 geringer als der Abstand
L1 ist (d. h. Xa < L1),
dann wird auch der zweite Ventilsitz 416 offen gehalten. Aufgrund
der Einstellung (d. h. L1 < L2)
der beiden Abstände L1–L2 unter der Bedingung
I = 0, wird der zweite Ventilsitz 416 ebenfalls offen gehalten,
wenn Xa < L1. Somit
werden unter der Bedingung Xa < L1 der
erste Ventilsitz 415, der zweite Ventilsitz 416 und der
dritte Ventilsitz 417 offen gehalten. Solch ein Ventilzustand
(d. h. 0 < Xa < L1) des dritten
Druckaufbausteuerventils 4 entspricht einem Zustand, bei
dem in dem System des ersten Ausführungsbeispiels das erste
Druckaufbausteuerventil 6 und das zweite Druckaufbausteuerventil 7 offen
gehalten werden, und somit ein Durchfließen von Bremsflüssigkeit durch
den zweiten Bremskreislauf 2 wie auch den ersten Bremskreislauf 1 ermöglicht
wird.
-
Danach,
wenn der Stromwert I weiter ansteigt und somit die Verlagerung Xa
des Ankers 405 gleich dem Abstand L1 wird, wird die Spitze 402a des ersten
Plungerkolbens 402 in anliegenden Eingriff mit dem ersten
Ventilsitz 415 gebracht. Dadurch wird der erste Ventilsitz 415 geschlossen.
Zu diesem Zeitpunkt (d. h. wenn Xa = L1), ist der zweite Ventilsitz 416 wegen
der Einstellung (d. h. L1 < L2)
der zwei Abstände L1–L2 unter der Bedingung I
= 0 immer noch offen. Deshalb werden unter der Bedingung Xa = L1
der dritte Ventilsitz 417 und der zweite Ventilsitz 416 offen
und der erste Ventilsitz 415 geschlossen gehalten. Solch
ein Ventilzustand (d. h. Xa = L1) des dritten Druckaufbausteuerventils 4 entspricht
einem Zustand, bei dem in dem System des ersten Ausführungsbeispiels
das erste Druckaufbausteuerventil 6 geschlossen und das
zweite Druckaufbausteuerventil 7 offen gehalten wird, und
somit ein Durchfließen von Bremsflüssigkeit durch
den zweiten Bremskreislauf 2 ermöglicht und durch
den ersten Bremskreislauf 1 blockiert ist.
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Danach,
wenn die Verlagerung Xa des Ankers 405 aufgrund eines weiteren
Anstiegs des Stromwerts I den Abstand L1 übersteigt (d.
h. L2 > Xa > L1), dann wird der
anliegende Eingriff der Spitze 402a des ersten Plungerkolbens 402 und
dem ersten Ventilsitz 415 (mit anderen Worten, der geschlossene Zustand
des ersten Ventilsitzes 415) durch die Federkraft der ersten
Feder 408 aufrechterhalten. Andererseits verlagern sich
der dritte Plungerkolben 404 und der zweite Plungerkolben 403 durch
die Federkraft der zweiten Feder 409 in der positiven Y-Achsenrichtung
um die gleiche axiale Verlagerung Xa wie der Anker 405.
Das heißt, unter der Bedingung L2 > Xa > L1
werden der dritte Ventilsitz 417 und der zweite Ventilsitz 416 offen
gehalten, und der erste Ventilsitz 415 wird geschlossen
gehalten.
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Danach,
wenn die Verlagerung Xa des Ankers 405 aufgrund eines weiteren
Anstiegs des Stromwerts I größer oder gleich dem
Abstand 12 wird (d. h. Xa ≥ L2), dann wird die
Spitze 403a des zweiten Plungerkolbens 403 mit
dem zweiten Ventilsitz 416 in anliegenden Eingriff gebracht
und dort gehalten. Dadurch wird der zweite Ventilsitz 416 geschlossen.
Unter der Bedingung Xa ≥ L2 wird der dritte Ventilsitz
offen gehalten, und der zweite Ventilsitz 416 und der erste
Ventilsitz 415 werden geschlossen gehalten. Solch ein Ventilzustand
(d. h. Xa ≥ L2) des dritten Druckaufbausteuerventils 4 entspricht
einem Zustand, bei dem in dem System des ersten Ausführungsbeispiels
das erste Druckaufbausteuerventil 6 geschlossen und das
zweite Druckaufbausteuerventil 7 geschlossen gehalten wird,
und somit sowohl der erste Bremskreislauf 1 als auch der
zweite Bremskreislauf 2 blockiert ist.
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Wirkungen des neunten Ausführungsbeispiels
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- (18) Die Vorrichtung zur Steuerung von Bremsen gemäß dem
neunten Ausführungsbeispiel umfasst ein Bremspedal BP,
mit dem die Bremsbetätigung des Fahrers durchgeführt
wird, und einen Stellgrößendetektor (d. h. einen
Hubsensor 11), der eine Stellgröße (d.
h. einen Bremspedalhub SBP) des Bremspedals
BP erfasst. Ein erstes Steuerventil (erstes Druckaufbausteuerventil 6) und
ein zweites Steuerventil (zweites Druckaufbausteuerventil 7)
werden als ein 3-Wegeventil (drittes Druckaufbausteuerventil 4)
genutzt. Das 3-Wegeventil (drittes Druckaufbausteuerventil 4) umfasst
eine erste Öffnung (Hauptzylinderdrucköffnung 412),
die mit dem Hauptzylinder MC verbunden ist, eine zweite Öffnung
(Pumpendrucköffnung 414), die mit einer Fluiddruckquelle
(Pumpe P) verbunden ist, und eine dritte Öffnung (Radzylinderdrucköffnung 413),
die mit dem Radbremszylinder 5 verbunden ist. Die Steuereinheit CU
ist ausgelegt, um auf der Grundlage der erfassten Stellgröße
des Bremspedals BP eine Umschaltung zwischen (i) einem ersten Zustand,
bei dem eine Fluidverbindung zwischen der ersten Öffnung
(Hauptzylinderdrucköffnung 412) und der dritten Öffnung
(Radzylinderdrucköffnung 413) hergestellt ist,
und (ii) einem zweiten Zustand, bei dem eine Fluidverbindung zwischen
der zweiten Öffnung (Pumpendrucköffnung 414)
und der dritten Öffnung (Radzylinderdrucköffnung 413)
hergestellt ist, durchzuführen.
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Somit
kann das System des neunten Ausführungsbeispiels der 21 und 22 die
gleichen Funktionen und Wirkungen wie das erste Ausführungsbeispiel
bereitstellen, indem eine Verlagerung Xa des Ankers 405 durch
eine Veränderung des elektrischen Stromwerts 1 des
durch die Spule 411 fließenden Stroms so verändert
wird, dass sie den entsprechenden Öffnungs- und Schließungszuständen des
ersten Druckaufbausteuerventils 6 und des zweiten Druckaufbausteuerventils 7,
die in dem System des ersten Ausführungsbeispiels eingesetzt
werden, entspricht. Zusätzlich kann durch die Verwendung des
dritten Druckaufbausteuerventils 4 (des 3-Wegeventils)
die Funktionalität der zwei Steuerventile, nämlich
des ersten Druckaufbausteuerventils 6 und des zweiten Druckaufbausteuerventils 7 durch
ein einziges Steuerventil (das 3-Wegeventil) realisiert werden,
wodurch ein kompakter Hydraulikkreislauf (die verkleinerte hydraulische
Steuereinheit oder der verkleinerte hydraulische Modulator) realisiert
werden kann.
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Modifikationen
-
In
dem System des ersten Ausführungsbeispiels wird ein sog.
elektromagnetisches Proportionalventil, dessen Ventilöffnung
sich in Abhängigkeit von einem elektrischen Stromwert des
durch die Spule des elektromagnetischen Ventils fließenden Stroms
proportional verändert, als ein Drucksteuerventil (d. h.
erstes Druckaufbausteuerventil 6, zweites Druckaufbausteuerventil 7 und
Druckverringerungssteuerventil 8) verwendet. An Stelle
der Verwendung eines solchen Proportionalventils kann ein elektromagnetisches
Zweipositionsventil, oft auch „EIN-AUS-Ventil" genannt,
das zwischen einem vollständig offenen Zustand und einem
vollständig geschlossenen Zustand umschaltbar ist, verwendet werden.
Außerdem kann das erste Druckaufbausteuerventil 6 als
ein elektromagnetisches EIN-AUS-Ventil konstruiert sein, während
das zweite Druckaufbausteuerventil 7 und das Druckverringerungssteuerventil 8 als
Proportionalventil konstruiert sein können. Das heißt,
um einen gewünschten hydraulischen Modulator für
die Radzylinderdrucksteuerung bereitzustellen, können EIN-AUS-Ventile
und Proportionalventile in geeigneter Weise miteinander kombiniert werden.
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Der
gesamte Inhalt der
japanischen
Patentanmeldung Nr. 2007-238741 (eingereicht am 14. September
2007) wird hiermit durch diesen Verweis aufgenommen.
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Während
das Vorstehende eine Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung darstellt, ist es selbstverständlich,
dass die Erfindung nicht auf die bestimmten Ausführungsbeispiele,
die hier gezeigt und beschrieben wurden, beschränkt ist,
sondern dass verschiedene Änderungen und Modifikationen
vorgenommen werden können, ohne vom Umfang dieser Erfindung
abzuweichen, die durch die nachfolgenden Ansprüche definiert
wird.
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Zusammenfassend
offenbart die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung zum Steuern
von Bremsen, umfassend einen ersten Bremskreislauf zum Zuführen
von Bremsflüssigkeit, deren Druck von einem Bremskraftverstärker
erhöht wurde, zu einem Radbremszylinder, ein erstes Steuerventil,
das in dem ersten Bremskreislauf angeordnet ist, um eine Fluidverbindung
zwischen einem Hauptzylinder und dem Radbremszylinder herzustellen
und zu blockieren, einen zweiten Bremskreislauf, der parallel zum ersten
Bremskreislauf angeordnet ist, um Bremsflüssigkeit, deren
Druck von einer Fluiddruckquelle erhöht wurde, zu dem Radbremszylinder
zuzuführen, und ein zweites Steuerventil, das in dem zweiten Bremskreislauf
angeordnet ist, um eine Fluidverbindung zwischen der Fluiddruckquelle
und dem Radbremszylinder herzustellen und zu blockieren. Außerdem
ist eine Steuereinheit vorgesehen, um wahlweise das erste und das
zweite Steuerventil zu steuern, wenn Radzylinderdruck aufgebaut
wird, und die ferner ausgelegt ist, den Radzylinderdruck durch Betätigen
der Fluiddruckquelle aufzubauen, wenn zumindest das zweite Steuerventil
auf eine offene Ventilposition gestellt ist.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
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erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- - JP 2004-9914 [0002]
- - JP 2004-009914 [0002, 0002, 0003, 0004, 0004]
- - JP 2007-238741 [0277]